10. Das Himmelreich befindet sich eigentlich auf Erden

Von Chen Bo, China

Wonach wir Gläubige uns am meisten sehnen, ist, in das Himmelreich einzugehen und uns an ewiger Seligkeit zu erfreuen, die der Herr den Menschen zuteilwerden ließ. Jedes Mal, wenn ich hörte, wie ein Pastor bei einer Predigt sagte, dass der Ort, den uns der Herr in der Zukunft bereiten wird, sich oben in den Himmeln befände, dass es dort Felder aus Gold und Wände aus Jade gebe, überall Edelsteine funkelten, wir die Frucht des Lebensbaums essen und das Wasser aus dem Fluss des Lebens trinken könnten, dass es dort keinen Schmerz, keine Tränen und keinen Kummer mehr gebe, verspürte ich dieses unglaublich Aufwallen von Emotion und Freude. Das ist ein Ort, nach dem ich mich so sehr sehnte, und wegen meines irdischen Lebens aus Mühe und Kummer empfand ich in meinem Herzen wirklich Überdruss. Und so lief ich umher und predigte das Evangelium und wendete mich enthusiastisch für den Herrn auf. Ich verkündete das Evangelium und gründete Kirchen, und ich hielt nie inne, um durchzuatmen, unabhängig davon, wie schmerzlich oder schwierig es wurde. Insbesondere weil ich wusste, dass wir uns in den letzten Tagen befinden und dass der Herr bald wiederkehren wird, um uns alle in unsere himmlische Heimat zu bringen, arbeitete und wandte ich mich so proaktiv auf.

Eines Tages ging ich zu meiner Schwester, um unsere Mutter zu besuchen. Gerade als ich mich auf den Rückweg machen wollte, gab mir meine Schwester ein Buch und drängte mich, es aufmerksam zu lesen. Ich dachte mir: „Bei diesem Buch, das meine Schwester mir gegeben hat, muss es sich um etwas Geistliches handeln, und zufällig ist mein Geist im Moment recht ausgedörrt. Ich spüre die Gegenwart des Herrn nicht. Wenn ich die Bibel lese, bekomme ich keine Erleuchtung. Ich muss dieses Buch zu Hause aufmerksam lesen. Vielleicht kann ich daraus etwas geistige Nahrung erhalten.“ Zurück zu Hause, schlug ich das Buch auf und fing an zu lesen – im Handumdrehen war ich darin vertieft. Je mehr ich es las, desto mehr wollte ich lesen und desto mehr spürte ich, dass da Licht in diesen Worten war, dass ihnen die Erleuchtung des Heiligen Geistes innewohnte und dass diese Worte unmöglich von einem gewöhnlichen Menschen gesprochen sein konnten. Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, verstand ich einige Wahrheiten, die ich zuvor beim Bibellesen nie verstanden hatte, und ich empfand ein Gefühl der inneren Klarheit und Freude. Es bewirkte, dass ich beten und dem Herrn näherkommen wollte – mein Glaube wuchs und mein geistlicher Zustand verbesserte sich immer mehr. Ich dachte: „Nur das Wirken des Heiligen Geistes kann dem Menschen Glaube und Kraft verleihen und den Geist des Menschen versorgen und nähren. Die Worte in diesem Buch kommen mit Sicherheit vom Heiligen Geist.“ Deshalb war das Erste, was ich jeden Morgen nach dem Aufstehen tat, dieses Buch zu lesen.

Eines Tages schlug ich das Buch auf und las den folgenden Abschnitt: „Gottes Eintritt in die Ruhe bedeutet, dass Er Sein Werk zur Errettung des Menschen nicht mehr ausführen wird. Das Eintreten der Menschheit in die Ruhe bedeutet, dass die gesamte Menschheit in Gottes Licht und unter Seinem Segen leben wird; es wird keine Verderbtheit durch Satan geben, noch werden irgendwelche ungerechten Dinge geschehen. Die Menschheit wird normal auf der Erde leben und sie wird unter Gottes Obhut leben“ („Gott und der Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eintreten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). An dieser Stelle setzte mein Herzschlag für einen Moment aus und ich dachte: „In der Zukunft wird der Mensch auf der Erde leben? Verhieß der Herr Jesus nicht, dass wir in der Zukunft im Himmel leben würden? Warum heißt es hier, dass wir uns auf Erden befinden werden? Wie könnte das möglich sein? Lese ich das falsch?“ Also las ich den Abschnitt noch einmal aufmerksam, und darin stand tatsächlich, dass der Mensch in Zukunft auf der Erde leben würde. Ich fragte mich, was das alles eigentlich zu bedeuten hatte. Das ging einfach nicht an – ich musste verstehen, was das wirklich zu bedeuten hatte. Ich las weiter: „Gott hat den Bestimmungsort Gottes und der Mensch hat den Bestimmungsort des Menschen. Während Seiner Ruhe wird Gott weiterhin die ganze Menschheit in ihrem Leben auf der Erde leiten. In Gottes Licht wird der Mensch den einen wahren Gott im Himmel anbeten. … Wenn die Menschheit in die Ruhe eintritt, so bedeutet dies, dass der Mensch eine wahre Schöpfung geworden ist; die Menschheit wird Gott von der Erde aus anbeten und normale menschliche Leben führen. Die Menschen werden Gott gegenüber nicht mehr ungehorsam sein oder Gott widerstehen; sie werden zum ursprünglichen Leben von Adam und Eva zurückkehren“ („Gott und der Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eintreten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Je mehr ich las, desto verwirrter war ich: Der Mensch wird Gott von der Erde aus anbeten? Wie sollte das geschehen? Erwähnt die Bibel nicht ein Dasein im Himmel? Wie könnte es auf der Erde geschehen? Ich eilte zu meiner Bibel, schlug Johannes 14,2-3 auf und las folgende Worte des Herrn Jesus: „In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen: Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin.“ Der Herr Jesus sagt deutlich, dass Seine Auferstehung und Himmelfahrt dazu dienten, uns eine Stätte zu bereiten, unser Bestimmungsort sollte also oben im Himmel sein. Das ist die Verheißung des Herrn! Ich dachte: „In diesem Buch steht etwas anderes, als das, was der Herr sagt, deshalb kann ich es nicht weiterlesen.“ Als ich das Buch zuschlug, war ich sehr verwirrt und ich wusste nicht, welches Handeln richtig war, also betete ich unentwegt zum Herrn: „Oh Herr, bitte führe mich und leite mich. Soll ich dieses Buch lesen oder nicht? Oh Herr, bitte erleuchte mich, führe mich …“ Nachdem ich gebetet hatte, dachte ich darüber nach, wie ich mich nach dem Lesen dieses Buches in meiner Beziehung zum Herrn näher gefühlt hatte, begeisterter war über meinen Glauben und dass mein Geist Nahrung erhalten hatte. Ich hatte das Gefühl, dass ich zu meinem früheren Zustand geistlicher Dürre zurückkehren würde, wenn ich dieses Buch niederlegte und aufhörte, es zu lesen. Da dieses Buch für mich so unglaublich erbauend gewesen war und da ich bestätigen konnte, dass es vom Heiligen Geist gekommen war und dass alles, was vom Heiligen Geist kommt, unmöglich falsch sein konnte, wusste ich, dass ich es nicht ablehnen und mich nicht weigern sollte, es zu lesen, selbst wenn einiges von seinem Inhalt nicht meinen Vorstellungen entsprach. Nachdem ich gründlich über all das nachgedacht hatte, beschloss ich, dass ich weiterlesen sollte, bevor ich zu einer Entscheidung käme.

Deshalb nahm ich das Buch wieder zur Hand und las weiter: „Der Ruheort des Menschen ist auf der Erde und der Ruheort Gottes ist im Himmel. Während der Mensch Gott in der Ruhe anbetet, wird er auf der Erde leben, und während Gott den verbleibenden Teil der Menschheit in der Ruhe führt wird Er sie vom Himmel aus führen, nicht von der Erde aus“ („Gott und der Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eintreten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Ich grübelte mehrfach darüber nach und dachte: „In diesem Abschnitt heißt es, dass Gottes Ruheort im Himmel ist und dass der Mensch, während er ruht, auf der Erde Gott anbeten wird. Könnte es sein, dass der Ruheort des Menschen wirklich auf der Erde ist, wie es hier heißt? Das ist unmöglich! Der Herr Jesus sagte bereits, dass wir dort sein werden, wo immer der Herr ist, und da der Herr Jesus auferstand und in den Himmel auffuhr, werden demnach auch wir mit Sicherheit in den Himmel auffahren!“ Ich dachte daran zurück, wie ich in den letzten Jahren für den Herrn den Weg geebnet hatte, wie ich so viel Leid ertragen hatte. Diente dieses ganze Leid nicht dazu, dass ich in den Himmel auffahren konnte und nicht länger das Leid der Welt erfahren musste? Wenn es wirklich so ist, wie es in diesem Buch heißt, dass der Mensch in der Zukunft weiterhin auf der Erde leben wird, würden sich meine Hoffnungen dann nicht im Sand verlaufen? Ich saß auf meinem Bett und konnte mich nicht rühren. Ich fühlte mich von Kopf bis Fuß schwach. Je mehr ich darüber nachdachte, desto unruhiger wurde ich. Ich wollte mir Klarheit darüber verschaffen, also eilte ich zum Haus meiner Schwester.

Als ich dort ankam, traf ich auf eine Frau mittleren Alters an, die mir meine Schwester als Schwester Li vorgestellte. Kurz darauf öffnete ich mich ihnen über meine Gedanken, die aufgekommen waren, nachdem ich dieses Buch gelesen hatte. Schwester Li ließ mich ausreden und hielt dann mit mir diese Gemeinschaft: „Schwester, alle von uns, die an den Herrn glauben, glauben, dass der Herr Jesus verhießen hat, uns eine Stätte zu bereiten, und dass, wo immer Er sich befindet, auch wir uns dort befinden werden. Wir denken, da der Herr Jesus zurück in die Himmel auffuhr, dann wird Er, wenn Er wiederkehren wird, uns mit Sicherheit im Himmel willkommen heißen, wo wir mit Ihm zusammenzuleben werden. Haben wir aber jemals darüber nachgedacht, ob eine solche Vorstellung, eine solche Hochrechnung, haltbar ist? Wenn es so wäre, wie wir es uns vorstellen, dass der Herr kommen und uns hinauf in den Himmel bringen wird, um dort zu leben, würden dann nicht die Worte im Vater Unser, ‚Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel‘ (Matthäus 6,10) und die Prophezeiung in der Offenbarung ‚Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein‘ (Offenbarung 21,3) keine Bedeutung mehr haben? Wie könnten sie sich erfüllen? Wenn der endgültige Bestimmungsort, den Gott uns geben wird, im Himmel wäre, welche Bedeutung hätte es dann, dass Er uns auf Erden leben lässt?“ Ich war nicht im Entferntesten überzeugt und erwiderte: „Auch wenn es so in der Heiligen Schrift steht, der Herr Selbst sagte: ‚Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe euch die Stätte zu bereiten, so will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seid, wo ich bin‘ (Johannes 14,2-3). Nachdem der Herr Jesus auferstanden war, fuhr Er auf in den Himmel, und hier sagt der Herr, dass Er hingehen wird, uns eine Stätte zu bereiten. Er sagt, dass da, wo Er ist, auch wir sein werden. Das beweist also, dass Gott uns verheißen hat, dass wir in den Himmel auffahren werden, um ewiges Leben zu erlangen, nicht dass wir ewiges Leben auf der Erde erlangen werden. Das kann niemand bestreiten!“ Schwester Li sprach geduldig weiter: „Schwester, es ist wahr, dass der Herr eine Stätte für diejenigen bereitet, die an Ihn glauben, aber ist diese Stätte tatsächlich auf der Erde, oder oben im Himmel? In diesen Worten des Herrn, wird das so nicht bekundet, worauf begründen wir es also, wenn wir sagen, dass die Stätte, die Er für uns bereitet, im Himmel ist? Ist das tatsächlich die Verheißung des Herrn oder ist es unsere eigene Vorstellung und Einbildung? Für diejenigen von uns, die an den Herrn glauben, sollten alle Dinge auf dem Wort des Herrn basieren – wir sollten die Worte des Herrn nicht mit unseren eigenen Vorstellungen und Einbildungen verfälschen und dann behaupten, das wäre, was Er gemeint habe. Ist das nicht, uns nach unseren eigenen Gedanken zu richten, um das Wort des Herrn zu deuten? Ist das nicht, das Wort des Herrn zu verzerren? Wir können uns nicht auf die Vorstellungen in unseren Köpfen und unsere eigenen Gedanken und Vorlieben verlassen, um das Wort des Herrn zu deuten. Damit machen wir einen Fehler. In Genesis 2,7-8 heißt es: ‚Und Jehova Gott machte den Menschen aus einem Erdenkloß, uns blies ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine lebendige Seele. Und Jehova Gott pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte.‘ Es ist klar, dass Gott am Anfang den Menschen auf der Erde schuf, und bevor Gott den Menschen schuf, schuf Er zunächst alle Dinge, um für den Menschen eine Umgebung vorzubereiten, die sich für unser Überleben eignet. Das zeigt uns, dass es der Wille Gottes ist, dass wir auf der Erde leben. Außerdem lässt uns der Herr im Vater Unser zu Gott beten, dass Sein Reich auf Erden komme. Das Buch der Offenbarung prophezeit es: ‚Es sind die Reiche der Welt unsers HERRN und seines Christus geworden‘ (Offenbarung 11,15) und ‚Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! und er wird bei ihnen wohnen‘ (Offenbarung 21,3). Aus diesen Versen und Prophezeiungen können wir erkennen, dass die Stätte, die Gott für uns bereitet, auf der Erde ist und dass unser zukünftiger Bestimmungsort auf der Erde ist, nicht im Himmel.“ Schwester Li’s Gemeinschaft widersprach völlig meinen Vorstellungen. Ich hörte dem, was sie sagte, einfach nicht zu. Ich stand auf und sagte verärgert zu ihr: „Ich habe genug gehört! All die Jahre habe ich den Weg geebnet, mich für den Herrn aufgewendet und gelitten, damit ich in den Himmel auffahren kann! Ich habe immer herbeigesehnt, dass der Herr mich nach Hause bringt, hoch in den Himmel, damit ich auf Erden nicht länger leide. Du aber sagst, dass unser endgültiger Bestimmungsort auf Erden sei. Das kann ich einfach nicht akzeptieren.“ Nachdem ich das gesagt hatte, drehte ich mich um und ging. Meine jüngere Schwester eilte herbei, um mich zur Vernunft zu bringen: „Hey, wie kannst du so stur sein? Ist diese Vorstellung, an der du festhältst, richtig? Du kennst die wahre Bedeutung der Worte des Herrn nicht ‚Ich gehe hin euch die Stätte zu bereiten‘, sondern hältst an deiner eigenen Meinung fest. Heißt das nicht, töricht zu sein? Das ist nicht die Art von Haltung, die Wahrheitssuchende haben sollten! Der Herr Jesus, den wir uns herbeigesehnten, ist bereits zurückgekehrt – der Allmächtige Gott ist die Wiederkunft des Herrn Jesus! Das Buch, das ich dir zu lesen gab, enthält die persönlichen Kundgebungen und Worte Gottes! Der Herr, auf dessen Wiederkunft wir jeden Tag gewartet haben, ist jetzt wiedergekehrt. Wir müssen aufmerksam zuhören. Wir dürfen diese einmalige Gelegenheit auf keinen Fall verpassen!“

Ich war schockiert, als ich das alles von meiner Schwester hörte. Ich konnte meinen Ohren einfach nicht trauen: Der Herr ist wiedergekehrt? Ist das wahr? Dann sagte meine Schwester: „Hast du eben nicht gesagt, dass die Worte in diesem Buch vom Heiligen Geist kämen? Du hast gesagt, dass es dich beim Lesen mit viel geistlicher Nahrung versorgt hat, dass du das Wirken des Heiligen Geistes erlangt hast und deine Beziehung zum Herrn vertrauter geworden ist. Nun denk darüber nach: Abgesehen von den Worten des Herrn Selbst, wer kann sonst noch auf eine Weise sprechen, die so eine Wirkung erzielt? Jetzt ist der Herr zurückgekehrt, um zu wirken und neue Worte auszusprechen, und wir können die Süße der Worte Gottes genießen. Wenn wir nicht suchen und es nicht überprüfen, wenn wir nur blind an unseren eigenen Vorstellungen und Einbildungen und am Literalsinn der Bibel festhalten, dann werden wir uns am Ende selbst zugrunde richten. Zu ihrer Zeit hielten die Pharisäer, die in der Bibel bewandert waren, blind an den Worten der Bibel fest, doch sie versuchten überhaupt nicht zu hinterfragen, ob ihr eigenes Bibelverständnis richtig war oder nicht oder ob es mit Gottes Willen übereinstimmte oder nicht. Stattdessen glaubten sie einfach, dass jemand, der nicht ‚der Messias‘ hieß, nicht der Erlöser wäre, der kommen würde. Sie überprüften einfach nicht, ob der Weg des Herrn Jesus geistige Nahrung für das Leben des Menschen bereitstellte oder ob er einen Weg zum Praktizieren bieten konnte. Sie hielten einfach stur an ihren Vorstellungen und Einbildungen fest und lehnten blind die Erlösung des Herrn Jesus ab. Am Ende begingen sie die abscheuliche Sünde, den Herrn Jesus ans Kreuz zu schlagen. Wir können nicht in die Fußstapfen der Pharisäer treten und deren Weg des Widerstandes gegen Gott einschlagen!“ Nachdem ich den Worten meiner Schwester zugehört hatte, dachte ich: „Was meine Schwester sagt, ist vernünftig. Nur die Worte des Herrn sind die Lösung für einen verdorrten Geist.“ Ich dachte daran zurück, wie mein geistlicher Zustand wirklich immer besser geworden war, seitdem ich mit dem Lesen dieses Buches begonnen hatte. Es hatte mir Glauben an Gott gegeben und ich konnte Gottes Gegenwart spüren. Ich hatte sogar einige Wahrheiten verstanden. Konnte es sein, dass die Worte in diesem Buch wirklich die Kundgebungen der Wiederkunft des Herrn waren? Dass der Herr wiederkehrt, ist eine wichtige Sache. Ich wusste, dass ich das nicht blind ablehnen und beurteilen konnte, sondern mich bemühen musste, nachzuforschen und zu suchen. Ich konnte nicht wie diese Pharisäer sein, die nicht nach der Wahrheit suchten, sondern nur an ihren Vorstellungen festhielten und sich Gott widersetzten! In diesem Moment fühlte ich mich sowohl angenehm überrascht als auch verängstigt. Ich war angenehm überrascht, weil ich an den Herrn glaubte und herbeisehnte, dass Er zurückkehren und mich ins Himmelreich aufzunehmen würde, wo ich ein sorgenfreies Leben führen konnte und nicht länger ein schweres Leben auf Erden leben musste, und weil ich an diesem Tag die Nachricht von der Wiederkunft des Herrn erhalten hatte. Das war wirklich ein gewaltiges und freudiges Ereignis. Ich war verängstigt, denn sollte der Allmächtige Gott die Wiederkunft des Herrn sein, dann würde mein Traum, auf den Herrn zu warten, damit Er mich ins Himmelreich bringt, zerstört werden … Mein Herz befand sich in völliger Aufruhr – es war von verschiedenen Gefühlen überflutet. Inmitten dieser Hilflosigkeit blieb mir nur, mich im Gebet an den Herrn zu wenden: „Oh Herr! Jeden Tag habe ich mich darauf gefreut, dass Du kommst, um mich in Deine himmlische Heimat zu bringen, aber sie sagen, dass die Stätte, die Du für meinen endgültigen Bestimmungsort bereitet hast, hier auf der Erde sei. Ich bin wirklich nicht in der Lage, diese Tatsache zu konfrontieren. Ich will wirklich nicht mehr ein so schweres Leben auf Erden leben. Oh Herr! Ich leide gerade wirklich in meinem Herzen, bitte hilf mir und führe mich auf dem Weg, der vor mir liegt.“ Nachdem ich gebetet hatte, kamen mir diese Worte des Herrn Jesus in den Sinn: „Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr“ (Matthäus 5,3). Es ist wahr! Der Herr findet Gefallen an jenen, die geistlich arm sind und die nach der Wahrheit suchen, und nur sie können in das Himmelreich eingehen. Ich sollte jemand sein, der geistlich arm ist – nur ihrer Gemeinschaft aufmerksam zuzuhören entspricht dem Willen des Herrn.

Genau in diesem Moment sagte Schwester Li: „Der Herr sagte: ‚Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen‘ (Matthäus 5,8). Wir sollten auf das Wort des Herrn hören; wir sollten reinen Herzens sein, um die Wiederkunft des Herrn zu begrüßen. Obwohl das Werk, das Gott heute ausführt, nicht mit unseren Vorstellungen und Einbildungen übereinstimmt, ist alles, was Gott tut, um der Menschheit willen, und alles beinhaltet den Willen Gottes – darin liegt Wahrheit, die es zu suchen gilt. Wenn wir es nicht voll und ganz verstehen, müssen wir uns selbst zunächst zurückstellen und uns bemühen, nach der Wahrheit zu suchen, damit wir die Erleuchtung Gottes empfangen und Seinen Willen verstehen können. Schwester, öffne bitte dein Herz und sag uns, worüber auch immer du dir noch um Unklaren bist, dann können wir miteinander in Gemeinschaft suchen.“ Ich hatte das Gefühl, dass das, was Schwester Li gesagt hatte, Sinn ergab und dass ich mich beruhigen und suchen musste, also sagte ich: „Schwester, es gibt eine Sache, die ich nicht verstehe. Weshalb ist unser endgültiger Bestimmungsort nicht im Himmel, sondern stattdessen hier auf Erden?“ Schwester Li fand Johannes 3,13: „Und niemand fährt gen Himmel, denn der vom Himmel herniedergekommen ist, nämlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist,“ und Jesaja 66,1 „Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meine Fußbank“ und gab mir diese beiden Verse zu lesen. Dann hielt sie Gemeinschaft über die Bedeutung dieser beiden Textstellen. Ihre Gemeinschaft brachte plötzlich Licht in mein Herz – ich war mit diesen Bibelversen bereits vertraut, hatte ich vorher also wirklich nie über sie nachgedacht? Der Herr sagt sehr deutlich, dass mit Ausnahme des Menschensohnes, der vom Himmel herabkam, kein Mensch in den Himmel auffahren kann, denn der Himmel ist Gottes Thron und die Erde ist Gottes Fußbank, wie also könnte der Mensch würdig sein, in den Himmel aufzufahren? Gott schuf den Menschen auf Erden und ließ uns auf Erden leben. Seit genau dem Tag, als Gott den Menschen schuf, hat der Mensch die Erde bewohnt und sich dort vermehrt, Generation um Generation. Das gesamte Werk zur Errettung der Menschheit ist ebenfalls auf Erden durchgeführt worden. Das wurde von Gott vor langer Zeit vorherbestimmt und niemand kann das ändern. Sie fuhr fort, die Bibel in ihre Gemeinschaft einzubringen und sprach darüber, wie der Herr gesagt hatte, dass Er uns eine Stätte bereiten würde. Sie erläuterte, dass sich dies auf die Erscheinung und das Werk des fleischgewordenen Gottes auf Erden in den letzten Tagen bezöge und dass Er vorherbestimmt habe, dass wir in den letzten Tagen geboren würden, dass wir Gottes Stimme hören, vor Gottes Thron entrückt, Gottes Gericht und Reinigung der letzten Tage annehmen und schließlich in Gottes Königreich geführt würden. Dies sei die wahre Bedeutung der Worte „auf daß ihr seid, wo ich bin“ (Johannes 14,3). Mir wurde klar, dass Gottes Königreich tatsächlich auf der Erde ist und dass der endgültige Bestimmungsort der Menschheit auf der Erde ist und nicht im Himmel! Die ganze Zeit hatte ich inmitten meiner eigenen Vorstellungen und Einbildungen gelebt, ich hatte Gottes Wiederkunft nur darauf begrenzt, zum Leben in den Himmel gebracht zu werden, aber das entspricht ganz und gar nicht dem Willen des Herrn oder den Tatsachen! Dennoch wollte ich immer noch kein solches Leben auf Erden leben und von Satan heimgesucht werden. Danach erklärte ich Schwester Li die Gedanken in meinem Inneren.

Schwester Li ließ mich ausreden und schlug dann das Buch „Das Wort erscheint im Fleisch“ auf und las mir einen Abschnitt aus dem Wort des Allmächtigen Gottes vor: „Das Leben in Ruhe ist eines ohne Krieg, ohne Schmutz, ohne andauernde Ungerechtigkeit. Das heißt, es fehlen die Belästigung Satans (hier bezieht sich ‚Satan‘ auf feindliche Mächte), Satans Verderbtheit sowie die Invasion jedweder Macht, die sich Gott widersetzt. Alles folgt seiner eigenen Art und betet den Herrn der Schöpfung an. Himmel und Erde sind vollkommen ruhig. Dies ist das erholsame Leben der Menschheit. … Nachdem Gott und der Mensch in die Ruhe eingetreten sind, wird Satan nicht länger existieren, und wie Satan werden jene frevelhaften Menschen auch nicht mehr existieren. Bevor Gott und der Mensch in die Ruhe eintreten, werden jene frevelhaften Personen, die einst Gott auf der Erde verfolgten, und die Feinde, die Ihm gegenüber ungehorsam waren, schon vernichtet worden sein; sie werden durch die großen Katastrophen der letzten Tage vernichtet worden sein. Nachdem jene frevelhaften Personen vollkommen vernichtet worden sind, wird die Erde nie wieder Satans Belästigungen erleben. Die Menschheit wird die vollkommene Errettung erlangen, und erst dann endet Gottes Werk vollständig. Dies sind die Voraussetzungen, dass Gott und der Mensch in die Ruhe eintreten“ („Gott und der Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eintreten“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“).

Durch das Lesen der Worte des Allmächtigen Gottes begriff ich: Auch wenn wir weiterhin auf Erden leben werden, sobald Gott Seine letzte Phase des Werks der Errettung der Menschheit beendet, wird Satan vernichtet werden, und während unseres irdischen Lebens werden wir nie wieder von Satan gestört werden, wir werden uns nie wieder abmühen oder bekümmert sein und es wird keine Tränen oder Seufzer mehr geben. Es wird genauso sein wie zu jener Zeit, als Adam und Eva im Garten Eden lebten. Wir werden frei sein, um Gott anzubeten, und dort ein wunderbares und gesegnetes Leben führen, wo Gott bei den Menschen ist. Das ist der endgültige Bestimmungsort der Menschheit und das, was Gott in Seinem Werk der letzten Tage am Ende vollbringen wird. Es ist wirklich großartig! In diesem Moment rief ich: „Wer könnte den endgültigen Bestimmungsort der Menschheit so deutlich erklären? Wer könnte das Ende der Menschheit verfügen? Nur Gott könnte das tun!“ In den Worten des Allmächtigen Gottes erkannte ich Gottes Stimme und sah, dass das Werk des Allmächtigen Gottes das Erscheinen und Wirken Gottes ist! Die Vorstellungen in meinem Inneren waren endlich beseitigt worden, ich nahm freudig das Werk der letzten Tage des Allmächtigen Gottes an und kehrte vor Gottes Thron zurück.

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