37. Wie ich meine Bedrücktheit überwand
Im Dezember 2023 wurde ich zur Bezirksleiterin gewählt. Jeden Tag gab es viele Aufgaben, die nachverfolgt und umgesetzt werden mussten. Anfangs war meine Einstellung noch ganz gut. Ich wusste, dass es mir an vielem mangelte, also konzentrierte ich mich darauf, die Anleitungsbriefe der oberen Leiter zu lesen, um Wege vorwärts zu finden. Außerdem besprach ich mich mit meinen Partnerinnen und tauschte mich mit ihnen aus, und so lernte ich nach und nach, wie ich die Arbeit nachverfolgen musste. Ein paar Tage später sagten meine Partnerinnen, dass wir am Monatsende einen Arbeitsbericht schreiben müssten. Mir war sofort klar, dass es viele Punkte zu berichten gab, wie etwa den Fortschritt der einzelnen Aufgaben und ob es dabei Probleme oder Abweichungen gab, sowie die Unzulänglichkeiten und Schwierigkeiten der Brüder und Schwestern bei ihren Pflichten, und wie es um ihre Zustände stand. Wir mussten all diese Fragen und mehr untersuchen und uns Klarheit darüber verschaffen. Außerdem würden wir auch Arbeitspläne und Lösungen ausarbeiten müssen. Plötzlich fühlte ich mich richtig gereizt und dachte: „So viele Details müssen in den Arbeitsbericht; wie viel Mühe und geistige Anstrengung wird das wohl kosten?“ Je mehr ich las, desto überforderter fühlte ich mich. Besonders als ich Aufgaben sah, mit denen ich nicht vertraut war, und die entsprechenden Grundsätze und Fachkenntnisse, für die ich Zeit und Mühe aufwenden müsste, um sie zu lernen und mich in sie einzuarbeiten, dachte ich bei mir: „Ich habe diese Pflicht gerade erst angefangen. Wenn ich den Arbeitsbericht für diesen Monat nicht fertig bekomme, kann ich mich noch auf meine Partnerinnen verlassen. Aber muss ich das nächsten Monat nicht ganz allein bewältigen? Das würde so viel Mühe kosten und wäre so eine Plackerei!“ Der Gedanke an die Arbeit, die sich in den letzten Tagen aufgestaut hatte, ließ mir den Kopf schwirren, und ich wollte am liebsten vor dieser Pflicht fliehen. Ich wusste, dass diese Gedanken nicht mit Gottes Absichten übereinstimmten, also betete ich zu Gott, während ich versuchte herauszufinden, wie ich weitermachen sollte. Doch manchmal, wenn ich hörte, wie meine Schwestern Probleme bei der Arbeit besprachen, setzte ich absichtlich Kopfhörer auf, um Hymnen zu hören und mich nicht an ihren Diskussionen zu beteiligen. Auf diese Weise musste ich nicht darüber nachdenken, wie man Probleme löst, oder mir Sorgen machen und mich verausgaben.
Als ich tiefer in die Arbeit einstieg, wurde mir klar, dass jede Aufgabe viele Details beinhaltete und dass sie alle sorgfältiges Nachdenken erforderten, um Lösungen zu finden und gute Ergebnisse zu erzielen. Dieses Arbeitspensum war viel größer als bei meiner früheren Pflicht, die nur aus einer einzigen Aufgabe bestand, also spürte ich großen Widerstand und dachte: „Warum in aller Welt soll ich mich so verausgaben und mir so viele Sorgen machen? Eine Pflicht mit nur einer Aufgabe zu tun war so viel besser. Damals war ich nicht jeden Tag so einem Druck ausgesetzt!“ Je mehr ich mich nach körperlicher Bequemlichkeit sehnte, desto anstrengender fühlte es sich an, Leiterin zu sein. Ich fühlte mich sehr bedrückt und bekümmert und war oft schlechter Laune. Wenn meine Partnerinnen mit mir über die Arbeit sprachen, gab ich immer nur kurze und oberflächliche Antworten und vergrub mich dann einfach in meinen eigenen Aufgaben. Ich erkannte, dass mein Zustand nicht richtig war, also betete ich zu Gott: „Gott, ich beschwere mich ständig darüber, wie belastend diese Pflicht ist. Ich suche Bequemlichkeit für mein Fleisch und kann meine Pflicht nicht freudig tun. Ich möchte nicht in diesem Zustand bleiben. Bitte führe mich, damit ich meine verdorbene Disposition verstehe.“ Später las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten und erlangte ein gewisses Verständnis über meinen Zustand. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Menschen sagen: ‚Alle behaupten, dass Gläubige frei und von allen Fesseln gelöst sind, dass sie ein besonders glückliches, friedliches und erfreuliches Leben führen. Warum kann ich nicht so glücklich und friedlich leben wie andere? Warum fühle ich keine Freude? Warum fühle ich mich so unterdrückt und erschöpft? Wie kommt es, dass andere Menschen ein so glückliches Leben führen? Warum ist mein Leben so elend?‘ Sagt Mir, was ist die Ursache dafür? Was hat ihre Unterdrückung herbeigeführt? (Ihre physischen Körper waren nicht zufrieden und ihr Fleisch hat gelitten.) Wurde sie dadurch verursacht, dass ihre physischen Körper litten und sie das Gefühl hatten, dass ihren Körpern Unrecht getan worden war? Wenn sie in ihren Herzen bereit sind, für das Streben nach der Wahrheit und die Erfüllung ihrer Pflicht zu leiden, werden sie dann nicht das Gefühl haben, dass ihr körperliches Leiden nicht mehr so groß ist? Wenn sie Trost, Frieden und Freude in ihrem Herzen findet, wird sie sich dann noch unterdrückt fühlen? (Nein.) Daher ist die Aussage, dass die Unterdrückung durch physisches Leiden verursacht wird, falsch. Wenn Unterdrückung tatsächlich durch übermäßiges körperliches Leiden entsteht, fühlt ihr euch dann, in Anbetracht dessen, dass ihr alle jetzt auch ein wenig beim Ausführen eurer Pflicht leidet, unterdrückt, weil ihr nicht tun könnt, was ihr wollt? Verstrickt ihr euch in unterdrückenden Emotionen, weil ihr nicht tun könnt, was ihr wollt? (Nein.) Habt ihr bei eurer täglichen Arbeit viel zu tun? (Ziemlich.) Ihr seid alle ziemlich beschäftigt, arbeitet von früh bis spät. Von Schlafen und Essen mal abgesehen, verbringt ihr fast den ganzen Tag vor einem Computer, strengt eure Augen und euer Gehirn an und erschöpft euren Körper, aber fühlt ihr euch unterdrückt? Wird diese Müdigkeit in euch Unterdrückung hervorrufen? (Nein.) Was verursacht Unterdrückung in den Menschen? Es liegt definitiv nicht an körperlicher Erschöpfung, was also ist die Ursache? Wenn Menschen ständig nach körperlichem Glück und Komfort streben und nicht leiden wollen, dann würden sie sich schon unterdrückt fühlen, wenn sie ein klein wenig körperliches Leiden und zusätzliche Erschöpfung erfahren oder ein bisschen mehr leiden als andere. Dies ist eine der Ursachen für die Unterdrückung. Wenn Menschen ein kleines Maß an körperlichem Leiden nicht als großes Problem erachten und nicht nach körperlicher Bequemlichkeit sondern nach der Wahrheit streben und ihre Pflichten erfüllen wollen, um Gott zufriedenzustellen, passiert es oft, dass sie kein körperliches Leid empfinden. Selbst wenn sie sich gelegentlich etwas beschäftigt, müde oder erschöpft fühlen, werden sie, nachdem sie etwas geschlafen haben und dann wiedererstarkt aufwachen, mit ihrer Arbeit weitermachen. Sie werden ihren Fokus auf ihre Pflichten und ihre Arbeit richten; für sie wird etwas körperliche Erschöpfung kein bedeutendes Problem darstellen. Wenn jedoch ein Problem in der Denkweise der Menschen auftritt und sie ständig nach körperlicher Bequemlichkeit streben, werden jedes Mal, wenn ihr physischer Körper ein wenig ungerecht behandelt wird oder keine Befriedigung erfährt, bestimmte negative Emotionen in ihnen aufkommen. Warum wird also ein solcher Mensch, der immer tun möchte, was er will, jemand, der seinem Fleisch nachgeben und das Leben genießen will, oft als Geisel dieser negativen Emotion der Unterdrückung enden, wann immer er unzufrieden ist? (Das liegt daran, dass er nach Bequemlichkeit und körperlicher Freude strebt.) Das trifft auf einige Menschen zu“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (5)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mir klar, dass ich nach fleischlicher Bequemlichkeit strebte und mich körperlich unbefriedigt fühlte, weshalb ich in negativen Gefühlen von Bedrücktheit und Niedergeschlagenheit lebte und mich bei meinen Pflichten immer bekümmert und gereizt fühlte. Wenn ich früher eine Pflicht tat, die aus nur einer Aufgabe bestand, war die Arbeitsbelastung nicht zu hoch, und ich war auch geübt darin, sodass ich mich wie in meinem Element fühlte. Mein Körper fühlte sich nicht müde an und mein Herz war nicht belastet. Jetzt, als Leiterin, musste ich die Verantwortung für viel Arbeit tragen und mir über mehr Dinge Gedanken machen, und es gab mehr Probleme, die ich bedenken und lösen musste. Viele der Aufgaben waren mir fremd, und ich wusste nicht, wie ich diese Probleme lösen sollte, also musste ich alles von Grund auf lernen. Dadurch fühlte ich mich bedrückt und gereizt und wollte am liebsten vor dieser Situation fliehen. Wenn ich jedoch meine Pflicht an die erste Stelle setzen würde, anstatt nach fleischlicher Bequemlichkeit und Ruhe zu streben, dann könnte ich es bewältigen, selbst wenn ich mich müde fühlte. Ich erkannte, dass meine Gedanken in die Irre gegangen waren.
Später suchte ich nach Gottes Worten, die aufdecken, warum Menschen sich bedrückt fühlen, und las sie. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Menschen sind einfach nicht bereit, ihre Pflichten zu tun und über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten. Sie haben sich nicht an das Leben in der Kirche angepasst, können sich nicht anpassen und fühlen sich immer besonders elend und hilflos. Nun, Ich würde zu diesen Menschen sagen: Du solltest so bald wie möglich von hier weggehen. Geh in die säkulare Welt, um deine eigenen Ziele und deine eigene Richtung zu finden und das Leben zu leben, das du leben solltest. Gottes Haus wird nie jemanden zu etwas zwingen. … Zusammenfassend lässt sich sagen, dass solche Menschen sich immer bedrückt fühlen, und zwar, klar ausgedrückt, weil sie sich wünschen, ihrem Fleisch zu frönen und ihre Begierden zu befriedigen. Ihre selbstsüchtigen Begierden sind zu groß, sie wollen alles so erledigen, wie sie wollen und wie es ihnen gefällt, sie missachten Regeln und gehen mit Angelegenheiten nicht gemäß den Grundsätzen um, und sie wollen die Dinge nur auf der Grundlage ihrer Vorlieben und Begierden tun und dabei ihre eigenen Interessen schützen. Haben solche Menschen in irgendeinem Maß Gewissen oder Vernunft? Sie kümmern sich nicht um ihre eigentliche Arbeit, oder? (Nein.) Menschen, die sich nicht um ihre eigentliche Arbeit kümmern, fühlen sich bedrückt, wenn sie ein bisschen echte Arbeit verrichten oder mit einer kleinen Schwierigkeit konfrontiert werden. Sie fühlen sich bedrückt, wo immer sie ihre Pflicht tun, und egal, auf welche Schwierigkeiten sie stoßen, sie fühlen sich bedrückt. Was können solche Menschen denn überhaupt erreichen? Sie können in ihrem ganzen Leben rein gar nichts erreichen; das sind die Taugenichtse, von denen oft gesprochen wird. Solche Menschen besitzen keine normale Menschlichkeit und sind ein bisschen einfältig. Wie sind Menschen, die sich um ihre eigentliche Arbeit kümmern? Solche Menschen haben eine sehr einfache Sicht auf grundlegende Bedürfnisse wie Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Transportmittel. Solange diese Dinge auf einem allgemeinen Niveau sind, ist das für sie ausreichend. Ihnen ist wichtig, den richtigen Lebensweg zu beschreiten, ihre Mission als Mensch erfüllen zu können und ein sinnvolles und wertvolles Leben zu führen. Worüber denken Taugenichtse den ganzen Tag nach? Sie denken ständig darüber nach, wie sie sich drücken und mit List und Tücke Verantwortung umgehen können, wie sie gut essen und Spaß haben können und wie sie ein bequemes und komfortables Leben führen können, ohne sich dabei Gedanken um die richtigen Angelegenheiten zu machen. Daher fühlen sie sich im Umfeld und der Umgebung, in der sie ihre Pflichten im Haus Gottes tun, bedrückt. Das Haus Gottes verlangt von den Menschen, sich bestimmte allgemeine und berufliche Kenntnisse anzueignen, die sich auf ihre Pflichten beziehen, damit sie diese besser ausführen können. Das Haus Gottes verlangt von den Menschen, häufig Gottes Worte zu essen und zu trinken, damit sie ein besseres Verständnis der Wahrheit erlangen, in die Wahrheitsrealität eintreten und die Grundsätze für jede Handlung kennen. All diese Dinge, über die im Haus Gottes Gemeinschaft gehalten wird und die erwähnt werden, beziehen sich auf Themen, praktische Angelegenheiten und so weiter, die mit dem Leben der Menschen und der Ausführung ihrer Pflichten zusammenhängen, und sollen den Menschen helfen, sich um ihre eigentliche Arbeit zu kümmern und den richtigen Weg zu beschreiten. Diesen Menschen, die sich nicht um ihre eigentliche Arbeit kümmern, gefällt nichts mehr, als zu tun, was sie wollen. Sie tun, was sie wollen, um fleischlichen Komfort, Vergnügen und Entspannung zu genießen und um in keiner Weise eingeschränkt zu werden oder sich irgendwie unfair behandelt zu fühlen, um sich mit allem, was sie essen wollen, den Magen vollzuschlagen und um allem nachzujagen, was ihnen gefällt. Bei der Ausführung ihrer Pflicht kommt ihnen alles immer schwierig vor, und sie sind nicht bereit, auch nur das geringste Leid zu ertragen. Wenn sie ein wenig zurechtgestutzt werden, fühlen sie sich bedrückt, und egal, wie mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft gehalten wird, sie nehmen sie nicht an. In ihrem Herzen wollen sie einfach nur das Leben genießen, glücklich und frei sein, und sie denken nie daran, ein bisschen ihre Pflicht oder etwas echte Arbeit zu verrichten. Das sind die armseligen Kreaturen, die sich nicht um ihre eigentliche Arbeit kümmern“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (5)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde mir endlich klar, dass diejenigen, die sich immer nur der Bequemlichkeit hingeben und ihre fleischlichen Begierden befriedigen, ihrer eigentlichen Arbeit nicht nachkommen und wenig vielversprechend sind. Solche Menschen wollen nur nach ihren eigenen Wünschen leben, aber wenn es darum geht, ernsthafte Arbeit zu leisten, sind sie aalglatt und faulenzen, und sie fühlen sich bedrückt und elend, wenn sie sich sorgen oder ihr Fleisch belasten müssen. Solchen Menschen mangelt es an Gewissen und Vernunft. Vor diesem Hintergrund betrachtete ich meinen Zustand in letzter Zeit. Als ich sah, dass ich jeden Tag über Probleme und Schwierigkeiten bei verschiedenen Aufgaben nachdenken und diese lösen musste und dass dies beträchtliche geistige Anstrengung erforderte, wünschte ich mir eine leichtere und einfachere Pflicht, damit es mein Körper bequemer hätte. Wenn ich hörte, wie meine Partnerinnen über die Arbeit sprachen, setzte ich absichtlich Kopfhörer auf, um Hymnen zu hören, und vermied es, mich an der Diskussion zu beteiligen. Wenn meine Schwestern auf mich zukamen, um Arbeitsprobleme zu besprechen, wollte ich mich nicht darauf einlassen und ging ihnen aus dem Weg, wann immer ich konnte. Wenn ich es wirklich nicht vermeiden konnte, gab ich nur kurze und oberflächliche Antworten, was zu Fehlern bei der Umsetzung der Aufgaben führte und Nacharbeiten erforderlich machte. Das waren die Folgen davon, dass ich mich meinem Fleisch hingab. Ich dachte an Menschen, die ihrer eigentlichen Arbeit nachkommen. Wenn ihre Pflichten erfordern, dass sie sich sorgen oder sich belasten, oder dass sie lernen und sich mit Wissen und Fachkenntnissen ausrüsten, investieren sie gerne ihre Zeit und Energie, und sie streben danach, ihre Pflichten zu erfüllen, um Gott zufriedenzustellen. Ich hingegen strebte ständig nach Bequemlichkeit und Ruhe, und wenn Pflichten erforderten, dass ich mich sorge oder belaste, fühlte ich mich widerständig und mied sie. Gott hatte mir Gnade erwiesen, indem Er mir die Gelegenheit gab, eine Leiterin zu sein, und das war für mein Lebenswachstum von Vorteil. Denn eine Leiterin zu sein erfordert, dass man sich mit verschiedenen Aufgaben befasst und sich mit allen Arten von Grundsätzen ausrüstet. Wenn man auf Schwierigkeiten stößt, ist man gezwungen, die Wahrheitsgrundsätze zu suchen, mehr zu beten und sich mehr auf Gott zu verlassen. Gleichzeitig beinhaltet es den Erwerb von relevantem Wissen und relevanten Fachkenntnissen sowie die Erweiterung des eigenen Verständnisses und der Erfahrung, was einem ermöglicht, sich in verschiedenen Aspekten zu üben und schneller zu wachsen. Wenn ein Mensch wachsen und eine Aufgabe in Gottes Haus schultern kann, dann ist er ein nützlicher Mensch. Aber ich gab mich weiterhin der fleischlichen Bequemlichkeit hin, wollte mich körperlich schonen und war nicht bereit, Mühe oder Gedanken in irgendetwas zu investieren. War ich nicht ein völliger Nichtsnutz? Kein Wunder, dass Gott sagt, solche Menschen seien „wenig vielversprechend“, ihre Menschlichkeit sei „unnormal“ und sie seien „einfältig“. Als ich das erkannte, sah ich, wie erbärmlich meine Lebensweise war, also betete ich zu Gott und fasste einen Entschluss: „Gott, ich bin bereit, gegen mein Fleisch aufzubegehren und mich auf meine eigentlichen Pflichten zu konzentrieren. Bei meinen Pflichten werde ich die Wahrheitsgrundsätze suchen und Fachkenntnisse und Wissen erlernen, um meine verschiedenen Mängel auszugleichen, und ich strebe danach, ein nützlicher Mensch in Deinem Haus zu sein!“ Danach änderte sich meine Einstellung etwas. Mein Zustand bei der Ausführung meiner Pflichten verbesserte sich ebenfalls deutlich, und ich fühlte mich nicht mehr so bedrückt oder gereizt wie zuvor. Obwohl ich jeden Tag viel Arbeit hatte, tat ich mein Bestes. Wenn ich auf etwas stieß, das ich nicht beherrschte, rüstete ich mich mit den relevanten Wahrheitsgrundsätzen sowie Fachkenntnissen und Wissen aus. Wenn ich Probleme bei der Arbeit sah, sprach ich sie an und besprach Lösungen mit meinen Partnerinnen.
Ich dachte, meine bedrückten Gefühle seien gelöst. Bis eines Tages, einen Monat später, die oberen Leiter einen Brief schickten. Darin stand, dass eine Schwester in unserem Bezirk von der Polizei ins Visier genommen worden war. Die Polizei hatte diese Person namentlich zur Verhaftung ausgeschrieben, und wir sollten die Schwester schnell benachrichtigen und ihr sagen, dass sie sich verstecken solle. Dann erhielten wir einen weiteren Brief. Darin stand, dass nahegelegene Kirchen Ziel koordinierter Verhaftungen durch die KPCh geworden waren. Dies betraf viele der Brüder und Schwestern in dem Gebiet, für das ich verantwortlich war. Als ich diese beiden Nachrichten hörte, war mir, als würden plötzlich dunkle Wolken über mir aufziehen, und ich verfiel erneut in einen Zustand der Bedrücktheit und des Kummers. Diese Verhaftungen stellten erhebliche Hindernisse für verschiedene Bereiche der Kirchenarbeit dar, und viele Menschen waren Sicherheitsrisiken ausgesetzt und konnten ihre Pflichten nicht normal tun. Ich wusste, dass ich noch mehr Gedanken und Mühe investieren musste, um die Kirchenarbeit gut auszuführen. Wenn ich an diese Schwierigkeiten dachte, spürte ich einen immensen Druck. Besonders als ich den scheinbar endlosen Strom von Problemen bei der Arbeit sah, die nie vollständig gelöst werden konnten, fühlte ich mich wie gelähmt und hatte keine Motivation, irgendetwas zu tun. Aber ich hatte keine andere Wahl, als hilflos in meiner Arbeit weiterzumachen. Einmal erinnerte mich eine Arbeitspartnerin daran, dass es einen Brief gab, auf den ich noch nicht geantwortet hatte, und ich konnte nicht anders, als sie anzufahren: „Ich hatte keine Zeit zu antworten!“ Nachdem ich das gesagt hatte, wurde mir klar, dass ich meinen Frust an meiner Pflicht ausließ und dass dies absolut unvernünftig war. Widerwillig nahm ich den Brief heraus und beantwortete ihn. Danach gab es noch ein paar weitere Fälle, in denen ich wegen der sich auftürmenden Arbeit gereizt wurde und harsch mit meinen Schwestern sprach. Beim Nachdenken über mich selbst erkannte ich, dass ich wegen der Sorgen und Leiden meines Fleisches wieder einmal in negativen Gefühlen der Bedrücktheit lebte.
Ich las zwei Abschnitte aus Gottes Worten: „Über viele Jahre haben die Gedanken, auf die sich die Menschen zum Überleben verlassen haben, ihre Herzen zersetzt, so weit, dass sie heimtückisch, feige und verabscheuungswürdig geworden sind. Nicht nur, dass sie weder Willensstärke noch Entschlossenheit besitzen, sie sind zudem gierig, überheblich und eigensinnig geworden. Ihnen fehlt gänzlich die Entschlossenheit, sich selbst zu überwinden, und erst recht jeglicher Funke Mut, sich von den Fesseln dieser finsteren Einflüsse zu befreien. Die Gedanken und das Leben der Menschen sind so verdorben, dass ihre Sicht auf den Glauben an Gott immer noch unerträglich abscheulich ist – man kann es kaum ertragen, sich das anzuhören. Die Menschen sind alle feige, machtlos, verabscheuungswürdig und anfällig. Sie verabscheuen die Mächte der Finsternis nicht, und sie empfinden keine Liebe für das Licht und die Wahrheit; stattdessen tun sie ihr Möglichstes, sie zu vertreiben“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Warum willst du keine Kontrastfigur sein?). „Begnügst du dich damit, mit Frieden und Freude und ein wenig fleischlicher Bequemlichkeit unter Satans Einfluss zu leben? Bist du nicht der niedrigste aller Menschen? Niemand ist törichter als diejenigen, die die Rettung erblickt haben, aber nicht danach streben, sie zu erlangen; dies sind Menschen, die sich dem Fleisch hingeben und sich an Satan erfreuen. Du hoffst, dass dein Glaube an Gott keinerlei Schwierigkeiten und Drangsal oder das geringste Maß an Leid mit sich bringt. Du strebst stets nach den Dingen, die wertlos sind, und misst dem Leben keine Bedeutung bei, sondern stellst deine eigenen extravaganten Gedanken vor die Wahrheit. Du bist so wertlos! Du lebst wie ein Schwein – welchen Unterschied gibt es zwischen dir und Schweinen und Hunden? Sind diejenigen, die die Wahrheit nicht anstreben und stattdessen das Fleisch lieben, nicht alle Tiere? Sind jene Toten ohne Geister nicht alle wandelnde Leichen? … Ich beschenke dich mit wahrem menschlichen Leben, dennoch verfolgst du es nicht. Unterscheidest du dich denn gar nicht von einem Schwein oder einem Hund? Schweine streben nicht nach dem Leben des Menschen, sie streben nicht danach, gereinigt zu werden, und sie verstehen nicht, was Leben ist. Jeden Tag, nachdem sie sich satt gefressen haben, schlafen sie einfach. Ich habe dir den wahren Weg zuteilwerden lassen, dennoch hast du ihn nicht erlangt: Deine Hände sind leer. Bist du bereit, in diesem Leben weiterzumachen, dem Leben eines Schweins? Was hat es für eine Bedeutung, dass solche Menschen am Leben sind? Dein Leben ist verachtenswert und unwürdig, du lebst in Schmutz und Liederlichkeit und du verfolgst keinerlei Ziele; ist dein Leben nicht das unwürdigste von allen? Besitzt du die Frechheit, Gott gegenüberzutreten? Wenn du weiterhin auf diese Weise erfährst, wirst du dann nicht nichts erlangen? Der wahre Weg ist dir gegeben worden, ob du ihn jedoch letztendlich erlangen kannst, hängt von deinem eigenen persönlichen Streben ab“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Sein Wissen um Züchtigung und Gericht). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, dachte ich darüber nach, warum ich mich so sehr auf körperliche Ruhe und Bequemlichkeit konzentrierte. Ich erkannte, dass der Grund dafür war, dass ich von Satans Überlebensregeln beeinflusst und vergiftet worden war, wie etwa: „Genieße das Leben, solange du lebst“ und „Trink heute den Wein von heute und sorge dich morgen um morgen“. Ich betrachtete diese Ideen als Lebensweisheiten. Hinzu kam meine faule Natur; schon seit meiner Kindheit scheute ich Mühsal und Plackerei. Ein Leben voller Bequemlichkeit und Ruhe war mein Ziel, und ich war nicht bereit, so zu arbeiten oder zu leben, dass es mich zu sehr anstrengen würde. Ich vermied es, mir zu viel Druck zu machen, war zufrieden, solange ich sorgenfrei leben konnte, und konzentrierte mich jeden Tag darauf, genug zu essen, zu trinken und zu schlafen. Diese Einstellung hatte sich auf meine Pflichten übertragen. Als dieses Mal verschiedene Bereiche der Kirchenarbeit aufgrund der Verhaftungen durch die KPCh behindert wurden und ich mehr Zeit und Mühe investieren musste, um meine Pflicht zu erfüllen, konnte ich nicht anders, als mich zu beschweren und über die Schwierigkeiten zu jammern. Ich sehnte mich nach den Tagen zurück, an denen ich eine Pflicht mit nur einer Aufgabe regelte, und mir wurde klar, dass mein Glaube an Gott auf dem Wunsch beruhte, wenig zu geben, aber große Segnungen zu erhalten. Wenn es viele Probleme und Schwierigkeiten bei meiner Pflicht gab, die erforderten, dass ich darüber nachdachte, wie ich Gemeinschaft halten und sie lösen könnte, und ich mich sorgen und körperliche Mühsal ertragen musste, spürte ich Widerstand und wurde wütend; es ging sogar so weit, dass ich meinen Frust an meinen Arbeitspartnerinnen ausließ. Es mangelte mir wirklich an Menschlichkeit! Es ist vollkommen richtig und angemessen für mich, ein geschaffenes Wesen, meine Pflicht zu tun, und es ist auch ein Weg, gute Taten für mich selbst vorzubereiten. Indem ich meine Pflicht tue und nach der Wahrheit strebe, kann ich meine verdorbenen Dispositionen ablegen und Errettung erlangen. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass ein Leiter zu sein meinen körperlichen Komfort beeinträchtigte, also verhielt ich mich irrational und trotzig. Es mangelte mir wirklich an Vernunft! Ich hatte ständig versucht, mein Fleisch zufriedenzustellen, fühlte mich immer wieder widerständig gegen meine Pflicht, erledigte meine Pflicht auf oberflächliche Weise, unterbrach und störte die Kirchenarbeit und beging wiederholt Verfehlungen.
Später las ich mehr von Gottes Worten: „Jeder Erwachsene muss die Verantwortung eines Erwachsenen schultern, unabhängig davon, welchem Druck er ausgesetzt ist, welchen Härten, Krankheiten oder Schwierigkeiten er sich gegenübersieht – dies sind Dinge, die jeder erleben und ertragen sollte. Sie gehören zum Leben eines normalen Menschen. Wenn du keinem Druck standhalten, kein Leiden ertragen und keine Schläge einstecken kannst, bedeutet das, dass du keine Ausdauer oder Entschlossenheit hast und zu zerbrechlich und nutzlos bist. Jeder – ob in der Gesellschaft oder im Hause Gottes – muss dieses Leid in seinem Leben ertragen. Das ist die Verantwortung, die jeder Erwachsene tragen sollte, die Last, die er schultern sollte, und niemand kann ihr entgehen. Du solltest auch nicht versuchen, dich vor ihr zu drücken. … Einerseits musst du lernen, die Verantwortungen und Verpflichtungen auf dich zu nehmen, die Erwachsene haben und übernehmen sollten. Andererseits solltest du lernen, mit anderen in deiner Lebens- und Arbeitsumgebung in normaler Menschlichkeit harmonisch zusammenzuleben. Du solltest nicht einfach tun, was du willst. Was ist der Zweck des harmonischen Zusammenlebens? Es geht darum, die Arbeit, die Verpflichtungen und die Verantwortlichkeiten, die du als Erwachsener erfüllen solltest, besser zu erledigen. Egal, welche Arbeit oder welche Pflicht du tust, wenn du mit Gefahr konfrontiert wirst, wenn du mit Störungen und Schäden durch Satans Mächte konfrontiert wirst, musst du in der Lage sein, die Verluste zu minimieren, damit die Ergebnisse deiner Arbeit und deiner Pflicht besser werden. Das ist es, was jemand mit Entschlossenheit erreichen sollte. Wenn du eine normale Menschlichkeit besitzt, solltest du bei der Arbeit diese Dinge erreichen. Was den Arbeitsdruck anbelangt, so ist es egal, ob er nun vom Oberen oder aus dem Hause Gottes kommt oder ob es sich um den Druck handelt, der von den Brüdern und Schwestern auf dich ausgeübt wird. Er ist etwas, das du ertragen solltest. Du kannst nicht sagen: ‚Wegen des Drucks werde ich es nicht tun. Mir geht es nur um Muße, Leichtigkeit, Glück und Bequemlichkeit bei der Ausführung meiner Pflicht und der Arbeit im Hause Gottes.‘ Das wird nicht funktionieren, und es ist kein Gedanke, den ein normaler Erwachsener haben sollte, und das Haus Gottes ist kein Ort, um Bequemlichkeit zu frönen. Jeder Mensch nimmt in seinem Leben und seiner Arbeit ein gewisses Maß an Druck und Risiko auf sich. In jedem Job, insbesondere bei der Ausführung deiner Pflicht im Haus Gottes, solltest du nach optimalen Ergebnissen streben. Im größeren Maßstab sind dies die Lehre und Forderung Gottes. Im kleineren Maßstab sind es die Haltung, die Sichtweise, die Norm und die Grundsätze, die jeder Mensch in seinem Verhalten und Handeln haben sollte“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (5)). Gott sagt, dass man als Erwachsener die Verantwortung und Verpflichtungen eines Erwachsenen schultern muss. Ob es nun Schwierigkeiten und Druck im Leben oder bei der Pflicht sind, es sind Dinge, denen sich ein Erwachsener stellen und die er ertragen sollte, und keine Dinge, vor denen man sich drücken oder die man vermeiden darf. Wer im Hause Gottes seine Pflicht aufrichtig ausführt, hat den festen Willen, Gott zufriedenzustellen, wenn er mit Arbeitsdruck oder Schwierigkeiten konfrontiert ist, die erfordern, dass das Fleisch leidet. Sie können zu Gott beten, die Wahrheit suchen und gegen ihr Fleisch aufbegehren; sie sind ernsthaft und pragmatisch bei ihrer Pflicht und streben danach, die besten Ergebnisse zu erzielen. Solche Menschen haben Verantwortungsbewusstsein und stehen im Einklang mit Gottes Absichten. Ich aber hatte nach faulen, ambitionslosen und verkommenen Gedanken gelebt. Ich war unfähig gewesen, irgendeine Mühsal zu ertragen, und war auf dem besten Weg, es zu gar nichts zu bringen. Um es offen zu sagen: Ich war nutzlos und nicht einmal würdig, ein Mensch genannt zu werden. Tatsächlich ist es etwas Gutes, fleischliches Leid und gewissen Druck zu ertragen, da es mich dazu drängen kann, härter daran zu arbeiten, über die Wahrheit nachzudenken, was meinem Lebenswachstum zugutekommt. Obwohl ich viele Unzulänglichkeiten habe und einige komplexe Probleme immer noch nicht lösen kann, darf ich diese Dinge nicht vermeiden, sondern muss ein verantwortungsbewusster Mensch sein, muss mehr beten und mich mehr auf Gott verlassen, gemeinsam mit meinen Arbeitspartnerinnen die Wahrheit suchen, um Probleme zu lösen, und alles tun, was ich kann. Da ich nun Gottes Anforderungen und Erwartungen an Erwachsene verstand, änderte sich meine Einstellung etwas, und ich hoffte, eine verantwortungsbewusste Erwachsene zu werden. Als die oberen Leiter später Briefe schickten, um verschiedene Aufgaben nachzuverfolgen, fühlte ich mich nicht mehr widerständig oder gereizt. Ich konnte erkennen, dass diese Dinge in meiner Verantwortung lagen, und ich war bereit, mein Bestes zu tun, um meine eigentliche Arbeit zu erfüllen.
Nach einiger Zeit wurde die Arbeit intensiver, und wenn die oberen Leiter die Arbeit engmaschig nachverfolgten, spürte ich immer noch Druck, aber mir wurde auch klar, dass die Aufsicht der Leiter dazu diente, mich dabei zu unterstützen, meine Pflicht gut zu tun, und dass diese Aufsicht mich warnen und daran erinnern konnte, mich mehr bei meiner Pflicht anzustrengen. Dadurch hinderte sie mich daran, mich fleischlicher Bequemlichkeit hinzugeben und bei meiner Pflicht nachzulassen, und spornte mich dazu an, meine Effizienz bei der Pflicht zu verbessern. Ich beteiligte mich auch an der Arbeit, für die meine Arbeitspartnerinnen verantwortlich waren, und wir hielten zusammen Gemeinschaft und suchten nach Lösungen. Manchmal, wenn ich einen Rückstau an Problemen sah, die detaillierten gemeinschaftlichen Austausch erforderten, um gelöst zu werden, offenbarte ich immer noch Gefühle von Bedrücktheit und Gereiztheit, aber ich konnte sofort gegen meinen falschen Zustand aufbegehren und mich selbst ermahnen, indem ich sagte: „Ich bin eine Erwachsene, und ich muss das Verantwortungsbewusstsein und die Beharrlichkeit eines Erwachsenen haben, den Druck aushalten und vorwärtsgehen.“ Ich betete auch zu Gott und bat Ihn, mein Herz auf meine Pflicht und darauf ausgerichtet zu halten, meiner eigentlichen Arbeit nachzukommen. Dann priorisierte und löste ich die Probleme eins nach dem anderen gemäß den Grundsätzen. Bei Problemen, denen ich noch nicht begegnet war, studierte ich relevante Fachmaterialien, rüstete mich mit den Wahrheitsgrundsätzen aus und betete, während ich darüber nachdachte, was genau die Ursachen der Probleme waren. Auf diese Weise wurden die Probleme nach und nach gelöst. Wenn ich sah, dass die Zustände meiner Brüder und Schwestern nicht gut waren und deren Pflichten beeinträchtigten, suchte ich umgehend nach Gottes Worten, um mit ihnen über Lösungen Gemeinschaft zu halten. Obwohl dies etwas mehr Mühe und Leid erforderte, fühlte ich mich sehr erfüllt. Da ich mich häufig mit Brüdern und Schwestern über verschiedene Arbeitsprobleme austauschte und über die entsprechenden Wahrheiten und Grundsätze nachdachte, verbesserte sich mein Zustand immer weiter, und ich wurde geistlich scharfsinniger. Ich betrachtete Probleme auch genauer als zuvor, und allmählich begriff ich einige Grundsätze und Wege. Ich erfuhr aus erster Hand die Wahrheit dessen, was Gott sagt: „Wenn du ein entschlossener Mensch bist, wenn du die Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen, die Menschen auf sich nehmen sollten, die Dinge, die Menschen mit normaler Menschlichkeit erreichen müssen, und die Aufgaben, die Erwachsene erfüllen müssen, als Ziele und Zwecke deines Strebens betrachten kannst, und wenn du deine Verantwortlichkeiten schultern kannst, dann wirst du dich nicht beschweren, egal welchen Preis du zahlst und wieviel Schmerz du erleidest. Solange du es als Gottes Anforderungen und Seine Absichten erkennst, wirst du jedes Leid ertragen und deine Pflicht gut erfüllen können. Zu dieser Zeit wird dein Gemütszustand ein anderer sein; in deinem Herzen wirst du Frieden und Stabilität spüren und Vergnügen erfahren. Siehst du: Wenn Menschen in der Lage sind, ihre Pflichten normal auszuführen, Gottes Auftrag zu schultern und den richtigen Lebensweg einzuschlagen, verspüren sie in ihrem Herzen Frieden und Freude und erleben Stabilität und Vergnügen. Wenn sie darüber hinaus nach der Wahrheit streben und den Punkt erreichen, an dem sie nach den Grundsätzen handeln und ihre Pflichten gut ausführen, werden sie einige Veränderungen durchgemacht haben“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (5)). Als ich mein Herz darauf richtete, die Probleme bei meiner Pflicht zu lösen, gezielt dort zu lernen, wo es mir mangelte, und mein Bestes zu geben, um meine Verantwortung zu erfüllen, fühlte sich mein Herz nicht mehr schmerzerfüllt an, sondern vielmehr beruhigt. Ich habe jetzt immer seltener Gefühle der Bedrücktheit, und selbst wenn sie gelegentlich auftauchen, beeinträchtigen sie mich nicht mehr. Ohne es überhaupt zu merken, begann ich, mich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren, und ich habe ein Gefühl der Bürde für meine Pflichten gewonnen. All diese Veränderungen in mir sind das Ergebnis von Gottes Worten. Dank sei Gott!