Ich erkannte: Gottes Liebe hat mich nie verlassen

Mai 24, 2026

Von Yang Xiaolin, China

1997 begann ich aufgrund einer Krankheit an den Herrn zu glauben, und schon bald besserte sich mein Zustand. Ich war sehr dankbar für die Gnade des Herrn. Im Frühjahr 2003 erfuhr ich, dass der Herr Jesus zurückgekehrt ist und der Allmächtige Gott ist. Als ich die Worte des Allmächtigen Gottes las, verstand ich, dass Gottes sechstausendjähriger Führungsplan in drei Phasen unterteilt ist, und dass der Allmächtige Gott die letzte Phase des Werks ausführt: das Werk des Gerichts. Alle, die das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten annehmen und ihre verdorbenen Dispositionen reinigen lassen, können von Gott errettet werden und in Sein Königreich eingehen. Also nahm ich den Allmächtigen Gott an und widmete mich aktiv dem Predigen des Evangeliums. Obwohl meine Familie versuchte, mich aufzuhalten, meine Nachbarn mich verspotteten und der große rote Drache mich verfolgte und versuchte, mich zu verhaften, spürte ich, immer wenn ich daran dachte, dass Gott meine Krankheit geheilt hatte, und welches wunderbare Ziel Er dem Menschen verheißen hat, dass es sich lohnte, dieses bisschen Leid zu ertragen.

Im Nu war es Anfang 2021, und ich bewässerte Neulinge in der Kirche. In dieser Zeit hatte ich oft einen dumpfen Schmerz im Unterleib. Zuerst dachte ich mir nicht viel dabei und vermutete, ich hätte mich bei dem kalten Wetter einfach nur erkältet. Aber Ende Juni wurden die Schmerzen viel schlimmer, und ich hatte häufig Blut im Urin, also brachte mich meine Familie eilig ins Krankenhaus. Nach einer Untersuchung sagte der Arzt ernst: „Warum sind Sie nicht früher gekommen? Ihre Gebärmutter ist so groß, als wären Sie in der zehnten Woche schwanger, und sie ist voller Wucherungen. Das ist nicht einfach Blut im Urin; es ist eine Gebärmutterblutung. Die Lage sieht nicht gut aus. Sie müssen sofort operiert werden.“ Als ich das hörte, war ich fassungslos. „Wie kann das sein?“, dachte ich. „Ich habe die ganze Zeit meine Pflicht getan. Ich sollte doch Gottes Schutz haben!“ Als ich nach Hause kam, betete ich zu Gott: „Gott, ich weiß, dass diese Krankheit mich mit Deinem Einverständnis getroffen hat, aber die Worte des Arztes haben mir Angst gemacht. Bitte führe mich, damit ich Deine Absichten verstehen kann.“ Ich erinnerte mich an eine Zeile aus Gottes Worten, „Glaube daran, dass Gott mit Sicherheit dein Allmächtiger ist.“ Also öffnete ich meinen Computer und fand diese Passage von Gottes Worten: „Warte nicht ungeduldig auf Lösungen für etwas, was du nicht verstehst; bringe solche Angelegenheiten öfter vor Gott und biete Ihm ein aufrichtiges Herz dar. Glaube daran, dass Gott mit Sicherheit dein Allmächtiger ist. Du musst ein ungeheures Streben nach Gott haben und voller Heißhunger suchen, während du Satans Ausreden, Absichten und Tricks zurückweist. Verliere nicht den Mut. Sei nicht schwach. Suche mit ganzem Herzen; warte mit ganzem Herzen. Arbeite aktiv mit Gott zusammen und befreie dich von dem, was dich innerlich behindert(Gottes Gemeinschaft). Als ich über Seine Worte nachdachte, beruhigte sich mein Herz allmählich. Ich wusste, dass es Gottes Absicht sein musste, dass ich diese Krankheit bekam. Auch wenn ich es noch nicht verstand, wusste ich, dass ich beten, suchen und auf Gottes Führung warten sollte. Gott ist allmächtig, und Er herrscht über mein Schicksal. Ärzte stellen Diagnosen auf der Grundlage ihres Wissens und ihrer Erfahrung, aber ich durfte mich von ihren Worten nicht ängstigen lassen. Ich musste Glauben an Gott haben. Bei diesem Gedanken hatte ich keine Angst mehr. Anfang Juli wurden mir bei einer Operation die Gebärmutter, die Eierstöcke und die Eileiter entfernt. Der Arzt sagte zu mir: „Sie haben großes Glück. Der pathologische Befund war gutartig.“ Ich dankte Gott still in meinem Herzen. Nachdem ich mich mehr als drei Wochen lang ausgeruht hatte, fing ich wieder an, meine Pflicht zu tun.

Ich dachte, die Krankheit sei vorbei, aber ich ahnte nicht, dass dies erst der Anfang war. In meinem Leben hatte ich bereits drei große Operationen hinter mir: die Entfernung der Gallenblase, des Blinddarms und nun auch der Gebärmutter. Bald darauf litt ich unter einer Reihe von postoperativen Komplikationen. Eines Nachts Anfang August bekam ich plötzlich starke Bauchschmerzen, und meine Familie brachte mich eilig ins Krankenhaus. Die Diagnose war Darmverschluss. Die Ärzte legten sofort einen Schlauch, um meinen Magen zu entleeren und meinen Darm zu reinigen. Der Schlauch reizte meine Speiseröhre, sodass ich mich ständig übergeben musste. Wegen des Brechreizes und der unerträglichen Bauchschmerzen konnte ich weder still sitzen noch liegen. Die ganze Tortur dauerte einen ganzen Tag und eine ganze Nacht und ließ mich völlig erschöpft zurück. Am nächsten Abend gegen elf Uhr überkam mich dann eine weitere Welle qualvoller Schmerzen. Als mein Mann sah, wie blass ich war, holte er schnell einen Arzt. Ein CT-Scan ergab, dass ich einen Darmdurchbruch und eine große Menge Flüssigkeit im Bauchraum hatte, was eine sofortige Operation erforderte. Zu diesem Zeitpunkt war ich vor Schmerzen fast ohnmächtig und Tränen und Schweiß liefen mir über das Gesicht. Immer wieder rief ich in meinem Herzen: „Gott, rette mich! Oh, Gott …“ Benommen kamen mir Gottes Worte in den Sinn: „Glaube daran, dass Gott mit Sicherheit dein Allmächtiger ist(Gottes Gemeinschaft). Ich weiß nicht, wie viel Zeit verging, bis mich ein Arzt wachrüttelte und fragte: „Wie geht es Ihnen? Wie konnten Sie nur einschlafen?“ Erst da wurde mir klar, dass ich inmitten solch qualvoller Schmerzen tatsächlich eingeschlafen war. Da es zu spät war, um einen Chirurgen zu kontaktieren, konnten sie mich nur zur Beobachtung zurück auf mein Zimmer bringen. Unerwartet schlief ich tief und fest bis nach sieben Uhr am nächsten Morgen. Als der Arzt kam, um nach mir zu sehen, sagte er mit einem verwunderten Blick: „Das CT hat eindeutig Flüssigkeit in Ihrem Bauchraum gezeigt. Wie kann es sein, dass sich Ihr Zustand jetzt stabilisiert hat?“ In meinem Herzen dankte ich Gott immer wieder. Eine Woche später wurde ich entlassen.

Aufgrund von Gallenrückfluss, verursacht durch meine Gallenblasenentfernung, war mein Magen oft aufgebläht und brannte. Die Schmerzen in Brust und Rücken waren stark, und den ganzen Tag über konnte ich weder richtig essen noch schlafen. Ich ging in verschiedene Krankenhäuser und probierte viele traditionelle chinesische Medikamente aus, aber nichts half. Auch meine Schlaflosigkeit wurde schlimmer; manchmal konnte ich die ganze Nacht überhaupt nicht schlafen. Ich sah, dass ich von Tag zu Tag dünner wurde und lebte deshalb in ständiger Angst und Sorge. „Wenn das so weitergeht, werde ich dann noch meine Pflicht tun können?“, dachte ich. „Wenn ich nicht essen oder schlafen kann, werde ich sterben? Und wenn ich sterbe, wie kann ich dann noch errettet werden?“ Da kamen in mir unweigerlich Missverständnisse über Gott auf. „In all den Jahren meines Glaubens habe ich allen Schwierigkeiten zum Trotz meine Pflicht getan. Obwohl ich seit über einem Jahr krank bin, habe ich nicht aufgehört, meine Pflicht zu tun. Warum beschützt Gott mich nicht? Könnte es sein, dass Gott diese Krankheit nutzt, um mich zu offenbaren und auszumustern?“ Immer wieder betete ich unter Tränen zu Gott: „Gott, ich bin so schwach. Ich mache mir Sorgen, dass ich meine Pflicht nicht tun kann, und ich habe noch mehr Angst, dass ich, wenn ich sterbe, nicht errettet werden kann. Gott, ich bitte Dich, führe mich, damit ich in Deinen Worten einen Weg finde, wie ich praktizieren kann.“ Dann sah ich Gottes Worte: „Welchem Weg sollten die Menschen folgen, wenn ihnen eine Krankheit widerfährt? Wie sollten sie sich entscheiden? Die Menschen sollten nicht mit Hinblick auf ihre eigene Zukunft und etwaige Auswege in Betrübnis, Sorge und Besorgnis versinken. Vielmehr gilt: Je mehr die Menschen sich in Zeiten wie diesen und in solchen besonderen Situationen und Zusammenhängen wiederfinden und je mehr sie sich in solchen persönlichen Schwierigkeiten wiederfinden, desto mehr sollten sie nach der Wahrheit suchen und nach der Wahrheit streben. Nur hierdurch werden die Predigten, die du in der Vergangenheit gehört hast, und die Wahrheiten, die du in der Vergangenheit verstanden hast, ihre Wirkung entfalten und nicht umsonst gewesen sein. Je mehr du dich in Schwierigkeiten wie diesen wiederfindest, desto mehr solltest du von deinen eigenen Wünsche ablassen und dich Gottes Orchestrierungen unterwerfen. Gottes Absicht, eine derartige Situation für dich einzurichten und diese Umstände für dich anzuordnen, liegt nicht darin, herbeizuführen, dass du in den Emotionen der Betrübnis, Sorge und Besorgnis versinkst, noch ist es dazu gedacht, dass du Gott auf die Probe stellen kannst, um zu sehen, ob Er dich tatsächlich heilen wird, wenn dir eine Krankheit widerfährt, und dadurch auszuloten, was nun der Fall ist; Gott richtet diese besonderen Situationen und Umstände für dich ein, damit du in solchen Situationen und unter solchen Umständen praktische Lektionen lernen kannst und einen tiefer gehenden Eintritt in die Wahrheit und in die Unterwerfung unter Gott erlangen kannst, und damit du deutlicher und genauer in Erfahrung bringen kannst, wie Gott alle Menschen, Ereignisse und Dinge orchestriert. Das Schicksal der Menschen liegt in Gottes Hand; ob die Menschen es wahrnehmen können oder nicht, ob sie sich dessen wirklich bewusst sind oder nicht, sie sollten sich Gott unterwerfen und sich Ihm nicht widersetzen, Ihn nicht ablehnen und Ihn keinesfalls auf die Probe stellen. Du könntest so oder so sterben, und wenn du dich Gott widersetzt, Ihn ablehnst und Ihn auf die Probe stellst, dann liegt auf der Hand, wie dein letztendliches Ergebnis aussehen wird. Andererseits: Angenommen, dass du, wenn du krank wirst, in der Lage bist, nach dem Weg zu suchen, wie ein geschaffenes Wesen sich den Orchestrierungen des Schöpfers unterwerfen sollte, danach zu suchen, welche Lektionen Gott dich in dieser Situation, die dir widerfahren ist, lernen lassen möchte und welche deiner verdorbenen Dispositionen Er dich erkennen lassen möchte, und dadurch Gottes Absichten verstehst und ein gutes Zeugnis ablegst, um Gottes Anforderungen gerecht zu werden. Wenn du auf diese Weise praktizierst, wirst du in der Lage sein, wahre Unterwerfung unter Gott zu erreichen. Wenn Gott es so einrichtet, dass du erkrankst, sei es schwer oder leicht, liegt Sein Ziel nicht darin, dich alle Einzelheiten des Krankseins, den Schaden, den dir die Krankheit zufügt, die verschiedenen Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten, die die Krankheit dir verursacht und die verschiedenen Gefühle, die eine Krankheit dich haben lässt, erfahren zu lassen – Er bezweckt damit nicht, dass du das Kranksein durch den Prozess des Krankseins erfährst. Vielmehr bezweckt Er damit, dass du aus dem Kranksein Lehren ziehst, dass du lernst, Gottes Absichten zu begreifen, dass du die verdorbenen Dispositionen, die du offenbarst, und die falschen Haltungen, die du Gott gegenüber hast, wenn du krank bist, in Erfahrung bringst, und du lernst, wie man sich Gottes Souveränität und Anordnungen unterwirft, damit du wahre Unterwerfung gegenüber Gott erreichen und in deinem Zeugnis standhaft bleiben kannst – das ist absolut entscheidend. Gott will dich durch Krankheit retten und reinigen. Was an dir will Er reinigen? Er will dich von allen deinen extravaganten Begierden und Forderungen reinigen, die du Gott auferlegst, und sogar von den verschiedenen Berechnungen, Urteilen und Plänen, die du um jeden Preis anstellst, fällst und machst, um zu überleben und dich am Leben zu erhalten. Gott erlaubt dir nicht, Pläne zu machen, Er erlaubt dir nicht, dass du urteilst, und Er erlaubt dir nicht, dass du dir irgendetwas Extravagantes von Ihm wünschst; Er fordert nur, dass du dich Ihm unterwirfst und bei deiner Praxis und deinem Erfahren der Unterwerfung deine eigene Haltung gegenüber der Krankheit und diesen körperlichen Verfassungen kennenlernst, die Er dir zuteilwerden lässt, sowie deine persönlichen Wünsche. Wenn du diese Dinge in Erfahrung bringst, kannst du verstehen, wie nutzbringend es für dich ist, dass Gott diese Umstände der Krankheit für dich arrangiert hat bzw. dass Er dir diese körperliche Verfassung zuteilwerden ließ; und du kannst verstehen, wie hilfreich sie für die Veränderung deiner Disposition, für deine Errettung und für deinen Lebenseintritt sind(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich. Gottes Absicht, warum Er zugelassen hat, dass diese Krankheit über mich kommt, war nicht, dass ich in Kummer, Angst und Sorge versinke, sondern dass ich die Wahrheit suche, meine Lektionen lerne und schließlich die verdorbene Disposition erkenne, die ich offenbart hatte. Es war auch eine Probe, ob ich wahren Glauben an und wahre Unterwerfung unter Gott hatte. Wenn ich an das vergangene Jahr oder mehr meiner Krankheit zurückdachte, hatte ich alle möglichen Behandlungen ausprobiert – traditionelle chinesische Medizin, westliche Medizin und Volksheilmittel. Ich hatte berühmte Ärzte und Spezialisten aufgesucht, aber mein Zustand besserte sich nicht nur nicht, er verschlechterte sich sogar. Ich lebte in einem Zustand von Trauer, Angst und Sorge, fürchtete, dass ich mit fortschreitender Krankheit nicht mehr in der Lage sein würde, meine Pflicht zu tun, und hatte noch mehr Angst, dass ich, wenn ich sterben würde, nicht errettet werden könnte. Mein Herz war voller Schmerz und schwach, und ich hatte den Glauben an Gott verloren. Wenn ich früher krank wurde und Gottes Schutz und Gnade sah, war ich Ihm sehr dankbar. Aber jetzt, da meine Krankheit schwer war und ich Seine Gnade und Segnungen nicht sehen konnte, argwöhnte ich, dass Gott meine Krankheit nutzte, um mich zu offenbaren und auszumustern. Ich versuchte sogar, meine Entsagungen und mein Leiden in den Jahren, die ich an Gott glaubte, als Kapital zu nutzen, um mit Ihm zu feilschen, und beschwerte mich darüber, warum Er mich nicht beschützte. In Wirklichkeit nutzte Gott diese Krankheit, um die Unreinheiten in meinem Glauben zu offenbaren und mich dazu zu bringen, meine eigene Verdorbenheit zu erkennen und mich Gottes Souveränität und Anordnungen zu unterwerfen. Als ich Gottes mühevolle und gewissenhafte Absichten verstand, überkam mich tiefe Reue. Ich kniete nieder und betete zu Gott: „Gott, ich bin bereit, mich in Deine Hände zu begeben und mich Deinen Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen. Bitte führe mich.“

In der darauffolgenden Zeit nahm ich weiterhin traditionelle chinesische Medizin, aber mein Zustand besserte sich immer noch nicht. Mein Magen brannte wie Feuer, und mir war so übel, dass ich nichts essen konnte. Mein ganzer Körper schmerzte, und nachts konnte ich nur mit Schlaftabletten zwei oder drei Stunden schlafen, aber nicht mehr. Später konnte ich nicht nur meine Pflicht nicht tun, sondern auch nicht weiterhin an den Versammlungen teilnehmen. Im Juli 2023 schlug die Kirche dann vor, ich solle mein Kirchenleben aufgrund meines Zustands vorübergehend unterbrechen. Ich sollte mich zu Hause ausruhen und von meiner Krankheit erholen. Das stürzte mich in großes Leid. „Egal, wie sehr ich früher gelitten habe, ich habe die Zähne zusammengebissen und an meiner Pflicht festgehalten, weil ich dachte, Gott würde mich heilen“, dachte ich. „Aber jetzt schaffe ich es nicht einmal mehr zu den Versammlungen. Werde ich irgendein Zeugnis ablegen können? Werde ich nicht einfach nur darauf warten, von Gott ausgemustert zu werden?“ Der letzte Hoffnungsschimmer, den ich hatte, war zerstört. An diesem Tag ging ich nach Hause, warf mich aufs Bett und schluchzte einfach nur. Ich dachte daran, dass die Brüder und Schwestern um mich herum alle gesund waren und normal an Versammlungen teilnehmen und ihre Pflichten tun konnten. Sogar einige Ungläubige waren gesund. Warum wurde ich ständig von Krankheit geplagt?

Ende August wurde ich wegen eines Darmverschlusses erneut ins Krankenhaus eingeliefert. In dieser Zeit litt ich täglich unter unerträglichen Schmerzen im Unterleib, im Magen und im Rücken. Ich konnte kaum etwas essen, sodass ich mich nur über Infusionen mit Proteinen und Glukose ernähren konnte. Ich verlor schnell über 20 Kilogramm. Mein Mann hörte auf zu arbeiten, um bei mir im Krankenhaus zu bleiben, und massierte mir jeden Tag den Rücken. Ein paar Mal spürte ich, wie seine Tränen auf meinen Rücken fielen. Ich wusste, dass meine Tage wahrscheinlich gezählt waren. Nachts, wenn ich nicht schlafen konnte, zogen Szenen aus meinen zwanzig Jahren des Glaubens an mir vorbei. Mein Mann verbot mir, an Gott zu glauben, und drohte mir sogar mit Scheidung, aber ich ging keine Kompromisse ein. Die weltlichen Leute verspotteten, verhöhnten und beleidigten mich, aber ich gab nicht nach. Der große rote Drache spürte mich auf und verfolgte mich, aber ich verlor meinen Glauben nicht. Ich dachte, Gott würde meine jahrelangen Entsagungen und mein Leiden sehen und mich bis zum Schluss beschützen, damit ich die Pracht des Königreichs sehen könnte. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass mein Leben jetzt möglicherweise zu Ende gehen würde. Ich war untröstlich und musste denken: „Nach all dem Leid muss ich am Ende trotzdem sterben. Wenn ich gewusst hätte, dass es so weit kommt, warum hätte ich überhaupt anfangen sollen, an Gott zu glauben?“ Ein paar Tage lang lag ich in meinem Krankenhausbett, ohne zu beten oder Gottes Worte zu lesen. Ich hatte nur noch die Bilder vor Augen, was nach dem Tod geschieht. Ich dachte besonders daran, dass das geistliche Reich in einen dunklen, trüben Nebel gehüllt war, so dunkel, dass man die Hand vor Augen nicht sehen konnte, ohne Familie, die einem Gesellschaft leisten würde, und ich erschauderte vor Angst. Eines Tages kamen mein Bruder und seine Frau ins Krankenhaus, um mich zu besuchen. Als er sah, wie abgemagert und schwach ich war, sagte mein Bruder mit Tränen in den Augen: „Gib nicht auf. Du musst mehr beten und dich mehr auf Gott verlassen!“ Seine Worte erfüllten mich mit Schuld und Unbehagen. Ich dachte: „Seit ich krank geworden bin, habe ich Gott gedankt, wenn Er mir Gnade und Segen erwiesen hat, und fand, dass der Glaube an Gott wunderbar war. Aber jetzt, wo der Tod vor mir steht, fange ich an, mich über Ihn zu beschweren und bereue sogar meinen Glauben. Das ist ein Verrat an Gott!“ In dieser Zeit hing ich jeden Tag über zehn Stunden am Tropf. Am neunten Tag waren meine beiden Arme so geschwollen, dass sie mir keine Infusion mehr geben konnten, also blieb mir keine andere Wahl, als mich entlassen zu lassen. Nachdem ich nach Hause zurückgekehrt war, betete ich immer wieder zu Gott: „Gott, angesichts des Todes ist mein Herz voller Schrecken und Hilflosigkeit, voller Missverständnisse, Klagen und unvernünftiger Forderungen an Dich. Gott, bitte führe mich, damit ich meine eigene Verdorbenheit erkenne und Deine Absichten verstehe.“

Ich lehnte mich in meinem Bett zurück, öffnete meinen Computer und sah Gottes Worte: „Alle beschäftigen sich in Gedanken allein mit all der Gnade, all den Segnungen und all den Verheißungen, die Jehova den Menschen zuteilwerden lässt, aber sie denken nie darüber nach und können sich nicht vorstellen, was passieren wird, wenn Jehova ihnen all diese Dinge wegnimmt. Jeder, der zum Glauben an Gott kommt, ist nur bereit, Gottes Gnade, Segnungen und Verheißungen anzunehmen, und nur gewillt, Seine Güte und Sein Erbarmen zu akzeptieren, und doch wartet niemand darauf oder bereitet sich darauf vor, Gottes Züchtigung und Gericht, Seine Prüfungen und Läuterungen oder die Entbehrungen durch Ihn anzunehmen. Keine einzige Person bereitet sich darauf vor, Gottes Gericht und Züchtigung, die Entbehrungen durch Ihn oder Seine Flüche anzunehmen. Ist diese Beziehung zwischen den Menschen und Gott normal oder nicht normal? (Nicht normal.) Warum sagt ihr, sie sei nicht normal? Was führt zu Problemen? Die Probleme entstehen dadurch, dass die Menschen die Wahrheit nicht besitzen. Und weil die Menschen zu viele Auffassungen und Einbildungen haben, Gott ständig falsch verstehen und nicht wissen, wie sie diese Dinge durch die Suche nach der Wahrheit beseitigen können – deshalb kommt es aller Voraussicht nach zu Problemen. Vor allem glauben die Leute nur an Gott, um gesegnet zu werden. Sie wollen mit Gott ein Geschäft machen und verlangen Dinge von Ihm, streben aber nicht nach der Wahrheit. Das ist sehr gefährlich. Sobald sie auf etwas stoßen, das ihren Auffassungen widerspricht, entwickeln sie, was Gott betrifft, sofort Auffassungen, Missverständnisse und Klagen und gehen manchmal sogar so weit, Ihn zu verraten. Sind die Folgen davon nicht schwerwiegend? Welchen Weg beschreiten die meisten Menschen in ihrem Glauben an Gott tatsächlich? Obwohl sie sich mehrere Jahre lang Predigten angehört haben und einige Worte und Glaubenslehren sprechen können, verstehen sie die Wahrheit in Wirklichkeit nicht. Obwohl sie behaupten, bereit zu sein, nach der Wahrheit zu streben, sind nur wenige von ihnen in der Lage, einen Preis zu zahlen, um die Wahrheit zu gewinnen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (11)). „Hiob war ein Mann wahren Glaubens. Als Gott ihn segnete, dankte er Gott. Als Gott ihn disziplinierte und ihm alles nahm, dankte er Gott ebenfalls. Wie reagierte er am Ende seiner Erfahrung, als er alt war und Gott ihm alles wegnahm? Er beschwerte sich nicht nur nicht, er pries Gott und legte Zeugnis für Ihn ab. … Menschen sagen oft: ‚Alles, was Gott für die Menschen tut, ist vorteilhaft und entstammt Seinen guten Absichten.‘ Ist das die Wahrheit? (Ja.) Aber kannst du das akzeptieren? Du kannst es akzeptieren, wenn Gott dich segnet, aber kannst du es akzeptieren, wenn Er dir etwas nimmt? Das kannst du nicht, aber Hiob konnte es. Er betrachtete diese Aussage als die Wahrheit – liebte er nicht die Wahrheit? Als Gott ihm alles nahm, was er besaß, und ihm einen schweren Verlust zufügte, und als Hiob so schwer krank war, konnte er aufgrund dieser einen Aussage – ‚Alles, was Gott tut, ist richtig und entstammt Seinen guten Absichten‘ – und weil er in seinem Herzen verstand, dass es sich dabei um die Wahrheit handelte, darauf beharren, dass diese Aussage korrekt war, ganz gleich, wie sehr er litt. Deshalb sagen wir, dass Hiob die Wahrheit liebte. Außerdem akzeptierte Hiob jedes Mittel, das Gott einsetzte, um ihn zu prüfen. Ob es nun darum ging, ihm seinen Besitz zu nehmen oder Banditen diesen rauben zu lassen, oder darum, Hiob sogar mit Geschwüren zu plagen – all diese Dinge stehen im Widerspruch zu menschlichen Auffassungen – aber wie ging Hiob damit um? Beschwerte er sich über Gott? Er äußerte keine einzige Beschwerde über Gott. Das ist Liebe zur Wahrheit, Liebe zur Fairness und Liebe zur Gerechtigkeit. In seinem Herzen sagte Hiob: ‚Gott ist so fair zu uns Menschen und so gerecht! Was auch immer Gott tut, ist richtig!‘ Daher konnte er Gott preisen und sagen: ‚Egal, was Gott tut, ich werde mich nicht beschweren. In Gottes Augen sind geschaffene Wesen nichts weiter als Maden. Egal, wie Gott mit ihnen umgeht, es ist in Ordnung und gerechtfertigt.‘ Er glaubte, dass alles, was Gott tat, richtig war, dass es etwas Positives war. Trotz seiner großen Schmerzen und seines Unbehagens beschwerte er sich nicht. Das ist echte Liebe zur Wahrheit, die von allen bewundert werden muss; und sie zeigte sich auf ganz pragmatische Weise. Unabhängig davon, wie viel er verlor oder wie schwierig seine Umstände waren, beschwerte sich Hiob nicht über Gott; er unterwarf sich. Das ist eine Erscheinungsform der Liebe zur Wahrheit(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Selbsterkenntnis ist wesentlich, um nach der Wahrheit zu streben). Als ich über Gottes Worte nachdachte, überkam mich Scham! Nach meiner Sichtweise ging es beim Glauben an Gott nur darum, Gnade und Segnungen von Ihm zu erhalten. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass eines Tages Gottes Gericht und Züchtigung oder Prüfungen und Läuterung über mich kommen würden, geschweige denn hatte ich mich im Voraus mit der Wahrheit ausgerüstet, um Gottes Gericht zu begegnen. Ich kannte zwar Hiobs Erfahrungen auswendig und konnte seine wesentlichen Worte, mit denen er in seinem Zeugnis standhaft blieb, aus dem Gedächtnis rezitieren, aber alles, was ich verstand, war eine Glaubenslehre. Hiob erfuhr Gottes Prüfungen, weil er Gott fürchtete und das Böse mied. Er verlor all seinen Besitz und seine Kinder, und sein Körper war mit schmerzhaften Geschwüren bedeckt. Er wurde von seiner Frau verspottet und von seinen Freunden verhöhnt, aber er hielt dennoch an seiner Integrität fest. In seinem extremen Leiden verfluchte er lieber den Tag seiner eigenen Geburt, als sich über Gott zu beklagen oder Seinen Namen zu verleugnen. Für ihn war „Alles, was Gott für die Menschen tut, ist vorteilhaft und entstammt Seinen guten Absichten“ die höchste Wahrheit, die es zu praktizieren gilt. Solange etwas von Gott kam, ob gut oder schlecht, konnte er es annehmen und sich unterwerfen. Mit seinem Glauben an Gott, seiner Unterwerfung unter Gott und seiner Furcht vor Gott besiegte er Satan und legte ein widerhallendes Zeugnis für Gott ab. Rein von der Lehre her wusste ich zwar, dass alles, was Gott tut, richtig ist und Seine guten Absichten dahinterstecken, aber als meine langjährige Krankheit mich an den Rand des Todes brachte, wurde meine wahre Größe vollständig offenbart. Ich fing an, meine eigenen Verdienste aufzuzählen, mich zu beschweren, warum Gott mich nicht beschützte, und sogar meinen Glauben und all meine Entsagungen und Opfer zu bereuen. Als Gott mich segnete, war ich voller Dankbarkeit Ihm gegenüber, aber als das, was Er tat, gegen meine Vorstellungen ging, stritt ich mit Ihm und widersetzte mich Ihm. Es mangelte mir wirklich an Gewissen und Vernunft; ich besaß so wenig Menschlichkeit! Ich warf mich dann auf den Boden und betete zu Gott: „Gott, Du bist der Schöpfer, und ich bin ein geschaffenes Wesen. Egal, was Du tust, ich sollte mich nicht beschweren oder irgendwelche Forderungen an Dich stellen. Gott, ich bin bereit, mich Deinen Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen.“

In den nächsten Tagen begann ich, meine Angelegenheiten zu regeln. Ich packte die Bücher mit Gottes Worten zusammen und sagte einer Schwester, wo ich sie hingelegt hatte. Ich betete auch und suchte, wie ich dem Tod richtig begegnen sollte. Ich sah eine Passage von Gottes Worten: „So solltest du die Sache mit dem Tod betrachten. Jeder muss sich in seinem Leben dem Tod stellen, das heißt, der Tod ist, womit sich jeder am Ende seiner Reise auseinandersetzen muss. Der Tod hat aber unterschiedliche Naturen. Eine davon ist, dass eine Person zu dem von Gott vorherbestimmten Zeitpunkt ihre eigene Mission erfüllt hat und Gott einen Schlussstrich unter ihr fleischliches Leben zieht. Somit endet ihr fleischliches Leben, doch das bedeutet nicht, dass ihr Leben vorbei ist. Wenn das Fleisch eines Menschen aufhört zu existieren, ist sein Leben vorbei – ist das der Fall? (Nein.) Die Form, in der dein Leben nach dem Tod existieren wird, hängt davon ab, wie du Gottes Werk und Worte behandelst, während du am Leben bist – das ist sehr wichtig. Die Form, in der du nach dem Tod existieren wirst oder ob du existieren wirst oder nicht, das hängt von deiner Haltung gegenüber Gott und der Wahrheit ab, während du am Leben bist. Ist deine Haltung zur Wahrheit, während du am Leben bist, so, dass du aufsässig und widerständig und ihr abgeneigt bist, wenn du mit dem Tod und allen möglichen Krankheiten konfrontiert bist – auf welche Art wirst du dann existieren, wenn dein fleischliches Leben endet? Du wirst mit Sicherheit auf irgendeine andere Art existieren, und dein Leben wird mit Sicherheit nicht weitergehen. Wenn du im umgekehrten Fall, während du am Leben bist, im Fleisch über Bewusstsein verfügst, deine Haltung gegenüber der Wahrheit und Gott eine Haltung der Unterwerfung und Treue ist und du wahren Glauben hast, dann wird dein Leben, selbst wenn dein körperliches Leben zu Ende geht, in einer anderen Form, in einem anderen Reich noch weitergehen. Das ist die Definition des Todes(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (4)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, fühlte ich mich sehr ruhig. Jeder muss dem Tod ins Auge sehen, aber die Natur des Todes eines jeden Menschen und sein Ergebnis nach dem Tod sind sehr unterschiedlich. Ob sie zum Schöpfer zurückkehren oder mit Satan in die Hölle fahren, hängt von ihrer Haltung zu Gott und zur Wahrheit zu ihren Lebzeiten ab. Ich dachte an den Vers in der Bibel, der besagt: „Hiob starb alt und lebenssatt“ (Hiob 42,17). Hiob fürchtete Gott und mied das Böse sein ganzes Leben lang. Inmitten von Satans Angriffen und Qualen blieb er standhaft in seinem Zeugnis für Gott, was Gottes Herz Trost brachte. Angesichts des Todes konnte sich Hiob von Herzen unterwerfen. Sein Geist war ruhig und friedlich, ohne Sorge oder Angst. Da verstand ich, dass der Tod selbst nicht das Erschreckende ist. Erschreckend ist es, sein Leben zu leben, ohne nach der Wahrheit zu streben oder sie zu erlangen, immer noch nach seiner verdorbenen Disposition und satanischen Philosophien zu leben, und immer noch gegen Gott zu rebellieren und sich Ihm zu widersetzen. Egal, wie lange ein solches physisches Leben dauert oder wie komfortabel es ist, es ist nur vorübergehend, und nach dem Tod muss man trotzdem in die Hölle gehen, um bestraft zu werden. Aber wenn ein Mensch, solange er lebt, nach der Wahrheit streben und die Wahrheit als sein Leben gewinnen kann, die Realität der Gottesfurcht und der Unterwerfung unter Gott ausleben kann, wie Hiob es tat, und in seinem Zeugnis standhaft bleiben kann, um Satan zu beschämen, dann ist er, selbst wenn sein physischer Körper eines Tages stirbt, immer noch ein Mensch, der von Gott gebilligt wird. Angesichts des Todes offenbarte ich nichts als Missverständnisse, Klagen und unangemessene Forderungen Gott gegenüber. Ich war voller Auflehnung und Widerstand gegen Ihn. Selbst wenn ich weiterleben würde – solange sich meine verdorbene Disposition nicht ändert, würde ich am Ende trotzdem ausgemustert und bestraft werden.

Später fing ich an, über mich selbst nachzudenken. Nachdem ich fast drei Jahre lang krank gewesen war, hatte ich so viel Rebellion und Missverständnis gegenüber Gott offenbart. Auch wenn ich wusste, dass alles, was Er tut, richtig ist und dass ich mich unterwerfen sollte, konnte ich mich angesichts des Todes einfach nicht dazu durchringen, mich zu unterwerfen. Ich konnte sogar mit Gott streiten und mich Ihm widersetzen. Welcher Aspekt meiner verdorbenen Disposition verursachte das? Eines Tages sah ich Gottes Worte: „Bevor sie sich entscheiden, ihre Pflicht zu tun, sind Antichristen tief in ihrem Herzen voller Erwartungen in Bezug auf ihre Zukunftsaussichten – Segnungen, ein guter Bestimmungsort und sogar eine Krone –, und sie sind äußerst zuversichtlich, diese Dinge zu erhalten. Sie kommen ins Haus Gottes, um ihre Pflichten mit solchen Absichten und Bestrebungen zu tun. Enthält die Ausführung ihrer Pflicht also die Aufrichtigkeit, das echte Vertrauen und die Treue, die Gott verlangt? Zu diesem Zeitpunkt kann man ihre wahre Treue, ihr wahres Vertrauen oder ihre Aufrichtigkeit noch nicht erkennen, denn alle hegen eine absolut transaktionale Geisteshaltung bevor sie ihre Pflichten tun; die Entscheidung aller, ihre Pflicht zu tun, wird von ihren Interessen angetrieben und beruht zudem auf der Voraussetzung ihrer überquellenden Ambitionen und Sehnsüchte. Welche Absicht verfolgen die Antichristen damit, ihre Pflicht zu tun? Sie wollen ein Geschäft, einen Tauschhandel abschließen. Man könnte sagen, das sind die Bedingungen, die sie dafür stellen, ihre Pflicht zu tun: ‚Wenn ich meine Pflicht ausführe, dann muss ich Segnungen und einen guten Bestimmungsort erhalten. Ich muss all die Segnungen und Vorteile erhalten, von denen Gott gesagt hat, dass sie für die Menschheit bereitet sind. Wenn ich sie nicht erlangen kann, dann werde ich diese Pflicht nicht tun.‘ Sie kommen ins Haus Gottes, um ihre Pflichten mit solchen Absichten, Ambitionen und Sehnsüchten zu tun. Sie scheinen eine gewisse Aufrichtigkeit aufzuweisen, was natürlich bei neuen Gläubigen, die gerade erst anfangen, Pflichten auszuführen, auch Begeisterung genannt werden kann. Aber darin findet sich kein wahres Vertrauen und keine Treue; nur dieses Maß an Begeisterung. Das kann nicht als Aufrichtigkeit bezeichnet werden. Nach dieser Haltung zu urteilen, die Antichristen dazu haben, ihre Pflicht zu tun, ist diese völlig transaktional und von ihrem Verlangen nach Vorteilen geprägt, wie Segnungen zu erlangen, in das Himmelreich einzugehen, eine Krone und Belohnungen zu erhalten. Von außen betrachtet hat es also den Anschein, dass viele Antichristen vor ihrem Ausschluss ihre Pflicht getan und mehr entsagt und gelitten haben, als durchschnittliche Personen. Was sie aufwenden und der Preis, den sie zahlen, sind gleichauf mit Paulus, und sie rennen auch nicht weniger herum als Paulus. Das kann jeder sehen. Was ihr Verhalten und ihre Entschlossenheit zu leiden und einen Preis zu zahlen betrifft, sollten sie nicht leer ausgehen. Doch Gott betrachtet einen Menschen nicht aufgrund seines äußerlichen Verhaltens, sondern aufgrund seines Wesens, seiner Disposition, aufgrund dessen, was er offenbart, und aufgrund der Natur und des Wesens jeder einzelnen Sache, die er tut(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 7)). Gott offenbart, dass Antichristen ihre Pflicht nur erfüllen, um Segnungen und Belohnungen zu erhalten. Wenn es kein gutes Ergebnis, keine Belohnungen oder Segnungen gäbe, würde ein Antichrist nicht an Gott glauben, geschweige denn für seine Pflicht leiden. Bei allem, was ein Antichrist tut, versucht er, mit Gott einen Handel zu machen, in dem Wahn, einen kleinen Preis zu zahlen und dafür große Segnungen eintauschen zu können. Ich dachte über mich selbst nach. Nachdem ich angefangen hatte, an Gott zu glauben, und von Seinen Verheißungen und Segnungen erfahren hatte, und dass Menschen in das Himmelreich eingehen und ewiges Leben erlangen könnten, wurde ich aktiv darin, das Evangelium zu predigen und meine Pflicht zu tun. Egal, wie meine Familie versuchte, mich aufzuhalten, wie die Menschen um mich herum mich verspotteten oder beleidigten, oder sogar als ich vom großen roten Drachen verfolgt wurde, ich gab nicht klein bei. Selbst als ich von Krankheit geplagt war und weder essen noch schlafen konnte, hielt ich an meiner Pflicht fest. Aber als sich meine Krankheit verschlimmerte und ich meinem drohenden Tod ins Auge blickte, beschwerte ich mich darüber, warum Gott mich nicht beschützte, bereute sogar die Jahre, in denen ich Dingen entsagt und mich aufgewendet hatte, und bereute meinen Glauben. Was ich offenbarte, war nichts als Rebellion und Verrat gegenüber Gott. Ich dachte an Paulus. Er reiste durch den größten Teil Europas, um das Evangelium zu predigen, und er litt viel und zahlte einen hohen Preis, aber sein Leiden und der Preis, den er zahlte, dienten nur dazu, Segnungen und eine Krone zu erlangen. Er sagte: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ (2 Timotheus 4,7-8). Paulus benutzte sein Leiden und den Preis, den er zahlte, als Kapital, um zu versuchen, einen Handel mit Gott zu machen, und wetterte offen gegen Ihn. Was er meinte, war, dass Gott ihm aufgrund dessen, was er aufgewendet und erreicht hatte, Belohnungen, eine Krone und ein gutes Ziel geben musste; andernfalls wäre Gott nicht gerecht. Die Disposition, die ich offenbart hatte, war die gleiche wie die von Paulus. Aufgrund meiner Taten hätte ich den Tod verdient, aber Gott hat mich trotzdem leben lassen. Das war eine Chance für mich, Buße zu tun, ein Akt von Gottes großer Barmherzigkeit und Gnade.

Ich habe früher geglaubt, dass ich, egal ob ich Verfolgung, Drangsal oder einer lebensbedrohlichen Krankheit begegnete, solange ich an meiner Pflicht festhalten konnte, Gottes Fürsorge und Schutz haben würde und in der Lage sein würde, zu überleben und gerettet zu werden. Aus Gottes Worten erkannte ich, dass dieser Standpunkt völlig absurd war. Der Allmächtige Gott sagt: „Ob eine Person letztendlich Rettung erlangen kann, hängt nicht davon ab, welche Pflicht sie tut, sondern davon, ob sie die Wahrheit verstehen und erlangen kann und es letztendlich schafft, sich Gott absolut zu unterwerfen, sowie sich Seinen Orchestrierungen ausliefern kann, keine Rücksicht mehr auf ihre Zukunft und ihr Schicksal nimmt und zu einem geschaffenen Wesen wird, das den Anforderungen entspricht. Gott ist gerecht und heilig. Er verwendet diesen Maßstab, um die ganze Menschheit zu messen, und dieser Maßstab wird sich niemals ändern – das darfst du nie vergessen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich endlich, dass es beim Gerettetwerden nicht darum geht, an der äußerlichen Praxis der Pflichterfüllung festzuhalten. Entscheidend ist, dass man bei seiner Pflicht nach der Wahrheit strebt und sie erlangt, um seine Disposition zu ändern. Man muss aus den Lektionen lernen, die Gott in verschiedenen Umgebungen für uns bereithält, damit man sich Gott unterwerfen und, genau wie Hiob, Seinen Orchestrierungen überlassen kann. Nur dann kann man die Voraussetzungen erfüllen, die nötig sind, um gerettet zu werden und zu überleben. Ich fasste in meinem Gebet einen Entschluss. Egal, was mein Ergebnis sein würde, ich war bereit, ein geschaffenes Wesen mit Vernunft zu sein. Wenn Gott mich noch leben ließ, war ich bereit, neu anzufangen, meine Absicht, Segnungen zu erlangen, loszulassen und nicht mehr zu versuchen, mit Gott zu verhandeln. Ich würde meine Pflicht tun, um die Wahrheit zu erlangen und Gottes Liebe zu vergelten. Wenn Gott bestimmt hat, dass mein Leben an diesem Punkt enden sollte, war ich bereit, mich Seinen Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen. Danach besserte sich mein Zustand sehr. Obwohl meine Krankheit immer noch nicht besser wurde, ich meistens am ganzen Körper Schmerzen hatte und sogar manchmal mein Verstand nicht ganz klar war, war mein Herz in Frieden. Ich betete immer wieder zu Gott, bereit, mein Leben und meinen Tod in Seine Hände zu legen. Ich würde mich allem unterwerfen, was Er orchestrierte.

Danach verschlechterte sich mein Gesundheitszustand weiter. Schon ein Schluck Wasser verursachte mir Übelkeit, und ich musste mich übergeben. Ich hatte nicht einmal die Kraft zu laufen. An die Nacht vom 18. September erinnere ich mich am deutlichsten. Ich wälzte mich die ganze Nacht hin und her und konnte nicht schlafen. Im Morgengrauen hatte ich Fieber, und der Schmerz im ganzen Körper war unerträglich. Ich betete still in meinem Herzen: „Gott, ich glaube nicht, dass ich es schaffen werde. Obwohl es vieles gibt, was ich nur ungern zurücklasse, bin ich ein geschaffenes Wesen. Ob ich lebe oder sterbe, ob ich ein gutes Ergebnis und ein gutes Ziel habe oder nicht, alles, was ich will, ist, mich Deinen Orchestrierungen und Fügungen zu unterwerfen.“ Ich dachte an Gottes Worte: „Der Allmächtige Gott ist ein allmächtiger Arzt!“ „Gottes Wort ist starke Medizin! Sie beschämt Teufel und Satan! Das Begreifen von Gottes Wort gibt uns Halt. Sein Wort wirkt schnell, um unsere Herzen zu retten! Es vertreibt alle Dinge und versetzt alles in Frieden(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 6). Ja, Gott ist allmächtig. Über Leben und Tod entscheidet ein einziger Gedanke Gottes. Ärzte können Krankheiten behandeln, aber sie können kein Leben retten. Gott ist mein einziger Halt, und nur wenn ich in Seinen Worten lebe, kann mein Geist Frieden finden. Während ich über Gottes Worte nachdachte, schlief ich ein, ohne es zu merken. Es war das einzige Mal in über zwei Jahren, dass ich ohne Schlaftablette eingeschlafen war, und ich schlief fast vier Stunden. Als ich aufwachte, fühlte ich mich geistig viel besser, und die Schmerzen hatten erheblich nachgelassen. Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Später geschah etwas noch Wundersameres. Eines Abends nach dem Essen half mir mein Mann zu einem Spaziergang nach draußen, als wir einer Frau in meinem Alter begegneten. Sie sah mich an und fragte: „Entschuldigen Sie, warum sind Sie so schwach?“ Mein Mann erzählte ihr von meinem Zustand. Sie sagte: „Ich hatte eine Freundin, der es genauso ging. Sie wurde in einem kleinen Krankenhaus in der Nähe behandelt, und jetzt ist sie wieder ganz gesund.“ Am nächsten Tag brachte mich mein Mann in dieses Krankenhaus. Mit westlicher Medizin im Wert von nur ein paar Dutzend Yuan wurde meine Krankheit geheilt. Einen Monat später tat ich wieder ganz normal meine Pflicht. Fünf Monate später hatte ich über 20 Kilogramm zugenommen. Sowohl meine Brüder und Schwestern als auch die Ungläubigen, die mich kannten, sagten alle, es sei ein Wunder. Ich wusste in meinem Herzen genau, dass es einzig und allein Gottes Barmherzigkeit und Gnade und Gottes wundersame Taten waren. Wenn ich daran denke, wie rebellisch ich früher war, wie ich ständig versuchte, mit Gott zu feilschen, und Ihn bei meiner Pflicht täuschte, war ich wahrlich unwürdig, eine so große Gnade von Gott zu genießen. Dass ich heute noch lebe und meine Pflicht tun kann, ist Gottes unermessliche Barmherzigkeit und Liebe für mich. Ich danke Gott aus tiefstem Herzen und schätze diese kostbare Gelegenheit, meine Pflicht zu tun.

Obwohl mein Fleisch einiges Leid ertragen hat, als ich diese Krankheit durchmachte, war das, was ich gewann, ein unbezahlbarer Schatz. Ich verstand schließlich, dass es beim Glauben an Gott nicht darum geht, Segnungen oder Vorteile zu erlangen, sondern darum, nach der Wahrheit zu streben, um gereinigt zu werden. Gott zu folgen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, ist meine Verantwortung, und Unterwerfung unter Gott und Gottesfurcht zu erlangen, ist das Ziel, das ich verfolgen sollte. Durch diese Erfahrung bin ich zur tiefen Erkenntnis gelangt: „Wenn Krankheit auftritt, dann ist dies Gottes Liebe und sicherlich sind darin Seine guten Absichten enthalten(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 6). Das ist die Wahrheit und es ist auch eine Tatsache! Diese Erfahrung ist der kostbarste Schatz meines Lebens. Es ist Gottes besondere Liebe, eine andere Art von Liebe. Dank sei Gott!

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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