9. Schmerz durch Streben nach Eheglück

Von Li Xinzhu, China

Seit ich denken kann, sah ich meinen Vater oft die Beherrschung verlieren und meine Mutter ausschimpfen. Als ich älter wurde, beklagte sich meine Mutter oft bei mir über ihre unglückliche Ehe. Sie sagte, dass es ihr an der Seite meines Vaters die ganze Zeit über an Essen und Kleidung gefehlt habe, sie mit ihm nie glücklich gewesen sei und er oft die Beherrschung verloren habe. Oft sagte sie zu mir: „Eine Frau kann nur dann ein Leben lang glücklich sein, wenn sie einen Mann heiratet, der sie gut behandelt.“ Ich dachte bei mir: „Meine Mutter hat das selbst durchgemacht, also stimmt, was sie sagt. Egal, was passiert, ich darf nicht so enden wie sie. Ich muss einen Mann finden, der mich gut behandelt.“ Später ging mein Wunsch in Erfüllung, und ich fand einen ausgeglichenen Mann, der mich gut behandelte. Nach unserer Heirat gab mein Mann mir bei allem nach und erhob nie seine Stimme gegen mich. Jedes Mal, wenn er von der Arbeit nach Hause kam und mich nicht sah, rief er mich an, fragte, wo ich war, und beeilte sich, mich mit dem Fahrrad abzuholen. Auch im Alltag war er sehr fürsorglich zu mir. Sobald er sah, dass ich verstimmt war, fragte er: „Was ist los? Bedrückt dich etwas?“ Ich war sehr glücklich, einen so liebevollen und fürsorglichen Mann gefunden zu haben, und mit meinem Leben zufrieden.

2004 nahm ich Gottes neues Werk an und predigte meinem Mann das Evangelium. Er nahm es nicht an, war aber auch nicht gegen meinen Glauben. Doch später fing mein Mann an, den haltlosen Gerüchten, die die KPCh über die Kirche des Allmächtigen Gottes erfunden hatte, Glauben zu schenken, und von da an versuchte er, mich von meinem Glauben an Gott abzubringen. Er beschwerte sich auch oft darüber, dass ich zu Versammlungen ging. Eines Tages kam er von der Arbeit nach Hause und sagte in ernstem Ton zu mir: „Im Internet steht, dass der Glaube an Gott der KPCh widerspricht und dass die Regierung ihn nicht erlaubt. Du darfst nicht mehr an Gott glauben!“ Als ich seinen unglücklichen Gesichtsausdruck sah, wusste ich, dass er von den haltlosen Gerüchten der KPCh in die Irre geführt worden war. Ich sagte ihm, dass das alles nur Lügen und Verleumdungen seien, aber er hörte mir überhaupt nicht zu. Eines Abends fragte mich mein Mann, gleich nachdem er nach Hause gekommen war: „Warst du heute wieder auf einer Versammlung?“ Ich sagte: „Ja.“ Daraufhin schrie er mich an: „Ich habe dir gesagt, du sollst nicht an Gott glauben, aber du hörst einfach nicht! Auf meinem Heimweg habe ich heute gesehen, wie eine Lehrerin wegen ihres Glaubens verhaftet wurde. Wer weiß, wie viele Jahre sie bekommen wird? Wenn du so weitermachst mit deinem Glauben, wirst du früher oder später auch verhaftet. Dann werden die Kinder und ich da mit reingezogen und du zerstörst unsere Familie!“ Daraufhin holte er mit seinem Schuh aus und schlug ohne ein weiteres Wort auf meinen Kopf ein, während er mich beschimpfte: „Ich habe dir gesagt, du sollst auf mich hören, aber du hörst einfach nicht! Ich bringe dich um!“ Ich dachte, er würde mich nur ein paar Mal schlagen, um seiner Wut Luft zu machen, aber er schlug wirklich hart zu. Von den Schlägen wurde mir ganz schwindelig, und er schien gar nicht mehr aufhören zu wollen. Ich hätte nie gedacht, dass er nach so vielen gemeinsamen Jahren so rücksichtslos sein könnte! Dann sagte mein Mann zu den Kindern: „Geht, redet mit eurer Mutter. Bringt sie dazu, zu sagen, dass sie ab sofort nicht mehr an Gott glaubt. Wenn sie das nicht sagt, schlage ich sie heute tot!“ Meine Tochter fing an zu weinen und flehte mich an. Als ich meine Kinder weinen sah, fühlte ich mich schwach. Ich dachte: „Vielleicht sollte ich meinem Mann vorerst einfach sagen, dass ich nicht mehr glauben werde. Wenn ich mich weiter so weigere, und er nur noch wütender wird und sich von mir scheiden lässt, dann ist unsere Familie am Ende.“ Doch dann dachte ich: „Egal, was passiert, ich kann Gottes Namen nicht verleugnen. Zu sagen, ich würde nicht mehr an Gott glauben, würde bedeuten, Ihn zu verraten. Das kann ich nicht sagen.“ Also betete ich weiterhin zu Gott und bat Ihn, mir Weisheit und Glauben zu schenken. Dann dachte ich an eine Passage aus Gottes Wort: „Bei jeder Stufe des Werkes, das Gott an den Menschen vollbringt, scheint es sich von außen betrachtet um Interaktionen zwischen Menschen zu handeln, als ob diese Stufe des Werks von menschlichen Vorkehrungen oder menschlichen Störungen herrühren würde. Aber hinter jeder Stufe des Werkes und allem, was geschieht, ist eine Wette, die Satan vor Gott eingeht, und sie erfordert, dass die Menschen in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Nehmen wir zum Beispiel Hiobs Prüfungen: Hinter den Kulissen ging Satan eine Wette mit Gott ein, und die Dinge, die Hiob widerfuhren, waren die Taten und die Störungen der Menschen. Hinter jeder Stufe des Werkes, das Gott an euch vollbringt, steht Satans Wette mit Gott – dahinter steht ein Kampf(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Die Erleuchtung durch Gottes Worte half mir zu verstehen, dass es zwar so aussah, als würde mein Mann mich verfolgen, aber in Wirklichkeit steckten Satans Machenschaften dahinter. Satan wollte, dass ich Gott verleugne und Ihn verrate. Ich konnte nicht aus Angst vor dem Zorn meines Mannes sagen, dass ich nicht mehr an Gott glauben würde; ich musste in meinem Zeugnis standhaft bleiben. Danach schwieg ich, egal wie sehr meine Kinder mich anflehten. Völlig entnervt schrie mein Mann: „Da eure Mutter nichts sagt, lasse ich mich heute Abend von ihr scheiden und setze sie vor die Tür. Sie wird keinen Tag länger in unserem Haus verbringen!“ Ich war total schockiert. Ich hätte nie gedacht, dass er sich wirklich scheiden lassen wollte. Ich war ihm so viele Jahre mit Herz und Seele verbunden, doch nur wegen meines Glaubens wollte er sich von mir scheiden lassen und mich sogar sofort aus dem Haus haben. Wie konnte das der Ehemann sein, mit dem ich über ein Jahrzehnt zusammengelebt hatte? Mein Herz war gebrochen. Ich fragte mich: „Wenn wir uns scheiden lassen, wie soll ich dann ganz allein, hilflos und verlassen, überleben?“ Mein Herz fühlte sich an, als würde es entzweigerissen, und die Tränen strömten mir über das Gesicht. Ich dachte daran, dass der Mensch von Gott geschaffen ist, dass Gott uns den Lebensatem gegeben und uns mit allem versorgt hat, was wir brauchen, also ist es für die Menschen vollkommen normal und gerechtfertigt, Gott anzubeten. Ich spürte, dass ich unter keinen Umständen aufhören konnte, an Gott zu glauben. Meine Tochter sagte dann zu ihrem Vater: „Wenn ihr euch scheiden lasst, wollen mein Bruder und ich bei Mama bleiben, nicht bei dir.“ Erst da gab mein Mann nach und ließ das Thema Scheidung fallen. Später verschärfte sich die Verfolgung durch die KPCh, und überall auf den Straßen wurden alle möglichen Irrlehren und Widersinnigkeiten verbreitet, die die Kirche des Allmächtigen Gottes verleumdeten und diskreditierten. Auch die Verfolgung durch meinen Mann wurde schlimmer. Jeden Tag nach der Arbeit verhörte er mich und fragte, ob ich noch an Gott glaubte, und er wurde wegen jeder Kleinigkeit wütend auf mich. Ihn so zu sehen, machte mich sehr wütend. Obwohl ich an Gott glaubte und meine Pflicht tat, erledigte ich immer noch die ganze Haus- und Feldarbeit und kümmerte mich auch um die Kinder. Er hätte mich nicht so verfolgen dürfen. Doch dann dachte ich: „Ohne die Verfolgung und die haltlosen Gerüchte der KPCh würde er mich wahrscheinlich nicht so behandeln. Er wurde von der KPCh getäuscht. Wenn ich es nicht ertrage, werden wir uns unweigerlich scheiden lassen.“ Um unsere Familie zusammenzuhalten und unsere Ehe zu bewahren, ertrug ich schweigend jede Verfolgung durch meinen Mann und ergriff sogar die Initiative, indem ich mich um ihn kümmerte und ihm gutes Essen kochte. Manchmal verzögerte das meine Pflicht.

Später wurde ich zur Predigerin gewählt und bekam die Verantwortung für mehrere Kirchen. Einige der Kirchen waren weit von zu Hause entfernt, sodass ich nicht jeden Tag nach Hause kommen konnte, was mich etwas beunruhigte. Mein Mann hatte zu dieser Zeit eine Affäre und erzählte mir mehrmals, als er nach dem Trinken nach Hause kam, dass eine Frau ihm ihre Liebe gestanden hätte und mit ihm eine Familie gründen wollte. Ich hatte Angst, dass die Entfernung von zu Hause und die Tatsache, dass ich nicht einfach zurückkehren konnte, mich von meinem Mann entfremden würden und er sich definitiv von mir scheiden lassen würde. Wenn das geschähe, würde unsere Familie zerbrechen. Doch dann dachte ich daran, dass diese Pflicht von Gott kam und ich sie nicht ablehnen konnte, nur um die Harmonie in der Familie zu wahren. Also nahm ich sie an. Damals kam ich ungefähr alle zwei Wochen für ein paar Tage nach Hause, erledigte die gesamte Haus- und Feldarbeit und hoffte, durch diese Bemühungen das Herz meines Mannes zu halten. Obwohl ich wusste, dass er eine Affäre hatte, konfrontierte ich ihn nie damit, aus panischer Angst, dass dies wirklich zur Scheidung führen würde. Diese Angelegenheit belastete mich oft, und selbst bei meiner Pflicht war ich mit den Gedanken nicht bei der Sache. Oft erledigte ich meine Pflichten nur noch mechanisch. In einer Kirche gab es eine falsche Leiterin, die umgehend hätte entlassen werden müssen. Aber ich dachte, dass die Wahl einer neuen Leiterin nach der Entlassung Zeit in Anspruch nehmen würde, also schob ich die Entlassung auf, um Zeit für die Heimfahrt zu haben. Das führte zu Verzögerungen in der Kirchenarbeit. Ein anderes Mal bat mich die obere Leiterin, einer Kirche im Umgang mit einem Antichristen zu helfen. Damals konnten einige Brüder und Schwestern diesen Antichristen nicht durchschauen, daher war es notwendig, rechtzeitig mit ihnen über die Wahrheiten bezüglich des Urteilsvermögens Gemeinschaft zu halten. Ich dachte: „Damit die Brüder und Schwestern diesen Antichristen durchschauen können, braucht es vielleicht einen halben Monat Gemeinschaft, und selbst dann gibt es keine Garantie für Ergebnisse. Wann könnte ich dann nach Hause fahren?“ Also sagte ich zur Leiterin: „Dieser Antichrist ist zu gerissen, und seine Methoden, die Leute in die Irre zu führen, sind raffiniert. Es wird für die Brüder und Schwestern nicht einfach sein, ihn zu durchschauen, und ich kann damit auch nicht umgehen. Wie wäre es, wenn du jemand anderen findest, der sich darum kümmert?“ Die Leiterin sah, dass ich nicht zusammenarbeiten wollte, und musste eine andere Schwester finden, die sich der Sache annahm. Doch aufgrund des mangelnden Urteilsvermögens dieser Schwester ging der Umgang mit diesem Antichristen nur langsam voran, was dazu führte, dass dieser Antichrist über zwei Monate in der Kirche blieb und Gottes auserwähltes Volk in die Irre führte und kontrollierte. Die gesamte Kirchenarbeit kam zum Stillstand. Später wurde ich wegen meiner Verantwortungslosigkeit in meiner Pflicht und weil ich die Kirchenarbeit ernsthaft verzögert hatte, entlassen. Während einer Versammlung sagte eine Schwester zu mir: „So wie du dich verhältst, solltest du dich mal zurückziehen und über dich nachdenken.“ Ihre Worte trafen mich mitten ins Herz. Ich war oft nach Hause gefahren, um meine Ehe zu erhalten, und hatte die Kirchenarbeit verzögert. Ich hatte wirklich eine böse Tat begangen und sollte mich zur Selbstreflexion zurückziehen. Ich erinnerte mich an eine Passage aus Gottes Worten: „Wie du Gottes Aufträge behandeln solltest, ist äußerst wichtig. Das ist eine sehr ernste Angelegenheit. Wenn du nicht erfüllen kannst, was Gott dir anvertraut hat, dann eignest du dich nicht dazu, in Seiner Gegenwart zu leben, und solltest deine Strafe akzeptieren. Es ist vollkommen normal und gerechtfertigt, dass die Menschen die ihnen von Gott anvertrauten Aufträge erfüllen. Das ist die oberste Verantwortung der Menschen, und sie ist genauso wichtig wie ihr eigenes Leben. Wenn du Gottes Aufträge auf die leichte Schulter nimmst, dann ist das ein schwerster Verrat an Gott. Dadurch bist du erbärmlicher als Judas und solltest verflucht werden(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). Gottes Worte ließen mich vor Furcht erzittern. Ich spürte Gottes Zorn, als würde ich von Ihm verurteilt. Die Brüder und Schwestern hatten mich zur Predigerin gewählt. Gottes Absicht war es, dass ich die Brüder und Schwestern dazu anleitete, Seine Worte zu essen und zu trinken und in die Wahrheit einzutreten, und sie außerdem vor den Störungen und der Irreführung durch falsche Leiter und Antichristen schützte. Aber mein Herz war überhaupt nicht bei meiner Pflicht. Ich stellte meine Ehe und meine Familie über alles andere und fuhr oft nach Hause, um meine Beziehung zu meinem Mann zu pflegen. Ich wusste, dass es in der Kirche eine falsche Leiterin gab, aber ich hatte sie nicht rechtzeitig entlassen. Auch was den offenbarten Antichristen anging, wollte ich mir nicht die Zeit nehmen, mit den Brüdern und Schwestern Gemeinschaft darüber zu halten, wie man ihn erkennt. Ich erfand sogar Ausreden und sagte, dieser Antichrist sei zu gerissen, als dass ich mit ihm fertigwerden könnte, und drückte mich vor meiner Pflicht. Das ermöglichte es dem Antichristen, die Brüder und Schwestern in der Kirche in die Irre zu führen. Um meiner Ehe und meiner Familie willen behandelte ich so wichtige Aufgaben wie die Auswahl von Leitern und Mitarbeitern, die Entlassung falscher Leiter und den Umgang mit dem Antichristen leichtfertig und gleichgültig. Das schadete der Kirchenarbeit und dem geistlichen Leben der Brüder und Schwestern. Ich war so selbstsüchtig und verachtenswert gewesen! Hatte mein Verhalten überhaupt noch etwas Menschlichkeit? Also trat ich vor Gott, betete und bekannte meine Sünden: „O Gott, in meinem Streben nach dem Eheglück habe ich meine Pflicht nicht gut getan und eine Verfehlung begangen. Gemäß Deiner gerechten Disposition verdiene ich es, bestraft zu werden. Doch Du hast mich nicht nach meinen Verfehlungen behandelt und mir trotzdem die Chance gegeben, meine Pflicht zu tun. Von nun an bin ich bereit, meine Pflicht mit einem Herzen anzugehen, das Dich fürchtet.“

Einige Zeit später erfuhr mein Mann, dass weitere Gläubige verhaftet worden waren, woraufhin sich seine Verfolgung mir gegenüber verschärfte. Einmal verbrannte er alle meine Kleider, um mich vom Glauben an Gott abzubringen. Ich war außer mir vor Wut. Später kam die Polizei zu mir nach Hause, um mich wegen illegalen Predigens zu verhaften, aber ich war zu diesem Zeitpunkt nicht da und konnte das Unheil abwenden. Deswegen traute ich mich fünf Monate lang nicht nach Hause. Mein Mann rief meine Verwandten an, um mich zu finden, und um mich unter Druck zu setzen, nach Hause zu kommen, zeigte er sogar meine Cousine an, die ebenfalls an Gott glaubte. Ich war schockiert, als ich das hörte. Ich hätte nie gedacht, dass mein Mann so etwas tun würde. Ich fand ihn wirklich beängstigend und böswillig. Wenn er bereit war, meine Cousine anzuzeigen, würde er dann nicht auch mich anzeigen? Ich dachte an die Opfer zurück, die ich gebracht hatte, um unsere Ehe zu erhalten, und hatte das Gefühl, dass es das alles nicht wert gewesen war. Aber als ich daran dachte, dass ich nicht nach Hause zurückkehren konnte, unsere Familie so zerbrechen würde und die glückliche Ehe, nach der ich immer gestrebt hatte, vorbei sein würde, empfand ich immer noch großen Schmerz. Ich trat im Gebet vor Gott und hoffte, Er würde mich aus diesem falschen Zustand herausführen.

Danach las ich eine Passage aus Gottes Worten: „Verheiratete Menschen betrachten die Ehe immer als ein bedeutendes Ereignis im Leben und legen großen Wert auf sie. Sie vertrauen damit ihr gesamtes Lebensglück ihrem Eheleben und ihren Partnern an und glauben, dass das Streben nach ehelichem Glück das einzige Ziel ist, nach dem man in diesem Leben streben sollte. Aus diesem Grund unternehmen viele Menschen große Anstrengungen, zahlen einen hohen Preis und bringen große Opfer für eheliches Glück. … Es gibt sogar einige Menschen, die, nachdem sie zum Glauben an Gott gekommen sind, zwar ihre Pflicht und den Auftrag, den sie von Gottes Haus erhalten haben, annehmen, aber um das Glück und die Zufriedenheit ihrer Ehe zu wahren, bei der Ausführung dieser Pflicht deutlich zurückbleiben. Ursprünglich sollten sie weit weg reisen, um das Evangelium zu predigen, und nur einmal in der Woche oder einmal in einer längeren Zeitspanne nach Hause zurückkehren, oder sie könnten ihr Zuhause komplett verlassen und, je nach ihrem Kaliber und ihren Zuständen in verschiedenen Aspekten, ihre Pflicht ganzzeitig ausführen, aber sie haben Angst, das könnte ihrem Partner missfallen, ihre Ehe belasten oder sie vollends ihre Ehe kosten, und um ihr eheliches Glück zu wahren, verschwenden sie eine Menge Zeit, die sie für die Ausführung ihrer Pflicht verwenden sollten. Vor allem, wenn sie hören, dass ihr Partner sich beklagt, unzufrieden klingt oder jammert, werden sie noch bedachter darauf sein, ihre Ehe zu bewahren. Sie tun alles, was sie können, um ihren Partner zufriedenzustellen, und strengen sich sehr an, um ihr Eheglück zu wahren und zu verhindern, dass ihre Ehe zerbricht. Noch schwerwiegender ist natürlich, dass einige Menschen die Berufung durch Gottes Haus ablehnen und sich weigern, ihre Pflicht auszuführen, um ihr eheliches Glück zu bewahren. Anstatt von Zuhause wegzugehen, wie sie sollten, um ihre Pflicht auszuführen, gehen sie Kompromisse ein und geben ihre Pflicht auf und entscheiden sich stattdessen dafür, das Glück und die Integrität ihrer Ehe zu wahren, weil sie es nicht ertragen können, sich von ihrem Ehepartner zu trennen, oder weil die Eltern ihres Ehepartners sich gegen ihren Glauben an Gott stellen und dagegen sind, dass sie ihre Arbeit aufgeben und für ihre Pflicht von Zuhause weggehen. Um das Glück und die Integrität ihrer Ehe zu bewahren und um zu verhindern, dass ihre Ehe zerbricht und endet, entscheiden sie sich, nur die Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen ihres Ehelebens zu erfüllen, und wenden sich ab von der Mission eines geschaffenen Wesens(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (10)). Gottes Worte entlarvten meinen Zustand. Ich war seit meiner Kindheit von den Vorstellungen meiner Familie geprägt und glaubte, dass das Glück einer Frau im Leben davon abhing, ob ihre Ehe glücklich war und ob ihr Mann sie liebte. Das Streben nach einer glücklichen Familie hatte ich zu meinem Lebensziel gemacht. Ich lebte nach den satanischen Gedanken „Das Leben ist kostbar; die Liebe noch mehr,“ und „Ich will ein treues Herz für mich gewinnen, damit wir bis an unser Lebensende unzertrennlich sind.“ Ich machte meinen Mann zur wichtigsten Person in meinem Leben und legte mein lebenslanges Glück in seine Hände. Bevor ich Gott fand, widmete ich mich in meinem Streben nach einer glücklichen Ehe ganz meinem Mann und meiner Familie. Nachdem ich Gott gefunden hatte, begann mein Mann, beeinflusst von den haltlosen Gerüchten der KPCh, mich zu verfolgen, mir den Glauben an Gott zu verbieten, und er drohte mir sogar mit Scheidung und griff zu Gewalt. Um diese Ehe nicht zu verlieren, litt ich schweigend weiter und ging Kompromisse ein. Selbst als er mich kalt behandelte und verspottete, versuchte ich aktiv, ihm zu gefallen, verbrachte mehr Zeit damit, mich um den Haushalt zu kümmern, und vernachlässigte die Pflichten, die ich hätte tun sollen. Besonders als ich Predigerin war, war mir klar, dass diese Pflicht entscheidend war und die Arbeit mehrerer Kirchen umfasste, aber ich sorgte mich, dass unsere Ehe zerbrechen würde. Also fuhr ich oft nach Hause, um meine Beziehung zu meinem Mann zu pflegen, und konnte mich nicht von ganzem Herzen meinen Pflichten widmen. Als in den Kirchen Antichristen und falsche Leiter auftauchten, versäumte ich es, mich rechtzeitig um sie zu kümmern, weil ich versuchte, meine Familie zusammenzuhalten, und das verzögerte die Arbeit der Kirche. Um meine Beziehung zu meinem Mann zu bewahren und unsere Ehe zu retten, missachtete ich meine Verantwortlichkeiten und Pflichten vollständig und beging schwere Verfehlungen. Ich sah, wie unnachgiebig und selbstsüchtig ich gewesen war. Als ich darüber nachdachte, hasste ich mich zutiefst.

Später las ich einige Worte Gottes: „Gott hat die Ehe nur für dich bestimmt, damit du lernst, deine Verantwortlichkeiten zu erfüllen, friedlich mit einer anderen Person zusammenzuleben und mit ihr das Leben zu teilen, und damit du erlebst, wie es ist, dein Leben mit deinem Partner zu teilen und alle Dinge, mit denen ihr konfrontiert werdet, gemeinsam zu bewältigen. Dadurch wird dein Leben reicher und vielfältiger. Aber Er verkauft dich nicht an die Ehe und natürlich verkauft Er dich schon gar nicht an deinen Partner, um dessen Sklave zu sein. Du bist nicht sein Sklave, und er ist auch nicht dein Sklavenhalter. Ihr seid gleichberechtigt. Dir obliegen nur die Verantwortlichkeiten einer Ehefrau (oder eines Ehemanns) gegenüber deinem Partner, und wenn du diese Verantwortlichkeiten erfüllst, betrachtet Gott dich als eine Ehefrau (oder einen Ehemann), die den Anforderungen entspricht. Wenn du an Gott glaubst und nach der Wahrheit strebst, deine Pflicht ausführen kannst, oft an Versammlungen teilnimmst, Gottes Worte betenliest und vor Gott trittst, dann sind diese Dinge für Gott akzeptabel und sie sind das, was ein geschaffenes Wesen tun sollte und sind das normale Leben, das ein geschaffenes Wesen führen sollte. Daran ist nichts beschämend, und du musst auch nicht das Gefühl haben, deinem Partner etwas schuldig zu sein, weil du dieses Leben führst – du schuldest ihm nichts. Wenn du willst, hast du die Verpflichtung, deinem Partner Gottes Werk zu bezeugen. Wenn er jedoch nicht an Gott glaubt und weder einmütig mit dir ist noch demselben Weg folgt wie du, dann stehst du jedoch unter keinem Zwang und hast keine Verpflichtung, ihm etwas über deinen Glauben oder deinen Weg zu erklären oder ihm sonstige Informationen mitzuteilen, und er hat auch kein Recht, diese Dinge zu erfahren. Es ist seine Verantwortlichkeit und Verpflichtung, dich zu unterstützen, zu ermutigen und zu verteidigen. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, dann besitzt er keine Menschlichkeit. Warum? Weil du dem richtigen Weg folgst, und weil du dem richtigen Weg folgst, sind deine Familie und dein Partner gesegnet und genießen mit dir zusammen Gottes Gnade. Es ist nur richtig, dass dein Partner dafür dankbar ist, anstatt dich wegen deines Glaubens oder weil du Verfolgung ausgesetzt bist zu diskriminieren oder zu schikanieren, oder zu glauben, dass du mehr Haushaltsarbeiten und andere Dinge tun solltest oder dass du ihm etwas schuldig bist. Du schuldest ihm nichts – weder emotional noch spirituell noch in irgendeiner anderen Weise – er steht in deiner Schuld. Aufgrund deines Glaubens an Gott genießt er zusätzliche Gnade und Segnungen von Gott, die er nur ausnahmsweise erhält. Was meine ich mit ‚ausnahmsweise‘? Ich meine, dass jemand wie er diese Dinge nicht verdient und sie nicht erhalten sollte. Warum sollte er sie nicht erhalten? Weil er Gott nicht folgt oder anerkennt, und daher kommt die Gnade, die er genießt, von deinem Glauben an Gott. Er profitiert zusammen mit dir und genießt Segnungen mit dir, und es ist nur angemessen, dass er dir dafür dankbar ist. … Jene Menschen, die nicht glauben, sind dennoch nicht zufrieden und unterdrücken und schikanieren sogar diejenigen, die an Gott glauben. Die Gläubigen leiden bereits unter dem Unglück, der Verfolgung durch die Regierung und die Gesellschaft ausgesetzt zu sein, und doch gehen ihre Familienmitglieder noch weiter und setzen sie noch mehr unter Druck. Wenn du unter solchen Umständen immer noch glaubst, dass du sie enttäuschst und bereit bist, ein Sklave deiner Ehe zu werden, dann solltest du das wirklich nicht tun. Sie unterstützen deinen Glauben an Gott also nicht? Na gut. Sie verteidigen deinen Glauben an Gott nicht? Auch gut. Es steht ihnen frei, diese Dinge nicht zu tun. Aber sie sollten dich nicht wie einen Sklaven behandeln, weil du an Gott glaubst. Du bist kein Sklave, du bist ein Mensch, eine würdevolle und aufrichtige Person. Das Mindeste, das du bist, ist ein geschaffenes Wesen vor Gott und nicht irgendjemandes Sklave. Wenn du ein Sklave sein musst, dann kannst du nur ein Sklave der Wahrheit sein, ein Sklave Gottes, aber nicht der Sklave irgendeines Menschen, geschweige denn, dass dein Ehepartner dein Sklavenhalter sein sollte. In Bezug auf die Beziehungen der fleischlichen Welt, ist, abgesehen von deinen Eltern, dein Ehepartner die Person, die dir in dieser Welt am nächsten steht. Doch nur weil du an Gott glaubst, behandelt er dich wie einen Feind und greift dich an und verfolgt dich. Er hat etwas dagegen, dass du an Versammlungen teilnimmst; wenn er irgendwelche Gerüchte hört, kommt er nach Hause und fängt sofort an, dich zu beschimpfen und zu schlagen. Selbst wenn du zu Hause betest oder Gottes Worte liest und sein übliches Leben in keiner Weise beeinträchtigst, wird er dich trotzdem beschimpfen und sich gegen dich stellen und dich sogar verprügeln. Sag Mir: Was für eine Kreatur ist so ein Mensch? Ist er nicht ein Dämon? Ist das die Person, die dir am nächsten steht? Hat es so jemand verdient, dass du ihm gegenüber irgendeine Verantwortung übernimmst? (Nein.) Manche Menschen, die in einer solchen Ehe leben, tanzen immer noch nach der Pfeife ihres Partners und sind bereit, alles zu opfern: die Zeit, die sie mit der Ausführung ihrer Pflicht verbringen sollten, die Gelegenheit, ihre Pflicht auszuführen, und sogar ihre Chance auf Errettung. Sie sollten diese Dinge nicht tun und zumindest solche Ideen aufgeben(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Gott die Ehe für die Menschen bestimmt hat, damit sie lernen, Verantwortung zu übernehmen und ein reichhaltiges Leben zu führen, und nicht dafür, Sklaven der Ehe zu sein. Bei der Erfüllung der Verantwortung in der Ehe sollte es Grundsätze geben. Wenn der Partner eine gute Menschlichkeit besitzt und unseren Glauben an Gott unterstützt, können wir unsere Verantwortung im Rahmen der Ehe erfüllen. Wenn der Partner jedoch unseren Glauben an Gott behindert und uns sogar verfolgt oder verurteilt, dann offenbart sich sein teuflisches, Gott hassendes Wesen. In diesem Fall müssen wir unsere Verantwortung nicht erfüllen. Wenn ein Mensch nicht zwischen Gut und Böse unterscheiden kann und trotzdem an einem solchen Ehepartner festhalten will, dann ist er äußerst töricht und unwissend! Dass ich an Gott glaube und die Pflicht eines geschaffenen Wesens tue, findet Gottes Anerkennung und ist das Gerechteste, was es gibt. Aber mein Mann unterstützte mich nicht nur nicht, sondern behandelte mich wie eine Feindin, schlug und beschimpfte mich und drohte mir mit Scheidung, um mich unter Druck zu setzen, meinen Glauben an Gott aufzugeben. Die Fakten zeigten deutlich, dass mein Mann Gott hasste und sein Wesen das eines Teufels war. Er wusste genau, dass die KPCh mich verfolgte und ich jederzeit verhaftet werden könnte, wenn ich nach Hause zurückkehrte, und doch zeigte er meine Cousine an, um mich zur Rückkehr zu zwingen. Er kümmerte sich kein bisschen um mein Leben oder meinen Tod! Er war wirklich selbstsüchtig und böswillig! Später wurde mir klar, dass er mich früher gut behandelte, weil ich mich um unsere Familie und seine Mutter kümmern konnte, was ihm nützte; sonst hätte er sich schon längst von mir scheiden lassen. Er liebte mich nicht wirklich, und in seinen Augen war ich nur ein Mittel zum Zweck. Aber ich hatte ihn immer als meine Stütze betrachtet und ihm mein ganzes Glück anvertraut. Ich habe sogar meine Pflichten beiseitegelegt, um an ihm festzuhalten und seine Gunst zu gewinnen. Als ich das dachte, merkte ich, dass ich getäuscht worden war, und ich sah, wie blind ich gewesen war! Jetzt war mir klar, dass das Wesen meines Mannes das eines Teufels war, der Gott hasst. Wie könnte ich Glück mit jemandem finden, der Gott hasste? Ich würde nicht nur kein Glück mit ihm finden, sondern auch noch mehr Schaden durch ihn erleiden. Ich konnte mich nicht länger von ihm einschränken lassen. Ich musste gewissenhaft nach der Wahrheit streben und mich bemühen, meine Pflichten nach besten Kräften zu erfüllen.

Danach las ich eine Passage aus Gottes Worten: „Egal, welche Risse in der Ehe entstehen oder welche Konsequenzen, egal, ob die Ehe weitergeht oder nicht, ob du ein neues Leben innerhalb deiner Ehe beginnst oder ob deine Ehe sofort endet, in Bezug auf die Ehe ist es so, dass weder deine Ehe noch dein Ehepartner dein Bestimmungsort sind. Dein Partner wurde einfach von Gott dazu bestimmt, in deinem Leben und deinem Dasein aufzutauchen, um eine Rolle zu spielen und dich auf deinem Lebensweg zu begleiten. Wenn er dich bis zum Schluss begleiten und mit dir ans Ende des Wegs gelangen kann, dann ist das das Beste, was dir passieren kann, und du solltest Gott für Seine Gnade danken. Wenn es während der Ehe ein Problem gibt, ob nun Risse entstehen oder etwas passiert, das dir nicht gefällt, und deine Ehe letztendlich endet, bedeutet das nicht, dass du keinen Bestimmungsort mehr hast, dass dein Leben jetzt in Dunkelheit versunken ist, oder dass es kein Licht gibt und du keine Zukunft hast. Es könnte sein, dass das Ende deiner Ehe der Beginn eines wunderbareren Lebens ist. All dies liegt in Gottes Händen, und es liegt an Gott, diese Dinge zu orchestrieren und zu arrangieren. Es könnte sein, dass das Ende deiner Ehe dir ein tieferes Verständnis und eine tiefere Wertschätzung der Ehe sowie eine tiefere Einsicht vermittelt. Natürlich könnte es auch sein, dass das Ende deiner Ehe einen wichtigen Wendepunkt in deinen Lebenszielen und in der Ausrichtung deines Lebens und in deinem Lebensweg darstellt. Es wird dir keine düsteren, geschweige denn schmerzhafte Erinnerungen bringen, noch wird es ausschließlich aus negativen Erfahrungen und Ergebnissen bestehen, sondern es wird dir positive Erfahrungen vermitteln, die du nicht hättest machen können, wenn du noch verheiratet wärst. Wenn deine Ehe fortbestehen würde, hättest du vielleicht bis ans Ende deiner Tage ein einfaches mittelmäßiges und eintöniges Leben geführt. Wenn deine Ehe jedoch endet und zerbricht, dann ist das nicht unbedingt etwas Schlechtes. Vorher warst du durch das Glück und die Verantwortlichkeiten deiner Ehe eingeschränkt, sowie durch deine Emotionen oder deine Lebensweise, dich für deinen Ehepartner zu interessieren, dich um ihn zu kümmern, auf ihn Rücksicht zu nehmen und ihm Fürsorge entgegenzubringen und dich um ihn zu sorgen. Von dem Tag an, an dem deine Ehe endet, erleben jedoch all deine Lebensumstände, deine Lebensziele und deine Bestrebungen in deinem Leben eine gründliche und vollständige Veränderung, und es muss erwähnt werden, dass diese Veränderung durch das Ende deiner Ehe herbeigeführt wurde. Es könnte sein, dass dieses Ergebnis, diese Veränderung und dieser Übergang das sind, was Gott für dich mit dieser Ehe beabsichtigt, die Er für dich bestimmt hat, und was Gott für dich beabsichtigt, indem Er dich dazu bringt, deine Ehe zu beenden. Obwohl du verletzt wurdest und einen gewundenen Weg hinter dir hast, und obwohl du innerhalb der Ehe einige unnötige Opfer erbracht und unnötige Kompromisse eingegangen bist, kannst du das, was du letztendlich empfangen wirst, nicht innerhalb des Ehelebens erlangen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, hellte sich mein Herz auf. Gott hat die Ehe für die Menschen bestimmt, aber die Ehe ist nicht der Bestimmungsort für den Menschen. Ob die Ehe eines Menschen glücklich und erfüllt ist oder ob sie zerbrochen und zu Ende gegangen ist, hat nichts damit zu tun, ob dieser Mensch einen guten Bestimmungsort haben wird, und es bestimmt auch nicht, ob sein Leben glücklich sein wird. Doch ich betrachtete die Ehe als meinen Bestimmungsort und meinen Mann als meine Stütze. Als ich also sah, wie meine Ehe zerfiel und nur noch auf dem Papier existierte, hatte ich das Gefühl, keinen Bestimmungsort und keine Stütze mehr zu haben. Mein Herz wurde schwer, ich fühlte mich einsam und hilflos und wusste nicht, wie ich meinem zukünftigen Leben entgegenblicken sollte. Jetzt erkannte ich, dass meine Ansichten nicht mit der Wahrheit übereinstimmten. Aus Gottes Worten sah ich, dass die Auflösung einer Ehe nicht bedeutet, dass ein Mensch keine Zukunft hat oder dass das Leben düster sein wird; es könnte der Anfang eines noch wunderbareren Lebens sein. Um eine glückliche Ehe zu führen, erledigte ich früher alle Arbeiten im und außerhalb des Hauses, arbeitete tagein, tagaus, bis mein Rücken schmerzte, und musste auch die Launen meines Mannes erahnen. Aber was noch schlimmer war, war, dass ich mich nicht voll und ganz meinen Pflichten widmen konnte. Ich erledigte meine Pflichten nur noch mechanisch, und das verzögerte die Kirchenarbeit. Ich fühlte mich oft unwohl, als ob ein Stein auf meinem Herzen lastete, und ich lebte in einem Zustand von Schmerz und Erschöpfung. Das Streben nach dem Eheglück brachte mir nur mehr seelische Bedrängnis und Schmerz. In den letzten Monaten konnte ich wegen der Verfolgung durch die KPCh nicht nach Hause, und als ich mein Herz beruhigt hatte, um meine Pflichten zu tun, fühlte sich mein Körper weniger müde an, und mein Herz war viel leichter als zuvor. Als ich mich beruhigte, um Gottes Worte zu essen und zu trinken, und ein Kirchenleben mit Brüdern und Schwestern führte, konnte ich einige Wahrheiten verstehen, und mein Herz war von Freude erfüllt. Das war wirklich förderlich für mein Leben. Nunmehr, obwohl ich nicht die Gesellschaft und Fürsorge meines Mannes hatte, betete ich zu Gott, wenn ich Schwierigkeiten und Schmerz hatte, und ich spürte unter der Führung von Gottes Worten, dass Gott direkt an meiner Seite war und dass Er meine wahre Stütze war. Als ich diese Dinge verstand, machte ich mir keine Sorgen mehr darum, meine Ehe zusammenzuhalten, und mein lang unterdrücktes Herz fühlte sich endlich frei an. Später tat ich weiterhin meine Pflichten in anderen Regionen und kehrte nicht nach Hause zurück.

Eines Tages, drei Jahre später, verabredete ich mich mit einer Schwester im Park, und der Schwager meines Mannes sah mich unterwegs. Er war sehr überrascht und sagte, er habe mich gesucht. Seine Frau hatte Krebs und lag im Sterben, deshalb drängte er mich mehrfach, zu ihm nach Hause zu kommen. Ich dachte daran, wie mein Mann oft unsere Tochter anrief, um sich nach meinem Aufenthaltsort zu erkundigen, wie er auch zum Haus meiner Mutter ging, um mich zu suchen, und wie er ständig Verwandte anrief, um mich zu finden. Wenn ich zum Haus seiner Schwester ginge, würde er es fast sofort herausfinden. Was wäre, wenn mein Mann mich sähe und mich anflehen würde, zu Hause zu bleiben? Ich dachte an meine alternde Schwiegermutter und daran, was wäre, wenn seine Schwester sterben würde. Sein Leben würde dann ziemlich schwierig werden. Wir waren schließlich so viele Jahre verheiratet gewesen, und ich war fast drei Jahre weg gewesen, würde er mich jetzt immer noch so verfolgen wie früher? Nachdem ich darüber nachgedacht hatte, war ich immer noch im Zwiespalt, also betete ich im Stillen zu Gott und bat Ihn, mich zu führen und zu leiten. Nach dem Gebet erinnerte ich mich an eine Passage aus Gottes Worten: „Können Bestien und Teufel zu Menschen werden? Das ist unmöglich. Den großen roten Drachen dazu zu bringen, das Schlachtermesser niederzulegen, ist unmöglich; seine Natur ist die eines Teufels – er tötet Menschen, ohne mit der Wimper zu zucken. Teufel und Satan gehören zur selben Kohorte. So wie du den großen roten Drachen siehst, so solltest du auch diese Bestien und Teufel sehen; das ist richtig. Wenn du Teufel anders betrachtest als Satan und den großen roten Drachen, beweist das, dass du das Wesen der Teufel noch nicht gründlich durchschaut hast; wenn du sie immer noch als Menschen behandelst, glaubst, dass sie Menschlichkeit besitzen, lobenswerte Eigenschaften haben und noch gerettet werden können, und du ihnen immer noch Chancen geben musst, dann bist du unwissend, bist du ihrem Trick erneut zum Opfer gefallen, und du wirst dafür den Preis zahlen müssen(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (15)). Ein Teufel ist immer ein Teufel und wird niemals ein Mensch werden. Mein Mann hasste und widersetzte sich Gott, und sein Wesen war das eines Teufels. Ich durfte kein Mitleid mit meinem Mann haben, sonst würde er mich nur verletzen. Auf keinen Fall durfte ich zurückgehen. Dann dachte ich an Gottes dringende Absichten. Gott wünscht sich, dass mehr Menschen so schnell wie möglich vor Ihn treten und Seine Errettung annehmen können. In diesem entscheidenden Moment musste ich also mein Äußerstes tun, um bei der Evangeliumsarbeit mitzuarbeiten. Ich bereute es, in der Vergangenheit meine Pflichten nicht gut erfüllt zu haben, weil ich nur nach meinem Eheglück strebte. Jetzt musste ich das wiedergutmachen und in meinen Pflichten treu sein, um Gottes Liebe zu vergelten. Von da an konzentrierte ich mich auf die Arbeit, Neulinge zu bewässern, und fühlte mich dabei ruhig und im Frieden. Ich bin Gott von Herzen dankbar, dass Er mich aus dem Schmerz der Ehe gerettet hat.

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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