56. Aus dem Traum erwacht, Segen zu erlangen
Mit 28 bekam ich allergisches Asthma. Jedes Mal, wenn ich einen Anfall hatte, bekam ich keine Luft mehr und hatte das Gefühl zu ersticken, sodass mir ganz schwindelig wurde. Nachts konnte ich nicht einmal liegen. Ich musste aufrecht an etwas angelehnt sitzen und so die ganze Nacht ausharren. Damals musste ich oft zur Behandlung ins Krankenhaus, und das Leiden durch die Krankheit laugte mich körperlich und geistig völlig aus. Ich erinnere mich an ein Mal, als es mir sehr schlecht ging und ich keine Luft bekam. Selbst nach über zehn Tagen im Krankenhaus besserte sich mein Zustand nicht. Trotz Infusion und Sauerstoff hatte ich immer noch das Gefühl zu ersticken und war schweißgebadet. Da man meine Krankheit in diesem Krankenhaus nicht behandeln konnte, wurde ich in eine größere Klinik verlegt. Meine Familie trug mich auf einer Trage, und kaum waren wir am Krankenhauseingang, verlor ich das Bewusstsein. Ich dachte, mein Ende wäre gekommen, doch nach zehn Tagen Notfallbehandlung bekam man meinen Zustand in den Griff. Nach meiner Entlassung erholte ich mich zu Hause. Ich lebte jeden Tag übervorsichtig, aus Angst, die kleinste Unachtsamkeit könnte wieder einen Anfall auslösen. Eines Tages ging ich zum Arzt. Er meinte: „Ihre Krankheit ist ein schwieriger medizinischer Fall. Es ist schon gut, dass die Symptome kontrolliert werden können, aber eine Heilung ist ausgeschlossen. Sie sollten immer Notfallmedikamente bei sich haben, denn eine verzögerte Behandlung könnte lebensgefährlich sein.“ Das zu hören war wirklich entmutigend. Wie konnte ich in so jungen Jahren nur eine solche Krankheit bekommen? Wann immer ich an die Zeit dachte, als ich schwer krank und dem Tod nahe war, schauderte ich vor Angst. In den darauffolgenden mehr als zehn Jahren suchte ich überall nach einer medizinischen Behandlung, doch nichts packte das Übel an der Wurzel. Die Qualen der Krankheit raubten mir jede Hoffnung im Leben. 2009 predigte mir meine Mutter Gottes Evangelium der letzten Tage. Durch das Lesen von Gottes Worten verstand ich, dass dies Gottes letzte Stufe des Werks der Errettung für die Menschheit ist. Es war ein großer Segen, zu meinen Lebzeiten Gottes Werk der letzten Tage annehmen zu können. Ich dachte: „Solange ich richtig danach strebe, sollte es für Gott eine Kleinigkeit sein, meine Krankheit zu heilen. Vielleicht darf ich sogar noch die Schönheit des Königreichs sehen!“ Es war wie eine Oase in der Wüste – und ich schöpfte wieder Hoffnung im Leben. Danach fing ich an, in der Kirche meine Pflicht zu tun. Allmählich hatte ich das Gefühl, dass meine Krankheit nicht mehr so schlimm war wie früher. Obwohl ich noch häufig Anfälle hatte, bekam ich sie mit einigen Medikamenten in den Griff. Im Herzen dankte ich Gott immer wieder und wurde bei meiner Pflicht noch motivierter. Einmal traf ich eine Schwester, die schon lange an Gott glaubte. Sie erzählte, dass sie, bevor sie zu Gott gefunden hatte, dieselbe Krankheit gehabt hatte wie ich. Nachdem sie Gott gefunden hatte, tat sie beständig ihre Pflicht in der Kirche, und ohne es zu merken, war sie von ihrer Krankheit genesen. Ich dachte bei mir: „Gott konnte sie heilen, also kann Er sicher auch mich heilen. Es ist nur so, dass ich noch keinen ausreichenden Preis gezahlt habe und dessen nicht würdig bin. Wenn ich mich mehr aufwende, wird Gott mich nicht enttäuschen.“
Später übernahm ich textbasierte Pflichten. Ich dachte bei mir: „Textbasierte Pflichten tun zu dürfen ist Gottes Gnade und Erhebung, also muss ich das mit ganzem Herzen tun. Vielleicht sieht Gott meine Bereitschaft, einen Preis zu zahlen, und lindert mein Leiden. Gott ist allmächtig, und vielleicht kann Er meine Krankheit vollständig heilen.“ Mit dieser Einstellung arbeitete ich jeden Tag von morgens bis abends, und meine Pflicht brachte auch einige Ergebnisse hervor. 2017 wirkten einige Medikamente durch die Langzeiteinnahme nicht mehr so gut, und die wirksameren waren mir zu teuer, sodass ich mich auf Hormonpräparate verlassen musste, um meine Krankheit in Schach zu halten. Ich dachte: „All die Jahre habe ich mich von dieser Krankheit nicht einschränken lassen und habe beharrlich meine Pflicht getan. Vielleicht sieht Gott meine Aufwendung und heilt eines Tages meine Krankheit. Dann kann ich meine Pflicht wie ein normaler Mensch tun. Wäre das nicht wunderbar!“ Doch gerade als ich davon träumte, wurde meine Krankheit nicht nur nicht besser, sondern verschlimmerte sich. Da ich lange Zeit Hormonpräparate genommen hatte, traten Nebenwirkungen auf und mein Körper begann anzuschwellen. Angesichts meines Zustands blieb der Verantwortlichen keine andere Wahl, als mich zur Behandlung nach Hause zu schicken. Ich fühlte mich extrem negativ und elend und dachte: „Meine Krankheit ist so schlimm geworden. Ich weiß nicht einmal, ob ich den morgigen Tag erlebe, geschweige denn die schönen Szenen von Gottes Königreich in der Zukunft.“ Bei diesem Gedanken liefen mir unwillkürlich Tränen über das Gesicht, und in meinem Herzen fing ich an, mich zu beschweren: „O Gott! All die Jahre habe ich Wind und Wetter getrotzt, um meine Pflicht zu tun, habe zahlreiche Mühsale ertragen und einen Preis gezahlt. Bei meiner Pflicht habe ich auch Ergebnisse erzielt, warum hast Du mich also nicht beschützt? Wenn ich so sterbe, ist dann nicht all meine Aufwendung sinnlos gewesen? Gott, benutzt Du diese Krankheit, um mich zu offenbaren und auszumustern? Hätte ich das gewusst, hätte ich mich darauf konzentriert, meine Krankheit zu behandeln und auf meinen Körper zu achten. Dann wäre es nicht so weit gekommen.“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto ungerechter fühlte ich mich behandelt. Danach aß und trank ich weder Gottes Worte, noch betete ich. Jeden Tag war ich wie betäubt und lebte wie eine wandelnde Leiche. Ich fühlte mich Gott sehr fern, als hätte Er mir den Rücken gekehrt. Ich hatte große Angst, also betete ich zu Gott: „Gott, ich weiß, dass mein Zustand falsch ist, doch ich weiß nicht, welche Lektion ich daraus lernen soll. Bitte erleuchte und führe mich, damit ich mein Problem verstehe.“
Eines Tages las ich Gottes Worte und erlangte ein gewisses Verständnis für mein Problem. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn die Menschen anfangen, an Gott zu glauben, wer von ihnen hat da keine eigenen Ziele, Beweggründe und Ambitionen? Obwohl ein Teil von ihnen an die Existenz Gottes glaubt und die Existenz Gottes gesehen hat, enthält ihr Glaube an Gott immer noch diese Beweggründe, und ihr ultimatives Ziel im Glauben an Gott ist, Seinen Segen und die Dinge, die sie wollen, zu erlangen. In den Lebenserfahrungen der Menschen denken sie sich oft: ‚Ich habe meine Familie und meine Karriere für Gott aufgegeben, und was hat Er mir gegeben? Ich muss es zusammenrechnen und bestätigen – habe ich in letzter Zeit irgendwelche Segnungen erhalten? Ich habe eine Menge während dieser Zeit gegeben, ich bin gelaufen und gelaufen, und habe viel gelitten – hat Gott mir im Gegenzug irgendwelche Versprechungen gegeben? Hat Er sich an meine guten Taten erinnert? Was wird mein Ende sein? Kann ich Gottes Segen empfangen? …‘ Jeder Mensch stellt ständig solche Berechnungen in seinem Herzen an und stellt Forderungen an Gott, die ihre Beweggründe und Ambitionen und eine geschäftliche Denkweise beinhalten. Das heißt, in seinem Herzen stellt der Mensch Gott ständig auf die Probe, schmiedet ständig Pläne in Bezug auf Gott, streitet über die Frage seines persönlichen Ergebnisses ständig mit Gott und versucht, Gott eine Aussage abzugewinnen und zu sehen, ob Gott ihm das geben kann, was er will oder nicht. Obwohl der Mensch nach Gott strebt, behandelt er Gott nicht als Gott. Der Mensch hat immer versucht, mit Gott Geschäfte zu machen, hat unablässig Forderungen an Ihn gestellt, Ihn sogar bei jedem Schritt gedrängt und versucht, die ganze Hand zu nehmen, nachdem ihm der kleine Finger gegeben worden war. Gleichzeitig mit dem Versuch, mit Gott Geschäfte zu machen, streitet der Mensch auch mit Ihm. Es gibt sogar Menschen, die, wenn ihnen Prüfungen widerfahren oder sie sich in gewissen Situationen wiederfinden, oft schwach, negativ und nachlässig in ihrer Arbeit und voller Beschwerden über Gott sind. Seit dem Zeitpunkt, als er zuerst anfing an Gott zu glauben, hat er Gott als Füllhorn betrachtet, als ein Schweizer Armeemesser, und er hat sich selbst als den größten Kreditgeber Gottes erachtet, als wäre es sein angeborenes Recht und seine Verpflichtung, zu versuchen, von Gott Segnungen und Verheißungen zu bekommen, während es Gottes Verantwortlichkeiten seien, den Menschen zu beschützen, sich um ihn zu kümmern und ihn zu versorgen. Das ist das grundlegende Verständnis des ‚Glaubens an Gott‘ all jener, die an Gott glauben, und so ist ihr tiefstes Verständnis des Begriffs des Glaubens an Gott“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II). „Die Beziehung des Menschen zu Gott beruht lediglich auf bloßem Eigeninteresse. Es ist eine Beziehung zwischen dem Empfänger und dem Geber von Segnungen. Deutlicher ausgedrückt, ist es die Beziehung zwischen einem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer strengt sich nur an, um den Lohn zu erhalten, den ihm der Arbeitgeber gibt. In dieser Art von Beziehung, die auf Eigeninteresse basiert, gibt es keine familiäre Verbundenheit, sondern nur geschäftlichen Austausch. Es gibt kein Lieben und Geliebtwerden, nur Gönnerhaftigkeit und Barmherzigkeit. Es gibt kein Verständnis, nur hilflos unterdrückte Empörung und Täuschung. Es gibt keine Vertrautheit, nur eine Kluft, die nicht zu überqueren ist. Wer kann, jetzt, da dieser Punkt erreicht worden ist, einen solchen Verlauf rückgängig machen? Und wie viele Menschen sind fähig, wirklich zu verstehen, wie prekär diese Beziehung geworden ist? Ich glaube, dass sich keiner vorstellen kann, wie peinlich und unansehnlich eine solche Beziehung zu Gott ist, wenn die Menschen in die freudige Stimmung, gesegnet zu werden, eintauchen“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 3: Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden). Als ich Gottes Worte las, traf es mich mitten ins Herz; ich litt, war erschüttert, beschämt und gedemütigt. In all den Jahren meines Glaubens an Gott bin ich, obwohl ich an einer Krankheit litt, früh aufgestanden und habe bis spät gearbeitet, um meine Pflicht zu tun. Und obwohl es so aussah, als sei ich Gott gegenüber voller Hingabe, nähme Rücksicht auf Seine Absichten und versuchte, Ihn zufriedenzustellen, war meine wahre Absicht, meine Aufwendung und meine Erfolge als Kapital einzusetzen, um Gott zur Heilung meiner Krankheit zu bewegen. Ich sah diese Dinge als Verhandlungsmasse, um mir die Errettung und den Eintritt in Gottes Königreich zu sichern. Alles, was ich tat, geschah für meine eigenen Segnungen und Vorteile, und ich versuchte, mit Gott Handel zu treiben. Ich erfüllte meine Pflicht nicht wirklich, um Gott zufriedenzustellen. Meine Krankheit war unheilbar, und jahrelange Schmerzen und Leiden ließen mich den Lebenswillen verlieren, doch in meinem Schmerz und meiner Verzweiflung erreichte mich Gottes Evangelium. Als ich Gottes Autorität und Kraft sah, setzte ich meine Hoffnung auf Ihn. Besonders als ich sah, wie eine Schwester genas, nachdem sie zu Gott gefunden hatte, dachte ich: „Solange ich bereit bin, bei meiner Pflicht Leid zu ertragen und einen Preis zu zahlen, wird Gott mich nicht enttäuschen.“ Ich glaubte, Er würde nicht nur meine Krankheit heilen, sondern mich auch in Sein Königreich bringen, damit ich das ewige Leben genießen könnte. Ganz gleich, welche Pflicht die Kirche für mich arrangierte, ich nahm sie an und unterwarf mich. Ich nahm Medikamente, um meine Krankheit im Griff zu behalten, und vernachlässigte nie meine Pflicht. Doch als meine Krankheit schlimmer wurde, anstatt sich zu bessern, und mir sogar der Tod drohte, wandte ich mich sofort gegen Gott und hatte das Gefühl, Gott sei mir gegenüber ungerecht. Ich lebte in einem negativen Zustand, beschwerte mich über Gott und verstand Ihn falsch. Ich las weder Gottes Worte noch betete ich, und ich bereute sogar meine frühere Aufwendung. Im Licht der Enthüllung durch Gottes Worte erkannte ich, dass meine Beziehung zu Gott eine Beziehung des reinen Eigeninteresses war, wie die zwischen einem Angestellten und einem Arbeitgeber. Meine Mühen und Opfer dienten einzig dazu, Vorteile von Gott zu erlangen; ich benutzte und täuschte Gott. Ich habe Gott nie wirklich als Gott behandelt. Ich dachte an die schwere Krankheit zurück, die ich in meinen Zwanzigern erlitten hatte, und mir war klar: Ohne Gottes Schutz wäre ich längst gestorben. Wie hätte ich sonst weiterleben können? Gott war es, der mir ein zweites Leben geschenkt und mich bis zu diesem Punkt am Leben erhalten hatte. Doch anstatt dankbar zu sein, nutzte ich meine Aufwendung, um Segnungen und Gnade von Gott zu fordern. Mir fehlte es wirklich an Menschlichkeit, und ich war Gottes Errettung nicht würdig. Ich dachte an Paulus. Obwohl er sich abmühte und Opfer brachte, tat er dies nicht, um Gott zufriedenzustellen, sondern um Segnungen und eine Krone zu erlangen. Am Ende sagte er in seiner Aufsässigkeit: „Ich habe einen guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe Glauben gehalten; hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit“ (2 Timotheus 4,7-8). Er verletzte Gottes Disposition. Wenn ich nicht Buße tat und mich änderte, sondern weiter Segnungen und Gnade von Gott forderte, würde ich letztendlich wie Paulus von Gott verschmäht und ausgemustert werden. Als ich das erkannte, bereute ich es noch mehr, und ich hasste mich dafür, dass ich so viele Jahre an Gott geglaubt hatte, ohne nach der Wahrheit zu streben. Ich hatte den falschen Weg des Strebens nach Segen eingeschlagen. Ich betete zu Gott: „Gott, in all den Jahren meines Glaubens an Dich habe ich Dir keine Liebe gezeigt oder versucht, Dir etwas zurückzugeben. Ich habe immer nur versucht, Dich zu benutzen. Mir fehlte es gänzlich an Menschlichkeit! Gott, ich will mich gegen meine falsche Absicht auflehnen und aufhören, mit Dir Handel treiben zu wollen.“
Danach bekam ich meine Krankheit durch Medikamente und Inhalator-Behandlungen relativ gut in den Griff. Im April 2022 nahm ich meine textbasierten Pflichten wieder auf. Ich schätzte diese Gelegenheit sehr. In dieser Zeit tat ich meine Pflicht mit ganzem Herzen so gut ich konnte, und die Ergebnisse meiner Pflicht waren ziemlich gut. Im Nu war es September 2023, und mein Asthma verschlimmerte sich plötzlich. Medikamente und Spritzen erwiesen sich als unwirksam, und mir blieb keine andere Wahl, als zur Behandlung ins Provinzkrankenhaus zu gehen. Nach vielen Schwierigkeiten stabilisierte sich mein Zustand endlich. Aber kurz darauf flammte mein Asthma wieder auf. Ich konnte nur einatmen, aber nicht mehr ausatmen, mir war schwindelig und ich war benommen, und ich spürte, dass ich in ständiger Lebensgefahr schwebte. Mir blieb keine andere Wahl, als zur Erholung nach Hause zurückzukehren. Der Gedanke an die Heimkehr entmutigte mich zutiefst und raubte mir jede Hoffnung, sodass ich die Tränen nicht zurückhalten konnte. Ich dachte bei mir: „Ich habe mich bei meiner Pflicht so sehr angestrengt, so viel Leid ertragen und einen großen Preis gezahlt, warum also wird meine Krankheit nur immer schlimmer? Warum berücksichtigt Gott nicht meine Bereitschaft, meine Pflicht zu tun, und beschützt und heilt mich? Sieht Gott mein Herz nicht?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto ungerechter fühlte ich mich von Gott behandelt. Was die Zukunft anging, war ich völlig hoffnungslos. Nicht nur, dass eine Heilung meiner Krankheit unwahrscheinlich war, ich hatte auch das Gefühl, dass meine Hoffnung, die Errettung zu erlangen und in das Königreich einzugehen, noch geringer geworden war. Damals suchte eine Schwester passend zu meinem Zustand einen Abschnitt aus Gottes Worten für mich heraus: „Wenn Gott es so einrichtet, dass du erkrankst, sei es schwer oder leicht, liegt Sein Ziel nicht darin, dich alle Einzelheiten des Krankseins, den Schaden, den dir die Krankheit zufügt, die verschiedenen Unannehmlichkeiten und Schwierigkeiten, die die Krankheit dir verursacht und die verschiedenen Gefühle, die eine Krankheit dich haben lässt, erfahren zu lassen – Er bezweckt damit nicht, dass du das Kranksein durch den Prozess des Krankseins erfährst. Vielmehr bezweckt Er damit, dass du aus dem Kranksein Lehren ziehst, dass du lernst, Gottes Absichten zu begreifen, dass du die verdorbenen Dispositionen, die du offenbarst, und die falschen Haltungen, die du Gott gegenüber hast, wenn du krank bist, in Erfahrung bringst, dass du lernst, wie man sich Gottes Souveränität und Anordnungen unterwirft, und dass du wahre Unterwerfung gegenüber Gott erreichst und in deinem Zeugnis standhaft bleiben kannst – das ist absolut entscheidend. Gott möchte dich durch Krankheit retten und reinigen. Was an dir möchte Er reinigen? Er möchte dich von allen deinen extravaganten Begierden und Forderungen reinigen, die du Gott auferlegst, und sogar von den verschiedenen Berechnungen, Urteilen und Plänen, die du um jeden Preis anstellst, fällst und machst, um zu überleben und dich am Leben zu erhalten. Gott erlaubt dir nicht, Pläne zu machen, Er erlaubt dir nicht, dass du urteilst, und Er erlaubt dir nicht, dass du dir irgendetwas Extravagantes von Ihm wünschst; Er fordert nur, dass du dich Ihm unterwirfst und bei deiner Praxis und deinem Erfahren der Unterwerfung deine eigene Haltung gegenüber der Krankheit und diesen körperlichen Verfassungen kennenlernst, die Er dir zuteilwerden lässt, sowie deine persönlichen Wünsche. Wenn du diese Dinge in Erfahrung bringst, kannst du verstehen, wie nutzbringend es für dich ist, dass Gott diese Umstände der Krankheit für dich arrangiert hat bzw. dass Er dir diese körperliche Verfassung zuteilwerden ließ; und du kannst verstehen, wie hilfreich sie für die Veränderung deiner Disposition, für deine Errettung und für deinen Lebenseintritt sind. Wenn dich eine Krankheit ereilt, darfst du daher nicht ständig überlegen, wie du sie loswerden oder ihr entkommen oder sie ablehnen kannst. … Du kannst nicht sagen: ‚Wenn ich von dieser Krankheit geheilt werde, dann werde ich daran glauben, dass es Gottes große Kraft ist, aber wenn ich nicht geheilt werde, dann werde ich mit Gott nicht zufrieden sein. Warum hat Gott mir diese Krankheit gegeben? Warum heilt Er diese Krankheit nicht? Warum habe ich diese Krankheit bekommen und nicht jemand anderes? Ich will sie nicht! Warum muss ich bereits so früh, in so jungen Jahren, sterben? Wie kommt es, dass andere Menschen weiterleben dürfen? Warum?‘ Frage nicht nach dem Warum, es ist Gottes Orchestrierung. Es gibt keinen Grund, und du solltest nicht fragen, warum. Nach dem Grund zu fragen, ist aufsässiges Gerede, und das ist keine Frage, die ein geschaffenes Wesen stellen sollte. Frage nicht nach dem Warum, es gibt kein Warum. Gott hat diese Dinge so eingerichtet und geplant. Wenn du nach dem Warum fragst, dann kann man nur sagen, dass du zu aufsässig bist, zu unnachgiebig. Wenn dir etwas missfällt, oder Gott nicht so handelt, wie du es dir wünschst oder dir nicht deinen Willen lässt, wirst du unzufrieden, du bist verärgert und fragst ständig nach dem Warum. Gott fragt dich also: ‚Warum hast du als geschaffenes Wesen deine Pflicht nicht gut erfüllt? Warum hast du deine Pflicht nicht treu ausgeführt?‘ Und was wirst du antworten? Du sagst: ‚Es gibt kein Warum, so bin ich einfach.‘ Ist das akzeptabel? (Nein.) Es ist akzeptabel, dass Gott so zu dir spricht, aber es ist nicht akzeptabel, dass du so zu Gott sprichst. Du hast nicht die angemessene Stellung eingenommen, und du bist zu unvernünftig“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, erlangte ich ein gewisses Verständnis für Gottes Absicht. Gott wollte nicht, dass ich in meiner Krankheit verharre und über die Einzelheiten des Krankseins nachsinne, noch wollte Er, dass ich verzweifelt versuche, meiner Krankheit zu entkommen. Eine Krankheit kann behandelt werden, aber ob sie heilbar ist oder mein Leben bedrohen wird, liegt nicht in der Hand des Menschen. Das alles unterliegt Gottes Herrschaft und Vorherbestimmung. Ich musste mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen, darüber nachdenken, welche verdorbenen Dispositionen und fehlerhaften Ansichten ich in meiner Krankheit offenbarte, und die Wahrheit suchen, um diese Dinge zu lösen. Das war die Vernunft, die ich besitzen sollte. Ich dachte daran, dass es mir in meiner Krankheit an Unterwerfung gegenüber Gott fehlte. Als sich mein Zustand verschlechterte und ich meine Pflichten nicht tun konnte, oder als sogar mein Leben in Gefahr war, suchte ich nicht die Wahrheit, sondern beschwerte mich stattdessen. Ich beschwerte mich bei Gott, weil Er mein Leiden und meine Aufwendung nicht berücksichtigte und mich nicht beschützte, und ich glaubte, dass Gott ungerecht sei. Obwohl ich durch frühere Erfahrungen ein gewisses Verständnis für meine fehlerhafte Denkweise gewonnen hatte, mit Gott Handel treiben zu wollen, hatte keine echte Veränderung stattgefunden. Gott kannte meine Mängel und Unzulänglichkeiten, und durch das Wiederauftreten meiner Krankheit deckte Er einmal mehr meine verachtenswerten Absichten im Glauben an Ihn auf. Erst da erkannte ich, wie tief verwurzelt meine Absicht war, Segen zu erlangen. Das Wiederauftreten meiner Krankheit enthielt Gottes gute Absicht und war geschehen, um meine Verdorbenheit und Unreinheiten zu reinigen. Aber ich verstand Gottes Werk nicht und beschwerte mich, dass Gott ungerecht sei. Ich verstand Gott falsch, indem ich dachte, dass Er mich durch meine Krankheit ausmustern wollte, und ich sah, dass ich Gott nach all den Jahren des Glaubens noch überhaupt nicht kannte. Ich war wahrlich armselig, bemitleidenswert und blind! Jetzt verstand ich: Auch wenn ich oberflächlich betrachtet viel unter dieser Krankheit litt, stand dahinter Gottes mühevolle und gewissenhafte Absicht. Dies war Gottes Errettung für mich, und sie sollte mich dazu bringen, in meiner Krankheit über mich nachzudenken und mich selbst zu erkennen. Wäre das nicht geschehen, wäre mein Streben entsprechend meiner fehlerhaften Sichtweise weitergegangen, wäre nur weiter von Gottes Anforderungen abgedriftet und hätte letztendlich einen Weg ohne Wiederkehr beschritten. Als ich das erkannte, wurde mir leichter ums Herz, und ich beschwerte mich nicht mehr über Gott oder verstand Ihn falsch.
Später las ich Gottes Worte und erlangte ein gewisses Verständnis für Gottes gerechte Disposition. Der Allmächtige Gott sagt: „Gerechtigkeit ist keineswegs Fairness oder Vernunft. Sie ist nicht Gleichmacherei oder eine Frage dessen, dir bereitzustellen, was du verdienst, je nachdem, wie viel Arbeit du erledigt hast, oder dich für die geleistete Arbeit zu bezahlen oder dir den Anteil zu geben, je nachdem, welche Mühe du aufwendest. Dies ist keine Gerechtigkeit, es bedeutet nur, fair und vernünftig zu sein. Nur wenige Menschen sind fähig, Gottes gerechte Disposition zu erkennen. Angenommen, Gott hätte Hiob vernichtet, nachdem Hiob Ihn bezeugt hatte: Wäre das gerecht? Tatsächlich wäre es das. Warum nennt man dies Gerechtigkeit? Wie sehen Menschen Gerechtigkeit? Wenn etwas mit den Auffassungen der Menschen übereinstimmt, dann ist es für sie sehr leicht zu sagen, dass Gott gerecht ist. Wenn sie hingegen meinen, etwas stimme nicht mit ihren Auffassungen überein – wenn es etwas ist, das sie nicht begreifen können –, dann wäre es für sie schwierig zu sagen, dass Gott gerecht ist. Wenn Gott Hiob damals vernichtet hätte, hätten die Menschen nicht gesagt, Er sei gerecht. Aber muss Gott Sich eigentlich rechtfertigen, wenn Er Menschen vernichtet, egal, ob sie verdorben sind oder nicht, ob sie zutiefst verdorben sind oder nicht? Muss Er den Menschen erklären, auf welcher Grundlage Er dies tut? Muss Gott den Menschen die Regeln erklären, die Er aufgestellt hat? Das ist nicht nötig. In Gottes Augen ist jemand, der verdorben ist und sich Gott widersetzen könnte, wertlos; wie Gott mit ihm umgeht, wird angemessen sein, und alles ist von Gott angeordnet. Wenn du in Gottes Augen missfällig wärst und Er sagen würde, dass Er dich nach deinem Zeugnis nicht mehr gebrauchen kann und dich deshalb vernichtet, wäre das auch Seine Gerechtigkeit? Das wäre es. Du kannst das anhand der Tatsachen jetzt vielleicht nicht gleich erkennen, aber du musst es in der Glaubenslehre verstehen. Was meint ihr – ist die Vernichtung Satans durch Gott ein Ausdruck Seiner Gerechtigkeit? (Ja.) Und was wäre, wenn Er Satan bestehen ließe? Das traut ihr euch jetzt nicht zu sagen, nicht wahr? Gottes Wesen ist gerecht. Auch wenn es nicht einfach ist, Sein Handeln zu verstehen, ist alles, was Er tut, gerecht; es ist nur so, dass die Menschen das nicht verstehen. Als Gott Petrus Satan übergab, was sagte Petrus in Antwort darauf? ‚Die Menschen sind außerstande zu ergründen, was Du tust, doch alles, was Du tust, enthält Deine guten Absichten; in allem davon ist Gerechtigkeit. Wie kann ich Deine Weisheit und Taten nicht lobpreisen?‘ Du solltest nun sehen, dass der Grund, warum Gott Satan in der Zeit Seiner Errettung der Menschen nicht vernichtet, darin liegt, dass die Menschen klar sehen können, wie Satan sie verdorben hat und in welchem Ausmaß er sie verdorben hat, und wie Gott sie reinigt und rettet. Letztendlich, wenn die Menschen die Wahrheit verstanden, Satans abscheuliches Antlitz klar gesehen haben und die ungeheuerliche Sünde der Verdorbenheit Satans an ihnen geschaut haben, wird Gott Satan vernichten und ihnen Seine Gerechtigkeit zeigen. Der Zeitpunkt, zu dem Gott Satan vernichtet, ist voll von Gottes Disposition und Weisheit. Alles, was Gott tut, ist gerecht. Auch wenn die Menschen nicht in der Lage dazu sein mögen, Gottes Gerechtigkeit wahrzunehmen, sollten sie nicht nach Belieben Beurteilungen vornehmen. Wenn Menschen etwas, das Er tut, unvernünftig erscheint, oder wenn sie irgendwelche Auffassungen dazu haben und sie das dann dazu bringt zu sagen, dass Er nicht gerecht ist, dann sind sie höchst unvernünftig“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, erkannte ich, dass ich Gottes gerechte Disposition überhaupt nicht verstanden hatte. Ich hatte Gottes Gerechtigkeit als die Fairness und Vernunft betrachtet, die die verdorbene Menschheit kennt. Ich dachte, dass Gott meine Krankheit heilen und mir Gnaden und Segnungen gewähren sollte, da ich an Ihn glaubte, einen Preis gezahlt und mich aufgewendet hatte. Wenn die Dinge mit meinen Auffassungen übereinstimmten, hielt ich Gott für gerecht, aber wenn Gott mich nicht segnete und die Dinge nicht mit meinen Auffassungen und Vorstellungen übereinstimmten, dachte ich, dass Gott ungerecht sei. Ich maß Gottes Gerechtigkeit ausschließlich daran, ob ich Segen und Vorteile erlangte, was völlig unvereinbar mit der Wahrheit ist. Diese Ansichten waren wirklich verzerrt! In Wirklichkeit ist es egal, wie vielen Dingen man entsagt oder wie sehr man sich aufwendet, nachdem man Gott gefunden hat, wie viel man leidet oder wie groß der Preis ist, den man zahlt – das ist alles, was ein geschaffenes Wesen tun sollte. Wie Gott die Menschen behandelt – ob Er Gnade und Segen gibt oder die Krankheit des Körpers heilt –, ist Gottes Vorrecht, und die verdorbene Menschheit hat kein Recht zu verlangen, dass Gott dies oder jenes tut. Was die Menschen tun sollten, ist, dies anzunehmen und sich zu unterwerfen, denn das ist die Vernunft, die sie besitzen sollten. Aber ich verlangte selbstgerecht, dass Gott mich aufgrund meiner Aufwendungen heilte. War das nicht ein Versuch, Gott zu erpressen? Die Vorstellung, dass Gott, nachdem ich an Ihn geglaubt, Opfer gebracht und mich aufgewendet hatte, dafür sorgen müsse, dass bei mir alles glatt lief und dass Er meine Krankheit heilte, und dass Er, wenn Er das nicht täte, ungerecht wäre – war das nicht nur meine eigene Auffassung? Wenn Gott mich heilt, dann ist das Seine Gerechtigkeit, und wenn Er mich nicht heilt, dann ist auch das Seine Gerechtigkeit. Egal wie schlimm meine Krankheit wird, selbst wenn Gott mich sterben lässt, ist das Gottes Gerechtigkeit. Ich durfte Gottes gerechte Disposition nicht aus der Perspektive persönlicher Interessen betrachten, sondern musste sie aus der Perspektive Seines Wesens sehen. Gott ist der Schöpfer, und Sein Wesen ist Gerechtigkeit. Wie auch immer Er uns behandelt, es ist angemessen und gerecht. Ich dachte daran, wie Gott Petrus dem Satan übergab. Petrus konnte es annehmen, ohne sich über Gott zu beschweren oder Ihn falsch zu verstehen, und er sagte sogar: „Die Menschen sind außerstande zu ergründen, was Du tust, doch alles, was Du tust, enthält Deine guten Absichten; in allem davon ist Gerechtigkeit. Wie kann ich Deine Weisheit und Taten nicht lobpreisen?“ Ich bin nur ein kleines geschaffenes Wesen, und was auch immer Gott mit mir tut, ist angemessen. Ob Er mich heilt oder nicht, ob Er mir ein gutes Ergebnis oder einen guten Bestimmungsort gibt oder nicht, ich sollte es annehmen und mich unterwerfen, denn das zeugt vom Besitz von Menschlichkeit und Vernunft. Als ich das erkannte, betete ich zu Gott: „Gott, ich habe Deine gerechte Disposition früher nicht verstanden und sie nach meinen eigenen Auffassungen und Vorstellungen bemessen. Jetzt verstehe ich, dass alles, was Du tust, gerecht ist. Selbst wenn meine Krankheit nicht geheilt wird und ich sterbe, bist Du immer noch gerecht, und ich werde Dir trotzdem danken und Dich preisen!“
Danach las ich in Gottes Worten über Hiobs Unterwerfung unter Gott und war tief bewegt. Gott sagt: „Hiob hat nicht versucht, mit Gott zu handeln, und stellte keine Forderungen oder Ansprüche an Gott. Sein Lobpreis des Namens Gottes war wegen der großen Kraft und Autorität Gottes in der Herrschaft über alle Dinge, und war nicht davon abhängig, ob er Segen erhielt oder von Unglück heimgesucht wurde. Er glaubte, dass Gottes Kraft und Autorität sich nicht ändern werden, unabhängig davon, ob Gott die Menschen segnet oder ein Unglück über sie bringt, und somit, unabhängig von den Umständen eines Menschen, Gottes Name gelobt werden sollte. Dass der Mensch von Gott gesegnet wird, liegt an der Souveränität Gottes, und wenn dem Menschen Unglück widerfährt, so liegt es auch an Gottes Souveränität. Gottes Kraft und Autorität beherrschen und ordnen alles am Menschen; die Launen des menschlichen Glücks sind die Manifestation der Kraft und Autorität Gottes, und unabhängig vom Standpunkt eines Menschen, sollte Gottes Name gelobt werden. Dies ist, was Hiob während der Jahre seines Lebens erfuhr und kennenlernte. Alle Gedanken und Handlungen Hiobs erreichten Gottes Ohren und kamen vor Gott an und wurden von Gott als wichtig erachtet. Gott schätzte diese Kenntnis von Hiob und schätzte an Hiob, ein solches Herz zu haben. Dieses Herz erwartete Gottes Gebot immer und überall, und ungeachtet der Zeit oder des Ortes, begrüßte es was auch immer ihm widerfuhr. Hiob stellte keine Anforderungen an Gott. Was er von sich selbst verlangte, war, auf alle Anordnungen, die von Gott kamen, zu warten, sie zu akzeptieren, sich ihnen zu stellen und zu unterwerfen; Hiob glaubte, dies sei seine Pflicht, und es war genau das, was von Gott gewünscht war“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst II). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mir das Herz hell, und ich fand einen Weg der Praxis. Hiob glaubte an Gott, ohne zu versuchen, mit Ihm Handel zu treiben, und ob er nun Segen empfing oder Unheil erlitt, er war in der Lage, Gott zu preisen. Das lag daran, dass er Gottes Autorität in allen Dingen und aus seinen eigenen Erfahrungen erkannte und wusste, dass es Gottes große Kraft war, die über alles herrschte und alles anordnete. Ganz gleich, ob ein Mensch am Ende Segen empfängt oder leidet, er sollte sich bedingungslos der Herrschaft und den Anordnungen des Schöpfers unterwerfen. Hiob besaß Menschlichkeit und Vernunft; er bat Gott um nichts. Stattdessen forderte er von sich selbst, stets zu warten und alles, was von Gott kam, anzunehmen und sich dem zu unterwerfen. Hiob war ehrlich, gutherzig und besaß wahren Glauben an Gott; letztendlich blieb er während der Prüfungen in seinem Zeugnis standhaft und erhielt Gottes Billigung. Auch ich wollte Hiob nacheifern, und ob sich meine Krankheit bessern würde oder nicht, oder was auch immer mein Ergebnis sein mochte, ich würde mich Gottes Anordnungen und Orchestrierungen unterwerfen und keine eigenen Entscheidungen mehr treffen. Ich betete zu Gott: „Gott, früher habe ich die Wahrheit nicht verstanden. Ich war immer besorgt darüber, ob meine Krankheit geheilt werden würde oder ob ich ein gutes Ergebnis oder einen guten Bestimmungsort haben würde, und ich lebte in großem Leid. Heute bin ich bereit, mich Deinen Händen anzuvertrauen, und ob ich Segen empfange oder leide, ich werde mich Deiner Herrschaft und Deinen Anordnungen unterwerfen.“ Nachdem sich meine Sichtweise etwas geändert hatte, verspürte ich eine große Erleichterung und Befreiung. Danach probierte ich ein traditionelles chinesisches Volksheilmittel aus, um meine Gesundheit zu pflegen, und unerwarteterweise bekam ich meinen Zustand tatsächlich in den Griff und konnte meine Pflichten normal ausführen.
Durch diese Erfahrung erkannte ich, dass ich ohne die Enthüllung durch die Krankheit meine verachtenswerten Absichten, nach Segen zu streben, nicht hätte erkennen können. Obwohl ich durch meine Krankheit einige körperliche Schmerzen erlitt, erlangte ich ein gewisses Verständnis für die abwegigen und absurden Sichtweisen hinter meinem Streben und erlebte eine gewisse Veränderung. Das war Gottes Liebe und Errettung für mich! Dank sei Gott!