28. Menschen anhand von Gottes Worten durchschauen

Von Xiang Wang, China

Vor Kurzem erzählte mir meine Verantwortliche Meng Jie, dass Li Ping die Wahrheit nicht annahm, in Menschen und Dinge zu viel hineininterpretierte und das Kirchenleben störte. Die Brüder und Schwestern hielten zwar Gemeinschaft mit ihr und halfen ihr, aber sie kehrte trotzdem nicht um. Sie bat mich, eine Beurteilung über sie zu schreiben. Außerdem meinte sie: Wenn die Beurteilungen der Mehrheit ergeben, dass Li Ping eine Ungläubige ist, dann wird sie aus der Kirche entfernt. Ich war etwas überrascht. Dass es mit Li Ping so weit kommen würde, hätte ich nicht erwartet. Anfangs fiel es mir schwer, das zu akzeptieren. Li Pings Familie glaubte schon seit Generationen an den Herrn. Sie diente dem Herrn in der Kirche schon als Teenager und hatte diese Phase von Gottes Werk bereits vor über 20 Jahren angenommen. Jetzt war sie knapp über 50 und immer noch unverheiratet. Ihr Entsagen, ihr Sich-Aufwenden, ihre Zurückhaltung und ihr Ertragen von Leid wirkten auf mich wie wahrer Glaube an Gott. Und jetzt wurde sie als Ungläubige definiert, nur weil sie in Menschen und Dinge zu viel hineininterpretierte. War das nicht ein bisschen zu hart? Wenn ich an meine früheren Begegnungen mit Li Ping zurückdachte, schien ihre Menschlichkeit nicht schlecht zu sein. Es war nur so, dass sie bei auftretenden Problemen immer über Recht und Unrecht stritt. Sollte man solchen Leuten nicht eine Chance geben, in der Kirche zu bleiben und zu schuften? Später hörte ich von Meng Jie, dass aufgrund ihres beständigen Verhaltens bereits bestimmt worden war, dass Li Ping eine Ungläubige war. Sie ermahnte mich auch, mich selbst zu prüfen, um herauszufinden, warum ich sie nicht durchschauen konnte, und die Wahrheit zu suchen, um das zu lösen. In der Zeit danach konzentrierte ich mich bei meiner Suche bewusst auf dieses Problem und dachte an all meine Begegnungen mit Li Ping zurück.

Im Jahr 2019 waren Li Ping und ich bei unserer Pflicht Arbeitspartnerinnen. Damals klappte die Zusammenarbeit zwischen Li Ping und einer Schwester aus unserer Gruppe, Yingxin, nicht gut. Yingxin wollte mit ihr darüber reden, doch Li Ping weigerte sich. Yingxins Haltung wurde daraufhin etwas negativ. Als die Leiterin sich nach ihrem und Li Pings Zustand erkundigte, sagte Yingxin wahrheitsgemäß, dass die Zusammenarbeit zwischen ihnen nicht gut lief. Li Ping dachte, Yingxins Aussage hätte ihrem Ruf geschadet, und wurde stark voreingenommen gegenüber Yingxin. Danach verdrehte sie die Tatsachen und behauptete, Yingxin hätte sich absichtlich über sie beschwert, mit dem Ziel, sie aus der Gruppe auszuschließen. Vor einer der Versammlungen schlug Yingxin vor, dass wir zuerst über unseren Zustand sprechen und dann gezielt dazu Gottes Worte lesen sollten. Li Ping dachte, Yingxin hätte es auf sie abgesehen und wolle ihr unterstellen, den Zustand der Brüder und Schwestern nicht in die Versammlung einzubeziehen. Wütend entgegnete sie, dass dafür keine Zeit wäre und nicht über die Zustände gesprochen würde. Bei einer Auswertungsbesprechung merkte Yingxin an, dass die Ergebnisse der Kirchenarbeit in letzter Zeit rückläufig waren, und ermahnte uns alle, nach den Ursachen dafür zu suchen. Wieder dachte Li Ping, es ginge um sie, und sagte hitzköpfig: „Wenn ihr denkt, ich tauge nichts, dann meldet mich bei der Verantwortlichen und lasst mich versetzen.“ Wir mussten viel Zeit aufwenden, um mit ihr Gemeinschaft zu halten, und konnten die Arbeit nicht normal besprechen. Schwester Luo Wen war damals gerade erst in die Gruppe gekommen. Bei Schwierigkeiten und Problemen in ihrer Arbeit bat sie oft Yingxin um Rat. Li Ping bemerkte, dass Luo Wen große Stücke auf Yingxin hielt. Also behauptete sie Luo Wen direkt ins Gesicht, Yingxin würde hinterhältige Methoden anwenden, um sie auf ihre Seite zu ziehen und Li Ping so auszugrenzen. Als Luo Wen das hörte, war sie so wütend, dass sie anfing zu weinen. Sie fand, dass die Zusammenarbeit mit Li Ping zu schwierig war, und wollte ihre Pflicht dort nicht mehr tun. Anstatt über sich selbst nachzudenken, sagte Li Ping sogar: Wenn Luo Wen gehen wolle, sei das ganz ihr überlassen. Manchmal besprachen wir die Arbeit unter uns in unserem Zimmer. Dann wurde Li Ping misstrauisch und dachte, wir würden hinter ihrem Rücken schlecht über sie reden. Deswegen kam es oft zu Spannungen zwischen ihr und den anderen Schwestern in der Gruppe. Tatsächlich hielten diese Zustände bei ihr schon eine ganze Weile an. Unsere Verantwortliche hielt mehrmals Gemeinschaft mit ihr und half ihr, aber sie kehrte nie um. Ich war damals neu in der Gruppe und hielt Gemeinschaft mit ihr. Ich sagte, sie solle sich darauf konzentrieren, die Wahrheit zu suchen und Lektionen zu lernen, doch sie stritt nur über Recht und Unrecht und suchte nach Ausreden. Ich war völlig verwirrt. Sie glaubte doch schon seit Jahren an Gott. Warum nahm sie nichts von Gott an, wenn Dinge passierten, sondern interpretierte immer zu viel in Menschen und Dinge hinein? Dann dachte ich: „Vielleicht ist sie momentan einfach in einem schlechten Zustand. Wenn wir mehr Gemeinschaft mit ihr halten und ihr helfen, kehrt sie ihren Zustand vielleicht um und hört damit auf, immer so viel in Menschen und Dinge hineinzuinterpretieren.“ Da die Zusammenarbeit zwischen Li Ping und Yingxin später immer noch nicht gut lief, teilte unsere Verantwortliche mich als Li Pings Arbeitspartnerin ein. Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass Li Ping sich nach der Trennung von Yingxin immer noch so auf sie fixieren würde. Aber jedes Mal, wenn ich Yingxin erwähnte, brachte Li Ping wieder alte Geschichten über sie auf den Tisch. Mit ihren Worten hielt sie insgeheim ständig Gericht über Yingxin. Ich konnte ihr Wesen jedoch nicht klar durchschauen. Ich dachte, sie käme nur momentan nicht damit klar und es würde sich mit der Zeit vielleicht geben. Später wurde Li Ping in eine andere Gruppe versetzt, um dort ihre Pflicht zu tun. Die Brüder und Schwestern berichteten, dass sie sich immer noch so verhielt: Sobald etwas ihren Stolz verletzte, machte sie ein endloses Theater und konnte mit niemandem gut zusammenarbeiten. Sie beeinträchtigte auch den Zustand der anderen und hielt die Arbeit der Gruppe auf. Unsere Verantwortliche hielt mehrmals Gemeinschaft mit ihr und sagte, sie solle sich darauf konzentrieren, die Wahrheit zu suchen und Lektionen zu lernen. Aber sie nahm das nie an, rechtfertigte sich beharrlich weiter und verursachte Unterbrechungen und Störungen bei der Arbeit. Bis zu ihrer Entlassung stritt sie nur über Recht und Unrecht. Sie dachte nicht über sich selbst nach oder versuchte, sich selbst zu erkennen.

Später hörte ich Brüder und Schwestern über einige ihrer Verhaltensweisen sprechen. Dass sie in Menschen und Dinge zu viel hineininterpretierte, war wirklich extrem auffällig. Sie sorgte nicht nur dafür, dass andere sich eingeschränkt fühlten, sondern störte auch die Kirchenarbeit. Ich fragte mich: „Wie stuft Gott ein solches Verhalten ein?“ Zu diesem Problem las ich dann ein paar passende Worte Gottes. Der Allmächtige Gott sagt: „Ist es nicht abscheulich, dass manche Leute gern Haarspalterei betreiben und sich in Sackgassen verrennen, wenn ihnen etwas passiert? Das ist ein großes Problem. Menschen mit klarem Verstand würden diesen Fehler nicht machen, aber absurde Leute verhalten sich so. Sie bilden sich immer ein, andere würden ihnen das Leben schwer machen, ihnen absichtlich hart zusetzen, und deshalb machen sie anderen immer das Leben schwer. Ist das nicht eine Abweichung? Sie bemühen sich nicht um die Wahrheit und suchen die Wahrheit nicht, um sich selbst zu kennen; sie sind immer auf triviale Details fixiert, wenn ihnen etwas widerfährt; sie verlangen Erklärungen, versuchen ihr Gesicht zu wahren, und immer wollen sie solche Dinge mit menschlichen Lösungen angehen. Das ist das größte Hindernis für den Lebenseintritt. Wenn du so an Gott glaubst oder so praktizierst, wirst du niemals die Wahrheit gewinnen, denn du trittst nie vor Gott. Du trittst nie vor Gott, um all das zu akzeptieren, was Gott für dich eingerichtet hat, und du benutzt die Wahrheit nicht, um all das anzugehen. Stattdessen benutzt du immer menschliche Lösungen, um die Dinge anzugehen. In Gottes Augen hast du dich somit zu weit von Ihm entfernt. Nicht nur dein Herz hat sich von Ihm entfernt, sondern dein ganzes Sein lebt nicht in Seiner Gegenwart. So sieht Gott diejenigen, die dazu neigen, sich an Vorschriften zu halten, und immer auf triviale Details fixiert sind. … Ich sage euch, welche Pflicht jemand, der an Gott glaubt, auch erfüllt – ob er sich um äußere Angelegenheiten kümmert oder eine Pflicht ausführt, die sich auf verschiedene Arbeiten oder Fachgebiete im Haus Gottes erstreckt –, wenn er nicht häufig vor Gott tritt und in Seiner Gegenwart lebt, wenn er es nicht wagt, Seinen prüfenden Blick zu akzeptieren, und wenn er nicht die Wahrheit von Gott sucht, dann ist er ein Ungläubiger, und er unterscheidet sich in nichts von einem Nichtgläubigen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur wenn wir oft vor Gott leben, können wir eine normale Beziehung mit Ihm führen). „Bei einer Sache, die mit Ruhm, Gewinn und Ansehen zu tun hat, bestehen sie darauf, klarzustellen, wer Recht oder Unrecht hat, wer überlegen oder unterlegen ist, und sie müssen argumentieren, um einen Standpunkt nachzuweisen. Andere wollen es nicht hören. Sie sagen: ‚Kannst du das, was du sagst, nicht vereinfachen? Kannst du dich direkt ausdrücken? Warum musst du so trivial sein?‘ Ihre Gedanken sind so kompliziert und verschlungen, und sie führen ein so anstrengendes Leben, ohne die zugrundeliegenden Probleme zu erkennen. Warum können sie nicht nach der Wahrheit suchen und ehrlich sein? Weil sie der Wahrheit abgeneigt sind und nicht ehrlich sein wollen. Worauf verlassen sie sich also im Leben? (Philosophien für weltliche Angelegenheiten und menschliche Methoden.) Sich auf menschliche Handlungsmethoden zu verlassen, führt tendenziell zu Ergebnissen, bei denen man am Ende entweder ausgelacht wird oder eine hässliche Seite von sich selbst offenbart. Und so betreffen bei näherer Betrachtung alle ihre Handlungen und alles, womit sie den ganzen Tag verbringen, ihr eigenes Ansehen, ihren eigenen Ruhm, ihren eigenen Gewinn und ihre eigene Eitelkeit. Es ist, als würden sie in einem Netz leben, sie müssen alles rationalisieren oder sich bei allem herausreden und sprechen immer nur für sich selbst. Ihre Denkweise ist kompliziert, sie geben so viel Unsinn von sich, ihre Worte sind so verworren. Sie streiten immer darüber, was richtig und was falsch ist, es hat kein Ende. Wenn sie nicht versuchen, an Prestige zu gewinnen, wetteifern sie um Ansehen und Status, und nie gibt es eine Zeit, in der sie nicht für diese Dinge leben. Und was ist die letzte Konsequenz? Mag sein, dass sie Ansehen erlangt haben, aber alle haben die Nase gestrichen voll von ihnen. Die Leute haben sie durchschaut und erkannt, dass ihnen die Wahrheitsrealität völlig fehlt, dass sie keine Menschen sind, die aufrichtig an Gott glauben. Wenn Leiter und Mitarbeiter oder Brüder und Schwestern sie mit einigen Worten zurechtstutzen, weigern sie sich stur, es zu akzeptieren. Sie bestehen darauf, zu rationalisieren oder sich herauszureden, und sie versuchen, den schwarzen Peter weiterzugeben. Sie verteidigen sich bei Versammlungen, fangen Streitereien an und stiften Unruhe unter Gottes Auserwählten. Im Herzen denken sie: ‚Kann ich meinen Standpunkt wirklich nirgendwo darlegen?‘ Welche Sorte Mensch ist das? Handelt es sich um jemanden, der die Wahrheit liebt? Handelt es sich um jemanden, der an Gott glaubt? Wenn solche Leute hören, dass jemand etwas sagt, das nicht mit ihren Absichten übereinstimmt, wollen sie sich immer herumstreiten und verlangen eine Erklärung; sie verstricken sich darin, wer Recht und wer Unrecht hat, sie suchen nicht nach der Wahrheit und gehen nicht den Wahrheitsgrundsätzen entsprechend damit um. Egal, wie einfach die Sache ist, sie haben sie so kompliziert gemacht – sie handeln sich nur Ärger ein, sie verdienen es, so erschöpft zu sein!(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Aus Gottes Worten erkannte ich: Wer in Menschen und Dinge zu viel hineininterpretiert, erkennt nach der Glaubenslehre zwar an, dass Gott die Herrschaft über alles hat und unsere alltäglichen Umstände von Ihm arrangiert werden. Doch wenn sie dann mit diesen tatsächlichen Situationen konfrontiert werden, nehmen sie sie nicht von Gott an. Sie suchen weder die Wahrheit, noch lernen sie Lektionen. Stattdessen glauben sie, dass jemand ihnen das Leben schwer macht. Und um ihren Stolz und ihren Ruf zu retten, streiten sie immer über Recht und Unrecht und machen ein endloses Theater. Sie bringen den anderen und der Kirchenarbeit nichts als Störungen. Das Wesen solcher Menschen ist das von Ungläubigen. Nehmen wir zum Beispiel Li Ping. Als sie und Yingxin Arbeitspartnerinnen waren, war offensichtlich, dass die Zusammenarbeit der beiden nicht gut funktionierte und dass dies ihre Pflicht bereits beeinträchtigte. Yingxin berichtete der Leiterin die wahre Situation in der Hoffnung auf Hilfe. Aber Li Ping suchte nicht die Wahrheit und dachte nicht über sich selbst nach. Stattdessen glaubte sie, Yingxin hätte sich über sie beschwert. Danach behielt sie Yingxin ständig genau im Auge. Wenn Yingxin bei Versammlungen oder Arbeitsbesprechungen auf Probleme hinwies oder einen vernünftigen Vorschlag machte, konnte Li Ping nicht richtig damit umgehen. Sie glaubte, Yingxin hätte es auf sie abgesehen, und stellte sich ihr deshalb absichtlich entgegen. Sie machte sogar absichtlich Ärger und sagte: Wenn wir denken würden, sie tauge nichts, sollten wir die Verantwortliche bitten, sie für eine andere Pflicht einzuteilen. Durch all das fühlten wir uns eingeschränkt, und es beeinträchtigte das Kirchenleben und die Kirchenarbeit. Schwester Luo Wen war gerade erst in die Gruppe gekommen. Sie kannte sich mit den Grundsätzen und den Fachkenntnissen noch nicht aus, also wandte sie sich an Yingxin. Li Ping vermutete sogleich, Luo Wen würde auf sie herabsehen, sich auf Yingxins Seite schlagen und sie ausschließen. Wenn die Schwestern ganz normal die Arbeit besprachen, verdächtigte Li Ping alle, hinter ihrem Rücken über sie zu richten. Sie suchte sogar absichtlich nach Fehlern bei den anderen und machte ihnen das Leben schwer. Das führte dazu, dass die Leute ihre Pflichten nicht mehr normal tun konnten. Eigentlich waren all diese Dinge ganz gewöhnlich und simpel. Es waren Dinge, die normale Menschen mit ein bisschen Nachdenken verstehen konnten. Aber sie interpretierte in Menschen und Dinge zu viel hinein und verstrickte sich völlig darin; ihre Gedanken waren extrem kompliziert. Danach hielten alle Gemeinschaft über Gottes Worte und halfen ihr, aber sie zeigte keinerlei Absicht, nach der Wahrheit zu suchen. Stattdessen suchte sie nach Ausreden, verteidigte sich und stritt über Recht und Unrecht, um ihren Standpunkt zu beweisen. Früher dachte ich immer, dass ihre Neigung, in Menschen und Dinge zu viel hineinzuinterpretieren, nur ein vorübergehender schlechter Zustand sei. Nun erkannte ich, dass es zwei völlig verschiedene Dinge sind, ob man momentan Verdorbenheit offenbart oder ob man das Wesen eines Ungläubigen hat. Es ist so: Manche Menschen zeigen zwar das Verhalten, in Menschen und Dinge zu viel hineinzuinterpretieren, aber sie können Gottes Absicht in einigen spezifischen Angelegenheiten nur vorübergehend nicht verstehen. Oder sie suchen nach Ausreden und verteidigen sich, um ihr Gesicht zu wahren, aber durch Beten und Suchen nach der Wahrheit oder durch den gemeinschaftlichen Austausch und die Hilfe der Brüder und Schwestern verstehen sie schließlich Gottes Absicht und interpretieren nicht mehr so viel in alles hinein. Solche Menschen nehmen die Wahrheit an und haben nicht das Wesen von Ungläubigen. Auf der anderen Seite nehmen Ungläubige nichts von Gott an, ganz gleich, was ihnen begegnet. Selbst bei winzigen Kleinigkeiten, die andere ganz leicht verstehen können, interpretieren sie ständig in Menschen und Dinge zu viel hinein und sind nicht in der Lage, den gemeinschaftlichen Austausch und die Hilfe von Brüdern und Schwestern anzunehmen. Das offenbart, dass sie von Natur aus eine Abneigung gegen die Wahrheit haben und die Dinge auf absurde Weise auffassen. Wenn ich an Li Pings Verhalten zurückdachte, war sie genau so, als sie vor zwei, drei Jahren Yingxins Arbeitspartnerin war. Später wurden sie und Yingxin getrennt. Und obwohl es oberflächlich betrachtet so schien, als ob sie nicht mehr so offensichtlich über Recht und Unrecht stritt, fing sie doch jedes Mal, wenn Yingxin erwähnt wurde, wieder damit an. Es war offensichtlich, dass sie die Sache keineswegs auf sich hatte beruhen lassen. Egal, wer ihr Arbeitspartner war: Sobald es um ihren Stolz und ihren Status ging, stritt sie endlos darüber und brachte den Leuten nichts als Störungen. Dann vergingen mehrere Jahre, und sie war immer noch so; es gab absolut keine Reue und keine Veränderung. Ihr Wesen war das einer Ungläubigen.

Zuvor hatte ich immer geglaubt: Da Li Ping enthusiastisch wirkte, wohltätig war und Menschen half und in der Lage war, zu entsagen und sich aufzuwenden, bedeutete das, dass sie eine gute Menschlichkeit besaß und noch eine Chance zur Buße bekommen sollte. Später wurde mir klar, dass ich nicht wusste, wie man zwischen guter und schlechter Menschlichkeit unterscheidet. Dann las ich einige Worte Gottes zu diesem Thema. Gott sagt: „Wenn den Menschen verschiedene Dinge widerfahren, sind in ihnen alle möglichen Erscheinungsformen vorhanden, die den Unterschied zwischen guter und schlechter Menschlichkeit aufzeigen. Was sind also die Kriterien, an denen man Menschlichkeit messen kann? Wie sollte man ermessen, was für ein Mensch jemand ist und ob er gerettet werden kann oder nicht? Das hängt davon ab, ob derjenige die Wahrheit liebt und ob er in der Lage ist, die Wahrheit anzunehmen und zu praktizieren. Alle Menschen tragen Auffassungen und Aufsässigkeit in sich, sie alle haben verdorbene Dispositionen, und somit wird es Zeiten geben, in denen das, was Gott verlangt, im Widerspruch zu ihren eigenen Interessen steht, und sie müssen eine Entscheidung treffen – das ist etwas, was alle oft erleben werden, niemand kann ihnen entgehen. Jeder wird auch Zeiten erleben, in denen er Gott falsch interpretiert und Auffassungen über Ihn hat, oder in denen er sich über Ihn beschwert und sich Ihm gegenüber widerständig oder aufsässig verhält – weil die Menschen aber unterschiedliche Haltungen zur Wahrheit haben, unterscheidet sich auch, wie sie an sie herangehen. Manche Menschen sprechen nie über ihre Auffassungen, sondern suchen nach der Wahrheit und lösen alles selbst. Warum sprechen sie nicht darüber? (Sie haben ein gottesfürchtiges Herz.) Das ist richtig: Sie haben ein gottesfürchtiges Herz. Sie haben Angst, dass es sich negativ auswirkt, wenn sie es aussprechen, und sie versuchen einfach, es in ihrem Herzen zu lösen, ohne dass es andere betrifft. Wenn sie anderen begegnen, die sich in einem ähnlichen Zustand befinden, nutzen sie ihre eigenen Erfahrungen, um ihnen zu helfen. Das nennt man, gutherzig zu sein. Menschen, die gutherzig sind, sind anderen gegenüber liebevoll, sie sind bereit, anderen zu helfen, ihre Schwierigkeiten zu beheben. Wenn sie etwas tun und anderen helfen, sind Grundsätze vorhanden, sie helfen anderen, Probleme zu lösen, damit diese Nutzen daraus ziehen, und sie sagen nichts, woraus andere keinen Nutzen ziehen können. Das ist Liebe. Solche Menschen haben ein gottesfürchtiges Herz, und ihr Handeln zeugt von Grundsätzen und Weisheit. Diese sind die Kriterien, an denen man messen kann, ob jemand eine gute oder schlechte Menschlichkeit hat(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die Haltung, die der Mensch Gott gegenüber haben sollte). Aus Gottes Worten verstand ich, dass Menschen mit guter Menschlichkeit die Wahrheit lieben, bereit sind, die Wahrheit anzunehmen, und ein gütiges Herz haben. Solche Menschen können sich im Umgang mit anderen in deren Lage versetzen und überlegen, wie sie sprechen und handeln müssen, um andere zu erbauen. Wenn sie Auffassungen über Gott haben oder gegenüber Menschen voreingenommen sind, lassen sie dem nicht einfach leichtsinnig freien Lauf. Vielmehr sind sie in der Lage, die Wahrheit zu suchen, um diese Dinge zu lösen. Sie sagen keine Dinge, die anderen nicht nützen. Solche Menschen haben ein gottesfürchtiges Herz und halten sich in ihren Worten und Taten an Grundsätze. Das sind Menschen mit guter Menschlichkeit. Ich verglich dies anhand von Gottes Worten mit Li Pings Verhalten: Jedes Mal, wenn es um ihren Ruf und Status ging, machte sie ihrer Unzufriedenheit Luft. Sie dachte nicht darüber nach, ob ihre Worte ihre Brüder und Schwestern verletzen würden oder welche Folgen sie haben könnten. Wenn andere sie auf ihre Probleme hinwiesen, nahm sie das überhaupt nicht an und stritt danach über Recht und Unrecht. Li Ping glaubte seit mehr als 20 Jahren an Gott; konnte es wirklich sein, dass sie nicht verstand, wie man sich unterwirft und die Wahrheit sucht? Es lag nicht daran, dass sie diese Dinge nicht verstand, sondern vielmehr daran, dass ihre Menschlichkeit schlecht war. In der Vergangenheit hatte ich nur auf ihr äußeres Verhalten geachtet. Ich dachte: Da sie schon lange an Gott glaubte, den Menschen gegenüber warmherzig war, in der Lage war, zu entsagen und sich aufzuwenden, und oft wohltätig war und Menschen half, müsste sie eine gute Menschlichkeit besitzen. Aber wenn die Leute sie tatsächlich auf ihre Probleme hinwiesen und Gemeinschaft mit ihr hielten, nahm sie das überhaupt nicht an, und was noch schlimmer war, sie drehte den Spieß um, griff andere an und richtete sie. Das war keine wahre, gute Menschlichkeit.

Infolge der Entlarvung durch Gottes Worte erlangte ich ein gewisses Unterscheidungsvermögen bezüglich Li Pings Menschlichkeit und ihres ungläubigen Verhaltens. Wenn ich jedoch daran dachte, wie sie jahrzehntelang an Gott geglaubt hatte und in der Lage war, zu entsagen, sich aufzuwenden und Leiden zu ertragen, und wie sie jetzt entfernt werden sollte, empfand ich ein gewisses Mitgefühl für sie. Später las ich eine Passage aus Gottes Worten: „Manche Menschen sagen: ‚Wenn man Gottes Worte isst und trinkt und jeden Tag über die Wahrheit Gemeinschaft hält, wenn man imstande ist, seine Pflicht normal auszuführen, wenn man tut, was immer die Kirche veranlasst, und nie Unterbrechungen oder Störungen erzeugt – und obwohl es vorkommen mag, dass man gegen die Wahrheitsgrundsätze verstößt, aber nicht bewusst oder mit Absicht – zeigt das dann nicht, dass man nach der Wahrheit strebt?‘ Das ist eine gute Frage. Viele Menschen haben diese Vorstellung. Zunächst müsst ihr verstehen, ob jemand ein Verständnis von der Wahrheit erlangen und die Wahrheit gewinnen könnte, indem er beständig auf diese Weise praktiziert. Teilt eure Gedanken. (Obwohl es richtig ist, so zu praktizieren, erscheint es eher wie ein religiöses Ritual – es ist das Befolgen von Vorschriften. Es kann nicht zu einem Verständnis von der Wahrheit führen oder dazu, die Wahrheit zu erlangen.) Welche Art von Verhaltensweisen sind das in Wirklichkeit? (Es sind, oberflächlich betrachtet, gute Verhaltensweisen.) Mir gefällt diese Antwort. Es sind bloß gute Verhaltensweisen, die entstehen, nachdem ein Mensch zum Glauben an Gott gefunden hat, und auf Gewissen und Vernunft dieses Menschen aufbauen, sobald sie von verschiedenen guten und positiven Lehren beeinflusst worden sind. Aber es sind nichts weiter als gute Verhaltensweisen, und sie sind weit davon entfernt, als Streben nach der Wahrheit zu gelten. Was also ist die Wurzel dieser guten Verhaltensweisen? Was lässt sie entstehen? Sie rühren von Gewissen und Vernunft eines Menschen her, seiner Moral, den wohlwollenden Gefühlen, die er im Hinblick auf den Glauben an Gott hegt, und seiner Selbstbeherrschung. Da es gute Verhaltensweisen sind, haben sie keinen Bezug zur Wahrheit und sind mit Sicherheit nicht dasselbe. Gute Verhaltensweisen aufzuweisen, ist nicht dasselbe, wie die Wahrheit zu praktizieren, und wenn sich ein Mensch gut benimmt, bedeutet das nicht, dass er Gottes Anerkennung hat. Gute Verhaltensweisen und das Praktizieren der Wahrheit sind zwei verschiedene Dinge – sie stehen nicht in Beziehung zueinander. Die Wahrheit zu praktizieren, ist Gottes Forderung und entspricht gänzlich Seinen Absichten; gutes Verhalten entstammt dem Willen des Menschen und bringt Absichten und Motive des Menschen mit sich – es ist etwas, das der Mensch als gut erachtet. Obwohl gute Verhaltensweisen keine bösen Taten sind, stehen sie im Widerspruch zu den Wahrheitsgrundsätzen und haben nichts mit der Wahrheit zu tun. Egal wie gut diese Verhaltensweisen sind oder wie sehr sie mit menschlichen Auffassungen und Vorstellungen übereinstimmen, sie haben keinen Bezug zur Wahrheit. Also kann kein Maß an gutem Verhalten Gottes Anerkennung erlangen. Da gutes Verhalten so definiert wird, hängen gute Verhaltensweisen klarerweise nicht mit dem Praktizieren der Wahrheit zusammen. Würde man Menschen nach ihrem Verhalten kategorisieren, wären diese guten Verhaltensweisen allenfalls die Handlungen treuer Arbeitskräfte und nichts weiter. Sie haben überhaupt keinen Bezug zum Praktizieren der Wahrheit oder zu echter Unterwerfung vor Gott. Es handelt sich bloß um eine Art Verhaltensweise und das ist völlig unerheblich für die Veränderung der Disposition der Menschen, dafür, dass sie sich der Wahrheit unterwerfen und sie akzeptieren, dafür, dass sie Gott fürchten und das Böse meiden oder für jegliche anderen praktischen Elemente, die wirklich mit der Wahrheit zu tun haben. Warum also werden sie dann als gute Verhaltensweisen bezeichnet? Hier ist eine Erklärung, und natürlich wird damit auch das Wesen dieser Frage erklärt: Diese Verhaltensweisen entspringen bloß den Auffassungen der Menschen, ihren Vorlieben, ihrem Wollen und ihren von Eigenmotivation getriebenen Bemühungen. Es sind keine Anzeichen für die Buße, die damit einhergeht, dass man sich wahrhaft selbst erkennt, indem man die Wahrheit und das Gericht und die Züchtigung durch Gottes Worte akzeptiert, noch sind es die Verhaltensweisen oder Handlungen, die auf das Praktizieren der Wahrheit zurückgehen und die entstehen, wenn Menschen versuchen, sich Gott zu unterwerfen. Versteht ihr das? Es bedeutet, dass diese guten Verhaltensweisen in keiner Weise mit einer Veränderung der Disposition eines Menschen zu tun haben oder damit, was sich daraus ergibt, wenn man dem Gericht und der Züchtigung durch Gottes Worte ausgesetzt wird, oder mit der wahren Buße, die daraus entsteht, dass man seine verdorbene Disposition kennt. Sie hängen mit Sicherheit nicht mit der wahren Unterwerfung des Menschen vor Gott und der Wahrheit zusammen; noch weniger hängen sie damit zusammen, dass man ein Herz voller Furcht vor und Liebe zu Gott hat. Gute Verhaltensweisen haben überhaupt nichts mit diesen Dingen zu tun; sie sind bloß etwas, das vom Menschen kommt, und etwas, das der Mensch als gut erachtet. Dennoch gibt es viele Menschen, die diese guten Verhaltensweisen als ein Zeichen dafür ansehen, dass jemand die Wahrheit praktiziert. Das ist ein gravierender Fehler, eine absurde Sichtweise und ein absurdes Verständnis. Diese guten Verhaltensweisen sind nur ein Ausführen einer religiösen Zeremonie und eine mechanische Vorgehensweise. Sie hängen überhaupt nicht mit dem Praktizieren der Wahrheit zusammen. Gott mag sie nicht direkt verurteilen, aber Er heißt sie keineswegs gut; das ist gewiss(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Was es bedeutet, nach der Wahrheit zu streben (1)). Als ich über Gottes Worte nachdachte, verstand ich, dass die Tatsache, dass Li Ping mehr als 10 Jahre an den Herrn geglaubt hatte, Gottes Werk der letzten Tage seit mehr als 20 Jahren angenommen hatte und sich in dieser Zeit immer enthusiastisch aufwendete, ihrer Familie entsagte und ihre Karriere aufgab, alles nur Beispiele für ihren oberflächlichen Enthusiasmus und ihr gutes Verhalten waren. Sie erfüllten nicht die Anforderungen an das Praktizieren der Wahrheit. Nachdem sie zum Glauben an Gott gekommen sind, legen viele Menschen ein gewisses gutes Verhalten an den Tag. Da es jedoch nicht in ihrer Natur liegt, die Wahrheit zu lieben, und da sie das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten nicht annehmen können, ändert sich ihre Lebensdisposition selbst nach Jahren des Glaubens an Gott überhaupt nicht. Gott kehrt solchen Menschen am Ende dennoch den Rücken und mustert sie aus. Gutes Verhalten an den Tag zu legen bedeutet nicht, dass man die Wahrheit praktiziert. Wenn man nur ein gewisses gutes Verhalten an den Tag legt, aber niemals die Wahrheit annimmt oder praktiziert, dann ist man eine Person, die es fertigbringt, sich Gott immer und überall zu widersetzen. Es ist wie in der Religion, wo es viele Menschen gab, die ein Leben lang an den Herrn glaubten, hart arbeiteten, entsagten und sich aufwendeten. Doch als der Allmächtige Gott, der Christus der letzten Tage, kam, um zu wirken, die Wahrheit auszudrücken und die Menschheit zu retten, verurteilten sie Ihn, widersetzten sich Ihm und lehnten Ihn ab. Sie rümpften die Nase über die Wahrheiten, die Er ausdrückte. Ganz gleich, wie viel gutes Verhalten sie an den Tag legten, Gott hieß sie nicht gut. Er verurteilte sie als Menschen, die sich Ihm widersetzten. Ich dachte an die Pharisäer, die Gott Jehova dienten und über Meere und Länder reisten, um zu predigen. In den Augen anderer war ihr Verhalten sehr gut, und es ließ sich nicht der geringste Fehler finden, aber als der Herr Jesus erschien, um zu wirken, widersetzten sie sich Ihm, verurteilten Ihn und kreuzigten Ihn sogar. Ihre Wesensnatur bestand darin, die Wahrheit und Gott zu hassen. Der Herr Jesus verurteilte sie als Schlangenbrut, und am Ende wurden sie alle von Gott bestraft und verflucht. Daran erkannte ich: Wenn man nur auf das oberflächliche gute Verhalten der Menschen achtet und ihre Einstellung zur Wahrheit nicht richtig durchschaut, wird man so leicht irregeführt!

Später dachte ich: „Wie genau sollte man nun Menschen wie Li Ping betrachten, die als Ungläubige offenbart wurden? Wer darf in der Kirche bleiben, um zu schuften, und wer sollte entfernt werden? Welche Grundsätze spielen dabei eine Rolle?“ Ich las diese Passage in Gottes Wort: „Wenn sie Ungläubige sind, Nichtgläubige, aber bereit sind, zu schuften und sie gehorsam sein und sich unterwerfen können, dann behelligt sie nicht und entfernt sie nicht, auch wenn sie nicht nach der Wahrheit streben. Erlaubt ihnen stattdessen, weiter zu schuften, und wenn ihr ihnen helfen könnt, dann helft ihnen. Wenn sie noch nicht einmal Lust dazu haben, zu schuften, und anfangen, oberflächlich zu werden und böse Taten zu begehen, dann haben wir alles Erforderliche getan. Wenn sie gehen wollen, lasst sie gehen, und vermisst sie nicht, wenn sie fort sind. Sie sind an dem Punkt angelangt, an dem sie gehen sollten, und solche Leute sind euer Mitleid nicht wert, denn sie sind Ungläubige. Am bedauernswertesten ist, dass es einige Menschen gibt, die unglaublich töricht sind, die immer persönliche Gefühle für die haben, die weggeschickt werden, die sie immer vermissen, die in ihrem Namen sprechen, die auf ihrer Seite stehen und die sogar um sie weinen, für sie beten und flehentliche Bitten für sie vorbringen. Was haltet ihr von dem, was diese Menschen tun? (Es ist so töricht.) Inwiefern ist es töricht? (Wer ein Ungläubiger ist, akzeptiert die Wahrheit nicht, und diese Leute sind es einfach nicht wert, dass man für sie betet und sie vermisst. Nur diejenigen, denen Gott Chancen gibt und die darauf hoffen dürfen, gerettet zu werden, sind es wert, dass andere um sie weinen und für sie beten. Wenn jemand für einen Ungläubigen oder einen Teufel betet, dann ist diese Person sehr töricht und ignorant.) Ein Aspekt ist, dass sie nicht wirklich glauben, dass es einen Gott gibt – sie sind Ungläubige; ein weiterer Aspekt ist, dass die Wesensnatur dieser Menschen die von Nichtgläubigen ist. Was ist hier die implizite Bedeutung? Dass sie überhaupt keine Menschen sind, sondern ihre Wesensnatur die eines Teufels ist, die von Satan, und dass diese Leute Gott feindlich gesinnt sind. So sehen die Dinge aus, was ihre Wesensnatur betrifft. Doch es gibt noch einen weiteren Aspekt, und der ist, dass Gott Menschen auswählt, und keine Teufel. Also, sagt Mir, sind diese Teufel Gottes auserwähltes Volk und sind sie von Gott ausgewählt? (Nein.) Sie sind nicht Gottes auserwähltes Volk. Wenn du dich also ständig auf emotionale Verstrickungen mit diesen Menschen einlässt und traurig bist, sie gehen zu sehen, bist du dann nicht ein Narr? Stellst du dich dann nicht gegen Gott? Wenn du für die wahren Brüder und Schwestern keine tiefen Gefühle hast, aber für diese Teufel tief empfundene Gefühle hegst, was bist du dann? Allermindestens bist du wirrköpfig, du betrachtest die Menschen nicht nach Gottes Worten, deinem Verhalten fehlt noch der richtige Standpunkt und du bewältigst die Dinge nicht anhand von Grundsätzen. Du bist ein wirrköpfiger Mensch(Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (4)). Darüber, wie Menschen zu betrachten sind, die als Ungläubige offenbart wurden, äußert sich Gott sehr klar. Wenn sie gehorsam sind, sich unterwerfen und bereit sind, zu schuften, dann können sie bleiben, um zu schuften, auch wenn sie nicht nach der Wahrheit streben – solange sie keine Unterbrechungen oder Störungen verursachen. Wenn sie nicht gut schuften, oberflächlich handeln oder Böses tun und die Kirchenarbeit unterbrechen oder stören, wenn sie es nicht annehmen oder keine Buße tun, wenn Brüder und Schwestern sie bloßstellen und zurechtstutzen, und wenn sie bei der Ausführung ihrer Pflicht mehr Verluste als Nutzen bringen, dann sollte die Kirche von ihnen bereinigt werden. Gott rettet den Menschen, und das Gewissen des Menschen sollte ein Mindestmaß aufweisen. Selbst wenn man nicht nach der Wahrheit strebt, sollte man doch zumindest keine Unterbrechungen oder Störungen verursachen. Das Wesen all derer, die in der Lage sind, Böses zu tun und die Arbeit von Gottes Haus zu unterbrechen und zu stören, ist das eines Teufels oder eines Satans. Selbst wenn solche Leute in der Kirche bleiben, erfüllen sie keinen Zweck. Die Kirche muss von ihnen bereinigt werden. Ich verglich das mit Li Pings Verhalten: Sie glaubte schon seit vielen Jahren an Gott, und nachdem ihr Dinge geschehen waren, suchte sie nicht die Wahrheit und interpretierte beharrlich in Menschen und Dinge zu viel hinein, womit sie die Brüder und Schwestern und die Kirchenarbeit störte. Die Brüder und Schwestern hielten viele Male Gemeinschaft mit ihr und halfen ihr, aber sie erwachte nicht im Geringsten und tat auch kein bisschen Buße. Sie war in ihrer Wesensnatur der Wahrheit abgeneigt und hasste sie, und sie war eine offenbarte Ungläubige. Dass die Kirche von Li Ping bereinigt wurde, offenbarte voll und ganz Gottes Gerechtigkeit. Wenn ich in der Vergangenheit Li Ping beurteilte, tat ich das nicht auf der Grundlage von Gottes Worten, sondern nach meinen eigenen Auffassungen und Einbildungen. Ich dachte, da sie in der Lage war, zu entsagen, sich aufzuwenden, Leid zu ertragen, sich zurückzuhalten und ein gewisses gutes Verhalten an den Tag zu legen, wäre sie jemand mit wahrem Glauben an Gott. In meiner guten Absicht wollte ich deshalb erreichen, dass sie in der Kirche bleiben konnte. Ich war wirklich so blind! Gott hat nie gesagt, dass jeder, der ein gewisses gutes Verhalten an den Tag legt, einen wahren Glauben an Gott hat. Gott beurteilt die Menschen anhand ihrer Wesensnatur und ihrer Einstellung zur Wahrheit sowie an dem Weg, den sie all die Zeit gegangen sind. Gottes Werk ist bereits in der letzten Phase angelangt, in der die Menschen ihrer Art entsprechend eingeordnet werden. Menschen, die die Wahrheit lieben und annehmen können, Menschen, die ihr abgeneigt sind und sie hassen, Menschen, die Weizen sind, und Menschen, die Unkraut sind – Gott wird sie alle offenbaren. Diese Ungläubigen, bösen Menschen und Antichristen, die der Wahrheit abgeneigt sind und sie hassen, werden alle von Gott ausgemustert werden. Nun brachte ich es immer noch fertig, Mitgefühl für Li Ping zu empfinden, die als Ungläubige offenbart worden war; stand ich damit nicht in Opposition zu Gott und widersetzte mich Ihm? Ich war wirklich so töricht! Ich sollte sie in meinem Herzen durchschauen und ablehnen und der Kirche umgehend über ihr Verhalten als Ungläubige berichten, um die Arbeit von Gottes Haus zu schützen. Ich durfte nicht länger so wirrköpfig sein! Bald darauf berichtete ich der Kirche über Li Pings ungläubiges Verhalten, und kurz danach wurde sie entfernt.

Indem ich diesen Prozess der Entfernung von Li Ping erlebte, erlangte ich ein gewisses Unterscheidungsvermögen gegenüber Ungläubigen und ein gewisses Verständnis für die abwegigen und absurden Ansichten in mir. Ich begriff, dass man nicht nur deshalb schon einen wahren Glauben an Gott hat, weil man ein gewisses gutes Verhalten an den Tag legt. Wenn man die Wahrheit nicht liebt oder annimmt, wird man früher oder später offenbart und ausgemustert. Ich erkannte, dass man Menschen nur auf der Grundlage von Gottes Worten korrekt durchschauen kann.

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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