93. Das Erwachen einer Sklavin des Geldes
Als Kind lebte meine Familie in einer abgelegenen Bergregion. Meine Eltern bestritten ihren Lebensunterhalt mit Landwirtschaft, und das Leben war ziemlich hart. Von Leuten, die von auswärts zur Arbeit zurückkehrten, hörte ich, dass es in der Stadt jede Menge Möglichkeiten gäbe, Geld zu verdienen, und dass das Leben dort viel besser sei. Daher wuchs in mir die Sehnsucht nach dem Leben in der Großstadt, und ich hoffte, eines Tages die Berge verlassen zu können, um dorthin zu ziehen. Ich wollte Geld verdienen, um die Lebensumstände meiner Familie zu verbessern und die Leute im Dorf auf mich neidisch zu machen. Ich lernte fleißig und hatte immer gute Noten, doch als ich ins erste Jahr der Mittelstufe kam, konnte meine Familie es sich nicht mehr leisten, mich weiter zur Schule zu schicken, also musste ich abbrechen. Mein Wunsch, die Berge zu verlassen, blieb jedoch unverändert, und ich hoffte weiterhin darauf, in der Stadt viel Geld zu verdienen, um ein besseres Leben zu führen und alle neidisch auf mich zu machen.
2007 stellte mir jemand einen Mann aus der Stadt als Heiratskandidaten vor. Ich dachte, ihn zu heiraten, würde mir ein besseres Leben bescheren, doch nach der Hochzeit musste ich feststellen, dass seine Familie die ärmste in der Gegend war. Mein Mann und meine Schwiegerfamilie hatten keine Bildung und konnten ihren Lebensunterhalt nur mit harter körperlicher Arbeit bestreiten. Ihr selbstgebautes Haus hatte nicht einmal ein richtiges Dach. Die Wände und Böden waren aus Zement, und bei starkem Regen tropfte es ins Haus. Am traurigsten machte mich, dass uns einige Nachbarn wegen unserer ärmlichen Verhältnisse einfach ignorierten, was mich meine törichte Entscheidung bereuen ließ. Doch dann dachte ich daran, dass ich ja immerhin in eine große Stadt geheiratet hatte, wo es mehr Möglichkeiten gab, Geld zu verdienen als auf dem Land. Ich glaubte fest daran: Solange mein Mann und ich fleißig arbeiteten, würde unser Leben sicherlich immer besser werden, und sobald wir Geld verdienten, würden unsere Nachbarn uns beneiden.
Ein Jahr später fand mein Mann eine körperlich schwere Arbeit in einer Eisenwarenfabrik, und kurz nach der Geburt unseres Sohnes fand ich eine Stelle, bei der ich handgefertigte Webarbeiten herstellte. Um mehr zu verdienen, arbeitete ich oft bis zwei oder drei Uhr nachts, und mit der Zeit war ich erschöpft. Manchmal taten mir die Arme so weh, dass ich sie nicht einmal mehr heben konnte, und meine beiden Handgelenke waren geschwollen. Doch bei dem Gedanken, dass ich mit jedem weiteren Stück ein paar Cent mehr verdienen konnte, hatte ich das Gefühl, dass all die Mühe es wert war. Besonders wenn ich mit dem hart verdienten Geld Essen und andere notwendige Dinge kaufte, um unser Leben zu verbessern, spürte ich, dass sich diese ganze Anstrengung lohnte. Dadurch war ich noch überzeugter davon, dass unser Leben sicher nicht schlechter sein würde als das der anderen, solange mein Mann und ich die harte Arbeit ertragen konnten.
Eines Tages kam die Tante meines Mannes, um mir das Evangelium zu predigen. Sie sagte: „Der Erlöser ist gekommen, und Er ist der Allmächtige Gott, der in den letzten Tagen das Werk zur Errettung der Menschen vollbringt. Nur, wer Gottes Errettung annimmt und sich von der Sünde befreit, kann von Gott beschützt werden und die große Katastrophe überleben …“ Ich glaubte zwar im Herzen an Gott, dachte dann aber bei mir: „Ich lebe immer noch in einem undichten Haus, mein Kind ist noch so klein, und wir brauchen für alles Mögliche Geld. Wenn ich an Gott glaube, hält mich das beim Geldverdienen auf. Das geht nicht. Geldverdienen ist für mich im Moment das Wichtigste. Was den Glauben an Gott angeht, das muss warten, bis sich unsere Lebensumstände verbessert haben.“ Also lehnte ich ab.
Zu der Zeit lernte mein Kind gerade laufen. Ich hörte, dass die Arbeit in der Lebensmittelfabrik zwar anstrengend sei, der Lohn aber drei- bis viermal so hoch wie mein damaliger. Das klang verlockend, und ich dachte mir: „Solange ich keine Angst vor Mühsal oder Müdigkeit habe, kann ich in der Lebensmittelfabrik mehr Geld verdienen. Wird das nicht zu einem besseren Leben führen?“ Also gab ich mein Kind in die Obhut meiner Schwiegermutter und fing an, in der Lebensmittelfabrik zu arbeiten. In dieser Zeit klagte mein Mann gelegentlich über starke Rückenschmerzen, aber ich nahm das überhaupt nicht ernst und dachte bei mir: „Wer mehr Geld verdienen will, muss sich eben anstrengen. Ich mache ja auch oft Überstunden bis zwei oder drei Uhr morgens. Nur wenn wir durchhalten, können wir mehr Geld verdienen.“ Und so bissen mein Mann und ich die Zähne zusammen und hielten gemeinsam durch, um mehr Geld zu verdienen. Kurz darauf fand ich eine weitere Arbeit in einer Eisenwarenfabrik an den Schleifmaschinen. Beim täglichen Polieren der Werkzeuge musste ich meine Hände in Wasser mit verschiedenen Chemikalien tauchen, um das Metall vor Rost zu schützen. Da ich bei vielen Werkzeugen keine Handschuhe tragen konnte, hatte ich meine Hände oft den ganzen Tag in diesem Wasser. Eine meiner Kolleginnen bekam wegen dieser Arbeit ein Nierenversagen, trotzdem machte ich acht oder neun Jahre lang mit diesem Job weiter. Mein Mann und ich arbeiteten hart und verdienten etwas Geld. So konnten wir uns viel bessere Kleidung und besseres Essen leisten als früher, und wir sparten sogar für die Anzahlung eines Hauses. Unsere Nachbarn, die uns früher wegen unserer Armut ignoriert hatten, suchten nun den Kontakt mit uns, grüßten uns beim Kommen und Gehen mit einem Lächeln und sprachen sogar voller Neid über uns. Sie meinten, wir als Paar seien fleißig und durch unsere harte Arbeit hätten wir einen besseren Lebensstandard erreicht. Das zu hören, machte mich ein wenig stolz, und ich hatte das Gefühl, dass sich meine jahrelange harte Arbeit endlich auszahlte; ich war einfach überglücklich. Doch eines Morgens, als mein Mann und ich uns gerade für die Arbeit fertig machten, schrie er im Bett plötzlich vor Schmerzen auf und bat mich hektisch, ihn ins Krankenhaus zu bringen. Der Arzt untersuchte ihn und sagte, er habe mehrere Bandscheibenvorfälle in der Lendenwirbelsäule. Er empfahl eine Operation, sonst drohe eine Lähmung. Er sagte, diese Operation koste über hunderttausend Yuan. Ich war fassungslos. „Über hunderttausend Yuan? Das ist alles, wofür mein Mann und ich all die Jahre von früh bis spät gearbeitet haben, und jetzt soll alles wegen einer Krankheit weg sein? Wären all die Jahre des Leidens dann nicht umsonst gewesen? Aber wenn er nicht behandelt wird und am Ende gelähmt ist, wer wird dann mit mir für diese Familie kämpfen? Würde unser Leben dann nicht einfach nur noch härter werden?“ Mein Mann sah genauso betrübt aus. Er konnte es nicht ertragen, dass sein hart verdientes Geld einfach so weg sein sollte, also beschloss er, nach Hause zurückzukehren und sich auszuruhen. In dieser Zeit war ich die Einzige in der Familie, die Geld nach Hause brachte, also arbeitete ich noch härter. Selbst wenn ich mich unwohl fühlte, biss ich die Zähne zusammen und hielt durch.
Etwa drei Monate später, als ich mich eines Tages auf den Weg zur Arbeit machen wollte, bekam ich plötzlich schreckliche Nackenschmerzen, so stark, dass ich den Kopf nicht mehr heben konnte. Ich sah alles nur noch unscharf und verschwommen, und ich hatte das Gefühl, keine Nahrung mehr bei mir behalten zu können. Mein Mann drängte mich, sofort ins Krankenhaus zu gehen. Der Arzt sagte, ich hätte drei schwere Bandscheibenvorfälle in der Hals- und Lendenwirbelsäule und der Lendenbandscheibenvorfall drücke bereits auf den Nerv im linken Bein. Die Operation würde über 200.000 Yuan kosten, und es sei nicht einmal sicher, ob ich überhaupt geheilt werden könne. Aber ohne Behandlung drohe mir eine Lähmung. Als ich das hörte, dachte ich, ich würde gleich zusammenbrechen. Ich dachte bei mir: „Mein Mann ist immer noch krank, und jetzt droht mir auch noch eine Lähmung. Das ganze Geld, für das mein Mann und ich so hart gearbeitet haben, reicht nicht einmal für uns beide, um zum Arzt zu gehen! All die Jahre haben wir geschuftet, um Geld zu verdienen, aber am Ende haben wir nichts davon genossen und haben nur jede Menge Krankheiten davongetragen. Haben wir all das Geld wirklich umsonst verdient? Und was noch schlimmer ist, selbst wenn wir das Geld ausgeben, gibt es keine Garantie, dass ich geheilt werde. Dann ist das Geld weg und mein Leben auch. Wofür habe ich eigentlich mein ganzes Leben gelebt?“ Ich fühlte mich wirklich verloren und verbrachte meine Tage in trübsinniger Stimmung. Später fanden mein Mann und ich durch die Vermittlung eines Verwandten leichtere Arbeiten. Wir bekamen auch etwas Geld für den Abriss unseres Hauses, und es schien, als ob unser Leben sich zu bessern begann. Doch der Schmerz in meinem Körper gab mir oft ein ungutes Gefühl, und ich dachte: „Könnte ich plötzlich gelähmt sein? Was, wenn mein Leben plötzlich zu Ende ist?“ Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr Angst bekam ich. Ich bereute oft, wie dumm ich all die Jahre gewesen war, meinen Körper überhaupt nicht wertgeschätzt zu haben, und das nur, um Geld zu verdienen. Jetzt hatte ich zwar ein wenig Geld, aber kein Geld der Welt konnte meine Krankheit heilen. Ich machte mir Sorgen: „Wie soll ich nur so weitermachen?“
In meinem Schmerz und meiner Verwirrung predigte mir meine Tante erneut das Evangelium. Sie spielte mir eine Hymne mit Gottes Worten vor, die den Titel trug: „Das Schicksal des Menschen liegt in den Händen Gottes.“ Ich hörte, wie der Text der Hymne lautete: „Das Schicksal des Menschen wird von Gottes Händen gelenkt. Du bist nicht in der Lage, dich selbst zu lenken: Selbst wenn sich der Mensch ständig für sich selbst abhetzt und geschäftig ist, bleibt er unfähig, sich selbst zu lenken. Wenn du deine eigenen Perspektiven wissen könntest, wenn du dein eigenes Schicksal lenken könntest, würde man dich dann noch als ein geschaffenes Wesen bezeichnen?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Dieses Lied traf mich sofort mitten ins Herz. All die Jahre hatte ich unermüdlich für Geld geschuftet und viel Leid ertragen, nur um ein Leben zu führen, um das mich andere beneiden würden. Doch am Ende waren mein Mann und ich beide krank geworden und standen kurz vor einer Lähmung. Wenn wir unser Leben einbüßten, was nützte dann all das Geld, das wir verdient hatten? Bei diesem Gedanken wurde mir klar, dass das Schicksal eines Menschen wirklich nicht in den eigenen Händen liegt. In den folgenden Tagen kam meine Tante, um mit mir Gottes Worte zu essen und zu trinken. Sie hielt mit mir Gemeinschaft über den Ursprung der Menschheit, die Geheimnisse der drei Phasen von Gottes Wirken und Gottes Absicht bei der Errettung der Menschheit. Ich erkannte, dass Gott so viele Wahrheiten zum Ausdruck gebracht hat, dass Seine Worte Autorität und Kraft besitzen, und ich war mir sicher, dass der Allmächtige Gott der wahre Gott ist und die Menschheit retten kann. Ich predigte auch meinem Mann das Evangelium, und gemeinsam nahmen wir das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an.
Nachdem wir Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatten, las ich viele Abschnitte aus Gottes Worten. Eines Tages stieß ich auf diese Worte Gottes: „Wenn die Menschen nicht wissen, was mit Schicksal genau gemeint ist, und Gottes Herrschaft nicht verstehen, quälen sie sich nur eigenwillig durch den Nebel und stolpern darin umher, und diese Reise ist zu mühselig und verursacht zu viel Herzschmerz. Wenn Menschen also erkennen, dass Gott über das menschliche Schicksal herrscht, entscheiden sich die Klugen dafür, Kenntnis von Gottes Herrschaft zu erlangen und sie anzunehmen, und sie verabschieden sich von den schmerzhaften Tagen ihres ‚Versuchs, sich mit den eigenen zwei Händen ein gutes Leben aufzubauen‘, anstatt weiterhin gegen das Schicksal anzukämpfen und auf ihre eigene Art und Weise ihre sogenannten Lebensziele zu verfolgen. Wenn ein Mensch ohne Gott ist, wenn er Ihn nicht sehen kann, wenn er keine wahre und unmissverständliche Kenntnis von Gottes Herrschaft hat, dann ist jeder Tag bedeutungslos, wertlos und unaussprechlich schmerzhaft. Ganz gleich, wo ein Mensch sich befindet und welchen Beruf er ausübt: Die Mittel, mit denen er überlebt und die Ziele, nach denen er strebt, bringen ihm nichts als endloses Herzweh und einen Schmerz, über den er nur schwer hinwegkommt, und er erträgt es nicht, darauf zurückzublicken. Nur wenn sie die Herrschaft des Schöpfers akzeptiert, sich Seinen Orchestrierungen und Anordnungen unterwirft und danach strebt, wahres menschliches Leben zu erlangen, kann eine Person sich allmählich von allem Herzschmerz und Schmerz befreien und nach und nach die gesamte Leere des menschlichen Lebens ablegen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige III). Aus Gottes Worten erkannte ich, dass Menschen, die nicht vor Gott treten, gar nicht anders können, als unter Satans List zu leben und nach Geld, Ruhm und Gewinn zu streben. Nur wenn wir vor Gott treten, uns Seiner Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen und auf dem Weg voranstreben, den Gott uns gewiesen hat, können wir von Gott beschützt werden und dem Schaden durch Satan entgehen. Als ich darüber nachdachte, wurde mir klar, wie sehr ich unter Satan gelitten hatte. Ich hatte Gottes Herrschaft früher nicht erkannt und wollte mich immer auf mich selbst verlassen, um den Bergen zu entkommen und in einer großen Stadt ein gutes Leben zu führen, um das mich andere beneiden würden. Aber die familiären Verhältnisse meines Mannes konnten mein Verlangen nicht zufriedenstellen, also wollte ich durch Arbeit mein ärmliches Schicksal ändern, mit meinen eigenen Händen ein besseres Leben schaffen und eine reiche Person werden, die andere beneiden. Ich hatte mich für Geld kaputtgearbeitet, und obwohl die Arbeit meinen Körper ernsthaft schädigte, hielt mich das nicht von meinem Streben nach Reichtum ab. Am Ende hatte ich nicht nur kaum Geld verdient, sondern war auch erschöpft und krank geworden, und mir drohte sogar eine Lähmung. Diese schmerzhaften Erinnerungen ließen mich wirklich spüren, dass Menschen ihr eigenes Schicksal überhaupt nicht kontrollieren können. Ich hatte immer versucht, mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, doch am Ende wurde ich von Satans List gequält.
Später fragte ich mich: „Warum war ich früher bereit, für Geld zu leiden und mich abzumühen, aber nicht, an Gott zu glauben und vor Ihn zu treten?“ Mein Mann und ich lasen gemeinsam einen Abschnitt aus Gottes Worten: „‚Geld regiert die Welt‘ ist eine Philosophie Satans. Sie herrscht unter der ganzen Menschheit vor, in jeder menschlichen Gesellschaft; man könnte sagen, dass sie ein Trend ist. Der Grund dafür ist, dass sie dem Herzen jeder einzelnen Person eingeflößt wurde, die diesen Spruch zunächst nicht akzeptierte, ihm dann aber ihre stille Zustimmung gab, als sie in Kontakt mit dem wirklichen Leben kam und das Gefühl bekam, dass diese Worte tatsächlich wahr sind. Ist dies nicht ein Verlauf, bei dem Satan den Menschen verdirbt? Vielleicht verfügen nicht alle Menschen über das gleiche Maß an Erfahrungswissen zu diesem Sprichwort, aber jeder weist ein unterschiedliches Maß an Interpretation und Anerkennung dieses Sprichworts auf, beruhend auf Dingen, die in seiner Umgebung geschehen sind, und auf seiner eigenen persönlichen Erfahrung. Trifft das nicht zu? Unabhängig davon, wie viel Erfahrung jemand mit diesem Sprichwort hat, was ist die negative Auswirkung, die es auf jemandes Herz haben kann? Durch die menschliche Disposition der Leute in dieser Welt wird etwas offenbart, was jeden einzelnen von euch einschließt. Was ist es? Es ist die Anbetung von Geld. Ist es schwierig, dies aus jemandes Herzen zu entfernen? Es ist sehr schwierig! Es scheint, dass Satan die Menschen tatsächlich zutiefst verdorben hat! Satan benutzt Geld, um Menschen in Versuchung zu führen, und verdirbt sie so weit, dass sie Geld anbeten und materielle Dinge verehren. Und wie zeigt sich diese Anbetung des Geldes in den Menschen? Glaubt ihr, dass ihr in dieser Welt ohne Geld nicht überleben könntet, dass selbst ein Tag ohne Geld unmöglich wäre? Der Status der Menschen basiert darauf, wie viel Geld sie haben, was auch auf den Respekt zutrifft, den sie sich verschaffen. Die Rücken der Armen krümmen sich beschämt, während die Reichen ihren hohen Status genießen. Sie stehen aufrecht und voller Stolz, sprechen laut und leben arrogant. Was bringen dieses Sprichwort und dieser Trend den Menschen? Trifft es nicht zu, dass viele Menschen jedes Opfer bringen, um Geld zu erlangen? Verlieren viele Menschen im Streben nach mehr Geld nicht ihre Würde und ihre Integrität? Verpassen viele Menschen wegen des Geldes nicht die Chance, ihre Pflicht zu tun und Gott zu folgen? Ist die Chance zu verpassen, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden, für die Menschen nicht der größte aller Verluste? Ist Satan nicht böse, da er diese Methode und dieses Sprichwort benutzt, um die Menschen dermaßen zu verderben? Ist das nicht ein böswilliger Trick? Während du davon, diese geläufige Redewendung abzulehnen, dazu übergehst, sie schließlich als Wahrheit zu akzeptieren, verfällt dein Herz vollständig dem Griff Satans, und deshalb beginnst du unbeabsichtigt, nach diesem Sprichwort zu leben“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige V). Nach dem Lesen der Worte Gottes verstand ich, dass Menschen sich von Gott und der Wahrheit entfernen, weil sie von den verschiedenen falschen Ansichten, die Satan ihnen einflößt, beeinflusst und vergiftet sind. Satan benutzt Sprüche wie „Geld regiert die Welt“ und „Der Mensch stirbt für Reichtum wie Vögel für Futter“, um die Menschen dazu zu verleiten, nach Geld zu streben, und sie ihr ganzes Leben lang damit verbringen zu lassen, zu kämpfen, nur um Geld zu verdienen. Wie sehr hatte ich dabei gelitten! Ich glaubte, nur mit Geld könne ich mein Leben verbessern, ein qualitativ hochwertiges materielles Leben genießen, den Respekt anderer gewinnen und von ihnen beneidet werden. Bei der Handarbeit blieb ich jeden Tag bis zwei oder drei Uhr nachts wach, nur um ein paar Cent mehr zu verdienen. Als ich in der Lebensmittelfabrik arbeitete, bekam ich nicht genug Schlaf, und doch verpasste ich keine Gelegenheit, für mehr Geld Überstunden zu machen. Die Chemikalien bei der Schleifarbeit waren für die menschliche Gesundheit sehr schädlich, aber weil die Bezahlung gut war, war ich bereit, es zu tun. All die Jahre dachte ich nur daran, wie ich mehr Geld verdienen könnte. Selbst als all diese hochintensive Arbeit bei meinem Mann und mir zu gesundheitlichen Problemen führte, war ich nicht bereit, die Arbeit ruhen zu lassen, um mich zu erholen, und sagte mir ständig: „Wenn ich ein gutes Leben will, muss ich die Zähne zusammenbeißen und durchhalten.“ Schließlich verdienten wir durch unsere harte Arbeit tatsächlich etwas Geld und gewannen die Bewunderung unserer Nachbarn, aber mein Mann und ich hatten uns beide die Gesundheit ruiniert. Und traurigerweise reichte das Geld, das wir verdient hatten, nicht einmal für unsere Operationen. Ich hatte nach Satans Gift „Geld regiert die Welt“ gelebt und wäre fast gelähmt worden. Was ich noch mehr bereute, war, dass ich, als meine Tante mir Gottes Evangelium der letzten Tage brachte, es ablehnte, um Geld zu verdienen. Hätte Gott meine Tante nicht benutzt, um mir das Evangelium erneut zu predigen, hätte ich beinahe die Chance verloren, Gott zu folgen, die Wahrheit zu gewinnen und gerettet zu werden. Ich war wirklich dumm gewesen! Erst in diesem Moment erkannte ich, dass Satan Geld benutzt hatte, um meine Gedanken zu kontrollieren und mein Leben zu beherrschen, wodurch mein Herz immer weiter von Gott wegdriftete. Satans Taktiken, die Menschen in die Irre zu führen, sind wirklich verachtenswert und niederträchtig!
Sechs Monate später begann ich, meine Pflicht in der Kirche zu tun. Am Anfang war meine Pflicht relativ einfach und beeinträchtigte das Geldverdienen bei meiner Arbeit nicht. Später aber, als ich Leiterin wurde, nahm meine Arbeitslast in der Kirche zu, und meine Zeit wurde immer knapper. Mehrere Male rief mich mein Chef während der Versammlungen an. Ich machte mir Sorgen, dass dies meine Arbeit und mein Einkommen beeinträchtigen würde, wenn ich so weitermachte. Schließlich war dieser Job nicht anstrengend, und wenn ich ihn verlor, würde ich kein Geld mehr verdienen können! Aber ich wusste, dass der Versuch, meine Arbeit und meine Pflicht unter einen Hut zu bringen, die Arbeit der Kirche verzögern würde. Ich war sehr zwiegespalten, also betete ich zu Gott: „Gott, bitte führe mich, damit ich nicht vom Geld eingeschränkt werde und meine Chance, meine Pflicht zu tun, nicht verliere.“
Eines Tages verstand der Prediger meinen Zustand und aß und trank mit mir einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Wenn Ich in diesem Augenblick etwas Geld vor euch hinlegen und euch die Freiheit geben würde, zu wählen – und wenn Ich euch nicht für eure Wahl verurteilen würde –, dann würden die meisten von euch das Geld wählen und die Wahrheit aufgeben. Die Besseren unter euch würden das Geld aufgeben und widerwillig die Wahrheit wählen, während diejenigen dazwischen mit der einen Hand das Geld und mit der anderen die Wahrheit ergreifen würden. Würde so nicht euer wahres Gesicht offensichtlich werden? Vor die Wahl gestellt zwischen der Wahrheit und allem, dem ihr treu seid, würdet ihr alle so wählen, und eure Einstellung würde die gleiche bleiben. Ist dem nicht so? Gibt es nicht viele unter euch, die zwischen richtig und falsch geschwankt haben? In all dem Kampf zwischen Positiv und Negativ, Schwarz und Weiß – zwischen Familie und Gott, Kindern und Gott, Harmonie und Bruch, Reichtum und Armut, Status und Gewöhnlichkeit, Unterstützung und Ablehnung usw. – kann es doch sicherlich nicht sein, dass ihr euch der Entscheidungen, die ihr getroffen habt, nicht bewusst seid! Vor die Wahl gestellt zwischen einer harmonischen und einer zerrütteten Familie habt ihr erstere gewählt, und zwar ohne zu zögern. Zwischen Reichtum und Pflicht habt ihr wiederum ersteres gewählt, ohne auch nur den Willen zu haben, ans Ufer zurückzukehren. Zwischen Luxus und Armut habt ihr ersteres gewählt; als ihr zwischen euren Kindern, Ehefrauen und Ehemännern oder Mir wählen musstet, habt ihr erstere gewählt; und zwischen Auffassungen und der Wahrheit habt ihr immer noch erstere gewählt. Angesichts eurer bösen Taten aller Art habe Ich einfach das Vertrauen in euch verloren, Ich bin einfach erstaunt. Eure Herzen sind unerwartet unfähig, sich erweichen zu lassen. Das Herzblut, das Ich viele Jahre lang aufgewendet habe, hat Mir überraschenderweise nichts anderes gebracht als eure Abwendung und Resignation, aber Meine Hoffnungen auf euch wachsen mit jedem Tag, denn Mein Tag ist vor jedem völlig offengelegt worden. Doch jetzt strebt ihr immer noch nach dunklen und bösen Dingen und weigert euch, euren Griff um sie zu lockern. Was wird dann euer Ergebnis sein? Habt ihr jemals sorgfältig darüber nachgedacht? Wenn ihr aufgefordert würdet, erneut zu wählen, wie wäre eure Haltung dann? Wäre es immer noch das erstere? Würdet ihr es Mir noch immer mit Enttäuschung und schmerzreichem Kummer zurückzahlen? Würden eure Herzen noch immer nur ein Fünkchen Wärme aufweisen? Wüsstet ihr immer noch nicht, was zu tun ist, um Mein Herz zu trösten?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Wem genau gilt deine Treue?). Durch das, was Gottes Worte offenlegten, sah ich: Verdorben durch Satan, wählen wir, wenn wir vor der Wahl zwischen Geld und der Wahrheit stehen, ohne zu zögern das Geld und kehren so der Gelegenheit den Rücken, nach der Wahrheit zu streben. Obwohl ich in Gottes Haus gekommen war und durch die Bewässerung mit Seinen Worten einige Wahrheiten verstanden hatte, zögerte ich, als die Arbeit der Kirche mit meinen persönlichen finanziellen Interessen in Konflikt geriet, und hielt Geld für wichtiger als die Wahrheit. Folgte ich da nicht immer noch Satan? Als mir das klar wurde, erkannte ich, dass Gott mir eine neue Chance gab, zu wählen – um zu sehen, ob ich Satan folgen und nach Geld oder Gott folgen und nach der Wahrheit streben würde. Ich sah die Brüder und Schwestern um mich herum und bemerkte, wie sie immer mehr Wahrheiten verstanden, während sie sich in ihren Pflichten in der Kirche übten. Ich sah auch, dass die Kirche mich darin förderte, meine Pflicht als Leiterin zu tun, in der Hoffnung, dass auch ich mehr Wahrheiten erlangen könne, während ich meinen Teil beitrug. Ich durfte meine Chance, die Wahrheit zu erlangen, nicht für Geld aufgeben, und ich durfte Gottes mühevolle und gewissenhafte Absicht nicht enttäuschen. Außerdem machte ich mir immer Sorgen, dass unsere Lebensumstände schlechter sein würden als die der anderen, wenn ich meinen Job aufgäbe und kein Geld mehr verdiente. Aber in Wirklichkeit waren das Haus und das wenige zusätzliche Geld, die ich jetzt hatte, nicht von mir verdient, sondern mir von Gott durch Fügungen wie den Abriss unseres Hauses geschenkt worden. Ich erkannte wahrhaftig, dass der Reichtum, den ein Mensch besitzen kann, nicht von seinen eigenen Entscheidungen, sondern von Gottes Bestimmung abhängt. Ich sah ein, dass ich, egal wie sehr ich mich auch aus eigener Kraft anstrengte, nicht mehr Geld verdienen konnte, als für mich bestimmt war. Aber ich machte mir immer noch Sorgen, dass mein Leben arm sein würde und ich von anderen nicht respektiert werden würde, wenn ich kein Geld verdienen könnte, also schwankte ich zwischen Geld und meiner Pflicht. War ich nicht im selben Zustand wie damals, als ich Gottes Evangelium der letzten Tage um des Geldes willen ablehnte? Ich durfte keine Zeit mehr damit verschwenden, nach Geld und Vergnügen zu streben, denn das würde mich die Gelegenheit kosten, die Wahrheit zu gewinnen, und mich ins Verderben stürzen.
Später las ich einen weiteren Abschnitt aus Gottes Worten: „Du musst für die Wahrheit Mühsal erleiden, du musst dich für die Wahrheit opfern, du musst für die Wahrheit Erniedrigungen ertragen, und um mehr von der Wahrheit zu erlangen, musst du dich noch mehr Leiden unterziehen. Das ist es, was du tun solltest. Du darfst die Wahrheit nicht um des Genusses der familiären Harmonie willen wegwerfen, und du darfst nicht um des vorübergehenden Genusses willen ein ganzes Leben voller Würde und Integrität verlieren. Du solltest all das anstreben, was schön und gütig ist, und du solltest einen Lebensweg verfolgen, der bedeutungsvoller ist. Wenn du so ein banales und weltliches Leben führst und kein Ziel hast, nach dem du streben kannst, verschwendest du dann nicht dein Leben? Was kannst du von einem solchen Leben erlangen? Du solltest allen Freuden des Fleisches einer einzigen Wahrheit wegen entsagen und du solltest nicht alle Wahrheiten für ein wenig Vergnügen wegwerfen. Solche Menschen haben keine Integrität oder Würde. Es gibt keinen Sinn in ihrem Dasein!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Sein Wissen um Züchtigung und Gericht). Gottes Worte berührten mein Herz, und ich verstand, dass nur das Treten vor Gott und das Streben nach dem Erlangen der Wahrheit wirklich sinnvoll und wertvoll sind. Rückblickend hatte mir meine Tante fünfzehn Jahre zuvor Gottes Evangelium gepredigt, aber ich hatte es abgelehnt, um Geld zu verdienen, und so habe ich fünfzehn Jahre lang Gottes Errettung verpasst! In diesen Jahren arbeitete ich wie ein Roboter, verrichtete Tag für Tag schwere Arbeit und gönnte mir nicht einmal einen Moment, um innezuhalten und einmal durchzuatmen, und als Ergebnis litt ich durch die Erschöpfung nun an allerlei Krankheiten. Fünfzehn Jahre des Kampfes um Geld ließen mich am Ende völlig leer zurück, und ich sah, dass ein solches Leben absolut sinnlos ist. Ich dachte an einen Verwandten von mir, der viel Geld verdiente, von allen im Dorf beneidet wurde und ein Geschäftsinhaber wurde. Aber er musste oft mit seinen Geschäftspartnern bei geschäftlichen Anlässen trinken, was letztendlich durch die toxische Wirkung des Alkohols zu einer Lebererkrankung führte. Der Arzt ermahnte ihn, nicht mehr zu trinken, aber um mehr Geld zu verdienen, zögerte er nicht, seinen Körper durch weiteres Trinken bei geschäftlichen Anlässen zu schädigen. Schließlich entwickelte er Leberkrebs und starb in jungen Jahren. Ich erinnerte mich daran, was der Herr Jesus sagte: „Was hülfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewönne und nähme Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele wieder löse?“ (Matthäus 16,26). Gottes Worte sagen mir, dass Geld, Ruhm und Gewinn einem das Leben nicht erkaufen und einen nur ins Verderben führen können. Wenn ich meine Pflicht nicht ordnungsgemäß tun und den Weg des Geldstrebens weitergehen würde, würde mein Körper sicher zusammenbrechen. Dann wäre nicht nur mein Leben ruiniert, sondern ich würde auch meine Chance auf Errettung verlieren. Obwohl ich jetzt weniger Geld verdiente als früher, konnte ich oft mit Brüdern und Schwestern von Gottes Worten essen und trinken und mit ihnen über Erfahrungen Gemeinschaft halten, was eine Gnade von Gott war! Ich verstand auch, dass Gott mir erlaubte, mich bei meinen Pflichten in der Kirche zu üben, damit ich mich mit mehr Wahrheit ausrüsten, die Mittel Satans zur Schädigung der Menschen erkennen, meine verdorbene satanische Disposition erkennen und aus Gottes Worten die richtige Richtung im Leben finden konnte. Die Wahrheit, die ein Mensch von Gott gewinnt, ist das ewige Leben, etwas, das einem niemand wegnehmen kann. Sie ist unvergleichlich mit Geld und das Kostbarste im Leben. Als ich das erkannte, betete ich zu Gott und sagte ihm, dass ich bereit war, meinen Job aufzugeben und zukünftig aufrichtig an Gott zu glauben und meine Pflicht zu tun.
Später gab ich meinen Job auf und widmete mich ganz meiner Pflicht. Jetzt sind mein Mann und ich beide bei guter Gesundheit, und die Symptome wie Schwindel und Rückenschmerzen, die wir einst hatten, sind alle verschwunden. Was mich noch glücklicher macht, ist, dass ich dadurch, dass ich mich in meiner Pflicht übe, ein gewisses Verständnis meiner verdorbenen Disposition gewonnen habe. Ich bin Gott so dankbar, dass Er mich aus den Fesseln von Geld, Ruhm und Gewinn gerettet, mich vor Ihn gebracht und mir mehr Gelegenheiten gegeben hat, die Wahrheit zu gewinnen.