77. Meine Anforderungen und Erwartungen an mein Kind stellten sich als egoistisch heraus
Als ich klein war, hörte mein Großvater sehr gern Opern und nahm mich oft zu den Aufführungen mit. Ich sah, wie anmutig die Darsteller auf der Bühne waren, wie ihre Lieder das Herz berührten, und wie das Publikum sie mit Applaus und Jubelrufen überschüttete. Ich bewunderte sie aufrichtig und musste unwillkürlich denken: „Wenn ich eines Tages auf der Bühne stehen und Applaus und Lob erhalten könnte, dann würde ich ein Leben voller Ruhm und Glanz führen!“ Ich wollte unbedingt einer Theatergruppe beitreten und Opernsängerin werden. Aber meine Familie war arm und unsere finanziellen Verhältnisse ließen es nicht zu, sodass mein Traum von der Bühne wie eine Seifenblase zerplatzte.
Nach meiner Heirat bekam ich eine Tochter. Als meine Tochter in den Kindergarten kam, sah ich, dass manche gleichaltrige Kinder Tanz- oder Musikunterricht nahmen. Besonders bei den Aufführungen zum Kindertag zogen sie die Aufmerksamkeit vieler Lehrer und Eltern auf sich und wurden mit Applaus überschüttet. Ich beschloss, meine Tochter zur Tanzstunde zu bringen, da dies nicht nur ihre Figur und Anmut fördern, sondern ihr auch die Gelegenheit geben würde, auf der Bühne aufzutreten. Aber sie hatte Angst vor Spagat und Rückbeugen und weigerte sich, es zu lernen, egal, was ich sagte. Ich dachte: „Ich kann nicht einfach tun, was du willst. Du musst eine Fähigkeit erlernen, damit du in Zukunft auf der Bühne im Mittelpunkt stehen kannst.“ Im Jahr 2012 nahm ich das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an und erkannte, dass das Schicksal eines jeden Menschen in Gottes Händen liegt und alles, was die Menschen in ihrem Leben tun, von Gott vorherbestimmt und arrangiert wurde. Meine Erwartung, meine Tochter auf der Bühne auftreten zu sehen, gab ich aber nicht auf. Später dachte ich, dass sie auch mit einem Instrument auf der Bühne auftreten könnte, also ging ich mit ihr in ein Musikgeschäft, damit sie sich eines aussuchte. Aber sie zeigte kein Interesse. Wütend sagte ich zu meiner Tochter: „Du musst dich für eines entscheiden. Nur wenn du eine Fähigkeit erlernst, hast du die Chance, auf der Bühne aufzutreten, und erst dadurch kannst du ein glanzvolles Leben führen. Überleg doch mal, wie viele Leute dich dann bewundern werden!“ Da ich sehr wütend war, entschied sich meine Tochter widerwillig für die Guzheng-Zither. Anfangs wollte meine Tochter sie nicht erlernen, also suchte ich eine erfahrene Guzheng-Lehrerin und zwang sie dazu. Um ihr Interesse für die Guzheng zu wecken, ermutigte ich sie oft, und auch die Lehrerin lobte sie für ihr angeborenes Talent. Allmählich fand meine Tochter Interesse an der Guzheng und lernte schnell ein paar Stücke. Eines Tages sagte meine Tochter glücklich zu mir: „Mama, in Zukunft kann ich auf der Guzheng spielen, um Gott zu preisen!“ Als ich sah, wie vernünftig meine Tochter war, war ich zutiefst erfüllt.
Um meiner Tochter zu mehr Bühnenerfahrung zu verhelfen, ergriff ich die Initiative und meldete sie zu jeder Aufführung an, von der ich hörte. Obwohl ich einen Bandscheibenvorfall hatte und nicht lange stehen konnte, bestand ich trotzdem darauf, sie zu den Proben zu begleiten. Sie machte große Fortschritte, war bei den Auftritten hervorragend und stand auf der Bühne immer im Mittelpunkt. Sie erhielt auch Lob von Lehrern und Juroren, und ich war überglücklich. Um sie zu ihren Auftritten zu begleiten, musste ich gegen drei Uhr morgens aufstehen, um alles vorzubereiten. Ich war so damit beschäftigt, für sie herumzuwuseln, dass ich nicht einmal Zeit zum Essen hatte. Und nach einem ganzen Tag voller Hektik war mir schwindelig und ich war geistig und körperlich erschöpft. Aber als ich meine Tochter auf der Bühne glänzen sah, dachte ich bei mir: „Auch wenn ich meinen eigenen Traum von der Bühne nicht verwirklicht habe, war es all den Schmerz und die Erschöpfung wert, meine Tochter im Bühnenmittelpunkt stehen zu sehen!“ Aufgrund der Erschöpfung durch die Auftritte und des Lerndrucks hielt der Körper meiner Tochter es nicht mehr aus, und sie wollte nicht mehr Guzheng üben. Ich redete ihr gut zu und überredete sie weiterzumachen, und schließlich stimmte sie widerwillig zu. Jeden Tag, wenn sie von der Schule nach Hause kam, drängte ich sie, unverzüglich Guzheng zu üben. Wenn meine Tochter am Wochenende ausgehen wollte, verlangte ich von ihr, dass sie zuerst mit dem Guzheng-Üben fertig sein musste. Wenn sie nicht gehorchte, schimpfte ich mit ihr: „Was glaubst du, warum dein Vater und ich so hart arbeiten und sparen, um deine Stunden zu bezahlen und dich zum Üben zu bringen? Machen wir das nicht, um dir zu helfen, damit du auf die Bühne kommst und in Zukunft erfolgreich bist? Kannst du uns nicht ein wenig Ehre machen?“ Als sie sah, wie besorgt und wütend ich war, hatte meine Tochter keine andere Wahl, als weinend Guzheng üben zu gehen. In der Mittelstufe stand sie unter großem schulischem Leistungsdruck und musste außerdem häufig für verschiedene Auftritte proben, sodass sie wieder nicht mehr Guzheng üben wollte. Ich fuhr sie an: „Egal, wie beschäftigt du bist, du musst weiter Guzheng üben. Wenn du gut übst, könntest du auf die Bühne kommen und dir ein Leben voller Ruhm verdienen!“ Aber sie übte trotzdem nicht. Wütend warf ich ihre Bücher und den Plektrenhalter auf den Boden und sagte: „Na gut, dann übe eben nicht. Hoffen wir mal, dass es dir dann Spaß macht, später Müll aufzusammeln!“ Als sie sah, wie wütend ich war, eilte meine Tochter zum Üben. Manchmal fühlte sich meine Tochter ungerecht behandelt, weinte und sagte: „Warum versuchst du immer, mein Schicksal zu kontrollieren?“ Ich antwortete ihr wütend: „Ist nicht alles, was ich tue, für dich? Warum verstehst du nicht, was zu deinem eigenen Besten ist?“ Meine Tochter erwiderte wütend: „Ich spiele einfach überhaupt nicht gern Guzheng! Du warst diejenige, die mich gezwungen hat, sie zu lernen!“ Unsere Streitereien endeten immer mit einem bitteren Beigeschmack. Wenn Auftritte und Versammlungen zur gleichen Zeit stattfanden, ließ ich meine Tochter zuerst zum Auftritt gehen. Wenn meine Tochter zur Versammlung wollte, sagte ich schnell: „Für Versammlungen gibt es noch genug Gelegenheiten, aber eine Auftrittsgelegenheit sollte man nicht verpassen. Wenn du diese Gelegenheiten verpasst, vertust du die Chance, auf der Bühne zu glänzen.“ Deswegen verpasste meine Tochter viele Versammlungen.
Später hatte es meine Tochter erfolgreich auf ein Kunstgymnasium geschafft. Immer wenn ich über meine Tochter sprach, blickten mich Kollegen und Freunde mit Neid und Bewunderung an. Meine Eitelkeit war zutiefst befriedigt. Allmählich konzentrierte sich meine Tochter ganz auf ihr Studium und das Guzheng-Spielen. Um an ihrer Wunsch-Musikhochschule angenommen zu werden und ihre Mitschüler zu übertreffen, begann sie, zusätzliche Stunden mit dem Üben der Guzheng zu verbringen. Ich gab auch viel Geld aus, um eine Lehrerin für Einzelunterricht zu engagieren. Als ich sah, dass sich die Fähigkeiten meiner Tochter an der Guzheng verbessert hatten, war ich sehr glücklich. Als meine Tochter aus den Ferien zurückkam, wollte ich, dass sie an einer Versammlung teilnahm, aber sie redete sich mit Ausreden wie „ich habe meine Hausaufgaben noch nicht fertig“ oder „ich habe noch nicht Guzheng geübt“ heraus. Als ich sah, dass meine Tochter seit fast einem Jahr nicht mehr an einer Versammlung teilgenommen hatte, wurde ich etwas besorgt. Aber als ich sah, wie sehr sie mit Hausaufgaben und dem Üben der Guzheng beschäftigt war, dachte ich bei mir: „Soll ich meine Tochter am Wochenende ihre Guzheng-Stunden ausfallen lassen, damit sie zu den Versammlungen gehen kann?“ Aber dann dachte ich: „Sie hat so hart gearbeitet, um ihre Fähigkeiten an der Guzheng zu verbessern; wenn sie am Wochenende nicht übt, fällt sie dann nicht hinter den anderen zurück? Sie kann es sich nicht leisten, beim Üben nachzulassen. Aber wenn sie lange Zeit nicht an Versammlungen teilnimmt, wird ihr Leben auch darunter leiden.“ Nach einigem Überlegen beschloss ich, die Zeit zu finden, mich mit ihr zusammenzusetzen. Eines Tages erzählte mir meine Tochter, dass sie nicht mehr zur Schule gehen wollte. Sie sagte, die Atmosphäre an der Schule sei schlecht, es gäbe Schüler, die rauchten, sich zu Dates verabredeten und in Gangs wären. Sie sagte, es sei schwer, sich aufs Lernen zu konzentrieren, und sie fühle sich wirklich bedrückt. Als ich meine Tochter sagen hörte, dass sie nicht zur Schule gehen wollte, dachte ich: „Du hast so hart gearbeitet, um auf eine Kunstschule zu kommen, und wenn du nur noch zwei weitere Jahre durchhältst, kannst du die Aufnahmeprüfung für eine Kunstakademie ablegen. Sobald du drin bist, wird dein größerer Traum von der Bühne wahr, und dann werden deine Verwandten, Freunde, Lehrer und Klassenkameraden dich bewundern und beneiden, und du wirst auch mir Ehre machen können.“ Also sagte ich wütend: „Du hast es endlich auf ein Kunstgymnasium geschafft. Wenn du nicht hingehst, verpasst du dann nicht eine glänzende Zukunft?“ Als sie sah, wie besorgt und wütend ich war, weinte meine Tochter nur und ging zur Schule. Zu sehen, wie ungerecht behandelt sie sich fühlte, brach mir das Herz, aber damit meine Tochter es auf die Bühne schaffte und herausragte, hatte ich das Gefühl, keine andere Wahl zu haben.
Während einer Versammlung erzählte ich Schwester Li Ling von meinem Zustand, und sie suchte eine Passage aus Gottes Worten für mich zum Lesen heraus. Gott sagt: „Wenn Kinder während ihrer frühen Jahre bestimmten Phänomenen ausgesetzt sind, die Teil böser Trends sind, oder bestimmte falsche Argumente, Denkweisen und Ansichten hören, folgen sie diesen Trends oder Ansichten vielleicht oder ahmen sie nach, wenn sie kein Urteilsvermögen haben. Eltern sollten diese Probleme frühzeitig erkennen und sofortige Berichtigungen und genaue Anleitungen bieten. Auch das ist ihre Verantwortung. Kurz gesagt, das Ziel ist es, sicherzustellen, dass Kinder positive und korrekte Gedanken und Ansichten bezüglich ihres eigenen Verhaltens, ihres Umgangs mit anderen und ihrer Sicht auf verschiedene Menschen, Ereignisse und Dinge haben, damit sie sich in eine gute Richtung entwickeln mögen und nicht in eine böse. Zum Beispiel sollte man Kinder lehren, dass das Schicksal eines Menschen während seines ganzen Lebens in Gottes Händen liegt. Nichtgläubige sagen oft: ‚Leben und Tod sind vorherbestimmt; Reichtum und Ehre werden vom Himmel entschieden.‘ Das Ausmaß an Leid und Freude, das ein Mensch im Leben erfahren soll, wird von Gott vorherbestimmt und kann nicht von Menschen geändert werden. Eltern sollten ihre Kinder einerseits über diese objektiven Tatsachen informieren und ihnen andererseits beibringen, dass es im Leben nicht nur um körperliche Bedürfnisse geht und ganz gewiss nicht um Vergnügen. Die Menschen haben in diesem Leben wichtigere Dinge zu tun, als zu essen und zu trinken oder Unterhaltung zu suchen; sie sollten an Gott glauben, nach der Wahrheit streben und nach der Errettung durch Gott streben. Wenn Menschen nur für Vergnügen leben, für Essen, Trinken und Unterhaltung im Fleisch, dann sind sie wie wandelnde Tote, und ihr Leben hat überhaupt keinen Wert. Sie bringen keinen positiven oder sinnvollen Wert hervor, und sie verdienen es nicht, zu leben oder überhaupt ein Mensch zu sein. Selbst wenn ein Kind nicht an Gott glaubt, sollten seine Eltern zumindest dafür sorgen, dass es ein guter Mensch ist und jemand, der seiner richtigen Aufgabe nachkommt. Wenn Kinder von Gott auserwählt werden und bereit sind, am Kirchenleben teilzunehmen und ihre eigene Pflicht zu tun, wenn sie erwachsen werden, ist das selbstverständlich noch besser. Wenn ihre Kinder so sind, dann sollten Eltern ihre Verantwortung gegenüber ihren Kindern umso mehr auf den Grundsätzen beruhend erfüllen, zu deren Befolgung Gott die Menschen ermahnt hat. Wenn du nicht weißt, ob sie an Gott glauben oder von Gott auserwählt werden, solltest du dennoch den Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten, die du als Elternteil erfüllen solltest, so weit wie möglich nachkommen und die positiven Gedanken und Dinge, die du bereits kennst, mit deinen Kindern teilen. Sorge zumindest dafür, dass ihr geistiges Wachstum in eine gute Richtung verläuft und dass ihr Geist sauber und gesund ist. Lass sie nicht weltlichen Trends nachjagen oder nach Ruhm, Gewinn und Status streben. Manche Eltern haben die Erwartung, dass ihre Kinder aus der Masse herausragen, und zwingen sie daher, von klein auf allerlei Fähigkeiten und Wissen zu lernen. Noch schwerwiegender ist, dass manche Eltern ihre Kinder an verschiedenen Talentshows, akademischen Wettbewerben oder Wettkampfveranstaltungen teilnehmen lassen oder sie dazu bringen, verschiedenen gesellschaftlichen Trends nachzujagen, indem sie an Veranstaltungen wie Pressekonferenzen, Autogrammstunden und so weiter teilnehmen. Als Eltern sollten sie ihre Kinder zumindest nicht dazu anleiten, gesellschaftlichen Trends nachzujagen. Wenn Eltern ihre Kinder dazu anleiten, weltlichen Trends nachzujagen, dann ist einerseits klar, dass sie ihre Verantwortlichkeiten als Eltern nicht erfüllt haben und ihre Kinder nicht dabei angeleitet haben, die richtigen Lebensziele zu setzen, damit sich ihr Leben in eine gute Richtung entwickelt. Andererseits führen sie ihre Kinder offensichtlich auf einen Weg ohne Wiederkehr und ziehen sie in den bösen Trend des Strebens nach Ruhm, Gewinn und Status hinein. Was die Wege betrifft, die ihre Kinder in Zukunft einschlagen werden, oder die Berufe, die sie ergreifen werden, sollten Eltern ihren Kindern keine Dinge einflößen wie: ‚Sieh dir diesen Pianisten an, den Soundso. Er hat im Alter von vier oder fünf Jahren angefangen, Klavier zu spielen. Er hat sich nie dem Spiel hingegeben, keine Freunde gehabt und nur jeden Tag Klavier geübt und Klavierunterricht genommen. Er hat auch verschiedene Lehrer konsultiert und an verschiedenen Klavierwettbewerben teilgenommen. Sieh dir an, was für eine berühmte Persönlichkeit er jetzt ist: gut genährt, gut gekleidet, von einer Aura des Lichts umgeben und überall, wo er hinkommt, respektiert.‘ Ist das die Art von Erziehung, die die gesunde geistige Entwicklung eines Kindes fördert? (Nein.) Was für eine Erziehung ist es dann? Es ist die Erziehung des Teufels. Diese Art von Erziehung schadet jedem jungen Geist. Sie ermutigt Kinder, nach Ruhm zu streben, verschiedene Arten von Aura, Auszeichnungen, Stellungen und Vergnügungen zu begehren. Eine solche Erziehung bewirkt, dass sie sich von klein auf nach diesen Dingen sehnen und sie anstreben, sie treibt sie in Unruhe, intensive Ängste und Sorgen. Sie ist der Grund, dass sie dafür jede Art von Preis zahlen, dass sie früh aufstehen und bis spät arbeiten, um ihre Hausaufgaben zu überprüfen und verschiedene Fähigkeiten zu erlernen, und so ihre Kindheitsjahre versäumen und diese kostbaren Jahre für diese Dinge eintauschen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (19)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich endlich, dass die wahre Verantwortung von Eltern darin besteht, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder in ihrer Kindheit sowohl körperlich als auch seelisch gesund und glücklich aufwachsen, ihnen in ihren Gedanken eine positive Führung zu geben und sie ihre Kindheit genießen zu lassen. Es geht nicht darum, dass Eltern ihren Kindern ihre Erwartungen aufzwingen, oder sie leiten, nach Ruhm, Ansehen, Ehren, Status und Vergnügen zu streben. Ich konnte nicht umhin nachzudenken: Meine Tochter mochte es von klein auf nicht, Instrumente zu lernen, aber um sie berühmt und von allen geachtet zu machen, zwang ich sie, die Guzheng zu lernen. Als sie Lob von Juroren und Lehrern erhielt, hatte ich das Gefühl, dass die Träume, die ich nicht verwirklicht hatte, endlich durch meine Tochter wahr wurden, und so wurde meine Entschlossenheit, sie zu fördern, noch stärker. Wann immer ich von einem Auftritt hörte, meldete ich sie ohne ihre Zustimmung an, aus Angst, sie würde die Chance verpassen, auf der Bühne zu glänzen. Wann immer meine Tochter spielen wollte, schimpfte ich mit ihr aus Angst, es würde ihr Üben verzögern. Um die musikalischen Fähigkeiten meiner Tochter zu verbessern, scheute ich keine Kosten und engagierte eine professionelle Lehrerin, die sie dabei führen sollte – alles nur, um sie zu fördern, damit sie berühmt wurde und mir Ehre machte. Ich bedachte nie, wie viel Druck und Schmerz das junge Herz meiner Tochter ertrug, und ich dachte immer nur daran, meine Wünsche zu erfüllen. Unter meiner Erziehung wurde meine Tochter sehr auf ihren Ruf und ihren Status bedacht. Sie übte unerbittlich, um ihre Klassenkameraden zu übertreffen, und verlor die Lebendigkeit und Unschuld, die sie einst besaß. Es begann sich eine Kluft zwischen uns zu bilden, und meine Tochter verlor auch das Interesse daran, Gottes Worte zu essen und zu trinken und an Versammlungen teilzunehmen; sie begann, sich immer weiter von Gott zu entfernen. All diese Folgen waren mein Verschulden. Meine Tochter war früher bereit gewesen, an Versammlungen teilzunehmen und Gottes Worte zu essen und zu trinken, aber ich bot ihr keine Führung, an Gott zu glauben und den richtigen Weg zu gehen. Stattdessen brachte ich sie dazu, sich in bösen Trends zu verstricken und unerbittlich nach Ansehen und Status zu streben. Inwiefern erfüllte ich da die wahre Verantwortung einer Mutter? Als ich darüber nachdachte, bereute ich zutiefst, dass meine auf Zwang basierende Erziehungsmethode meinem Kind so großen Schaden und Leid zugefügt hatte.
Später las ich Gottes Worte. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Menschen leben für ihre Kinder. Du magst sagen, dass du dich für diese Dinge nicht abhetzen möchtest, aber kannst du das eigentlich schaffen? Manche Leute hetzen sich ab und halten sich wegen Reichtum und wegen Ruhm und Gewinn beschäftigt. Du magst sagen, dass du dich für diese Dinge nicht abhetzen willst, aber kannst du das tatsächlich erreichen? Ohne es zu wissen, hast du diesen Weg bereits eingeschlagen, und obwohl du zu einer anderen Lebensweise übergehen willst, kannst du es nicht. Wie du in dieser Welt lebst, liegt nicht in deiner Hand! Welchen Grund hat das? Der Grund ist, dass die Menschen nicht an den wahren Gott glauben und die Wahrheit nicht erlangt haben. Was hält die Geister der Menschen aufrecht? Wo suchen sie nach spiritueller Unterstützung? Für spirituelle Unterstützung verlassen sich die Menschen auf Familienzusammenkünfte, auf das Eheglück, den Genuss von materiellen Dingen, auf Reichtum, Ruhm und Gewinn, auf ihren Status, ihre Gefühle und Karrieren und auf das Glück der nächsten Generation. Verlässt sich zur spirituellen Unterstützung nicht jeder auf diese Dinge? Wer Kinder hat, findet sie in seinen Kindern; wer keine Kinder hat, in seiner Karriere, in der Ehe, im gesellschaftlichen Status und in Ruhm und Gewinn. Die so entstandenen Lebensweisen sind daher alle gleich; sie unterliegen Satans Kontrolle und Macht, und, ohne es zu wollen, hetzen sich alle Menschen für Ruhm, Gewinn, ihre Zukunftsaussichten, ihre Karrieren, ihre Ehen, ihre Familien ab, und sind deretwegen tätig, oder für die nächste Generation oder fleischliche Vergnügen. Ist das der richtige Weg? Es spielt keine Rolle, wie geschäftig sich die Menschen in dieser Welt abhetzen, wie versiert sie beruflich sind, wie glücklich ihre Familien sind, wie groß ihre Familie ist, wie angesehen ihr Status ist – sind sie imstande, den richtigen Weg menschlichen Lebens einzuschlagen? Sind sie, indem sie Ruhm und Gewinn, der Welt oder ihren Karrieren nachjagen, zu der Erkenntnis fähig, dass Gott alle Dinge geschaffen hat und über das Schicksal der Menschheit herrscht? Das ist nicht möglich. Ganz gleich, was die Menschen anstreben oder welchen Weg sie gehen, wenn sie die Tatsache nicht anerkennen, dass Gott die Herrschaft über das Schicksal der Menschheit innehat, dann ist der Weg, den sie gehen, der falsche. Es ist nicht der richtige Weg, sondern der krumme Weg, der Weg des Bösen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). „Satan benutzt Ruhm und Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, er lässt sie an nichts anderes mehr denken als an diese beiden Dinge und bringt sie dazu, um Ruhm und Gewinn zu ringen, für Ruhm und Gewinn Härten zu erleiden, für Ruhm und Gewinn Erniedrigung zu erdulden und schwere Lasten zu tragen, für Ruhm und Gewinn alles zu opfern, was sie haben, und jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung um des Ruhms und Gewinns willen zu treffen. Auf diese Weise legt Satan den Menschen unsichtbare Fesseln an, und unter diesen Fesseln haben sie weder die Fähigkeit noch die Courage, sich zu befreien. Unwissentlich tragen sie diese Fesseln, während sie mit großen Schwierigkeiten immer weiter voranstapfen. Um des Ruhmes und des Gewinns willen entfernt sich die Menschheit von Gott und verrät Ihn und wird zunehmend niederträchtig. Auf diese Weise wird eine Generation nach der anderen inmitten von Satans Ruhm und Gewinn vernichtet“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Durch die Entlarvung von Gottes Worten erkannte ich, dass Satan Ruhm und Gewinn benutzt, um die Menschen zu verderben und zu schädigen, indem er den Menschen Ideen und Ansichten einimpft wie „Sich hervortun“, „Eine Position über anderen innehaben“ und „Seinen Vorfahren zur Ehre gereichen“, und die Menschen dazu treibt, unerbittlich nach Ruhm und Gewinn zu streben. Um Ruhm und Gewinn zu erlangen, werden sie immer niederträchtiger und leiden immer mehr. Seit meiner Jugend hatte ich immer davon geträumt, Bühnendarstellerin zu werden, auf die Bühne zu treten, um die Bewunderung und den Neid aller auf mich zu ziehen und Status und Ansehen zu erlangen. Aber als sich meine Träume nicht verwirklichen ließen, versank ich in Enttäuschung und Schmerz. Später zwang ich meiner Tochter meine Träume auf und nötigte sie, die Guzheng zu lernen. Ich hoffte, sie würde eines Tages auf der Bühne stehen und glänzen. Als ich sah, dass meine Tochter die Guzheng nicht lernen wollte, sorgte ich mich, wurde wütend und verlor ihr gegenüber die Beherrschung. Wenn meine Tochter an Versammlungen teilnehmen wollte, hielt ich sie davon ab, weil ich befürchtete, es würde ihr Üben verzögern. Inwiefern erfüllte ich meine Verantwortung als Mutter? Was ich tat, war einfach böse! Ich hatte viele Jahre an Gott geglaubt, doch die Sichtweisen hinter meinem eigenen Streben hatten sich überhaupt nicht geändert, und ich lebte immer noch nach den Gedanken und Ansichten Satans und strebte nach Ruhm und Gewinn, genau wie die Nichtgläubigen. Ich hätte es eher in Kauf genommen, dass meine Tochter von Gott abwich und Ihn verriet, als dass sie nicht nach Ruhm und Gewinn strebte, damit meine Eitelkeit befriedigt wurde. Ich war wirklich von Ruhm und Gewinn verblendet, und meine Gedanken waren davon getrübt; ich brachte sowohl Leid über mich selbst als auch Schaden über meine Tochter. Ich erkannte, dass Ruhm und Gewinn unsichtbare Fesseln waren, die Satan mir angelegt hatte, und dass sie uns endloses Leid und Schmerz brachten! Ich dachte daran, wie einige Berühmtheiten in der Unterhaltungsbranche Ruhm und Gewinn erlangten und dennoch aufgrund von geistlicher Leere und Schmerz in Depressionen verfielen und in den Tod sprangen. Ich sah: Selbst wenn man Status und Ruhm erlangt, kann dies die Eitelkeit des Menschen nur vorübergehend befriedigen, seine innere Leere und seinen Schmerz aber nicht lindern. Stattdessen führen ihn diese Dinge allmählich von Gott weg und bringen ihn dazu, Ihn zu leugnen, mit dem Ergebnis, dass er von Satan verschlungen werden wird. Als ich das erkannte, betete ich zu Gott und sagte, dass ich nicht länger nach Ruhm und Gewinn streben würde und bereit sei, mich Seiner Herrschaft und Seinen Anordnungen zu unterwerfen.
Später las ich weitere Worte Gottes. Der Allmächtige Gott sagt: „Alles, was Eltern tun, um ihre Erwartungen an ihre Kinder zu verwirklichen, bevor diese das Erwachsenenalter erreichen, widerspricht dem Gewissen, der Vernunft und den Naturgesetzen. Mehr noch, es steht im Widerspruch zu Gottes Bestimmung und Souveränität. Obwohl diejenigen, die das Erwachsenenalter noch nicht erreicht haben, nicht in der Lage sind, zwischen Richtig und Falsch zu unterscheiden oder unabhängig zu denken, unterliegt ihr Schicksal dennoch Gottes Herrschaft; ihre Eltern können nicht über ihr Schicksal bestimmen. Jene törichten Eltern können diesen Punkt nicht durchschauen. Abgesehen davon, dass sie in ihrem Kopf Erwartungen an ihre Kinder haben, zahlen sie in ihrem Benehmen auch einen höheren Preis und tun alles, was sie für ihre Kinder tun wollen und zu tun bereit sind – und das gerne und bereitwillig, ob sie dafür nun Geld, Zeit, Energie oder andere Dinge aufwenden müssen. Auch wenn Eltern diese Dinge freiwillig tun, welche Folgen hat es? Wenn sie letztendlich ihren Kindern schaden, ist das unmenschlich, und ein solches Benehmen ist definitiv nicht die Verantwortung, die Eltern erfüllen sollten; damit haben sie den Rahmen ihrer elterlichen Pflichten bereits überschritten. Warum sage Ich das? Weil Eltern, bevor ihre Kinder das Erwachsenenalter erreicht haben, damit anfangen, zu versuchen, die Zukunft ihrer Kinder zu planen und zu kontrollieren, und außerdem versuchen, die Zukunft ihrer Kinder zu bestimmen. Ist das nicht töricht? (Ja.) Sagen wir zum Beispiel, dass Gott bestimmt hat, dass jemand ein einfacher Arbeiter sein wird und in diesem Leben nur Grundgehälter verdienen kann, damit er sich ernähren und kleiden kann. Seine Eltern beharren aber darauf, dass er eine Berühmtheit, ein wohlhabender Mensch, ein hoher Beamter wird. Bevor er das Erwachsenenalter erreicht hat, planen sie und leiten Dinge für seine Zukunft in die Wege und zahlen verschiedene Arten von sogenannten Preisen und versuchen, sein Leben und seine Zukunft zu kontrollieren. Ist das nicht töricht? (Das ist es.)“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Ich las diesen Abschnitt von Gottes Worten immer und immer wieder, er traf mich tief und ich war sehr betrübt. Ich erkannte, dass meine Erwartungen, Bemühungen und Opfer für meine Tochter nicht der Menschlichkeit entsprachen und gegen Gottes Bestimmungen und Seine Herrschaft verstießen. Das Schicksal eines Kindes unterliegt nicht der Herrschaft seiner Eltern. Ich musste die Entscheidungen meines Kindes respektieren, mich Gottes Bestimmungen unterwerfen und durfte meine Tochter nicht zwingen, Dinge zu tun, die sie nicht mochte. Was eine Person im Leben tut und wie sie ihren Lebensunterhalt verdient, ist bereits von Gott vorherbestimmt. Genau wie ich unbedingt eine Opernsängerin werden wollte, es aber nicht so kam, wie ich es mir wünschte. Ich konnte nicht einmal mein eigenes Schicksal ändern, und doch wollte ich das Schicksal meiner Tochter ändern. Ich war völlig töricht!
Ich grübelte darüber nach, was es bedeutete, seine elterlichen Verpflichtungen wahrhaftig zu erfüllen. Dann las ich weitere Worte Gottes: „Indem wir das Wesen elterlicher Erwartungen sezieren, können wir feststellen, dass diese Erwartungen selbstsüchtig sind, dass sie der Menschlichkeit zuwiderlaufen und dass sie nichts mit den Verantwortungen der Eltern zu tun haben. Wenn Eltern ihren Kindern allerlei Erwartungen und Anforderungen auferlegen, üben sie einen großen zusätzlichen Druck auf sie aus – das hat nichts mit der Erfüllung ihrer Verantwortlichkeiten zu tun. Was sind also die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten? Zumindest sollten sie ihren Kindern beibringen, ehrliche Menschen zu sein, die die Wahrheit sagen und Dinge auf ehrliche Weise tun, und sie lehren, gutherzig zu sein und keine schlechten Dinge zu tun, und sie in eine positive Richtung zu lenken. Das sind ihre grundlegendsten Verantwortlichkeiten. Darüber hinaus sollten sie ihre Kinder anleiten, sich praktisches Wissen und Fähigkeiten anzueignen, und so weiter, basierend auf ihrem Kaliber und ihren Umständen. Wenn Eltern an Gott glauben und die Wahrheit verstehen, sollten sie ihre Kinder dazu bringen, Gottes Worte zu lesen und die Wahrheit zu akzeptieren, damit sie den Schöpfer erkennen und verstehen, dass die Menschen von Gott geschaffen wurden und dass Gott in diesem Universum existiert; sie sollten ihre Kinder anleiten, zu Gott zu beten und die Worte Gottes zu essen und zu trinken, damit sie einige Wahrheiten verstehen können, sodass sie, wenn sie erwachsen sind, in der Lage sind, an Gott zu glauben, Gott zu folgen und die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu tun, anstatt weltlichen Trends nachzujagen, sich in verschiedenen komplizierten zwischenmenschlichen Beziehungen zu verstricken und von den verschiedenen bösen Trends dieser Welt verführt, verdorben und verwüstet zu werden. Dies sind tatsächlich die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten. Die Verantwortungen, die sie erfüllen sollten, bestehen darin, in ihrer Rolle als Eltern ihren Kindern vor dem Erwachsenwerden eine positive Führung und angemessene Unterstützung zu bieten sowie sich in ihrem fleischlichen Leben in Bezug auf die täglichen Notwendigkeiten unverzüglich um sie zu kümmern. Wenn ihre Kinder krank werden, sollten Eltern sie behandeln lassen, wann immer es nötig ist; sie sollten sie nicht aus Angst, die Schularbeiten ihrer Kinder zu verzögern, dazu zwingen, weiter zur Schule zu gehen und auf eine Behandlung zu verzichten. Wenn ihre Kinder sich erholen müssen, muss ihnen erlaubt werden, sich zu erholen, und wenn sie sich ausruhen müssen, muss ihnen erlaubt werden, sich auszuruhen. Die Gesundheit ihrer Kinder zu gewährleisten ist ein Muss; wenn die Kinder in ihren Schularbeiten zurückfallen, können die Eltern einen Weg finden, dies nachträglich auszugleichen. Dies sind die Verantwortlichkeiten, die Eltern erfüllen sollten. Einerseits müssen sie ihren Kindern helfen, sich solides Wissen anzueignen; andererseits müssen sie ihre Kinder anleiten und erziehen, damit sie den richtigen Weg gehen, und ihre psychische Gesundheit sicherstellen, damit sie nicht von den ungesunden Trends und bösen Praktiken der Gesellschaft beeinflusst werden. Gleichzeitig müssen sie ihre Kinder auch dazu bringen, sich angemessen körperlich zu betätigen, um ihre physische Gesundheit zu gewährleisten. Dies sind die Dinge, die Eltern tun sollten, anstatt ihren Kindern eindringlich unrealistische Erwartungen oder Anforderungen aufzuzwingen. Eltern müssen ihren Verantwortungen sowohl in Bezug auf die Dinge nachkommen, die ihre Kinder für den Geist brauchen, als auch in Bezug auf die Dinge, die sie für ihr körperliches Leben brauchen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, empfand ich eine unbeschreibliche Betrübnis. Zuvor hatte ich gedacht, dass ich, indem ich meine Tochter verschiedene Fertigkeiten lernen ließ und sie auf eine berühmte Bühne brachte und bekannt machte, damit jeder sie bewunderte und lobte, meine Verantwortung als Mutter erfüllte. Aber die wahre Verantwortung der Eltern ist es, für das seelische Wohlbefinden und das Glück ihrer Kinder zu sorgen und ihnen dabei zu helfen, positive Gedanken und Ansichten zu entwickeln, sie zu den richtigen Lebenszielen zu führen, sie auf der Grundlage ihrer Interessen und Hobbys zu fördern und sie zu führen, sich Gottes Bestimmungen und Seiner Herrschaft zu unterwerfen. Und im täglichen Leben sollten Eltern für ihre Kinder sorgen, was das Wesentliche wie Essen, Kleidung, Unterkunft und Transport betrifft. Beispielsweise sollten sie ihnen sagen, welche Lebensmittel gesund sind und welche dem Körper schaden, sich um sie kümmern, wenn sie krank sind, ihnen bei Bedarf Medikamente geben und Spritzen verabreichen lassen und sich gut um ihre täglichen Bedürfnisse kümmern. Das sind Dinge, die Eltern tun sollten. Obwohl es oberflächlich betrachtet so schien, als ob meine Mühen meiner Tochter zugute kämen, wollte ich in Wirklichkeit nur, dass sie mir Ehre und Stolz brachte, selbst auf Kosten ihrer kindlichen Freude und indem ich sie davon abhielt, an Versammlungen teilzunehmen und Gottes Worte zu essen und zu trinken. Ich war wirklich egoistisch! Ich hätte sie entsprechend ihrem Kaliber, ihren Interessen und Hobbys führen sollen, anstatt sie mit Härte zu unterdrücken und ihr meine Erziehung aufzuzwingen. Außerdem sollte ich mein Kind führen, vor Gott zu treten, es veranlassen, zu beten, Gottes Worte zu essen und zu trinken und Ihn anzubeten, und es von den bösen Trends der Welt fernhalten. Nachdem ich Gottes Absicht verstanden hatte, brachte ich meine Tochter nicht mehr zu Auftritten, bei denen sie auftreten sollte. Stattdessen bot ich ihr Führung, sich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen zu unterwerfen, und ich verbrachte mehr Zeit mit ihr, um Gottes Worte zu essen und zu trinken und an Versammlungen teilzunehmen.
Später sahen wir uns bei einer Versammlung mit meiner Tochter ein Bühnenstück namens „Leb wohl, mein unschuldiger Campus“ an. Danach war meine Tochter tief bewegt und verstand, dass Satan Ruhm und Gewinn benutzt, um die Menschen zu schädigen. Und indem sie Gottes Worte aß und trank, verstand meine Tochter, dass sie den richtigen Weg im Leben nur gehen konnte, indem sie ihre Pflichten tat. Als meine Tochter eines Tages von der Schule zurückkam, sagte sie entschlossen zu mir: „Mama, ich fühle mich in der Schule wirklich bedrückt und möchte ein freies und befreites Leben wie die Brüder und Schwestern führen. Ich möchte die Schule aufgeben und meine Pflichten in der Kirche tun.“ Ich war sehr überrascht und dachte: „Es war nicht einfach für dich, dorthin zu gelangen, wo du jetzt bist. Wenn du die Schule aufgibst, wirst du deine Träume von der Bühne ein für alle Mal begraben. Bedeutet das nicht, dass all deine bisherigen Bemühungen umsonst gewesen wären?“ In diesem Moment erkannte ich, dass ich immer noch nach Ruhm und Gewinn streben wollte, und betete in meinem Herzen zu Gott: „Gott, meine Tochter ist bereit, die Schule aufzugeben, aber ich kann mich immer noch nicht damit abfinden. Gott, bitte stärke meine Entschlossenheit und hilf mir, mich von den Fesseln des Ruhms und Gewinns zu befreien.“ Nach dem Gebet erinnerte ich mich an Gottes Worte: „Indem wir das Wesen elterlicher Erwartungen sezieren, können wir feststellen, dass diese Erwartungen selbstsüchtig sind, dass sie der Menschlichkeit zuwiderlaufen …“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (18)). „Wer von euch führt seine Pflicht in Gottes Haus jetzt im Moment rein zufällig aus? Egal woher du kommst, um deine Pflicht auszuführen, nichts davon ist zufällig geschehen. Diese Pflicht kann nicht ausgeführt werden, indem man einfach ein paar zufällig Gläubige findet; das ist vor den Zeitaltern von Gott vorherbestimmt worden. Was bedeutet es, wenn etwas vorherbestimmt ist? Was konkret? Es bedeutet, dass Gott in Seinem gesamten Führungsplan vor langer Zeit geplant hat, wie viele Male du auf Erden sein würdest, in welche Abstammungslinie und in welche Familie du in den letzten Tagen hineingeboren werden würdest, wie die Umstände dieser Familie sein würden, ob du männlich oder weiblich sein würdest, was deine Stärken sein würden, welches Bildungsniveau du haben würdest, wie wortgewandt du sein würdest, welches Kaliber du haben würdest und wie du aussehen würdest. Er hat geplant, in welchem Alter du zu Gottes Haus kommen und anfangen würdest, deine Pflicht auszuführen, und welche Pflicht du zu welcher Zeit ausführen würdest. Gott hat schon früh jeden Schritt für dich vorherbestimmt. Als du noch nicht geboren warst und als du in deinen letzten Leben auf die Erde kamst, hatte Gott bereits für dich festgelegt, welche Pflicht du in dieser letzten Phase des Werkes ausführen würdest“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Aus Gottes Worten verstand ich, dass der Zeitpunkt, zu dem ein Mensch in Gottes Haus kommt und seine Pflicht tut, etwas ist, was Gott längst arrangiert hat. Gott hatte längst vorherbestimmt, wann meine Tochter kommen und ihre Pflicht tun würde, und ich konnte nicht mehr so sein wie früher und versuchen, um meines eigenen Ansehens und Status willen über alles in ihrem Leben zu bestimmen. Da meine Tochter sich entschieden hatte, Gott zu folgen und ihre Pflicht zu tun, waren dies Gottes Bestimmungen und Anordnungen. Ich musste ihr eine positive Führung geben und sie den richtigen Weg gehen lassen. Dies war die Verantwortung, die ich zu erfüllen hatte. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf stimmte ich der Bitte meiner Tochter gerne zu. Kurz darauf gab meine Tochter die Schule auf und kam in Gottes Haus, um ihre Pflicht zu tun. Als ich sah, wie meine Tochter zu ihrem gewohnten strahlenden und sonnigen Ich zurückkehrte, war ich sehr glücklich und erkannte, dass man nur durch die Unterwerfung unter die Bestimmungen und Anordnungen des Schöpfers unbeschwert, frei und freudig leben kann. Das ist etwas, was sich mit keinem Geld oder Ruhm der Welt aufwiegen lässt!
Danach las ich zwei Abschnitte aus Gottes Worten und verstand mehr über den Wert und die Bedeutung des menschlichen Lebens. Der Allmächtige Gott sagt: „Abgesehen vom Glauben an Gott, dem Streben nach der Wahrheit und der Erfüllung seiner Pflicht als geschaffenes Wesen ist alles andere im Leben eines Menschen bedeutungslos und nicht der Erinnerung wert. Selbst wenn du eine absolut erstaunliche Meisterleistung vollbracht hast, selbst wenn du im Weltall und auf dem Mond warst, selbst wenn du wissenschaftliche Fortschritte erzielt hast, die der Menschheit einen gewissen Nutzen boten und ihr halfen, ist das alles vergänglich und bringt dir nichts. Was ist das Einzige, das nicht vergehen wird? (Das Wort Gottes.) Nur das Wort Gottes, Zeugnisse für Gott, all die Zeugnisse und Werke, die für den Schöpfer Zeugnis ablegen, und die guten Taten der Menschen werden nicht vergehen. Diese Dinge werden ewig bestehen bleiben, und sie sind von unschätzbarem Wert. Also legt all eure Vorbehalte ab, setzt dieses große Unterfangen in die Tat um und lasst euch weder von Menschen noch von Ereignissen oder Dingen einschränken; wendet euch aufrichtig für Gott auf und steckt all eure Energie und all euer Herzblut in die Ausführung eurer Pflichten. Ein solches Verhalten wird von Gott mehr als alles andere gesegnet und ist jedes Leiden wert!“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Im Leben liegt nur dann Wert, wenn man die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut erfüllt). „Jetzt bist du ein Anhänger Gottes, hörst auf Gottes Wort und akzeptierst den Auftrag des Schöpfers. Manchmal ist es ein wenig schwierig und ermüdend, und manchmal wirst du ein wenig gedemütigt und geläutert; aber das ist gut und keineswegs schlecht. Was wirst du am Ende gewinnen? Was du gewinnen wirst, ist die Wahrheit und das Leben und letztendlich die Anerkennung und Bestätigung des Schöpfers. Gott sagt: ‚Du folgst Mir, Ich betrachte dich mit Wohlwollen und Ich bin erfreut über dich.‘ Wenn Gott nichts anderes sagt, als dass du in Seinen Augen ein geschaffenes Wesen bist, dann hast du nicht umsonst gelebt und bist nützlich. Von Gott anerkannt zu werden, ist wundervoll und keine geringe Errungenschaft. Wenn die Menschen Satan folgen, was werden sie ernten? (Zerstörung.) Bevor sie zerstört werden, was wird aus diesen Menschen werden? (Sie werden zu Dämonen.) Diese Menschen werden zu Dämonen. Egal, wie viele Fähigkeiten die Menschen sich aneignen, wie viel Geld sie verdienen, wie viel Ruhm und Gewinn sie erlangen, wie viele materielle Vorteile sie genießen oder wie hoch ihr Status in der säkularen Welt ist, innerlich werden sie immer verdorbener, niederträchtiger und schmutziger, immer rebellischer und scheinheiliger, und letztendlich werden sie zu lebenden Dämonen – sie werden zu Unmenschen. Wie sieht dann der Schöpfer solche Menschen? Einfach nur als ‚Unmenschen‘? Welche Sicht und Haltung hat der Schöpfer gegenüber einer solchen Person? Abneigung, Ekel, Abscheu, Abwendung und letztendlich Verfluchung, Strafe und Zerstörung. Menschen schlagen verschiedene Wege ein und erreichen verschiedene Ergebnisse. Welchen Weg wählt ihr? (An Gott zu glauben und Ihm zu folgen.) Sich dafür zu entscheiden, Gott zu folgen, ist der richtige Weg: Es bedeutet, den Weg des Lichts einzuschlagen“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Im Leben liegt nur dann Wert, wenn man die Pflicht eines geschaffenen Wesens gut erfüllt). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass man nur durch den Glauben an Gott, das Streben nach der Wahrheit und das Ausfüllen der Pflicht eines geschaffenen Wesens die Wahrheit erlangen und das Abbild eines Menschen ausleben kann. Das Streben nach Ansehen und Status bedeutet, Satan zu folgen. Selbst wenn eine Person hohes Ansehen vor anderen erlangt, ist dies nur vorübergehend, und sie befindet sich trotzdem auf dem Weg in die Vernichtung. Jetzt tun sowohl meine Tochter als auch ich unsere Pflichten, und wir haben uns von den verschiedenen Versuchungen und dem schädlichen Einfluss böser Trends in der Gesellschaft distanziert. Meine Tochter fühlt sich nicht mehr bedrückt und leidet nicht mehr, und auch ich fühle mich in meinem Herzen unbeschwert und befreit. Wenn meine Tochter bei ihren Pflichten auf Schwierigkeiten stößt, helfen ihr die Brüder und Schwestern mit Liebe, und jeder behandelt sie aufrichtig. Meine Tochter hatte schlechte Angewohnheiten, und die Schwestern wiesen geduldig darauf hin und halfen ihr, und in weniger als einem halben Jahr schaffte es meine Tochter, viele ihrer schlechten Angewohnheiten abzulegen. Manchmal bemerkt meine Tochter meine Probleme und ergreift die Initiative, mit mir über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten. Zu sehen, wie meine Tochter auf dem richtigen Weg ist und Fortschritte und Veränderungen macht, dafür danke ich Gott aus tiefstem Herzen! Wären nicht Gottes Worte gewesen, die uns geführt hätten, würden meine Tochter und ich immer noch unter dem Leid leben, das Satan verursacht. Wir hätten uns nur weiter gegen Gott aufgelehnt und uns immer weiter von Ihm entfernt, und am Ende wären wir zusammen mit Satan zugrunde gegangen. Dank sei Gott, dass Er uns gerettet hat!