32. An diesem Tag war der Himmel besonders klar und sonnig

Von Tian Ying, China

Früher war ich eine Gläubige der Drei-Selbst-Kirche in China. Als ich begann, den Zusammenkünften beizuwohnen, sagten die Pastoren oft zu uns: „Brüder und Schwestern, in der Bibel steht: ‚Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig‘ (Römer 10,10). Wir sind aufgrund unseres Glaubens gerechtfertigt worden und da wir an Jesus glauben, sind wir errettet worden. Wenn wir an irgendetwas anderes glauben würden, wären wir nicht errettet …“ Ich behielt diese Worte der Pastoren stets im Sinn. Sie spornten mich an, während ich leidenschaftlich strebte und den Zusammenkünften aktiv beiwohnte und auf das Kommen des Herrn wartete, damit Er mich in das Himmelreich aufnahm. Später wurde in der Kirche eine Reihe von gesetzwidrigen Taten begangen, weshalb ich der Versammlungen überdrüssig wurde. Die Pastoren untereinander waren untereinander uneinig und gespalten, jeder versuchte, sich an der Spitze zu etablieren und seinen eigenen Machtbereich aufzubauen. Darüber hinaus unterlagen die Predigten der Pastoren zwingend den Vorschriften der Zentralabteilung Vereinigte Arbeitsfront (UFWD). Die UFWD erlaubte unseren Pastoren nicht, aus dem Buch der Offenbarung zu predigen, weil sie befürchtete, dass das „Unruhe unter dem Volk“ hervorrufen würde. Folglich predigten sie nicht darüber. Die Pastoren predigten oft über Spenden, und sagten, dass je mehr jemand spendete, der Segen desto größer sei, den sie von Gott erhalten würden. Als ich sah, dass das die Umstände in der Kirche waren, war ich vollkommen verwirrt: Wie konnte es in der Kirche zu so etwas kommen? Glauben die Pastoren nicht an den Herrn? Warum befolgen sie nicht das Wort des Herrn? Warum hatten sie nicht die geringste Ehrfurcht vor dem Herrn? Von diesem Zeitpunkt an wollte ich nicht mehr zu den Zusammenkünften in der Drei-Selbst-Kirche gehen, weil ich das Gefühl hatte, dass sie nicht wirklich an Gott glaubten, dass sie falsche Hirten waren, die vorgaben, an Gott zu glauben, um an das mühsam verdiente Geld der Brüder und Schwestern zu kommen.

Ende 1995 trat ich ohne zu zögern aus der Kirche aus und trat einer Sola-Fide-Hauskirche bei (Rechtfertigung durch Glauben). Anfangs dachte ich, dass ihre Predigten den Beschränkungen der nationalen Regierung nicht unterlagen und sie integrierten sogar das Buch der Offenbarung in ihre Predigten und setzten sich mit den letzten Tagen, der Wiederkunft des Herrn und so weiter auseinander. Demnach war ich der Meinung, dass ihre Predigten viel besser seien als die der Pastoren in der Drei-Selbst-Kirche und dass es im Vergleich zu den Zusammenkünften in der Drei-Selbst-Kirche mehr Freude bereitete, sich hier zu versammeln. Ich war sehr glücklich. Aber nach einiger Zeit entdeckte ich, dass hier unter den Mitarbeitern auch manche waren, die neidisch wurden, Dinge anfochten und Spaltungen verursachten. Keiner der Brüder und Schwestern lebte die Anforderungen des Herrn aus und sie waren nicht so liebend, wie sie es einmal gewesen waren. Als ich sah, dass es zwischen dieser Kirche und der Drei-Selbst-Kirche keinen wirklichen Unterschied gab, war ich sehr enttäuscht, aber ich wusste auch nicht, wo ich eine Kirche finden konnte, die das Wirken des Heiligen Geistes hatte. Da es keine bessere Option gab, hatte ich keine andere Wahl, als in der Sola-Fide-Hauskirche zu bleiben. Ich besuchte weiterhin die Versammlungen. Alle Pastoren und Prediger sagten: „Einmal errettet, immer errettet“ und „solange ihr bis zum Ende standhaltet, euch für den Herrn abmüht und für Ihn arbeitet und euch an den Weg des Herrn haltet, werdet ihr ins Himmelreich eingehen können.“ Folglich dachte ich mir damals: „Unabhängig davon, was mit anderen Menschen geschieht, solange ich in meinem Glauben an den Herrn Jesus standhaft bleibe und von dem Weg des Herrn nicht abweiche, werde ich die Chance haben, ins Himmelreich entrückt zu werden, wenn der Herr wiederkehrt.“

Im Handumdrehen war es plötzlich Ende 1997. Gottes Evangelium des Königreichs hatte uns bereits erreicht und unsere Kirche war völlig in Aufruhr geraten. Kirchenführer Li sagte zu uns: „Heutzutage ist eine Gruppe aufgetaucht, die den Östlichen Blitz verbreitet. Sie stehlen gute Schafe von verschiedenen Konfessionen und sie sagen, dass der Herr Jesus bereits wiedergekehrt sei und dass Er eine neue Phase an Werk ausführe. Der Herr Jesus wurde für uns ans Kreuz geschlagen, Er hat bereits den Preis mit Seinem Leben bezahlt, um uns zu erlösen. Wir wurden bereits errettet, wir müssen nur bis zum Ende standhalten, und wenn der Herr wiederkehrt, werden wir gewiss ins Himmelreich entrückt werden. Deshalb müssen wir vorsichtig sein, und wir können diese Menschen vom Östlichen Blitz auf keinen Fall empfangen. Wer auch immer sie empfängt, wird von der Kirche ausgeschlossen werden! Ihr müsst euch davor hüten, auf das zu hören, was sie sagen, und ihr müsst euch davor hüten, ihre Bücher zu lesen …“ Es schien, dass alle Mitarbeiter auf allen Ebenen bei fast jeder Versammlung über diese Dinge sprachen. Nachdem sie das gehört hatten, fingen die Brüder und Schwester unbemerkt an, dem Östlichen Blitz Widerstand zu leisten und sich vor ihm in Acht zu nehmen. Ich fing an, noch vorsichtiger und achtsamer zu sein, weil ich fürchtete, vom Östlichen Blitz gestohlen zu werden und meine Gelegenheit zu versäumen würde, in das Himmelreich einzugehen.

Das neue Jahr 1998 hatte gerade begonnen, als ich eines Tages unerwarteterweise und zufällig jemandem von der Kirche des Allmächtigen Gottes begegnete, und ich hatte das Glück, zum ersten Mal den Weg des Östlichen Blitzes zu hören. Meine ältere Schwester rief mich an diesem Tag an und lud mich zu ihr nach Hause ein. Sie hatte Schwester Hu aus ihrem Dorf ebenfalls eingeladen vorbeizukommen. Als Schwester Hu mich sah, lächelte sie und sagte: „Oh, es ist gut, dass du gekommen bist. Eine entfernte, gläubige Verwandte von mir ist zu Besuch. Wie wäre es, wenn wir alle zusammenkommen würden?“ Ich stimmte gerne zu. Kurz darauf kam Schwester Hu mit ihrer Verwandten zurück. Als diese Schwester uns sah, begrüßte sie uns freudig. Obwohl ich ihr nie zuvor begegnet war, empfand ich eine gewisse Vertrautheit. Sie sagte: „Heutzutage gibt es in den Kirchen eine weitverbreitete Trostlosigkeit. Die Prediger haben nichts Frisches oder Neues, worüber sie predigen können. Bei jeder Zusammenkunft, wenn sie nicht gerade darüber predigen, wie man dem Östlichen Blitz Widerstand leistet, geht es nur um das Anhören von Tonbändern und das Singen von Lobliedern. Das ist alles, was bei Versammlungen stattfindet. Mitarbeiter liefern sich eifersüchtige Streitereien, sie konspirieren und verschwören sich, sie sind alle äußerst selbstgerecht und keiner hört dem Anderen zu; die Brüder und Schwestern sind negativ und schwach und sie haben ihren Glauben verloren und ihre Liebe eingebüßt. Viele haben den Herrn verlassen, um zur Welt zurückzukehren und Geld zu machen.“ Tief in mir empfand ich das Gleiche und während ich nickte, sagte ich zu der Schwester: „So ist es auch in meiner Kirche. Früher waren an jedem Veranstaltungsort 20 - 30 Personen bei unseren monatlichen Versammlungen, aber jetzt sind es nur ein paar ältere Menschen und sogar die Prediger sind in die Welt hinausgegangen, um Geld zu verdienen! Man kann an den Zusammenkünften keine Freude haben.“ Die Schwester nickte und sagte: „Diese Art von Situation besteht nicht mehr nur in bestimmten Kirchen. Das ist ein weitverbreitetes Phänomen in der ganzen religiösen Welt. Das zeigt, dass man das Wirken des Heiligen Geistes nicht mehr innerhalb der Kirche finden kann, weshalb ständig gesetzwidrige Taten begangen werden – das ist ein Zeichen für die Wiederkunft des Herrn. Das ist genauso wie damals, als am Ende des Zeitalters des Gesetzes der Tempel zu einem Ort des Viehverkaufs und des Geldwechsels wurde. Das lag daran, dass Gott bereits aufgehört hatte, Sein Werk im Tempel auszuführen. Stattdessen war Gott als der Herr Jesus Fleisch geworden, um eine neue Phase an Werk außerhalb des Tempels auszuführen.“ Ich hörte aufmerksam zu und nickte hin und wieder. Die Schwester sprach weiter: „Schwester, in Lukas 17,24-26 heißt es: ‚Denn wie der Blitz oben vom Himmel blitzt und leuchtet über alles, was unter dem Himmel ist, also wird des Menschen Sohn an seinem Tage sein. Zuvor aber muß er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht.‘ Wie interpretierst du diese Zeilen in der Heiligen Schrift?“ Ich dachte eine Zeitlang ernsthaft darüber nach, lachte unbeholfen und sagte: „Schwester, sind das nicht Zeilen aus der Heiligen Schrift, die vom Kommen des Herrn erzählen?“ Die Schwester antwortete: „Diese Zeilen der Heiligen Schrift befassen sich mit dem Kommen des Herrn. Darin ist aber nicht vom Kommen des Herrn Jesus in jenen alten Zeiten die Rede. Sie beziehen sich vielmehr auf das Kommen des Herrn in den letzten Tagen, denn der Herr prophezeit hier sehr deutlich, was geschehen wird, wenn Er in den letzten Tagen wiederkehrt. Schwester, im Augenblick ist der Glaube der Gläubigen in der Kirche erkaltet, sie sind negativ und schwach. Das ist, weil Gott erneut Fleisch wurde, um eine neue Phase an Werk durchzuführen. Gottes Werk ist vorangeschritten und jeder, der Gottes neuem Werk nicht folgt, wird das Wirken des Heiligen Geistes verlieren“ Sobald ich die Schwester sagen hörte, dass der Herr Jesus bereits wiedergekehrt sei, vermutete ich sofort, dass sie zum Östlichen Blitz gehörte, und mir wurde sofort bang ums Herz. Das Lächeln verschwand ebenfalls von meinem Gesicht, während die Worte meiner Kirchenleiter, die die Kirche abgeschottet hatten, sofort in meinem Kopf auftauchten: „An Jesus zu glauben ist, errettet zu sein, und einmal errettet, immer errettet! … Empfangt nicht die Leute vom Östlichen Blitz! …“ Als ich an diese Worte meiner Kirchenleiter dachte, wollte ich zurück nach Hause eilen. Doch als mir dieser Gedanke in den Sinn kam, erleuchtete mich der Herr, indem Er mich an einen Vers in einem Loblied denken ließ: „Jesus ist unsere Zuflucht, wenn du Schwierigkeiten hast, verstecke dich bei Ihm, wenn der Herr und du, wenn ihr zusammen seid, was hast du zu befürchten?“ „Das ist es!“, dachte ich. „Wenn ich den Herrn an meiner Seite habe, was habe ich dann zu befürchten? Die Dinge, vor denen ich mich fürchte, kommen nicht von Gott, sie kommen von Satan.“ Genau in diesem Moment sagte die Schwester: „Wenn jemand von euch irgendwelche Fragen hat, darf er sie gerne stellen. Das Wort Gottes wird alle Probleme und Schwierigkeiten, die wir haben, beseitigen können.“ Als ich die Schwester das sagen hörte, dachte ich bei mir: „Du wirst meine Fragen wohl nicht beantworten können! Ich muss jetzt genau herausfinden, was wirklich vom Östlichen Blitz gepredigt wird und wie sie es schaffen, so viele gute Schafe zu stehlen!“

Als ich darüber nachdachte, beschloss ich, mich gleich hierzu zu äußern und sagte: „Unsere Leiter sagen immer, dass der Herr Jesus für uns ans Kreuz geschlagen wurde und dass Er den Preis mit Seinem Leben bereits bezahlte, um uns zu erlösen, somit sind wir bereits errettet worden. Es ist in der Heiligen Schrift aufgezeichnet: ‚Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und so man mit dem Munde bekennt, so wird man selig‘ (Römer 10,10). Da wir einmal eettet wurden, sind wir für immer errettet, und solange wir bis zum Ende standhalten, werden wir gewiss ins Himmelreich entrückt werden, wenn der Herr wiederkehrt. Das ist die Verheißung, die der Herr uns gegeben hat. Folglich müssen wir kein neues von Gott vollbrachtes Werk annehmen.“

Die Schwester lächelte und sagte zu mir: „Viele Gläubige denken, dass der Herr Jesus bereits für uns ans Kreuz geschlagen worden sei, und da Er bereits mit Seinem Leben den Preis bezahlte, um uns zu erlösen, wir bereits errettet worden seien. Die Menschen glauben, dass einmal errettet zu sein, für immer errettet zu sein bedeute, dass wir nur bis zum Ende standzuhalten müssten, und dann, wenn der Herr wiederkehrt, gewiss ins Himmelreich entrückt würden und kein neues von Gott vollbrachtes Werk annehmen müssten. Aber ist diese Denkweise wirklich richtig? Entspricht sie wirklich dem Willen des Herrn? Tatsächlich ist diese Idee, ‚einmal errettet zu sein heißt für immer errettet zu sein, und wenn der Herr wiederkehrt, werden wir ins Himmelreich entrückt werden‘ nur die Auffassung und Vorstellung des Menschen und Sie stimmt einfach nicht mit dem Wort des Herrn überein. Der Herr Jesus sagte kein einziges Mal, dass diejenigen, die durch ihren Glauben errettet wurden, in das Himmelreich eingehen dürfen, sondern Er sagte vielmehr: ‚Sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel‘ (Matthäus 7,21). ‚Errettet zu sein‘ und ‚den Willen tun meines Vaters im Himmel‘, ist nicht dasselbe. Wenn wir davon sprechen ,aufgrund unseres Glaubens errettet zu sein‘, dann bezieht sich dieses ,errettet sein‘ auf die Vergebung unserer Sünden. Das heißt, wenn jemand nach dem Gesetz getötet werden sollte, aber dann vor den Herrn treten würde und Buße täte und die Errettung des Herrn empfangen würde, dann würde der Herrn ihm seine Sünden vergeben, und diese Person würde sich von der Verurteilung durch das Gesetz befreien und nicht mehr dem Gesetz nach getötet werden. Das ist die wahre Bedeutung von ,errettet sein‘. Aber errettet sein bedeutet nicht, dass einem Menschen die Sünden erlassen worden sind und dass er gereinigt worden ist. Wir alle haben das umfassend erfahren. Auch wenn wir seit vielen Jahren an den Herrn glauben, dem Herrn unsere Sünden oft beichten und Buße tun und auch die Freude und den Frieden der Vergebung unserer Sünden genießen, begehen wir unabsichtlich trotzdem oft Sünden, wir sind an unsere Sünden gebunden. Das ist eine Tatsache. Zum Beispiel: Unsere Arroganz, Verschlagenheit, Selbstsucht, Habsucht, Boshaftigkeit und andere Teile unserer verdorbenen Disposition existieren trotzdem weiterhin; wir genießen trotzdem das Streben nach den Trends in der Welt, nach Reichtum und Ansehen und den Freuden des Fleisches und wir begehren sündige Freuden. Um unsere persönlichen Interessen zu schützen, sind wir ebenfalls fähig, oft Lügen zu erzählen und andere zu täuschen. Folglich bedeutet ,errettet sein‘ nicht, dass man die vollständige Errettung erlangt hat. Das ist eine Tatsache, die in der Bibel steht: ‚Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig‘ (Levitiku 11,45). Gott ist heilig, würde Er demnach zulassen, dass denjenigen, die oft sündigen und sich Gott widersetzen, das Himmelreich betreten? Wenn du glaubst, dass diejenigen, die durch ihren Glauben erlöst wurden, in das Hmmelreich eingehen dürfen, warum sagt der Herr Jesus dann die folgenden Worte? ‚Es werden nicht alle, die zu mir sagen: HERR, HERR! ins Himmelreich kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: HERR, HERR! haben wir nicht in deinem Namen geweissagt, haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben, und haben wir nicht in deinem Namen viele Taten getan? Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet alle von mir, ihr Übeltäter!‘ (Matthäus 7,21-23). Warum wird gesagt, dass der Herr, wenn Er wiederkehrt, die Ziegen von den Böcken und den Weizen von der Spreu trennen wird? Deshalb ist es völlig unhaltbar, zu sagen, dass, diejenigen, die aufgrund ihres Glaubens erlöst wurden, ins Himmelreich eingehen dürfen. Das steht völlig im Widerspruch zu den Worten des Herrn Jesus und setzt sich über die Worte des Herrn Jesus hinweg! Wenn wir folglich das Wort des Herrn nicht empfangen und daran glauben, sondern vielmehr an den Trugschlüssen festhalten, die von den Pastoren und Ältesten verbreitet werden, wenn wir uns in unserem Glauben an Gott auf unsere eigenen Auffassungen und Vorstellungen verlassen, dann werden wir nie fähig sein, Gottes Anforderungen gerecht zu werden, und wir werden nie fähig sein, ins Himmelreich entrückt zu werden.“

Ich dachte über die Worte der Schwester nach und spürte, dass das, was sie sagte, jede Menge Sinn ergab. Und so saß ich dort und hörte schweigend zu. Die Schwester sprach weiter: „Das Wort des Allmächtigen Gottes hat bereits das Geheimnis des Errettetwerdens und des Erlangens vollständiger Errettung offenbart, wir wollen also nun einen Blick auf das Wort des Allmächtigen Gottes werfen und sehen, was Er darüber zu sagen hat. Der Allmächtige Gott sagt: ‚Zu der damaligen Zeit war die Arbeit Jesu die Erlösung der gesamten Menschheit. Die Sünden all jener, die an Ihn glaubten, wurden vergeben; solange du an Ihn glaubtest, würde Er dich erlösen. Wenn du an Ihn glaubtest, warst du kein Sünder mehr, du warst von deinen Sünden befreit. Das bedeutete es, errettet und durch den Glauben gerechtfertigt zu werden. In denjenigen, die glaubten, verblieb jedoch das, was gegen Gott aufbegehrte, sich widersetzte und noch langsam beseitigt werden musste. Erlösung bedeutete nicht, dass der Mensch von Jesus vollkommen gewonnen war, sondern dass der Mensch keine Sünden mehr hatte, dass ihm seine Sünden vergeben worden waren: unter der Voraussetzung, dass du glaubtest, würdest du nie mehr von der Sünde sein‘ („Die Vision von Gottes Arbeit (2)“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). ‚Bevor der Mensch erlöst wurde, war bereits viel von Satans Gift in ihn gepflanzt worden. Nach tausenden von Jahren unter der Verdorbenheit Satans wohnt dem Menschen eine Natur inne, die sich Gott widersetzt. Deshalb handelt es sich um nichts weiter als Erlösung, wenn der Mensch erlöst worden ist, wobei der Mensch zu einem hohen Preis gekauft wird, jedoch die vergiftete Natur in ihm nicht ausgelöscht worden ist. Ein Mensch, der so verunreinigt ist, muss sich einer Veränderung unterziehen, bevor er würdig ist, Gott zu dienen. Durch diese Arbeit des Urteils und der Züchtigung wird der Mensch die ihm innewohnende schmutzige und verdorbene Substanz voll und ganz in Erfahrung bringen und er wird dazu fähig sein, sich vollkommen zu ändern und rein werden. Nur auf diese Weise kann der Mensch würdig sein, vor den Thron Gottes zurückzukehren. … Obwohl der Mensch von seinen Sünden erlöst wurde, und sie ihm vergeben wurden, wird dies nur folgendermaßen erachtet: Gott kann sich an die Verfehlungen des Menschen nicht erinnern und behandelt den Menschen nicht seinen Verfehlungen entsprechend. Wenn der Mensch jedoch im Fleisch lebt und nicht von seinen Sünden befreit worden ist, so kann er nur weiterhin sündigen und endlos die verdorbene, satanische Disposition enthüllen. So ist das Leben, das der Mensch führt: Ein endloser Kreislauf von Sünde und Vergebung. Die meisten Menschen sündigen am Tag, nur um dann am Abend zu beichten. Auch wenn das Sühneopfer auf ewig für den Menschen wirksam ist, könnte es den Menschen nicht von der Sünde zu retten. Nur die Hälfte der Arbeit der Erlösung ist vervollständigt worden, denn der Mensch hat immer noch eine verdorbene Disposition. … Sie ist tiefer als die Sünde, von Satan gepflanzt und liegt tief im Inneren des Menschen verwurzelt. Für den Menschen ist es nicht einfach, sich seiner Sünden bewusst zu werden. Der Mensch ist unfähig, seine eigene, tiefverwurzelte Natur zu erkennen. Nur durch das Urteil des Wortes können Wirkungen wie diese erreicht werden. Nur so kann der Mensch von dem Punkt an allmählich geändert werden‘ („Das Geheimnis der Menschwerdung (4)“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). ‚Du weißt nur, dass Jesus in den letzten Tagen herabkommen wird, aber wie genau wird Er herabkommen? Ein Sünder wie du, der gerade erst erlöst worden ist und nicht verändert oder von Gott vervollkommnet worden ist, könntest du nach Gottes Herz sein? Was dich betrifft, der du noch dein altes Selbst bist, so ist es wahr, dass du von Jesus gerettet wurdest und dass du wegen Gottes Errettung nicht als Sünder zählst, doch das beweist nicht, dass du nicht sündig und nicht unrein bist. Wie kannst du heilig sein, wenn du nicht verändert worden bist? Innerlich wirst du von Unreinheit geplagt, bist egoistisch und gemein, doch du wünschst immer noch, mit Jesus herabzukommen – so viel Glück solltest du haben! In deinem Glauben an Gott hast du einen Schritt versäumt: Du bist gerade erst erlöst worden, aber hast dich nicht verändert. Damit du nach Gottes Herz sein kannst, muss Gott persönlich das Werk deines Wandels und deiner Reinigung verrichten; wenn du nur erlöst bist, wirst du keine Heiligkeit erlangen können. So wirst du nicht berufen sein, an den guten Segnungen Gottes teilzuhaben, denn du hast einen Schritt in Gottes Werk der Führung des Menschen versäumt, den entscheidenden Schritt der Veränderung und Vervollkommnung. Und so bist du, ein Sünder, der soeben erst erlöst wurde, außerstande, Gottes Erbe unmittelbar zu erben‘ („Bezüglich Benennungen und Identität“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“).“

Daraufhin fuhr die Schwester mit ihrer Gemeinschaft fort: „Anhand des Worts des Allmächtigen Gottes können wir sehen, dass jede Phase an Werk, die Gott durchgeführt, den Bedürfnissen der verdorbenen Menschheit entsprechend durchgeführt wird. Am Ende des Zeitalters des Gesetzes wurde der Mensch durch Satan immer verdorbener und beging immer mehr Sünden. Der Mensch hatte gegen Jehovas Gesetze verstoßen und schwebte in Gefahr, zu Tode gesteinigt und von den himmlischen Feuern verbrannt zu werden. Gott liebt die Menschheit. Er Selbst wurde Fleisch, um zum Abbild des sündigen Fleisches zu werden, und Er wurde ans Kreuz geschlagen, um den Menschen von der Sünde zu erlösen. Solange wir also an den Herrn Jesus glauben, werden wir folglich gerettet werden. Der Herr wird sich nicht an unsere Sünden erinnern. Wir können direkt vor Gott kommen und zu Ihm beten und den Überfluss an Gnade genießen, die Er uns zuteilwerden lässt. Obwohl wir erlöst wurden, beweist das nicht, dass wir ohne Sünde sind. Wir, die Menschheit, werden seit Jahrtausenden von Satan verdorben. Satans Gift hat tief in unserem Innern Wurzeln geschlagen – es ist zu unserem Leben geworden und es ist zu unserer Natur geworden. Unsere satanischen Naturen beherrschen uns, wie etwa Selbstgefälligkeit und Arroganz, Täuschung und Unehrlichkeit, Selbstsucht und Verächtlichkeit und Gier und Boshaftigkeit. Wir sind weiterhin fähig, im Widerstand gegen Gott oft zu lügen, zu täuschen und zu sündigen. Das ist die Wurzel unseres Lebens in einem Kreislauf, wobei wir ständig Sünden begehen und sie daraufhin beichten. Basierend auf den Erfordernissen der Menschheit und Gottes Führungsplans zur Errettung der Menschheit, ist Gott deshalb gekommen, um eine neue Phase an Werk in den letzten Tagen durchzuführen, um den Menschen zu richten und zu züchtigen, um uns zu reinigen und unsere verdorbenen Dispositionen zu ändern. So wird Gott am Ende jene, die die vollständige Errettung erlangt haben und vervollkommnet worden sind, in Sein Königreich führen. Wenn wir uns jetzt weiterhin an die Vorstellung ,einmal errettet, immer errettet‘ klammern, und uns weigern, Gottes Werk des Gerichts in den letzten Tagen anzunehmen, dann wird das Gift Satans, das in unserem Blut ist, nie gereinigt werden, wir werden nie fähig sein, Gottes vollständige Errettung zu erlangen – und in das Himmelreich erhoben zu werden, steht außer Frage. Diese Konsequenzen sind sehr ernst. Folglich wird der Mensch jetzt in den letzten Tagen nur dann gründlich gereinigt werden, Gottes Errettung erlangen und an ein gutes Ziel kommen, wenn er dem Zeitalter der Gnade den Rücken zukehrt und das Werk des Gerichts des Allmächtigen Gottes der letzten Tage annimmt.“

Während ich dem gemeinschaftlichen Austausch der Schwester zuhörte, dachte ich bei mir: „Ja, die Worte des Allmächtigen Gottes sind so praktisch. Habe ich während dieser letzten Jahre nicht ein Leben gelebt, bei dem ich tagsüber Sünden begehe und sie dann nachts beichte? Uns wurden unsere Sünden nur aufgrund unseres Glaubens an den Herrn vergeben, aber unsere sündige Natur besteht weiterhin. Wir können weiterhin sündigen und uns Gott widersetzen. Der Herr ist heilig. Wie können diejenigen, die oft sündigen und sich Ihm widersetzen, ins Himmelreich entrückt werden? Die Worte des Allmächtigen Gottes haben die Probleme in meinem Geist entflochten, die seit so vielen Jahren schwer auf mir lasteten. Die Worte des Allmächtigen Gottes beinhalten wirklich Wahrheiten, die es für uns zu suchen gilt. Könnte es sein, dass der Allmächtige Gott wirklich der wiedergekehrte Herr ist? Das muss ich wirklich genau untersuchen“

Mein Misstrauen der Schwester gegenüber schwand allmählich, doch gerade als ich mir überlegte, die Angelegenheiten zu untersuchen, die wir besprochen hatten, klopfte es plötzlich heftig an der Tür. Schwester Hu beeilte sich, die Tür zu öffnen, und mein Pastor stürzte ins Zimmer. Er schaute mich an, und dann schaute er die Schwester an, die das Evangelium des Königreichs des Allmächtigen Gottes weitergab, woraufhin er sich in einem erstaunten und wütenden Tonfall an mich richtete: „Was machst du hier? Habe ich dir nicht gesagt, dass du nicht umhergehen und den Predigten von Fremden zuhören sollst? Wie kannst du trotzdem hierher laufen und ihnen zuhören? Geh sofort nach Hause, hör ihnen nicht mehr zu! Wenn du getäuscht wirst, wird es für deine Reue zu spät sein!“ Nachdem der Pastor aufgehört hatte, mit mir zu schimpfen, wandte er sich drohend an die Schwester: „Und ihr Leute, die den Östlichen Blitz verbreiten, macht nichts anderes, als zu unserer Kirche zu kommen und unsere Herde zu stehlen! Verschwinde sofort! Wenn du nicht abhaust, werde ich nicht mehr so höflich sein!“ Als ich miterlebte, dass der Pastor die Schwester auf diese Weise behandelte, war ich ziemlich empört. Deshalb sagte ich zu ihm: „Herr Pastor, es gab da gerade wirklich einige gute Dinge, die diese Schwester zu sagen hatte. Was sie gesagt hat, stimmt mit der Bibel überein. Ich bin der Meinung, dass es durchaus möglich ist, dass der Allmächtige Gott der wiedergekehrte Herr ist. Warum hören Sie es sich nicht einfach an? Dann können wir eine Entscheidung treffen. Heißt es in der Bibel außerdem nicht ‚Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt‘ (Hebräer 13,2)? Wir, die an den Herrn glauben, sollten etwas Mitgefühl zeigen. Wir können Menschen nicht so behandeln. Verstößt das nicht gegen die Lehren des Herrn, diese Schwester auf diese Weise hinauszuwerfen?“ Daraufhin schrie mich der Pfarrer an: „Was verstehst du schon? Wir, die an Jesus glauben, sind bereits errettet worden. Wir müssen nicht erneut errettet werden! Sie sind hierhergekommen, um unsere Herde zu stehlen, also dürfen wir sie nicht empfangen!“ Zu diesem Zeitpunkt lächelte die Schwester, die das Evangelium weitergegeben hatte, und sagte: „Wir alle warten auf die Wiederkunft des Herrn. Warum können wir uns nicht setzen und uns unterhalten? Wenn wir die Wiederkunft des Herrn versäumen, werden wir das sehr bedauern.“ Ohne die Schwester aussprechen zu lassen, drängte der Pastor sie hinaus und sagte: „Du hast genug gesagt. Egal, wie gut du sprichst, ich werde dir trotzdem nicht zuhören! Geh sofort!“ Und einfach so, ging der Pastor sogar so weit, dass er die Schwester stieß, an ihr zerrte und sie beschimpfte, um sie aus dem Haus zu vertreiben. Nachdem die Schwester gegangen war, wandte der Pastor sich um und drohte mir: „Geh schnell zurück nach Hause. Von jetzt an ist es dir nicht mehr erlaubt, Kontakt zu den Menschen vom Östlichen Blitz zu haben. Andernfalls wirst du von der Kirche ausgeschlossen und wenn das geschieht, wirst du nie die Möglichkeit haben, Gottes Lob zu erhalten und ins Himmelreich einzugehen.“ Da ich die Gemeinschaft der Schwester bereits gehört hatte, verstand ich, dass das Werk des Herrn Jesus das der Erlösung gewesen war, jedoch nicht das der Reinigung des Menschen, und dass der Herr den Menschen erst dann vollständig reinigen und erretten wird, wenn Er wiederkehrt, um Sein Werk des Gerichts der letzten Tage zu verrichten. Ohne Gottes Werk des Gerichts in den letzten Tagen anzunehmen, wird sich die verdorbenen Dispositionen des Menschen nicht ändern, und er wird Gottes Errettung nicht erlangen können und nicht ins Himmelreich eingehen. Deshalb hatten die Worte des Pastors keine große Wirkung auf mich und so spielte ich einfach mit, nickte mit vorgetäuschtem Einverständnis und ging dann zurück nach Hause.

Zurück daheim, dachte ich ständig an die Gemeinschaft der Schwester und überlegte: „Alles, was diese Schwester gesagt hat, stimmt mit der Bibel überein. Dass ich geglaubt habe ‚einmal errettet, immer errettet‘, war meinerseits wirklich schlecht begründet!“ Ich dachte an all die Jahre zurück, in denen ich an den Herrn geglaubt hatte, und ich erkannte, dass ich ständig in einem Zustand gelebt hatte, in dem ich Sünden beging und sie daraufhin beichtete, aber ich war nie imstande gewesen, dieses Problem zu lösen, und ich hatte persönlich eine Menge Leid durchlebt. Ich hatte das Gefühl, dass ich am Ende Gottes Lob nicht erhalten könnte, wenn ich weiterhin auf diese Weise glauben würde. Nachdem ich den gemeinschaftlichen Austausch der Schwester gehört hatte, war ich mir sogar noch sicherer, dass Menschen, die an den Herrn glauben, wenn sie die vollständige Errettung erlangen und in das Himmelreich eingehen wollen, wirklich das durch den wiedergekehrten Jesus vollbrachte Werk annehmen müssen, das den Menschen richtet und reinigt. Und so fragte ich mich: Was ist eigentlich das Werk des Gerichts des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen? Und wie reinigt und verändert der Allmächtige Gott den Menschen? Während ich über diese Dinge nachdachte, blätterte ich in der Bibel, bis ich eine Textstelle sah, in der der Herr Jesus sagt: „Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkünden“ (Johannes 16,12-13). Ich las auch das in der Bibel: „Denn es ist Zeit, daß anfange das Gericht an dem Hause Gottes“ (1 Petrus 4,17). „Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!“ (Offenbarung 2,29). Als ich das las, hatte ich das Gefühl, als wäre ich endlich aus einem Traum erwacht: Wie es sich herausstellt, prophezeite der Herr Jesus vor langer Zeit, dass Gott in den letzten Tagen mehr von der Wahrheit zum Ausdruck bringen und eine neue Phase an Werk durchführen würde. Könnte das nicht das Kommen des Allmächtigen Gottes sein, um das Werk des Gerichts und der Reinigung des Menschen durchzuführen? „Ach!“ dachte ich, „Wenn heute nur nicht der Pastor gekommen wäre und eine solche Störung verursachte hätte, wäre ich in der Lage gewesen, dem Weg des Allmächtigen Gottes weiter aufmerksam zuzuhören. Früher hatte ich stets das befolgt, was die Pastoren und Ältesten sagten, und nie nach dem Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen gesucht oder es erforscht. Ich hatte einfach das getan, was die Pastoren und Ältesten sagten. Erst heute ist mir klar geworden, dass ich für den Herrn keinen Platz in meinem Herzen hatte. Was meine Nachforschungen über die Wiederkunft des Herrn anbelangt, hatte ich nie nach dem Willen des Herrn gesucht, sondern auf die Worte der Pastoren und Ältesten gehört. Ich war wirklich zu dumm gewesen! Diejenigen von uns, die an den Herrn glauben, sollten Ihn verherrlichen, und was die Wiederkunft des Herrn betrifft, müssen wir aktiv nach Gottes Fußspuren suchen, denn nur so werden wir dem Willen Gottes gerecht. Heute habe ich erkannt, dass die Handlungen des Pastors dem Willen Gottes einfach nicht entsprechen. Ich kann nicht mehr einfach blind dem zuhören, was sie zu sagen haben, sondern muss den Weg des Allmächtigen Gottes aufspüren und erforschen.“

Gleich als erstes am nächsten Morgen beschloss ich, Schwester Hu zu Hause aufzusuchen und nach der Schwester zu suchen, die das Evangelium des Allmächtigen Gottes weitergegeben hatte, sodass wir uns weiter gemeinschaftlich austauschen könnten. Zu meiner Überraschung hatte Schwester Hu die Schwester zu mir nach Hause gebracht, noch bevor ich zur Tür hinausging. Das war wirklich die Führung des Herrn. Zunächst fragte sie mich besorgt, ob mich der Pastor am Vortag bedrängt habe. Ich antwortete sehr entschieden: „Nein, nach dem gestrigen, gemeinschaftlichen Austausch kam ich hierher zurück und dachte über alles sorgfältig nach, und ich erkannte, dass wir alleine durch unseren Glauben an den Herrn Jesus nicht gereinigt werden können. Unsere verdorbene Natur besteht weiterhin, und mit ihr werden wir nicht fähig sein, Gottes vollständige Errettung zu erlangen. Darüber hinaus las ich auch eine Textstelle in der Bibel, die wirklich prophezeit, dass der Herr wiederkehren wird, um Sein Werk des Gerichts in den letzten Tagen durchzuführen. Die Sache, über die ich jetzt am meisten erfahren möchte, ist, worum es bei dem Werk des Gerichts, das der Allmächtige Gott in den letzten Tagen durchführen soll, eigentlich geht und wie das Werk des Gerichts des Allmächtigen Gottes den Menschen sowohl reinigen als auch verändern wird?“

Die Schwester sagte hocherfreut: „Dank sei Gott! Diese Frage, die du gestellt hast, ist wirklich sehr entscheidend, denn sie hat mit dem wichtigen Thema zu tun, ob unser Glaube an Gott uns befähigen wird, vollständige Errettung zu erlangen und in das Himmelreich einzugehen oder nicht. Lass uns zunächst einen Blick darauf werfen, was im Wort des Allmächtigen Gottes steht. ‚Wenn Gott dieses Mal Fleisch wird, es Sein Werk, Seine Disposition zum Ausdruck zu bringen, in erster Linie durch Züchtigung und Gericht. Indem Er dies als Grundlage verwendet, bringt Er dem Menschen mehr Wahrheit, zeigt mehr Wege der praktischen Umsetzung auf und erreicht so Sein Ziel, den Menschen zu erobern und den Menschen aus seiner verdorbenen Gesinnung zu retten. Dies steckt hinter dem Werk Gottes im Zeitalter des Königreichs‘ (Vorwort zu Das Wort erscheint im Fleisch). ‚Wenn es um das Wort „Gericht“ geht, wirst du an die Worte denken, die Jehova zu allen Orten sprach, und an die Worte des Tadels, die Jesus zu den Pharisäern sprach. Auch wenn diese Worte streng sind, sind sie nicht Gottes Gericht über den Menschen; dies sind nur Worte, die von Gott in verschiedenen Umgebungen, das heißt, vor anderen Hintergründen, gesprochen wurden, und sie ähneln nicht den Worten, die von Christus gesprochen werden, wenn Er den Menschen in den letzten Tagen richtet. In den letzten Tagen setzt Christus verschiedene Wahrheiten ein, um den Menschen zu belehren, das Wesen des Menschen zu offenbaren und seine Worte und Taten zu sezieren. Diese Worte umfassen verschiedene Wahrheiten, wie zum Beispiel die Pflichten des Menschen, wie der Mensch Gott gehorchen soll, wie der Mensch Gott treu sein soll, wie der Mensch eine normale Menschlichkeit ausleben sollte, sowie die Weisheit und Disposition Gottes und so weiter. Diese Worte richten sich alle an das Wesen des Menschen und seine verdorbene Veranlagung. Insbesondere werden jene Worte, die offenbaren, wie der Mensch Gott verachtet, in Bezug darauf gesprochen, wie der Mensch eine Verkörperung des Satans und eine feindliche Macht gegen Gott ist. Wenn Gott Sein Werk des Gerichts durchführt, verdeutlicht Gott nicht nur einfach die Natur des Menschen mit nur ein paar Worten; Er wirkt anhand von Enthüllung, Umgang und Zurechtstutzen auf lange Sicht. Diese Methoden der Enthüllung, des sich Befassens und Zurückschneidens können nicht durch gewöhnliche Worte ersetzt werden, sondern nur durch die Wahrheit, die der Mensch nicht im Geringsten besitzt. Nur Methoden dieser Art werden als Gericht erachtet. Nur mit einem Gericht dieser Art kann der Mensch gebändigt werden und völlig überzeugt werden, sich Gott zu fügen und darüber hinaus wahre Gotteskenntnis erlangen. Was das Urteilswerk herbeiführt, ist die Erkenntnis des Menschen des wahren Gesichts Gottes und die Wahrheit über Sein Aufbegehren. Das Werk des Gerichts macht es dem Menschen möglich, viel Erkenntnis über Gottes Willen zu gewinnen, über den Zweck von Gottes Werk und über die Geheimnisse, die ihm unbegreiflich sind. Es erlaubt dem Menschen auch, sein verdorbenes Wesen und die Wurzeln seiner Verdorbenheit zu erkennen und zu verstehen und auch die Hässlichkeit des Menschen festzustellen. Alle diese Auswirkungen werden durch das Urteilswerk herbeigeführt, da der Inhalt dieses Werkes eigentlich das Werk ist, die Wahrheit, den Weg und das Leben Gottes, all jenen zu eröffnen, die an Ihn glauben. Dieses Werk ist das Werk des Gerichts, das von Gott verrichtet wird‘ („Christus verrichtet das Urteilswerk anhand der Wahrheit“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“).“

Nach dem Lesen von Gottes Wort, hielt die Schwester mit mir Gemeinschaft: „Durch das Wort Gottes verstehen wir, dass sich das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen einer Menge Aspekte der Wahrheit bedient, um den Menschen zu entlarven und den Menschen zu analysieren; Er benutzt Worte, um das verdorbene Wesen und die Wahrheit über die satanische Natur des Menschen zu richten, die sich Gott widersetzt und Gott verrät, und um alle möglichen Verdorbenheiten zu reinigen, die uns innewohnen. Zu den Beispielen solcher Verdorbenheiten gehören voller Vorstellungen und Auffassungen in Hinsicht auf Gottes Werk zu sein, Gottes Werk zu bemessen, indem wir unsere eigenen Vorstelllungen als die Wahrheit betrachten, sowie Gott zu beurteilen, Gott zu verurteilen und uns Gott zu widersetzen, wie es uns gefällt. Ein weiteres Beispiel ist, dass wir, obwohl wir vielleicht an Gott glauben, uns in Wirklichkeit nicht von den Ungläubigen unterscheiden; wir alle streben nach Ansehen und Reichtum und sind bereit, jeden Preis dafür zu bezahlen, doch kein einziger Mensch lebt, um Gott zufriedenzustellen. Auch unsere Sichtweise vieler Dinge ist mit Gott unvereinbar, wie beispielsweise unser Glaube, dass wir errettet werden, solange wir an den Herrn glauben, und dass wir in das Himmelreich entrückt werden, wenn der Herr kommt, wobei Gott in Wirklichkeit eigentlich gesagt hat, dass der Mensch nur fähig sein wird, in das Himmelreich einzugehen, wenn er den Willen Gottes befolgt. Das sind nur ein paar Beispiele für die Verdorbenheit, die wir in uns hegen. Durch Gottes Gericht und Züchtigung werden diese verdorbenen Dispositionen, irrigen Ansichten und Satans Lebensgrundsätze gereinigt und umgewandelt, und wir werden Gott schließlich wirklich gehorsam sein können. Gleichzeitig werden wir durch Gottes Gericht und Züchtigung erkennen, dass Gottes gerechte Disposition kein Vergehen des Menschen duldet, und wir werden wissen, welche Art von Mensch Gott liebt, welche Art von Mensch Gott verachtet, wir werden Gottes Absicht bei der Errettung des Menschen verstehen, wir werden Ehrfurcht vor Gott haben und wir werden wissen, wie wir nach der Wahrheit streben und unsere Pflichten ordnungsgemäß ausführen müssen, um Gottes Lob zu erlangen. Durch das Erfahren und Praktizieren der Worte Gottes werden wir viele Wahrheiten verstehen. Zum Beispiel werden wir wissen, was es bedeutet, an Gott zu glauben, was es bedeutet, wirklich Errettung zu erlangen, was es bedeutet, Gott zu gehorchen und Gott zu lieben und was es heißt, dem Willen Gottes zu folgen und so fort. Alle unsere verdorbenen Dispositionen werden sich in unterschiedlichem Ausmaß ändern und unsere Lebensauffassungen und Wertvorstellung werden sich ebenfalls wandeln. Das ist das Werk des Gerichts und der Züchtigung, das Gott an uns durchführt, und man könnte sagen, dass es die Errettung der Liebe Gottes ist. Nur indem wir das Gericht vor dem Stuhl Christi der letzten Tage empfangen – dem Allmächtigen Gott – sind wir also imstande, die Wahrheit zu gewinnen, und nur dann werden wir fähig sein, uns von der Sünde loszureißen, gereinigt zu werden und Errettung zu erlangen. Schwester, kannst du diese Gemeinschaft verstehen?“

Durch das Lesen der Worte Gottes und die Gemeinschaften der Schwester verstand ich schließlich Gottes Werk und Seinen Willen. Ich nickte tief bewegt und sagte: „Dank sei Gott! Dadurch, dass ich dem Wort des Allmächtigen Gottes zugehört habe, habe ich verstanden, dass sich Gott in den letzten Tagen der Wahrheit Seines Wortes bedient, um das Werk des Gerichts und der Reinigung des Menschen durchzuführen. Mein früheres Streben war so vage und unrealistisch. Jetzt verstehe ich, dass der Mensch, nur indem er Gottes Werk des Gerichts und der Züchtigung in den letzten Tagen annimmt, von Gott gereinigt werden, die vollständige Errettung erlangen und in das Himmelreich eingehen kann. Der Allmächtige Gott ist der wiedergekehrte Herr Jesus! Ich bin bereit, das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen anzunehmen sowie das Gericht und die Züchtigung durch Gottes Worte anzunehmen, damit meine verdorbenen Dispositionen bald verändert werden können.“ Nachdem mir die Schwester zugehört hatte, lächelte sie glücklich und brachte Gott unaufhörlich ihren Dank dar.

Die Worte des Allmächtigen Gottes befreiten mich von den Vorstellungen, die ich in meinem Kopf hegte, und sie zeigten mir den Weg, um meine verdorbenen Dispositionen abzuschütteln und gereinigt zu werden. Ich spüre, dass meine Richtung und mein Ziel beim Streben nach der vollständigen Errettung nun klar waren. Mein Geist fühlte sich hell, standhaft und befreit an. Während ich durch das Fenster nach draußen blickte, fiel mir auf, dass der Himmel an diesem Tag besonders klar und sonnig war. Ich fiel am Boden auf die Knie und betete zu Gott: „Oh Gott, ich danke Dir. Das Glück zu haben, Deine Wiederkunft zu begrüßen und Dein Erscheinen in meinem Leben zu bezeugen, ist solch ein Segen! Doch ich bin blind und unwissend, weil ich den Gerüchten geglaubt habe, die von den Predigern und Ältesten verbreitet wurden. Ich habe mich an meine Auffassungen und Vorstellungen geklammert und fast meine ewige Errettung eingebüßt! Oh Gott, ich bin so unwissend und betäubt! Ich bin bereit, Buße zu tun, und ich schätze diese äußerst seltene Gelegenheit, vollständige Errettung zu erlangen, zutiefst. Ich bin ebenfalls bereit, mehr Brüder und Schwestern in Deine Gegenwart zu bringen, damit sie Deine Errettung erlangen können! Amen!“

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