die Kirche des Allmächtigen Gott

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Gottes Liebe war bei mir im finsteren Kerker des Teufels

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Yang Yi    Provinz Jiangsu

Ich bin eine Christin der Kirche des Allmächtigen Gottes. Ich bin seit mehr als zehn Jahren eine Jüngerin des Allmächtigen Gottes. Während dieses Zeitraums ist eine Sache, die ich nie vergessen werde, die schreckliche Drangsal, als ich von der Polizei der KPCh vor einem Jahrzehnt verhaftet wurde. Obwohl ich damals gefoltert wurde und böse Dämonen auf mir herumtrampelten und ich mehrere Male dem Tode nahe kam, benutzte der Allmächtige Gott Seine mächtige Hand, um mich zu führen und zu beschützen, mich wieder ins Leben zurückzubringen und mich wieder in Sicherheit zu bringen.… Dadurch erlebte ich wahrlich die Transzendenz und Größe der Kraft von Gottes Leben und erlangte den kostbaren Reichtum des Lebens, der mir durch Gott verliehen wurde.

Es war der 23. Januar 2004 (der zweite Tag des chinesischen Neujahrsfestes). Ich musste los und eine Schwester aus der Kirche besuchen; sie steckte in Schwierigkeiten und benötigte dringend Hilfe. Da ich weit weg wohnte, musste ich früh aufstehen, um ein Taxi zu bekommen, damit ich am gleichen Tag zurück sein würde. Ich verließ meine Wohnung, als es gerade hell wurde. Es war kaum jemand auf den Straßen, nur die Arbeiter, die den Müll wegräumten. Ich hielt unruhig Ausschau nach einem Taxi, aber es waren keine da. Ich ging zu einem Taxistand, um zu warten, und trat auf die Straße, um eines anzuhalten, als ich es kommen sah – doch es stellte sich heraus, dass es ein Fahrzeug war, das zum Amt für Umweltschutz gehörte. Sie fragten mich, warum ich sie angehalten hätte. „Es tut mir leid, es war ein Versehen, ich dachte, das wäre ein Taxi“, sagte ich. „Wir glauben, du hast verbotene Plakate aufgehängt“, erwiderten sie. „Habt ihr mich gesehen? Wo sind die Poster, die ich aufhängt habe?“ sagte ich. Ohne mir Gelegenheit zu geben, mich zu verteidigen, eilten die drei herbei und durchsuchten gewaltsam meine Tasche. Sie durchwühlten alles in meiner Tasche – eine Abschrift einer Predigt, einen Notizblock, ein Portemonnaie, ein Handy und einen ausgeschalteten Piepser und so weiter. Dann sahen sie sich die Predigtabschrift und den Notizblock genauer an. Da sie sahen, dass sich in meiner Tasche keine Plakate befanden, hielten sie die Predigtabschrift hoch und sagten: „Du hast vielleicht keine verbotenen Plakate aufgehängt, aber du glaubst an den Allmächtigen Gott.“ Als Nächstes riefen sie die Nationale Sicherheitsbehörde, Abteilung Religion, an. Wenig später kamen vier Leute von der Nationalen Sicherheitsbehörde. Sie wussten, ich glaubte an den Allmächtigen Gott, sobald sie die Sachen in meiner Tasche sahen. Ohne dass sie mich irgendetwas sagen ließen, verfrachteten sie mich in ihr Fahrzeug, verriegelten dann die Tür, um mich am Weglaufen zu hindern.

Gottes Liebe war bei mir im finsteren Kerker des Teufels

Als wir beim Amt für Öffentliche Sicherheit ankamen, führten mich die Polizisten in einen Raum. Einer von ihnen machte sich an meinem Piepser und meinem Handy zu schaffen, auf der Suche nach Hinweisen. Er schaltete das Telefon ein, aber es zeigte einen niedrigen Batteriestand an, dann meldete es, dass die Batterie komplett leer war. So sehr er es auch versuchte, er schaffte es nicht, es einzuschalten. Er hielt das Handy und sah besorgt aus. Ich war auch verblüfft – ich hatte das Handy gerade erst an diesem Morgen aufgeladen. Wie konnte es keinen Strom haben? Plötzlich begriff ich, dass Gott dies auf wundersame Weise so eingerichtet hatte, um die Polizei daran zu hindern, irgendwelche Informationen über die anderen Brüder und Schwestern zu finden. Ich verstand auch die Worte, die Gott gesprochen hatte: „werden sämtliche Dinge, ob lebendig oder tot, sich gemäß den Gedanken Gottes verlagern, verändern, erneuern und verschwinden. Auf diese Weise herrscht Gott über alle Dinge“ („Gott ist die Quelle menschlichen Lebens“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Das gab mir wahre Erkenntnis von Gottes Souveränität und Anordnung aller Dinge und stärkte meinen Glauben an zukünftiges Zusammenarbeiten. Der Polizeibeamte zeigte auf die Sachen in der Tasche und fragte anklagend: „Diese Dinge beweisen, dass du eindeutig kein gewöhnliches Kirchenmitglied bist. Du musst eine aus der ranghohen Führungsriege sein, jemand Wichtiges, denn untergeordnete Leitende haben keine Piepser oder Handys. Hab ich recht?“ „Ich verstehe nicht, was du sagst“, erwiderte ich. „Du tust so, als würdest du’s nicht verstehen!“ brüllte er, dann befahl er mir, mich hinzuhocken, während ich redete. Als sie sahen, dass ich nicht kooperieren würde, stellten sie sich um mich auf und fingen an, mich zu schlagen und zu treten – genug, um mich umzubringen. Mein Gesicht blutig und geschwollen, mein ganzer Körper unerträglich schmerzend, brach ich auf dem Boden zusammen. Ich war empört. Ich wollte vernünftig mit ihnen reden, argumentieren: Was habe ich falsch gemacht? Warum habt ihr mich dermaßen geschlagen? Doch ich hatte keine Möglichkeit, vernünftig mit ihnen zu reden, weil die KPCh-Regierung nicht vernünftig redet. Ich war ratlos, aber ich wollte mich ihren Schlägen nicht beugen. Gerade als ich weder ein noch aus wusste, dachte ich plötzlich daran, wie ich, weil diese üblen Beamten der KPCh-Regierung so absurd waren und mich kein vernünftiges Wort reden lassen wollten, überhaupt nichts zu ihnen sagen musste. Ich tat besser daran zu schweigen – auf diese Weise würde ich ihnen nichts nützen. Als ich daran dachte, hörte ich auf, dem, was sie sagten, irgendwelche Beachtung zu schenken.

Da sie sahen, dass diese Methode keine Wirkung auf mich hatte, gerieten die bösen Polizisten in Rage und wurden sogar noch barbarischer: Sie griffen zur Folter, um mir ein Geständnis zu entlocken. Sie fesselten mich mit Handschellen an einen Metallstuhl, der in so einer Position am Boden festgeschraubt war, dass ich mich weder hinhocken noch stehen konnte. Einer von ihnen legte meine nicht gefesselte Hand auf den Stuhl und schlug mit einem Schuh auf sie ein, und er hörte erst auf, als mein Handrücken grün und blau geworden war; ein anderer zerquetschte meine Zehen unter seinem Lederschuh. Erst dann machte ich die Erfahrung, dass Schmerz in den Fingern geradewegs ins Herz schießt. Danach nahmen sich sechs oder sieben Polizisten abwechselnd meiner an. Einer von ihnen konzentrierte sich auf meine Gelenke und drückte sie dermaßen hart, dass ich einen Monat später meinen Arm immer noch nicht beugen konnte. Ein anderer zog mich an den Haaren und schüttelte meinen Kopf von einer Seite zur anderen, zerrte ihn dann nach hinten, sodass ich nach oben blickte. „Schau in den Himmel und sieh, ob es da einen Gott gibt!“ sagte er boshaft. Sie machten bis zum Einbruch der Dunkelheit weiter. Als sie sahen, dass sie nichts aus mir herausbekommen würden und weil chinesisches Neujahr war, schickten sie mich direkt ins Untersuchungsgefängnis.

Als ich ankam, befahl eine Wärterin einer Gefangenen, mir alle meine Kleidungsstücke auszuziehen und sie in die Mülltonne zu werfen. Danach ließen sie mich eine schmutzige, übel riechende Gefängnisuniform anziehen. Die Wärter steckten mich in eine Zelle und logen dann die anderen Gefangenen an, indem sie sagten: „Vor allem hat sie die Familie von Menschen kaputtgemacht. Eine ganze Menge Familien sind von ihr ruiniert worden. Sie ist eine Lügnerin, sie betrügt ehrliche Leute und stört die öffentliche Ordnung.…“ Warum sieht sie wie ein Trottel aus?“, fragte eine der Gefangenen. Woraufhin die Wärter antworteten: „Sie zieht nur eine Show ab, um einer Bestrafung zu entgehen. Wer von euch ist so schlau? Jeder, der meint, sie sei ein Dummkopf, ist der größte Trottel von allen.“ Derart von den Wärtern getäuscht, sagten all die anderen Gefangenen, man ließe mich zu leicht davonkommen und dass das einzig Gute für jemanden so übel wie mich das Erschießungskommando wäre! Das zu hören, machte mich wütend – aber es gab nichts, was ich tun konnte. Meine Versuche, Widerstand zu leisten, hatten nichts genützt, sie brachten nur mehr Folter und Grausamkeit. Im Untersuchungsgefängnis ließen die Wärter die Gefangenen jeden Tag die Regeln aufsagen: „Gesteht eure Verbrechen und beugt euch dem Gesetz. Andere zu Verbrechen anzustacheln, ist nicht erlaubt. Die Bildung von Banden ist nicht erlaubt. Schlägereien sind nicht erlaubt. Andere einzuschüchtern, ist nicht erlaubt. Falsche Anschuldigungen gegen andere zu erheben, ist nicht erlaubt. Anderen Essen oder Habseligkeiten wegzunehmen, ist nicht erlaubt. Anderen Streiche zu spielen, ist nicht erlaubt. Gegen Gefängnisraufbolde sollte hart durchgegriffen werden. Jeder Verstoß gegen die Regeln sollte umgehend den Aufsehern oder dem Wachpersonal auf Patrouille gemeldet werden. Ihr dürft keine Fakten vertuschen oder versuchen, diejenigen Gefangenen zu schützen, die gegen die Regeln verstoßen haben, und Kontrollen sollten human sein. …“ In Wirklichkeit ermunterten die Wärter die anderen Gefangenen dazu, mich zu quälen, und ließen zu, dass sie mir jeden Tag Streiche spielten: Wenn es minus 8 oder 9 Grad waren, machten sie meine Schuhe nass; sie schütteten heimlich Wasser in mein Essen; am Abend, wenn ich schlief, durchnässten sie meine mit Baumwolle gefütterte Jacke; sie ließen mich neben der Toilette schlafen, sie zogen mir oft in der Nacht meine Decke weg, zogen an meinen Haaren, um mich am Schlafen zu hindern; sie schnappten sich meine gedämpften Teigtaschen; sie nötigten mich, die Toilette zu säubern, und zwangen mir ihre übrig gebliebenen Medikamente in den Mund, sie ließen mich nicht meine Notdurft verrichten.… Wenn ich nichts von dem tat, was sie sagten, taten sie sich zusammen und schlugen auf mich ein – und bei diesen Gelegenheiten suchten die Aufseher oder die Wärter auf Patrouille oftmals schnell das Weite oder taten so, als hätten sie nichts gesehen; manchmal versteckten sie sich sogar in einiger Entfernung und sahen zu. Wenn die Gefangenen mich ein paar Tage nicht quälten, fragten die Aufseher und die Wärter auf Patrouille sie: „Diese blöde Schlampe ist in den letzten paar Tagen schlauer geworden, ja? Inzwischen seid ihr alle weich in der Birne geworden. Jeder, der diese dumme Schlampe umstimmt, wird einen Straferlass bekommen.“ Die brutale Folter der Wärter erfüllte mich mit Hass auf sie. Hätte ich das nicht mit meinen eigenen Augen gesehen und es persönlich erlebt, würde ich heute niemals glauben, dass die KPCh-Regierung, die doch eigentlich voller Güte und Moral sein sollte, so finster, schrecklich und grauenvoll sein konnte – ich hätte nie ihr wahres Gesicht gesehen, ein Gesicht, das arglistig und doppelzüngig ist. All ihr Gerede davon, „dem Volk zu dienen, eine zivilisierte und harmonische Gesellschaft zu erschaffen“ – das sind Lügen, die dazu gedacht sind, die Menschen irrezuführen und zu täuschen, sie waren ein Mittel, ein Trick, um sich selbst besser dastehen zu lassen und Ruhm zu erlangen, den sie nicht verdient. Seinerzeit dachte ich an die Worte Gottes: „Es ist somit nicht verwunderlich, dass die Menschwerdung Gottes vollkommen verborgen bleibt: Wie könnte in einer dunklen Gesellschaft wie dieser, in der die Dämonen gnadenlos und unmenschlich sind, der König der Teufel, der Menschen augenblicklich tötet, die Existenz eines Gottes tolerieren, der lieblich, liebenswürdig und auch heilig ist? Wie könnte er der Ankunft Gottes Beifall und Jubel zukommen lassen? Diese Lakaien! Sie vergelten Liebenswürdigkeit mit Hass, sie verachten Gott seit langem, sie beschimpfen Gott, sie sind hochgradige Barbaren, sie haben nicht den geringsten Respekt vor Gott, sie plündern und brandschatzen, sie haben jegliches Gewissen verloren und haben keine Spur von Liebenswürdigkeit, und sie verführen die Unschuldigen zur Sinnlosigkeit. Urväter des Altertums? Geliebte Führer? Sie alle widersetzen sich Gott! Ihre Einmischung hat alles unter dem Himmel in einen Zustand der Dunkelheit und des Chaos versetzt! Religiöse Freiheit? Die legitimen Rechte und Interessen der Bürger? Das sind alles Tricks, um die Sünde zu vertuschen!“ („Arbeit und Eintritt (8)“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Als ich Gottes Worte mit der Wirklichkeit verglich, sah ich das finstere und böse teuflische Wesen der KPCh-Regierung in vollkommener Klarheit. Um ihre finstere Herrschaft zu erhalten, hält sie ihr Volk im Klammergriff und schreckt vor nichts zurück, um es zu täuschen und irrezuführen. Oberflächlich betrachtet, erweckt sie den Anschein, Religionsfreiheit zu gewähren – aber insgeheim verhaftet, unterdrückt, verfolgt und ermordet sie landesweit Menschen, die an Gott glauben. Sie versucht sogar, sie alle umbringen zu lassen. Wie listig, brutal und rückständig der Teufel ist! Wo ist die Freiheit? Wo sind die Menschenrechte? Sind sie nicht allesamt Tricks, mit denen man Menschen täuscht? Können die Menschen irgendeinen Funken Hoffnung oder Licht erkennen, der unter ihrer finsteren Herrschaft existiert? Wie können sie frei sein, um an Gott zu glauben und nach der Wahrheit zu streben? Erst dann begriff ich, dass Gott zugelassen hatte, dass mir diese Verfolgung und Drangsal widerfuhren, dass er sie benutzt hatte, um mir die Boshaftigkeit und Brutalität der KPCh-Regierung zu zeigen, um mir ihr teuflisches Wesen zu zeigen, das in Feindschaft mit der Wahrheit steht und Gott feindlich gesinnt ist, und um mir zu zeigen, dass die Volkspolizei, die die Regierung energisch propagiert und dafür preist, dass sie das Böse bestrafe, für das Gute eintrete und Gerechtigkeit vorantreibe, die Komplizen und Handlanger sind, die sie akribisch gefördert hat, ein Haufen Scharfrichter, die die Gesichter von Menschen haben, aber die Herzen von wilden Tieren, und die im Handumdrehen töten würden. In dem Versuch, Gottes Werk zu verbieten und auszurotten und mich zu zwingen, Gott abzulehnen und zu verraten und mich ihrer despotischen Macht zu ergeben, schreckte die KPCh-Regierung vor nichts zurück, folterte und verunstaltete mich – aber sie hatte ja keine Ahnung, dass, je mehr sie mich folterte, ich umso deutlicher ihre teuflische Fratze sah und ich sie umso mehr aus tiefstem Herzen verachtete und ablehnte, was mich dazu brachte, mich wahrlich nach Gott zu sehnen und auf Gott zu vertrauen. Und außerdem begriff ich unbewusst gerade aufgrund der Folter durch die Wärter, was es wirklich bedeutet, zu lieben, was Gott liebt, und zu hassen, was Gott hasst, was es bedeutet, Satan den Rücken zuzukehren und sein Herz Gott zuzuwenden, was es heißt, barbarisch zu sein, was die Mächte der Finsternis sind, und außerdem, was es heißt, boshaft und heimtückisch zu sein, falsch und hinterlistig. Ich war dankbar, dass Gott mich dieses Umfeld erfahren ließ, dass er es mir ermöglichte, richtig von falsch zu unterscheiden und den richtigen Weg des Lebens zu sehen, den ich nehmen sollte. Mein Herz – welches so lange Zeit von Satan betört gewesen war – wurde endlich von Gottes Liebe aufgeweckt. Ich spürte, dass große Bedeutung darin lag, dass ich das Glück hatte, diese Drangsal und Prüfung zu erleben, dass mir wahrhaft besondere Gunst erwiesen worden war.

Nachdem sie alles andere versucht hatten, ließen sich die bösen Polizisten einen anderen Plan einfallen: Sie fanden eine Pastorin von der Drei-Selbst-Kirche, die wusste, wer ich war, um mich bloßzustellen. Sie sagte, ich glaubte an den Allmächtigen Gott und hätte einmal versucht, das Evangelium an sie zu verteilen – doch sie hätte abgelehnt. Und sie versuchte auch, mich dazu zu bringen, mich von Gott abzuwenden. Als ich diese böse Dienerin sah, die viele Brüder und Schwestern gemeldet hatte, die das Evangelium verbreiteten, und all die gemeinen Worte hörte, die sich aus ihrem Mund ergossen – Worte, die Gott verunglimpften, verleumdeten und lästerten – wurde mein Herz von Zorn erfüllt. Ich wollte sie anschreien, fragen, warum sie Gott gegenüber so unverschämt feindlich gesinnt war. Wie kam es, dass sie so viel von Gottes Gnade genoss, hatte sie sich doch mit bösen Dämonen verbündet, um Gottes Auserwählte zu verfolgen? In meinem Herzen waren unbeschreibliche Traurigkeit und Schmerz. Ich verspürte auch ein großes Gefühl von Reue und Schuld; ich hasste mich wahrlich dafür, wie ich, in der Vergangenheit, nicht versucht hatte, nach der Wahrheit zu streben, und nie irgendetwas anderes als gekannt hatte als den Genuss von Gottes Gnade und Segnungen, wie ein naives Kind, das sich über den Schmerz und die Schmach, die Gott um unserer Errettung willen ertragen hatte, keine Gedanken macht. Erst jetzt, als ich tief in dieser Höhle der Feinde war, spürte ich genau, wie schwer es für Gott war, in diesem schmutzigen, verderbten Land zu wirken, und genau, wie groß der Schmerz war, den Er gelitten hatte! Wahrlich, Gottes Liebe für den Menschen bringt großen Schmerz mit sich. Er vollbringt das Werk der Errettung der Menschheit, während Er des Menschen Verrat erträgt. Des Menschen Verrat hat Ihm nichts als Kummer und Schmerz gebracht. Kein Wunder, dass Gott einst sprach: „Sogar innerhalb von nur einer Nacht können sie von einer lächelnden ‚gutherzigen‘ Person zu einem hässlichen und grausamen Mörder werden und ihren Wohltäter von gestern plötzlich ohne Sinn und Grund wie ihren Todfeind behandeln“ („Gottes Arbeit und die Praxis des Menschen“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Heute würde ich, obwohl ich in die Klauen des Teufels gefallen war, Gott nicht verraten, komme, was da wolle. Egal wie groß die Mühsal, die ich litt, ich würde kein Judas sein, nur um meine eigene Haut zu retten, ich würde Gott keinen Schmerz oder Kummer bereiten. Infolgedessen, dass ich von dieser Pastorin aus der religiösen Gemeinschaft verraten wurde, verstärkten die bösen Polizisten ihre Folter. Sie stand indessen daneben und sagte: „Du kannst gut nicht von böse unterscheiden. Du hast das verdient! Du weißt meine Freundlichkeit nicht zu schätzen. Du verdienst es, zu Tode gefoltert zu werden!“ Diese boshaften, schlimmen Worte zu hören, machte mich wütend – doch ich verspürte auch ein unerklärliches Gefühl von Traurigkeit. Ich wollte weinen, doch ich wusste, ich durfte nicht. In meinem Herzen betete ich insgeheim: „Oh Gott! Könntest Du doch nur mein Herz gewinnen. Obwohl ich im Moment nichts für Dich tun kann, will ich Dich siegreich vor Satan und dieser gemeinen Person bezeugen, sie damit zutiefst beschämen und dadurch Deinem Herzen Tröstung bringen. Oh Gott! Könntest Du doch nur mein Herz beschützen und mich stärker machen. Wenn ich Tränen habe, mögen sie nach innen fließen – ich kann sie nicht meine Tränen sehen lassen. Ich sollte glücklich sein, weil ich die Wahrheit verstehe, denn Du hast meine Augen glänzend gemacht, was mir die Fähigkeit gegeben hat, zu unterscheiden und deutlich die Natur und das Wesen Satans zu sehen, die darin bestehen, sich Dir zu widersetzen, Dich zu verraten und Dein Werk zu zerstören. Inmitten von Läuterung habe ich auch gesehen, wie Deine weise Hand alles plant. Ich will weiter mit Dir zusammenarbeiten, bis der Sieg Dein ist.“ Nach dem Beten war in meinem Herzen die Stärke, nicht zu ruhen, bis ich mein Zeugnis vor Gott vollendet hatte. Ich wusste, dass mir dies von Gott gegeben worden war, dass Gott mir großen Schutz gegeben und mich sehr bewegt hatte. Die bösen Polizisten wollten die gemeine Person benutzen, um mich dazu zu bringen, Gott zu verraten, doch Gott ist ein weiser Gott, und Er gebrauchte die gemeine Person als ein Gegenbeispiel, um mir die aufsässige Natur der verderbten Menschheit zu zeigen, was meinen Entschluss und Glauben anspornte, Gott zufriedenzustellen. Außerdem hatte ich einiges Wissen über Gottes weises Wirken, ich sah, dass Gott alles, was da ist, regelt und lenkt, im Dienste der Vervollkommnung von Gottes Volk. Das ist die hieb- und stichfeste Tatsache von Gottes Einsatz von Weisheit, um Satan zu besiegen.

Da sie sahen, dass sie mich nicht dazu bewegen würden, irgendetwas zu sagen, was sie wollten, scheuten sie keine Kosten – sei es Personal oder materielle und finanzielle Ressourcen – um rauf und runter nach Beweisen dafür zu fragen, dass ich an Gott glaubte. Drei Monate später hatte all ihr Gehetze zu nichts geführt. Am Ende spielten sie ihren Trumpf aus: Sie fanden einen Meister des Verhörs. Es hieß, dass jeder, der zu ihm gebracht wurde, seinen drei Folterarten ausgesetzt war, und keiner hatte je nicht gestanden. Eines Tages kamen vier Polizeibeamte und sagten zu mir: „Heute bringen wir dich in ein neues Zuhause.“ Als Nächstes schubsten sie mich in einen Gefangenentransporter, legten meine Hände auf dem Rücken in Handschellen und zogen eine Kapuze über meinen Kopf. Die Umstände ließen mich glauben, dass sie mich wegbrachten, um mich heimlich hinzurichten. In meinem Herzen konnte ich nicht anders, als in Panik zu verfallen. Doch danach dachte ich an das Loblied, das ich früher sang, als ich an Jesus glaubte: „Seit den Anfangszeiten der Kirche mussten diejenigen, die dem Herrn nachfolgen, einen hohen Preis zahlen. Zehntausende geistliche Verwandte haben sich für das Evangelium geopfert, und somit haben sie ewiges Leben erlangt. Märtyrertum für den Herrn, ich bin bereit, als Märtyrer für den Herrn zu sterben.“ An diesem Tag verstand ich das Lied endlich: Diejenigen, die dem Herrn nachfolgen, müssen einen hohen Preis zahlen. Auch ich war bereit, für Gott zu sterben. Zu meiner Überraschung hörte ich zufällig, nachdem ich in den Transporter eingestiegen war, das Gespräch zwischen den bösen Polizisten. Es schien, dass sie mich woandershin brachten, um verhört zu werden. Ach! Sie brachten mich nicht zur Hinrichtung – und ich hatte mich darauf vorbereitet, als Märtyrer für Gott zu sterben! Gerade als ich das dachte, zog einer der Polizisten, aus irgendeinem unbekannten Grund, die Schnüre der Kapuze über meinem Kopf fester zu. Wenig später begann ich mich unbehaglich zu fühlen – es fühlte sich an, als würde ich erstickt. Ich ertappte mich dabei, dass ich mich fragte, ob sie mich wirklich zu Tode foltern würden. In diesem Augenblick dachte ich daran, wie Jesu Jünger sich geopfert hatten, um das Evangelium zu verbreiten. Ich würde kein Feigling sein. Selbst wenn ich starb, ich würde sie nicht darum bitten, die Schnüre zu lockern, geschweige denn würde ich mich geschlagen geben. Aber ich konnte mich nicht beherrschen: Ich verlor das Bewusstsein und brach über ihnen zusammen. Als sie sahen, was geschah, lockerten die Polizisten schnell die Kapuze. Schaum kam mir aus dem Mund, dann konnte ich nicht aufhören, mich zu übergeben. Es fühlte sich an, als würde ich mein Innerstes erbrechen. Ich fühlte mich schwindlig, mein Kopf leer, und ich konnte meine Augen nicht aufmachen. Ich hatte keine Kraft, nirgendwo in meinem Körper, als wäre ich gelähmt worden. Es fühlte sich an, als wäre etwas Klebriges in meinem Mund, das ich nicht herausbekommen konnte. Ich war immer schwächlich gewesen, aber nachdem ich so misshandelt worden war, spürte ich, dass ich in Schwierigkeiten war, dass ich jeden Moment aufhören könnte zu atmen. Unter Schmerzen betete ich zu Gott: „Oh Gott! Wenn Du willst, dass ich Dich im Tod bezeuge, füge ich mich Dir mit Freude, und nehme mit Freude den Tod, um Dich zufriedenzustellen. Ich weiß, dass jene, die in Gottes Namen sterben, nicht sterben, sondern schlafen. Ich vertraue darauf, dass, was immer Du tust, gerecht ist, und könntest Du doch nur mein Herz beschützen, damit ich mich allem fügen kann, was Du planst und in die Wege leitest.“ Einige Zeit später kam der Transporter bei einem Hotel an. Zu diesem Zeitpunkt fühlte sich mein ganzer Körper schwach an, und ich konnte meine Augen nicht aufmachen. Sie führten mich in einen abgedichteten Raum. Alles, was ich hören konnte, war das Geräusch der vielen Helfershelfer der KPCh-Regierung, die umherstanden, sich über mich berieten und sagten, dass mich sehen so wäre, wie zu sehen, wie Liu Hulan gewesen war. Was für ein Aha-Erlebnis, wie eindrucksvoll! Sie ist sogar zäher, als Liu Hulan war! Als ich das hörte, raste mein Herz vor Aufregung. Ich sah, dass der Allmächtige Gott siegreich sein musste, dass Satan unter Gottes Füßen war! Ich dankte und pries Gott dafür, dass Er mir Glauben und Gehorsam gab. In diesem Moment vergaß ich die Schmerzen. Ich fühlte mich ungemein erfreut, Gott zu verherrlichen.

Wenig später kam der „Vernehmungsexperte“, von dem die Polizisten gesprochen hatten. Gleich als er hereinkam, schrie er: „Wo ist diese dumme Schlampe? Ich will sie mir ansehen!“ Er ging vor mich hin und packte mich. Nachdem er mir zig Ohrfeigen verpasst hatte, boxte er mich mehrere Male hart in Brustkorb und Rücken, zog dann einen seiner Lederschuhe aus und schlug mir damit ins Gesicht. Nachdem ich von ihm dermaßen geschlagen wurde, verlor ich das Gefühl, dass da etwas war, das ich nicht aus meinem Mund oder Magen bekommen konnte. Die Benommenheit wich aus meinem Kopf, und ich konnte meine Augen öffnen. Nach und nach fühlten meine Glieder wieder etwas, und langsam kam mein Körper wieder zu Kräften. Als Nächstes packte er mich grob bei den Schultern und stieß mich rücklings gegen die Wand, befahl mir, ihn anzusehen und seine Fragen zu beantworten. Als er sah, dass ich ihm keinerlei Beachtung schenkte, wurde er wütend, und er versuchte, eine Reaktion aus mir herauszubekommen, indem er Gott verunglimpfte, verleumdete und lästerte. Er wendete die verächtlichsten, abscheulichsten Mittel an, um mich zu ködern, und sagte Unheil verheißend: „Ich quäle dich absichtlich mit dem, was für dein Fleisch und deine Seele unerträglich ist, um dich Schmerzen leiden zu lassen, die kein normaler Mensch ertragen könnte – du wirst dir wünschen, du wärest tot. Am Ende wirst du mich anflehen, von dir abzulassen, und dann wirst du vernünftig reden und sagen, dass dein Schicksal nicht in Gottes Händen liegt – es liegt in meinen. Wenn ich will, dass du stirbst, wird es geradewegs geschehen; wenn ich will, dass du lebst, wirst du leben; und welches Elend ich dich auch immer leiden lassen will, das wirst du erleiden. Dein Allmächtiger Gott kann dich nicht retten – du wirst nur leben, wenn du uns anflehst, dich zu retten.“ Mit diesen abscheulichen, schändlichen, verächtlichen Schlägertypen, wilden Tiere und bösen Dämonen konfrontiert, wollte ich sie wirklich bekämpfen. In diesem Moment dachte ich an ein Loblied über Lebenserfahrung: „Die Himmel und die Erde und alles darin wurden von Gott geschaffen, und es ist natürlich und richtig, dass Gott sich an ihnen erfreut. Der König der Teufel nimmt sie schamlos in Besitz; Satan ist des abscheulichsten Verbrechens schuldig; Zehntausende geistliche Verwandte müssen sich erheben“ („Dem hellen Pfad entgegen laufen“ in Folgt dem Lamm und singt neue Lieder). Was hatte ich getan, um mich zu erheben? Indem ich nicht einmal irgendwas sagte, um sie zu widerlegen, einfach zuließ, dass sie mich quälten, wie immer es ihnen beliebte – war ich darin zu schwach? Mein Herz war von Zorn erfüllt. Ich hatte das Gefühl, als könnte ich es nicht zurückhalten; ich wollte aufschreien, zurückschlagen, ihnen erklären: „Ein Mensch würde einen Hund nie um Gnade anbetteln!“ Ich glaubte, dass dies ein Gefühl von Gerechtigkeit wäre – aber zu meiner Überraschung wurde es, je mehr ich so dachte, umso finsterer in mir drinnen. Ich fand mich ohne Worte des Gebets wieder, unfähig, an irgendwelche Loblieder zu denken. Meine Gedanken wurden unklar, ich wusste nicht, was zu tun war, und an diesem Punkt begann ich mich ein wenig ängstlich zu fühlen. Ich beruhigte mich rasch vor Gott. Ich dachte über mich selbst nach und versuchte, mich selbst zu erkennen, und in diesem Moment kamen mir Gottes Urteilsworte in den Sinn: „Was du bewunderst ist nicht die Demut Christi…. Du liebst nicht die Lieblichkeit oder Weisheit Christi …“ („Bist du ein wahrer Gläubiger Gottes?“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). „Wird Mein Ebenbild offenbart, indem du deinen eigenen Begierden folgst? Wird das Mein Herz zufriedenstellen? Bist du jemand, der Meine Anliegen aufrichtig beachtet hat? Bist du jemand, der wahrhaft versucht hat, Mein Herz zu verstehen? Hast du dich selbst tatsächlich für Mich hingegeben? Hast du dich wahrhaft für Mich aufgewendet? Hast du über Meine Worte nachgedacht?“ („Kundgebungen und Zeugnisse Christi am Anfang“) Jedes Wort von Gottes Urteil durchbohrte mein Herz. Ja – ich hatte Christus als zu klein gesehen, ich hatte Macht und Einfluss bewundert, nicht die Ergebenheit von Christus, geschweige denn hatte ich die Weisheit von Gottes verborgenem Wirken bewundert. Gott benutzt Seine Weisheit, um Satan zu besiegen, Er benutzt Seine Ergebenheit und Verborgenheit, um das wahre Gesicht Satans zu offenbaren und um Beweise zu sammeln, um die Gottlosen zu bestrafen. Ich verließ mich indessen auf teuflische Philosophien, um das Werk Christi zu achten, stets in dem Versuch, Zahn um Zahn und Auge um Auge zu erreichen, in dem Glauben, dass, gut zu sein, heißt, ausgenutzt zu werden, dass alle ihre Last auf ein williges Pferd legen. Warum sollten wir, wenn wir verfolgt werden, die bösen Polizisten walten lassen, wie es ihnen gefällt? Ist es das Los derer, die an Gott glauben, schikaniert, unterdrückt und beleidigt zu werden? Infolge meiner überheblichen Natur war ich nicht bereit gewesen, Erniedrigung zu ertragen, geschweige denn Drangsalierung und Unterdrückung. Das hatte mich auf Christi weises Tun herabsehen und nicht die Ergebenheit und Verborgenheit Christi schätzen lassen. Stattdessen glaubte ich, dass Gerechtigkeitssinn, Charakterstärke und Würde darin lagen, gegen sie zu kämpfen. Ich hatte ja keine Ahnung, dass Satan mich anstacheln wollte, gegen sie anzukämpfen, indem er mich zwang, die Tatsache meines Glaubens an Gott einzugestehen, um mich zu überführen. Wenn ich sie wirklich mit unbesonnener Beherztheit bekämpfte, wäre ich dann nicht ihren hinterlistigen Plänen zum Opfer gefallen? Ich war Gott wahrlich dankbar für Seine rechtzeitige Züchtigung und Sein rechtzeitiges Urteil über mich, welche mir Schutz inmitten meiner Aufsässigkeit gaben, sodass ich die hinterlistigen Pläne Satans durchschaute und das Gift Satans in mir selbst erkannte und ein wenig Erkenntnis davon erlangte, was Gott und was Gottes demütiger und verborgener Lebenskern ist. Ich dachte daran, wie Christus davor stand, von dem KPCh-Teufel verfolgt, gejagt und getötet zu werden, und wie die ganze Menschheit über Ihn urteilte und Ihn verurteilte und Ihn verleumdete und Ihn verließ. Die ganze Zeit ertrug Er all dies schweigend, erduldete all diese Qual, um Sein Erlösungswerk auszuführen, setzte sich nie zur Wehr und beklagte sich nie. Ich sah genau, wie gütig und wunderbar und ehrbar Gottes Disposition ist! Indessen hatte ich – eine schmutzige, verderbte Person – zurückschlagen wollen, als ich von den bösen Dämonen verfolgt wurde, ich hatte meine unbesonnene Beherztheit einsetzen wollen, um meine vermeintliche Würde zu wahren, um für meine eigene Gerechtigkeit zu kämpfen, auf der Grundlage meines eigenen Willens. Wo lag darin der Sinn für Gerechtigkeit? Und wo waren die Charakterstärke und Würde? Zeigte ich darin nicht mein hässliches teuflisches Gesicht? Offenbarte ich nicht meine überhebliche Natur? Wo lag darin irgendwelche Wahrheit? Als ich das dachte, wurde mein Herz mit Reue erfüllt. Ich entschloss mich, Christus nachzuahmen. Ich war bereit, mich diesem Umfeld zu beugen und mein Bestes zu versuchen, mit Gott zusammenzuarbeiten und Satan keine Chance zu lassen.

Mein Herz wurde ruhig, und schweigend wartete ich auf die nächste Runde dieses Kampfes gegen Dämonen. Meine Weigerung zu gestehen, hatte den vermeintlichen Experten eine ganze Menge Ansehen gekostet. Heftig verdrehte er einen meiner Arme hinter meinem Rücken und zog den anderen über meine Schulter, fesselte dann meine Hände eng mit Handschellen zusammen. Nach weniger als einer halben Stunde rollten große Schweißtropfen über mein Gesicht und hinderten mich daran, meine Augen öffnen zu können. Als er sah, dass ich immer noch nicht auf seine Fragen antworten würde, warf er mich zu Boden und hob mich dann an den Handschellen hinter meinem Rücken nach oben. Meine Arme schrien unmittelbar vor Schmerzen auf, als ob sie gebrochen worden waren. Es tat so weh, ich konnte kaum atmen. Als Nächstes schleuderte er mich gegen die Wand und ließ mich dagegen stehen. Schweiß trübte meine Augen. Es tat so weh, dass mein Körper schweißgebadet war – sogar meine Schuhe waren nass. Ich war immer schwächlich gewesen, und in diesem Moment brach ich zusammen. Alles, was ich tun konnte, war, durch meinen Mund zu keuchen. Der Dämon stand daneben und sah mir zu. Ich wusste nicht, was er sah – vielleicht hatte er Angst, man würde ihm die Schuld geben, wenn ich stürbe – er griff schnell nach einer Handvoll Papiertücher, um mir den Schweiß abzuwischen, verabreichte mir dann einen Becher Wasser. Das tat er jedes Mal, wenn weniger als eine halbe Stunde vergangen war. Ich weiß nicht, wie ich zu diesem Zeitpunkt aussah. Ich vermute, es muss sehr schrecklich gewesen sein, weil ich nur mit offenem Mund hecheln konnte; es schien, dass ich die Fähigkeit, durch meine Nase zu atmen, verloren hatte. Meine Lippen waren trocken und platzten auf, und es kostete alle Kraft, die ich hatte, einfach zu atmen. Ich fühlte erneut den Tod nahen – vielleicht würde ich diesmal wirklich sterben. Doch in diesem Augenblick erleuchtete mich der Heilige Geist. Ich dachte an Lukas, einen von Jesu Jüngern, und seine Erfahrung, lebendig gehängt zu werden. In meinem Herzen erlangte ich spontan meine Kraft zurück und sagte mir immer wieder dasselbe, um mich daran zu erinnern: „Lukas starb, indem er lebendig gehängt wurde. Auch ich muss Lukas sein, ich muss Lukas sein, Lukas sein … Gott wird Menschen fast bis zum Tode läutern; aber ich bin zu schwach, ich bin des Zeugnisses fast bis zum Tode nicht fähig – und jetzt bin ich einen Fußbreit vom Tode angekommen. Selbst wenn ich wirklich sterbe, gehorche ich bereitwillig Gottes Plänen und Vorkehrungen, ich möchte Gott bis zum Tode treu sein wie Lukas.“ Gerade als der Schmerz unerträglich wurde und ich dem Tode nahe war, hörte ich plötzlich einen der bösen Polizisten sagen, dass mehrere Brüder und Schwestern, die an den Allmächtigen Gott glaubten, verhaftet worden waren. In meinem Herzen war ich erschüttert: Noch mehr Brüder und Schwestern sollen gefoltert werden. Sie gehen zwangsläufig besonders hart mit den Brüdern um. Mein Herz war mit Sorge erfüllt. Im Stillen betete ich weiter für sie und bat Gott, über sie zu wachen und es ihnen zu ermöglichen, siegreiches Zeugnis vor Satan abzulegen und Gott niemals zu verraten, denn ich wollte nicht, dass irgendein anderer Bruder oder irgendeine andere Schwester litt, wie ich gelitten hatte. Vielleicht wurde ich vom Heiligen Geist berührt; ich betete ohne Unterlass, und je mehr ich betete, desto beseelter war ich. Unbewusst vergaß ich meine Schmerzen. Ich wusste sehr wohl, dass dies die weisen Vorkehrungen Gottes waren; Gott bedachte meine Schwäche und führte mich durch meine schmerzvollste Zeit. In dieser Nacht sorgte ich mich nicht länger darum, wie die bösen Polizisten mich behandelten und schenkte ihren Fragen nicht die geringste Beachtung. Als sie sahen, was vor sich ging, benutzten die bösen Polizisten ihre Fäuste, um mir brutal ins Gesicht zu schlagen, dann wickelten sie die Haare an meiner Schläfe um ihre Finger und rissen daran. Durch das Verdrehen waren meine Ohren geschwollen, mein Gesicht war nicht wiederzuerkennen, mein Gesäß und meine Oberschenkel waren voller Prellungen und schälten sich ab, als sie mich mit einem dicken Stück Holz schlugen, und auch meine Zehen waren grün und blau geworden, nachdem man mit einem Stück Holz auf sie eingeschlagen hatte. Nachdem man mich sechs Stunden an Handschellen aufgehängt hatte, hatten die Handschellen, als die bösen Polizisten sie aufmachten, das Fleisch unter meinem linken Daumen abgerieben – da war nur eine dünne Schicht über dem Knochen übrig. Die Handschellen hatten auch meine Handgelenke mit gelben Bläschen übersät zurückgelassen, und man konnte sie unmöglich wieder dranbekommen. In diesem Moment kam eine wichtig aussehende Polizeibeamtin herein. Sie taxierte mich und sagte dann zu ihnen: „Ihr könnt die nicht mehr schlagen – sie ist drauf und dran zu sterben.“