17. Stimmt es, dass man „sich immer vor dem Schaden hüten sollte, den andere einem zufügen könnten“?

Von Cheng Nuo, China

Als ich jung war, sagte meine Mutter oft zu mir: „Du musst im Umgang mit anderen auf der Hut sein; sei nicht naiv und sag nicht einfach alles, was dir in den Sinn kommt. So wird man leicht von anderen verletzt und betrogen.“ Damals hatte ich selbst noch keine eigenen Erfahrungen damit gemacht, also nickte ich nur. Später, als ich in der Gesellschaft mit Menschen zu tun hatte, sah ich, wie die Leute in meinem Umfeld aus Eigennutz gegeneinander intrigierten und sich gegenseitig schadeten. Wenn jemand die falschen Worte wählte, lief er Gefahr, von anderen hereingelegt zu werden. Ich dachte bei mir: „Das menschliche Herz ist schwer zu ergründen; ich muss im Umgang mit Menschen in Zukunft wachsam sein. Solange ich nicht die Absicht habe, anderen zu schaden, ist es in Ordnung, aber ich muss vor ihnen auf der Hut sein, sonst werde ich ausgenutzt.“ Also war ich im Umgang mit Freunden oder Nachbarn immer auf der Hut. Ich traute mich nicht, meine Meinung offen zu sagen, aus Angst, mit den falschen Worten jemanden zu kränken und mir selbst Ärger einzuhandeln. Ich hatte viele Jahre auswärts gearbeitet und hatte kaum enge Freunde. Nachdem ich begonnen hatte, an Gott zu glauben, kam ich mit den Brüdern und Schwestern in Kontakt, und sah, dass sie bei Versammlungen und im gemeinschaftlichen Austausch über ihre erfahrungsbasierten Erkenntnisse in der Lage waren, sich aufrichtig zu öffnen und ihre innersten Gedanken mitzuteilen. Sie verbargen oder verheimlichten nichts und waren völlig frei und unbeschwert. Langsam lernte ich, ohne Vorbehalte mein Herz zu öffnen und mit ihnen Gemeinschaft zu halten, und ich spürte, wie großartig es war, an Gott zu glauben. Aber bei Angelegenheiten, die meine eigenen Interessen betrafen, konnte ich nicht anders, als nach der Verhaltensregel für weltliche Angelegenheiten zu leben: „Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten.“

Das war im März 2023. Da die Ergebnisse unserer Textarbeit in der Kirche schlecht waren, schrieb die Leiterin mehrmals und erkundigte sich nach dem Grund dafür und wie wir die Situation in Zukunft umkehren könnten. Meine Arbeitspartnerin Xinjing fühlte dagegen Widerstand, und sagte zur Gruppenleiterin Lin Xiao und mir: „Wir sind jeden Tag so beschäftigt, dass wir keine freie Minute haben, und die Leiterin beaufsichtigt unsere Arbeit so engmaschig und verfolgt sie so genau nach. Diese Pflicht auszuführen, ist zu stressig!“ Damals dachte ich nur, dass sie das sagte, weil ihr Zustand schlecht war, und dass wir alle Zeiten hatten, in denen wir negativ gestimmt waren und Verdorbenheit offenbarten. Außerdem war ich in demselben Zustand wie sie, ich sprach nur nicht darüber. Deshalb schenkte ich dem, was Xinjing sagte, keine große Beachtung. Die Gruppenleiterin hielt mit Xinjing Gemeinschaft, und analysierte den Grund im Detail, warum sie der Beaufsichtigung durch die Leiterin gegenüber so widerständig war. Sie sagte, die eigentliche Ursache sei, dass Xinjing sich bei ihrer Pflicht den fleischlichen Bequemlichkeiten hingab und nicht bereit war, zu leiden und einen Preis zu zahlen, und hielt auch darüber Gemeinschaft, welche Bedeutung die Beaufsichtigung der Arbeit durch Leiter hat. Der gemeinschaftliche Austausch der Gruppenleiterin ließ Xinjing erkennen, dass sie ziemlich faul war, und dass sie ihre Pflicht gleichgültig behandeln und die Arbeit mit Sicherheit verzögern würde, wenn die Leiterin nicht nachprüfen und diese beaufsichtigen würde. Doch danach äußerte Xinjing bei Versammlungen und beim Lernen immer noch ihre Gefühle des Widerstands gegenüber der Beaufsichtigung der Arbeit durch die Leiterin. Damals dachte ich bei mir: „Sie sagt das vielleicht nur, weil ihre Arbeit in letzter Zeit keine Ergebnisse erbracht hat, was ihren Zustand beeinträchtigt hat. Mithilfe von Versammlungen und gemeinschaftlichem Austausch wird sie ihren Kurs vielleicht danach umkehren.“ Also nahm ich es nicht ernst.

Eines Tages im Mai kam die Leiterin zu einer Versammlung mit uns. Sie sagte, jemand habe berichtet, dass Xinjing gerne ihrer Negativität freien Lauf ließe und gegenüber der Beaufsichtigung der Arbeit durch die Leiter sehr widerständig sei. Die Leiterin nutzte auch Gottes Worte, um mit uns über das Wesen und die Konsequenzen von Xinjings Worten und Taten Gemeinschaft zu halten und sie im Detail zu analysieren. Als ich das so plötzlich hörte, war ich ziemlich fassungslos. Ich vermutete, dass der Bericht von der Gruppenleiterin Lin Xiao kam, da nur wir beide wussten, was Xinjing gesagt hatte. Ich war es nicht, also musste es Lin Xiao gewesen sein, die sie gemeldet hatte. Bei diesem Gedanken schoss mir ein Gedanke durch den Kopf: „In Zukunft muss ich wirklich vorsichtiger sein, wenn ich etwas sage. Ein einziges falsches Wort könnte leicht zu Unheil führen.“ Aber ich schenkte diesem Gedanken keine große Beachtung und ließ ihn einfach vorüberziehen. Mehr als zehn Tage später sah die Leiterin, dass sich Xinjings Haltung zu ihrer Pflicht nicht geändert hatte, und entließ sie. Als ich diese Nachricht hörte, war ich überrascht und dachte: „Alles, was sie getan hat, war, bei Versammlungen über ihren Zustand zu sprechen, und dann wurde das als ‚der Negativität freien Lauf lassen‘ eingestuft und sie wurde entlassen. Bei zukünftigen Versammlungen muss ich vorsichtiger sein, was ich sage. Ich will nicht etwas Falsches sagen und auch entlassen werden.“ Später erzählte mir Lin Xiao, dass sie diejenige war, die Xinjings Problem gemeldet hatte. In mir brodelte es, und ich dachte: „Hier kann man wieder einmal sehen: ‚Wenn du einen Menschen kennenlernst, magst du sein Gesicht kennen, aber nicht sein Herz‘. Oberflächlich wirkt sie ganz nett, aber hinter dem Rücken von jemandem meldet sie dessen Probleme. In Zukunft muss ich mich vor ihr in Acht nehmen; ich kann nicht einfach so naiv sein und alles sagen, was mir in den Sinn kommt.“ Später erkundigte sich Lin Xiao nach dem Grund für die schlechten Ergebnisse meiner Arbeit in letzter Zeit und nach meinem Plan zur Förderung von Menschen. Ich wusste, dass ich diese Arbeit nicht gut gemacht hatte. Aber ich hatte Angst, wenn ich das zugeben würde, würde sie mich hinter meinem Rücken bei der Leiterin anschwärzen und die Leiterin würde mich dann entlassen; das wäre mir so peinlich! Wie die Sprichwörter besagen: „Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten“ und „Wer viel redet, irrt viel“. Ich sollte nur ein paar einfache Worte über die Arbeitssituation sagen und den Rest nicht ansprechen. Mit diesem Gedanken im Kopf behandelte ich Lin Xiaos Anfrage kühl. Sie fühlte sich durch mich eingeschränkt und traute sich nicht, weiter nach meiner Arbeit zu fragen. Ich litt auch darunter und wollte mich ihr öffnen und über meinen Zustand sprechen. Aber dann dachte ich daran, wie Lin Xiao, als Xinjing neulich über ihren Zustand sprach und alles erzählte, sie wortlos der Leiterin gemeldet hatte, woraufhin Xinjing entlassen wurde. Wenn ich Lin Xiao erzählen würde, dass mein Zustand schlecht ist und auch die Kluft zwischen uns ansprechen würde, und sie mich dann der Leiterin melden und ich entlassen würde, was würde ich denn dann tun? Nein, das ging nicht! Ich durfte sie meinen wahren Zustand nicht wissen lassen. Ich musste vorsichtig sein, was ich sagte; ich durfte nicht einfach mit allem herausplatzen. In dieser Zeit war die Atmosphäre zwischen uns ziemlich angespannt, wir waren wie Fremde. Sie fühlte sich durch mich eingeschränkt und traute sich nicht, meine Arbeit nachzuverfolgen.

Eines Tages kam die Leiterin, um sich über die Arbeitssituation zu informieren, und fragte mich nach meinem Zustand in dieser Zeit. Ich dachte bei mir: „Nachdem Xinjing entlassen wurde, ist die ganze Textarbeit plötzlich auf mich abgewälzt worden, und ich fühle mich jetzt sehr gestresst. Auch die Kluft zwischen Lin Xiao und mir habe ich nicht überwunden. All diese Dinge schnüren mir so die Kehle zu, dass ich das Gefühl habe, keine Luft mehr zu bekommen.“ Ich wollte mich der Leiterin wirklich öffnen und darüber sprechen. Aber ich grübelte weiter darüber nach: „Sie ist eine Leiterin; wenn ich ihr all das erzähle und sie meinen wahren Zustand kennt, wird sie dann nicht sagen, dass ich nicht nach der Wahrheit strebe und keine Lektionen lerne, wenn mir Dinge widerfahren, und mich dann entlassen?“ Also erzählte ich der Leiterin nichts über meinen Zustand. Weil ich gegenüber anderen immer auf der Hut war, mich nicht traute, aufrichtig zu sprechen, und bei meiner Pflicht gestresst war, wollte ich aus dieser Umgebung fliehen und diese Pflicht nicht mehr ausführen. Angesichts der Arbeitsschwierigkeiten und der Kluft zwischen mir und den anderen war ich gequält und litt Schmerzen, und ich lebte mit unterdrückten Gefühlen.

Eines Tages las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten und erlangte endlich ein gewisses Verständnis für meinen Zustand. Der Allmächtige Gott sagt: „‚Man sollte nie die Absicht hegen, anderen Schaden zuzufügen, aber man sollte immer auf der Hut davor sein, dass andere einem Schaden zufügen könnten‘ und ‚Wenn du einen Tiger zeichnest, machst du sein Fell sichtbar, aber nicht seine Knochen; wenn du einen Menschen kennenlernst, magst du sein Gesicht kennen, aber nicht sein Herz‘, sind die elementaren Grundsätze für den Umgang mit der Welt, die deine Eltern dir eingeimpft haben, und auch die wesentlichen Kriterien, um Menschen zu sehen und vor ihnen auf der Hut zu sein. Das Hauptziel der Eltern ist es, dich zu schützen und dir zu helfen, dich selbst zu schützen. Doch aus einem anderen Blickwinkel betrachtet, lassen diese Worte, Gedanken und Ansichten dich umso mehr spüren, dass die Welt gefährlich ist und Menschen nicht vertrauenswürdig sind, was zu einem völligen Mangel an positiven Gefühlen gegenüber anderen führt. Wie kannst du Menschen tatsächlich erkennen und andere sehen? Mit welchen Menschen kannst du auskommen, und wie sollte die richtige Beziehung zwischen Menschen aussehen? Wie soll man anhand von Grundsätzen mit anderen interagieren, und wie kann man fair und harmonisch mit anderen verkehren? Eltern wissen nichts über diese Dinge. Sie wissen nur, wie man Tricks, Pläne und verschiedene Spielregeln und Strategien im Umgang mit der Welt anwendet, um vor anderen auf der Hut zu sein, und andere auszunutzen und zu kontrollieren, um sich davor zu schützen, dass andere einem Schaden zufügen, egal, wie sehr man selbst anderen schadet. Während sie ihre Kinder diese Gedanken und Ansichten lehren, sind die Dinge, die Eltern ihnen einimpfen, lediglich gewisse Strategien für den Umgang mit der Welt. Sie sind nichts weiter als Strategien. Was beinhalten diese Strategien? Alle möglichen Tricks, Spielregeln, wie man es anderen recht macht, wie man seine eigenen Interessen schützt und wie man den persönlichen Vorteil maximiert. Sind diese Grundsätze die Wahrheit? (Nein, das sind sie nicht.) Sind sie der richtige Weg, dem die Menschen folgen sollten? (Nein.) Nichts davon ist der richtige Weg. Was ist also das Wesen dieser Gedanken, die deine Eltern dir einimpfen? Sie stimmen nicht mit der Wahrheit überein, sie sind nicht der richtige Weg, und sie sind nichts Positives. Was sind sie dann? (Sie sind voll und ganz die Philosophie Satans, die uns verdirbt.) Betrachtet man die Ergebnisse, dann verderben sie die Menschen. Was ist also das Wesen dieser Gedanken? Zum Beispiel: ‚Man sollte nie die Absicht hegen, anderen Schaden zuzufügen, aber man sollte immer auf der Hut davor sein, dass andere einem Schaden zufügen könnten‘ – ist das der richtige Grundsatz für den Umgang mit anderen? (Nein, das alles sind negative Dinge, die von Satan kommen.) Es sind negative Dinge, die von Satan kommen – was also ist ihr Wesen und ihre Natur? Sind sie nicht Tricks? Sind sie nicht Strategien? Sind sie nicht Taktiken, um andere für sich zu gewinnen? (Doch.) Es handelt sich dabei weder um die Praxis für den Eintritt in die Wahrheit noch um positive Grundsätze und Richtungen, mit denen Gott die Menschen lehrt, wie sie sich verhalten sollen; es handelt sich um Strategien für den Umgang mit der Welt, um Tricks(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (14)). Als ich über den Zustand nachdachte, den Gott enthüllt hatte, verstand ich schließlich, dass ich immer nach den satanischen Regeln gelebt hatte: „Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten“ und „Wenn du einen Tiger zeichnest, machst du sein Fell sichtbar, aber nicht seine Knochen; wenn du einen Menschen kennenlernst, magst du sein Gesicht kennen, aber nicht sein Herz.“ Ich dachte, um mich vor Schaden und Betrug zu schützen, müsse ich bei jedem vorsichtig und wachsam sein. Deshalb war ich extrem vorsichtig in meinen Worten und Taten, egal mit wem ich zu tun hatte. Normalerweise teilte ich meine wahren Gedanken nicht mit und schwieg die meiste Zeit einfach. Auf diese Weise würde ich keine Verluste erleiden und auch niemanden kränken. Besonders dieses Mal, als Lin Xiao Xinjings Problem meldete und Xinjing keine Reue zeigte und dann entlassen wurde, lebte ich in einem Zustand, in dem ich dauernd auf der Hut war, und traute mich nicht, meinen wahren Zustand anderen gegenüber offenzulegen, aus Angst, eines Tages ebenfalls entlassen zu werden. Wenn ich mit den Kirchen- und Gruppenleitern sprach, war ich extrem vorsichtig und wagte es nicht, mein Herz zu öffnen. Meistens sagte ich nur ein paar einfache Sätze, um es hinter mich zu bringen. Ich war fest von den Giften Satans gefesselt, ich war sogar voller Vorbehalte, wenn ich zu Leuten ging, um Gemeinschaft zu suchen, und mir fehlte der Mut, mich zu öffnen und mich bloßzulegen. Ich lebte in Schmerz und Qual. Diese satanischen Regeln scheinen die Interessen der Menschen schützen zu können, aber sie lehren die Menschen, im Umgang mit anderen auf der Hut zu sein und nicht ihre Meinung zu sagen, und dass sie sich immer zurückhalten sollten. Wenn zwei Menschen miteinander interagieren, ist auf diese Weise der eine immer auf der Hut, während der andere Vermutungen anstellt, und keiner von beiden traut dem anderen. Sie sind berechnend und feindselig zueinander und heuchlerisch in ihrem Verhalten. Das macht die Menschen immer betrügerischer und lässt sie immer weniger Menschlichkeit haben. Erst da sah ich klar, dass „Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten“ keineswegs der Grundsatz ist, der das eigene Verhalten leiten sollte. Es sind ausschließlich die listigen Pläne Satans, die Menschen schädigen und ihnen Streiche spielen, und mehr noch, ein Mittel, das Satan benutzt, um die Menschen zu verderben. Nach einem solchen Spruch zu leben, kann die Menschen nur ihre normale Menschlichkeit verlieren lassen.

Später las ich weiter in Gottes Worten. Der Allmächtige Gott sagt: „Die familiäre Prägung betrifft wahrscheinlich viel mehr Regeln für das Spiel des Sich-Verhaltens und des Umgangs mit der Welt. Zum Beispiel sagen Eltern und Älteste oft: ‚Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten. Du bist zu arglos, du bist naiv und weißt nicht, dass man gegenüber Menschen wachsam sein muss, also wirst du sehr wahrscheinlich Verluste erleiden und betrogen werden.‘ … Diese Gedanken, die deine Eltern dir einflößen, werden zu den Grundsätzen und Grundlagen dafür, wie du mit der Welt umgehst. Wenn du mit Klassenkameraden, Kollegen, Vorgesetzten und allen möglichen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten interagierst, werden diese Gedanken und Sichtweisen zu einem Grundsatz und einem Talisman für deinen Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen. Welcher Grundsatz ist das? Er lautet: ‚Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten. Ich werde dir nicht schaden, aber ich muss auf der Hut vor dir sein – ich muss mich davor hüten, dass du mich täuschst oder mir schadest, damit ich nicht in Schwierigkeiten gerate oder verklagt werde oder sogar finanziell ruiniert werde, mit einer zerbrochenen Familie ende, die vom Tod heimgesucht wird, oder im Gefängnis lande.‘ Wenn du dich von solchen Gedanken und Sichtweisen steuern lässt und im Leben unter Menschen eine solche Haltung für den Umgang mit der Welt verwendest – wenn du jedem gegenüber misstrauisch und argwöhnisch bist und es nicht wagst, irgendjemandem deine Meinung zu sagen –, dann kannst du dich nur unterdrückt und gequält fühlen, geistig und körperlich erschöpft werden und auch mehr Widerstand, Abneigung und Abscheu gegenüber dieser Welt und der Menschheit empfinden. Während du andere verabscheust, empfindest du auch Verachtung für dich selbst und denkst, dass du nicht mit dem Abbild eines Menschen lebst. Um zu vermeiden, von anderen geschädigt zu werden, musst du ihnen gegenüber ständig wachsam sein und bei jeder Gelegenheit Dinge gegen deinen Willen tun und sagen. Um deine eigenen Interessen zu schützen und deine eigene persönliche Sicherheit zu gewährleisten, trägst du ständig eine Maske und verstellst dich und wagst nie, ein wahres Wort zu sagen. In diesem Daseinszustand hat dein inneres Herz keine Befreiung oder Freiheit. Du brauchst oft jemanden, der keine Gefahr für dich darstellt, der deine Interessen niemals verletzen wird, dem du deine innersten Gedanken ausschütten und bei dem du deiner inneren Unzufriedenheit Luft machen kannst, ohne dich darum sorgen zu müssen, Sarkasmus, Sticheleien oder Spott auf dich zu ziehen oder dass es irgendwelche Konsequenzen gibt. In einer Situation, in der der Gedanke und die Sichtweise ‚Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten‘ dein Grundsatz für den Umgang mit der Welt ist, ist dein Inneres voller Angst und Unsicherheit. Natürlicherweise fühlst du dich niedergeschlagen, unfähig, Befreiung zu finden, und du brauchst jemanden, der dich tröstet, jemanden, dem du dich anvertrauen kannst. Diesen Aspekten nach zu urteilen ist also der Grundsatz für den Umgang mit der Welt, den deine Eltern dir beigebracht haben – ‚Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten‘ – ein zweischneidiges Schwert, obwohl er dich erfolgreich schützen kann. Während er deine materiellen Interessen und persönliche Sicherheit bis zu einem gewissen Grad schützt, sorgt er auch dafür, dass du dich niedergeschlagen und elend fühlst, unfähig, Befreiung zu finden, und er macht dich sogar noch desillusionierter von dieser Welt und der Menschheit. Gleichzeitig beginnst du tief im Inneren auch schwach zu spüren, dass du es satthast, in einer so bösen Ära, inmitten einer so bösen Gruppe von Menschen geboren worden zu sein. Du verstehst nicht: Warum leben Menschen, und warum ist das Leben so anstrengend? Warum müssen Menschen immer eine Maske tragen und sich verstellen? Warum müssen Menschen um ihrer eigenen Interessen willen immer auf der Hut vor anderen sein? Du willst die Wahrheit sagen, kannst es aber nicht, weil es Konsequenzen haben wird, wenn du es tust. Du willst auch endlich einmal ein wahrer Mensch sein, offen und aufrichtig sprechen und dich entsprechend verhalten, kein verachtenswerter und gemeiner Mensch sein, keine abscheulichen und zwielichtigen Dinge im Geheimen tun und nicht in der Dunkelheit leben, aber du kannst nichts davon erreichen(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (14)). Gottes Worte berührten mich tief im Herzen. Wenn ich an die letzten über zwanzig Jahre zurückdachte, hatte ich immer nach satanischen Giften gelebt wie „Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten“ und „Wer viel redet, irrt viel“. Ich war hinterlistig und betrügerisch geworden, war bei jedem auf der Hut und wachsam und sprach nie aufrichtig mit den Leuten. Das führte dazu, dass ich in den vielen Jahren, in denen ich auswärts arbeitete, keine engen Freunde hatte, und ich war extrem einsam. Nachdem ich an Gott zu glauben begann, lebte ich immer noch nach diesen satanischen Giften. Als Lin Xiao Xinjings Problem meldete, berichtete sie in Wirklichkeit nur eine Tatsache, und es diente dem Schutz der Kirchenarbeit; es entsprach Gottes Absicht. Ich jedoch sah es als eine Beschwerde hinter jemandes Rücken an und fürchtete, dass sie in Zukunft auch über mich bei der Leiterin eine Beschwerde einreichen würde, was zu meiner Entlassung führen würde. Deshalb war ich ihr gegenüber auf der Hut. Obwohl mein Gewissen sich meldete, traute ich mich danach nicht, mich zu öffnen, aus tiefster Angst, dass ein falsches Wort oder das Aussprechen meines wahren Zustands mir Ärger einbringen würde, und so lebte ich in Schmerz und Qual. Ich dachte darüber nach, dass ich ein so leidvolles und anstrengendes Leben führte, weil ich von klein auf von den Lehren meiner Eltern und dem Einfluss der Gesellschaft geprägt war. Diese satanischen Gifte machten mich hinterlistig und betrügerisch, und ich konnte nicht normal mit Menschen umgehen. Hätte ich dieses Problem früher gelöst, hätte ich der Kirchenarbeit keinen Schaden zugefügt oder Lin Xiao eingeschränkt. Als ich das erkannte, war ich voller Reue. Ich nahm mir vor, in Zukunft bei meiner Pflicht harmonisch mit den Brüdern und Schwestern zusammenzuarbeiten und ein reiner und offener Mensch zu sein.

Später las ich weitere Worte Gottes: „Manche Menschen glauben nicht, dass Gottes Haus die Menschen gerecht behandelt. Sie glauben nicht, dass Gott in Seinem Haus herrscht und dass dort die Wahrheit herrscht. Sie glauben, dass das Haus Gottes, ganz gleich welche Pflicht eine Person auch tun mag, sich sofort mit dieser Person befassen wird, sobald dabei ein Problem auftritt, dass es ihr ihre Eignung für das Tun dieser Pflicht abspricht, sie wegschicken oder sogar aus der Kirche entfernen wird. Ist das wirklich der Fall? Sicherlich nicht. Gottes Haus behandelt jede Person nach den Wahrheitsgrundsätzen. Gott ist in Seinem Umgang mit jeder Person gerecht. Er schaut nicht nur darauf, wie sich eine Person in einem einzelnen Fall verhält; Er schaut auf die Wesensnatur einer Person, auf ihre Absichten und auf ihre Einstellung. Insbesondere schaut Er darauf, ob eine Person über sich selbst reflektieren kann, wenn sie einen Fehler macht, ob sie Reue empfindet und ob sie den Kern des Problems anhand Seiner Worte durchschauen kann, somit die Wahrheit schließlich versteht, sich selbst hasst und wirklich Buße tut. … Sagt Mir, wenn ein Mensch einen Fehler gemacht hat, er aber ein wahres Verständnis erlangt und bereit ist, Buße zu tun, würde das Haus Gottes ihm dann nicht eine Chance geben? Während sich Gottes sechstausendjähriger Führungsplan dem Ende zuneigt, gibt es so viele Pflichten, die getan werden müssen. Aber wenn du weder Gewissen noch Vernunft aufweist und dich nicht um deine eigentliche Arbeit kümmerst, wenn du die Gelegenheit bekommen hast, eine Pflicht zu tun, diese aber nicht zu schätzen weißt, nicht im Geringsten nach der Wahrheit strebst und den besten Zeitpunkt verstreichen lässt, dann wirst du enthüllt. Wenn du beim Tun deiner Pflicht ständig nachlässig bist und dich überhaupt nicht fügst, wenn du damit konfrontiert bist, dass man dich zurechtstutzt, kann das Haus Gottes dich dann noch einsetzen, um eine Pflicht zu tun? Im Haus Gottes herrscht die Wahrheit, nicht Satan, und Gott hat bei allem das letzte Wort. Er ist es, der das Werk vollbringt, den Menschen zu retten, Er ist es, der die Herrschaft über alles hat. Es ist nicht nötig, dass du analysierst, was richtig und falsch ist, du musst nur zuhören und dich fügen. Wenn du damit konfrontiert bist, dass man dich zurechtstutzt, solltest du die Wahrheit akzeptieren und deine Fehler korrigieren. Wenn du das tust, wird das Haus Gottes dir deine Eignung, eine Pflicht zu tun, nicht aberkennen. Wenn du immer Angst davor hast, ausgemustert zu werden, dich immer rechtfertigst, immer Spitzfindigkeiten verwendest, um dich zu verteidigen, dann ist das ein Problem. Andere werden sehen, dass du die Wahrheit nicht im Geringsten akzeptierst und dass du völlig unvernünftig bist. Das bedeutet, du steckst in Schwierigkeiten, und die Kirche wird sich mit dir befassen müssen. Du akzeptierst die Wahrheit beim Tun deiner Pflicht überhaupt nicht und hast immer Angst, bloßgestellt und ausgemustert zu werden. Deine Angst ist mit menschlicher Absicht befleckt; in dieser Angst existieren verdorbene satanische Dispositionen, sowie Misstrauen, Vorsichtigkeit und Missverständnis. Nichts davon sind Haltungen, die ein Mensch haben sollte(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Aus Gottes Worten verstand ich, dass ich Angst vor meiner Entlassung hatte, weil ich Gottes gerechte Disposition nicht kannte und die Grundsätze nicht verstand, nach denen Gottes Haus Menschen entlässt. Wenn Gottes Haus eine Person entlässt und ausmustert, geschieht dies in Wirklichkeit nicht einfach willkürlich aufgrund ihres vorübergehenden Verhaltens oder eines Fehlers, den sie gemacht hat. Vielmehr wird dieser Person die größtmögliche Chance zur Reue gegeben, und nur wenn diese Person ihren Kurs nie umkehrt und der Arbeit schadet, wird sie entlassen. Gleichzeitig gibt es andere, die einige Verdorbenheiten offenbaren, aber durch den gemeinschaftlichen Austausch und die Hilfe der Brüder und Schwestern in der Lage sind, vor Gott Buße zu tun und ihre Abweichungen zu korrigieren. Solche Menschen werden nicht entlassen und ausgemustert. Xinjing gab sich den fleischlichen Bequemlichkeiten hin und hatte kein Lastgefühl für ihre Pflicht. Sie fühlte Widerstand gegenüber der Beaufsichtigung und Prüfung der Arbeit durch die Leiterin und verbreitete bei Versammlungen sogar Negativität. Lin Xiao wies sie mehrmals auf ihr Problem hin und half ihr, aber Xinjing zeigte keinerlei reumütiges Verhalten. Erst dann meldete Lin Xiao Xinjings Problem. Dass Xinjing entlassen wurde, entsprach den Grundsätzen und war Gottes Gerechtigkeit. Ich jedoch hatte ihr gegenüber kein Unterscheidungsvermögen, kannte Gottes gerechte Disposition nicht und lebte in einem Zustand der Wachsamkeit und des Missverständnisses. Ich dachte, ich sei ebenfalls in einem Zustand des Widerstands gegenüber der Beaufsichtigung durch die Leiterin, und so machte ich mir Sorgen, dass ich entlassen werden würde, wenn ich über meinen wahren Zustand sprechen würde. Aus diesem Grund hatte ich Angst, dass Lin Xiao und die Leiterin von meinem Zustand erfahren würden. Tatsächlich heißt es in Gottes Worten unzählige Male, dass Gott die verdorbene Menschheit rettet. Es ist normal, dass Menschen Verdorbenheit offenbaren und bei ihrer Arbeit Abweichungen haben. Worauf es ankommt, ist, ob sie in der Lage sind, über sich nachzudenken und vor Gott Buße zu tun. Es ist genau so, wie Gott sagte: „Gottes Barmherzigkeit und Toleranz sind nicht schwer zu gewinnen – aber es ist schwer für den Menschen, wahre Reue zu erreichen(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige II). Außerdem hielt Lin Xiao wiederholt Gemeinschaft mit Xinjing und half ihr, nachdem sie ihr Problem entdeckt hatte. Da Xinjing ihren Kurs immer noch nicht umkehrte, musste sie gemäß den Grundsätzen umgehend gemeldet werden. Das war die Verantwortung, die jeder von Gottes Auserwählten erfüllen sollte, und es geschah, um die Kirchenarbeit zu schützen. Ich jedoch beschwerte mich sogar darüber, dass Lin Xiao Xinjings Problem wortlos der Leiterin gemeldet hatte, war ihr gegenüber auf der Hut und missverstand sie. Erst zu diesem Zeitpunkt sah ich, dass nicht nur meine Disposition betrügerisch war, sondern auch mein Verständnis ziemlich verdreht war.

Als Xinjing entlassen wurde, hatte ich eine weitere abwegige und absurde Ansicht. Ich glaubte, dass es als „der Negativität freien Lauf lassen“ eingestuft werden würde, wenn ich bei einer Versammlung meinen wahren Zustand offenlegte, und so traute ich mich nicht zu sagen, was ich dachte. Dann las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten, der in einem Erfahrungszeugnis zitiert wurde, und verstand schließlich, dass diese Ansicht nicht mit der Wahrheit übereinstimmte. Der Allmächtige Gott sagt: „Im Grunde genommen sind dies die verschiedenen Zustände und Äußerungsformen von Menschen, die der Negativität freien Lauf lassen. Wenn ihr Verlangen, nach Status, Ruhm und Gewinn zu streben, nicht erfüllt wurde, wenn Gott Dinge tut, die ihren Auffassungen und Vorstellungen widersprechen, Dinge, die ihre Interessen berühren, dann verstricken sie sich in Gefühlen des Ungehorsams und der Unzufriedenheit. Und wenn sie diese Gefühle haben, fängt ihr Verstand an, Ausreden, Vorwände, Rechtfertigungen, Verteidigungen und andere Gedanken der Klage hervorzubringen. Zu diesem Zeitpunkt loben sie Gott nicht und unterwerfen sich Ihm nicht, und noch weniger suchen sie die Wahrheit, um sich selbst zu erkennen; stattdessen kämpfen sie mit ihren Auffassungen, Vorstellungen, Gedanken und Ansichten oder mit Impulsivität gegen Gott. Und wie kämpfen sie gegen Gott? Sie verbreiten ihre Gefühle des Ungehorsams und der Unzufriedenheit und nutzen dies, um Gott ihre Gedanken und Ansichten klarzumachen, und versuchen, Gott dazu zu bringen, nach ihrem Willen und ihren Forderungen zu handeln, um ihre Wünsche zu erfüllen; nur dann werden ihre Gefühle besänftigt. Insbesondere drückt Gott viele Wahrheiten aus, um die Menschen zu richten und zu züchtigen, um ihre verdorbenen Dispositionen zu reinigen und um die Menschen vor dem Einfluss Satans zu retten. Wer weiß, wie viele Träume der Menschen, gesegnet zu werden, durch diese Wahrheiten zunichtegemacht wurden und wie sehr die Fantasie, in das Himmelreich entrückt zu werden, auf die sie Tag und Nacht hofften, zerschmettert wurde. Sie wollen alles tun, was sie können, um die Dinge umzukehren – aber sie sind machtlos, sie können nur mit Negativität und Groll ins Unheil gestürzt werden. Sie sind ungehorsam gegenüber all dem, was Gott angeordnet hat, denn was Gott tut, steht im Widerspruch zu ihren Auffassungen, Interessen und ihrem Denken. Insbesondere, wenn die Kirche die Arbeit der Bereinigung durchführt und viele Menschen ausmustert, denken diese Menschen, Gott rette sie nicht, Er habe sie verschmäht und sie würden ungerecht behandelt, und so werden sie sich vereinen, um Gott zu trotzen; sie werden leugnen, dass Gott die Wahrheit ist, die Identität und das Wesen Gottes leugnen und die gerechte Disposition Gottes leugnen. Natürlich werden sie auch die Tatsache der Herrschaft Gottes über alle Dinge leugnen. Und mit welchen Mitteln leugnen sie all das? Durch Trotz und Widerstand. Die Implikation ist: ‚Was Gott tut, steht im Widerspruch zu meinen Auffassungen, und deshalb unterwerfe ich mich nicht; ich glaube nicht, dass du die Wahrheit bist. Ich werde gegen dich zetern und diese Dinge in der Kirche und unter den Menschen verbreiten! Ich werde sagen, was immer ich will, und die Konsequenzen sind mir egal. Ich habe Redefreiheit; du kannst mich nicht zum Schweigen bringen – ich werde sagen, was ich will. Was kannst du schon tun?‘ Wenn diese Menschen darauf bestehen, ihre falschen Gedanken und Ansichten zu äußern, sprechen sie dann über ihr eigenes Verständnis? Halten sie Gemeinschaft über die Wahrheit? Absolut nicht. Sie verbreiten Negativität; sie verleihen Ketzereien und Irrlehren eine Stimme. Sie versuchen nicht, ihre eigene Verdorbenheit zu erkennen oder sie aufzudecken; sie decken nicht die Dinge auf, die sie getan haben und die im Widerspruch zur Wahrheit stehen, und sie decken auch nicht die Fehler auf, die sie gemacht haben. Stattdessen tun sie ihr Äußerstes, um ihre Fehler zu rechtfertigen und zu verteidigen, um zu beweisen, dass sie im Recht sind, und gleichzeitig ziehen sie auch eine absurde Schlussfolgerung und äußern negative und verdrehte Ansichten sowie verdrehte Argumente und Ketzereien. Dies führt Gottes auserwähltes Volk in der Kirche in die Irre und stört es; es kann sogar einige Menschen in einen Zustand der Negativität und Verwirrung stürzen. All dies sind die nachteiligen Auswirkungen und Störungen, die dadurch verursacht werden, dass Menschen der Negativität freien Lauf lassen(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (17)). Aus Gottes Worten verstand ich, dass Menschen, die ihrer Negativität freien Lauf lassen, wenn etwas geschieht, das nicht nach ihrem Geschmack ist oder ihren Ruf, ihren Status oder ihre fleischlichen Interessen betrifft, nicht die Wahrheit suchen oder versuchen, über Gottes Absicht nachzudenken. Stattdessen nehmen sie eine Haltung des Trotzes, der Unzufriedenheit und des Widerstands ein und verbreiten ihre Auffassungen und Einbildungen oder abwegigen und absurden Ansichten. Das bedeutet es, der Negativität freien Lauf zu lassen. Wer wirklich an Gott glaubt und mit etwas konfrontiert wird, das ihm nicht gefällt, offenbart zwar Verdorbenheit und hat Auffassungen und Missverständnisse, aber er hat ein gottesfürchtiges Herz, kann bei Dingen, die er nicht versteht, die Wahrheit suchen und nicht unbedacht sprechen. Wenn solche Menschen ihren Zustand den Brüdern und Schwestern offenbaren, ist ihr Ziel, die Wahrheit zu suchen, ihre Verdorbenheit zu beseitigen und wahre Reue und Veränderung zu erreichen. Menschen hingegen, die ihrer Negativität freien Lauf lassen und Auffassungen verbreiten, scheinen oberflächlich betrachtet ebenfalls ihren Zustand zu offenbaren, aber sie tun es nicht, um die Wahrheit zu suchen und ihre Probleme zu lösen. Stattdessen nutzen sie die Offenbarung ihres Zustands als eine Möglichkeit, ihrem Trotz und ihrer Unzufriedenheit Luft zu machen. Menschen, die die wahren Umstände oder die Wahrheit nicht verstehen, lassen sich von ihnen leicht in die Irre führen, ergreifen Partei für sie und entwickeln Auffassungen und Missverständnisse gegenüber Gott oder der Arbeit von Gottes Haus. Xinjing sah, dass die Leiterin die Arbeit engmaschig überprüfte, was bedeutete, dass ihr Fleisch leiden und einen Preis zahlen musste, und so wurde sie unwillig, verbreitete wiederholt Auffassungen und ließ während der Versammlungen ihrer unzufriedenen Stimmung freien Lauf. Lin Xiao hielt zahlreiche Male Gemeinschaft mit ihr und half ihr, aber sie kehrte ihren Kurs nie um. Als sie ihren Zustand offenlegte, tat sie es nicht, um die Wahrheit zu suchen oder ihre Probleme zu lösen; sie ließ nur ihrer Unzufriedenheit mit der Leiterin freien Lauf. Nach diesen Verhaltensweisen zu urteilen, ließ Xinjing ihrer Negativität freien Lauf. Ich hingegen glaubte fälschlicherweise, dass das Sprechen über meinen verdorbenen Zustand während der Versammlungen bedeutete, dass ich meiner Negativität freien Lauf ließe, und so traute ich mich nicht zu sagen, was ich dachte. Mein Verständnis war wirklich so verdreht. Als ich das erkannte, betete ich in Reue zu Gott: „Gott, ich glaube seit so vielen Jahren an Dich, aber wenn mir etwas widerfahren ist, habe ich nicht die Wahrheit gesucht. Stattdessen habe ich in einem Zustand der Verlogenheit, des Misstrauens und der Wachsamkeit gegenüber anderen gelebt. Gott, bitte führe mich, damit ich den richtigen Weg der Praxis finde und aus diesen falschen Ansichten herauskomme.“

Als ich später danach suchte, wie ich mein Problem lösen könnte, las ich diesen Abschnitt aus Gottes Worten: „Deine Familie sagt dir oft: ‚Habe nie die Absicht, anderen zu schaden, aber hüte dich immer vor dem Schaden, den sie dir zufügen könnten.‘ In Wirklichkeit ist die Praxis des Loslassens dieses Gedankens einfach: Handle einfach nach den Grundsätzen, die Gott den Menschen vermittelt. ‚Die Grundsätze, die Gott den Menschen vermittelt‘ – dieser Ausdruck umfasst ziemlich vieles. Wie wird er konkret praktiziert? Du musst nicht im Detail analysieren, ob du die Absicht hegst, anderen Schaden zuzufügen, noch musst du vor anderen auf der Hut sein. Also, was solltest du tun? Einerseits solltest du in der Lage sein, harmonische Beziehungen zu anderen zu pflegen; andererseits solltest du im Umgang mit verschiedenen Menschen Gottes Worte als Grundlage und die Wahrheit als Kriterium verwenden, um zu erkennen, welche Art von Mensch sie sind, und dann nach den entsprechenden Grundsätzen mit ihnen umgehen. So einfach ist das. Wenn es sich bei ihnen um Brüder und Schwestern handelt, behandle sie wie solche; wenn sie ernsthaft streben, Dingen entsagen und sich aufwenden, dann behandle sie wie Brüder und Schwestern, die aufrichtig ihre Pflicht tun. Wenn sie Ungläubige sind, die nicht bereit sind, ihre Pflicht zu tun und einfach ihr Leben leben wollen, dann solltest du sie nicht wie Brüder und Schwestern behandeln, sondern wie Nichtgläubige. Wenn du Menschen betrachtest, solltest du darauf schauen, welche Art von Mensch sie sind, auf ihre Disposition, ihre Menschlichkeit und ihre Haltung gegenüber Gott und der Wahrheit. Wenn sie die Wahrheit annehmen können und bereit sind, sie zu praktizieren, behandle sie wie wahre Brüder und Schwestern, wie deine Familie. Wenn ihre Menschlichkeit schlecht ist und es nur ein Lippenbekenntnis ist, wenn sie sagen, sie würden die Wahrheit bereitwillig praktizieren, wenn sie nur fähig sind, Glaubenslehren zu besprechen und nie die Wahrheit praktizieren, dann behandle sie wie bloße Arbeitskräfte, nicht wie deine Familie. Was sagen dir diese Grundsätze? Sie geben dir den Grundsatz, nach dem du verschiedene Arten von Menschen behandeln solltest – das ist ein Grundsatz, den wir oft besprochen haben, nämlich im Umgang mit Menschen weise vorzugehen. Weisheit ist ein allgemeiner Begriff, konkret bedeutet er hier, unterschiedliche Methoden und Grundsätze zu haben, um mit verschiedenen Arten von Menschen umzugehen – alles basierend auf der Wahrheit, nicht auf persönlichen Gefühlen, persönlichen Vorlieben, persönlichen Ansichten, auf den Vor- und Nachteilen, die sie für dich darstellen, oder auf ihrem Alter, sondern ausschließlich auf Gottes Worten. Daher musst du beim Umgang mit Menschen nicht genau prüfen, ob du die Absicht hast, anderen Schaden zuzufügen oder vor anderen auf der Hut zu sein. Wenn du Menschen anhand der Grundsätze und Methoden behandelst, die Gott dir gegeben hat, vermeidest du alle Versuchungen, und du gerätst in keine Versuchungen oder Konflikte. So einfach ist das(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (14)). Aus Gottes Worten fand ich einen Weg der Praxis. Man sollte zuerst die verschiedenen Arten von Menschen auf der Grundlage der Wahrheitsgrundsätze unterscheiden. Wenn eine Person aufrichtig an Gott glaubt und die Wahrheit liebt, dann sollte sie als Bruder oder Schwester behandelt werden, und man kann sich ihr einfach und offen anvertrauen. Die Leiterin und Lin Xiao waren beide Schwestern, die aufrichtig an Gott glaubten und nach der Wahrheit strebten. Sie waren für unsere Arbeit verantwortlich, und wenn es bei der Arbeit ein Problem gab, ich dabei auf Schwierigkeiten stieß oder sich eine Kluft zwischen uns entwickelte, sollte ich mich ihnen einfach und offen anvertrauen und Gemeinschaft suchen. Auf diese Weise könnten sie meinen Zustand erfassen und mir umgehend helfen, ihn zu lösen, was sowohl für meinen Lebenseintritt als auch für die Kirchenarbeit von Vorteil wäre. Wenn ich mich andererseits nie öffnen und immer in einem falschen Zustand leben würde, dann würde nicht nur mein Leben Verluste erleiden, sondern ich würde auch die Arbeit verzögern. Nachdem ich nun Gottes Absicht und Seine Anforderungen verstand, musste ich im zukünftigen Umgang mit den Brüdern und Schwestern ehrlich, rein und offen sein.

Später wurde eine Schwester namens Su Rui als Verantwortliche für unsere Arbeit eingesetzt. Zu dieser Zeit waren meine Arbeitsergebnisse schlecht und mein Zustand war etwas negativ. Als Su Rui zu einer Versammlung mit uns kam, fragte sie mich nach meinem Zustand und wie meine Arbeit in letzter Zeit gelaufen sei. Ich dachte bei mir: „Mein Zustand hat sich noch nicht vollständig umgekehrt, und es gibt immer noch einige Abweichungen in meiner Arbeit. Wenn ich über meinen wahren Zustand spreche, wird Su Rui mein Problem dann der Leiterin melden und mich entlassen lassen?“ Ich wollte nicht über meinen wahren Zustand sprechen. Ich dachte jedoch, dass mein Problem niemals gelöst werden würde, wenn ich nicht darüber spräche, und ich war ziemlich hin- und hergerissen. Dann fragte Su Rui meine Arbeitspartnerin nach ihrem Zustand in letzter Zeit, und ich sah, dass sie in der Lage war, einfach und offen über alles zu sprechen. Ich war ziemlich neidisch auf sie und dachte: „Warum traue ich mich nicht, mich zu öffnen?“ Danach las ich Gottes Worte: „Welcher Gedanke es auch sein mag, wenn er falsch ist und sich gegen die Wahrheit richtet, ist der einzige richtige Weg, den du wählen solltest, ihn loszulassen. Die genaue Praxis des Loslassens geht so: Die Kriterien oder die Grundlage, die du verwendest, um eine Sache zu betrachten, zu tun oder zu regeln, sollten nicht länger die irrigen Gedanken sein, die deine Familie dir eingeimpft hat, sondern stattdessen Gottes Worte. Obwohl dieser Prozess von dir verlangt, einen gewissen Preis zu zahlen, dir das Gefühl vermittelt, gegen deinen Willen zu handeln, dein Gesicht zu verlieren, und er sogar dazu führen kann, dass deine fleischlichen Interessen einen Verlust erleiden, solltest du deine Praxis beharrlich an Gottes Worte und die Grundsätze, die Er dir mitteilt, ausrichten, und nicht aufgeben, egal, womit du es zu tun hast. Der Prozess dieses Wandels wird mit Sicherheit herausfordernd sein, er wird nicht reibungslos verlaufen. Warum verläuft er nicht reibungslos? Es handelt sich dabei um einen Wettkampf zwischen negativen und positiven Dingen, einen Wettkampf zwischen bösen Gedanken, die von Satan kommen, und der Wahrheit, und auch um einen Wettkampf zwischen deiner Entschlossenheit und deinem Wunsch, die Wahrheit und positive Dinge anzunehmen, und den irrigen Gedanken und Ansichten in deinem Herzen. Da ein Wettkampf stattfindet, könnte es sein, dass man leidet und einen Preis zahlt – das ist, was du tun musst(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (14)). Gottes Worte gaben mir den Mut, die Wahrheit zu praktizieren. Wenn ich diese abwegigen und absurden Gedanken und Ansichten loslassen wollte, musste ich mich gegen mein Fleisch auflehnen, meinen Interessen den Rücken kehren und nach den Wahrheitsgrundsätzen praktizieren. Su Rui war für meine Arbeit verantwortlich; ich sollte mich ihr gegenüber über meinen wahren Zustand und meine Abweichungen bei der Arbeit öffnen. Wenn ich immer noch betrügerisch wäre, Tricks anwenden und vor ihr auf der Hut bleiben würde, dann würden meine Probleme nicht so schnell wie möglich gelöst werden, und ich wäre nicht in der Lage, die Abweichungen in meiner Arbeit umgehend zu korrigieren. Also sprach ich mit ihr über meinen Zustand und über diese Abweichungen, und sie nutzte Gottes Worte, um mit mir Gemeinschaft zu halten, was mir half, meinen Zustand ein wenig in die richtige Richtung zu lenken. Durch diese Erfahrung verstand ich aus erster Hand: Wenn man nach den abwegigen und absurden Gedanken und Ansichten Satans lebt, bringt das einem nicht nur keine Vorteile, sondern führt auch dazu, dass man ohne normale Menschlichkeit lebt. Nur wenn man Menschen und Dinge auf der Grundlage von Gottes Worten betrachtet, sich danach verhält und handelt, kann man inneren Frieden und Befreiung im Herzen finden.

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