17. Vor Gott leben

Von Yongsui, Südkorea

Der Allmächtige Gott sagt: „Beim Streben nach dem Lebenseintritt muss man die eigenen Worte, Taten, Gedanken und Ideen bei jeder Sache prüfen, der man im Alltag begegnet. Man muss die eigenen Zustände begreifen und sie mit der Wahrheit abgleichen, die Wahrheit suchen und in die Wirklichkeit der Wahrheit eintreten, die man versteht. Während man in die Wirklichkeit der Wahrheit eintritt, muss man die eigenen Zustände begreifen und oft vor Gott kommen, um zu Ihm zu beten und Ihn zu ersuchen. Außerdem muss man oft mit anderen Brüdern und Schwestern mit offenem Herzen Gemeinschaft halten, nach dem Weg zum Eintritt in die Wirklichkeit der Wahrheit suchen und die Prinzipien der Wahrheit anstreben. Schließlich wird man in Erfahrung bringen, welche Dispositionen man im täglichen Leben offenbart, ob Gott sich an ihnen erfreut oder nicht, ob der eigene Weg des Praktizierens korrekt ist oder nicht, ob man die im eigenen Inneren gefundenen Zustände durch Selbstbetrachtung mit den Worten Gottes verglichen hat oder nicht, ob diese genau geprüft worden sind oder nicht, ob sie mit Gottes Worten übereinstimmen oder nicht, und ob man wirklich etwas erreicht hat und tatsächlich Eintritt in Bezug auf jene Zustände erlangt hat, die mit den Worten Gottes übereinstimmen. Wenn du häufig in diesen Zuständen, diesen Verhältnissen lebst, dann wirst du allmählich über ein fundamentales Verständnis einiger Wahrheiten und deiner gegenwärtigen Zustände verfügen.“ („Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Gottes Worte zeigen uns den Weg zum Lebenseintritt, was bedeutet, dass wir alle unsere Gedanken und Handlungen bei allem, was im wirklichen Leben geschieht, untersuchen sollen und sie dann den Offenbarungen von Gottes Worten gegenüberstellen, über unsere verdorbenen Dispositionen nachdenken und sie kennen sowie danach streben sollen, sie mithilfe der Wahrheit zu lösen. Das ist der einzige Weg, um uns wirklich zu kennen und in die Wirklichkeit von Gottes Worten einzutreten.

Bruder Chen hat vor sechs Monaten bei einer Versammlung eine seiner Erfahrungen geteilt. Als er fertig war, dachte ich, dass er in seiner Pflicht eigensinnig gewesen war und gegen die Prinzipien verstoßen hatte, weshalb er zurechtgestutzt worden war und man sich mit ihm befasst hatte. Er hatte nur etwas Selbstbeherrschung ausgeübt, ohne Ausreden zu erfinden, und er hatte sich scheinbar unterworfen. Aber in Bezug darauf, warum er bei seiner Arbeit eigensinnig gewesen war, welche verdorbenen Dispositionen ihn geleitet hatten oder was die Hauptursache war – über diese Dinge hatte er nicht wirklich nachgedacht oder versucht, sie zu verstehen, noch hatte er die Wahrheit gesucht, um sie zu lösen. Sein Gehorsam hat nur darin bestanden, dass er sich an die Regeln gehalten hat. Das konnte man nicht wahre Unterwerfung nennen. Ich habe mich gefragt: „Sollte ich ihm von diesem Mangel erzählen?“ Aber dann dachte ich: „Bruder Chen ist länger Gläubiger als ich und sein Verständnis und seine Erfahrung übertreffen meine. Wenn ich ihm einen Vorschlag mache, ist es so, als wollte ein Kind einen Erwachsenen belehren? Wird es mich arrogant aussehen lassen? Es ist besser, ich sage nichts.“ Als er seinen gemeinschaftlichen Austausch beendet hat, hat er uns gebeten, alle Mängel zu erwähnen, die uns an ihm aufgefallen sind. Ich wollte auf sein Problem hinweisen, konnte es aber einfach nicht. Ich dachte: „Er ist so viel älter als ich. Wenn ich sage, dass er sich nicht wirklich unterworfen hat und dass er nur Regeln befolgt, wird er sein Gesicht verlieren und ich werde ihn in Verlegenheit bringen. Wenn er es nicht annimmt und sagt, dass ich zu arrogant und unerfahren bin, wird es für mich sehr peinlich sein. Ich kenne ihn nicht wirklich und es lohnt sich nicht, ihm einen schlechten Eindruck von mir zu vermitteln.“ Ich habe lange gezögert und dann gesagt: „Du hast eine Fülle an Erfahrung und etwas praktisches Verständnis.“

Nachdem ich das gesagt hatte, habe ich mich unwohl gefühlt. Ich konnte seine Probleme deutlich sehen, aber ich habe keinen Ton darüber verloren. Stattdessen habe ich nur etwas Nettes gesagt, was mit meinem Gewissen nicht vereinbar war. Daran war nichts Aufrichtiges oder Ehrliches. Ich habe dann an unsere Versammlungen in diesem Zeitraum gedacht, in dem alle Gemeinschaft geführt haben. Wir sollten jeden Tag über uns selbst nachdenken und uns selbst kennen, um zu sehen, wie viele Lügen oder verwässerte Wahrheiten wir erzählt hatten, wie viele Dinge wir gesagt hatten, durch persönliche Ziele motiviert, und was wir gesagt oder getan hatten, was gegen die Wahrheit verstoßen hat. Ich habe erkannt, dass ich nichts anderes getan hatte, als Bruder Chen anzulügen. Ich wusste, dass Gott uns immer wieder ermahnt, ehrlich zu sein, das Kind beim Namen zu nennen, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Und trotzdem war ich nicht in der Lage, diese grundlegendsten Anforderungen zu praktizieren. An diesem Punkt wurde ich unruhig. Ich bin umgehend im Gebet vor Gott gegangen, um Ihn zu bitten, mich zu führen, um mich selbst zu kennen. Dann habe ich diese Worte Gottes gelesen: „Ihr alle habt eine gute Bildung. Ihr alle achtet auf eine gewählte und dezente Art zu sprechen und darauf, wie ihr redet: Ihr seid taktvoll und habt gelernt, die Selbstachtung und die Würde anderer nicht zu verletzen. Ihr lasst den Menschen mit euren Worten und Handlungen Platz, sich zu lavieren. Ihr tut alles, was ihr könnt, für das Behagen der Menschen. Ihr stellt ihre Narben oder Unzulänglichkeiten nicht bloß und ihr versucht, sie nicht zu verletzen oder zu beschämen. Das ist das Prinzip, nach dem sich die meisten Menschen verhalten. Und welche Art von Prinzip ist das? Es ist hinterhältig, gerissen, listig und heimtückisch. Hinter den lächelnden Gesichtern der Menschen liegen zahlreiche böswillige, heimtückische und verabscheuungswürdige Dinge. Zum Beispiel fangen manche Menschen beim Umgang mit anderen an, auf eine sanfte, freundlich klingende, schmeichelnde Weise zu sprechen, sobald sie erkennen, dass die andere Person ein bisschen Status hat, damit diese sich wohlfühlt. Doch ist das wirklich, was sie tatsächlich denken? Warum sprechen sie auf diese Weise? Sie hegen mit höchster Wahrscheinlichkeit irgendwelche Absichten und haben Hintergedanken. Solche Menschen haben Dunkelheit in ihrem Herzen und sind so verachtenswert. Die Art und Weise, wie sich solche Menschen im Leben verhalten, ist widerlich und verachtenswert.“ („Sechs Indikatoren des Fortschritts im Leben“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Gottes Worte haben genau den Zustand offenbart, in dem ich war. Ich war nicht im Entferntesten ehrlich in meinen Worten, sondern unglaublich hinterhältig. Ich habe Dinge durch die Blume gesagt, um niemanden zu verletzen, und ich habe immer etwas Nettes gesagt. Von außen hat es so ausgesehen, als würde ich an andere denken, aber meine wahren Motive waren, andere dazu zu bringen, gut über mich zu sprechen, und mein eigenes Ansehen und meinen eigenen Status zu schützen. Da ich seinen Erfahrungen zugehört hatte, wusste ich ganz genau, dass sich Bruder Chen zu sehr an die Regeln gehalten hat, und ich wusste, dass dies für seinen Lebenseintritt nicht hilfreich war. Aber ich dachte, dass es ihn verlegen machen und ihm einen schlechten Eindruck von mir vermitteln würde, wenn ich es erwähnen würde, also habe ich meinen Mund gehalten. Sogar als er mich um Vorschläge gebeten hat, war ich immer noch nicht deutlich. Stattdessen habe ich ihm geschmeichelt und ihn getäuscht. Ich war so durchtrieben und betrügerisch! Bruder Chen hat uns gebeten, seine Fehler aufzuzeigen, weil er seine Defizite und Mängel wiedergutmachen wollte, aber ich habe nicht nur bei meiner Verantwortung versagt, ihm zu helfen, sondern ich habe ihn auch einfach gelobt, um ihn zu täuschen und ihn hinters Licht zu führen. Erst da habe ich erkannt, dass ich nett und taktvoll geklungen habe und niemand verletzt wurde, aber bei Problemen habe ich die Wahrheit nicht praktiziert. Auf diese Weise war ich eigentlich überhaupt kein guter Mensch, sondern durchtrieben und betrügerisch. Ich dachte immer, ich wäre jung und unerfahren und dass ich nicht wüsste, wie es auf der Welt zugeht. Erst als ich durch die Fakten entlarvt wurde, habe ich erkannt, dass ich wirklich sehr durchtrieben war, und ich habe angefangen, mich zu verachten. Ich wollte nicht mehr so betrügerisch und unehrlich sein. Dann habe ich zu Gott gebetet, bereit, Buße zu tun, die Wahrheit zu sagen und ein ehrlicher Mensch zu sein, wie Er es verlangt.

Ich habe geplant, die Probleme, die ich bei Bruder Chen entdeckt hatte, aufzuschreiben und sie ihm zu schicken, doch beim Schreiben habe ich noch mal gezögert. Ich war besorgt, dass ich die Dinge nicht angemessen formulieren würde, dass es bei ihm nicht gut ankommen würde und dass er mich für eine Haarspalterin halten würde. Außerdem hatte ich es damals nicht erwähnt. Wenn ich das jetzt aufbauschen würde, würde er denken, dass ich viel Wirbel um nichts mache? „Vielleicht sollte ich diesmal nichts tun“, dachte ich, „aber beim nächsten Mal den Mund aufmachen.“ Aber dieser Gedanke hat mich wieder unruhig gemacht. Gott hatte diese Situation nicht einzig und allein für mein eigenes Verständnis eingerichtet. Er hat gehofft, dass ich Seine Worte annehmen und sie in die Praxis umsetzen würde. Wenn ich einfach nachgeben und es durchgehen lassen würde, würde ich damit nicht Gott betrügen? Ich habe noch mal zu Gott gebetet und gesagt: „Ich will mir um die Eitelkeit von Bruder Chen keine Sorgen mehr machen oder darüber nachdenken, was andere von mir halten mögen. Bitte, Gott, führe mich, die Wahrheit zu praktizieren.“ Danach habe ich die Erfahrung von Bruder Chen betrachtet und sie in Gottes Worte eingebunden. Ich habe etwas von meinem eigenen Verständnis und die Probleme aufgeschrieben, die ich bemerkt hatte, und sie Bruder Chen geschickt. Ich habe mich viel wohler gefühlt, als ich auf diese Weise praktiziert habe. Gleich am nächsten Tag habe ich eine Antwort von Bruder Chen erhalten. Darin stand, dass er sehr bewegt war, als er meinen Brief gelesen hat, und dass die Zeilen an ihn über seine Probleme von der Liebe Gottes gekommen waren. Er hat erkannt, dass er sich nicht auf die Suche nach der Wahrheit konzentriert hatte, wenn Probleme aufgetreten sind, und dass er sich irgendwie durchgemogelt hatte, wenn er zurechtgestutzt wurde und man sich mit ihm befasst hat. Er hat geschrieben, dass er bereit ist, die Fehler so zu beheben, wie er die Dinge erlebt hat. Nachdem ich seine Antwort gelesen hatte, war ich so bewegt. Ich hatte das Gefühl, dass ich mich bei meinem Umgang mit Brüdern und Schwestern nicht so sehr sorgen muss. Wenn ich auf ein Problem hinweisen würde, müsste nur mein Motiv dahinter stimmen, dann wären sie bereit, es zu akzeptieren. Ich hatte mir all meine Sorgen eingebildet und ich hatte unter der Kontrolle meiner verdorbenen Disposition gestanden. Ich bin auch zur Erkenntnis gelangt, dass Beziehungen in der Kirche nicht auf Philosophien für das Leben oder betrügerischen Tricks basieren, sondern auf gegenseitiger Ehrlichkeit aufbauen und darauf, Gottes Worte in die Praxis umzusetzen. Aber ich war so tief von Satan verdorben gewesen und meine verdorbene Disposition war so tief verwurzelt, dass ich es schwer gefunden habe, die Wahrheit zu praktizieren, als mein Ansehen und meine Interessen bedroht waren.

Etwas später habe ich herausgefunden, dass eine junge Schwester oft Online-Romane gelesen hat. Mein Herz hat immer schneller geschlagen und ich dachte: „Die meisten dieser Online-Romane sind nur von Menschen erdachte Fiktionen. Wenn ihr Kopf davon voll wird, wird sie weder Gottes Worte lesen noch ihre Pflicht erfüllen wollen. Dann wird sie das Wirken des Heiligen Geistes verlieren und das wäre so ein großer Verlust in ihrem Leben. Ich muss dieses Thema bei ihr ansprechen.“ Aber gerade als ich meinen Mund aufmachen wollte, habe ich gezögert: „Wird sie verärgert sein und denken, dass ich meine Nase in Dinge stecke, die mich nichts angehen? Wenn sie nicht annimmt, was ich sage, dann wird es so unangenehm sein, sich jeden Tag zu sehen. Vielleicht sollte ich es der Kirchenleiterin melden und die Leiterin mit ihr darüber Gemeinschaft führen lassen.“ Aber ich wusste, dass diese Denkweise falsch war. Ich war dafür verantwortlich, mit ihr darüber Gemeinschaft zu führen, weil ich diejenige gewesen war, die es entdeckt hatte. Ich sollte nicht einfach jemand anderem den Schwarzen Peter zuschieben. Danach habe ich mehrmals darüber nachgedacht, das Problem bei ihr anzusprechen, aber ich habe nie meinen Mund aufbekommen und wusste nicht, wo ich anfangen sollte. Das ging Tag für Tag so weiter, bis mich die Kirchenleiterin eines Tages nach dem Zustand der Schwester gefragt hat. Erst dann habe ich der Leiterin davon erzählt. Zu meiner Überraschung hat die Leiterin gesagt, dass sie mit etwas anderem beschäftigt ist, und hat mich gebeten, mit der Schwester Gemeinschaft zu führen. Ich habe erkannt, dass Gott diese Situation für mich eingerichtet hat, um zu sehen, ob ich meinem Fleisch entsagen und die Wahrheit praktizieren könnte. Ich habe darüber nachgedacht, wie ich mich eine Weile unwohl gefühlt hatte. Besonders als ich diese Schwester gesehen habe, war ich davon geplagt, nicht mit ihr gesprochen zu haben. Ich hatte ihre keine Liebe gezeigt oder Verantwortung übernommen und mein Gewissen hat gelitten. Ich wusste genau, wie gefährlich es ist, von Online-Romanen eingenommen zu werden. Der Teufel Satan nutzt diese boshaften Tendenzen, um Menschen zu täuschen und zu verderben, um ihre Gedanken zu kontrollieren und sie dazu zu bringen, Gott zu meiden, sodass sie immer verwahrloster und entmutigter sind, bis er sie schließlich verschlingt. Ich hatte nicht im Geringsten darüber nachgedacht, welchen Schaden das Leben der Schwester davontragen könnte, oder daran, wie ihre Ablenkung bei ihrer Pflicht der Arbeit der Kirche großen Schaden zufügen könnte. Ich hatte Angst gehabt, es anzusprechen und sie zu verletzen, und war wie auf Eiern gegangen, um unsere Beziehung aufrechtzuerhalten. Ich war so egoistisch und verachtenswert!

Dann habe ich diese Worte Gottes gelesen: „Viele Menschen glauben, dass es im Grunde einfach sei, ein guter Mensch zu sein, es bedeute nur weniger zu sprechen und mehr zu tun, ein gutes Herz zu haben und keinen Schaden zufügen zu wollen, dass dies garantiere, dass man Erfolg haben wird, wo immer man hingeht, und dass die Menschen einen mögen würden und dass es ausreiche, ein solcher Mensch zu sein. Sie wollen noch nicht einmal nach der Wahrheit streben, sondern geben sich einfach damit zufrieden, gute Menschen zu sein. Sie denken, die Angelegenheit, nach der Wahrheit zu streben und Gott zu dienen, sei zu kompliziert; dies verlangt das Verstehen vieler Wahrheiten, glauben sie, und wer kann das bewerkstelligen? Sie wollen nur den einfachen Weg nehmen – gute Menschen sein und ihre Pflichten erfüllen, und glauben, das wird genügen. Ist diese Position tragbar? Ist es wirklich so einfach, ein guter Mensch zu sein? Ihr werdet in der Gesellschaft viele gute Menschen finden, die in einer sehr hochtrabenden Art und Weise sprechen und obwohl es äußerlich scheint, sie hätten nichts sonderlich Böses getan, sind sie in ihrem Innern hinterlistig und gerissen. Sie sind insbesondere fähig, zu sehen, woher der Wind weht, und in ihren Worten sind sie aalglatt und weltklug. So wie ich es sehe, ist dies ein falscher ‚guter Mensch‘, ein Scheinheiliger – solch ein Mensch gibt nur vor, gut zu sein. All diejenigen, die sich an einen goldenen Mittelweg halten, sind die Schlimmsten. Sie versuchen, niemanden zu verletzen, sie sind Menschen, die gefallen wollen, sie sind Mitläufer, und niemand kann aus ihnen schlau werden. Eine solche Person ist wie ein lebendiger Satan!“ („Nur indem du die Wahrheit in die Praxis umsetzt, kannst du die Fesseln einer verderbten Gesinnung abschütteln“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Gottes Worte haben mich direkt ins Herz getroffen, als ich erkannt habe, dass ich ein „umgänglicher“ Mensch war, der immer den Mittelweg ging, nie jemanden verletzt hat und nie auf die Probleme anderer hingewiesen hat, genau das, was Gottes Worte offenbart haben. Wenn ich jemals etwas gesagt habe, musste ich mein Gegenüber und die Situation in Betracht ziehen. Ich konnte nie einer Freundschaft schaden oder zulassen, dass jemand Fehler bei mir findet. Ich hatte gesehen, dass diese Schwester ein Problem hatte, und ich wollte ihr davon erzählen, aber sobald ich dachte, dass es sie verletzen könnte, habe ich es immer wieder vermieden und stattdessen der Kirchenleiterin den Schwarzen Peter zugeschoben. Ich habe erkannt, dass ich nur an mich selbst gedacht habe, dass ich andere unangenehme Aufgaben habe übernehmen lassen, und dass ich nicht wollte, dass meine eigenen Interessen in irgendeiner Weise Schaden nehmen. So habe ich mich meinen Brüdern und Schwestern gegenüber verhalten. Wenn ich manchmal gesehen habe, dass jemand in einem schlechten Zustand war oder Verdorbenheit offenbart hat, habe ich meine Augen davor verschlossen, es nicht erwähnt oder keine Gemeinschaft darüber geführt. Oberflächlich schien ich mit allen gut zurechtzukommen. Ich schien wirklich rücksichtsvoll. Aber es war alles falsch, alles vorgespielt. Ich habe meine wahren, tief empfundenen Worte versteckt und nur eine Fassade aufgesetzt. Ich war so eine Heuchlerin! Ich hatte meine Brüder und Schwestern offenkundig getäuscht, wollte aber immer noch, dass sie gut von mir denken. Ich war so schamlos! Ich habe erkannt, dass ich nichts anderes war als eine heimtückische und betrügerische Jasagerin war und eine Schwindlerin.

Dann habe ich etwas mehr von Gottes Worten gelesen: „Bis die Menschen Gottes Werk erfahren und die Wahrheit erlangen haben, ist es Satans Natur, die das Kommando übernimmt und sie von innen heraus beherrscht. Was beinhaltet diese Natur im Einzelnen? Warum bist du zum Beispiel selbstsüchtig? Warum schützt du deine eigene Position? Warum sind deine Gefühle so stark? Warum findest du Gefallen an diesen ungerechten Dingen? Warum findest du Gefallen am Bösen? Worauf gründet dein Gefallen an solchen Dingen? Woher kommen sie? Warum akzeptierst du sie so freudig? Mittlerweile habt ihr alle verstanden, dass der Hauptgrund hinter all diesen Dingen ist, dass sie Satans Gift enthalten. Was Satans Gift ist, kann vollständig in Worten ausgedrückt werden. Wenn du zum Beispiel manche Übeltäter fragst, warum sie auf jene Weise handeln, werden sie antworten: ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘. Diese einfache Redensart drückt die eigentliche Wurzel des Problems aus. Satans Logik ist zum Leben der Menschen geworden. Sie tun vielleicht für diesen oder jenen Zweck Dinge, aber sie tun es nur für sich selbst. Die Menschen denken alle, da jeder für sich ist und den Letzten der Teufel holt, sollten sie zu ihren eigenen Gunsten leben, alles in ihrer Macht Stehende tun, um sich eine gute Position und die benötigte Nahrung und Kleidung zu sichern. ‚Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel‘ – das ist das Leben und die Philosophie des Menschen, und es repräsentiert auch seine Natur. Diese Aussage ist genau Satans Gift, und wenn sie vom Menschen verinnerlicht wird, dann wird sie zu ihrer Natur. Die Natur Satans wird durch diese Worte enthüllt; sie geben sie vollständig wieder. Dieses Gift wird zum Leben der Menschen sowie die Grundlage ihrer Existenz, und die verderbte Menschheit wird seit Tausenden von Jahren ständig von diesem Gift dominiert.“ („Wie man den Weg des Petrus nimmt“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Diese Worte haben mir ein gewisses Verständnis für die Hauptursache gegeben, eine Jasagerin zu sein, die vor allem darin lag, dass Satans Philosophien und Gifte tief in mir verwurzelt waren. Von solchen Dingen wie „Jeder für sich und den Letzten holt der Teufel“, „Über die Fehler von Freunden zu schweigen, ermöglicht eine lange Freundschaft“ und „Sprich gute Worte im Einklang mit den Gefühlen und der Vernunft anderer, da Offenheit andere ärgert“ war ich vergiftet worden. Ich dachte immer nur an mein eigenes Ansehen und meinen eigenen Status. Ich wollte, dass andere bei allem was ich tue, gut über mich sprechen, und ich war sehr egoistisch, durchtrieben und betrügerisch geworden. Von klein auf haben mir meine Mutter und mein Vater immer gesagt, ich soll mehr zuhören als sprechen, und je weniger man sagt, desto besser. Sie haben mir gesagt, ich soll anderen gegenüber nicht zu direkt sein, weil sie es nicht mögen würden. Ich hatte nach diesen satanischen Philosophien gelebt und war anderen Menschen gegenüber sehr selten offen und ehrlich. Sogar meiner besten Freundin gegenüber habe ich mich sehr selten geöffnet, um sie auf ihre Fehler hinzuweisen, aus Angst, sie zu verärgern und ihr Bild von mir zu ruinieren. Stattdessen habe ich ihren Befindlichkeiten zugestimmt und ihr geschmeichelt, aber es war alles Lüge, alles Schwindel! Ich habe erkannt, dass es mich nur unglaublich, durchtrieben, egoistisch und niederträchtig machen würde, nach diesen satanischen Philosophien zu leben. Ich dachte nur an meine eigenen Interessen und überhaupt nicht an andere. Ich war zu den Menschen nicht aufrichtig und hatte keine Liebe für sie. Jemand wie ich konnte niemandem in irgendeiner Weise helfen oder von Nutzen sein und war es einfach nicht wert, jemandem nahe zu sein. Ich habe erkannt, dass diese satanischen Philosophien wirklich absurd waren und dass sie nie Verhaltensgrundsätze sein sollten. Ich habe erkannt, dass es uns nur verdorbener machen kann und uns weniger Menschlichkeit aufweisen lässt, wenn wir uns für das Leben nach diesen satanischen Philosophien richten. Ich habe darüber nachgedacht, wie ich mich jedes Mal später schuldig gefühlt habe, wenn ich ein Problem bemerkt und nichts gesagt hatte. Es war, als würde ein Stein auf meinem Herzen lasten, den ich nicht loswerden konnte. Ich hatte das Gefühl, dass ich die Wahrheit wusste, sie aber nicht in die Praxis umsetzen konnte. Ich war so ein Feigling gewesen, ohne Würde oder Integrität. In meinem Alter konnte ich immer noch kein anständiger Mensch sein und ich kannte die Prinzipien für menschlichen Umgang nicht. Stattdessen hatte ich nach den von Satan gelehrten und propagierten säkularen Wegen gestrebt. Ich habe mich in diesem Moment wirklich gehasst. Ich wollte nicht mehr nach diesen satanischen Philosophien leben. Ich wollte nur nach Gottes Worten handeln und mich dementsprechend verhalten.

Dann habe ich diese Worte Gottes gelesen: „Worin liegt die wichtigste Praxis, wenn man ein ehrlicher Mensch ist? Darin, dass dein Herz Gott offen stehen muss. Was meine Ich mit ‚offen stehen‘? Es bedeutet, Gott eine glasklare Sicht auf das zu bieten, was du denkst, darauf, welche Absichten du hast und was dich lenkt. Wenn das, was du sagst, mit dem übereinstimmt, was in deinem Herzen ist, ohne den geringsten Unterschied und ohne jegliche Verschleierung, ohne eine Schattenseite, ohne dass andere raten oder mit Fragen weiterbohren müssen und ohne dass du um den heißen Brei herumreden musst, stattdessen einfach sagst, was du denkst, ohne irgendeine andere Absicht, dann bedeutet das, dass dein Herz offen steht. Manchmal kann deine Direktheit andere verletzen und ihnen missfallen. Doch würde irgendjemand sagen: ‚Du sprichst auf so eine ehrliche Art und du hast mich wirklich verletzt; ich kann deine Ehrlichkeit nicht hinnehmen‘? Nein; niemand würde das tun. Auch wenn du Menschen manchmal verletzt – wenn du dich ihnen öffnen kannst und dich entschuldigst, zugibst, dass du unklug gesprochen hast und ihre Schwächen nicht bedacht hast, werden sie sehen, dass du es nicht böse meinst, dass du ein ehrlicher Mensch bist und dass du einfach nicht besonders auf deine Sprechweise achtest und einfach sehr direkt bist; niemand wird es dir übel nehmen. … Das Wichtigste dabei, ein ehrlicher Mensch zu sein, ist, dass dein Herz Gott offen stehen muss. Danach kannst du lernen, anderen Menschen gegenüber offen zu sein, ehrlich und aufrichtig zu sprechen, das zu sagen, was in deinem Herzen ist, ein Mensch mit Würde, Integrität und Charakter zu sein, und nicht schwülstig oder gekünstelt zu sprechen oder Worte zu benutzen, um dich zu verbergen oder um andere zu täuschen.“ („Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Als ich über Gottes Worte nachgedacht habe, war ich unglaublich bewegt. Ich hatte das Gefühl, dass Gott mich bei der Hand genommen hatte, um mich zu lehren, wie ich mich als Mensch verhalten sollte. Ein ehrlicher Mensch zu sein, mit Ehrlichkeit zu sprechen und zu handeln, mein Herz Gott vollständig zu öffnen, zu Brüdern und Schwestern offen zu sein, sich nicht auf eine bestimmte Weise verhalten oder tricksen zu müssen – so zu leben, ist nicht ermüdend. Ich habe diese Schwester später auf ihr Problem angesprochen und mit ihr über die Gefahren Gemeinschaft geführt, von Online-Romanen eingenommen zu werden. Zuerst sah sie ziemlich unglücklich aus und es war ein wenig unangenehm. Aber indem ich mich ihr geöffnet und mit ihr Gemeinschaft geführt habe, hat sie erkannt, dass sie sich in einem gefährlichen Zustand befunden hat. Sie sagte, dass sie keine Online-Romane mehr lesen und sich auf ihre Pflicht konzentrieren würde. Als ich sie das sagen hörte, konnte ich endlich vor Erleichterung durchatmen, aber ich habe mir auch Vorwürfe gemacht. Hätte ich früher den Mund aufgemacht, dann wäre ihr Zustand vielleicht früher korrigiert worden. Nur weil ich immer umgänglich sein wollte, hatte ich mir selbst nachgegeben und die Wahrheit nicht praktiziert und die Dinge hatten sich hingezogen. Eine Jasagerin zu sein, ist wirklich schädlich. Wenn ich danach ein Problem bei den Pflichten der Brüder und Schwestern gesehen habe, war ich manchmal immer noch besorgt, sie zu verletzen, aber durch das Beten zu Gott, das achtsame Praktizieren der Wahrheit und das Verhalten als ehrlicher Mensch war ich immer in der Lage, später wahrheitsgemäß auf das Problem hinzuweisen. Nur durch die Führung der Worte Gottes konnte ich lernen, wie ich mich gegenüber Brüdern und Schwestern verhalten und mit ihnen umgehen sollte. Ich habe erkannt, wie kostbar Gottes Worte sind. Sie sind die Prinzipien für unser Verhalten und Handeln. Wir brauchen immer Gottes Worte, die uns führen – ob bei unserer Pflicht oder in unserem Verhalten. Solange wir die Wahrheit suchen, wenn ein Problem aufkommt, werden wir einen Weg haben, dem wir folgen können.

Wenn ich zurückdenke, habe ich theoretisch immer zugestimmt, dass ich eine Jasagerin und betrügerisch war, aber ich habe mich nie ernsthaft mit Gottes Worten verglichen, um meine verdorbene Disposition zu untersuchen und zu analysieren. Ich habe auch selten nach einem Weg der Praxis oder Prinzipien aus Gottes Worten gesucht, deshalb hat sich meine egoistische und betrügerische Disposition überhaupt nicht geändert. Obwohl ich nur einige wenige unbedeutende Angelegenheiten im Leben erfahren habe, ernte ich Früchte und erlange etwas Kenntnis, wenn ich mich darauf konzentriere, mich selbst zu prüfen und die Wahrheit in Gottes Worten zu suchen. Ich spüre auch echten inneren Frieden und gewinne ein wenig von dem Weg zum Lebenseintritt. Zu diesem Verständnis zu kommen und diese Früchte zu ernten, geht ganz und gar auf die Führung von Gottes Worten zurück! Dank sei Gott!

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