Reflexionen nach der Entlassung
Von Fang Hui, China Im April 2021 bewässerte ich neue Gläubige in der Kirche. Als ich zum ersten Mal diese Pflicht ausführte, empfand ich...
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2014 fing ich an, in der Kirche als Schauspielerin meine Pflicht zu tun. Abgesehen vom Schauspielern und der Verbesserung meiner Fähigkeiten, konnte ich mir meine restliche Zeit frei einteilen, sodass mein Leben relativ ungezwungen und bequem war. Da ich das Schauspielern liebte und bereit war, viel Mühe in meine Rollen zu stecken, hatten sich meine Fähigkeiten nach zwei Filmen deutlich verbessert. Daher bat mich die Leiterin, mich in der Pflicht als Regisseurin ausbilden zu lassen. Ich war damals sehr widerwillig und dachte: „Als Regisseurin hat man so viel Verantwortung. Man muss in alles involviert sein, was das Team macht, und nach dem Dreh das Material sichten. Das ist geistig und körperlich erschöpfend. Wenn ich jeden Tag so hart arbeite, bin ich irgendwann fix und fertig und komplett am Ende!“ Doch bei dem Gedanken, dass es nicht mit Gottes Absichten im Einklang wäre, eine Pflicht abzulehnen, stimmte ich widerwillig zu. Die Schwestern freuten sich alle für mich, als sie erfuhren, dass ich zur Regisseurin befördert wurde, aber ich dachte: „Das ist eindeutig ein anstrengender Job. Ich strebe nicht nach einem großen Auftrag, denn je schwerer die Bürde, desto anstrengender ist es für das Fleisch. Ich will nur eine einfache Schauspielerin sein. Mir reicht es, wenn ich einfach etwas zu tun habe.“
Als ich bei meinem ersten Film Regie führte, stellte der Koordinator jeden Tag einen vollgepackten Zeitplan auf. Nach jedem Dreh mussten wir noch das Schauspiel, die Einstellungen oder Fragen zum Set für die nächste Szene besprechen. Während des Drehs saß ich vor dem Monitor und wagte es nicht, auch nur eine Sekunde unaufmerksam zu sein. Wenn ich die Konzentration verlor, konnte ich nicht beurteilen, ob die Darstellung stimmig war, und musste mir die Aufnahme ansehen oder es nochmals drehen. Manchmal, wenn der Dreh am Set beendet war und die anderen Teammitglieder gegangen waren, musste ich noch bleiben, um andere Aufgaben zu erledigen. Außerdem hatte dieser Film viele Protagonisten und Antagonisten, und ich musste mit den Schauspielern ihre Szenen durchgehen, mit ihnen proben, sie anleiten und alles beaufsichtigen. Für jede Szene musste ich mich vorher in die Figuren vertiefen und sie genau verstehen, um beurteilen zu können, ob die Darstellung der Schauspieler den Figuren gerecht wurde. Das galt besonders für emotionale Szenen: Wenn ein Schauspieler nicht in seine Rolle fand, musste ich einen Weg finden, ihn in den richtigen emotionalen Zustand zu versetzen. Ich fühlte die Arbeit als Regisseurin mental einfach enorm erschöpfend! Als Schauspielerin musste ich nur meinen Part gut spielen, mehr nicht. Das war eine viel entspanntere Pflicht. Ich hasste die Pflicht als Regisseurin aus tiefstem Herzen. Danach fing ich an, bei meiner Pflicht nachlässig zu sein. Wenn ich beim Drehen sah, dass Schauspieler Schwierigkeiten hatten, die gewünschte Wirkung zu erzielen, dachte ich nicht darüber nach, wie ich sie anleiten könnte, um ihre Leistung zu verbessern, sondern winkte die Aufnahme einfach eilig durch. Als die Leiterin Ausschnitte des Films überprüfte, stellte sie folglich fest, dass die Darstellungen nicht den Anforderungen entsprachen, und wir mussten alles neu drehen. Ein anderes Mal bat mich die Schwester, mit der ich zusammenarbeitete, während der Proben einige körperliche Bewegungen in das Spiel der Schauspieler einzubauen. Ich hielt das für zu mühsam, also tat ich es nicht. Infolgedessen war die Darstellung mangelhaft, und kurz vor Drehbeginn musste sie die Schauspieler an Ort und Stelle anleiten, die Bewegungen einzubauen, was den Dreh verzögerte. Ich fühlte mich schrecklich in diesem Moment, weil ich wusste, dass ich meine Verantwortlichkeiten nicht erfüllt hatte. Aber wenn es danach tatsächlich an die Arbeit ging, empfand ich es trotzdem immer als zu anstrengend und mühselig, diese Pflicht zu tun. Zwei Monate vergingen wie im Flug, und die Schauspieler hatten ständig Probleme mit ihrer Darstellung. Der Koordinator erinnerte mich mehrmals daran, die Szenen mit den Schauspielern detaillierter durchzugehen, aber ich versäumte es nicht nur, auf ihn zu hören, sondern sträubte mich sogar dagegen und dachte: „Mehr ins Detail zu gehen, wäre so ein Aufwand! Wie lange würden die Proben dann dauern?“ Ich versuchte sogar, dagegenzuhalten, und sagte: „Als ich Schauspielerin war, hat mich niemand so detailliert angeleitet. Ist das Schauspielern nicht die Verantwortung des Schauspielers?“ Wenn es Zeit für die Probe war, gab ich den Schauspielern immer noch nur einen groben Überblick ohne Details, was zu häufigen Nachdrehs führte und den Produktionsplan verzögerte.
Nach einiger Zeit wurde Bruder Elias eingeteilt, um mit mir bei der Pflicht als Regisseur zusammenzuarbeiten. Der Koordinator sagte zu mir: „Es sieht so aus, als hättest du Schwierigkeiten, die Pflicht als Regisseurin allein zu bewältigen. Von nun an bist du hauptsächlich dafür verantwortlich, die Szenen mit den Schauspielern durchzugehen, und Bruder Elias wird die Dinge am Monitor überwachen.“ Ich war eigentlich ganz froh, das zu hören. Ich dachte: „Großartig! Ich muss nicht mehr auf den Monitor schauen und alles leiten. So bin ich zeitlich flexibler und werde nicht so müde sein.“ Ab da bin ich immer sofort los, wenn ich mit den Schauspielern fertig geprobt hatte, um mich um meine privaten Angelegenheiten zu kümmern. Ihre Darstellung war mir egal, und so gab es beim eigentlichen Dreh ständig Probleme mit dem Spiel der Schauspieler. Der Koordinator sagte, ich solle meine Haltung zu meiner Pflicht überprüfen, aber ich dachte: „Was soll ich denn prüfen, wenn die Schauspieler nicht gut spielen? Wird mir das jetzt in die Schuhe geschoben?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr empfand ich diese Pflicht als eine undankbare Aufgabe. In dieser Zeit hatten mehrere Schauspieler, die ich anleitete, beim Drehen immer wieder Schwierigkeiten. Erst als der Koordinator mich noch einmal ermahnte, über meine Haltung zu meiner Pflicht nachzudenken, fing ich an, mir Gedanken zu machen. Rückblickend hatte es mein Fleisch in den letzten Tagen zwar bequem gehabt, aber mir war irgendwie nicht wohl ums Herz. Also betete ich zu Gott und dachte über mich nach, und ich erinnerte mich an einige von Gottes Worten: „‚Du bist gern hinterlistig und nachlässig, oder? Du bist gern faul und gibst dich gern Bequemlichkeiten hin, nicht wahr? Gut, dann gib dich in alle Ewigkeit Bequemlichkeiten hin!‘ Gott wird dann diese Gnade und Gelegenheit einer anderen Person zukommen lassen.“ Ich suchte dann den ganzen Abschnitt heraus, um ihn zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn du deine Pflicht oberflächlich ausführst und mit einer respektlosen Haltung herangehst, was wird dann das Ergebnis sein? Du wirst es nicht einmal schaffen, bei einer Pflicht, die du eigentlich gut ausführen kannst, gute Arbeit zu leisten – deine Leistung wird nicht dem Standard entsprechen, und Gott wird mit deiner Einstellung zu deiner Pflicht sehr unzufrieden sein. Wenn du zu Gott beten, die Wahrheit suchen und dich mit Leib und Seele dem verschreiben kannst, wenn du auf diese Weise mitwirken kannst, dann wird Gott alles im Voraus für dich vorbereiten, sodass sich alles fügt und gute Ergebnisse hervorbringt, wenn du dich um etwas kümmerst. Du wirst nicht viel Kraft aufwenden müssen; wenn du dein Äußerstes tust, um mitzuwirken, wird Gott alles für dich arrangieren. Wenn du gerissen bist und nachlässt, wenn du deine Pflicht nicht ordnungsgemäß tust und immer den falschen Weg nimmst, dann wird Gott nicht in dir arbeiten; du wirst diese Gelegenheit versäumen, und Gott wird sagen: ‚Man kann dich einfach nicht einsetzen. Stell dich zur Seite. Du bist gern hinterlistig und nachlässig, oder? Du bist gern faul und gibst dich gern Bequemlichkeiten hin, nicht wahr? Gut, dann gib dich in alle Ewigkeit Bequemlichkeiten hin!‘ Gott wird dann diese Gnade und Gelegenheit einer anderen Person zukommen lassen. Was sagt ihr: Ist das ein Verlust oder ein Gewinn? (Ein Verlust.) Es ist ein enormer Verlust!“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nach dem Lesen verstand ich, dass die Haltung des Menschen zu seiner Pflicht von entscheidender Bedeutung ist. Wenn Menschen ihre Pflicht wirklich mit Herz und Verstand tun, wird Gott sie erleuchten und führen, und sie werden gute Ergebnisse erzielen. Ist ihre Haltung aber leichtfertig oder nachlässig, dann wird eine Pflicht, die mit etwas Mühe hätte gut erledigt werden können, schlecht ausgeführt. Ich habe genau gesehen, dass die Darstellung der Schauspieler nicht den Anforderungen entsprach, Doch um mir Mühe zu sparen, leitete ich sie nicht geduldig an und winkte die Aufnahmen einfach eilig durch, weshalb wir die Sachen nochmals drehen mussten, wenn die Darstellungen nicht gut genug waren. Bei den Proben gab ich den Schauspielern nur einen groben Überblick ohne Details. Das führte dazu, dass einige von ihnen am Set Probleme mit ihrer Darstellung hatten und wir ständig Einstellungen wiederholen mussten, was den Zeitplan verzögerte. Das alles lag daran, dass ich bei meiner Pflicht nachlässig war und geschludert habe. Der Koordinator hatte mich mehrmals ermahnt, über meine Haltung zu meiner Pflicht nachzudenken, aber ich hatte nur diskutiert und Ausflüchte gemacht. Ich war bei meiner Pflicht immer nachlässig, was ständig Probleme verursachte, weshalb der Koordinator mich nicht mehr alles von hinter dem Monitor aus leiten ließ. Aber ich dachte nicht nur nicht über mich nach, ich war sogar froh, weil mein Fleisch es bequemer haben konnte. Ich war völlig taub und abgestumpft! Die Kirche hatte mich als Schauspielerin gefördert und mir viele Möglichkeiten gegeben, mich darin zu üben. Durch die Erleuchtung und Führung des Heiligen Geistes hatte ich zudem etwas Schauspielerfahrung gesammelt. Jetzt, wo die Kirche mich förderte, um Regie zu führen, und ich das Gelernte bei meiner Pflicht anwenden sollte, sträubte ich mich dagegen, beschwerte mich und war nachlässig, und das nur, weil ich Zeit und Mühe investieren musste und mein Fleisch leiden würde. Es mangelte mir so sehr an Menschlichkeit, ich war Gott wirklich ein Gräuel! Besonders nach dem Lesen dieser Worte Gottes „Du bist gern hinterlistig und nachlässig, oder?“ „Gott wird dann diese Gnade und Gelegenheit einer anderen Person zukommen lassen“, wurde mir klar: Der Grund, warum ich nicht mehr gebeten wurde, von hinter dem Monitor aus die Leitung zu übernehmen, war, dass ich bei meiner Pflicht geschludert hatte und unverantwortlich gewesen war. Ich war nicht mehr vertrauenswürdig, also hat jemand anderes die Gelegenheit bekommen, diesen Teil der Pflicht zu tun. Ich stand bereits am Rande eines gefährlichen Abgrunds. Wenn ich keine Buße tat, würde ich vielleicht sogar die Chance verlieren, die Szenen mit den Schauspielern durchzugehen. Also habe ich ab dann die Proben mit den Schauspielern ernst genommen. Jedes Mal, wenn ich sah, dass die Darstellung eines Schauspielers mangelhaft war, wies ich sofort darauf hin und leitete ihn geduldig an. Ich suchte auch Referenzvideos heraus, um sie mit den Schauspielern durchzugehen. Letztendlich wurde der Dreh des Films problemlos abgeschlossen.
Ich dachte, ich hätte mich ein wenig geändert, aber ich hätte nie erwartet, beim Dreh des nächsten Films in meine alten Verhaltensweisen zurückzufallen. Ich war zu der Zeit immer noch für die Anleitung der Schauspieler verantwortlich. Die Hauptdarstellerin in diesem Film war Schwester Isabel. Sie stand noch am Anfang ihrer Schauspielausbildung, und es gab einige Schwächen in ihrer Darstellung. Ich musste dementsprechend mehr geistige Energie aufwenden und einen größeren Preis zahlen als vorher. Bei Drehbeginn konnte ich noch ernsthaft meine Arbeit machen. Ich wies sofort darauf hin, wo die Darstellungen der Schauspieler mangelhaft waren, und spielte es ihnen manchmal auch selbst vor. Mit der Zeit fand ich es aber geistig ermüdend, die Schauspieler für jede Szene anleiten zu müssen. Außerdem zeigte Bruder Vincent, der Bruder, mit dem ich zusammenarbeitete, bei seiner Pflicht viel Eigeninitiative und leitete die Schauspieler sehr gewissenhaft an, sodass ich immer weniger eine eigene Bürde verspürte. Ich hörte auf, mir über andere Aufgaben Gedanken zu machen. Ein paar Mal fiel mir auf, dass Schwester Isabel ihre Rolle nicht wirklich verstand. Ursprünglich wollte ich mir abends etwas Zeit nehmen, um mit ihr zu sprechen, aber dann dachte ich daran, wie müde ich bereits nach einem langen Tag voller Szenenproben war. Wenn ich sie abends anleiten würde, hätte ich am nächsten Tag definitiv keine Energie mehr für den Dreh. Also dachte ich einfach: „Vergiss es, ich werde sie einfach nicht anleiten.“ Folglich gab es beim Dreh am nächsten Tag Probleme mit Schwester Isabels Darstellung, was unseren Fortschritt verzögerte. Ich habe es enorm bereut, dass ich meine Verantwortlichkeiten nicht erfüllt hatte, doch jedes Mal, wenn ich danach einen Preis zahlen sollte, nahm ich trotzdem noch Rücksicht auf mein Fleisch und konnte die Wahrheit nicht praktizieren. Allmählich fiel es mir immer schwerer, die Schauspieler anzuleiten, bis zu dem Punkt, an dem mir die Probleme in ihren Darstellungen nicht einmal mehr auffielen. Wegen den darstellerischen Problemen mussten wir häufig Szenen nochmals drehen. Und zusammen mit verschiedenen anderen Faktoren führte das dazu, dass der Film einfach nicht fertiggestellt werden konnte, und letztendlich wurde das Filmteam aufgelöst. In der Nacht unserer Auflösung wälzte ich mich hin und her und konnte nicht schlafen. Rückblickend hatte ich mich, seit ich gebeten wurde, die Pflicht als Regisseurin zu übernehmen, nie wirklich unterworfen. Ich hatte die Pflicht immer nur ungern getan, weil sie zu anstrengend war. Ich fragte mich ehrlich: „Könnte es sein, dass ich nur an Gott glaube, um fleischlichen Annehmlichkeiten zu frönen? Lehne ich mich da nicht gegen Gott auf?“ Während einer Versammlung stutzte mich die Leiterin zurecht und sagte: „Das Haus Gottes hat dich gefördert, um Regisseurin zu werden, aber ich hätte nie gedacht, dass du so unverantwortlich sein würdest. Du bist wirklich nicht vertrauenswürdig!“ In dieser Zeit fühlte sich mein Herz immer leer an. Bei dem Gedanken, dass es keine Chance mehr gab, das wiedergutzumachen, liefen mir sofort unkontrolliert schmerzliche Tränen über das Gesicht. Mein Herz war oft von Qualen zerrissen, weil ich meine Pflicht nicht erfüllt und Verfehlungen begangen hatte. Ich fühlte mich Gott gegenüber so schuldig, dass ich mich sogar schämte, zu Ihm zu beten. Ich hatte immer das Gefühl, dass Gott von mir angewidert war und mich verabscheute, dass Er Sein Angesicht vor mir verborgen hatte und mich ignorierte. Es war, als hätte Gott mich beiseitegeschoben, und mein Geist war von Finsternis und Schmerz erfüllt. Später wurde ich eingeteilt, das Evangelium zu predigen. Obwohl ich immer noch eine Pflicht tat, lag mir diese Angelegenheit weiterhin wie ein Stein auf dem Herzen. Danach habe ich oft gesucht und gebetet: „Gott, wo genau habe ich versagt? Bitte erleuchte und führe mich, damit ich mich selbst erkenne.“
Als ich dann eines Tages Gottes Worte las, die faule Menschen entlarven und charakterisieren, war das wie ein Stich ins Herz. Der Allmächtige Gott sagt: „Faule Menschen können gar nichts tun. Um es in zwei Worten zusammenzufassen: Sie sind nutzlose Menschen. Sie haben eine Behinderung zweiter Klasse. Es spielt keine Rolle, wie gut das Kaliber fauler Menschen ist, es ist nichts weiter als Augenwischerei; auch wenn sie über ein gutes Kaliber verfügen, nützt das nichts. Sie sind zu faul – sie wissen, was sie tun sollten, aber sie tun es nicht, und obwohl sie wissen, dass etwas ein Problem darstellt, suchen sie nicht nach der Wahrheit, um es zu lösen, und obwohl sie wissen, welche Mühsal sie erleiden sollten, um bei ihrer Arbeit effektiv zu sein, sind sie nicht bereit, diese lohnende Mühsal zu ertragen – so können sie weder irgendwelche Wahrheiten gewinnen noch wirkliche Arbeit leisten. Sie wollen die Mühsal nicht ertragen, die Menschen ertragen sollten. Sie wissen nur, wie man sich der Bequemlichkeit hingibt und Zeiten der Freude und Muße und ein freies und entspanntes Leben genießt. Sind sie nicht nutzlos? Menschen, die keine Mühsal ertragen können, verdienen es nicht, zu leben. Diejenigen, die immer das Leben eines Parasiten führen möchten, sind Menschen ohne Gewissen oder Vernunft. Sie sind Bestien, und solche Menschen sind nicht einmal dazu geeignet, zu schuften. Weil sie keine Mühsal ertragen können, sind sie nicht in der Lage, es gut zu tun, selbst wenn sie schuften. Und wenn sie die Wahrheit erlangen möchten, besteht noch weniger Hoffnung darauf. Wer nicht leiden kann und die Wahrheit nicht liebt, ist ein nutzloser Mensch; er ist nicht einmal qualifiziert, zu schuften. Er ist eine Bestie, ohne jeden Funken Menschlichkeit. Solche Menschen müssen ausgemustert werden; nur das entspricht Gottes Absicht“ (Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (8)). Als ich darüber nachdachte, kam mir Szene um Szene aus meiner Zeit als Regisseurin in den Sinn. Das Haus Gottes hatte mich als Regisseurin eingesetzt, um die Schauspieler in ihrer Darstellung anzuleiten. Ich hatte genau gesehen, dass es Schwächen in der Darstellung der Hauptdarstellerin gab, aber um mir zu große Erschöpfung zu ersparen, leitete ich sie nicht an und erfüllte nicht einmal meine grundlegendste Verantwortung. Da Bruder Vincent so viel Initiative zeigte, nutzte ich die Situation aus und stahl mich aus meiner Verantwortung. Offiziell war ich die Co-Regisseurin, aber eigentlich führte nur Bruder Vincent Regie. Das führte dazu, dass viele Aspekte der Arbeit nicht richtig erledigt wurden, und am Ende konnte der Film nicht fertiggestellt werden und das gesamte Team wurde aufgelöst. Der Preis, den die Brüder und Schwestern über mehrere Monate gezahlt hatten, und das ganze Geld, das das Haus Gottes ausgegeben hatte, waren umsonst gewesen. Nominell war ich Regisseurin, aber ich leistete keine echte Arbeit und versäumte es, meine eigentliche Rolle zu erfüllen. War ich nicht nur ein Statist und völlig nutzlos? Ich war faul, kümmerte mich um nichts und war bei meiner Pflicht immer nachlässig. Gott hatte viele Male Menschen, Ereignisse und Dinge verwendet, um mich zu ermahnen, aber ich tat nie wirklich Buße. Am Ende verlor ich das Wirken des Heiligen Geistes; ich konnte Probleme bei meiner Pflicht nicht erkennen, und mein Geist war enorm finster und schmerzerfüllt. Ich hatte immer nach satanischen Vorstellungen gelebt wie „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ und „Das Leben ist kurz, genieße es, solange du kannst.“ Ich glaubte, dass man sich in den wenigen Jahrzehnten, die man lebt, nicht so aufreiben sollte; es reicht, einfach jeden Tag ungezwungen und bequem zu leben. Unter der Kontrolle dieser Denkweise wurde ich faul und hörte auf, nach Fortschritt zu streben. Ich erinnere mich, während andere in der Schule angestrengt lernten, um die Nummer eins zu sein, war mir Lernen zu anstrengend, und ich brach die Schule vorzeitig ab. Nach meiner Heirat war ich nicht auf die Autos und Häuser der anderen neidisch – ich wollte kein Sklave von Hypotheken oder Autokrediten sein und mich nicht so unter Druck setzen. Nachdem ich zum Glauben an Gott gekommen war und meine Pflicht im Hause Gottes begonnen hatte, wollte ich keine wichtige Arbeit übernehmen. Ich war damit zufrieden, einfach nur eine Pflicht zu tun, und dachte, es würde ausreichen, mich irgendwie durchzumogeln und mir ein Ergebnis zu deichseln, bei dem ich nicht untergehe, wenn Gottes Werk vorbei ist. Die Förderung der Kirche, um aus mir eine Regisseurin zu machen, war in der Hoffnung, ich könnte meine Fähigkeiten nutzen, um meine Pflicht zu erfüllen, aber ich fand die Pflicht zu anstrengend und sträubte mich aus tiefstem Herzen dagegen. Obwohl ich sie annahm, habe ich immer geschludert und war nachlässig. Ich dachte an eine Zeile aus der Bibel: „Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, haben wir fürder kein anderes Opfer mehr für die Sünden“ (Hebräer 10,26). Ich wusste ganz genau, dass es nicht mit Gottes Absichten im Einklang stand, bei meiner Pflicht nachlässig zu sein und zu schludern, doch für meine fleischliche Bequemlichkeit tat ich es trotzdem und verzögerte so die Filmarbeit. Widersetzte ich mich da nicht Gott? Ich lebte nach satanischen Ansichten und frönte so der Bequemlichkeit und war verantwortungslos bei meiner Pflicht, was eine Verfehlung nach der anderen nach sich zog. Gott sagt: „Verfehlungen werden den Menschen in die Hölle führen“ („Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes“). Ich lebte nach satanischen Giften und folgte so dem Pfad der Verdammnis und Zerstörung. Als Regisseurin hätte ich dem Team ein Vorbild sein sollen, aber ich folgte nicht dem rechten Weg. Ich dachte nur an meine fleischliche Bequemlichkeit und daran, harte Arbeit zu vermeiden, und war bei meiner Pflicht nachlässig und schluderte, was dazu führte, dass die Brüder und Schwestern Monate ihrer Zeit aufgewendet hatten und am Ende mit leeren Händen dastanden und das gesamte Team schließlich aufgelöst wurde. Ich konnte die Verantwortung, die ein Mensch erfüllen sollte, nicht schultern. Ich war schlicht und einfach ein Taugenichts und hatte es verdient, ausgemustert zu werden! Mir wurde auch klar, dass Gott still über mich gerichtet hatte, als Er mich beiseiteschob. Mir war Gottes gerechte Disposition zuteilgeworden sowie Gottes Liebe und Seine Rettung für mich. Sonst hätte ich nicht über die irrigen Ansichten hinter meinem Streben nachgedacht. Ich dachte an Gottes Worte: „Um des Menschen willen reist Er umher und hetzt sich ab; stumm gibt Er jedes bisschen Seines Lebens von sich; Er widmet jede Minute und jede Sekunde Seines Lebens …“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige II). Als ich sorgfältig über diesen Satz nachdachte, „Um des Menschen willen reist Er umher und hetzt sich ab;“ war mein Herz sowohl bewegt als auch voller Selbstvorwürfe. Um die Menschheit zu retten, kam Gott zweimal im Fleisch vom Himmel auf die Erde und ertrug immense Demütigung. Das erste Mal wurde Er gekreuzigt und gab Sein Leben, um die Menschheit zu erlösen. In den letzten Tagen ist Gott wieder Fleisch geworden und tut so viele Wahrheiten kund, um uns zu bewässern und zu versorgen. Alles, was Gott tut, geschieht, um die Menschen zu retten, und ist alles Ausdruck Seiner Liebe zu ihnen. Aber was bekam Gott von mir im Gegenzug? Nichts als Aufsässigkeit und Widerstand. Das Haus Gottes gab mir trotzdem noch immer die Chance, eine Pflicht zu tun. Gott zeigte mir Barmherzigkeit und gab mir eine Chance, Buße zu tun. Wenn sich meine alte Disposition nicht änderte, würde ich sicher Teil der Vernichtung sein, wenn Gottes Werk vorbei ist.
In jener Zeit sang ich immer wieder „Noahs Unterwerfung unter Gott brachte ihm dessen Billigung“.
1 Unter allen Menschen war Noah das Abbild der Gottesfurcht, der Unterwerfung unter Gott und der Erfüllung des Auftrags Gottes, das am meisten nachahmenswert ist; er wurde von Gott anerkannt und sollte ein Vorbild für jene sein, die Gott heute nachfolgen. Und was war das Wertvollste an ihm? Er hatte nur eine einzige Haltung zu Gottes Worten: zuzuhören und anzunehmen, anzunehmen und sich zu unterwerfen und sich bis in den Tod zu unterwerfen. Es war diese Haltung, die unter allen am wertvollsten war, die ihm Gottes Anerkennung einbrachte. Wenn es um Gottes Worte ging, war er nicht oberflächlich, er handelte nicht nur nach Schema F, und er untersuchte sie nicht, analysierte sie nicht, widersetzte sich ihnen nicht oder lehnte sie in seinem Kopf ab, um sie dann in den Hintergrund zu drängen; stattdessen hörte er ernsthaft zu, akzeptierte sie nach und nach in seinem Herzen und dachte dann darüber nach, wie er sie in die Praxis umsetzen konnte, wie er sie umsetzen konnte, wie er sie praktizieren konnte, so, wie sie ursprünglich beabsichtigt waren, ohne jegliche Abweichung.
2 Und während er über Gottes Worte nachdachte, sprach er bei sich: „Das sind die Worte Gottes, sie sind Gottes Anweisungen, Gottes Auftrag, ich bin dazu verpflichtet, ich muss mich unterwerfen, ich darf keine Einzelheiten weglassen, ich darf nicht gegen Gottes Wünsche angehen, noch darf ich irgendein Detail von dem, was Er sagte, übersehen, ansonsten wäre ich nicht würdig, Mensch genannt zu werden, ich wäre des Auftrags Gottes unwürdig und unwürdig, von Ihm erhoben zu werden. Wenn ich in diesem Leben nicht alles zu Ende bringe, was Gott mir gesagt und anvertraut hat, werde ich es bereuen. Mehr noch, ich werde des Auftrags Gottes und der Erhöhung durch Ihn unwürdig sein und nicht die Stirn haben, vor den Schöpfer zurückzukehren.“
3 Alles, was Noah in seinem Herzen gedacht und erwogen hatte, jede seiner Ansichten und jede seiner Haltungen – jede einzelne davon bestimmte, dass er schließlich in der Lage war, Gottes Worte in die Praxis umzusetzen, Gottes Worte Wirklichkeit werden zu lassen, Gottes Worte Früchte tragen zu lassen und sie durch seine harte Arbeit zu erfüllen und zu vollenden und durch ihn in Wirklichkeit zu verwandeln, so dass Gottes Auftrag nicht ins Leere lief. Noah war des Auftrags Gottes würdig, er war ein Mensch, dem Gott vertraute, und einer, der von Gott wohlwollend betrachtet wurde. Gott beobachtet jedes Wort und jede Tat der Menschen, Er beobachtet ihre Gedanken und Einfälle. In Gottes Augen hatte Er mit Noah, da er so denken konnte, keine falsche Wahl getroffen. Noah konnte Gottes Auftrag und Gottes Vertrauen schultern, und er war in der Lage, Gottes Auftrag zu erfüllen: Er war die einzige Wahl unter allen Menschen.
– Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Exkurs 3: Wie Noah und Abraham Gottes Worten gehorchten und sich Ihm unterwarfen (Teil 2)
Noah war ein Mann mit einem Gewissen und Menschlichkeit. Er ging wirklich mit Herz und Verstand an Gottes Auftrag heran und betrachtete den Bau der Arche als die Aufgabe und Mission seines Lebens. Als Noah die Arche baute, gab es niemanden, der ihn beaufsichtigte oder antrieb, und er stieß auf viele Schwierigkeiten. Aber wann immer er daran dachte, dass es Gottes Auftrag war und Gott ihn erhöhte, fühlte er sich motiviert. Noah behandelte Gott als den Schöpfer; er unterwarf sich Gott und hatte Gott gegenüber ein aufrichtiges Herz. Dann dachte ich darüber nach, was Gott sagt: „… Gottes Worte Früchte tragen zu lassen und sie durch seine harte Arbeit zu erfüllen und zu vollenden und durch ihn in Wirklichkeit zu verwandeln, so dass Gottes Auftrag nicht ins Leere lief.“ Gott sprach von Noahs tatsächlichem Ausleben. Noah war mit den Methoden zum Bau einer Arche nicht vertraut, und die Technologie war damals nicht so fortgeschritten wie heute. Außerdem musste er die ganzen Baumaterialien selbst besorgen und die Arche eigenhändig Stück für Stück bauen. Noah musste auch all die verschiedenen Lebewesen zusammenbringen, alle möglichen Arten von Futter für die verschiedenen Tiere vorbereiten und sie sorgfältig pflegen und aufziehen. Das war keine leichte Aufgabe. Wenn Noah das als zu anstrengend und mühsam empfunden hätte und nachlässig gewesen wäre, hätte die Arche nie gebaut werden können, und alle Lebewesen wären vernichtet worden. Aber Noah ließ sich selbst angesichts so vieler Schwierigkeiten nicht im Geringsten einschüchtern. Stattdessen hielt er sich strikt und kompromisslos an Gottes Anforderungen und hat 120 Jahre beharrlich weitergemacht, um Gottes Auftrag zu vollenden. Mir wurde klar, dass Noah ein aufrichtiges Herz hatte; er nahm Rücksicht auf Gottes Absichten, zeigte Gott gegenüber Treue und unterwarf sich Ihm. Dieser Gedanke hat mich tief bewegt, und ich hatte große Bewunderung für Noah. Im Gegensatz dazu hatte ich, selbst nachdem ich so viele von Gottes Worten gehört hatte, mich Ihm überhaupt nicht unterworfen und Ihm keinerlei Treue gezeigt. Die Pflicht, die ich ausführte, war so viel einfacher als Noahs Bau der Arche, und doch war ich nicht bereit, auch nur ein wenig gewissenhafter und sorgfältiger zu arbeiten, und war zudem nachlässig. Ich erkannte, dass es mir wirklich enorm an Menschlichkeit mangelte, dass ich unwürdig war, ein Mensch genannt zu werden. Noah war bedacht darauf, das auszuführen, was Gott als dringend erachtete, und er erwog, was Gott erwog, um sicherzustellen, dass Gottes Absichten bei ihm nicht ins Leere liefen. Egal, wie müde oder erschöpft sein Fleisch war, seine Haltung gegenüber Gottes Auftrag war Zuhören, Annehmen und Unterwerfung. Solange er lebte, baute er weiter an der Arche und unterwarf sich bis in den Tod. Noahs noble Haltung brachte Gottes Herzen Trost. Nur Menschen wie Noah besitzen wahre Menschlichkeit. Ich dachte daran, dass uns das Haus Gottes beauftragt hat, durch das Machen von Filmen das Evangelium zu predigen und Gott zu bezeugen. Obwohl die Form eine andere ist als der Bau der Arche, ist Gottes Absicht, die Menschheit zu retten, dieselbe. Ein gut gemachter Film kann nicht nur die Auffassungen der Menschen beseitigen, sondern auch diejenigen, die sich nach der Rückkehr des Herrn sehnen, darin führen, den wahren Weg zu suchen und zu erforschen. Gute Filme zu machen, ist sehr wichtig, da es mit Gottes Absicht zusammenhängt, Menschen zu retten. Ich durfte nicht mehr faul sein und es zu mühselig finden, sorgfältig und gewissenhaft zu arbeiten. Ich musste Noah nacheifern, lernen, auf Gottes Absichten Rücksicht zu nehmen und meine Pflicht zu erfüllen.
Im Mai 2024 teilte mich die Kirche für eine Teilzeitpflicht ein, um Videos mit Erfahrungszeugnissen zu prüfen. Ich erkannte, dass Gott mir damit eine Chance gab, Buße zu tun, die ich sehr zu schätzen wusste, und so prüfte ich jedes Video sorgfältig. Wenn es einen Konflikt zwischen meiner Pflicht und meinem Tagesablauf gab, lehnte ich mich gegen mein Fleisch auf und gab meiner Pflicht den Vorrang. Als ich auf diese Weise praktizierte, fühlte ich mich nicht mehr müde. Im Oktober sorgte die Leiterin dafür, dass ich wieder ins Filmteam kam, um die Schauspieler anzuleiten. Als ich diese Nachricht hörte, war ich sehr glücklich. Um die Proben nicht zu verzögern, stand ich früh auf und ging spät ins Bett oder nutzte meine Mittagspause, um Videos zu prüfen. Wenn ich mit den Schauspielern probte, tat ich mein Bestes, um sie anzuleiten, und übte viel mit ihnen. Als ich das tat, empfand ich wahren Frieden und Sicherheit in meinem Herzen.
Einmal sprach ich mit einer Schwester über die Erfahrung meines damaligen Versagens, und sie führte mich darin, über die Sichtweise hinter meinem Streben nachzudenken und sie zu verstehen. Ich dachte an eine Passage aus Gottes Worten: „Die Menschen müssen alle danach streben, ein sinnvolles Leben auszuleben, und sollten sich nicht mit ihren derzeitigen Umständen zufriedengeben. Sie müssen es schaffen, das Abbild von Petrus auszuleben, und sie müssen das Wissen und die Erfahrungen von Petrus besitzen. Sie müssen Dinge anstreben, die höher und tiefgründiger sind. Sie müssen eine tiefere, reinere Liebe zu Gott anstreben und ein Leben, das Wert und Bedeutung hat. Nur das ist Leben; nur dann werden sie genauso sein wie Petrus. Du musst dich darauf konzentrieren, proaktiv in die positive Seite einzutreten, und darfst nicht passiv sein und dich zurückfallen lassen, weil du mit vorübergehender Bequemlichkeit zufrieden bist, während du gleichzeitig tiefgründigere, detailliertere und praktischere Wahrheiten ignorierst. Du musst praktische Liebe besitzen und jeden möglichen Weg finden, um dich von diesem dekadenten, sorgenfreien Leben zu befreien, das sich nicht von dem eines Tieres unterscheidet. Du musst ein sinnerfülltes Leben ausleben, ein Leben von Wert, und darfst dir nicht selbst etwas vormachen oder dein Leben behandeln, als wäre es ein Spielzeug, mit dem man herumspielen kann. Für alle, die Entschlossenheit besitzen und Gott lieben, gibt es keine nicht zu erlangenden Wahrheiten und kein Recht, für das sie nicht standhaft bleiben können. Wie solltest du dein Leben führen? Wie solltest du Gott lieben und diese Liebe dazu verwenden, um Seine Absichten zufriedenzustellen? In deinem Leben gibt es kein größeres Anliegen. Vor allem aber musst du diese Art von Entschlossenheit und Beharrlichkeit haben und solltest kein rückgratloser Schwächling sein. Du musst lernen, wie man ein sinnvolles Leben erfährt und bedeutungsvolle Wahrheiten erfährt, und solltest dich nicht auf diese Weise nachlässig behandeln. Ohne dass du es merkst, wird dein Leben an dir vorbeiziehen. Wirst du danach immer noch diese Art von Chance haben, Gott zu lieben? Kann der Mensch Gott lieben, nachdem er gestorben ist? Du musst dieselbe Entschlossenheit und dasselbe Gewissen wie Petrus haben; du musst ein sinnvolles Leben führen, und du darfst keine Spielchen mit dir selbst spielen. Als menschliches Wesen und als eine Person, die nach Gott strebt, musst du dein Leben sorgfältig bedenken und angehen – darüber nachdenken, wie du dich Gott hingeben solltest, wie du einen bedeutungsvolleren Glauben an Gott haben solltest und wie du, da du Gott liebst, Ihn auf eine Art und Weise lieben solltest, die reiner, schöner und gütiger ist“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Ich hatte diesen Abschnitt schon einmal gelesen, aber ich hatte nie darüber nachgedacht, ob meine Lebenseinstellung und meine Werte richtig waren. Nach dem Lesen verstand ich, dass man danach streben muss, ein wertvolles und sinnvolles Leben zu führen. Nachdem Petrus angefangen hatte, dem Herrn Jesus zu folgen, reiste er überall hin und predigte den Weg des Herrn. Er strebte nicht nach einem bequemen Leben, sondern ausschließlich danach, Gott zu lieben und zufriedenzustellen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Am Ende wurde er kopfüber für Gott gekreuzigt und erreichte die größtmögliche Liebe zu Gott und schaffte es, sich bis in den Tod zu unterwerfen. Er erlangte Gottes Billigung, und sein Leben war wertvoll und sinnvoll. Aber ich strebte nach einem bequemen Leben und wollte mir stets so viel Kopfzerbrechen wie möglich ersparen. So zu leben ist bedeutungslos; es ist nur Zeitverschwendung. Ich dachte daran, dass ich mich bei der Pflicht als Regisseurin etwas weniger ausruhen konnte und etwas mehr nachdenken musste als bei anderen Pflichten und dass sie für mein Fleisch etwas anstrengender war. Doch durch sie durfte ich meinen Beitrag zur Evangeliumsarbeit leisten – das war so kostbar! Hätte ich meine Arbeit gut gemacht, wäre mein Herz jedes Mal, wenn ich daran dachte, voller Frieden und innerer Ruhe. Aber jetzt ist mein Herz jedes Mal, wenn ich mich an diese Erfahrung des Versagens erinnere, voller Reue und Schmerz. Wenn ich doch nur die Zeit zurückdrehen könnte, um meine Schuld wiedergutzumachen! Dieser Vorfall ist zu einer großen Verfehlung und einem großen Bedauern in meinem Leben geworden. Ich musste danach streben, meine verdorbene Disposition abzulegen und meine Pflicht zu erfüllen. Das ist das richtige Ziel, nach dem man streben sollte. Ich dachte an Gottes Worte: „Schweine streben nicht nach dem Leben des Menschen, sie streben nicht danach, gereinigt zu werden, und sie verstehen nicht, was Leben ist. Jeden Tag, nachdem sie sich satt gefressen haben, schlafen sie einfach. Ich habe dir den wahren Weg zuteilwerden lassen, dennoch hast du ihn nicht erlangt, deine Hände bleiben leer. Bist du bereit, in diesem Leben weiterzumachen, dem Leben eines Schweins?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Wenn ein Mensch nur lebt, um fleischlicher Bequemlichkeit zu frönen, und kein Ziel hat, nach dem er strebt, dann unterscheidet er sich nicht von einem Tier. Ich durfte mich nicht weiter so verkommen lassen. Ich musste meinen Verstand und meine Energie darauf konzentrieren, nach der Wahrheit zu streben und meine Pflicht zu erfüllen. Nur so kann man wie ein wahrer Mensch leben!
Danach betete ich zu Gott, dass Er mich maßregeln und disziplinieren möge, falls ich jemals wieder bei meiner Pflicht nachlässig sein sollte. Ich überprüfte auch häufig meine Haltung zu meiner Pflicht. Wann immer ich versucht war, nachlässig zu sein, betete ich schnell und lehnte mich gegen mein Fleisch auf. Eines Nachmittags probte ich mit einer Schauspielerin ihren Text. Selbst nachdem ich sie mehrmals korrigiert hatte, gab es keine Verbesserung. Ich fand das langsam zu mühsam und hatte keine Lust mehr, sie weiter anzuleiten. Genau in dem Moment dachte ich an eine Passage aus Gottes Worten, die ich zwei Tage zuvor gelesen hatte: „Wenn du den Drang verspürst, Dinge auf nachlässige Weise zu tun, aalglatt zu sein und zu faullenzen und bei der Ausführung deiner Pflicht zu versuchen, dich Gottes prüfendem Blick zu entziehen, solltest du schnell vor Gott treten, um zu beten und darüber nachzudenken, ob das richtig ist. Dann solltest du dir einige Gedanken machen: ‚Was ist mein Ziel beim Glauben an Gott? Meine Nachlässigkeit mag Menschen täuschen, aber wird sie Gott täuschen? Darüber hinaus geht es bei meinem Glauben an Gott und bei meiner Pflichtausführung nicht darum, aalglatt und faul zu sein, sondern darum, dass ich Errettung erlangen kann. Auf diese Weise zu handeln zeigt, dass ich keine normale Menschlichkeit habe, und Gott findet an so etwas keinen Gefallen. Das geht so nicht. Es wäre eine Sache, wenn ich in der Welt aalglatt wäre und faulenzen und meinem eigenen Willen folgen würde, aber jetzt bin ich im Haus Gottes, ich stehe unter der Herrschaft Gottes, unter dem prüfenden Blick von Gottes Augen, und ich bin ein menschliches Wesen, also muss ich gemäß meinem Gewissen und Gottes Worten handeln, und ich kann nicht meinem eigenen Willen folgen oder nachlässig, aalglatt und faul sein. Wie sollte ich also handeln, um nicht aalglatt und faul zu sein, um nicht nachlässig zu werden? Ich muss mir etwas Mühe geben. Gerade fand ich es noch zu mühsam, so zu handeln, also wollte ich Mühsal vermeiden, aber jetzt verstehe ich: Es mag zwar mühsamer sein, es auf diese Weise zu tun, aber es bringt Ergebnisse, also sollte ich es so tun.‘ Wenn du es tust und immer noch nicht bereit bist, Mühsal zu ertragen, musst du in solchen Zeiten zu Gott beten: ‚Lieber Gott! Ich bin ein fauler, aalglatter Mensch. Bitte diszipliniere mich und weise mich zurecht, damit mein Gewissen erwacht und ich Schamgefühl entwickle. Ich möchte nicht nachlässig sein. Bitte führe und erleuchte mich, damit ich meine Auflehnung und meine Hässlichkeit sehen kann.‘ Wenn du so betest und auf diese Weise über dich selbst nachdenkst und derart versuchst, Selbsterkenntnis zu erlangen, wird das ein Gefühl der Reue hervorrufen; du wirst in der Lage sein, deine Hässlichkeit zu hassen, und dein falscher Zustand wird sich langsam ändern“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). Ich betete, um mich gegen meine falschen Gedanken und Ideen aufzulehnen. Dann analysierte ich jede Zeile mit der Schauspielerin und fand heraus, wo ihre Probleme lagen. Danach trug sie ihren Text viel besser vor, und der Dreh am nächsten Tag verlief sehr reibungslos. So zu praktizieren, brachte meinem Herzen großen Frieden und innere Ruhe. Später bat mich der Regisseur, mit der Schauspielerin die Aufnahmen für das Voiceover zu machen. Auch das nahm ich ernst. Selbst als wir bis in die frühen Morgenstunden Aufnahmen machten, fühlte ich mich nicht müde. Als der Film dann fertig war und ich später das geschnittene Video sah, war ich tief bewegt. Auch wenn ich bei diesem Film nur einen kleinen Beitrag geleistet hatte, empfand ich das Ausführen dieser Pflicht als kostbar und sinnvoll! Dank sei Gott!
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?
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