55. Warum ist es so schwer, die Wahrheit zu sagen?

Von Manuela, Italien

Im Januar 2022 begann ich meine Ausbildung zur Evangeliumsdiakonin in der Kirche. Anfangs war ich mit den Kirchenmitgliedern noch nicht sehr vertraut. Es gab viele Probleme, die ich weder durchschauen noch lösen konnte, und die Ergebnisse meiner Pflicht waren nicht besonders gut. Als ich sah, dass die Evangeliumsarbeit der Kirche keine Ergebnisse brachte, wurde ich sehr unruhig. Ich befürchtete, der Leiter könnte denken, ich hätte ein schlechtes Kaliber und kein Arbeitsvermögen, und würde mich dann in meiner Pflicht neu einteilen. Wann immer also ein Problem auftrat, wollte ich es vertuschen, damit der Leiter meine Unzulänglichkeiten nicht bemerkte.

Eines Tages, bei einer Arbeitsversammlung, fragte uns Bruder Thomas, unser Leiter: „Warum sind die Ergebnisse eurer Arbeit so schlecht? Woran liegt das?“ Als ich an der Reihe war zu antworten, geriet ich in Panik und wusste nicht, was ich sagen sollte. Ich hatte es nicht einmal geschafft, die Abweichungen in meiner Arbeit zu überprüfen, also fragte ich mich: „Wenn ich ehrlich bin, denkt der Leiter dann, ich hätte ein schlechtes Kaliber und könnte keine echte Arbeit leisten?“ In diesem Moment fiel mir ein, dass einige Tage zuvor drei Evangeliumsarbeiter in ihren Pflichten neu eingeteilt worden waren. Also sagte ich schnell: „Einige Evangeliumsarbeiter wurden neu eingeteilt, deshalb sind die Ergebnisse zurückgegangen.“ In meinem Herzen wusste ich jedoch ganz genau: Diese Arbeiter waren bei ihren Pflichten sowieso nicht effektiv gewesen. Ihre Neueinteilung würde die Gesamtergebnisse der Arbeit also gar nicht beeinträchtigen. Dann fragte mich der Leiter: „Warum nehmen so wenige Neulinge an den Versammlungen teil?“ Ich wusste, dass einige Brüder und Schwestern nicht klar darüber Gemeinschaft gehalten hatten, wie man für Gottes Werk Zeugnis ablegt, weshalb die Probleme der Neulinge nicht umgehend gelöst wurden und sie mit der Zeit nicht mehr zu den Versammlungen kamen. Zudem fehlte es mir an Erfahrung darin, das Evangelium zu predigen, und ich hatte es versäumt, die Details der Arbeit nachzuverfolgen. Ich hatte diese echten Probleme und Schwierigkeiten nicht gelöst, weshalb die Ergebnisse der Arbeit wirklich schlecht waren. Als ich über diese Dinge nachdachte, wurde mir klar, dass ich überhaupt keine echte Arbeit geleistet hatte. Doch ich hatte Angst, dass der Leiter, wenn er das erfuhr, denken würde, mir fehle das Arbeitsvermögen, und ich sei für diese Pflicht ungeeignet, und mich dann entlassen würde. Also sagte ich schnell: „Diese Evangeliumsarbeiter werden gerade erst angelernt und haben noch in vielen Bereichen Schwächen. Die Auffassungen vieler potenzieller Evangeliumsempfänger konnten nicht ausgeräumt werden, deshalb waren die Ergebnisse nicht so gut.“ Als er das hörte, sagte der Leiter nichts weiter.

Einige Zeit später waren die Ergebnisse der Evangeliumsarbeit in unserer Kirche immer noch schlecht. Der Leiter kam erneut, um unsere Arbeit zu überprüfen, und fragte nach den Abweichungen in unserer Arbeit. Ich befürchtete, der Leiter würde sagen, mein Kaliber sei zu schlecht, unsere Arbeit habe sich nach all der Zeit immer noch nicht verbessert, und ich sei daher keine geeignete Kandidatin für die Förderung. Also lieferte ich eine ganze Reihe objektiver Rechtfertigungen für diese Abweichungen. Daraufhin wurde der Leiter wütend und stutzte mich streng zurecht: „Jedes Mal, wenn ich zur Arbeitsüberprüfung komme, lieferst du nur einen Haufen fadenscheiniger Ausreden. Du redest immer nur über die Probleme der anderen, als hättest du selbst keine. Als Evangeliumsdiakonin reflektierst du nicht über dich selbst, wenn die Ergebnisse der Evangeliumsarbeit schlecht sind, sondern schiebst die Schuld immer auf andere. Versuchst du damit nicht einfach, deine eigenen Probleme zu vertuschen?“ Als ich das hörte, fühlte ich mich so verletzt, dass ich in Tränen ausbrach. Ich dachte: „Du hast mich vor mehreren Mitarbeitern so hart zurechtgestutzt. Wie soll ich da mein Gesicht wahren, wenn du so etwas tust? Werden sie jetzt auch denken, ich sei aalglatt und betrügerisch?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto verletzter fühlte ich mich. In meinem Schmerz betete ich zu Gott: „O Gott, ich weiß nicht, wie ich dieses plötzliche Zurechtstutzen durch den Leiter erfahren soll. Bitte erleuchte mich, damit ich mich selbst erkenne und eine Lektion daraus lerne.“

Während meiner Andachten las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten. Gott sagt: „Verdorbene Menschen sind gut darin, sich zu verstellen. Ganz gleich, was sie tun oder welche Verderbtheit sie offenbaren, sie versuchen immer, sich zu verstellen. Wenn etwas schiefgeht oder sie etwas falsch machen, wollen sie die Schuld auf andere schieben. Sie wollen, dass das Lob für gute Leistungen an sie geht und der Tadel für schlechte Leistungen an andere. Gibt es im wirklichen Leben nicht eine Menge solcher Verstellungen? Es gibt zu viele davon. Fehler zu machen oder sich zu verstellen: Was davon hat mit verdorbenen Dispositionen zu tun? Verstellung ist eine Frage verdorbener Dispositionen; sie beinhaltet eine arrogante Disposition, Niederträchtigkeit und Verlogenheit; sie wird von Gott besonders verabscheut. Tatsächlich versteht jeder, was vor sich geht, wenn du dich verstellst, doch du denkst, andere sehen das nicht, und du versuchst dein Bestes, zu argumentieren und dich zu rechtfertigen, in dem Bemühen, dein Gesicht zu wahren und alle glauben zu lassen, dass du nichts falsch gemacht hast. Ist das nicht dumm? Wie bewerten andere Leute das? Was fühlen sie dabei? Abscheu und Ekel. Wenn du, nachdem du einen Fehler gemacht hast, korrekt damit umgehen kannst und allen anderen erlauben kannst, darüber zu sprechen, etwas dazu zu sagen und deinen Fehler zu erkennen, und du ihn im Detail analysieren und offenlegen kannst, damit andere ihn sehen können, was wird dann jedermanns Meinung über dich sein? Die Leute werden definitiv sagen, dass du ein ehrlicher Mensch bist, weil dein Herz Gott gegenüber offen ist und sie dein Herz in deinen Handlungen und deinem Verhalten sehen können. Wenn du aber versuchst, dich zu verstellen und alle zu täuschen, werden sie wenig von dir halten und sagen, dass du ein dummer und unkluger Mensch bist. Wenn du nicht versuchst, dich zu verstellen oder dich zu rechtfertigen, wenn du deinen Fehler zugeben kannst, wird jeder sagen, dass du ehrlich und weise bist. Und was macht dich weise? Jeder macht Fehler. Jeder hat Unzulänglichkeiten und Schwächen. Und jeder hat dieselben verdorbenen Dispositionen. Halte dich nicht für edelmütiger, vollkommener und gütiger als andere; so zu denken ist jenseits jeglicher Vernunft! Wenn du die verdorbenen Dispositionen der Menschen und das wahre Gesicht ihres verdorbenen Wesens klar erkennen kannst und du nicht versuchst, deine eigenen Fehler zu vertuschen, du anderen Leuten ihre Fehler nicht vorhältst und du in der Lage bist, mit beidem korrekt umzugehen, erst dann wirst du eine umfassende und durchdringende Sicht der Dinge haben und keine dummen Dinge tun, und du wirst ein weiser Mensch sein. Alle Menschen, denen jegliche Vernunft fehlt, sind nicht weise, sondern dumm. Immer, wenn sie einen Fehler machen oder etwas Absurdes tun und zurechtgestutzt werden, reiten sie darauf herum und versuchen immer, sich zu rechtfertigen und zu verteidigen, während sie hinter den Kulissen herumschleichen. Es ist ekelhaft, das mitzuerleben. Tatsächlich ist das, was sie tun, für andere sofort ersichtlich, und doch ziehen sie unverhohlen immer noch eine Show ab. Anderen kommt es wie eine närrische Vorstellung vor. Zeugt das nicht von Dummheit? Das tut es in der Tat. Dumme Menschen haben keinerlei Weisheit. Egal, wie viele Predigten sie hören, sie verstehen die Wahrheit immer noch nicht oder sehen die Dinge nicht so, wie sie wirklich sind. Sie steigen nie von ihrem hohen Ross herab und denken, dass sie anders sind als alle anderen und erhabener; das ist Arroganz und Selbstgerechtigkeit, das ist Dummheit. Dumme Menschen haben kein geistliches Verständnis, nicht wahr? Die Dinge, bei denen du dich dumm und unklug verhältst, sind Angelegenheiten, in denen du kein geistliches Verständnis hast und die Wahrheit nicht leicht verstehen kannst. So sieht in dieser Sache die Realität aus(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die Prinzipien, nach welchen man sich verhalten sollte). Durch Gottes Worte wurde mir klar, dass niemand perfekt ist, dass jeder Mängel und Unzulänglichkeiten hat und bei seiner Pflicht Fehler macht, und dass dies völlig normal ist. In Gottes Augen spielt es keine Rolle, ob Menschen töricht sind oder Fehler machen. Wenn sie ihre Fehler aber nicht zugeben, sich ständig verstellen und die Wahrheit absichtlich verbergen, dann steckt dahinter eine arrogante, betrügerische und niederträchtige satanische Disposition, Und das ist Gott absolut zuwider und er verabscheut es. Ich dachte über mich selbst nach. Als der Leiter uns bat, unsere Arbeit zusammenzufassen, enthüllte das viele Probleme bei meinen Pflichten. Ich machte mir Sorgen, beim Leiter einen schlechten Eindruck zu hinterlassen. Noch mehr fürchtete ich, meine Position als Evangeliumsdiakonin und die Chance, gefördert zu werden, zu verlieren. Um meinen Stolz und Status zu schützen, vermied ich es absichtlich, mich meinen Problemen zu stellen. Ich suchte nur nach objektiven Rechtfertigungen, um mich beim Leiter durchzumogeln, indem ich sagte, die Evangeliumsarbeiter könnten nicht klar über die Wahrheit Gemeinschaft halten und die Probleme der Neulinge nicht lösen, und dass einige Evangeliumsarbeiter neu eingeteilt worden seien. Diese Dinge wurden zu meinen Ausreden für die rückläufigen Ergebnisse bei meiner Pflicht, mit denen ich mein mangelndes Arbeitsvermögen und die Tatsache vertuschte, dass ich keine echte Arbeit geleistet hatte – alles nur, um den Eindruck zu wahren, den der Leiter von mir hatte. In Wirklichkeit wollte der Leiter die Einzelheiten unserer Pflichten nur deshalb untersuchen, um mir praktisch dabei zu helfen, meine Probleme zu lösen, damit ich diese Pflicht besser ausführen konnte, aber ich war nicht bereit, das positiv anzunehmen, und weigerte mich, offen über meine Unzulänglichkeiten zu sprechen. Stattdessen zermarterte ich mir den Kopf nach Ausreden, um andere zu täuschen, und tat so, als hätte ich ein gutes Kaliber und Arbeitsvermögen. Ich war wirklich heuchlerisch und betrügerisch! Gott prüft alles genau, und das strenge Zurechtstutzen durch den Leiter hatte mich wachgerüttelt. Ich musste mich dringend selbst prüfen.

Später schickte mir eine Schwester einen Abschnitt aus Gottes Worten, und ich begann, meine Probleme klarer zu sehen. Der Allmächtige Gott sagt: „Satans Worte haben ein charakteristisches Merkmal. Was Satan sagt, macht, dass du dich am Kopf kratzt, ohne den Grund für seine Worte wahrnehmen zu können. Manchmal hegt Satan Absichten und spricht überlegt, und manchmal wird er von seiner eigenen Natur beherrscht. Dann dringen die Worte spontan und direkt aus Satans Mund. Satan wägt diese Worte nicht lange ab; er spricht sie, ohne nachzudenken. Als Gott fragte, woher er komme, antwortete Satan in wenigen zweideutigen Worten. Du fühlst dich sehr verwirrt und erfährst nie genau, woher Satan kommt. Gibt es welche unter euch, die so sprechen? Was ist das für eine Art und Weise zu sprechen? (Es ist zweideutig und gibt keine bestimmte Antwort.) Mit welcher Art von Worten sollten wir diese Sprechweise beschreiben? Sie ist ablenkend und fehlleitend. Angenommen, jemand will andere nicht wissen lassen, was er gestern gemacht hat. Du fragst diese Person: ‚Ich habe dich gestern gesehen. Wo bist du hingegangen?‘ Sie sagt dir nicht direkt, wohin sie gestern gegangen ist. Sie sagt: ‚Das war ein Tag gestern! Furchtbar ermüdend!‘ Hat sie deine Frage beantwortet? Das hat sie, aber sie gab dir nicht die Antwort, die du wolltest. Darin liegt der ‚geniale‘ Kniff der menschlichen Sprache. Du kannst nie herausfinden, was sie meint, oder den Grund oder die Absicht hinter ihren Worten wahrnehmen. Du weißt nicht, was sie zu meiden versucht, weil sie in ihrem Herzen ihre eigene Geschichte hat – das ist heimtückisch. Gibt es solche Menschen unter euch, die auch oft auf diese Weise reden? (Ja.) Was ist dann euer Zweck? Ist es manchmal, um eure eigenen Interessen zu schützen, manchmal, um euren eigenen Stolz, eure Position und euer Image zu wahren oder um die Geheimnisse des Privatlebens zu bewahren? Was auch immer der Zweck sein mag, er ist untrennbar von euren Interessen, mit euren Interessen verknüpft. Ist dies nicht die Natur des Menschen? Alle mit dieser Natur sind eng verwandt mit Satan, auch wenn sie nicht zu seiner Familie gehören. Wir können das sagen, oder nicht? Im Allgemeinen ist diese Erscheinungsform verabscheuungswürdig und widerlich(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige IV). Gott deckt auf, dass Satan auf eine wirklich aalglatte und betrügerische Weise spricht. Er redet immer um den heißen Brei herum und lässt die Leute ratlos zurück. Seine übliche Taktik ist es, abzulenken und in die Irre zu führen. Er führt die Menschen so weit in die Irre, dass sie die Wahrheit der Dinge nicht mehr erkennen können. Ich betrachtete mich selbst im Lichte der Enthüllung durch Gottes Worte. Ich erinnerte mich daran, dass ich jedes Mal, wenn der Leiter nach dem Grund für die schlechten Ergebnisse unserer Arbeit fragte, nicht bereit war, seine Fragen direkt zu beantworten. Ich wusste ganz genau, dass ich keine echte Arbeit geleistet hatte, aber ich hatte Angst, dass es den Eindruck, den der Leiter von mir hatte, beeinträchtigen würde, wenn ich die Wahrheit sagte. Bei jeder Frage zermarterte ich mir also den Kopf, wie ich die Schuld auf andere schieben und den Leiter mit objektiven Rechtfertigungen täuschen konnte. Ich verdrehte sogar die Tatsachen und versuchte, die Schuld auf die Evangeliumsarbeiter abzuwälzen, um die Aufmerksamkeit des Leiters abzulenken. Immer wieder versuchte ich, ihn durch Täuschung irrezuführen, und Lügen kamen mir leicht über die Lippen. Meine Natur war genau wie die von Satan – wahrhaft niederträchtig! Ich dachte auch daran, wie ich in der Vergangenheit, wenn ich gute Ergebnisse bei meinen Pflichten erzielt hatte, aktiv meine erfolgreichen Erfahrungen teilte, um allen zu zeigen, dass ich Arbeitsvermögen und eine klare Vorgehensweise besaß. Wenn jedoch schlechte Ergebnisse meine Probleme offenlegten, schwieg ich aus Angst, die Leute könnten meine Probleme und Abweichungen sehen. Wenn ich auf diese Momente zurückblickte, war ich von mir selbst zutiefst angewidert. Bei meinen Pflichten dachte ich nur an meinen eigenen Ruhm, Gewinn und Status. Wann immer ich mich in ein gutes Licht rücken konnte, spielte ich mich ständig auf. Aber jetzt, da ich meine Pflicht nicht gut ausgeführt und der Arbeit geschadet hatte, zog ich den Kopf ein wie eine Schildkröte in ihren Panzer. Jeder, der auch nur ein wenig Gewissen und Vernunft besitzt, würde sich Gott gegenüber schuldig fühlen, wenn er seine Pflicht nicht gut ausgeführt hat. Und er würde versuchen, einen Weg zu finden, um die Probleme bei seiner Pflicht zu lösen. Ich jedoch leistete nicht nur keine echte Arbeit, sondern vertuschte meine Probleme und drückte mich vor der Verantwortung, um meinen Status zu schützen. Ich ließ den Leiter also über die wahre Situation der Arbeit im Unklaren und verhinderte so, dass er die Probleme rechtzeitig lösen konnte. Stand ich der Evangeliumsarbeit damit nicht im Weg? Bei diesem Gedanken bekam ich es ein wenig mit der Angst zu tun, also betete ich zu Gott und war bereit, Buße zu tun.

Dann las ich einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Wenn ihr Leiter oder Mitarbeiter seid, habt ihr Angst davor, dass das Haus Gottes Erkundigungen über eure Arbeit einzieht und sie beaufsichtigt? Habt ihr Angst, dass das Haus Gottes Makel und Abweichungen in eurer Arbeit entdecken und euch zurechtstutzen wird? Habt ihr Angst, dass der Obere, nachdem er euer wahres Kaliber und eure wahre Größe kennengelernt hat, euch in einem anderen Licht sehen und euch nicht für eine Beförderung in Betracht ziehen wird? Wenn du diese Ängste hast, beweist das, dass deine Beweggründe nicht auf die Kirchenarbeit abzielen, sondern du um des Rufs und des Status willen arbeitest, was beweist, dass du die Disposition eines Antichristen hast. Wenn du die Disposition eines Antichristen hast, läufst du Gefahr, den Weg eines Antichristen zu gehen und all das Böse zu begehen, das von Antichristen begangen wird. Wenn du in deinem Herzen keine Angst davor hast, dass das Haus Gottes deine Arbeit beaufsichtigt, und du in der Lage bist, ehrliche Antworten auf die Fragen und Erkundigungen des Oberen zu geben, ohne etwas zu verheimlichen, und so viel sagst, wie du weißt, dann wirst du – unabhängig davon, ob das, was du sagst, richtig oder falsch ist, ungeachtet der Verdorbenheit, die du offenbart hast – selbst wenn du die Disposition eines Antichristen offenbart hast – absolut nicht als Antichrist charakterisiert werden. Entscheidend ist, ob du fähig bist, deine eigene Disposition eines Antichristen zu erkennen, und ob du fähig bist, die Wahrheit zu suchen, um dieses Problem zu lösen. Wenn du jemand bist, der die Wahrheit akzeptiert, kann deine Disposition eines Antichristen behoben werden. Wenn du ganz genau weißt, dass du die Disposition eines Antichristen hast, und dennoch nicht die Wahrheit suchst, um sie zu beheben, wenn du sogar versuchst, auftretende Probleme zu vertuschen oder darüber zu lügen und dich der Verantwortung zu entziehen, und wenn du die Wahrheit nicht akzeptierst, wenn du zurechtgestutzt wirst, dann ist das ein ernstes Problem, und du unterscheidest dich nicht von einem Antichristen. Wenn du weißt, dass du die Disposition eines Antichristen hast, warum wagst du es nicht, dich dem zu stellen? Warum kannst du nicht offen damit umgehen und sagen: ‚Wenn der Obere sich nach meiner Arbeit erkundigt, werde ich alles sagen, was ich weiß, und selbst wenn die schlechten Dinge, die ich getan habe, ans Licht kommen und der Obere mich nicht mehr braucht, sobald er es weiß, und ich meinen Status verliere, werde ich trotzdem klar sagen, was ich zu sagen habe‘? Deine Angst vor der Beaufsichtigung und den Erkundigungen über deine Arbeit durch das Haus Gottes beweist, dass du deinen Status mehr schätzt als die Wahrheit. Ist das nicht die Disposition eines Antichristen? Den Status über alles zu schätzen, ist die Disposition eines Antichristen. Warum schätzt du Status so sehr? Welche Vorteile kannst du durch Status erhalten? Wenn Status dir Unglück, Schwierigkeiten, Peinlichkeiten und Schmerz bringen würde, würdest du ihn dann immer noch schätzen? (Nein.) Es gibt so viele Vorteile, die sich aus Status ergeben, Dinge wie Neid, Respekt, Wertschätzung und Schmeichelei von anderen Leuten sowie deren Bewunderung und Verehrung. Da ist auch das Gefühl der Überlegenheit und des Privilegs, die dir dein Status verleiht, das dich stolz sein lässt und dir ein Selbstwertgefühl vermittelt. Darüber hinaus kannst du auch Dinge genießen, die andere nicht genießen können, wie die Vorteile von Status und Sonderbehandlungen. Das sind die Dinge, an die du nicht einmal zu denken wagst, und das sind die Dinge, nach denen du dich in deinen Träumen gesehnt hast. Schätzt du diese Dinge? Wenn Status nur etwas Gehaltloses ist, ohne wirkliche Bedeutung, und es keinen wirklichen Zweck erfüllt, ihn zu schützen, ist es dann nicht töricht, ihn zu schätzen? Wenn du von Dingen wie fleischlichen Interessen und fleischlichen Vergnügungen ablassen kannst, dann wirst du nicht mehr an Ruhm, Gewinn und Status gefesselt sein. Was muss man also in Bezug auf Probleme, die damit zu tun haben, dass man Status schätzt und nach Status strebt, zuerst beheben, um diese zu lösen? Zuerst musst du die Natur des Problems durchschauen, dass man Böses tut und zu List, Verschleierung und Vertuschung greift sowie die Beaufsichtigung, das Erkundigen und die Nachforschungen von Gottes Haus ablehnt, um die Vorteile von Status zu genießen. Heißt das nicht, dass man sich Gott unverfroren widersetzt und entgegenstellt? Wenn du sowohl die Natur, bei der man die Vorteile von Status begehrt, als auch die Folgen davon durchschauen kannst, wird das Problem des Strebens nach Status gelöst. Wenn du nicht durchschauen kannst, auf welches Wesen es zurückzuführen ist, wenn man die Vorteile von Status begehrt, wird dieses Problem niemals gelöst werden(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 8: Sie bringen andere dazu, sich nur ihnen zu unterwerfen, und nicht der Wahrheit oder Gott (Teil 2)). Gott deckte meinen Zustand ganz genau auf. Ich hatte Angst, der Leiter würde bei der Arbeitsüberprüfung meine Defizite und Unzulänglichkeiten bei meinen Pflichten entdecken. Und noch mehr fürchtete ich, er könnte mein schlechtes Kaliber und mein mangelndes Arbeitsvermögen sehen und mich entlassen. Um meinen Status zu wahren, scheute ich keine Mühe, mich zu verbergen und zu verstellen. Ich handelte betrügerisch, verdrehte die Tatsachen und zermarterte mir den Kopf nach Wegen, mich vor der Verantwortung zu drücken. Meine Tricks und Täuschungen bewahrten zwar für eine Weile meinen Status, aber sie schadeten der Kirchenarbeit. Ich beschritt den Weg eines Antichristen! Ich dachte an die vielen Antichristen und bösen Menschen in meinem Umfeld, die ausgemustert worden waren. Sie hatten einst Positionen innegehabt und waren von anderen bewundert worden, aber von ihrer Natur aus liebten sie die Wahrheit nicht. Sie besetzten Positionen, leisteten aber keine echte Arbeit. Um ihren Status zu wahren, unterbrachen und störten sie sogar die Kirchenarbeit. Letztendlich wurden sie für die vielen bösen Taten, die sie begingen, ausgeschlossen. Diese Beispiele aus der Vergangenheit waren mir eine Warnung und Mahnung. Wenn ich nicht Buße tat, würde Gott mich genau wie sie ausmustern. Mir wurde auch klar: Die Leiter und Mitarbeiter erkundigen sich nach der Arbeit und überprüfen sie, um Probleme aufzudecken und zu lösen und um den Fortschritt und die Ergebnisse der Arbeit zu verbessern. Aber ich war wirklich betrügerisch und den Leitern und Mitarbeitern gegenüber ständig misstrauisch. Ich dachte, wenn sie die Arbeit beaufsichtigten und inspizierten und dabei auch nur ein kleines Problem oder eine Abweichung entdeckten, würden sie die Leute entlassen. Diese Sichtweise von mir war völlig abwegig!

Später las ich einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten, der mir den Weg der Praxis klarer aufzeigte. Der Allmächtige Gott sagt: „Wenn du hinsichtlich der Wahrheit rasch vorankommen willst, dann musst du lernen, einträchtig mit anderen zusammenzuarbeiten und mehr Fragen zu stellen und mehr zu suchen. Erst dann wird sich dein Leben schneller weiterentwickeln, und du wirst Probleme prompt lösen können, unverzüglich in beiden Fällen. Weil du gerade erst befördert worden und immer noch in der Probezeit bist und die Wahrheit nicht wirklich verstehst oder die Wahrheitsrealität besitzt – weil dir diese Größe immer noch fehlt – glaube bloß nicht, deine Beförderung bedeute, dass du die Wahrheitsrealität besitzt; das ist nicht der Fall. Du wurdest lediglich für eine Beförderung und Kultivierung ausgewählt, weil du in Bezug auf die Arbeit ein Gespür für die Bürde hast und das Kaliber eines Leiters besitzt. Diese Vernunft solltest du haben. Wenn du, nachdem du befördert wurdest und ein Leiter oder Mitarbeiter geworden bist, anfängst, deinen Status zu behaupten und zu glauben, dass du jemand bist, der nach der Wahrheit strebt und die Wahrheitsrealität besitzt – und wenn du, egal welche Probleme die Brüder und Schwestern haben, so tust, als verstündest du und seist spirituell – dann ist das ein törichtes Verhalten, und es ist die gleiche Art und Weise wie die der heuchlerischen Pharisäer. Du musst wahrheitsgemäß reden und handeln. Wenn du etwas nicht verstehst, kannst du andere fragen oder Gemeinschaft mit dem Oberen suchen – daran gibt es nichts, weswegen man sich schämen sollte. Selbst wenn du nicht fragst, wird der Obere trotzdem deine wahre Größe kennen und wissen, dass die Wahrheitsrealität in dir fehlt. Was du tun solltest, ist zu suchen und Gemeinschaft zu halten; diese Vernunft sollte man in der normalen Menschlichkeit finden, und an diesen Grundsatz sollten sich Leiter und Mitarbeiter halten. Deswegen sollte man sich nicht schämen. Wenn du denkst, dass es beschämend ist, die Grundsätze nicht zu verstehen, wenn du einmal Leiter bist, oder ständig andere Leute oder den Oberen zu fragen, und du Angst hast, dass andere auf dich herabblicken und du dann als Folge davon eine Show abziehst, so tust, als ob du alles verstehst, als ob du alles weißt, als ob du Arbeitsfähigkeit hast, als ob du jegliche Kirchenarbeit erledigen kannst und niemanden brauchst, der dich erinnert oder mit dir Gemeinschaft hält, oder niemanden, der dich versorgt oder dich unterstützt, dann ist das gefährlich und du bist zu arrogant und selbstgerecht und zu unvernünftig(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (5)). Aus Gottes Worten verstand ich, dass Menschen nicht deshalb befördert und gefördert werden, weil sie jede Aufgabe gut erledigen können oder ein hervorragendes Arbeitsvermögen besitzen, sondern weil sie basierend auf ihren Stärken die Gelegenheit zum Üben erhalten. Tatsächlich ist es normal, dass jemand, der anfängt, sich in einer Pflicht zu üben, viele Mängel und Unzulänglichkeiten hat. Menschen, die wirklich Menschlichkeit und Vernunft besitzen, lernen von anderen und suchen mit einem ehrlichen und demütigen Herzen nach Anleitung. Sie sprechen offen über Schwierigkeiten oder Abweichungen in ihrer Arbeit, damit sie Anleitung und Hilfe von anderen erhalten, Grundsätze verstehen und die Probleme, die in ihren Pflichten auftreten, so schnell wie möglich lösen können. Menschen mit einer arroganten Disposition hingegen versuchen, sich zu verbergen und zu verstellen, wenn sie auf Dinge stoßen, die sie nicht verstehen. Sie wollen nicht zulassen, dass andere ihre Probleme und Unzulänglichkeiten sehen. Das verhindert nicht nur, dass sie praktisches Training erhalten und in irgendeinem Bereich Fortschritte machen, sondern, was noch viel schlimmer ist, es verzögert auch die Kirchenarbeit. In diesem Moment kam ich mir wirklich töricht vor. Weil ich meine Probleme immer vertuschte, lebte ich nicht nur im Schmerz, sondern schadete auch der Kirchenarbeit. Als mir das klar wurde, betete ich still und voller Reue zu Gott. Ich nahm mir vor, die Wahrheit zu praktizieren, danach zu streben, ein ehrlicher Mensch zu sein, die Aufsicht, die Überprüfungen, den gemeinschaftlichen Austausch und die Anleitung der Leiter und Mitarbeiter anzunehmen und meine Pflichten gut auszuführen.

Als der Leiter unsere Arbeit später erneut überprüfte, praktizierte ich es, ein ehrlicher Mensch zu sein. Wenn bei meinen Pflichten Probleme auftraten, sprach ich offen mit dem Leiter darüber. Einmal fragte Thomas, warum die Evangeliumsarbeit in letzter Zeit keine nennenswerten Fortschritte gemacht habe. Als ich das hörte, wurde ich wieder nervös und dachte: „Jetzt ist schon so viel Zeit vergangen, und ich habe immer noch keine echten Fortschritte gemacht. Werden alle denken, ich sei wegen meines schlechten Kalibers nicht für diese Pflicht geeignet?“ In diesem Moment erinnerte ich mich an einen Abschnitt aus Gottes Worten, den ich zuvor gelesen hatte. Der Allmächtige Gott sagt: „Ganz gleich, mit welchen Problemen du konfrontiert wirst, du musst die Wahrheit suchen, um sie zu lösen, und du darfst dich absolut nicht verstellen oder anderen ein falsches Bild präsentieren. Ob es sich um deine Mängel, deine Unzulänglichkeiten, deine Fehler oder deine verdorbenen Dispositionen handelt: Du musst dich öffnen und über all diese Dinge Gemeinschaft halten. Halte sie nicht unter Verschluss. Zu lernen, wie man sich öffnet, ist der erste Schritt zum Lebenseintritt, und es ist die erste Hürde, die am schwierigsten zu überwinden ist. Sobald du diese Hürde überwunden hast, wird es dir ein Leichtes sein, in die Wahrheit einzutreten. Was wird es bedeuten, wenn du diesen Schritt machst? Es wird bedeuten, dass du dein Herz öffnest und jeden Teil von dir offenlegst, über jeden Teil von dir offen sprichst – ob gut oder schlecht, positiv oder negativ – und jeden Teil von dir offenlegst, damit andere Menschen es sehen und damit Gott es sieht, wobei du nichts vor Gott verbirgst oder verheimlichst, gegenüber Gott weder Verstellung noch List noch Täuschung anwendest und ebenso offen und direkt anderen Menschen gegenüber bist. Auf diese Weise wirst du im Licht leben; nicht nur, dass Gott dich genau prüfen wird, es werden auch andere Menschen sehen, dass dein Handeln transparent ist und den Grundsätzen folgt. Du brauchst nicht irgendwelche Methoden anzuwenden, um deinen Ruf, dein Image und deinen Status zu schützen, noch musst du deine Fehler verheimlichen oder vertuschen. Du brauchst dich nicht auf diese nutzlosen Anstrengungen einzulassen. Wenn du diese Dinge loslassen kannst, wird dein Leben sehr entspannt werden, frei von Einschränkungen und Schmerz, und du wirst voll und ganz im Licht leben(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Gottes Worte gaben mir die Motivation, die Wahrheit zu praktizieren. Gott liebt ehrliche Menschen und diejenigen, die ihre Pflichten pragmatisch ausführen. Solche Menschen verbergen sich nicht und setzen keine Fassade auf. Ganz gleich, welche Verdorbenheit oder Unzulänglichkeiten sie haben, sie sind in der Lage, auf einfache und offene Weise mit jedem Gemeinschaft zu halten, und suchen die Wahrheit, um diese Probleme zu lösen. Das ist der richtige Weg. Nur so kann ein Mensch frei leben und sich befreit fühlen. Ich durfte mich nicht mehr verstellen. Ich musste ein ehrlicher Mensch sein. Ich musste mich allen so zeigen, wie ich wirklich war, ganz gleich, was die anderen von mir denken würden. Ich musste die Kirchenarbeit an die erste Stelle setzen und nach Gottes Worten praktizieren. Mit diesem Gedanken im Hinterkopf sprach ich offen über meine tatsächlichen Schwierigkeiten. Ausgehend von meinen Problemen machten alle einige Vorschläge für die weitere Arbeit. Auch der Leiter hielt mit mir Gemeinschaft darüber, wie ich die Arbeitseffizienz steigern könnte, und über die Grundsätze für die Betreuung der Evangeliumsarbeit. Danach setzte ich eine Zeit lang das um, was mir alle vorgeschlagen hatten. Die Ergebnisse der Evangeliumsarbeit verbesserten sich allmählich, und die Brüder und Schwestern zeigten bei ihren Pflichten mehr Motivation. Ich war Gott wirklich dankbar! Gleichzeitig schämte ich mich aber auch und empfand Reue. Denn ich hatte mich bei meinen Pflichten auf meine verdorbene Disposition verlassen, ständig versucht, meinen Stolz und Status zu schützen, und dadurch die Kirchenarbeit verzögert. Jetzt zerbreche ich mir nicht mehr den Kopf, um Ausreden zu finden und mich zu verstellen, und ich fühle mich viel entspannter und befreiter. Ich weiß, dass ich noch weit davon entfernt bin, ein wirklich ehrlicher Mensch zu sein. Aber ich bin bereit, in meinen künftigen Pflichten mein Herz Gott anzuvertrauen. Ich möchte danach streben, ein ehrlicher Mensch zu sein, der den prüfenden Blick Gottes und die Aufsicht der anderen annimmt.

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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