Ich unterscheide bei Pflichten nicht mehr zwischen höherwertig und geringerwertig

Aug. 24, 2026

Von Selena, Malaysia

Ich bin eine malaysische Chinesin und in einer ganz normalen Familie aufgewachsen. Meine Eltern sparten eisern, um mir die Schule zu bezahlen. Sie lehrten mich: „Arm zu sein ist okay, aber du musst deine Würde bewahren. Lass nicht zu, dass andere auf dich herabsehen.“ Von diesen Worten geprägt, lernte ich fleißig und nahm aktiv an allen möglichen Veranstaltungen teil. So wurde ich in den Augen meiner Lehrer und Mitschüler zu einer Vorzeigeschülerin. Nach der Uni arbeitete ich als Redaktionsassistentin bei einer Zeitung. Nach ein paar Jahren harter Arbeit wurde ich zur Teamleiterin befördert. Das befriedigte mein Verlangen nach Ansehen und Status. Nachdem ich zu Gott gefunden hatte, war ich sehr aktiv und wurde bald zur Kirchenleiterin gewählt. Im Dezember 2023 wurde ich dann entlassen, da ich Ansehen und Status angestrebt hatte, anstatt echte Arbeit zu leisten. Wegen meiner arroganten Disposition war es mir unmöglich, mit anderen zusammenzuarbeiten, und selbst nachdem ein Leiter mit mir Gemeinschaft gehalten hatte, dachte ich nicht über mich selbst nach. Da ich Malaiisch spreche, teilten mich die Leiter für die Übersetzungspflicht ein. Ich kam mir minderwertig vor, wenn ich den Brüdern und Schwestern begegnete, mit denen ich früher zusammengearbeitet hatte. Sie waren alle Leiter und Mitarbeiter, während ich nur eine einfache Übersetzerin war. Früher war ich es immer, die ihre Arbeit nachverfolgte, und sie kamen mit ihren Problemen und Schwierigkeiten zu mir. Doch nun kam ich mir als Übersetzerin nur wie ein Sprachrohr vor, das bloß wiederholte, was andere gesagt hatten. Ich fühlte mich unwichtig. Ich fragte mich, ob die Brüder und Schwestern auf mich herabsehen würden. Dachten sie, ich würde nur deshalb diese Übersetzungspflicht ausüben, weil ich nicht ernsthaft nach der Wahrheit strebte? Manchmal dachte ich: „Zwei Schwestern in der Gruppe sind Verantwortliche für die Evangeliumsarbeit und sprechen ebenfalls Malaiisch. Sie könnten doch das Übersetzen übernehmen. Warum also jemanden wie mich nehmen: eine, die entlassen wurde? Dient das nicht nur dazu, mich in Verlegenheit zu bringen?“ Ich wollte wirklich aufhören und eine andere Pflicht ausführen. Sogar die Pflicht, das Evangelium zu predigen, wäre angesehener gewesen; zumindest würde dann niemand auf mich herabsehen. Aber dann fiel mir ein, dass dies eine entscheidende Zeit für die Verbreitung des Evangeliums ist und dass in Malaysia dringend Übersetzer gebraucht werden. Meine Pflicht in so einer Zeit zu verweigern, wäre mutwilliger Trotz und ein Akt der Auflehnung gegen Gott. Wenn bestimmte Aufgaben nicht rechtzeitig organisiert und umgesetzt würden, würde das die Evangeliumsarbeit verzögern, und das wäre ein schwerer Widerstand gegen Gott. Also bat ich die Verantwortliche nicht darum, meine Pflicht zu ändern. Ich tat zwar weiter meine Pflicht, hatte mich aber im Herzen nicht wirklich unterworfen, und ich war nicht wirklich mit ganzem Herzen bei der Sache. Wenn ich auf Wörter stieß, die schwer auszudrücken waren, machte ich mir nicht die Mühe, sie nachzuschlagen, um die Bedeutung genau wiederzugeben. Wenn die Verantwortliche zu einer Versammlung kam und ich übersetzen musste, war ich manchmal mit meinem Herzen nicht bei der Sache, was zu Fehlern und Auslassungen führte. Nach einer der Versammlungen betete ich: „O Gott, ich fühle mich in dieser Pflicht so erdrückt. Ich weiß nicht, wie ich das erfahren soll. Bitte führe mich, damit ich Deine Absicht verstehe und mich Dir unterwerfe.“

Nachdem ich später einige Worte Gottes gelesen hatte, begann ich zu verstehen, wie ich mit meiner Pflicht umgehen sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Im Haus Gottes wird ständig darüber geredet, Gottes Auftrag anzunehmen und die eigene Pflicht gut auszuführen. Wie also entsteht Pflicht? Ganz allgemein gesprochen entsteht sie infolge von Gottes Führungswerk, das der Menschheit Errettung bringt. Konkret gesprochen kommen verschiedene Arten von Arbeit auf, während Gottes Führungswerk unter der Menschheit stattfindet, und es ist erforderlich, dass die Menschen dazu beitragen, alle davon abzuschließen. So entstehen die Verantwortlichkeiten und Missionen der Menschen, und diese Verantwortlichkeiten und Missionen sind die Pflichten, die Gott den Menschen zuteilwerden lässt. In Gottes Haus sind die verschiedenen Arten von Arbeit, die erfordern, dass die Menschen ihren Teil dazu beitragen, die Pflichten, die sie ausführen sollten. Gibt es also zwischen Pflichten Unterschiede in Bezug auf besser und schlechter, erhaben und unbedeutend oder groß und klein? Solche Unterschiede gibt es nicht. Vorausgesetzt, dass etwas mit Gottes Führungswerk zu tun hat, für die Arbeit Seines Hauses erforderlich ist und für die Verbreitung von Gottes Evangelium benötigt wird, handelt es sich um die Pflicht eines Menschen. Das ist der Ursprung und die Definition der Pflicht(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie sieht eine maßstabsgerechte Ausführung der eigenen Pflicht aus?). „Wann immer im Haus Gottes arrangiert wird, dass du etwas tun sollst, spielt es keine Rolle, ob es eine harte oder ermüdende Arbeit ist oder ob du sie gerne tust oder nicht: Es ist deine Pflicht. Wenn du sie als einen Auftrag und eine Verantwortung betrachten kannst, die Gott dir gegeben hat, und sie mit Leib und Seele und all deiner Kraft vollbringen kannst, dann kann man sagen, dass die Arbeit, die du tust – die Pflicht, die du ausführst – für Gottes Werk der Errettung des Menschen relevant ist. Wenn du den Auftrag, den Gott dir gegeben hat, ernsthaft und aufrichtig annehmen kannst, wie wird Er dich dann sehen? Er wird dich als ein Mitglied Seiner Familie betrachten. Ist das Segen oder Wehe? (Ein Segen.) Es ist ein großer Segen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie sieht eine maßstabsgerechte Ausführung der eigenen Pflicht aus?). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass jede Art von Pflicht aus Gottes Werk zur Errettung der Menschheit hervorgegangen ist. Im Haus Gottes gibt es bei den Pflichten keine Unterscheidung zwischen besser und schlechter, erhaben und nieder oder groß und klein. Egal, ob eine Pflicht mit schmutziger oder anstrengender Arbeit verbunden ist, und ob sie uns gefällt oder nicht – wenn sie von Gott kommt, sollten wir sie annehmen. Das ist ein großer Segen für jene, die Gottes Errettung annehmen. Aber ich hatte die Pflichten in eine Rangordnung eingeteilt. Ich dachte, Leiter und Mitarbeiter seien Leute mit Status und Ansehen, zu denen die Brüder und Schwestern aufschauten, und dass es angesehen sei, diese Art von Pflicht auszuführen. Im Gegensatz dazu hielt ich die Übersetzungspflicht für unscheinbar und dachte, sie brächte keine Anerkennung. Ich dachte, man übersetze nur die Worte anderer und ernte dafür von niemandem Bewunderung. Wegen dieser abwegigen und absurden Sichtweise tat ich zwar weiterhin meine Pflicht, fühlte mich aber ständig wie ein verblasstes Kleidungsstück, das niemand mehr haben wollte. Ich konnte für meine Pflicht keinerlei Motivation aufbringen und wollte einfach nur noch fliehen. Ich wollte zu einer anderen Pflicht wechseln, die mir Bewunderung einbringen würde, ohne im Geringsten zu bedenken, ob die Kirchenarbeit dadurch beeinträchtigt würde. Nach meiner Entlassung gab mir die Kirche immer noch die Chance, die Übersetzungspflicht zu tun. Das war Gottes große Barmherzigkeit mir gegenüber. Ich hätte sorgfältig darüber nachdenken sollen, wie ich meine Pflicht erfüllen und Gott zufriedenstellen könnte. Da aber mein Verlangen nach Ansehen und Status nicht befriedigt wurde, behandelte ich die Übersetzungspflicht mit Verachtung. Ich benahm mich nur wie ein Sprachrohr, dachte nicht sorgfältig darüber nach, was meine Verantwortlichkeiten waren, und war nicht einmal bereit, die Dinge zu tun, zu denen ich in der Lage gewesen wäre. Ich besaß keinerlei Gewissen oder Vernunft! Ich unterwarf mich Gott ganz und gar nicht. Wie konnte man mich überhaupt eine Gläubige an Gott nennen? Als ich das erkannte, kniete ich nieder und betete: „O Gott, ich erkenne jetzt, dass ich mich Dir überhaupt nicht unterwerfe. Als mein Verlangen nach Ansehen und Status nicht befriedigt wurde, habe ich meine Pflicht nicht gut ausgeführt. Ich bin so rebellisch! Ich bin bereit, zu Dir umzukehren. Bitte hilf mir, das Wesen von Ansehen und Status klar zu erkennen, damit ich sie aufgeben kann.“

Später las ich eine Passage aus Gottes Worten und gewann eine gewisse Erkenntnis über das Wesen des Strebens nach Ansehen und Status. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Art, wie Antichristen ihren Ruf und ihren Status schätzen, übertrifft bei weitem die gewöhnlicher Menschen und ist etwas, das in ihrer Dispositionsessenz liegt; es ist kein vorübergehendes Interesse oder eine flüchtige Auswirkung ihrer Umgebung – es ist etwas, das in ihrem Leben und in ihrem Innersten liegt, und daher ist es ihr Wesen. Das bedeutet, dass Antichristen bei allem, was sie tun, zuerst ihren eigenen Ruf und ihren eigenen Status berücksichtigen, und nichts anderes. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben und das Ziel, nach dem sie ihr Leben lang streben. Bei allem, was sie tun, ist ihr erster Gedanke: ‚Was wird mit meinem Status passieren? Und mit meinem Ruf? Wird mir das, wenn ich es tue, einen guten Ruf verschaffen? Wird es meinen Status in den Köpfen der Menschen erhöhen?‘ Das ist das Erste, woran sie denken, und das ist ein hinreichender Beweis dafür, dass sie die Disposition und das Wesen von Antichristen haben – und deshalb betrachten sie die Dinge auf diese Weise. Man kann sagen, dass Ruf und Status für Antichristen keine zusätzlichen Anforderungen sind, geschweige denn Dinge, die außerhalb ihrer selbst liegen und auf die sie verzichten könnten. Sie sind Teil der Natur von Antichristen, sie liegen in ihrem Inneren, in ihrem Blut, sie sind ihnen angeboren. Antichristen ist es nicht gleichgültig, ob sie Ruf und Status besitzen; das ist nicht ihre Einstellung. Was ist dann ihre Einstellung? Ruf und Status sind eng mit ihrem täglichen Leben verbunden, mit ihrem täglichen Zustand, mit dem, wonach sie täglich streben. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben. Gleichgültig, wie sie leben, gleichgültig, in welchem Umfeld sie leben, gleichgültig, welche Arbeit sie verrichten, gleichgültig, wonach sie streben, was ihre Ziele sind, was die Richtung ihres Lebens ist, es dreht sich alles darum, einen guten Ruf und einen hohen Status zu haben. Und dieses Ziel ändert sich nicht; sie können solche Dinge nie beiseitelegen. Das ist das wahre Gesicht von Antichristen, das ist ihr Wesen. Ihr könntet sie in einen Urwald tief in den Bergen stecken, und sie würden trotzdem ihr Streben nach Ruf und Status nicht loslassen. Man könnte sie in jede beliebige Gruppe von Menschen stecken und alles, woran sie denken können, sind immer noch Ruf und Status. Obwohl Antichristen an Gott glauben, setzen sie das Streben nach Ruf und Status mit dem Glauben an Gott gleich und stellen diese beiden Dinge auf eine Stufe. Das heißt, während sie den Weg des Glaubens an Gott gehen, streben sie auch nach ihrem eigenen Ruf und ihrem eigenen Status. Man kann sagen, dass in den Herzen der Antichristen das Streben nach der Wahrheit in ihrem Glauben an Gott gleichbedeutend mit dem Streben nach Ruf und Status ist und dass das Streben nach Ruf und Status auch das Streben nach der Wahrheit ist – Ruf und Status zu erlangen, bedeutet, die Wahrheit und das Leben zu erlangen. Wenn sie das Gefühl haben, dass sie weder Ruhm noch Gewinn noch Status erhalten haben, dass niemand zu ihnen aufblickt, sie hochschätzt oder ihnen folgt, dann werden sie deprimiert. Sie glauben, dass es keinen Sinn hat, an Gott zu glauben, dass es keinen Wert hat, und sie fragen sich im Stillen: ‚Habe ich versagt, indem ich so an Gott geglaubt habe? Gibt es keine Hoffnung für mich?‘ Sie stellen in ihrem Herzen oft über solche Dinge Berechnungen an. Sie rechnen sich aus, wie sie sich einen Platz im Haus Gottes verschaffen können, wie sie ein hohes Ansehen in der Kirche genießen können, wie sie die Leute dazu bringen können, ihnen zuzuhören, wenn sie etwas sagen, und ein Loblied auf sie anzustimmen, wenn sie handeln, wie sie die Leute dazu bringen können, ihnen überallhin zu folgen, und wie sie in der Kirche eine einflussreiche Stimme haben und Ruhm, Gewinn und Status genießen können – sie konzentrieren sich wirklich auf solche Dinge in ihren Herzen. Das ist es, was solche Menschen anstreben(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 3)). Gott analysiert das Wesen von Antichristen so klar im Detail! Ein ganzes Leben lang strebt ein Antichrist nach Ansehen und Status. Ansehen und Status sind ihm in Fleisch und Blut übergegangen; diese Dinge sind sein eigentlicher Lebensinhalt. Obwohl Antichristen an Gott glauben, geben sie ihr Streben nach Ansehen und Status nie auf. Sie setzen das Streben nach Ansehen und Status mit dem Glauben an Gott gleich. Während sie an Gott glauben und ihre Pflicht ausführen, führen sie doch ihr eigenes Vorhaben durch, schmieden Pläne, um durch die Ausführung ihrer Pflicht den Status und die gewünschte Macht zu erlangen, und nehmen nie auf die Interessen des Hauses Gottes Rücksicht. Als ich mich mit Gottes Worten verglich, erkannte ich, dass mein Streben dem eines Antichristen glich. Ich tat meine Pflicht für Ruhm und Gewinn und strebte nach der Bewunderung anderer. Wenn es niemanden gab, der mich bewunderte, wurde ich negativ gestimmt, passiv und ging oberflächlich mit meiner Pflicht um, wobei ich die Interessen der Kirche völlig außer Acht ließ. Ich stand unter dem Einfluss von Ideen wie „Menschen brauchen ihren Stolz wie ein Baum seine Rinde“ und „Der Mensch kämpft sich aufwärts; Wasser fließt abwärts“. Ich glaubte, um wirklich zu leben, müsse man Status und ein gutes Ansehen haben; nur dann sei das Leben nicht umsonst gelebt. Ich war der Ansicht, ohne Status oder Stellung zu leben, bedeute ein Versager zu sein – erbärmlich und würdelos. Meine Eltern brachten mir von klein auf bei, mich mit Würde zu verhalten und nicht zuzulassen, dass andere auf mich herabsehen. Deshalb lernte ich fleißig für einen höheren Abschluss, damit die Leute nicht auf mich herabsehen würden, wenn ich ins Berufsleben eintrat und anfing, mir einen Job zu suchen. Nachdem ich zu Gott gefunden hatte, fühlte ich mich, als hätte ich Status und sei den anderen überlegen, als ich anfing, die Pflicht einer Leiterin auszuführen, und ich begann, das Lob meiner Brüder und Schwestern zu genießen. Später wurde ich entlassen, weil ich nach Ansehen und Status strebte, keine echte Arbeit leistete und es versäumte, über mich selbst nachzudenken oder mich selbst zu verstehen. Nach meiner Entlassung teilte mich die Kirche für die Übersetzungspflicht ein, doch meine Gedanken kreisten immer noch um meinen eigenen Ruhm, Gewinn und Status. Ich hatte das Gefühl, die Übersetzungspflicht würde mir keine Bewunderung einbringen, deshalb war ich nicht bereit, mich zu unterwerfen. Ich ging auch oberflächlich mit meiner Pflicht um und verzögerte den Fortschritt der Arbeit. Bei meiner Pflicht fand ich immer, das Gras in Nachbars Garten sei grüner. Ich wollte immer eine prestigeträchtige Pflicht haben, die mir Bewunderung einbringen würde. Wenn dieses Verlangen nicht erfüllt wurde, wollte ich meine Pflicht aufgeben und weigerte mich, mich Gottes Anordnungen zu unterwerfen. Das war Rebellion gegen Gott! Momentan verbreitet sich Gottes Evangelium des Königreichs rasant, und es werden mehr Menschen gebraucht, die mitwirken. Ich hatte einmal eine Verantwortliche sagen hören, dass es einen Mangel an Übersetzern gäbe und sie besorgt sei, weil sie niemanden finden könnte. Aber damals ignorierte ich die Bedürfnisse der Kirchenarbeit, dachte nur an meinen eigenen Stolz und Status und wollte mich vor meiner Pflicht drücken. Ich war so egoistisch und verachtenswert! Ich glaube schon seit so vielen Jahren an Gott, habe so viele Seiner Worte gegessen und getrunken und Seine Versorgung genossen. Dennoch nahm ich überhaupt keine Rücksicht auf Gottes Herz und dachte nie darüber nach, wie ich meine Verantwortung erfüllen und echte Hingabe zeigen könnte. Ich sah, dass mir Gewissen und Vernunft völlig fehlten. Ich erkannte, dass es sehr gefährlich war, den Weg des Strebens nach Ruhm, Gewinn und Status zu gehen – es war ein Weg des Widerstands gegen Gott. Wenn ich das Ruder nicht herumriss, würde ich mit Sicherheit Gottes Disposition kränken, mir Seine Abscheu zuziehen, am Ende ausgemustert werden und meine Chance auf Errettung verlieren. Also betete ich zu Gott, bereit, Ansehen und Status loszulassen und mich gegen meine falschen Absichten aufzulehnen.

Später fand ich in Gottes Worten einen Weg der Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Tu nicht immer Dinge für dich selbst und berücksichtige nicht ständig deine eigenen Interessen; denke nicht an deinen eigenen Stolz, Ruf und Status und denke auch nicht an deine persönlichen Interessen. Mehr als an alles andere musst du an die Interessen von Gottes Haus denken und sie zu deiner Priorität machen. Du solltest auf Gottes Absichten Rücksicht nehmen und vor allem darüber nachdenken, ob es bei der Ausführung deiner Pflicht Unreinheiten gab oder nicht, ob du hingebungsvoll gewesen bist, deinen Verantwortungen nachgekommen bist und alles gegeben hast, sowie ob du von ganzem Herzen an deine Pflicht und die Arbeit der Kirche gedacht hast oder nicht. Du musst über diese Dinge nachdenken. Wenn du häufig über sie nachdenkst und sie begreifst, wird es dir leichter fallen, deine Pflicht gut auszuführen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). „Was ist eure Funktion als geschaffene Wesen? Dies bezieht sich auf eure Praxis und eure Pflicht. Du bist ein geschaffenes Wesen, und wenn Gott dir die Begabung des Singens geschenkt hat und das Haus Gottes dich zum Singen einteilt, dann solltest du gut singen. Wenn du eine Begabung für das Predigen des Evangeliums hast und das Haus Gottes dich dafür einteilt, das Evangelium zu predigen, dann solltest du das gut tun. Wenn Gottes auserwähltes Volk dich als Leiter wählt, solltest du den Leitungsauftrag annehmen und Gottes auserwähltes Volk darin leiten, die Worte Gottes zu essen und zu trinken, Gemeinschaft über die Wahrheit zu halten und in die Wirklichkeit einzutreten. Wenn du das tust, wirst du deine Pflicht gut getan haben. Der Auftrag, den Gott den Menschen gibt, ist extrem wichtig und bedeutsam! Wie also solltest du diesen Auftrag übernehmen und deine Funktion ausüben? Man kann sagen, dass es sich hierbei um eine der größten Fragen handelt, vor denen du stehst, um einen entscheidenden Moment, der darüber entscheidet, ob du die Wahrheit erlangen und von Gott vervollkommnet werden kannst. Du musst eine Entscheidung treffen. Wenn du dich auf deinen eigenen Willen verlässt und rücksichtslos Missetaten begehst und damit nicht nur Gottes Auftrag nicht erfüllst, sondern auch die Arbeit des Hauses Gottes störst, wirst du letztendlich unweigerlich bestraft werden, so wie Paulus bestraft wurde. Wenn Gott dir aufträgt, etwas zu tun, was ist dann deine Funktion? Du solltest die Aufgabe gut erledigen und sie nicht vermasseln. Wenn du das tust, erweist du einen guten Dienst. Egal, welchen Dienst Gott dir aufträgt, du musst ihn gut verrichten und gehorsam sein. Wenn du das tust, bist du ein Mensch, der gehorcht und sich unterwirft. Wenn du nicht gehorsam einen Dienst erweist, immer persönliche Absichten hast und immer wie ein König Macht ausüben willst, dann bist du ein Satan und Antichrist und musst bestraft werden. Es gibt Menschen, die die Wahrheit nicht verstehen oder nicht nach ihr streben; nur für ihre Arbeit strengen sie sich an. Was ist dann ihre Funktion als geschaffene Wesen? Nur, sich anzustrengen und zu schuften. Fasst also zusammen, was genau die Pflichten sind, die geschaffene Wesen in den Augen Gottes tun sollten, und welches Abbild eines Menschen sie ausleben sollten. Dies betrifft eure Praxis(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wenn man die Wahrheit versteht, kann man Gottes Taten kennen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich: Um meine Pflicht zu erfüllen, musste ich zuerst meine Absichten berichtigen. Ich musste meinen persönlichen Stolz und Status loslassen, die Interessen des Hauses Gottes stets an die erste Stelle setzen und meine Pflicht aus der Position eines geschaffenen Wesens heraus erfüllen. Gott hat mir die Fähigkeit gegeben, Malaiisch zu sprechen. Als die Kirche mich also für die Übersetzungspflicht einteilte, hätte ich diese nach besten Kräften aufrichtig erfüllen sollen, ohne Pflichten in eine Rangordnung einzuteilen, zu den einen aufzuschauen und auf andere herabzusehen. Im Haus Gottes tut jeder die Pflicht eines geschaffenen Wesens. Gott gibt jedem von uns ein unterschiedliches Kaliber und unterschiedliche Stärken, und jeder von uns erfüllt auf seiner eigenen Position eine Funktion. Es ist wie bei einer Maschine: Jedes Teil erfüllt seine Funktion. Wenn auch nur eines fehlt, läuft die Maschine nicht richtig. Meine Übersetzungspflicht mag unscheinbar wirken, aber ich tue dennoch meine Pflicht als geschaffenes Wesen. Ob ein Mensch in Gottes Augen kostbar ist, hängt davon ab, ob er in seiner Pflicht Hingabe zeigt und sich unterwirft, und nicht davon, welche Art von Pflicht er tut oder welchen Status er hat. Nachdem ich Gottes Absicht verstanden hatte, betete ich: „O Gott, auch wenn die Übersetzungspflicht unscheinbar erscheint, möchte ich meine Funktion erfüllen. Ich möchte mit meinen Brüdern und Schwestern harmonisch zusammenarbeiten, von ihren Stärken lernen, um meine Schwächen auszugleichen, und meinen kleinen Teil zum Werk der Verbreitung des Evangeliums beitragen, um Dich zufriedenzustellen.“ Danach war es mir egal, was die Brüder und Schwestern von mir dachten, wenn ich meine Pflicht tat. Wenn ich auf Wörter stieß, die ich nicht kannte, schlug ich sie im Wörterbuch nach. Ich lernte fleißig Fachkenntnisse, um meine Defizite auszugleichen. Nach und nach konnte ich mein Herz bei der Ausführung meiner Pflicht zur Ruhe bringen.

Später las ich noch mehr von Gottes Worten und verstand Seine Absicht noch deutlicher. Der Allmächtige Gott sagt: „Du musst die Einstellung haben, dich Gott zu unterwerfen und nach der Wahrheit zu streben, und die Bereitschaft besitzen, dich Gott aus eigenem Antrieb zu unterwerfen, und du darfst dich Ihm nicht widersetzen. Selbst wenn Gott andere segnet, dich aber nicht, oder wenn Gott offensichtlich andere erleuchtet und führt, dich aber nicht, oder wenn Er andere befördert, dich aber nicht, solltest du nicht wütend oder neidisch sein. Warum ist das so? Dass Gott auf diese Weise handelt, hat Seinen Zweck und Seine Bedeutung, und es steht Ihm frei, so zu handeln, wie Er möchte. Du darfst nie vergessen, dass du ein geschaffenes Wesen bist, und du darfst keine unvernünftigen Forderungen an Gott stellen. Wenn Gott andere einsetzt und dich nicht, und Er dich nicht Leiter sein lässt, dann solltest du eben ein Anhänger sein; es ist richtig, dich einfach Gott zu unterwerfen. Es mag sein, dass du nicht in der Lage bist, die Arbeit der Kirche zu übernehmen, weil dein Kaliber dafür nicht ausreicht, oder es mag sein, dass du diese Größe schlichtweg nicht besitzt. Wenn du gebeten würdest, die Arbeit zu übernehmen, und Gott dir mehr Erleuchtung gäbe als anderen, würde dies wahrscheinlich deine arrogante Disposition schüren. Dass Gott dich nicht erleuchtet oder dich nicht Leiter sein lässt, ist daher eine Form von Schutz für dich; du musst Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten verstehen. Gott hegt dir gegenüber ganz gewiss keine Hintergedanken; vielmehr hat Er mühevolle und gewissenhafte Absichten. … Wenn du, indem du die Wahrheit suchst, über dich selbst nachdenkst und dich selbst im Detail analysierst, erkennst, dass dein Verlangen und dein Ehrgeiz nach Status und Ansehen immer noch sehr stark sind, dann solltest du erkennen, dass es vollkommen vernünftig ist, dass Gott andere einsetzt und dich nicht, und dass dies auch eine Form von Schutz für dich ist. Unabhängig davon, ob dies mit deinen Auffassungen übereinstimmt, und unabhängig davon, ob du es akzeptieren kannst, solltest du, kurz gesagt, die Perspektive und Stellung eines geschaffenen Wesens einnehmen und eine Haltung der Unterwerfung oder zumindest die Bereitschaft zur Unterwerfung bewahren. Was ist mit ‚Bereitschaft zur Unterwerfung‘ gemeint? Folgendes: ‚Unabhängig davon, was mir geschehen oder nicht geschehen ist, muss ich als Erstes mein Herz bereit machen, und ich muss mich Gott unterwerfen. Das ist die Vernunft, die ich besitzen sollte, die Praxis, die ich ausüben sollte, und auch die Haltung, die ich als geschaffenes Wesen gegenüber dem Schöpfer haben sollte.‘ Das ist Bereitschaft zur Unterwerfung. Sobald du diese Bereitschaft besitzt, wird es nicht mehr so schwierig sein, dich Gott zu unterwerfen, wenn dir etwas geschieht. Ist das nicht eine Form von Schutz für dich? (Ja.) Durch diesen Schutz wirst du viel weniger Fehler machen und viel weniger Umwege gehen; er wird dich davor bewahren, Unterbrechungen und Störungen zu verursachen, dich davor bewahren, Dinge erzwingen zu wollen, und dich gleichzeitig davor bewahren, von oben herab willkürlich zu handeln. Das bewahrt dich davor, viele Verfehlungen zu begehen, und davor, viele böse Taten zu begehen, die von Gott verurteilt werden. Wenn du auf diese Weise eines Tages die Wahrheit verstehst, dich selbst wirklich kennst, deine Pflicht normal ausführen kannst und viele gute Taten vollbracht hast, wird deine Größe Stück für Stück wachsen, und die Wahrscheinlichkeit, dass du Umwege gehst oder Fehler machst, wird sinken. Das heißt, die Wahrscheinlichkeit, dass du Unterbrechungen und Störungen verursachst, willkürlich handelst, zügellos vorgehst, schlechte Dinge tust und Böses tust, wird sinken. Wird dann nicht die Wahrscheinlichkeit sinken, dass du in Zukunft bestraft wirst? Ist das nicht eine gute Sache? (Ja.) Daher solltest du, ganz gleich, wie der Weg vor dir aussieht und welche Umgebungen Gott einrichtet, zuerst eine Bereitschaft zur Unterwerfung vorbereiten und deine unvernünftigen Forderungen an Gott sowie deine Auffassungen und Vorstellungen über Gott loslassen. Du solltest dich zuerst selbst verleugnen, deine eigenen Auffassungen und Vorstellungen loslassen und die Bereitschaft zur Unterwerfung besitzen. Dies sind die Gedanken und Ansichten, die ein geschaffenes Wesen besitzen sollte, und dies ist auch die Haltung, die ein geschaffenes Wesen gegenüber dem Schöpfer besitzen sollte(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (32)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass die Vernunft, die ein geschaffenes Wesen haben sollte, darin besteht, alles anzunehmen und sich allem zu unterwerfen, was Gott orchestriert und arrangiert. Alles, was Gott tut, ist angemessen, und Sein Ziel ist es, die Menschen zu erretten, damit wir uns selbst erkennen und unsere persönlichen Ambitionen und Begierden loslassen können. Auf diese Weise können wir von Gott beschützt werden und vermeiden, den falschen Weg einzuschlagen, Verfehlungen zu begehen und bestraft zu werden. Manche Brüder und Schwestern beispielsweise tragen bei ihrer Pflicht eine Last, obwohl sie nur über ein durchschnittliches Kaliber verfügen. Sie sind in der Lage, auf Gottes Absichten Rücksicht zu nehmen und mit aller Kraft mitzuwirken. Sie halten trotz aller Schwierigkeiten und Rückschläge an ihrer Pflicht fest. Da sie den richtigen Weg gehen, wirkt der Heilige Geist in ihnen und erleuchtet und führt sie. Egal, welche Pflicht man tut, das Wichtigste ist der Weg, den man geht, ob man bei seiner Pflicht Hingabe zeigt und ob man nach der Wahrheit und einer Veränderung der Disposition strebt. Ich dachte an die Zeit zurück, als ich Leiterin war. Ich hatte das Gefühl, Status zu besitzen, und genoss es, bewundert zu werden. Ich hatte eine Position inne, ohne echte Arbeit zu leisten. Das bremste die Evangeliumsarbeit der Kirche, sodass potenzielle Evangeliumsempfänger Gottes Werk der letzten Tage nicht so früh annehmen konnten, wie es möglich gewesen wäre. Wenn die Kirche mich damals nicht entlassen hätte und mich als Leiterin hätte weitermachen lassen, hätte ich nicht über mich selbst nachgedacht und mich nicht selbst verstanden, und ich wäre auf dem falschen Weg geblieben. Meine Verfehlungen hätten sich weiter angehäuft, und am Ende hätte ich nur ausgemustert und bestraft werden können. Meine Neuzuweisung zur Übersetzungspflicht ermöglichte es mir, über meine falschen Absichten und mein falsches Streben nachzudenken. Ich konnte rechtzeitig das Ruder herumreißen, meine Funktion pflichtbewusst erfüllen und hatte mehr Zeit, mich innerlich zur Ruhe zu bringen und mich auf den Lebenseintritt zu konzentrieren. Das war Gottes Schutz und Errettung für mich. Nachdem ich Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten verstanden hatte, wollte ich aufhören, mich gegen Gott aufzulehnen; ich wollte meine Übersetzungspflicht auf bodenständige Weise erfüllen. Ich betete: „O Gott, ich möchte nicht mehr nach Ruhm, Gewinn und Status streben. Ich möchte nach der Wahrheit streben und die Position eines geschaffenen Wesens einnehmen, um meine Funktion zu erfüllen und Deinen Erwartungen und mühevollen und gewissenhaften Absichten gerecht zu werden.“ Danach widmete ich mein Herz meiner Pflicht und betrachtete sie nicht mehr als minderwertig. Indem ich auf diese Weise praktizierte, fühlte ich mich in meinem Herzen so viel befreiter. Dank sei Gott!

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