Als ich achtzehn war
Von Yilian, China Der Allmächtige Gott sagt: „Ihr erinnert euch vielleicht alle an diese Worte: ‚Denn unsre Trübsal, die zeitlich und...
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Im Mai 2011 predigte mir meine Mutter Gottes Evangelium der letzten Tage. Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, erkannte ich, dass die Himmel und die Erde und alle Dinge von Gott geschaffen wurden, dass auch die Menschheit von Gott gemacht wurde und dass es für Menschen vollkommen normal und gerechtfertigt ist, an Gott zu glauben und Ihn anzubeten. Nachdem ich es eine Weile untersucht hatte, nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes in den letzten Tagen an. Weil die KPCh Gläubige verhaftet und verfolgt, hatten sich mein Vater und meine Großeltern aus Angst, selbst in Schwierigkeiten zu geraten, wegen des Glaubens meiner Mutter schon immer gegen sie gestellt und sie drangsaliert. Deshalb traute ich mich nicht, meiner Familie von meinem eigenen Glauben an Gott zu erzählen.
Ende 2012 wurde ich verhaftet, weil ich das Evangelium predigte; ich war damals 19. Obwohl die Polizei keine Beweise für meinen Glauben fand, hielten sie mich 32 Stunden lang illegal fest. Ich kam erst frei, nachdem meine Familie ihre Beziehungen spielen ließ. Mein Opa und mein Onkel holten mich ab. Unterwegs sagte mein Onkel: „Es hat deine Großeltern viel Mühe gekostet, dich großzuziehen, und selbst in diesem Alter müssen sie sich noch ständig Sorgen um dich machen. Als deine Oma hörte, dass du verhaftet wurdest, war sie gleich so besorgt, dass sie nicht schlafen konnte.“ Ich schaute auf die weißen Haare meines Opas, und es zog mir das Herz zusammen. Als ich nach Hause kam, saßen meine Oma und meine Tanten im Hof. Meine Oma zeigte mit zitterndem Finger auf mich und sagte: „Sag schon, bist du deiner Mutter zum Glauben an Gott gefolgt?“ Meine Tante sagte spöttisch: „Kannst du uns nicht mal in Ruhe lassen und aufhören, uns Sorgen zu bereiten? Die Polizei stand direkt vor deiner Tür. Auch wenn es dir nicht peinlich ist, mir ist es peinlich für dich! Jetzt hast du Schande über die ganze Familie gebracht. Wie konntest du nur so wenig Rücksicht auf uns nehmen?“ Meine Oma sagte mit zitternder Stimme: „Diesmal mussten deine Tante und dein Onkel ihre Beziehungen spielen lassen, um dich rauszuholen. Sonst hätte dich die Polizei ins Gefängnis gesteckt. Du darfst nicht mehr an Gott glauben!“ Auch meine Tanten sagten einige Dinge, die Gott lästerten und verurteilten. Während sie mich ausschimpften, fühlte ich mich, als hätte ich etwas Schreckliches getan, und konnte ihnen nicht in die Augen sehen. Ich fühlte mich auch so ungerecht behandelt. An Gott zu glauben, ist eindeutig etwas Gutes, aber sie schimpften mich aus, als hätte ich ein schreckliches Verbrechen begangen. Ich betete unablässig zu Gott und bat Ihn, mein Herz zu beschützen. Dann dachte ich an Gottes Worte: „Da wir ein Teil der Menschheit und gläubige Christen sind, ist es die Verantwortung und Pflicht von uns allen, unseren Geist und Leib zu opfern, damit Gottes Auftrag erfüllt wird. Denn unser komplettes Wesen kam von Gott und existiert dank Gottes Souveränität. Wenn unser Geist und unser Leib weder Gottes Auftrag, noch der gerechten Sache der Menschheit gewidmet sind, dann werden unsere Seelen sich vor denen schämen, die für Gottes Auftrag zu Märtyrern wurden, und noch viel mehr vor Gott, der uns mit allem versorgt hat“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 2: Gott herrscht über das Schicksal der gesamten Menschheit). Ich dachte bei mir: „Das stimmt, mein Leben kommt von Gott. Das Evangelium zu predigen und vor mehr Menschen Gottes Worte zu bezeugen, damit sie Gottes Errettung annehmen können – das ist die gerechteste aller Taten! Aber weil ich wegen meines Glaubens verhaftet wurde und meiner Familie Sorgen und Ärger bereitet habe, hatte ich das Gefühl, ihnen Kummer und Schande bereitet zu haben, als hätte ich etwas falsch gemacht. Ich konnte überhaupt nicht unterscheiden, was richtig und was falsch ist! An Gott zu glauben und das Evangelium zu predigen, ist die gerechteste Sache, die man tun kann. Ich muss, was meinen Glauben angeht, meine eigenen Überzeugungen haben.“ Bei diesem Gedanken fühlte ich mich nicht mehr eingeschränkt.
Ein paar Tage später begann die KPCh, im Fernsehen, in den großen Medien und im Internet haltlose Gerüchte und Trugschlüsse zu verbreiten, um die Kirche des Allmächtigen Gottes zu verleumden, und sie fingen an, massenhaft Christen der Kirche zu verhaften. Nachdem sie diese haltlosen Gerüchte gehört hatte, fing meine Familie an, mich zu überwachen. Sie riefen mich häufig an, um zu kontrollieren, wo ich war, und versuchten oft, mir meinen Glauben auszureden. Mein Opa sagte: „Weißt du, wie viele von denen, die dieses Mal verhaftet wurden, verurteilt wurden? Manche haben über zehn Jahre bekommen, und das trifft auch ihre Familien – die Alten verlieren ihre Unterstützung und die Kinder können nicht zur Schule gehen. Was ist so gut daran, an Gott zu glauben? Sie verhaften und verurteilen dich, egal wie alt du bist. Gleich nördlich von hier wurde jemand in deinem Alter zu drei Jahren verurteilt. Wir dachten alle, Mord sei das schlimmste Verbrechen und ziehe die härteste Strafe nach sich, aber die Strafen für den Glauben an Gott sind härter als für Mord!“ Immer, wenn ich danach bei meinem Opa zuhause war, sagte er hier und da: „Du darfst nicht an Gott glauben, hörst du? Hast du es nicht im Fernsehen gesehen? Man sagt, wenn jemand an den Allmächtigen Gott glaubt, werden drei Generationen seiner Familie dafür leiden. Das wird Auswirkungen auf die Arbeit deiner Tanten und Onkel haben, und es wird deinem jüngeren Bruder und deiner Schwester Probleme bereiten, wenn sie versuchen, einen Platz an der Universität zu bekommen. Wie könnten sie dir das nicht übelnehmen? Ich sage dir das nur zu deinem Besten!“ Ich erinnere mich, dass meine Tante mir einmal sagte: „Du hast keine Ahnung, wie schwierig es war, sich um dich zu kümmern, als du klein warst. Du bist mehrmals krank geworden und fast gestorben. Deine Oma ist nicht von deiner Seite gewichen und hat dich Tag und Nacht gepflegt. Sie hat all ihre Liebe und Mühe in dich gesteckt. Du hattest damals schwere Anämie und es gab kein Blut in der Blutbank. Die Bluttransfusion hast du dann von deinem Opa bekommen. Wirst du ihnen jetzt, wo du erwachsen bist, denn immer noch Sorgen bereiten?“ Mir zog sich das Herz zusammen. Mein Opa und meine Oma hatten mich großgezogen; sie haben sich um mich gekümmert und für mich Opfer erbracht. Jetzt war ich erwachsen, und doch bereitete ich ihnen immer noch Sorgen. Ich fühlte mich, als hätte ich überhaupt kein Gewissen. Ein anderes Mal, als ich nach Hause ging, sagte mein Opa zu mir: „‚Deine Eltern haben dir deinen Körper geschenkt.‘ Selbst wenn du nicht an dich selbst denkst, musst du an deine Familie denken. Wenn du eines Tages wegen deines Glaubens verhaftet wirst und im Gefängnis leiden musst, wie könnten wir da nicht untröstlich und bestürzt sein?“ Als ich ihn das sagen hörte, wurde ich von einer Welle gemischter Gefühle überwältigt. Ich hatte das Gefühl, ihnen so viele Sorgen zu bereiten und so wenig Rücksicht auf ihre Gefühle zu nehmen, als wären all ihre Mühen, mich großzuziehen, umsonst gewesen. Ich fühlte mich sehr schwach, also betete ich zu Gott: „O Gott, je mehr Sorgen sich meine Familie um mich macht, desto mehr habe ich das Gefühl, in ihrer Schuld zu stehen. Ich weiß, an Dich zu glauben, ist gut, aber mein Herz schmerzt immer noch so sehr. Bitte führe mich!“ Nach dem Beten dachte ich an diese Worte Gottes: „Gott schuf diese Welt und brachte den Menschen, ein lebendiges Wesen, dem Er das Leben schenkte, in sie hinein. Im Folgenden bekam der Mensch Eltern und Verwandtschaft und war nicht länger allein. Seitdem der Mensch diese materielle Welt zum ersten Mal erblickte, war er dazu bestimmt, innerhalb der Vorbestimmung Gottes zu existieren. Es ist der Lebenshauch Gottes, der jedes einzelne Lebewesen während seiner gesamten Entwicklung bis ins Erwachsenenalter unterstützt. Während dieses Prozesses hat niemand das Gefühl, dass der Mensch unter der Fürsorge Gottes existiert und heranwächst; vielmehr ist man der Meinung, dass der Mensch unter der Gnade der elterlichen Erziehung heranwächst und dass es sein eigener Lebensinstinkt ist, der sein Wachstum antreibt. Denn der Mensch weiß nicht, wer ihm sein Leben geschenkt hat oder woher es kam, geschweige denn die Art und Weise, wie der Instinkt des Lebens Wunder hervorbringt. Er weiß nur, dass Nahrung die Grundlage ist, auf der sein Leben fortbesteht, dass Beharrlichkeit die Quelle der Existenz seines Lebens ist und dass die Überzeugungen in seinem Verstand das Kapital sind, wovon sein Überleben abhängt. Der Mensch ist sich der Gnade Gottes und der Versorgung durch Gott völlig unbewusst und so verschwendet er das Leben, das ihm von Gott geschenkt wurde … Kein einziger Mensch, über den Gott Tag und Nacht wacht, ergreift die Initiative, Ihn anzubeten. Gott wirkt einfach wie geplant am Menschen, von dem Er nichts erwartet. Er tut dies in der Hoffnung, dass der Mensch eines Tages aus seinem Traum erwachen und plötzlich den Wert und die Bedeutung von Leben, den Preis, den Gott für alles bezahlt hat, was Er ihm gegeben hat, und den Eifer, mit dem Gott sich verzweifelt danach sehnt, dass der Mensch zu Ihm zurückkehrt, erkennen wird“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass mein Leben von Gott kommt. Obwohl mein Opa und meine Oma mich großgezogen haben, war es eigentlich Gott, der hinter den Kulissen immer über mich wachte und mich behütete. Einmal, als ich klein war, aß ich versehentlich Rattengift. Meine Familie brachte mich in drei Krankenhäuser, aber in keinem davon wollte man mich behandeln; man riet meiner Familie nur, meine Beerdigung vorzubereiten. Mein Opa war Arzt, aber selbst er war hilflos. Schließlich willigte ein Krankenhaus widerwillig ein, zu versuchen, mich zu retten, und nach einer Notfallbehandlung habe ich wie durch ein Wunder überlebt. Ein anderes Mal hatte ich einen akuten Darmverschluss. Der Arzt riet davon ab, den Bereich zu massieren, und sagte, das würde den Verschluss nur noch fester machen. Man hätte mich beinahe operieren müssen, aber meine Oma massierte meinen Bauch und schaffte es tatsächlich, die Blockade zu lösen. Dass ich heute gesund und am Leben bin, ist allein Gottes wundersamem Schutz zu verdanken. Ich sollte für Gottes Rettung dankbar sein, anstatt alles meinen Großeltern zuzuschreiben. Sobald ich das verstanden hatte, fühlte ich mich ihnen nicht mehr verpflichtet. Einen Monat später hörte ich, dass die Kirche Menschen brauchte, die bei der Evangeliumsarbeit mitarbeiteten, also kündigte ich meinen Job und stürzte mich voll hinein.
Am Nachmittag des 22. Oktober 2013 wurde ich, während ich bei einer Versammlung war, von einem bösen Menschen denunziert und erneut verhaftet. Ich wurde 15 Tage lang festgehalten und musste tausend Yuan Strafe zahlen. Mein Vater holte mich ab. Auf dem Heimweg war sein Gesicht finster, und er sagte kein Wort. Je länger er schwieg, desto mehr Angst bekam ich; es fühlte sich an wie die Ruhe vor dem Sturm. Ich betete in meinem Herzen: „Gott, ich weiß nicht, was mir bevorsteht. Bitte beschütze mich. Egal, wie meine Familie mich angreift, ich muss in meinem Zeugnis für Dich standhaft bleiben!“ Als wir am Haus meiner Großeltern ankamen, schrie mich mein Vater an: „Die Polizei hat mir gesagt: Der, an den ihr glaubt, ist nur ein Mensch! Ihr seid alle getäuscht worden, und trotzdem seid ihr so besessen!“ Ich war wütend, ihn das sagen zu hören, also entgegnete ich: „Du hast früher an den Herrn Jesus geglaubt. War Er nicht äußerlich auch ein Mensch? Aber Er hatte ein göttliches Wesen und konnte Gottes Werk tun.“ Mein Vater zeigte auf mich und sagte: „Besessen! Völlig besessen! Die Polizei hat gesagt, ihr seid eine Organisation …“ Ich unterbrach ihn und fragte: „Was ist eine Organisation? Eine Organisation wird von Menschen geschaffen; es ist eine Gruppe, die für ihre eigenen Zwecke und Interessen Geschäfte macht. Die Kirche des Allmächtigen Gottes entstand durch Gottes Werk. Wir kommen nur zusammen, um Gottes Worte zu lesen, Gott anzubeten, über Selbsterkenntnis zu reden und über Gottes Absichten Gemeinschaft zu halten. Das hat nichts mit einer Organisation zu tun. Gottes Kirche eine Organisation zu nennen, bringt nur die Begriffe durcheinander. Das würde ein wirrköpfiger Mensch sagen. Ein kluger Mensch würde selbst Nachforschungen anstellen und nicht einfach blind auf diesen Unsinn hören.“ Aber zu meiner Überraschung zeigte auch mein Opa auf mich und sagte: „Sieh dich mal hier im Dorf um! Gibt es sonst noch jemanden wie dich? In so einem jungen Alter an Gott zu glauben! Du hast uns komplett blamiert!“ Meine Oma und mein Onkel stimmten ein und schimpften auch mit mir. Mein Vater stellte mich zur Rede: „Du scheinst ja eine Menge zu wissen. Wie lange bist du schon gläubig? Wo sind eure Versammlungen?“ Ich hatte gedacht, meine Familie würde sich schreckliche Sorgen um mich machen, nachdem ich einen halben Monat eingesperrt war, aber was sich da vor mir abspielte, ließ mein Herz erkalten. Wie waren meine einst so liebevollen Verwandten so geworden? Das Haus fühlte sich so eisig kalt an wie ein Gefängnis. Nur weil ich an Gott glaubte, isolierte mich meine eigene Familie und verbündete sich gegen mich. Niemand verstand mich, und niemand kümmerte sich darum, wie ich mich fühlte. Ich hielt den Weg des Glaubens schlichtweg für zu schwer, und ich wurde unglaublich negativ und schwach. Mein Vater schämte sich für mich und sperrte mich jeden Tag in mein Zimmer ein. Als die Leute im Dorf herausfanden, dass ich wegen meines Glaubens verhaftet worden war, standen einige von ihnen vor unserem Haus, um zu spotten und zu tratschen. Einige schelmenhafte Kinder riefen sogar: „Ist die Gläubige zu Hause? Die Polizei ist da!“ Eines Abends fing mein Vater wieder an, mich auszuschimpfen, und sagte, die ganze Familie könne sich meinetwegen nicht mehr in der Öffentlichkeit blicken lassen. Danach saß er nur noch im Zimmer und rauchte in mürrischem Schweigen. Kurze Zeit später hörte ich sein unterdrücktes Schluchzen. Ich hatte meinen Vater noch nie im Leben weinen gehört, und als ich ihn weinen hörte, musste auch ich weinen. Ich dachte: „Mein Glaube hat sich so negativ auf meine Familie ausgewirkt. Mein Opa und meine Oma sind schon so alt, und sie müssen sich immer noch Sorgen um mich machen. Außerdem ist das das zweite Mal, dass ich verhaftet wurde. Wenn ich weiter an meinem Glauben festhalte und wieder verhaftet werde, wie soll meine Familie das ertragen? Vielleicht sollte ich meinen Glauben einfach aufgeben, mir einen Job suchen und mich nur darauf konzentrieren, Geld zu verdienen, um ihnen zumindest die Sorgen zu nehmen.“ Der Gedanke bereitete mir schreckliche Schmerzen, und ich betete: „Gott, ich möchte an Dich glauben, aber meine Familie hört nicht auf, mich zu drangsalieren und zu behindern, und ich fühle mich so schwach. Gott, bitte führe mich!“ Nach meinem Gebet las ich Gottes Worte: „Alles, was dir widerfährt, eine große Prüfung für dich darstellt sowie den Zeitpunkt, an dem Gott dein Zeugnis braucht. Auch wenn sie von außen betrachtet unbedeutend erscheinen mögen, zeigen diese Dinge, wenn sie geschehen, ob du Gott liebst oder nicht. Wenn du Gott liebst, wirst du in der Lage sein, in deinem Zeugnis für Ihn standhaft zu bleiben, und wenn du es nicht praktiziert hast, Gott zu lieben, zeigt das, dass du kein Mensch bist, der die Wahrheit in die Praxis umsetzt, dass du nicht über die Wahrheit verfügst und kein Leben besitzt, dass du Spreu bist!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich, dass mir diese Dinge mit Gottes Erlaubnis widerfahren waren. Er stellte mich auf die Probe, um zu sehen, ob ich an meinem Glauben festhalten und standhaft in meinem Zeugnis bleiben würde oder ob ich Kompromisse mit Satan eingehen würde. Angesichts der Angriffe meiner Familie und des Klatsches der Nachbarn und besonders als ich meinen Vater weinen hörte, hatte ich meinem Glauben die Schuld gegeben, weil er meine Familie zum Gespött gemacht und ihnen meinetwegen Sorgen bereitet hatte. Ich dachte dann daran, meinen Glauben aufzugeben – ging ich da nicht einen Kompromiss mit Satan ein? Wenn meine Familie wirklich besorgt wäre, dass ich an das Falsche glaube, hätten sie mir helfen sollen, es zu prüfen und zu untersuchen, ob das, woran ich glaubte, der wahre Weg war. Aber sie griffen mich einfach wahllos an. In Wirklichkeit hatten sie nur Angst, mein Glaube würde sie selbst in Schwierigkeiten bringen und ihren Interessen schaden. Ich hatte ihre Motive nicht durchschaut und ließ mich von ihrer angeblichen Sorge um mich täuschen. Ich wäre fast auf Satans Trick hereingefallen und hätte Gott verraten – das war so gefährlich! Egal, wie sehr mich meine Familie in Zukunft drangsalieren würde, ich musste standhaft in meinem Zeugnis für Gott bleiben und mich nicht den Angriffen meiner Familie ergeben.
Am 14. November 2013 brachte mich mein Vater gewaltsam an seinen Arbeitsplatz und stellte mich unter Hausarrest. Wenn er zur Arbeit ging, schloss er mich mit zwei Schlössern im Haus ein. Ich versuchte alles Erdenkliche, um zu entkommen, aber nichts funktionierte. Eines Tages kam mein Vater zurück, setzte sich auf die Bettkante und schimpfte mit mir: „Sieh dich an! So jung und schon zweimal verhaftet! Schämst du dich nicht?“ Ich sagte: „Alles, was ich als Gläubige an Gott tue, ist Gottes Worte zu lesen. Ich habe nichts Falsches getan. Wofür müsste ich mich schämen?“ Ich hätte nie gedacht, dass er daraufhin so wütend werden würde. Er sprang auf, packte mich am Hals, fing an, mir immer wieder ins Gesicht zu schlagen, und schrie: „Du willst an Gott glauben? Ich prügele dir deinen Glauben aus dem Leib!“ Ich blutete heftig aus der Nase, aber er hörte nicht auf, bis ein Nachbar an die Tür klopfte. Er starrte mich an und fauchte: „Wenn du an deinem Glauben festhältst, werde ich dich weiter schlagen! Ich schlage dich, bis du gehorchst!“ Meine Nase hörte damals nicht auf zu bluten. Während ich zusah, wie sich der Mülleimer mit blutigen Taschentüchern füllte, machte sich ein unermesslicher Schmerz in meinem Herzen breit. „Mein eigener Vater ist so brutal, nur weil ich an Gott glaube. Wie kann das mein Vater sein? Er ist ein Teufel!“ Ich lag auf dem Bauch auf dem Bett und weinte lange und bitterlich; es fühlte sich einfach zu schwer an, an Gott zu glauben. Ich dachte: „Wenn ich weiter an Gott glaube, wird diese Schikane dann nie enden? Vielleicht sollte ich ihm einfach sagen, dass ich meinen Glauben aufgegeben habe. Ich könnte mir hier einen Job suchen und im Geheimen an Gott glauben. Dann würde er mich nicht mehr schlagen.“ Ich betete zu Gott: „Gott, bitte erleuchte und führe mich, damit ich Deine Absichten verstehen kann.“
Drei Tage später fand ich ein altes Handy, nahm eine Speicherkarte mit Gottes Worten, die ich versteckt hatte, und legte sie ein. Ich schaltete das Handy ein und las Gottes Worte: „Während Menschen sich Prüfungen unterziehen, ist es normal, dass sie schwach sind, im Inneren negativ sind, Gottes Absichten nicht verstehen oder es ihnen an Klarheit in Bezug auf den Weg der Praxis fehlt. Doch in jedem Fall musst du an Gottes Werk glauben und darfst, wie Hiob, Gott nicht verleugnen. Obwohl Hiob schwach war und er den Tag seiner eigenen Geburt verfluchte, bestritt er nicht, dass alle Dinge, die die Menschen nach ihrer Geburt besitzen, ihnen von Jehova gewährt werden, und dass Jehova auch der Eine ist, der sie wegnimmt. Was für Prüfungen er auch durchmachen musste, er behielt diesen Glauben bei. … Worauf bezieht sich der Glaube? Glaube ist die echte Überzeugung und das aufrichtige Herz, die Menschen besitzen sollten, wenn sie etwas nicht sehen oder berühren können, wenn Gottes Werk nicht mit menschlichen Auffassungen übereinstimmt oder es jenseits der menschlichen Reichweite ist. Das ist der Glaube, von dem Ich spreche. In Zeiten des Leidens und in Zeiten der Läuterung müssen die Menschen Glauben haben, und wenn sie Glauben haben, dann werden sie mit Läuterung konfrontiert; Läuterung und Glaube sind untrennbar. Wenn du, unabhängig davon, wie Gott wirkt, und unabhängig von deiner Umgebung, in der Lage bist, nach dem Leben zu streben und die Wahrheit zu suchen, nach Kenntnis von Gottes Werk zu streben und danach zu streben, Seine Taten zu erkennen, und wenn du in der Lage bist, der Wahrheit entsprechend zu handeln, dann ist das wahrer Glaube und beweist, dass du den Glauben an Gott nicht verloren hast“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). „Unabhängig davon, was deine tatsächliche Größe ist, du musst zunächst sowohl über die Entschlossenheit verfügen, zu leiden, als auch über diesen wahren Glauben, und du musst auch die Entschlossenheit haben, dich gegen das Fleisch aufzulehnen. Du solltest gewillt sein, persönlich zu leiden und Verluste im Hinblick auf deine persönlichen Interessen zu erfahren, um Gottes Absichten zufriedenzustellen. Du musst auch fähig sein, in deinem Herzen eigene Reue zu empfinden: Früher warst du unfähig, Gott zufriedenzustellen, und jetzt kannst du eigene Reue empfinden. In diesem Hinblick darf es dir an nichts davon mangeln – durch diese Dinge wird Gott dich nämlich vervollkommnen. Wenn du diese Bedingungen nicht erfüllen kannst, kannst du nicht vervollkommnet werden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). „Habt ihr jemals die Segnungen angenommen, die für euch vorbereitet wurden? Habt ihr jemals nach den Verheißungen gestrebt, die euch gelten? Unter der Führung Meines Lichtes werdet ihr den Würgegriff der Mächte der Dunkelheit durchbrechen. Ihr werdet inmitten der Dunkelheit nicht die Führung des Lichts verlieren. Ihr werdet die Herren aller Dinge sein. Ihr werdet vor Satan Überwinder sein. Beim Niedergang des Landes des großen roten Drachen werdet ihr als Beweis für Meinen Sieg inmitten der unzähligen Menschen stehen. Im Lande Sinim werdet ihr standhaft und unerschütterlich sein. Durch die Leiden, die ihr ertragt, werdet ihr Meine Segnungen erben und ihr werdet Mein Licht der Herrlichkeit im ganzen Universum ausstrahlen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 19). Ich las diese Passagen immer wieder. Ich dachte an Hiob. Während seiner Prüfungen verlor er all seinen Reichtum und seine Kinder, sein Körper war mit schmerzhaften Geschwüren bedeckt und er wurde sogar von seiner Frau und seinen Freunden angegriffen. Aber Hiob leugnete nie Gottes Namen. Stattdessen unterwarf er sich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen, pries den Namen Jehova und blieb inmitten seiner Prüfungen in seinem Zeugnis standhaft, wodurch er Satan beschämte. Ich hatte bloß den Hausarrest und die Schläge meines Vaters erdulden müssen – nur ein wenig körperliches Leid –, und dennoch hatte sich der Glaube an Gott für mich schon zu schwer und zu schmerzhaft angefühlt, und ich dachte sogar darüber nach, meinen Glauben aufzugeben. Würde ich da nicht Gott verraten und mich Satan fügen? Mein Glaube an Gott war so gering! Aktiv an Versammlungen teilzunehmen und meine Pflicht in einer angenehmen Umgebung zu tun, bedeutete nicht, dass ich wahren Glauben hatte. Wahrer Glaube bedeutet, Gott auch dann folgen zu können, wenn man in widrigen Umgebungen leidet. Mein Vater hatte mich an diesen unbekannten Ort gebracht, mich von meinen Brüdern und Schwestern isoliert und mich geschlagen – alles mit Gottes Erlaubnis. Gott machte sich das zunutze, um meinen Glauben und meine Entschlossenheit, zu leiden, zu vervollkommnen. Das war Sein Segen! Als ich Gottes Absichten verstand, betete ich und bat Gott, mich zu führen, damit ich in meinem Zeugnis standhaft bleiben konnte. Während der gut drei Wochen, die mein Vater mich gefangen hielt, las ich Gottes Worte, wann immer er zur Arbeit ging. Mein Herz kam Gott immer näher, und ich hatte nicht mehr das Gefühl, ich würde leiden.
Etwas mehr als zwanzig Tage später kam die Polizei aus meiner Heimatstadt und brachte mich zurück in die Haftanstalt. Ende Mai 2014 klagte mich die KPCh wegen „Nutzung einer Xie-Jiao-Organisation zur Behinderung der Gesetzesvollstreckung“ an und verurteilte mich zu drei Jahren Gefängnis, die für vier Jahre auf Bewährung ausgesetzt wurden. Meine Familie musste der Polizei über hunderttausend Yuan zahlen, um meine Freilassung zu sichern. Während meiner Bewährung musste ich mich jede Woche beim örtlichen Justizamt melden und jederzeit erreichbar sein. Wenn sie mich nicht erreichen konnten, bekam ich eine Verwarnung; drei verpasste Anrufe, und ich würde direkt zurück ins Gefängnis geschickt werden. Obwohl ich wieder auf freiem Fuß war, hatte ich keinerlei persönliche Freiheit. Mein Onkel hatte mit seinem Job für meine Freilassung gebürgt, und meine Familie hat mich ab da noch schlimmer drangsaliert. Ich musste ihnen über alles, was ich tat, Bericht erstatten. Einmal war ich nur knapp über drei Stunden draußen gewesen und hatte 14 verpasste Anrufe von meiner Tante. Nachts, wenn ich etwas früher ins Bett ging, kam meine Oma herein, um zu kontrollieren, ob ich betete, und ließ mich nicht einmal die Tür schließen, wenn ich schlief. Sie folgte mir sogar in den Laden meiner Tante, als ich dort arbeiten ging. Angesichts dieser Überwachung rund um die Uhr fühlte ich mich unglaublich schwach und wusste nicht, wie ich damit zurechtkommen sollte. Ich betete oft und bat Gott, mir einen Weg zu eröffnen. Eines Tages traf ich auf dem Weg zum Justizamt eine Schwester. Sie sagte mir, dass die Brüder und Schwestern alle für mich beteten und dass ich mehr beten sollte und Gott mich führen werde. Ihre Worte haben mich tief bewegt. Sie steckte mir auch heimlich einen MP5-Player und eine Speicherkarte mit Videos von Gottes Worten zu. Danach las ich Gottes Worte: „Du musst Meinen Mut in deinem Inneren besitzen und du musst Grundsätze haben, wenn es darum geht, Verwandten gegenüberzustehen, die nicht glauben. Um Meinetwillen darfst du aber auch keiner dunklen Macht nachgeben. Verlasse dich auf Meine Weisheit, um auf dem perfekten Weg zu wandeln; lasse nicht zu, dass eine von Satans Verschwörungen Fuß fasst“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 10). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Er dieses Umfeld nutzte, um meinen Mut und meinen Glauben zu stärken und mir zu helfen, Satans Niederträchtigkeit klar zu erkennen, damit ich seinem Einfluss nicht erliegen würde, sondern ihn mit Weisheit besiegen könnte. Sie konnten zwar meinen Körper kontrollieren, aber nicht mein Herz. Sie beobachteten mich ohne Unterlass, um mich vom Beten abzuhalten, aber ich konnte immer noch in meinem Herzen über Gottes Worte nachdenken und vor Gott still werden, um Ihm näherzukommen. Allmählich war mein Herz nicht mehr niedergeschlagen.
Einmal sagte ich meiner Familie, ich wolle mich auf eine Prüfung im Selbststudium vorbereiten, und zog zurück in mein Heimatdorf, um dort allein zu leben. So entkam ich endlich ihrer Überwachung. Weil ich dreimal wegen meines Glaubens verhaftet worden war, hielten die Leute in meinem Dorf Abstand von mir. Manchmal, wenn sich eine Gruppe auf der Straße unterhielt, löste sich die Gruppe sofort auf, wenn ich vorbeiging. Andere starrten mich von weitem an, als wäre ich eine Art Freak, und hinter meinem Rücken flüsterten sie und zeigten auf mich. Meine Familie schämte sich für mich und wollte nicht mit mir in der Öffentlichkeit gesehen werden. Ich fühlte mich komplett ausgestoßen, von allen abgelehnt und zutiefst ungerecht behandelt. Oft schrie ich in meinem Herzen: „Ich glaube doch bloß an Gott und bete Ihn an und strebe danach, ein Mensch mit Gewissen und Vernunft zu sein. Was habe ich falsch gemacht? Warum habe ich nicht einmal grundlegende Menschenrechte? Warum muss ich die Ablehnung meiner Familie und die Diskriminierung meiner Nachbarn ertragen?“ Ich fühlte mich unglaublich unterdrückt und gequält. Während dieser Zeit betete ich oft und suchte danach, wie ich dieses Umfeld erfahren sollte.
Als ich später Gottes Worte las, war das sehr ermutigend. Ich lernte, wie ich es erfahren sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Gottes dreiunddreißig-einhalb Jahre im Fleisch auf Erden waren an sich schon extrem qualvoll, und niemand konnte Ihn verstehen. … Das hauptsächliche Leid, das Er erträgt, besteht darin, mit einer äußerst verdorbenen Menschheit zusammenzuleben, Spott, Beleidigungen, Verurteilung und Verdammung seitens aller möglichen Menschen zu erdulden sowie von bösen Dämonen verfolgt zu werden und Ablehnung und Feindseligkeit von der religiösen Welt zu erfahren – Dinge, die der Seele Wunden zufügen, die nicht wiedergutzumachen sind. Das ist eine schmerzliche Erfahrung. Er rettet die verdorbene Menschheit mit einer enormen Geduld, Er liebt die Menschen trotz Seiner Wunden, und dieses Werk ist äußerst schmerzvoll. Der boshafte Widerstand, die Verdammung und die Verleumdung durch die Menschheit, ihre falschen Anschuldigungen, ihre Verfolgung und ihr Streben und Töten zwingen Gottes Fleisch, dieses Werk unter großem Risiko für sich Selbst zu vollbringen. Wer könnte Ihn verstehen, während Er diese Qualen erleidet, wer könnte Ihn trösten?“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Christi Wesen ist Liebe). Ich dachte an den Herrn Jesus, der vom Moment Seiner Geburt an von der Regierung verfolgt wurde. Als Er Sein Werk begann, wurde Er verspottet, verurteilt und gelästert und schließlich von den Pharisäern und der römischen Regierung ans Kreuz geschlagen. In den letzten Tagen ist der Allmächtige Gott gekommen, um zu wirken und die Menschheit zu retten, und auch Er wird von der Regierung der KPCh verurteilt und gesucht. Gott leidet so sehr, um uns zu retten, doch niemand nimmt Rücksicht auf Ihn oder versteht Ihn. Wie muss sich Sein Herz fühlen? Ich dachte auch an Noah. Gott berief ihn, die Arche zu bauen. Er steckte sein Hab und Gut in ihren Bau und vermittelte gleichzeitig die Absicht von Gott Jehova und sagte den Menschen, sie sollten an Bord gehen. Seine Handlungen stießen auf Spott, aber Noah wurde deswegen nicht schwach und beklagte sich nicht. Er blieb standhaft darin, Gottes Willen zu folgen. Ich hingegen wurde wegen ein bisschen Diskriminierung und Spott, weil ich Gott folgte, so negativ und fühlte mich so elend. Ich war so leicht aus der Bahn zu werfen. Ich war nichts im Vergleich zu Noah! Ich erinnerte mich auch daran, was der Herr Jesus sagte: „Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis abführt; und ihrer sind viele, die darauf wandeln. Und die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben führt; und wenige sind ihrer, die ihn finden“ (Matthäus 7,13-14). Der Herr Jesus sagte vor langer Zeit, dass es zwei Wege gibt, die ein Mensch gehen kann. Einer führt durch das weite Tor, der Weg des Strebens nach der Welt, der Suche nach sichtbaren Vorteilen wie fleischlichem Genuss, Ruhm, Gewinn und Geld; viele Menschen gehen diesen Weg. Der andere führt durch das enge Tor, der Weg des Glaubens an Gott und der Nachfolge Gottes. Das ist ein Weg des Leidens, auf dem man Spott, Hohn und sogar Verleumdung und Beschimpfungen begegnet und einem Hindernis nach dem anderen gegenübersteht. Nur sehr wenige Menschen sind in der Lage, diesen Weg einzuschlagen. Ich legte viel zu großen Wert auf Ansehen, Ruf und Status; das waren alles Lasten auf meinem Glaubensweg. Ich wusste, dass ich das alles loslassen und am wahren Glauben an Gott festhalten musste, um weiterzumachen und letztendlich Leben zu gewinnen. Außerdem ist es völlig bedeutungslos und wertlos, die Billigung dieser Nichtgläubigen zu bekommen. In meinem Glauben sollte ich danach streben, die Wahrheit und Gottes Wertschätzung zu erlangen. Egal, wie andere mich sehen, ich muss daran festhalten, an Gott zu glauben und Ihm zu folgen. Bei diesem Gedanken fühlte ich mich nicht mehr eingeschränkt.
Später fand ich heraus, dass mein Vater und meine Oma hinter meinem Rücken mehrfach zu meinem Arbeitsplatz gegangen waren, um zu kontrollieren, ob ich wie gewohnt zur Arbeit erschien. Ich hatte das Gefühl, überhaupt keine Privatsphäre oder Menschenrechte zu haben. Einmal las ich Gottes Worte und erlangte ein gewisses Urteilsvermögen in Bezug auf meine Familie. Der Allmächtige Gott sagt: „Menschen, die ein gutes Gewissen besitzen, aber den wahren Weg nicht akzeptieren, sind Dämonen; ihr Wesen ist eines des Widerstands gegen Gott. Jene, die den wahren Weg nicht akzeptieren, sind jene, die sich Gott widersetzen, und selbst wenn solche Menschen viele Nöte ertragen, werden sie dennoch vernichtet werden. Alle, die nicht bereit sind, die Welt aufzugeben, die es nicht ertragen können, sich von ihren Eltern zu trennen, und die es nicht ertragen können, sich von ihren eigenen Freuden des Fleisches zu befreien, sind Gott gegenüber aufsässig und werden alle Zielscheiben der Vernichtung sein. Jeder, der nicht an den fleischgewordenen Gott glaubt, ist dämonisch und wird außerdem vernichtet werden. Jene, die glauben, aber die Wahrheit nicht praktizieren, jene, die nicht an den fleischgewordenen Gott glauben, und jene, die überhaupt nicht an Gottes Existenz glauben, werden ebenfalls zu Objekten der Vernichtung werden. Alle, denen gestattet wird, zu bleiben, sind Menschen, die dem Leid der Läuterung unterzogen wurden und standgehalten haben; diese sind Menschen, die tatsächlich Prüfungen durchgestanden haben. Jeder, der Gott nicht anerkennt, ist ein Feind; das heißt, jeder, der den fleischgewordenen Gott nicht anerkennt – sei es innerhalb oder außerhalb dieses Stromes – ist ein Antichrist! Wer ist Satan, wer sind die Dämonen und wer sind die Feinde Gottes, wenn nicht die Widerständler, die nicht an Gott glauben?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Als ich Gottes Worte las, musste ich an meine Familienmitglieder denken, die mich an meinem Glauben hinderten. Meine Mutter hatte ihnen das Evangelium des Allmächtigen Gottes der letzten Tage bezeugt, aber kein einziger von ihnen hat danach gesucht oder es erforscht. Sobald mein Glaube ihre Interessen beeinträchtigte, benutzten sie alle möglichen Methoden, um mich zu drangsalieren und mich an meinem Glauben an Gott zu hindern, und schimpften mich unter dem Vorwand aus, „das nur zu meinem eigenen Besten zu tun“. Sie stellten mich unter Hausarrest und schlugen mich, um mich zu zwingen, Gott zu verraten, und sind mir bis zu jenem Tag immer noch gefolgt und haben mich überwacht. Ich erkannte, dass sie eine Wesensnatur besitzen, die Gott hasst und sich Ihm widersetzt. Ich dachte an Hiob, der während seiner Prüfungen von seiner Frau angegriffen wurde. Er fiel weder darauf herein noch wurde negativ; stattdessen wies er sie zurecht und nannte sie eine törichte Frau. Hiob hatte Grundsätze für den Umgang mit seiner Familie und hielt an seinem Glauben fest. Ich musste seinem Beispiel folgen, meine Familienmitglieder, die sich Gott widersetzten, ablehnen und eine klare Grenze zwischen mir und ihnen ziehen.
Einmal rief mich die Polizei an, aber ich hörte es nicht. Ein paar Tage später kam mein Opa zu mir und sagte: „Warum hast du den Anruf der Polizei nicht angenommen? Vergiss nicht, ans Telefon zu gehen!“ Ein tiefer Groll kam in mir auf. Später las ich eine Passage von Gottes Worten und erlangte ein gewisses Urteilsvermögen in Bezug auf das niederträchtige, sich Gott widersetzende Wesen der KPCh. Der Allmächtige Gott sagt: „Seit Tausenden von Jahren ist dies das Land des Unrats. Es ist unerträglich dreckig, es wimmelt von Elend, Geister greifen überall um sich, täuschen und betrügen. Sie erheben grundlose Anschuldigungen, sind skrupellos und bösartig, trampeln diese Geisterstadt nieder und hinterlassen sie mit Leichen übersät. Der Gestank der Verwesung bedeckt das Land und durchdringt die Luft und es wird streng bewacht. Wer kann die Welt jenseits der Himmel sehen? Der Teufel schnürt den ganzen Leib des Menschen eng zusammen, verschleiert ihm beide Augen und versiegelt fest seine Lippen. Der König der Teufel hat seit mehreren tausend Jahren gewütet, bis zum heutigen Tag, an dem er noch immer streng über die Geisterstadt wacht, als wäre sie ein uneinnehmbarer Dämonenpalast. Währenddessen starrt dieses Rudel von Wachhunden mit stechendem Blick. Sie fürchten zutiefst, dass Gott sie überrumpeln wird, sie alle ausmerzt und sie ohne einen Ort des Friedens und der Glückseligkeit zurücklässt. Wie könnten die Menschen einer Geisterstadt wie dieser Gott jemals gesehen haben? Hätten sie je die Liebenswürdigkeit und Lieblichkeit Gottes genießen können? Könnten sie je die Angelegenheiten der menschlichen Welt verstehen? Wer von ihnen kann die eifrigen Absichten Gottes verstehen? Es ist somit nicht verwunderlich, dass der menschgewordene Gott vollkommen verborgen bleibt: Wie könnte in einer dunklen Gesellschaft wie dieser, in der die Dämonen gnadenlos und unmenschlich sind, der König der Teufel, der Menschen ohne mit der Wimper zu zucken tötet, die Existenz eines Gottes tolerieren, der liebenswert, gütig und auch heilig ist? Wie könnte er der Ankunft Gottes Beifall und Jubel zukommen lassen? Diese Lakaien! Sie vergelten Güte mit Hass, sie fingen vor langer Zeit an, Gott wie einen Feind zu behandeln, sie misshandeln Gott, sie sind hochgradige Barbaren, sie haben nicht den geringsten Respekt vor Gott, sie plündern und überfallen, sie haben jegliches Gewissen verloren, sie widersetzen sich jeglichem Gewissen und sie verführen die unschuldige Menschheit bis in die Benommenheit. Welche uralten Vorväter? Welche geliebten Anführer? Das sind alles elende Wichte, die sich Gott widersetzen! Ihre Einmischung hat alles unter dem Himmel in einen Zustand der Dunkelheit und des Chaos versetzt! Welche Religionsfreiheit? Welche legitimen Rechte und Interessen der Bürger? Das sind alles Tricks, um das Böse zu vertuschen!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (8)). Gottes Worte ließen mich das dämonische, Gott feindlich gesinnte Wesen der KPCh noch deutlicher erkennen. Nach außen hin schwenkt sie das Banner der Religionsfreiheit, aber in Wirklichkeit stellt sie richtig und falsch auf den Kopf und verbreitet alle möglichen Irrlehren und Trugschlüsse, um unwissende Menschen dazu zu verleiten, sich auf ihre Seite zu schlagen, um Gott anzugreifen und sich Ihm zu widersetzen und Christen zu verfolgen. Sie will alle dazu bringen, sich ihrem Widerstand gegen Gott anzuschließen und mit ihr zusammen ihrem Verderben entgegenzugehen. Die KPCh ist ein Teufel auf Erden, ein Feind Gottes; sie ist zutiefst verachtenswert und niederträchtig! In nur drei Jahren des Glaubens war ich dreimal verhaftet worden. Selbst nach meiner Freilassung hatte ich keine persönliche Freiheit. Mit der Drohung, dass mein Glaube die Arbeitsplätze und Zusatzleistungen von drei Generationen meiner Familienmitglieder beeinträchtigen würde, stachelte die KPCh meine Familie dazu auf, mich an meinem Glauben zu hindern. Für ihre eigenen Interessen hat mich meine Familie blindlings drangsaliert, Gott verurteilt und gelästert und mir ständig nachgestellt und mich überwacht. Auch die Dorfbewohner mieden mich und diskriminierten mich, weil ich verhaftet worden war. Das war alles das Ergebnis der Verfolgung durch die KPCh. Die KPCh nutzte jedes Mittel, um mich an meinem Glauben zu hindern, aber sie hätte sich nie träumen lassen, dass ihr Verhalten mir nicht nur helfen würde, ihr gottfeindliches Wesen zu durchschauen, sondern auch die Wesensnatur meiner Familie. Mein Glaube daran, Gott zu folgen, ist dadurch nur noch stärker geworden. Die KPCh konnte zwar meinen Körper kontrollieren, aber nicht mein Herz. Ich werde weder meinen Glauben noch meine Pflicht aufgeben.
Ende Mai 2015 nutzte ich die Gelegenheit, meine Schwester zum Antritt ihres neuen Jobs zu begleiten, um endlich von zu Hause wegzugehen und meine Pflicht zu tun. In dem Moment, als ich aus dem Haus trat, fühlte ich mich, als hätte ich meine Ketten gesprengt; mein Körper und meine Seele waren vollkommen frei. Ohne Gottes Worte, die mir Glauben gaben und mich erleuchteten, die Wahrheit zu verstehen, hätte ich die unerbittlichen Angriffe meiner Familie niemals überwinden können. Es war Gottes Führung, die mich dazu brachte, mich von den Fesseln meiner „Familie“ zu befreien, und mir die Gelegenheit gab, endlich meine Pflicht zu tun. Dank sei Gott!
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?
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