Warum ich meine Verwirrung verbarg
Von Miao Miao, ChinaDer Allmächtige Gott sagt: „Ehrlichkeit bedeutet, Gott sein Herz zu geben, in nichts Gott gegenüber falsch zu sein, in...
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Im Februar 2023 wurde ich zur Verantwortlichen der Bewässerungsarbeit befördert. Damals beaufsichtigte ich die Arbeit mehrerer Bewässerungs-Teamleiter. Ich fand, ich war ganz gut darin, Neulinge zu bewässern, also war ich mir sicher, dass die Leute zu mir aufsehen würden, wenn ich diese Pflicht ausführte. Ich konnte nicht umhin, ein wenig selbstgefällig zu sein. Doch obwohl ich mich freute, machte ich mir auch Sorgen. Ich war zwar ganz gut darin, den Teamleitern bei den Problemen und Schwierigkeiten der Neulinge zu helfen, aber als Verantwortliche musste ich auch die Probleme und Schwierigkeiten der Teamleiter lösen. Da ich mich meistens nur auf die Arbeit und nicht auf meinen eigenen Lebenseintritt konzentrierte, war mein Verständnis der Wahrheit ziemlich oberflächlich. Zum Lösen und Beseitigen von gewöhnlichen Zuständen und Problemen konnte ich Gottes Worte finden, doch bei komplexeren Fällen fehlte mir der Durchblick und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Zuvor war ich auf derselben Ebene wie die anderen Teamleiter gewesen, also machte es nichts aus, wenn ich ihre Probleme und Schwierigkeiten nicht lösen konnte. Aber jetzt war ich die Verantwortliche. Wenn ich ihre Schwierigkeiten nicht lösen könnte, was würden sie von mir denken? Würden sie nicht sagen, ich sei dieser Pflicht nicht gewachsen? Es wäre so demütigend, wenn ich ihre Probleme nicht lösen könnte und entlassen würde, weil ich keine Arbeitsergebnisse vorweisen könnte! Um alle glauben zu lassen, ich sei eine Verantwortliche, die den Anforderungen entsprach, spielte ich in jeder Versammlung meine Stärken aus, zum Beispiel, die Probleme und Schwierigkeiten der Neulinge gut zu verstehen und einen Weg der Praxis aufzuzeigen oder auch die Abweichungen der Teamleiter bei ihrer Bewässerungsarbeit zu korrigieren. Ich dachte mir, solange ich die Arbeit der Teamleiter gut leiten und die Arbeit Ergebnisse abwerfen würde, würde niemand auf mich herabsehen oder mich entlassen. Nach den Schwierigkeiten der Teamleiter bei ihren Pflichten fragte ich allerdings selten; ich traute mich einfach nicht. Ich hatte Angst, mein Gesicht zu verlieren, wenn ich fragte und die Schwierigkeiten aber nicht lösen könnte. Das galt ganz besonders, wenn eine Leiterin zu unseren Versammlungen kam. Um einen guten Eindruck zu hinterlassen und sie glauben zu lassen, ich sei geeignet, die Pflicht als Verantwortliche auszuführen, bat ich nicht um Hilfe, selbst wenn ich Schwierigkeiten und Probleme hatte. Ich tat immer so, als hätte ich überhaupt keine Schwierigkeiten. Bei der Lösung der Zustände der Teamleiter war ich ebenfalls sehr vorsichtig. Ich wartete immer, bis meine Leiterin mit ihrem gemeinschaftlichen Austausch fertig war, und schaltete mich erst danach ein, um mit ein paar Worten Gemeinschaft zu halten, um zu zeigen, dass meine Ansichten mit ihren übereinstimmten. Auf diese Weise würde sie meine Unzulänglichkeiten oder Abweichungen nicht bemerken.
Nach einer Weile hörte ich die Teamleiter klagen, sie hätten sich nur darauf konzentriert, hin und her zu rennen und Arbeit zu erledigen, aber überhaupt keinen Lebenseintritt erlangt. Ich hatte ein sehr schlechtes Gewissen. Mir war klar: Wenn es in Versammlungen nur darum ginge, die Arbeit nachzuverfolgen, ohne ihre Schwierigkeiten zu lösen, würde das den Lebenseintritt der Brüder und Schwestern beeinträchtigen und sie würden bei ihren Pflichten keine guten Ergebnisse erzielen. Ich nahm mir vor, bei künftigen Versammlungen erst ihre Schwierigkeiten zu lösen, bevor ich zu Arbeitsfragen überging. Doch dann sorgte ich mich: „Was, wenn ich sie nicht lösen kann? Wäre das nicht extrem peinlich?“ Also war ich wieder nicht bereit, so zu praktizieren. Ich erkundigte mich nur noch nach den Zuständen der Teamleiter, wenn diese bereits wirklich schlecht waren und mir keine andere Wahl blieb. Wenn ich manchmal ihre Probleme nicht klar erkennen konnte und nicht weiterwusste, wollte ich mich nicht öffnen und gemeinsam mit den anderen nach einer Lösung suchen. Ich zwang mich dann einfach, einen Abschnitt aus Gottes Worten herauszusuchen und nur etwas oberflächliche Gemeinschaft zu halten, bloß um mich durchzumogeln. Und so lebte ich in ständiger Angst davor, dass meine Brüder und Schwestern auf mich herabsehen könnten. Bei Versammlungen fühlte ich mich besonders bedrückt und lebte in Dunkelheit und Schmerz, ohne Befreiung zu finden. Ich bereute sogar, zugestimmt zu haben, diese Pflicht auszuführen.
Später sprach ich offen mit meinen Brüdern und Schwestern über meinen Zustand. Eine Schwester sagte, ich hätte mich selbst auf ein Podest gestellt, und sie suchte mir auch einen Abschnitt aus Gottes Worten zum Lesen heraus. Der Allmächtige Gott sagt: „Verdorbene Menschen haben alle die gleiche Schwäche: Wenn sie keinen Status haben, spielen sie sich nicht auf und legen auch keine bestimmte Art an den Tag, wenn sie mit anderen interagieren oder sprechen. Ihre Redeweise hat keinen gekünstelten Ton und ist gewöhnlich und normal. Sie verstellen sich nicht und machen sich keine Sorgen darüber, was andere von ihnen denken. Sie verspüren keinen psychologischen Druck und sind in der Lage, sich zu öffnen und mit anderen Menschen Gemeinschaft zu halten und sich offen und ehrlich auszusprechen. Andere empfinden sie als freundlich und nahbar und denken, dass sie recht gute Menschen sind. Sobald sie einen Status erreicht haben, sind sie herablassend; sie ignorieren normale Menschen, niemand darf sich ihnen nähern; sie glauben, dass sie irgendwie edelmütig sind, dass sie und gewöhnliche Menschen aus verschiedenem Holz geschnitzt sind. Sie schauen auf gewöhnliche Menschen herab, legen Allüren an den Tag, wenn sie sprechen, und hören auf, offen mit anderen Gemeinschaft zu halten. Warum halten sie nicht mehr offen Gemeinschaft? Sie sind der Auffassung, jetzt einen Status zu haben und Leiter zu sein. Sie meinen, dass Leiter ein gewisses Image haben müssen, etwas erhabener sein müssen als gewöhnliche Menschen, bessere Größe besitzen und mehr erdulden können müssen; sie glauben, dass Leiter im Vergleich zu gewöhnlichen Menschen mehr Geduld haben müssen, mehr leiden und sich mehr aufwenden können und in der Lage sein müssen, jeder Versuchung Satans zu widerstehen. Selbst wenn ihre Eltern oder andere Familienmitglieder sterben, haben sie das Gefühl, dass sie die Selbstbeherrschung haben müssen, nicht zu weinen, oder dass sie heimlich und ungesehen weinen müssen, anstatt vor anderen. Sie denken, dass sie niemanden ihre Unzulänglichkeiten oder Mängel oder irgendwelche ihrer Schwächen sehen lassen dürfen und dass sie nicht einmal jemanden wissen lassen dürfen, wenn sie negativ geworden sind; stattdessen müssen sie all diese Dinge verbergen. Sie sind der Meinung, so sollte sich jemand mit Status verhalten. Wenn sie sich selbst so sehr unterdrücken, ist der Status dann nicht ihr Gott, ihr Herr geworden? Und wenn das so ist, besitzen sie dann noch eine normale Menschlichkeit? Wenn sie solche Vorstellungen haben, sich selbst in diesen Rahmen zwängen und diese Art von Schauspiel aufführen, sind sie dann nicht dem Status verfallen?“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Versuchungen und die Knechtschaft von Status überwindet). Dieser Abschnitt aus Gottes Worten passte genau auf meinen Zustand. Mir wurde klar, dass ich immerzu in Dunkelheit gelebt und keine Befreiung gefunden hatte, weil ich in den Fesseln des Status lebte. Bevor ich Verantwortliche wurde, befand ich mich auf derselben Ebene wie die anderen Teamleiter; es gab keinen Statusunterschied zwischen uns. Selbst wenn mein Lebenseintritt ein wenig oberflächlich war und ich manche Probleme nicht lösen konnte, spürte ich keinen Druck. Aber seit ich die Verantwortliche war, stellte ich mich selbst auf ein Podest. Ich hatte das Gefühl, da ich für ihre Arbeit zuständig war, müsste ich ihnen in jeder Hinsicht überlegen sein, und wenn es irgendetwas gäbe, das ich nicht wüsste oder könnte, würden sie auf mich herabsehen und sagen, ich sei der Pflicht nicht gewachsen. Damit die Teamleiter nicht auf mich herabsahen, fragte ich bei Versammlungen nicht nach ihren Zuständen und hakte nur in Bezug auf die Arbeit nach. Wenn meine Leiterin zu den Versammlungen kam, hatte ich Angst, dass meine eigenen Probleme vor ihr bloßgestellt würden, also vertuschte ich meine Unzulänglichkeiten. Ich berichtete nicht von den Schwierigkeiten bei der Arbeit, sondern erweckte bei der Leiterin einen falschen Eindruck, damit sie denken sollte, ich könne Probleme lösen und sei der Pflicht als Verantwortliche gewachsen. Nachdem ich Verantwortliche geworden war, dachte ich nicht darüber nach, wie ich meine Pflicht gut ausführen oder die Schwierigkeiten der Brüder und Schwestern lösen könnte. Ich dachte nur daran, wie ich meinen eigenen Ruf und Status schützen könnte. Ich war wirklich so egoistisch!
Danach suchte ich und dachte nach: Warum habe ich mich immer verstellt und getarnt, um meinen Ruf und Status zu schützen? Welche verdorbene Disposition steuerte das? Ich las die Worte Gottes: „All die Wahrheiten, richtigen Worte und positiven Dinge gelten denen, die die Wahrheit lieben, das Wort Gottes lieben und ein ungeheures Streben nach Gott haben. Nachdem sie die Wahrheit gehört haben, werden auch diejenigen, die diese Qualifikationen nicht aufweisen, sagen, dass die Wahrheit richtig und gut ist, aber sie werden darüber nachdenken und sich fragen: ‚Wofür lebe ich? Ich lebe für Ansehen, Status, Kronen, Heiligenscheine und Gottes Belohnungen. Besitze ich ohne diese Dinge noch Würde? Was ist der Sinn meines Lebens? Ist der Glaube an Gott nicht nur ein Mittel, um Belohnungen und Kronen hinterherzujagen? Jetzt, wo ich so viel meines Herzbluts aufgewendet habe und so lange gewartet habe, ist die Zeit endlich gekommen, in der Gott die Guten belohnt und die Bösen bestraft. Jetzt sollte ich gekrönt werden und meinen Lohn erhalten. Wie kann ich das jemand anderem überlassen? Ein normaler Mensch, ein gewöhnlicher Mensch zu sein, genau wie all die anderen einfachen Menschen – was hat es für einen Sinn, so zu leben? So dumm bin ich nicht!‘ So jemand ist doch nicht mehr zu retten, oder? (Nein.) Versuche nicht, solche Menschen zu überzeugen. Die Wahrheit ist nicht für sie, und das, was sie wollen, ist nicht die Wahrheit. Diese Art Mensch trachtet nur nach Segnungen und Kronen. Die Begierden und Ambitionen dieser Menschen übersteigen die Grenzen dessen, was für normale Menschen notwendig ist. Manche Menschen können sich nicht vorstellen, warum sich diese Art Mensch an Status und Macht klammert und diese nicht loslassen will. So sind das Wesen und die angeborene Natur dieser Art Mensch. Du kannst daraus nicht schlau werden, weil sich dein Wesen von ihrem unterscheidet, und sie können dich auch nicht verstehen. Sie wissen nicht, warum du so dumm bist. Du willst keine bereitstehenden Kronen, Heiligenscheine und Ansehen und wärst stattdessen gern ein gewöhnlicher Mensch. Sie finden dich unbegreiflich. Diese Art Mensch denkt: ‚Du strebst gewissenhaft nach der Wahrheit, du praktizierst, was Gott dir sagt, du tust, was Gott dir sagt, und du unterwirfst dich allem, was Gott dir aufträgt. Wie kannst du so dumm sein?‘ Sie denken, dass es dumm und ignorant ist und von Begriffsstutzigkeit zeugt, wenn man ehrlich ist und die Wahrheit praktiziert. Sie glauben, dass sie clever sind, weil sie nach Wissen streben und die Rolle eines überlegenen Menschen spielen. Weil sie denken, dass sie alles verstehen, kommen sie zu folgendem Schluss: ‚Das Leben eines Menschen, dem Status und Ansehen fehlen, der auf seinem Haupt keine Krone trägt und bei den Menschen keine Geltung und keine Autorität zu sprechen besitzt, ist wertlos. Wer nicht für Ruhm lebt, muss für persönlichen Gewinn leben. Wer nicht für persönlichen Gewinn lebt, muss für Ruhm leben.‘ Ist das nicht Satans Logik? Wenn sie nach Satans Logik leben, dann sind sie nicht zu retten. Sie könnten Gottes Worte, positive Dinge oder korrekte Ratschläge niemals annehmen. Wenn sie die nicht annehmen können, was kann man dann noch machen? Diese Worte, die wir sagen, sind nicht für sie gedacht. Diese Worte richten sich nur an Menschen mit normaler Menschlichkeit, nur an Menschen mit einem ungeheuren Streben nach Gott. Sie sind nur für solche Menschen. Nur solche Menschen können ernsthaft Gottes Worten lauschen und über sie nachdenken, zu einem Verständnis der Wahrheit gelangen, nach den Wahrheitsgrundsätzen handeln, ihre Pflichten ausführen, wie Gott es verlangt, Gottes Worte in den Umgebungen praktizieren und erfahren, die Gott errichtet hat, und allmählich in die Wahrheitsrealität eintreten. Diejenigen, die in ihren Herzen Verachtung und Feindseligkeit gegenüber positiven Dingen und dem Wort Gottes hegen, können sich nicht damit abfinden, ein unauffälliges und durchschnittliches Leben zu führen, gewöhnliche Menschen zu sein, gewissenhaft vor Gott zu treten und bezüglich Angelegenheiten, die sie nicht verstehen, mit ganzem Herzen zu suchen und zu warten. Sie geben sich nicht damit zufrieden, solche Menschen zu sein. Somit ist es für so einen Menschen unmöglich, gerettet zu werden. Das Himmelreich wurde nicht für solche Menschen bereitet“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Gott diejenigen rettet, die die Wahrheit lieben und annehmen. Wenn Gott Situationen für sie arrangiert, sind diese Menschen in der Lage, die Wahrheit zu suchen, ihre persönlichen Begierden loszulassen und nach Gottes Worten zu praktizieren. Wer die Wahrheit nicht liebt, glaubt an Gott und führt seine Pflicht nur aus, um seine Begierde nach Ruf und Status zu befriedigen. Bei allem, was sie tun, sind sie nur darauf bedacht, ob es ihrem Ruf und Status nützt, und nicht, wie sie ihre Pflicht im Einklang mit Gottes Absicht ausführen können. Solche Menschen werden von Gott gehasst und verabscheut. Ich stand unter dem Einfluss von Satans Gift „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“ und sah Ruf und Status als das richtige Ziel meines Strebens an. Ich wollte immer bewundert werden und auf keinen Fall, dass man auf mich herabsieht. Als die Kirche mich für die Pflicht der Verantwortlichen einteilte, war mir sehr wohl bewusst, dass mein Lebenseintritt ziemlich oberflächlich war. Wenn ich auf Probleme und Schwierigkeiten stieß, die ich nicht lösen konnte, sollte ich mit den Teamleitern beten und gemeinsam nach der Wahrheit streben, um sie zu beheben. Doch ich fürchtete, dass bei dieser Art der Praxis zu viele meiner Unzulänglichkeiten zum Vorschein kämen und sie auf mich herabsehen würden. Also löste ich bei Versammlungen ihre Schwierigkeiten einfach nicht und konzentrierte mich nur auf die Nachverfolgung der Arbeit. Auf diese Weise würden die Teamleiter nicht nur sehen, dass ich gewisse Vorstellungen von der Leitung der Arbeit hatte, sondern ich würde auch nicht entlassen werden, wenn die Arbeit gute Ergebnisse abwerfen würde. Wenn die Leiterin zu Versammlungen kam, wartete ich erst ihre Meinung ab, bevor ich mich einschaltete, um meine Unzulänglichkeiten zu vertuschen. Alles, was mein wahres Ich offenbaren und mein Ansehen in den Augen der anderen beeinträchtigen könnte, versuchte ich nach Kräften mit Tricks und Täuschung zu verbergen. Ich war wirklich verachtenswert! Obwohl ich mir den Kopf zerbrach, um meine Leiterin und die Teamleiter vorübergehend zu blenden, war ich kein ehrlicher Mensch und befand mich auf dem falschen Weg, und Gott konnte ich nicht täuschen. Ich konnte bei meiner Pflicht nicht Gottes Führung empfangen, und die Kirchenarbeit wurde beeinträchtigt. War das nicht Gottes Art, mich durch Tatsachen zu richten? Ich hatte mich der Täuschung bedient, um die Leute in die Irre zu führen, sodass sie mich bewunderten, aber mit der Zeit würden die Brüder und Schwestern mich unweigerlich erkennen und letztendlich würde ich von ihnen verstoßen werden. Bei diesem Gedanken bekam ich es mit der Angst zu tun. Wenn ich nicht Buße täte, wäre es nur eine Frage der Zeit, bis ich entlassen würde. Schlimmer noch, ich würde von Gott verabscheut werden und Er würde mir den Rücken kehren.
Danach suchte ich nach Wahrheiten, die für meine Probleme relevant waren. Ich las die Worte Gottes: „Sagt Mir: Wie kann man jemand sein, der gewöhnlich und normal ist? Wie kann man, wie Gott sagt, den richtigen Platz eines geschaffenen Wesens einnehmen und nicht versuchen, irgendeine große Persönlichkeit oder ein Übermensch zu sein? Wie sollte man praktizieren, ein gewöhnlicher und normaler Mensch zu sein? Wie kann man das erreichen? Wer möchte etwas dazu sagen? (Zuallererst müssen wir eingestehen, dass wir gewöhnliche Menschen sind, völlig durchschnittliche Menschen, und dass es viele Dinge gibt, die wir nicht verstehen, nicht begreifen und nicht durchschauen. Wir müssen eingestehen, dass wir verdorben sind und Fehler haben. Danach müssen wir ein aufrichtiges Herz haben und oft vor Gott treten, um zu suchen.) Erstens: Gib dir nicht selbst einen Titel und lass dich dann von diesem einschränken, indem du sagst: ‚Ich bin der Leiter, ich bin der Teamleiter, ich bin der Verantwortliche oder ich bin die sachkundigste und fachlich versierteste Person auf diesem Gebiet.‘ Lass dich von deinem selbsternannten Titel nicht hemmen. Sobald das passiert, wird dir das enorme Fesseln anlegen; es wird deine Worte und Handlungen ebenso wie deine normale Denkweise und dein Urteilsvermögen beeinflussen. Du musst dich von den Einschränkungen dieses Status befreien. Steige zuerst vom Podest dieses offiziellen Titels hinunter und nimm die Stellung eines gewöhnlichen Menschen ein. Deine Denkweise wird sich dann einigermaßen normalisieren. Zudem musst du eingestehen: ‚Ich weiß nicht, wie man das macht, und ich verstehe das nicht – ich muss da einige Nachforschungen anstellen und mich schlau machen‘, oder ‚Ich habe damit keine Erfahrung, also weiß ich nicht, was ich tun soll.‘ Wenn du sagen kannst, was du wirklich denkst, und dich auf diese Weise ehrlich äußern kannst, wirst du im Besitz normaler Vernunft sein. Wenn du zulässt, dass andere dich so kennenlernen, wie du wirklich bist, werden sie eine normale Ansicht von dir haben, und du wirst keine Fassade aufsetzen müssen. Du wirst dich nicht länger stark unter Druck gesetzt fühlen, und du wirst in der Lage sein, normal mit anderen zu kommunizieren. So zu leben ist frei und unbeschwert. Jeder, der das Leben als zu anstrengend empfindet, hat sich das nur selbst zuzuschreiben. Täusche nichts vor und verbirg nichts. Zuallererst solltest du offen über das, was du in deinem Herzen denkst, und deine wahren Gedanken sprechen, damit sich jeder ihrer bewusst ist und sie versteht. Auf diese Weise werden deine Sorgen sowie die Barrieren und der Argwohn zwischen dir und anderen allesamt beseitigt werden. Darüber hinaus gibt es noch etwas anderes, das dir Fesseln anlegt, und zwar, dass du dich selbst immer als Teamleiter betrachtest, als einen Leiter oder einen Mitarbeiter, als jemanden mit einem Titel, mit Status und Ansehen – wenn du dann sagst, dass du diese Sache nicht verstehst und jene Sache nicht tun kannst, setzt du dich damit dann nicht selbst herab? Wenn du diese Fesseln in deinem Herzen loslässt, wenn du aufhörst, dich als Leiter oder Mitarbeiter zu betrachten, und wenn du aufhörst zu denken, du seist besser als andere Leute, und du dich stattdessen für einen gewöhnlichen Menschen hältst, genauso wie alle anderen, und glaubst, dass es einige Bereiche gibt, in denen du anderen unterlegen bist, wenn du dann mit dieser Denkweise über die Wahrheit und arbeitsbezogene Angelegenheiten Gemeinschaft hältst, werden sowohl die Ergebnisse als auch die Atmosphäre anders sein. … Alle Menschen sind gewöhnlich, ob es nun Leiter und Mitarbeiter oder Brüder und Schwestern sind. Sie sollten alle diesen Grundsatz praktizieren. Jeder Mensch hat Anteil daran und trägt Verantwortung dafür, Gottes Wort zu praktizieren. Vielleicht bist du ein Leiter, ein Mitarbeiter, ein Teamleiter oder Verantwortlicher, oder bist in der Gruppe hoch angesehen. Du solltest lernen, auf diese Weise zu praktizieren, ganz gleich, wer du bist. Nimm den Heiligenschein und den Titel ab, die du trägst, nimm die Kronen ab, die andere dir verliehen haben. Dann wird es dir leichtfallen, ein normaler Mensch zu werden, und du wirst problemlos auf der Grundlage von Gewissen und Vernunft handeln. Natürlich reicht es danach nicht, einfach einzugestehen, dass du etwas nicht verstehst und nicht weißt. Das ist nicht die letztendliche Lösung, die das Problem behebt. Was ist letztendlich die Lösung? Bringe Angelegenheiten und Schwierigkeiten vor Gott, um zu beten und zu suchen. Es reicht nicht, dass ein Mensch allein betet. Stattdessen musst du mit allen gemeinsam in dieser Sache beten und diese Verantwortung und Verpflichtung auf dich nehmen. Das ist eine wunderbare Art, etwas zu erledigen! Du wirst vermeiden, den Weg zu beschreiten, eine große Persönlichkeit und ein Übermensch sein zu wollen. Wenn du das tun kannst, dann wirst du unbewusst die angemessene Stellung eines geschaffenen Wesens einnehmen und dich von den Einschränkungen des Ehrgeizes und Verlangens befreien, ein Übermensch und eine große Persönlichkeit zu sein“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich Gottes Absicht und hatte einen Weg der Praxis und des Eintritts. Um den Fesseln und Einschränkungen des Status zu entkommen, musste ich von meinem Podest heruntersteigen, aufhören, so viel von mir selbst zu halten, und erkennen, dass ich nur ein gewöhnlicher Mensch und nicht besser als alle anderen war. Ich musste mich auch gemäß Gottes Anforderungen bodenständig verhalten und ein gewöhnlicher, normaler Mensch mit Gewissen und Vernunft sein. Gott schenkte mir die Gnade, Verantwortliche zu sein, um mir eine Gelegenheit zu geben, mich zu schulen. Aber da sich meine tatsächliche geistige Größe nicht verändert hatte und mein Lebenseintritt oberflächlich war, konnte ich Dinge, die ich noch nicht erlebt hatte, nicht durchschauen, und einige Probleme waren für mich zu komplex, um sie zu lösen; all das war völlig normal. Ich sollte ein ehrlicher Mensch sein, wie Gott es verlangt, mich öffnen und gemeinsam mit allen die Wahrheit suchen, um diese Probleme zu lösen. Danach begann ich, gemäß Gottes Anforderungen zu praktizieren und einzutreten. Wann immer ich auf etwas stieß, das ich nicht klar durchschauen konnte, öffnete ich mich, legte mich selbst offen und hielt mit den Teamleitern Gemeinschaft und suchte mit ihnen.
Später ging ich zu einer Versammlung mit den Bewässerungs-Teamleitern. Bevor sie anfing, dachte ich: „Wegen der gefährlichen Situation der Verhaftungen durch die KPCh haben wir uns schon eine Weile nicht mehr persönlich getroffen. Die Brüder und Schwestern haben bestimmt viele Schwierigkeiten und Probleme, über die wir Gemeinschaft halten und die gelöst werden müssen. Was, wenn ich sie nicht durchschauen und lösen kann? Werden sie nicht auf mich herabsehen?“ Ich erkannte, dass ich schon wieder an Ruf und Status dachte, also betete ich in meinem Herzen und bat Gott, mein Herz zu beschützen, damit ich mich bezüglich meiner Unzulänglichkeiten öffnen und mit allen suchen und eintreten konnte. Nach dem Gebet fühlte ich mich etwas ruhiger. Zuerst fragte ich nach den Zuständen der Teamleiter. Ich hörte, dass einer von ihnen ein Problem damit hatte, wie die Leiterin die Arbeit nachverfolgte. Ich wusste nicht, welchen Aspekt von Gottes Worten wir uns ansehen sollten, um das zu lösen, also öffnete ich mich einfach allen und bat sie, gemeinsam die Wahrheit zu suchen, um eine Lösung zu finden. In diesem Moment dachte ich an die Wahrheit bezüglich der Frage, wie man mit der Aufsicht durch andere umgehen sollte. Da fand ich die Stelle und wir lasen sie gemeinsam. Nach dem Lesen sagten alle, dass diese Worte Gottes so gut seien und dieses Problem wirklich lösten. Obwohl ich noch viele Unzulänglichkeiten hatte, konnte ich, als ich aufhörte, mich um meines Rufes und Status willen zu verstellen und zu tarnen, und stattdessen bereit war, nach Gottes Worten zu praktizieren, Gottes Führung empfangen und einige der Probleme der Teamleiter lösen. Manchmal konnte ich durch das Öffnen und Suchen auch etwas Licht und Erkenntnis aus dem erfahrungsbasierten Verständnis der Brüder und Schwestern gewinnen. Ich bin Gott sehr dankbar.
Später ließ mich ein Hinweis der Brüder und Schwestern erkennen, dass mein oberflächlicher Lebenseintritt und meine Unfähigkeit, die Probleme der Teamleiter zu lösen, hauptsächlich daran lagen, dass ich mich bei meiner Pflicht immer nur darauf konzentrierte, Dinge zu erledigen, anstatt auf meinen Lebenseintritt. Wenn ich so weitermachte, würde ich meine Pflicht definitiv nicht gut ausführen können, also suchte ich nach Gottes Worten zu diesem Thema. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Wahrheit anzunehmen und nach der Wahrheit zu streben, ist der realistischste und praktischste Weg, um zur Errettung zu gelangen. Wenn man die Wahrheit nicht gewinnen kann, glaubt man vergeblich an Gott. Diejenigen, die leere Worte und Glaubenslehren sprechen, die immer Parolen rufen, hochtrabende Ideen von sich geben und sich immer an Vorschriften halten, ohne sich darauf zu konzentrieren, die Wahrheit zu praktizieren, gewinnen nichts, ganz gleich, wie viele Jahre sie glauben. Wer sind die Menschen, die etwas gewinnen? Diejenigen, die ihre Pflicht aufrichtig tun und bereit sind, die Wahrheit zu praktizieren, diejenigen, die das, was Gott ihnen anvertraut hat, als ihre Mission behandeln, diejenigen, die bereitwillig ihr ganzes Leben damit verbringen, sich für Gott aufzuwenden, und nicht um ihres eigenen Vorteils willen planen, und diejenigen, die ihr Leben bodenständig führen und sich Gottes Orchestrierungen fügen. Beim Tun ihrer Pflicht sind solche Menschen in der Lage, die Wahrheitsgrundsätze zu erfassen, jede Aufgabe sorgfältig und gut zu erledigen und das Ergebnis zu erzielen, Zeugnis für Gott abzulegen, und Gottes Absichten zufriedenzustellen. Wenn sie beim Tun ihrer Pflicht auf Schwierigkeiten stoßen, können sie zu Gott beten und versuchen, Gottes Absichten zu erfassen. Sie können sich den Orchestrierungen und Anordnungen Gottes fügen, und sie können bei allem, was sie tun, die Wahrheit suchen und die Wahrheit praktizieren. Sie rufen keine Parolen oder geben hochtrabende Ideen von sich, sondern konzentrieren sich nur darauf, die Dinge bodenständig zu tun und Angelegenheiten akribisch gemäß den Grundsätzen zu handhaben. Sie stecken ihr Herz in alles, was sie tun, und erfahren alles mit dem Herzen. Bei den meisten Angelegenheiten können sie die Wahrheit in die Praxis umsetzen, sich durch Erfahrung Wissen und Verständnis aneignen sowie Lektionen lernen und echte Gewinne verzeichnen. Und wenn sie inkorrekte Gedanken oder falsche Zustände haben, können sie zu Gott beten und die Wahrheit suchen, um sie zu lösen. Ganz gleich, welche Wahrheiten sie verstehen, sie haben Erfahrung damit und Einsicht darin und sind in der Lage, ihr Erfahrungszeugnis zu teilen. Solche Menschen können letztendlich die Wahrheit gewinnen. Diejenigen, die gedankenlos sind, denken in ihren Herzen nie darüber nach, wie sie die Wahrheit praktizieren könnten. Sie konzentrieren sich nur darauf, sich abzumühen und zu handeln sowie sich selbst zur Schau zu stellen und anzugeben, während sie nie suchen, wie sie die Wahrheit praktizieren können. Das macht es für sie schwierig, die Wahrheit zu gewinnen. Denkt darüber nach: Welche Art Mensch kann in die Wahrheitsrealität eintreten? (Menschen, die ihr Herz in die Dinge legen, die pragmatisch sind und die ihre Pflichten auf eine bodenständige Weise tun.) Das ist richtig. Nur diejenigen, die ihre Pflichten bodenständig tun und gewissenhaft die Wahrheit suchen, können die Wahrheit verstehen und in die Realität eintreten. Darüber hinaus konzentrieren sich solche Menschen bei allen Dingen auf das Praktische; sie sind relativ pragmatisch, lieben positive Dinge, sind in der Lage, die Wahrheit anzunehmen und die Wahrheit zu praktizieren, und können letztendlich die Wahrheit gewinnen und Unterwerfung unter Gott erreichen. Welche Art von Mensch seid ihr? (Wir sind nicht praktisch, sondern von der Art, die immer nur handelt, um den Schein zu wahren, und sich auf Arglist verlässt.) Bringt ein solches Verhalten etwas ein? (Nein.) Habt ihr einen Weg gefunden, eure Probleme zu lösen? Wenn du dein Problem erkennen kannst und damit anfängst, die Dinge zum Guten zu wenden, wirst du merken, ob sich deine Auffassungen, Einbildungen und deine Sicht auf Dinge geändert haben? (Ich glaube, dass sich das alles etwas geändert hat.) Solange es Ergebnisse und Fortschritt gibt, solltest du darüber Gemeinschaft halten, damit andere sich daran erbauen können. Deine Erfahrung mag begrenzt sein, aber es ist dennoch eine Erfahrung des Lebenswachstums. Der Prozess des Lebenswachstums besteht in deinem Erleben des Glaubens an Gott und des Wachstums deines Lebens durch das Erleben von Gottes Wort. Diese Erfahrungen sind von unschätzbarem Wert“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Wichtigste im Glauben an Gott ist, Seine Worte zu praktizieren und zu erfahren). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, erkannte ich, dass mein Lebenseintritt oberflächlich war, weil ich mich bei meiner Pflicht meist nur darauf konzentrierte, mich anzustrengen, zu arbeiten und die Arbeitsergebnisse zu verbessern, damit andere zu mir aufsahen. Ich konzentrierte mich nicht darauf, die Wahrheit zu suchen, Gottes Absicht in allen Dingen zu erfassen und gemäß Seinen Anforderungen zu praktizieren. Das war der Grund, warum mein Leben nicht sonderlich gewachsen war, obwohl ich schon so lange an Gott glaubte. Ich dachte darüber nach, wie Paulus, obwohl er viele Jahre an den Herrn geglaubt hatte, sich nie darauf konzentrierte, über sich selbst nachzudenken und sich selbst zu erkennen, und überhaupt kein Verständnis seiner eigenen verdorbenen Disposition hatte. Obwohl er bei der Predigt des Evangeliums viel litt, änderte sich seine Natur, sich Gott zu widersetzen, überhaupt nicht, und letztendlich wurde er ausgemustert. Petrus hingegen konzentrierte sich darauf, sowohl in großen als auch in kleinen Angelegenheiten nach Gottes Absicht zu suchen und sie zu erfassen. Er verstand nicht nur seine eigene Verdorbenheit und seine Unzulänglichkeiten, sondern strebte auch danach, in allen Dingen im Einklang mit Gottes Absicht zu handeln, und erlangte letztendlich Gottes Billigung. Der Weg, den Petrus in seinem Glauben an Gott einschlug, war ein Weg des Strebens nach dem Lebenseintritt. Sein Leben war wertvoll und bedeutungsvoll. In Zukunft darf ich mich bei meiner Pflicht nicht nur auf die äußere Arbeit konzentrieren; ich muss meinen Fokus auf meinen Lebenseintritt und die Veränderungen meiner Disposition legen. Danach begann ich bewusst darüber nachzudenken, welche verdorbenen Dispositionen ich in jeder Angelegenheit offenbarte, suchte nach Gottes Worten, die für meine Probleme relevant waren, und machte mir Notizen. Nachdem ich eine Weile so praktiziert hatte, erlangte ich ein gewisses Verständnis meiner verdorbenen Dispositionen. Ich fühlte mich in meinem Herzen etwas befreiter und friedvoller und konnte die Dinge klarer sehen als zuvor. Dieser kleine Fortschritt, den ich gemacht habe, ist voll und ganz der Führung von Gottes Worten zu verdanken. Dank sei Gott!
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