Ohne das Streben nach Fortschritt kann man seine Pflicht nicht gut ausführen

Aug. 26, 2026

Von Dena, Südkorea

Meine Pflicht in der Kirche bestand darin, Evangeliumsarbeiter dafür auszubilden, Zeugnis abzulegen. Zu Beginn betete ich bei Schwierigkeiten oft und suchte mit erfahrenen Brüdern und Schwestern nach Lösungen. Zudem rüstete ich mich praktisch mit der Wahrheit aus und sah mir Evangeliumsfilme und Videos an. Nach einer Weile hatte ich einige Grundsätze für das Predigen des Evangeliums erfasst und meine Pflicht brachte erste Ergebnisse. Ich dachte bei mir: „Ich bin zwar nicht die Beste im Team, aber besser als die meisten. Wenn ich einfach so weitermache, reicht das völlig aus.“ Ich befand mich in einem Zustand der Selbstzufriedenheit und Bequemlichkeit. Die Verantwortliche erinnerte uns immer wieder daran, uns noch mehr mit der Wahrheit auszurüsten. Nur so ließen sich die Auffassungen religiöser Menschen auflösen, sagte sie, und wenn wir uns mit dem aktuellen Stand zufriedengäben, könnten wir bei unserer Pflicht keine guten Ergebnisse erzielen. Nach außen hin stimmte ich ihr zu, doch in meinem Herzen dachte ich: „Um bei meiner Pflicht gute Ergebnisse zu erzielen, müsste ich mich nicht nur mehr mit der Wahrheit ausrüsten, sondern auch noch passendes Material heraussuchen. Und bei den Auffassungen religiöser Menschen, die ich selbst nicht auflösen kann, müsste ich zusätzlich andere um Rat fragen. Ich müsste einen hohen Preis zahlen und mich geistig sehr anstrengen! Ich kenne doch schon einige Grundsätze für das Predigen des Evangeliums und habe bei meiner Pflicht bereits Ergebnisse erzielt. Es sollte doch reichen, dieses Niveau einfach zu halten. Es ist viel zu anstrengend, sich jeden Tag so aufzureiben! Außerdem ist meine Gesundheit ohnehin nicht mehr dieselbe, seit ich während der Pandemie krank war. Was ist, wenn ich mich völlig verausgabe?“ Mit diesen Gedanken im Hinterkopf wollte ich mich geistig noch weniger anstrengen, um mich mit der Wahrheit auszurüsten. Einmal überprüfte ich die Arbeit der Evangeliumsarbeiter und stellte fest, dass sie es versäumt hatten, Gemeinschaft zu halten, um die Auffassungen eines potenziellen Evangeliumsempfängers aufzulösen. Infolgedessen kam diese Person nicht mehr zu den Versammlungen. Später erfuhr ich, dass die Mitarbeiter schlichtweg nicht wussten, wie sie die Auffassungen dieser Person auflösen sollten. Mir wurde klar, dass es bei ihrer Art, das Evangelium zu predigen, noch viele Mängel gab und sie dringend mehr Versammlungen und gemeinschaftlichen Austausch brauchten. Doch dann dachte ich an meine eigenen Defizite in diesem Bereich. Um mit ihnen Gemeinschaft zu halten, müsste ich erst erfahrene Brüder und Schwestern um Rat fragen, Material heraussuchen und mir passende Filmausschnitte ansehen. Das würde extrem viel Zeit und Kraft kosten. Wie anstrengend das doch wäre! Also suchte ich lediglich einen passenden Filmausschnitt heraus, schickte ihn den Evangeliumsarbeitern und trug ihnen auf, das Problem selbst zu lösen. Mir war völlig klar, dass das nicht viel bringen würde, aber trotzdem schob ich die Lösung des Problems vor mir her. Einige Zeit später weigerten sich auch andere potenzielle Evangeliumsempfänger, der Kirche beizutreten, und zwar aufgrund derselben Art von Auffassung. Bei einer Arbeitsbesprechung stutzte mich die Verantwortliche zurecht, weil ich meine Pflicht nur noch rein mechanisch erledigte. Sie sagte, ich gäbe mich damit zufrieden, einfach nur beschäftigt zu sein, ohne dabei wirkliche Ergebnisse anzustreben. Um es auf den Punkt zu bringen: Ich war oberflächlich und nicht mit dem Herzen bei der Sache. Ihre Worte waren wie ein Stich ins Herz. Mein Gesicht brannte sofort vor Scham, und ich wäre am liebsten im Boden versunken. Aber ich wusste, dass es stimmte: In letzter Zeit hatte ich bei meiner Pflicht nicht mein Bestes gegeben, und die Ergebnisse waren tatsächlich zurückgegangen. Ich musste das akzeptieren, über mich nachdenken und mich selbst erkennen. Ich erinnerte mich an eine Hymne aus Gottes Worten, die ich wenige Tage zuvor gehört hatte: „Auch wenn dir etwas nicht gefällt, oder wenn dir deswegen Leid widerfährt oder wenn es deine Würde und deinen Stolz herausfordert und belastet: Solange es sich um etwas handelt, das du erleben solltest, etwas, das Gott für dich orchestriert und angeordnet hat, solltest du dich dem unterwerfen, und du hast keine Wahl(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). Alle Menschen, Ereignisse und Dinge, die mir täglich begegnen, haben Gottes Erlaubnis. Ich sollte sie alle von Gott annehmen und meine Lektionen daraus lernen. Also betete ich zu Gott: „Gott, ich weiß, dass dieses Zurechtstutzen nicht zufällig geschah, aber ich kenne Deine Absicht dahinter nicht. Bitte führe mich, damit ich meine Lektion lernen kann.“

Eines Tages las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten und verstand schließlich mein Problem. Der Allmächtige Gott sagt: „Falsche Leiter leisten keine wirkliche Arbeit, aber sie wissen, wie man sich als Amtsträger aufspielt. Was ist das Erste, was sie tun, sobald sie Leiter werden? Sie erkaufen sich die Gunst der Leute. Sie gehen nach dem Motto ‚Neue Beamte sind besonders eifrig, Eindruck zu schinden‘ vor: Zuerst tun sie ein paar Dinge, um sich bei den Leuten beliebt zu machen, und kümmern sich um einige Angelegenheiten, die dem alltäglichen Wohl aller zugutekommen. Sie versuchen zuerst, bei den Leuten einen guten Eindruck zu hinterlassen, um allen zu zeigen, dass sie auf einer Wellenlänge mit der Masse sind, damit jeder sie lobt und sagt: ‚Dieser Leiter ist für uns wie ein Elternteil!‘ Dann treten sie offiziell ihr Amt an. Sie haben das Gefühl, dass sie die Unterstützung des Volkes haben und ihre Position gefestigt ist; dann beginnen sie, die Vorteile des Status zu genießen, als ob sie ihnen von Rechts wegen zustünden. Ihre Mottos lauten: ‚Im Leben geht es allein um gutes Essen und schöne Kleidung‘, ‚Das Leben ist kurz, genieße es, solange du kannst‘ und ‚Trink heute den Wein von heute und sorge dich morgen um morgen‘. Sie genießen jeden Tag, wie er kommt, vergnügen sich, solange sie können, und verschwenden keinen Gedanken an die Zukunft, geschweige denn, dass sie darüber nachdenken, welche Verantwortlichkeiten ein Leiter übernehmen und welche Pflichten er ausführen sollte. Sie predigen routinemäßig ein paar Worte und Glaubenslehren und erledigen einige Aufgaben nur zum Schein – sie leisten überhaupt keine wirkliche Arbeit. Sie fördern die wirklichen Probleme in der Kirche nicht zutage und lösen sie nicht vollständig. Welchen Sinn hat es also, wenn sie solch oberflächliche Aufgaben erledigen? Ist das nicht betrügerisch? Können dieser Art von falschem Leiter wichtige Aufgaben anvertraut werden? Entspricht er den Grundsätzen und Bedingungen des Hauses Gottes für die Auswahl von Leitern und Mitarbeitern? (Nein.) Diese Menschen haben weder Gewissen noch Vernunft, ihnen fehlt jegliches Verantwortungsbewusstsein, und dennoch wollen sie in der Kirche ein offizielles Amt bekleiden, ein Leiter sein – warum sind sie so schamlos? Manche Menschen mit Verantwortungsbewusstsein können, wenn sie von geringem Kaliber sind, keine Leiter sein – ganz zu schweigen von nutzlosen Menschen, die überhaupt kein Verantwortungsbewusstsein haben; sie sind noch weniger qualifiziert, Leiter zu sein. Wie faul sind solche gefräßigen und trägen falschen Leiter? Selbst wenn sie ein Problem entdecken und sich bewusst sind, dass es ein Problem ist, nehmen sie es nicht ernst und schenken ihm keine Beachtung. Sie sind so verantwortungslos! Obwohl sie redegewandt sind und ein gewisses Kaliber zu haben scheinen, können sie die verschiedenen Probleme in der Arbeit der Kirche nicht lösen, was dazu führt, dass die Arbeit zum Erliegen kommt; die Probleme häufen sich weiter an, aber diese Leiter kümmern sich nicht darum und bestehen darauf, routinemäßig ein paar oberflächliche Aufgaben zu erledigen. Und was ist das Endergebnis? Machen sie die Kirchenarbeit nicht zu einem Chaos, vermasseln sie sie nicht? Verursachen sie nicht Chaos und Uneinigkeit in der Kirche? Das ist das unvermeidliche Ergebnis(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Gott deckt auf, dass falsche Leiter, wenn sie frisch gewählt sind, zunächst etwas oberflächliche Arbeit für den guten Schein leisten, um die Bewunderung der Menschen zu gewinnen und sich deren Gunst zu erkaufen. Haben sie ihr Ziel erreicht, geben sie sich fleischlichen Annehmlichkeiten hin, sind oberflächlich und spulen bei ihrer Pflicht lediglich ihr Programm ab. Selbst wenn sie zu Versammlungen gehen, predigen sie nur ein paar Worte und Glaubenslehren, ohne jemals echte Probleme zu lösen. Das führt dazu, dass die Arbeit der Kirche im Chaos versinkt und in keinem Bereich Ergebnisse erzielt werden. Falsche Leiter sind Gott ganz besonders zuwider. Ich dachte an meine eigene Situation zurück: Zu Beginn dieser Pflicht war ich noch bereit zu leiden und einen Preis zu zahlen, um mir die Bewunderung aller zu verdienen. Doch als sich die Arbeit nach einer Weile besserte, wollte ich mich nicht weiter geistig anstrengen oder Erschöpfung ertragen, um mich mit der Wahrheit auszurüsten und die Schwierigkeiten und Probleme der Brüder und Schwestern beim Predigen des Evangeliums zu lösen. Stattdessen wählte ich in allem stets den Weg, der mir die meiste Mühe ersparte. Manchmal schickte ich den Evangeliumsarbeitern einfach einen passenden Filmausschnitt und ließ sie die Auffassungen der potenziellen Evangeliumsempfänger allein auflösen. Ich war exakt die Art von falscher Leiterin, von der Gott spricht: eine, die nur noch Arbeit für den guten Schein leistete. Ich lebte nach Satans Giften wie „Im Leben geht es allein um gutes Essen und schöne Kleidung“, „Trink heute den Wein von heute und sorge dich morgen um morgen“ und „Man muss gut zu sich selbst sein“. Ich dachte immer, man sollte das Leben genießen, im Hier und Jetzt leben und jeden Moment auskosten. Jeden Tag zu leiden, hielt ich für einen schlechten Dienst an mir selbst. So zu leben, war es einfach nicht wert. Von solchen Gedanken und Ansichten beherrscht, wurde ich völlig dekadent und verkam zusehends. Ich neigte extrem zu Selbstzufriedenheit und Bequemlichkeit. Sobald ich auch nur den kleinsten Erfolg erzielte, wollte ich mich sofort darauf ausruhen. Mein Fleisch sollte nicht im Geringsten leiden. Ich dachte an meine Schulzeit zurück. Anfangs war ich noch bereit, mich anzustrengen, um auf eine Elite-Universität zu kommen. Aber sobald sich meine Noten ein wenig verbesserten, gab ich mich damit zufrieden. Ich wollte mich beim Lernen einfach nicht mehr reinhängen. Also fing ich an, lange auszuschlafen, und nahm meine Hausaufgaben nicht mehr ernst. Am Ende hat es nicht mal für eine normale Uni gereicht. Auch nachdem ich zu Gott gefunden hatte, war ich noch genau dieselbe. Sobald meine Pflicht auch nur die geringsten Ergebnisse brachte, strebte ich nicht mehr nach Fortschritt. Ich fand, dass die Wahrheitsgrundsätze, die ich bereits kannte, völlig ausreichten. In meiner Freizeit hatte ich einfach keine Lust, noch mehr zu lernen. Stießen die Evangeliumsarbeiter auf Schwierigkeiten und Probleme, die gelöst werden mussten, versuchte ich bloß, sie so schnell wie möglich hinter mich zu bringen, und war oberflächlich, wo immer ich nur konnte. Ich war so faul und hinterlistig, ich lebte völlig ohne Integrität und Würde. Ich war reine Platzverschwendung! Jetzt, da die Ergebnisse bei meiner Pflicht einbrachen, lag das daran, dass Gott Sein Angesicht vor mir verbarg. Wenn ich das Ruder nicht herumriss, würde ich letztendlich offenbart und ausgemustert werden. Dass Gott mich diese Pflicht ausführen ließ, war eine Erhöhung durch Ihn. Es war Seine Absicht, dass ich mich mit noch mehr Wahrheit ausrüste, um mehr Menschen vor Ihn zu bringen. So hatte ich die Chance, durch meine Pflicht gute Taten vorzubereiten. Doch ich wusste nicht zu schätzen, was gut für mich war, und nahm nur auf mein Fleisch Rücksicht. Ich kam nicht einmal meinen grundlegendsten Verantwortlichkeiten nach. Mein Leben war einfach nur erbärmlich! Am liebsten hätte ich mir selbst eine Ohrfeige gegeben. Daraufhin betete ich zu Gott: „Gott, ich bin von Satan zutiefst verdorben worden. Ich möchte nicht mehr nach satanischen Ansichten leben. Bitte führe mich, damit ich mich gegen mein Fleisch auflehne.“

Danach suchte ich entsprechendes Material heraus. Gemeinsam mit den Evangeliumsarbeitern besprach ich, wie wir Schritt für Schritt Gemeinschaft halten könnten, um die Fragen potenzieller Evangeliumsempfänger zu klären. Am Ende konnten wir ihre Auffassungen auflösen, und sie nahmen Gottes Werk der letzten Tage an. Diese Mitwirkung brachte mir inneren Frieden und Leichtigkeit. Endlich hatte ich das Gefühl, meine Pflicht wirklich auszuführen. Nicht nur die Ergebnisse meiner Pflicht verbesserten sich, noch wichtiger war, dass ich Gottes Führung spürte, indem ich tatsächlich die Wahrheit suchte, um diese Probleme zu lösen. Ich verstand allmählich, wie ich über Auffassungen Gemeinschaft halten konnte, bei denen ich früher völlig ratlos war.

Später las ich noch einen Abschnitt von Gottes Worten. Dadurch wurde mir noch klarer, welche Konsequenzen es hat, wenn man bei seiner Pflicht nicht nach Fortschritt strebt. Der Allmächtige Gott sagt: „Gott hat dir ausreichend Kaliber und überlegene Voraussetzungen gegeben, was dir erlaubt, gewisse Dinge klar zu erkennen und kompetent genug für diese Arbeit zu sein. Du hast jedoch nicht die richtige Einstellung zu deiner Pflicht, du hast keine Aufrichtigkeit, geschweige denn Hingabe, und du willst nicht dein Bestes geben, um deine Pflicht gut auszuführen. Das ist sehr enttäuschend für Gott. Wenn du also faul bist und immer das Gefühl hast, dass die dir zugewiesene Arbeit mühsam ist, und du sie nicht tun willst und du innerlich murrst: ‚Warum soll ich das tun und nicht jemand anderes?‘, dann ist das ein törichter Gedanke. Wenn dir eine Pflicht übertragen wird, ist das kein unglückliches Ereignis, sondern eine Ehre und eine Erhöhung durch Gott. Du solltest sie freudig annehmen und die Pflicht tun, die du tun solltest; es wird dich nicht erschöpfen. Im Gegenteil, wenn du deine Pflicht gut ausführst, die Wahrheit verstehst und Probleme löst, wirst du in deinem Herzen inneren Frieden spüren und dich geerdet fühlen, und du wirst Gott nicht enttäuscht haben. In Gottes Gegenwart wirst du voller Glauben sein und in der Lage, mit erhobenem Haupte durchs Leben zu schreiten. Wenn du deine Pflicht nicht erfüllt hast und immer nachlässig bist, stellt das eine Verfehlung dar, und selbst wenn du keine Verluste verursacht hast, wird diese Verfehlung ein lebenslanges Bedauern in deinem Herzen sein, wie ein bodenloses schwarzes Loch; wann immer du daran denkst, wirst du Schmerz und Unbehagen verspüren, eine Qual, wie ein Dolch durchs Herz. Du wirst nicht nur weder Frieden noch Freude haben, sondern der Schmerz von Reue und Qual wird dich dein ganzes Leben lang begleiten und kann nie ausgelöscht werden. Stellt das nicht ein ewiges Bedauern dar? Und wie sieht es aus Gottes Perspektive aus? Gott charakterisiert diese Angelegenheit anhand der Wahrheitsgrundsätze, also ist ihre Natur weit schwerwiegender als das, was du empfindest. … Manche Menschen scheinen sich bei der Ausführung ihrer Pflicht zu unterwerfen und tun alles, was der Obere anordnet. Doch wenn man sie fragt: ‚Bist du bei deiner Pflicht nachlässig? Tust du sie im Einklang mit den Grundsätzen?‘ können sie keine definitive Antwort geben, sondern sagen nur: ‚Ich tue, was der Obere anordnet, und wage es nicht, zügellos Missetaten zu begehen.‘ Wenn man sie fragt, ob sie ihrer Verantwortung gerecht geworden sind, sagen sie: ‚Nun, ich tue das, was ich tun soll.‘ Sie zeigen immer diese Art von Haltung, wenn sie ihre Pflicht tun, behäbig und gleichgültig. Obwohl keine offensichtlichen Probleme aufgetreten sind, ist die Ausführung ihrer Pflicht, wenn sie nach den Wahrheitsgrundsätzen bemessen wird, ineffizient und entspricht nicht den Anforderungen. Aber das kümmert sie nicht. Sie handeln immer noch auf dieselbe nachlässige Weise wie vorher, und sie sind immer noch genauso passiv, wenn es um Dinge geht, die sie von sich aus tun sollten – sie haben sich überhaupt nicht verändert. Sind sie nicht stur und schamlos? Sie bewahren immer folgende Einstellung: ‚Du magst tausend brillante Pläne haben, aber ich habe meine eigenen Regeln. So bin ich eben. Wollen wir mal sehen, was du gegen mich ausrichten kannst. So ist meine Haltung!‘ Sie haben nichts besonders Verräterisches oder Böses getan, doch sie haben auch nur wenige gute Taten vollbracht. Welchem Weg folgen sie deiner Meinung nach? Ist eine solche Haltung gegenüber dem Glauben an Gott und der eigenen Pflicht gut? (Nein.) In der Offenbarung sagt Gott: ‚Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde Ich dich ausspeien aus Meinem Munde‘ (Offenbarung 3,16). Lau und weder heiß noch kalt zu sein – ist das eine gute Haltung? (Nein.) Menschen dieser Art stellen auch ihre eigenen Berechnungen in ihrem Kopf an: ‚Solange ich bei der Ausführung meiner Pflicht nichts Böses tue und die Kirchenarbeit nicht unterbreche, werde ich nicht verurteilt. Wenn das gute Ausführen meiner Pflicht zu anstrengend ist und zu viel Leiden erfordert, werde ich es nicht tun. Ich werde mich nicht abmühen, aber ich werde auch keine großen Fehler machen. Auf diese Weise werde ich nicht entfernt oder ausgemustert, und ich bin immer noch viel besser als diejenigen, die ihre Pflicht nicht tun. Also bleibe ich lau, weder kalt noch warm. Ganz gleich, was du mir aufträgst, ich werde es tun. Aber wenn du mir nicht sagst, dass ich etwas tun soll, werde ich mich nicht einmischen. Auf diese Weise wird es mich nicht erschöpfen, und zudem kann niemand etwas an mir aussetzen. Diese Herangehensweise ist großartig!‘ Ist es gut, sich so zu verhalten? (Nein.) Du weißt, dass das nicht gut ist. Wie sollte sich also deine Praxis ändern? Wenn du nie danach suchst, den Weg des Strebens nach der Wahrheit zu beschreiten, und weiterhin darauf beharrst, dich in deinem Leben nach Satans Philosophien zu richten, dann bist du dazu verdammt, keine Hoffnung auf Errettung zu haben(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). Nach dem Lesen von Gottes Worten, und besonders bei dem Satz „Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde Ich dich ausspeien aus Meinem Munde“, sowie „dann bist du dazu verdammt, keine Hoffnung auf Errettung zu haben“, schmerzte mein Herz, als würde es von Nadeln durchbohrt. Ich spürte, dass Gottes Disposition unverletzlich ist. Wenn wir bei unserer Pflicht nicht proaktiv unser Bestes geben, sondern uns ständig zurückhalten, uns vor Anstrengung drücken, wenn ein Preis zu zahlen ist, und immer nur auf unser eigenes Fleisch Rücksicht nehmen, dann sind wir nicht aufrichtig und leisten keine echte Arbeit. Das kann der Arbeit nur schaden und führt dazu, dass wir vor Gott Verfehlungen begehen. Das bedeutet, Böses zu tun! Wenn ich nicht Buße tue, gibt es keine Hoffnung auf Errettung. Allein der Gedanke an meine damalige Einstellung zu meiner Pflicht bereitete mir tiefes Unbehagen. Aus ständiger Angst vor Leid und Erschöpfung hatte ich mich nicht darauf konzentriert, mich mit den Wahrheitsgrundsätzen auszurüsten. Ich ruhte mich bloß auf dem aus, was ich bereits wusste, und gab mich mit jedem noch so kleinen Ergebnis zufrieden. Das war zwar bequem für mein Fleisch, aber die Ergebnisse meiner Pflicht gingen spürbar zurück. Die von mir ausgebildeten Evangeliumsarbeiter machten keinerlei Fortschritte. Viele potenzielle Evangeliumsempfänger konnten dadurch nicht rechtzeitig vor Gott gebracht werden. Den Schaden, den ich der Arbeit damit zugefügt habe, kann ich niemals wiedergutmachen. Bei diesem Gedanken blutet mir das Herz. Doch diese Verfehlung war bereits begangen und lässt sich nicht mehr ungeschehen machen. Früher dachte ich immer: Solange meine Pflicht irgendwelche Ergebnisse einbringt und ich keine Unterbrechungen oder Störungen verursache, kann ich meine Pflicht erfüllen, ohne mein Fleisch zu erschöpfen und am Ende trotzdem noch Segnungen erlangen. Ich wollte für einen geringen Preis eine große Belohnung kassieren und suchte ständig nach Abkürzungen. Ich war so aalglatt und betrügerisch; genau eine dieser schamlos sturen Personen, von denen Gott spricht. Gott prüft die Tiefen des menschlichen Herzens genau. Wenn man nicht alles gibt oder bei seiner Pflicht nicht aufrichtig ist, bereitet man keine guten Taten vor. Stattdessen häuft man nur Gottes Zorn an und begeht böse Taten. Letztendlich wird man von Gott nur verabscheut und ausgemustert. Bei diesem Gedanken bekam ich es mit der Angst zu tun, und ich betete sofort: „Gott, ich war so aalglatt und betrügerisch und bei meiner Pflicht so oberflächlich. So will ich nicht weitermachen. Ich bin bereit, Buße zu tun. Bitte führe mich, damit ich einen Weg der Praxis finde.“

Später, bei einer meiner Andachten, hörte ich ein Lied mit Gottes Worten. Dadurch verstand ich schließlich den wahren Wert und den Sinn des menschlichen Lebens.

Nur durch die Erfüllung deiner Pflicht kannst du den Wert des menschlichen Lebens ausleben

1  Welchen Wert hat das Leben eines Menschen? Einerseits geht es darum, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Ein weiterer Aspekt ist, dass du zu Lebzeiten deine Mission erfüllen musst; das ist das Wichtigste. Wir werden nicht über die Erfüllung einer wichtigen Mission, einer wichtigen Pflicht oder einer großen Verantwortung sprechen, aber du solltest zumindest irgendetwas erreichen. Nachdem jemand zu seiner Lebzeit seinen Platz gefunden hat, bleibt er standhaft in seiner Position, hält seine Position, wendet sein ganzes Herzblut und seine ganze Energie auf und leistet gute Arbeit in dem, woran er arbeiten sollte, und vollendet das, was er vollenden sollte. Wenn er schließlich vor Gott steht, um Rechenschaft abzulegen, ist er relativ zufrieden, ohne Selbstvorwürfe oder Reue in seinem Herzen. Er fühlt sich getröstet und hat das Gefühl, etwas gewonnen zu haben, dass er ein wertvolles Leben gelebt hat.

2  Es ist es also wert, dass ein Mensch etwas körperlich leidet und einen kleinen Preis zahlt, um ein wertvolles Leben zu führen und letztendlich eine solche Ernte zu erhalten, selbst wenn er dabei aus Erschöpfung krank wird oder gesundheitliche Probleme bekommt. Wenn ein Mensch auf diese Welt kommt, dann geschieht das nicht, um die Freuden des Fleisches zu genießen, und auch nicht, um zu essen, zu trinken und Spaß zu haben. Man sollte nicht für diese Dinge leben; das ist nicht der Wert eines menschlichen Lebens und auch nicht der richtige Weg. Der Wert eines menschlichen Lebens und der richtige Weg, den man einschlagen sollte, bestehen darin, etwas von Wert zu vollbringen und eine oder mehrere wertvolle Aufgaben zu erfüllen. Das ist keine Karriere; das ist der richtige Weg, und das, was man auch die richtige Aufgabe nennt. Es lohnt sich für eine Person, jedweden Preis zu zahlen, um eine bestimmte Arbeit von Wert zu erledigen, ein sinnvolles und wertvolles Leben zu führen und nach der Wahrheit zu streben und sie zu erlangen.

3  Wenn du dir wirklich wünschst, nach einem Verständnis der Wahrheit zu streben, den richtigen Weg im Leben einzuschlagen, deine Pflicht gut zu erfüllen und ein wertvolles und sinnvolles Leben zu führen, dann wirst du nicht zögern, all deine Energie einzusetzen, alle Preise zu zahlen und all deine Zeit und all deine dir zur Verfügung stehenden Tage aufzuwenden. Wenn du währenddessen ein wenig krank wirst, macht das nichts; es wird dich nicht in die Knie zwingen. Ist das nicht weitaus besser als ein Leben in Bequemlichkeit, Freiheit und Müßiggang, in dem du deinen physischen Körper so lange pflegst, bis er wohlgenährt und gesund ist und du letztendlich ein langes Leben hast? Welche dieser beiden Möglichkeiten führt zu einem wertvollen Leben? Welche kann den Menschen Trost spenden und sie nichts bereuen lassen, wenn sie schließlich am Ende dem Tod gegenüberstehen? Ein bedeutungsvolles Leben zu führen bedeutet, dass du die Wahrheit gewonnen haben wirst; in deinem Herzen wirst du getröstet sein und Freude haben.

– Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (6)

Nachdem ich die Hymne gehört hatte, war ich tief bewegt. Mir wurde klar: Als geschaffenes Wesen finde ich nur dann wahren Frieden und innere Ruhe, wenn ich meine Pflicht erfülle. Nur ein solches Leben ist wirklich sinnvoll und wertvoll. Sich fleischlicher Bequemlichkeit hinzugeben, mag sich für den Moment gut anfühlen. Doch danach bleibt nur Leere – es ist vollkommen bedeutungslos. Ich dachte daran zurück, dass ich mich geistig nicht im Geringsten anstrengte. Aus reiner Angst vor Leid und Erschöpfung scheute ich jede Mühe, Probleme zu lösen. Deswegen hatte ich oft ein ungutes Gefühl und Gewissensbisse, und der Heilige Geist verbarg Sein Angesicht vor mir. Ich konnte Gottes Gegenwart nicht spüren, und mein Geist war in Dunkelheit und Schmerz gehüllt. Dass Gott mir diese Pflicht anvertraute, war eine Erhöhung durch Ihn. Ich sollte alles in meiner Macht Stehende tun, um gute Ergebnisse zu erzielen. Ich dachte an Noah beim Bau der Arche. Er stand vor unzähligen Schwierigkeiten. Er musste auch das Unverständnis seiner Familie sowie den Spott und die Verleumdung der anderen ertragen. Auch wenn sein Fleisch müde und erschöpft und er im Herzen schwach war: Sobald er daran dachte, dass dies Gottes Auftrag war, wusste er, dass er durchhalten musste, ganz gleich, wie sehr er litt oder wie schwer es war. Und so widmete er sich der Aufgabe mit ganzem Herzen und all seiner Kraft. Am Ende stellte er die Arche fertig und erfüllte damit Gottes Auftrag. Ich kann mich nicht mit Noah vergleichen. Aber wenn ich alles in meiner Macht Stehende tue, um Gottes Schafe in Sein Haus zurückzubringen, damit sie Seine Errettung empfangen können, wie unendlich sinnvoll wäre das!

Später las ich noch einen Abschnitt aus Gottes Worten und fand darin einen Weg der Praxis. Gott sagt: „Wenn du wirklich ein gewisses Kaliber besitzt, die professionellen Fertigkeiten innerhalb deines Verantwortungsbereiches wirklich beherrschst und kein Branchenfremder bist, dann musst du dich nur an eine Sache halten, und du wirst deiner Pflicht gegenüber treu sein können. An welche Sache? ‚Sei mit dem Herzen dabei.‘ Wenn du mit dem Herzen dabei bist, ob es nun um Dinge oder Menschen geht, dann wirst du in der Lage sein, deine Pflicht treu und verantwortungsvoll zu erfüllen. Lässt sich das leicht praktizieren? Wie setzt man das in die Praxis um? Es heißt nicht, dass man mit den Ohren hören oder mit dem Kopf denken soll – es heißt, das eigene Herz zu benutzen. Wenn jemand wirklich sein Herz benutzen kann und er dann mit seinen Augen sieht, dass jemand etwas tut, sich auf eine bestimmte Weise verhält oder irgendeine Reaktion auf etwas zeigt, oder mit seinen Ohren Meinungen oder Argumente einiger Menschen hört, dann werden ihm einige Vorstellungen, Ansichten und Haltungen in den Sinn kommen, wenn er diese Angelegenheiten mit dem Herzen überdenkt und erwägt. Diese Vorstellungen, Ansichten und Haltungen werden ihm ein tiefes, spezifisches und korrektes Verständnis für die Person oder Sache ermöglichen und gleichzeitig zu geeigneten und korrekten Urteilen und Grundsätzen führen. Nur wenn ein Mensch diese Manifestationen aufweist, sein Herz zu benutzen, bedeutet das, dass er seiner Pflicht treu ist(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (7)). Im Grunde verlangt Gott gar nicht viel vom Menschen. Was Er sich wünscht, ist unser aufrichtiges Herz. Solange man mit dem Herzen bei der Sache ist, erkennt man auch die Probleme bei seiner Pflicht. Wenn man bei diesen Problemen sucht und darüber nachdenkt, findet man auch Lösungswege, und die Arbeitsergebnisse verbessern sich ganz von selbst. Aber wenn man nicht mit dem Herzen dabei ist, übersieht man selbst die offensichtlichsten Probleme. Man steht mit offenen Augen da und sieht trotzdem nichts. Die Ergebnisse der Pflicht können dann nur schlechter werden. Mit dem Herzen bei seiner Pflicht zu sein, ist wirklich von entscheidender Bedeutung! Ich dachte daran zurück, wie viele Defizite ich hatte, als ich mit dieser Pflicht begann. Aber ich betete oft, legte meine Schwierigkeiten in Gottes Hände und blickte zu Ihm auf. Durch Gottes Führung verinnerlichte ich nach und nach einige Grundsätze für meine Pflicht und die Arbeit trug erste Früchte. Doch als ich anfing, mich mit dem Status quo zufriedenzugeben, oberflächlich wurde und erkannte Probleme einfach ignorierte, gingen die Ergebnisse meiner Pflicht stetig zurück. Am Ende blieb mir nichts anderes übrig, als tatenlos zuzusehen, wie ein potenzieller Evangeliumsempfänger nach dem anderen verloren ging. Mir wurde klar: Wer bei seiner Pflicht nicht mit dem Herzen bei der Sache ist, schadet wirklich nicht nur sich selbst, sondern auch anderen!

Von da an schrieb ich die Probleme bei meiner Arbeit Punkt für Punkt auf und dachte intensiv darüber nach. Ging es um die falsche Einstellung eines Evangeliumsarbeiters zu seiner Pflicht, suchte ich passende Worte Gottes heraus, um mit ihm Gemeinschaft darüber zu halten. Ging es darum, die Auffassungen eines potenziellen Evangeliumsempfängers aufzulösen, suchte ich nach entsprechendem Material. Verstand ich selbst etwas nicht, fragte ich meine Brüder und Schwestern um Rat. Danach hielt ich mit den Evangeliumsarbeitern Gemeinschaft, um zu besprechen, wie wir mit diesen Auffassungen umgehen sollten. Durch diese Praxis fühlte ich in meinem Herzen einen großen Frieden. Obwohl dieses Zurechtstutzen in dem Moment sehr peinlich für mich war, drängte es mich doch dazu, vor Gott zu treten und meine Einstellung zu meiner Pflicht zu reflektieren. Indem ich Gottes Worte aß und trank, gewann ich ein gewisses Verständnis der Wurzel meiner Hingabe an das Fleisch. Und ich lernte: Nur wenn man seine Pflicht erfüllt, kann man wahren Frieden und echte Freude finden. Dank sei Gott!

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