Die Förderung anderer entlarvte mich
Von Joseph, SüdkoreaIch erstelle Videos in der Kirche. Als die Arbeitsbelastung zunahm, kamen einige neue Brüder und Schwestern in unser...
Wir begrüßen alle Suchenden, die sich nach Gottes Erscheinen sehnen!
Seit über zwei Jahren bin ich die Verantwortliche für die Videoarbeit. Vor Kurzem wurde unsere Gruppe aufgrund der Arbeitsanforderungen in zwei kleinere Gruppen aufgeteilt. Schwester Layla war für die eine und ich für die andere Gruppe zuständig. Obwohl Schwester Layla diese Arbeit erst seit Kurzem betreute, brachte sie ständig wichtige Vorschläge für die Videoproduktion ein und leitete die Brüder und Schwestern oft an, gemeinsam die Arbeit zu überprüfen und sich technische Fertigkeiten anzueignen. Das gefiel mir gar nicht, und ich dachte: „Wenn das so weitergeht, machen sie sicher schnelle Fortschritte, und es wird nicht lange dauern, bis ich hinter ihnen zurückbleibe.“ Ein Gefühl der Krise überkam mich. Ich nahm mir vor, jedes einzelne Video besonders gut zu machen, um nicht hinter Layla und ihre Gruppe zurückzufallen. Damals arbeiteten wir an einem Video, das technisch anspruchsvoll war, und ich eignete mir zusammen mit den anderen Brüdern und Schwestern intensiv die entsprechenden Fähigkeiten an. Wenn wir auf Schwierigkeiten stießen, betete ich zu Gott und suchte mit allen nach Lösungen. Nach viel harter Arbeit war das Video fertig. Die Brüder und Schwestern, die es sahen, meinten, es sei wirklich gut geworden. Das tat gut und bestätigte mir, dass ich durchaus fähig war – sogar fähiger als Layla und ihre Gruppe. Ich schickte das Video an die Brüder und Schwestern in den anderen Gruppen. Ein paar Tage später gaben sie mir die Rückmeldung, dass das Video sehr lebensnah wirke, und fragten, wie ich meine technischen Fähigkeiten so verbessert hätte. Das freute mich riesig und ich dachte bei mir: „Jetzt haben alle Brüder und Schwestern gesehen, was ich kann. Sie werden sicher zu mir aufsehen und mich bewundern.“ Ich nahm mir fest vor, alle zukünftigen Videos mit größter Sorgfalt zu bearbeiten.
Danach hatten Layla und ihre Gruppe Schwierigkeiten bei einem Video und baten mich um Hilfe. Ich dachte bei mir: „Für dieses Video bist du verantwortlich. Wenn ich jetzt Zeit opfere, um eure Probleme zu lösen, bekomme ich dafür keine Anerkennung und meine eigene Arbeit wird aufgehalten. Ich stecke meine Energie lieber in das Video, für das ich zuständig bin, anstatt euch bei euren Problemen zu helfen.“ Also beschloss ich, ihnen nicht zu helfen. Als Layla später immer noch keine Lösung fand, kam sie wieder auf mich zu. Sie sagte, sie hätten erfolglos verschiedene Ansätze ausprobiert, und fragte, wie ich früher mit solchen Schwierigkeiten umgegangen sei. Ich dachte: „Wenn ich Zeit für die Probleme deiner Gruppe aufwende und ihr am Ende ein besseres Ergebnis erzielt als ich, werden dann nicht alle denken, du seist die bessere Gruppenleiterin – obwohl du gerade erst angefangen hast? Ich würde als unfähig dastehen!“ Mit diesem Gedanken im Hinterkopf sagte ich ihr ganz beiläufig, dass ich auch nicht helfen könne. Layla blieb nichts anderes übrig, als allein weiter nach einer Lösung zu suchen. Sie schickte dann eine Probe des Videos in den Gruppenchat, damit wir prüfen konnten, ob es Probleme gab. Ich wollte eigentlich nicht antworten, da ich es für Zeitverschwendung hielt, mir das Video anzusehen. Gleichzeitig hatte ich aber Angst, die Brüder und Schwestern könnten sagen, ich würde die Arbeit nicht beaufsichtigen und sei als Gruppenleiterin unverantwortlich, wenn ich es mir nicht ansehen würde. Also öffnete ich widerwillig die Datei und sah mir das Video an. Mir fielen an mehreren Stellen Probleme auf, aber ich dachte nicht genauer darüber nach. Daraufhin schickte Layla das Video an die Leiterin. Diese wies auf eine ganze Reihe von Problemen hin, sodass ihr Video überarbeitet und korrigiert werden musste. Dadurch verzögerte sich der Arbeitsfortschritt. Als die Leiterin später kam, um die Arbeit mit mir durchzugehen, wies sie mich auf meine Probleme hin und meinte: „Wenn wir in der Kirche unsere Pflicht tun, teilen wir uns zwar die Arbeit auf, aber das heißt nicht, dass wir unabhängig voneinander arbeiten. Du bist eine Gruppenleiterin, also musst du eine größere Last tragen. Layla arbeitet sich gerade erst als Gruppenleiterin ein, daher musst du die Videos von ihr und ihrer Gruppe genauer prüfen. So können einige Probleme schon im Vorfeld gelöst werden.“ Da wurde mir klar, dass ich mich bei dieser Verzögerung nicht aus der Verantwortung stehlen konnte. Sie war allein darauf zurückzuführen, dass ich zu egoistisch war, mich nur um meine eigene Arbeit kümmerte und mich weigerte, mit Layla zusammenzuarbeiten. Ich dachte aber nicht weiter darüber nach. Wenn ich danach Videos machte, war mein Denken benebelt und ich fühlte mich benommen und orientierungslos. Ich konnte die Probleme bei den Pflichten der Brüder und Schwestern nicht erkennen, und ich wusste beim Beten nicht einmal, was ich sagen sollte. Mir wurde klar, dass mein Zustand nicht in Ordnung war und dass Gott Sein Angesicht vor mir verbarg. Also trat ich suchend und betend vor Gott und bat Ihn, mich zur Selbsterkenntnis zu führen.
Eines Abends dachte ich vor dem Schlafengehen über mein Verhalten in letzter Zeit nach. Ich dachte daran, wie Gott Antichristen entlarvt, die bei der Ausführung ihrer Pflichten nur an ihre eigene Arbeit denken. Dabei stieß ich auf diese Passage aus Gottes Worten: „Antichristen haben kein Gewissen, keine Vernunft und keine Menschlichkeit. Nicht nur, dass sie keine Scham kennen, sie haben noch ein weiteres Merkmal: Sie sind außergewöhnlich selbstsüchtig und gemein. Die wörtliche Bedeutung von ‚selbstsüchtig und gemein‘ ist nicht schwer zu erfassen. Es bedeutet, dass ein Mensch nichts als Profit sucht. Wenn etwas seine eigenen Interessen betrifft, wird er sein Herz hineinlegen, er wird dafür leiden und einen Preis zahlen und Gedanken und Energie hineinstecken. Wenn etwas nicht mit seinen eigenen Interessen zusammenhängt, wird er es einfach ignorieren und nicht beachten; er lässt andere tun, was sie wollen – selbst wenn jemand Unterbrechungen oder Störungen verursacht, wird er es ignorieren und denken, dass es nichts mit ihm zu tun hat. Eine nette Art, dies auszudrücken, ist, dass er sich um seine eigenen Angelegenheiten kümmert, aber es ist zutreffender zu sagen, dass diese Art Mensch gemein, verachtenswert und schmutzig ist – wir charakterisieren sie als ‚selbstsüchtig und gemein‘. Wie äußert sich die Selbstsucht und Gemeinheit von Antichristen? Für alles, was ihrem Status oder Ansehen zugutekommt, unternehmen sie Anstrengungen und tun oder sagen alles Nötige und ertragen bereitwillig jedes Leid. Aber wenn es um die Arbeit geht, die von Gottes Haus angeordnet wurde, oder um die Arbeit, die dem Lebenswachstum des von Gott auserwählten Volkes zugutekommt, ignorieren sie dies völlig. Selbst wenn böse Menschen Unterbrechungen und Störungen verursachen und alle Arten von Bösem begehen und dadurch die Arbeit der Kirche ernsthaft beeinträchtigen, kümmern sie sich nicht darum oder erkundigen sich nicht danach, als ob dies nichts mit ihnen zu tun hätte. Und wenn jemand die bösen Taten eines bösen Menschen entdeckt und meldet, behaupten sie, sie hätten nichts gesehen, und täuschen Unwissenheit vor. … Egal, für welche Arbeit sie verantwortlich sind, Antichristen denken nie an die Interessen des Hauses Gottes. Sie überlegen nur, ob ihre eigenen Interessen betroffen sind, und denken nur an das kleine Stückchen Arbeit, das vor ihnen liegt und von dem sie profitieren. Für sie ist die Hauptarbeit der Kirche nur etwas, das sie in ihrer Freizeit tun. Sie nehmen sie überhaupt nicht ernst. Sie bewegen sich nur, wenn sie zum Handeln gedrängt werden, tun nur, was sie gerne tun, und verrichten nur Arbeit, um ihre eigene Macht und ihren eigenen Status zu erhalten. In ihren Augen sind jede Arbeit, die von Gottes Haus angeordnet wird, die Arbeit, das Evangelium zu verbreiten, und der Lebenseintritt von Gottes auserwähltem Volk nicht wichtig. Egal, welche Schwierigkeiten andere Menschen bei ihrer Arbeit haben, welche Probleme sie erkannt und ihnen gemeldet haben, wie aufrichtig ihre Worte sind, die Antichristen schenken dem keine Beachtung, sie mischen sich nicht ein, ganz so, als hätte das nichts mit ihnen zu tun. Egal, wie groß die Probleme sind, die bei der Arbeit der Kirche auftauchen, sie selbst bleiben völlig gleichgültig. Selbst wenn ein Problem direkt vor ihnen liegt, gehen sie es nur oberflächlich an. Nur wenn der Obere sie direkt zurechtstutzt und ihnen befiehlt, ein Problem zu lösen, werden sie widerwillig ein wenig echte Arbeit leisten und für den Oberen eine Show abziehen. Danach werden sie sich weiterhin mit ihren eigenen Angelegenheiten beschäftigen. Wenn es um die Arbeit der Kirche geht, um wichtige Angelegenheiten, die das große Ganze betreffen, kümmern sie sich um nichts davon und ignorieren diese Dinge, und wenn sie Probleme entdecken, kümmern sie sich nicht einmal um diese. Welche Angelegenheiten andere auch zur Sprache bringen, sie geben oberflächliche Antworten und drucksen herum und kümmern sich nur mit großem Widerwillen um diese Angelegenheiten. Ist dies nicht eine Äußerungsform von Selbstsucht und Gemeinheit? Außerdem: Ganz gleich, welche Pflicht Antichristen tun, sie denken immer darüber nach, ob sie sich ins Rampenlicht rücken können; solange eine Pflicht ihren Ruf stärken kann, werden sie sich den Kopf zerbrechen und versuchen, sich jeden erdenklichen Weg auszudenken, um zu lernen, wie sie diese Pflicht tun können, und sie auszuführen. Solange sie sich über andere erheben können, sind sie zufrieden. Ganz gleich, was sie tun oder worüber sie nachdenken, sie denken bei jeder Gelegenheit an nichts anderes als ihren Ruhm, ihren Gewinn und ihren Status. Ganz gleich, welche Pflicht sie tun, sie wetteifern nur darum, zu sehen, wer überlegen ist, wer gewinnt und wer größeres Ansehen hat. Sie interessieren sich nur dafür, wie viele Menschen sie vergöttern und zu ihnen aufsehen, wie viele Menschen auf sie hören und ihnen folgen. Sie halten nie über die Wahrheit Gemeinschaft oder lösen echte Probleme. Sie denken nie darüber nach, wie sie ihre Pflicht so tun können, dass sie die Dinge gemäß den Grundsätzen erledigen, noch denken sie darüber nach, ob sie Hingabe haben, ob sie ihre Verantwortlichkeiten erfüllt haben und ob es bei ihrer Arbeit irgendwelche Abweichungen, Versäumnisse oder Probleme gibt, geschweige denn, dass sie darüber nachdenken, was Gottes Anforderungen und was Gottes Absichten sind. Sie schenken all diesen Dingen nicht die geringste Beachtung. Sie vergraben sich nur um ihres Ruhmes, Gewinns und Status willen in ihre Arbeit – und um ihre eigenen Ambitionen und Begierden zu befriedigen. Ist das nicht eine Äußerungsform von Selbstsucht und Gemeinheit? Dies legt die Tatsache völlig offen, dass ihre Herzen von Ambitionen, Begierden und unvernünftigen Forderungen erfüllt sind, und dass jede ihrer Handlungen von ihren Ambitionen und Begierden beherrscht wird. Ganz gleich, was sie tun, ihre eigenen Ambitionen, Begierden und unvernünftigen Forderungen sind die Motivation und Quelle ihrer Handlungen. Das ist eine archetypische Äußerungsform von Selbstsucht und Gemeinheit“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Exkurs 4: Zusammenfassung – Der Charakter von Antichristen und ihre Dispositionsessenz (Teil 1)). Gott entlarvt Antichristen als extrem selbstsüchtig. In Angelegenheiten, die ihre eigenen Interessen betreffen oder bei denen sie sich profilieren können, arbeiten sie fleißig und gerne, ganz gleich, welchen Preis sie zahlen oder wie viel sie leiden müssen. Betrifft etwas jedoch nicht ihre eigenen Interessen, ignorieren sie es einfach. In solchen Fällen sind sie nicht bereit, sich damit zu befassen, egal mit wie vielen Schwierigkeiten andere zu kämpfen haben oder wie groß der Verlust für die Arbeit der Kirche ist. Alles, was sie tun, geschieht nur um ihres persönlichen Rufs und Status willen, und sie berücksichtigen die Interessen der Kirche überhaupt nicht. Da wurde mir klar, dass ich mich genau so verhalten hatte. Nachdem unsere Gruppe aufgeteilt worden war, sah ich, dass Layla schnelle Fortschritte machte und bei ihrer Pflicht eine Last trug. Ich machte mir Sorgen, sie könnte mich übertreffen, also war ich nicht bereit, ihr zu helfen, als sie auf Schwierigkeiten stieß und bei mir Hilfe suchte. Ich dachte, das gehöre nicht zu meinen Hauptverantwortlichkeiten und würde mich nur Zeit und Energie kosten. Und nicht nur das: Selbst wenn das Video gut werden würde, bliebe meine harte Arbeit unbemerkt. Stattdessen würden die anderen annehmen, Layla sei auf demselben Niveau wie ich, obwohl sie sich gerade erst als Gruppenleiterin einarbeitete. Dann könnte ich mich nicht profilieren. Als Layla mich dann bat, ihr Video zu prüfen und ihnen Ratschläge zu geben, war mir das einfach zu lästig. Ich wollte keine Zeit und Mühe darauf verwenden, es mir anzusehen. Am Ende sah ich es mir zwar an – aber nur widerwillig und der Form halber, weil ich befürchtete, die anderen könnten mich sonst als unverantwortlich abstempeln. Deswegen musste das Video, das zahlreiche Probleme aufwies, überarbeitet werden. Hätte ich mich nur ein klein wenig mehr angestrengt, hätte ich diese Probleme früher entdecken und beheben können. Aber weil ich zu egoistisch war und nur an meine eigenen Interessen dachte, verzögerte sich die Arbeit der Kirche. Bei diesem Gedanken überkamen mich tiefe Schuldgefühle. Die Kirche hatte mich als Gruppenleiterin eingesetzt, also hätte ich meine Verantwortung erfüllen und mich aufmerksam um die verschiedenen Schwierigkeiten und Probleme kümmern müssen, auf die die Brüder und Schwestern bei ihren Pflichten stießen. Aber Gottes Absichten waren mir völlig egal. Mir ging es nur darum, dass die Videos, für die ich verantwortlich war, gut gemacht wurden und dass mich mehr Leute bewundern. Als Layla in Schwierigkeiten geriet, hatte ich zwar natürlich Ideen, wie man diese lösen könnte, aber ich half ihr überhaupt nicht. Ich dachte sogar böswillig: „Es ist gut, dass sie auf ein paar Schwierigkeiten gestoßen sind. Wenn ihre Ergebnisse schlecht sind, lässt mich das nur umso besser dastehen. Die Brüder und Schwestern werden denken, ich sei das Rückgrat unserer Gruppe und sie könnten auf mich nicht verzichten.“ Meine Denk- und Handlungsweise war wirklich verachtenswert! Als ich die Arbeit später noch einmal durchging, hörte ich ein paar Schwestern sagen: „Dieses Video ist nicht besonders gut geworden, und das stimmt mich etwas negativ. Ich glaube, mein Kaliber ist für diese Pflicht nicht gut genug.“ Das zu hören, war bestürzend und bestärkte mich in dem Gefühl, wie egoistisch ich gewesen war. Ich hatte mich nur um meinen Ruf und meinen Status gekümmert. Mir war vollkommen klar gewesen, dass sie sich gerade erst einarbeiteten und Unterstützung sowie Zusammenarbeit brauchten. Aber ich hatte mich einfach zurückgelehnt, ohne auch nur einen Funken Liebe zu zeigen. Je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr spürte ich, dass es mir an Menschlichkeit mangelte. Wie konnte ich nur etwas so Verachtenswertes und Erbärmliches tun?
Bei einer Versammlung hörte ich einen Bruder über eine seiner Erfahrungen Gemeinschaft halten, und ich merkte, dass ich wirklich sehr davon profitierte. In seinem gemeinschaftlichen Austausch gab es einen Abschnitt aus Gottes Worten, der einen wirklich tiefen Eindruck bei mir hinterließ. Gottes Worte sagen: „Was ist der Maßstab, nach dem die Handlungen und das Verhalten einer Person als gut oder böse beurteilt werden? Der Maßstab ist, ob sie in ihren Gedanken, Offenbarungen und Handlungen das Zeugnis besitzen, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen und die Wahrheitsrealität auszuleben, oder nicht. Wenn du diese Realität nicht hast oder auslebst, dann bist du zweifellos ein Übeltäter. Wie betrachtet Gott Übeltäter? In Gottes Augen legen deine Gedanken und äußeren Handlungen kein Zeugnis für Ihn ab, genauso wenig erniedrigen und besiegen sie Satan. Stattdessen bereiten sie Gott Schande und sind übersät mit den Malen der Schande, die sie Ihm bereiten. Du legst nicht für Gott Zeugnis ab, du wendest dich weder für Gott auf noch erfüllst du deine Verantwortung und Verpflichtungen im Dienste Gottes. Stattdessen handelst du um deiner selbst willen. Was bedeutet ‚um deiner selbst willen‘? Genau genommen, bedeutet es ‚um Satans willen‘. Darum wird Gott am Ende sagen: ‚Weichet alle von Mir, ihr Übeltäter!‘ In Gottes Augen werden deine Handlungen nicht als gute Taten, sondern als böse Taten erachtet werden. Nicht nur werden sie Gottes Billigung nicht erhalten – sie werden verurteilt werden. Was erhofft man sich von einem solchen Glauben an Gott? Würde ein solcher Glaube nicht am Ende im Sande verlaufen?“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Aus Gottes Worten verstand ich, dass Gott nicht darauf schaut, wie viele Pflichten jemand tut oder wie sehr er von anderen gelobt wird. Vielmehr schaut Er darauf, ob jemand in seinen Gedanken, Äußerungen und Handlungen das Zeugnis besitzt, bei der Ausführung seiner Pflicht die Wahrheit zu praktizieren. Daran misst Gott, ob das, was ein Mensch tut, gut oder böse ist. Gott prüft die Herzen der Menschen genau. Wenn jemand seine Pflicht tut, ohne die Absicht, für Gott Zeugnis abzulegen und Ihn zufriedenzustellen, und stattdessen die Arbeit der Kirche schädigt, um seine eigenen Interessen zu verteidigen, dann tut er in Gottes Augen Böses – ganz gleich, welch hohen Preis er dafür zahlt. Ich hatte immer das Gefühl gehabt, bei meiner Pflicht gewissenhaft und verantwortungsbewusst zu sein und dass ich meine Sache gar nicht so schlecht machte. Als ich jedoch im Licht von Gottes Worten über mein eigenes Verhalten nachdachte, wurde mir etwas klar: Obwohl ich mein Bestes gab und bei der Arbeit, für die ich verantwortlich war, sehr gewissenhaft war, verbarg sich dahinter die Absicht, einen Platz in den Herzen meiner Brüder und Schwestern einzunehmen. Ich wollte sie glauben machen, ich sei das Rückgrat der Gruppe und sie könnten auf mich nicht verzichten. Selbst als Layla in Schwierigkeiten geriet und bei ihrer Arbeit nicht weiterkam, berührte mich das kein bisschen. Im Gegenteil, ich freute mich sogar über ihre Probleme, weil ich dachte, dadurch könnte ich umso mehr hervorstechen. Indem ich meine Pflicht mit solch verachtenswerten Absichten tat, handelte ich böse und wurde von Gott verurteilt. Wenn ich nicht Buße täte, würde Gott mich letztendlich ausmustern – ganz gleich, wie viel Arbeit ich leistete oder welch großen Preis ich zahlte. Dieser Gedanke machte mir Angst, und ich spürte, dass ich in großer Gefahr schwebte. Ich betete zu Gott und nahm mir fest vor, nicht länger nach meiner verdorbenen Disposition zu leben. Sollte mir in Zukunft etwas Ähnliches passieren, musste ich die Arbeit der Kirche als Ganzes betrachten und die Interessen der Kirche schützen.
Danach fand ich in Gottes Worten einen Weg der Praxis. Gott sagt: „Für alle, die eine Pflicht ausführen, unabhängig davon, wie tiefgründig oder oberflächlich ihr Verständnis von der Wahrheit ist, besteht die einfachste Art der Praxis, um in die Wahrheitsrealität einzutreten, darin, bei jeder Gelegenheit an die Interessen von Gottes Haus zu denken, ihre selbstsüchtigen Begierden, persönlichen Absichten und Motive sowie ihren Stolz und ihren Status loszulassen und die Interessen von Gottes Haus an erste Stelle zu stellen – das ist das Mindeste, was sie tun sollten. Wenn ein Mensch, der eine Pflicht ausführt, nicht einmal so viel tun kann, wie kann man dann von ihm behaupten, dass er seine Pflicht ausführt? Das kann man nicht als Ausführen der eigenen Pflicht bezeichnen. Du solltest zuerst an die Interessen von Gottes Haus denken, Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen und die Arbeit der Kirche mit in Betracht ziehen. Setze diese Dinge an allererste Stelle; erst danach kannst du darüber nachdenken, wie solide dein Status ist oder wie andere dich betrachten. Teilt es in zwei Schritte auf und geht einen kleinen Kompromiss ein – habt ihr nicht das Gefühl, dass dies die Dinge ein wenig einfacher macht? Wenn du eine Weile so praktizierst, wirst du spüren, dass es keine schwierige Sache ist, Gott zufriedenzustellen. Außerdem, wenn du deine Verantwortlichkeiten erfüllen kannst, deine Verpflichtungen und deine Pflicht erfüllen kannst, deine selbstsüchtigen Begierden, Absichten und Motive beiseitelegen kannst, Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen kannst, und die Interessen des Hauses Gottes, die Arbeit der Kirche und die Pflicht, die du ausführen sollst, an die erste Stelle setzen kannst, dann wirst du, nachdem du eine Weile auf diese Weise Erfahrungen gemacht hast, spüren, dass es gut ist, sich auf diese Weise zu verhalten, dass die Menschen auf ehrliche und aufrichtige Weise leben sollten und dass sie kein rückgratloses, schmutziges, verachtenswertes Dasein führen sollten, sondern vielmehr aufrecht und gerecht sein sollten. Du wirst spüren, dass dies das Ebenbild ist, das ein Mensch ausleben sollte. Dein Verlangen, deine eigenen Interessen zu befriedigen, wird allmählich schwinden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Aus Gottes Worten erkannte ich: Um seine Pflicht gut zu tun, muss man seine persönlichen Absichten, Beweggründe, seinen Stolz und seinen Status beiseitelegen. Die Interessen der Kirche müssen immer an erster Stelle stehen. Danach tat ich meine Pflicht bewusst gemäß den Anforderungen Gottes und hörte auf, egoistisch und verachtenswert zu sein und nur an meinen eigenen Ruf und Status zu denken. Einmal stieß Layla bei der Erstellung eines Videos auf ein Problem und wollte, dass ich mir ansehe, wie man es lösen könnte. Ich war etwas widerwillig und dachte bei mir: „Ich bin mit meinem eigenen Video noch gar nicht fertig. Wenn ich ihr jetzt bei ihrem Problem helfe, beeinträchtigt das dann nicht den Fortschritt meiner eigenen Arbeit? Wenn ich am Ende nicht rechtzeitig fertig werde, sagen die anderen dann nicht, ich sei ineffizient, obwohl ich doch Gruppenleiterin bin?“ Da merkte ich, dass ich schon wieder nach meiner verdorbenen Disposition lebte. Ich erinnerte mich an meinen Vorsatz vor Gott, die Arbeit der Kirche als Ganzes zu betrachten und mich nicht nur um meine eigene Arbeit zu kümmern. Also betete ich zu Gott. Ich war bereit, mich gegen das Fleisch aufzulehnen, meine Interessen zurückzustellen und Layla gewissenhaft zu helfen. Ich sah mir das Video aufmerksam an, notierte mir die Probleme und ging dann zu Layla und ihrer Gruppe, um sie vor Ort anzuleiten. Layla meinte, mein gemeinschaftlicher Austausch hätte ihr einen Weg aufgezeigt, und da verspürte ich einen tiefen Frieden in meinem Herzen. Anfangs dachte ich noch, ihnen zu helfen, würde meine Arbeit aufhalten, aber am Ende gab es überhaupt keine Verzögerung. In beiden Gruppen ging die Arbeit sogar effizienter voran als je zuvor, und wir konnten alles innerhalb eines Monats erfolgreich abschließen. Wenn mich danach Brüder und Schwestern bei Schwierigkeiten um Hilfe baten, lehnte ich nicht mehr ab. Stattdessen half ich ihnen nach besten Kräften. Obwohl ich nun mehr Zeit und Mühe darauf verwendete, Dinge zu überprüfen und Ratschläge zu geben, spürte ich inneren Frieden dabei, auf diese Weise zu praktizieren.
Später dachte ich ein wenig über mich selbst nach. Ich fragte mich, warum ich bei Dingen, die meine eigenen Interessen betrafen, so eifrig war, aber so wenig kooperativ war, wenn es nicht um meine Interessen ging. Was genau war das Wesen dieses Problems? Ich las dazu einige Worte Gottes: „Um ihre eigene Eitelkeit und ihren Stolz zu schützen und ihren Ruf und Status zu schützen, sind manche Menschen gerne bereit, anderen zu helfen, und bereit, sich für ihre Freunde zu opfern und jeden Preis für sie zu zahlen. Aber wenn sie die Interessen des Hauses Gottes schützen, die Wahrheit wahren und für Gerechtigkeit eintreten sollen, ist ihr guter Wille weg, komplett verschwunden. Wenn sie die Wahrheit praktizieren sollten, tun sie das nicht im Geringsten. Was geht hier vor? Um ihre eigene Würde und ihren Stolz zu schützen, sind sie bereit, jeden Preis zu zahlen und jegliches Leid zu ertragen. Aber wenn sie wirkliche Arbeit verrichten und tatsächliche Angelegenheiten handhaben, die Arbeit der Kirche und positive Dinge schützen und Gottes auserwähltes Volk schützen und versorgen müssen, warum verschwindet dann diese Kraft, jeden Preis zu zahlen und jedes Leid zu ertragen? Das ist unbegreiflich. In Wirklichkeit haben sie eine Disposition, die der Wahrheit abgeneigt ist. Warum sage Ich, dass sie der Wahrheit abgeneigt sind? Weil sie, wann immer es darum geht, die Wahrheit zu praktizieren, Zeugnis für Gott abzulegen, gegen Satans Machenschaften zu kämpfen oder die Arbeit der Kirche zu schützen und Gottes auserwähltes Volk zu beschützen, weglaufen und davor zurückschrecken und sich nicht um irgendwelche ordentlichen Angelegenheiten kümmern. Wo sind ihr Heldentum und ihr Wille, Leid zu ertragen? Wo setzen sie diese Dinge ein? Das ist offensichtlich. Selbst wenn jemand sie tadelt und sagt, sie sollten nicht so egoistisch und verachtenswert sein und versuchen, sich selbst zu schützen, sondern die Arbeit der Kirche schützen, ist es ihnen ziemlich egal. Sie sagen sich: ‚So etwas mache ich nicht, und diese Dinge haben nichts mit mir zu tun. Was würde das meinem Streben nach Ruhm, Gewinn und Status bringen?‘ Das sind keine Menschen, die nach der Wahrheit streben. Sie wollen nur nach Ruhm, Gewinn und Status streben, und die Arbeit, mit der Gott sie betraut hat, machen sie überhaupt nicht. Wenn sie also bei der Arbeit der Kirche gebraucht werden, entscheiden sie sich einfach dafür, wegzurennen. Das bedeutet, dass sie in ihren Herzen positive Dinge nicht lieben und nicht an der Wahrheit interessiert sind. Das ist ein klarer Ausdruck davon, der Wahrheit abgeneigt zu sein. Nur diejenigen, die die Wahrheit lieben und die Wahrheitsrealität besitzen, können, wenn die Arbeit des Hauses Gottes es erfordert und wenn Gottes auserwähltes Volk in Not ist, antreten, mutig und pflichtbewusst Stellung beziehen, um für Gott Zeugnis abzulegen und über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, und Sein auserwähltes Volk auf den rechten Weg führen, was es ihm ermöglicht, Unterwerfung unter Gottes Werk zu erlangen. Nur eine solche Haltung zeugt von Verantwortung und ist ein Ausdruck von Rücksichtnahme auf Gottes Absichten. Wenn ihr diese Haltung nicht besitzt und nur mechanisch euer Programm abspult und denkt: ‚Ich werde die Aufgaben erledigen, die in den Zuständigkeitsbereich meiner Pflicht fallen, aber alles andere interessiert mich nicht. Wenn du mich etwas fragst, werde ich dir antworten – wenn ich bei guter Stimmung bin. Andernfalls nicht. Das ist meine Haltung‘, dann ist das eine verdorbene Disposition, oder? Wenn man nur den eigenen Status, Ruf und Stolz schützt und nur die Dinge, die die eigenen Interessen betreffen – schützt man dann eine gerechte Sache? Schützt man die Interessen von Gottes Haus? Hinter diesen kleinlichen, egoistischen Motiven verbirgt sich die Disposition, der Wahrheit abgeneigt zu sein“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). „Wenn Gott sieht, dass Menschen von dürftigem Kaliber sind, dass sie gewisse Fehler haben und verderbte Dispositionen oder ein Wesen, das sich Ihm widersetzt, ist Er nicht von ihnen angewidert und hält sie nicht auf Abstand zu sich. Das ist nicht Gottes Absicht, und es ist nicht Seine Haltung zu den Menschen. Gott verabscheut das dürftige Kaliber der Menschen nicht, Er verabscheut ihre Torheit nicht, und Er verabscheut es nicht, dass sie verdorbene Dispositionen haben. Was ist es, was Gott bei Menschen wirklich hasst? Es ist, wenn sie der Wahrheit abgeneigt sind. Wenn du der Wahrheit abgeneigt bist, dann wird Gott allein deshalb nie Gefallen an dir finden. Das ist in Stein gemeißelt. Wenn du der Wahrheit abgeneigt bist, wenn du die Wahrheit nicht liebst, wenn deine Haltung der Wahrheit gegenüber gleichgültig, herablassend und arrogant ist oder sogar angewidert, widerständig und ablehnend ist – wenn du dich so verhältst –, dann ist Gott zutiefst von dir angewidert, und du liegst tot im Wasser und wirst nicht gerettet werden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Um seine Pflicht zu erfüllen, ist es am wichtigsten, die Wahrheit zu verstehen). Aus Gottes Worten erkannte ich: Menschen, die die Wahrheit nicht lieben oder die Interessen der Kirche nicht schützen, sondern immer nur ihren persönlichen Ruf und Status schützen, die bereitwillig alles tun, was ihren Interessen dient und sie hervorhebt, während sie alles ignorieren und ablehnen, was ihnen nichts einbringt – solche Menschen haben eine satanische Disposition, die der Wahrheit abgeneigt ist. Egal, wie fleißig so jemand bei Dingen ist, die ihn selbst betreffen, welch hohen Preis er zahlt oder wie beeindruckend seine Arbeitsergebnisse sind – seine Absicht ist immer nur, sein Bedürfnis nach Ruf und Status zu befriedigen. Wenn es um die Interessen der Kirche geht, kennen sie die Wahrheit zwar ganz genau, praktizieren sie aber nicht, und sie wahren die Arbeit der Kirche überhaupt nicht. Beim Nachdenken wurde mir klar, dass ich meine Pflicht genau auf diese Weise getan hatte. Ich war nur dann bereit, mich anzustrengen und einen Preis zu zahlen, wenn ich mich dabei profilieren und gut dastehen konnte. Selbst angesichts von Schwierigkeiten ließ ich mich nicht abschrecken und gab einfach mein Bestes, um Ergebnisse zu erzielen. Sobald ich jedoch merkte, dass ich mich durch gute Arbeit nicht profilieren oder keinen persönlichen Nutzen daraus ziehen würde, hielt ich mich da raus. Es beunruhigte mich nicht einmal, als ich sah, dass die Arbeit der Kirche darunter litt. Ich offenbarte die satanische Disposition, der Wahrheit abgeneigt zu sein! Durch meinen jahrelangen Glauben und all die Worte Gottes, die ich gelesen hatte, wusste ich zwar von der Glaubenslehre her, dass ich als geschaffenes Wesen meine Pflicht mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und ganzer Kraft erfüllen und die Interessen der Kirche stets an die erste Stelle setzen musste. Ich hatte oft zu Gott gebetet und gesagt, dass ich meine Pflicht nach besten Kräften tun würde, um Seine Liebe zu vergelten. Doch wenn eine reale Situation eintrat, entschied ich mich dafür, meine selbstsüchtiges Verlangen zu befriedigen, anstatt die Interessen der Kirche zu schützen. Ich hatte meinen Ruf und Status immer über die Interessen der Kirche gestellt. Wie böse von mir! Wenn ich mich nicht mit meiner satanischen Disposition, der Wahrheit abgeneigt zu sein, befasste, würde ich niemals eine Veränderung meiner Lebensdisposition erreichen, ganz zu schweigen von der Errettung – egal, wie viele Jahre ich noch an Gott glauben würde. Bei diesem Gedanken wurde mir erst bewusst, wie fatal diese meine Disposition war. Ich betete zu Gott und bat Ihn, mich dabei zu führen, die Fesseln dieser verdorbenen Disposition abzuwerfen.
Etwas später las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten: „Im Haus Gottes sind alle, die nach der Wahrheit streben, vor Gott vereint und nicht getrennt. Sie alle arbeiten auf ein gemeinsames Ziel hin: ihre Pflicht zu erfüllen, die ihnen zufallende Arbeit gut zu verrichten, nach den Wahrheitsgrundsätzen zu handeln, zu tun, was Gott verlangt, und Seine Absichten zufriedenzustellen. Wenn dein Ziel nicht dieser Sache gilt, sondern dir selbst, der Befriedigung deiner selbstsüchtigen Begierden, dann ist das die Offenbarung einer satanischen verdorbenen Disposition. In Gottes Haus werden die Pflichten den Wahrheitsgrundsätzen entsprechend getan, während die Handlungen der Nichtgläubigen von ihren satanischen Dispositionen gelenkt werden. Dies sind zwei sehr unterschiedliche Wege. Nichtgläubige schmieden ihre eigenen Ränke, jeder von ihnen hat seine eigenen Ziele und Pläne, und jeder lebt für seine eigenen Interessen. Deshalb kämpfen sie alle um jedes bisschen Gewinn und weigern sich, auch nur einen Millimeter nachzugeben. Sie sind geteilt, nicht vereint, weil sie kein gemeinsames Ziel verfolgen. Die Absicht und die Natur hinter ihrem Tun sind dieselbe. Sie sind alle nur auf sich selbst bedacht. Darin herrscht nicht die Wahrheit; was darin herrscht und das Sagen hat, sind ihre satanischen verdorbenen Dispositionen. Sie werden von ihren satanischen verdorbenen Dispositionen kontrolliert und können nicht anders, und so fallen sie immer tiefer in Sünde. Wenn im Haus Gottes der Antrieb, die Motivation, die Grundsätze und die Methoden eures Handelns sich nicht von denen der Nichtgläubigen unterscheiden, wenn auch ihr von euren satanischen verdorbenen Dispositionen manipuliert, kontrolliert und beherrscht werdet, und wenn eure eigenen Interessen, euer Ruf, euer Stolz und euer Status der Antrieb eures Handelns sind, dann wird sich die Art und Weise, wie ihr eure Pflicht ausführt, nicht davon unterscheiden, wie Nichtgläubige Dinge tun. Wenn ihr nach der Wahrheit strebt, solltet ihr die Art und Weise ändern, wie ihr Dinge tut. Ihr solltet eure eigenen Interessen sowie eure persönlichen Absichten und Verlangen loslassen. Wenn ihr etwas tut, solltet ihr euch zuerst gemeinsam über die Wahrheit austauschen und Gottes Absichten und Anforderungen verstehen, bevor ihr die Arbeit unter euch aufteilt, mit dem Blick darauf, wer worin gut und wer worin schlecht ist. Ihr solltet das übernehmen, wozu ihr imstande seid, und an eurer Pflicht festhalten. Kämpft nicht um Dinge und schnappt nicht nach ihnen. Ihr müsst lernen, Kompromisse zu schließen und tolerant zu sein. Wenn jemand gerade erst begonnen hat, eine Pflicht auszuführen, oder gerade erst die Fähigkeiten für einen Bereich erlernt hat, aber einigen Aufgaben nicht gewachsen ist, darfst du diese Person nicht dazu zwingen. Du musst ihr Aufgaben zuweisen, die etwas einfacher sind. Dadurch wird es für sie leichter, bei der Ausführung ihrer Pflicht Ergebnisse zu erzielen. Das ist es, was es heißt, tolerant, geduldig und prinzipientreu zu sein. Es ist ein Teil dessen, was normale Menschlichkeit aufweisen sollte; es ist das, was Gott von den Menschen verlangt und was die Menschen praktizieren sollten“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Durch Gottes Worte verstand ich, welch ein großer Unterschied zwischen dem Tun einer Pflicht in der Kirche und dem Verhalten von Nichtgläubigen besteht. In der Welt der Nichtgläubigen gehen die Menschen nach satanischen Philosophien für weltliche Belange miteinander um, wie etwa: „Lass die Dinge treiben, wenn sie dich persönlich nicht betreffen“ und „Jeder kehre vor seiner eigenen Tür“. Sie denken nur an ihre eigenen Interessen und daran, ob eine Beförderung oder Reichtum zu erlangen ist. Niemand zeigt auch nur das geringste Interesse oder die geringste Anteilnahme für die Schwierigkeiten anderer. Als ich mein Verhalten bei meiner Pflicht bedachte, wurde mir klar, dass ich mich genau wie eine Nichtgläubige verhielt. Mir war völlig klar, dass Layla sich gerade erst einarbeitete und bei ihrer Pflicht Schwierigkeiten hatte. Aber aus Angst, in meiner eigenen Arbeit aufgehalten und von ihr übertroffen zu werden, war ich nicht bereit, ihr zu helfen. Das Ergebnis war, dass nicht nur die Überarbeitung des Videos den Arbeitsfortschritt verzögerte, sondern dass ich auch mit einer verdorbenen Disposition lebte, was Gott verabscheut und weshalb mir bei meiner Pflicht Seine Führung fehlte. Dies ließ mich erkennen, dass Gottes Disposition gerecht ist, dass Gott die Tiefen unserer Herzen genau prüft, dass Er unsere selbstsüchtigen Absichten beim Tun unserer Pflichten mit absoluter Klarheit sieht, und dass wir das Werk des Heiligen Geistes nicht erlangen können, wenn wir bei unseren Pflichten unrechte Absichten hegen. Aus Gottes Worten verstand ich, dass wir in der Kirche eine Pflicht tun und nicht unsere eigenen Angelegenheiten erledigen. Wir können nicht aufgrund einer verdorbenen Disposition unsere persönlichen Interessen durchsetzen. Ganz gleich, was passiert, wir müssen die Wahrheit praktizieren, für die Interessen der Kirche eintreten und unsere Brüder und Schwestern gegenseitig unterstützen, damit die Arbeit der Kirche reibungslos voranschreitet. Ich hatte die Bewässerung und Versorgung durch so viele Worte Gottes genossen, und die Kirche hatte mich über einen so langen Zeitraum gefördert. Wenn ich also immer noch Pläne für mich selbst schmiedete, mein selbstsüchtiges Verlangen befriedigte und unfähig war, meine Pflicht gut zu tun, um Gottes Liebe zu vergelten, dann war ich wahrlich ohne Gewissen und all dessen unwürdig, was Gott mir gewährt hatte, geschweige denn, vor Ihm zu leben. Diese Erkenntnis erfüllte mich mit Reue. Ich hätte meine Pflicht nicht so behandeln dürfen und musste so schnell wie möglich umkehren. Wenn es in Zukunft um Probleme ging, wenn es die Arbeit der Kirche betraf – musste ich mich dafür einsetzen und meine Verantwortung erfüllen, ganz gleich, ob die Aufgabe in meinen Zuständigkeitsbereich fiel oder ob ich dadurch gut dastand. Danach lehnte ich nie wieder ab, wenn Brüder und Schwestern auf Schwierigkeiten stießen und meine Hilfe brauchten, und ich konnte ihnen einige gute Wege aufzeigen, die ich für mich zusammengefasst hatte. Meine Pflicht auf diese Weise zu tun, gab mir ein Gefühl von innerer Ruhe und Frieden.
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?
Von Joseph, SüdkoreaIch erstelle Videos in der Kirche. Als die Arbeitsbelastung zunahm, kamen einige neue Brüder und Schwestern in unser...
Von Kaoyan, Japan Ich war in der Kirche für die Bewässerungsarbeit zuständig. Als immer mehr Menschen das Werk des Allmächtigen Gottes der...
Von Qiao Min, ChinaIm Januar 2021 wurden Zhang Fang und ich beide zu Kirchenleiterinnen gewählt. Wir waren von morgens bis spätabends in...
Von Harry, SpanienVor ein paar Jahren ordneten die Kirchenleiter an, dass ich in der Videoproduktion arbeiten sollte. Sie sagten auch, dass...