Ich ließ die Angst vor meiner Krankheit hinter mir
Von Xiaoxi, China Im Juni 2022 wurden mehrere nahegelegene Kirchen von der Chinesischen Kommunistischen Partei durchsucht. Beinahe alle...
Wir begrüßen alle Suchenden, die sich nach Gottes Erscheinen sehnen!
Der Allmächtige Gott sagt: „Die größte Schwierigkeit des Menschen ist, dass er immer nur an sein Schicksal und seine Perspektiven denkt und diese vergötzt. Der Mensch strebt nach Gott seines Schicksals und seiner Perspektiven wegen; er betet Gott nicht aufgrund seiner Liebe zu Ihm an. Und so muss bei der Eroberung des Menschen mit der Selbstsucht des Menschen, der Gier, und den Dingen, die seiner Anbetung Gottes am meisten entgegenstehen, umgegangen werden muss. Dadurch kommt die Eroberung des Menschen zustande. Folglich ist es während der ersten Phasen der Eroberung des Menschen notwendig, zuerst einmal die wilden Ambitionen und die fatalen Schwächen des Menschen zu bereinigen, um das gottliebende Herz des Menschen zu offenbaren und sein Wissen um das menschliche Leben, seine Meinung von Gott und die Bedeutung seiner Existenz zu verändern. Auf diese Weise wird das gottliebende Herz des Menschen gereinigt, das heißt, das Herz des Menschen wird erobert“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Wenn ich diese Worte Gottes lese, werde ich an meine eigene Verhaftung erinnert. Diese Erfahrung hat mir erst richtig klargemacht, wie praktisch Gottes Worte sind. Will ein Mensch nicht länger nur auf seine Zukunft und sein Schicksal bedacht sein und sich Gott unterwerfen und Ihn lieben können, dann muss er Gottes Gericht, Züchtigung, Prüfungen und Läuterung in den letzten Tagen erfahren.
Ende 2012 wurde ich von der Polizei der KPCh verhaftet, als ich das Evangelium predigte. Während der wiederholten Verhöre und Geständnis-Erzwingungsversuche der Polizei waren es Gottes Worte, die mich leiteten, in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben und kein Judas zu werden. Die Polizei bekam die gewünschten Informationen über die Kirche nicht und verurteilte mich schließlich wegen „Untergrabung der Gesetzesvollstreckung“ zu dreieinhalb Jahren Gefängnis. Obwohl ich mich nach meiner Verhaftung auf eine Gefängnisstrafe eingestellt hatte, war mein Herz beim Verlesen des Urteils doch voller Aufruhr. Still zählte ich die Tage im Kopf: „Dreieinhalb Jahre – das sind mehr als tausend Tage und Nächte! Wie soll ich das nur durchstehen?“ Ich machte mir große Sorgen, als ich von einem ehemaligen Häftling hörte: „Im Gefängnis ist es wirklich finster, und wenn die Arbeit nicht fertig oder nicht gut gemacht wird, wird man geschlagen. Die Gebrechlichen sterben da drin, und wenn dort jemand stirbt, ist es, als würde ein Hund sterben – den Gefängniswärtern ist das völlig egal.“ Ich bekam etwas Angst und dachte bei mir: „In den Monaten im Untersuchungsgefängnis hatte sich mein Magenleiden zu Magenblutungen verschlimmert. Jedes Mal, wenn ich zur Toilette gehe, kommen Blutgerinnsel heraus. Meine Beine und Füße sind auch etwas angeschwollen. Mit einem Körper in diesem Zustand, werde ich nach all den Jahren in diesem unmenschlichen Gefängnis lebend herauskommen? Wenn ich im Gefängnis sterbe, verpasse ich dann nicht den Tag, an dem Gottes Königreich verwirklicht wird?“ Als ich über diese Dinge nachdachte, machte ich mir unweigerlich Sorgen um meine Zukunft und hatte in meinem Herzen ein gewisses Missverständnis gegenüber Gott: Benutzte Gott diese Situation, um mich zu offenbaren und auszumustern? Obwohl ich wusste, dass ich Gott nicht missverstehen sollte und dass die Situation, die Er gefügt hatte, das war, was ich brauchte, war mein Herz tagelang voller Aufruhr und ich konnte nachts nicht schlafen. In meinem Leid rief ich immer wieder verzweifelt Gott an: „Gott, ich weiß, es ist falsch, Dich misszuverstehen, aber ich bin gerade so schwach. Bitte gib mir Glauben und Kraft, um die vor mir liegende Situation zu erfahren.“ Nach dem Gebet erinnerte ich mich an einen Vers aus dem Alten Testament, wo Gott Jehova zu Josua sprach: „Sei getrost und freudig. Laß dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn Jehova, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst“ (Josua 1,9). Ich dachte auch daran, was der Allmächtige Gott sagt: „Bei allem im Universum gibt es nichts, wobei Ich nicht das letzte Wort habe. Gibt es irgendetwas, das nicht in Meinen Händen liegt?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 1). Gott hat die Herrschaft und die Kontrolle über alles, liegt mein Schicksal also nicht selbst im Gefängnis der KPCh noch in Gottes Händen? Bei diesem Gedanken fühlte ich eine gewisse Befreiung in meinem Herzen.
Eines Tages im Oktober 2013 wurde ich ins Gefängnis gebracht, um meine Strafe zu verbüßen. In chinesischen Gefängnissen sind die Häftlinge nur kostenlose Werkzeuge, mit denen Geld verdient wird. Die Häftlinge arbeiten 16 bis 17 Stunden am Tag, und wenn es besonders eilig ist manchmal sogar noch länger; wer seine Aufgaben nicht zu Ende bringt, wird körperlich bestraft. Meine Arbeit war damals das Bügeln von Kleidungsteilen. Ich musste über zehn Stunden am Tag ein Bügeleisen in derselben Position halten und schnell arbeiten. Da der Gefängnisbetrieb wie eine Fertigungsstraße organisiert war, beeinträchtigte eine langsame Person die Geschwindigkeit der gesamten Produktionslinie, und jeder, der Verzögerungen verursachte, wurde bestraft. Meine beiden Finger ließen sich vom langen, festen Greifen des Bügeleisens nicht mehr strecken, und ich musste sie mit Gewalt geradebiegen. Man sagt ja, dass jeder Schmerz in den Fingern einem direkt ins Herz geht, und manchmal wurden die Schmerzen in meiner Hand so schlimm, dass ich nachts nicht schlafen konnte. Die überwältigende Arbeitsbelastung, zusammen mit meinen noch nicht vollständig verheilten Magenblutungen, ließ meinen Körper extrem schwach werden. Innerhalb von drei Monaten im Gefängnis bekam ich Rückenschmerzen, ein Engegefühl in der Brust und Atemnot. Allein bei dem Gedanken an die lange Haftstrafe fürchtete ich, dass ich am Ende körperlich behindert sein würde, selbst wenn ich die Zeit überlebte. Wenn ich eine Behinderung davontragen würde, würde das Leben nach dem Gefängnis zu einem Problem, wie sollte ich dann meine Pflichten tun? Wenn ich meine Pflicht nicht tun könnte, hätte ich dann keine Chance mehr, gerettet zu werden? Ich wünschte mir verzweifelt, dass Gott den großen roten Drachen bald bestrafen würde, denn wenn der große rote Drache fiele, müsste ich diese Mühsal nicht erleiden. Während dieser Zeit versuchte ich immer sehr, die Nachrichten von draußen mitzubekommen. Wenn neue Häftlinge kamen, versuchte ich herauszufinden, wie die Lage draußen war, und fragte, ob es irgendwelche Katastrophen oder gesellschaftliche Erschütterungen gäbe. Aber Tag für Tag blieb es draußen ruhig, und ich fühlte mich etwas entmutigt. Warum bestrafte Gott den großen roten Drachen nicht? Wenn ich zu lange so im Gefängnis bliebe, würde ich zum Krüppel, selbst wenn ich nicht sterben würde! Als ich an diese Dinge dachte, füllte sich mein Herz mit Finsternis und Niedergeschlagenheit. In meiner Qual betete ich zu Gott: „Gott, allein der Gedanke, dass meine Hand dauerhaft verkrüppelt sein könnte, macht mich so niedergeschlagen, und ich mache mir ständig Sorgen, dass ich mit einer Behinderung dann keinen Ausweg mehr im Leben habe. Ich sorge mich auch, dass ich meine Pflichten dann nicht tun kann und deshalb nicht gerettet werden kann. Gott, bitte führe mich aus diesem falschen Zustand heraus.“
Eines Tages während des Hofgangs sah ich, dass die Berge in der Ferne, die einst gelb und kahl waren, grün geworden waren, ohne dass ich es gemerkt hatte. Als ich die Blumen und Gräser auf den Bergen betrachtete, blitzten mir einige Worte Gottes durch den Kopf: „Die Blumen und Gräser breiten sich über die Hänge aus, aber die Lilien ergänzen Meine Herrlichkeit auf Erden vor der Ankunft des Frühlings mit Glanz – kann der Mensch das vollbringen? Könnte er Mich auf Erden vor Meiner Wiederkunft bezeugen? Könnte er sich um Meines Namen willen im Land des großen roten Drachen hingeben?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 34). Ich dachte immer wieder über diese Worte Gottes nach und darüber, wie Blumen und Gräser, obwohl sie gewöhnlich und schlicht sind, nichts vom Schöpfer verlangen. Ob sie nun eiskalte Winter oder glühendheiße Sommer erleben, sie wachsen und blühen Jahr für Jahr nach den Gesetzen, die Gott für sie festgelegt hat, verleihen der von Gott geschaffenen Erde Schönheit und bezeugen so das Wunder Seiner Taten. Gott sagt: „Die Blumen und Gräser breiten sich über die Hänge aus, aber die Lilien ergänzen Meine Herrlichkeit auf Erden vor der Ankunft des Frühlings mit Glanz.“ Mir wurde deutlich klar, dass Gott mich mit diesen Worten aus meiner Niedergeschlagenheit führen wollte, und ich fühlte mich zugleich bewegt und beschämt. Wie die Blumen und Gräser bin ich nur ein winziges geschaffenes Wesen, aber ich verlangte ständig, dass Gott nach meinen Wünschen handelt, und als Gott meine Forderungen nicht erfüllte und den großen roten Drachen nicht bestrafte, entfernte sich mein Herz von Ihm. Mir fehlte wirklich jede Vernunft! Wenn Gott Sein Werk tut, hat Er Seinen eigenen Plan, und Gott kennt den richtigen Zeitpunkt, um den großen roten Drachen zu vernichten. Ich sollte Gott alle Dinge orchestrieren lassen. Außerdem lag alles in Gottes Hand – ob ich eine Behinderung davontragen würde, ob ich überleben würde und meine Pflichten würde tun können. Meine Sorgen waren unnötig. Bei diesen Gedanken wurde mein Herz ruhiger.
Später entdeckte ich zufällig bei einem anderen Häftling ein Buch mit dem Titel „Der Glaube berühmter Menschen“, das Erzählungen von vielen bekannten chinesischen und ausländischen Evangelisten enthielt, wie Hudson Taylor, Robert Morrison, Wang Mingdao, Watchman Nee und anderen. Ich hätte nie erwartet, ein solches Buch im streng kontrollierten Gefängnis der KPCh zu finden, also lieh ich es mir aus, um begierig darin zu lesen. Die wunderbaren Zeugnisse der Heiligen aller Zeitalter in dem Buch ermutigten mich sehr, und ich dachte an Gottes Worte: „Was Ich euch jetzt zuteilwerden lasse, übertrifft das, was Ich Moses und David habe zuteilwerden lassen, so fordere Ich auch, dass euer Zeugnis jenes von Moses übertrifft und dass eure Worte die von David übertreffen. Ich gebe euch ein Hundertfaches – somit fordere Ich auch von euch, dass ihr es Mir hundertfach zurückzahlt. Ihr müsst wissen, Ich bin der Eine, der der Menschheit das Leben schenkt, und ihr seid es, die Leben von Mir empfangen und Mich bezeugen müssen. Das ist eure Pflicht, die Ich auf euch herabsende und die ihr für Mich erfüllen solltet. … Ihr versteht mehr von Meinen Geheimnissen im Himmel als Jesaja und Johannes; ihr wisst mehr von Meiner Lieblichkeit und Ehrwürdigkeit als alle Heiligen vergangener Zeiten. Was ihr empfangen habt, ist nicht nur Meine Wahrheit, Mein Weg und Mein Leben, sondern Visionen und Offenbarungen, die größer sind, als die, die Johannes empfangen hat. Ihr versteht viele Geheimnisse mehr und habt auch Mein wahres Antlitz betrachtet; ihr habt mehr von Meinem Gericht akzeptiert und mehr von Meiner gerechten Disposition erkannt. Daher versteht ihr, obwohl ihr in den letzten Tagen geboren wurdet, die Dinge, die zuvor kamen, und die Dinge der Vergangenheit, und ihr habt auch die Dinge von heute erfahren, die von Mir persönlich vollbracht wurden. Was Ich von euch verlange, ist nicht überhöht, denn Ich habe euch so viel gegeben und ihr habt so viel in Mir gesehen. Daher bitte Ich euch, vor den Heiligen aller vergangenen Zeitalter Zeugnis für Mich abzulegen; und das ist Mein einziger Herzenswunsch“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Was weißt du vom Glauben?). Ich dachte an die Heiligen vergangener Generationen. Sie genossen nicht die Bewässerung und Versorgung durch so viele von Gottes Worten, wie ich sie genießen durfte, aber sie gaben ihr Leben hin, um die Errettung des Herrn Jesus zu bezeugen. Einige wurden zu Tode gesteinigt, andere von Pferden gevierteilt, wieder andere zersägt oder kopfüber gekreuzigt, aber sie alle legten ein wunderbares und kraftvolles Zeugnis für Gott ab. Ich durfte die Versorgung durch so viele Worte des Allmächtigen Gottes genießen, also sollte ich genau wie die Heiligen vergangener Generationen ein wunderbares und kraftvolles Zeugnis für Gott ablegen, um Satan zu beschämen. Das ist auch Gottes Erwartung an uns, die wir Sein Werk der letzten Tage angenommen haben. Bei diesem Gedanken fasste ich den Entschluss, dem Beispiel der Heiligen vergangener Generationen zu folgen. Ich war bereit, gegen mein Fleisch aufzubegehren, meine unvernünftigen Forderungen an Gott fallen zu lassen, meine Zukunft und mein Schicksal in Gottes Hände zu legen und mich Seinen Orchestrierungen und Anordnungen vollständig zu ergeben. Selbst wenn ich wirklich eine Behinderung davontragen würde, würde ich Gott bis zum Ende folgen. Und selbst wenn ich im Gefängnis von der KPCh tatsächlich zu Tode gefoltert würde, wäre dies ein Erleiden von Verfolgung um der Gerechtigkeit willen. Das ist etwas Ruhmreiches und ich sollte nicht traurig sein. Stattdessen sollte ich mich auf Gott verlassen, um in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben. In den folgenden Tagen dachte ich bewusst über die Worte Gottes nach, an die ich mich erinnern konnte, ich sang die Hymnen, die ich gelernt hatte, und vertraute auch Gott meine Schwierigkeiten an und schaute zu Ihm auf. Allmählich besserte sich mein Zustand.
Ich dachte, durch diese Erfahrung hätte ich die Gedanken an meine Zukunft und mein Schicksal beiseitelegen können, doch dann offenbarte mich eine Situation, die mir widerfuhr, und machte mir klar, dass es nicht so einfach sein würde. Im Winter 2014 war ich aufgrund meiner Gebrechlichkeit und der extrem schlechten Bedingungen im Gefängnis, wo ich mir selbst im strengen Winter die Haare und den Körper mit kaltem Leitungswasser waschen musste, fast immer erkältet und hatte eine laufende Nase. Mit der Zeit rissen die Kapillaren in meiner Nase durch das häufige Naseputzen. Anfangs hatte ich nur zeitweilige, leichte Blutungen, aber mit der Zeit wurde die Blutung stärker, bis meine Nase schließlich bei mehreren Gelegenheiten ununterbrochen blutete, wie Wasser aus einem Wasserhahn. Die Wärter sahen, dass ich zu stark blutete und schickten mich aus Angst, ich könnte in der Werkstatt sterben, ins Gefängniskrankenhaus. Die medizinischen Bedingungen im Gefängniskrankenhaus waren jedoch sehr schlecht, und der Arzt gab mir nur eine Infusion und unternahm keine Maßnahmen, um die Blutung zu stoppen. Er stellte auch einen Plastikeimer vor mich und sagte kalt: „Wenn Sie schon bluten, dann in den Eimer. Versauen Sie mir nicht den Boden, indem Sie alles vollbluten.“ Nachdem er das gesagt hatte, drehte er sich einfach um und ging. Mein Nasenbluten kam und ging, also benutzte ich Taschentücher, um meine Nasenlöcher zu verstopfen und die Blutung zu stoppen. Aber da meine Nasenlöcher blockiert waren, begann das Blut aus meinem Mund zu strömen. Durch den übermäßigen Blutverlust spürte ich, wie die Wärme langsam meinen Körper verließ. Das Blut floss weiterhin schubweise aus meiner Nase, und schon bald hatte ich eine ganze Packung Taschentücher verbraucht. Ich war völlig kraftlos, und alles, was ich tun konnte, war, das Blut einfach aus Mund und Nase auf meine Kleidung fließen zu lassen. Bald darauf war ein großer roter Fleck auf meiner Brust, und mir wurde immer kälter. Ich konnte mich nur noch schwach an die kalte Wand lehnen, und ich spürte, wie meine Lebenszeit ablief. Ich starrte an die Decke und dachte bei mir: „Wenn das so weitergeht, dauert es nicht mehr lange, bis ich verblute. Wenn ich hier im Gefängnis so sterbe, wird es niemand je erfahren. Ich werde meine Brüder und Schwestern nie wiedersehen, geschweige denn den Tag von Gottes Herrlichkeit erleben.“ Ich dachte auch daran, wie ich wegen der Jagd der KPCh auf mich meine Karriere aufgegeben und mein Zuhause verlassen hatte, nachdem ich zu Gott gefunden hatte, und wie ich beständig meine Pflicht in der Kirche getan hatte. Ich hätte nie erwartet, dass ich am Ende keinen Segen empfangen und stattdessen im Gefängnis sterben würde. Je mehr ich darüber nachdachte, desto schlechter fühlte ich mich, und mein Herz erfüllte sich mit Trostlosigkeit. In meinem Leid betete ich still zu Gott: „Gott, hinter dem, was mir widerfährt, steckt Deine Absicht, aber meine Größe ist zu gering, und da mir bewusst geworden ist, dass ich bald sterben werde, ist mein Herz voller Leid und Verzweiflung. Gott, bitte gib mir Glauben und Kraft, damit ich durch Dich standhaft sein kann.“ Nach dem Gebet dachte ich daran, was Hiob während seiner Prüfungen sagte: „Jehova hat’s gegeben, Jehova hat’s genommen; der Name Jehovas sei gelobt“ (Hiob 1,21). Als Satans Versuchung über Hiob kam, verlor er all seinen Besitz und seine Kinder, und sein ganzer Körper wurde mit schmerzhaften Geschwüren übersät. Das wären für jeden unerträgliche Schicksalsschläge gewesen, aber Hiob hatte ein gottesfürchtiges Herz. Er haderte nicht mit Gott und sündigte auch nicht mit seinen Worten, sondern nahm es von Gott an. Er glaubte, dass all sein Reichtum und seine Kinder ihm von Gott gegeben worden waren, und obwohl es wie die Plünderung durch Räuber aussah, war dies von Gott zugelassen worden. Deshalb unterwarf sich Hiob der Tatsache, dass Gott es ihm wieder nahm, und gab alles, was er hatte, bereitwillig an Gott zurück, wobei er immer noch Gottes heiligen Namen pries. Inmitten von Satans Versuchungen ermöglichten Hiobs Glaube, seine Unterwerfung und seine Gottesfurcht ihm, in seinem Zeugnis für Gott standhaft zu bleiben und Satan zu beschämen, und er empfing Gottes Billigung und Segen. Als ich über Hiobs Zeugnis nachdachte, wurde mir klar, dass alles, was ich habe, einschließlich meines Lebens, von Gott gegeben ist, dass es nur recht ist, wenn Gott es zurücknimmt, und dass ich mich Gottes Herrschaft und Anordnungen unterwerfen sollte. Doch als ich dem Tod ins Auge sah, war ich voller Leid und Verzweiflung, und mein Herz konnte sich nicht damit abfinden. Ich sah, dass mir jegliche Unterwerfung gegenüber Gott fehlte und dass mein Glaube wirklich erbärmlich war. Als mir das klar wurde, betete ich zu Gott: „Gott, ich bin bereit, mein Leben in Deine Hände zu legen. Ob ich lebe oder sterbe, ich bin bereit, mich Deiner Herrschaft und Deinen Anordnungen zu unterwerfen.“ Nach dem Gebet wurde mein Herz viel ruhiger, und ich spürte, dass Gott mein starker und mächtiger Halt war. Als ich mein Leben und meinen Tod vollständig Gott anvertraut hatte, sah ich unerwarteterweise Seine Taten: Gott bewegte einen Häftling, den ich nicht kannte, dazu, zum Direktor des Gefängniskrankenhauses zu gehen. Er sagte ihm, ich sei aus derselben Stadt wie der Direktor, und bat ihn, mir zu helfen. In Wahrheit stamme ich aber gar nicht aus derselben Stadt wie der Direktor. Als der Direktor kam und sah, dass ich blutüberströmt war, sagte er schnell: „Keine Sorge, ich lasse Sie für eine Bluttransfusion und Notfallbehandlung ins städtische Krankenhaus bringen.“ Aber nachdem mich die Gefängniswärter ins städtische Krankenhaus gebracht hatten, wurde an mir aus Kostengründen nur eine blutstillende Operation durchgeführt, und ich erhielt keine Bluttransfusion. Ich dachte, da ich so viel Blut verloren hatte, würden die Wärter sicher dafür sorgen, dass ich mich ein paar Tage ausruhen konnte. Aber unerwarteterweise schickten mich die Wärter, sobald ich vom Operationstisch runter war, direkt zurück zur Arbeit in die Werkstatt. Mir war schwindelig und ich fühlte mich benommen, und die Welt drehte sich um mich. In meinem Herzen hasste ich die Verachtung der KPCh für das menschliche Leben noch mehr. Ich ging den richtigen Weg im Leben, indem ich an Gott glaubte und das Evangelium predigte, und doch erlitt ich solche Brutalität von der KPCh! Neben dem Hass war mein Herz voller Traurigkeit, und ich dachte: „Es scheint, dass ich dieses Mal wirklich im Gefängnis sterben werde und den Tag, an dem Gottes Königreich verwirklicht wird, nie erleben werde.“ Ich erkannte, dass mein Zustand falsch war, und als ich an frühere Erfahrungen zurückdachte, wusste ich, dass Gott mich mit dieser Krankheit auf die Probe stellte. Ich war bereit, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen und Seine Absicht zu suchen. Als ich mich später unterwarf, wurde ich erneut Zeuge von Gottes Taten. Ein Gefängniswärter aus meiner Heimatstadt erfuhr von meiner Situation und legte beim Werkstattleiter ein gutes Wort für mich ein, sodass ich mich ein paar Tage ausruhen durfte, und ich erholte mich schließlich. Ich erkannte Gottes Allmacht und Herrschaft, gewann dadurch wieder etwas mehr Glauben an Ihn und verstand, dass es an Gott liegt, ob ich lebe oder sterbe. Egal wie niederträchtig der große rote Drache ist oder wie er versucht, mich zu töten, ohne Gottes Erlaubnis kann mir niemand mein Leben nehmen.
Ich dachte daran, wie ich bei all diesen Gelegenheiten, in denen ich mit solchen Situationen konfrontiert war, um meine Zukunft und mein Schicksal besorgt war. Ich sorgte mich immer, dass ich nicht errettet werden könnte, wenn ich sterben würde. Ich erkannte, dass die Situationen, die Gott arrangierte, mir nicht nur die Niederträchtigkeit der KPCh zeigen sollten, sondern mich auch meine eigene verdorbene Disposition erkennen lassen sollten. Ich dachte an Gottes Worte: „Wonach Menschen in ihrem Gottesglauben streben, ist, Segnungen für die Zukunft zu erhalten; das ist ihr Ziel in ihrem Glauben. Alle Menschen haben diese Absicht und Hoffnung, aber die Verderbtheit in ihrer Natur muss durch Prüfungen und Läuterung aufgelöst werden. In welchen Aspekten auch immer Menschen nicht gereinigt werden und immer noch Verdorbenheit offenbaren: Dies sind die Aspekte, in denen sie geläutert werden müssen – das ist Gottes Anordnung. Gott richtet Umgebungen für dich ein und zwingt dich, dich in ihnen der Läuterung zu unterziehen, damit du deine eigene Verdorbenheit erkennen kannst. Letztlich gelangst du an einen Punkt, an dem du gewillt wärst, deine Pläne und Begierden aufzugeben und dich Gottes Souveränität und Anordnung zu unterwerfen, selbst wenn dies den Tod bedeuten würde“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Ich dachte über Gottes Worte nach und verglich sie mit meinen eigenen Erfahrungen. Da wurde mir klar, dass ein Mensch nur durch Läuterung seine wahre Größe klar sehen und Erkenntnis seiner Verdorbenheit entwickeln kann. Früher hatte ich immer gedacht, ich sei ein aufrichtiger Gläubiger, weil ich meiner Familie und Karriere entsagt hatte, um meine Pflicht zu tun, und weil ich der Verhaftung und Verfolgung durch den großen roten Drachen standgehalten und Gott dabei nicht verraten hatte. Doch in dieser Situation erkannte ich endlich, dass ich an Gott glaubte, nur um eine gute Zukunft und einen guten Bestimmungsort zu haben, und dass ich Gott nicht aufrichtig zufriedenstellen wollte. Sobald ich also merkte, dass ich keine Segnungen erlangen konnte, stimmte mich das negativ und es schmerzte mich. Als ich zum ersten Mal von meiner dreieinhalbjährigen Haftstrafe erfuhr, dachte ich daran, wie schlimm meine Magenblutungen waren und wie schwach mein Körper war, und ich fürchtete, dass ich im Gefängnis sterben und den Tag, an dem das Königreich verwirklicht wird, nie erleben würde. Deswegen war ich so gequält, dass ich nicht schlafen konnte, und ich gelangte sogar zu dem Missverständnis, dass Gott diese Situation nutzte, um mich auszumustern. Nachdem ich ins Gefängnis gekommen war, konnte ich aufgrund der übermäßigen Arbeit meine Finger nicht mehr strecken, und ich sorgte mich, dass ich keinen Ausweg im Leben haben würde, wenn ich eine Behinderung davontragen würde. Ich sorgte mich auch, dass ich meine Pflicht nicht tun können und daher nicht gerettet werden würde, also sehnte ich mich danach, dass Gott den großen roten Drachen so schnell wie möglich vernichten würde, und lebte in einem Zustand der Niedergeschlagenheit. Später fürchtete ich, wegen meines unaufhörlichen Nasenblutens sterben zu müssen, und fühlte mich gequält und elend, und bereute sogar, mein Zuhause verlassen zu haben, um meine Pflicht zu tun. Erst da sah ich, dass ich in meinem Glauben und bei der Erfüllung meiner Pflicht überhaupt nicht die Wahrheit praktizierte oder mich Gott unterwarf, noch versuchte ich, Gottes Liebe zu vergelten. Stattdessen nutzte ich die Ausführung meiner Pflicht, um zu versuchen, um Gottes Gnade und Segnungen zu feilschen und ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort zu erlangen. Obwohl ich mich unter dem Vorwand tarnte, mich für Gott aufzuwenden, versuchte ich im Grunde, mein Verlangen nach Segen zu befriedigen. Indem ich meine Pflicht so tat, versuchte ich, mit Gott zu feilschen, Ihn zu benutzen und zu betrügen. Wo hatte ich da noch Gewissen oder Vernunft? Hätte Gott nicht die Verfolgung durch den großen roten Drachen benutzt, um mich zu offenbaren und zu läutern, hätte ich weiterhin in meinem Glauben an Gott meine Pflicht mit der Absicht getan, gesegnet zu werden. Am Ende wäre ich wie Paulus geendet, der seine Aufwendungen und Opfer als Kapital ansah, um von Gott Gnade zu fordern, und schamlos sagte: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ (2 Timotheus 4,7-8). Hätte ich bis zum bitteren Ende auf diese Weise geglaubt, wäre ich unfähig gewesen, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden, und hätte mich am Ende nur selbst ins Verderben gestürzt. Endlich verstand ich Gottes mühevolle und gewissenhafte Absicht – Er nutzte diese Art von Situation, um mich zu läutern und von meiner Verdorbenheit und meinen Unreinheiten zu reinigen. Ich spürte wirklich, dass Gottes Handlungen, obwohl sie nicht meinem Willen entsprachen, reine Liebe und Errettung für mich waren. Gleichzeitig spürte ich auch Gottes Barmherzigkeit und Schutz. Als ich das Urteil erhielt und fürchtete, das Gefängnis nicht lebend zu verlassen, war es Gott, der mich durch Seine Worte erleuchtete, leitete und mir den Glauben gab, die raue Umgebung des Gefängnisses zu erfahren. Als ich mir Sorgen machte, eine Behinderung davonzutragen und damit meine Lebensgrundlage zu verlieren, leitete Gott mich durch die Blumen und Gräser und durch die Taten der Heiligen aus vergangenen Generationen in dem Buch und ermutigte mich, den Entschluss zu fassen, weiterzumachen. Als ich unkontrolliert blutete und in Lebensgefahr schwebte, bewegte Gott einen fremden Häftling dazu, zum Direktor zu gehen, sodass ich gerettet wurde und überlebte. Ich dachte oft an die Worte in „Das Seufzen des Allmächtigen“, wo Gott sagt: „Er wacht an deiner Seite“ („Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes“). Ich spürte zutiefst, dass in Krisenzeiten Gott allein mein Halt ist, meine einzige Zuflucht! Ich dachte daran, dass ich Ihm in all den Jahren meines Glaubens an Gott nie mein wahres Herz geschenkt hatte. Ich hatte versucht, einen Handel mit Gott zu machen, indem ich bei meinen Pflichten nur das Nötigste tat, aber Gott behandelte mich nicht meiner Auflehnung entsprechend. Als ich Gott in Zeiten der Not anrief, war Er dennoch bei mir. Er führte und leitete mich auch durch Seine Worte, benutzte verschiedene Menschen und arrangierte Ereignisse und Dinge, um mir zu helfen. In diesem Moment überkamen mich Reue und Selbstvorwürfe, und ich betete still zu Gott: „Gott, ich habe nicht richtig nach der Wahrheit gestrebt und nur einen Preis für meine Zukunft und meinen Bestimmungsort gezahlt. Wenn ich überleben und hier rauskommen kann, werde ich definitiv richtig nach der Wahrheit streben und Deine Rettung an mir nicht umsonst sein lassen. Selbst wenn ich keinen guten Bestimmungsort habe, werde ich meine Pflicht trotzdem gut tun und Deine Liebe vergelten!“
Nachdem ich diese Erfahrung gemacht hatte, verstand ich besser, was es bedeutete, dass Gott den großen roten Drachen als Werkzeug für Sein Wirken benutzt. Hätte ich die Verfolgung durch den großen roten Drachen nicht persönlich erlebt, hätte ich sein dämonisches Wesen nicht so klar gesehen, noch wären mein Glaube an Gott und meine Unterwerfung Ihm gegenüber gewachsen, und ich hätte kein wahres Verständnis meiner verdorbenen Disposition erlangt. Ich habe wirklich erfahren, dass Gottes Werk der Errettung der Menschen so praktisch und so weise ist! Ich verstand auch, dass der große rote Drache sich Gott widersetzt und Gottes auserwähltem Volk auf solch rasende Weise schadet, und Gott wollte ihn schon lange vernichten, aber weil wir als Gemeinschaft noch nicht vollkommen gemacht sind, muss Gott weiterhin seinen Dienst für Sein Wirken benutzen. Sobald er diesen Dienst vollbracht hat, wird sein Ende kommen.
Am 9. November 2015 wurde ich nach Verbüßung meiner Haftstrafe entlassen. Zwei Wärter begleiteten mich zum Gefängnistor, und einer der Wärter fragte mich: „Wirst du auch draußen noch an Gott glauben? Wenn ja, landest du nur wieder hier!“ Ich sagte fest: „An Gott zu glauben ist meine Freiheit!“ Die beiden Wärter sahen mich überrascht an und schüttelten dann nur den Kopf. Etwas mehr als zehn Tage nach meiner Entlassung kontaktierten mich meine Brüder und Schwestern, und ich schloss mich wieder den Reihen derer an, die das Evangelium des Königreichs verkündeten.
Später dachte ich: „Warum fühle ich mich so elend und verzweifelt, wenn es um meine Zukunft und mein Schicksal geht, sogar bis zu dem Punkt, an dem ich mit Gott hadere und unfähig werde, mich Seinen Orchestrierungen und Anordnungen wirklich zu unterwerfen? Was kontrolliert mich wirklich?“ Während meiner Andachten las ich Gottes Worte: „Bevor die Menschen Gottes Werk erfahren und die Wahrheit verstehen, ist es Satans Natur, die das Kommando übernimmt und sie von innen heraus beherrscht. Was beinhaltet diese Natur im Einzelnen? Warum bist du zum Beispiel selbstsüchtig? Warum verteidigst du deinen eigenen Status? Warum bist du so sehr von deinen Gefühlen beeinflusst? Warum magst du jene ungerechten Dinge und jene bösen Dinge? Was ist die Grundlage dafür, dass du solche Dinge magst? Woher kommen diese Dinge? Warum magst und akzeptierst du sie? Inzwischen habt ihr alle verstanden: Der Hauptgrund ist, dass Satans Gifte im Menschen sind. Was also sind Satans Gifte? Wie äußern sie sich? Wenn du zum Beispiel fragst, ‚Wie sollten die Menschen leben? Wofür sollten die Menschen leben?‘, werden alle antworten, ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘. Allein diese einfache Redensart drückt die eigentliche Wurzel des Problems aus. Satans Philosophie und Logik sind zum Leben der Menschen geworden. Was es auch sein mag, wonach die Menschen streben, sie tun es tatsächlich für sich selbst – und deshalb leben sie alle für sich selbst. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ – das ist die Lebensphilosophie des Menschen, und es repräsentiert auch die menschliche Natur. Diese Worte sind zur Natur der verdorbenen Menschheit geworden und sie beschreiben zutreffend die satanische Natur der verdorbenen Menschheit. Diese satanische Natur ist gänzlich zur Grundlage der Existenz der verdorbenen Menschheit geworden. Seit mehreren tausend Jahren und bis heute lebt die verdorbene Menschheit nach diesem Gift Satans“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man den Weg des Petrus beschreitet). Nachdem ich diesen Abschnitt aus Gottes Worten gelesen hatte, verstand ich, dass meine ständige Sorge um meine Zukunft und mein Schicksal in meinem Glauben und meinen Pflichten keine bloße Offenbarung einer verdorbenen Disposition war, sondern hauptsächlich darauf zurückzuführen war, dass ich eine satanische Natur in mir trug. Ich lebte nach den satanischen Philosophien: „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“ und „Wenn es ihnen keinen Nutzen bringt, rühren sie keinen Finger“, und bei allem, was ich tat, folgte ich den Grundsätzen des Eigeninteresses. Ich war wirklich egoistisch und verachtenswert. Ich hatte alles aufgegeben, um meine Pflichten zu tun, doch in Wirklichkeit strebte ich nach persönlichem Gewinn und versuchte, einen Handel zu machen, um den Segen zu erlangen, in das Himmelreich einzugehen. Ich erinnere mich, als mir zum ersten Mal jemand das Evangelium des Herrn Jesus predigte. Ich hörte, dass der Glaube an den Herrn Gnade und Segnungen bringen würde und dass meine Seele gerettet und nach dem Tod in den Himmel kommen würde. Also glaubte ich an den Herrn. Nachdem ich Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatte, erfuhr ich, dass Gott die Menschen gründlich reinigen, retten und sie in das nächste Zeitalter bringen würde, und so war ich über alle Maßen begeistert. Um zukünftige Segnungen zu erhalten, gab ich entschlossen meine Familie und meine Karriere auf und entschied mich, meine Pflichten in Vollzeit zu tun. Nachdem ich mehr als ein Jahr an den Allmächtigen Gott geglaubt hatte, wurde ich verhaftet, weil ich das Evangelium gepredigt hatte. Nachdem ich gegen Kaution freigelassen worden war, schränkte die Polizei meine Bewegungsfreiheit ein, verbot mir, die Gegend zu verlassen, und verlangte, dass ich jederzeit verfügbar sein müsse, andernfalls würde ich ins Gefängnis geworfen. Dennoch entschied ich mich, meine Pflichten woanders zu tun, weil ich dachte, dass ich dadurch bei Gott im Gedächtnis bleiben und Seine Segnungen erhalten könnte. Aber als ich erneut verhaftet wurde, eine dreieinhalbjährige Haftstrafe erhielt und damit konfrontiert war, im Gefängnis eine Behinderung davonzutragen oder zu sterben, hatte ich das Gefühl, dass meine Hoffnungen auf Segen zunichtegemacht worden waren. Ich war voller Schmerz und Trostlosigkeit und bereute sogar, woanders hingegangen zu sein, um meine Pflichten zu tun. Ich dachte, nachdem ich einen solchen Preis gezahlt hatte, dürfte Gott mich nicht sterben lassen und müsste mir einen guten Bestimmungsort geben. Mir wurde klar, dass das Leben nach diesen satanischen Giften mich zutiefst egoistisch gemacht hatte und ich immer nur auf meinen eigenen Gewinn aus war. Ich hatte weder Furcht vor Gott noch Unterwerfung Ihm gegenüber. Als geschaffenes Wesen ist es meine unumgängliche Verantwortung, an Gott zu glauben und meine Pflichten zu tun, und doch dienten all meine Gedanken und mein gesamtes Verlangen nur mir selbst. Ich wollte meine Pflichten als Gelegenheit nutzen, um mit Gott zu feilschen und meinen Traum vom Segen zu verwirklichen. Das war wirklich egoistisch und verachtenswert von mir! Ich dachte daran, wie Gott zweimal Fleisch geworden ist, um die Menschheit zu retten, wobei Er auf die Ablehnung und Verleumdung der Welt stieß und Missverständnisse, Klagen und sogar Ausbeutung durch diejenigen ertrug, die an Gott glauben. Doch Gott hat nie etwas von den Menschen verlangt, geschweige denn hat Er von jemandem verlangt, es Ihm zu vergelten. Er drückt nur die Wahrheit aus, um die Menschen zu bewässern und zu versorgen, und wartet still auf ihre Rückkehr. Gottes Liebe ist wirklich selbstlos! Ich dachte daran, wie viele von Gottes Worten ich gegessen und getrunken hatte und wie viel ich von Gott empfangen hatte, doch ich dachte nie daran, Gottes Liebe zu vergelten, indem ich meine Pflichten gut tat. Ich konzentrierte mich nur darauf, Gott dazu zu bringen, mir einen guten Bestimmungsort zu geben, und als ich diesen nicht erhielt, stimmte mich das negativ, litt ich stark darunter und bereute sogar den Preis, den ich gezahlt hatte. Ich empfand tiefe Selbstvorwürfe und Schuldgefühle und hasste mich dafür, dass es mir so sehr an Gewissen und Menschlichkeit mangelte!
Unter Gottes Führung dachte ich dann an einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Du bist ein geschaffenes Wesen – selbstverständlich solltest du Gott anbeten und ein bedeutsames Leben anstreben. Wenn du Gott nicht anbetest, sondern in deinem unreinen Fleisch lebst, bist du dann nicht nur ein Tier in menschlicher Kleidung? Da du ein Mensch bist, solltest du dich für Gott aufwenden und alles Leid ertragen! Das wenige Leid, dem du heute unterworfen bist, solltest du mit Freude und beruhigt akzeptieren und ein bedeutsames Leben führen – wie Hiob und Petrus. … Ihr seid Menschen, die nach dem richtigen Pfad streben und sich um Verbesserung bemühen. Ihr erhebt euch im Land des großen roten Drachen und seid jene, die Gott gerecht nennt. Ist dies nicht das bedeutungsvollste Leben?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Praxis (2)). Gottes Worte gaben mir die Richtung für meinen weiteren Weg. Ich verstand, dass ich als geschaffenes Wesen nach der Wahrheit streben, Gott anbeten, die Funktion eines geschaffenen Wesens erfüllen und ein sinnvolles Leben ausleben sollte. Das ist der richtige Weg im Leben! Ich fasste den Entschluss, keine Geschäfte mehr mit Gott zu machen, sondern meine Position als geschaffenes Wesen einzunehmen, meine Pflicht gut zu tun und danach zu streben, Gott zu lieben und zufriedenzustellen.
Ich bin jetzt seit neun Jahren aus dem Gefängnis entlassen, und wann immer ich mich an diese Erfahrung im Gefängnis erinnere, überkommt mich eine starke Mischung aus Emotionen. Hätte ich diese Situation nicht erlebt, wäre mir nicht klargeworden, wie unreif meine Größe war oder wie wenig Glauben ich an Gott hatte, geschweige denn hätte ich meine egoistische und verachtenswerte verdorbene Disposition und mein falsches Streben verstanden. Gleichzeitig verstand ich auch, dass Gott den großen roten Drachen benutzte, damit er Ihm Dienst leistete, und dies tat, um mich zu offenbaren und meine satanische Disposition zu reinigen. Dadurch wandelte Er meine irrigen Ansichten über das Streben nach Segen in meinem Glauben um und brachte mich dazu, meine vielen Sorgen um meine Zukunft und mein Schicksal loszulassen. Das sind Dinge, die ich in einer angenehmen Umgebung nicht hätte gewinnen können. Jetzt werden die Verhaftungen von Gläubigen durch die KPCh immer schlimmer, und ich höre oft von Brüdern und Schwestern, die verhaftet und verurteilt werden, und sogar von einigen, die zu Tode geprügelt werden. Manchmal denke ich daran, dass ich älter werde und meine Gesundheit nicht mehr so gut ist wie früher. Ich wurde bereits zweimal verhaftet, und wenn ich wieder verhaftet werde, werde ich sicher eine hohe Strafe erhalten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass ich im Gefängnis sterben und den Tag nicht mehr erleben würde, an dem das Königreich verwirklicht wird. Aber wenn ich an die Führung und die Taten Gottes denke, die ich erlebt habe, ist mein Herz viel ruhiger und gelassener. Ich denke an eine Kirchenhymne, die ich oft singe und die mich sehr ermutigt hat: „Ich werde Christus bis zum Tode folgen, ohne jemals umzukehren“: „Der Menschensohn der letzten Tage tut die Wahrheit kund und erweckt zahllose Herzen. Ich erkenne, Gottes Worte sind alle die Wahrheit, und so folge ich Ihm. Satan, der große rote Drache, unterdrückt und verhaftet tobend Gottes auserwähltes Volk. Die Christus folgen und ihre Pflicht tun, riskieren dabei ihr Leben. Vielleicht werde ich eines Tages verhaftet und verfolgt, weil ich Gott bezeuge. In meinem Herzen verstehe ich klar, dass dies Verfolgung um der Gerechtigkeit willen ist. Vielleicht werde ich eines Tages verhaftet und eingesperrt, weil ich das Evangelium predige. Dies ist das Leid, das Gott für diejenigen bestimmt hat, die Ihm folgen. Ich weiß nicht, wie lange ich diesen Weg des Predigens des Evangeliums noch gehen kann, doch solange ich lebe, werde ich Gottes Wort verkünden und Christus bezeugen. Ich wende mich auf, nur um nach der Wahrheit zu streben und Gottes Auftrag zu vollenden. In diesem Leben Christus zu folgen und zu bezeugen, erfüllt mein Herz mit Stolz. Auch wenn ich den Tag nicht sehen kann, an dem das Königreich verwirklicht wird, reicht es, heute Zeugnis ablegen und Satan beschämen zu können. In Verfolgung und Drangsal ist Gott mit mir; Er ist mein Halt. Vielleicht wird mein Leben vergehen wie ein flüchtiges Feuerwerk, doch für Gott als Märtyrer zu sterben, ist das Ablegen eines schallenden Zeugnisses. Ich habe meine geringe Kraft der Verbreitung des Evangeliums des Königreichs gewidmet. Ich habe keine Klagen und kein Bedauern. Für Gott Zeugnis ablegen zu können, heißt, mein Leben war nicht umsonst. Dies ist Gottes Bestimmung, und Ihm bringe ich Lob und Dank dar“ („Folge dem Lamm und singe neue Lieder“). Ich weiß, dass der Weg vor mir voller Mühsal und Hindernisse ist, aber egal welche Prüfungen und Drangsale ich erleben werde oder ob ich eine gute Zukunft oder einen guten Bestimmungsort haben werde, ich werde mich Gottes Herrschaft und Anordnungen unterwerfen, meine Pflicht erfüllen und versuchen, den Text dieses Liedes in meinem täglichen Leben auszuleben.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?
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