47. Das Abbild eines Menschen etwas auszuleben, ist definitiv großartig

Von Yichun, Südkorea

Der Allmächtige Gott sagt: „Vor dem Abschluss Seines 6.000 Jahre währenden Führungsplanes – bevor Er das Ende einer jeden Kategorie der Menschheit deutlich macht – dient Gottes Werk auf Erden der Erlösung. Dies alles ist, um diejenigen, die Ihn lieben gänzlich vollkommen zu machen, und sie Seiner Herrschaft zu unterwerfen. Ungeachtet dessen, wie Gott die Menschen errettet, dies erfolgt alles dadurch, dass Er sie sich von ihrer alten satanischen Natur lossagen lässt; das heißt, Er errettet sie, indem Er sie das Leben anstreben lässt. Wenn sie das Leben nicht suchen, werden sie keine Möglichkeit haben, Gottes Erlösung anzunehmen. … In der Vergangenheit waren Seine Mittel der Erlösung das Zeigen von größtmöglicher Liebe und Mitgefühl, sodass Er Sich in Seiner Ganzheit im Austausch für die gesamte Menschheit Satan ergab. Heute ist nichts mehr so wie in der Vergangenheit: eure Erlösung erfolgt heute zum Zeitpunkt der Letzten Tage, während der Einstufung eines jeden nach seiner Art. Die Mittel eurer Erlösung sind weder Liebe noch Mitgefühl, sondern Züchtigung und Urteil, damit die Menschen gründlicher voll und ganz errettet werden können. Daher ist alles was ihr bekommt, Züchtigung, Urteil und gnadenlose Schläge, aber wisset, dass in diesen herzlosen Schlägen nicht die geringste Bestrafung liegt. Wisset, dass ungeachtet dessen, wie hart Meine Worte sind, das, was euch widerfährt, nur einige wenige Worte sind, die euch ungeheuer herzlos erscheinen, und wisset, dass ungeachtet dessen, wie groß Mein Zorn ist, das, was über euch kommt, immer noch Worte des Lehrens sind, und Ich euch nicht zu schaden oder töten beabsichtige. Sind dies nicht alles Tatsachen? Wisset, dass heute, sei es gerechtes Urteil oder herzlose Veredelung und Züchtigung, dies alles zum Zwecke der Erlösung erfolgt. Ungeachtet dessen, ob heute die Einstufung eines jeden nach seiner Art oder das Bloßlegen der Kategorien der Menschen erfolgt: alle Äußerungen Gottes und Sein gesamtes Werk dienen der Errettung derer, die Gott wirklich lieben. Das gerechte Urteil dient der Läuterung des Menschen, die herzlose Veredelung dient der Läuterung des Menschen, die harten Worte oder die Züchtigung dienen alle der Läuterung und der Erlösung.“ („Ihr solltet die Segnungen des Status beiseitelegen und Gottes Wille verstehen, dem Menschen Erlösung zu bringen“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“).

Die Kirche hat sich letztes Jahr vorbereitet, einen Film zu drehen, daher haben Brüder und Schwestern empfohlen, dass ich die Pflicht der Regisseurin übernehme. Ich war begeistert, als ich das gehört habe, und hatte wegen der Empfehlung das Gefühl, dass sie mein Kaliber und Talent gesehen haben müssen. Warum hätten sie mich sonst ausgewählt? Ich habe einen Überlegenheitskomplex entwickelt und dachte, ich wäre besser als andere. Ich habe fleißig studiert und gelernt, wie man Filme macht, und habe mir langsam einige dieser Fähigkeiten angeeignet. Ich erinnere mich, dass ich ein bisschen nervös war, als ich mit dieser Pflicht angefangen habe. Aber ich habe die ganze Zeit zu Gott gebetet und allmählich wurden meine Nerven ruhiger und ich konnte mich mit der neuen Aufgabe anfreunden. Und dann haben Brüder und Schwestern meine Ideen immer wieder übernommen. Vor allem bei der ersten Szene, bei der ich Regie geführt habe, hat allen mein Filmmaterial gefallen und die Leiterin sagte, dass ich als Regisseurin wie geschaffen war. Mein Herz ist vor Stolz fast geplatzt. Ich hatte das Gefühl, dass ich wirklich gut darin war und dass ich ein unverzichtbares Talent in Gottes Haus war. In mir ist das Gefühl gewachsen, als hätte ich eine Krone auf meinem Kopf, und ich bin erhobenen Hauptes herumstolziert. Ich dachte, dass ich so viel Lob bekommen habe, weil ich direkt nach der Übernahme dieser Pflicht wirklich fähig war, und mit etwas mehr Übung würde ich sicherlich kompetent werden – ganz ohne Zweifel. Bei der Arbeit mit Brüdern und Schwestern war ich von da an nicht so bescheiden wie davor, sondern habe mit Zuversicht gesprochen und war hochnäsig. Ich wollte auch bei allem das letzte Wort haben und habe von niemandem etwas gehalten. Sobald andere meine Idee hinterfragt oder einen anderen Vorschlag gemacht haben, war ich unnachgiebig, ungeduldig und habe auf sie hinabgesehen. Ich hatte das Gefühl, sie in jeder Hinsicht zu übertreffen, dass sie einfach tun sollten, was ich gesagt hatte, anstatt so viel Aufhebens zu machen. Und in meinen Augen haben sie nur wirklich belanglose Dinge vorgebracht, die nicht mal eine Diskussion wert waren. Also habe ich immer gefragt: „Geht es hier ums Prinzip?“, um sie zum Schweigen zu bringen. Einmal ließ mich die Hauptfigur Schwester Zhang die Kostüme ansehen, die sie ausgesucht hatte. Ich dachte: „Wie kann man nur so einen schlechten Geschmack haben?“ Ich ließ sie alle neu auswählen. Ich habe viele ihrer Kostümvorschläge abgelehnt. Ich hatte diese fixe Idee, dass ich als Regisseurin recht hatte und alle auf mich hören sollten. Die Brüder und Schwestern haben sich schließlich von mir eingeschränkt gefühlt und wollten keine Vorschläge mehr machen. Als ich das gesehen habe, hatte ich ein schlechtes Gewissen, aber dann dachte ich: „Ich denke nur an unsere Arbeit und ich kann mich davon nicht ablenken lassen.“ Also habe ich mir keine großen Gedanken darüber gemacht. Damals hat meine Leiterin mit mir Gemeinschaft gehalten und mich entlarvt. Sie sagte, dass ich zu arrogant bin und dass ich gerne Menschen kontrolliere, und sie hat mich gewarnt, meinen Blick nicht auf andere zu richten, sondern über mich selbst nachzudenken und die Wahrheit zu praktizieren, um meine eigenen Probleme zu lösen. Aber ich hatte damals kein Verständnis von meiner eigenen Natur. Ich hatte das Gefühl, bei meiner Arbeit wirklich verantwortungsvoll zu sein. Ich habe einfach in diesem aufsässigen, hartnäckigen Zustand weitergelebt und ich konnte nicht mehr gut mit Brüdern und Schwestern arbeiten. Im Laufe der Zeit sind bei unserer Arbeit immer wieder Probleme aufgetaucht, die unseren Fortschritt behindert haben.

Eines Tages habe ich gehört, dass es einen Regisseur gab, der entlassen worden war, weil er die Arbeit wegen seiner Arroganz, seiner Unfähigkeit, die Wahrheit zu akzeptieren und der Einschränkung von Brüdern und Schwestern aufgehalten hatte. Das hat mir ein wenig Angst gemacht. Ich wusste, dass ich mich genau wie dieser Regisseur benommen hatte. Ich dachte, das wäre eine Warnung von Gott, also habe ich entschieden, dass ich mich nicht mehr so wichtigmachen konnte. Stattdessen sollte ich mich selbst kontrollieren, freundlicher sprechen und mein Bestes tun, um mit anderen zu kommunizieren und die Arbeit zu besprechen. Aber ich hatte noch kein Verständnis von meiner eigenen Natur, also habe ich nicht die Wahrheit gesucht, um das Problem zu lösen.

Nach einer Weile hat die Leiterin veranlasst, dass ich mit Schwester Liu zusammenarbeite, weil der Fortschritt in unserem Team so langsam war. Zuerst konnte ich es einfach nicht akzeptieren. Ich dachte, die Leiterin muss an meinen Fähigkeiten zweifeln, aber da es schon veranlasst worden war, habe ich widerwillig in den sauren Apfel gebissen. Von da an habe ich bemerkt, dass die Leiterin bei Arbeitsbesprechungen immer Schwester Liu um Rat gebeten hat. Ich war wirklich besorgt und hatte das Gefühl, dass die Leiterin nicht viel von mir hält. Ich wurde allmählich böse auf sie. Aber noch mehr habe ich mich Schwester Liu widersetzt. Ich konnte sie nicht akzeptieren. Bei jeder Arbeitsbesprechung habe ich nur schweigend dagesessen und finster dreingeschaut. Einmal ist sie auf einige Probleme bei der Arbeit des Teams gestoßen und hat ein paar Vorschläge gemacht, die allen unseren Brüdern und Schwestern wirklich gefallen haben, aber ich wollte davon nichts wissen. Ich habe mich geweigert, mir ihre Vorschläge anzuhören. Als alle mich nach meiner Meinung gefragt haben, habe ich meiner Wut Luft gemacht und gesagt: „Was weiß ich.“ Der Leiter hat sich dann mit mir befasst und gesagt, ich würde das Werk von Gottes Haus nicht aufrechterhalten. Ich habe mich wirklich schlecht gefühlt und ich wusste, dass ich in jedem Fall meinen Frust nicht mehr am Werk von Gottes Haus auslassen konnte. Aber ich konnte es wirklich nicht wegstecken. Ich dachte: „Wenn du Schwester Liu die ganze Zeit nur zuhörst, was gibt es da zu besprechen?“ Ich dachte weiterhin, dass ich bei allem recht habe. Also habe ich bei den nächsten paar Arbeitsbesprechungen an meinen eigenen Meinungen festgehalten und ich habe Schwester Liu nicht mal dann zugestimmt, wenn ihre Vorschläge sinnvoll waren. Ich dachte, sie gibt an. Einmal hat sie einen bestimmten Schauspieler empfohlen und ich habe alle möglichen Probleme bei diesem Schauspieler erwähnt und ihren Vorschlag abgelehnt. Ich war einfach nicht bereit, ihr zuzuhören. Ich wollte für die ganze Arbeit verantwortlich sein. Schwester Liu hat sich schließlich von mir eingeschränkt gefühlt und hat keine Vorschläge mehr gemacht. Während dieser Zeit ist mein Geist langsam in der Finsternis versunken, weil ich in einer arroganten, selbstgerechten Disposition gelebt und nicht nach der Wahrheit gesucht habe. Ich habe mich jeden Tag deprimiert gefühlt und es schien so, als würde Gott Sich vor mir verstecken. Ich hatte Gott im Gebet nichts zu sagen und Gottes Worte sind mir nicht ins Bewusstsein gedrungen, wenn ich sie gelesen habe. Mein Geist war leer und ich war stumpfsinnig bei meiner Pflicht. Ich konnte keine Probleme sehen. Ich habe in einem Zustand der Beklemmung gelebt und hatte weiterhin das Gefühl, als würde demnächst etwas passieren.

Ein paar Tage später ist unsere Leiterin gekommen, um mit uns eine Versammlung abzuhalten. Sie hat meine Disposition enthüllt und gesagt, dass ich zu arrogant bin, autokratisch und willkürlich bei meiner Pflicht und dass ich unsere Arbeit wirklich gestört hatte. Sie sagte mir, ich soll nach Hause gehen, um mich in ernsthafter Andacht und Selbstreflexion zu üben. Ich war schockiert, das zu hören, aber ich habe ernsthaft zu Gott gebetet und gesagt: „Oh Gott, auf welche Situation ich auch treffe, ich glaube, es ist alles von Dir eingerichtet, und ich bin bereit, mich zu unterwerfen.“ Ich habe in dieser Nacht kein Auge zugetan. Ich habe darüber nachgedacht, wie lange ich im Filmteam gewesen war, aber dass ich ab morgen nicht mehr dazugehören würde. Ich konnte es nicht aus dem Kopf bekommen und war wirklich aufgelöst. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. Ich wollte diese Gelegenheit nutzen, um an meiner Andacht zu arbeiten und über mich selbst nachzudenken, damit ich mich dort wieder aufrappeln konnte, wo ich gestolpert war. Aber zu Hause konnte ich mich nicht auf Gottes Worte konzentrieren und es ist mir wirklich schwergefallen. Alles, was ich tun konnte, war, vor Gott zu kommen und Ihn immer wieder anzurufen. Ich sagte: „Gott, ich fühle mich so gequält. Bitte hilf mir und schütze mein Herz, damit ich Deinen Willen in dieser Situation verstehen und mich selbst kennen kann.“ Indem ich unaufhörlich zu Gott gebetet habe, konnte ich schließlich etwas Frieden spüren.

Ein paar Brüder und Schwestern sind am nächsten Tag gekommen, um nach mir zu sehen, mit mir Gemeinschaft zu halten und mir zu helfen, und sie haben einige meiner Probleme erwähnt. Ich erinnere mich, dass eine Schwester sagte: „Du hast dich so sehr verändert, seitdem du angefangen hast, als Regisseurin zu arbeiten. Du schaust andere sogar anders an und du willst bei allem das letzte Wort haben. Du bist wirklich kontrollsüchtig und man kann einfach nicht mit dir zusammenzuarbeiten.“ Ein Bruder sagte: „Bei Arbeitsgesprächen sind wir alle entspannt, wenn du nicht da bist, aber sobald du dazukommst, sind wir alle nervös und haben Angst, dass du unsere Gedanken und Ideen ablehnst.“ Jedes Wort aus ihren Mündern war wie ein Messerstich in mein Herz. Ich habe mich geschämt, ihnen gegenüberzutreten, und ich habe mich so furchtbar gefühlt. In meinem ganzen Leben hatte ich mich als Mensch noch nie wie so eine Versagerin gefühlt. Es war so schlimm geworden, dass Brüder und Schwestern es nicht gewagt haben, sich mir zu nähern, und Angst hatten, wenn sie mich gesehen haben. Ich dachte: „Bin ich noch ein richtiger Mensch? Wie konnte ich so gefühllos gewesen sein?“ Ich hatte nie bemerkt, dass meine arrogante Disposition andere einschränken und solchen Schaden anrichten konnte. Ich wusste schon, dass ich arrogant war, und die Leiterin hat oft mit mir Gemeinschaft geführt, aber ich hatte nie viel darauf gegeben. Ich dachte stattdessen, dass meine Arroganz davon kam, ein höheres Kaliber zu haben. Wer ist nicht arrogant, wenn man talentiert und von hohem Kaliber ist? Deshalb habe ich nie nach der Wahrheit gesucht, um das Problem zu lösen. Aber durch die Hilfe und Gemeinschaft der Brüder und Schwestern habe ich schließlich Frieden in meinem Herzen gefunden und konnte mich beruhigen, um über mein Verhalten nachzudenken.

Als ich nachgedacht habe, habe ich zwei Passagen von Gottes Worten gelesen. Gott sagt: „Wenn du wirklich die Wahrheit in dir besitzt, wird der Weg, den du gehst, natürlicherweise der richtige Weg sein. Ohne die Wahrheit ist es leicht, Böses zu tun und du wärest nicht in der Lage, dir selbst zu helfen. Zum Beispiel, wenn du Arroganz und Selbstgefälligkeit hättest, würdest du es unmöglich finden, es zu unterlassen, dich Gott zu widersetzen. Du würdest dich genötigt fühlen, dich Ihm zu widersetzen. Du würdest es nicht absichtlich tun; du würdest es unter der Dominanz deiner arroganten und eingebildeten Natur tun. Deine Arroganz und deine Selbstgefälligkeit brächten dich dazu, auf Gott herabzusehen und Ihn als unbedeutend anzusehen; sie brächten dich dazu, dich selbst zu erhöhen, sie brächten dich dazu, dich ständig zur Schau zu stellen und schließlich brächten sie dich dazu, dich an Gottes Stelle zu setzen und für dich selbst Zeugnis abzulegen. Am Ende würdest du deine eigenen Ideen, dein eigenes Denken und deine eigenen Vorstellungen zu Wahrheiten machen, die angebetet werden. Erkenne, wie viel Böses von Menschen unter der Vorherrschaft ihrer arroganten und selbstgefälligen Natur verübt wird!“ („Nur durch Verfolgen der Wahrheit kannst du Änderungen in deiner Disposition erreichen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). „Arroganz ist die Wurzel der verdorbenen menschlichen Disposition. Je arroganter die Menschen sind, desto eher neigen sie dazu, sich Gott zu widersetzen. Wie ernst ist dieses Problem? Menschen mit arroganter Disposition halten nicht nur andere für minderwertiger als sie selbst, sondern am schlimmsten ist, dass sie sogar Gott gegenüber herablassend sind. Obwohl manche Menschen nach außen zwar an Gott zu glauben und Ihm zu folgen scheinen, behandeln sie Ihn keineswegs wie Gott. Sie sind stets der Meinung, im Besitz der Wahrheit zu sein und halten große Stücke auf sich. Das ist die Essenz und Wurzel einer arroganten Disposition und sie kommt von Satan. Deshalb muss das Problem der Arroganz gelöst werden. Zu glauben, besser als andere zu sein – das ist eine nichtige Sache. Das Entscheidende ist, dass die eigene arrogante Disposition einen davon abhält, sich Gott, Seiner Herrschaft und Seinen Vorkehrungen zu unterwerfen; eine solche Person neigt stets dazu, mit Gott um Macht über andere zu konkurrieren. Diese Art von Person verehrt Gott nicht im Geringsten, ganz zu schweigen davon, liebt sie Gott oder unterwirft sich Ihm.“ (Gottes Gemeinschaft). Durch Gottes Worte habe ich erkannt, dass ich wegen meiner Arroganz und Selbstgefälligkeit gegen Gott rebelliert und mich Ihm widersetzt habe. Da ich meine Aufgabe als Regisseurin erfüllt hatte, dachte ich, dass ich wegen meiner eigenen harten Arbeit Erfolg hatte und dass ich besser war als andere. Ich habe angefangen, andere zu missachten, und hartnäckig an mir selbst festzuhalten, wobei ich bei allem das letzte Wort haben wollte. Wenn ich bei meiner Pflicht nicht fähig war, Ergebnisse zu erzielen, habe ich nie darüber nachgedacht, ob das Problem bei mir lag, sondern habe mich nur auf meine Brüder und Schwestern konzentriert. Ich habe mich herablassend mit anderen befasst und sie belehrt. Aus Arroganz und Selbstgefälligkeit habe ich auf alle hinabgesehen. Ich konnte die Stärken anderer nicht sehen und dachte, meine Ideen wären am besten. Ich habe die Vorschläge von allen bei jeder Gelegenheit abgelehnt und war kontrollsüchtig. Wegen meiner Arroganz und Selbstgefälligkeit war ich nicht in der Lage, mich selbst zu kennen, und sogar nachdem ich mehrmals zurechtgestutzt und mit mir umgegangen worden war, habe ich es weder angenommen noch über mich selbst nachgedacht. Mir hat das Herz eines Suchenden völlig gefehlt. Als sich mein Arbeitsfortschritt verlangsamt hat und klar wurde, dass ich die Arbeit nicht bewältigen konnte, wollte ich immer noch nicht mit anderen arbeiten oder dass sie sich in meine Aufgaben einmischen. Ich hatte das Gefühl, das würde meine Autorität infrage stellen und meinen Ruf und meine Position bedrohen. Ich wollte die volle Verantwortung und ich wollte das letzte Wort haben. Bin ich nicht auf dem Weg des Widerstands gegen Gott gegangen? Als Schwester Liu bei ihrer Pflicht einigen Erfolg hatte, der meine Position bedroht hat, wusste ich genau, dass sie recht hatte und dass ihre Vorschläge dem Werk von Gottes Haus zugutekommen würden, aber ich wollte nicht zustimmen. Stattdessen habe ich herumgemäkelt und als ich gesehen habe, dass unsere Brüder und Schwestern ihr zugestimmt haben, konnte ich es einfach nicht ertragen und habe meinen Frust an der Kirchenarbeit ausgelassen. Ich war bereit, das Werk von Gottes Haus leiden zu sehen, um meinen eigenen Ruf und Status zu schützen. Wo war meine Ehrfurcht vor Gott? Wo waren mein Gewissen und meine Vernunft? Ich habe bemerkt, dass ich nach meiner arroganten und eingebildeten satanischen Disposition gelebt hatte, meine eigenen Gedanken und Meinungen Brüdern und Schwestern aufgezwungen hatte, als ob sie die Wahrheit wären, Menschen dazu gebracht hatte, bei allem auf mich zu hören. Wollte ich dadurch nicht auf einer Stufe mit Gott stehen und andere kontrollieren? „Der Mensch soll sich selbst weder verherrlichen noch erhöhen. Er soll Gott anbeten und erhöhen.“ („Die zehn Verwaltungsverordnungen, die von Gottes auserwähltem Volk im Zeitalter des Königreichs einzuhalten sind“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Schließlich habe ich erkannt, dass ich in einer prekären Lage war. Es sah so aus, als würde ich jeden Tag meine Pflicht tun, als würde ich mich leidenschaftlich aufwenden, aber ich habe in jeder Hinsicht eine satanische Disposition offenbart. Meine Handlungen waren alle im Widerspruch zur Wahrheit, ich habe die Arbeit der Kirche gestört. Ich habe Böses getan, mich Gott widersetzt und Seine Disposition verletzt! Ich habe mich gefragt, wie ich an diesen Punkt gelangt war. Es lag daran, dass ich eine so arrogante, unnachgiebige Natur hatte. Ich habe nie die Wahrheit angenommen, daher habe ich schließlich Gottes Zorn über mich gebracht. Ich habe erkannt, dass ich so dermaßen durch Satan verdorben worden war, dass mir die Realität der Wahrheit völlig gefehlt hat. Gott hat mich erhöht und mich befähigt, so eine wichtige Pflicht zu übernehmen. Und dass ich etwas Erfolg bei meiner Pflicht hatte, lag einzig und allein am Werk des Heiligen Geistes, und überhaupt nicht daran, dass ich irgendeine Fähigkeit hatte. Wenn ich mich bei meiner Pflicht auf meine arrogante Natur verlassen habe, habe ich bemerkt, dass der Heilige Geist aufgehört hat, zu wirken, und ich konnte weder zu einem Schluss kommen noch etwas lösen. Aber trotzdem hatte ich noch das Gefühl, dass mit mir alles in Ordnung war. Ich war völlig grundlos arrogant, ohne einen Funken Selbsterkenntnis. Erst da habe ich angefangen, Abneigung und Hass gegen meine arrogante Natur zu empfinden.

Später habe ich diese Worte von Gott gelesen: „Ihr alle lebt an einem Ort der Sünde und Zügellosigkeit: Ihr seid alle zügellose und sündige Menschen. Heute könnt ihr Gott nicht nur sehen, sondern, was viel wichtiger ist, ihr seid gezüchtigt und verurteilt worden, ihr habt eine so tiefe Erlösung in Form von Gottes größter Liebe empfangen. Alles, was Er tut, ist wahre Liebe für euch; Er hat keine bösen Absichten. Wegen eurer Sünden urteilt Er über euch, so dass ihr euch selbst untersuchen und diese enorme Erlösung empfangen werdet. All dies wird getan, um den Menschen vollkommen zu machen. Vom Anfang bis zum Ende tut Gott alles, den Menschen zu retten, und Er ist gewiss nicht willens, die Menschen, die Er mit Seinen eigenen Händen geschaffen hat, zu vernichten. Nun ist Er unter euch, um zu arbeiten; ist dies nicht gar mehr Erlösung? Wenn Er euch hassen würde, würde Er immer noch eine Arbeit von solchem Umfang verrichten, um euch persönlich zu führen? Warum sollte Er so leiden? Gott hasst euch nicht und Er hat keine bösen Absichten euch gegenüber. Ihr solltet wissen, dass Gottes Liebe die wahrste Liebe ist. Es ist nur wegen des Ungehorsams der Menschen, dass Er sie mit Seinem Urteil retten muss; sonst würden sie nicht gerettet werden.“ („Die innere Wahrheit des Eroberungswerkes (4)“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Ich habe Gottes Worte immer wieder gelesen. Ich hatte ein solches Gefühl der Wärme und war so bewegt. Ich habe erkannt, dass Gott mich nicht verurteilt oder beseitigt hat, indem Er mich auf diese Weise offenbart hat, und dass Er mir das Leben nicht absichtlich schwer gemacht hat. Er hat es wirklich für meine Rettung getan. Ich hatte eine so arrogante, unnachgiebige Natur und Gott wusste, was ich gebraucht habe. Indem ich meine Pflicht verloren habe und indem Brüder und Schwestern mich zurechtgestutzt und sich mit mir befasst haben, habe ich meine eigene arrogante Disposition kennengelernt und konnte über den Weg nachdenken, den ich eingeschlagen hatte, und wahrlich vor Gott Buße tun, damit ich gegen Ihn nicht mehr rebellieren und mich Ihm nicht mehr widersetzen würde. Obwohl ich im Lauf dieses Prozesses Schmerz und Negativität erfahren habe, hätte mein taubes Herz ohne diese Art von Gericht und Züchtigung nicht geweckt werden können. Ich hätte über mein Verhalten nicht nachdenken können oder Gottes gerechte Disposition kennenlernen können. Ich hätte vor Gott nicht wahrlich Buße tun können, sondern hätte nur weiterhin mit Ihm gewetteifert und mich Ihm widersetzt sodass ich letztendlich Seine Disposition beleidigt hätte und bestraft worden wäre. Ich habe schließlich persönlich erlebt, dass das Gericht und die Offenbarung von Gottes Worten Sein Schutz für mich und die wahrste Liebe waren. Ich war Gott so dankbar, als ich das erkannt habe, und ich habe gespürt, dass ich in Zukunft ernsthaft nach der Wahrheit streben sollte, damit ich bald meine verdorbene Disposition ablegen und das Abbild eines Menschen ausleben konnte.

Danach habe ich weiter gebetet und gesucht. Ich habe mich gefragt, wie ich aufhören könnte, nach meiner arroganten Disposition zu leben und aufhören, mich Gott zu widersetzen. Während der Suche habe ich diese Worte von Gott gelesen: „Eine arrogante Natur macht dich eigenwillig. Wenn Menschen diese eigenwillige Disposition aufweisen, neigen sie dann nicht zur Mutwilligkeit? Wie überwindet man demnach seinen Mutwillen? Wenn du eine Idee hast, bringst du sie vor und sagst, was du von dieser Angelegenheit hältst und darüber glaubst, und dann tauschst du dich mit allen in der Gemeinde darüber aus. Du kannst zunächst ein Licht auf deine Ansicht werfen und die Wahrheit suchen; das ist der erste Schritt, den es in die Praxis umzusetzen gilt, um diese mutwillige Disposition zu überwinden. Der zweite Schritt erfolgt, wenn andere Personen abweichende Meinungen äußern – welche Praxis kannst du einsetzen, um dich vom Mutwillen abzuhalten? Zuerst musst du eine bescheidene Einstellung haben, ablegen, was du für richtig hältst, und jeden Gemeinschaft halten lassen. Selbst wenn du glaubst, dass dein Weg richtig ist, solltest du nicht weiter darauf beharren. Das ist zunächst einmal eine Art Fortschritt; es zeigt eine Haltung, bei der du nach der Wahrheit suchst, dich selbst verleugnest und den Willen Gottes erfüllst. Sobald du diese Haltung hast, betest du, während du gleichzeitig nicht an deiner eigenen Meinung festhältst. Da du Richtig und Falsch nicht unterscheiden kannst, erlaubst du Gott, dir zu offenbaren und zu sagen, welche die beste und angemessenste Vorgehensweise ist. Während sich alle an dem gemeinschaftlichen Austausch beteiligen, bringt der Heilige Geist allen Erleuchtung.“ (Gottes Gemeinschaft). Ich habe in Gottes Worten einen Weg der Praxis gefunden. Wenn ich nicht in Arroganz leben oder in meiner Pflicht willkürlich sein wollte, musste ich ein wahrheitssuchendes und gottesfürchtiges Herz haben. Ich musste mit Brüdern und Schwestern zusammenarbeiten und wenn es eine Meinungsverschiedenheit gab, sollte ich in der Lage sein, mich selbst zurückzuweisen und mein Ego abzulegen, zu Gott zu beten und die Wahrheit zu suchen. Nur mit dieser Denkweise würde ich durch den Heiligen Geist leichter erleuchtet und ich würde nie so weit gehen, gegen Gott zu rebellieren und mich Ihm zu widersetzen und dem Werk von Gottes Haus zu schaden, weil ich an meinen eigenen Ideen festhalten wollte. Die Erkenntnis von all dem war wie ein Lichtstrahl in meinem Herzen. Ich habe wie folgt gebetet: „Gott, von jetzt an habe ich den Wunsch, harmonisch mit Brüdern und Schwestern zu arbeiten, damit wir gemeinsam die Wahrheit suchen und unsere Pflicht gemäß den Prinzipien tun können.“

Kurz danach wurde ich gebeten, ein paar Zeilen Kalligrafie für meine Pflicht zu schreiben. Als ich das gehört habe, dachte ich: „Ein paar Zeichen Kalligrafie sind nichts. Ich habe Kalligrafie studiert, also bin ich diesbezüglich ziemlich zuversichtlich.“ Ich habe ein paar Versionen ausgearbeitet und nachdem Schwester Liu sie sich angeschaut hatte, sagte sie: „Ich finde sie nicht schlecht.“ In dem Moment habe ich ihr gegenüber wieder Abneigung verspürt und dachte: „Du sagst das so widerwillig. War meine Kalligrafie wirklich so schlecht? Ich habe es studiert, ich bin gut darin. Weiß ich nicht mehr darüber als du? Ich kann dir sagen, dass du für solche Dinge kein Auge hast und dass du absichtlich herummäkelst.“ Aber als mir diese Gedanken durch den Kopf gegangen sind, habe ich plötzlich erkannt, dass ich falsch lag. Habe ich so nicht wieder eine arrogante Disposition offenbart? Ich habe keine Zeit verloren, um im Gebet vor Gott zu kommen: „Oh Gott, ich will eine suchende und gehorsame Einstellung haben, mich zurücknehmen und für meine Pflicht alles geben.“ Vor diesem Hintergrund habe ich eine andere Version ausgearbeitet und als Schwester Liu sie gesehen hat, hat sie weitere Vorschläge gemacht und gefragt, ob ich sie schöner machen könnte. Einige Brüder und Schwestern haben tatsächlich gesagt, dass sie gut aussieht. Früher habe ich es so gesehen: Wenn ich dachte, ich habe recht und andere Leute sind auch meiner Meinung, dann gab es nichts mehr zu sagen und ich habe auf stur geschaltet. Aber so habe ich zu dem Zeitpunkt nicht mehr gedacht. Ich dachte: „Die Brüder und Schwestern bringen unterschiedliche Standpunkte vor, während sie über unsere Pflicht nachdenken. Niemand hat im Sinn, jemandem das Leben schwer zu machen. Und meine Ideen sind nicht unbedingt richtig. Am Ende müssen wir entscheiden, womit wir bei unserer Pflicht die besten Ergebnisse erzielen.“ Vor diesem Hintergrund habe ich die Initiative ergriffen und gesagt: „Wie wäre es, wenn ich noch eine Version anfertige, und ihr entscheidet, welche am besten ist? Verwendet die, die euch am besten gefällt.“ Als ich mit dieser Einstellung geschrieben habe, habe ich Ruhe und Frieden gespürt. Der Gesichtsverlust ist mir nicht mal in den Sinn gekommen. Als ich fertig war, habe ich sie um mehr Rückmeldungen gebeten und die Brüder und Schwestern haben mir weitere Vorschläge gemacht. Alle Punkte waren berechtigt. Damals habe ich gespürt, dass ich tatsächlich viele Schwächen hatte und dass die Brüder und Schwestern viele Stärken hatten, die ich nicht hatte. Viele ihrer Ideen und Vorschläge haben meine Schwächen ausgeglichen. Durch die Hilfe aller und den Ausgleich der Schwächen des anderen waren wir letztendlich also erfolgreicher bei unserer Pflicht. Nachdem ich mit Brüdern und Schwestern eine Weile so gearbeitet habe, habe ich allmählich inneren Frieden gespürt und mich allen anderen viel näher gefühlt. Ich war auch nicht so schamlos oder arrogant wie vorher und ich war nicht schwierig, wenn andere mir nahegekommen sind. Ich habe auch herausgefunden, dass es nicht so schwer war, die Vorschläge von Brüdern und Schwestern anzunehmen, und ich konnte das, was sie mir über meine Unzulänglichkeiten gesagt haben, richtig einordnen. Es sind einige Dinge passiert, die mir nicht gefallen haben, und ich habe etwas Arroganz offenbart, aber mithilfe der Mahnungen von Brüdern und Schwestern konnte ich sofort vor Gott kommen. Ich war bereit, mich selbst zurückzunehmen, die Wahrheit zu suchen und meine Pflicht gemäß den Prinzipien auszuführen. Nachdem ich all dies durchgemacht hatte, habe ich in meinem Herzen wirklich ein wahres Gefühl von Glück gespürt. Ich habe erkannt, dass ich endlich einige von Gottes Worten in die Praxis umsetzen konnte, was mir davor so schwergefallen war. Mich zurückzunehmen und die Vorschläge anderer anzunehmen, war ziemlich schwer, aber ich bin jetzt in der Lage, ein wenig von Gottes Worten zu praktizieren. Endlich kann ich ein wenig das Abbild eines Menschen ausleben. Ich bin nicht so schamlos wie vorher, Ich bin Gott nicht mehr so verhasst und schränke andere nicht ein, wie ich es früher tat. Immer wenn ich an all das denke, empfinde ich Gott gegenüber große Dankbarkeit. Hätte Gott Sich nicht mir mir befasst und hätte Er mich nicht zurechtgestutzt, ohne das Gericht und die Offenbarungen Seiner Worte – ich habe keine Vorstellung, wie arrogant oder verkommen ich jetzt wäre. Das kleine bisschen Verständnis und Veränderung, das ich heute erreicht habe, ist ganz und gar das Ergebnis des Urteils und der Züchtigung von Gottes Worten.

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