Eine besondere Erfahrung bei der Bewässerung von Neulingen

Mai 24, 2026

Von Georgina, Myanmar

Im August 2021 bewässerte ich in der Kirche Neulinge. Eine Zeit lang bewässerte ich drei Neulinge online. Diese drei waren sehr bestrebt, an den Versammlungen teilzunehmen, doch in ihrem Dorf gab es kein Internet. Sie mussten also weit in die Berge hinaufsteigen, um eine Verbindung zu bekommen, nahmen aber trotzdem an jeder Versammlung teil. Während ich mich mit ihnen unterhielt, erfuhr ich, dass in ihren beiden Nachbardörfern jeweils über hundert Menschen noch nichts von Gottes Evangelium der letzten Tage gehört hatten. Ich fühlte mich dafür verantwortlich, diesen Menschen Gottes Werk der letzten Tage zu bezeugen und sie vor Gott zu bringen. Bei einer Versammlung hielt ich mit diesen drei Neulingen Gemeinschaft über Gottes Absicht, die Menschheit zu retten. Anschließend las ich ihnen einen Abschnitt aus Gottes Worten vor: „Alle möglichen Katastrophen werden eine nach der anderen hereinbrechen; alle Länder und Orte werden Katastrophen erleben: überall gibt es Seuchen, Hungersnöte, Überschwemmungen, Dürre und Erdbeben. Diese Katastrophen geschehen nicht nur an ein oder zwei Orten, noch werden sie in ein oder zwei Tagen vorüber sein, sondern sie werden sich über eine immer größere Fläche ausbreiten und immer schlimmer werden. Während dieser Zeit werden hintereinander alle Arten von Insektenplagen auftreten, und das Phänomen des Kannibalismus wird allerorts ausbrechen. Das ist Mein Gericht über die unzähligen Länder und Völker(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 65). Nachdem ich Gottes Worte vorgelesen hatte, hielt ich Gemeinschaft: „Gottes Worte erfüllen sich nach und nach, und die Unglücke werden von Tag zu Tag schlimmer. Nicht nur andere Länder erleben Unglücke, auch unser Wa-Staat leidet unter einer schweren Pandemie. Städte und Dörfer sind jetzt abgeriegelt, und viele Menschen stehen unter Quarantäne. Einige haben sich in den Tod gestürzt, weil sie während der Quarantäne weder Essen noch Wasser hatten, und andere haben sich erhängt, weil sie sich die Kosten für die Quarantäne nach einer Ansteckung nicht leisten konnten. Manche, die zur Arbeit auswärts waren, konnten wegen der Abriegelung nicht nach Hause zurückkehren. Ihre Familienangehörigen starben, und sie konnten sie nicht einmal ein letztes Mal sehen. Jeden Tag infizieren sich unzählige Menschen, und die Zahl der Todesfälle ist unermesslich. Uns mag es heute gut gehen, aber niemand weiß, was morgen sein wird. Wir haben das Glück, Gottes Werk angenommen und Seine Worte gehört zu haben. Wir müssen Gottes Evangelium schnell unseren Familien, Nachbarn und Freunden weitergeben, damit auch sie Gottes Stimme hören, vor Ihn kommen, die Wahrheit erlangen und Seine Errettung empfangen können. Wenn wir das Evangelium jetzt nicht an sie weitergeben und sie sich eines Tages anstecken und sterben, werden wir es dann nicht bereuen? Aber dann wird es nutzlos sein, selbst wenn wir uns die Augen aus dem Kopf weinen. Seid ihr bereit, das Evangelium in eurem Dorf zu predigen?“ Als sie das hörten, stimmten sie alle zu. Am nächsten Abend brachten sie mehrere potenzielle Evangeliumsempfänger mit. Darunter waren der Sohn des Dorfvorstehers und ein Buchhalter, der im Dorf ein recht hohes Ansehen genoss. Der Evangeliumsprediger hielt mit ihnen Gemeinschaft über die Wahrheit, wie man zwischen dem wahren Gott und falschen Göttern unterscheidet. Er hielt auch gemeinschaftlichen Austausch darüber, dass man nur durch den Glauben an den wahren Gott in Unglücken beschützt werden kann und dass diejenigen, die an falsche Götter glauben, von Unglücken heimgesucht und schließlich in den Feuer- und Schwefelsee stürzen werden. Einige von ihnen verstanden, nachdem sie Gottes Worte gehört hatten, dass nur der Allmächtige Gott der allein wahre Gott ist, der die ganze Menschheit retten kann. Sie freuten sich, Gottes Worte zu hören, und waren zu Tränen gerührt. Später brachten sie ihre Verwandten und Freunde mit relativ guter Menschlichkeit mit, damit auch sie sich Gottes Worte anhörten. In etwas mehr als zwanzig Tagen kamen über hundert Menschen aus diesen beiden Dörfern, um Gottes Werk der letzten Tage zu untersuchen, und ich war für die Bewässerung von mehr als sechzig von ihnen verantwortlich. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass so viele Menschen Gottes Werk der letzten Tage auf einmal annehmen würden.

Später kamen immer mehr Menschen aus den beiden Dörfern, um den wahren Weg zu prüfen. Ein Bezirksbeamter aus einem Nachbardorf erfuhr, dass die Dorfbewohner unsere Predigten hörten, und mobilisierte die Dorfmiliz, um Patrouillen und Kontrollen durchzuführen. Sechzehn Neulinge, die gerade erst begonnen hatten, den wahren Weg zu prüfen, wurden verhaftet und mussten auch eine Geldstrafe zahlen. Da die Miliz Tag und Nacht patrouillierte, trauten sich die Dorfbewohner nicht mehr, im Dorf den Predigten zuzuhören, und einige kamen nicht einmal mehr für die Versammlungen auf den Berg. Da das Dorf kein Internet hatte, war es wirklich schwierig, die Neulinge zu kontaktieren, es sei denn, sie fanden selbst einen Weg, eine Verbindung herzustellen und mich zu erreichen. In diesem Moment dachte ich, es sei alles aus. Ganz zu schweigen davon, anderen das Evangelium zu predigen – selbst die Neulinge, die Gottes Werk erst vor zwei Tagen angenommen hatten, würden womöglich nicht standhaft bleiben. Genau da stieg ein Leiter einer Versammlungsgruppe auf den Berg, um einen Internetzugang zu finden, und nahm Kontakt mit mir auf. Er sagte: „Die Lage ist im Moment wirklich schlimm, und die Polizei und die Miliz patrouillieren jeden Tag überall. Können wir uns nur einmal im Monat versammeln?“ Ich dachte bei mir: „Das geht nicht. Die Neulinge haben eine geringe Größe, sie verstehen nicht viele Wahrheiten und brauchen kontinuierliche Bewässerung und Unterstützung. Egal was passiert, wir müssen sicherstellen, dass die Neulinge an den Versammlungen teilnehmen können.“ Der Gruppenleiter und ich sahen uns den Dokumentarfilm „Der Eine, der die Herrschaft über alles hat“ an. Ich sagte: „Als Mose die Israeliten aus Ägypten führte, lag vor ihnen das Rote Meer und hinter ihnen näherten sich die Truppen der Verfolger. Es gab kein Vorankommen mehr, doch sie fanden zu innerer Stille, beteten zu Gott, verließen sich auf Ihn, und Gott eröffnete ihnen einen Weg. Sie wurden Zeugen von Gottes Autorität. Gott teilte das Rote Meer und gab in der Mitte trockenes Land frei. Die Israeliten überquerten das Rote Meer, während ihre Verfolger in den Fluten ertranken. Das zeigt, dass Gott diejenigen, die Er zu retten beschlossen hat, auch gewiss führen wird.“ Dann las ich ihm einen Abschnitt aus den Worten des Allmächtigen Gottes vor: „Bei jeder Stufe des Werkes, das Gott an den Menschen vollbringt, scheint es sich von außen betrachtet um Interaktionen zwischen Menschen zu handeln, als ob diese Stufe des Werks von menschlichen Vorkehrungen oder menschlichen Störungen herrühren würde. Aber hinter jeder Stufe des Werkes und allem, was geschieht, ist eine Wette, die Satan vor Gott eingeht; sie erfordern, dass die Menschen in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Nehmen wir zum Beispiel Hiobs Prüfungen: Hinter den Kulissen ging Satan eine Wette mit Gott ein, und die Dinge, die Hiob widerfuhren, waren die Taten und die Störungen der Menschen. Hinter jeder Stufe des Werkes, das Gott an euch vollbringt, steht Satans Wette mit Gott – dahinter steht ein Kampf(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Danach hielt ich Gemeinschaft: „Oberflächlich betrachtet scheint es, dass der Beamte unseren Glauben an Gott behindert, aber dahinter steckt Satans Störung. Satan will nicht, dass wir Gottes Worte hören, also benutzt er den Beamten, um uns zu verfolgen und zu verhaften und uns so zu zwingen, unseren Glauben aufzugeben. Denk nur an Hiob, als er geprüft wurde und seinen ganzen Reichtum verlor. Oberflächlich sah es so aus, als wären es Räuber gewesen, aber in Wirklichkeit war es Satan, der ihn versuchte und angriff. Als Hiob all diese Prüfungen erlebte, klagte er nicht gegen Gott, sondern pries den Namen von Gott Jehova. Egal, wie sehr Satan Hiob störte, er hat Gott nicht verleugnet, und am Ende wurde Satan beschämt und zog sich zurück. Wenn wir jetzt angesichts der Störung und Verfolgung durch den Beamten so eingeschränkt wären, dass wir Gottes Worte nur einmal im Monat hören könnten, würde das nicht bedeuten, dass Satans Machenschaften aufgegangen sind? Wenn wir in einer solchen Situation an den Versammlungen festhalten, wird Satan beschämt werden.“ Nachdem der Gruppenleiter meinen gemeinschaftlichen Austausch gehört hatte, sagte er, er sei bereit, zurückzugehen und diese Neulinge zu den Versammlungen einzuladen. Durch den gemeinschaftlichen Austausch des Gruppenleiters sagten die Neulinge einer nach dem anderen: „Nichts kann geschehen, wenn Gott es nicht zulässt.“ „Ob wir verhaftet werden oder nicht, liegt in Gottes Hand.“ „Satan will die Störung durch die Regierung nutzen, um uns dazu zu bringen, unseren Glauben aufzugeben und uns in die Hölle zu zerren. Egal wie sie uns verfolgen, wir werden Gott mit Sicherheit folgen und unseren Glauben niemals aufgeben.“ Obwohl die Lage sehr feindselig war, fanden einige der eifrigeren Neulinge immer noch Wege, ein Internetsignal zu bekommen, um an den Versammlungen teilzunehmen. Da ihre Versammlungsorte jedoch entdeckt worden waren, konnten sie sich nicht mehr wie zuvor in Gruppen von sechzig oder siebzig Leuten versammeln; an jedem Versammlungsort konnten sich höchstens noch etwa zwanzig Leute treffen. Gerade als wir uns darauf vorbereiteten, kleinere Versammlungen zu organisieren, stießen wir auf eine weitere Schwierigkeit. Da die Neulinge nur zwei SIM-Karten mit Internetzugang hatten, würden diese nicht ausreichen, wenn sie sich für die Versammlungen aufteilten. Einige Dorfbewohner würden also immer noch nicht Gottes Worte hören können. Außerdem konnten bei zwanzig Leuten an einem einzigen Telefon einige den gemeinschaftlichen Austausch nicht deutlich hören, wenn die Verbindung schlecht war, und die Versammlungen würden keine guten Ergebnisse erzielen. Da die Sache wirklich schwierig schien, fühlte ich mich allmählich entmutigt. In diesem Moment dachte ich: „Wenn ich nur selbst dorthin gehen könnte, dann könnte ich sie persönlich bewässern.“ Ich teilte meine Gedanken dann der Verantwortlichen mit, und sie war einverstanden, dass ich dorthin fuhr.

An diesem Abend kam ich bei der örtlichen Gastfamilie an. Genau da schrieben mir die Gruppenleiter der Neulinge, also bat ich sie, die Brüder und Schwestern für den nächsten Mittag zu einer Versammlung einzuladen. Ich sagte ihnen, sie sollten so viele Menschen wie möglich einladen und ein geeignetes Versteck für unsere Versammlung finden. Am nächsten Tag kamen wir am vereinbarten Ort an, und ich war fassungslos. Zu meiner Überraschung erschien eine Gruppe aus über sechzig Neulingen. Einer nach dem anderen kamen sie, um mir die Hand zu schütteln und mich zu umarmen, und jeder stellte sich eifrig vor. Sie waren wie ein Schwarm fröhlicher Vögel, so etwas hatte ich noch nie zuvor gesehen. Nach der Versammlung an diesem Tag luden sie Neulinge aus einem anderen Dorf ein, um das Evangelium zu hören. Am dritten Tag führte uns der Gruppenleiter einen langen Bergpfad entlang, und wir fanden einen ruhigen, versteckten Ort. Ungefähr fünfzig Neulinge kamen. Doch während unserer Versammlung sah uns ein Nichtgläubiger, der gerade Kühe hütete. Ich dachte: „Wird er mich melden? Werden der Beamte oder die Polizei kommen und mich verhaften?“ Ich dachte darüber nach, einfach wegzulaufen. Aber in diesem Moment erinnerte ich mich an einen Abschnitt aus Gottes Wort, den ich zuvor gelesen hatte: „Antichristen tun alles, um ihre Sicherheit zu schützen. Sie denken bei sich: ‚Ich muss unbedingt für meine eigene Sicherheit sorgen. Ganz egal, wer geschnappt wird – ich darf es nicht sein.‘ … Wenn es einen sicheren Ort gibt, werden sich Antichristen diesen Ort als ihren Arbeitsplatz aussuchen, und sie werden bei ihrer Arbeit durchaus proaktiv und positiv erscheinen und ihren großen ‚Sinn für Verantwortung‘ und ‚Loyalität‘ zeigen. Wenn die Verrichtung einer Arbeit bedeutet, dass sie Risiken eingehen müssen, und es wahrscheinlich ist, dass sie in Gefahr geraten oder vom großen roten Drachen entdeckt werden, dann erfinden sie Ausreden, lehnen sie ab und suchen nach einer Gelegenheit, davor zu fliehen. Sobald Gefahr oder ein Hauch von Gefahr besteht, denken sie sich jede erdenkliche Möglichkeit aus, um sich selbst herauszuziehen und ihre Pflicht im Stich zu lassen, wobei sie sich nicht um die Brüder und Schwestern kümmern, sondern sich nur darum sorgen, der Gefahr zu entkommen. Möglicherweise haben sie sich bereits mental vorbereitet: Sobald Gefahr aufkommt, werden sie die Arbeit, die sie gerade erledigen, sofort stehen und liegen lassen, ohne sich darum zu kümmern, wie es mit der Arbeit der Kirche läuft oder wie es den Interessen von Gottes Haus schadet oder wie es um die Sicherheit der Brüder und Schwestern bestellt ist – was für sie zählt, ist Flucht. Sie haben sogar ein ‚Ass im Ärmel‘, einen Plan, um sich zu schützen: Sobald sie in Gefahr sind oder sie verhaftet werden, sagen sie alles, was sie wissen, entlasten sich selbst und sprechen sich von aller Verantwortung frei, um ihre eigene Sicherheit zu wahren. Das ist der Plan, den sie bereithalten(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 2)). Antichristen können ihre Pflichten tun und normal arbeiten, wenn keine Gefahr besteht, aber wenn Gefahr aufkommt, ist das Erste, woran sie denken, ihre eigene Sicherheit. Sie betrachten ihre eigene Sicherheit als das Wichtigste und nehmen keine Rücksicht auf die Interessen der Kirche. Antichristen sind außergewöhnlich selbstsüchtig und verachtenswert und haben keinerlei Gewissen oder Vernunft. Mein eigenes Verhalten war genau wie das eines Antichristen. Anfangs ging ich ja mit den Neulingen auf den Berg zu den Versammlungen; scheinbar leistete ich etwas Arbeit und nahm auch etwas Mühsal auf mich, aber sobald meine eigene Sicherheit betroffen war, wollte ich meine Pflicht aufgeben und fliehen. Ich stellte meine eigene Sicherheit über alles andere und dachte nicht einmal daran, zuerst Vorkehrungen für diese Neulinge zu treffen. So viele Neulinge würden sich, wenn sie verhaftet würden, wahrscheinlich abkehren, weil ihre Größe noch gering war, und ich machte mir nur Sorgen darum, mich selbst aus der Gefahr zu bringen. Ich war wirklich selbstsüchtig! Bei diesem Gedanken brachte ich die Neulinge schnell in Sicherheit. Einige versteckten sich in Gräben, andere im Gras und wieder andere im Wald. Nachdem der Hirte gegangen war, setzten wir die Versammlung fort und beauftragten einige Brüder, Wache zu halten. Nach der Versammlung legten wir eine Zeit für die nächste fest.

Später nahmen mehr als hundert Menschen Gottes Werk der letzten Tage an. Zu diesem Zeitpunkt zählten die Neulinge aus den beiden Dörfern fast zweihundert. Als so viele Menschen kamen, um Gottes Worte zu hören, erregte das noch mehr die Aufmerksamkeit des Beamten. Er befahl den Nichtgläubigen im Dorf und sogar Grundschülern, auf dem Berg zu patrouillieren. Der Beamte sagte auch, dass jeder, der unseren Versammlungsort fände, mit einhundert Yuan belohnt würde. Damals gab es dann nicht nur im Dorf, sondern auch auf dem Berg Patrouillen. Die Lage verschlechterte sich also weiter, aber jeden Tag brachten Neulinge weiterhin ihre Verwandten und Freunde mit, um Gottes Worte zu hören. Sogar der Dorfvorsteher und der stellvertretende Dorfvorsteher aus beiden Dörfern kamen, um Gottes Worte zu hören. Wegen der Verfolgung durch den Beamten mussten wir unseren Versammlungsort ständig wechseln. Manchmal versammelten wir uns auf Feldern, manchmal auf sandigen Flächen, manchmal im Wald, und manchmal mussten wir weit in die Berge reisen, um uns zu versammeln. Auf meinem Weg zum Bewässerungsort der Neulinge kam ich jeden Tag am Haus des Beamten vorbei. Ich konnte es auf meiner Route nicht vermeiden und machte mir oft Sorgen, dass der Beamte und die Polizei mich entdecken und mich dann direkt vor seinem Tor abfangen und verhaften würden. Was würde ich tun, wenn ich verhaftet würde und meine Familie davon erführe? Sie waren bereits gegen meinen Glauben; würden sie mich nicht noch mehr verfolgen, wenn sie wüssten, dass ich verhaftet worden war? Der Gedanke, dass dies passieren konnte, ging mir jeden Tag durch den Kopf, und allein die Vorstellung machte mir große Angst. Jeden Tag war ich voller Unruhe und Angst, wenn ich loszog, um die Neulinge zu bewässern. Wenn ich am Haus des Beamten vorbeifuhr, wagte ich kaum zu atmen und raste mit meinem Motorrad vorbei, ohne mich auch nur umzudrehen. Wenn ich Angst hatte, rief ich in meinem Herzen still zu Gott. Mir fiel eine Hymne mit Gottes Worten ein, „Was Gott perfektioniert, ist der Glaube“: „Im Werk der letzten Tage sind von uns ein Höchstmaß an Glauben und Liebe gefordert, und aufgrund der kleinsten Unachtsamkeit können wir ins Straucheln geraten, denn diese Phase des Werkes unterscheidet sich von allen früheren: Was Gott perfektioniert, ist der Glaube der Menschen, der sowohl unsichtbar als auch nicht greifbar ist. Was Gott tut, ist, Worte in Glauben, in Liebe und in Leben zu verwandeln. Die Menschen müssen einen Punkt erreichen, an dem sie Hunderte von Läuterungen ertragen haben und einen Glauben haben, der größer als der von Hiob ist, was von ihnen verlangt, unglaubliches Leid und alle Arten von Martern zu ertragen, ohne sich zu irgendeinem Zeitpunkt von Gott abzuwenden. Wenn sie bis hin zum Tode unterwürfig sind und großen Glauben an Gott haben, dann ist diese Phase des Werkes Gottes abgeschlossen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Weg … (8)). Als ich diese Hymne sang, fühlte ich mich innerlich gestärkt. Ich verstand, dass Gott diese Situation zugelassen hatte, damit ich Seine Worte erleben und meinen Glauben an Ihn stärken konnte. Bevor ich in dieses Dorf kam, dachte ich, ich hätte großen Glauben an Gott, aber die Realität enthüllte, wie gering meine wahre Größe war. Ich sah, dass mein Glaube an Gott zu gering war. Gott benutzte dieses Umfeld der Verfolgung, um meinen Glauben zu vervollkommnen. Ich war nun bereit, mich auf Gott zu verlassen, um es zu erleben. Später wurde die Verfolgung durch den Beamten noch schlimmer. Er sagte den Dorfbewohnern, dass jeder, der bei einer Versammlung gesehen würde, gemeldet werden sollte. Für die Meldung eines Gläubigen würden sie eine Belohnung von 500 Yuan bekommen, für zwei 1.000 Yuan. Ich dachte, dass sie durch und durch niederträchtig waren. Wir hatten kein Verbrechen begangen, indem wir an Gott glaubten, und doch taten sie alles, um uns zu fassen. Ich hasste sie wirklich von ganzem Herzen. Um nicht von ihnen entdeckt zu werden, verlegten wir die Versammlung von 10 Uhr morgens auf 6 Uhr morgens. Es war Dezember und sehr kalt, aber die Neulinge kamen trotzdem eifrig zu den Versammlungen. Einige waren über 60 Jahre alt und nahmen trotzdem unbeirrt an den Versammlungen teil, einige kamen mit ihrer ganzen Familie, und einige trugen Babys, die gerade erst einen Monat alt waren, für die Versammlungen auf den Berg. Als ich sah, dass sie so aktiv an den Versammlungen teilnahmen, war ich tief bewegt und schämte mich auch, weil mein Glaube nicht so stark war wie ihrer. Ich hasste auch dieses satanische Regime, das sogar alle in den Dörfern mobilisierte, um zu patrouillieren und Gläubige zu melden, nur um die Menschen daran zu hindern, Gottes Worte zu hören. Trotzdem wurde die Evangeliumsarbeit überhaupt nicht beeinträchtigt, und das Evangelium des Allmächtigen Gottes der letzten Tage verbreitete sich in dieser Gegend weiter. Außerdem fanden uns die Patrouillen nicht ein einziges Mal. Wir waren Gott wirklich dankbar für Seinen Schutz!

Eines Tages kam mein nichtgläubiger Ehemann plötzlich von der Armee nach Hause. Eigentlich sollte er erst zum Jahreswechsel zurückkommen, aber diesmal kam er überraschend früher. Er sah, dass ich nicht zu Hause war, rief an, um zu fragen, wo ich hingegangen war, und forderte mich auf, am nächsten Morgen sofort nach Hause zu kommen. Als er am nächsten Tag sah, dass ich nicht zurückgekehrt war, schickte er mir eine Nachricht. Ich hatte zu der Zeit aber kein Internet, konnte ihm also nicht antworten. Das machte ihn sehr wütend. Später rief mein Mann immer wieder an und drängte mich, nach Hause zurückzukehren, und drohte sogar mit Scheidung, wenn ich mich nicht beeilen würde. Ich fühlte mich kraftlos. Meine Familie war bereits gegen meinen Glauben an Gott, und meine Schwiegermutter hatte meinen Mann oft gedrängt, sich von mir scheiden zu lassen. Würde sich mein Mann wirklich von mir scheiden lassen, wenn ich nicht nach Hause käme? Mein Herz war voller Schmerz, und ich fragte mich: „Sollte ich vielleicht einfach für ein paar Tage nach Hause zurückgehen?“ Aber ich wusste, dass es schwer sein würde, wieder wegzugehen, wenn ich erst einmal zurück wäre. Wer würde diese Neulinge dann bewässern? Mein Herz war voller Qual, und ich konnte die Vorwürfe, die in mir aufstiegen, nicht unterdrücken. „Warum hat Gott zugelassen, dass mir das passiert? Mein Mann zwingt mich ständig, nach Hause zu kommen, und sagt, wenn ich es nicht tue, lässt er sich von mir scheiden. Aber wenn ich nach Hause zurückkehre, wie kann ich dann noch meine Pflicht tun?“ In meinem Herzen dachte ich ständig darüber nach, was Gottes Absicht war. Während ich nachdachte, fiel mir plötzlich ein Abschnitt aus Gottes Worten ein: „Um zu beurteilen, ob Menschen sich Gott unterwerfen können oder nicht, ist das Entscheidende, ob sie Ihm gegenüber extravagante Wünsche hegen oder Hintergedanken haben. Wenn Menschen immer Forderungen an Gott stellen, beweist dies, dass sie sich Ihm nicht unterwerfen. Es spielt keine Rolle, was dir geschieht, wenn du es nicht von Gott annimmst, nicht nach der Wahrheit suchst, dich immer rechtfertigst und immer das Gefühl hast, nur du hättest recht, und du zudem sogar fähig bist, daran zu zweifeln, dass Gott die Wahrheit und Gerechtigkeit ist, dann droht dir Böses. Solche Menschen sind am arrogantesten und rebellischsten gegenüber Gott. Menschen, die immer Forderungen an Gott stellen, können sich Ihm nicht wirklich unterwerfen. Wenn du Forderungen an Gott stellst, beweist dies, dass du versuchst, mit Gott zu handeln, dass du deine eigenen Willen wählst und dich danach richtest. Damit verrätst du Gott, und es fehlt dir an Unterwerfung. Forderungen an Gott zu stellen ist an und für sich unvernünftig; wenn du wirklich glaubst, dass Er Gott ist, dann wirst du es nicht wagen, Forderungen an Ihn zu stellen, und du wirst nicht glauben, dass du das Recht hast, Forderungen an Ihn zu stellen, ob du diese nun für vernünftig hältst oder nicht. Wenn du wahren Glauben an Gott hast und glaubst, dass Er Gott ist, wirst du nichts tun, außer Ihn zu verehren und dich Ihm zu unterwerfen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die Menschen stellen zu viele Forderungen an Gott). Mir wurde klar, dass ich genau so war, wie Gott es enthüllt hatte. Wenn Gott Situationen schuf, die meinen Wünschen entsprachen, war ich bereit, mich zu unterwerfen, aber wenn sie nicht meinen Wünschen entsprachen, war ich unwillig und stellte ständig unvernünftige Forderungen an Gott. Ich dachte, weil ich meine Pflicht tat und das Evangelium predigte, sollte Gott mich vor der Verfolgung und den Störungen durch meinen Mann bewahren und beschützen und ihn nicht früher nach Hause kommen lassen, da ich das Evangelium nicht mehr predigen könnte, wenn er zurückkehrte. Ich wollte, dass Gott sich nach meinen Wünschen richtet. Als Er das nicht tat, haderte ich mit Ihm. Ich fand Seine Anordnungen unangebracht und begehrte eigensinnig gegen Ihn auf. Ich war wirklich unvernünftig! Als ich früher noch von zu Hause wegkonnte, um das Evangelium zu predigen, dachte ich, meine Größe wäre gewachsen und ich könnte mich Gott bereits unterwerfen. Jetzt sah ich endlich klar meine wahre Größe. Obwohl das, was ich hier erlebte, nicht mit meinen Auffassungen übereinstimmte, war es eine gute Gelegenheit für mich, mich selbst zu verstehen.

Ich dachte daran, wie sehr sich diese Neulinge nach Gottes Worten sehnten. Egal wie kalt das Wetter, wie weit der Weg oder wie schrecklich die Lage war, sie hielten trotzdem an ihrer Teilnahme an den Versammlungen fest. Wer würde sie bewässern, wenn ich nach Hause zurückkehrte? Aber wenn ich nicht zurückkehrte, könnte mir die Scheidung drohen. Gerade als ich mit mir rang und nicht wusste, was ich tun sollte, fielen mir die Worte Gottes wieder ein, die die Verantwortliche damals mit uns geteilt hatte: „Bist du dir der Last auf deinen Schultern, deines Auftrags und deiner Verantwortung bewusst? Wo ist dein Sinn für historische Mission? Wie wirst du angemessen als ein Gebieter des nächsten Zeitalters dienen? Besitzt du einen ausgeprägten Sinn dafür, Herr zu sein? Wie sollte der Herr aller Dinge erklärt werden? Handelt es sich wirklich um den Herrn aller lebendigen Geschöpfe und aller materiellen Dinge in der Welt? Welche Pläne hast du für den Fortschritt der nächsten Phase des Werkes? Wie viele Menschen warten darauf, dass du sie hütest? Ist deine Aufgabe schwer? Sie sind armselig, bedauernswert, blind und ratlos und jammern in der Dunkelheit – wo ist der Weg? Wie sehnen sie sich danach, dass das Licht plötzlich wie eine Sternschnuppe herabkommt und die Mächte der Finsternis vertreibt, die den Menschen so viele Jahre lang unterdrückt haben. Sie hoffen inständig darauf und verzehren sich Tag und Nacht danach – wer kann das schon vollständig kennen? Selbst an dem Tag, an dem das Licht vorbeiblitzt, bleiben diese Menschen, die zutiefst leiden, in einem dunklen Kerker gefangen, ohne Hoffnung auf Freilassung; wann werden sie nicht länger weinen? Welch schreckliches Unglück diesen gebrechlichen Seelen widerfährt, denen nie Ruhe vergönnt worden ist; lange schon sind sie durch gnadenlose Fesseln und eine starre Geschichte gefangen. Und wer hat je den Klang ihres Wehklagens gehört? Wer hat ihren elenden Zustand gesehen? Ist es dir jemals in den Sinn gekommen, wie betrübt und besorgt Gottes Herz ist? Wie kann Er es ertragen, die unschuldige Menschheit, die Er mit Seinen eigenen Händen schuf, solche Qual erleiden zu sehen? Schließlich sind die Menschen die Opfer, die vergiftet worden sind. Und obwohl der Mensch bis heute überlebt hat, wer hätte wissen können, dass die Menschheit längst von dem Bösen vergiftet worden ist? Hast du vergessen, dass du eines der Opfer bist? Bist du, aus deiner Liebe zu Gott, nicht bereit dich zu bemühen, all diese Überlebenden zu retten? Bist du nicht bereit, deine ganze Kraft darzubringen, um Gott dafür zu vergelten, der die Menschheit wie Sein eigen Fleisch und Blut liebt? Wie genau begreifst du, von Gott verwendet zu werden, um dein außergewöhnliches Leben zu führen? Hast du wirklich die Entschlossenheit und den Glauben, das bedeutungsvolle Leben eines frommen, Gott dienenden Menschen zu leben?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wie solltest du dich mit deiner zukünftigen Mission befassen?). Gott ist erschienen und wirkt seit so vielen Jahren, aber viele Menschen wissen es immer noch nicht, beten falsche Götter an und leben in der Täuschung Satans. Wir, die wir Gottes Evangelium zuerst empfangen haben, haben die Verantwortung, ihnen Gottes Werk zu bezeugen, damit sie so schnell wie möglich Gottes Stimme hören und vor Gott kommen können. Ich dachte an die Versammlungen mit diesen Neulingen zurück. Wenn wir ihnen aus Gottes Worten vorlasen, sah man bei allen – ob jung oder alt, Mann oder Frau – die Sehnsucht in ihren Augen, als hätten sie gerade Licht in eine dunkle Welt kommen sehen, als hätten sie sehr lange auf die Ankunft des Lichts gewartet und endlich Hoffnung gefunden. Selbst angesichts der Verfolgung durch die Regierung und des Risikos, verhaftet und mit einer Geldstrafe belegt zu werden, selbst wenn sie eine lange Reise auf sich nehmen mussten und einige von ihnen ein Kind hatten, das gerade erst einen Monat alt war, wollten sie keine einzige Versammlung verpassen und wünschten sich, den ganzen Tag versammelt zu sein, um Gottes Worte zu hören. Sie hatten keine Angst vor der Verfolgung durch die Regierung, sondern davor, Gottes Worte nicht hören und sich nicht versammeln zu können. Einige der Neulinge sagten: „Schwester, hab keine Angst. Wir werden mit Satan einen Guerillakrieg führen. Wenn sie auf den Berg gehen, gehen wir hinunter. Wir werden einen Weg finden, uns zu versammeln.“ Das zu hören war wirklich bewegend. Wenn ich sie einfach so im Stich ließe, dann könnten sie Gottes Wort nicht mehr hören. Wie könnte ich das mit meinem Gewissen vereinbaren? Ich dachte daran, wie Gott so viele Wahrheiten ausgedrückt hatte, um die Menschheit zu reinigen und zu retten, und wie ich die Bewässerung und Versorgung durch Gottes Worte genossen, viele Geheimnisse der Wahrheit verstanden und den Weg aufgezeigt bekommen hatte, um meine verdorbene Disposition abzulegen. Gott hatte mir so viel gegeben, und Seine Liebe war so groß! Ich sagte immer wieder, dass ich meine Pflicht gut tun würde, um Gottes Liebe zu vergelten, und dass ich Gott nicht enttäuschen und Seine Liebe zu mir nicht beschämen würde, aber weil ich Angst hatte, dass mein Mann sich von mir scheiden lassen würde, wollte ich meine Pflicht aufgeben und die Neulinge im Stich lassen. Ich hatte nicht einmal darüber nachgedacht, was passieren würde, wenn ich ginge: Der Beamte würde sie weiter verfolgen und damit drohen, dass sie bei einer Festnahme eine Geldstrafe oder eine Gefängnisstrafe bekämen. Würden sie dann nicht vielleicht schwach und furchtsam werden und sich nicht mehr trauen, an den Versammlungen teilzunehmen? Würden sie nicht ohne jemanden, der sie bewässert, negativ werden und sich zurückziehen? Sie sehnten sich so sehr nach der Wahrheit, dass sie vor Tagesanbruch am Versammlungsort ankamen und auf mich warteten, um Gottes Worte zu hören. Wenn sie Gottes Worte nicht hören könnten, wären sie dann nicht gequält und voller Leid? Wenn ich einfach so ginge, würde ich dann Gott und ihnen gerecht werden? Wenn ich diese Neulinge aus Angst vor der Scheidung im Stich ließe, und sie deswegen schwach würden und sich abkehrten – dann könnte ich nicht mehr vor Gott treten! Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr fühlte ich mich Gott gegenüber schuldig.

Später dachte ich an einen Abschnitt aus den Worten des Allmächtigen Gottes: „Wenn Gott wirkt – wenn Gott sich um einen Menschen kümmert und ihn genau prüft, und wenn Er ihn für würdig befindet und ihn gutheißt –, folgt Satan dicht dahinter und versucht, ihn in die Irre zu führen und ihn schwer zu schädigen. Da Gott diesen Menschen gewinnen möchte, tut Satan alles, was in seiner Macht steht, um im Weg zu stehen, und wendet verschiedene verachtenswerte Methoden an, um das Werk Gottes zu stören und zu beschädigen, um sein unaussprechliches Ziel zu erreichen. Was ist dieses Ziel? Er will nicht, dass Gott irgendjemanden gewinnt; er will diejenigen wegschnappen, die Gott zu gewinnen beabsichtigt, damit er sie besetzen, kontrollieren und beherrschen kann, damit sie ihn anbeten und sich ihm beim Tun des Bösen anschließen, um sich Gott zu widersetzen. Ist das nicht Satans finsteres Motiv? … Indem er mit Gott Krieg führt und Ihm hinterherläuft, ist Satans Ziel, das gesamte Werk, das Gott tun will, zu zerstören und diejenigen zu besetzen und zu kontrollieren, die Gott gewinnen will. Er will diejenigen, die Gott gewinnen will, vollständig zerstören oder sie in Besitz nehmen und gebrauchen, wenn sie nicht zerstört werden. Das ist sein Ziel(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige IV). Als ich über Gottes Worte nachdachte, erkannte ich, dass auf Gottes Werk stets Satans Störung folgt. Gott wollte diejenigen gewinnen, die wirklich an Ihn glaubten. Aber Satan benutzte die Regierung, um sie zu verfolgen. Er tat alles, um sie vom Glauben abzuhalten. Als Satan sah, dass eine solche Verfolgung sein Ziel nicht erreichen konnte, änderte er seine Taktik. Er brachte meinen Mann dazu, mir mit Scheidung zu drohen, um mich zu zwingen, das Dorf zu verlassen, denn auf diese Weise gäbe es niemanden, der diese Neulinge bewässert. Satans Ziel war es, sie davon abzuhalten, Gottes Worte zu hören und sie allmählich zum Rückzug zu bewegen. Das war wirklich verachtenswert und schamlos! Wenn ich nach Hause zurückkehrte, würde ich dann nicht auf Satans Listen hereinfallen? Als ich Satans finstere Absicht klar erkannte, fasste ich den Entschluss, diese Neulinge gut zu bewässern. Ich betete dann zu Gott: „O Gott, ich gehe nicht nach Hause zurück. Ich werde mich auf Dich verlassen, um die Neulinge in diesen beiden Dörfern gut zu bewässern. Selbst wenn mein Mann sich von mir scheiden lässt, werde ich nicht zurückkehren.“ Nachdem ich mich auf die Scheidung vorbereitet hatte, geschah etwas, das ich nie erwartet hätte: Gleich am nächsten Tag schickte mir mein Mann eine Nachricht, in der er mir sagte, ich solle gut auf mich aufpassen. Er sagte, da es kalt sei, solle ich mehr Kleidung tragen und beim Predigen des Evangeliums vorsichtiger sein. Er sagte auch, ich könne jederzeit zurückkommen, und er schickte mir sogar 4.000 Yuan, um Winterkleidung zu kaufen. Ich war Gott wirklich dankbar!

In den folgenden Tagen schränkte mich mein Mann zwar nicht mehr ein, doch die Verfolgung durch den Beamten wurde immer schlimmer, anstatt nachzulassen. Später hörte ich eine Hymne mit dem Titel „Ich werde Christus bis zum Tode folgen, ohne jemals umzukehren“:

Der Menschensohn der letzten Tage tut die Wahrheit kund und erweckt zahllose Herzen. Ich erkenne, Gottes Worte sind alle die Wahrheit, und so folge ich Ihm. Satan, der große rote Drache, unterdrückt und verhaftet tobend Gottes auserwähltes Volk. Die Christus folgen und ihre Pflicht tun, riskieren dabei ihr Leben. Vielleicht werde ich eines Tages verhaftet und verfolgt, weil ich Gott bezeuge. In meinem Herzen verstehe ich klar, dass dies Verfolgung um der Gerechtigkeit willen ist. Vielleicht werde ich eines Tages verhaftet und eingesperrt, weil ich das Evangelium predige. Dies ist das Leid, das Gott für diejenigen bestimmt hat, die Ihm folgen. Ich weiß nicht, wie lange ich diesen Weg des Predigens des Evangeliums noch gehen kann, doch solange ich lebe, werde ich Gottes Wort verkünden und Christus bezeugen. Ich wende mich auf, nur um nach der Wahrheit zu streben und Gottes Auftrag zu vollenden. In diesem Leben Christus zu folgen und zu bezeugen, erfüllt mein Herz mit Stolz. Auch wenn ich den Tag nicht sehen kann, an dem das Königreich verwirklicht wird, reicht es, heute Zeugnis ablegen und Satan beschämen zu können. In Verfolgung und Drangsal ist Gott mit mir; Er ist mein Halt. Vielleicht wird mein Leben vergehen wie ein flüchtiges Feuerwerk, doch für Gott als Märtyrer zu sterben, ist das Ablegen eines schallenden Zeugnisses. Ich habe meine geringe Kraft der Verbreitung des Evangeliums des Königreichs gewidmet. Ich habe keine Klagen und kein Bedauern. Für Gott Zeugnis ablegen zu können, heißt, mein Leben war nicht umsonst. Dies ist Gottes Bestimmung, und Ihm bringe ich Lob und Dank dar.

Gottes Worte verbreiten sich auf der Welt; das Königreich Christi ist unter den Menschen erschienen. Inmitten der Unglücke hat Gott eine Schar von Überwindern geschaffen, die alle für Ihn Zeugnis ablegen. Die Finsternis weicht zurück, und das Licht der Gerechtigkeit bricht an. Gott hat Satan, den großen roten Drachen, besiegt. Preis sei Gott, der die Herrlichkeit gewonnen hat!

– Folge dem Lamm und singe neue Lieder

Nachdem ich diese Hymne gehört hatte, war ich wirklich bewegt und inspiriert. Auch wenn ich dafür verhaftet und verfolgt werden könnte, dass ich die Neulinge in diesen beiden Dörfern bewässerte – sogar bis zum Tod, bevor ich den Tag der Herrlichkeit Gottes sehen würde – würde ich es nicht bereuen. Welch eine Ehre ist es, Gottes Werk der letzten Tage annehmen und Sein Evangelium des Königreichs verkünden zu können. Als ich das erkannte, gewann ich noch mehr Glauben, alles erleben zu können, was kommen würde.

Der Beamte erfuhr, dass wir uns jeden Morgen um 6 Uhr versammelten, also machte er immer um 5 Uhr ein Feuer in seinem Hof und wartete auf uns. Wenn ich mit meinem Motorrad an seinem Haus vorbeifuhr, schaltete ich das Licht aus oder stellte den Motor ab und schob es, aus Angst, von ihm gesehen zu werden. Wir wagten es nicht, auf dem Weg den Berg hinauf Taschenlampen anzuschalten, und manchmal, wenn es regnete, versammelten wir uns in den abgelegenen Häusern von Brüdern und Schwestern im Dorf. Um nicht entdeckt zu werden, trugen einige Brüder und Schwestern nach Ende der Versammlungen Brennholz nach Hause, während andere Vieh zurücktrieben und wieder andere Wildgemüse sammelten. Obwohl der Beamte in seinem Hof ein Feuer machte und auf uns wartete, wurden wir nicht ein einziges Mal entdeckt. Ich wusste, dass all dies in Gottes Händen lag und dass Er die Augen des Beamten verhüllt hatte. Beim Erfahren dieser Situation verstand ich etwas von Gottes Allmacht und Herrschaft. Später nahmen die Menschen in diesen beiden Dörfern – mit Ausnahme des Beamten, seiner Frau und einiger Leute mit schlechter Menschlichkeit – alle das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an. Sogar der Bruder, die Schwester, die Schwägerin und der Schwiegervater des Beamten nahmen es alle an. Am Ende predigten wir durch sie das Evangelium an Menschen in einem anderen Dorf, und so nahmen damals etwa siebzig bis achtzig weitere Menschen Gottes Werk an. Egal wie der Beamte uns verfolgte – diese Neulinge kamen immer noch aktiv zu den Versammlungen, und die Zahl der Neulinge nahm weiter zu. Dies war wahrhaftig das Ergebnis des Wirkens des Heiligen Geistes. Ich sah, dass Satan die Verbreitung der Evangeliumsarbeit nicht behindern kann, egal welche Methoden er anwendet.

Ich erlitt in dieser Zeit zwar einige körperliche Strapazen und erlebte auch die Verfolgung durch die Regierung und Störungen durch meinen Mann – was damals ziemlich schmerzhaft war, aber ich habe dabei viel gewonnen. Dank sei Gott!

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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