Die schmerzhafte Lektion, die mir schlitzohriges und betrügerisches Verhalten einbrachte

Okt 8, 2023

Von An’na, Italien

2020 war ich in der Kirche als Designerin tätig, hauptsächlich als Zeichnerin. Nach einer Weile stellte ich fest, dass die Entwurfsarbeit entspannter ablief als andere Arbeit. Meine Betreuerin beaufsichtigte auch andere Arbeitsbereiche, und so hat sie unsere Arbeit nicht aufmerksam verfolgt. Ich fing an, nachlässig zu werden. Da mich niemand zur Eile drängte, habe ich einfach nur Routinepflichten erfüllt. Solange ich nicht untätig war und einige Zeichnungen fertigstellte, gab es keine Probleme. Außerdem war die Arbeit entspannend. Ich musste mich weder beeilen noch körperlich leiden. Ich war in unserem Team die treibende Kraft und sowohl mit allen Prinzipen als auch mit der Arbeit vertraut. Deshalb war ich überzeugt, ich würde in dieser Pflicht bleiben und am Ende gerettet werden. Diese Sichtweise führte dazu, dass ich in meiner Pflicht keine Pläne oder täglichen Ziele hatte. Ich tat, so viel ich konnte, und war damit zufrieden. Ich sah immer beschäftigt aus, doch ich war komplett entspannt. Wenn ich zeichnete, fiel es mir wirklich schwer, mich zu konzentrieren. Ich schaute mir immer sofort jede Nachricht an, die in meinen Chat-Apps auftauchte, antwortete und kümmerte mich darum, auch wenn die Nachrichten gar nicht wichtig oder dringend waren. Ohne es zu merken, vergeudete ich eine Menge Zeit. Manchmal hatten wir morgens Versammlungen, und hätte ich an diesen Tagen meine Zeit gut genutzt, hätte ich drei Zeichnungen fertigstellen können. Aber nach der ersten war ich sehr zufrieden mit mir und dachte, da die Morgenversammlung bereits den halben Tag in Anspruch genommen hatte, wären zwei Zeichnungen genug. Also ließ ich mir Zeit und stellte am Ende nur zwei fertig. Und nicht nur das, in meiner Freizeit schaute ich Nachrichten. Ich dachte weder an meinen Lebenseintritt noch über etwaige Probleme in meiner Pflicht nach. Während dieser Zeit habe ich nur in meiner Pflicht geschuftet. Gottes Worte zu lesen oder über mich selbst nachzudenken waren keine Priorität. Ich offenbarte Verdorbenheit, suchte aber nicht nach der Wahrheit, um diese zu beseitigen. Da es keine ernsthaften Schwierigkeiten in meiner Arbeit gab und ich eine anständige Anzahl von Entwürfen fertiggestellt hatte, dachte ich, ich würde meine Pflicht ganz gut erfüllen.

Das Arbeitspensum stieg an, doch wir stellten unsere Zeichnungen zu langsam fertig, sodass es zu einem Arbeitsrückstand kam. Einer der Entwürfe blieb sogar für einen ganzen Monat liegen. Als unsere Betreuerin das herausfand und sich unsere tägliche Arbeitsleistung anschaute, erkannte sie, wie unproduktiv wir waren, und befasste sich streng mit uns wegen unserer Faulheit und Nachlässigkeit bei unserer Pflicht. Wir verspürten keinerlei Dringlichkeit, selbst als wir sahen, dass sich die Arbeit staute, und niemand meldete es. Wir waren nachlässig, nahmen keine Last auf uns und trödelten in unserer Pflicht, was eine Behinderung der Evangeliumsarbeit darstellte. Ich war schockiert, als ich das hörte. Eigentlich dachte ich, ich sei ziemlich fleißig gewesen und hätte einiges geschafft. Warum war es dann bei genauer Berechnung so wenig? Machte mich das nicht zu einem Parasiten, der von der Kirche lebte? Wenn das so weiterginge, würde ich entlassen und verstoßen werden. Unter der Aufsicht der Betreuerin wurde ich danach in meiner Pflicht etwas effizienter. Aber beim Anblick der vielen anstehenden Entwürfe wurde mir bange. Außerdem überprüfte die Betreuerin unsere Arbeit jetzt genauer, und manchmal stellte sie detaillierte Fragen und erkundigte sich, wo wir Probleme hatten. Als sie merkte, dass wir uns wieder durchwurstelten, ging sie mit uns schärfer ins Gericht. Ich war genervt. So etwas ist leicht gesagt, aber weitaus schwerer, auch zu tun. Ich fand, dass sie zu viel verlangte. Dachte sie, es wäre leicht, diese Designs anzufertigen? Ich strengte mich bei der Arbeit eh schon an. Was, wenn sie weiter solche Anforderungen stellte? Ich war auch nur ein Mensch. Ich befand mich in einem widerständigen Zustand und war unwillens, zu leiden oder einen Preis zu zahlen. Meine oberflächlichen Bemühungen, mich zu beeilen, waren nur zur Schau für die Betreuerin. Ich hatte Angst, sie würde sich mit mir befassen, wenn ich zu langsam war. Es war, als würde ich mitgeschleift werden, und ich war jeden Tag extrem müde. Oft stellte ich mir vor, wie toll es wäre, wenn ich all die Entwürfe im Handumdrehen fertigstellen könnte, und ich fing sogar an, andere Schwestern zu beneiden, weil ich dachte, ihre Pflichten seien so entspannend; nicht wie meine, in der ich jeden Tag endlose Entwürfe machen musste. Es war anstrengend und ermüdend, und wenn ich zu langsam arbeitete, würde man sich mit mir befassen. Ich dachte, die mir zugewiesene Aufgabe tauge nichts. Da ich mich nicht im richtigen Zustand befand, war ich eine Zeit lang ständig schläfrig. Ich bekam nachts viel Schlaf, und doch war ich tagsüber nur halb wach. Ich musste meine ganze Kraft aufbringen, um an den Entwürfen zu arbeiten. Etwas später bemerkte ich, dass zwei Schwestern, mit denen ich zusammenarbeitete, bei ihrer Arbeit Probleme hatten. Eine von ihnen verstand die Prinzipien nicht, und ihre kleinliche Nörgelei hielt unseren Fortschritt auf. Die andere hat sich einfach immer nur durchgewurstelt, doch ich hatte die beiden nur beiläufig darauf hingewiesen und mich nicht weiter darum gekümmert, und auch unserem Leiter hatte ich nicht davon erzählt. Unser Teamleiter bemerkte die Probleme und kümmerte sich darum, doch unsere Arbeit war bereits verzögert worden.

Eines Tages kam der Leiter unerwartet zu mir und sagte: „Du bist oberflächlich, schlitzohrig, betrügerisch und unverantwortlich in deiner Pflicht. Du strengst dich nur an, wenn dich jemand antreibt. Du gibst dich nicht wirklich für Gott hin. Aufgrund deines Verhaltens wirst du entlassen. Aber wenn du willst, kannst du in Teilzeit an Entwürfen arbeiten. Solltest du in Zukunft echte Zeichen der Reue zeigen, werden wir dich wieder einstellen.“ Ich war sprachlos, als der Leiter mich so bloßstellte. Ich hatte meine Pflicht tatsächlich so erfüllt, wie er sagte, aber die ganze Situation kam für mich so plötzlich. Es fiel mir schwer, die Realität sofort zu akzeptieren. Ich musste einsehen, dass ich unsere Arbeit verzögert und so echten Schaden angerichtet hatte. Ich fühlte mich wirklich elend und voller Reue und Selbstvorwürfe, und ich konnte spüren, dass Gottes gerechte Disposition keine Kränkung von Menschen duldet. Wenn Gott jemanden betrachtet, schaut Er nicht darauf, wie gut diese Person sich zu verhalten scheint. Er betrachtet die Einstellung, die jemand zur Wahrheit und seiner Pflicht hat. Doch ich hatte eine wirklich laxe Einstellung zu meiner Pflicht, wurstelte mich durch, trödelte und musste immer von anderen angetrieben werden. Ich änderte mich nicht, nachdem man sich mit mir befasst hatte, und ich widerte Gott schon seit langer Zeit an. Meine Entlassung war Gottes Züchtigung und Maßregelung. Es war meine eigene Schuld – ich erntete, was ich gesät hatte. Ich war nun bereit, mich zu unterwerfen, wirklich über mich selbst nachzudenken und Buße für meine früheren Vergehen zu tun. Doch es gab da eine Sache, die ich nicht verstand: Anfangs wollte ich gute Arbeit leisten, warum habe ich mich dann in meiner Pflicht so verhalten? Was war der Grund dafür? In meiner Verwirrung betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu erleuchten, um mein Problem zu verstehen.

In meinen Andachten las ich dann diese Worte Gottes: „Würdet ihr eure Pflicht gewissenhaft und verantwortungsvoll erfüllen, würde es nicht einmal fünf oder sechs Jahre dauern, bevor ihr von euren Erfahrungen reden und Gott bezeugen könntet, und die verschiedenen Arbeiten in der Kirche würden sehr wirkungsvoll ausgeführt werden – aber ihr seid nicht bereit, auf Gottes Willen zu achten, noch strebt ihr hin zur Wahrheit. Es gibt einige Dinge, von denen ihr nicht wisst, wie man sie macht, also gebe Ich euch genaue Anweisungen. Ihr müsst nicht nachdenken, ihr müsst nur zuhören und loslegen. Das ist das einzige bisschen an Verantwortung, das ihr übernehmen müsst – aber selbst das ist für euch zu hoch. Wo ist eure Loyalität? Sie ist nirgends zu sehen! Alles, was ihr sagt, sind wohlklingende Dinge. In euren Herzen wisst ihr, was ihr tun solltet, aber ihr praktiziert die Wahrheit einfach nicht. Das ist Aufsässigkeit gegenüber Gott, und im Kern ist es fehlende Liebe zur Wahrheit. In euren Herzen wisst ihr sehr wohl, wie man im Einklang mit der Wahrheit handelt – ihr setzt es nur nicht in die Praxis um. Das ist ein ernstes Problem; ihr starrt die Wahrheit an, ohne sie in die Praxis umzusetzen. Du bist niemand, der Gott gehorcht. Um in Gottes Haus eine Pflicht zu erfüllen, musst du zumindest die Wahrheit suchen und praktizieren und den Grundsätzen gemäß handeln. Wenn du bei der Ausübung deiner Pflicht die Wahrheit nicht praktizieren kannst, wo dann? Und wenn du nichts von der Wahrheit praktizierst, dann bist du ein Ungläubiger. Was ist denn dein Ziel, wenn du die Wahrheit nicht akzeptierst – geschweige denn die Wahrheit praktizierst – und einfach so im Hause Gottes vor dich hin werkelst? Möchtest du Gottes Haus zu deinem Altenheim oder Armenhaus machen? Wenn dem so ist, dann liegst du falsch – Gottes Haus kümmert sich nicht um Schmarotzer, um Taugenichtse. Jeder mit armseliger Menschlichkeit, der seine Pflicht nicht gern erfüllt, der ungeeignet ist, eine Pflicht zu erfüllen, muss beiseitegeräumt werden; alle Ungläubigen, die die Wahrheit überhaupt nicht akzeptieren, müssen verstoßen werden. Manche Menschen verstehen die Wahrheit, setzen sie aber bei der Ausübung ihrer Pflichten nicht um. Wenn sie ein Problem erkennen, lösen sie es nicht, und wenn sie wissen, dass etwas in ihrer Verantwortung liegt, geben sie nicht alles. Wenn du nicht einmal die Verantwortung ausübst, zu der du imstande bist, welchen Wert oder Effekt könnte dann das Ausüben deiner Pflicht wohl haben? Ist es sinnvoll, so an Gott zu glauben? Jemand, der die Wahrheit versteht, sie aber nicht praktizieren kann, der die Mühsale nicht ertragen kann, die er sollte – so ein Mensch ist ungeeignet, eine Pflicht zu erfüllen. Manche Menschen, die einer Pflicht nachgehen, tun das nur, um satt zu werden. Das sind Bettler. Sie denken, wenn sie in Gottes Haus ein paar Aufgaben erledigen, kümmert man sich um Kost und Logis für sie und sorgt für sie, ohne dass sie sich einen Job suchen müssen. Gibt es so etwas wie so einen Handel? Gottes Haus versorgt keine Faulenzer. Wenn jemand, der die Wahrheit nicht im Mindesten praktiziert und bei der Ausübung seiner Pflicht ständig nachlässig und oberflächlich ist, sagt, dass er an Gott glaubt, wird Gott ihn dann anerkennen? Solche Menschen sind allesamt Ungläubige und aus der Sicht Gottes Übeltäter(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um seine Pflicht gut zu erfüllen, muss man zumindest ein Gewissen und Vernunft besitzen). Als ich über Gottes Worte nachdachte, war es, als ob Er mich direkt vor meinen Augen entlarvte. Er beschrieb ganz genau, wie ich meine Pflicht erfüllt hatte. Ich blickte zurück auf alles, was passiert war. Als ich merkte, dass die Betreuerin die Arbeit nicht oft überprüfte, begann ich, das schlitzohrig und gerissen auszunutzen. Ich sah zwar nicht untätig aus, habe aber trotzdem nicht viel geschafft. In meiner Freizeit dachte ich nicht über die Probleme in meiner Pflicht oder über meinen Lebenseintritt nach, sondern schaute mir aus Neugier die Nachrichten an – nichts in meinem Herzen war richtig. Ich war mir überhaupt nicht bewusst, dass ich unseren Arbeitsfortschritt aufhielt. Nachdem meine Betreuerin sich mit mir befasst und mich zurechtgestutzt hatte, wurde ich in meiner Arbeit etwas effizienter, aber ich zwang mich dazu, mich anzustrengen, um nicht entlassen zu werden. Ich war widerständig und sträubte mich gegen ihre Aufsicht und Kontrolle, und selbst die Erfüllung meiner Pflicht fing an, mich zu nerven. Für mich war es ein undankbarer und schwieriger Job. Mir war bewusst, dass eine der Schwestern, mit denen ich arbeitete, sich durchwurstelte und die Arbeit aufhielt, doch ich drückte ein Auge zu. Mir wurde klar, dass ich bei meiner Pflicht nicht aufrichtig war. Ich praktizierte weder die Wahrheit noch beachtete ich Gottes Willen. Mir ging es nur um Entspannung und körperliche Annehmlichkeiten. Ich war ein Schmarotzer auf der Suche nach einer Gratismahlzeit von der Kirche. Ich hatte kein Gewissen und keine Vernunft! Ich verhielt mich nicht anders als die Ungläubigen, denen es nur darum geht, sich satt zu essen und Segnungen zu erhalten. Dass ich meine Pflicht auf diese Art erfüllte, war nicht, weil ich die Arbeit nicht verstand oder mir die nötigen Fähigkeiten fehlten. Es war, weil es mir an Menschlichkeit fehlte, weil ich nicht nach der Wahrheit strebte und weil ich fleischliche Annehmlichkeiten begehrte. Ich war nicht würdig, überhaupt eine Pflicht in der Kirche zu erfüllen.

In meiner Selbstreflexion las ich einige von Gottes Worten. „Das gesamte von Gott auserwählte Volk übt sich nun in der Erfüllung seiner Pflichten, und Gott nutzt die Pflichterfüllung der Menschen, um eine Gruppe von Menschen zu vervollkommnen und eine andere zu verstoßen. Es ist also die Pflichterfüllung, die jede Art von Mensch offenbart, und jede Art von Betrügern, von Ungläubigen und bösen Menschen wird während ihrer Pflichterfüllung offenbart und verstoßen. Diejenigen, die ihre Pflicht treu erfüllen, sind ehrliche Menschen; diejenigen, die ständig nachlässig und oberflächlich sind, sind betrügerische, durchtriebene Menschen, und sie sind Ungläubige; und diejenigen, die bei der Erfüllung ihrer Pflichten Störungen und Unruhe verursachen, sind böse Menschen, und sie sind Antichristen. … Alle Menschen werden bei ihrer Pflichterfüllung offenbart – man braucht nur eine Person mit einer Pflicht zu betrauen, und es wird nicht lange dauern, bis offenbart wird, ob sie ein ehrlicher Mensch ist oder ein Betrüger und ob sie die Wahrheit liebt oder nicht. Diejenigen, die die Wahrheit lieben, können ihre Pflichten aufrichtig erfüllen und das Werk des Hauses Gottes aufrechterhalten; diejenigen, die die Wahrheit nicht lieben, halten das Werk des Hauses Gottes nicht im Geringsten aufrecht, und sie sind unverantwortlich bei der Erfüllung ihrer Pflichten. Das ist für jeden ersichtlich, der Augen hat. Niemand, der seine Pflicht schlecht erfüllt, ist ein Wahrheitsliebender oder ein ehrlicher Mensch; sie alle sind die Zielobjekte, die offenbart und verstoßen werden. Um ihre Pflicht gut zu erfüllen, müssen die Menschen ein Verantwortungsgefühl und ein Gefühl der Last haben. Auf diese Weise kann man sicher sein, dass die Arbeit richtig erledigt wird. Wenn aber jemand kein Gefühl der Last oder kein Verantwortungsgefühl hätte, wenn er zu allem aufgefordert werden müsste, wenn er immer schludrig und nachlässig wäre, wenn er bei Problemen versuchte, die Schuld abzuschieben, was dazu führte, dass sich die Probleme in die Länge zögen und ungelöst blieben – könnte die Arbeit dann noch gut erledigt werden? Könnte eine solche Pflichterfüllung eine Wirkung haben? Sie würden keine der ihnen zugewiesenen Aufgaben erledigen wollen und sich nicht darum kümmern, wenn sie andere sehen, die Hilfe bei ihrer Arbeit brauchen. Sie würden nur dann etwas arbeiten, wenn man es ihnen befiehlt, nur wenn es hart auf hart kommt und sie keine andere Wahl haben. Das wäre keine Pflichterfüllung – das wäre die Arbeit eines Tagelöhners! Tagelöhner arbeiten für einen Arbeitgeber und verrichten einen Tag Arbeit für einen Tagelohn, eine Stunde Arbeit für einen Stundenlohn. Sie warten darauf, bezahlt zu werden. Sie befürchten irgendeine Arbeit zu erledigen, die der Chef nicht sieht, sie haben Angst, dass sie für nichts von dem, was sie tun, belohnt werden, sie arbeiten immer nur für den äußeren Anschein – das heißt, sie haben keine Loyalität(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man ehrlich ist, kann man einen wahren Menschen ausleben). „An Gott zu glauben bedeutet, den richtigen Weg im Leben zu gehen, und man muss nach der Wahrheit streben. Das ist eine Angelegenheit des Geistes und des Lebens, und es ist etwas anderes als das Streben der Ungläubigen nach Reichtum und Ruhm, danach, sich einen ewigen Namen zu machen. Das sind getrennte Straßen. Bei ihrer Arbeit denken Ungläubige darüber nach, wie sie mit weniger Arbeit mehr Geld verdienen können, welche dubiosen Tricks sie anwenden könnten, um mehr zu verdienen. Sie denken den ganzen Tag darüber nach, wie sie reich werden und das Vermögen ihrer Familie vermehren können, und sie denken sich sogar skrupellose Mittel aus, um ihr Ziel zu erreichen. Dies ist der Weg des Bösen, der Weg Satans, und es ist der Weg, den die Ungläubigen gehen. Der Weg, den Gläubige gehen, ist der Weg, auf dem man nach der Wahrheit strebt und danach, Leben zu erlangen; es ist der Weg, auf dem man Gott folgt und die Wahrheit erlangt(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man ehrlich ist, kann man einen wahren Menschen ausleben).

Durch Gottes Worte verstand ich, dass für Ungläubige ihre Arbeit ein Geschäft ist – um Geld zu machen und ihren eigenen Interessen zu dienen. Sie wollen sogar Geld dafür bekommen, dass sie gar nichts tun. Wenn jemand ihre Arbeit überprüft, tun sie beschäftigt und erledigen ein paar Aufgaben, aber wenn niemand zuschaut, sind sie gerissen und betrügerisch. Ganz egal wie schlecht es um ihre Arbeit steht, sie sind unbesorgt. Sie wollen einfach nur ihr Geld. Ich erkannte, dass ich genauso war. Wenn es bei meiner Pflicht keinen Druck gab, wenn ich nicht leiden musste, fand ich meine Pflicht nicht schlimm. Solange ich nicht untätig war und einige der Aufgaben erledigte, würde ich bestimmt nicht verstoßen werden, wäre berechtigt, in der Kirche zu bleiben, und würde am Ende gerettet werden und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Ich machte keinen wirklich faulen Eindruck, und andere sahen keine Probleme, aber ich gab nicht mein Bestes: Ich war zufrieden, nur ein wenig Arbeit zu leisten. Den Rest der Zeit schaute ich mir belanglose Informationen an und las mir aus Neugier unwichtige Dinge durch. Ständig trödelte ich, genau wie ein Ungläubiger, der für seinen Chef arbeitet. Wenn sich unsere Arbeit verzögerte, tat ich so, als sei es keine große Sache, und verspürte nicht die geringste Dringlichkeit. Als man sich mit mir befasste und mich bloßstellte, strengte ich mich etwas mehr an, um mein Gesicht zu wahren und nicht entlassen zu werden, aber sobald die Anforderungen angezogen wurden, war ich widerständig und beschwerte mich und wollte zu einer leichteren, entspannteren Pflicht wechseln. Es sah zwar so aus, als würde ich meine Pflicht tun, doch ich erledigte eine Aufgabe nur, damit meine Betreuerin es sehen konnte. Ich war weder meiner Pflicht noch Gott gegenüber aufrichtig. Für die Segnungen des Himmelreichs wollte ich nur einen kleinen Preis zahlen. Ich versuchte, mit Gott ein Geschäft zu machen. Nie hätte ich gedacht, dass ich nach all den Jahren in meiner Pflicht als so ein gerissener, durchtriebener Mensch entlarvt werden würde. Ich hatte die Nahrung von Gottes Worten und alles, was Er mir gegeben hatte, genossen, doch in meiner Pflicht suchte ich nur nach Leichtigkeit und Bequemlichkeit und tat, was immer mich vor Leiden bewahrte, ohne jegliche Rücksicht auf die Arbeit der Kirche oder Gottes dringlichen Willen. Ich hatte keine Ehrfurcht vor Gott. Wie konnte ich das die Erfüllung einer Pflicht nennen? Ich verzögerte eindeutig die Arbeit der Kirche und war eine Opportunistin, die bei der Kirche schmarotzte. In meiner Selbstreflexion wurde mir klar: Ich war so egoistisch, weil ich satanische Philosophien vertrat, wie „Jeder für sich, und den Letzten holt der Teufel“, „Für gutes Essen und feine Kleider wird man Beamter“ und „Das Leben ist kurz, genieße es, solange du kannst.“ Diese Dinge waren zu meinem eigentlichen Leben geworden. Indem ich mein Leben nach diesen Dingen richtete, ging es mir in meinem Handeln nur nach meinen eigenen fleischlichen Interessen. Ich dachte, wir müssten in unserem Leben gut zu uns selbst sein und dass es sich nicht lohnte, sich zu verausgaben und zu hart zu arbeiten. Frei und unbeschwert zu sein ist großartig, und sich zu sorgen und zu verausgaben bringt einem nichts. Das war die Einstellung, die ich immer in meiner Pflicht hatte, war träge und oberflächlich, was letztlich die Arbeit der Kirche verzögerte und meinen eigenen Charakter ruinierte. Ich war gläubig, doch ich praktizierte nicht Gottes Worte, sondern lebte nach den Irrlehren Satans und wurde immer selbstsüchtiger, verschlagener und verdorbener. Ich besaß weder Charakter noch Würde und hatte kein Vertrauen verdient. Das gilt sogar für einen Ungläubigen in der Arbeit: Wer mit einer solchen opportunistischen Mentalität an die Dinge herangeht, kommt damit vielleicht eine Zeit lang durch, doch nach einer Weile würden ihn andere durschauen. Schlimmer noch, ich erfüllte eine Pflicht in der Kirche, direkt vor Gott, Der die Herzen und Gedanken der Menschen kennt. Ich spielte Spielchen und trickste herum, und obwohl ich eine Zeit lang nicht ertappt wurde, hat Gott alles ganz klar gesehen. Er sah, dass ich mich Ihm nicht wirklich hingab, sondern mich einfach nur durchmogelte. Da wurde mir klar: Kein Wunder, dass ich mich bei der Arbeit immer müde und lustlos fühlte und Gottes Gegenwart nicht spüren konnte. Das lag daran, dass ich schlitzohrig und betrügerisch war, was Gott widerlich und abscheulich fand. Er hatte Sein Gesicht vor langer Zeit von mir abgewandt. Ohne das Wirken des Heiligen Geistes wurde ich taub. Ganz gleich wie gut ich mich in meiner Arbeit auskannte oder wie erfahren ich war, so konnte ich keine gute Arbeit leisten.

Später las ich mehr von Gottes Worten, die mir die Natur von Oberflächlichkeit in der Pflicht erklärten, und mich auch erkennen ließen, dass Gottes Disposition unantastbar ist. Gott sagt: „Wie du Gottes Aufträge betrachtest, ist äußerst wichtig, und es ist eine sehr ernste Angelegenheit. Wenn du nicht erfüllen kannst, was Gott den Menschen anvertraut hat, dann eignest du dich nicht dazu, in Seiner Gegenwart zu leben, und solltest bestraft werden. Es ist vom Himmel festgesetzt und von der Erde bestätigt, dass die Menschen Gottes Aufträge erfüllen müssen, welche auch immer Er ihnen anvertraut; das ist ihre oberste Verantwortung und ist genauso wichtig wie ihr Leben an sich. Wenn du Gottes Aufträge nicht ernst nimmst, dann betrügst du Ihn auf die schwerwiegendste Art und Weise; damit bist du beklagenswerter als Judas und solltest verflucht sein. Die Menschen müssen ein tiefes Verständnis dafür erreichen, wie sie das betrachten, was Gott ihnen anvertraut, und sie müssen zumindest verstehen, dass die Aufträge, die Er der Menschheit anvertraut, Erhöhungen und besondere Gefallen von Gott sind; sie sind äußerst glorreiche Dinge. Alles andere kann aufgegeben werden; – selbst wenn jemand sein eigenes Leben opfern muss, muss er trotzdem Gottes Auftrag erfüllen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen kennt). „Einmal beauftragte Ich jemanden, etwas zu tun. Als Ich ihm die Aufgabe erklärte, trug er sie sorgfältig in sein Notizbuch ein. Ich sah, wie sorgfältig er dabei vorging – er schien die Arbeit als Bürde zu empfinden und eine sorgfältige, verantwortungsvolle Haltung einzunehmen. Nachdem Ich ihm den Auftrag erteilt hatte, wartete Ich auf ein Update; zwei Wochen vergingen, und er hatte sich immer noch nicht gemeldet. Also machte Ich Mir die Mühe, ihn aufzusuchen und fragte ihn, wie es mit dem Auftrag aussah, den Ich ihm erteilt hatte. Er sagte: ‚Oh, nein, das habe ich vergessen! Sag mir noch einmal, was es war.‘ Was haltet ihr von seiner Antwort? So eine Einstellung hatte er also, wenn er eine Aufgabe erledigte. Ich dachte: ‚Diese Person ist wirklich unzuverlässig. Geh weg von Mir, und zwar schnell! Ich will dich nicht mehr sehen!‘ Das war Mein Gefühl. Ich werde euch also eines sagen: Man darf niemals die Worte Gottes mit den Lügen eines Betrügers in Verbindung bringen – das empfindet Gott als verabscheuungswürdig. Es gibt einige, die sagen, dass sie halten, was sie versprechen und dass man sich auf ihr Wort verlassen kann. Wenn das so ist, können sie dann, wenn es um die Worte Gottes geht, das tun, was diese Worte sagen, wenn sie sie hören? Können sie sie so sorgfältig ausführen, wie sie ihre persönlichen Angelegenheiten regeln? Jeder Satz von Gott ist wichtig. Er macht keine Scherze. Was Er sagt, müssen die Menschen umsetzen und ausführen. Wenn Gott spricht, berät Er sich dann mit den Menschen? Das tut er sicherlich nicht. Stellt Er dir Multiple-Choice-Fragen? Sicherlich nicht. Wenn du erkennen kannst, dass Gottes Worte und Aufträge Befehle sind, dass der Mensch sie befolgen und ausführen muss, dann hast du die Pflicht, sie zu befolgen und auszuführen. Wenn du denkst, dass Gottes Worte nur ein Scherz sind, nur beiläufige Bemerkungen, die man tun oder lassen kann, wie man will, und du sie als solche behandelst, dann bist du ganz ohne Verstand und ungeeignet, ein Mensch genannt zu werden. Gott wird nie wieder zu dir sprechen. Wenn eine Person immer ihre eigenen Entscheidungen trifft, wenn es um Gottes Anforderungen, Seine Befehle und Seinen Auftrag geht, und sie mit einer oberflächlichen Haltung behandelt, dann gehört sie zu der Art von Personen, die Gott verabscheut. Wenn es bei den Dingen, die Ich dir direkt befehle und auftrage, immer nötig ist, dass ich dich beaufsichtige, bei dir nachhake, wenn Ich Mich ständig sorgen und nachfragen muss, was es erforderlich macht, dass Ich dich auf Schritt und Tritt kontrolliere, dann solltest du verstoßen werden(Das Wort, Bd. 4, Die Antichristen entlarven: Exkurs 3: Wie Noah und Abraham auf Gottes Worte hörten und Ihm gehorchten (Teil 2)). Durch Gottes Worte erfuhr ich, dass alles, was Er sagt und verlangt, ausgeführt und von einem geschaffenen Wesen befolgt werden muss. Wenn wir Gottes Worte nicht ernst nehmen, sondern bei unserer Arbeit immer die Aufsicht und Ermahnung anderer brauchen, oder wenn wir nur, wenn man uns zwingt, widerwillig ein bisschen Arbeit machen, dann ist das im Grunde eine Täuschung und ein Betrug an Gott, und das widert Ihn an. Diese Art von Mensch verdient es nicht, Gottes Worte zu hören oder in der Kirche zu bleiben und sollte ausgestoßen werden. Mir war wirklich bange, als ich über Gottes Worte nachdachte, besonders über den Teil, wo Er sagt: „Diese Person ist wirklich unzuverlässig. Geh weg von Mir, und zwar schnell! Ich will dich nicht mehr sehen!“ Ich fühlte mich schuldig und voll Reue wegen des Bösen, dass ich in meiner Pflicht getan hatte, und mir liefen die Tränen über das Gesicht. Wenn ich auf meine Einstellung zu meiner Pflicht zurückblicke, war sie genauso, wie Gott es offenbart hatte: unglaublich lässig. Wir befinden uns in einer kritischen Zeit für die Verbreitung des Evangeliums des Königreichs, und die anderen Brüder und Schwestern brennen alle darauf, eine Pflicht zu erfüllen. Doch ich sehnte mich nach fleischlichen Annehmlichkeiten, war in meiner Pflicht gemächlich und oberflächlich und damit zufrieden, einfach nur meinen Dienst zu tun, ohne zu versuchen, dabei effizient zu sein, was die Ergebnisse meiner Arbeit beeinträchtigte. Ich war ein Faulpelz, der seine Pflicht vernachlässigte, herumtrödelte und nur an seine eigene Zufriedenheit dachte. Die Kirche hatte mir eine so wichtige Arbeit anvertraut, doch ich hatte sie nie geschätzt noch ernst genommen. Ich sah sie als mein Kapital, mein Tauschmittel, um von der Kirche zu leben, ohne je zu leiden oder einen Preis zu zahlen oder darüber nachzudenken, wie ich meine Arbeit verbessern könnte. Ich habe nur das Nötigste getan. Mir war egal, wie langsam ich vorankam oder wie dringlich Gottes Wille war. Mir ging es darum, mich nicht zu verausgaben. Ich war nachlässig und unaufmerksam in meiner Pflicht, wollte mich nur durchmogeln und trödelte, wann immer ich konnte. Ich trug Gott nicht in meinem Herzen, und ich hatte keine Ehrfurcht vor Ihm. Mit so einer lässigen Einstellung zu meiner Pflicht, war ich da nicht minderwertiger als ein Hund? Hunde sind ihren Besitzern gegenüber loyal. Ob ihr Besitzer neben ihnen steht oder nicht, sie erfüllen ihre Pflichten und bewachen das Haus ihres Besitzers. So wie ich mich verhielt, war ich nicht würdig, diese Pflicht weiterhin zu erfüllen. Ich schwor mir, dass ich von nun an Buße tun und meine Schuld wiedergutmachen würde.

Dann las ich in meinen Andachten eine Passage aus Gottes Worten, die mir einen Weg aufzeigte, wie ich meine Pflicht in Zukunft erfüllen sollte. Gottes Worte sagen: „Was dachte Noah in seinem Herzen, sobald Gott Seine Anweisung geäußert hatte, eine Arche zu bauen? Er dachte: ‚Von heute an zählt nichts so sehr wie der Bau der Arche, nichts ist so wichtig und dringend wie das. Ich hörte die Worte aus dem Herzen des Schöpfers, und ich fühlte Seinen eindringlichen Willen, also darf ich nicht zögern; ich muss in aller Eile die Arche bauen, von der Gott sprach und um die Er bat.‘ Was war Noahs Haltung? Noahs Haltung war, dass er es nicht wagte, nachlässig zu sein. Und in welcher Art und Weise verwirklichte er die Arche? Ohne Verzögerung. Er führte die Arbeit aus und verwirklichte jedes besprochene und von Gott befohlene Detail mit aller Eile und ganzer Energie, ohne dabei jemals nachlässig oder oberflächlich zu sein. Kurz gesagt, war Noah, konfrontiert mit den Anweisungen des Schöpfers, gehorsam. Er nahm keine lockere Haltung ein, es war kein Widerstand in seinem Herzen, es war ihm nicht gleichgültig. Stattdessen versuchte er eifrig, den Willen des Schöpfers zu verstehen, während er jedes Detail aufschrieb. Als er Gottes eindringlichen Willen verstand, beschloss er, schneller zu arbeiten, in aller Eile zu Ende zu bringen, womit Gott ihn betraut hatte. Was bedeutet das, ‚in aller Eile‘? Es bedeutet, manuelle Arbeit, die zuvor einen Monat gedauert hätte, schnellstmöglich zu Ende zu bringen, sie vielleicht drei oder fünf Tage früher als vorgesehen zu beenden, ohne zu trödeln oder sie aufzuschieben, sondern das ganze Projekt so gut wie möglich voranzutreiben. Natürlich war er bei der Ausführung jeder Arbeit nach Kräften bemüht, Verluste und Fehler gering zu halten und keine Arbeit so auszuführen, dass sie wiederholt werden musste; er erledigte auch jede Aufgabe und jedes Projekt termingerecht und gut, um ihre Qualität zu gewährleisten. Dies war ein wahrer Ausdruck dafür, dass man nichts verschleppt. Was war also die Voraussetzung dafür, dass er nichts verschleppte? (Er hatte Gottes Gebot gehört.) Ja, das waren die Voraussetzung und die Umstände für seine Leistung. Warum war Noah also in der Lage, nichts zu verschleppen? Manche Menschen sagen, Noah besaß wahren Gehorsam. Was also besaß er, das ihm erlaubte, solch wahrhaften Gehorsam zu erreichen? (Er beachtete Gottes Willen.) Das ist richtig! Das bedeutet es, ein Herz zu haben! Menschen, die ein Herz haben, sind in der Lage, Gottes Willen zu beachten; jene, die kein Herz haben, sind leere Hüllen, Kasper, sie wissen nicht auf Gottes Willen zu achten: ‚Es ist mir egal, wie dringend das für Gott ist, ich werde tun, was ich will – jedenfalls bin ich nicht untätig oder faul.‘ Diese Art von Einstellung, diese Art von Negativität, das völlige Fehlen von Proaktivität – das ist nicht jemand, der auf Gottes Willen bedacht ist, und derjenige versteht auch nicht, wie man auf Gottes Willen bedacht sein kann. Sind solche Menschen dann im Besitz des wahren Glaubens? Definitiv nicht. Noah hatte Gottes Willen im Sinn, er hatte einen wahren Glauben und konnte so Gottes Auftrag erfüllen. Es reicht also nicht aus, Gottes Auftrag einfach anzunehmen und bereit zu sein, sich zu bemühen. Man muss auch auf Gottes Willen bedacht sein, sein Bestes geben und treu ergeben sein – dazu braucht man ein Gewissen und einen Verstand; das ist es, was die Menschen haben sollten, und was bei Noah vorhanden war(Das Wort, Bd. 4, Die Antichristen entlarven: Exkurs 3: Wie Noah und Abraham auf Gottes Worte hörten und Ihm gehorchten (Teil 2)). Durch Gottes Worte erkannte ich, dass Noah Gottes Anerkennung gewann, weil er wahren Glauben an Gott hatte und Seinen Willen bedachte. Als er Gottes Auftrag erhielt, machte er den Bau der Arche zu seiner Priorität. Er dachte weder an sein körperliches Leiden noch daran, wie schwer es sein würde. In jener vorindustriellen Zeit muss der Bau einer so riesigen Arche enorme körperliche und geistige Anstrengungen erfordert haben, und er musste den Spott der anderen aushalten. Unter diesen Umständen blieb Noah 120 Jahre lang stark, um Gottes Auftrag zu erfüllen, und tröstete damit letztendlich Gottes Herz. Noah hat sich wahrlich Gott hingegeben und sich Gottes Vertrauen verdient. Doch was mich betraf, wenn mich niemand antrieb oder mich beaufsichtigte, nutzte ich die Gelegenheit, faul und durchtrieben zu sein, mich nach fleischlicher Bequemlichkeit zu sehnen und bei meiner Arbeit zu trödeln, ohne je darüber nachzudenken, wie sehr ich alles aufhielt. Mir fehlte wirklich jegliche Menschlichkeit, und ich war Gottes Rettung nicht würdig. Nun wusste ich, dass wir eine Pflicht so erfüllen sollen, wie Noah die Arche baute, dass man wirklich etwas tun musste. Um voranzukommen und effizienter zu arbeiten, muss ich jede Sekunde nutzen. Auch wenn mich niemand antreibt oder kontrolliert, muss ich verantwortlich sein und alles tun, was in meinen Kräften steht. Nur auf diese Weise kann man ein Mensch mit Gewissen und Menschlichkeit sein.

Danach fing ich an, meine Zeit zu planen. Wenn ich nicht an Entwürfen arbeitete, nutzte ich meine freie Zeit, um bei anderen Pflichten auszuhelfen, und ich hatte immer ein wachsames Auge auf meinen eigenen Zustand. Meine Tage waren wirklich voll gepackt, aber ich war mit mir im Reinen und meiner Pflicht mehr verschrieben als vorher. Manchmal, wenn ein Auftrag fast fertig war und ich den Drang verspürte, faul zu sein, oder wenn die Entwurfsarbeit verzögert wurde, weil ich schlecht geplant hatte, wollte ich nachsichtig mit mir selbst sein. Ich dachte, da ich kein Mitglied des Teams war und niemand mich antrieb und ich außerdem woanders aushalf, war es durchaus gerechtfertigt, bei den Entwürfen etwas langsamer zu sein. Bei dem Gedanken wurde mir klar, dass ich mich nicht im richtigen Zustand befand, und ich suchte eilig nach der Wahrheit, um ihn zu berichtigen. Ich las Folgendes in Gottes Worten: „Wenn die Menschen ihrer Pflicht nachkommen, dann tun sie eigentlich das, was sie tun sollten. Wenn du es vor Gott tust, wenn du deiner Pflicht nachkommst und dich Gott mit einer ehrlichen Haltung und mit dem Herzen unterwirfst, wird diese Haltung dann nicht viel richtiger sein? Wie also solltest du diese Haltung auf deinen Alltag übertragen? Du musst ‚Gott mit Herz und Ehrlichkeitanbeten‘ zu deiner Realität machen. Immer wenn du lustlos und halbherzig bei der Sache sein willst, immer wenn du dich aalglatt aufführen und faul sein willst, und immer wenn du abgelenkt wirst oder dich lieber amüsieren würdest, solltest du gründlich darüber nachdenken: ‚Wenn ich mich so verhalte, bin ich dann vertrauenswürdig? Erfülle ich meine Pflicht mit ganzem Herzen? Bin ich nicht loyal, wenn ich das tue? Werde ich durch ein solches Verhalten dem Auftrag gerecht, den Gott mir anvertraut hat?‘ Auf diese Weise solltest du über dich selbst nachdenken. Wenn du begreifen kannst, dass du deine Pflicht immer nachlässig und oberflächlich erledigst, treulos bist und Gott gekränkt hast, was solltest du dann tun? Du solltest sagen: ‚Ich habe in dem Moment gespürt, dass etwas falsch war, habe es aber nicht als Problem angesehen; ich habe es einfach leichtsinnig unter den Teppich gekehrt. Ich habe erst jetzt realisiert, dass ich wirklich nachlässig und oberflächlich gewesen und meiner Verantwortung nicht gerecht geworden bin. Ich besitze wirklich kein Gewissen und keine Vernunft!‘ Du hast das Problem entdeckt und ein wenig über dich selbst erfahren – jetzt musst du also umkehren! Deine Einstellung zur Ausübung deiner Pflicht war falsch. Du warst nachlässig damit, wie bei einer Nebenbeschäftigung, und du bist nicht mit dem Herzen dabei gewesen. Falls du wieder so nachlässig und oberflächlich bist, musst du zu Gott beten und Ihn dich maßregeln und züchtigen lassen. So einen Willen muss man bei der Ausübung seiner Pflicht haben. Erst dann kann man wahrhaft Buße tun. Man kehrt nur um, wenn das eigene Gewissen rein ist und sich die Einstellung zur Ausübung der eigenen Pflicht gewandelt hat(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wenn man Gottes Worte regelmäßig liest und über die Wahrheit nachsinnt, gibt es einen Weg nach vorn). Das Lesen von Gottes Worten brachte mir mehr Klarheit über einen Weg der Praxis. Eine Pflicht ist Gottes Auftrag an uns. Ob uns nun jemand beaufsichtigt oder nicht, wir sollten Gottes prüfenden Blick akzeptieren und unser Bestes geben. Immer jemanden zu brauchen, der mich zum Arbeiten antreibt, zeugt von einem Mangel an Hingabe, und selbst andere finden das schändlich. So konnte ich nicht weitermachen, doch ich hatte keine Ehrfurcht vor Gott und habe Seinen prüfenden Blick nicht akzeptiert. Ich sollte aktiv meine Pflicht erfüllen, ohne dass mich andere anspornen müssen. Wenn es in meinen beiden Pflichten hektisch zuging und ich einen Preis zahlen musste, machte ich mir vorher einen Zeitplan und gab mein absolut Bestes und versuchte, mich nicht einfach durchzuwursteln. Als ich anfing, die Dinge so anzugehen, sah ich nach einer Weile einige Ergebnisse in meiner Pflicht. Ich musste mich mehr anstrengen als vorher, und es kostete mich einiges an Kraft, doch ich fühlte mich überhaupt nicht müde – ich war voller Ruhe und Frieden. Wenn ich in meiner Pflicht auf Probleme stieß, machte ich durch das Suchen nach der Wahrheit unerwartete Fortschritte in meinen Arbeitsfähigkeiten und in meinem Lebenseintritt.

Eines Tages im Juni 2021 kam der Leiter zu mir und sagte mir, dass ich wieder zur Entwurfsarbeit eingeteilt werden würde. Ich war so aufgeregt, dass ich gar nicht wusste, was ich sagen sollte, und dankte Gott von ganzem Herzen. Diese Veränderung in meiner Pflicht zeigte mir, wie faul, selbstsüchtig und niederträchtig ich war, und ich habe mich wirklich gehasst und erlangte etwas Ehrfurcht vor Gott. Manchmal fühle ich mich immer noch faul, doch dann bete ich zu Gott und bitte Ihn, über mein Herz zu wachen und mich sofort bloßzustellen, zurechtzuweisen und zu disziplinieren, sobald ich oberflächlich war oder mich durchtrieben oder gerissen verhielt. Seit ich so praktiziere, bin ich viel seltener schlitzohrig und betrügerisch und erziele bessere Ergebnisse in meiner Pflicht. Das ist zwar etwas anstrengender, doch für mich wirklich erfüllend. Etwas später sagte der Leiter, ich würde meine Pflicht viel besser erledigen als früher. Das zu hören war sehr bewegend und auch motivierend. Mir war bewusst, dass ich immer noch nicht genug tat und mich weiterhin anstrengen musste. Ich danke Gott, dass er mich gezüchtigt hat und mir so half, meine Einstellung zu meiner Pflicht zu ändern.

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