Warum nehme ich keine Last auf mich?

Feb 19, 2024

Von Tongxin, Südkorea

Im Oktober 2021 wurde ich für die Leitung der Videoproduktion ausgebildet. Meine Arbeitspartner waren Bruder Leo und Schwester Claire. Sie erfüllten diese Pflicht schon viel länger und hatten mehr Erfahrung als ich, weswegen sie die Führung bei der Kontrolle und Abwicklung eines Großteils der Arbeit übernahmen. Ich war neu und kannte mich noch nicht gut aus, also habe ich natürlich nur eine weniger wichtige Rolle übernommen. Ich dachte, solange es keine Probleme mit meiner Arbeit gab, sei alles in Ordnung, und um alles andere könnten sich meine Kollegen kümmern. Auf diese Weise hätte ich weniger Sorgen und würde nicht zur Verantwortung gezogen werden. Nach und nach nahm ich immer weniger Last auf mich, verstand kaum etwas von der Arbeit der beiden und beteiligte mich nicht daran. Bei Arbeitsbesprechungen äußerte ich nie meine Meinung, und in meiner Freizeit schaute ich mir weltliche Videos an und entspannte mich. Ich sah darin kein Problem.

Eines Nachmittags kam eine Leiterin zu mir. Sie sagte, Leo und Claire würden ihre Pflicht in Zukunft woanders erfüllen, also müsste ich mehr Verantwortung übernehmen, mich mehr anstrengen und die Leitung der Videoproduktion übernehmen. Diese plötzliche Veränderung kam sehr überraschend für mich. Ich erfüllte diese Pflicht erst seit kurzem, und es gab so viel Arbeit, war das nicht eine Menge Druck? Die Arbeit, die sie erledigten, war kompliziert und erforderte ein hohes Maß an Aufmerksamkeit. Ich würde mich um Material kümmern und die Leute anleiten müssen, denen es an Fachkenntnissen fehlte, und wenn sie nicht zurechtkamen, ihre Arbeit übernehmen. Leo und Claire waren fachlich sehr kompetent und normalerweise sehr beschäftigt. Neu, wie ich war, würde ich noch mehr Zeit investieren müssen. Ob ich je wieder Freizeit haben würde? Und wenn ich es nicht schaffen und dadurch die Arbeit verzögern würde, wäre das eine Verfehlung? Meiner Meinung nach sollte sich die Leiterin lieber nach jemandem umsehen, der besser geeignet war. Als sie bemerkte, wie still ich war, fragte die Leiterin, was mir durch den Kopf ging. Mir widerstrebte das, und ich wollte ihr nicht antworten. Am Ende des Gesprächs ging ich einfach weg. Bei dem Gedanken an all die Probleme und Widrigkeiten, die ich nun allein bewältigen müsste, war der Druck geradezu erstickend. Die kommenden Tage, so dachte ich, würden unerträglich sein. Ich zerbrach mir den Kopf, doch ich glaubte einfach nicht, dass ich es schaffen könne. Etwas später erhielt ich eine Nachricht von der Leiterin, auf die ich dann so antwortete: „Ich fühle mich dieser Aufgabe nicht gewachsen. Vielleicht gibt es jemanden, der besser geeignet ist.“ Dann fragte die Leiterin: „Auf welcher Grundlage hältst du dich für nicht geeignet?“ Die Frage hat mich wirklich überrumpelt. Ich hatte es ja nicht einmal versucht, wusste also nicht, ob ich der Sache gewachsen war. Doch bei dem Gedanken an den Arbeitsdruck und die körperliche Belastung wollte ich ablehnen. Drückte ich mich hier nicht vor meiner Verantwortung? Dann dachte ich daran, dass alles, das mir widerfuhr, mit Gottes Zustimmung geschah und dass ich mich unterwerfen sollte. Also betete ich zu Gott: „Lieber Gott, meine beiden Arbeitspartner werden versetzt, und ich muss jetzt die ganze Arbeit übernehmen. Das widerstrebt mir, und ich will mich nicht unterwerfen. Ich weiß, dass dieser Zustand falsch ist, doch ich kann Deinen Willen nicht verstehen. Bitte erleuchte und führe mich, damit ich mich unterwerfen kann.“

Nach meinem Gebet schickte mir eine Schwester einen Abschnitt aus Gottes Worten, der meinen Zustand behandelte. Gott sagt: „Was sind die Merkmale eines ehrlichen Menschen? Ein Merkmal eines ehrlichen Menschen ist zunächst einmal, keine Zweifel an Gottes Worten zu haben. Ebenso verhält es sich damit, in allen Angelegenheiten die Wahrheit zu suchen und auszuüben – das ist das wichtigste und entscheidendste Merkmal eines ehrlichen Menschen. Du sagst, dass du ehrlich bist, aber du schiebst Gottes Worte immer in den Hintergrund deiner Gedanken und machst einfach, was du willst. Sind das die Merkmale einer ehrlichen Person? Du sagst: ‚Mein Kaliber ist zwar dürftig, aber ich habe ein ehrliches Herz.‘ Doch wenn dir eine Pflicht zufällt, hast du Angst, zu leiden und Verantwortung zu tragen, falls du sie nicht gut erfüllst, also erfindest du Ausreden, um dich vor dieser Pflicht zu drücken, oder schlägst vor, dass jemand anderes sie erfüllt. Sind dies die Merkmale eines ehrlichen Menschen? Eindeutig nicht. Wie sollte sich also ein ehrlicher Mensch verhalten? Er sollte sich den Anordnungen Gottes unterwerfen, seine ihm übertragene Pflicht mit Hingabe erfüllen und danach streben, Gottes Willen zufriedenzustellen. Dies äußert sich auf verschiedene Weise. Eine davon ist, dass du deine Pflicht mit ehrlichem Herzen annimmst, ohne an deine fleischlichen Interessen zu denken, ohne halbherzig zu sein und ohne zu deinem eigenen Vorteil zu intrigieren. Das ist eine Manifestation der Ehrlichkeit. Eine andere ist, dass du deine Pflicht mit ganzem Herzen und ganzer Kraft erfüllst, die Dinge richtig tust und dein Herz und deine Liebe in deine Pflicht einbringst, um Gott zufriedenzustellen. Dies sind die Merkmale, die ein ehrlicher Mensch bei der Erfüllung seiner Pflichten haben sollte. Wenn du nicht ausführst, was du weißt und verstehst, und wenn du dich nur zu 50 oder 60 Prozent anstrengst, dann setzt du nicht dein ganzes Herz und deine ganze Kraft ein, du bist gerissen und suchst nach Wegen, um es langsamer angehen zu lassen. Sind Menschen, die ihre Pflichten auf diese Weise erfüllen, ehrlich? Auf keinen Fall. Gott hat keine Verwendung für solche gerissenen und betrügerischen Menschen; sie müssen verstoßen werden. Gott setzt nur ehrliche Menschen zur Erfüllung von Pflichten ein. Das bedeutet, dass selbst ergebene Dienende ehrlich sein müssen. Menschen, die ständig nachlässig und oberflächlich sind, die immer gerissen sind und nach Wegen suchen, es langsamer angehen zu lassen, sind alle betrügerisch, sie sind alle Dämonen, keiner von ihnen glaubt wirklich an Gott, und sie werden alle verstoßen werden. Manche Menschen denken: ‚Ein ehrlicher Mensch zu sein, bedeutet nur, die Wahrheit zu sagen und nicht zu lügen. Es ist wirklich einfach, ein ehrlicher Mensch zu sein.‘ Was hältst du von dieser Ansicht? Begrenzt ein ehrlicher Mensch zu sein sich auf einen solch engen Rahmen? Ganz und gar nicht. Du musst dein Herz offenbaren und es Gott geben; das ist die Einstellung, die eine ehrliche Person haben sollte. Deshalb ist ein ehrliches Herz sehr kostbar. Was folgt daraus? Dass dieses Herz dein Verhalten kontrollieren und deinen Zustand ändern kann. Es kann dich dazu führen, die richtige Wahl zu treffen und dich Gott zu unterwerfen und Seine Anerkennung zu gewinnen. Dieses Herz ist wirklich kostbar. Wenn du diese Art von ehrlichem Herzen besitzt, dann solltest du in dieser Art von Zustand leben, dich entsprechend verhalten und dich auf diese Art anstrengen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Gottes Wort beschämte mich zutiefst. Gott sagt, dass ehrliche Menschen, wenn sie sich ihrer Pflicht gegenübersehen, weder darüber nachdenken, ob sie der Aufgabe gewachsen sind, noch sich Gedanken machen, welches Risiko ihre Pflicht mit sich bringen könnte. Sie drücken sich nicht aus Sorge um ihre Kompetenz vor ihrer Pflicht, sondern akzeptieren sie vielmehr von Anfang an und geben ihr Bestes. Das zeugt von einer ehrlichen Einstellung. Dann dachte ich über meine Einstellung zu meiner Pflicht nach. Kaum hatte ich von der Versetzung meiner beiden Arbeitspartner gehört, kamen mir Bedenken: mein Arbeitspensum und meine Sorgen würden zunehmen, und dann der ganze Druck. Wenn die Arbeit nicht gut gemacht wird, dachte ich, bin ich dafür verantwortlich. Um mich also davor zu drücken, behauptete ich, ich sei nicht qualifiziert genug. Ich war wirklich betrügerisch. Ich dachte daran, wie ich im Gebet immer gelobt hatte, die Lasten, die Gott mir auftrug, zu beherzigen, doch als es dann soweit war, gehorchte ich stattdessen meinem Fleisch, praktizierte keine der Wahrheiten und versuchte, Gott mit leeren Worten zu täuschen. Hätte ich wirklich auf den Willen Gottes geachtet, hätte die Tatsache, dass ich der Arbeit nicht gewachsen war und niemand sonst gefunden werden konnte, dazu führen müssen, dass ich meine Fachkenntnisse verbesserte und mit den anderen zusammenarbeitete, um zu verhindern, dass die Videoproduktion beeinträchtigt wird. So sollte sich jemand mit Gewissen und Menschlichkeit verhalten. Wenn ich der Arbeit wirklich nicht gewachsen war und man mich schließlich entlassen würde, sollte ich mich einfach Gottes Anordnungen unterwerfen. Das ist eine vernünftige Art zu praktizieren. Bei diesem Gedanken beruhigte ich mich ein bisschen.

Dann las ich eine Passage, die mir ein gewisses Verständnis meiner Einstellung vermittelte. Gott sagt: „Alle, die nicht nach der Wahrheit streben, gehen ihren Pflichten mit einer Einstellung nach, der es an Verantwortungsbewusstsein mangelt. ‚Wenn jemand vorausgeht, gehe ich hinterher; wo auch immer er hingeht, gehe ich auch hin. Ich werde tun, was immer er von mir verlangt. Wenn es darum geht, Verantwortung und Anliegen zu übernehmen oder mir mehr Mühe zu geben, um etwas zu machen, etwas mit ganzem Herzen und ganzer Kraft zu tun – dazu bin ich nicht bereit.‘ Diese Menschen sind nicht bereit, den Preis zu zahlen. Sie sind nur gewillt, sich zu bemühen, nicht, Verantwortung zu übernehmen. Das ist nicht die Einstellung, mit der man eine Aufgabe wirklich erledigt. Man muss lernen, mit dem Herzen dabei zu sein, wenn man eine Aufgabe erledigt, und ein Mensch mit einem Gewissen kann mit dem Herzen dabei sein. Wenn jemand nie mit dem Herzen dabei ist, bedeutet das, dass er kein Gewissen hat, und diejenigen ohne Gewissen können die Wahrheit nicht erlangen. Warum sage Ich, dass sie die Wahrheit nicht erlangen können? Sie wissen weder, wie man zu Gott betet und die Erleuchtung des Heiligen Geistes sucht, noch, wie man auf Gottes Willen Rücksicht nimmt, noch, wie man mit ganzem Herzen über Gottes Worte nachdenkt, noch wissen sie, wie man die Wahrheit sucht, wie man sich bemüht, Gottes Anforderungen und Seinen Willen zu verstehen. Das heißt, nicht imstande zu sein, die Wahrheit zu suchen. Habt ihr solche Zustände, in denen ihr, egal, was passiert, egal, welche Pflicht ihr erledigt, oft in der Lage seid, still vor Gott zu sein und mit ganzem Herzen über Seine Worte nachzudenken, die Wahrheit zu suchen und zu überlegen, wie ihr diese Pflicht erfüllen müsst, damit sie mit Gottes Willen übereinstimmt, und welche Wahrheiten ihr besitzen solltet, um diese Pflicht zufriedenstellend zu erledigen? Kommt es oft vor, dass ihr die Wahrheit auf diese Weise sucht? (Nein.) Wenn man sein Herzblut in seine Pflicht investiert und Verantwortung übernehmen kann, muss man leiden und einen Preis zahlen – es reicht nicht aus, nur darüber zu reden. Wenn du dein Herzblut nicht in deine Pflicht investierst und dich stattdessen nur immer körperlich anstrengen willst, dann wird deine Pflicht sicher nicht gut erfüllt werden. Du wirst sie einfach nur der Form halber tun und nicht wissen, wie gut du deine Pflicht erfüllt hast. Wenn du mit ganzem Herzen dabei bist, wirst du allmählich die Wahrheit verstehen; wenn du dies nicht tust, wird das nicht geschehen. Wenn du dich mit ganzem Herzen der Erfüllung deiner Pflicht und dem Streben nach der Wahrheit widmest, wirst du allmählich in der Lage sein, Gottes Willen zu verstehen, deine eigene Verdorbenheit und deine eigenen Mängel zu entdecken und all deine verschiedenen Zustände zu meistern. Wenn dein einziger Fokus darauf liegt, dir Mühe zu geben, und du nicht mit dem Herzen dabei bist, während du über dich nachdenkst, wirst du die wahren Zustände in deinem Herzen und die unzähligen Reaktionen und Ergüsse von Verderbtheit nicht entdecken können, die du in verschiedenen Umfeldern aufweist. Wenn du dir nicht bewusst bist, welche Konsequenzen es hat, wenn es ein Problem gibt und du es nicht löst, dann steckst du in großen Schwierigkeiten. Deshalb bringt es nichts, auf konfuse Art und Weise an Gott zu glauben. Du musst allezeit vor Gott leben, allerorten; was immer dir auch widerfährt, du musst immer die Wahrheit suchen, und während du das tust, musst du auch über dich selbst nachdenken und erkennen, welche Probleme es in deinem Zustand gibt, und umgehend nach der Wahrheit suchen, um sie zu lösen. Nur so kannst du deine Aufgabe gut erledigen und hältst die Arbeit nicht auf. Am wichtigsten ist es, nicht nur deine Pflicht gut zu erledigen, sondern auch Eintritt ins Leben zu haben und in der Lage zu sein, deine verdorbene Gesinnung zu bereinigen. Nur so kannst du in die Wirklichkeit der Wahrheit eintreten. Wenn das, worüber du in deinem Herzen oft nachdenkst, nicht Fragen sind, die mit der Erledigung deiner Aufgabe zu tun haben, wenn es nicht Fragen sind, die mit der Wahrheit zu tun haben, und du dich stattdessen in äußerlichen Dingen verhedderst und deine Gedanken bei Belangen des Fleisches sind, bist du dann imstande, die Wahrheit zu verstehen? Bist du dann imstande, deine Aufgabe gut zu erledigen und vor Gott zu leben? Mit Sicherheit nicht. So ein Mensch hat keine Möglichkeit, gerettet zu werden(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man ehrlich ist, kann man einen wahren Menschen ausleben). Als ich las, wie Gott diese Haltung entlarvte, war mir, als würde ich in einen Spiegel blicken. Als ich diese Pflicht antrat, war ich wirklich unverantwortlich. Mir war klar, dass meine Arbeitspartner erfahrener waren als ich, also überließ ich ihnen eben die Führung, und solange nichts schief ging, dachte ich, es sei alles in Ordnung. Auf diese Weise würde ich einen respektablen Anschein erwecken, mich aber nicht anstrengen müssen, also konzentrierte ich mich einfach auf meine eigenen Aufgaben und habe mich weder um die Arbeit in ihrem Verantwortungsbereich gekümmert noch die Probleme oder Schwierigkeiten, die dort auftraten, ernst genommen. Als die Leiterin fragte, warum wir so ineffizient bei unserer Arbeit waren, hatte ich darauf keine Antwort. Ich war mir der Probleme und Abweichungen in unserer Arbeit nicht einmal bewusst. Schließlich wurde mir klar, dass ich meine Pflicht schlecht erfüllte. Ich verbrachte meine Tage blind und innerlich leer, und die ganzen Probleme waren mir egal. Und auch wenn mir einige davon auffielen, sobald ich erkannte, dass sie sich nicht auf meinen Status auswirkten, ignorierte ich sie, was den Arbeitsfortschritt beeinträchtigte. Das ist die Einstellung eines Ungläubigen. Inwiefern achtete ich so auf den Willen Gottes in meiner Pflicht? Wenn es Probleme bei der Arbeit gab, suchte ich nicht nach der Wahrheit, hielt die Abweichungen nicht fest und dachte auch nicht darüber nach, wie ich die Effizienz steigern könnte. Ich war immer der Meinung, meine Arbeitspartner würden sich um alles kümmern, also könnte ich mich einfach entspannen. Sobald ich etwas Zeit hatte, frönte ich meinem Fleisch und schaute mir weltliche Videos an. Ich wurde immer lasterhafter und entfernte mich weiter und weiter von Gott. Mir wurde klar, dass ich meine Pflicht nicht gewissenhaft erfüllte. Ich behandelte sie wie einen Job. Wie konnte ich sie da gut erfüllen? An diesem Punkt begriff ich endlich, dass Gottes Anordnungen dafür gesorgt hatten, dass mir mein „Sicherheitsnetz“ genommen wurde, um mir eine Chance zu geben, zu praktizieren und zu lernen, mich einzubringen, Verantwortung zu übernehmen, und mich in Schwierigkeiten auf Gott zu stützen und die Wahrheit zu suchen. Noch wichtiger war aber, dass mir dadurch klar wurde, dass meine unverantwortliche Einstellung zu meiner Pflicht mir Gottes Abscheu einbrachte. Die Arbeitsanforderungen würden mich nun zwingen, bei meiner Pflicht gewissenhaft zu sein, und mir eine Chance geben, Buße zu tun und darauf hinzuarbeiten, meine Pflicht angemessen zu erfüllen. Ich hatte Gottes Absichten verstanden und war nun bereit, mich diesen Umständen zu unterwerfen. In den nächsten Tagen gab ich mir bewusst mehr Mühe bei meiner Arbeit, versuchte mehr Probleme bei der Videoproduktion aufzudecken, um sie dann prompt zu beseitigen. Ich erstellte einen Arbeitsplan und bemühte mich, die Arbeit so schnell wie möglich zu erledigen. Als sich mein Zustand geändert hatte, hatte ich mehr Zeit für die Arbeit, und ich fühlte mich mehr im Reinen mit mir selbst.

Später bekam ich eine neue Arbeitspartnerin. Anfangs war ich noch darauf bedacht, verantwortungsvoller zu sein, doch nach einer Weile stellte ich fest, dass die neue Schwester sehr kompetent war und über mehr Fachwissen verfügte als ich, also übertrug ich ihr einige Aufgaben, die damit für mich abgehakt waren. Manchmal besprach ich die Arbeit mit ihr, sagte aber nichts wirklich Zuträgliches, weil ich dachte: „Da du ja alles im Griff hast, muss ich mir keine Sorgen machen und kann es eine Zeit lang ruhig angehen lassen.“ Meine Leiterin ermahnte mich, mich mehr um die Arbeit zu kümmern, und ein paar Tage lang tat ich das auch, doch schon bald fiel ich in meine alten Verhaltensmuster zurück. Hin und wieder gab es eine heikle Angelegenheit, die sofort geklärt werden musste, doch sobald ich merkte, dass es sich um die Arbeit meiner Schwester handelte, sah ich keinen Grund, mir die Mühe zu machen. Ich habe solche Nachrichten absichtlich als ungelesen markiert und so getan, als hätte ich sie nicht gesehen, weil ich dachte, meine Schwester könnte das später erledigen. Obwohl mir schwante, dass ich mich unverantwortlich verhielt, doch die Arbeit kam normal voran, also machte ich mir keine großen Gedanken darüber. Ein paar Monate später wurden uns jeweils ein Teil eines Videoprojekts zugeteilt. Dieses Mal hatte ich niemanden, der mir half, und ich war mir sicher, dass es eine Menge Schwierigkeiten und Probleme geben würde. Doch als ich über mein mangelndes Verantwortungsbewusstsein nachdachte und inwiefern die neuen Situatio gut für mich sein könnte, sagte ich mir, ich sollte mich ihr unterwerfen. Als ich dann aber mit der Arbeit angefangen hatte, stellte ich fest, dass ich mich um so viele Dinge kümmern musste, und es schien kein Ende in Sicht. Zudem war ich fachlich nicht besonders kompetent, und es traten immer mehr Probleme auf. Zu jedem Video, das wir produzierten, wurden Änderungsvorschläge gemacht, auf die ich alle eingehen und sie abwägen musste. Langsam verflog das bisschen Begeisterung, das ich hatte, und ich fragte mich oft: „Ich gebe mir bereits so viel Mühe, und doch gibt es immer noch so viele Probleme. Vielleicht wäre es besser, wenn sich die Leiterin jemand Kompetenteren sucht.“ Kurze Zeit später wurde eine ganze Reihe unserer Videos mit „Muss überarbeitet werden“ markiert. Das hat mich noch mehr deprimiert. Ich wollte mich nicht mehr um irgendwelche komplizierten Angelegenheiten kümmern und dachte wehmütig an die Zeit zurück, als ich meine Pflicht zusammen mit den anderen erfüllte, mich einfach hinter ihnen verstecken konnte und nicht so viel Druck und Belastung auf mich nehmen musste. Ich hatte keinen Antrieb bei meiner Pflicht, schaffte es kaum, einen Fuß vor den anderen zu setzen. In diesem Augenblick verstand ich, dass dies nicht die richtige Art und Weise war, meine Pflicht zu erfüllen. Also betete ich zu Gott. In meiner Suche kam mir plötzlich Noah in den Sinn. Als er die Arche baute, gab es zahlreiche Schwierigkeiten und Misserfolge, doch er hat nie aufgegeben und 120 Jahre lang weitermacht, bis die Arche schließlich fertig war und er Gottes Auftrag an ihn vollendet hatte. Doch ich wollte es mir selbst bei meinen kleinen Schwierigkeiten leicht machen, das Weite suchen. Verhielt ich mich da nicht wie ein Feigling? Bei diesem Gedanken riss ich mich zusammen und war in der Lage, meine Arbeitsprobleme richtig anzugehen.

In meinen Andachten las ich diese Worte Gottes: „Diese arbeitsscheuen, falschen Leiter leisten niemals praktische Arbeit und sie führen sich auf, als ob ihre Leitungsfunktion irgendein offizielles Amt wäre, und sie genießen die Vorzüge ihres Status voll und ganz. Sie betrachten die Pflichten, die Leiter erfüllen sollten, und die Arbeit, die diese leisten sollten, als Belastung, als Plage. In ihrem Herzen begegnen sie der Kirchenarbeit voller Trotz: Frag sie, die Arbeit im Blick zu behalten oder Probleme, die bei dieser bestehen, festzustellen und diese daraufhin nachzuverfolgen und zu lösen, dann sind sie voller Widerwillen. Es handelt sich um die Arbeit, die Leiter und Arbeiter tun müssen, es ist ihr Job. Wenn du sie nicht tust – wenn du sie nicht tun willst –, warum willst du dann noch ein Leiter oder Arbeiter sein? Erfüllst du deine Pflicht, um auf Gottes Willen zu achten oder um die Insignien des Beamtentums zu genießen? Ist es nicht schamlos, ein Leiter zu sein, wenn du ein offizielles Amt einnehmen willst? Niemand hat einen schlechteren Charakter – diese Menschen haben keinen Selbstrespekt, sie haben keine Scham. Wenn du fleischliche Bequemlichkeit genießen willst, dann eile zurück in die Welt und strebe danach, ergreife sie und schnapp sie dir, wie du nur kannst. Niemand wird sich einmischen. Gottes Haus ist ein Ort, an dem Gottes auserwähltes Volk seine Pflichten erfüllt und Ihn anbetet. Es ist ein Ort, der den Menschen ermöglicht, nach der Wahrheit zu streben können und gerettet zu werden. Es ist nicht irgendein Ort, an dem man fleischliche Bequemlichkeit auskostet, und erst recht kein Ort, der die Leute verwöhnt. … Welche Arbeit manche Leute auch verrichten oder welche Pflicht sie auch erfüllen, sie sind außerstande, erfolgreich damit zu sein. Es ist zu viel für sie. Sie schaffen es nicht, jeglicher der Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten nachzukommen, denen Menschen nachkommen sollten. Sind sie nicht Abschaum? Sind sie es noch wert, als Menschen bezeichnet zu werden? Von Einfaltspinseln und geistig Behinderten abgesehen, gibt es irgendjemanden unter den Lebenden, der seinen Pflichten und Verantwortungen nicht nachkommen muss? Aber Personen dieser Art sind stets hinterhältig und wenden schmutzige Tricks an und sie wollen ihrer Verantwortung nicht nachkommen; die Schlussfolgerung ist, dass sie sich nicht wie eine anständige Person verhalten wollen. Gott hat ihnen Kaliber und Begabungen gegeben, Er hat ihnen die Chance gegeben, ein Mensch zu sein, dennoch können sie diese Dinge bei ihrer Pflichterfüllung nicht anwenden. Sie tun nichts, möchten aber alles genießen. Kann man eine solche Person als Mensch bezeichnen? Egal welche Arbeit ihnen zugeteilt wird – ob sie wichtig oder gewöhnlich ist, einfach oder schwierig – sie sind stets achtlos und nachlässig, immer faul und aalglatt. Wenn Probleme auftreten, versuchen sie, die Verantwortung dafür auf andere Leute abzuschieben; sie selbst übernehmen keine Verantwortung und wollen ihr Leben als Schmarotzer weiterführen. Sind sie nicht nutzloser Abschaum? Wer muss sich innerhalb der Gesellschaft nicht auf sich selbst verlassen, um zu überleben? Sobald eine Person erwachsen ist, muss sie sich selbst versorgen. Ihre Eltern haben ihre Verantwortung erfüllt. Selbst wenn ihre Eltern bereit sind, sie weiter zu unterstützen, würde sie sich nicht wohl dabei fühlen. Sie sollte in der Lage sein, Folgendes einzusehen: ‚Meine Eltern haben ihre Aufgabe, ein Kind großzuziehen, erledigt. Ich bin erwachsen und körperlich leistungsfähig – Ich sollte in der Lage sein, eigenständig zu leben.‘ Ist das nicht das Mindestmaß an Vernunft, das ein Erwachsener aufweisen sollte? Wenn jemand wirklich vernünftig ist, könnte er seinen Eltern nicht länger auf der Tasche liegen, er hätte Angst zum Gespött anderer oder beschämt zu werden. Besitzt ein träger Faulpelz also Vernunft? (Nein.) Er möchte immer alles umsonst bekommen, er will nie die Verantwortung übernehmen, er ist auf ein kostenfreies Mittagessen aus, er will drei anständige Mahlzeiten am Tag – und dass jemand ihn bedient und das Essen köstlich schmeckt –, ohne irgendeine Arbeit zu leisten. Ist das nicht die Mentalität eines Schmarotzers? Und haben Menschen, die Schmarotzer sind, Gewissen und Vernunft? Besitzen sie Würde und Integrität? Auf keinen Fall! Sie sind allesamt schmarotzende Nichtsnutze, Tiere ohne Gewissen oder Verstand. Keiner von eignet sich, um in Gottes Haus zu bleiben(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Arbeitern). Gottes Wort brachte mich zum Nachdenken: Andere zu beaufsichtigen, Probleme zu erkennen und diese mit Hilfe der Wahrheit zu beseitigen ist die Verantwortung eines jeden Leiters und Gemeindearbeiters, doch falsche Leiter erachten das als anstrengend. Das beweist, dass sie nicht hier sind, um eine Pflicht zu erfüllen, sondern um die Vorteile ihres Amtes zu genießen. Ich erkannte, dass ich mich genauso verhielt. Ich hätte Verantwortung übernehmen und auftretende Probleme lösen sollen, hätte diese Gelegenheit nützen müssen, um die Wahrheit zu suchen und meine eigenen Unzulänglichkeiten wettzumachen, was meinen Fortschritt beschleunigt hätte. Doch ich wollte wegen der Schwierigkeiten meine Pflicht verweigern. Ich war Aufseherin, doch leistete ich weder praktische Arbeit noch beseitigte ich praktische Probleme. Sehnte ich mich nicht einfach nur danach, die Vorteile meines Status zu genießen? Wenn ich auf mein Verhalten zurückblicke, hat es vielleicht so ausgesehen, als würde ich Arbeit leisten, wenn ich mit anderen zusammenarbeitete, doch in Wirklichkeit war die Arbeit aufgeteilt, und ich war nur für einen kleinen Teil davon verantwortlich. Meine Pflicht war einfach, und ich konnte es mir wirklich gut gehen lassen. Als meine beiden Arbeitspartner versetzt wurden, war auf einmal der Arbeitsdruck da, und ich musste bei meiner Pflicht leiden. Das widerstrebte mir so sehr, dass ich Gott verraten wollte. Obwohl ich meinen Zustand durch das Essen und Trinken von Gottes Worten korrigiert hatte, nahm ich wieder weniger Verantwortung auf mich, als ich dann später eine Schwester als Arbeitspartnerin bekam, die erfahrener war als ich, und ich erfüllte meine Pflicht gemächlich und entspannt, ohne mir wegen irgendetwas Sorgen zu machen. Als ich dann allein verantwortlich war und sich die Probleme anhäuften, wollte ich wieder das Weite suchen. Ich erkannte, dass ich eine betrügerische Einstellung zu meiner Pflicht hatte und beim ersten Anzeichen von Schwierigkeiten oder Verantwortung einfach wegrennen wollte. Es war immer mein Wunsch gewesen, zu einer leichten und stressfreien Arbeit wechseln, doch eigentlich gibt es keine stressfreie Arbeit, und wenn ich meine Verdorbenheit nicht beseitigte, würde ich gar keine Pflicht gut erfüllen. Ich begriff, dass ich von Natur aus der Wahrheit überdrüssig war und keine Liebe für positive Dinge hatte. Ich war nicht hier, um eine Pflicht zu erfüllen, sondern um in den Genuss von Segnungen zu kommen. Diese Art zu glauben bringt am Ende gar nichts. Ich las Folgendes in Gottes Wort: „Er möchte immer alles umsonst bekommen, er will nie die Verantwortung übernehmen, er ist auf ein kostenfreies Mittagessen aus, er will drei anständige Mahlzeiten am Tag – und dass jemand ihn bedient und das Essen köstlich schmeckt –, ohne irgendeine Arbeit zu leisten. Ist das nicht die Mentalität eines Schmarotzers?“ Ich war auch so ein Schmarotzer, genau wie die, von denen Gott sprach. Ich wollte immer nur ernten, doch nie etwas säen, und die Früchte der Arbeit anderer genießen. Machte mich das nicht zu Abschaum? Ich wurde mehr und mehr angewidert von mir selbst. Früher hasste ich Schmarotzer, die noch ihren Eltern auf der Tasche lagen, Erwachsene, die nicht zu Hause ausziehen, die ihre Eltern ausnutzen und keine Verantwortung übernehmen. Das sind Taugenichtse. Doch verhielt ich mich momentan nicht genauso? Inmitten meiner Selbstvorwürfe betete ich zu Gott: „O Gott, mir ist endlich klar, dass ich verachtenswert und bei meiner Pflicht überhaupt nicht aufrichtig bin. Mir ging es immer nur um mein Fleisch, und ich wollte ein Schmarotzer sein. Ich bin wirklich entsetzt über diese verdorbenen Gedanken. Es gibt so viel Arbeit in der Kirche, zu der wir dringend unseren Beitrag leisten müssen, doch ich versuche nicht mal, Fortschritt zu machen oder eine Last auf mich zu nehmen. Ich bin absoluter Abschaum. O Gott, ich weiß, dass ich mich in einem falschen Zustand befinde, doch ich kann die Zwänge meines Fleisches einfach nicht überwinden. Bitte erleuchte mich, damit ich meine Probleme verstehen kann. Ich will Buße tun und mich ändern.“ Ich dachte nach. Warum wollte ich immer das Weite suchen und meine Pflicht verweigern, wenn der Druck stieg und die Arbeit schwierig wurde? Was genau war die Ursache meiner Probleme? In meiner Suche las ich das Wort Gottes. „Heute glaubst du den Worten nicht, die Ich sage, und du achtest nicht auf sie; wenn der Tag kommt, an dem sich dieses Werk verbreitet und du seine Gesamtheit siehst, dann wirst du es bereuen und wirst zu jenem Zeitpunkt verblüfft sein. Es gibt Segnungen, doch du weißt sie nicht zu genießen, und es gibt die Wahrheit, doch du weißt nicht, nach ihr zu streben. Bringst du damit nicht Verachtung über dich selbst? Obwohl der nächste Schritt von Gottes Werk noch nicht begonnen hat, ist heute nichts Außergewöhnliches an den Forderungen, die an dich gestellt werden, und an dem, was auszuleben du aufgefordert wirst. Es gibt so viel Werk und so viele Wahrheiten; sind sie es nicht wert, von dir gekannt zu werden? Können Gottes Züchtigung und Urteil deinen Geist nicht erwecken? Können Gottes Züchtigung und Urteil dich nicht dazu bringen, dich selbst zu hassen? Begnügst du dich damit, mit Frieden und Freude und ein wenig fleischlicher Bequemlichkeit unter Satans Einfluss zu leben? Bist du nicht der niedrigste aller Menschen? Niemand ist törichter als diejenigen, die die Rettung erblickt haben, aber nicht danach streben, sie zu erlangen; dies sind Menschen, die das Fleisch in sich hineinschlingen und sich an Satan erfreuen. Du hoffst, dass dein Glaube an Gott keinerlei Herausforderungen, Schwierigkeiten oder die geringste Not mit sich bringt. Du strebst stets nach den Dingen, die wertlos sind, und misst dem Leben keine Bedeutung bei, sondern stellst deine eigenen extravaganten Gedanken vor die Wahrheit. Du bist so wertlos! Du lebst wie ein Schwein – welchen Unterschied gibt es zwischen dir und Schweinen und Hunden? Sind diejenigen, die die Wahrheit nicht anstreben und stattdessen das Fleisch lieben, nicht alle Tiere? Sind jene Toten ohne Geister nicht alle wandelnde Leichen? Wie viele Worte sind unter euch gesprochen worden? Ist auch nur ein wenig Werk unter euch verrichtet worden? Wie viel habe Ich euch bereitgestellt? Warum hast du es also nicht erlangt? Was gibt es, worüber du dich zu beschweren hast? Ist es nicht der Fall, dass du nichts erreicht hast, weil du zu verliebt in das Fleisch bist? Und liegt es nicht daran, dass deine Gedanken zu extravagant sind? Liegt es nicht daran, dass du zu töricht bist? Wenn du nicht imstande bist, diese Segnungen zu erlangen, kannst du Gott dann dafür die Schuld geben, dich nicht zu retten? Wonach du strebst, ist Frieden erlangen zu können, nachdem du an Gott geglaubt hast – dass deine Kinder frei von Krankheit sind, dass dein Ehemann einen guten Job hat, dass dein Sohn eine gute Ehefrau findet, dass deine Tochter einen anständigen Ehemann findet, dass deine Ochsen und Pferde das Land gut pflügen, dass es ein Jahr mit gutem Wetter für deine Ernten wird. Das ist es, was du anstrebst. Dein Streben ist nur, bequem zu leben, dass deiner Familie keine Unfälle widerfahren, dass die Winde an dir vorüberziehen, dass dein Gesicht nicht von Staub berührt wird, dass die Ernten deiner Familie nicht überflutet werden, dass du von jeglichem Unheil verschont bleibst, in Gottes Umarmung zu leben, in einem gemütlichen Nest zu leben. Ein Feigling wie du, der stets nach dem Fleisch strebt – besitzt du ein Herz, besitzt du einen Geist? Bist du nicht ein Tier? Ich gebe dir den wahren Weg, ohne etwas dafür zu verlangen, dennoch verfolgst du ihn nicht. Bist du einer von denen, die an Gott glauben? Ich beschenke dich mit wahrem menschlichen Leben, dennoch verfolgst du es nicht. Unterscheidest du dich denn gar nicht von einem Schwein oder einem Hund? Schweine streben nicht nach dem Leben des Menschen, sie streben nicht danach, gesäubert zu werden, und sie verstehen nicht, was Leben ist. Jeden Tag, nachdem sie sich satt gefressen haben, schlafen sie einfach. Ich habe dir den wahren Weg gegeben, dennoch hast du ihn nicht erlangt: Deine Hände sind leer. Bist du bereit, in diesem Leben weiterzumachen, dem Leben eines Schweins? Was hat es für eine Bedeutung, dass solche Menschen am Leben sind? Dein Leben ist verachtenswert und unwürdig, du lebst in Schmutz und Liederlichkeit und du verfolgst keinerlei Ziele; ist dein Leben nicht das unwürdigste von allen? Besitzt du die Frechheit, Gott anzusehen? Wenn du weiterhin auf diese Weise erfährst, wirst du dann nicht nichts erlangen? Der wahre Weg ist dir gegeben worden, ob du ihn jedoch letztendlich erlangen kannst, hängt von deinem eigenen persönlichen Streben ab(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Sein Wissen um Züchtigung und Urteil). Ich konnte in Gottes strengen Worten spüren, dass Er Menschen, die sich nach Bequemlichkeit sehnen, zutiefst hasst und verabscheut, dass sie für Ihn nicht mehr sind als Tiere. Sie sind Faulenzer, die keine Arbeit, sondern lieber einfach nichts tun wollen. Und letztendlich werden sie keine Pflicht angemessen erfüllen und nichts von der Wahrheit erlangen. Sie sind Abschaum. Ich war genauso. Ich wollte, das bei meiner Pflicht alles reibungslos ablief, und solange ich eine Pflicht hatte und nicht entlassen wurde, war alles in Ordnung. Doch wenn ich mit Problemen konfrontiert wurde, bei denen ich leiden oder einen Preis zahlen musste, lief ich einfach davon. Ich wollte mir Aufgaben heraussuchen, die einfach und unkompliziert waren, und hielt mich an die satanischen Lebensphilosophien „Genieße das Leben, solange du kannst“ und „Lasse es dir gutgehen“. Wegen dieser Sichtweisen sehnte ich mich stets nach Bequemlichkeit und wurde genervt, wenn sich die Arbeit auf meinem Tisch auftürmte, weil ich befürchtete, es könnte meine Freizeit einschränken. Wenn ich neue Fachkenntnisse lernen musste, zahlte ich keinen wirklichen Preis dafür, was zur Folge hatte, dass sich meine Fachkenntnisse nach einer Weile nur noch langsam verbesserten und ich die Arbeit nicht bewältigen konnte. Manchmal vernachlässigte ich sogar meine Pflichten und schaute mir unter dem Vorwand, mich weiterzubilden, weltliche Videos an, wodurch ich immer abgestumpfter und düsterer im Geiste wurde. Als Aufseherin hätte ich mich, wenn Probleme bei der Arbeit auftauchten, aktiv um diese kümmern und sie beseitigen sollen, doch sobald es sich um knifflige Probleme handelte, wandte ich einfach ein paar Tricks und Listen an, um sie zu ignorieren, was den Arbeitsfortschritt verzögerte. Mein Wunsch, dass jemand meinen Platz einnahm und mir die Arbeit erleichterte, war noch schlimmer. Mir war bewusst, dass die Videoproduktion sehr wichtig für die Evangeliumsarbeit war, und doch suchte ich in entscheidenden Momenten das Weite und befriedigte mein Fleisch, ohne jegliche Verantwortung zu übernehmen. Ich dachte an Kinder, die von ihren Eltern aufgezogen wurden, aber wenn es dann an der Zeit ist, für ihre Familie Opfer zu bringen, fürchten sie es, zu leiden und Verantwortung zu übernehmen. Solche Menschen haben kein Gewissen und sind undankbarer Abschaum. Ich dachte darüber nach, dass ich mich genauso verhalten hatte. Gott hatte mich an diesen Punkt geführt und mir erlaubt, eine so wichtige Pflicht zu erfüllen, doch ich hatte immer Angst davor, zu leiden, und hörte nur auf mein Fleisch. Mir fehlte jegliches Gewissen! Ich konnte den Sinn davon, in meiner Pflicht zu leiden, nicht verstehen, sehnte mich immer nach fleischlicher Bequemlichkeit und konnte keine einzige Pflicht gut erfüllen. Dann erkannte ich, dass Satans Philosophien wie „Genieße das Leben, solange du kannst“ und „Lasse es dir gut gehen“ uns dazu bringen, immer verdorbener und betrügerischer zu werden. Wenn ich mich weiterhin nach Bequemlichkeit sehnte, würde ich mich dann nicht selbst ins Verderben stürzen? Ich beschwerte mich immer über die Mühsal meiner Pflicht und hasste es, mich von Annehmlichkeiten zu trennen. Ich war im Begriff, meine Chance zu verlieren, die Wahrheit zu erlangen, und verpfuschte gleichzeitig meine Pflicht; alles, was ich zu bieten hatte, waren Verfehlungen. Ich wusste, dass Gott mich irgendwann ablehnen und verstoßen würde!

Nun, ich fing an, nach einem Weg der Praxis zu suchen. Ich las Gottes Wort: „Angenommen, die Kirche gibt dir eine Arbeit und du sagst: ‚Ob die Arbeit eine Chance bietet, mich hervorzutun, oder nicht – da sie mir gegeben wurde, werde ich sie gut erledigen. Ich werde diese Verantwortung übernehmen. Wenn ich für den Empfang zugewiesen werde, werde ich alles geben, um diese Arbeit gut zu machen; ich werde mich gut um meine Brüder und Schwestern kümmern und mein Bestes tun, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Wenn ich eingeteilt werde, um das Evangelium zu verbreiten, werde ich mich mit der Wahrheit ausrüsten, das Evangelium mit Liebe verbreiten und meine Pflicht gut erfüllen. Wenn man mir aufträgt, eine Fremdsprache zu erlernen, werde ich sie gewissenhaft studieren, hart arbeiten und sie, so schnell es geht, innerhalb von ein oder zwei Jahren erlernen, damit ich Ausländern Zeugnis von Gott ablegen kann. Wenn ich gebeten werde, Zeugnisartikel zu verfassen, werde ich mich gewissenhaft darin üben, um dies tun zu, und die Dinge nach den Prinzipien der Wahrheit betrachten. Ich werde mir die Sprache aneignen, und obwohl ich vielleicht nicht in der Lage sein werde, Artikel in wunderschöner Prosa zu schreiben, werde ich zumindest meine Erfahrungen und mein Zeugnis klar mitteilen können, verständlich über die Wahrheit Gemeinschaft halten und wahres Zeugnis für Gott ablegen können, sodass die Leute, wenn sie meine Artikel lesen, erbaut werden und Nutzen davon haben. Welche Arbeit mir die Kirche auch überträgt, ich werde sie mit ganzer Kraft und von ganzem Herzen in Angriff nehmen. Wenn da etwas ist, was ich nicht verstehe, oder ein Probleme auftaucht, werde ich zu Gott beten, die Wahrheit suchen, die Prinzipien der Wahrheit verstehen und die Sache gut erledigen. Worin auch immer meine Pflicht besteht, ich werde alles, was ich habe, einsetzen, um sie gut zu erfüllen und Gott zufriedenzustellen. Was auch immer ich erreichen kann, ich werde mein Bestes tun, um die Verantwortung, die ich zu tragen habe, voll und ganz zu übernehmen, und ich werde zumindest nicht meinem Gewissen oder meiner Vernunft zuwiderhandeln oder achtlos und nachlässig oder hinterlistig und pflichtvergessen sein oder die Früchte der harten Arbeit anderer genießen. Nichts, was ich tue, wird unter den Maßstäben des Gewissens liegen.‘ Das ist der Mindestmaßstab menschlichen Verhaltens, und wer seine Pflicht auf diese Weise ausführt, darf als jemand mit Gewissen und Vernunft gelten. Du musst bei deiner Pflichterfüllung zumindest ein reines Gewissen haben und du musst zumindest das Gefühl haben, deine drei Mahlzeiten am Tag verdient zu haben, und du darfst sie dir nicht erschnorren. Dies nennt man Verantwortungsgefühl. Ob dein Kaliber hoch oder niedrig ist oder ob du die Wahrheit verstehst oder nicht, du musst diese Einstellung haben: ‚Da mir diese Arbeit gegeben wurde, muss ich sie ernst nehmen, ich muss sie zu meiner Angelegenheit machen und sie gut erledigen, von ganzem Herzen und mit all meiner Kraft. Was das betrifft, ob ich sie perfekt ausführen kann, darf ich mir nicht anmaßen, eine Garantie dafür zu bieten, aber meine Einstellung ist die, dass ich mein Bestes tun werde, um mich zu vergewissern, dass sie gut erledigt wird, und ich werde sicher nicht achtlos und nachlässig mit ihr umgehen. Falls ein Problem auftaucht, dann sollte ich die Verantwortung dafür übernehmen, darauf achten, dass ich eine Lehre daraus ziehe, und meine Pflicht gut erfüllen.‘ Das ist die richtige Einstellung. Habt ihr eine solche Einstellung?(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Arbeitern). Gottes Worte haben mich wirklich inspiriert. Da die Kirche mir die Verantwortung für diese Arbeit übertragen hatte, musste ich wie ein Erwachsener Verantwortung übernehmen. Es spielte keine Rolle, wie gut mein Kaliber war, wie kompetent ich war oder wie viele Schwierigkeiten ich bei meiner Pflicht zu bewältigen hatte, ich durfte nicht davor zurückscheuen. Ich musste standhaft weitermachen und mein Bestes geben, um diese Arbeit zu übernehmen. Wenn wir danach ein Video fertigstellten und die Vorschläge der anderen bekamen, selbst wenn ich mir eines Problems nicht bewusst war oder nicht wusste, wie ich es lösen sollte, suchte ich immer aktiv nach einem Lösungsweg oder versuchte, Leute zu finden, mit denen ich mich darüber beraten konnte. Nach und nach wurde ich vertrauter mit den erforderlichen Kenntnissen und erlangte ein klareres Verständnis der Grundsätze. Wenn früher ein kniffliges Problem auftauchte, habe ich es jedes Mal einem meiner Arbeitspartner zugeschoben, auf Nachrichten im Gruppenchat nicht zeitnah geantwortet und einfach getrödelt. Doch jetzt kann ich Verantwortung übernehmen und eine größere Last schultern. Auch wenn es bei unserer Arbeit Schwierigkeiten gibt, solange ich mich aufmerksam auf Gott stütze und mich mit anderen bespreche, wird der Weg, den wir wählen sollten, immer deutlicher. Erst nach dieser Erfahrung erkannte ich, wie egoistisch und betrügerisch ich mich verhielt, wie verräterisch und faul ich bei meiner Pflicht war, wie ich keine Verantwortung übernehmen wollte. Als ich meine Einstellung zu meiner Arbeit korrigierte und bereit war, die von Gott mir auferlegte Last zu beachten und mein Bestes zu geben, meinen Beitrag zu leisten, sah ich Gottes Leitung und Führung, gewann in meinem Herzen an Glauben und war willens, zu praktizieren, ein vernünftiger und gewissenhafter Mensch zu sein, der seinen Pflichten nachkommt.

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