66. Wie ich meine Arroganz ablegte

Von Jingwei, Vereinigte Staaten

Der Allmächtige Gott sagt: „Jeder Schritt von Gottes Werk – seien es harte Worte, Urteil oder Züchtigung – macht den Menschen vollkommen und ist absolut angemessen. Im Laufe der Jahrhunderte hat Gott niemals ein Werk wie dieses verrichtet; heute arbeitet Er in euch, sodass ihr Seine Weisheit zu schätzen wisst. Obwohl ihr etwas Schmerz in euch erlitten habt, sind eure Herzen standhaft und in Frieden; es ist euer Segen in der Lage zu sein, diese Phase von Gottes Werk zu genießen. Unabhängig davon, was ihr in der Lage seid, in Zukunft zu erlangen, alles, was ihr heute von Gottes Werk in euch seht, ist Liebe. Wenn der Mensch Gottes Urteil und Verfeinerung nicht erfährt, werden seine Handlungen und sein Eifer stets äußerlich sein, und seine Veranlagung wird immer unverändert bleiben. Zählt das als von Gott gewonnen worden zu sein? Heute ist die Veranlagung des Menschen viel beständiger als zuvor, obgleich es innerhalb des Menschen noch viel gibt, was arrogant und eingebildet ist. Gottes Umgang mit dir dient dessen dich zu retten und obgleich du zurzeit vielleicht etwas Schmerz verspürst, wird der Tag kommen, an dem in deiner Veranlagung eine Veränderung eintritt. Dann wirst du zurückblicken und sehen, wie weise das Wirken Gottes ist, und das wird der Zeitpunkt sein, an dem du den Willen Gottes wirklich verstehen kannst.“ („Nur durch die Erfahrung schmerzhafter Prüfungen kannst du die Lieblichkeit Gottes kennen“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Früher dachte ich, dass ich allein durch Enthusiasmus und den Willen, meine Pflicht zu erfüllen, Gottes Zustimmung erlangen könnte. Ich konzentrierte mich nicht darauf, das Urteil und die Züchtigung Seiner Worte anzunehmen oder meine Disposition zu ändern. Ich erfüllte nur meine Pflicht auf arrogante und diktatorische Weise. Ich behinderte Brüder und Schwestern und schädigte sie, wie auch die Kirchenarbeit. Schließlich erkannte ich, dass meine verdorbene Disposition ohne Gottes Urteil und Züchtigung nicht gereinigt und geändert werden konnte und dass ich meine Pflicht nie gut genug erfüllen konnte, um Gott zufriedenzustellen. Ich habe wahrlich erlebt, dass Gottes Urteil und Züchtigung unsere Rettung sind.

Ich wurde 2016 mit den Aufgaben als Bühnenbildnerin betraut. Ich war begeistert und dachte: „Ich habe Innenarchitektur studiert und vier Jahre Berufserfahrung in dem Bereich. Ich muss meine beruflichen Kenntnisse voll ausschöpfen, um die Arbeit gut zu erledigen und Gott zufriedenzustellen.“ Daraufhin lernte ich gemeinsam mit Brüdern und Schwestern neue Fähigkeiten dazu und wir hielten Gemeinschaft über Prinzipien. Nach einiger Zeit zeigten sich in meiner Pflicht Ergebnisse. Als ich jemanden sagen hörte: „Ihr habt dieses Set toll hinbekommen, es ist echt realistisch“, sagte ich zwar, dass es Gottes Führung war, aber ich dachte: „Natürlich. Weißt du nicht, wer es entworfen hat? Das ist mein Beruf!“ Ich begann, hoch erhobenen Hauptes umherzugehen und redete lauter. Wenn ich Fehler in der Pflicht anderer sah, blickte ich auf sie herab. Ich redete mit ihnen nicht mehr über Bühnenbild. Weil ich es studiert hatte, dachte ich, das wäre nicht nötig, Zeitverschwendung, denn sie würden sowieso nach meinen Vorstellungen arbeiten. Ich stellte mir das Arrangement zunächst selbst vor und besprach es dann mit dem Regisseur.

Nach meiner Beförderung zur Teamleiterin wurde ich noch herablassender zu den Brüdern und Schwestern. Als wir einmal eine Restaurantszene aufbauten, sagte Bruder Zhang, der zum Team gehörte: „Die Eingangstür ist nicht hoch genug, das sieht nicht gut aus.“ Ich wollte nichts davon hören. Ich dachte: „Ich habe so viele Restaurant-Sets entworfen. Glaubst du wirklich, ich weiß nicht, wie hoch die Tür sein soll? Du hast nicht viele Sets gemacht, Design studiert oder viel Praxiserfahrung, aber willst Fischen das Schwimmen beibringen.“ Ich kanzelte seinen Vorschlag ungeduldig ab und zwang alle dazu, nach meinen Vorstellungen weiterzuarbeiten. Als der Kameramann das Set sah, sagte er, die Tür wäre zu niedrig für die Aufnahme. Er könnte so nicht filmen. Uns blieb nichts anderes, als eine neue Tür zu bauen. Später mussten wir einen Schrank bauen und ich bat Bruder Chen, einen nach meiner Zeichnung zu bauen. Er sagte: „Die Mitte ist zu breit. Das sieht nicht gut aus. Wie wär’s, wenn wir sie schmaler machen?“ Ich dachte: „Ich habe mir online alle möglichen Materialien angesehen, und das sind die richtigen Maße. Tu, was ich sage, damit kannst du nicht falschliegen.“ Ich ließ nicht locker und sagte: „Was redest du da? Bau ihn einfach, wie ich ihn gezeichnet habe!“ Letztendlich sagten alle, die Mitte wäre zu breit und sähe nicht gut aus. Bruder Chen musste mehr Zeit dafür aufbringen, den Schrank umzubauen, was den Filmdreh bremste. Ich reflektierte noch immer nicht und versuchte nicht, zu Selbsterkenntnis zu gelangen, sondern dachte mir nichts dabei. Ich dachte: „Wer macht nicht manchmal einen Fehler? Etwas Zeit und Material, um es zu korrigieren, ist doch keine große Sache.“

Nach einer Versammlung hatte Bruder Zhang folgendes Feedback für mich: „Mir ist aufgefallen, dass du bei der Zusammenarbeit mit anderen zuletzt sehr entschieden warst. Du hast dir unsere Vorschläge nicht angehört und einige brauchbare einfach abgeschmettert. Du redest herablassend, unterdrückst deine Mitmenschen und bestehst immer darauf, dass wir nach deinen Vorstellungen arbeiten. All das sind Anzeichen einer arroganten Disposition.“ Ich akzeptierte das verbal, dachte aber: „Ich bin arrogant, aber das ist kein großes Problem.“ Ein paar Tage später befasste sich auch Bruder Liu mit mir wegen meiner Arroganz. Er sagte, ich würde anderen nicht zuhören und sie unterdrücken. Mein Schutzwall fuhr hoch, noch bevor er ausreden konnte. Ich dachte: „Keiner von euch kann mir das Wasser reichen. Wie wagt ihr es, euch mit mir zu befassen?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto weniger konnte ich es akzeptieren. Sogar in meinen Gebeten zu Gott griff ich zu Ausreden. Je mehr ich das tat, desto dunkler und niedergeschlagener wurde meine Gemüt. Ich verzettelte mich bei meinen Bühnenbildern, aber dachte noch immer nicht über mich nach. Eines Tages stieß ich mit dem Bein gegen ein Stuhlbein aus Metall und zog mir eine sehr lange Schnittwunde zu. Sie musste im Krankenhaus mit sieben Stichen genäht werden. Mir war sehr wohl bewusst, dass das kein Unfall gewesen war, sondern dass dahinter auf jeden Fall Gottes Wille steckte. Endlich brachte ich mein Herz zur Ruhe und reflektierte wirklich. Auf alle Vorschläge und hilfreiche Tipps der Brüder und Schwestern hatte ich abweisend und widerwillig reagiert. Ich war überhaupt nicht annehmend oder unterwürfig. Ich war unglaublich unbeugsam. Ich betete zu Gott und bat Ihn, mich zur Erkenntnis meiner eigenen verdorbenen Disposition zu führen.

In meiner Morgenandacht las ich diese Worte Gottes: „Wenn du andere für geringer als dich hältst, dann bist du selbstgerecht, selbstgefällig und für niemanden von Nutzen.“ („Kapitel 22“ von Kundgebungen Christi am Anfang in „Das Wort erscheint im Fleisch“) „Denkst du, du seist ein Naturtalent, nur geringfügig niedriger als die Himmel, aber viel höher als die Erde? Du bist nicht schlauer als alle anderen – und man könnte sogar sagen, dass deine reizende Dummheit die anderer vernünftiger Menschen auf Erden übertrifft, denn du schätzt dich selbst so hoch und hast noch nie Minderwertigkeitsgefühle gehabt; es scheint, dass du das kleinste Detail Meiner Handlungen wahrnimmst. Tatsächlich bist du jemand, dem es grundsätzlich an Verstand fehlt, denn du hast keine Ahnung, was Ich tun werde, geschweige denn ist dir bewusst, was Ich jetzt gerade tue. Deshalb sage Ich, dass du noch nicht einmal einem alten Bauern gleichkommst, der sich auf dem Feld schindet, einem Bauern, der nicht die geringste Erkenntnis vom menschlichen Leben hat, und beim Bestellen des Feldes doch auf die Segnungen des Himmels angewiesen ist. Du verschwendest keinen einzigen Gedanken an dein Leben, du weißt nichts von Ruhm, geschweige denn besitzt du Selbsterkenntnis. Du bist so ‚erhöht‘!“ („Sind jene, die nicht lernen und nichts wissen, nicht Tiere?“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Nachdem ich das gelesen hatte, war ich am Boden zerstört. Ich fühlte, mit jedem Wort bloßgestellt worden zu sein. Seit ich Bühnenbildnerin geworden war, hatte ich mich für unverzichtbar gehalten, da ich die Branche kannte und Erfahrung hatte. Ich war Brüdern und Schwestern gegenüber hochmütig und dachte, da das mein Beruf war, niemand meiner Zeit würdig war. Ich hatte immer das letzte Wort und wollte mit den anderen die Arbeit nicht besprechen. Ich hielt das für Zeitverschwendung, weil sie keine Designkenntnisse hatten. Wenn ich widerwillig Dinge besprach, dachte ich, ich hätte mehr Kenntnisse und könnte die Dinge daher eher im Zusammenhang betrachten. Ich sondierte nie etwas, das sie vorschlugen, sondern ließ sie einfach abblitzen. Ich hatte nicht einmal den geringsten Respekt vor anderen. Als Brüder und Schwestern sagten, ich wäre arrogant, und mir empfahlen, darüber zu reflektieren, konnte ich das auch nicht akzeptieren, sondern widersetzte mich weiter. Ich erkannte, dass ich damit nichts als Arroganz offenbarte. Indem ich nach meiner arroganten Disposition lebte, blickte ich nur auf andere herab und tat nichts, außer Brüder und Schwestern zu unterdrücken und zu verletzen. Ich war bei meiner Arbeit arrogant und autokratisch und zwang andere, auf mich zu hören, wodurch sie Dinge immer wieder neu erledigen mussten, wodurch die Kirchenarbeit unterbrochen wurde. Ich tat wirklich Böses! Als mir all das klar wurde, bekam ich etwas Angst. Ich betete zu Gott und tat Buße zu Ihm. Ich wollte nicht mehr aus Arroganz handeln.

Danach stellte ich mich in meiner Pflicht bewusst zur Seite und hörte mir die Vorschläge anderer häufiger an, um meine Unzulänglichkeiten wiedergutzumachen. Manchmal zeichnete ich ein Design und Brüder und Schwestern hatten viele Vorschläge, die von meinen Vorstellungen abwichen. Ich wollte sie verwerfen, erkannte aber, dass ich dadurch wieder arrogant war. Ich betete in meinem Herzen zu Gott und bat Ihn, mich zu führen, um mir selbst zu entsagen und nicht mehr nach meiner verdorbenen Disposition zu leben. Ich wollte mich nach der Person richten, deren Vorschlag der Arbeit des Hause Gottes am meisten zugutekam. Als ich begann, die Ideen anderer zu akzeptieren, sah ich, dass unsere Kulissen besser funktionierten, dass sie funktionaler und praktischer waren und schneller gebaut werden konnten. Ich kam in den Genuss der Süße der Ausübung von Gottes Worten. Aber ich verstand meine arrogante Natur nicht vollständig und mir fehlte Selbsterkenntnis. Ein paar Monate später sah ich, dass unsere Sets von allen gemocht wurden und ich hatte Erfolge bei meiner Pflicht gehabt. Ehe ich mich versah, schlich sich meine arrogante Disposition wieder ein.

Als wir einmal das Set eines Hauses eines reichen Menschen bauten, dachte ich: „So jemand hätte hochwertige Dinge, um seinen Status zur Schau zu stellen.“ Ich ließ Brüder und Schwestern das Set genau nach meinen Wünschen aufbauen. Bruder Zhang merkte an, dass es zu modern wäre und nicht zur Generation der Hauptperson passen würde. Das zu hören, freute mich nicht besonders. Ich dachte: „Was weißt du schon? Das nennt man Flexibilität. Wir müssen uns beim Design nach seinem Status richten, ohne uns auf eine bestimmte Zeit zu beschränken. Meiner Ansicht nach hast du keine Ahnung, welchen Stil diese Häuser haben sollten. Deine Ideen sind so ein alter Hut.“ Ich sagte zu ihm: „Ich habe ein Gespür für diese Zeit. Vertrau mir einfach.“ Kurz darauf sagte auch Bruder Chen, die Fenster wären zu modern. Ich war so genervt und fragte mich, warum sie so altmodisch und unflexibel waren. Ich hielt mein Temperament im Zaum und bestand auf meiner Sichtweise. Bruder Chen sagte nichts mehr. Als das Set fertig war, war ich überrascht, als der Regisseur sagte, dass unser Design nicht realistisch und zu schrill wäre und nicht gut zum Alter der Hauptperson passen würde. Wir mussten es neu bauen. Ich wollte aber immer noch nichts davon hören. Ich dachte, sie wussten es einfach nicht zu schätzen. Aber weil alle sagten, es würde nicht passen, stimmte ich widerwillig zu, das Set neu zu bauen.

Später brauchten wir für ein Set ein Kang-Ofenbett im Stil der 80er Jahre. Ich dachte, wir müssten dafür hohe Kosten einplanen, aber Bruder Zhang sagte, wir könnten eine Menge Geld sparen, wenn er es selber machen würde, und er hatte schon einen detaillierten Bauplan im Kopf. Aber ich hatte nichts als Verachtung für diese Idee übrig. Wir konnten es günstiger selbst bauen, aber es wäre nicht so robust. Wäre das nicht einfach eine Vergeudung unserer Mühen? Ich sagte auch dem Regisseur, dass Bruder Zhengs Idee nicht funktionieren würde. Der Regisseur sagte, mein Budget wäre zu hoch, also strich er die Kang-Szene. Bruder Zhang brachte später einen anderen Vorschlag zur Sprache und ich machte ihm Vorhaltungen, weil ich dachte, dass er nicht verstand und dickköpfig war. Eine andere Schwester sah, dass er von mir behindert wurde, und sagte, ich wäre arrogant. Ich weigerte mich, das zu akzeptieren. Selbst bei der Besprechung der Sets mit dem Regisseur verhielt ich mich weiterhin arrogant und unnachgiebig. Infolgedessen waren die Sets manchmal nicht das, was wir brauchten, und mussten sogar neu gebaut werden. Das bremste die Dreharbeiten.

Ehe ich mich versah, wurde mir diese Pflicht entzogen. Der Leiter sagte mir: „Brüder und Schwestern haben gesagt, du wärst arrogant, du würdest alles auf deine Art machen und müsstest immer das letzte Wort haben. Du machst Leuten auf herablassende Weise Vorhaltungen. Du tust so, als seist du die Chefin und sie deine Untergebenen. Alle fühlen sich von dir unterdrückt.“ Ich war erstaunt, als ich das hörte. Ich hätte nie gedacht, dass ich auf andere so arrogant und unvernünftig wirkte. Ich war so aufgelöst, dass ich von dem, was der Leiter noch sagte, nichts mehr hörte. Ich war ein paar Tage niedergeschlagen. Ich bekam keinen Bissen hinunter und machte kaum ein Auge zu. Bei meiner Reflektion kam mir eine Zeile von Gottes Worten in den Sinn: „Jeder von euch sollte sein Leben des Glaubens an Gott erneut einer Prüfung unterziehen …“ („Gott zu kennen ist der Weg, Gott zu fürchten und das Böse zu meiden“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“) Ich grübelte darüber nach und dachte: „Ich glaube nun seit fünf Jahren an Gott, aber ich habe nie über mich reflektiert oder Selbsterkenntnis erlangt. Ich habe so viel Arroganz gezeigt, ohne es gemerkt zu haben. Ich muss wirklich über mich reflektieren.“ Ich sprach dieses Gebet zu Gott: „Oh Gott, bitte führe und erleuchte mich, damit ich meine verdorbene Disposition erkenne und in der Lage bin, mich zu hassen und mir zu entsagen. Ich bin bereit, Buße zu tun.“ Eines Tages ging ich zum Drehort, um etwas zu erledigen, als ich ein Kang im Stile der 80er-Jahre sah, das nach Bruder Zhangs Vorschlag gebaut worden war. Es hatte weniger als die Hälfte meines ursprünglichen Budgets gekostet. Bruder Zhang und die anderen hatten ebenso viele Kulissen aus Pappe gebaut. Sie waren gut geworden und sparten Zeit, Aufwand und Material. Ich schämte mich, das zu sehen. Ich sah, wie arrogant ich gewesen war und wie sehr ich unsere Dreharbeiten aufgehalten hatte. Ich begann mich zu fragen: „Warum war ich so arrogant und zwang andere immer, auf mich zu hören? Was ist die wahre Ursache davon?“

Bei meiner Andacht am nächsten Morgen las ich dies in Gottes Worten: „Wenn du wirklich die Wahrheit in dir besitzt, wird der Weg, den du gehst, natürlicherweise der richtige Weg sein. Ohne die Wahrheit ist es leicht, Böses zu tun und du wärest nicht in der Lage, dir selbst zu helfen. Zum Beispiel, wenn Arroganz und Selbstgefälligkeit in dir existieren würden, würdest du es unmöglich finden, es zu unterlassen, dich Gott zu widersetzen. Du würdest dich genötigt fühlen, dich Ihm zu widersetzen. Du würdest es nicht absichtlich tun; du würdest es unter der Dominanz deiner arroganten und eingebildeten Natur tun. Deine Arroganz und deine Selbstgefälligkeit brächten dich dazu, auf Gott herabzusehen und Ihn als unbedeutend anzusehen; sie brächten dich dazu, dich selbst zu erhöhen, sie brächten dich dazu, dich ständig zur Schau zu stellen und schließlich brächten sie dich dazu, dich an Gottes Stelle zu setzen und für dich selbst Zeugnis abzulegen. Am Ende würdest du deine eigenen Ideen, dein eigenes Denken und deine eigenen Vorstellungen zu Wahrheiten machen, die angebetet werden. Erkenne, wie viel Böses von Menschen unter der Vorherrschaft ihrer arroganten und selbstgefälligen Natur verübt wird!“ („Nur durch Verfolgen der Wahrheit kannst du Änderungen in deiner Disposition erreichen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Ich fühlte mich furchtbar, als ich das las. Ich hatte von meiner arroganten Disposition gewusst, aber nichts über die Folgen von Arroganz. Durch das, was Gottes Worte offenbarten, und durch die Reflektion über meine Worte und Taten, sah ich, dass sie mich dazu drängte, Böses zu tun und mich Gott zu widersetzen. Meine arrogante Natur trieb mich dazu, so viel von mir zu halten und nichts von den anderen, nur weil ich ein paar Fähigkeiten hatte. Ich dachte, meine Sicht der Dinge wäre immer richtig und niemand wäre mir gewachsen. Ich dachte, sie müssten tun, was ich sage. Wenn ich „links“ sagte, konnte niemand nach rechts gehen und auch nichts anderes vorschlagen. Ich tadelte alle, die mir nicht gehorchten und war eigensinnig und diktatorisch. Ich war herrisch und schlug den Weg eines Antichristen ein. Vor allem diese Worte von Gott, „Deine Arroganz und deine Selbstgefälligkeit brächten dich dazu, auf Gott herabzusehen und Ihn als unbedeutend anzusehen;“ ließen mich darüber nachdenken, wie ich bei meiner Pflicht angegeben hatte. Ich strebte nie nach Gottes Willen oder den Prinzipien der Wahrheit. Wenn andere Vorschläge machten, erwog ich nie, ob sie von Gott kamen, ob es Gottes Führung war. Wenn es nicht meine Idee war, hörte ich sie mir einfach nicht an. Ich erkannte, dass ich überhaupt keine Ehrfurcht vor Gott hatte. Ich war so arrogant, dass ich andere mit Verachtung behandelte, und hatte in meinem Herzen keinen Platz für Gott. Im Glauben sollte ich mich der Wahrheit und dem Werk des Heiligen Geistes unterwerfen. Welchen Vorschlag auch immer ein Bruder oder eine Schwester hat, ob er meinen Vorstellungen entspricht oder nicht, er kommt möglicherweise vom Heiligen Geist. Ich sollte ihn annehmen und mit einem unterwürfigen Herzen voller Gottesfurcht prüfen. Wenn er der Wahrheit entspricht und dem Werk von Gottes Haus zugutekommt, sollte ich gehorchen und ihn umsetzen. Wenn ich einen Teil der Erleuchtung und Führung des Heiligen Geistes ablehne, ist das eine Behinderung des Werks des Geistes und Widerstand gegen Gott. Das verletzt Gottes Disposition. Ich übte meine Pflicht aus Arroganz aus und war autokratisch. Ich unterdrückte Brüder und Schwestern und schob vollkommen gute Ideen auf die lange Bank. Das unterbrach die Arbeit der Kirche. Entlassen zu werden, war die gerechte Disposition Gottes für mich. Als ich daran dachte, wie sehr ich Brüder und Schwestern verletzt hatte und welche Verluste ich für die Kirchenarbeit verursacht hatte, fühlte ich ein solches Bedauern und eine solche Schuld. Ich hasste meine Verdorbenheit wirklich. Gleichzeitig war ich Gott gegenüber voller Dank, denn wenn ich aufgrund meiner Arroganz und Sturheit nicht scharf verurteilt und gezüchtigt worden wäre, hätte ich nie Selbsterkenntnis erlangt. Ich hätte mich weiter gegen Gott aufgelehnt.

Später las ich eine weitere Passage von Gottes Worten: „Oftmals stimmen die Gedanken, Handlungen und die Mentalität der Menschen, die talentiert und begabt sind, nicht mit der Wahrheit überein; doch sie selbst sind sich dessen nicht bewusst. Sie denken immer noch: ‚Seht nur, wie schlau ich bin; ich habe solche klugen Entscheidungen getroffen! Solche weisen Beschlüsse! Niemand von euch kann sich mit mir messen.‘ Sie leben sehr oft in einem Zustand des Narzissmus und der Selbstwürdigung. Es ist schwer für sie, ihr Herz zur Ruhe zu bringen und in Erwägung zu ziehen, worum Gott sie bittet, was die Wahrheit ist und was die Prinzipien der Wahrheit sind. Es ist schwer für sie, in die Wahrheit und die Worte Gottes einzutreten, und es ist schwer für sie, die Prinzipien der praktischen Umsetzung der Wahrheit zu finden oder zu begreifen und in die Wirklichkeit der Wahrheit einzutreten.“ („Worauf genau sich Menschen verlassen haben, um zu leben“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“) Gottes Worte zeigten mir, dass, wenn wir uns auf unsere Gaben und Stärken im Leben verlassen, wir arroganter und selbstzufriedener werden und diese Dinge für die Wahrheit halten, ohne nach den Prinzipien der Wahrheit zu streben. Ich hatte gedacht, ich hätte ein paar Fähigkeiten, also könnten sie für die Bühnenbilder und Kulissen nicht auf mich verzichten, aber tatsächlich übten einige von ihnen ihre Pflicht ohne berufliche Erfahrung wirklich gut aus und bauten sogar bessere Kulissen, als ich es konnte. Ich hielt mich für kenntnisreich, geschickt und dachte, ich hätte gute Ideen, aber ich vermasselte alles. Was ich machte, war nutzlos und musste oft neu gemacht werden, womit Zeit, Aufwand und Geld verschwendet wurden. Ich erkannte, dass mir dadurch, mich auf meine Gaben und Stärken zu verlassen, ohne nach den Prinzipien der Wahrheit zu streben, das Werk des Heiligen Geistes fehlte und ich so meine Pflicht nicht gut ausüben konnte. Hat man das Herz am rechten Fleck, wird Gott einen erleuchten und führen. Gott beschert einem Wissen, das sich kein Mensch vorstellen kann. Ich erkannte, dass jene Gaben und Stärken, auf die ich so stolz gewesen war, wertlos waren. Von ihnen zu profitieren wollen, war wirklich arrogant und unvernünftig. Als ich daran dachte, schämte ich mich so. Dann sprach ich dieses Gebet zu Gott: „Ich will nicht mehr nach meiner arroganten Disposition leben. Ich möchte fest nach der Wahrheit streben und sie ausüben und meine Pflicht gut erfüllen.“

Später übernahm ich die Pflicht der Bewässerung neuer Gläubiger und hielt mich bei der Arbeit mit anderen mehr im Hintergrund. Ich suchte bewusst Gottes Willen, wenn etwas passierte, und hörte mehr auf die Vorschläge der anderen. Eines Tages sagte ein Bruder im Team zu mir: „Dein Stil der Bewässerung und Unterstützung von Brüdern und Schwestern ist etwas steif. So ist das eher nicht effektiv. Es wäre besser, wenn du deine Bewässerung mehr auf die individuellen Schwächen der Leute beziehen könntest.“ Aber ich war davon nicht gerade überzeugt. Ich dachte, dass ich alle meine Erfahrung einbrachte, wie konnte ich also Fehler machen? Ich wollte ihn gerade abschmettern, als ich erkannte, dass meine Arroganz wieder zum Vorschein kam. Ich sprach ein stummes Gebet zu Gott, dann kam mir diese Passage Seiner Worte in den Sinn: „Wenn andere Personen abweichende Meinungen äußern – welche Praxis kannst du einsetzen, um dich vom Mutwillen abzuhalten? Zuerst musst du eine bescheidene Einstellung haben, ablegen, was du für richtig hältst, und jeden Gemeinschaft halten lassen. Selbst wenn du glaubst, dass dein Weg richtig ist, solltest du nicht weiter darauf beharren. Das ist zunächst einmal eine Art Fortschritt; es zeigt eine Haltung, bei der du nach der Wahrheit suchst, dich selbst verleugnest und den Willen Gottes erfüllst. Sobald du diese Haltung hast, betest du, während du gleichzeitig nicht an deiner eigenen Meinung festhältst. Da du Richtig und Falsch nicht unterscheiden kannst, erlaubst du Gott, dir zu offenbaren und zu sagen, welche die beste und angemessenste Vorgehensweise ist. Während sich alle an dem gemeinschaftlichen Austausch beteiligen, bringt der Heilige Geist allen Erleuchtung.“ (Gottes Gemeinschaft) Ich war in der Vergangenheit zu arrogant und stur gewesen, hatte andere unterdrückt und das Werk von Gottes Haus unterbrochen. Ich wusste, dass ich nicht weiter Leute unterdrücken und mich Gott widersetzen konnte, sondern Vorschläge anderer anhören musste. Ich sollte sie zuerst annehmen und mich unterwerfen und dann nach Gottes Willen streben. Nur so kann man Gottes Führung erhalten. Also ließ ich den Bruder geduldig ausreden und erkannte, dass ich meine Methoden wirklich verbessern konnte. Der von ihm vorgeschlagene Ansatz war flexibler und anpassbarer. Ich setzte ihn in die Praxis um und merkte, dass er wirklich effektiv war. Als Brüder und Schwestern mir danach Tipps gaben, war ich nicht mehr widerwillig, sondern nahm sie an und prüfte sie und besprach Dinge mit anderen, um eine bessere Praxis zu finden. Später sagten alle, sie hätten viel von der Art der Bewässerung gehabt. Ich spürte ein wirkliches Gefühl von Frieden. Ich wusste, dass dies Gottes Führung war und konnte Ihm nur meinen Dank und meine Lobpreisung für Ihn anbieten. Ich erlebte auch Gottes Segnungen, die von der Praktizierung der Prinzipien der Wahrheit kommen, anstatt von der arroganten Ausübung meiner Pflicht.

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