36. Die Tage der Suche nach Ruhm und Gewinn

Von Zheng Ming, Spanien

Wenn der Mensch in seinem Leben gesäubert werden und Änderungen in seiner Disposition erreichen möchte, wenn er ein sinnvolles Leben ausleben und seine Pflicht als ein Geschöpf erfüllen möchte, dann muss er Gottes Züchtigung und Urteil akzeptieren und darf nicht zulassen, dass Gottes Disziplin und Gottes Schläge ihn verlassen, damit er sich von der Manipulation und dem Einfluss Satans befreien und im Licht Gottes leben kann. Wisse, dass Gottes Züchtigung und Urteil das Licht sind, und das Licht der Erlösung des Menschen, und dass es keinen besseren Segen, keine bessere Gnade oder keinen besseren Schutz für den Menschen gibt. Wisse, dass Gottes Züchtigung und Urteil das Licht sind, und das Licht der Erlösung des Menschen, und dass es keinen besseren Segen, keine bessere Gnade oder keinen besseren Schutz für den Menschen gibt.“ („Gottes Züchtigung und Gericht ist das Licht der Errettung des Menschen“ in „Folge dem Lamm und singe neue Lieder“). Dieses Loblied mit Gottes Wort zu singen, ist für mich sehr bewegend. Früher lebte ich den Gifte Satans entsprechend wie etwa „Sich hervortun und seinen Vorfahren zur Ehre gereichen“ und „Der Mensch kämpft sich aufwärts; Wasser fließt abwärts“. Ich war ständig auf Ruhm und Status aus, von Satan getäuscht und geschädigt und sorgte mich nur um Gewinn und Verlust, um mir einen Namen zu machen. Es war ein schmerzhafter Lebensstil. Erst als ich das Urteil, die Züchtigung und Disziplin von Gottes Wort erlebte, gelang es mir, ein wenig von meiner verderbten Natur zu verstehen, und ein wenig Klarheit über die Essenz und die Konsequenzen meiner Suche nach Ruhm und Status zu gewinnen. Endlich begann ich, aufzuwachen, und Reue zu spüren. Ich wollte nicht länger auf diese Weise leben, sondern nur noch die Wahrheit suchen, und meine Pflicht erfüllen, Gott zufriedenzustellen.

Ich erinnere mich noch, dass es im September 2016 war, dass ich mich dem Team für Loblieder anschloss, um meine Pflicht zu erfüllen. Kurz darauf kam unser Gemeindeleiter auf uns zu, um über die Wahl eines Gruppenleiters zu sprechen. Ich war begeistert, als ich das hörte, und begann sofort, die voraussichtlichen Kandidaten in meinem Kopf abzuwägen. Die anderen Brüder und Schwestern in meinem Team waren entweder zu jung oder nicht erfahren genug. Da gab es nur Bruder Li – seine Art, Gemeinschaft zu führen war recht praktisch, und er verstand einiges von der Arbeit. Außerdem hatte er ein ruhiges Auftreten. Ich hatte das Gefühl, die Chancen stünden gut, dass er gewählt werden würde, aber auch mein gemeinschaftlicher Austausch war nicht schlecht, und ich war ein besonders guter Lerner, der sich ziemlich schnell neue Dinge aneignete. Außerdem war ich gut darin, das große Ganze zu sehen. Also dachte ich, meine Chancen gewählt zu werden, sollten noch besser als seine sein. Aber diese Pflicht war für alle im Team neu, und wir hatten noch nicht lange zusammen gearbeitet, also kannten wir einander nicht gut genug. Ob sie mich wählen würden, war unklar. Also schlug ich dem Gemeindeleiter vor, die Pflichten aufzulisten, die ein jeder von uns erfüllt hatte, und dann jemanden zu bestimmen, der das Team vorübergehend leiten sollte. Alle waren einverstanden. Insgeheim freute ich mich. Ich war der Meinung, eine ziemlich gute Erfolgsbilanz zu haben, was meine Pflichten anging, also dachte ich, ich hätte diese Wahl wohl schon in der Tasche. Am nächsten Tag ging ich sehr selbstbewusst in die Versammlung. Aber zu meiner Überraschung wurde am Ende Bruder Li gewählt. Ich war damals sehr enttäuscht, aber um mein Gesicht zu wahren, tat ich so, als wäre ich nicht betroffen, und sagte: „Gott sei Dank. Lasst uns von nun an alle zusammenarbeiten, um unseren Pflichten nachzukommen.“ Tief in mir konnte ich es jedoch überhaupt nicht akzeptieren. Auf dem Heimweg fühlte ich mich all meiner Energie beraubt. Ich konnte es einfach nicht fassen. Was hatte Bruder Li mir voraus? Ich konnte es einfach nicht akzeptieren. Ich war der Ansicht, dass ich sehr talentiert war. War es also nicht eine Verschwendung dieses Talents, mich nicht zu wählen? Ich war daher der Meinung, mich unbedingt beweisen zu müssen, und den anderen zu zeigen, aus welchem Holz ich geschnitzt war. Auch wenn ich danach äußerlich ruhig wirkte, maß ich mich insgeheim mit Bruder Li. Ich stürzte mich ins Studium, um meine Fähigkeiten zu verbessern, um besser zu sein als er. Ich freute mich heimlich, als ich sah, dass er ein langsamer Lerner war, und dachte: „Jetzt kommt die Wahrheit raus! Du bist gar nicht so toll! Mit der Zeit werden all unsere Brüder und Schwestern auch merken, wer besser ist.“ Ich feierte jeden kleinen Fehler, den er beging, und dachte bei mir: „Bist du wirklich geeignet? Jetzt werden sie sehen, wie du eigentlich bist.“ Es machte mich eifersüchtig, zu sehen, wie Bruder Li die Probleme der anderen löste. Ich fand, dass ich dafür ebenfalls die richtige praktische Erfahrung besaß und dass ich als Teamleiter auch gut Gemeinschaft führen würde. Besonders, wenn wir über die Arbeit sprachen: Egal, was Bruder Li vorschlug, ich bemühte mich darum, etwas Verständlicheres und Aufschlussreicheres zu sagen.

Ich erinnere mich noch an eine Versammlung, in der wir über Ideen für ein Kirchenlied sprachen. Bruder Li machte einen wirklich guten Vorschlag, aber ich dachte: Wenn ich den Vorschlag annehme, lässt ihn das nicht besser dastehen, als mich? Wie könnte ich dann mein Haupt erheben? Ich gab also sofort Kontra, und machte einen Gegenvorschlag, aber die Gruppe entschied sich schließlich für seine Idee. Es fühlte sich an, wie eine Ohrfeige. Als ich sah, wie die Brüder und Schwestern seine Idee lebhaft diskutierten, fühlte ich Bruder Li noch feindlicher gesinnt, und hatte kein Interesse daran, ihm weiter zuzuhören. Ich erinnerte mich, an die letzte Pflicht, die ich erfüllt hatte; damals war ich Teamleiter gewesen, und die Brüder und Schwestern hatten alle zu mir aufgesehen. Aber jetzt war ich nicht mehr Teamleiter, und mit jedem Schritt stand er noch besser da als ich. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich nicht hierhergekommen, um meine Pflicht zu erfüllen. Nach der Versammlung rasten meine Gedanken, und ich fühlte mich innerlich wirklich finster. Da mir vage bewusst war, dass mein Zustand nicht richtig war, betete ich zu Gott, und dieser Absatz Seiner Worte kam mir in den Sinn: „Bevor Ich euch erschuf, kannte Ich bereits die Ungerechtigkeit, die tief in den Herzen der Menschen existierte, und Ich kannte all die Täuschung und Verworfenheit in den Menschenherzen. Auch wenn es also überhaupt keine Spuren gibt, wenn Menschen unrechte Dinge tun, weiß Ich doch, dass die Ungerechtigkeit, die in euren Herzen bewahrt wird, den Reichtum aller Dinge übertrifft, die Ich erschuf. Jeder von euch ist zu den höchsten Höhen der Menschenscharen aufgestiegen; ihr seid hinaufgestiegen, um die Vorfahren der Menschenscharen zu sein. Ihr seid in höchstem Maße eigenwillig, und ihr lauft unter all den Maden Amok und sucht einen Ruheplatz und versucht, die Maden zu verschlingen, die kleiner sind als ihr. In euren Herzen seid ihr niederträchtig und böse und übertrefft damit jene Geister, die auf den Grund des Meeres gesunken sind. Ihr lebt am Boden des Misthaufens und bringt die Maden von oben bis unten durcheinander, sodass sie keinen Frieden haben, eine Weile miteinander kämpfen und sich dann beruhigen. Ihr kennt euren eigenen Status nicht, dennoch kämpft ihr immer noch miteinander im Mist. Was könnt ihr von diesem Kampf gewinnen? Wenn ihr wahrlich ein Herz der Ehrerbietung für Mich hättet, wie könnt ihr hinter Meinem Rücken miteinander kämpfen? Egal wie hoch dein Status ist, bist du nicht immer noch ein stinkender kleiner Wurm im Mist? Wirst du dir Flügel wachsen lassen können und eine Taube am Himmel werden?“ („Wenn herabfallende Blätter zu ihren Wurzeln zurückkehren, wirst du all das Böse bereuen, was du getan hast“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Gottes Wort legte die ganze Hässlichkeit von meinem Konkurrenzkampf um Namen und Gewinn offen. Seit ich im Team für Loblieder war, hatte mich der Ehrgeiz innerlich zerfressen, ich war versessen darauf, etwas zu erreichen, damit die Brüder und Schwestern mich schätzten, und ich im Team einen Fuß in der Tür hatte. Während des Auswahlprozesses hatte ich versucht, meine Klugheit zu meinem Vorteil einzusetzen, indem ich den Gemeindeleiter dazu bewegte, eine vorläufige Wahl abzuhalten, die sich nach unseren vorherigen Pflichten richtete. Ich war eifersüchtig geworden, als Bruder Li gewählt worden war, und hatte ihn als Konkurrenten gesehen. Wenn ich bei seiner Arbeit Probleme feststellte, verfolgte ich weder die Interessen der Kirche, noch versuchte ich, ihm zu helfen, sondern ich hoffte verzweifelt, er würde wegen seiner Inkompetenz ersetzt werden, was mir eine Chance auf seinen Posten geben würde. Ich steckte in der satanischen Disposition der Intrige fest, und suchte nach Ruhm und Gewinn, und mein Verhalten war völlig ohne Gewissen und Vernunft. Es war wirklich verabscheuungswürdig und toxisch. Ich war sehr erschüttert, und machte mir große Vorwürfe, als ich das erkannte. Ich betete zu Gott, und bat Ihn, mich dazu anzuleiten, die Wahrheit umzusetzen, um nicht mehr in meiner verdorbenen satanischen Disposition gefangen zu sein.

Eines Tages las ich diesen Absatz von Gottes Wort: „Für jeden von euch, die ihr eure Pflicht tut, gilt das Folgende: Ganz gleich, wie tiefgründig du die Wahrheit verstehst, wenn du in die Wirklichkeit der Wahrheit eintreten willst, dann besteht die einfachste Art des Praktizierens darin, bei allem, was du tust, an die Interessen von Gottes Haus zu denken und deine selbstsüchtigen Wünsche, deine individuellen Absichten und Motive, dein Ansehen und deinen Status loszulassen. Stelle die Interessen von Gottes Haus an erste Stelle – das ist das Mindeste, was du tun solltest. Wenn ein Mensch bei der Ausübung seiner Pflicht nicht einmal so viel tun kann wie kann man dann von ihm sagen, dass er seine Pflicht ausübt? Dies bedeutet nicht, seine Pflicht auszuüben.“ („Du kannst Wahrheit erlangen, nachdem du dein aufrichtiges Herz Gott übergeben hast“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Gottes Wort wies mich auf das Prinzip und die Richtung meiner Pflichterfüllung hin, was bedeutete, mein Begehren nach Namen und Status loszulassen, und die Arbeit der Kirche in jedem Fall an erste Stelle zu setzen, und meine Pflicht so gut ich eben konnte zu erfüllen. Nur so würde ich meine Pflicht als Wesen der Schöpfung erfüllen, und das Abbild eines Menschen ein wenig aufweisen. Als ich nach Namen und Status strebte, und meine wesentliche Arbeit vernachlässigte, war das keine Erfüllung meiner Pflicht; es bedeutete, sich Gott zu widersetzen, und Böses zu tun. Danach sprach ich mit meinen Brüdern und Schwestern bei einer Versammlung offen über alles. Ich offenbarte ihnen meine eigene Verderbtheit. Sie sahen nicht auf mich herab, und die Mauer zwischen mir und Bruder Li verschwand. Danach nahm ich aktiv am gemeinschaftlichen Austausch teil, den er vermittelte, und lachte ihn nicht aus, wenn ich Fehler in seiner Arbeit bemerkte. Stattdessen bot ich ihm Ideen und Unterstützung an, und wenn ich sah, wie er Brüdern und Schwestern dabei half, ihre Probleme zu lösen, wurde ich nicht eifersüchtig, wie zuvor, sondern verstand, dass in Gottes Haus nur unsere Rollen unterschiedlich waren, und nicht unser Status. Ich wollte nur noch zusammenarbeiten, um unsere Pflichten gut zu erfüllen. Ich fühlte mich sehr viel entspannter, als ich das in die Praxis umsetzte, und später sah ich Gottes Segen. Obwohl unser Team zuvor die schlechteste musikalische Grundlage hatte, dauerte es nicht lange, bis wir das erste spanische Lied produziert hatten, das bei den anderen Brüdern und Schwestern ziemlich gut ankam.

Es verging etwa ein halbes Jahr, und ich arbeitete mich weiter in die Materie ein. Die Brüder und Schwestern nahmen meine Ideen meistens an, wenn wir über die Arbeit sprachen. Und meistens leitete ich unsere monatlichen Teamtreffen zum Austausch über die Arbeit. Ich hatte das Gefühl, dass mein Bedürfnis nach Name und Status größtenteils befriedigt war. Außerdem ließ mich unser Leiter zu dieser Zeit mehr tun, um die Arbeit unseres Teams zu lenken. Dass mein Gemeindeleiter mich so schätzte, gab mir noch mehr das Gefühl, ein wertvolles Talent zu sein. Irgendwann brauchten wir mal jemanden, der eine Extra-Aufgabe übernehmen sollte, und obwohl sie ganz meinen Fähigkeiten entsprach, rechnete ich mir Folgendes aus: Dies hier würde mich nicht ins Rampenlicht stellen, und meine Zeit in Anspruch nehmen. Wenn ich die Arbeit also annahm, würde ich wahrscheinlich ein wenig von der Aufmerksamkeit verlieren, die ich zurzeit bekam. Wenn aber Bruder Li das übernahm, könnte ich meine eigene Nische im Team weiter ausbauen … Ich erfand alle möglichen Ausreden, um die Aufgabe abzulehnen, und empfahl, dass Bruder Li sie stattdessen übernehmen solle. Die Wahrheit ist, dass ich mich damals schuldig und unsicher fühlte, aber ich blieb stur, weil ich meine Stellung schützen wollte. Bruder Li übernahm diese ungewohnte Aufgabe. Nachdem er auf eine Reihe von Schwierigkeiten gestoßen war, die seine Arbeit beeinträchtigten, wurde er immer negativer. Selbst nachdem ich das gehört hatte, dachte ich immer noch nicht über mich nach. Bruder Li konnte häufig nicht an der Arbeit teilnehmen, die unser Team machte, also fielen mir die meisten kleinen und größeren Angelegenheiten zu. Infolgedessen wuchs meine Begierde nach Namen und Status noch weiter. Ich bemerkte, dass es einige Missstände und Fehler in der Arbeit der Brüder und Schwestern gab, die unseren Fortschritt behinderten, und das machte mir große Sorgen. Ich war für diese Arbeit verantwortlich, wenn also etwas schiefgehen würde, was sollte der Gemeindeleiter dann von mir denken? Würde er mich für inkompetent halten? Ich konnte nicht anders, als die Beherrschung zu verlieren, und die Brüder und Schwestern zu tadeln. „Nennst du das etwa Pflichterfüllung? Kannst du dich nicht konzentrieren? Kannst du aufhören, den Faden zu verlieren?“ Am Ende fühlten sich alle sehr eingeengt von mir. Ein anderes Mal war ich für ein paar Tage abwesend, um meine Pflichten zu erfüllen, und als ich zurückkam, sah ich, dass eine Schwester einen Arbeitsplan aufgestellt hatte, ohne das vorher mit mir abzusprechen. Das machte mich wirklich wütend. Ich dachte: „Das ist einfach zu viel! Du hast überhaupt keinen Respekt vor mir!“ Ich machte sie richtig nieder. Inzwischen kam ein Problem nach dem anderen im Team auf. Meine Ideen wurden von den Brüdern und Schwestern nicht mehr angenommen, und sie sagten häufig ihre Meinung dazu. Ich verstand das immer als Angriff, und mein Temperament ging mit mir durch. „Da ihr ja anscheinend alle anderer Meinung seid, macht doch einfach, was ihr wollt! Und wenn etwas schiefgeht, könnt ihr die Verantwortung dafür übernehmen.“ Nachdem ich so groß getönt hatte, ergriff mich eine unerklärliche Art von Panik, und leichte Selbstvorwürfe. Ich dachte darüber nach, dass ich mit einer arroganten Disposition gelebt hatte, und ständig meinen Brüdern und Schwestern gegenüber die Beherrschung verlor. Würde Gott das gutheißen? Aber dann dachte ich: Tat ich das nicht nur, um meiner Pflichten willen? Und wer unter uns hat niemals ein wenig Verderbtheit an den Tag gelegt? Ich hatte noch nicht wirklich über mich selbst reflektiert. Am nächsten Tag verstauchte ich mir beim Basketballspielen den Knöchel; er schwoll an, wie ein Ballon, und tat schrecklich weh. Ich konnte nicht laufen, und keine Pflichten erfüllen. Es wurde mir schnell bewusst, dass das eine Disziplinierung durch Gott war, und erst da begann ich, über mein Verhalten nachzudenken. Die ganze Zeit lang hatte ich nach Namen und Status gestrebt, war arrogant gewesen, und hatte mit meinen Brüdern und Schwestern geschimpft. Vor meinem inneren Auge spielte sich Szene um Szene ab, als wäre es ein Film. Ich hasste mich selbst, und fragte mich: Warum hatte ich mich nicht geändert? Warum konnte ich mich nicht davon abhalten, gegen Gott zu rebellieren und Ihm zuwiderzuhandeln?

Einige Tage später kamen mich einige Brüder und Schwestern besuchen, und hielten mit mir Gemeinschaft über Gottes Willen. Sie lasen mir auch einen Absatz Seines Wortes vor, der genau über meinen Zustand sprach: „Wenn manche Menschen jemanden sehen, der besser ist als sie selbst, dann unterdrücken sie ihn, streuen ein Gerücht über ihn oder setzen irgendwelche skrupellosen Mittel ein, damit andere Menschen nicht zu ihm aufschauen und damit keiner besser ist als jeder andere, dann ist das die verderbte Disposition aus Hochmut und Selbstgerechtigkeit sowie Unehrlichkeit, Falschheit und Hinterlist, und diese Menschen schrecken vor nichts zurück, um ihre Ziele zu erreichen. Sie leben so und denken trotzdem noch, sie seien großartig und sie seien gute Menschen. Haben sie jedoch gottesfürchtige Herzen? Zunächst, um aus der Perspektive der Natur dieser Dinge zu sprechen, tun Menschen, die sich so aufführen, nicht einfach, was sie wollen? Berücksichtigen sie die Interessen von Gottes Familie? Sie denken nur an ihre eigenen Gefühle und sie wollen nur ihre eigenen Ziele erreichen, ungeachtet des Verlusts, den das Werk von Gottes Familie erleidet. Nicht nur sind solche Menschen hochmütig und selbstgerecht, sie sind auch egoistisch und verachtenswert; sie nehmen überhaupt keine Rücksicht auf Gottes Absicht, und solche Menschen besitzen, ohne den geringsten Zweifel, keine gottesfürchtigen Herzen. Darum tun sie, was immer sie wollen, und handeln mutwillig, ohne Schuldgefühl, ohne Angst, ohne Befürchtung oder Sorge und ohne die Konsequenzen zu bedenken. Sie fürchten Gott nicht, sie glauben, dass sie selbst von größter Bedeutung sind, und sie betrachten jeden Aspekt von sich selbst als höher als Gott und höher als die Wahrheit. In ihren Herzen ist Gott der am wenigsten erwähnenswerte und der unbedeutendste, und Gott hat in ihren Herzen überhaupt keinen Status. … Haben jene, die in ihrem Herzen keinen Platz für Gott haben und Gott nicht verehren, Eintritt in die Wahrheit erlangt? (Nein). Wenn sie also normalerweise umhergehen, sich fröhlich selbst beschäftigen und recht viel Energie aufwenden, was tun sie dann? Solche Menschen behaupten sogar, alles aufgegeben zu haben, um sich für Gott aufzuwenden, und sehr viel gelitten zu haben, doch eigentlich ist das Motiv, Prinzip und Ziel hinter allen ihren Handlungen, sich selbst Nutzen zu verschaffen; sie versuchen nur, alle ihre eigenen Interessen zu schützen. Findet ihr, dass eine solche Person furchtbar ist, oder eher nicht? Welche Art von Person ist eurer Meinung nach jemand, der Gott nicht verehrt? Ist er oder sie arrogant? Ist solch eine Person Satan? Welche Wesen ehren Gott nicht? Abgesehen von den Tieren zählen Dämonen, Satan, der Erzengel und jene, die mit Gott wetteifern, zu allen, die Gott nicht verehren.“ („Die fünf Bedingungen, die Menschen haben, bevor sie den richtigen Weg des Glaubens an Gott betreten“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Gottes harte Worte trafen mich zutiefst. Ich sah jetzt, wie arrogant, selbstsüchtig und hinterlistig ich gewesen war, und wie wenig Gottesfurcht ich bewiesen hatte. Als in der Kirchenarbeit Zusammenarbeit nötig gewesen war, hatte ich genau gewusst, dass ich ziemlich gut geeignet gewesen wäre, aber um meinen eigenen Namen und Status zu wahren, hatte ich nichts dabei gefunden, Spielchen zu spielen, die die Arbeit von Gottes Haus beeinträchtigten. Wenn ich in der Arbeit meiner Brüder und Schwestern Probleme sah, die unseren Fortschritt behinderten, half ich ihnen nicht dabei, diese Probleme zu lösen; stattdessen dachte ich, sie würden mich mit herunterziehen, und meine Chancen herauszustechen beeinträchtigen, sodass ich meine Position ausnützte, um sie zu tadeln, wodurch sie sich alle eingeschränkt fühlten und darunter litten. Ich nahm auch keine ihrer Vorschläge an. Ich war beleidigt, verlor die Beherrschung, und benutzte meine Pflicht, um Dampf abzulassen, ohne auch nur darüber nachzudenken, welche Auswirkungen das auf die Arbeit der Kirche haben könnte. Eigentlich hatte ich nicht einmal wirklich Talent; alles was ich hatte, war ein wenig Interesse an Musik, und ein wenig Begeisterung – dennoch war Gott gütig genug gewesen, mir diese Gelegenheit zu geben, sowohl beruflich als auch in meiner Suche nach der Wahrheit Fortschritte zu machen. Anstatt das zu schätzen zu wissen, hatte ich jedoch bloß stur nach Status und Prestige gestrebt. Ich hatte meine eigenen Interessen verfolgt, während ich die Fahne der Pflichterfüllung schwenkte, und hatte meine Brüder und Schwestern ausgenützt, um selbst voranzukommen. Mir fehlte wirklich jede Menschlichkeit. Mit meinem ganzen Verhalten tat ich Böses, und verletzte damit Gottes Disposition. Für Gott war das widerwärtig und verabscheuungswürdig! Als ich das verstand, fürchtete ich mich, und machte mir große Vorwürfe. Unter Tränen betete ich zu Gott: „Oh Gott, ich habe alles falsch gemacht! Ich will nicht länger widerspenstig sein, und mich gegen Dich auflehnen, und ich will nicht länger für meinen persönlichen Nutzen kämpfen. Ich bin bereit, Buße zu tun.“

Später las ich diese Worte von Gott: „Also benutzt Satan den Ruhm und den Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, bis sie an nichts anderes mehr denken, außer an Ruhm und Gewinn. Sie mühen sich für Ruhm und Gewinn ab, erleiden für Ruhm und Gewinn Schwierigkeiten, erdulden für Ruhm und Gewinn Erniedrigungen, opfern für Ruhm und Gewinn alles, was sie haben, und sie werden jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung für Ruhm und Gewinn treffen. Auf diese Weise bindet Satan den Menschen mit unsichtbaren Fesseln. Diese Fesseln sind den Menschen angelegt und sie haben weder die Kraft noch die Courage, sie von sich zu werfen. Und so tragen Menschen unwissentlich diese Fesseln und stapfen unter großen Schwierigkeiten immer weiter voran. Wegen Ruhm und Gewinn meidet die Menschheit Gott und verrät Ihn und sie wird immer frevelhafter. Auf diese Weise wird deshalb eine Generation nach der anderen im Ruhm und Gewinn Satans vernichtet.“ („Gott Selbst, der Einzigartige VI“ in „Das Wort erscheint im Fleisch“). Diese Offenbarung aus Gottes Worten ließ mich die abscheuliche Taktik und die bösartigen Motive Satans besser verstehen, wie er Ruhm und Gewinn einsetzte, um die Menschen zu verderben. Auf diese Weise bindet und schädigt er die Menschen, und bringt sie dazu, Gott zu verraten und sich von Ihm zu entfernen. Name und Status sind Werkzeuge Satans, um die Menschen zu zerstören. Ich stand unter dem Einfluss und den Lehren Satans, seit ich ein kleines Kind war, und hatte seine Philosophien verinnerlicht, wie etwa: „Jeder ist sich selbst der Nächste, und den Letzten holt der Teufel“ „Sich hervortun und seinen Vorfahren zur Ehre gereichen“ und „Der Mensch kämpft sich aufwärts; Wasser fließt abwärts“. Das hatte ich zu meinen persönlichen Mottos gemacht. Ich war immer arroganter geworden, und in jeder Gruppe hatte ich immer nach Status gegiert, sodass die anderen zu mir aufsehen würden. Selbst nachdem ich gläubig geworden war strebte ich stets nach Namen und Status, weil ich nicht nach der Wahrheit strebte. Ich litt und zahlte einen Preis für diese Dinge in meiner Pflichterfüllung, und arbeitete hart daran, meine eigenen Fähigkeiten zu verbessern. Ich konkurrierte und wetteiferte mit anderen, ich hielt mich jedes Mal für etwas Besseres, wenn ich irgendetwas erreichte, ich tadelte meine Brüder und Schwestern hochmütig. Ich war wirklich unerträglich arrogant und eingebildet; in meiner Lebensweise fehlte es mir völlig an einem Abbild des Menschen. Ich lebte nach satanischen Philosophien und strengte mich nur an, um Namen und Status zu erringen. Ich hatte nicht nur anderen wehgetan, sondern noch viel mehr Dinge getan, die für Gott abscheulich waren. Ich beeinträchtigte auch die Arbeit der Kirche mit meinen Verfehlungen und bösen Taten. Name und Status hatten mir großes Leid verursacht. Erst da sah ich, dass satanische Philosophien wie „sich hervorheben“ und „eine Stufe weiter oben sein“ alles Irrtümer sind, und dass es bloß zu weiterer Verderbtheit und Bösem führt, nach diesen Lügen zu leben, und dazu führt, dass man sich gegen Gott auflehnt und sich Ihm widersetzt, sodass man schlussendlich von Ihm bestraft wird. Als ich all das verstand, bemerkte ich, dass ich Namen und Status behandelt hatte, als wären sie lebenswichtig und ich mich um jeden Preis daran festhalten müsste. Ich war wirklich verblendet und ignorant. Ich sah jetzt, dass dieser Weg Gott zuwiderlief. Ich betete und tat Buße vor Gott. Ab dann, wenn immer mir bei meinen Pflichten solche Gedanken kamen, fürchtete ich mich sehr, also betete ich zu Gott und entsagte dem Fleisch. Außerdem öffnete ich mich meinen Brüdern und Schwestern und gestand ihnen meine eigene Verderbtheit. Nach einiger Zeit fühlte ich, wie mein Bedürfnis nach Namen und Status abnahm, und ich begann eine Art inneren Frieden zu spüren.

Später, als die Kirche einen neuen Leiter wählte, zeigte mein Begehren nach Namen und Status beim Wählen abermals seine hässliche Fratze, und ein innerer Kampf folgte: „Soll ich für Bruder Li stimmen, oder für mich selbst? Was mich angeht, ich bin wirklich nicht so gut darin, Probleme durch gemeinschaftlichen Austausch über die Wahrheit zu lösen. Was ihn angeht, wie würde es mich aussehen lassen, wenn er jetzt gewinnen würde?“ Ich merkte schnell, dass ich schon wieder nach Namen und Status strebte, und fand meine eigenen Gedanken sehr hässlich. Ich betete zu Gott, gab diese Gedanken auf und verfluchte sie. Später kam mir ein weiterer Absatz von Gottes Wort in den Sinn: „Wenn dein Herz voller Gedanken daran ist, wie man eine höhere Stellung erreicht oder was man vor anderen tun muss, um sie dazu zu bewegen, dich zu bewundern, dann bist du auf dem falschen Weg. Es bedeutet, dass du Dinge für Satan tust; du erbringst Dienst. Wenn dein Herz voller Gedanken daran ist, wie du dich verändern kannst, damit du immer mehr das Abbild eines Menschen gewinnen kannst, mit den Absichten Gottes übereinstimmst, dich Ihm unterwerfen kannst, imstande bist, Ihn zu verehren, bei allem, was du tust, Zurückhaltung zeigst und Seine genaue Überprüfung vollkommen annehmen kannst, dann werden sich deine Zustände immer mehr verbessern. Das ist, was es bedeutet, jemand zu sein, der vor Gott lebt. Es gibt an sich zwei Wege: Einer stellt nur das Verhalten in den Vordergrund, die Erfüllung der eigenen Ambitionen, Wünsche, Absichten und Pläne; das bedeutet, vor Satan und unter seiner Domäne zu leben. Der andere Weg stellt in den Vordergrund, wie man den Willen Gottes zufriedenstellt, in die Wirklichkeit der Wahrheit eintritt, sich Gott unterwirft, Ihm gegenüber weder Missverständnisse noch Ungehorsam aufweist – und all dies, um Ehrfurcht vor Gott zu erlangen und die eigene Pflicht gut auszuführen. Das ist, was es bedeutet, vor Gott zu leben.“ („Nur wer die Wahrheit praktiziert, kann normale Menschlichkeit vorweisen“ in „Aufzeichnungen der Vorträge Christi“). Wie ich so über Gottes Wort nachdachte, verstand ich, dass Er auf die Motive und Perspektiven bei den Handlungen der Menschen sieht – diese sind wirklich wichtig. Wenn das, was mich antreibt mein Ruf und Status ist, und mein Wunsch, dass andere mich bewundern, dann ist das ein Weg, der sich gegen Gott richtet, und der mich niemals zur Wahrheit führen wird, oder dazu, von Gott perfektioniert zu werden. Ich war dazu bereit, meine Motive zu ändern, und egal, ob ich zum Kirchenleiter gewählt werden würde oder nicht, war ich bereit, mich Gottes Plan zu unterwerfen und meine Pflicht gut zu erfüllen. Als dann die Wahl kam, wägte ich die Prinzipien ab, und stimmte für Bruder Li. Er wurde schließlich für den Dienst als Kirchenleiter ausgewählt. Das war mir recht. Obwohl ich nicht gewonnen hatte, bereute ich nichts, weil ich endlich die Wahrheit in die Praxis umgesetzt hatte, und die Fesseln von Name und Status abgeworfen hatte. Außerdem fühlte ich inneren Frieden und Stabilität, weil ich die Wahrheit praktizierte, und Gott zufriedenstellte, und die Erfahrung machte, dass Gottes Gericht und Züchtigung wirklich meine Rettung waren.

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