Befreiung von den Fesseln der Knechtschaft

Sep 3, 2020

Von Danchun, China

Der Allmächtige Gott sagt: „Jetzt ist die Zeit, da Ich das Ende jeder Person bestimme, nicht das Stadium, in dem Ich begann, am Menschen zu wirken. Ich schreibe in Meinem Berichtsheft die Worte und Handlungen eines jeden Menschen einzeln nieder, sowie seine Art und Weise, wie er Mir folgt, seine angeborenen Eigenschaften und seine abschließende Leistung. Auf diesem Weg wird keine Art von Mensch Meiner Hand entkommen und wird mit seinesgleichen sein, so, wie Ich ihn zuweise“ („Du solltest eine Hinlänglichkeit guter Taten für deinen Bestimmungsort vorbereiten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). „Das Ergebnis eines jeden wird von dem Wesen bestimmt, das aus seinem Verhalten stammt, und es wird stets angemessen bestimmt. Niemand kann die Sünden anderer tragen; umso mehr kann niemand die Züchtigung für jemand anderen erhalten. Dies ist absolut. Das Schwärmen eines Elternteils für seine Kinder bedeutet nicht, dass er anstelle seiner Kinder gerechte Taten vollbringen kann. Zudem bedeutet die pflichtbewusste Zuneigung eines Kindes zu seinen Eltern nicht, dass es gerechte Taten anstelle seiner Eltern vollbringen kann. Dies ist die wahre Bedeutung der Worte: ‚Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen, und der andere wird verlassen werden. Zwei werden mahlen auf der Mühle; eine wird angenommen, und die andere wird verlassen werden.‘ Niemand kann seine Kinder, die Übles tun, in die Ruhe führen, basierend auf einer tiefen Liebe zu diesen Kindern. Man kann auch seine Ehefrau (oder ihren Ehemann) nicht in die Ruhe führen, basierend auf seinem eigenen gerechten Verhalten. Dies ist eine administrative Regel; es kann keine Ausnahmen für irgendjemanden geben. Gerecht Handelnde sind gerecht Handelnde und Übeltäter sind Übeltäter. Gerecht Handelnde werden in der Lage sein, zu überleben; jene, die Übles tun, werden zerstört werden. Die Heiligen sind heilig; sie sind nicht schmutzig. Die Schmutzigen sind schmutzig, und sie haben nichts Heiliges an sich. Alle bösen Menschen müssen vernichtet werden, und alle gerechten Menschen müssen überleben, selbst dann, wenn die Kinder eines Übeltäters gerechte Taten verrichten und wenn die Eltern einer gerechten Person böse Taten begehen. Es besteht keine Beziehung zwischen einem glaubenden Ehemann und einer ungläubigen Ehefrau, und es gibt keine Beziehung zwischen glaubenden Kindern und ungläubigen Eltern. Sie sind zwei unvereinbare Arten. Vor dem Eintritt in die Ruhe hat jemand körperliche Verwandte, aber wenn jemand in die Ruhe eingetreten ist, hat er keine erwähnenswerten körperlichen Verwandten mehr“ („Gott und der Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eintreten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes Worte sagen uns, dass Sein Werk der letzten Tage darin besteht, die Menschen nach ihrer Art zu klassifizieren. Er bestimmt das Ergebnis und das Ziel jedes Menschen, auf der Grundlage ihres Verhaltens, ihrer Natur und ihres Wesens. Daran kann niemand etwas ändern, und das ist durch Gottes gerechte Disposition bedingt. Gott verlangt von uns, andere in Übereinstimmung mit Seinen Worten und den Prinzipien der Wahrheit zu behandeln. Wir dürfen niemanden aufgrund von Emotionen schützen oder begünstigen, auch nicht unsere Angehörigen. Das stünde im Widerspruch zur Wahrheit und wäre ein Vergehen gegen Gottes Disposition.

Vor etwa drei Jahren sagte ein Leiter gegen Ende einer Versammlung zu mir: „Dein Vaters provoziert immer wieder Konflikte unter den Brüdern und Schwestern und stört das kirchliche Leben. Wir haben mit ihm Gemeinschaft gehalten, die Sache seziert und ihn gewarnt, aber er zeigt keine Reue. Von Brüdern und Schwestern weiß ich, dass er anderswo bei der Erfüllung seiner Pflicht genauso handelte. Wir sind gerade dabei, die Fakten über seine bösen Taten zusammenzutragen.“ Mein Herz setzte für einen Moment aus, als ich das hörte, und ich fragte mich: „Ist es wirklich so schlimm?“ Doch dann dachte ich daran, wie mein Vater bei Versammlungen das kirchliche Leben tatsächlich störte und die Wahrheit nicht akzeptieren wollte. In Versammlungen wollte er nicht über Gottes Worte Gemeinschaft halten, sondern hat immer über Dinge gesprochen, die nichts mit der Wahrheit zu tun hatten, was die Teilnehmer aufwühlte, sodass sie nicht in Ruhe über Gottes Worte nachdenken konnten. Ich versuchte, mit ihm darüber zu sprechen, aber er wollte absolut nicht zuhören. Er hatte immer einen Haufen Ausreden zur Hand, die er mir hinwarf. Ich erzählte dem Leiter der Gemeinde von der Situation, der daraufhin mit meinem Vater Gemeinschaft hielt, ihm ein paarmal half und ihm das Wesen und die Folgen seines Verhaltens erklärte. Doch mein Vater weigerte sich, es zu akzeptieren. Immer wieder kam er mit Ausreden daher und stritt alles ab. Er zeigt kein bisschen Reue. Es muss noch schlimmer geworden sein, denn die Brüder und Schwestern haben sein Verhalten jetzt gemeldet. Ich erinnerte mich, dass es in der Kirche ein paar Leute gegeben hatte, die als böse galten und ausgeschlossen wurden, weil sie die Wahrheit nicht praktizieren wollten, sondern immer wieder das kirchliche Leben störten und nichts bereuten. Wenn mein Vater tatsächlich genauso war, würde man ihn nicht auch hinauswerfen? Ein Ausschluss aus der Kirche würde bedeuten, dass sein Glaubensweg zu Ende wäre. Hätte er dann noch eine Chance auf Errettung? Meine Panik wuchs, wenn ich es mir ausmalte, und mein Herz war verzweifelt.

In der Nacht wälzte ich mich hin und her, unfähig zu schlafen. Meine Gedanken kreisten um das, was die anderen über meinen Vater gesagt hatten. Ich wusste, dass sie nur versuchten, das kirchliche Leben vor Störungen zu schützen, um Brüdern und Schwestern den Lebenseintritt zu ermöglichen, und in Übereinstimmung mit dem Willen Gottes handelten. Ganz genau. Ich wusste über das Verhalten meines Vaters Bescheid und fragte mich, ob ich dem Leiter davon berichten sollte. Ich dachte daran, wie liebevoll mein Vater gewesen war, als ich klein war. Immer wenn mein Bruder und ich uns stritten, beschützte er mich, egal ob ich im Unrecht war oder nicht. Wenn es draußen kalt war und meine Schule kein warmes Bettzeug hatte, legte er 60 Meilen mit dem Fahrrad zurück, um mir eine Steppdecke zu bringen. Meine Mutter war viel von zu Hause weg, um ihre Pflicht zu erfüllen, und meistens war es mein Vater, der für mich kochte und sich um mich kümmerte. Während ich so grübelte, konnte ich meine Tränen nicht zurückhalten. Ich dachte: „Mein Vater war derjenige, der mich großgezogen hat. Wenn ich ihn bloßstelle und er davon erfährt, wird er dann nicht sagen, ich sei gewissenlos und herzlos? Wie könnte ich ihm danach zu Hause noch in die Augen schauen?“ Zögernd begann ich, einige Dinge über das Verhalten meines Vaters aufzuschreiben, aber ich kam nicht weit. Ich dachte: „Was ist, wenn ich alles aufschreibe, was ich weiß, und er wird rausgeworfen? Vergiss es. Ich sollte diese Dinge nicht schreiben.“ Was ich wollte, war ein langer, tiefer Schlaf, der mich aus der Wirklichkeit fortbringen würde, aber ich konnte kein Auge zutun. Ich fühlte mich unbehaglich und hatte ein schlechtes Gewissen. Sein Verhalten war in letzter Zeit wirklich nicht toll gewesen, und ich wusste einige Dinge über sein Verhalten in der Vergangenheit. Wenn ich es für mich behielte, würde ich dann nicht die Wahrheit verheimlichen? Ich durchlebte einen echten innerlichen Konflikt. Ich musste im Gebet vor Gott treten. Ich betete: „Gott, ich weiß ein paar Dinge von dem Bösen, das mein Vater getan hat, und ich weiß, dass ich die Arbeit der Kirche hochhalten und die Wahrheit über das, was ich weiß, sagen muss, aber ich will es nicht tun, weil ich befürchte, dass er dann ausgeschlossen wird. Gott, bitte leite mich, damit ich die Wahrheit praktizieren, ein ehrlicher Mensch sein und die Arbeit der Kirche aufrechterhalten kann.“ Nach diesem Gebet fühlte ich mich ein bisschen ruhiger. Dann las ich diese Worte Gottes: „Alle sagten, sie würden Gottes Bürde berücksichtigen und das Zeugnis der Kirche verteidigen. Doch wer hat wirklich Gottes Bürde berücksichtigt? Frag dich selbst: Bist du jemand, der Gottes Bürde berücksichtigt hat? Kannst du für Gott Gerechtigkeit ausüben? Kannst du aufstehen und für Mich sprechen? Kannst du unerschütterlich die Wahrheit in die Praxis umsetzen? Bist du tapfer genug, um alle Taten Satans zu bekämpfen? Könntest du deine Gefühle beiseitelassen und Satan bloßstellen, um Meiner Wahrheit willen? Kannst du zulassen, dass Mein Wille in dir erfüllt wird? Hast du beim Kommen der entscheidenden Zeit dein Herz geopfert? Bist du jemand, der Meinen Willen tut? Stell dir selbst die Frage und denke oft darüber nach“ („Kapitel 13“ von Kundgebungen Christi am Anfang in „Das Wort erscheint im Fleisch“). „Sie alle leben inmitten von Gefühlen – und daher lässt Gott nicht einen einzigen von ihnen aus und enthüllt die in den Herzen der gesamten Menschheit verborgenen Geheimnisse. Warum ist es für die Menschen so schwierig, sich selbst von Gefühl zu trennen? Ist es höher als die Gewissensstandards? Kann das Gewissen Gottes Willen erfüllen? Können Gefühle den Menschen durch das Unglück helfen? In den Augen Gottes ist Gefühl Sein Feind – ist dies nicht eindeutig in den Worten Gottes gesagt worden?“ („Kapitel 28“ von Interpretationen der Mysterien der Worte Gottes an das gesamte Universum in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Ich hatte keine Antworten auf diese Fragen in Gottes Worten. Ich wusste sehr wohl, dass mein Vater nicht nach der Wahrheit strebte und dass er Versammlungen störte und verhinderte, dass andere Gottes Worte aßen und tranken. Der gemeinschaftliche Austausch interessierte ihn nicht, er hatte Vorurteile gegen andere, richtete über Leute hinter ihrem Rücken und säte Zwietracht. Doch von Gefühlen zurückgehalten, achtete ich nicht darauf, wie der Lebenseintritt meiner Brüder und Schwestern gestört wurde. Ich wollte nicht offen und ehrlich mit dem Leiter sprechen, um meinen Vater zu schützen und abzuschirmen. Ich setzte die Wahrheit nicht in die Praxis um und nahm keine Rücksicht auf Gottes Willen. Ich dachte an die beiden bösen Menschen, die die Kirche davor ausgeschlossen hatte. Zu sehen, wie sie sich weigerten, die Wahrheit zu praktizieren, und wie sie das kirchliche Leben störten, hatte mich mit Zorn erfüllt, und ich entlarvte sie zu Recht und mit der gebotenen Härte. Warum also konnte ich nicht ehrlich über das Verhalten meines Vaters schreiben und berichten? Ich sah, dass ich kein ehrlicher Mensch war, dass es mir an Gerechtigkeitsempfinden mangelte. Ich habe in diesem kritischen Augenblick weder die Wahrheit praktiziert noch die Arbeit der Kirche gestützt. Stattdessen schützte ich wegen meiner Gefühle für ihn meinen Vater, vertuschte das Böse, das er tat, und verstieß gegen die Prinzipien der Wahrheit. Bedeutete das nicht, auf der Seite Satans zu stehen und ein Feind Gottes zu sein? Als ich das erkannte, betete ich zu Gott und tat Buße. „Ich will nicht mehr aus dem Gefühl heraus handeln. Ich will ehrlich sein, was meinen Vater betrifft.“

Nach meinem Gebet überlegte ich, welche Ausdrucksformen er in der Vergangenheit dem Bösen verliehen hatte, und listete sie auf, eine nach der anderen. Während seiner Zeit als Diakon des Evangeliums entwickelte er plötzlich Vorurteile gegen seinen Partner in der Arbeit, Bruder Zhang. Er urteilte über ihn und benachteiligte ihn vor anderen Brüdern und Schwestern. Für Bruder Zhang war das eine große Belastung, die ihn in einen negativen Zustand versetzte. Der Leiter stutzte meinen Vater zurecht und befasste sich mit ihm, doch mein Vater wollte nicht hören. Wenn Brüder und Schwestern ihn auf seine Probleme hinwiesen, akzeptierte er kein Wort davon. Er konzentrierte sich immer auf die Versäumnisse anderer und nutzte ihre Schwächen aus. Immerfort sagte er: „Ich war all diese Jahre ein Gläubiger. Ich verstehe alles!“ Als er sah, wie ich aktiv meine Pflicht ausübte, versuchte er mich zu überreden, nach Geld und weltlichen Dingen zu streben, und äußerste sich immer sehr negativ, um meine Begeisterung für meine Pflicht zu dämpfen. Einmal, nachdem er in einen Autounfall verwickelt war, besuchte ihn Bruder Lin von der Kirche, um nach ihm zu sehen und sich mit ihm über die Wahrheit auszutauschen. Bruder Lin sagte, mein Vater müsse über sich nachdenken und seine Lektion lernen, doch mein Vater wollte nichts davon hören. Er verzerrte die Tatsachen, und verbreitete das Gerücht, Bruder Lin sei gekommen, um ihn zu verspotten. Das führte dazu, dass einige Brüder und Schwestern gegen Bruder Lin eingenommen wurden. Wenn ich über all das nachdachte, war ich wirklich befremdet und wütend. Ich fragte mich: „Ist das wirklich mein Vater? Ist das nicht ein böser Mensch?“ Ich hatte immer gedacht, dass er in all den Jahren seines Glaubens durch das Predigen des Evangeliums seine Pflicht erfüllte, dass er fähig war, zu leiden und einen Preis zu zahlen. Ich war auf sein äußeres Gehabe reingefallen und dachte, er sei ein wahrer Gläubiger. Ich habe nie versucht, sein Verhalten zu erkennen. Ich war so töricht und blind gewesen. Jetzt war ich voller Selbstvorwürfe, weil ich mich von Emotionen beherrschen hatte lassen, ihn umhegt und geschützt hatte. Dann las ich Folgendes in Gottes Worten: „Diejenigen in der Kirche, die ihrem giftigen Gerede Ausdruck verleihen, diejenigen unter den Brüdern und Schwestern, die Gerüchte verbreiten, Disharmonie schüren und Cliquen bilden, sollten aus der Kirche vertrieben werden. Aber diese Leute sind eingeschränkt worden, da jetzt eine andere Ära von Gottes Arbeit ist, denn sie sind dazu verdammt, Objekte der Beseitigung zu werden. Diejenigen, die von Satan korrumpiert worden sind, haben alle eine verdorbene Disposition. Aber während einige Leute nur eine verdorbene Disposition haben, gibt es andere, die sich insofern unterscheiden, dass sie nicht nur verdorbene satanische Dispositionen haben, sondern ihre Naturen sind auch bis aufs Äußerste bösartig. Alles, was diese Art von Person tut und sagt, bringt nicht nur ihre verdorbenen satanischen Dispositionen zum Ausdruck, sondern sie selbst sind der echte Teufel Satan. Alles was sie tun ist Gottes Arbeit zu unterbrechen und zu stören, den Lebenseintritt von Brüdern und Schwestern zu stören und das normale Leben der Kirche zu zerstören. Diese Wölfe im Schafspelz müssen früher oder später vertrieben werden und man muss gegenüber diesen Lakaien Satans eine unerbittliche Haltung einnehmen; man muss ihnen gegenüber eine Haltung der Abkehr einnehmen. Nur indem man dies tut, kann man auf Gottes Seite stehen, und diejenigen, die dies nicht tun können, sind in Absprache mit Satan“ („Eine Warnung an diejenigen, die die Wahrheit nicht ausüben“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Wenn ich das Verhalten meines Vaters gegen Gottes Worte hielt, sah ich, dass es nicht nur eine gewöhnliche verdorbene Disposition war, die er erkennen ließ, sondern eine böswillige Natur. Oberflächlich betrachtet war er enthusiastisch und fähig, für seine Pflicht zu leiden und auch angesichts der Verfolgung durch die KPCh das Evangelium zu verbreiten, doch er konnte die Wahrheit nicht akzeptieren. Er hasste die Wahrheit sogar. Seine Handlungen offenbarten seine listige, böswillige Natur. Er war im Wesen ein böser Mensch, der zu Satan gehörte, und er sollte ausgeschlossen werden. Obwohl ich seine Tochter bin, durfte ich mich nicht nach meinen eigenen Gefühlen richten. Ich musste in meinem Glauben auf Gottes Seite stehen und Satan entlarven und Satan widersagen. Ich dachte an die Brüder und Schwestern in der von mir geleiteten Gruppe, die nicht Bescheid wussten über ihn. Ich musste mit ihnen Gemeinschaft halten und die Bosheit meines Vaters entlarven, damit sie sich nicht länger von ihm täuschen ließen. Aber dann war ich beunruhigt: „Einige von ihnen wurden durch ihn zum Glauben gebracht und stehen auf gutem Fuß mit ihm. Wenn ich ihn bloßstelle, werden sie dann nicht sagen, ich sei gewissenlos und herzlos? Und wenn er rausgeworfen wird und seine Chance auf Errettung verliert, wird das sehr leidvoll sein für ihn.“ Dieser Gedanke war wirklich bestürzend, und ich hatte nicht länger den Wunsch, mich darüber gemeinschaftlich auszutauschen. In dieser Nacht lag ich schlaflos im Bett und dachte, dass wenn ich die Bosheit meines Vaters nicht aufdeckte und die Brüder und Schwestern weiterhin getäuscht und auf seiner Seite stehen würden, sie an seinem Bösen teilhaben. Wenn ich sehe, wie sie in die Irre geführt werden, aber keine Gemeinschaft mit ihnen halte, schadete ich ihnen dann nicht? Bei diesem Gedanken stiegen Selbstvorwürfe in mir auf, und ich sprach ein Gebet zu Gott: „Oh Gott, ich habe gerade so viele Sorgen. Bitte gib mir Glauben und Kraft, leite mich und führe mich, die Wahrheit zu praktizieren und diesen bösen Menschen zu entlarven.“

Nachdem ich gebetet hatte, las ich diesen Abschnitt der Worte Gottes: „Welches Prinzip wird in Gottes Worten hinsichtlich dessen erwähnt, wie Menschen miteinander umgehen sollten? Lieben, was Gott liebt, und hassen, was Gott hasst. Das heißt, die Menschen, die Gott liebt, die wirklich nach der Wahrheit streben und den Willen Gottes tun, sind genau diejenigen, die du lieben solltest. Diejenigen, die den Willen Gottes nicht tun, die Gott hassen, die Ihm ungehorsam sind und die Er verabscheut, sind diejenigen, die auch wir verabscheuen und ablehnen sollten. Dies verlangt das Wort Gottes. … Der Herr Jesus sagte während des Zeitalters der Gnade: ‚Wer ist Meine Mutter, und wer sind Meine Brüder? … Denn wer den Willen tut Meines Vaters im Himmel, der ist Mein Bruder, Schwester und Mutter.‘ Diesen Spruch gab es bereits damals im Zeitalter der Gnade und jetzt sind die Worte Gottes sogar noch angemessener: ‚Liebe das, was Gott liebt, und hasse das, was Gott hasst.‘ Diese Worte bringen es auf den Punkt, doch die Menschen sind oft nicht imstande, deren wahre Bedeutung zu würdigen. Wenn ein Mensch von Gott verflucht ist, er von außen betrachtet jedoch ziemlich gut zu sein scheint, oder es dabei um einen Elternteil oder Verwandten geht, dann wird es dir unmöglich erscheinen, diese Person hassen zu können, und zwischen euch beiden besteht womöglich sogar eine große Vertrautheit und eine enge Beziehung. Wenn du von Gott solche Worte hörst, wirst du ärgerlich und kannst dein Herz einer solchen Person gegenüber nicht erhärten lassen oder eine solche Person verlassen. Das liegt daran, dass hier eine traditionelle Auffassung vorliegt, die dich bindet. Du denkst, wenn du das tust, wirst du den Zorn des Himmels auf dich ziehen, vom Himmel bestraft werden und sogar von der Gesellschaft ausgeschlossen und durch die öffentliche Meinung verurteilt werden. Außerdem ist ein sogar noch pragmatischeres Problem, dass dies auf deinem Gewissen lasten wird. Dieses Gewissen kommt von dem, was deine Eltern dir von klein auf beigebracht haben, oder von dem Einfluss und der ‚Ansteckung‘ durch die gesellschaftliche Kultur – jedes der Obengenannten hat eine solche Wurzel und Denkweise in dich eingepflanzt, sodass du das Wort Gottes nicht praktizieren kannst und nicht das lieben kannst, was Er liebt, und nicht das hassen kannst, was Er hasst. Doch tief im Inneren weißt du, dass du sie hassen und ablehnen solltest, da dein Leben von Gott kam, und dir nicht von deinen Eltern gegeben wurde. Der Mensch sollte Gott anbeten und sich an Ihn zurückgeben. Selbst wenn du das sowohl sagst als auch denkst, schaffst du es einfach nicht und bist nicht imstande, es in die Praxis umzusetzen. Weißt du, was hier vor sich geht? Diese Dinge haben dich gefesselt, fest und zutiefst. Satan benutzt diese Dinge, um deine Gedanken zu fesseln, deinen Geist und dein Herz, damit du die Worte Gottes nicht akzeptieren kannst. Solche Dinge haben dich gänzlich erfüllt, bis zu dem Punkt, dass du für die Worte Gottes keinen Platz mehr hast. Wenn du darüber hinaus versuchst, die Worte Gottes in die Praxis umzusetzen, dann werden diese Dinge in dir Wirkung zeigen und dich mit Seinen Worten und Anforderungen im Widerspruch stehen lassen, wodurch du unfähig wirst, dich aus diesen Knoten herauszuwinden, und unfähig, dich aus dieser Knechtschaft zu befreien“ („Nur wenn du deine fehlgeleiteten Ansichten kennst, kannst du dich selbst kennen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Da verstand ich, dass das von Gott verlangte Prinzip für unser Handeln im Umgang mit anderen sein muss: lieben, was Er liebt, und hassen, was Er hasst. Menschen, die die Wahrheit lieben und Gottes Willen tun können, sind diejenigen, die wir mit Liebe behandeln sollen, während böse Menschen, die die Wahrheit hassen und sich Gott widersetzen, diejenigen sind, die wir hassen sollen. Nur diese Praxis steht im Einklang mit dem Willen Gottes. Amen! Aber wenn es um meinen Vater ging, hielten mich meine Emotionen zurück. Ich beschützte und deckte ihn. Ich war nicht fähig, zu lieben, was Gott liebt, und zu hassen, was Gott hasst. Das lag daran, dass Satans alte Auffassungen: „Blut ist dicker als Wasser“ und „Der Mensch ist nicht leblos; wie kann er frei von Emotionen sein?“ mein Herz fest im Griff hatten. Ich konnte Gut und Böse nicht unterscheiden und glaubte, es wäre eine ungeheuerliche und gewissenlose Tat, das böse Verhalten meines Vaters aufzudecken. Ich hatte Angst davor, von anderen kritisiert und verurteilt zu werden. Um eine fleischliche Familienbeziehung zu schützen, versäumte ich es, die Wahrheit hochzuhalten und eine böse Person bloßzustellen, ohne Rücksicht auf das Werk des Hauses Gottes und den Lebenseintritt von Brüdern und Schwestern. Das ist es, was wirklich gewissenlos war und wo es an Menschlichkeit fehlte. Ich sah, dass diese alten satanischen Auffassungen mich davon abhielten, die Wahrheit zu praktizieren, und mich dazu brachten, mich ungewollt auf die Seite Satans zu stellen und mich Gott zu widersetzen. Tatsächlich hat Gott nie gesagt, dass wir im Umgang mit Dämonen und bösen Menschen gewissenhaft sein sollen. Er hat auch nicht gesagt, es sei unmoralisch, geliebte Menschen zurückzuweisen, die Satan gehören. Im Zeitalter des Gesetzes starben Hiobs ungläubige Kinder in einer Katastrophe, aber Hiob beklagte sich nicht bei Gott wegen seiner Kinder aufgrund seiner Gefühle. Im Gegenteil, er pries den Namen Gottes. Ja. Im Zeitalter der Gnade versuchten die Eltern von Petrus, seinen Glauben zu unterdrücken, und standen ihm im Weg, also verließ er sie und sein Zuhause und gab alles auf, um Gott zu folgen, wodurch er Gottes Lob gewann. Als ich so über die Erfahrungen von Hiob und Petrus nachdachte, gewann ich ein gewisses Verständnis für Gottes Forderung, zu lieben, was Er liebt, und zu hassen, was Er hasst.

Dann las ich mehr von Gottes Worten: „Wer ist Satan, wer sind die Dämonen und wer sind die Feinde Gottes, wenn nicht die Verweigerer, die nicht an Gott glauben? Sind sie nicht diejenigen Menschen, die Gott gegenüber ungehorsam sind? Sind Sie nicht diejenigen Menschen, die verbal behaupten zu glauben, aber denen es an der Wahrheit mangelt? Sind sie nicht diejenigen Menschen, die nur danach streben, Segnungen zu erlangen, jedoch Gott nicht bezeugen können? Du mischst dich heute immer noch unter jene Dämonen und bringst ihnen Gewissen und Liebe entgegen, doch bietest du in diesem Fall nicht Satan gute Absichten an? Wird dies nicht als Umgang mit Dämonen angesehen? Wenn die Menschen heute immer noch unfähig sind, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, und weiterhin blind lieben und barmherzig sind, ohne jegliche Absicht, den Willen Gottes zu suchen oder fähig zu sein, Gottes Absichten als ihre eigenen zu hegen, dann wird ihr Ende umso erbärmlicher sein. … Wenn du mit denen vereinbar bist, die Ich verabscheue und denen Ich widerspreche, und du ihnen immer noch Liebe oder persönliche Gefühle entgegenbringst – bist du dann nicht ungehorsam? Widersetzt du dich dann nicht vorsätzlich Gott? Besitzt eine solche Person Wahrheit? Wenn Menschen Feinden Gewissen, Dämonen Liebe und Satan Barmherzigkeit entgegenbringen – unterbrechen sie dann nicht vorsätzlich Gottes Arbeit?“ („Gott und der Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eintreten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Als ich das las, war ich sehr betrübt und fühlte mich schuldig. Ich wusste, dass mein Vater die Wahrheit hasste und das kirchliche Leben schon immer gestört hatte und dass seine Natur und sein Wesen böse waren, dennoch war ich ihm gegenüber weiterhin gewissenhaft und liebevoll, vertuschte sogar sein Fehlverhalten und schützte ihn. War es nicht genau das, was Gott meinte mit: „Ausweitung der guten Absichten auf Satan“ und „Umgang mit Dämonen“? Habe ich mich nicht offen gegen Gott gestellt und die Arbeit der Kirche gestört? In Gottes Haus herrschen Wahrheit und Gerechtigkeit. All die bösen Mächte Satans, einschließlich aller bösen Menschen und Antichristen, dürfen nicht bleiben. Sie müssen entlarvt und von Gott eliminiert und aus der Kirche ausgeschlossen werden. So bestimmt es Gottes gerechte Disposition. Amen. Ich hingegen hatte einen bösen Menschen gedeckt und alles versucht, damit er im Haus Gottes bleiben kann. Habe ich nicht toleriert, dass ein böser Mensch das kirchliche Leben störte? Habe ich nicht einem bösen Feind geholfen und mich Gott widersetzt? So weiterzumachen hieße, zusammen mit dem bösen Menschen von Gott bestraft zu werden. Diese Erkenntnis machte mir ein bisschen Angst. Ich sah, dass Gottes gerechte Disposition kein Vergehen duldet und dass es sehr gefährlich ist, einen Übeltäter aus persönlichen Gefühlen heraus zu decken! Ich durfte nicht länger aus meinen Gefühlen heraus sprechen und handeln. Obwohl er mein Vater war, musste ich die Wahrheit praktizieren, lieben, was Gott liebt, hassen, was Gott hasst, und die Interessen des Hauses Gottes schützen.

Später besuchte ich mit meiner Gruppe eine Versammlung und enthüllte die ganze Wahrheit über das Verhalten und die bösen Taten meines Vaters. Die Brüder und Schwestern, die von ihm in die Irre geführt worden waren, begannen sein wahres Wesen zu erkennen. Später gab die Kirche eine Mitteilung heraus, dass mein Vater ausgeschlossen worden war. Ich ging nach Hause, las es ihm vor und sprach über sein böses Verhalten. Ich war schockiert, als er voller Verachtung sagte: „Ich wusste schon seit einiger Zeit, dass sie mich rauswerfen werden. Ich habe all die Jahre an Gott geglaubt um der Segnungen willen, sonst hätte ich schon längst aufgehört zu glauben.“ Als ich sah, dass er nicht die geringste Absicht hatte, Buße zu tun, wusste ich in meinem Herzen ohne jeden Zweifel, dass seine böse Natur vollständig offenbart worden war. Nachdem mein Vater rausgeworfen worden war, gab es keine Frevler mehr, die in der Kirche störten. In den Versammlungen konnten alle Brüder und Schwestern ungestört die Worte Gottes Worte lesen und Gemeinschaft halten über die Wahrheit. Sie taten ihre Pflichten, und das kirchliche Leben trug Früchte. Ich sah, dass in Gottes Haus Wahrheit und Gerechtigkeit herrschen, und wenn wir die Wahrheit gemäß Gottes Worten praktizieren, bezeugen wir Seine Führung und Seine Segnungen. Was meinen Vater betrifft, so befreite ich mich allmählich von meinen persönlichen Gefühlen und wurde schließlich in die Lage versetzt, die Wahrheit zu praktizieren und die Arbeit der Kirche zu unterstützen. All das wurde durch das Gericht und die Züchtigung der Worte Gottes erreicht!

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