25. So schenkte ich Gott mein Herz

Von Xinche, Südkorea

Im Juni 2018 nahm ich an Chorproben für die Darbietung der „Hymne des Königreichs“ teil. Als ich mir vorstellte, dass ich die Hymne auf der Bühne singen würde, um Zeugnis abzulegen für Gott und Ihn zu loben, fühlte ich mich sehr geehrt und stolz. Ich betete auch zu Gott und sagte, dass ich mein Bestes tun würde, um zu proben, und dass ich meine Pflicht gut ausüben würde. Als ich begann, meinen Gesichtsausdruck und meine Tanzschritte zu üben, war ich sehr gewissenhaft und strengte mich an, aber da ich vom Singen und Tanzen keine Ahnung hatte, war meine Mimik eher steif und zwischen meinen Fähigkeiten und denen der anderen lag ganz klar eine große Kluft. Unser Leiter wies immer auf meine Probleme hin. Nach einer Weile ließ ich mich dadurch entmutigen und dachte, dass ich trotz aller Anstrengungen nicht besser werden würde. Und wenn die Positionen vergeben werden würden, würden die Brüder und Schwestern, die gut sangen und tanzten auf jeden Fall vorne stehen, während ich nur Füllmaterial in der letzten Reihe wäre. Bei den Proben zeigte ich immer weniger Eigeninitiative und begann, wann immer ich konnte, zu spät zu kommen. Beim ersten Dreh wurde mir ein Platz in der allerletzten Reihe außen zugewiesen. Ich war irgendwie verärgert und dachte: „Ich kann das alles nicht und ich kann mich auf keinen Fall mit den Brüdern und Schwestern vergleichen, die singen und tanzen können. Ganz gleich, wie sehr ich mich bei den Proben anstrenge, ich werde nie das Niveau der ersten Reihe erreichen und die Kamera wird nie auf mich gerichtet sein. Warum soll ich mir bei den Proben solche Mühe geben? Gut genug sollte ausreichen.“ Ab dem Punkt konnte ich immer weniger Motivation aufbringen. Ich wusste, dass ich die Schritte nicht beherrschte, aber ich strengte mich nicht an, sie zu lernen. Manchmal sagte der Leiter, wir müssten uns mehr anstrengen, und dass, wenn nur eine Person Fehler bei der Mimik und bei den Bewegungen machte, dies das ganze Programm beeinträchtigen und den Dreh verzögern würde. Das, was ich hörte, ging nicht spurlos an mir vorbei und ich hatte das Gefühl, ich sollte an das Gesamtergebnis denken. Doch dann würde ich mich eine Zeitlang anstrengen und letztendlich wieder die Motivation verlieren. Jeden Tag probte ich halbherzig das Lied und die Schritte, ohne Gottes Führung zu spüren. Einige Tanzbewegungen übte ich länger, bekam sie aber einfach nicht hin. Als alle über ihr Verständnis des Liedtextes Gemeinschaft hielten, konnte ich keine Gemeinschaft halten, denn ich spürte kein Licht in mir. Als ich sang, berührte es mich überhaupt nicht, und die Aufnahmen zeigten, wie leblos meine Augen waren und wie ausdrucklos meine Mimik. Es konnte keine Freude sein, mir zuzusehen. Die Proben wurden mir immer lästiger und ich konnte das Ende des Programms kaum abwarten, damit ich eine andere Pflicht ausüben könnte.

Als der Platzierungsplan für die Bühne rauskam, sah ich, dass ich teilweise gar nicht im Bild sein würde, und fühlte mich noch niedergeschlagener. Ich dachte: „Ich bin in all dem nicht großartig, aber so schlecht bin ich auch nicht. Wenn ich schon nicht in der ersten Reihe stehe, kann ich denn in diesen Aufnahmen nicht wenigstens im Bild sein? Warum werde ich ausgeschlossen? Waren denn all diese Proben für nichts? Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich nicht all diese Tanzbewegungen geübt.“ Wann immer ich danach bei den Aufnahmen im Bild war, machte ich ordentlich mit, aber ansonsten war ich nicht mit dem Herzen dabei und ich spulte die Proben einfach nur ab. Als die Aufnahmen abgeschlossen waren, fühlte ich mich unsicher, als ich bei einem Treffen alle sagen hörte, was sie von dieser Erfahrung mitgenommen hatten. Ich hatte die gleiche Pflicht ausgeübt, und sie hatten alle etwas davon mitgenommen. Warum kam mir mein Herz also leer vor, als hätte ich nichts davon gehabt? Ich hatte ein bisschen Angst und fragte mich, ob ich Gott irgendwie angewidert hatte. Danach wandte ich mich an Gott und betete zu Ihm. Ich bat Ihn, mich zur Selbsterkenntnis zu führen. An einem Tag las ich diese Worte von Gott: „Man sagt immer, dass Gott einem tief ins Herz schaut und alles beobachtet. Aber die Menschen wissen niemals, warum manche nie die Erleuchtung durch den Heiligen Geist erlangen, warum sie nie Gnade erlangen können, warum sie nie Freude haben, warum sie immer negativ und deprimiert sind und warum sie unfähig sind, positiv zu sein. Wirf einen Blick auf ihre Daseinszustände. Ich versichere dir, dass jeder einzelne dieser Menschen weder ein funktionierendes Gewissen noch ein ehrliches Herz hat.“ („Übergib Gott dein aufrichtiges Herz und du kannst die Wahrheit erlangen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) „Die grundlegendsten und wichtigsten Elemente der eigenen Menschlichkeit sind Gewissen und Vernunft. Was für ein Mensch ist jemand, der kein Gewissen und nicht die Vernunft eines normalen Menschen besitzt? Im Allgemeinen ist er ein Mensch, dem es an Menschlichkeit fehlt oder ein Mensch von schlechter Menschlichkeit. Das wollen wir genau analysieren. Wie offenbart dieser Mensch eine verdorbene Menschlichkeit, sodass die Leute sagen, er habe keine Menschlichkeit? Welche Eigenschaften besitzt ein solcher Mensch? Welche spezifischen Ausprägungen weist er auf? Solche Menschen sind nachlässig in ihren Handlungen und distanzieren sich von allem, das sie nicht persönlich betrifft. Sie berücksichtigen weder die Interessen von Gottes Haus noch zeigen sie Rücksicht für Gottes Willen. Sie nehmen nicht die Bürde auf sich, Gott zu bezeugen oder ihre Pflichten zu erfüllen und sie haben kein Verantwortungsgefühl. Woran denkt er, wenn er etwas tut? Sein erster Gedanke ist: ‚Wird es Gott wissen, wenn ich das tue? Ist es für andere Menschen sichtbar? Wenn andere Menschen nicht sehen, dass ich all diese Mühe aufwende und mich aufrichtig verhalte, und wenn Gott es auch nicht sieht, dann ist es sinnlos, dass ich diese Mühe aufwende oder dafür leide.‘ Ist das nicht Selbstsucht? Gleichzeitig ist es aber auch eine sehr niederträchtige Handlungsabsicht. Wenn er so denkt und handelt, spielt dann das Gewissen eine Rolle? Ist ein Teil des Gewissens daran beteiligt? Es gibt sogar Leute, die schweigen, nachdem sie ein Problem bei der Ausübung ihrer Pflicht sehen. Sie sehen, dass andere Unterbrechungen und Störungen verursachen, doch sie unternehmen nichts gegen sie. Sie berücksichtigen die Interessen von Gottes Haus nicht im Geringsten, genauso wenig denken sie in irgendeiner Form an ihre eigenen Pflichten und Verantwortungen. Sie sprechen, handeln, tun sich hervor, bemühen sich und wenden Energie auf nur für ihre eigene Eitelkeit, ihr Ansehen, ihre Stellung, ihre Interessen und ihre Ehre. Die Handlungen und Absichten eines solchen Menschen sind jedem klar: Sie kommen immer dann zum Vorschein, wenn sich eine Gelegenheit bietet, Anerkennung zu erlangen oder sich eines Segens zu erfreuen. Aber wenn es keine Gelegenheit für Anerkennung gibt oder sobald eine Zeit des Leidens kommt, verschwindet er von der Bildfläche, wie eine Schildkröte, die ihren Kopf einzieht. Hat ein solcher Mensch Gewissen und Vernunft? Macht sich ein Mensch ohne Gewissen und Vernunft, der sich so verhält, Selbstvorwürfe? Das Gewissen dieses Menschen erfüllt keinen Zweck, und er hat noch nie Selbstvorwürfe verspürt. Kann er also den Tadel oder die Disziplin des Heiligen Geistes wahrnehmen? Nein, das kann er nicht.“ („Übergib Gott dein aufrichtiges Herz und du kannst die Wahrheit erlangen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Dies in Gottes Worten zu lesen, bewegte mich. Ich war bei meiner Pflicht negativ und passiv gewesen und konnte das Wirken des Heiligen Geistes nicht erlangen, vor allem weil ich in meinem Herzen nicht ehrlich war. Ich dachte bei meiner Pflicht nur an mein Ansehen und an meinen Status, statt die Interessen von Gottes Haus und meine eigenen Verantwortlichkeiten im Blick zu haben. Gott verachtet eine derartige Einstellung der eigenen Pflicht gegenüber. Als ich wieder an die Proben dachte, und sah, dass ich unfähiger als die anderen war, und als ich ganz hinten platziert wurde, wo ich nicht angeben konnte, wurde ich negativ und passiv und wollte mich nicht anstrengen, um meine Mimik und Tanzbewegungen zu üben. Ich war zufrieden mit „gut genug“ und dachte überhaupt nicht daran, wie ich mich verbessern könnte. Als ich sah, dass ich teilweise nicht im Bild war, wollte ich mich beschweren und diskutieren. Ich dachte, dass all meine Mühe vergeblich gewesen war und wollte nicht mehr üben. Danach spielte ich bei den Aufnahmen meine Rolle, wenn ich im Bild war, aber wenn nicht, ließ ich mich hängen und wurschtelte mich durch. Ich hatte schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich daran dachte. Das Haus Gottes filmt die Chorauftritte, um Gott zu bezeugen, also war meine Chance, an einem teilzunehmen, Gottes Art und Weise, mich zu erheben. Ich hätte mein Bestes geben und neben den anderen arbeiten sollen, um meine Pflicht gut auszuüben. Als jedoch mein Verlangen nach Ansehen und Status nicht erfüllt wurde, wurde ich stattdessen schludrig, negativ und faul. Ich hatte wirklich kein Gewissen und keine Vernunft. Ich war eine egoistische, hinterlistige, verachtenswerte und kleinliche Person. Gott prüft die Tiefe der Herzen der Menschen, wie konnte Gott also von meiner Haltung Seinem Auftrag gegenüber nicht angewidert sein? Als ich das erkannte, war ich voller Bedauern und Schuld und ich sprach ein Gebet zu Gott: „Oh Gott! Ich habe mich geirrt. Ich bedaure meine Einstellung bei diesem Programm und nun kann ich das nicht wiedergutmachen. Ab sofort werde ich wirklich nach der Wahrheit streben und nicht mehr an mein Ansehen und meinen Status denken. Ich will standhaft bleiben und meine Pflicht gut ausüben.“

Zu dem Zeitpunkt dachte ich, mir bliebe nichts anderes übrig als voller Bedauern darauf zu warten, dass die Aufnahme hochgeladen würde, aber zu meiner Überraschung mussten wir aus verschiedenen Gründen ein paar Aufnahmen wiederholen. Als ich das hörte, regten sich in mir alle möglichen Gefühle. Ich spürte, dass das meine Chance war, Buße zu tun. Ich beschloss, meine Pflicht dieses Mal auf jeden Fall gut auszuüben, um Gott zufriedenzustellen. Ich gab bei den Proben alles und bemerkte kurz darauf gewisse Fortschritte bei meiner Mimik und meinen Tanzbewegungen. Die Dreharbeiten sollten gerade wieder beginnen, doch aus unerwarteten Umständen mussten sie verschoben werden. Der Regisseur sagte, wir sollten uns keine Sorgen machen und weiterhin üben. Zunächst konnte ich jeden Tag hart weiterarbeiten, aber nach einiger Zeit begann ich zu denken: „Wir wissen nicht, wann wir drehen oder wie lange die Proben dauern werden. Beim letzten Mal war ich teilweise nicht im Bild, also wird das wohl auch diesmal der Fall sein. Außerdem beherrsche ich die Lieder und die Bewegungen gut genug, also sollte es ausreichen, wenn ich jeden Tag übe.“ Der Leiter warnte uns mehrfach, dass wir vor dem Dreh mit dem Üben nicht nachlassen durften und dass sich die Platzierung auf der Bühne jederzeit ändern könnte. Aber darauf gab ich nicht viel und dachte: „Die Chance, dass ich vorne stehe, ist verschwindend gering, also werde ich nicht unbedingt im Bild zu sehen sein, auch wenn ich mich bei den Proben anstrenge. Also wozu die ganze Aufregung?“ Als der Leiter bei den Proben auf meine Probleme hinwies, war ich nicht bereit, wirklich an ihnen zu arbeiten, sondern wollte mich nur herausreden: „Die Brüder und Schwestern vorn werden alle im Bild sein, also ist es in Ordnung, wenn sie viel proben. Aber ich stehe hinten, mich kann man nicht mal erkennen. Da muss man doch nicht so kleinlich sein.“ Danach fühlte ich mich bei den Proben immer müde, als ob sie wirklich anstrengend wären. Oft wollte ich gar nicht erst hingehen. Ich merkte, dass sich mein altes Problem wieder meldete und das gefiel mir nicht. „Warum bin ich in meiner Pflicht immer so nachlässig? Warum kann ich nicht einfach nur danach streben, Gott zufriedenzustellen?“ Ich betete zu Gott über meinen wahren Zustand und bat Ihn, mich zur Selbsterkenntnis zu führen.

Ich las dies in Gottes Worten: „Über viele Jahre haben die Gedanken, auf die sich die Menschen zum Überleben verlassen haben, ihre Herzen zersetzt, so weit, dass sie heimtückisch, feige und verabscheuungswürdig geworden sind. Es fehlt ihnen nicht nur an Willensstärke und Entschlossenheit, sondern sie sind außerdem gierig, überheblich und eigensinnig geworden. Es fehlt ihnen gänzlich an jeglicher Entschlossenheit, die das Ich übersteigt, und mehr noch, sie haben nicht ein bisschen Mut, um die Einschränkungen dieser finsteren Einflüsse abzuschütteln. Die Gedanken und das Leben der Menschen sind so verfault, dass ihre Sichtweisen zum Glauben an Gott immer noch unerträglich abscheulich sind, und selbst wenn die Menschen von ihren Sichtweisen zum Glauben an Gott sprechen, ist es einfach unerträglich anzuhören. Die Menschen sind alle feige, unfähig, verabscheuungswürdig und anfällig. Sie empfinden keine Abscheu für die Mächte der Finsternis, und sie empfinden keine Liebe für das Licht und die Wahrheit; stattdessen tun sie ihr Möglichstes, sie zu vertreiben. … Jetzt seid ihr Anhänger, und ihr habt etwas Verständnis über diese Stufe des Werkes gewonnen. Ihr habt jedoch immer noch nicht euer Verlangen nach Status abgelegt. Wenn euer Status hoch ist, ist euer Streben richtig, aber wenn euer Status niedrig ist, strebt ihr nicht mehr. Immer denkt ihr an die Segnungen des Status. Warum ist es so, dass der Großteil der Menschen sich nicht aus der Negativität befreien kann? Beruht die Antwort nicht unweigerlich auf düsteren Aussichten?“ („Warum willst du keine Kontrastfigur sein?“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) „Beachte nicht, was ein solcher Mensch sagt; du musst schauen, was er auslebt, was er offenbart und welche Haltung er einnimmt, wenn er seine Pflichten ausführt, wie sein innerer Zustand ist und was er liebt. Wenn seine Liebe zu seinem eigenen Ruhm und Reichtum seine Hingabe an Gott übersteigt, wenn seine Liebe zu seinem eigenen Ruhm und Reichtum die Interessen Gottes übersteigt oder wenn seine Liebe zu seinem eigenen Ruhm und Reichtum die Rücksichtnahme übersteigt, die er Gott entgegenbringt, dann ist er kein Mensch mit Menschlichkeit. Sein Verhalten kann von anderen und von Gott gesehen werden; deshalb ist es für einen solchen Menschen sehr schwierig, die Wahrheit zu erlangen.“ („Übergib Gott dein aufrichtiges Herz und du kannst die Wahrheit erlangen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Gottes Worte enthüllten auf prägnante Weise meine tief verwurzelten, verachtenswerten Motive und zeigten mir, warum ich, wenn ich mich bei meiner Pflicht nicht hervortun konnte, so schludrig war und ich nicht motiviert war, obwohl ich wusste, dass es meine Pflicht und Verantwortung war. Es lag daran, dass mein Verlangen nach einem guten Ruf und Status zu groß war. Obwohl es nicht offensichtlich war, dass ich nach Gelegenheiten suchte, mich hervorzutun, lag das nur daran, dass ich ohnehin nicht talentiert war. Es lag nicht daran, dass ich es nicht wollte. Als ich merkte, dass ich die anderen nicht übertreffen konnte, ganz gleich, wie sehr ich mich anstrengte, dass ich es nicht in die erste Reihe schaffen würde, nahm ich eine negative Einstellung zu der ganzen Sache ein und gab mir bei meiner Pflicht sehr wenig Mühe. Ich führte die Bewegungen aus ohne erst zu versuchen, es gut zu machen. Ich dachte, wenn ich mich schon nicht hervortun könnte, müsste ich mich wenigstens nicht so quälen, damit ich zumindest nicht schlecht wegkäme. Satans Gifte wie „Jeder ist sich selbst der Nächste, und den Letzten holt der Teufel“ und „Sich von anderen unterscheiden“ waren schon tief in mir verwurzelt. Sie waren zu meinen Prinzipien geworden und bestimmten alle meine Handlungen, sodass ich bei allem, was ich tat, nur an meinen eigenen Vorteil dachte. Für einen guten Ruf und Vorteile würde ich es tun, ansonsten nicht. Das traf sogar auf meine Pflicht zu. Ich arbeitete hart, wenn ich mich hervortun konnte, aber wenn meine Wünsche nicht erfüllt wurden, spulte ich nur mein Programm ab und dachte überhaupt nicht an Gottes Willen oder die Interessen von Gottes Haus. Ich lebte nach meiner hinterlistigen Natur, immer auf der Jagd nach einem guten Ruf und Status. In meiner Pflicht war ich lustlos und hinterlistig, übernahm nicht einen Hauch von Verantwortung, und hatte kein Gewissen, keine Vernunft und keine Würde. Ich war total unzuverlässig. Ich dachte daran, dass so viele Brüder und Schwestern, die ich kannte, so pur und ehrlich waren, dass sie danach streben würden, Gottes Forderungen gerecht zu werden, ganz gleich, ob sie in der ersten oder letzten Reihe stünden. Ihr Tanz und Gesang verbesserte sich mit der Zeit und sie konnten Gottes Segen und Seine Führung sehen. Und dann gab es noch die, die hinter den Kulissen im Stillen ihren Teil beitrugen, ohne je gesehen zu werden. Sie sagten, dass sich all ihre Arbeit lohnen würde, allein weil sie die Aufnahme online sehen konnten. Aber wenn ich mich nicht hervortun konnte, übte ich nicht mal die kleine Pflicht aus, die ich hätte ausüben sollen. Mir mangelte es komplett an Menschlichkeit. Gottes Disposition ist heilig und gerecht, also konnte Er die Menschlichkeit, so wie ich sie ausfüllte, und mein Streben nur verachten und hassen. Ich konnte in meiner Pflicht nicht die Arbeit des Heiligen Geistes erlangen und ich konnte im Leben nicht vorankommen. Ich wusste, dass ich, wenn ich nicht Buße tun würde, nie auch nur ein Stück Wahrheit erlangen würde, selbst wenn ich bis zum Ende glauben würde. Ich würde einfach von Gott beseitigt werden! An diesem Punkt meiner Reflektion machte ich mir ein wenig Sorgen und ich betete zu Gott. „Oh Gott, erst jetzt habe ich erkannt, wie beschämend ich war, indem ich nach meiner eigenen verdorbenen Disposition lebte, ohne jegliche Menschlichkeit. Gott, ich will Buße tun und mich ändern. Bitte hilf mir, die Fesseln meiner satanischen Disposition abzuschütteln und mich auf meine Pflicht zu konzentrieren.“

Später las ich diese Worte Gottes: „Wenn du ganz darin aufgehen willst, in allem, was du tust, Gottes Willen zu genügen, dann reicht es nicht, eine Pflicht ausüben; du musst jeden Auftrag annehmen, den Gott dir beschert. Ob er deinem Geschmack entspricht oder nicht und zu deinen Interessen zählt oder nicht oder ob es etwas ist, woran du keinen Gefallen findest oder was du nie zuvor getan hast, oder ob es etwas Schwieriges ist, du sollst ihn trotzdem annehmen und dich fügen. Du musst ihn nicht nur annehmen, sondern du musst proaktiv mitwirken und etwas darüber erfahren und Zutritt erlangen. Selbst wenn du leidest und nicht herausstechen und glänzen konntest, musst du dich der Aufgabe dennoch mit Hingabe widmen. Du musst sie als deine Pflicht erachten, die es zu erfüllen gilt; nicht als persönliche Angelegenheit, sondern als deine Pflicht. Was sollten die Menschen unter ihren Pflichten verstehen? Wenn der Schöpfer – Gott – jemandem eine Aufgabe zu tun gibt – an diesem Punkt entsteht die Pflicht dieser Person. Die Aufgaben, die Gott dir gibt, die Aufträge, die Gott dir gibt – das sind deine Pflichten. Wenn du sie als deine Ziele verfolgst und du wahrhaft ein Herz besitzt, das Gott liebt, kannst du dann immer noch verweigern? Du solltest sie nicht verweigern. Du solltest sie annehmen. Dies ist der Weg der Praxis.“ („Nur indem man ein ehrlicher Mensch ist, kann man wahrhaft glücklich sein“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Gottes Worte zeigten mir, dass meine Pflicht Gottes Auftrag an mich war und ob ich nun gut darin war und mich damit hervortun konnte oder nicht, ich sollte einfach meine persönlichen Motive und Ziele fallenlassen, die Pflicht als meine Verantwortung verstehen und mein Bestes für das geben, was Gott von mir verlangt. Wenn man mal darüber nachdenkt, so sind bei allen Anordnungen einige Menschen vorne und einige hinten platziert, und ganz gleich, wo sie sich befinden, sie erfüllen ihre Pflicht. Gott betrachtet unsere Motive und Einstellung zu unserer Pflicht, ob wir mit dem Herzen dabei sind und Verantwortung übernehmen und ob wir die Wahrheit praktizieren, um Gott zufriedenzustellen. Ich dachte daran, dass ich nicht so talentiert war wie die anderen Beteiligten, aber Gott gab mir trotzdem die Chance zu üben, damit ich Fortschritte machen könnte, sowohl bei meinen Fähigkeiten als auch bei meinem Eintritt ins Leben. Das war Gottes Liebe zu mir! Ich wusste, dass ich nicht mehr so egoistisch, verachtenswert und herzlos wie vorher sein konnte, als ich Gott das Herz gebrochen und Ihn enttäuscht hatte. Ob ich vorne oder hinten war, ob ich im Bild war oder nicht, ich musste meinen Platz als geschaffenes Wesen einnehmen, um meine Pflicht auf reine und ehrliche Weise auszuüben und Gottes Liebe zurückzuzahlen.

Danach achtete ich darauf, zu Gott zu beten und mich auf Ihn zu verlassen und ich arbeitet hart daran, meine Rolle gut zu spielen, ganz egal, was wir probten. Als wir bei unseren Versammlungen vor den Proben Gottes Worte lasen, dachte ich viel über Gottes Forderungen nach und setzte Seine Worte bei den Proben in die Praxis um. Als der Leiter meine Probleme ansprach, hörte ich genau zu und brachte es in meine Praxis ein. Ich wog dann meine Schwächen auf und verbrachte meine Freizeit damit, mehr zu üben. Ich hörte auf, einfach nur das Nötigste zu tun. Als ich meine Motive für die Proben richtiggestellt hatte, kam mir jeder Tag sehr erfüllend vor. Meine Beziehung zu Gott normalisierte sich und ich spürte Seine Führung in meiner Pflicht deutlich. Ich war nicht mehr so erschöpft wie vorher. Nach einiger Zeit verbesserten sich meine Bewegungen und meine Mimik und die Schwestern sagten, dass mein Gesang und meine Mimik viel besser geworden wären. Ich spürte sehr stark, wie wichtig es ist, meine Pflicht mit einem ehrlichen Herzen anzugehen. Besonders sang die letzte Zeile von „Hymne des Königreichs“: „Sie bringen Gott die schönsten Lieder dar!“ Das bewegte mich ganz besonders. Ich erkannte, dass Gott hofft, ein reines und ehrliches Herz zu gewinnen. Er hofft, dass wir uns zu Ihm wenden und wie reine Kinder werden können, dass wir Ihm wirklich unser Herz schenken und ihm unser Bestes widmen. Als ich Gottes Willen verstanden hatte, wurde mein Entschluss, die Wahrheit zu praktizieren und Ihn zufriedenzustellen, bestärkt.

Beim Großteil des Drehs stand ich noch hinten und manchmal wollte ich nicht mein Bestes geben, weil ich nicht im Bild war. Also betete ich zu Gott und dachte daran, wie ich Seinem Willen entsprechen und mich direkt einbringen könnte. Es dauerte einige Zeit, aber meine Einstellung verbesserte sich deutlich. Als ich hinten stand, betete ich für meine Brüder und Schwestern, die vorne standen. Wenn ich nicht im Bild sein musste, bot ich meinen Schwestern an, mit ihren Kostümen und Frisuren zu helfen und tat, was immer ich für meine Pflicht tun konnte. Wenn ich sah, dass einige Schwestern negativ und schwach wurden, weil sie zu weit hinten standen, bot ich meine Gemeinschaft zu Gottes Willen an, um ihnen zu helfen. Es beruhigte mich sehr, meine Pflicht so auszuüben, und mein Zustand verbesserte sich weiter. Dass es mir gelungen ist, mein Streben nach einem guten Ruf und nach Status beiseitezuschieben und einen kleinen Teil der Wahrheit zu praktizieren, hat sich aus der Führung durch Gottes Worte ergeben und ich danke Gott dafür, dass Er mich gerettet hat.

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