Worüber ich mich sorgte, als ich mich vor meinen Pflichten drückte

Mai 24, 2026

Von Barbara, Laos

Im Jahr 2022 wurde ich zum Mitglied einer bezirklichen Entscheidungsgruppe gewählt und war für die Arbeit mehrerer Kirchen verantwortlich. Da ich Miao und Chinesisch spreche, half ich den Brüdern und Schwestern oft beim Übersetzen, weshalb ich nicht viel Zeit hatte, die Kirchenarbeit nachzuverfolgen. Das machte mir große Sorgen. Einige Kirchenleiter standen noch ganz am Anfang ihrer Einarbeitung und wussten nicht, wie sie ihre Arbeit machen sollten. Wenn ich die Kirchenleiter nicht so schnell wie möglich förderte, müsste ich die meiste Arbeit selbst erledigen, was viel Zeit in Anspruch nehmen würde und sehr anstrengend wäre. Ich sträubte mich sehr dagegen. Wenn mich jemand bat zu übersetzen, versuchte ich, ihn zu ignorieren, sofern es nicht die Arbeit der Kirchen betraf, für die ich zuständig war.

Ende 2022 standen die Wahlen für den Leiter und den stellvertretenden Leiter der bezirklichen Entscheidungsgruppe an. Ich dachte bei mir: „Ich habe schon jetzt alle Hände voll zu tun mit der Arbeit dieser Kirchen. Wenn ich zur Gruppenleiterin gewählt werde, wird mein Verantwortungsbereich noch größer. Wäre meine Arbeit dann nicht noch anstrengender? Es wäre gut, wenn ich nicht gewählt werde. Dann müsste ich mir nicht so viele Sorgen machen und mein Fleisch würde nicht so müde sein.“ Doch nachdem die Stimmen ausgezählt waren, wurde bekannt gegeben, dass ich zur Leiterin der bezirklichen Entscheidungsgruppe gewählt worden war. Ich suchte schnell nach Ausreden und sagte: „Ich bin eine Person, die keine Last trägt. Ich bin faul und leiste keine echte Arbeit. Außerdem bin ich ziemlich betrügerisch.“ Ich nannte sogar Beispiele dafür, wie betrügerisch ich war. Dann sagte ich: „Ich bin jung und unbeständig und eigne mich nicht als Gruppenleiterin. Lasst das einen anderen Bruder oder eine andere Schwester machen.“ Eine Schwester sagte: „Du kapitulierst ja schon, noch bevor du überhaupt mit deiner Pflicht begonnen hast. Du lässt dich bereits vom Fleisch einschränken und fesseln.“ Es traf mich wie ein Stich ins Herz, als ich die Schwester das sagen hörte. Nach der Versammlung war ich sehr bekümmert. Ich wusste, dass es Rebellion gegen Gott ist, sich vor seiner Pflicht zu drücken, und es bedeutet, dass man kein Herz hat, das sich Ihm unterordnet. Danach dachte ich über mich nach. Mir fiel eine Passage aus Gottes Worten ein, die ich heraussuchte, um sie zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Die wichtigste Äußerungsform eines ehrlichen Menschen ist, dass man in allen Belangen die Wahrheit sucht und praktiziert – das ist am entscheidendsten. Du sagst, dass du ehrlich bist, aber du verdrängst Gottes Worte immer und machst einfach, was du willst. Ist das die Äußerungsform eines ehrlichen Menschen? Du sagst: ‚Mein Kaliber ist zwar dürftig, aber ich habe ein ehrliches Herz.‘ Doch wenn dir eine Pflicht zufällt, hast du Angst, zu leiden und Verantwortung zu tragen, falls du sie nicht gut erfüllst, also erfindest du Ausreden, um dich vor deiner Pflicht zu drücken, oder schlägst vor, dass es jemand anderes macht. Ist das die Äußerungsform eines ehrlichen Menschen? Eindeutig nicht. Wie sollte sich also ein ehrlicher Mensch verhalten? Er sollte sich den Anordnungen Gottes unterwerfen, der Pflicht, die er ausführen soll, hingebungsvoll gegenüberstehen und danach streben, Gottes Absichten zufriedenzustellen. Das äußert sich auf verschiedene Weise: Eine davon ist, dass du deine Pflicht mit ehrlichem Herzen annimmst, ohne an deine fleischlichen Interessen zu denken, ohne halbherzig zu sein und ohne zu deinem eigenen Vorteil zu intrigieren. Das sind Äußerungsformen von Ehrlichkeit. Ein anderes ist, dass du dich mit ganzem Herzen und ganzer Kraft einsetzt und deine Pflicht gut erfüllst, die Aufgaben, die dir von Gottes Haus anvertraut wurden, richtig tust und dein Herz und deine Liebe in deine Pflicht einbringst, um Gott zufriedenzustellen. Das sind die Äußerungsformen, die ein ehrlicher Mensch bei der Ausübung seiner Pflichten haben sollte. Wenn du verstehst und weißt, was zu tun ist, es aber nicht tust, dann bist du nicht mit ganzem Herzen und ganzer Kraft bei deiner Pflicht. Vielmehr bist du durchtrieben und wirst nachlässig. Sind Menschen, die ihre Pflichten auf diese Weise ausführen, ehrlich? Auf keinen Fall. Gott hat keine Verwendung für solche gerissenen und betrügerischen Menschen; sie müssen ausgemustert werden. Gott setzt nur ehrliche Menschen zur Ausführung von Pflichten ein. Selbst treu Schuftende müssen ehrlich sein. Menschen, die ständig nachlässig und durchtrieben sind und nach Wegen suchen, es langsamer angehen zu lassen, sind alle betrügerisch und allesamt Dämonen. Keiner von ihnen glaubt wirklich an Gott, und sie werden alle ausgemustert. Manche Menschen denken: ‚Ein ehrlicher Mensch zu sein, bedeutet nur, die Wahrheit zu sagen und nicht zu lügen. Es ist wirklich einfach, ein ehrlicher Mensch zu sein.‘ Was hältst du von dieser Ansicht? Beschränkt ein ehrlicher Mensch zu sein sich auf einen solch engen Rahmen? Ganz und gar nicht. Du musst dein Herz offenbaren und es Gott geben; das ist die Einstellung, die ein ehrlicher Mensch haben sollte. Deshalb ist ein ehrliches Herz sehr kostbar. Was wird damit impliziert? Dass ein ehrliches Herz dein Verhalten kontrollieren und deinen Zustand ändern kann. Es kann dich dazu führen, die richtige Wahl zu treffen und dich Gott zu fügen und Seine Anerkennung zu gewinnen. So ein Herz ist wahrhaft kostbar. Wenn du so ein ehrliches Herz hast, dann ist das der Zustand, in dem du leben solltest, das heißt, wie du dich verhalten und einbringen solltest(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Durch Gottes Worte erkannte ich: Egal, welche Pflicht an einen ehrlichen Menschen herangetragen wird, ob sie ihm nützt oder nicht, oder wie sehr sein Fleisch auch leiden wird, er wird sie mit einem ehrlichen Herzen annehmen. Dann wird er sich bemühen, alles so gut zu tun, wie er es kann, ohne dabei seine eigenen Interessen zu berücksichtigen, und nur daran denken, wie er Gott zufriedenstellen kann. Nur solch ein Mensch ist ein ehrlicher Mensch, den Gott liebt. Ich wollte fliehen und mich der Wahl entziehen, weil ich nicht leiden und keinen Preis zahlen wollte. Nachdem ich zur Gruppenleiterin gewählt worden war, wollte ich diese Pflicht nicht annehmen, weil ich wusste, dass dies eine sehr wichtige Pflicht war, ich für viele Bereiche verantwortlich sein würde, mein Fleisch sehr leiden würde und ich mir viele Gedanken machen müsste, um sie gut zu tun. Dann versuchte ich, mich davor zu drücken, indem ich mein junges Alter, meinen Mangel an Beständigkeit und meine betrügerische Disposition als Ausreden benutzte und sagte, ich sei als Gruppenleiterin ungeeignet. Gottes Haus hatte mich so lange gefördert, doch im entscheidenden Moment drückte ich mich vor meiner Pflicht. Es fehlte mir wirklich an jeglichem Gewissen und jeglicher Vernunft. Ich war wirklich so egoistisch und betrügerisch! Als geschaffenes Wesen wollte ich nicht einmal die Pflicht tun, die ich eigentlich tun sollte. Welchen Sinn hat ein solches Leben? In diesem Moment fielen mir einige Zeilen aus einer Hymne ein: „Die Menschen schenken Gott nicht einmal den geringsten Trost, und Wahre Liebe hat Er von der Menschheit bis heute nicht erhalten.“ Mir liefen die Tränen über die Wangen, und ich suchte dieses Kirchenlied mit Gottes Worten heraus.

Gottes Liebe zur Menschheit ist wahrhaft und wirklich

1  Gottes Liebe zu den Menschen zeigt sich vor allem in Seinem fleischgewordenen Wirken, indem Er die Menschen persönlich rettet, von Angesicht zu Angesicht mit ihnen spricht und unter ihnen lebt. Es gibt nicht die geringste Distanz zwischen Ihm und den Menschen, und Er verstellt sich nicht; es ist echt. Dass seine Rettung der Menschheit von der Art war, dass Er Fleisch werden und leidvolle Jahre mit den Menschen in der Welt verbringen konnte, ist das Ergebnis Seiner Liebe und Barmherzigkeit für die Menschheit.

2  Die Liebe Gottes zu den Menschen ist bedingungslos und nicht an Forderungen gebunden. Was kann Er im Gegenzug von ihnen erhalten? Die Menschen sind Gott gegenüber kaltherzig. Wer kann Gott als Gott behandeln? Die Menschen schenken Gott nicht einmal den geringsten Trost, und Wahre Liebe hat Er von der Menschheit bis heute nicht erhalten. Gott gibt und versorgt selbstlos.

– Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Kennst du Gottes Liebe zur Menschheit?

Nachdem ich mir die Hymne angehört hatte, war ich sehr bewegt und fühlte mich etwas schuldig. Meine Tränen hörten nicht auf zu fließen. Gottes Liebe ist so wahr und echt. Gott ist so erhaben, heilig und groß, doch um die Menschheit zu retten, wurde Er persönlich Mensch, um in die Welt zu kommen, an der Seite der verdorbenen Menschheit zu leben, die Wahrheit auszudrücken, um die Menschen zu versorgen und zu führen, und verschiedene Umgebungen zu schaffen, um die Menschen zu läutern und zu reinigen. Gott ist dem Menschen von ganzem Herzen zugewandt. Ich jedoch war nicht bereit, bei der Ausführung meiner Pflicht eine schwere Last zu tragen, und ich wollte nicht einmal einen kleinen Preis zahlen oder auch nur das Geringste erleiden. Ich fühlte mich bei Gott tief in der Schuld. Gott hatte mir so viel gegeben, aber ich nahm keine Rücksicht auf Seine Absicht und dachte nur an meine eigenen Interessen, wobei ich mich aus Sorge, dass mein Fleisch leiden würde, vor meiner Pflicht drückte. Es fehlte mir wirklich gänzlich an Gewissen!

Ich las eine weitere Passage aus Gottes Worten und erkannte Gottes Absicht. Der Allmächtige Gott sagt: „Welche Pflicht du auch ausführst und welchen Auftrag du von Gott auch annimmst, Seine Anforderungen an dich verändern sich nicht. Wenn du Gottes Anforderungen verstanden hast, sollst du Seinen Anforderungen entsprechend, so wie du sie verstehst, praktizieren, deine Pflicht ausführen und Gottes Auftrag an dich erfüllen, unabhängig davon, ob Er neben dir ist oder dich genau prüft. Nur auf diese Weise kannst du wirklich zu einem Gebieter über alle Dinge werden, dessen Gott sich sicher ist, der dem Standard entspricht und Seines Auftrags würdig ist. … Konzentriere dich einfach auf Gottes Worte und Seine Anforderungen und schaffe es, nach der Wahrheit zu streben, deine Pflicht gut auszuführen, Gottes Absichten zufriedenzustellen und Gottes sechstausend Jahre des Wartens und der Vorfreude gerecht zu werden. Spende Gott etwas Trost; lass Ihn Hoffnung in dir sehen, und lass Seine Wünsche in dir verwirklicht werden. Sag Mir: Würde Gott dich ungerecht behandeln, wenn du das tun würdest? Natürlich nicht!(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Warum man nach der Wahrheit streben muss). Durch Gottes Worte spürte ich, dass es Gottes Absicht ist, dass wir nach der Wahrheit streben, unsere Pflichten gut tun, uns Gott unterwerfen, Ihm unsere Herzen anvertrauen, mit Ihm eines Sinnes sind und zu geschaffenen Wesen werden, die den Anforderungen gerecht werden. Das ist es, was Gott am meisten bei uns sehen möchte. Als ich zur Leiterin der bezirklichen Entscheidungsgruppe gewählt wurde, hoffte Gott, dass ich bei meiner Pflicht nach der Wahrheit suchen und mich darin üben würde, über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, um Probleme zu lösen. Darüber hinaus sollte ich mir die Arbeit zu Herzen nehmen und die Verantwortung dafür übernehmen, um schließlich meine Pflicht gut zu tun, die Wahrheit zu erlangen und von Gott gerettet zu werden. Als ich das verstand, machte ich mir tiefe Selbstvorwürfe. Ich bereute es, die Gelegenheit, die Gott mir gegeben hatte, nicht geschätzt und meine Pflicht nicht angenommen zu haben. Wie sehr wünschte ich mir, dass Gott mir noch eine Chance geben würde! Ich nahm mir fest vor, mich auf jeden Fall zu unterwerfen und mich nie wieder auf diese Weise gegen Gott aufzulehnen, falls ich eine weitere Chance bekäme. Deshalb betete ich zu Gott: „Lieber Gott, ich bin bereit, mich all Deinen Anordnungen zu unterwerfen. In Zukunft bin ich bereit, jede Pflicht anzunehmen und sie gut zu tun.“ Später nahmen die oberen Leiter meinen Rücktritt nicht an und beließen mich als Gruppenleiterin. Ich war überglücklich. Gott hatte mein Herz erkannt und mir noch eine Chance gegeben – diese musste ich wertschätzen! Danach begann ich, die Arbeit aktiv nachzuverfolgen, und jeden Abend nach den Versammlungen fasste ich mit meinen Brüdern und Schwestern in der Entscheidungsgruppe die Probleme bei der Arbeit zusammen. Obwohl es manchmal viel Arbeit war und mein Fleisch etwas müde war, drückte ich mich nicht mehr vor meiner Pflicht wie zuvor.

Im Jahr 2023 fanden aufgrund der Umstrukturierung einiger Kirchen Wahlen für Leiter und Diakone statt, und mein Arbeitspensum erhöhte sich stark. Ich war jeden Tag bis spät in die Nacht beschäftigt. In dieser Zeit fand ich es einfach zu mühsam und zu ermüdend. Bald darauf hielt die Kirche eine neue Wahlrunde ab, und ich wollte diese Gelegenheit nutzen, um meine Position in der bezirklichen Entscheidungsgruppe aufzugeben und stattdessen eine leichtere Pflicht zu tun. In diesem Moment wurde mir klar, dass ich schon wieder auf mein Fleisch Rücksicht nehmen wollte, und ich rief Gott in meinem Herzen an, mich zu führen, damit ich die Wahrheit praktizieren konnte. In diesem Augenblick kamen mir zwei Kirchenlieder mit Gottes Worten in den Sinn.

Gott schätzt diejenigen, die Ihm zuhören und sich Ihm unterwerfen

Für Gott spielt es keine Rolle, ob ein Mensch groß oder unbedeutend ist; solange er Ihm zuhören, sich Seinen Anweisungen und Seinem Auftrag unterwerfen kann und bei Seinem Werk, Seinem Willen und Seinem Plan mitwirken kann, sodass Sein Wille und Sein Plan ungehindert ausgeführt und vollbracht werden können, ist es ein solches Verhalten für Gott wert, sich daran zu erinnern und von Ihm gesegnet zu werden. Gott erachtet solche Menschen als sehr kostbar, und Er schätzt ein solches Verhalten; Er schätzt die Zuneigung, die die Menschen für Ihn empfinden, und das Herz, das sie Ihm gegenüber zeigen. So ist Gottes Einstellung.

– Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst I

Was Gott am Herzen liegt, ist des Menschen Herz

Wenn ein Mensch Gottes Auftrag annimmt, dann hat Gott einen Maßstab, nach dem Er beurteilt, ob sein Handeln gut oder böse ist, ob die Person Unterwerfung hat, ob die Person Gottes Absichten zufriedengestellt hat und ihre Taten und ihr Verhalten dem Maßstab entsprechen. Gott schätzt das Herz eines Menschen, nicht sein äußerliches Handeln. Es ist nicht so, dass Gott jemanden segnen sollte, solange er nur etwas tut, egal wie er es tut. Das ist ein Missverständnis, das die Menschen in Bezug auf Gott haben. Gott sieht sich nicht nur das Endergebnis an, sondern Er legt einen besonderen Schwerpunkt darauf, wie es um das Herz eines Menschen bestellt ist und welche Einstellung ein Mensch hat, während sich die Dinge weiterentwickeln, und sieht sich an, ob in seinem Herzen Unterwerfung, Rücksichtnahme und die Bereitschaft sind, Gott zufriedenzustellen.

– Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst I

Gottes Worte bewegten mich wirklich, besonders als ich las: „Gott sieht sich nicht nur das Endergebnis an, sondern Er legt einen besonderen Schwerpunkt darauf, wie es um das Herz eines Menschen bestellt ist und welche Einstellung ein Mensch hat, während sich die Dinge weiterentwickeln, und sieht sich an, ob in seinem Herzen Unterwerfung, Rücksichtnahme und die Bereitschaft sind, Gott zufriedenzustellen.“ Ich verstand, dass es Gott um das Herz des Menschen geht. Bei allem, was geschieht, will Gott sehen, ob die Herzen der Menschen Ihm gegenüber gehorsam sind und auf Ihn Rücksicht nehmen und ob sie ihre eigenen Interessen loslassen können, um Gott zufriedenzustellen. Wann immer wichtige Arbeit auf mich zukam oder Wahlen anstanden, dachte ich nicht darüber nach, wie ich Gottes Absichten zufriedenstellen könnte, sondern nur darüber, wie ich körperliches Leid vermeiden und weniger Verantwortung übernehmen könnte. Es fehlte mir so sehr an Gewissen, ich war so egoistisch und verachtenswert! Nun hielt die Kirche Neuwahlen ab, und ich musste zumindest eine Haltung der Unterwerfung an den Tag legen. Wenn ich gewählt würde, wäre dies Gottes Erhebung für mich. Wenn ich nicht gewählt würde, gäbe es Lektionen für mich zu lernen. In jedem Fall sollte ich mich unterwerfen. Als ich das dachte, wurde mein Herz viel ruhiger und ich nahm an der Wahl teil. Am Ende wurde ich zum Mitglied der bezirklichen Entscheidungsgruppe gewählt, und mein Herz konnte sich unterwerfen.

Später las ich eine Passage aus Gottes Worten und verstand, warum ich ständig auf das Fleisch Rücksicht nahm und mich vor meiner Pflicht drückte. Der Allmächtige Gott sagt: „Was das Fleisch betrifft: Je besser du es behandelst, desto gieriger wird es werden. Es ist angemessen, dass das Fleisch ein wenig Leid erträgt, und wenn es das tut, ist es leicht, dem korrekten Weg zu folgen und das zu tun, was man tun sollte. Wenn ein Mensch in einem guten familiären Umfeld aufwächst, es immer bequem hat und nie viel leidet, wird er mental anfällig und unfähig, auch nur ein wenig Leid zu ertragen. Für solche Menschen ist es schwierig, irgendetwas zu erreichen, und es mag sogar sein, dass sie am Ende gar nichts erreichen. Für solche Menschen ist es auch schwer, in ihrem Glauben an Gott die Wahrheit zu erlangen. Wenn sie natürliche oder menschengemachte Katastrophen erleben, werden sie dem Himmel und allen anderen außer sich selbst die Schuld geben, sich über Gott beschweren und Ihn leugnen, den Verstand verlieren und unvernünftig werden. Mit der Zeit werden sie immer verkommener. Gibt es dafür viele Beispiele? Du kannst sehen, dass es in der nichtgläubigen Welt viele Sänger und Filmstars gibt, die durchaus in der Lage waren, Widrigkeiten zu erdulden, und sich ihrer Arbeit verschrieben haben, bevor sie berühmt wurden. Doch sobald sie zu Ruhm kommen und anfangen, das große Geld zu machen, gehen sie nicht den richtigen Weg. Manche von ihnen nehmen Drogen, manche von ihnen begehen Selbstmord, und sie sterben jung. Was führt dazu? Ihre materiellen Genüsse sind zu übertrieben, sie haben es zu bequem und sie wissen nicht, wie sie sich größeres Vergnügen oder stärkere Reize verschaffen können. Manche greifen auf der Suche nach höheren Ebenen von Berauschung und Genuss zu Drogen, und nachdem sie diese eine lange Zeit konsumiert haben, können sie nicht damit aufhören. Manche sterben an übermäßigem Drogenkonsum und andere, die nicht davon loskommen können, begehen am Ende einfach Selbstmord. Es gibt so viele Beispiele wie diese. Es spielt keine Rolle, wie gut du isst, wie gut du dich kleidest, wie schön dein Haus ist, wie viel du dich vergnügst oder wie bequem dein Leben ist, und egal, in welcher Fülle deine Begierden zufriedengestellt werden, am Ende handelt es sich um Leere über Leere, und die Folge davon ist Zerstörung. Ist dieses Glück, nach dem Nichtgläubige streben, wahres Glück? Es handelt sich hierbei in Wirklichkeit nicht um Glück. Es handelt sich um eine menschliche Einbildung, es ist ein Weg der Verkommenheit, und es ist ein Pfad, auf dem die Menschen verkommen. Das sogenannte ‚Glück‘, nach dem die Menschen streben, ist unecht. Eigentlich handelt es sich dabei um Leid. Das ist kein Ziel, nach dem die Menschen streben sollten, noch liegt darin der Wert des Lebens. Manche Wege und Methoden, mit welchen Satan Menschen verdirbt, haben damit zu tun, dass er sie dazu bringt, sich fleischliche Zufriedenheit und das Frönen der eigenen Lust zum Ziel zu machen. Auf diese Weise macht Satan die Menschen benommen, verlockt und verdirbt die Menschen, während er ihnen das Gefühl vermittelt, dass es sich hierbei um Glück handelt und sie dazu veranlasst, nach diesem Ziel zu streben. Die Menschen glauben, dass das Erlangen dieser Dinge gleichbedeutend mit Glück ist, also tun sie alles in ihrer Macht Stehende, um sich in das Streben nach diesem Ziel zu stürzen. Nachdem sie es dann erreicht haben, empfinden sie kein Glück, sondern vielmehr Leere und Schmerz. Das beweist, dass es nicht der richtige Weg ist; es ist eine Straße zum Tod(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Aus Gottes Worten verstand ich, dass der Grund, warum ich ständig Bequemlichkeit begehrte, darin lag, dass es ein Problem mit meinen Gedanken und Ansichten gab. Von klein auf war ich von der Gesellschaft und meiner Familie tiefgreifend beeinflusst und geprägt worden und glaubte, dass das Streben nach körperlicher Bequemlichkeit bedeutete, gütig zu sich selbst zu sein. Ich hörte oft Leute sagen: „Man sollte für sich selbst leben, um dem Fleisch Bequemlichkeit zu verschaffen. Man sollte nicht für andere leben. So ist man schlau.“ Auch meine Eltern sagten oft: „Egal, was wir tun, es dient dazu, ein komfortables Leben ohne Leid und Anstrengung zu genießen. Ist nicht der Zweck des Lebens, es zu genießen?“ Nach und nach übernahm ich diese falschen Ansichten. Sie wurden zu den Grundsätzen, nach denen ich handelte, und zu den Zielen meines Strebens. In der Schule wollte ich nur einfache Dinge lernen. Ich wollte nichts lernen, wofür man den Kopf einsetzen musste. Zum Beispiel wehrte ich mich sehr dagegen, Fächer wie Mathematik zu lernen, die ich als geistig anstrengend empfand. Nachdem ich angefangen hatte, an Gott zu glauben, strebte ich immer noch nach körperlicher Bequemlichkeit, obwohl ich meine Pflichten in der Kirche tat. Ich war nicht bereit, bei der Ausführung meiner Pflicht eine schwere Last zu tragen, und wollte keine Pflichten ausführen, die geistige Anstrengung oder körperliches Leid erforderten. Ich wollte nur einfache und leichte Pflichten tun. Sobald schwierige Pflichten oder solche mit hohem Arbeitspensum anstanden, wollte ich mich davor drücken. Als ich zum Beispiel das erste Mal zur Leiterin der bezirklichen Entscheidungsgruppe gewählt wurde, hatte ich Angst, dass die Arbeit als Gruppenleiterin viel Aufwand bedeuten und mich körperlich ermüden würde. Also ließ ich mir viele Ausreden einfallen und erwähnte absichtlich meine Verdorbenheit und meine Unzulänglichkeiten, damit alle zustimmen würden, dass ich nicht Gruppenleiterin werde. Bei der nächsten Wahl nahm ich immer noch Rücksicht auf mein Fleisch und wollte sogar meine Position in der Entscheidungsgruppe aufgeben. Ich dachte nur an meine körperlichen Interessen, nahm nie Rücksicht auf Gottes Absichten und drückte mich ständig vor meiner Pflicht, damit mein Fleisch nicht leiden musste. Dieses Verhalten war Rebellion gegen Gott und Verrat an Gott. Wenn ich nicht Buße täte, würde ich am Ende nicht nur die Wahrheit nicht erlangen oder meine verdorbene Disposition nicht ändern, sondern nur ins Unheil stürzen und vernichtet werden. Wie Gott sagt: „Manche Wege und Methoden, mit welchen Satan Menschen verdirbt, haben damit zu tun, dass er sie dazu bringt, sich fleischliche Zufriedenheit und das Frönen der eigenen Lust zum Ziel zu machen. Auf diese Weise macht Satan die Menschen benommen, verlockt und verdirbt die Menschen, während er ihnen das Gefühl vermittelt, dass es sich hierbei um Glück handelt und sie dazu veranlasst, nach diesem Ziel zu streben. Die Menschen glauben, dass das Erlangen dieser Dinge gleichbedeutend mit Glück ist, also tun sie alles in ihrer Macht Stehende, um sich in das Streben nach diesem Ziel zu stürzen. Nachdem sie es dann erreicht haben, empfinden sie kein Glück, sondern vielmehr Leere und Schmerz. Das beweist, dass es nicht der richtige Weg ist; es ist eine Straße zum Tod.“ Satan versucht und verdirbt die Menschen mit dem Streben nach körperlicher Bequemlichkeit und lässt sie glauben, dass nur die Befriedigung des Fleisches Glück bringen kann. Doch ganz gleich, wie bequem es ein Mensch hat oder wie sehr er das Fleisch genießt, in der Tiefe seines Herzens fühlt er sich trotzdem leer und elend. Ich hatte immer nach körperlicher Bequemlichkeit gestrebt und wollte keine Pflichten tun, die mit einem hohen Arbeitspensum verbunden waren. Ich dachte, auf diese Weise hätte ich mehr Zeit, mich auszuruhen oder Dinge zu tun, die mir Spaß machen. Doch nachdem ich mich vor meiner Pflicht gedrückt hatte, fand mein Herz keine Ruhe. Stattdessen verfiel ich in tiefes Elend und Selbstvorwürfe. Dieses Gefühl lässt sich nicht in Worte fassen. Ich wusste, dass ich Seine Gegenwart verloren hatte, weil ich gegen Gott rebelliert hatte. Ich erfuhr, dass das Streben nach körperlicher Bequemlichkeit kein richtiger Weg ist und die Menschen nur dazu führt, immer lasterhafter zu werden und sich Gott immer mehr zu widersetzen.

Im April 2024 wurde eine Predigerin in meinem Verantwortungsbereich aufgrund der Erfordernisse der Arbeit an einen anderen Ort versetzt, um dort ihre Pflichten auszuführen. Ich musste vorübergehend die Arbeit weiterführen, für die sie verantwortlich gewesen war, und ich war etwas besorgt. Es gab so viel zu tun – das würde so ermüdend werden! Mir wurde klar, dass ich schon wieder auf mein Fleisch Rücksicht nehmen wollte, und ich betete im Stillen zu Gott, dass Er mich führen möge, damit ich mich unterwerfen könnte. Später las ich eine Passage aus Gottes Worten und fand einen Weg der Praxis. Der Allmächtige Gott sagt: „Jeder Erwachsene muss die Verantwortung eines Erwachsenen schultern, unabhängig davon, welchem Druck er ausgesetzt ist, seien es Härten, Krankheiten und selbst verschiedene Arten von Schwierigkeiten. Dies sind Dinge, die jeder erleben und ertragen sollte; sie gehören zum Leben eines normalen Menschen. Wenn du keinem Druck standhalten, kein Leiden ertragen und keine Schläge einstecken kannst, bedeutet das, dass du keine Ausdauer oder Entschlossenheit hast und zu zerbrechlich und nutzlos bist. Jeder – ob in der Gesellschaft oder im Hause Gottes – muss dieses Leid in seinem Leben ertragen. Das ist die Verantwortung, die jeder Erwachsene tragen sollte, die Last, die er schultern sollte, und niemand kann ihr entgehen, also solltest du nicht versuchen, dich vor ihr zu drücken. Wenn du immer all dem Leiden entfliehen oder dich davon befreien willst, dann wird deine Emotion der Unterdrückung ans Tageslicht kommen und dich immer verstricken. Wenn du jedoch all dies richtig verstehen und akzeptieren kannst und es als einen notwendigen Teil deines Lebens und deiner Existenz betrachtest, dann wirst du aufgrund dieser Probleme keine negativen Emotionen mehr entwickeln. Einerseits musst du lernen, die Verantwortungen und Verpflichtungen auf dich zu nehmen, die Erwachsene haben und übernehmen sollten. Andererseits solltest du lernen, mit anderen in deiner Lebens- und Arbeitsumgebung innerhalb der normalen Menschlichkeit harmonisch zusammenzuleben. Du solltest nicht einfach tun, was du willst. Was ist der Zweck des harmonischen Zusammenlebens? Es geht darum, die Arbeit, die Verpflichtungen und die Verantwortlichkeiten, die du als Erwachsener erfüllen solltest, besser zu erledigen. Egal, welche Arbeit oder welche Pflicht du tust, wenn du mit Gefahr konfrontiert wirst, wenn du mit Störungen und Schäden durch Satans Mächte konfrontiert wirst, musst du in der Lage sein, die Verluste zu minimieren, damit die Ergebnisse deiner Arbeit und deiner Pflicht etwas besser sind. Das ist es, was jemand mit Entschlossenheit erreichen sollte. Wenn du eine normale Menschlichkeit besitzt, solltest du bei der Arbeit diese Dinge erreichen. Was den Arbeitsdruck anbelangt, ob er nun vom Oberen oder aus dem Hause Gottes kommt oder ob es sich um den Druck handelt, der von den Brüdern und Schwestern auf dich ausgeübt wird, es ist etwas, das du ertragen solltest. Du kannst nicht sagen: ‚Wegen des Drucks werde ich es nicht tun. Mir geht es nur um Muße, Leichtigkeit, Glück und Bequemlichkeit bei der Ausführung meiner Pflicht und der Arbeit im Hause Gottes.‘ Das wird nicht funktionieren, und es ist kein Gedanke, den ein normaler Erwachsener haben sollte, und das Haus Gottes ist kein Ort, um Bequemlichkeit zu frönen. Jeder Mensch nimmt in seinem Leben und seiner Arbeit ein gewisses Maß an Druck und Risiko auf sich. In jedem Job, insbesondere bei der Ausführung deiner Pflicht im Haus Gottes, solltest du nach optimalen Ergebnissen streben. Im größeren Maßstab sind dies die Lehre und Forderung Gottes. Im kleineren Maßstab sind es die Haltung, die Sichtweise, die Norm und die Grundsätze, die jeder Mensch in seinem Verhalten und Handeln haben sollte. Wenn du deine Pflicht im Hause Gottes ausführst, musst du lernen, dich an die Bestimmungen und Systeme des Hauses Gottes zu halten, und du musst lernen, die Regeln einzuhalten und dich gut und angemessen zu verhalten. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil des Verhaltens(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (5)). Nachdem ich die Worte Gottes gelesen hatte, verstand ich, dass wir als Erwachsene alle unsere eigenen Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen haben, sei es im Haus Gottes oder in der nichtgläubigen Welt. Das ist etwas, das ein normaler Mensch auf sich nehmen sollte. Bei der Ausführung der eigenen Pflicht muss das Fleisch zwar leiden, einen Preis zahlen und einen gewissen Druck aushalten, aber all das sind Verantwortlichkeiten, die Erwachsene schultern müssen. Ich darf keine Angst vor dem Leiden haben und mich nicht vor Pflichten drücken, wenn ich sehe, dass sie schwierig sind. So etwas zu tun zeugt einfach von zu wenig Gewissen und Menschlichkeit. Deshalb betete ich bewusst zu Gott, um gegen das Fleisch aufzubegehren, und war langsam in der Lage, mich zu unterwerfen.

Durch diese Erfahrung verstand ich, dass ich durch die Übernahme der Arbeit in der Kirche viel gewann, auch wenn mein Fleisch litt und erschöpft war. Ich erkannte, dass ich die Wahrheitsgrundsätze suchen muss, wenn etwas geschieht. Auch meine Menschlichkeit war stark gereift: Am Anfang habe ich mich immer auf andere verlassen, doch jetzt habe ich gelernt, selbstständig zu arbeiten. Wenn Brüder und Schwestern Schwierigkeiten oder Auffassungen haben, kann ich auch die passenden Wahrheiten finden, um darüber Gemeinschaft zu halten und sie zu lösen. Obwohl mein Arbeitspensum höher ist als zuvor, habe ich auch viel empfangen und gewonnen. Das alles ist eine besondere Gnade Gottes. Dank sei Gott!

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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