Seine Verantwortung zu scheuen hat Folgen
Von Xiaomo, Spanien An einem Tag im Februar 2021 teilte mir ein Leiter mit, dass ich die Verantwortung für mehrere Kirchen übernehmen...
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Im Mai 2024 erhielt ich einen Meldebrief. Darin ging es um Schwester Wang Yi, mit der ich zuvor zusammengearbeitet hatte. Die Überprüfung ergab, dass Wang Yi in ihrer Zeit als Leiterin arrogant und selbstgerecht gewesen war. Sie hatte für die Kirchenarbeit mehrere böse Menschen und Ungläubige befördert und eingesetzt, und wenn andere ihr davon abrieten, wollte sie nicht zuhören, was der Kirchenarbeit ernsthaften Schaden zufügte. Letztlich wurde sie entlassen und in Isolation versetzt, um über sich selbst nachzudenken. Als ich sah, was mit Wang Yi geschah, war ich zutiefst beunruhigt. Ich hatte das Gefühl, dass es wirklich gefährlich ist, Leiterin zu sein; man weiß nie, wann man Böses tun könnte und dann enthüllt und ausgemustert wird. Ende September baten mich meine Leiter in einem Brief, vorübergehend in der Kirche zu arbeiten, für die Wang Yi verantwortlich gewesen war. Ich dachte bei mir: „Mein Lebenseintritt ist schlecht, und meine Disposition ist auch ziemlich arrogant. Wenn ich die Arbeit nicht gut mache, werde ich dann ebenfalls enthüllt und ausgemustert?“ Mir war klar, dass mir diese Pflicht mit Gottes Erlaubnis widerfuhr und dass es Gottes Absicht widerspräche, wenn ich mich weigerte. Aber wenn ich sie annahm, befürchtete ich, enthüllt zu werden. Ich war innerlich stark zerrissen, sagte aber am Ende widerwillig zu.
Daraufhin nahm ich die Arbeit in dieser Kirche auf. Nach einer Weile stellte ich fest, dass eine Technikverantwortliche bei ihrer Pflicht keine Last auf sich nahm, stets faul und unverantwortlich war und so schnell wie möglich entlassen werden musste. Zu jener Zeit überlegte ich, Xincheng zu befördern, um sie darin zu schulen, ihre Pflicht als Verantwortliche auszuführen. Aus den Beurteilungen der Brüder und Schwestern konnte ich ersehen, dass Xincheng bei ihrer Pflicht eine Last auf sich nahm und in diesem Bereich fähig war; man konnte sie also für eine Weile auf Probe einsetzen. Meine Arbeitspartnerin, Schwester Lin Hui, wandte jedoch ein, dass Xinchengs Familie sie wegen ihres Glaubens an Gott verfolgte, und äußerte Bedenken, dass es Risiken berge, sie zur Verantwortlichen zu machen. Als ich mir ihre Situation genauer ansah, erfuhr ich, dass Xincheng in der Anfangszeit ihres Glaubens von ihrem Mann verfolgt worden war, dass aber mittlerweile mehrere Jahre vergangen waren und er nichts mehr dazu sagte. Also entgegnete ich Lin Hui, dass es momentan niemanden gäbe, der geeignet sei, und dass Xincheng die Arbeit erledigen könne, während wir sie im Auge behielten. Lin Hui war allerdings noch immer dagegen. Ich dachte mir: „Ich bin gerade erst hier angekommen, um diese Pflicht auszuführen, folglich kenne ich die Kirchenmitglieder nicht so gut wie Lin Hui. Außerdem ist sie in ihrer Haltung ziemlich bestimmt. Wenn ich darauf bestünde, Xincheng einzusetzen – was wäre, wenn ihr Mann sie verfolgte und die Kirche in Gefahr brächte? Müsste ich dann nicht die Verantwortung dafür tragen? Würden die Brüder und Schwestern dann nicht sagen, ich sei arrogant und selbstgerecht, weil ich mir die Meinungen anderer nicht anhöre? Damit würde ich eine böse Tat begehen.“ Aufgrund dieses Gedankens sagte ich nichts mehr. Als Folge davon verzögerte sich der Fortschritt der Arbeit, da die Technikverantwortliche nicht rechtzeitig entlassen wurde. Was die Förderung von Leuten anging, sah ich zudem, dass die Predigerin Li Yan ein gewisses Kaliber besaß und fähig war, die Wahrheit anzunehmen. Ihr Lebenseintritt war jedoch oberflächlich, und sie verstand diverse Grundsätze nicht. Dennoch hatte ich das Gefühl, sie könnte echte Arbeit leisten, sobald sie sie verstanden hätte, daher hatte ich vor, sie zu fördern. Später merkten einige Leute jedoch an, Li Yan sei ziemlich betrügerisch. Sie meinten, sie melde Dinge, über die man berichten müsse, nicht und behaupte sogar, sie wisse nicht wie. Nachdem ich mich mit ihr getroffen hatte, um der Sache auf den Grund zu gehen, wurde mir klar, dass sie es weder absichtlich versäumte, Meldung zu machen, noch betrügerisch war; ihre Erfahrung war einfach nur oberflächlich, und sie wusste nicht, wie sie die Arbeit erledigen sollte. Damals dachte ich: „Die Brüder und Schwestern behandeln Li Yan nicht richtig; sie urteilen nur nach dem äußeren Schein. Ich sollte mit ihnen über die Grundsätze Gemeinschaft halten, wie man andere richtig behandelt.“ Doch dann kam mir ein anderer Gedanke: „Da alle Brüder und Schwestern das gesagt haben – werden sie nicht sagen, ich sei genau wie Wang Yi, falls ich an meiner Sichtweise festhalte? Dass ich die Ratschläge anderer nicht annehme und bei der Förderung von Leuten eigenmächtig handle? Ich lehne mich besser nicht zu weit aus dem Fenster. Ich beobachte das Ganze einfach eine Weile und schaue, was passiert.“ Aufgrund dieser Überlegung förderte ich Li Yan nicht weiter. Als meine Leiter mir schrieben, um sich nach dem Stand bei der Förderung von Leuten zu erkundigen, dachte ich: „Wenn ich Li Yan empfehle – was ist, wenn sie später enthüllt wird? Werden die Leiter dann nicht sagen, meine Disposition sei arrogant und ich würde abweichende Meinungen der Brüder und Schwestern nicht annehmen? Wenn ich aber niemanden fördere, werden die Leiter sagen, ich leiste keine echte Arbeit. Ich teile den Leitern besser einfach mit, dass ich aus ihr nicht schlau werde. Selbst wenn Li Yan später enthüllt wird, liegt die Verantwortung dafür dann nicht bei mir allein.“ Als ich den Leitern also antwortete, meinte ich einmal, man könne Li Yan fördern, und dann wieder, ich würde aus ihr nicht schlau werden. Ich bezog einfach keine klare Stellung. Folglich förderte ich Li Yan weiterhin nicht. Da ich immer übervorsichtig war, wenn ich meine Pflicht ausführte, aus Angst, für falsche Personalanpassungen zur Verantwortung gezogen zu werden, schob ich alles auf und traute mich nicht, eine endgültige Entscheidung zu treffen. Das führte dazu, dass einige Arbeiten aus Personalmangel nur schleppend vorankamen. Ich erkannte, dass mein Zustand falsch war, also betete ich zu Gott: „O Gott, ich bin momentan sehr passiv, wenn ich meine Pflicht tue, und ständig übervorsichtig. Mein Herz schmerzt sehr. Ich bitte Dich, führe mich, damit ich meine eigenen Probleme verstehe.“
Später fragten meine Leiter in einem Brief: „Warum geht es bei der Förderung von Leuten so schleppend voran? Wir sehen, dass du sehr passiv bist, wenn du deine Pflicht tust, und wir kennen den Grund nicht.“ Ich erzählte meinen Leitern von meinem Zustand, und sie schickten mir einen Abschnitt von Gottes Worten: „Manche Menschen glauben seit mehreren Jahren an Gott, verstehen jedoch nicht das geringste Quäntchen der Wahrheit. Ihre Sicht der Dinge bleibt die gleiche wie die der Nichtgläubigen. Wenn sie sehen, dass ein falscher Leiter oder ein Antichrist enthüllt und ausgemustert wird, denken sie: ‚Als jemand, der an Gott glaubt und Gott folgt, ist das Leben vor Gott wie auf dünnem Eis zu wandeln! Es ist wie ein Leben auf Messers Schneide!‘ Und andere sagen: ‚Ein Leiter oder Mitarbeiter zu sein und Gott zu dienen ist riskant. Es ist so, wie das Sprichwort besagt: „Einem König nahezustehen ist genauso gefährlich, wie neben einem Tiger zu schlafen.“ Ein falsches Wort, eine falsche Handlung, und man kränkt die Disposition Gottes, und man wird ausgemustert und bestraft!‘ Sind diese Bemerkungen richtig? ‚Auf dünnem Eis wandeln‘ und ‚ein Leben auf Messers Schneide‘ – was bedeuten diese Worte? Diese Worte bedeuten, dass eine Situation sehr gefährlich ist, dass man jeden Augenblick in großer Gefahr schwebt und dass die kleinste Unachtsamkeit dazu führen wird, dass man ausrutscht. ‚Einem König nahezustehen ist genauso gefährlich, wie neben einem Tiger zu schlafen‘ ist ein gängiges Sprichwort unter Nichtgläubigen. Es bedeutet, dass es gefährlich ist, in Gegenwart eines Teufelskönigs zu leben. Inwiefern liegt man hier falsch, wenn man dieses Sprichwort auf den Dienst an Gott anwendet? Einen Teufelskönig mit Gott, mit dem Schöpfer zu vergleichen, ist das nicht Blasphemie gegen Gott? Das ist ein ernstes Problem. Gott ist ein gerechter und heiliger Gott; dass der Mensch dafür bestraft werden soll, sich Gott zu widersetzen und Ihm feindlich gesinnt zu sein, ist vollkommen normal und gerechtfertigt. Satan und die Teufel verfügen nicht über den geringsten Funken der Wahrheit; sie sind unrein und niederträchtig, schlachten die Unschuldigen ab und verschlingen gute Menschen. Wie kann man sie im gleichen Atemzug wie Gott nennen? Warum verdrehen die Menschen die Tatsachen und verleumden Gott? Das ist eine gewaltige Blasphemie gegen Gott! Wenn manche Menschen, die oft negativ sind und ihre Pflichten nicht aufrichtig ausführen, zurechtgestutzt werden, machen sie sich Sorgen, ausgemustert zu werden, und sie denken sich oft: ‚An Gott zu glauben, ist wirklich wie auf dünnem Eis zu wandeln! Sobald man etwas Falsches tut, wird man zurechtgestutzt; sobald man als falscher Leiter oder Antichrist charakterisiert wird, wird man entlassen und ausgemustert. Im Haus Gottes ist es nicht ungewöhnlich, dass Gott zornig wird, und wenn Menschen einige schlechte Dinge getan haben, werden sie mit einem einzigen Wort ausgemustert. Sie bekommen nicht mal die Chance, Buße zu tun.‘ Ist das denn wirklich so? Gibt das Haus Gottes den Menschen wirklich keine Chance, Buße zu tun? (Das stimmt nicht.) Diese bösen Menschen und Antichristen werden nur deshalb ausgemustert, weil sie vielfältige Übeltaten begangen haben und zurechtgestutzt worden sind, und trotz wiederholter Ermahnungen ändern sie ihr Verhalten nicht. Was ist das Problem, wenn Menschen so denken? Sie bringen fadenscheinige Rechtfertigungen für sich selbst vor. Sie streben nicht nach der Wahrheit, schuften nicht richtig, und weil sie Angst haben, entfernt und ausgemustert zu werden, beschweren sie sich bitterlich und verbreiten ihre Auffassungen. Ihre Menschlichkeit ist eindeutig armselig, und bei ihrer Arbeit sind sie oft oberflächlich, negativ und lustlos. Sie haben Angst, enthüllt und ausgemustert zu werden, also schieben sie alle Schuld auf die Kirche und auf Gott. Welche Natur zeigt sich hier? Die Natur, über Gott zu urteilen, sich über Ihn zu beschweren und sich Ihm zu widersetzen. Diese Bemerkungen sind die offensichtlichsten Trugschlüsse und die absurdesten Behauptungen. Die Tatsache, dass diese Menschen so etwas sagen können, ist Beweis dafür, dass sie, obwohl sie jahrelang an Gott geglaubt haben, nie nach der Wahrheit gestrebt haben. Nur das würde sie dazu bringen, so tief zu sinken, dass sie über Gott urteilen, sich Ihm widersetzen und Ihm lästern“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Gottes strenge Bloßstellung traf mich mitten ins Herz und tat unglaublich weh. Ich dachte daran zurück, dass Wang Yi entlassen wurde, weil sie arrogant gewesen war, auf ihren eigenen Ansichten beharrt, Personen unter Verletzung der Grundsätze ausgewählt und für Unterbrechungen und Störungen bei der Kirchenarbeit gesorgt hatte. Das gab mir das Gefühl, dass sie diese bösen Taten nur begangen hatte, weil sie ihre Pflicht als Leiterin tat. Ich dachte, ich dürfe in Zukunft niemals Leiterin werden; wenn ich Böses täte, hätte ich keine Chance mehr auf Errettung. Als die oberen Leiter mich baten, die Verantwortung für die Kirchenarbeit zu übernehmen, stimmte ich zwar nach außen hin zu, war aber innerlich auf der Hut. Ich empfand die Aufgabe als Leiterin als gefährlich und hatte Angst, einen Fehler zu machen und dann enthüllt und entlassen zu werden. Ich sah ganz deutlich, dass die Technikverantwortliche bei ihrer Pflicht unverantwortlich handelte und dringend entlassen werden musste. Nach reiflicher Überlegung hielt ich Xincheng für eine geeignete Kandidatin und wollte sie befördern und fördern. Als ich dann aber hörte, dass meine Arbeitspartnerin mit Xinchengs Einsatz nicht einverstanden war, versuchte ich nicht, weiter darüber zu diskutieren. Ich befürchtete, sie würde sagen, ich beharre auf meinen eigenen Ansichten. Außerdem hatte ich Angst, dass Xinchengs Mann sie erneut verfolgen könnte und ich die Verantwortung tragen müsste, falls das der Kirche Ärger einbrächte. Also ersetzte ich die Verantwortliche nicht rechtzeitig, was den Fortschritt der Arbeit verzögerte. Zudem wollte ich Li Yan fördern, aber als ich hörte, dass einige Brüder und Schwestern sie schlecht beurteilten – obwohl ich wusste, dass ich mit ihnen über die Grundsätze der fairen Behandlung von Menschen Gemeinschaft halten sollte –, hatte ich Angst, sie würden mich als arrogant bezeichnen und sagen, ich höre nicht auf andere. Also traute ich mich nicht, darauf zu bestehen. Weil ich so zaghaft und zögerlich war, wenn ich meine Pflicht ausführte, und mich nicht traute, Stellung zu beziehen, wurden Leute nicht rechtzeitig gefördert, was die Kirchenarbeit behinderte. Anhand von Gottes Worten erkannte ich, dass ich mit all diesen Gedanken auf der Hut vor Gott war. Weltliche Könige sind weder fair noch gerecht; sobald sie feststellen, dass jemand einen Fehler gemacht oder sie auch nur leicht verärgert hat, quälen sie ihn. Ich hatte Gott wie so einen weltlichen König betrachtet, der die Menschen zur Rechenschaft zieht, entlässt und ausmustert, sobald sie einen Fehler machen. Das war eine schwere Gotteslästerung! Wenn ich genauer darüber nachdenke, lag Wang Yis Scheitern hauptsächlich daran, dass ihre Disposition arrogant war. Sie handelte bei ihrer Pflicht eigenmächtig, wollte nicht zuhören, selbst wenn die Brüder und Schwestern ihr Ratschläge gaben, und beharrte ganz besonders auf ihren eigenen Ansichten. Das fügte der Arbeit Schaden zu, weshalb sie entlassen wurde. Es war keineswegs so, dass sie wegen eines einzigen Fehlers ausgemustert worden wäre. Ich betrachtete weder die Zusammenhänge noch den Verlauf der Ereignisse, sondern urteilte nur nach dem äußeren Schein und stellte es so dar, als sei sie enthüllt worden, weil sie die Pflicht einer Leiterin tat. Ich verdrehte wirklich die Tatsachen und konnte nicht zwischen richtig und falsch unterscheiden! Schnell betete ich: „O Gott, weil ich Deine gerechte Disposition nicht kenne, bin ich ständig misstrauisch und auf der Hut, wenn ich meine Pflicht tue. Meine Gedanken und Äußerungsformen sind eine Lästerung gegen Dich, und sie haben auch die Kirchenarbeit behindert. Lieber Gott, ich bitte Dich, führe mich darin, meine eigene verdorbene Disposition zu erkennen.“
Danach dachte ich darüber nach. Welche verdorbene Disposition brachte mich dazu, auf diese Weise vor Gott auf der Hut zu sein? Eines Tages las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Die Menschen müssen mit ehrlichem Herzen an ihre Pflichten und an Gott herangehen. Wer Gott fürchtet, sollte dazu in der Lage sein. Welche Art von Haltung haben Menschen mit ehrlichen Herzen Gott gegenüber? Zumindest haben sie auf jeden Fall gottesfürchtige Herzen. Sie haben in allen Belangen Herzen, die sich Gott unterwerfen; das heißt, sie stellen keine Fragen über Segnungen oder über Unheil, sie stellen keine Bedingungen, und sie überlassen sich Gottes Orchestrierung. So sind Menschen mit ehrlichen Herzen. Sind diejenigen, die immer an Gott zweifeln, Ihn immer hinterfragen, immer versuchen, mit Ihm zu feilschen – sind das Menschen mit ehrlichen Herzen? (Nein.) Was wohnt in den Herzen solcher Menschen? Hinterlist und Niederträchtigkeit; sie prüfen immer ganz genau. Und was prüfen sie ganz genau? (Gottes Einstellung zu den Menschen.) Sie prüfen Gottes Einstellung zu den Menschen immer ganz genau. Welches Problem ist das? Und warum prüfen sie das ganz genau? Weil es um ihre grundlegenden Interessen geht. Im Herzen denken sie bei sich: ‚Gott hat diese Situation für mich eingerichtet, Er hat dafür gesorgt, dass mir das passiert. Warum hat Er das getan? Anderen ist das nicht passiert – warum musste mir das passieren? Und was werden die Folgen sein?‘ Das sind die Dinge, die sie unter die Lupe nehmen, sie werfen einen genauen Blick auf ihre Gewinne und ihre Verluste, auf ihren Segen und auf jedes Unheil, das ihnen widerfährt. Und können sie die Wahrheit praktizieren, während sie diese Dinge ganz genau prüfen? Können sie sich Gott unterwerfen? Das können sie nicht. Was ist die Natur der Dinge, über die sie in ihren Herzen nachdenken? All diese Dinge drehen sich um ihre eigenen Interessen und darum, sich selbst Vorteile zu sichern. … Was passiert, wenn Menschen nur auf ihre eigenen Zukunftsaussichten, Schicksale und Interessen achten? Es wird ihnen nicht leichtfallen, sich Gott zu unterwerfen; selbst wenn sie es wollen, werden sie es nicht können. Jeder, der besonderen Wert auf seine eigenen Zukunftsaussichten, sein Schicksal und seine Interessen legt, schaut sich immer ganz genau an, ob Gottes Werk für seine Zukunftsaussichten, für sein Schicksal und für die Erlangung von Segnungen vorteilhaft ist. Was ist letztendlich die Konsequenz davon, dass sie immer alles genau prüfen? Da Gottes Werk nicht mit ihren Auffassungen übereinstimmt, kann die Konsequenz nichts anderes sein, als dass sie sich oft über Gott beschweren, sich gegen Gott auflehnen und sich Gott widersetzen. Selbst wenn sie es schaffen, weiterhin ihre Pflicht auszuführen, tun sie dies nachlässig und voller Negativität; in ihrem Herzen denken sie ständig darüber nach, wie sie sich einen Vorteil verschaffen und keinen Verlust erleiden können. Wenn man die eigene Pflicht mit solchen Absichten ausführt, ist das gleichbedeutend damit, zu versuchen, mit Gott zu feilschen. Was für eine Disposition zeigt das auf? Verlogenheit, eine niederträchtige Disposition. Es handelt sich hier nicht um eine gewöhnliche verdorbene Disposition – sie hat sich zu Niederträchtigkeit verschlimmert. Diese Art von niederträchtiger Disposition in seinem Herzen zu hegen, bedeutet, gegen Gott zu kämpfen! Ihr solltet dieses Problem durchschauen. Wenn jemand Gott immer hinterfragt und seine Pflicht mit einer Quid-pro-quo-Denkweise ausführt, wird so jemand in der Lage sein, seine Pflicht zu erfüllen? Auf keinen Fall. Solche Menschen verehren Gott nicht von Herzen, noch sind ihre Anbetung Gottes oder ihr Umgang mit ihrer Pflicht von Ehrlichkeit geprägt. Bei ihrer Pflichtausführung schauen sie nur zu und beobachten nur, und sie halten sich immer zurück. Welche Folgen hat das? Gott wirkt nicht in ihnen – sie sind wirrköpfig und verwirrt, sie verstehen die Wahrheitsgrundsätze nicht, und sie handeln immer nach ihrem eigenen Willen und machen ständig Fehler“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wenn man nach den Wahrheitsgrundsätzen sucht, kann man seine Pflicht gut ausführen). Die Bloßstellung durch Gottes Worte zeigte mir, wie unglaublich egoistisch und verachtenswert ich war. Ich dachte daran, wie ich schon bei der Bearbeitung des Meldebriefs gegen Wang Yi in meinem Herzen Auffassungen über Gott gehegt hatte und das Gefühl hatte, Wang Yi sei nur wegen ihrer Pflicht als Leiterin enthüllt worden. Durch diese abwegige und absurde Sichtweise wurde ich zaghaft und zögerlich, wenn ich meine Pflicht ausführte. Ich sah ganz deutlich, dass ungeeignetes Personal rechtzeitig entlassen werden musste, und ich hatte auch Leute gefunden, die gefördert werden konnten. Doch wenn ich abweichende Meinungen hörte, machte ich mir Sorgen, im Falle einer falschen Entscheidung die Verantwortung tragen zu müssen. Also zögerte ich damit, Stellung zu beziehen. Mir war es lieber, dass die Kirchenarbeit behindert wurde, anstatt Personal umgehend neu einzuteilen, und ich hielt den Fortschritt der Arbeit auf. Ich dachte nur an mein eigenes Ende und meinen Bestimmungsort, ohne auch nur im Geringsten an die Kirchenarbeit zu denken. Gott hatte mich erhöht, indem Er mir eine so wichtige Pflicht übertrug, damit ich die Brüder und Schwestern anleiten konnte, Seine Worte zu erfahren und die Wahrheit zu praktizieren, und geeignete Leute für verschiedene Pflichten finden konnte. Aber ich dachte nur an meine eigenen Interessen, war voller Misstrauen gegenüber Gott und dermaßen übervorsichtig, dass ich mich nicht traute, meine Ansichten zu äußern. Ich bin meinen Verantwortlichkeiten überhaupt nicht gerecht geworden. Menschen mit ehrlichem Herzen begegnen ihrer Pflicht mit aufrichtigem Herzen. Sie denken darüber nach, wie sie die Interessen von Gottes Haus schützen können, und sie können bei ihrer Pflicht Gottes Führung erlangen. Wenn ich jedoch mich selbst betrachtete, machte ich mir ständig Sorgen, der Einsatz der falschen Person würde dazu führen, dass ich enthüllt und ausgemustert werde. Ich dachte nur daran, wie ich meine eigenen Interessen schützen könnte. Mit so einer Einstellung an meine Pflicht heranzugehen, machte es mir unmöglich, Gottes Führung und Seine Segnungen zu empfangen.
Dann dachte ich darüber nach, warum ich immer übervorsichtig war, wenn ich meine Pflicht ausführte, aus Angst, die Äußerung einer abweichenden Meinung würde die Leute dazu bringen zu sagen, ich sei arrogant und selbstgerecht. Worin besteht dann der Unterschied zwischen Arroganz und Selbstgerechtigkeit auf der einen Seite und dem Festhalten an den Grundsätzen auf der anderen? In meiner Suche las ich Gottes Worte: „Manche Menschen verstoßen oft gegen die Grundsätze, wenn sie handeln, und akzeptieren es nicht, wenn man sie zurechtstutzt. In ihrem Herzen wissen sie ganz genau, dass die Dinge, die andere sagen, mit der Wahrheit übereinstimmen, doch sie nehmen sie nicht an. Solche Menschen sind wirklich arrogant und selbstgerecht! Warum sage Ich, dass sie arrogant sind? In ihrer Weigerung, es anzunehmen, wenn man sie zurechtstutzt, sind sie trotzig, und ist Trotz nicht Arroganz? Sie denken, dass sie gut handeln, und sie denken nicht, dass sie etwas Falsches tun, was bedeutet, dass sie sich selbst nicht kennen und arrogant sind“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die überhebliche Natur des Menschen ist die Wurzel seines Widerstands gegen Gott). „Wenn also im Zuge deiner Pflicht ein Zeitpunkt kommt, an dem alle eine unterschiedliche Meinung haben, wie solltest du dann praktizieren? Wird es das Problem lösen, wenn ihr unaufhörlich darüber streitet? (Nein.) Wie also solltet ihr das Problem lösen? In dieser Situation sollte ein Mensch, der die Wahrheit versteht, hervortreten, um das Problem zu lösen, indem er die Sache zunächst klar erläutert und beide Seiten ihre Meinung vortragen lässt. Dann sollten alle gemeinsam nach der Wahrheit suchen, und nachdem sie zu Gott gebetet haben, sollten sie über die relevanten Wahrheiten in Gottes Worten Gemeinschaft halten. Nachdem sie über die Wahrheitsgrundsätze Gemeinschaft gehalten und sich Klarheit verschafft haben, werden beide Seiten sich unterwerfen können. Jeder muss lernen, sich der Wahrheit zu unterwerfen. … Eine unnachgiebige, entschlossene Haltung zu haben, wenn man die Interessen von Gottes Haus schützt, ist eine Äußerungsform dafür, dass man einen festen Standpunkt hat und an den Grundsätzen festhält, und Gott heißt das gut. Selbst wenn andere das Gefühl haben, dass es ein Problem damit gibt, wie sich eine solche Person ausdrückt oder welche Haltung sie hat, ist dies in Wirklichkeit kein Problem; es ist eine Äußerungsform dafür, dass man die Wahrheitsrealität besitzt. Einige Leute, denen es an spirituellem Verständnis mangelt und die Hintergedanken haben, werden versuchen, dies als Druckmittel zu nutzen, aber dies hat ganz und gar nichts mit der Offenbarung einer verdorbenen Disposition zu tun. Denkt daran: Das Wichtigste ist, an den Wahrheitsgrundsätzen festzuhalten. Wenn jemand nicht an den Wahrheitsgrundsätzen festhält, dann ist er ein Heuchler, ganz gleich, wie angenehm die Worte sind, die er spricht“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Praktizieren der Wahrheit ist der einzige Weg, um den Lebenseintritt zu gewinnen). Gottes Worte halfen mir, den Unterschied zwischen arrogantem und selbstgerechtem Verhalten einerseits und dem Festhalten an Grundsätzen andererseits zu verstehen: Arroganz und Selbstgerechtigkeit bedeuten: Selbst wenn das eigene Handeln eindeutig gegen die Grundsätze verstößt, beharrt man dennoch auf seinen eigenen Ansichten, weigert sich, es anzunehmen, wenn andere einen auf Probleme hinweisen oder zurechtstutzen, und glaubt stattdessen einfach fest daran, im Recht zu sein. Wenn man jedoch darauf besteht, etwas zu tun, nachdem man gesucht und bestätigt hat, dass es mit den Grundsätzen übereinstimmt – dann ist das ein Festhalten an den Grundsätzen und entspricht Gottes Absicht. Ich sah, dass Xincheng bei ihrer Pflicht eine Last auf sich nahm und die technische Seite verstand, was sie als Technikverantwortliche geeignet machte. Meine Arbeitspartnerin machte sich Sorgen wegen Xinchengs persönlichem Umfeld und wollte sie nicht befördern. Ich hätte mit meiner Arbeitspartnerin die Wahrheit suchen sollen, um sicherzustellen, dass wir Leute gemäß den Grundsätzen befördern und einsetzen, damit die Kirchenarbeit nicht beeinträchtigt wird. Ich sah, dass Li Yan gefördert und geschult werden konnte. Da die Brüder und Schwestern die Grundsätze aber nicht verstanden, beurteilten sie sie nur nach dem äußeren Schein, weshalb ihre Bewertung nicht objektiv ausfiel. Ich hätte sie anleiten sollen, Menschen nach Gottes Worten zu betrachten. Ich hatte jedoch Angst, sie würden sagen, ich sei arrogant und beharre auf meinen eigenen Ansichten, also gab ich es auf, sie zu fördern. Ich erkannte, wie absurd mein Verständnis in Wahrheit war; ich konnte nicht einmal zwischen arrogantem und selbstgerechtem Verhalten und dem Festhalten an Grundsätzen unterscheiden. Ich hatte es als Arroganz aufgefasst, die Dinge nach den Grundsätzen zu handhaben. Das führte dazu, dass ich mich nicht traute, meine Ansichten zu äußern oder Grundsätze aufrechtzuerhalten, was die Kirchenarbeit behinderte. Gleichzeitig fand ich in Gottes Worten einen Weg der Praxis: Wenn ich beim Ausführen meiner Pflicht auf abweichende Ansichten oder Meinungen stoße, sollte ich das Problem offen ansprechen, damit alle gemeinsam die Wahrheit suchen können, um es zu lösen. Als mir das klar wurde, überkam mich ein unmittelbares Gefühl der Befreiung.
Später dachte ich an Gottes Worte, und mein Weg zur Beförderung und Förderung von Leuten wurde klarer. Gott sagt: „Wenn ihr bestimmte talentierte Personen nicht ganz durchschauen oder verstehen könnt, dann können sie vorläufig befördert und eingesetzt werden, je nachdem, was für die Arbeit der Kirche vonnöten ist – die Arbeiten dürfen sich nicht verzögern, und die Förderung der Menschen darf sich nicht verzögern; das ist entscheidend. Manche fragen: ‚Was, wenn sie die Arbeit durch ihren Einsatz vermasseln? Wer ist dann dafür verantwortlich?‘ Wenn du jemanden einsetzt, ist es dann so, als würdest du ihn auf einer verlassenen Insel absetzen, wo niemand ihn kontaktieren kann? Sind nicht tatsächlich viele andere um ihn herum mit konkreten Aufgaben beschäftigt? Es gibt Möglichkeiten, all das zu lösen; nämlich, indem man sie beaufsichtigt, beobachtet und versteht und, falls es die Umstände zulassen, durch engen Kontakt. Was genau beinhaltet enger Kontakt? Es beinhaltet, dass man mit ihnen zusammenarbeitet; der Arbeitsprozess ist der Prozess, durch den man sie versteht. Wirst du sie durch diese Art von Kontakt nicht allmählich verstehen? Wenn du die Gelegenheit hast, Kontakt aufzunehmen, es aber nicht tust, und bloß anrufst, um ein paar Fragen zu stellen, und es dann dabei belässt, kannst du die Menschen unmöglich verstehen. Du musst mit denjenigen Kontakt aufnehmen, bei denen das möglich ist, um Probleme zu lösen. Daher dürfen Leiter und Mitarbeiter bei ihrer Arbeit nicht faul sein. Wenn du also jemanden beobachten und verstehen willst, wie solltest du das dann tun? (Indem du mit diesen Menschen Kontakt aufnimmst.) Richtig? Entscheidend ist, dass ihr euer Herz darin einbringt!“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (7)). Gottes Worte halfen mir, zu verstehen, dass niemand bei der Wahl einer Person garantieren kann, dass er absolut richtig liegt. Solange die Wahl im jeweiligen Moment mit den Grundsätzen übereinstimmt, die Anforderungen für Förderung und Einsatz entsprechend den Bedürfnissen der Arbeit erfüllt und der Arbeit nützt, reicht das aus. Durch die anschließende Beobachtung können geeignete Leute dann in ihrer Rolle verbleiben, während man bei ungeeigneten Personen die zugewiesene Pflicht anpassen oder sie entlassen kann. Auf diese Weise zu praktizieren, ist der Kirchenarbeit förderlich. Sollte später enthüllt werden, dass jemand, der befördert und gefördert wird, ungeeignet ist, wird dich das Haus Gottes nicht dafür zur Verantwortung ziehen; schließlich kann niemand das Wesen eines Menschen auf den ersten Blick durchschauen. Später sprach ich angesichts der Worte Gottes mit meiner Arbeitspartnerin, und sie war damit einverstanden, Xincheng für die Pflicht der Technikverantwortlichen neu einzuteilen. Nachdem Xincheng die Pflicht übernommen hatte, brachte sie keinerlei Sicherheitsrisiken für die Kirche mit sich. Ich hielt auch Gemeinschaft mit Li Yan und half ihr bezüglich ihrer Unzulänglichkeiten. Nach einer Weile machte Li Yan gewisse Fortschritte und begann sich darauf zu konzentrieren, wie sie bei ihrer Pflicht Ergebnisse erzielen konnte. Infolgedessen wurde sie zur Bezirksleiterin gewählt. Als ich sah, dass das gesamte Personal ordnungsgemäß neu eingeteilt worden war und alle ihre Pflichten normal ausführten, hasste ich mich umso mehr dafür, wie egoistisch und verachtenswert ich in der Vergangenheit gewesen war. Ich hatte nur an meine eigenen Interessen gedacht und die Kirchenarbeit enorm behindert. Danach widmete ich mich ganz meiner Pflicht. Wann immer ich auf Probleme stieß, aus denen ich nicht schlau wurde, suchte ich mit den Brüdern und Schwestern nach den Grundsätzen. Nach einiger Zeit machten wir bei den verschiedenen Arbeitsbereichen Fortschritte. Ich dankte Gott von ganzem Herzen und erlebte, wie entspannend und freudebringend es ist, seine Pflicht nach den Grundsätzen zu tun.
Zwei Monate später baten mich die oberen Leiter, einen Lebenslauf zu verfassen, und begannen, Beurteilungen über mich einzuholen. Ich dachte: „Werden sie mir wieder eine neue Pflicht zuweisen?“ Als ich daran dachte, wie voller Spekulationen und Zweifel ich zuvor gewesen war, wenn es um die Neuzuweisung von Pflichten ging, betete ich in meinem Herzen zu Gott. Ich brachte zum Ausdruck, dass ich dieses Mal bereit sei, mich zu unterwerfen, egal welche Pflicht man mir zuweisen würde. Ein paar Tage später schrieben die Leiter, dass ich als Mitglied in die Entscheidungsgruppe gewählt worden sei. Als ich sah, dass es die Entscheidungsgruppe war, war ich dennoch etwas überrascht und nervös. „Wenn ich meine Pflicht in der Entscheidungsgruppe tue, bringt das eine noch größere Verantwortung mit sich. Viele Angelegenheiten erfordern Entscheidungen. Wenn eine schlechte Entscheidung getroffen wird, die der Kirchenarbeit schadet, werde ich ausgemustert und verliere meine Chance auf Errettung.“ Ich fühlte mich etwas zerrissen. Dann schickten mir die Leiter einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Es gibt Grundsätze dafür, welche Art von Menschen das Haus Gottes befördert und einsetzt und welche Art von Menschen es nicht einsetzt, sowie dafür, welche Menschen es fördert und welche nicht; all das basiert darauf, was für die Arbeit des Hauses Gottes benötigt wird. Ganz gleich, wer befördert und eingesetzt wird, das Ziel ist es, ihn zu fördern, damit er seine Pflicht gut tun kann und weiß, wie man Gottes Werk erfährt, und damit er in der Lage ist, Arbeit zu schultern und gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu handeln. Ganz gleich, welches Problem gelöst wird, das Ziel ist es, ihn zu befähigen, mehr von der Wahrheit zu verstehen und zu lernen, wie man aus den verschiedenen Menschen, Ereignissen und Dingen, denen man begegnet, Lehren zieht und Urteilsvermögen gewinnt. Auf diese Weise ist es für ihn leichter, in allen Aspekten in die Wahrheitsrealität einzutreten. Es geht nicht darum, dich auszunutzen, damit du einen Dienst leistest, und noch viel weniger darum, dich auszunutzen, um eine Lücke zu füllen, weil keine geeignete Person gefunden werden kann, nur um dich dann hinauszuschmeißen, wenn jemand Geeignetes daherkommt. So verhält es sich nicht. Tatsächlich gibt dir das eine Gelegenheit, dich zu üben. Wenn du nach der Wahrheit strebst, wirst du standhaft bleiben; wenn du nicht nach der Wahrheit strebst, wirst du nicht standhaft bleiben können. Es ist absolut nicht der Fall, dass das Haus Gottes eine Handhabe gegen dich sucht, weil du ihm missfällst, und nach einer Gelegenheit Ausschau hält, dich auszumustern. Wenn das Haus Gottes sagt, dass es dich fördern und befördern wird, dann wird es dich wirklich fördern. Es kommt darauf an, wie du dich um die Wahrheit bemühst. Wenn du die Wahrheit nicht im Geringsten annimmst, dann wird das Haus Gottes dich aufgeben und dich nicht länger fördern. Manche Menschen werden nach einer Zeit der Förderung entlassen, weil ihr Kaliber schlecht ist und sie keine tatsächliche Arbeit verrichten können. Manche nehmen während der Zeit ihrer Förderung die Wahrheit nicht im Geringsten an, handeln willkürlich, unterbrechen und stören die Arbeit des Hauses Gottes und werden entlassen. Wieder andere streben überhaupt nicht nach der Wahrheit, gehen den Weg der Antichristen, arbeiten immer für Ruhm, Gewinn und Status und werden entlassen und ausgemustert. All diese Situationen werden gemäß den Grundsätzen des Hauses Gottes für den Einsatz von Menschen gehandhabt. Das Haus Gottes wird diejenigen, die die Wahrheit annehmen und sich um die Wahrheit bemühen können, dennoch fördern, selbst wenn sie Verfehlungen begehen, indem sie einige Fehler machen. Wenn es jemand ist, der die Wahrheit nicht annehmen kann, und er die Wahrheit nicht annimmt, wenn er zurechtgestutzt wird, dann sollte er direkt entlassen und ausgemustert werden. … Ganz gleich, wie die Situation ist: Wenn das Haus Gottes diese Menschen befördert, geschieht das immer, um sie zu fördern und sie in die Wahrheitsrealität zu führen, in der Hoffnung, dass sie die Arbeit der Kirche gut verrichten und die Pflichten erfüllen können, die sie erfüllen sollten. Selbst wenn du nicht weißt, wie man eine bestimmte Arbeit verrichtet, weil du töricht bist und es dir an Einsicht mangelt oder weil dein Kaliber schlecht ist: Solange du nach den Wahrheitsgrundsätzen strebst, dieses Verantwortungsbewusstsein hast, bereit bist, diese Arbeit gut zu machen, und die Arbeit der Kirche wahren kannst, wird das Haus Gottes dich dennoch fördern, selbst wenn du in der Vergangenheit einige törichte Dinge getan hast. Manche Menschen können einige einfache Arbeiten verrichten, obwohl ihr Kaliber etwas schlecht ist. Obwohl ihre Gemeinschaft über die Wahrheit zur Lösung von Problemen keine guten Ergebnisse erzielen kann, können sie die Arbeit der Kirche wahren. Ganz gleich, über welchen Aspekt der Wahrheit bei jeder Versammlung Gemeinschaft gehalten wird, sie sind in der Lage, ihn anzunehmen und gehorsam und unterwürfig zu sein. Wenn irgendeine Arbeit nicht gut gemacht wird, können sie Lehren daraus ziehen. Obwohl ihr Kaliber etwas schlecht ist, können sich ihre Herzen um die Wahrheit bemühen. Wenn sie eine Zeit lang gearbeitet haben, machen sie Fortschritte, und ihre Ergebnisse werden immer besser. In Meinen Augen haben solche Menschen Hoffnung, Errettung zu erlangen. Die meisten Menschen glauben, dass diejenigen mit gutem Kaliber wahrscheinlich Errettung erlangen werden. Meiner Ansicht nach ist das nicht unbedingt so. Der Schlüssel ist, dass die Menschen nach der Wahrheit streben müssen, damit sie das Werk des Heiligen Geistes gewinnen, ihre verdorbenen Dispositionen ablegen und Errettung erlangen können. Manche Menschen haben ein durchschnittliches Kaliber und die Ergebnisse ihrer Pflicht sind ebenfalls durchschnittlich, aber nach Jahren der Bewässerung und Versorgung durch das Haus Gottes beginnen sie, ihr Herz auf die Wahrheit zu richten, und sie gelangen tatsächlich dazu, einige Wahrheiten zu verstehen. Sie gewinnen auch einige praktische Erfahrungen, können manche Dinge durchschauen und manche Probleme lösen, wobei sie in der Kirchenarbeit immer mehr Fortschritte machen. Das ist ziemlich gut; solche Menschen sind es wert, gefördert zu werden“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (26)). Ich war von Gottes Worten tief bewegt und spürte umso mehr, wie verachtenswert und niederträchtig ich war, da ich Gott aufgrund meiner eigenen engstirnigen Denkweise ständig misstraute. Gleichzeitig verstand ich aus Gottes Worten auch, dass Gottes Haus Grundsätze für die Beförderung und Ausmusterung von Menschen hat. Wenn jemand befördert und eingesetzt wird, geschieht das mit der aufrichtigen Absicht, diese Person zu fördern. Gott errettet und vervollkommnet jene, die nach der Wahrheit streben; Er enthüllt jene, die es nicht tun, und mustert sie aus. Auch wenn jene, die nach der Wahrheit streben, bei ihrer Pflicht Abweichungen und Unzulänglichkeiten aufweisen mögen, so werden sie – solange sie die Wahrheit annehmen – doch immer mehr Fortschritte machen und nicht ausgemustert werden. Diejenigen, die ausgemustert werden, werden letztlich nur deshalb entlassen, weil sie nicht nach der Wahrheit streben, ihre Pflicht ungeachtet jeglicher Hilfe und Unterstützung nicht richtig ausführen und die Kirchenarbeit verzögern. Ich dachte daran zurück, wie ich als Leiterin oder Mitarbeiterin ebenfalls einige Leute falsch eingesetzt hatte. Doch Gottes Haus verurteilte mich nicht dafür oder hörte auf, mich zu fördern. Stattdessen prüften sie die Hintergründe, warum damals die falschen Leute eingesetzt worden waren, und da sie sahen, dass ich über mich selbst nachgedacht und mich ein wenig verstanden hatte, gaben sie mir eine weitere Chance, mich zu schulen. Als mir das klar wurde, war mir leicht ums Herz. Ich betete zu Gott, bereit, mich den Anordnungen der Kirche zu unterwerfen, und nahm die Pflicht an.
Einmal, als wir eine Teamverantwortliche wählten, sahen wir uns die Beurteilungen einer Schwester an. Die meisten schrieben, dass diese Person Mühsal ertragen könne, sich jeder zugewiesenen Pflicht unterwerfe und oft davon spreche, sich selbst zu kennen. Deshalb waren sie damit einverstanden, sie zur Verantwortlichen zu wählen. Ich hatte früher schon Kontakt mit dieser Schwester gehabt. Soweit ich sie kannte, versäumte sie es bei ihrer Pflicht stets, die Grundsätze zu befolgen. Sie konnte zwar einige Worte und Glaubenslehren von sich geben, besaß aber keine Wahrheitsrealität und war nicht in der Lage, tatsächliche Probleme zu lösen, wodurch sie bei ihrer Pflicht keine Ergebnisse erzielte. Sie war nicht dafür geeignet, eine Verantwortliche zu sein. Ich wollte meine eigene Ansicht äußern, dachte dann aber: „Da meine Arbeitspartner alle damit einverstanden sind, dass sie die Verantwortliche wird – wenn ich die Einzige bin, die das nicht gutheißt, werden sie dann sagen, ich sei zu arrogant?“ Ich zögerte ein wenig. In dem Moment erinnerte ich mich an den Unterschied zwischen dem Festhalten an der Wahrheit und arrogantem, selbstgerechtem Verhalten. Nach den Grundsätzen zu handeln, ist keine Arroganz. Außerdem kannten sie diese Person nicht gut. Ich sollte meine eigene Ansicht darlegen und die Angelegenheit mit allen entsprechend den Grundsätzen abwägen. Also tat ich meine Ansicht kund. Nachdem sie mir zugehört hatten, waren sie ebenfalls der Meinung, dass diese Person im Moment nicht für eine Beförderung geeignet sei und dass man ihre zukünftigen Äußerungsformen beobachten müsse. Indem ich auf diese Weise praktizierte, fand ich innerlich große Ruhe. Gott sei Dank!
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