42. Wie ich meine Eifersucht überwand
Im Oktober 2019 arbeitete ich mit Mo Han bei Fotoaufnahmen zusammen. Da ich früher Fotografie gelernt hatte, war meine Erfolgsrate bei der Produktion von Fotos, die dem Standard entsprachen, höher als ihre. Ich dachte bei mir: „Ich scheine ja ein gewisses Talent fürs Fotografieren zu haben, wenn ich von Anfang an so viel gutes Material liefere. Die Verantwortliche wird mich bestimmt für ein besonderes Fotografie-Talent halten.“ Insgeheim freute ich mich und schaute auch auf Mo Han herab: „Du warst doch früher sogar in einem Fotografieverein, aber deine Fähigkeiten sind ja auch nicht gerade beeindruckend!“ Später, während einer Versammlung, lobte die Verantwortliche meine Fähigkeiten und meinen Einsatz bei meinen Pflichten und bat Mo Han, mehr von mir zu lernen. Das war Musik in meinen Ohren. Danach hängte ich mich noch mehr in meine Pflichten rein. Manchmal ertrug ich mittags die sengende Hitze und machte ganz allein Aufnahmen in den Schilffeldern. Einmal fotografierte ich, obwohl ich mich unwohl fühlte, selbst in einem heftigen Regensturm weiter. Ich dachte, solange ich mehr gute Aufnahmen machte, würden alle noch mehr von mir halten, und dafür lohnte sich das Leiden. Nach einer Weile wurde klar, dass die Verantwortliche mich sehr schätzte. Bei jeder Fachbesprechung wurde ich gebeten, über meine Erfahrungen beim Fotografieren zu sprechen. Auch bei den Schulungen war ich immer die Erste, die analysieren und zusammenfassen sollte. Als ich sah, wie sehr die Verantwortliche mich schätzte, kam ich mir noch begabter vor.
Eines Abends kam die Verantwortliche zu unserem Team und sagte, wir müssten eine Teamleiterin auswählen, die die Arbeit leitet. Nach dem gemeinschaftlichen Austausch über die Grundsätze schlugen Mo Han und eine andere Schwester mich als Teamleiterin vor. Ich freute mich insgeheim und dachte: „Meine Mühen bei meiner Pflicht waren also doch nicht umsonst. Alle haben es bemerkt.“ Aber nach außen hin tat ich bescheiden und sagte: „Oh, das könnte ich nicht. Auch wenn ich technisch ziemlich fit bin, fehlt es mir am Lebenseintritt. Ich kann die Verantwortung einer Teamleiterin nicht übernehmen.“ Später führte die Verantwortliche eine umfassende Evaluierung durch und wählte Mo Han zur Teamleiterin. Ich dachte darüber nach, dass Mo Han bei ihrer Arbeit zuverlässig war, bestimmte Grundsätze erfassen konnte und dass sie einen besseren Lebenseintritt hatte. Ich glaubte noch nicht so lange an Gott und war nur technisch versierter. Deshalb war ich im Moment tatsächlich besser für Einzelaufgaben geeignet. Aber als ich dieses Ergebnis sah, fühlte ich mich trotzdem innerlich sehr zwiegespalten und empfand einen starken Verlust. Den ganzen Tag war ich abgelenkt und konnte mich zu nichts aufraffen. Obwohl ich wusste, dass Mo Han die richtige Wahl für die Teamleitung war, war ich trotzdem verletzt und fragte mich: „Denkt die Verantwortliche etwa, ich verstehe die Wahrheit nicht, habe keinen Lebenseintritt und bin nur eine Arbeitskraft, die ihre Arbeit macht, und plant sie deshalb nicht, mich zu fördern?“ Als sich die Verantwortliche später mit uns versammelte, begann ich, sie zu beobachten, und fragte mich, ob sie mir oder Mo Han mehr Aufmerksamkeit schenkte. Ich bemerkte, dass sich die Verantwortliche manchmal detailliert nach Mo Hans Zustand erkundigte, und ein paar Mal hielt sie sogar privat mit ihr Gemeinschaft. Das bestätigte meine Gedanken noch mehr, und ich hatte das Gefühl, dass die Verantwortliche Mo Han mehr schätzte. Ich war sehr entmutigt und verletzt und begann sogar, Mo Han zu grollen. Einmal sagte die Verantwortliche, Mo Han habe sich bei ihren Aufnahmen verbessert, und bat sie, ihre Erfahrungen beim Fotografieren zu teilen. Das machte mich noch eifersüchtiger auf Mo Han, und ich fühlte, dass sie mir die Show gestohlen hatte. Danach fühlte ich mich in Mo Hans Gegenwart richtig unwohl. Manchmal spürte ich meine Abneigung schon, wenn ich sie nur reden hörte, und ich verspürte das Verlangen, ihr zu widersprechen und ihr absichtlich entgegenzuwirken. Als Mo Han diese Haltung bei mir bemerkte, fühlte sie sich eingeschränkt. Sie sprach mich einmal darauf an und sagte, dass es sie sehr belaste, dass ich ständig mit ihr stritt und ihr widersprach, und dass sie den Umgang mit mir als anstrengend empfand. Ich wusste, dass es falsch war, so eifersüchtig auf sie zu sein, aber ich konnte mich einfach nicht beherrschen. Früher, wenn ich gute Video-Tutorials gefunden hatte, hatte ich sie immer Mo Han empfohlen, und wenn ich bei ihren Aufnahmen Fehler bemerkte, wies ich sie darauf hin, um ihr zu helfen. Aber seit ich das Gefühl hatte, die Verantwortliche schätzte sie mehr, wollte ich ihr in technischen Dingen nicht mehr helfen. Manchmal spottete ich sogar ganz unverblümt und sagte, ihre Bildkompositionen seien schwach und einfach nicht schön. Nachdem das ein paar Mal passiert war, begann Mo Han daran zu zweifeln, ob ihr Kaliber ausreichte und sie für diese Pflicht überhaupt geeignet war. Als ich sah, wie sie durch meine Sticheleien ihr Selbstvertrauen verlor, tat es mir nicht nur nicht leid, sondern ich freute mich sogar ein wenig. Ich dachte mir, wenn sie negativ würde, würde die Verantwortliche sie vielleicht als unfähig ansehen und mich wieder mehr schätzen. Einmal mussten wir schnell einige Aufnahmen machen. Allein der Anblick, wie Mo Han sich den ganzen Tag abmühte, um nach Fotostandorten zu suchen, ärgerte mich. Ich hatte Angst, sie könnte ein paar tolle Orte finden und Aufnahmen machen, die angenommen würden, dann würde die Verantwortliche sie noch mehr schätzen. Also versuchte ich, ihren Enthusiasmus zu dämpfen, indem ich sagte, sie strenge sich nur so an, um die Bewunderung der Leute zu gewinnen, und dass sie das alles nur für ihr Ansehen und ihren Status tue. Als sie mich das sagen hörte, fühlte sich Mo Han in ihrer Pflicht eingeschränkt. Ein anderes Mal bemerkte ich, wie die Verantwortliche immer wieder mit Mo Han Gemeinschaft hielt, um ihr mit ihrem Zustand zu helfen, und ich wurde eifersüchtig. Als ich an der Reihe war, Gemeinschaft zu halten, nutzte ich den Vorwand der Selbsterkenntnis, um vor der Verantwortlichen ganz bewusst zu sagen: „Ich habe zu hohe Anforderungen an Mo Han gestellt. Ich dachte nur, da sie schon so viele Jahre an Gott glaubt, sollte sie doch schon etwas Wahrheitsrealität besitzen, also wollte ich, dass sie mir bei meinem Lebenseintritt hilft. Aber als sie mir nicht half, fing ich an, auf sie herabzusehen.“ Ich erwähnte unter anderem auch, wie mir andere Brüder und Schwestern, die ich früher kannte, immer geholfen hatten. Nachdem ich das gesagt hatte, hatte ich ein schlechtes Gewissen. Die Verantwortliche fragte Mo Han, was sie dachte. Mo Han sagte: „Was sie gesagt hat, macht mich ziemlich traurig. Ich habe das Gefühl, dass ich, obwohl ich nach so vielen Jahren des Glaubens einige Glaubenslehren verstehe, nicht viel Wahrheitsrealität oder Liebe für sie habe.“ Als ich sah, dass die Schwester immer noch von Gott annehmen und über sich nachdenken konnte, war ich zutiefst beschämt und hätte am liebsten im Erdboden versinken wollen. Nach diesem Vorfall begann ich, über mich nachzudenken, und mir wurde klar, dass ich Mo Han um meines Ansehens und Status willen unterdrückte und herabsetzte. Später las ich Gottes Worte, die aufdecken, wie Antichristen Andersdenkende um ihres Status willen unterdrücken und ausschließen, und das gab mir ein gewisses Verständnis für die Verdorbenheit, die ich offenbart hatte.
Der Allmächtige Gott sagt: „Die öffentliche Unterdrückung von Menschen durch Antichristen, die Ausgrenzung von Menschen, Angriffe auf Menschen und die Entlarvung menschlicher Probleme – all das erfolgt gezielt. Zweifellos nutzen sie Mittel wie diese, um diejenigen ins Visier zu nehmen, die die Wahrheit anstreben und die Antichristen erkennen können. Indem sie diese Menschen brechen, erreichen sie ihr Ziel, ihre eigene Position zu stärken. Menschen auf diese Weise anzugreifen und auszugrenzen, entspringt einer bösartigen Natur. In ihrer Sprache und Redeweise liegt Aggressivität: Entlarvung, Verurteilung, Verleumdung und böse Verunglimpfung. Sie verdrehen sogar die Tatsachen, reden von positiven Dingen, als wären sie negativ, und von negativen, als wären sie positiv. Indem sie schwarz und weiß umkehren und richtig und falsch so vermischen, erreichen Antichristen ihr Ziel, Menschen zu besiegen und ihren Ruf zu ruinieren. Welche Denkweise verursacht diesen Angriff auf Andersdenkende und deren Ausgrenzung? Meist rührt das von einer missgünstigen Denkweise her. Bei einer boshaften Disposition bringt Missgunst starken Hass mit sich; und als Folge ihrer Missgunst greifen Antichristen Menschen an und grenzen sie aus. Wenn Antichristen in einer Situation wie dieser entlarvt und gemeldet werden, ihren Status verlieren und einen Schlag erleiden, werden sie trotzig und unzufrieden sein, und es wird ihnen noch leichter fallen, aufs Schärfste rachsüchtig zu werden. Rachsucht ist eine Art von Mentalität und auch eine Art von verdorbener Disposition. Wenn Antichristen sehen, dass das, was jemand getan hat, schädlich für sie war, dass andere fähiger sind als sie oder dass Aussagen und Vorschläge von jemandem besser oder klüger sind als ihre und alle den Aussagen und Vorschlägen dieser Person zustimmen, fühlen die Antichristen, dass ihre Position bedroht ist, Missgunst und Hass steigen in ihren Herzen auf, und sie greifen an und nehmen Rache. Wenn sie Rache nehmen, versetzen Antichristen ihrem Zielobjekt im Allgemeinen einen präventiven Schlag. Sie sind proaktiv, wenn sie Menschen angreifen und brechen, bis sich die andere Partei unterwirft. Erst dann haben sie das Gefühl, Dampf abgelassen zu haben. Wie manifestiert sich sonst noch, dass sie Menschen angreifen und ausgrenzen? (Sie setzen andere herab.) Andere herabzusetzen, ist eine Art, wie sich das manifestiert; egal, wie gut du deine Arbeit machst, Antichristen werden dich trotzdem herabsetzen oder dich aburteilen, bis du negativ und schwach bist und es nicht mehr aushalten kannst. Dann werden sie zufrieden sein, weil sie ihr Ziel erreicht haben werden“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 2. Andersdenkende werden von ihnen angegriffen und ausgegrenzt). „Wenn sie jemanden sehen, der besser ist als sie, versuchen sie, ihn zu Fall zu bringen, erfinden haltlose Gerüchte über ihn oder greifen zu verachtenswerten Mitteln, um ihn zu verunglimpfen und seinen Ruf zu untergraben – und trampeln sogar auf ihm herum – um ihren eigenen Platz in den Herzen der Menschen zu schützen. Was ist das für eine Disposition? Das ist mehr als nur Arroganz und Dünkel, das ist die Disposition Satans, das ist eine böswillige Disposition. Dass eine solche Person Menschen angreift und ausgrenzt, die besser und ihr überlegen sind, ist heimtückisch und niederträchtig. Und dass sie vor nichts zurückschreckt, um Menschen zu Fall zu bringen, zeigt, dass in ihr eine beträchtliche dämonische Natur steckt! Sie lebt nach der Disposition Satans, setzt Menschen herab, versucht, ihnen etwas anzuhängen, und quält sie. Sind das keine Übeltaten? Und obwohl sie so lebt, denkt sie noch immer, dass sie in Ordnung ist, dass sie ein guter Mensch ist. Aber wenn sie jemanden sieht, der ihr überlegen ist, quält sie ihn und tritt ihn mit Füßen. Um was für ein Problem handelt es sich hier? Sind Menschen, die solch böse Taten begehen, nicht skrupellos und mutwillig? Solche Menschen berücksichtigen nur ihre eigenen Interessen und ihre eigenen Gefühle, und ihnen geht es nur darum, ihre eigenen Begierden, Ambitionen und Ziele zu erreichen. Ihnen ist es egal, wie viel Schaden der Kirchenarbeit zugefügt wird, und sie würden lieber die Interessen des Hauses Gottes opfern, als ihren Status in den Herzen der Menschen und ihren eigenen Ruf zu verlieren. Sind solche Menschen nicht arrogant und selbstgerecht, egoistisch und niederträchtig? Solche Menschen sind nicht nur arrogant und selbstgerecht, sie sind auch äußerst egoistisch und niederträchtig. Sie nehmen keinerlei Rücksicht auf die Absichten Gottes. Haben solche Menschen gottesfürchtige Herzen? Sie haben nicht im Geringsten gottesfürchtige Herzen. Darum handeln sie mutwillig und tun, was immer sie wollen, ohne Schuldgefühl, ohne Furcht, ohne Befürchtung oder Sorge und ohne die Konsequenzen zu bedenken. Das tun sie oft und so haben sie sich immer verhalten. Was ist die Natur eines solchen Verhaltens? Gelinde gesagt sind solche Menschen viel zu eifersüchtig und haben ein zu starkes Verlangen nach persönlichem Ansehen und Status; sie sind zu hinterlistig und heimtückisch. Um es etwas schärfer auszudrücken, das Wesen des Problems ist, dass solche Menschen überhaupt keine gottesfürchtigen Herzen haben. Sie haben keine Angst vor Gott, sie glauben, dass sie selbst von größter Bedeutung sind, und sie betrachten alles an sich selbst als höher als Gott und höher als die Wahrheit. In ihren Herzen ist Gott unbedeutend und nicht erwähnenswert, und Gott hat in ihren Herzen überhaupt keinen Status“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die fünf Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um den rechten Weg des Gottesglaubens einzuschlagen). Als ich Gottes Worte las, war ich sehr besorgt und betrübt. Szenen der Zusammenarbeit mit Mo Han in meinen Pflichten spielten sich immer wieder vor meinem geistigen Auge ab. Als ich mit meinen Aufnahmen erste Erfolge erzielte und sah, dass die Verantwortliche mir mehr Aufmerksamkeit schenkte, fühlte ich, dass ich Talent hatte. Als es an der Zeit war, eine Teamleiterin auszuwählen, dachte ich, ich würde auf jeden Fall gewählt werden. Aber als Mo Han gewählt wurde, wurde ich sehr negativ und niedergeschlagen und empfand Groll und Eifersucht ihr gegenüber, weil ich dachte, sie hätte mir das Rampenlicht gestohlen. Um meinen Platz in den Augen der Verantwortlichen zurückzugewinnen, begann ich, Mo Han zu verdrängen. Ich widersprach ihr nicht nur oft, sondern verspottete und erniedrigte sie auch, wenn ich Mängel an ihren Aufnahmen bemerkte, um ihren Enthusiasmus zu untergraben. Als ich sah, wie sie sich selbst einschränkte, freute ich mich insgeheim und hoffte, sie würde noch tiefer in die Negativität sinken. Dann würde die Verantwortliche sie als unfähig ansehen und mich wieder schätzen. Als ich sie umherlaufen sah, um Aufnahmeorte zu suchen, hatte ich Angst, sie könnte gute Aufnahmen machen und die Verantwortliche dazu bringen, sie noch mehr zu schätzen, also warf ich ihr vor, nach Ansehen und Status zu streben, um sie anzugreifen. Sogar während der Versammlungen war ich unzufrieden, wenn die Verantwortliche mehr mit ihr Gemeinschaft hielt, also redete ich sie vor der Verantwortlichen schlecht, damit die Verantwortliche sie für jemanden hielt, dem es an Wahrheitsrealität und Liebe für andere fehlte. Es war wirklich verachtenswert und niederträchtig, wie skrupellos ich versuchte, meine Schwester zu unterdrücken! Wodurch unterschieden sich meine bösen Taten von dem Verhalten der Antichristen, die nur ihren Status schützen wollen? Seit Beginn unserer Zusammenarbeit war Mo Han mir gegenüber immer tolerant und geduldig gewesen. Manchmal, wenn ich in einem schlechten Zustand war, teilte sie ihre Erfahrungen, um mich zu führen und mir zu helfen. Sie war sich ihrer technischen Unzulänglichkeiten bewusst, bemühte sich ständig zu lernen und arbeitete hart daran, gute Aufnahmen zu machen. Egal, welche Strapazen und Erschöpfung sie bei Außenaufnahmen erlebte, sie beschwerte sich selten. Ob in ihrem Lebenseintritt oder in ihrer Haltung zu ihren Pflichten, sie war besser als ich, und ihre Wahl zur Teamleiterin entsprach vollkommen den Grundsätzen. Doch aus Eifersucht unterdrückte ich sie immer wieder und schloss sie aus. Mir fehlte es wirklich an jeder Menschlichkeit! Gott hat immer wieder die Disposition von Antichristen beim gemeinschaftlichen Austausch seziert, doch ich habe es versäumt, mich selbst in diesem Licht zu sehen und über mich nachzudenken. Stattdessen folgte ich meiner verdorbenen Disposition, um meine Schwester zu unterdrücken. Mir fehlte es vollständig an einem gottesfürchtigen Herzen. Wie konnten meine Handlungen nicht Gottes Abscheu und Hass hervorrufen? Je mehr ich mich an meine Interaktionen mit Mo Han erinnerte, desto mehr Reue und Schuldgefühle empfand ich. Ich hasste mich dafür, dass ich nicht nach der Wahrheit strebte und meiner satanischen Natur folgte, um so viele böse Taten zu begehen.
In dieser Zeit war ich sehr niedergeschlagen. Immer wenn ich daran dachte, wie ich um meines Ansehens und Status willen Böses getan hatte und den Weg der Antichristen gegangen war, war ich voller Bedauern. Oft versteckte ich mich mitten in der Nacht unter der Decke und weinte leise. Ich traute mich nicht einmal, mich den Brüdern und Schwestern zu öffnen, aus Angst, sie würden mich abstoßend finden und ablehnen, wenn sie wüssten, wie ich war, und dass ich vielleicht sogar die Gelegenheit verlieren würde, meine Pflichten zu tun. Ich traute mich auch nicht, zu Gott zu beten. Ich hatte das Gefühl, dass Gottes Abscheu und Hass jemanden wie mich schon längst getroffen haben mussten und Er meine Gebete deshalb nicht erhören würde. Auf diese Weise versank ich in einem Zustand extremer Negativität und Schmerzen.
Eines Tages las ich eine Passage aus Gottes Worten, die mich tief bewegte. Der Allmächtige Gott sagt: „Egal wie wütend Gott auf die Niniviten gewesen war, sobald sie ein Fasten ausgerufen und sich in Sack und Asche gekleidet hatten, fing Sein Herz nach und nach an, zu erweichen, und Er fing an, es sich anders zu überlegen. Einen Moment bevor Er ihnen verkündete, dass Er ihre Stadt zerstören würde – in dem Moment vor ihrem Sündenbekenntnis und ihrer Buße – war Gott immer noch wütend auf sie. Als sie eine Reihe von reuevollen Maßnahmen ergriffen hatten, verwandelte sich Gottes Zorn auf die Bewohner von Ninive allmählich in Barmherzigkeit und Toleranz ihnen gegenüber. Es ist nichts Widersprüchliches an der zusammentreffenden Offenbarung dieser beiden Aspekte von Gottes Disposition bei derselben Begebenheit. Wie also sollte man diesen fehlenden Widerspruch verstehen und erkennen? Gott äußerte und offenbarte jede dieser beiden genau gegenteiligen Wesenheiten vor und nach der Umkehr des Volkes von Ninive, und ließ die Menschen dadurch die Echtheit und Unverletzbarkeit von Gottes Wesenheit erkennen. Gott nutzte Seine Haltung, um den Menschen Folgendes mitzuteilen: Es ist nicht so, dass Gott die Menschen nicht duldet, oder dass Er ihnen gegenüber kein Erbarmen zeigen möchte; vielmehr ist es so, dass sie selten wahrhaft vor Gott Buße tun, und es passiert selten, dass Menschen wirklich von ihren bösen Wegen und dem Frevel ihrer Hände abkehren. Mit anderen Worten, wenn Gott auf den Menschen wütend ist, hofft Er, dass der Mensch wahrhaft Buße tun kann, und Er hofft, die wahre Reue des Menschen zu sehen, in welchem Falle Er dem Menschen dann großzügig weiter Seine Barmherzigkeit und Toleranz gewährt. Das heißt, dass das böse Verhalten der Menschen Gottes Zorn hervorruft, während Gottes Barmherzigkeit und Toleranz denen zuteilwerden, die auf Gott hören und wahrhaft Buße vor Ihm tun, denen, die sich von ihren bösen Wegen abkehren und die Gewalt in ihren Händen aufgeben können. Gottes Haltung wurde darin sehr deutlich offenbart, wie Er die Niniviten behandelte: Es ist nicht schwierig, Gottes Barmherzigkeit und Toleranz zu erhalten, und was Er verlangt, ist eines Menschen wahre Buße. Solange die Menschen von ihren bösen Wegen und ihrer Gewalt abkehren, wird Gott Sein Herz und Seine Haltung ihnen gegenüber ändern“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige II). Als ich diese Passage aus Gottes Worten las, überkam mich ein unbeschreibliches Gefühl. Ich spürte Gottes Barmherzigkeit für mich. Es war, als würde ich in einer dunklen Sackgasse einen Lichtstrahl sehen. Ich dachte an all das Böse, das ich um meines Ansehens und Status willen getan hatte, und an den Schaden, den ich meiner Schwester zugefügt hatte, doch Gott hatte mich nicht aufgegeben. Stattdessen erleuchtete und führte Er mich weiterhin mit Seinen Worten. Er ließ mich die Probleme in mir selbst erkennen und verstehen, dass es nichts nützt, wenn man enthüllt wird, in Selbstaufgabe, Negativität und Schwäche zu versinken; das Wichtigste ist, Buße zu tun. Mir kamen die Menschen von Sodom und Ninive in den Sinn. Beide hatten so viel Böses getan, dass Gott beschloss, sie zu vernichten. Aber die Menschen von Ninive erkannten, dass ihre Taten für Gott so abscheulich waren, dass sie am Rande der Vernichtung standen. Sie traten rechtzeitig vor Gott, um Buße zu tun und ihre Sünden zu bekennen. Wegen ihrer aufrichtigen Reue empfingen sie Gottes Barmherzigkeit. Ich erkannte: Obwohl Gott die bösen Taten der Menschen hasst, sorgt Er sich dennoch um sie und erweist ihnen Barmherzigkeit. Er gibt ihnen jede Gelegenheit zur Reue. Ich war tief bewegt – Gottes Liebe zur Menschheit ist so real! Als ich über die fast einjährige Zusammenarbeit mit Mo Han nachdachte, erkannte ich, dass ich immer eifersüchtig auf sie gewesen war und sie verdrängt hatte, und dass ich nie über mich selbst nachgedacht hatte. Ich war so abgestumpft. Ohne das Gericht und die Bloßstellung durch Gottes Worte hätte ich meine Probleme überhaupt nicht erkennen können. Ich hätte weiterhin aus meiner satanischen Natur heraus gehandelt und noch mehr Böses getan. Gottes Gericht und Züchtigung sind Sein Schutz und Seine Liebe! Bei diesem Gedanken fasste ich einen Entschluss und betete zu Gott, dass ich bereit war, mich den Problemen in mir zu stellen und vor Ihm Buße zu tun.
Danach las ich Gottes Worte: „Ruf und Status sind für Antichristen keine zusätzlichen Anforderungen, geschweige denn Dinge, die außerhalb ihrer selbst liegen und auf die sie verzichten könnten. Sie sind Teil der Natur von Antichristen, sie liegen in ihrem Inneren, in ihrem Blut, sie sind ihnen angeboren. Antichristen ist es nicht gleichgültig, ob sie Ruf und Status besitzen; das ist nicht ihre Einstellung. Was ist dann ihre Einstellung? Ruf und Status sind eng mit ihrem täglichen Leben verbunden, mit ihrem täglichen Zustand, mit dem, wonach sie täglich streben. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben. Gleichgültig, wie sie leben, gleichgültig, in welchem Umfeld sie leben, gleichgültig, welche Arbeit sie verrichten, gleichgültig, wonach sie streben, was ihre Ziele sind, was die Richtung ihres Lebens ist, es dreht sich alles darum, einen guten Ruf und einen hohen Status zu haben. Und dieses Ziel ändert sich nicht; sie können solche Dinge nie beiseitelegen. Das ist das wahre Gesicht von Antichristen, das ist ihr Wesen. Ihr könntet sie in einen Urwald tief in den Bergen stecken, und sie würden trotzdem ihr Streben nach Ruf und Status nicht beiseitelegen. Man kann sie in jede beliebige Gruppe von Menschen stecken und alles, woran sie denken können, sind immer noch Ruf und Status. Obwohl auch Antichristen an Gott glauben, sehen sie das Streben nach Ruf und Status als gleichwertig mit dem Glauben an Gott an und stellen diese beiden Dinge auf eine Stufe. Das heißt, während sie den Weg des Glaubens an Gott gehen, streben sie auch nach ihrem eigenen Ruf und ihrem eigenen Status. Man kann sagen, dass in den Herzen der Antichristen das Streben nach der Wahrheit in ihrem Glauben an Gott gleichbedeutend mit dem Streben nach Ruf und Status ist und dass das Streben nach Ruf und Status auch das Streben nach der Wahrheit ist; Ruf und Status zu erlangen, bedeutet, die Wahrheit und das Leben zu erlangen. Wenn sie das Gefühl haben, dass sie weder Ruhm noch Gewinn noch Status haben, dass niemand zu ihnen aufblickt, sie verehrt oder ihnen folgt, dann sind sie enorm enttäuscht. Sie glauben, dass es keinen Sinn hat, an Gott zu glauben, dass es keinen Wert hat, und sie sagen sich: ‚Ist dieser Glaube an Gott ein Fehlschlag? Fehlt mir nicht jegliche Hoffnung?‘ Sie stellen in ihrem Herzen oft über solche Dinge Berechnungen an. Sie rechnen sich aus, wie sie sich einen Platz im Haus Gottes verschaffen können, wie sie ein hohes Ansehen in der Kirche genießen können, wie sie die Leute dazu bringen können, ihnen zuzuhören, wenn sie etwas sagen, und sie zu unterstützen, wenn sie handeln, wie sie die Leute dazu bringen können, ihnen überallhin zu folgen, und wie sie in der Kirche eine einflussreiche Stimme haben und Ruhm, Gewinn und Status genießen können – sie konzentrieren sich wirklich auf solche Dinge in ihren Herzen. Das ist es, was solche Menschen anstreben. Warum halten sie solche Dinge immer für wichtig? Nachdem sie Gottes Worte gelesen und die Predigten gehört haben, verstehen sie das alles wirklich nicht, sind sie wirklich nicht in der Lage, das alles zu erkennen? Sind die Worte Gottes und die Wahrheit wirklich nicht in der Lage, ihre Auffassungen, Ideen und Meinungen zu ändern? Das ist ganz und gar nicht der Fall. Das Problem liegt in ihnen, und zwar ganz und gar, weil sie die Wahrheit nicht lieben, weil sie in ihrem Herzen der Wahrheit abgeneigt sind und deshalb für die Wahrheit völlig unempfänglich sind – was durch ihre Wesensnatur bedingt ist“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 3)). Gott sagt, dass alles, was Antichristen tun, ihrem eigenen Ruf und Status dient und dass sie Ruf und Status wie ihr eigenes Leben schätzen. Sie schrecken vor nichts zurück, um für ihren Status zu kämpfen, selbst auf Kosten der Interessen von Gottes Haus. War meine Einstellung zu Ruf und Status nicht dieselbe wie die der Antichristen? Seit ich bei meiner Fotografie-Pflicht kleine Erfolge erzielte und in den Augen der Verantwortlichen an Ansehen gewann, hielt ich mich für etwas Besonderes und genoss es sehr, von anderen geschätzt zu werden. Um mein gutes Image in den Augen der Verantwortlichen zu wahren, dachte ich, dass sich jeder Preis und jede Mühsal bei der Ausführung meiner Pflicht lohnen würde, als wäre die Bewunderung anderer alles für mich. Als ich sah, wie die Verantwortliche Mo Han als Teamleiterin auswählte, empfand ich unerträglichen Schmerz, weil ich das Gefühl hatte, sie hätte meinen Platz in den Herzen der anderen eingenommen. Die Hochschätzung anderer zu verlieren war für mich, als hätte ich mein Rückgrat verloren. Ich fühlte mich völlig gelähmt. Um meinen Wert in den Augen der Verantwortlichen zurückzugewinnen, verspottete und verhöhnte ich Mo Han, schloss sie aus und unterdrückte sie. Ich tat nicht nur Böses, verletzte meine Schwester und verzögerte die Arbeit der Kirche, sondern fiel auch in die Finsternis und lebte in unermesslichem Leid. All das hatte mein unerbittliches Streben nach Ansehen und Status verursacht. Ich lebte nach den satanischen Giften „Im ganzen Universum herrsche nur ich“ und „Es kann nur einen Leitwolf geben“, und ich wollte die Einzige sein, die herausstach. Als ich sah, wie die Verantwortliche meiner Schwester etwas mehr Aufmerksamkeit schenkte, wurde ich eifersüchtig und grollte. Ich betrachtete sie sogar als Feindin und konnte sie nicht ertragen. Ich war auf dem Weg eines Antichristen! Ich erkannte, dass Ansehen und Gewinn unsichtbare Fesseln sind, die Satan den Menschen anlegt, Mittel, um sie zu verderben und ihnen zu schaden. Hätten nicht die Bloßstellung und das Gericht durch Gottes Worte mein abgestumpftes Herz erweckt, würde ich immer noch nach meiner verdorbenen Disposition leben. Und wenn ich so weitergemacht hätte, hätte ich früher oder später durch alle möglichen bösen Taten Gottes Disposition verletzt und wäre am Ende von Gott ausgemustert und bestraft worden.
Später las ich eine Passage aus Gottes Worten: „Wenn die Menschen nur nach Ruhm, Gewinn und Status streben – wenn sie nur ihren eigenen Vorteilen nachjagen – dann werden sie nie die Wahrheit und das Leben gewinnen, und schließlich werden sie diejenigen sein, die einen Verlust erleiden. Gott rettet diejenigen, die nach der Wahrheit streben. Wenn du die Wahrheit nicht akzeptierst, und wenn du unfähig bist, über deine verdorbene Disposition nachzudenken und sie zu erkennen, dann wirst du nicht wahrhaft Buße tun und du wirst keinen Lebenseintritt haben. Die Wahrheit zu akzeptieren und dich selbst zu kennen, ist der Weg zu Wachstum im Leben und zum Erlangen von Rettung, es ist deine Chance, vor Gott zu treten, um Seine genaue Prüfung, Sein Gericht und Seine Züchtigung zu akzeptieren und um die Wahrheit und das Leben zu gewinnen. Wenn du es aufgibst, nach der Wahrheit zu streben, um Ruhm, Gewinn und Status und deinen eigenen Vorteilen nachzujagen, ist das gleichbedeutend mit dem Verzicht auf die Gelegenheit, Gottes Gericht und Züchtigung anzunehmen und Rettung zu erlangen. Du entscheidest dich für Ruhm, Gewinn und Status und deine eigenen Vorteile, aber was du dabei aufgibst, ist die Wahrheit, und was du dabei verlierst, ist das Leben und die Chance, gerettet zu werden. Was bedeutet mehr? Wenn du dich für deine eigenen Vorteile entscheidest und die Wahrheit aufgibst, ist das dann nicht töricht? Um es im Volksmund auszudrücken, das bedeutet einen großen Verlust für einen kleinen Vorteil zu erleiden. Ruhm, Gewinn, Status, Geld und Vorteile sind allesamt vorübergehend, sie verflüchtigen sich wie Rauchschwaden, während die Wahrheit und das Leben ewig und unveränderbar sind. Wenn die Menschen die verdorbenen Dispositionen beseitigen, die sie dazu bringen, nach Ruhm, Gewinn und Status zu streben, dann haben sie Hoffnung, Rettung zu erlangen. Außerdem sind die Wahrheiten, die die Menschen gewinnen, ewig; Satan kann den Menschen diese Wahrheiten nicht wegnehmen, ebenso wenig wie sonst irgendjemand. Du gibst deine Vorteile auf, aber was du gewinnst, sind die Wahrheit und Rettung; diese Resultate gehören dir, und du gewinnst sie für dich selbst. Wenn die Menschen sich dafür entscheiden, die Wahrheit zu praktizieren, dann gewinnen sie Gottes Rettung und ewiges Leben, selbst wenn sie ihre Vorteile verloren haben. Diese Menschen sind die klügsten. Wenn die Menschen die Wahrheit für ihre eigenen Vorteile aufgeben, dann verlieren sie das Leben und Gottes Rettung; diese Menschen sind die törichtesten“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die eigene Disposition zu kennen ist die Grundlage, um sie zu ändern). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass das Erlangen von Ruhm, Gewinn und Status nur vorübergehend ist; nur die Wahrheit ist ewig. Bei allem, was uns widerfährt, Gottes Absichten zu suchen und persönliche Interessen loszulassen, um sich entsprechend Gottes Anforderungen zu verhalten – das ist der Weg, um Gottes Anerkennung zu erlangen. So zu leben ist am wertvollsten. Ich dachte an Hiob. Trotz seiner hervorragenden Stellung und seines Status blieb er bescheiden. Als er hohes Ansehen genoss und von anderen bewundert wurde, gab er sich nicht dem Vergnügen hin, sondern fürchtete weiterhin Gott und mied das Böse. Als Gottes Prüfungen über ihn kamen und er seinen Status, seine Kinder und seinen Besitz verlor, pries er dennoch Gottes Gerechtigkeit, während er in der Asche saß. Er kümmerte sich nicht darum, was andere über ihn dachten oder wie sie ihn sahen, sondern unterwarf sich einfach den Umständen, die Gott für ihn arrangiert hatte. Durch seine Taten lebte Hiob das rechte Abbild eines geschaffenen Wesens aus. Wenn ich über mich nachdachte: Nur weil ich ein wenig technisches Geschick besaß und ein paar gute Aufnahmen gemacht hatte, genoss ich etwas vorübergehende Bewunderung von anderen – und schon verlor ich das Gespür für meine eigene Stellung und Identität. Ich hielt mich für bemerkenswert und dachte, andere sollten mich für wichtig halten. Als ich sah, wie andere mich übertrafen, wurde ich eifersüchtig und grollte. Ich tat sogar Böses und verletzte andere. Verglichen mit Hiob war ich völlig unvernünftig und schamlos!
Kurz darauf wurde Schwester Zhang Nuo in unsere Gruppe versetzt und es dauerte nicht lange, da wurde sie zur Teamleiterin gewählt. Als ich sah, dass die Schwestern um mich herum Zhang Nuo bei Dingen um Rat fragten, die sie bei ihrer Arbeit nicht verstanden, und dass die Verantwortliche Zhang Nuo manchmal für ihren Sinn für die Bürde bei ihren Pflichten und ihren Fleiß beim Erlernen technischer Fähigkeiten lobte, war ich ziemlich verletzt und niedergeschlagen. Früher hatte die Verantwortliche mich mehr geschätzt, aber jetzt, in Gegenwart von Zhang Nuo, schien ich ihr unterlegen zu sein. Eines Tages, als ich an meinem Computer saß, dachte ich darüber nach, was ich da offenbarte. Warum war ich verletzt, als ich sah, dass Zhang Nuo sich hervortat? Warum fühlte ich mich so niedergeschlagen, als die Schwestern um mich herum sie bewunderten? Lag es nicht daran, dass es mein Ansehen und meinen Status berührte? Also betete ich zu Gott: „Allmächtiger Gott, mein Konkurrenzdenken ist wieder zum Vorschein gekommen. Ich will nicht mehr von Ansehen und Status gebunden und eingeschränkt sein. Unabhängig davon, was andere von mir denken, wünsche ich mir nur, meine Pflicht gut zu tun. Bitte beschütze mein Herz.“ Danach las ich eine Passage aus Gottes Worten: „Wenn jemand anderes besser ist als du und die Wahrheit mehr versteht als du, dann solltest du von ihm lernen – ist das nicht eine gute Sache? Das ist etwas, worüber sich jeder freuen sollte. Es gab da zum Beispiel Hiob, diesen Mann unter den Anhängern Gottes in der Menschheitsgeschichte. War dies eine ruhmreiche Sache, die in Gottes sechstausendjährigem Führungswerk geschah, oder war es eine schändliche Sache? (Es war eine ruhmreiche Sache.) Es war eine ruhmreiche Sache. Welche Haltung solltet ihr dieser Angelegenheit gegenüber einnehmen? Welche Perspektive solltet ihr haben? Ihr solltet euch für Gott freuen und Ihn feiern, Gottes Macht preisen, preisen, dass Gott Herrlichkeit erlangt hat – das war eine gute Sache“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 7. Sie sind niederträchtig, heimtückisch und betrügerisch (Teil 1)). Gottes Worte machten mir alles schlagartig klar. Wahrhaftig, wenn Brüder und Schwestern immer bessere Ergebnisse bei ihren Pflichten erzielen, zeigt das nicht, dass Gottes Werk in den Menschen Frucht trägt? Das ist etwas, das Gottes Herz Trost spendet. Das ist doch eine gute Sache! Ich durfte nicht länger von meiner verdorbenen Disposition gebunden und feindselig gegenüber Gott sein. Am nächsten Tag ergriff ich die Initiative und sprach mit Zhang Nuo offen über meinen Zustand. Nachdem ich so praktiziert hatte, fühlte ich eine große Befreiung in meinem Herzen, und meine Beziehung zu ihr wurde viel enger. Später erwähnte die Verantwortliche manchmal immer noch, dass Zhang Nuo schnell Fortschritte in ihren technischen Fähigkeiten machte und Förderpotenzial hatte. Wenn ich sah, dass die Verantwortliche ihr so große Bedeutung beimaß, fühlte ich mich manchmal immer noch niedergeschlagen, aber es war nicht mehr so schmerzhaft wie früher. Stattdessen konzentrierte ich mich darauf, von ihr zu lernen und von ihren Stärken zu profitieren. Auf diese Weise zu praktizieren, ließ mich in meinem Herzen viel entspannter und befreiter fühlen, und mit ihrer Hilfe machte ich auch einige Fortschritte bei meinen technischen Fähigkeiten.
Diese Enthüllungs-Erfahrung war für mich schmerzhaft, aber auch wertvoll, und ich bin Gott wirklich dankbar, dass Er eine solche Situation für mich arrangiert hat, damit ich sie erlebe. Die Veränderungen, die ich erreichen konnte, sind allein Gottes Liebe zu verdanken!