Die Art und Weise, wie ich die Erhöhung und das Bezeugen von Gott praktizierte, war einfach absurd

Okt 1, 2019

Von Zhang Cheng, Provinz Shandong

Immer wenn ich sah, wie manche Leiter und Mitarbeiter der Kirche zu Antichristen wurden und Gott sie beseitigte, weil sie sich ständig selbst bezeugten und die Brüder und Schwestern vor sich selbst brachten, ermahnte ich mich: Ich muss Gott unbedingt in allen Dingen erhöhen und bezeugen; ich darf unter keinen Umständen angeben oder mich selbst erhöhen, damit ich nicht auf den Weg der Verlierer gerate. Also konzentrierte ich mich jedes Mal, wenn ich Gemeinschaft führte, ausschließlich auf die Offenbarung meiner eigenen Verdorbenheit und sprach nie über Praxis oder Eintritt unter einem positiven Gesichtspunkt. Wenn andere sagten, in mir sei etwas an Eintritt oder Veränderung aufgekommen, stritt ich es sofort ab. Ich glaubte, auf diese Art und Weise zu praktizieren, bedeutete Erhöhung und Bezeugen von Gott.

Die Art und Weise, wie ich die Erhöhung und das Bezeugen von Gott praktizierte, war einfach absurd

Eines Tages hörte ich folgende Worte aus einem gemeinschaftlichen Austausch: „Die Kenntnis mancher Menschen über das Erhöhen und Bezeugen von Gott ist unvollständig. Deshalb ist das, was sie praktizieren, nicht ganz richtig. Sie meinen, über das Erfahren von Gottes Wirken zu sprechen bedeute hauptsächlich von der Kenntnis ihrer eigenen Verderbtheit zu erzählen, ihre eigene Verderbtheit offenzulegen, das Sichöffnen zu praktizieren und die Offenbarung ihrer eigenen Verderbtheit zu analysieren – dass nur dies Erhöhung und das Bezeugen Gottes sei. Von solchen Aspekten des Erfahrens und des Zeugnisses als Veränderungen in sich selbst und von dem Prozess, durch den man sich verändert, oder von seinem Eintritt in die Wirklichkeit zu sprechen, sei so, als würde man sich selbst bezeugen und nicht Gott. Ist eine solche Erkenntnis richtig? Bedeutet, über den Prozess zu sprechen, durch den man sich verändert hat, dass man sich selbst bezeugt? Das tut es nicht. … Um größte Effektivität dabei zu erreichen, Menschen vor Gott zu bringen, müssen wir Folgendes verstehen: Wenn man nur von negativen Erfahrungen spricht und nichts vom positiven Eintritt sagt, ist der Effekt begrenzt und nicht optimal, und die Menschen werden nach wie vor keinen Weg haben. Bei eurem gemeinschaftlichen Austausch sehen andere Menschen nur wie ihr euch öffnet, wie ihr euch analysiert und wie ihr euch bloßlegt. Was ist mit eurem positiven Eintritt, was ist mit eurer Praxis? Welchen Weg des Praktizierens bietet ihr den Menschen? Ihr habt den Menschen nicht gesagt, wie sie von nun an praktizieren sollen. … Manche Menschen verstehen nicht, was es heißt, sich selbst zu bezeugen. Sie glauben, über ihre positiven Seiten und über den Aspekt ihres Eintritts in die Wirklichkeit zu sprechen, hieße, dass sie sich selbst bezeugen – aber eigentlich ist das ein besseres Zeugnis für Gott, ein perfekteres Zeugnis für Gott. Dass wir zu ein wenig Wirklichkeit, zu einigen guten Taten fähig sind, zu ein wenig Treue beim Erfüllen unserer Pflichten – ist das nicht die Liebe Gottes? Ist das nicht die Gnade Gottes? Ist das nicht das Ergebnis des Wirkens des Heiligen Geistes? Wenn ihr über solche Dinge Gemeinschaft haltet, seid ihr eher in der Lage, von Gottes Allmacht Zeugnis abzulegen, davon, wie Gottes Werk das Werk der Errettung des Menschen ist, davon, wie Gottes Worte Menschen verändern, sie vervollkommnen und retten können. Deshalb verlangt das Bezeugen von Gottes Werk auch, dass ihr über euren eigenen positiven Eintritt sprecht, darüber, wie ihr zunächst nicht fähig wart einzutreten, dann aber doch dazu fähig wart; darüber wie ihr unfähig wart, euch selbst zu kennen, und schließlich doch dazu fähig wart und imstande, den Kern eurer Natur zu kennen; darüber, wie ihr vom Widerstand und Aufbegehren gegen Gott dazu übergegangen seid, Ihm gehorsam zu sein, Ihn zufriedenzustellen und Ihn bezeugen zu können. Wenn ihr solche Erfahrungen und Zeugnisse in ihrer Gesamtheit in der Gemeinschaft vorbringen könnt, dann ist euer Zeugnis für Gott ganz und vollständig. Nur das ist Erhöhung und das Bezeugen Gottes im eigentlichen Sinn. … Wenn alles, worüber ihr ständig redet, eure eigene Verdorbenheit und Hässlichkeit ist, und wenn ihr nach einem Jahrzehnt oder mehr nichts von den Veränderungen in euch sagen könnt – ist das dann ein Erhöhen und Bezeugen Gottes? Ist das ein Preisen Gottes? Kann das die Allmacht von Gottes Werk bezeugen? … Wenn euer Zeugnis bewirkt, dass die Menschen negativ werden und von Gott abirren, dann ist es kein Zeugnis. Eure Arbeit wirkt Gott entgegen, sie ist das Werk Satans; sie ist die Arbeit, die sich Gott entgegensetzt.“ („Predigten und gemeinschaftlichem Austausch über den Eintritt in das Leben“) Als ich dies hörte, kam ich plötzlich zu folgender Erkenntnis: Mich verbissen bloßzustellen und über die Offenbarung meiner eigenen Verdorbenheit zu sprechen, erhöhte und bezeugte Gott nicht. Wahres Bezeugen und wahre Erhöhung Gottes heißt nicht nur darüber zu reden, wie wir unser eigenes verdorbenes Wesen kennen lernen, während wir Gottes Werk des Gerichts und der Züchtigung erfahren; es ist viel wichtiger, etwas über das eigene positive Praktizieren und seinen positiven Eintritt zu sagen. Zum Beispiel: welche Wahrheiten du in Erfahrung gebracht hast, was du über Gott in Erfahrung gebracht hast, was Gottes Werk in dir bewirkt hat, welche Veränderungen es in deiner alten Gesinnung gegeben hat und so weiter. Wenn du wirklich über diese Aspekte des Erfahrens und der Kenntnis sprichst, ermöglichst du den Brüdern und Schwestern durch die tatsächlichen Erfahrungen, über die du Gemeinschaft führst, Gotteskenntnis zu erlangen und lässt sie erkennen, dass Gottes Werk tatsächlich Menschen retten und verändern kann. Dadurch entsteht in ihnen wahrer Glaube an Gott, was ihnen gleichzeitig einen Weg des Praktizierens und des Eintritts bietet und ihnen vermittelt, wie man Gott zufriedenstellt und wie man in die Wirklichkeit von Gottes Worten eintritt. Nur dies ist für Gott wirklich erhöhend und bezeugend, und nur ein solches Zeugnis kann Satan beschämen. Mein Verständnis von der Erhöhung und dem Bezeugen Gottes dagegen war zu einseitig gewesen, zu absurd. Ich glaubte, wenn ich vor meinen Brüdern und Schwestern mehr über meine eigene Verdorbenheit sprach, damit sie mich geringschätzen, würde ich Gott erhöhen und bezeugen. Ich glaubte, wenn ich über meine positiven Aspekte des Eintritts redete, würde ich mich selbst erhöhen und bezeugen. Wie dumm ich doch war! An dieser Stelle muss ich an meine Praxis denken und auch daran, welche Wirkung es hat, wenn man Gott erhöht und bezeugt.

Ich erinnere mich, wie eine Schwester, bei der ich zu Gast war, einmal sagte: „Ihr Leiter habt eure Familien und Karrieren aufgegeben, um auswärts eurer Pflicht nachzukommen, ihr habt viel Not gelitten, viele Dinge durchlebt und viele Wahrheiten in Erfahrung gebracht. In euch allen hat einiges an Eintritt und Veränderung stattgefunden. Weil ich aber daheim bleibe, schränkt mich das Fleisch zu sehr ein; es gibt nur wenige Momente, in denen mein Herz vor Gott friedlich ist, und es hat keine Veränderung in mir gegeben. Ich wäre gern wie ihr.“ Als ich das hörte, dachte ich mir: „Ich muss Gott erhöhen und bezeugen, ich muss über meine eigene Verdorbenheit Gemeinschaft führen und darf nicht über meine eigene Veränderung sprechen, sonst wird diese Schwester zu mir aufblicken.“ Deshalb achtete ich darauf, dass ich immer davon sprach, wie arrogant ich früher gewesen war und beim Erfüllen meiner Pflicht die Vorkehrungen der Kirche missachtete, davon, wie ich nicht mit meinen Brüdern und Schwestern zurechtkommen konnte, davon, wie vieles von dem, was ich sagte, von Unwahrheit befleckt war, davon, wie ich versucht hatte, andere Menschen zu täuschen und sie verdächtigte … Nachdem sie meinen Austausch gehört hatte, sagte die Schwester: „Ich dachte, ihr hättet euch alle mehr oder weniger völlig verändert – aber jetzt zeigt sich, dass ihr euch auch nicht verändert habt. Ha! Keiner von euch hat sich verändert, das lässt mich sogar noch schlechter dastehen!“ Zwar bewunderte mich die Schwester hiernach nicht mehr und blickte nicht mehr zu mir auf, allerdings wurde sie dadurch negativ und dachte, es gebe keine Hoffnung auf Rettung für sie. Während einer Versammlung sprach ich mit meinen Brüdern und Schwestern einmal über einen Aspekt meiner Verdorbenheit: wie ich Vorstellungen von Gott hatte. Ich sprach einzig und allein davon, wie ich Vorstellungen von Gott hatte, nicht davon, wie ich diese Vorstellungen überwand, und es stellte sich heraus, dass die Brüder und Schwestern keine solchen Vorstellungen gehabt hatten. Und so setzte sich das fort. Das war die Wirkung meiner so genannten Erhöhung und meines so genannten Zeugnisses von Gott. Nicht nur, dass meine Praxis der Erhöhung und des Bezeugens Gottes die Autorität und Majestät von Gottes Worten nicht bezeugte, sie verursachte stattdessen bei den Brüdern und Schwestern Zweifel und Vorstellungen über Gottes Werk der Errettung, der Veränderung und der Vervollkommnung der Menschen; sie verloren den Glauben an Errettung und hatten auch keine Motivation, nach der Wahrheit zu streben, oder die Entschlossenheit, aktiv mitzuwirken. Die Erhöhung und das Bezeugen Gottes, wie ich sie praktizierte, legten den Menschen kein Zeugnis ab von der Güte, Lieblichkeit und Gerechtigkeit Gottes, sie zeugten nicht von Gottes wohlwollenden Absichten bei der Errettung des Menschen, die den Menschen die Liebe Gottes zeigt und ihnen ermöglicht, Gott zu kennen; stattdessen wurden in den Brüdern und Schwestern Vorstellungen und Missverständnisse über Gott hervorgerufen, und sie lebten im falschen Zustand. Wie erhöhte und bezeugte ich Gott? Ich verbreitete schlichtweg Negativität und löste den Tod aus. Im Wesentlichen schadete ich den Menschen und brachte Zerstörung über sie. Auch wenn es nach außen hin nicht so schien, als hätte ich etwas eindeutig Böses getan, stand das Wesen meiner Handlungen Gott entgegen. Ich säte Unzufriedenheit in der Beziehung der Menschen zu Gott, es war ein Angriff auf die Positivität der Brüder und Schwestern mit der Folge, dass sie von Gott abirrten. Ich beging Böses, ganz schlicht und einfach! Gott verabscheut und hasst so etwas wirklich!

Ich danke Gott dafür, dass Er mich darin erleuchtet, was es bedeutet, Gott wirklich zu erhöhen und zu bezeugen; dafür, dass Er mich erkennen lässt, wie absurd mein eigenes Verständnis von der Erhöhung und dem Bezeugen Gottes war; dafür, dass Er mich sehen ließ, dass meine so genannte Erhöhung und mein so genanntes Zeugnis für Gott im Wesentlichen ein schlimmer Widerstand Gott gegenüber waren. Wenn ich so weitergemacht hätte, wäre das Einzige, was mir letztendlich widerfahren wäre, beseitigt und bestraft zu werden – denn ich hatte Gott zwar gedient, mich Ihm jedoch entgegengestellt. Von jenem Tag an war ich darum bemüht, meine absurden Praxismethoden wieder auf die Spur zu bringen. Wenn ich Gemeinschaft darüber führe, wie ich mich selbst erkenne, muss ich mehr über den Weg zum positiven Eintritt sprechen und über das Zeugnis vom Erfahren und Praktizieren von Gottes Worten. Ich muss allen Zeugnis von dem ablegen, was ich erfahren habe – damit die Brüder und Schwestern mithilfe meiner Erfahrungen und meiner Kenntnis den Willen Gottes verstehen können, Gottes Werk erfahren und Gotteskenntnis erlangen können – und sie wirklich vor Gott bringen.

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