Ist die Ansicht „Die Eltern haben immer recht“ korrekt?

Aug. 24, 2026

Von Anxin, China

Meine Mutter hat viel auf sich genommen, um meinen jüngeren Bruder und mich großzuziehen. Sie sagte oft, solange mein Bruder und ich ein gutes Leben hätten, sei jede Mühsal es wert. Ich war überzeugt, dass meine Mutter der Mensch war, der mich auf der Welt am meisten liebte, und dass alles, was sie tat, nur zu meinem Besten war. Als ich älter wurde, wurde meine Heirat zum wichtigsten Anliegen meiner Eltern. Als ich dreiundzwanzig war, lag mir meine Mutter oft in den Ohren und sagte: „Du bist jetzt erwachsen. Es wird Zeit, einen passenden Partner zu finden. Wenn du noch länger wartest, sind alle guten Männer vergeben.“ Ich fand, die Ehe sei eine lebenslange Verpflichtung, an die man mit Bedacht herangehen sollte; ich wollte nicht einfach so heiraten. Außerdem war ich damals noch gar nicht so alt, also vertröstete ich sie und sagte: „Das eilt nicht. Ich gehe erst eine Beziehung ein, wenn ich den Richtigen gefunden habe.“ In genau diesem Jahr nahm ich das Werk der letzten Tage des Allmächtigen Gottes an. Durch das Lesen von Gottes Worten fand ich heraus, dass dies die letzte Phase von Gottes Werk zur Errettung der Menschheit ist und eine unglaublich seltene Gelegenheit, von Gott perfektioniert zu werden. Ich musste dringend meine Pflicht tun und ernsthaft nach der Wahrheit streben. Zu einer Zeit wie dieser zu heiraten, könnte leicht meine Chance auf Errettung ruinieren. Deshalb wurde ich beim Thema Heiraten noch vorsichtiger und schob die Partnersuche immer weiter auf. Meine Mutter war sehr besorgt. Wann immer mich jemand mit einem Mann verkuppeln wollte, drängte sie mich, mich mit ihm zu treffen. Ich hasste es. Es fühlte sich an, als wollte sie mich verkaufen, als wäre ich eine Ware. Zudem bin ich ziemlich introvertiert und verabscheute diese Art der Partnersuche, daher wollte ich wirklich nicht zu diesen arrangierten Treffen gehen. Aber wenn mich meine Mutter drängte, zu heiraten, fühlte ich mich hilflos. Sie hatte viel gelitten, um meinen Bruder und mich großzuziehen, und sie erzählte uns oft, wie schwer es gewesen war. Wegen der Sprichwörter „Elternliebe ist lobenswert“ und „Die Eltern haben immer recht“ hatte ich einfach das Gefühl, dass alles, was sie tat, zu meinem Besten war. Um sie nicht zu verletzen, gehorchte ich ihr und ging zu den Treffen, die sie arrangierte, egal wie sehr es mir widerstrebte. Aber ich wusste, dass dies eine kritische Zeit in Gottes Werk ist und dass Partnersuche und Ehe meinem Glauben an Gott im Weg stehen würden. Also ging ich meistens zu diesen arrangierten Treffen und suchte danach eine Ausrede und sagte, wir würden nicht zueinander passen. So wimmelte ich das dann ab. 2013 dann, als ich fünfundzwanzig war, lernte ich bei einem Blind Date einen Mann kennen, der genau mein Typ war. Er war bodenständig und gut zu seinen Eltern, und meine Mutter mochte ihn sehr. Ich dachte bei mir: „Ich kann ja versuchen, mich mit ihm zu treffen. Ich predige ihm das Evangelium, und dann können wir gemeinsam an Gott glauben.“ Ich sprach dreimal mit ihm über den Glauben an Gott, aber er hörte nur halbherzig zu und sagte lächelnd: „An Gott zu glauben, ist eine gute Sache. Ich werde dich nicht davon abhalten.“ Ich war so enttäuscht, und es ließ mich befürchten, dass er mir, wenn wir wirklich zusammenkämen, mit demselben Widerstand und derselben Verfolgung begegnen könnte, die andere Schwestern durch ihre Ehemänner erlebten. Wir trafen uns über vier Monate lang, und je mehr Zeit wir miteinander verbrachten, desto mehr mochte ich ihn. Ich dachte: „Wir sind erst seit ein paar Monaten zusammen, aber ich kann schon jetzt an nichts anderes mehr denken. Ich kann meine Pflicht nicht gut tun, bei Versammlungen spule ich nur mein Programm ab, und beim Lesen von Gottes Worten bin ich nicht mit ganzem Herzen bei der Sache. Wenn wir wirklich heiraten, werde ich dann nicht jeden Tag von diesen trivialen Familienangelegenheiten in Beschlag genommen, sodass ich mich nicht mehr voll und ganz auf meine Pflicht konzentrieren kann? Ich darf mich nicht einfach blind in eine Ehe stürzen.“ Doch meine Eltern wollten, dass wir schon vier Monate später heirateten. Ich hatte furchtbare Angst, dass die Ehe meine Chance, in meinem Glauben an Gott errettet zu werden, wahrhaft ruinieren würde. Aber ich brachte es nicht übers Herz, mich von ihm zu trennen. Es kam so selten vor, dass ich jemanden fand, den ich mochte, und ich wollte ihn nicht aufgeben. Außerdem mochten ihn meine Eltern und meine Großmutter. Wenn ich ihn nicht heiraten würde, wären meine Eltern maßlos enttäuscht und würden sich weiterhin Sorgen um meine Verheiratung machen. In meinem Herzen tobte ein ständiger Kampf, und ich wusste nicht, was ich tun sollte. In meinem Schmerz betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu führen, damit ich die richtige Wahl traf. Später las ich diese Worte des Herrn Jesus: „Weh den Schwangeren und den Stillenden!(Matthäus 24,19). Ich las auch diese Worte des Allmächtigen Gottes: „Manche Menschen werden von ihren Familien unterdrückt, so dass sie nicht an Gott glauben können, ohne zu heiraten. Somit ist ihnen die Ehe eigentlich hilfreich. Anderen bringt die Ehe keine Vorteile, sondern kostet sie, was sie einst hatten. Dein eigener Fall muss von deinen tatsächlichen Umständen und deiner eigenen Entschlossenheit bestimmt werden. Ich bin nicht hier, um Regeln und Bestimmungen zu erfinden, um damit Forderungen an euch zu stellen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Praxis (7)). Durch Gottes Worte verstand ich, dass es etwas Wertvolles ist, die Ehe um der Wahrheit willen aufzugeben. Dadurch hätte ich mehr Zeit und Energie, um meine Pflicht zu tun und nach der Wahrheit zu streben. Wenn ich durch die Ehe die Chance verpasste, meine Pflicht zu tun, und es letztlich versäumte, die Wahrheit zu erlangen oder errettet zu werden, hätte ich weit mehr verloren als gewonnen. Die großen Katastrophen hatten bereits begonnen, und es blieb nicht mehr viel Zeit. Ich musste diese Zeit nutzen, um mich mit der Wahrheit auszurüsten. In jenem Moment war ich nicht verheiratet und hatte keine familiären Verstrickungen, also konnte ich meine Pflicht in Vollzeit tun. Wenn ich heiraten würde, säße ich definitiv den ganzen Tag zu Hause fest. Ich bin auch ein Mensch, der sehr von seinen Gefühlen geleitet wird; wenn ich in der Zukunft wirklich eine Familie gründen würde, würde ich wegen meiner Gefühle definitiv meine Pflicht vernachlässigen, und das würde meine Chance auf Errettung ruinieren. Nachdem ich lange darüber nachgedacht hatte, beschloss ich schließlich, mich von ihm zu trennen. Als meine Mutter das herausfand, war sie besorgt und wütend. Sie versuchte, es mir auszureden, und sagte: „Dein Vater und ich werden alt, und meine Gesundheit ist nicht gut. Wir können uns nicht ewig um dich kümmern! Wir kennen diese Familie in- und auswendig. Wenn du bald heiratest, können dein Vater und ich diese emotionale Last endlich ablegen.“ Meine Mutter so reden zu hören, machte mich wirklich traurig. Meine Eltern machten sich jeden Tag so viele Sorgen um meine Heirat, dass es zu einer emotionalen Belastung geworden war. Sie hatten in der Zeit, in der sie mich großzogen, schon so viele Sorgen durchgemacht. Anstatt ihre Last zu teilen und den Druck auf sie zu mindern, wurde ich zu ihrer größten Bürde. Ich war voller Selbstvorwürfe, als wäre ich absolut keine pflichtbewusste Tochter. Dieser Mann war zwar mein Typ, aber er hatte kein Interesse daran, an Gott zu glauben. Wir hatten unterschiedliche Ansichten und befanden uns auf verschiedenen Wegen. Wir würden nicht glücklich zusammenleben. Und in den paar Monaten, in denen wir uns trafen, spürte ich nicht die Freude einer Beziehung, sondern vielmehr ständige geistliche Qualen. Ich war immer besorgt, dass meine Familie nach der Heirat zu einer Verstrickung und einem Hindernis werden würde, was mich in meinem Streben nach der Wahrheit zurückhalten und meine Chance auf Errettung ruinieren würde. Als ich daran dachte, festigte sich mein Entschluss, und ich entschied mich, mit ihm Schluss zu machen. Danach änderte sich die Haltung meiner Mutter mir gegenüber. Manchmal verlor sie die Beherrschung und schrie mich wütend an: „Wer glaubt denn so ernsthaft an Gott? Was ein Mädchen wirklich tun sollte, ist, in eine gute Familie einzuheiraten und sich um alle zu kümmern, ob jung oder alt!“ Manchmal sagte sie auch fiese Dinge, um mich zu provozieren. Ich war sehr traurig, aber ich machte ihr keinen Vorwurf. Wie das Sprichwort sagt: „Die Eltern haben immer recht.“ Ich hatte das Gefühl, dass, egal was sie tat, es nur zu meinem Besten war. Schließlich heißt es: „Je tiefer die Liebe, desto härter der Tadel.“ Sie machte sich nur Sorgen um meine Heirat, und sie schrie mich an, weil sie so um mich besorgt war. Also ertrug ich es einfach schweigend.

Zum chinesischen Neujahrsfest und an anderen Feiertagen sahen meine Eltern, wie die Töchter anderer Familien ihre Eltern glücklich mit ihren Ehemännern und Kindern besuchten, während ich immer allein nach Hause kam. Sie sahen dann so besorgt aus und seufzten ständig. Jedes Mal versuchte meine Mutter, mir ins Gewissen zu reden, und sagte: „Sieh dir doch mal die Soundso an. Sie ist verheiratet und ihre Schwiegereltern behandeln sie so gut. Wie wunderbar wäre es, wenn du in eine gute Familie einheiraten würdest, wo sich mehr Leute um dich kümmern. Dann könnten dein Vater und ich endlich beruhigt sein. Wenn du dich nicht beeilst und das ernst nimmst, was willst du denn tun, wenn du später keinen guten Mann findest? Ich bin deine Mutter. Würde ich dir denn jemals schaden wollen? Ich tue das doch nur zu deinem Besten.“ Wenn ich sah, wie meine Eltern den ganzen Tag so ängstlich und besorgt waren und wegen meiner Heirat ständig vor Kummer seufzten, fühlte ich mich furchtbar und war voller Schuldgefühle. Ich war schon erwachsen, aber ich bereitete ihnen immer noch so viele Sorgen. Ich war überhaupt keine pflichtbewusste Tochter! Später erlebte ich etwas, das mich erkennen ließ, dass die angebliche „Güte“ meiner Eltern mir gegenüber in Wirklichkeit gar keine Güte war.

Eines Tages im Jahr 2017 fiel mein Vater von einer Leiter und verletzte sich am Rücken. Als ich an diesem Abend nach Hause kam, sagte meine Mutter wütend zu mir: „Weißt du, warum dein Vater gefallen ist? Weil er sich so viele Sorgen um dich macht! Er macht sich so viele Sorgen, dass er nicht schlafen oder essen kann, und seine Haare werden schon weiß vor lauter Sorge. Diese ganze Familie ist krank vor Sorge wegen deiner Heirat. Wie kannst du nur so egoistisch sein? Du denkst nur an dich selbst und hast keine Ahnung, was es heißt, Eltern zu sein!“ Als ich sie das sagen hörte, fühlte ich mich zutiefst schuldig. Meine Mutter sah, wie ich schweigend den Kopf hängen ließ, und fuhr fort: „Ist dir das nicht klar? Weil du nicht verheiratet bist, können dein Vater und ich uns vor anderen kaum noch blicken lassen. Die Nachbarn reden alle darüber, dass du dreißig bist und immer noch nicht verheiratet. Du hast so viel Schande über deinen Vater und mich gebracht!“ Als ich meine Mutter das sagen hörte, war ich wirklich schockiert und verletzt. Ich verstand es nicht. Ich hatte bloß nicht geheiratet; es war ja nicht so, als hätte ich etwas Schändliches getan. Wieso sollte das ein Grund sein, dass sie sich nicht mehr blicken lassen könnten? Also fragte ich sie: „Inwiefern bringt es denn Schande über euch, dass ich nicht verheiratet bin? Ich habe nichts Schlimmes getan. Ist es nicht besser, unverheiratet zu sein, als ein Mensch, der einfach mit irgendwem anbandelt? Die Ehe ist fürs Leben. Ich kann nicht einfach irgendjemanden heiraten, nur damit ihr nicht euer Gesicht verliert! Außerdem, wenn ich heiraten würde und es nicht funktioniert und ich mich scheiden lasse, würde euch das nicht noch mehr Schande einbringen?“ In einem herablassenden, sarkastischen Ton sagte meine Mutter: „Na und, was ist schon dabei, wenn du dich scheiden lässt? Du suchst dir einfach jemand anderen! Heutzutage macht das doch jeder. Einen Mann finden zu können, das ist eine echte Kunst! Sieh dir deine Cousine an. Sie war gerade mal sechs Monate geschieden und hatte schon jemand Neues gefunden. Das nenne ich mal fähig! Und was hast du? Du müsstest schon froh sein, wenn dich überhaupt ein Krüppel noch nehmen würde.“ Die Worte meiner Mutter trafen mich tief ins Herz. Ich konnte nicht fassen, dass meine eigene Mutter so etwas sagen konnte. Plötzlich kam sie mir wie eine völlig Fremde vor. Ich ging zurück auf mein Zimmer und weinte mir die Augen aus. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass die Mutter, die mich immer so liebevoll umsorgt hatte, so etwas Herzloses sagen könnte. Tat sie das wirklich zu meinem Besten? War das wahre Liebe? In meinem Schmerz betete ich zu Gott: „O Gott, ich weiß, dass ohne solche verletzenden Worte mein Herz niemals wirklich so schmerzhaft wachgerüttelt worden wäre. Aber ich habe immer noch das Gefühl, dass meine Mutter diejenige ist, die mich am besten behandelt. Gott, ich weiß nicht, wie ich diese Situation erfahren soll. Bitte erleuchte und führe mich, damit ich Deine Absichten verstehen kann.“

Später dachte ich an Gottes Worte: „Warum ehren Kinder ihre Eltern? Warum sind Eltern in ihre Kinder vernarrt? Welche Absicht hegen alle Menschen? Ist es nicht ihre Absicht, ihre eigenen Pläne und egoistischen Begierden zu erfüllen? Ist es wirklich ihre Absicht, im Sinne von Gottes Führungsplan zu handeln? Ist es ihre Absicht, im Sinne von Gottes Werk zu handeln? Ist es ihre Absicht, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). „Wer trägt die größte Last für sein Leben? (Gott.) Es ist Gott allein, der die Menschen am meisten liebt. Lieben die Eltern und Verwandten der Leute sie denn wirklich? Ist die Liebe, die sie geben, wahre Liebe? Kann sie die Menschen aus dem Einfluss Satans erretten? Nein, das kann sie nicht. Die Menschen sind empfindungslos und stumpfsinnig, können diese Dinge nicht klar erkennen und sagen immer: ‚Ich kann einfach nicht spüren, wie Gott mich liebt. Meine Mutter und mein Vater lieben mich jedenfalls am meisten. Sie bezahlen mein Studium und lassen mich technische Fertigkeiten lernen, damit ich etwas aus mir machen kann, wenn ich erwachsen bin, damit ich andere übertreffen und ein Star, eine Berühmtheit werden kann. Meine Eltern geben so viel Geld aus, um mich zu fördern und mich bei meiner Schulbildung zu unterstützen, und sie knausern und sparen beim Essen. Ist das nicht eine enorme Liebe? Ich kann ihnen das niemals vergelten!‘ Glaubt ihr, dass das Liebe ist? Welche Folgen hat es, wenn dich deine Eltern dazu antreiben, dass du andere übertriffst, zu einer Berühmtheit dort draußen in der Welt wirst, einen guten Job hast und dich in die Welt einfügst? Sie bringen dich unnachgiebig dazu, zu versuchen, andere zu übertreffen, deiner Familie Ehre zu verschaffen und dich in die bösen Trends der Welt zu integrieren. Dadurch gerätst du in den Strudel der Sünde, erleidest Verdammnis, gehst zugrunde und wirst von Satan verschlungen. Ist das Liebe? Das ist keine Liebe zu dir, das schadet dir, ruiniert dich. Wenn du eines Tages so tief sinkst, dass du den Punkt überschreitest, an dem du nicht umkehren kannst, so tief, dass du nicht fähig bist, dich selbst zu befreien, und du in die Hölle hinabsteigst, wirst du erst dann erkennen: ‚Oh, elterliche Liebe ist Liebe des Fleisches, und sie ist nicht förderlich für den Glauben an Gott oder das Gewinnen der Wahrheit – sie ist keine wahre Liebe!‘ Euch ist das vielleicht noch nicht klar geworden. Manche Menschen sagen: ‚Ich kann nicht spüren, auf welche Art Gott mich liebt. Ich denke immer noch, dass meine Mutter mich am meisten liebt. Sie steht mir in dieser Welt am nächsten. Es gibt einen Song mit dem Titel „Mama ist die Beste der Welt“. Das entspricht der Wirklichkeit; diese Aussage ist absolut wahr!‘ Eines Tages, wenn du wirklich Lebenseintritt hast und die Wahrheit gewonnen hast, wirst du sagen: ‚Meine Mutter ist nicht diejenige, die mich am meisten liebt, und mein Vater ist es auch nicht. Gott liebt mich am meisten, und Er ist mir der Liebste, denn Er hat mir das Leben geschenkt, und Er führt mich immerzu, versorgt mich und hat mich aus dem Einfluss Satans errettet. Gott allein ist es, der die Menschen mit Leben versorgt, der die Menschen führt und der über alle Dinge herrscht.‘ Nur wenn du die Wahrheit verstehst und die Wahrheit vollständig gewonnen hast, wirst du die volle Tragweite dieser Worte begreifen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um die Wahrheit zu erlangen, muss man Lektionen von den Menschen, Ereignissen und Dingen um sich herum lernen). Zuvor hatte ich diese beiden Passagen der Worte Gottes nicht wirklich akzeptieren können. Ich fand, dass meine Eltern die Menschen waren, die mich auf der Welt am meisten liebten, besonders meine Mutter, die so viel gelitten hatte, um meinen Bruder und mich großzuziehen. Als sie mich ausschimpfte, weil ich nicht heiratete, war das nicht das, was das Sprichwort „Je tiefer die Liebe, desto härter der Tadel“ meint? Ich dachte, meine Mutter wollte einfach nur, dass ich eine gute Familie fände und glücklich wäre, und dass sie die einzigen Menschen auf der Welt seien, die mich niemals hintergehen oder mir schaden würden. Aber als ich diese Worte Gottes noch einmal las, nachdem ich all das erlebt hatte, konnte ich sie endlich annehmen. Meine Mutter behauptete, es sei zu meinem Besten, wenn ich in eine gute Familie einheiratete und glücklich würde. Aber in Wirklichkeit dachte sie nur an ihren eigenen Stolz, damit die Leute nicht hinter ihrem Rücken über sie tratschten und sie sich vor anderen blicken lassen konnte. Deshalb wollte sie, dass ich schnell irgendjemanden heirate, der mich nehmen würde – und sagte sogar, ein Krüppel würde es auch tun. Sie dachte überhaupt nicht an mein Glück! Die Liebe meiner Mutter war nicht rein. Sie dachte nur an sich selbst und liebte mich gar nicht wirklich. Darüber hinaus wollte sie unbedingt, dass ich heiratete, damit sie die Ehe als Falle nutzen konnte, um mich dazu zu bringen, ein Leben zu führen, in dem ich mich um meinen Mann kümmerte und zu Hause Kinder großzog, und um mich davon abzuhalten, an Gott zu glauben und meine Pflicht zu tun. Endlich sah ich, dass meine Mutter nicht wirklich meine Interessen im Sinn hatte; sie versuchte, mich von Gott wegzuführen und mich in die Höhle Satans zu zerren! Hätte ich wirklich auf sie gehört, wäre mein Fleisch befriedigt worden, aber ich hätte weniger Zeit und Energie gehabt, um meine Pflicht zu tun und nach der Wahrheit zu streben. Letzten Endes hätte ich meine Chance auf Errettung ruiniert. Die Auffassung von der Ehe, die meine Mutter mir vermittelt hatte, war falsch. Es hätte nur dazu geführt, dass ich die Ehe nicht respektiert und Heirat und Scheidung wie ein Spiel behandelt hätte. Sie konnte mir nicht den richtigen Lebensweg weisen. Es war die von Gott ausgedrückte Wahrheit, die mir das richtige Streben für mein Leben aufzeigte. Zum Beispiel lehrt uns Gott, dass wir die Ehe respektieren und keine Unzucht begehen sollen; dies ist eine Äußerungsform normaler Menschlichkeit. Außerdem ist die Erfüllung der Pflicht eines geschaffenen Wesens die sinnvollste Art zu leben, und nur wenn wir nach der Wahrheit und nach einer Änderung unserer Disposition streben, können wir errettet werden und überleben. Durch Gottes Worte sah ich klar, dass die Liebe meiner Mutter zu mir keine wahre Liebe war. Gott ist derjenige, der mich am meisten liebt.

Ich hatte meine Eltern immer als die Menschen betrachtet, die mir am nächsten standen. Ich hatte nie unterschieden, welche ihrer Handlungen richtig und welche falsch waren, und ich wusste nicht, wie ich mit ihnen richtig umgehen sollte. Erst als ich Gottes Worte las, erlangte ich ein gewisses Unterscheidungsvermögen über sie. Der Allmächtige Gott sagt: „Eines Tages, wenn du etwas von der Wahrheit verstehst, wirst du nicht mehr denken, dass deine Mutter der beste Mensch ist, oder dass deine Eltern die besten Menschen sind. Du wirst erkennen, dass auch sie Mitglieder der verdorbenen Menschheit sind und dass ihre verdorbenen Dispositionen alle gleich sind, dass alles, was sie unterscheidet, die Blutsverwandtschaft zwischen euch ist, und dass sie, wenn sie nicht an Gott glauben, genauso sind wie die Nichtgläubigen. Du wirst sie nicht mehr aus der Perspektive eines Familienmitglieds oder aus der Perspektive einer fleischlichen Beziehung betrachten, sondern aus der Sicht der Wahrheit. Auf welche Hauptaspekte solltest du achten? Du solltest ihre Ansichten über den Glauben an Gott betrachten, ihre Ansichten über die Welt, ihre Ansichten, wenn sie mit Angelegenheiten umgehen, und vor allem ihre Haltung gegenüber Gott. Wenn du diese Aspekte korrekt betrachtest, wirst du klar erkennen können, ob sie gute oder schlechte Menschen sind. Eines Tages wirst du möglicherweise klar erkennen, dass sie, genau wie du, Menschen mit verdorbenen Dispositionen sind und dass sie nicht die gutmütigen Menschen sind, die du dir vorgestellt hast und die dich wirklich lieben – und sie sind keineswegs in der Lage, dich zur Wahrheit oder auf den richtigen Weg im Leben zu führen. Du wirst möglicherweise klar erkennen, dass das, was sie für dich getan haben, dir nicht sehr nützlich ist und dir auch nicht dabei hilft, dem richtigen Weg im Leben zu folgen. Du wirst vielleicht auch feststellen, dass viele ihrer Handlungen und Ansichten der Wahrheit zuwiderlaufen, fleischlich sind und in dir Verachtung, Abneigung und Abscheu hervorrufen. Wenn du diese Dinge erkennst, wirst du deine Eltern in deinem Herzen richtig behandeln können und sie weder weiterhin vermissen noch dich um sie sorgen noch das Gefühl haben, ohne sie nicht leben zu können – sie haben ihre Mission als Eltern erfüllt. Du wirst sie nicht länger als die Menschen behandeln, die dir am nächsten stehen, oder sie vergöttern. Stattdessen wirst du sie wie gewöhnliche Menschen behandeln, und zu diesem Zeitpunkt wirst du dich vollkommen von den Fesseln deiner Zuneigung befreien und Zuneigung und familiäre Liebe wirklich hinter dir lassen. Sobald du Zuneigung und familiäre Liebe hinter dir gelassen hast, wirst du erkennen, dass diese Dinge es nicht wert sind, geschätzt zu werden. An diesem Punkt wirst du erkennen, dass Verwandte, Familie und fleischliche Beziehungen Stolpersteine auf dem Weg des Verstehens der Wahrheit und der Befreiung von Zuneigung sind. Du wirst erkennen, dass du aufgrund dieser familiären Beziehung, dieser fleischlichen Beziehung, die du zu deinen Eltern hast und die dich lähmt und dich in die Irre führt – dass du aufgrund dieser Beziehung glaubst, dass sie dir am nächsten stehen, sich besser um dich kümmern als jeder andere und dich am meisten lieben, und dir die Fähigkeit genommen wird, klar zu erkennen, ob sie gute oder schlechte Menschen sind. Wenn du Zuneigung erst einmal wirklich hinter dir gelassen hast, wirst du sie dann immer noch von ganzem Herzen vermissen, ständig an sie denken und dich so um sie sorgen, wie du es jetzt tust, wenn du von Zeit zu Zeit an sie denkst? Das wirst du nicht. Du wirst nicht sagen: ‚Die Person, ohne die ich wirklich nicht sein kann, ist meine Mutter; sie ist es, die mich am meisten liebt, am meisten für mich da ist und sich am meisten um mich kümmert.‘ Wenn du einmal diese Ebene der Wahrnehmung erreicht hast, wirst du sie dann immer noch so sehr vermissen, dass du weinst? Nein. Dieses Problem wird gelöst sein(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur das Beseitigen der eigenen verdorbenen Dispositionen kann eine wahre Verwandlung herbeiführen). In der Vergangenheit behandelte ich meine Mutter immer als den Menschen, der mir am nächsten stand. Ich dachte, da sie meine Mutter war, sei alles, was sie tat, zu meinem Besten. Sie drängte mich immer dazu, zu arrangierten Dates zu gehen und zu heiraten. Obwohl ich es hasste und es mich abstieß, ging ich ihren Wünschen entsprechend trotzdem zu diesen arrangierten Treffen. Wenn ich sah, wie meine Eltern ständig wegen meiner Heirat besorgt und ängstlich waren, bekam ich Schuldgefühle, und ich machte mir Vorwürfe, keine pflichtbewusste und gehorsame Tochter zu sein. In Wahrheit hatte meine Mutter mir eine falsche Vorstellung von der Ehe eingeflößt, aber aufgrund unserer Blutsverwandtschaft hatte ich ihr gegenüber überhaupt kein Unterscheidungsvermögen. Gott lehrt uns, dass wir die Ehe respektieren und keine Unzucht begehen sollen, aber meine Mutter behandelte die Ehe wie ein Spiel. Sie sah es als ein Zeichen von Fähigkeit an, wenn man problemlos neue Partner finden konnte. Meine Cousinen zum Beispiel respektierten die Ehe nicht und behandelten sie wie ein Spiel; sie heirateten und ließen sich aus einer Laune heraus scheiden. Meine ältere Cousine war verheiratet, war aber gleichzeitig die Geliebte eines verheirateten Mannes und beging damit Unzucht. Meine Mutter empfand dies nicht als schändlich oder ehrenrührig; sie hielt es tatsächlich für ein Zeichen von wahrem Können. Ich war beim Thema Heiraten aber vorsichtig. Ich wollte mich nicht in eine Ehe stürzen und sie dann wieder lösen oder sorglos mit unterschiedlichen Männern ausgehen wie andere. Dafür warf mir meine Mutter vor, ich sei unfähig. Sie sagte, ich brächte ihnen dadurch, dass ich nicht heiratete, einen Gesichtsverlust ein, und dass sie sich dadurch nicht mehr vor anderen blicken lassen könnten. Meine Mutter hatte Ideen aus bösen Trends übernommen und konnte nicht mehr zwischen Richtig und Falsch unterscheiden; sie hatte Richtig und Falsch komplett auf den Kopf gestellt. Ihre Sicht der Dinge war völlig verdreht. Die ganze Zeit war ich durch unsere familiäre Bindung verblendet gewesen und dachte immer, dass alles, was meine Mutter tat, zu meinem Besten war. Aber in Wirklichkeit lebte sie nach den Überlebensgesetzen Satans, und sie konnte nicht anders, als sich von Satan täuschen und schädigen zu lassen. Wie hätte sie mich jemals auf den richtigen Lebensweg führen können? Erst da erlangte ich ein gewisses Unterscheidungsvermögen über meine Mutter und hörte auf, mir Vorwürfe zu machen, dass ich ihre Erwartungen nicht erfüllte.

2018 wurde ich wegen meines Glaubens an Gott von einem Judas verraten. Leute von der Nationalen Sicherheitsbrigade kamen zu mir nach Hause, um mich zu verhaften, aber da ich damals andernorts meine Pflicht tat, entging ich dem Unheil. Seitdem habe ich mich nicht mehr getraut, nach Hause zurückzukommen. Befreit vom Heiratsdruck meiner Eltern konnte ich mein Herz mehr meiner Pflicht widmen und verstand mehr von der Wahrheit als zuvor.

2024 hielt Gott über die abwegige und absurde Ansicht „Die Eltern haben immer recht“ Gemeinschaft und analysierte sie im Detail. Ich war sehr berührt, als ich das las. Der Allmächtige Gott sagt: „‚Die Eltern haben immer recht‘. Was also bedeutet dieser Spruch? Er bedeutet: Ganz gleich, ob das, was deine Eltern tun, richtig oder falsch ist – weil sie dich auf die Welt gebracht und großgezogen haben, ist für dich alles, was sie tun, richtig. Du kannst weder darüber urteilen, ob es richtig oder falsch ist, noch Einwände dagegen erheben, geschweige denn dich dem widersetzen. Das nennt man, den Eltern Ehre zu erweisen. Selbst wenn deine Eltern Unrecht getan haben und selbst wenn manche ihrer Ideen und Ansichten rückständig oder irrig sind oder die Art und Weise, dich zu erziehen, und die Ideen und Ansichten, die sie dabei verwenden, nicht richtig oder positiv sind, darfst du das nicht anzweifeln oder dem widersprechen, weil es dazu einen Spruch gibt: ‚Die Eltern haben immer recht‘. Was die Eltern betrifft, darfst du nie prüfen oder beurteilen, ob sie Recht oder Unrecht haben, weil, was die Kinder betrifft, deren Leben und alles, was sie besitzen, von ihren Eltern kommt und niemand über den Eltern steht. Wenn man also ein Gewissen hat, sollte man sie nicht kritisieren. Egal, wie sehr sie im Unrecht sind, wie fehlerhaft oder unvollkommen sie sind, sie sind immer noch deine Eltern. Sie sind die Menschen, die dir am nächsten stehen, die dich großgezogen haben und die dir das Leben gaben. Akzeptiert nicht jeder diesen Spruch? Und gerade weil diese Mentalität existiert, denken deine Eltern, sie könnten ohne jede Skrupel mit dir umgehen, verschiedene Methoden anwenden, um dich dahin zu bringen, alle möglichen Dinge zu tun, und dir verschiedene Ideen einimpfen. Aus ihrer Sicht denken sie: ‚Meine Motive sind richtig, es ist zu deinem eigenen Besten. Ich habe dir alles gegeben, was du hast. Du wurdest von mir zur Welt gebracht und großgezogen, also kann ich nicht Unrecht haben, egal, wie ich dich behandle, weil alles, was ich tue, zu deinem Besten ist und ich dir kein Leid antun oder dir schaden würde.‘ Ist es aus der Sicht von Kindern betrachtet richtig, dass ihre Haltung gegenüber den Eltern auf dem Spruch ‚Die Eltern haben immer recht‘ basieren sollte? (Nein, es ist falsch.) Es ist in der Tat falsch. … Wie sollten wir diese Angelegenheit auf der Grundlage der Wahrheit betrachten? Wie können wir es korrekt ausdrücken? Bekommen Kinder ihren Körper und ihr Leben von den Eltern? (Nein.) Der fleischliche Körper eines Menschen kommt durch die Eltern zur Welt, aber woher kommt die Fähigkeit der Eltern, Kinder zu bekommen? (Sie ist von Gott gegeben und kommt von Gott.) Was ist mit der Seele eines Menschen? Woher kommt sie? Sie kommt auch von Gott. Also werden die Menschen im Grunde von Gott geschaffen, und all dies wurde von Ihm vorherbestimmt. Gott war es, der vorherbestimmt hat, dass du in diese Familie hineingeboren wurdest. Gott hat eine Seele zu dieser Familie geschickt, und dann wurdest du in diese Familie hineingeboren, und du hast die vorherbestimmte Beziehung zu deinen Eltern – dies wurde von Gott vorherbestimmt. Nur aufgrund von Gottes Souveränität und Vorherbestimmung haben deine Eltern dich bekommen und bist du in diese Familie hineingeboren worden. So betrachten wir es von der Wurzel her(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (13)). „Da jeder in dieser bösen Menschheit lebt, wachsen alle in einer Umgebung auf, in der sie die Traditionen ihrer Familien, die staatliche Bildung und die soziale Prägung annehmen. Was die Menschen in sich aufnehmen, sind all die verschiedenen Ideen und Ansichten, die aus der bösen Welt stammen und letztendlich allesamt verschiedene Häresien und Trugschlüsse Satans sind, die überhaupt nicht mit der Wahrheit übereinstimmen und in denen keine Wahrheit ist; mehr noch, die Menschen verstehen nicht, was die Wahrheit ist. So gesehen sind Eltern und ihre Kinder gleich und haben dieselben Ideen und Ansichten. Es ist nur so, dass Eltern diese Ideen und Ansichten zwanzig oder dreißig Jahre früher angenommen haben, während Kinder sie erst ein wenig später angenommen haben. Das heißt, bei gleichem gesellschaftlichen Hintergrund, haben – sofern du eine normale Person bist – sowohl du als auch deine Eltern dieselbe Verderbtheit von Satan, die Prägung durch das gesellschaftliche Klima und dieselben Ideen und Ansichten angenommen, die von den verschiedenen bösen Trends in der Gesellschaft stammen. Von diesem Standpunkt betrachtet sind Kinder vom selben Typ wie ihre Eltern. … Und weil Eltern ihre Kinder zur Welt bringen und großziehen und diesen besonderen Status innehaben, sollten Kinder ihre Eltern ehren und ihre Verpflichtungen ihnen gegenüber erfüllen. Dies ist die einzige Verantwortung, die Menschen gegenüber ihren Eltern haben. Doch da Eltern und Kinder gleichermaßen verdorbene Menschen sind, sind Eltern weder moralische Vorbilder für ihre Kinder, noch Beispiele oder Vorbilder für ihre Kinder bei deren Streben nach der Wahrheit, geschweige denn Vorbilder für ihre Kinder, wenn es darum geht, Gott anzubeten und sich Ihm zu unterwerfen. Natürlich verkörpern Eltern auch nicht die Wahrheit. Kinder sollten ihre Eltern nicht als moralische Vorbilder betrachten, und noch viel weniger haben sie irgendeine Verpflichtung oder Verantwortung, ihnen bedingungslos zu gehorchen. Kinder sollten sich auch nicht davor fürchten, Urteilsvermögen gegenüber den Handlungen, dem Verhalten und der Dispositionsessenz ihrer Eltern auszuüben. Das heißt, Kinder sollten sich im Umgang mit ihren Eltern nicht von der Vorstellung leiten lassen, dass die Eltern immer recht haben. Diese Ansicht basiert auf dem besonderen Status der Eltern, nämlich dass sie ihre Kinder unter Gottes Vorherbestimmung zur Welt gebracht haben und sich somit in Bezug auf das Fleisch ihr Status und ihre Generation innerhalb der Familie von denen ihrer Kinder unterscheiden. Wegen dieses Unterschieds betrachten die Menschen ihre Eltern als eine Klasse von Menschen, die niemals im Unrecht sind. Ist das korrekt? (Nein.) Das ist irrational und entspricht nicht der Wahrheit(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (13)).

Aus Gottes Worten verstand ich, dass „Die Eltern haben immer recht“ eine falsche Vorstellung ist, die Satan uns durch familiäre Erziehung und gesellschaftliche Prägung einflößt. Sie gibt uns das Gefühl, dass unsere Eltern die Menschen sind, die uns am nächsten stehen und die uns am meisten lieben, weshalb wir alles, was sie uns beibringen, bedingungslos annehmen sollten. Wir überlegen nie, ob es richtig ist, was sie sagen, und glauben einfach, dass alles, was Eltern tun, zu unserem Besten ist. Wir haben das Gefühl, dass Kinder nicht darüber urteilen sollten, ob ihre Eltern recht oder unrecht haben, sondern ihnen einfach bedingungslos gehorchen sollten. Diese Gedanken und Ideen veranlassen uns, unseren Eltern völlig ohne Grundsätze zuzuhören und zu gehorchen. Das ist, die Eltern blind zu ehren, und führt uns auf den falschen Weg. Ich hatte nach dieser Ansicht „Die Eltern haben immer recht“ gelebt. Ich glaubte, egal was meine Eltern taten, es sei zu meinem Besten – dass sie mich mehr als jeder andere auf der Welt liebten und mir niemals schaden würden. Ich akzeptierte alles, was sie sagten, bedingungslos und ohne Grundsätze. Ich versuchte nie zu unterscheiden, ob ihre Maßstäbe für ihr Verhalten und Handeln richtig oder falsch waren; ich vertraute ihnen einfach blind und gehorchte. Durch Gottes Worte verstand ich, dass meine Eltern, genau wie ich, Menschen sind, die von Satan verdorben wurden. Ihre Ideen und Ansichten stammen ebenfalls von Satan. Was sie sagen, ist nicht die Wahrheit und nicht immer richtig. Ich sollte nicht blind alles befolgen, was meine Eltern sagten, und ihre Worte nicht so behandeln und mich ihnen unterwerfen, als wären sie die Wahrheit. Ich dachte darüber nach, wie meine Mutter an den Herrn Jesus glaubte, aber nur dem Namen nach eine Gläubige war. Ihren Gedanken und Ideen nach glaubte sie: „Männer, wenn sie heiratsfähig sind, sollten heiraten; und Frauen, wenn sie heiratsfähig sind, sollten sich vermählen.“ Sie glaubte, eine erwachsene Frau sollte heiraten, eine Familie gründen und ein Leben führen, das sich um ihre Familie, ihren Ehemann und ihre Kinder dreht – dass dies der einzige Weg sei, ein normales Leben zu führen. Sie sah den Glauben an Gott nur als eine Überzeugung an, etwas, das das tägliche Leben nicht stören sollte. Deshalb drängte sie mich ständig, schnell zu heiraten, und wollte nicht, dass ich an Gott glaube und meine Pflicht tue. Ihr war der Charakter oder die Menschlichkeit des Mannes, den ich vielleicht heiraten würde, völlig egal. Ihre Einstellung zu meiner Heirat war sehr unverantwortlich. Sie war sogar bereit, mich einen behinderten Mann heiraten zu lassen oder mich mehrfach heiraten und wieder scheiden zu lassen, nur um ihr eigenes Gesicht zu wahren und zu verhindern, dass die Leute sagten, sie habe eine alte, unverheiratete Tochter. Meine Mutter wollte die Ehe auch nutzen, um meinen Glauben an Gott zu behindern. Wenn ich auf ihre Worte gehört hätte, hätte ich mich nur immer weiter von Gott entfernt und letztendlich mein Leben ruiniert. Gottes Werk in den letzten Tagen zur Errettung der Menschen ist eine unglaublich seltene Gelegenheit. Die Tatsache, dass ich nicht verheiratet bin und keine familiären Verstrickungen habe, ist etwas Gutes; es ermöglicht mir, problemlos den Weg des Glaubens zu gehen. Die Fähigkeit, Gott zu folgen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, ist das Wertvollste und Sinnvollste. Dies war für mich die absolut richtigste Entscheidung.

Später las ich weitere Worte Gottes und lernte, wie ich meine Eltern behandeln sollte. Gott sagt: „Im Umgang mit deinen Eltern solltest du zuerst auf eine rationale Weise aus dieser Blutsverwandtschaft heraustreten und deine Eltern erkennen, indem du Wahrheiten anwendest, die du bereits angenommen und verstanden hast. Erkenne deine Eltern anhand der Gedanken, Ansichten und Motive hinter ihrem Verhalten und Handeln sowie anhand ihrer Grundsätze und Methoden für ihr Verhalten und Handeln, was bestätigen wird, dass auch sie von Satan verdorbene Menschen sind. Betrachte und erkenne sie aus der Perspektive der Wahrheit, anstatt ständig zu denken, deine Eltern seien erhaben, selbstlos und gütig zu dir. Wenn du sie so betrachtest, wirst du nie herausfinden, welche Probleme sie haben. Betrachte deine Eltern nicht aus der Perspektive deiner familiären Bindungen oder deiner Rolle als Sohn oder Tochter. Tritt aus dieser Sphäre heraus und sieh dir an, wie sie mit der Wahrheit, der Welt und Menschen, Ereignissen und Dingen umgehen. Sieh dir außerdem insbesondere die Vorstellungen und Ansichten an, mit denen deine Eltern dich geprägt haben im Hinblick darauf, wie du Menschen und Dinge betrachten und wie du dich verhalten und handeln solltest – so solltest du sie erkennen und durchschauen. Auf diese Weise werden dir ihr Charakter und die Tatsache, dass Satan sie verdorben hat, nach und nach deutlich. Welche Art von Menschen sind sie? Wenn sie keine Gläubigen sind, was ist ihre Einstellung zu Leuten, die an Gott glauben? Wenn sie Gläubige sind, welche Einstellung haben sie zur Wahrheit? Sind sie Menschen, die nach der Wahrheit streben? Lieben sie die Wahrheit? Gefallen ihnen positive Dinge? Wie ist ihre Lebens- und Weltauffassung? Und so weiter. Wenn du deine Eltern anhand dieser Dinge erkennen kannst, wirst du ihr Wesen klar erkennen, und der erhabene, noble und unerschütterliche Status, den deine Eltern in deinem Kopf haben, wird sich verändern. Und wenn er sich verändert, werden die konkreten Worte und Handlungen deiner Eltern, die ihre mütterliche und väterliche Liebe zeigen, sowie die erhabenen Bilder, die du von ihnen hast, nicht mehr so tief in dein Denken eingeprägt sein(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (13)). Aus Gottes Worten verstand ich, dass ich im Umgang mit meinen Eltern Grundsätze haben muss und Unterscheidungsvermögen bezüglich dessen, was sie sagen. Sie sind ebenfalls verdorbene Menschen, und ihre Gedanken und Ansichten sind voller verschiedener Gifte Satans. Wenn das, was meine Eltern sagen, mit der Wahrheit übereinstimmt, kann ich auf sie hören. Wenn nicht, darf ich nicht gehorchen. Der richtigste Weg ist es, Menschen und Dinge gemäß Gottes Worten zu sehen und mich gemäß Seinen Worten zu verhalten und zu handeln. Die Ansicht meiner Mutter war, dass man zusammenbleibt, wenn man in einer Ehe gut miteinander auskommt, und wenn nicht, lässt man sich scheiden. Sie sah es als ein Zeichen von Fähigkeit an, wenn man in der Lage war, problemlos neue Partner zu finden. Ihre Ansicht über die Ehe war verdreht und widersprach Gottes Anforderungen. Ich sollte ihr nicht blind gehorchen. Gleichzeitig verstand ich auch, dass die Ehe Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterliegt; sie ist von Ihm vorherbestimmt. Sie hat nichts mit persönlichen Vorlieben oder elterlichen Erwartungen zu tun. Ich sollte nicht leben, um die Hoffnungen meiner Eltern zu erfüllen, oder ihre Erwartungen als meine Last betrachten. Die richtige Einstellung zu meiner eigenen Ehe ist, mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen zu unterwerfen.

Rückblickend wurde ich über die ganzen Jahre von der Vorstellung „Die Eltern haben immer recht“ beeinflusst. Ich dachte immer, dass alles, was meine Eltern taten, richtig und zu meinem Besten war, und ich gehorchte ihnen blind. Selbst wenn ihre Vorgehensweisen nicht mit meinen Wünschen im Einklang waren, handelte ich dennoch gegen meinen eigenen Willen, um ihren Anforderungen zu entsprechen, und wenn ich ihre Erwartungen nicht erfüllen konnte, fühlte ich mich ihnen gegenüber in der Schuld. Durch Gottes Worte erlangte ich nach und nach ein Unterscheidungsvermögen über die abwegige und absurde Vorstellung „Die Eltern haben immer recht“, fand den richtigen Weg für den Umgang mit meinen Eltern und fühlte mich in meinem Geist befreit. Jetzt kann ich mehr Zeit und Energie meiner Pflicht widmen und die besten Jahre meines Lebens mit dem Streben nach der Wahrheit verbringen. Dies alles habe ich Gottes Führung zu verdanken. Dank sei Gott!

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