Ich wollte nicht befördert werden – Worüber machte ich mir Sorgen?

Okt. 15, 2026

Von Su Qing, China

Im Jahr 2020 führte ich meine Pflicht in der Korrekturlesegruppe von Gottes Haus aus. Die meisten Brüder und Schwestern, mit denen ich zusammenarbeitete, hatten ein relativ gutes Kaliber und führten ihre Pflichten äußerst effizient aus. Ich hingegen hatte nur ein durchschnittliches Kaliber und musste sie oft um Rat fragen, wenn ich auf Probleme stieß. Ich hatte das Gefühl, mit ihnen nicht auf einer Stufe zu stehen – es war offensichtlich, dass ich die Schlechteste war. In dieser Zeit fühlte ich mich den anderen immer unterlegen. Ich fühlte mich erdrückt und elend, lebte in einem negativen und passiven Zustand und wollte sogar weggehen. Da sich mein Zustand nie besserte und ich bei meiner Pflicht keine Ergebnisse erzielte, wurde ich schließlich entlassen. Damals hatte ich das Gefühl, mein Gesicht völlig verloren zu haben, und dachte bei mir: „Ganz egal, was passiert, ich werde nie wieder hierher zurückkommen, um meine Pflicht zu tun. Es ist einfach zu peinlich!“ Später sichtete ich in der Kirche Artikel über Erfahrungszeugnisse. Da ich einige Grundsätze begriffen und bei meiner Pflicht gewisse Ergebnisse erzielt hatte, kamen die Brüder und Schwestern oft mit ihren Problemen und Schwierigkeiten zu mir, und ich konnte im Grunde immer passende Antworten geben. Auch nahmen sie all meine Vorschläge an und stimmten ihnen zu. Zudem teilte mich die Verantwortliche ein, einige wertvolle Artikel in der Kirche nachzuverfolgen. Ich war sehr glücklich. Ich hatte das Gefühl, dass diese Pflicht sehr gut zu mir passte und ich ihr gewachsen war. Nicht nur, dass meine Arbeit Resultate zeigte, ich gewann auch die Bewunderung meiner Brüder und Schwestern und wurde von der Verantwortlichen geschätzt. Ich dachte, ich hätte endlich den passenden Platz für mich gefunden, und hoffte, diese Pflicht für immer tun zu können.

Ende Dezember 2024 bat mich die Verantwortliche in einem Brief, ihr meinen Lebenslauf zu schicken. Da wurde mir ganz flau im Magen: „Könnte es sein, dass die Verantwortliche gesehen hat, dass ich in meiner Pflicht einige Ergebnisse erzielt habe, und mich befördern will, damit ich meine Pflicht in der Korrekturlesegruppe von Gottes Haus tue?“ Sobald ich daran dachte, wie unterlegen ich allen anderen gewesen war und dort immer das Schlusslicht gebildet hatte, überkam mich ein beklemmendes Gefühl. Ich dachte bei mir: „Ich will wirklich nicht dorthin zurück und mich wieder blamieren. Es wäre besser für mich, mich im Hintergrund zu halten und meine jetzige Pflicht beständig weiterzuführen. Wenigstens erziele ich bei meiner Arbeit ein paar Ergebnisse, und die Brüder und Schwestern bewundern mich auch.“ Bei diesem Gedanken wollte ich meinen Lebenslauf gar nicht mehr abschicken. Später schickte mir die Verantwortliche einen Brief, um mich dazu zu drängen, und erst da schickte ich ihn ab. Und tatsächlich schickte die Verantwortliche mir ein paar Tage später wirklich einen Brief, um mir mitzuteilen, dass ich meine Pflicht in der Korrekturlesegruppe tun würde. Ich war verärgert und aufgewühlt und dachte: „Es wäre besser, bei meiner jetzigen Pflicht zu bleiben, als dorthin zu gehen und mein Gesicht zu verlieren. Hier gibt es nicht viel Druck, und ich kann zudem die Bewunderung der Leute in meinem Umfeld gewinnen. Ganz zu schweigen davon, dass mein Fleisch leiden würde, wenn ich dorthin ginge, und ich wäre definitiv wieder das Schlusslicht. Wenn ich noch einmal entlassen würde, weil ich bei meiner Pflicht keine Ergebnisse erziele, würde ich mein Gesicht komplett verlieren!“ Ich wollte der Verantwortlichen schreiben und ihr sagen, dass ich ein schlechtes Kaliber hätte, es mir an Arbeitsvermögen fehle und dass ich der Arbeit gar nicht gewachsen wäre, selbst wenn ich hinginge. Aber wenn ich die Pflicht ablehnte, würde ich mir innerlich Vorwürfe machen und Unruhe verspüren. Im Laufe der Jahre hatte ich die Bewässerung und Versorgung durch so viele von Gottes Worten genossen. Für die Kirchenarbeit wurden gerade dringend Leute gebraucht, und wenn ich diese Pflicht ablehnte, würde das von absoluter Gewissenlosigkeit zeugen und Gott zutiefst enttäuschen. Also schrieb ich der Verantwortlichen zurück, dass ich bereit sei, die Pflicht anzunehmen.

Danach bat mich die Verantwortliche aus verschiedenen Gründen, noch ein paar Tage zu warten, bevor ich zu der Gruppe stieß. Während meiner Wartezeit spielten meine Gedanken wieder verrückt: „Die Brüder und Schwestern in der Korrekturlesegruppe haben alle ein gutes Kaliber. Wenn ich der Gruppe beitrete, werde ich definitiv die Schlechteste von ihnen sein.“ Als ich daran dachte, war mir, als läge ein schwerer Stein auf meinem Herzen, der mir den Atem raubte. Ich fing sogar an zu bereuen, dass ich der Bitte der Verantwortlichen, diese Pflicht zu übernehmen, zugestimmt hatte. Sonst wäre ich nicht in eine solch ausweglose Lage gelangt. Mein Herz war ständig in Aufruhr, und ich hatte an nichts, was ich tat, Interesse. Schon am frühen Abend wurde ich schläfrig. Mir wurde klar, dass mein Zustand nicht stimmte, also betete und suchte ich: „O Gott, ich habe noch nicht einmal angefangen, meine Pflicht zu tun, und will schon wieder einen Rückzieher machen. Ich weiß, dass mein Zustand nicht richtig ist. Bitte erleuchte und führe mich, damit ich Deine Absicht verstehe und meine Lektion lerne.“ Nach dem Gebet dachte ich an diese Worte Gottes: „Wenn ein Mensch Gottes Auftrag annimmt, dann hat Gott einen Maßstab, nach dem Er beurteilt, ob sein Handeln gut oder schlecht ist, ob die Person Unterwerfung hat, ob die Person Gottes Absichten zufriedengestellt hat und ihre Taten und ihr Verhalten dem Maßstab entsprechen. Was Gott schätzt, ist das Herz eines Menschen, nicht sein äußerliches Handeln. Es ist nicht so, dass Gott jemanden segnen sollte, solange er nur etwas tut, egal wie er es tut. Das ist ein Missverständnis, das die Menschen in Bezug auf Gott haben. Gott sieht sich nicht nur das Endergebnis an, sondern Er legt einen besonderen Schwerpunkt darauf, wie es um das Herz eines Menschen bestellt ist und welche Einstellung ein Mensch hat, während sich die Dinge weiterentwickeln, und sieht sich an, ob in seinem Herzen Unterwerfung, Rücksichtnahme und die Bereitschaft sind, Gott zufriedenzustellen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst I). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass ich eine Lektion daraus lernen sollte, dass mich die Verantwortliche in den letzten Tagen nicht in die Gruppe eingeteilt hatte. Obwohl ich zugestimmt hatte, diese Pflicht zu tun, hatte ich mich tief in meinem Herzen nicht wirklich unterworfen, und Gott hatte nicht gesehen, dass mein Herz aufrichtig war. Gott hatte gehofft, dass ich, wenn eine Pflicht auf mich zukommt, Seine Absichten berücksichtigen und die Pflicht mit dem Wunsch annehmen könnte, mich Ihm zu unterwerfen und Ihn zufriedenzustellen. Doch ich hatte nur an meinen Stolz gedacht. Ich hatte Angst, das schwächste Glied in der Gruppe zu sein und mein Gesicht zu verlieren, also wollte ich einen Rückzieher machen. Widerwillig hatte ich diese Pflicht zwar angenommen, doch wenn ich später mit anderen zusammenarbeiten und feststellen würde, dass ich nicht so gut war wie sie, würde ich aus dem Wunsch heraus, mein Gesicht zu wahren, am Ende trotzdem in einem negativen Zustand versinken und meine Pflicht vielleicht sogar aufgeben. Ich spürte, wie Gott die Tiefen des menschlichen Herzens genau prüft, und ich erkannte auch Seine mühevollen und gewissenhaften Absichten. Dass ich in den letzten Tagen noch nicht in die Gruppe eingeteilt wurde, geschah genau deshalb, damit ich die Wahrheit suchen, über mich nachdenken, mich selbst erkennen und meine verdorbene Disposition beseitigen konnte. So wäre ich nicht länger an Stolz und Status gebunden und könnte meine Pflicht wirklich annehmen. Ich durfte diese Gelegenheit, die Wahrheit zu erlangen, nicht verpassen, also betete ich weiter und suchte nach der Wahrheit, um meine Probleme zu lösen.

Ich las einen Abschnitt aus Gottes Worten und gewann ein gewisses Verständnis für meine Probleme. Gott sagt: „Was betrachtet Gott hauptsächlich bei einem Menschen? Er schaut darauf, ob dieser die Wahrheit annehmen und die Wahrheit praktizieren kann und welchen Weg er in seinem Glauben an Gott geht. Wie bemisst Gott, ob jemand die Wahrheit praktizieren kann? Er schaut darauf, ob er die Wahrheit suchen und sich auf Gott verlassen kann, wenn ihm Dinge passieren. Wenn er Schwierigkeiten und Hindernisse in seinem Herzen hat, die die Ausführung seiner Pflicht und sein Praktizieren der Wahrheit beeinträchtigen, schaut Gott darauf, was er wählt und welchen Weg er geht. Nimm zum Beispiel an, du bekommst zwei Pflichten zur Auswahl. Bei der einen kannst du gesehen werden, sie ist einfach und beinhaltet keinerlei körperliche Unannehmlichkeiten. Die andere ist etwas schwierig, könnte sehr anstrengend sein und könnte sogar eine undankbare Aufgabe sein; und wenn du sie nicht gut tust, wirst du zurechtgestutzt werden. Du überlegst hin und her: ‚Obwohl ich durch das Tun dieser schwierigen Pflicht mehr von der Wahrheit gewinnen und eine Bürde für Gottes Haus schultern könnte, und ich dadurch, dass ich sie tue, auf Gottes Absichten bedacht bin, ist es eine undankbare Aufgabe. Auch wenn ich nicht auf Gottes Absichten bedacht bin, wenn ich diese einfache Pflicht wähle, brauche ich keine Mühsal zu ertragen, wenn ich sie tue. Ich entscheide mich für diese.‘ Was wird Gott sagen, wenn du dich so entscheidest? Gott wird dich mit einer einzigen Bezeichnung ‚ehren‘, nämlich ‚aalglatt‘. Dann wirst du beiseitegeschoben werden, und Gottes Haus wird dich nicht gebrauchen“ (Gottes Gemeinschaft). Gott deckt auf, dass einige Menschen, wenn ihnen eine Pflicht zukommt, nur daran denken, ihr Gesicht zu wahren und ihre eigenen Interessen zu schützen. Solche Menschen nehmen jede Pflicht freudig an, die leicht ist und ihrem Stolz und Status zugutekommt. Aber sie weigern sich, eine Pflicht zu übernehmen, bei der sie ihr Gesicht verlieren könnten, egal wie wichtig sie ist. Gott sagt, sich so zu verhalten, ist aalglatt und stellt einen Versuch dar, Ihn auszutricksen. Das zieht Gottes Abscheu und Hass nach sich, und Er wird solche Menschen verstoßen. Gottes Worte waren wie ein Stich ins Herz. War das, was Gott enthüllte, nicht genau mein momentaner Zustand? Als die Verantwortliche mich nach meinem Lebenslauf fragte, reagierte ich besonders empfindlich. Ich hatte panische Angst, in die Korrekturlesegruppe befördert zu werden, weil ich das Gefühl hatte, dass diese Pflicht zu schwer und die Anforderungen zu hoch wären. Ich dachte mir: Wenn ich hingehe und wie früher schlechter bin als alle anderen, verliere ich mein Gesicht. Und wenn ich am Ende zurechtgestutzt oder entlassen würde, wäre das noch demütigender. Im Vergleich dazu gab es beim Sichten von Artikeln über Erfahrungszeugnisse in der Kirche ziemlich wenig Druck, und ich konnte auch die Bewunderung meiner Brüder und Schwestern gewinnen. Deshalb wollte ich meine Pflicht nicht in der Korrekturlesegruppe tun und zögerte es hinaus, meinen Lebenslauf abzuschicken. Als ich herausfand, dass ich tatsächlich dorthin gehen musste, um meine Pflicht in der Korrekturlesegruppe zu tun, war mein Herz noch mehr in Aufruhr und füllte sich mit Widerstand. Daraufhin wollte ich eine Ausrede finden, um es abzulehnen, und selbst nachdem ich zugestimmt hatte, der Gruppe beizutreten, wollte ich immer noch einen Rückzieher machen. Bei meiner Beförderung dachte ich nur daran, was ich tun könnte, um mein Gesicht zu wahren. War ich da nicht einfach aalglatt und versuchte, Gott auszutricksen? Ich war wirklich egoistisch und betrügerisch. Ich hatte Gottes Absichten überhaupt nicht berücksichtigt und auch nicht an die Interessen der Kirche gedacht.

Ich begann nachzudenken: „Warum kann ich mich nicht unterwerfen, sobald mein eigener Stolz und Status berührt werden, und kann nicht anders, als mich gegen Gott aufzulehnen?“ Ich las einen Abschnitt aus Gottes Worten und erkannte die Wurzel meines Problems. Gott sagt: „Die Art, wie Antichristen ihren Ruf und ihren Status schätzen, übertrifft bei weitem die gewöhnlicher Menschen und ist etwas, das in ihrer Dispositionsessenz liegt; es ist kein vorübergehendes Interesse oder eine flüchtige Auswirkung ihrer Umgebung – es ist etwas, das in ihrem Leben und in ihrem Innersten liegt, und daher ist es ihr Wesen. Das bedeutet, dass Antichristen bei allem, was sie tun, zuerst ihren eigenen Ruf und ihren eigenen Status berücksichtigen, und nichts anderes. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben und das Ziel, nach dem sie ihr Leben lang streben. Bei allem, was sie tun, ist ihr erster Gedanke: ‚Was wird mit meinem Status passieren? Und mit meinem Ruf? Wird mir das, wenn ich es tue, einen guten Ruf verschaffen? Wird es meinen Status in den Köpfen der Menschen erhöhen?‘ Das ist das Erste, woran sie denken, und das ist ein hinreichender Beweis dafür, dass sie die Disposition und das Wesen von Antichristen haben – und deshalb betrachten sie die Dinge auf diese Weise. Man kann sagen, dass Ruf und Status für Antichristen keine zusätzlichen Anforderungen sind, geschweige denn Dinge, die außerhalb ihrer selbst liegen und auf die sie verzichten könnten. Sie sind Teil der Natur von Antichristen, sie stecken in ihren Knochen, in ihrem Blut, sie sind ihnen angeboren. Antichristen ist es nicht gleichgültig, ob sie Ruf und Status besitzen; das ist nicht ihre Einstellung. Was ist dann ihre Einstellung? Ruf und Status sind eng mit ihrem täglichen Leben verbunden, mit ihrem täglichen Zustand, mit dem, wonach sie täglich streben. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben. Gleichgültig, wie sie leben, gleichgültig, in welchem Umfeld sie leben, gleichgültig, welche Arbeit sie verrichten, gleichgültig, wonach sie streben, was ihre Ziele sind, was die Richtung ihres Lebens ist, es dreht sich alles darum, einen guten Ruf und einen hohen Status zu haben. Und dieses Ziel ändert sich nicht; sie können solche Dinge nie beiseitelegen. Das ist das wahre Gesicht von Antichristen, das ist ihr Wesen. Ihr könntet sie in einen Urwald tief in den Bergen stecken, und sie würden trotzdem ihr Streben nach Ruf und Status nicht loslassen. Man könnte sie in jede beliebige Gruppe von Menschen stecken und alles, woran sie denken können, sind immer noch Ruf und Status. Obwohl Antichristen an Gott glauben, setzen sie das Streben nach Ruf und Status mit dem Glauben an Gott gleich und stellen diese beiden Dinge auf eine Stufe. Das heißt, während sie den Weg des Glaubens an Gott gehen, streben sie auch nach ihrem eigenen Ruf und ihrem eigenen Status. Man kann sagen, dass in den Herzen der Antichristen das Streben nach der Wahrheit in ihrem Glauben an Gott gleichbedeutend mit dem Streben nach Ruf und Status ist und dass das Streben nach Ruf und Status auch das Streben nach der Wahrheit ist – Ruf und Status zu erlangen, bedeutet, die Wahrheit und das Leben zu erlangen. Wenn sie das Gefühl haben, dass sie weder Ruhm noch Gewinn noch Status erhalten haben, dass niemand zu ihnen aufblickt, sie hochschätzt oder ihnen folgt, dann werden sie deprimiert. Sie glauben, dass es keinen Sinn hat, an Gott zu glauben, dass es keinen Wert hat, und sie fragen sich im Stillen: ‚Habe ich versagt, indem ich so an Gott geglaubt habe? Gibt es keine Hoffnung für mich?‘ Sie stellen in ihrem Herzen oft über solche Dinge Berechnungen an. Sie rechnen sich aus, wie sie sich einen Platz im Haus Gottes verschaffen können, wie sie ein hohes Ansehen in der Kirche genießen können, wie sie die Leute dazu bringen können, ihnen zuzuhören, wenn sie etwas sagen, und ein Loblied auf sie anzustimmen, wenn sie handeln, wie sie die Leute dazu bringen können, ihnen überallhin zu folgen, und wie sie in der Kirche eine einflussreiche Stimme haben und Ruhm, Gewinn und Status genießen können – sie konzentrieren sich wirklich auf solche Dinge in ihren Herzen. Das ist es, was solche Menschen anstreben. Warum halten sie solche Dinge immer für wichtig? Nachdem sie Gottes Worte gelesen und die Predigten gehört haben, verstehen sie das alles wirklich nicht, sind sie wirklich nicht in der Lage, das alles zu erkennen? Sind die Worte Gottes und die Wahrheit wirklich nicht in der Lage, ihre Auffassungen, Ideen und Meinungen zu ändern? Das ist ganz und gar nicht der Fall. Das Problem liegt in ihnen, und zwar ganz und gar, weil sie die Wahrheit nicht lieben, weil sie in ihrem Herzen der Wahrheit abgeneigt sind und deshalb für die Wahrheit völlig unempfänglich sind – was durch ihre Wesensnatur bedingt ist“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 3)). Die Enthüllung von Gottes Worten erfüllte mich mit Scham und Schuldgefühlen. Die Disposition, die ich offenbarte, war dieselbe wie die eines Antichristen – auch für mich waren Ruf und Status mein Leben. Ich lebte nach den Giften Satans wie „Menschen brauchen ihren Stolz wie ein Baum seine Rinde“, „Ein Mensch hinterlässt seinen Namen, wo immer er sich aufhält, genauso wie eine Gans gellend schnattert, wo immer sie fliegt“ und „Lieber ein großer Fisch in einem kleinen Teich“. Ich glaubte, dass ich in jeder Situation nur dann ein Leben voller Prestige und Würde führen könnte, wenn ich die Bewunderung und Gutheißung der Leute in meinem Umfeld erlangen würde. Aber anderen in jeder Hinsicht unterlegen zu sein – das wäre ein erdrückendes und erbärmliches Leben. Als ich in der Welt war, umgab ich mich am liebsten mit Leuten, die mir unterlegen waren, weil ich dachte, dass ich mich dadurch hervorheben könnte. Ich wollte mich nicht mit Leuten abgeben, die besser waren als ich. Ich dachte, in ihrer Gegenwart wäre ich unterlegen und könnte mich nicht abheben. Selbst nachdem ich zum Glauben an Gott gekommen war, hielt ich an dieser Ansicht fest und betrachtete die Bewunderung anderer als das Ziel meines Strebens und den Wert meines Lebens. Egal wann und wo, ich dachte nur an mein eigenes Gesicht und meinen Status. Als ich meine Pflicht in der Korrekturlesegruppe tat und merkte, dass die Schwestern, mit denen ich zusammenarbeitete, mir in jeder Hinsicht überlegen waren und ich mich nicht mit ihnen messen konnte, fühlte ich mich erdrückt und elend und versank in Qualen. Ich war so negativ, dass mir jeglicher Antrieb fehlte, meine Pflicht zu tun. Nachdem ich in die Kirche zurückgekehrt war, um dort meine Pflicht zu tun, dachte ich nicht nur nicht über meine Probleme nach, sondern strebte auch weiterhin nach Ruf und Status. Als ich sah, dass ich besser war als andere und mein Wunsch nach Stolz und Status befriedigt wurde, war ich glücklich und genoss dieses Gefühl sehr. Bei dieser Beförderung war mir sehr wohl bewusst, dass ich Gottes Absichten berücksichtigen, die Pflicht annehmen und mich unterwerfen sollte. Da ich jedoch Angst hatte, Gesicht und Status zu verlieren, war ich voller Widerstand und wollte die Pflicht ständig ablehnen. Obwohl ich sie widerwillig annahm, war mir, sobald ich daran dachte, dass ich das Schlusslicht der Gruppe bilden und den anderen unterlegen sein würde, als würde mir das Leben genommen, und ich fühlte mich niedergeschlagen und lustlos. Ich bereute es sogar, die Pflicht angenommen zu haben, und wollte im letzten Moment noch einen Rückzieher machen. Von Anfang bis Ende hatte ich nur nach Ruf und Status gestrebt und genoss es, von anderen bewundert und unterstützt zu werden. Ich ging den Weg eines Antichristen. Gott ist allerhöchst, doch Er ist demütig und verborgen und stellt sich nie zur Schau, um von anderen bewundert zu werden. Und ich, ein zutiefst von Satan verdorbener Mensch, voller Schmutz und ohne irgendetwas Lobenswertes an mir, wollte trotzdem immer von anderen bewundert werden. Ich war wirklich schamlos! Ich hielt Ruf und Status für wichtiger als die Wahrheit und für wichtiger als die Ausführung meiner Pflicht als geschaffenes Wesen. Um mein Gesicht und meinen Status zu wahren, wollte ich sogar die Pflicht ablehnen. Ich hatte wirklich überhaupt keine Menschlichkeit! Ich dachte daran, wie Paulus immer nach Ruf und Status strebte, damit die Leute ihn bewunderten und verehrten, aber er strebte weder nach der Wahrheit, noch kannte er sich selbst. Seine Disposition änderte sich nicht im Geringsten, noch hatte er echte Ehrfurcht vor Gott oder unterwarf sich Ihm wirklich. Er bezeugte sogar, dass für ihn das Leben Christus sei. Obwohl er ein hohes Ansehen genoss und die Bewunderung und Verehrung der Menschen erlangte, verletzte er mit seinen Taten Gottes Disposition. Er war ein waschechter Antichrist und wurde letztendlich von Gott ausgemustert und bestraft. Wenn ich nicht Buße täte, würde ich am Ende nur genau wie Paulus ausgemustert und bestraft werden. Als ich das erkannte, betete ich zu Gott: „O Gott, tief in meinem Herzen habe ich meine Pflicht um meines Rufes und Status willen abgelehnt, und ich habe keine echte Unterwerfung Dir gegenüber. Ich bin es wirklich nicht wert, vor Dir zu leben. Ich will nicht länger nach den Giften Satans leben. Ich bin bereit, gegen mich selbst aufzubegehren und die Wahrheit zu praktizieren, um Dich zufriedenzustellen. Bitte führe mich.“

Danach las ich noch mehr von Gottes Worten und erfuhr, wie ich praktizieren sollte, um Gottes Absichten zu entsprechen. Gott sagt: „Keiner von euch tut jetzt gerade durch Zufall seine Pflicht im Haus Gottes; ganz gleich, aus welchen Verhältnissen jeder von euch gekommen ist, um seine Pflicht auszuführen, es war kein Zufall. Keiner der Menschen, die Pflichten im Haus Gottes ausführen, wurde zufällig von irgendeiner Person ausgewählt; ganz gleich, welche Pflicht eine Person ausführt, all dies wurde von Gott vor den Zeitaltern vorherbestimmt. … deine Größe, dein Erscheinungsbild, wie deine Augen aussehen, deine Figur, dein Gesundheitszustand, deine Lebenserfahrungen in einem bestimmten Alter, welche Pflichten du zu schultern vermagst, sowie dein Kaliber und deine Fähigkeiten wurden alle von Gott vor langer Zeit vorherbestimmt und werden sicherlich nicht erst jetzt angeordnet. Gott hat das vor langer Zeit für dich vorherbestimmt; das heißt, hätte Er beabsichtigt, dich einzusetzen, hätte Er dich bereits vorbereitet, bevor Er dir diesen Auftrag und diese Mission erteilte. Ist es also akzeptabel, dass du davor wegläufst? Ist es akzeptabel, dass du dabei nur halbherzig mitmachst? Beides ist inakzeptabel; das hieße, dass du Gott im Stich lässt! Es ist der größte Akt der Rebellion, wenn Menschen ihre Pflicht verraten. Es ist eine abscheuliche Tat. Gott hat sich mühevolle und gewissenhafte Gedanken gemacht und schon vor den Zeitaltern vorherbestimmt, dass du diesen Tag erreichen und mit dieser Mission betraut werden würdest. Ist diese Mission dann nicht deine Verantwortlichkeit? Ist sie nicht der eigentliche Wert deines Lebens? … Erst wenn du deine Pflicht erfüllt hast, du Gottes Auftrag zu Ende gebracht hast, dein ganzes Leben für deine Mission und den Auftrag lebst, den Gott dir gegeben hat, wunderbares Zeugnis ablegst und ein Leben führst, das Wert hat – erst dann bist du ein wirklicher Mensch! Und warum sage Ich, dass du ein wirklicher Mensch bist? Weil Gott dich auserwählt hat und dich im Rahmen Seiner Führung deine Pflicht als geschaffenes Wesen hat ausführen lassen. Das ist das Wertvollste und Bedeutungsvollste in deinem Leben“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). „Für alle, die eine Pflicht ausführen, unabhängig davon, wie tiefgründig oder oberflächlich ihr Verständnis von der Wahrheit ist, besteht die einfachste Art der Praxis, um in die Wahrheitsrealität einzutreten, darin, bei jeder Gelegenheit an die Interessen von Gottes Haus zu denken, ihre selbstsüchtigen Begierden, persönlichen Absichten und Motive sowie ihren Stolz und ihren Status loszulassen und die Interessen von Gottes Haus an erste Stelle zu stellen – das ist das Mindeste, was sie tun sollten. Wenn ein Mensch, der eine Pflicht ausführt, nicht einmal so viel tun kann, wie kann man dann von ihm behaupten, dass er seine Pflicht ausführt? Das kann man nicht als Ausführen der eigenen Pflicht bezeichnen. Du solltest zuerst an die Interessen von Gottes Haus denken, Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen und die Arbeit der Kirche mit in Betracht ziehen. Setze diese Dinge an allererste Stelle; erst danach kannst du darüber nachdenken, wie solide dein Status ist oder wie andere dich betrachten. Teilt es in zwei Schritte auf und geht einen kleinen Kompromiss ein – habt ihr nicht das Gefühl, dass dies die Dinge ein wenig einfacher macht? Wenn du eine Weile so praktizierst, wirst du spüren, dass es keine schwierige Sache ist, Gott zufriedenzustellen. Wenn du außerdem deine Verantwortlichkeiten erfüllen kannst, deine Verpflichtungen und deine Pflicht erfüllen kannst, deine selbstsüchtigen Begierden, Absichten und Motive beiseitelegen kannst und auf Gottes Absichten bedacht sein kannst, und die Interessen des Hauses Gottes, die Arbeit der Kirche und die Pflicht, die du ausführen sollst, an die erste Stelle setzen kannst, dann wirst du, nachdem du eine Weile auf diese Weise Erfahrungen gemacht hast, spüren, dass es gut ist, sich auf diese Weise zu verhalten, dass der Mensch auf ehrliche und aufrichtige Weise leben sollte und dass der Mensch kein rückgratloses, schmutziges, verachtenswertes Dasein führen sollte, sondern vielmehr aufrecht und gerecht sein sollte. Du wirst spüren, dass dies das Ebenbild ist, das der Mensch ausleben sollte. Dein Verlangen, deine eigenen Interessen zu befriedigen, wird allmählich schwinden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Das Lesen von Gottes Worten wärmte mein Herz. Ich fühlte mich erhellt und hatte das Gefühl, einen Weg nach vorne zu haben. Wie mein Kaliber ist, welche Erfahrungen ich mache und welche Pflichten ich zu einer bestimmten Zeit tue – all diese Dinge wurden schon vor langer Zeit von Gott vorherbestimmt. Heute wurde ich befördert, um meine Pflicht in Zusammenarbeit mit Brüdern und Schwestern zu tun, deren Kaliber besser ist als meines. Das war weder die Anordnung eines einzelnen Menschen, noch hat es mir irgendjemand absichtlich schwergemacht, damit ich mein Gesicht verliere. Dies alles geschah durch Gottes Herrschaft und Anordnungen, und als geschaffenes Wesen sollte ich mich bedingungslos unterwerfen, auf mein eigenes Gesicht und meinen Status verzichten und die Interessen der Kirche an die erste Stelle setzen. Nur so kann man auf eine offene und aufrichtige Art und Weise leben. Als ich Gottes Absichten und Anforderungen verstand, fand mein Herz Frieden. Ich dachte daran zurück, wie ich in den letzten Jahren Textarbeit geleistet und einige Grundsätze begriffen hatte. Nun ordnete die Verantwortliche an, dass ich diese Pflicht gemäß den Grundsätzen tun sollte. Ich musste meinen eigenen Stolz und meine Interessen loslassen, die Pflicht annehmen und mein Möglichstes tun, um die Arbeit zu erledigen. Wenn ich trotz meiner Bemühungen immer noch die Schlechteste in der Gruppe wäre oder wenn ich nach einiger Zeit wieder entlassen würde, weil ich der Pflicht nicht gewachsen wäre, würde ich das ebenfalls annehmen und mich unterwerfen, da ich nicht bereit war, länger an meinen Stolz gebunden und von ihm eingeschränkt zu sein.

Als ich über mich selbst nachdachte, erkannte ich, dass ich eine falsche Ansicht hegte. Ich dachte immer, dass ich meine Pflicht definitiv nicht gut tun könnte, weil mein Kaliber schlecht war, was nicht mit der Wahrheit übereinstimmt. Ich las Gottes Worte: „Ihr solltet Folgendes erwägen: Hat das Verstehen und Erlangen der Wahrheit etwas mit dem Aussehen, dem Kaliber, dem Bildungsstand, dem Hintergrund ihrer Geburt, dem Alter, dem familiären Umfeld und den Stärken der Menschen zu tun oder mit den beruflichen Fähigkeiten, die sie beherrschen? Man könnte sagen, sie haben im Grunde nichts miteinander zu tun. Manche Menschen sind von etwas schlechtem Kaliber, aber sie selbst sind sehr bodenständig. Sie setzen so viel Energie ein, wie sie haben, sind nicht aalglatt und betrügerisch, und sie sind gewissenhaft und übernehmen die Verantwortung für Dinge. Wenn sie Fehler machen, sind sie in der Lage, die Wahrheit anzunehmen und nach den Grundsätzen zu praktizieren; wenn sie Schwierigkeiten haben, sind sie in der Lage, nach der Wahrheit zu suchen. Die Resultate der Ausführung ihrer Pflicht verbessern sich zunehmend, und obwohl begabte Menschen auf sie herabschauen, mag Gott diese Art von Mensch. Wenn Gott den Menschen Gnade schenkt und ihnen ermöglicht, die Wahrheit zu verstehen, schaut Er nicht auf ihr äußeres Erscheinungsbild, ihren Bildungsstand, die Beschaffenheit ihres Kalibers oder ihre Wortgewandtheit – Gott schaut auf nichts davon“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Man kann die Wahrheit gewinnen, indem man Gott sein Herz schenkt). „Worauf sollte das Hauptaugenmerk beim Glauben an Gott liegen? Es spielt keine Rolle, ob dein Kaliber hoch oder niedrig ist, ob du spirituelles Verständnis hast oder mit welcher Art des Zurechtstutzens du konfrontiert wirst – nichts davon ist am wichtigsten. Was ist dann jetzt am wichtigsten? Es ist, wie ihr in die Wahrheitsrealität eintretet. Was ist die grundlegendste Sache, die ein Mensch haben sollte, um dies zu tun? Er muss ein aufrichtiges Herz haben. Und was sind die Äußerungsformen eines aufrichtigen Herzens? Wenn dir Dinge passieren, verhältst du dich nicht auf aalglatte Weise, du berücksichtigst nicht deine eigenen Interessen, du intrigierst nicht gegen andere, und du verhältst dich Gott gegenüber nicht hinterlistig. Wenn du versuchst, Gott zu täuschen, und Ihm gegenüber nicht aufrichtig bist, dann bist du völlig geliefert und Gott wird dich nicht erretten. Welchen Sinn hat es dann, die Wahrheit zu verstehen? … Egal, wie gut dein Kaliber nach außen hin zu sein scheint, wie schlau, redegewandt oder fähig du bist, oder wie gut du Probleme handhaben kannst – all das nützt nichts. Das ist nicht entscheidend. Was ist also die entscheidende Sache, die man berücksichtigen sollte? Ob jemandes Herz die Wahrheit liebt. Es geht nicht darum, zuzuhören, was jemand sagt, sondern darum, zu sehen, was er tut. Gott schaut nicht auf das, was du vor Ihm sagst oder versprichst; Er schaut darauf, ob die Wahrheitsrealität in dem ist, was du tust. Gott schaut nicht darauf, wie erhaben, tiefgründig oder großartig deine Worte sind. Selbst wenn du etwas Kleines tust, wenn Gott in jeder deiner Handlungen deine Aufrichtigkeit sieht, wird Er sagen: ‚Dieser Mensch glaubt aufrichtig an Mich. Er hat nie große Töne gespuckt. Er bleibt an seinem angemessenen Platz. Obwohl er keinen großen Beitrag zum Hause Gottes geleistet hat und von schlechtem Kaliber ist, ist er in allem, was er tut, sehr bodenständig und voller Aufrichtigkeit.‘ Was beinhaltet diese ‚Aufrichtigkeit‘? Sie beinhaltet Furcht vor und Unterwerfung unter Gott sowie wahren Glauben und wahre Liebe – sie beinhaltet alles, was Gott sehen will“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Anhand von Gottes Worten sah ich, dass das Kaliber nicht der entscheidendste Faktor dafür ist, ob man seine Pflicht gut tun kann. Einige Brüder und Schwestern, mit denen ich in der Vergangenheit zu tun hatte, hatten ein ziemlich gutes Kaliber. Wenn sie die Grundsätze lasen, konnten sie nicht nur die Hauptpunkte verstehen, sondern auch Rückschlüsse ziehen, weshalb viele Leute sie beneideten und bewunderten. Aber ihre Dispositionen waren besonders arrogant, und sie nahmen die Wahrheit nicht im Geringsten an. Als sie zurechtgestutzt wurden, stellten sie sich aus Negativität heraus quer, spielten sich sogar auf, gaben ihre Pflicht auf und wurden letztendlich entlassen und ausgemustert. Manche Leute hatten Gaben, waren eloquent und äußerst effizient in ihrer Arbeit, aber sie waren darauf aus, nach Ruf und Status zu streben, Andersdenkende zu unterdrücken und auszuschließen und allerlei Böses zu tun. Am Ende wurden sie ausgeschlossen. Andererseits taten einige Brüder und Schwestern ihre Pflicht mit aufrichtigem Herzen, auch wenn sie ein durchschnittliches Kaliber hatten, und konnten tatsächlich einen Preis zahlen und sich anstrengen. Sie taten jede einzelne Sache gewissenhaft gut, konnten ihre Abweichungen zusammenfassen und sie umgehend korrigieren, sodass sie bei der Ausführung ihrer Pflicht immer besser wurden. Rückblickend betrachtet war meine frühere Entlassung nicht ganz und gar auf mein unzureichendes Kaliber zurückzuführen, sondern darauf, dass ich mich nicht um meine eigentlichen Angelegenheiten kümmerte und nur nach Ruf und Status strebte. Ich wurde nur entlassen, weil ich es nicht annahm und die Dinge nicht änderte, als ich zurechtgestutzt wurde. Obwohl mein Kaliber nur durchschnittlich ist, hat mich Gott eigentlich nicht unfair behandelt, und als ich meine Absichten berichtigte, mit ganzem Herz meine Pflicht tat und einen Preis zahlte, konnte auch ich Gottes Führung spüren und einige Grundsätze verstehen – es war also keineswegs so, dass ich der Sache überhaupt nicht gewachsen gewesen wäre. Dass ich die Chance hatte, wieder befördert zu werden, um meine Pflicht in dieser Gruppe zu tun, war Gottes Gnade, und ich sollte mich bemühen, meine Pflicht gut zu tun, um Gottes Liebe zu vergelten. Ich dachte an weitere Worte Gottes: „Die Funktionen sind verschieden, aber es gibt nur einen Körper. Jeder von euch sollte seine eigene Funktion ausführen, an seinem eigenen Platz bleiben und sein Äußerstes tun, entsprechend der Wärme, die er hat, Licht ausstrahlen und Reife im Leben anstreben. So werde Ich zufrieden sein“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 21). Gottes Worte erhellten mein Herz noch mehr. Das Kaliber und die Stärken, die Gott jedem Menschen gibt, sind unterschiedlich, und jeder hat Stärken und Unzulänglichkeiten. Wenn du in der Lage bist, deinen eigenen Platz zu finden und deine Funktion gut auszuführen, während du nach der Wahrheit strebst und dich auf den Lebenseintritt konzentrierst, dann ist Gott damit zufrieden. Obwohl mein Kaliber durchschnittlich ist, bin ich bereit, harmonisch mit den Brüdern und Schwestern zusammenzuarbeiten, meine eigenen Defizite mit ihren Stärken auszugleichen und alles zu tun, was ich kann. Ich möchte mich darauf konzentrieren, bei meiner Pflicht über mich selbst nachzudenken und nach der Wahrheit zu streben. Ich möchte mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen bereitwillig unterwerfen und meine tatsächlichen Erfahrungen nutzen, um Zeugnis für Gott abzulegen. Durch diese Gedanken fand mein Herz großen Frieden, und ich konnte meiner Pflicht mit Gelassenheit entgegensehen.

Nachdem ich der Gruppe beigetreten war, merkte ich, dass die Gruppenleiterin, Xiao Ran, einen flexiblen Verstand hatte, schnell reagierte und auch äußerst effizient in ihrer Arbeit war. Eine andere Schwester, Wang Li, war gesundheitlich angeschlagen, hatte aber ein gutes Kaliber und ein starkes Arbeitsvermögen. Trotz ihrer Krankheit erledigte sie mehr Arbeit als die Gruppenleiterin und ich zusammen. Ich hatte das Gefühl, dass ich sie nie einholen könnte, und war unendlich neidisch. Wenn die Verantwortliche mit uns über die Grundsätze Gemeinschaft hielt und über die Arbeit sprach, hatte ich das deutliche Gefühl, dass meine Reaktionen langsamer waren als die der anderen. Wenn wir uns zusammen Artikel ansahen, entdeckte Xiao Ran die Probleme oft vor mir. Ich hatte immer das Gefühl, allen anderen einen Schritt hinterher zu sein. Xiao Ran konnte nicht nur ihre eigene Arbeit jeden Tag mühelos erledigen, sie half sogar dabei, Briefe in meinem Verantwortungsbereich zu bearbeiten. Im Gegensatz dazu war ich immer fahrig und schaffte es nicht einmal, die Arbeit zu erledigen und die Briefe in meinem eigenen Verantwortungsbereich zu bearbeiten. Die Verantwortliche ermutigte und tröstete mich und sagte, es sei normal, anfangs nicht zu wissen, wo man anfangen solle, und fahrig zu sein. Es würde besser werden, sobald ich mich daran gewöhnt hätte. Aber ich dachte bei mir: „Die beiden Schwestern, mit denen ich zusammenarbeite, haben ein gutes Kaliber und sind äußerst effizient, während ich einfach nicht mit ihnen mithalten kann. Egal, wie sehr ich mich anstrenge, ich werde sie nicht übertreffen können. Es ist offensichtlich – ich werde definitiv wieder das Schlusslicht der Gruppe sein.“ Wenn ich daran dachte, in Zukunft jeden Tag mit einer Eselskappe auf dem Kopf herumzulaufen, wurde mir schwer ums Herz, und ich fühlte mich unterdrückt und gereizt. An diesem Punkt wurde mir klar, dass ich wieder in Stolz und Status gefangen war. Da betete ich zu Gott: „O Gott, meine Verdorbenheit sitzt zu tief, und ich bin zu sehr an Ruf und Status gebunden. Ich brauche Deine Errettung. Bitte führe mich dazu, gegen mich selbst aufzubegehren und die Wahrheit zu praktizieren.“ Nach meinem Gebet las ich Gottes Worte: „Du musst die Einstellung haben, dich Gott zu unterwerfen und nach der Wahrheit zu streben, und die Bereitschaft besitzen, dich Gott aus eigenem Antrieb zu unterwerfen, und du darfst dich Ihm nicht widersetzen. Selbst wenn Gott andere segnet, dich aber nicht, oder wenn Gott offensichtlich andere erleuchtet und führt, dich aber nicht, oder wenn Er andere befördert, dich aber nicht, solltest du nicht wütend oder neidisch sein. Warum ist das so? Dass Gott auf diese Weise handelt, hat Seinen Zweck und Seine Bedeutung, und es steht Ihm frei, so zu handeln, wie Er möchte. Du darfst nie vergessen, dass du ein geschaffenes Wesen bist, und du darfst keine unvernünftigen Forderungen an Gott stellen. Wenn Gott andere einsetzt und dich nicht, und Er dich nicht Leiter sein lässt, dann solltest du eben ein Anhänger sein; es ist richtig, dich einfach Gott zu unterwerfen. Es mag sein, dass du nicht in der Lage bist, die Arbeit der Kirche zu übernehmen, weil dein Kaliber dafür nicht ausreicht, oder es mag sein, dass du diese Größe schlichtweg nicht besitzt. Wenn du gebeten würdest, die Arbeit zu übernehmen, und Gott dir mehr Erleuchtung gäbe als anderen, würde dies wahrscheinlich deine arrogante Disposition schüren. Dass Gott dich nicht erleuchtet oder dich nicht Leiter sein lässt, ist daher eine Form von Schutz für dich; du musst Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten verstehen. Gott hegt dir gegenüber ganz gewiss keine Hintergedanken; vielmehr hat Er mühevolle und gewissenhafte Absichten. Du musst dich Gott unterwerfen; selbst wenn du etwas nicht verstehst, solltest du dich unterwerfen, und zwar bis zuletzt. … Gott steht es frei, so zu handeln, wie Er will, aber manche Menschen besitzen keine Vernunft und stellen immer Forderungen an Gott. Sie sagen: ‚Gott ist nicht gerecht. Warum lässt Er diese Person hervorstechen und im Rampenlicht stehen? Warum setzt Er sie ein und nicht mich?‘ Könntest du die Arbeit denn gut ausführen, wenn du eingesetzt würdest? Du willst immer hervorstechen, im Rampenlicht stehen und dich aufspielen; wenn du eingesetzt würdest, würde das nur deine verdorbenen Dispositionen stärken. Ob Gottes Haus jemanden einsetzt oder nicht, richtet sich nach den Wahrheitsgrundsätzen. Wenn du dich in dieser Situation befindest, musst du dich unterwerfen und die Wahrheit suchen. Wenn du, indem du die Wahrheit suchst, über dich selbst nachdenkst und dich selbst im Detail analysierst, erkennst, dass dein Verlangen und dein Ehrgeiz nach Status und Ansehen immer noch sehr stark sind, dann solltest du erkennen, dass es vollkommen vernünftig ist, dass Gott andere einsetzt und dich nicht, und dass dies auch eine Form von Schutz für dich ist. Unabhängig davon, ob dies mit deinen Auffassungen übereinstimmt, und unabhängig davon, ob du es akzeptieren kannst, solltest du, kurz gesagt, die Perspektive und Stellung eines geschaffenen Wesens einnehmen und eine Haltung der Unterwerfung oder zumindest die Bereitschaft zur Unterwerfung bewahren“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (32)). Gottes Worte erhellten sogleich mein Herz, und ich verstand auch Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten. Weil mein Verlangen nach Ruf und Status zu stark war, genoss ich das Gefühl, von anderen bewundert zu werden, wenn die Brüder und Schwestern mit irgendwelchen Fragen zum Sichten von Artikeln in der Kirche zu mir kamen. Das führte dazu, dass meine arrogante Disposition immer mehr anschwoll, ich selbstgefällig wurde und mich nicht bemühte, Fortschritte zu machen. Jetzt, wo ich Menschen gegenüberstehe, die besser sind als ich, kann ich endlich meine wahre Größe klar sehen und meine eigenen Defizite erkennen. Das kann mich anspornen, mich mehr mit den Wahrheitsgrundsätzen auszurüsten und bei der Ausführung meiner Pflicht Fortschritte zu machen. Das ist auch eine gute Gelegenheit für mich, die Wahrheit zu suchen und in meinem Leben zu wachsen. Wenn ich diese Beförderung nicht erlebt hätte, würde ich mich immer noch selbst loben und schamlos die Bewunderung anderer genießen. Was Gott getan hat, ist so nützlich für mich und gibt mir Schutz. Ich bin bereit, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen, mich auf das Streben nach der Wahrheit zu konzentrieren, mehr Mühe in die Grundsätze zu stecken, von den Stärken anderer zu lernen, um meine eigenen Defizite auszugleichen, und meine Pflicht so schnell wie möglich zu schultern.

Später konnte Xiao Ran in all den Artikeln, die ich einreichte, auf einige Abweichungen hinweisen. Und wann immer ich sie nach Schwierigkeiten fragte, auf die ich gestoßen war, konnte sie mir stets mühelos eine Antwort geben. Wann immer diese Dinge passierten, fühlte ich mich immer noch sehr unzulänglich und sehnte mich sogar nach der Zeit zurück, als ich meine Pflicht in der Kirche tat und von anderen beneidet und bewundert wurde. Ich konnte jedoch bewusst beten, um gegen das Fleisch aufzubegehren und mich von meinem Gesicht nicht einschränken zu lassen, da ich wusste, dass alles, was Gott anordnet, das Beste ist. Mein Begriffsvermögen ist schlecht, und es ist Gottes Gnade, dass ich in der Lage bin, Grundsätze zu verstehen und durch den gemeinschaftlichen Austausch anderer einige Dinge zu erlangen. Obwohl diese Dinge, die mir widerfuhren, viele meiner Unzulänglichkeiten und Defizite offenbarten, lernte ich, mehr zu Gott zu beten, wenn mir etwas widerfährt, meinen Stolz loszulassen und meine Brüder und Schwestern öfter um Rat zu fragen. Durch die Hilfe aller gewann ich in verschiedenen Aspekten ein klareres Verständnis der Wahrheitsgrundsätze. Sowohl bei der Ausführung meiner Pflicht als auch bei meinem Lebenseintritt habe ich im Vergleich zu früher einige Fortschritte gemacht. Ich danke Gott aus tiefstem Herzen!

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