Kann man Glück finden, indem man nach der perfekten Ehe strebt?
Von Yiping, ChinaAls ich in der Schule war, hörte ich gerne Lieder und las alte Gedichte. In den meisten dieser Werke ging es um die Liebe....
Wir begrüßen alle Suchenden, die sich nach Gottes Erscheinen sehnen!
Ich bin Mitte der 80er Jahre geboren und habe in meiner Jugend liebend gern Fernsehserien geschaut. Jedes Mal, wenn ich sah, wie die Hauptdarstellerin im weißen Brautkleid mit dem Mann, den sie liebte, zum Altar schritt und er zu ihr sagte: „Ich werde dich dein ganzes Leben lang beschützen und dich glücklich machen“, wurde ich ganz neidisch. Ich war überzeugt: Mit dem Menschen zusammen zu sein, den man liebt, ein reizendes Kind zu haben und als harmonische Familie zusammenzuleben – das ist das glücklichste Leben. Als ich erwachsen war, lernte ich einen jungen Mann kennen, der reif und beständig war. Er war mir gegenüber besonders fürsorglich, tolerierte meinen Eigensinn und tat immer romantische Dinge für mich, wie mir kleine Geschenke zu kaufen. Er versprach, mich immer gut zu behandeln und nie zuzulassen, dass mir auch nur das geringste Unrecht geschieht. Obwohl seine Familie sehr arm war und meine Eltern strikt gegen unsere Heirat waren, heiratete ich ihn ohne zu zögern. Nach unserer Hochzeit bekamen wir einen reizenden Sohn, und mein Mann war immer noch genauso fürsorglich. Er erledigte alle großen und kleinen Familienangelegenheiten, sodass ich mich um fast nichts kümmern musste. Ich blieb zu Hause, um mich um unser Kind und den Haushalt zu kümmern. Jeden Tag, bevor er nach Hause kam, kochte ich ihm leckeres Essen und tat mein Bestes, eine gute Ehefrau zu sein. Mit diesem Eheleben war ich zutiefst zufrieden, und ich fühlte mich wie die glücklichste Frau der Welt.
Als unser Kind sieben Monate alt war, nahm ich das Evangelium des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an. Durch die Lektüre von Gottes Worten erfuhr ich vom Ursprung des Sündenfalls der Menschheit, davon, wie Satan die Menschen verdirbt und davon, wie Gott Schritt für Schritt wirkt, um die Menschen zu retten. Ich verstand viele Wahrheiten, die ich zuvor nicht verstanden hatte. Ich empfand den Glauben an Gott als etwas Wunderbares und hoffte, mein Mann würde gemeinsam mit mir an Gott glauben. Doch zu meiner Überraschung rastete mein Mann vor Wut aus, als er erfuhr, dass ich an Gott glaubte. Mein Glaube wurde mir von ihm streng verboten. Er verlangte sogar von mir, ihm zu sagen, wer mir das Evangelium gepredigt hatte, und drohte damit, mit dieser Person abzurechnen. Die Haltung meines Mannes brach mir das Herz. Ich hatte Angst, dass er sich wegen meines Glaubens jeden Tag mit mir streiten würde, dass unsere Beziehung daran zerbrechen und ich am Ende meine Ehe verlieren würde. Ich fühlte mich etwas schwach und hatte nicht mehr so viel Motivation in meinem Glauben. Ein paar Tage später erfuhr eine Schwester von meinem Zustand und las mir eine Passage aus Gottes Worten vor: „Bei jeder Stufe des Werkes, das Gott an den Menschen vollbringt, scheint es sich von außen betrachtet um Interaktionen zwischen Menschen zu handeln, als ob diese Stufe des Werks von menschlichen Vorkehrungen oder menschlichen Störungen herrühren würde. Aber hinter jeder Stufe des Werkes und allem, was geschieht, ist eine Wette, die Satan vor Gott eingeht; sie erfordern, dass die Menschen in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Nehmen wir zum Beispiel Hiobs Prüfungen: Hinter den Kulissen ging Satan eine Wette mit Gott ein, und die Dinge, die Hiob widerfuhren, waren die Taten und die Störungen der Menschen. Hinter jeder Stufe des Werkes, das Gott an euch vollbringt, steht Satans Wette mit Gott – dahinter steht ein Kampf. … Wie solltest du, wenn sich Gott und Satan in der geistlichen Welt ein Gefecht liefern, Gott zufriedenstellen und in deinem Zeugnis für Ihn standhaft bleiben? Du solltest wissen, dass alles, was dir widerfährt, eine große Prüfung für dich darstellt sowie den Zeitpunkt, an dem Gott dein Zeugnis braucht“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Die Schwester hielt mit mir Gemeinschaft und sagte: „Dein Mann behindert deinen Glauben an Gott, doch dahinter steckt eigentlich Satans Störung. Du hast gerade erst Gottes Evangelium der letzten Tage angenommen und willst nach der Wahrheit streben, um Errettung zu erlangen. Satan will nicht, dass die Menschen Gott folgen, also benutzt er deinen Mann, um dich zu behindern und zu drangsalieren, damit du deinen Glauben aufgibst. Das ist Satans böswilliger Plan! Es ist so: Am Anfang schuf Gott Adam und Eva. Sie lebten im Garten Eden in Gottes Gegenwart und mit Seiner Versorgung und waren sehr glücklich. Satan wollte den Menschen aus Gottes Händen reißen, also hat er Eva mithilfe von Lügen getäuscht und dazu verleitet, die Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen. Da es Adam und Eva an Urteilsvermögen mangelte, zweifelten sie an Gottes Worten und leugneten sie. Sie hörten auf Satan, aßen die Frucht und verrieten Gott. Infolgedessen wurden sie aus dem Garten Eden vertrieben und gerieten unter Satans Macht, um von ihm mit Füßen getreten und gequält zu werden. Satan benutzt deinen Mann, um dich zu drangsalieren und zu behindern. Wir müssen Satans böswilligen Plan durchschauen und in unserem Zeugnis für Gott standhaft bleiben.“ Nachdem ich mir die Gemeinschaft der Schwester angehört hatte, verstand ich: Da ich an Gott glauben und Ihm folgen wollte, würde Satan alles tun, um mich zu behindern. Er versuchte, mich mithilfe der Drangsalierung durch meinen Mann dazu zu bringen, meinen Glauben aufzugeben. Würde ich auf meinen Mann hören und meinen Glauben aufgeben, dann würde ich Gott verraten. Ich durfte nicht auf Satans Trick hereinfallen. Egal, wie sehr mein Mann mich drangsalierte, ich durfte meinen Glauben an Gott nicht aufgeben. Immer, wenn mein Mann danach nicht zu Hause war, las ich heimlich Gottes Worte und ging zu Versammlungen. Ein Jahr später wurde ich zur Bewässerungsdiakonin gewählt. Ich besuchte Versammlungen, las Gottes Worte und hörte den gemeinschaftlichen Austausch der Brüder und Schwestern über ihr erfahrungsbasiertes Verständnis Seiner Worte. Dadurch wurde ich immer überzeugter, dass der Glaube an Gott der richtige Weg im Leben ist, und führte meine Pflicht aktiver aus. Doch ich wurde immer noch von meinem Mann eingeschränkt. Wenn eine Versammlung etwas länger ging, wurde ich manchmal unruhig, aus Sorge, dass mein Mann wütend werden und mit mir streiten würde, wenn er nach Hause kam und ich nicht da war. Also eilte ich so schnell wie möglich nach Hause, sobald die Versammlungen vorbei waren. Sobald ich zu Hause war, machte ich mich schnell ans Kochen und brachte alles auf Vordermann. Um Unannehmlichkeiten mit meinem Mann zu vermeiden, hielt ich meine Andachten nie, wenn er zu Hause war. Ich wartete jedes Mal, bis er weg war, bevor ich es wagte, meine Bücher mit Gottes Worten herauszuholen, und sobald ich draußen vor der Tür ein Geräusch hörte, versteckte ich sie schnell.
Später wurde die Kirchenarbeit immer geschäftiger, und manchmal kam ich erst spät nach Hause. Einmal ging eine Versammlung länger, und ich konnte unser Kind nicht pünktlich vom Kindergarten abholen, also rief die Erzieherin meinen Mann an. Als ich nach Hause kam, fragte er mich wütend, wo ich gewesen war. Ich wollte ihn nicht anlügen und wollte die Gelegenheit auch nutzen, ihm zu erzählen, was ich gewonnen hatte, seit ich an Gott glaubte. Doch nachdem er mir zugehört hatte, fragte er zu meiner Überraschung wütend: „Hat dir etwa dein Vater diesen Glaubenskram gepredigt?“ und wählte dabei schon die Nummer meines Vaters. Ich wollte mich vernünftig mit ihm aussprechen, aber er war völlig außer sich. Ich fragte ihn: „Als Gläubige rauche ich nicht, trinke ich nicht und spiele nicht Mahjong, und ich tue bestimmt nichts Unanständiges. Warum hasst du den Glauben an Gott so sehr?“ Er lachte verächtlich und stellte mich zur Rede: „Hast du in der Schule nicht gelernt, dass der Mensch vom Affen abstammt? Wie kann es da einen Gott geben? Wo ist Gott? Wenn es einen Gott gibt, soll Er mich doch auf der Stelle niederstrecken!“ Die Worte meines Mannes machten mich völlig fassungslos, und ich warnte ihn schnell, nicht so leichtfertige Dinge zu sagen. Aber er brach nur in schallendes Gelächter aus und sagte: „Dein Glaube hat dich in den Wahnsinn getrieben! Wie kann es einen Gott geben? Du kannst rauchen, trinken, Mahjong spielen und tun, was du willst – nur an Gott glauben darfst du nicht! Ich frage dich noch einmal: Willst du Gott oder diese Familie?“ Ich sagte: „Mein Glaube an Gott ist unerschütterlich!“ Als er sah, dass ich entschlossen war, an Gott zu glauben, sagte er: „Dann geh! Du kannst an Gott glauben und in deinen Himmel kommen, und ich fahre in meine Hölle!“ Als ich sein grimmiges Gesicht sah, konnte ich wirklich nicht fassen, dass das derselbe Ehemann war, der mir einst versprochen hatte, mich mein ganzes Leben lang zu lieben und mir ein Leben voller Glück zu schenken. Er hasste Gott so sehr; er war durch und durch ein Atheist. Ich war todunglücklich. Tief im Inneren wollte ich die Tatsache nicht akzeptieren, dass er sich Gott widersetzte, und ich konnte unsere Ehe nicht loslassen. Ich sprach mir immer wieder gut zu und dachte, er würde diese Dinge wahrscheinlich nur aus Wut sagen und es würde alles wieder gut werden, sobald er sich beruhigt hatte. Also beschloss ich, eine Weile bei meiner Mutter zu wohnen. Auf diese Weise konnte ich auch meine Pflicht normal tun. Doch ein paar Tage später brachte mein Mann unerwartet eine Gruppe von Freunden zum Haus meiner Mutter. Sie redeten alle auf mich ein, um mich dazu zu überreden, meinen Glauben aufzugeben. Ich hatte Angst, sie würden die Aufmerksamkeit des Nachbarschaftskomitees oder der Polizei erregen, also hatte ich keine andere Wahl, als vorerst mit meinem Mann nach Hause zu gehen.
Nachdem wir zu Hause angekommen waren, beobachtete mich mein Mann jeden Tag, nahm mich überallhin mit und ließ mich nicht allein zu Hause. Er kaufte mir auch jeden Tag leckeres Essen, ging mit unserem Kind und mir in Parks und Einkaufszentren und sagte mir ständig, wie ich eine gute Ehefrau sein kann und wie unsere dreiköpfige Familie glücklich sein könnte. Allmählich hörte ich auf, seine Worte zu hinterfragen. Ich dachte nur: „Mein Mann ist so gut zu mir, und unser Kind ist so brav; es wäre schön, einfach so weiterzuleben.“ Weil ich immer mehr Gefallen an diesem Leben fand, trug ich keine Last mehr bei meiner Pflicht. Einen Monat lang besuchte ich keine Gruppenversammlungen und wurde danach angesichts meiner Umstände von der Leiterin entlassen.
In den darauffolgenden Tagen war mein Mann zwar nicht mehr wütend auf mich, doch die Leere in meiner Seele konnte ich nicht vertreiben. Ich trieb jeden Tag wie in Trance dahin. Ich fragte mich oft: „Werde ich mein ganzes Leben so verbringen? Was ist der Sinn des Lebens?“ Dann kamen mir ein paar Zeilen aus Gottes Worten in den Sinn: „Wo bleibt deine Entschlossenheit? Wo ist dein Ehrgeiz? Wo ist deine Würde? Wo ist deine Integrität?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (8)). Angesichts Gottes Fragen, eine nach der anderen, fühlte ich mich elend. Ich fragte mich in meinem Herzen: „Wo ist meine Entschlossenheit? Warum kann ich mich nicht von den Einschränkungen meines Mannes befreien?“ Danach suchte ich diese Passage aus Gottes Worten heraus, um sie zu lesen. Der Allmächtige Gott sagt: „Gott hat so viele Worte gesprochen, doch wer hat sie jemals ernst genommen? Der Mensch versteht Gottes Worte nicht, bleibt jedoch gelassen und ohne Sehnsucht und hat den Wesenskern des alten Teufels nie wirklich gekannt. Die Leute leben im Hades, in der Hölle, aber glauben, sie würden im Palast auf dem Meeresgrund leben. Sie werden vom großen roten Drachen verfolgt, jedoch glauben sie, vom Land ‚begünstigt‘ zu werden. Sie werden vom Teufel verspottet, glauben aber, dass sie die überragende Kunst des Fleisches genießen. Was für ein Haufen von dreckigen, niedrigen nichtsnutzigen Kerlen sie doch sind! Der Mensch ist auf Unglück gestoßen, aber er weiß es nicht, und in dieser dunklen Gesellschaft erleidet er Missgeschick um Missgeschick und doch ist er davon nie aufgewacht. Wann wird er sich von seiner Liebenswürdigkeit sich selbst gegenüber und von seiner sklavischen Disposition befreien? Warum ist er dem Herzen Gottes gegenüber so gleichgültig? Sieht er stillschweigend über diese Unterdrückung und dieses Elend hinweg? Wünscht er sich nicht den Tag herbei, an dem er die Dunkelheit in Licht verwandeln kann? Wünscht er sich nicht, einmal mehr die Ungerechtigkeiten der Gerechtigkeit und Wahrheit gegenüber zu berichtigen? Will er zusehen und nichts tun, während die Menschen der Wahrheit entsagen und die Tatsachen verdrehen? Freut es ihn, weiterhin Misshandlungen zu ertragen? Will er ein Sklave sein? Will er zusammen mit den Sklaven dieses gescheiterten Staates durch Gottes Hand untergehen? Wo bleibt deine Entschlossenheit? Wo ist dein Ehrgeiz? Wo ist deine Würde? Wo ist deine Integrität? Wo ist deine Freiheit? … So ziellos schikaniert und unterdrückt wird sein Leben letztendlich umsonst vergeudet worden sein. Warum beeilt er sich so, anzukommen, und hat es so eilig, fortzugehen? Warum behält er nicht etwas Wertvolles, um es Gott zu geben?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (8)). Als ich las, wie Gott den aktuellen Zustand des menschlichen Lebens bloßstellte, fühlte ich mich, als wäre ich aus einem Traum erwacht. Früher dachte ich, eine dreiköpfige Familie, die harmonisch zusammenlebt, sei das schönste Leben überhaupt, aber war das wirklich so? An Gott zu glauben, ist vollkommen normal und gerechtfertigt, doch um meinen Mann nicht zu verärgern, wagte ich es nicht einmal, zu Hause Gottes Worte zu lesen, geschweige denn, Versammlungen zu besuchen oder meine Pflicht zu tun. Ich verbrachte jeden Tag damit, mich nur um die täglichen Bedürfnisse meines Mannes und meines Kindes zu kümmern, und lebte ohne Ziel und Richtung, wie eine lebende Tote. Dieses bedeutungslose Leben ohne ein eigenes Ich zu führen, war überhaupt kein Glück. Es war genau so, wie Gott sagt: „Ihr lebt in solch einer Welt voller Pferde und Rinder, dennoch seid ihr eigentlich nicht bekümmert; ihr seid voller Freude und ihr lebt frei und entspannt. Ihr schwimmt in diesem faulen Wasser, doch ihr merkt nicht wirklich, dass ihr in solch eine missliche Lage geraten seid. Jeden Tag verkehrst du mit unreinen Geistern und pflegst mit ‚Exkrementen‘ Umgang. Eure Leben sind ziemlich vulgär, dennoch ist dir eigentlich nicht bewusst, dass du überhaupt nicht innerhalb der menschlichen Welt existierst und dass du dich nicht im Griff hast. Weißt du nicht, dass dein Leben vor langer Zeit von diesen unreinen Geistern zertrampelt wurde oder dass dein Charakter vor langer Zeit durch faules Wasser beschmutzt wurde? Glaubst du, dass du in einem irdischen Paradies lebst, dass du dich mitten im Glück befindest? Weißt du nicht, dass du ein Leben an der Seite von unreinen Geistern gelebt hast und neben all dem existiert hast, was sie für dich vorbereitet haben? Wie könnte deine Lebensweise jegliche Bedeutung haben? Wie könnte dein Leben jeglichen Wert haben?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Ihr habt alle einen so niederen Charakter!). Je mehr ich über Gottes Worte nachdachte, desto erbärmlicher kam mir mein Leben vor. Meine Brüder und Schwestern nutzten jede Gelegenheit, Gottes Worte zu essen und zu trinken und nach der Wahrheit zu streben, und das Leben in ihnen wuchs beständig. Aber meine Tage drehten sich nur um meinen Mann und mein Kind, und ich verschwendete mein Leben an meine Ehe. Gott ist Fleisch geworden, um die Wahrheit kundzutun und die Menschen zu reinigen und zu retten, damit sie ihre verdorbenen Dispositionen ablegen, Gottes Errettung erlangen und ein sinnvolles Leben ausleben können. Wenn sich meine Tage nur um meinen Mann und mein Kind drehten, würde ich diese extrem seltene Chance auf Gottes Errettung sicher verpassen und schließlich zusammen mit den Teufeln untergehen. Das würde ich ein Leben lang bereuen! Dann betete ich zu Gott: „O Gott, ich kann mich nicht mehr einfach nur wie in Trance durchwursteln. Ich möchte nach der Wahrheit streben und meine Pflicht tun, aber ich kann meinen Mann in meinem Herzen nicht loslassen. Mögest Du mich führen, Satans böswillige Pläne zu durchschauen, damit ich nicht mehr von ihm eingeschränkt werde und von ganzem Herzen an Dich glauben und meine Pflicht ordnungsgemäß ausführen kann.“
Danach las ich Gottes Worte und sah das Wesen meines Mannes klarer. Gott sagt: „Warum liebt ein Ehemann seine Frau? Warum liebt eine Ehefrau ihren Ehemann? Warum sind Kinder ihren Eltern gegenüber pflichtbewusst? Warum liegen Eltern ihre Kinder so sehr am Herzen? Was ist das eigentliche Ziel der menschlichen Absichten? Zielen ihre Absichten nicht alle nur darauf ab, ihre eigenen Pläne und egoistischen Begierden zu erfüllen?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). „Angenommen, jemand wird wütend und regt sich auf, wenn Gott erwähnt wird: Hat er Gott gesehen? Weiß er, wer Gott ist? Er weiß nicht, wer Gott ist, glaubt nicht an Ihn, Gott hat nicht zu ihm gesprochen, und Gott hat ihn nie provoziert – warum sollte er also wütend sein? Könnten wir sagen, dass diese Person niederträchtig ist? Weltliche Trends, Essen, Trinken und Vergnügungssucht sowie die Verehrung von Berühmtheiten – keines dieser Dinge würde eine solche Person wütend machen. Doch schon bei der bloßen Erwähnung des Wortes ‚Gott‘ oder der Wahrheit von Gottes Worten wird sie wütend. Ist das nicht ein Zeichen für eine niederträchtige Natur? Das genügt, um zu beweisen, dass dies ihre niederträchtige Natur ist“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige V). Gottes Worte weckten mich auf. Mein Mann empfand überhaupt keine wahre Liebe für mich; seine sogenannte Liebe war an Bedingungen geknüpft. Ich dachte darüber nach, warum mein Mann mir gegenüber früher so entgegenkommend war. Es lag daran, dass seine Familie sehr arm war und er mir zur Hochzeit kein Verlobungsgeschenk gab, während ich sowohl besser aussah als auch einen besseren familiären Hintergrund hatte als er. Er war stolz darauf, mit mir gesehen zu werden. Außerdem habe ich nach unserer Heirat nicht nur die Wäsche gewaschen und für ihn gekocht, sondern ihm auch ein Kind geschenkt und mich in jeder Hinsicht fürsorglich um ihn gekümmert. Nachdem ich angefangen hatte, an Gott zu glauben, hatte er – da die KPCh Christen verhaftet – Angst, an Ansehen zu verlieren, wenn ich verhaftet würde. Also wurde er mir gegenüber kalt, wurde oft wütend auf mich und versuchte sogar mit allen Mitteln, mich vom Glauben an Gott abzuhalten. Wie konnte das Liebe sein? Er hat mich eindeutig nur kontrolliert und ausgenutzt. Ich war von dieser sogenannten Liebe geblendet worden und dachte, mein Mann würde mich wirklich lieben. Ich war so töricht! Sobald Gott erwähnt wurde, sah mein Mann augenblicklich rot und rastete vor Wut aus; er sagte sogar Dinge, die Gott verleugneten und voller Verachtung über Gott waren. Er war ein Teufel, der Gott hasste und sich Ihm widersetzte! Um mich dazu zu bringen, meinen Glauben aufzugeben, wendete er eine Kombination aus Zuckerbrot und Peitsche an und sagte sogar, ich könne essen, trinken, mich amüsieren und Mahjong spielen – alles, nur nicht an Gott glauben und den rechten Weg gehen. Teufel sind einfach abgrundtief böse! Früher hielt ich ihn für reif, beständig und mir gegenüber in jeder Hinsicht tolerant, und ich dachte, er sei ein Mann, dem ich mein ganzes Leben anvertrauen könnte. Aber jetzt sah ich es klar: Das war alles nur eine Illusion. Ich verfügte nicht über die Wahrheit und konnte Menschen nicht durchschauen. Ich hatte mich die ganze Zeit von seinen süßen Worten täuschen lassen. Ich war so blind! Dann dachte ich an Gottes Worte: „Gläubige und Nichtgläubige sind von Natur aus nicht vereinbar; vielmehr stehen sie im Widerspruch zueinander“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Mein Mann ist ein Atheist, der weltlichen Trends folgt und es genießt zu essen, zu trinken und sich zu amüsieren. Ich glaube an Gott und strebe nach der Wahrheit und nach Errettung. Wir gehen nicht denselben Weg. Er kann meinen Glauben nicht ändern, und ich kann sein Wesen nicht ändern. Selbst wenn wir zusammenblieben, würden wir nicht glücklich werden. Mein Mann beobachtete mich ständig und redete mir jeden Tag gut zu, damit ich mich ihm beim Verfolgen böser Trends anschloss, und hielt mich davon ab, an Gott zu glauben und meine Pflicht zu tun. Das war keine Liebe; er zog mich damit mit sich hinunter in die Hölle. Ich durfte mit diesem Teufel keine Kompromisse mehr eingehen. Ich musste von ganzem Herzen an Gott glauben und meine Pflicht ordnungsgemäß ausführen.
Danach habe ich mich wieder daran gemacht, ganz normal meine Pflicht zu tun. Als mein Mann sah, dass er mich nicht kontrollieren konnte, würdigte er mich keines Wortes mehr. Obwohl mich diese Art von Eheleben körperlich und geistig erschöpfte, hoffte ich in meinem Herzen immer noch, dass mein Mann eines Tages aufhören würde, meinen Glauben zu behindern, und unsere Familie wieder so harmonisch zusammenleben könnte wie zuvor. Später dachte ich nach: „Warum kann ich diese Ehe in meinem Herzen nicht loslassen?“ Dann las ich die Worte Gottes: „Die schädlichen Einflüsse und die feudale Denkweise, die durch Tausende von Jahren des ‚erhabenen Geistes des Nationalismus‘ tief im menschlichen Herzen zurückgeblieben sind, haben den Menschen Fesseln und Ketten angelegt und ihnen jedes Quäntchen Freiheit genommen, ohne Ehrgeiz oder Beharrlichkeit und ohne den Wunsch, Fortschritte zu machen. Stattdessen sorgen sie dafür, dass sie negativ und rückschrittlich und festgefahren in einer Sklavenmentalität bleiben und so weiter. Diese objektiven Faktoren haben der ideologischen Anschauung, den Bestrebungen, den Moralvorstellungen und der Disposition der Menschheit einen unauslöschlichen schmutzigen und hässlichen Anstrich verliehen. Es scheint, als würden die Menschen in einer dunklen Welt des Terrorismus leben, und keiner von ihnen denkt darüber nach, sie zu transzendieren oder in eine ideale Welt weiterzuziehen; vielmehr verbringen die Menschen ihre Tage in Zufriedenheit gegenüber ihrem Los im Leben: Kinder zu gebären und aufzuziehen, sich zu bemühen, zu schwitzen, ihrer Arbeit nachzugehen und von einer behaglichen und glücklichen Familie zu träumen, von ehelicher Zuneigung und Kindern, die ihre Eltern ehren, von Freude in ihrem Lebensabend und davon, ihr Leben friedlich ausklingen zu lassen … Seit Dekaden, Tausenden, Zehntausenden von Jahren bis heute haben die Menschen ihre Zeit auf diese Weise vergeudet, ohne dass jemand das bestmögliche menschliche Leben geschaffen hat. Sie sind in dieser finsteren Welt nur auf gegenseitiges Abschlachten bedacht, auf den Wettlauf um Ruhm und Gewinn und darauf, gegeneinander zu intrigieren. Wer hat jemals nach den Absichten Gottes gesucht? Hat irgendjemand jemals auf Gottes Werk geachtet? Alle Bestandteile der Menschen, die vom Einfluss der Dunkelheit eingenommen sind, sind längst zur menschlichen Natur geworden, somit ist es ziemlich schwierig, das Werk Gottes durchzuführen, und die Menschen beherzigen es noch weniger, das zu beachten, was Gott ihnen heute anvertraut hat“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (3)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich. Nachdem sie von Satan verdorben wurden, sind die Menschen durch verschiedene traditionelle kulturelle Vorstellungen und feudale Gedanken gebunden und gefesselt. Sie machen eine liebevolle Ehe und die Kindererziehung zum Ziel ihres lebenslangen Strebens, und das wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Obendrein preisen alle möglichen Fernsehsendungen, Filme und literarischen Werke Vorstellungen an wie „Liebe ist das Höchste“ und „händchenhaltend gemeinsam alt werden“. Infolgedessen glauben die Menschen, dass nichts wichtiger ist, als das Streben nach einer glücklichen Ehe. Auch ich hatte mir diese Vorstellungen zu Herzen genommen und eine glückliche Ehe zu meinem Lebensziel gemacht. Nach unserer Heirat sorgte mein Mann immer für kleine romantische Momente und war mir gegenüber sowohl rücksichtsvoll als auch fürsorglich, sodass ich mich unglaublich zufrieden fühlte. Ich dachte, mein ganzes Leben mit ihm zu verbringen, würde mein Leben lebenswert machen. Um unsere glückliche Ehe zu bewahren, lernte ich kochen, blieb zu Hause, um unser Kind großzuziehen, und tat mein Bestes, eine gute Ehefrau und Mutter zu sein, indem ich all meine Zeit und Energie in unsere Ehe und Familie steckte. Ich sah die Ehe als meinen Bestimmungsort im Leben und dachte, alles für sie zu geben, sei genau das, was ich tun sollte. Nachdem ich zum Glauben gekommen war, verstand ich viele Wahrheiten und Geheimnisse aus Seinen Worten. Ich wusste auch, dass ich als geschaffenes Wesen den Schöpfer anbeten und meine Pflicht erfüllen sollte. Doch ich hatte Angst, dass der Glaube an Gott meinen Mann verärgern und unsere Ehe zerbrechen würde, weshalb ich bei Versammlungen oft abgelenkt war und es nicht wagte, zu Hause die Worte Gottes zu lesen oder Hymnen anzuhören. Um meine Beziehung zu meinem Mann zu bewahren, schob ich meine Pflicht beiseite und bereute es sogar, dass ich sie tat. Ich war fest an satanische Vorstellungen gebunden wie „Die Ehe einer Frau ist ihr lebenslanger Bestimmungsort“, „Eine glückliche Ehe ist das größte Glück“ und „händchenhaltend gemeinsam alt werden“. Ich konnte den Unterschied zwischen positiven und negativen Dingen nicht erkennen und gab bereitwillig meine Pflicht auf, um nach einer glücklichen Ehe zu streben. Wenn ich so weitermachte, würde ich am Ende zusammen mit Satan ins Verderben stürzen. Ich dachte darüber nach und fragte mich: Selbst wenn ich ein harmonisches Leben mit meinem Mann führen könnte, welchen Sinn hätte das? Ich würde weder meine Pflicht als geschaffenes Wesen erfüllen, noch würde ich die Wahrheiten verstehen, die ich verstehen sollte. Wäre es nicht reine Zeitverschwendung, mein ganzes Leben im Tran zu verbringen? Dann dachte ich an Gottes Worte: „Seit Dekaden, Tausenden, Zehntausenden von Jahren bis heute haben die Menschen ihre Zeit auf diese Weise vergeudet, ohne dass jemand das bestmögliche menschliche Leben geschaffen hat.“ Das Leben, nach dem ich strebte, war bedeutungslos, und ich konnte nicht anders, als darüber nachzudenken: Was ist das schönste Leben von allen? Wie sollte ein Mensch wirklich leben, damit sein Leben einen Sinn hat?
Dann las ich zwei Passagen aus Gottes Worten und fand darin eine Richtung für mein Leben. Der Allmächtige Gott sagt: „Manche Menschen machen es … fälschlicherweise zu der Mission ihres Lebens, nach ehelichem Glück zu streben oder ihre Verantwortlichkeiten gegenüber ihrem Partner zu erfüllen und sich um ihn zu kümmern, für ihn zu sorgen und ihn zu schätzen und zu schützen, und ihr Partner ist für sie ihre ganze Welt, ihr Leben – das ist falsch. Dein Schicksal unterliegt Gottes Herrschaft und wird nicht von deinem Partner bestimmt. Die Ehe kann weder dein Schicksal ändern noch die Tatsache, dass Gott über dein Schicksal herrscht. Was die Lebensanschauung betrifft, die du haben solltest, und den Weg, den du beschreiten solltest, so solltest du diese in den Worten von Gottes Lehren und Anforderungen suchen und sie weder von deinem Partner abhängig machen noch ihn diese entscheiden lassen. Abgesehen von der Erfüllung seiner Verantwortlichkeiten dir gegenüber, sollte dein Partner keine Kontrolle über dein Schicksal haben, noch sollte er verlangen, dass du deine Lebensausrichtung änderst oder entscheiden, welchen Weg du gehst oder welche Lebensanschauung du haben solltest, geschweige denn dich einschränken oder daran hindern, nach Rettung zu streben. Was die Ehe betrifft, so können die Menschen sie nur von Gott annehmen und sich an die Definition der Ehe halten, die Gott für den Menschen bestimmt hat, wobei sowohl der Ehemann als auch die Ehefrau ihre Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen gegenüber dem anderen erfüllen. Was sie nicht tun können, ist über das Schicksal ihres Partners, sein früheres Leben, sein jetziges Leben oder sein nächstes Leben zu entscheiden, geschweige denn über seine Ewigkeit. Dein Bestimmungsort, dein Schicksal und der Weg, dem du folgst, können nur vom Schöpfer bestimmt werden. Daher kommt das Glück, nach dem du als geschaffenes Wesen in diesem Leben streben solltest, davon, dass du die Pflicht eines geschaffenen Wesens tust und die Mission eines geschaffenen Wesens erfüllst, ganz gleich, ob deine Rolle nun die einer Ehefrau oder die eines Ehemanns ist. Es kommt nicht von der Ehe an sich, geschweige denn daher, dass du die Verantwortlichkeiten einer Ehefrau oder eines Ehemanns im Rahmen der Ehe erfüllst. Natürlich sollten der Weg, den du wählst, und die Lebensanschauung, die du annimmst, sich nicht auf eheliches Glück stützen, geschweige denn von einem der beiden Ehepartner bestimmt werden – das ist etwas, das du verstehen solltest. Menschen, die in die Ehe eintreten und nur nach ehelichem Glück streben und nur dieses Streben als ihre Mission betrachten, sollten also solche Gedanken und Ansichten loslassen, die Art und Weise, wie sie praktizieren, und ihre Lebensausrichtung ändern“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (11)). „Die Menschen müssen alle danach streben, ein sinnvolles Leben auszuleben, und sollten sich nicht mit ihren derzeitigen Umständen zufriedengeben. Sie müssen es schaffen, das Abbild von Petrus auszuleben, und sie müssen das Wissen und die Erfahrungen von Petrus besitzen. Sie müssen Dinge anstreben, die höher und tiefgründiger sind. Sie müssen eine tiefere, reinere Liebe zu Gott anstreben und ein Leben, das Wert und Bedeutung hat. Nur das ist Leben; nur dann werden sie genauso sein wie Petrus. Du musst dich darauf konzentrieren, proaktiv in die positive Seite einzutreten, und darfst nicht passiv sein und dich zurückfallen lassen, weil du mit vorübergehender Bequemlichkeit zufrieden bist, während du gleichzeitig tiefgründigere, detailliertere und praktischere Wahrheiten ignorierst. Du musst praktische Liebe besitzen und jeden möglichen Weg finden, um dich von diesem dekadenten, sorgenfreien Leben zu befreien, das sich nicht von dem eines Tieres unterscheidet. Du musst ein sinnerfülltes Leben ausleben, ein Leben von Wert, und darfst dir nicht selbst etwas vormachen oder dein Leben behandeln, als wäre es ein Spielzeug, mit dem man herumspielen kann. Für alle, die Entschlossenheit besitzen und Gott lieben, gibt es keine nicht zu erlangenden Wahrheiten und kein Recht, für das sie nicht standhaft bleiben können. Wie solltest du dein Leben führen? Wie solltest du Gott lieben und diese Liebe dazu verwenden, um Seine Absichten zufriedenzustellen? In deinem Leben gibt es kein größeres Anliegen. Vor allem aber musst du diese Art von Entschlossenheit und Beharrlichkeit haben und solltest kein rückgratloser Schwächling sein. Du musst lernen, wie man ein sinnvolles Leben erfährt und bedeutungsvolle Wahrheiten erfährt, und solltest dich nicht auf diese Weise nachlässig behandeln. Ohne dass du es merkst, wird dein Leben an dir vorbeiziehen. Wirst du danach immer noch diese Art von Chance haben, Gott zu lieben? Kann der Mensch Gott lieben, nachdem er gestorben ist? Du musst dieselbe Entschlossenheit und dasselbe Gewissen wie Petrus haben; du musst ein sinnvolles Leben führen, und du darfst keine Spielchen mit dir selbst spielen. Als menschliches Wesen und als eine Person, die nach Gott strebt, musst du dein Leben sorgfältig bedenken und angehen – darüber nachdenken, wie du dich Gott hingeben solltest, wie du einen bedeutungsvolleren Glauben an Gott haben solltest und wie du, da du Gott liebst, Ihn auf eine Art und Weise lieben solltest, die reiner, schöner und gütiger ist. … Du musst für die Wahrheit Mühsal erleiden, du musst dich für die Wahrheit opfern, du musst für die Wahrheit Erniedrigungen ertragen, und um mehr von der Wahrheit zu erlangen, musst du dich noch mehr Leiden unterziehen. Das ist es, was du tun solltest. Du darfst die Wahrheit nicht um des Genusses der familiären Harmonie willen wegwerfen, und du darfst nicht um des vorübergehenden Genusses willen die Würde und Integrität deines ganzen Lebens verlieren. Du solltest all das anstreben, was schön und gütig ist, und du solltest einen Lebensweg verfolgen, der bedeutungsvoller ist. Wenn du so ein banales und weltliches Leben führst und kein Ziel hast, nach dem du streben kannst, verschwendest du dann nicht dein Leben? Was kannst du von einem solchen Leben erlangen? Du solltest allen Freuden des Fleisches einer einzigen Wahrheit wegen entsagen und du solltest nicht alle Wahrheiten für ein wenig Vergnügen wegwerfen. Solche Menschen haben keine Integrität oder Würde. Es gibt keinen Sinn in ihrem Dasein!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Seine Erkenntnis über Züchtigung und Gericht). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war mein Herz plötzlich von Licht erfüllt, und ich fühlte mich, als würde Gott mich persönlich in die Richtung führen, die mein Leben einschlagen sollte. Ich verstand, dass die Ehe nicht mein Bestimmungsort ist und dass im Gefüge einer Ehe Mann und Frau nur ihre gegenseitigen Verantwortlichkeiten erfüllen, sich Gesellschaft leisten und füreinander sorgen. In unserer Ehe hatte ich die Wäsche gewaschen, gekocht und ein Kind geboren; ich hatte meine Verantwortlichkeiten erfüllt und war meinem Mann nichts schuldig. Hätte er sich nicht in meinen Glauben eingemischt, hätten wir, vorausgesetzt, dass es meine Pflicht nicht behinderte, weiter zusammenleben können. Aber wenn er meinen Glauben behindert, dann sollte ich mich dafür entscheiden, meine Pflicht als geschaffenes Wesen zu erfüllen. Ich sollte die Ehe nicht als meinen Bestimmungsort ansehen oder mein lebenslanges Glück von ihr abhängig machen. Dieser Standpunkt ist falsch. Mein Mann war jahrelang mein Ein und Alles gewesen. Als er sich gegen meinen Glauben stellte, ging ich blindlings Kompromisse ein und gab nach, gab Versammlungen und sogar meine Pflicht auf. Ich stürzte völlig in die Finsternis, und fühlte mich leer und gequält. Ich hatte meine ganze Zeit und Energie darauf verwendet, eine glückliche Ehe zu bewahren, weshalb ich nicht viele von Gottes Worten gelesen hatte und nicht viele Wahrheiten verstand. Ich hatte bei der Ausführung meiner Pflicht sogar Verfehlungen begangen und mehrere Jahre meines Lebens vergeudet. Jetzt, da ich meine Pflicht tue, Versammlungen besuche und mit meinen Brüdern und Schwestern über das Wort Gottes Gemeinschaft halte, spüre ich Frieden und Ruhe in meinem Herzen. Ich verstehe auch, dass ich als geschaffenes Wesen nach der Wahrheit streben und meine Pflicht erfüllen sollte. Das ist das Leben, nach dem ich streben sollte. Ich dachte daran, wie Petrus wegen seines Glaubens von seinen Eltern drangsaliert wurde, sich aber weigerte, sich von seiner Familie einschränken zu lassen, und sich entschlossen entschied, Gott zu folgen. Letzten Endes vollendete er Gottes Auftrag und erlangte Gottes Anerkennung. Es gab auch viele Christen, die allem entsagten, um dem Herrn zu folgen, die Sein Evangelium verbreiteten und ihr ganzes Leben für Ihn aufwendeten. Ich fühlte mich in meinem Herzen zutiefst inspiriert und betete zu Gott: „O Gott, auch ich möchte mein Zuhause verlassen, um meine Pflicht zu tun und mein ganzes Leben für Dich aufzuwenden. Ich bitte Dich, mir eine Gelegenheit zu bereiten.“
Ein Jahr später, als mein Mann sah, dass ich, egal wie sehr er versuchte, mich aufzuhalten, immer noch entschlossen war, an Gott zu glauben und meine Pflicht zu tun, verlangte er die Scheidung. Ich sagte ruhig: „Dann lass uns getrennte Wege gehen und uns im Guten trennen.“ Als mein Mann sah, dass es mir ernst war, machte er einen Rückzieher. Er willigte ein, dass ich von Zuhause weggehe, um meine Pflicht zu tun, wollte sich aber nicht scheiden lassen. Als ich von zu Hause wegging, fühlte mich wie ein Vogel, der aus seinem Käfig befreit wurde und endlich frei fliegen konnte. Ich kann Hymnen singen, wann immer ich will, die Worte Gottes essen und trinken, wann immer ich will, und ich muss mir keine Sorgen machen, selbst wenn ich nach Erledigung meiner Pflicht erst spät nach Hause komme. Jeden Tag bereitet es mir große Freude, Versammlungen zu besuchen und meine Pflicht mit meinen Brüdern und Schwestern zu tun. Diese Art von Leben fühlt sich besonders erfüllend und glücklich an.
Jetzt tue ich jeden Tag vollzeitig meine Pflicht, werde in verschiedenen Pflichten geschult und habe ein besseres und praktischeres Verständnis der Wahrheitsgrundsätze als zuvor. Ich habe auch einige Fortschritte bei meinem Lebenseintritt gemacht. Ich habe wirklich zu schätzen gelernt, dass wahres Glück nicht durch eine glückliche Ehe kommt. Nein, den Schöpfer zu kennen, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen, um die eigene Mission und Verantwortlichkeiten zu erfüllen, und die Wahrheit zu verstehen, um dem Weg der Errettung zu folgen – das ist wahres Glück. Gleichzeitig schätze ich mich besonders glücklich, dass Gott mir in diesem riesigen Meer der Menschheit Seine Gnade erwiesen hat, indem Er mich zurück in Sein Haus brachte, mich zum Verständnis der Wahrheit führte, und mich aus dem Strudel der Ehe rettete. Von ganzem Herzen danke ich Gott für Seine Errettung, und ich habe den festen Entschluss gefasst, mich von nun an ernsthaft für Gott aufzuwenden und ein sinnvolles Leben auszuleben!
Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?
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