Meine Vorsicht und mein Missverständnis wurden ausgeräumt
Von Lin Feng, ChinaIm Jahr 2022, als ich ein Kirchenleiter war, führten meine Arroganz, Selbstgerechtigkeit und Willkür dazu, dass ich in...
Wir begrüßen alle Suchenden, die sich nach Gottes Erscheinen sehnen!
1995 kam ich zum Glauben an den Herrn Jesus. Damals schilderte uns ein Prediger anhand der Prophezeiungen in der Offenbarung, wie wunderbar die heilige Stadt sei. Er sagte auch, der Herr Jesus käme bald, um uns in unsere himmlische Heimat zu holen, und nur, wenn wir entsagten und uns für den Herrn aufwendeten, könnten wir später in die heilige Stadt eingehen. Ich war so begeistert, als ich das hörte. Danach begann ich eifrig, Versammlungen zu besuchen und Opfergaben zu bringen. Ganz gleich, wie sehr mein Mann oder mein Bruder und meine Schwägerin versuchten, mich davon abzuhalten – nichts konnte meinen Entschluss erschüttern, dem Herrn Jesus zu folgen. Drei Jahre später verlangte mein Mann die Scheidung, weil ich auf meinem Glauben an den Herrn beharrte. Ich willigte ein. Danach übergab ich all mein Hab und Gut der Kirche und verließ entschlossen mein Zuhause, um zu predigen und für den Herrn zu arbeiten. Zwei Monate später wurde ich Mitarbeiterin und war für über siebzig Kirchen verantwortlich. Bei einer Mitarbeiterversammlung im Jahr 2000 erzählte uns ein Leiter: „Es ist jetzt eine Konfession namens ‚Östlicher Blitz‘ aufgetaucht. Sie sagen, Gott sei als Allmächtiger Gott im Fleisch zurückgekehrt und vollbringe eine neue Phase Seines Werks. Das ist unmöglich! Sie lesen nicht einmal mehr die Bibel. Alle Worte Gottes stehen in der Bibel; es gibt keine Worte Gottes außerhalb der Bibel. Sich von der Bibel abzuwenden heißt, nicht mehr an den Herrn zu glauben! Sie predigen überall und haben aus allen Konfessionen viele gute Schafe gestohlen. Wir müssen treue Diener des Herrn sein und unsere Brüder und Schwestern beschützen, damit wir dem Herrn in Zukunft Rechenschaft ablegen können! Glaubt niemals an den Weg des Östlichen Blitzes. Sobald ihr das tut, habt ihr den Weg des Herrn verlassen und Er wird euch den Rücken kehren!“ Als ich den Leiter das sagen hörte, dachte ich bei mir: „Ich muss vorsichtig sein, an dem Weg des Herrn festhalten und die Herde beschützen.“ Danach begann ich, die Kirche abzuriegeln. An jedem Versammlungsort, für den ich verantwortlich war, betonte ich immer wieder, dass Fremde nicht empfangen werden dürften und niemand an den Weg des Östlichen Blitzes glauben dürfe. Daraufhin waren alle Gläubigen auf der Hut vor den Leuten vom Östlichen Blitz. Kurz darauf hörte ich, dass zwei Schwestern den Allmächtigen Gott angenommen hatten. Ich eilte sofort zu ihnen nach Hause, um sie zur Umkehr zu bewegen. Sie wollten jedoch nicht auf mich hören und beharrten auf ihrem Glauben an den Allmächtigen Gott. Ich war sehr wütend und überwachte die anderen Brüder und Schwestern noch strenger. Dann erfuhr ich, dass ein Ehepaar ebenfalls den Allmächtigen Gott angenommen hatte. Ich eilte zu ihnen nach Hause und holte sie zurück. Damals glaubte ich wirklich, dass ich endlich die Schafe des Herrn gerettet hätte und dass der Herr mein Handeln sicher billigen würde.
Im Februar 2002 nahm mich eine Schwester mit zu sich nach Hause, um mit ihren Verwandten über die Bibel zu sprechen. Sie besprachen alles – von Gottes Erschaffung der Welt über das Werk von Gott Jehova im Zeitalter des Gesetzes bis hin zum Werk des Herrn Jesus im Zeitalter der Gnade. Sie erklärten klar die Hintergründe und Wendepunkte jeder Phase des Werks. Sie hielten auch darüber Gemeinschaft, welche Art von Menschen Gott segnet und welche Er verflucht. Ihr gemeinschaftlicher Austausch war unglaublich erhellend, so etwas hatte ich noch nie gehört. Ich fand, dass sie hervorragend predigten. Danach bezeugten sie mir das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen. Durch das Lesen der Worte des Allmächtigen Gottes und das Zuhören beim gemeinschaftlichen Austausch der Brüder und Schwestern begriff ich, dass in der Bibel nur Gottes Werk im Zeitalter des Gesetzes und im Zeitalter der Gnade festgehalten ist. Sie ist ein historisches Buch und kann nicht Gottes gesamtes Werk repräsentieren. Gott ist immer neu und niemals alt, und Sein Werk schreitet stets voran. Wenn Gott in den letzten Tagen wiederkehrt, vollbringt Er ein neues Werk, das über die Bibel hinausgeht. In dieser Phase vollbringt Er, aufbauend auf der Grundlage des Erlösungswerks des Herrn Jesus, das Werk des Gerichts und der Reinigung, um die Menschheit völlig von der Sünde zu erretten und die Menschen an einen wunderbaren Bestimmungsort zu bringen. Dass der Allmächtige Gott die Wahrheit ausdrückt, um in den letzten Tagen Sein Werk des Gerichts zu vollbringen, erfüllt die Prophezeiungen des Herrn Jesus: „Wer Mich verachtet und nimmt Meine Worte nicht an, der hat schon seinen Richter; der Weg, über welchen Ich geredet habe, der wird ihn richten am Jüngsten Tage“ (Johannes 12,48). „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten“ (Johannes 16,12-13). Besonders als ich sah, dass der Allmächtige Gott alle Geheimnisse der Bibel entschlüsselt hatte, dass „Das Wort erscheint im Fleisch“ die in der Offenbarung prophezeite „kleine Schriftrolle, die vom Lamm geöffnet wird“ ist und dass es das ist, was der Heilige Geist zu den Kirchen sagt, wurde mir klar: Dieser „Östliche Blitz“, den ich mich standhaft geweigert hatte anzunehmen, war in Wirklichkeit die Erscheinung und das Werk des Herrn Jesus in den letzten Tagen. Mein Herz war von einem unbeschreiblichen Schmerz erfüllt. Ich dachte daran, wie ich seit meinem Glauben an den Herrn die Verfolgung durch meinen Mann überwunden und Opfergaben wie die arme Witwe dargebracht hatte. Ich hatte allem entsagt, um für den Herrn zu arbeiten. Ich dachte, ich stünde fest auf dem Weg des Herrn und würde hingebungsvoll über Seine Herde wachen. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich bei der Rückkehr des Herrn überhaupt nicht nach der Wahrheit suchen würde. Ich hielt blind an meinen eigenen Auffassungen und Einbildungen fest und glaubte, dass Gott unmöglich im Fleisch kommen könnte, dass Sein Werk nicht über die Bibel hinausgehen könnte und so weiter. Arrogant verurteilte ich Gottes Werk der letzten Tage und widersetzte mich ihm. Ich riegelte die Kirche ab, um Brüder und Schwestern daran zu hindern, den wahren Weg zu erforschen, und holte sogar ein Ehepaar, das Gottes Werk der letzten Tage bereits angenommen hatte, in meine frühere Konfession zurück. Der Herr Jesus wies die Pharisäer mit den Worten zurecht: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen“ (Matthäus 23,13). Handelte ich nicht genauso wie die Pharisäer? Ich selbst nahm Gottes Werk der letzten Tage nicht an und tat sogar mein Bestes, um andere Gläubige davon abzuhalten. Zog ich sie damit nicht geradewegs in die Hölle hinunter? Ich hatte so viel Böses getan – war mir da nicht auch Unheil bestimmt? Mein Herz war voller Reue. Doch dann dachte ich, dass es Gottes Gnade und Barmherzigkeit mir gegenüber war, dass ich Gottes Werk der letzten Tage annehmen durfte. Ich musste das Evangelium predigen, um meine Verfehlungen wiedergutzumachen. Vielleicht würde sich Gott nicht an meine Verfehlungen erinnern, wenn ich mehr das Evangelium predigte. Später nahm ich eine Schwester mit, um dem Ehepaar, das ich in die Kirche zurückgeholt hatte, das Evangelium zu predigen. Ich hätte nie damit gerechnet, dass sie sich weigern würden, uns überhaupt zuzuhören, egal, was wir sagten. Sie warfen mir sogar genau die Worte an den Kopf, die ich selbst benutzt hatte, als ich die Kirche abriegelte. Das brach mir noch mehr das Herz, und ich war voller Bedauern. Um meine Verfehlungen wiedergutzumachen, predigte ich noch mehr das Evangelium. In dieser Zeit ertrug ich viel Mühsal, schreckte aber niemals davor zurück. Ich dachte: „Wenn Gott meine Hingabe und Buße sieht, wird Er mir meine Verfehlungen vielleicht nicht vorhalten und mir trotzdem eine Chance geben, gerettet zu werden.“
Als ich eines Tages im Jahr 2004 meine Andacht hielt, las ich diese Worte Gottes: „Ich kann keinem Einzigen von denen vergeben, die Mich früher verfolgt haben, die Mich nicht kannten (auch bevor Mein Name bezeugt wurde) und die Mich für einen Menschen hielten – noch kann Ich denen vergeben, die gegen Mich gelästert oder Mich verleumdet haben. Selbst wenn sie jetzt das kraftvollste Zeugnis für Mich ablegen würden, würde das nicht ausreichen. Mich in der Vergangenheit zu verfolgen, war eine Art, Dienst an Mir zu erbringen, und wenn diese Menschen heute für Mich Zeugnis ablegen würden, wären sie immer noch Meine Werkzeuge“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 85). Als ich Gottes Worte las, erstarrte ich. Mein Kopf war völlig leer, und es dauerte eine ganze Weile, bis ich mich wieder fing. Durch Gottes Worte erkannte ich, dass Gott keinem einzigen Menschen gegenüber Nachsicht übt, der Ihn verfolgt und verleumdet hat. Selbst wenn sie nun Zeugnis für Gott ablegen, können sie Seine Nachsicht nicht mehr erlangen; sie können Ihm lediglich einen Dienst erweisen. Ich dachte daran, wie ich an meinen Auffassungen und Einbildungen festgehalten und Gottes Werk der letzten Tage zuvor überhaupt nicht gesucht oder erforscht hatte. Stattdessen hatte ich Gott verleumdet und mich Ihm widersetzt, die Kirche abgeriegelt, um Gläubige daran zu hindern, den wahren Weg zu erforschen, und sogar Leute, die Gottes Werk der letzten Tage bereits angenommen hatten, in meine frühere Konfession zurückgeholt. Ich hatte so großes Böses getan; Gott würde mir das bestimmt niemals vergeben. War es nicht um mich geschehen? Welches gute Ende könnte ich noch erwarten? Dennoch klammerte ich mich an einen Funken Hoffnung: „Könnte ich es falsch verstanden haben? Als Gott sagte: ‚Ich kann keine Nachsicht üben‘, sprach er dann vielleicht von Leuten, die gegen Ihn gelästert und Ihn verleumdet hatten, nachdem sie Seine Worte gehört und Sein Werk erkannt hatten?“ Eifrig las ich Gottes Worte noch einmal, Wort für Wort. Gott hatte sich sehr unmissverständlich ausgedrückt. Die Menschen, von denen Er sprach, schlossen auch jene ein, die gegen den Allmächtigen Gott gelästert und Ihn verleumdet hatten, ohne jemals Seine Worte gehört oder Ihn gekannt zu haben. Da war ich mir endgültig sicher, dass ich zu den Menschen gehörte, bei denen Gott keine Nachsicht üben kann. Gottes strenge Worte trafen mich mitten ins Herz. Ich war zu Tode erschrocken und fühlte mich am ganzen Körper kraftlos. „Es scheint, als hätte ich nicht einmal mehr die Chance, Buße zu tun“, dachte ich. „Egal, wie sehr ich mich bei meiner Pflicht unterwerfe, egal, wie viel Mühsal ich ertrage, und selbst wenn ich ein noch so kraftvolles Zeugnis ablege – ich werde Gottes Nachsicht nicht erlangen. Meine Hoffnung auf Errettung ist endgültig dahin.“ In dieser Zeit predigte ich zwar weiterhin das Evangelium, doch sobald ich daran dachte, dass Gott mich nicht retten würde, wurde ich unglaublich mutlos und war beim Predigen nicht mehr so engagiert wie zuvor. Einmal schob ich mein Fahrrad die Straße entlang und beobachtete die Menschenmengen. Ich dachte bei mir: „Sie alle haben ihr eigenes Zuhause. Aber was ist mit mir? Als ich anfing, an den Herrn zu glauben, betrachtete ich die Kirche als mein Zuhause. Ich hätte nie gedacht, dass ich mich Ihm widersetzen und unverzeihliche Verfehlungen begehen würde, nur weil ich die Wiederkehr des Herrn nicht erkannte. Und nun werde ich keinen Anteil an der Heimat haben, die Gott für die Menschheit vorbereitet hat – Gottes Königreich.“ In diesem Moment fühlte ich mich vollkommen trostlos.
Als ich eines Tages Gottes Worte las, war ich tief bewegt, und mein niedergeschlagener Zustand besserte sich ein wenig. Gott sagt: „Als ein geschaffenes Wesen solltest du die Pflicht eines geschaffenen Wesens erfüllen. Handle nicht gegen dein Gewissen; du solltest dich dem Schöpfer verschreiben“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Bedeutung der Rettung der Nachkommen Moabs). Ich bin ein geschaffenes Wesen; es ist meine Pflicht, das Evangelium zu predigen und Gott zu bezeugen. Nur weil mich kein gutes Ende erwartete, durfte ich doch nicht aufhören, meine Pflicht ernsthaft zu tun. Würde das nicht bedeuten, dass ich weder Gewissen noch Vernunft besitze? Danach predigte ich das Evangelium weiter. Ich freute mich, wenn ich Ergebnisse erzielte, doch tief in mir spürte ich immer eine gewisse Schwere. Ich dachte daran, wie ich Verfehlungen begangen hatte und anders war als die anderen – wenn sie das Evangelium predigten, konnten sie Gottes Billigung erlangen und auf Errettung hoffen. Aber ganz gleich, wie viel ich das Evangelium predigte, Gott würde mir niemals vergeben. Von Zeit zu Zeit fühlte ich mich niedergeschlagen.
Später las ich Gottes Worte und gewann ein gewisses Verständnis meines Zustands. Der Allmächtige Gott sagt: „Viele, die Gott folgen, machen sich nur Gedanken darüber, wie sie Segnungen erhalten oder Unglück abwenden können. Sobald das Werk und die Führung Gottes erwähnt werden, verstummen sie und verlieren jegliches Interesse. Sie glauben, dass das Verstehen solch langweiliger Fragen ihrem Leben nicht dabei helfen wird, zu wachsen, und ihnen auch keinen Nutzen verschaffen wird. Dementsprechend gehen sie, obwohl sie einige Informationen über Gottes Führung gehört haben, nicht ernsthaft damit um. Sie betrachten sie nicht als etwas Wertvolles, das es zu akzeptieren gilt, geschweige denn, dass sie sie begreifen, indem sie sie als einen Teil ihres Lebens annehmen. Der Zweck, mit dem diese Menschen Gott folgen, ist ganz einfach und dient nur einem Ziel: gesegnet zu werden. Diese Menschen haben einfach keine Lust, irgendetwas Beachtung zu schenken, das nichts mit diesem Ziel zu tun hat. Für sie ist der legitimste Zweck des Glaubens an Gott das Erlangen von Segnungen – darin liegt für sie der Wert ihres Glaubens. Wenn etwas nicht diesem Zweck dient, lässt es sie kalt, egal, was es auch sein mag. Bei den meisten Menschen, die heute an Gott glauben, ist dies der Fall. Ihr Ziel und ihre Absicht scheinen gerechtfertigt, denn während sie an Gott glauben, wenden sie sich auch für Gott auf, geben sich Gott hin und tun ihre Pflicht. Sie opfern ihre Jugend, entsagen ihrer Familie und ihrer Karriere und verbringen sogar Jahre fern von zu Hause und hetzen sich ab. Für ihr ultimatives Ziel ändern sie ihre eigenen Interessen, ihre Lebensanschauung und wechseln sogar die Richtung, nach der sie streben. Trotzdem können sie das Ziel ihres Glaubens an Gott nicht ändern. Sie eilen umher, um ihre eigenen Bestrebungen zu verwirklichen; wie weit die Strecke auch ist und wie viele Schwierigkeiten, Gefahren und Hindernisse sich auch entlang des Weges befinden, sie bleiben hartnäckig und furchtlos vor dem Tod. Welche Kraft zwingt sie dazu, sich weiterhin auf diese Weise hinzugeben? Ist es ihr Gewissen? Ist es ihr erhabener und edelmütiger Charakter? Ist es ihre Entschlossenheit, gegen die bösen Mächte bis zum letzten Ende zu kämpfen? Ist es ihr Glaube, für Gott Zeugnis abzulegen, ohne auf eine Belohnung aus zu sein? Ist es ihre Hingabe, bereit zu sein, alles aufzugeben, um den Willen Gottes zu erfüllen? Oder ist es ihr engagierter Geist, mit dem sie stets auf persönliche, extravagante Ansprüche verzichten? Dass jemand, der das Führungswerk Gottes nie verstanden hat, so viel Herzblut aufwenden kann, ist schlechthin ein gewaltiges Wunder! Lasst uns vorerst nicht darüber reden, wie viel diese Menschen gegeben haben. Ihr Verhalten jedoch ist unserer detaillierten Analyse äußerst würdig. Könnte es außer den Vorteilen, die so eng mit ihnen verbunden sind, noch andere Gründe dafür geben, warum Menschen, die Gott nie verstehen, einen so großen Preis für Ihn bezahlen? Hier entdecken wir ein Problem, das zuvor vom Menschen nicht identifiziert wurde: Die Beziehung des Menschen zu Gott beruht lediglich auf bloßem Eigeninteresse. Es ist eine Beziehung zwischen dem Empfänger und dem Geber von Segnungen. Deutlicher ausgedrückt, ist es die Beziehung zwischen einem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer strengt sich nur an, um den Lohn zu erhalten, den ihm der Arbeitgeber gibt. In dieser Art von Beziehung, die auf Eigeninteresse basiert, gibt es keine familiäre Verbundenheit, sondern nur geschäftlichen Austausch. Es gibt kein Lieben und Geliebtwerden, nur Almosen und Barmherzigkeit. Es gibt kein Verständnis, nur hilflos unterdrückte Empörung und Täuschung. Es gibt keine Vertrautheit, nur eine Kluft, die nicht zu überqueren ist. Wer kann, jetzt, da dieser Punkt erreicht worden ist, einen solchen Verlauf rückgängig machen? Und wie viele Menschen sind fähig, wirklich zu verstehen, wie prekär diese Beziehung geworden ist? Ich glaube, dass sich keiner vorstellen kann, wie peinlich und unansehnlich eine solche Beziehung zu Gott ist, wenn die Menschen in die freudige Stimmung, gesegnet zu werden, eintauchen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 3: Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden). Nach dem Lesen von Gottes Worten fühlte ich mich sowohl erleuchtet als auch beschämt. Meine Beziehung zu Gott war genau so, wie Er sie entlarvt hatte: ein nacktes Eigeninteresse. Zu der Zeit, als ich an den Herrn glaubte, ertrug ich Verfolgung und entsagte meiner Familie, nur um Segnungen zu erlangen und in das Himmelreich einzugehen. Ganz gleich, wie sehr ich auch litt, hielt ich auch bei klirrender Kälte und sengender Hitze daran fest, Kirchen zu leiten und das Evangelium zu predigen. Doch als ich mit Gottes Werk der letzten Tage konfrontiert wurde, suchte und erforschte ich es nicht nur selbst nicht, sondern verurteilte es auch noch und widersetzte mich ihm. Ich riegelte sogar die Kirche ab, um Gläubige daran zu hindern, den Allmächtigen Gott anzunehmen. Nachdem ich Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatte, wurde mir klar, dass ich Böses getan und mich Gott widersetzt hatte. Mein erster Gedanke war nicht, wie ich vor Gott Buße tun könnte, sondern vielmehr, wie ich mehr predigen könnte, um meine Verfehlungen wiedergutzumachen und mir Gottes Barmherzigkeit zu erhandeln. Das alles tat ich in der Hoffnung, dass Er mir die Chance geben würde, in das Himmelreich einzugehen. Als ich las, dass Gott bei denjenigen, die gegen Ihn gelästert und Ihn verleumdet haben, „keine Nachsicht üben kann“, glaubte ich, ganz gleich, wie sehr ich mich bei meiner Pflicht bemühte, ich würde niemals Gottes Nachsicht erlangen und meine Hoffnung auf Errettung wäre dahin. Daraufhin wurde ich bei der Ausführung meiner Pflicht negativ und passiv. Von Anfang bis Ende war mein einziges Bestreben, Segnungen zu empfangen. Ich entsagte, wendete mich auf, gab mir alle Mühe und arbeitete nicht etwa, um nach der Wahrheit oder der Erkenntnis Gottes zu streben, sondern nur, um mir die Segnung zu erfeilschen, in das Himmelreich einzugehen. War das nicht exakt das, was Gott als „nur hilflos unterdrückte Empörung und Täuschung“ entlarvte? In all den Jahren meines Glaubens an Gott hatte ich nie nach Gottes Absichten gesucht. Ich hatte nie darüber nachgedacht, wonach ich laut Gottes Willen streben sollte, was Er von mir forderte, wie ich auf Seine Absichten Rücksicht nehmen und Ihn zufriedenstellen könnte, oder wie ich nach der Wahrheit streben sollte, um eine Änderung meiner Disposition zu erreichen. In meiner Vorstellung erschien das Streben nach der Wahrheit in meinem Glauben lediglich wie ein nettes Beiwerk, während das Streben nach Segnungen mir als das einzig Realistische überhaupt vorkam. Ich war von dem Verlangen nach Segnungen regelrecht geblendet gewesen und befand mich die ganze Zeit über auf dem falschen Weg. Ich dachte an Paulus. Als der Herr Jesus Sein Werk vollbrachte, wollte er weder zuhören noch nach der Wahrheit suchen. Stattdessen verurteilte er den Herrn Jesus, widersetzte sich Ihm, jagte und tötete Seine Jünger und verübte viele böse Taten. Nachdem der Herr ihn niedergestreckt hatte, dachte er in keiner Weise über seine früheren Taten und sein früheres Wesen nach, die sich Gott widersetzten. Er strebte auch nicht danach, den Herrn zu erkennen, sondern wollte nur noch das Evangelium predigen und mehr Menschen gewinnen, um seine Sünden wiedergutzumachen. Und nachdem er ein gewaltiges Werk vollbracht hatte, verlangte er sogar unverschämt eine Krone von Gott und sagte: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ (2 Timotheus 4,7-8). Ich hatte nur dafür Dingen entsagt, mich aufgewendet und meine Pflicht ausgeführt, um Segnungen von Gott zu fordern; ich befand mich auf dem Weg des Paulus. Als mir das klar wurde, war ich voller Reue und machte mir große Vorwürfe. Ich weinte und betete zu Gott: „Gott, mir ist jetzt klar, wie verachtenswert und abscheulich ich bin. Ich habe zwar all die Jahre das Evangelium gepredigt und meine Pflicht getan, nutzte meine Pflicht aber in Wirklichkeit nur, um mein Ziel zu erreichen, Segnungen zu empfangen. Ich bin es wahrlich unwürdig, vor Dir zu leben. Lieber Gott, ich bete darum, dass Du mich darin führst, nach einer Änderung meiner Disposition zu streben und danach, Dich zu erkennen.“
Dann las ich weitere Worte Gottes und fing an, Seine Absicht, den Menschen zu retten, ein wenig zu verstehen. Gott sagt: „Heute richtet euch Gott und züchtigt euch und verurteilt euch, aber du solltest wissen, dass der Zweck deiner Verurteilung darin liegt, dich selbst zu kennen. Er verurteilt, verflucht, richtet und züchtigt, damit du dich selbst kennen kannst, damit deine Disposition sich ändern kann und vor allem, damit du deinen Wert kennen kannst und siehst, dass alle Handlungen Gottes gerecht sind und mit Seiner Disposition und den Bedürfnissen Seines Werkes übereinstimmen, dass Er nach Seinem Plan zur Errettung des Menschen handelt und dass Er der gerechte Gott ist, der den Menschen liebt und rettet und der den Menschen zudem richtet und züchtigt. Wenn du nur weißt, dass du einen niedrigen Status hast, dass du verdorben und rebellisch bist, aber nicht weißt, dass Gott Seine Errettung durch das Gericht und die Züchtigung, die Er heute in dir vollbringt, offenbaren möchte, dann hast du keine Möglichkeit, etwas zu erleben, geschweige denn bist du fähig, weiter voranzukommen. Gott ist nicht gekommen, um die Menschen niederzustrecken oder zu vernichten, sondern um sie zu richten, zu verfluchen, zu züchtigen und zu retten. Vor dem Abschluss Seines 6000 Jahre währenden Führungsplanes – bevor Er das Ergebnis jeder Kategorie von Menschen offenbart – wird Gottes Werk auf Erden um der Errettung willen sein; sein Zweck ist ausschließlich jene vollkommen zu machen, die Ihn lieben – und das gründlich –, und sie zur Ergebung unter Seine Herrschaft zu bringen. … Gott ist gekommen, um auf der Erde zu wirken, um die verdorbene Menschheit zu retten; darin liegt keine Falschheit. Wenn dem nicht so wäre, wäre Er sicherlich nicht gekommen, um Sein Werk persönlich zu vollbringen. Früher brachten Seine Mittel der Errettung mit sich, dass Er Barmherzigkeit und liebende Güte im höchsten Maße zeigte, sodass Er Satan Sein Alles im Austausch für die gesamte Menschheit gab. Die Gegenwart ist nicht annähernd so wie die Vergangenheit: Eure Errettung heute erfolgt in der Zeit der letzten Tage, in der jeder entsprechend seiner Art eingeordnet wird; die Mittel eurer Errettung sind weder Barmherzigkeit noch liebende Güte, sondern Züchtigung und Gericht, damit die Menschen vollständiger gerettet werden können. Daher ist alles, was ihr bekommt, Züchtigung, Gericht und gefühlskalte Schläge, aber wisset Folgendes: In diesen gefühlskalten Schlägen liegt nicht die geringste Bestrafung. Wie hart Meine Worte auch sein mögen, was über euch kommt, sind nur einige wenige Worte, die euch völlig herzlos erscheinen mögen, und wie zornig Ich auch sein mag, sind es dennoch Worte der Rüge, die über euch kommen, und Ich beabsichtige nicht, euch zu schaden oder zu töten. Sind dies nicht alles Tatsachen? Wisset, dass heutzutage, sei es gerechtes Gericht oder gefühllose Läuterung und Züchtigung, alles der Errettung dient. Ungeachtet dessen, ob heute jeder entsprechend seiner Art eingeordnet wird oder ob all die verschiedenen Arten von Menschen offenbart werden, der Zweck von allen Worten Gottes und all Seinem Wirken ist, jene zu retten, die Gott wirklich lieben. Das gerechte Gericht wird herbeigebracht, um den Menschen zu reinigen, und die gefühlskalte Läuterung erfolgt, um ihn zu reinigen; die harten Worte oder die Maßregelung dienen beide der Reinigung und sind um der Errettung willen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ihr solltet die Vorteile von Status beiseitelegen und Gottes Absichten verstehen, dem Menschen Errettung zu bringen). „Gott ist diesmal gekommen, um zu wirken, nicht um die Menschen niederzustrecken, sondern um sie weitestgehend zu retten. Kein Mensch ist ohne Verfehlungen – wenn jeder niedergestreckt würde, wäre das dann ‚Errettung‘? Einige Verfehlungen werden absichtlich begangen, während andere unfreiwillig begangen werden. Wenn du dich ändern kannst, nachdem du eine gewisse Kenntnis der Dinge, die du unfreiwillig tust, erlangt hast, würde Gott dich dann vorher niederstrecken? Würde Gott Menschen auf diese Weise retten? So geht Er nicht vor! Egal ob du eine aufsässige Disposition aufweist oder unfreiwillig gehandelt hast, denke daran: Du solltest nachdenken und dich selbst kennen. Kehre sofort um und bemühe dich mit all deiner Kraft um die Wahrheit – und, welche Umstände auch immer eintreten, gib dich nicht der Verzweiflung hin. Das Werk, das Gott verrichtet, ist die Rettung des Menschen, und Er wird die Menschen, die Er retten will, nicht willkürlich niederstrecken. Das ist sicher“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Ich war von Gottes Worten tief berührt. Ganz gleich, ob die Worte, die Gott zu den Menschen spricht, Gericht, Verurteilung oder Flüche sind, sie dienen alle der Errettung der Menschen. Sie sollen bewirken, dass die Menschen durch Seine Worte ihre eigenen verdorbenen Dispositionen und die Unreinheiten in ihrem Glauben erkennen. Sie sollen ihr sich Gott widersetzendes Wesen sowie Gottes gerechte, majestätische und unverletzliche Disposition erkennen, damit sie ein gottesfürchtiges Herz entwickeln können. Auf diese Weise können sie ihre falschen Absichten loslassen, ihre satanischen verdorbenen Dispositionen abwerfen und Gottes Errettung erlangen. Ich glaubte an Gott, kannte aber weder Ihn noch Sein Werk. Mit meiner arroganten Disposition widersetzte ich mich Ihm. Als Gottes Evangelium des Königreichs meiner früheren Konfession gepredigt wurde, suchte und erforschte ich es nicht. Ich störte sogar andere Gläubige und hinderte sie daran, es zu tun. Gottes Gericht und Verurteilung meiner Taten offenbarten Seine gerechte Disposition in vollem Umfang. Doch als Gott mich mit Seinen Worten richtete und verurteilte, bestimmte Er damit nicht mein Ergebnis, geschweige denn, dass Er mich dem Tode auslieferte. Gottes Absicht war, dass ich Seine gerechte, majestätische und unverletzliche Disposition kennenlernen sollte, um ein gottesfürchtiges Herz zu entwickeln. Seine Absicht war auch, dass ich die Natur meiner Taten verstand, über die Grundursache meines Versagens nachdachte und in der Lage war, Buße zu tun und mich zu ändern. So reinigt und rettet Gott mich. Egal, was Gott sagte, Seine Hoffnung war, dass ich über meine rebellische, sich Gott widersetzende satanische Disposition nachdenken und sie verstehen würde, damit ich Buße tun und mich ändern könnte. Genau wie Gott sagt: „Das Werk, das Gott verrichtet, ist die Rettung des Menschen, und Er wird die Menschen, die Er retten will, nicht willkürlich niederstrecken. Das ist sicher.“ Ich hatte Gottes Werk auf die Bibel beschränkt, Sein Werk der letzten Tage verurteilt, mich ihm widersetzt und sogar Gläubige daran gehindert, es anzunehmen. Ich sah, dass ich zwar an Gott glaubte, aber überhaupt keine Erkenntnis über Ihn besaß. Meine Disposition war extrem arrogant, und ich hatte nicht die geringste Spur eines gottesfürchtigen oder demütigen Herzens. Ich hatte so viel Böses getan, dass ich von Gott verflucht und bestraft hätte werden sollen. Aber Gott behandelte mich nicht gemäß meinen bösen Taten. Stattdessen brachte Er mich durch das Evangelium, das meine Brüder und Schwestern predigten, vor Sich und ermöglichte es mir, durch das Gericht, die Verurteilung und die Enthüllung Seiner Worte über mich selbst nachzudenken und mich zu erkennen. Wenn das Gericht Gottes nicht gewesen wäre, hätte ich mein ganzes Leben lang an Ihn geglaubt, ohne jemals über mich selbst nachzudenken oder mich selbst zu erkennen. Ich hätte weder meine arrogante Natur erkannt noch realisiert, dass all meine Anstrengungen und alles, was ich aufwendete, nur dem Empfangen von Segnungen dienten. Ich wäre einfach weiter auf dem falschen Weg geblieben, hätte gegen Gott rebelliert, mich Ihm widersetzt, Seine Disposition verletzt und wäre letztendlich von Ihm verschmäht und ausgemustert worden. Es war das strenge Gericht Gottes, das mich rettete und mir die Chance gab, mich selbst zu erkennen und vor Ihm Buße zu tun. Gott richtete mich nur mit Seinen Worten; Er bestrafte mich nicht, sondern erlaubte mir sogar, die reiche Versorgung durch Seine Worte zu genießen, und leitete mich an, viele Wahrheiten zu verstehen. Ich habe so viel von Gott empfangen. Selbst nur eine Dienende zu sein, ist ein Akt von Gottes Gnade und Seiner Erhöhung. Selbst wenn ich in der Zukunft kein gutes Ergebnis und keinen guten Bestimmungsort haben sollte, muss ich meine Pflicht dennoch gut ausführen. Ich habe solches Glück, vor den Schöpfer getreten zu sein und Seine Stimme gehört zu haben. Mein Leben war nicht umsonst. Ganz gleich, wie mein Ende in der Zukunft aussehen mag, ich danke und preise Gott!
Danach las ich weitere Worte Gottes. Ich war in der Lage, meinen Verfehlungen richtig zu begegnen, und der Weg der Praxis wurde mir klarer. Der Allmächtige Gott sagt: „Solange jetzt ein Fünkchen Hoffnung für euch besteht, welche Geisteshaltung solltet ihr dann zeigen, unabhängig davon, ob Gott sich an eure vergangenen Verfehlungen erinnert oder nicht? ‚Ich muss nach der Wahrheit streben, eine Veränderung meiner Disposition anstreben, nach Gotteskenntnis streben, darf mich nie wieder von Satan täuschen lassen und nie wieder irgendetwas tun, was Gottes Namen Schande bereiten würde.‘ Jetzt sind die Menschen so tief verdorben und ohne jeden Wert. Welcher entscheidende Bereich bestimmt, ob sie gerettet werden können und ob sie irgendeine Hoffnung haben? Entscheidend ist, ob du, nachdem du einer Predigt zugehört hast, die Wahrheit annehmen kannst oder nicht, ob du die Wahrheit in die Praxis umsetzen kannst oder nicht und ob du dich ändern kannst oder nicht. Das sind die entscheidenden Bereiche. Wenn du nur Reue empfindest und es an der Zeit ist, etwas zu tun, einfach das tust, was du willst, auf dieselbe alte Art und Weise, wobei du nicht nur nicht nach der Wahrheit suchst, sondern dich auch weiter an alte Ansichten, Methoden und Vorschriften klammerst und nicht nur nicht über dich nachdenkst und nicht versuchst, dich selbst zu kennen, sondern immer schlechter wirst und immer noch darauf beharrst, deinen alten Weg zu beschreiten, dann wirst du keine Hoffnung auf Errettung haben und solltest abgeschrieben werden. Mit einer größeren Gotteskenntnis und einer tiefergehenden Selbstkenntnis wird es dir besser gelingen, dich davon abzuhalten, Böses und Sünden zu begehen. Je genauer du deine eigene Natur kennst, desto besser kannst du dich schützen, und nachdem du Erfahrungen gesammelt und Lehren daraus gezogen hast, wirst du nicht wieder scheitern“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). „Wenn die Menschen ihre Missverständnisse über Gott ausräumen wollen, dann müssen sie einerseits ihre eigenen verdorbenen Dispositionen kennenlernen und die Fehler, die sie gemacht haben, die Umwege, die sie gegangen sind, sowie ihre Verfehlungen und Nachlässigkeiten im Detail analysieren und erkennen. Nur auf diese Weise werden sie in der Lage sein, ihre eigene Natur klar zu sehen und Kenntnis darüber zu erlangen. Darüber hinaus müssen sie klar erkennen, warum sie den falschen Weg einschlagen und so viele Dinge tun, die gegen die Wahrheitsgrundsätze verstoßen, und was die Natur dieser Handlungen ist. Außerdem müssen sie verstehen, was genau Gottes Absichten und Anforderungen an sie sind, warum sie immer unfähig sind, nach Gottes Anforderungen zu handeln, und warum sie immer gegen Seine Absichten verstoßen und tun, was sie wollen. Bring diese Dinge vor Gott und bete, und verstehe sie klar. So kannst du deinen Zustand umkehren, deine Denkweise ändern und dein Missverständnis über Gott beseitigen. Manche Menschen hegen immer unangemessene Absichten, ganz gleich, was sie tun, haben immer verdrehte Vorstellungen und prüfen nicht, ob ihr innerer Zustand richtig oder falsch ist, noch erkennen sie dies gemäß Gottes Worten. Das sind wirrköpfige Menschen. Eines der deutlichsten Merkmale eines wirrköpfigen Menschen ist, dass er, nachdem er etwas Schlechtes getan hat, negativ bleibt, wenn er zurechtgestutzt wird, sich sogar der Verzweiflung hingibt und festlegt, dass er am Ende ist und nicht gerettet werden kann. Ist das nicht die erbärmlichste Äußerungsform eines wirrköpfigen Menschen? Er will nicht in Übereinstimmung mit Gottes Wort über sich selbst nachdenken und auch nicht nach der Wahrheit suchen, um das Problem zu lösen, wenn er mit Schwierigkeiten konfrontiert wird. Ist das nicht sehr wirrköpfig? Kann man Probleme lösen, wenn man sich der Verzweiflung hingibt? Kann das ständige Kämpfen in Negativität Probleme lösen? Die Menschen sollten alle verstehen, dass sie, wenn sie einen Fehler machen oder ein Problem haben, die Wahrheit suchen sollten, um es zu lösen. Du musst zunächst darüber nachdenken und verstehen, warum du Böses getan hast, was deine Absicht und dein Ausgangspunkt waren, warum du es tun wolltest und welches Ziel du verfolgtest, und ob dich jemand dazu angestiftet, aufgehetzt oder verleitet hat oder ob du es bewusst getan hast. Diese Fragen müssen genau reflektiert und verstanden werden. Dann wirst du in der Lage sein, zu erkennen, welche Fehler du gemacht hast und was du selbst bist. Wenn du nicht in der Lage bist, das Wesen deiner Übeltaten zu erkennen oder eine Lehre daraus zu ziehen, dann kann das Problem nicht gelöst werden. Viele Menschen tun schlimme Dinge und denken weder über sich selbst nach noch erlangen sie Selbsterkenntnis. Können solche Menschen also jemals wirklich Buße tun? Gibt es irgendeine Hoffnung für ihre Errettung? Die Menschheit ist die Nachkommenschaft Satans, und unabhängig davon, ob sie Gottes Disposition verletzt hat oder nicht, ist ihre Wesensnatur dieselbe. Die Menschen sollten öfter über sich selbst nachdenken und sich selbst besser kennenlernen. Sie sollten klar erkennen, inwieweit sie sich gegen Gott aufgelehnt und sich Ihm widersetzt haben, und ob sie die Wahrheit noch akzeptieren und praktizieren können. Wenn du dies klar erkennen kannst, wirst du wissen, wie groß die Gefahr ist, in der du dich befindest. In der Tat sind alle verdorbenen Menschen aufgrund ihrer Wesensnatur in Gefahr; es kostet sie viel Mühe, die Wahrheit zu akzeptieren, und es ist nicht leicht für sie. Einige Menschen haben Böses getan und ihre Wesensnatur offenbart, während andere noch nichts Böses getan haben, aber nicht unbedingt viel besser sind als andere – sie hatten einfach noch nicht die Situation oder die Gelegenheit dazu. Da du diese Verfehlungen hast, musst du dir in deinem Herzen darüber im Klaren sein, welche Haltung du jetzt einnehmen solltest, wofür du vor Gott Rechenschaft ablegen solltest und was Er sehen will. Du musst diese Dinge durch Gebet und Suche klären; dann wirst du wissen, wie du in Zukunft streben solltest, und wirst nicht mehr von den Fehlern, die du in der Vergangenheit gemacht hast, beeinflusst oder eingeschränkt werden. Du musst, wie es sich gehört, den Weg gehen, der vor dir liegt, und deine Pflicht tun und dich nicht länger der Verzweiflung hingeben; du musst dich gänzlich von der Negativität und den Missverständnissen lösen. Einerseits dient die jetzige Ausführung deiner Pflicht dazu, deine vergangenen Verfehlungen und Nachlässigkeiten wiedergutzumachen; dies ist ein negativer Ansatz und nicht sehr wünschenswert, aber das ist die Geisteshaltung, die du zumindest haben solltest. In anderer Hinsicht musst du positiv und proaktiv mitwirken, dein Bestes geben, um die Pflicht, die du ausführen sollst, gut auszuführen, und deine Verantwortungen und Verpflichtungen zu erfüllen. Das ist es, was ein geschaffenes Wesen tun sollte. Ganz gleich, ob du Auffassungen von Gott hast oder du Verdorbenheit offenbarst oder Seine Disposition verletzt, du musst all das auflösen, indem du über dich selbst nachdenkst und die Wahrheit suchst. Du musst aus deinen Misserfolgen lernen und vollständig aus dem Schatten der Negativität heraustreten“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur indem man nach der Wahrheit strebt, kann man seine Auffassungen und Missverständnisse über Gott auflösen). Durch Gottes Worte verstand ich: Ob Gott sich nun an meine Verfehlungen erinnert oder sie mir vergibt – solange auch nur ein Funken Hoffnung auf Errettung besteht, sollte ich nicht aufgeben. Ich muss mich nur darauf konzentrieren, nach der Wahrheit und einer Änderung meiner Disposition zu streben. Das ist der richtige Weg. Dass ich eine Verfehlung begangen habe, ist eine Tatsache. Doch bislang hat mich Gott weder Satan ausgeliefert noch mir die Berechtigung entzogen, meine Pflicht zu tun. Ich kann Gottes Worte lesen, meine Pflicht tun und habe immer noch die Chance, nach der Wahrheit und nach einer Änderung meiner Disposition zu streben. Darum darf ich nicht aufgeben. Ob Gott sich an meine Verfehlungen erinnert oder sie mir vergibt, liegt bei Gott; es steht mir nicht zu, darüber Mutmaßungen anzustellen. Alles, was ich tun muss, ist, nach der Wahrheit zu streben. Gott möchte nicht, dass ich von meinen Verfehlungen gefangen bleibe und meine Pflicht in einem negativen Zustand ausführe. Seine Absicht ist es, dass ich die Ursache meines Versagens verstehe, damit ich Buße tun und mich ändern kann. Er möchte, dass ich aufhöre, Ihn sowohl durch meine eigenen Auffassungen und Einbildungen einzuschränken, als auch meine harte Arbeit als Druckmittel zur Erlangung von Segnungen zu missbrauchen. Egal, was mir geschieht, ob groß oder klein, ich muss es im Lichte Seiner Worte betrachten und Seine Worte praktizieren. Gottes Worte haben auch meine falschen Ansichten korrigiert. Früher dachte ich, ich sei anders als die anderen – dass sie durch die Ausführung ihrer Pflichten auf Errettung hoffen könnten, während ich wegen meiner Verfehlungen nur eine Dienende sein und niemals gerettet werden könnte, ganz gleich, wie eifrig ich danach streben würde. Das war ein Missverständnis meinerseits über Gott. Nach dem Lesen Seiner Worte begriff ich, dass wir alle Menschen sind, die von Satan verdorben wurden, und dass wir alle dasselbe sich Gott widersetzende Wesen besitzen. Es ist nur so, dass ich Gottes Disposition verletzt habe, was mein Problem schwerwiegender machte. Das ist ein Fakt. Die Zeit lässt sich nicht zurückdrehen. Was Gott sehen möchte, ist meine Haltung der Reue und meine tatsächlichen Äußerungsformen. Ich betete zu Gott: „Gott, ich verstehe Deine Absicht nun. Jeden Tag, den ich lebe, werde ich nach der Wahrheit streben, nach einer Änderung meiner Disposition streben und meine Pflicht gut tun. Ob Du mir vergibst oder nicht, ich bin ein geschaffenes Wesen. Selbst wenn Du mich eine Dienende sein lässt, bin ich immer noch ein geschaffenes Wesen. Ich bin bereit, meine Pflicht bodenständig und gut zu tun.“ Als ich das begriff, wurde mein Herz viel ruhiger. Jetzt, da Gott uns alle Aspekte der Wahrheit mitgeteilt hat, sehe ich, dass das Streben nach der Wahrheit das Wichtigste ist. Unabhängig von meinem zukünftigen Ende oder davon, wie Gott mich behandelt, werde ich mich darauf konzentrieren, bei der Ausführung meiner Pflicht nach der Wahrheit zu streben und zuzulassen, dass Gottes Worte mein Leben werden. Das ist es, wonach ich streben muss. Nachdem ich diese Erfahrung gemacht habe, spüre ich wirklich, dass Gottes Gericht die beste Errettung für mich ist. Dank sei Gott!
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