Wie ich gelernt habe mich trotz Krankheit zu unterwerfen
Von Tong Yu, China Schon als Kind war ich von meiner körperlichen Verfassung her gebrechlich und immer kränklich gewesen, weshalb ich mir...
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Ende 2016 bekam mein Kind ständig Durchfall, und egal, wie viele Medikamente sie bekam, es half nichts. Überraschenderweise wurde mein Kind nur wenige Tage, nachdem ich begonnen hatte, an Gott zu glauben, wieder gesund. Nach einiger Zeit ließen auch ganz unbemerkt meine chronischen Kopfschmerzen nach. Ich war Gott zutiefst dankbar. Danach bemühte ich mich sehr, jede Pflicht zu tun, die mir von der Kirche zugeteilt wurde. Damals behinderte mich mein Mann in meinem Glauben an Gott, doch ich ließ mich nicht einschränken, denn ich glaubte, solange ich aufrichtig an Gott glaubte und meine Pflichten tat, würde ich Gottes Segen empfangen und die Möglichkeit haben, gerettet zu werden.
Im April 2020 wurde ich zur Kirchenleiterin gewählt und tat diese Pflicht mit noch mehr Eifer. Einige Monate später fühlte ich mich eines Tages nach dem Essen sehr müde und mir war schwindelig. Also maß ich meinen Blutdruck, und stellte fest, dass er bei 160 zu 90 mmHg lag. Ich konnte es nicht glauben und dachte: „Ich hatte noch nie Bluthochdruck, warum ist er plötzlich so hoch?“ Da ich noch jung war, dachte ich, solange ich meine Pflichten aufrichtig tun würde, würde Gott mich beschützen und mein Blutdruck würde sicher sinken. Daher fühlte ich mich nicht sehr eingeschränkt und behandelte mich nur mit einigen Hausmitteln. Im März 2021 maß ich meinen Blutdruck in einer Apotheke, und er lag bei 185 zu 128 mmHg. Der Apotheker war sehr überrascht und sagte: „Ihr Blutdruck ist sehr hoch. Seien Sie sehr vorsichtig, dass Sie beim Fahrradfahren nicht stürzen.“ Als ich den Apotheker das sagen hörte, wurde ich ziemlich unruhig und dachte: „Bluthochdruck kann zu vielen Komplikationen führen. Manche Menschen erleiden dadurch eine Gehirnblutung und sterben plötzlich, manche bekommen einen Hirninfarkt und humpeln danach, und andere enden gelähmt und können sich nicht mehr selbst versorgen. Was, wenn ich stürze und dann gelähmt bin?“ An diesem Punkt fing ich an, mich zu beklagen und dachte: „Ich habe immer meine Pflichten getan, warum ist mein Blutdruck also immer noch so hoch? Warum hat Gott mich nicht beschützt?“ Eines Morgens, als ich aufstand, war mir plötzlich sehr schwindelig, beide Schultern schmerzten furchtbar, und es fühlte sich an, als würde jemand an mehreren Sehnen in meinem Kopf zerren. Es tat unglaublich weh, meinen Kopf zu bewegen, als würde er abbrechen. Mir war, also ob ich jeden Moment an einem geplatzten Blutgefäß sterben könnte. Ich ging zu einer Untersuchung ins Krankenhaus, und der Arzt sagte, eine schwere zervikale Spondylose sei die Ursache für die Kopfschmerzen. Nach der Behandlung waren die Symptome etwas gelindert, aber ich mir war immer noch sehr schwindelig, und ich hatte manchmal Kopfschmerzen. Ich wurde etwas negativ und dachte: „Warum bessert sich mein Zustand trotz all meiner Mühe und meines Aufwands nicht, sondern wird sogar noch schlimmer? Wenn das so weitergeht, könnte ich jeden Moment sterben. Vielleicht wäre es besser, nur eine einzige Art von Arbeit zu tun. Das wäre weniger anstrengend, als eine Leiterin zu sein, und vielleicht würde sich mein Zustand dann verbessern.“ Obwohl ich meine Pflichten weiterhin tat, lebte ich in einem Zustand der Angst und des Kummers und hatte keine Bürde für meine Pflichten. Als ich sah, dass die Evangeliumsarbeit keine Ergebnisse brachte, hatte ich keine Lust, die Gründe zu analysieren oder die Probleme zu lösen.
Später verwendete ich einige Hausmittel und nahm blutdrucksenkende Medikamente, und mein Blutdruck sank ein wenig. Dennoch war ich immer noch besorgt, dass meine Beschwerden wieder aufflammen könnte. Ich dachte, dass ich trotz all meiner Mühe und meines Aufwands nicht nur keinen Segen erhalten hatte, sondern sich mein Gesundheitszustand sogar verschlechterte. Also wollte ich meine Pflicht als Leiterin nicht mehr tun. Ich dachte, eine einzelne Art von Arbeit wäre weniger belastend und würde es mir ermöglichen, besser auf meine Gesundheit zu achten. In dieser Zeit befand ich mich in einem schlechten Zustand, meine Gesellschaft bei Treffen war meist negativ und passiv und ich konzentrierte mich nicht auf meine Pflichten, was zu einem kontinuierlichen Rückgang der Wirksamkeit der Evangeliumsarbeit führte. Erst als die oberen Leiter mich zurechtstutzten, weil ich bei meinen Pflichten zu nachlässig war, und mich warnten, dass sie ich entlassen würden, wenn ich keine Buße tat, wurde mir klar, dass ich die Arbeit unterbrach und störte, und ich bekam etwas Angst und trat schließlich vor Gott, um zu beten und über mich selbst nachzudenken. Eines Tages hörte ich eine Hymne mit Gottes Worten: „Du musst Gottes Willen suchen, wenn Krankheit dich heimsucht“. Sie besagt: „Wie solltest du eine Krankheit erleben, wenn du sie erleidest? Du solltest vor Gott treten und beten und nach Gottes Absicht suchen und sie begreifen; du solltest dich selbst prüfen, um herauszufinden, welche deiner Taten sich gegen die Wahrheit gerichtet haben und welche verdorbenen Dispositionen in dir nicht beseitigt worden sind. Deine verdorbenen Dispositionen können nicht beseitigt werden, ohne Leid zu durchleben. Nur indem sie durch Leid abgehärtet werden, schaffen es die Menschen, nicht zügellos zu sein und beständig vor Gott leben zu können. Wenn Menschen leiden, beten sie ständig. Sie werden sich selbst prüfen, um zu sehen, ob sie in letzter Zeit etwas falsch gemacht haben oder in irgendeiner Weise gegen die Wahrheit verstoßen haben“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Im Glauben an Gott ist das Erlangen der Wahrheit das Wichtigste). Nachdem ich Gottes Worte gehört hatte, verstand ich, dass Gott diese Krankheit nutzte, um mich dazu zu bringen, über mich nachzudenken und meine verdorbene Disposition zu erkennen, dass es zu meiner Rettung diente und dass es Ausdruck Seiner mühevollen und gewissenhaften Absicht war. Ich glaubte schon mehrere Jahre an Gott, doch als mit dieser Krankheit konfrontiert wurde, wusste ich nicht, dass ich im Gebet nach Gottes Absicht suchen sollte. Ich dachte auch nicht darüber nach, welche Aspekte meiner verdorbenen Disposition Gott reinigen und ändern wollte oder welche Unreinheiten es in meinem Glauben gab. Stattdessen verharrte ich wegen der Krankheit in einem Zustand der Negativität und des Widerstands. Und als es dann viele Probleme in der Evangeliumsarbeit gab, dachte ich nicht daran, sie zu lösen, sondern wollte mich stattdessen vor meinen Pflichten drücken. Meine Disposition war wirklich unnachgiebig gewesen, und mir fehlte jegliches Gewissen und jegliche Vernunft! Daraufhin trat ich im Gebet vor Gott und sagte: „Gott, ich will nicht weiterhin so unnachgiebig sein. Bitte führe mich, damit ich aus dieser Krankheit eine Lektion lerne.“
Später suchte ich nach Lösungen für meine Probleme und sah mir ein Video mit einem Erfahrungszeugnis an, das einen Abschnitt von Gottes Worten enthielt, der sehr gut auf meinen Zustand passte. Der Allmächtige Gott sagt: „Viele, die Gott folgen, machen sich nur Gedanken darüber, wie sie Segnungen erhalten oder Unglück abwenden können. Sobald das Werk und die Führung Gottes erwähnt werden, verstummen sie und verlieren jegliches Interesse. Sie glauben, dass das Verstehen solch langweiliger Fragen ihrem Leben nicht dabei helfen wird, zu wachsen, oder ihnen irgendeinen Nutzen verschaffen wird. Dementsprechend gehen sie, obwohl sie einige Informationen über Gottes Führung gehört haben, nicht ernsthaft damit um. Sie betrachten sie nicht als etwas Wertvolles, das es zu akzeptieren gilt, geschweige denn, dass sie sie begreifen, indem sie sie als einen Teil ihres Lebens annehmen. Der Zweck, mit dem diese Menschen Gott folgen, ist ganz einfach und dient nur einem Ziel: gesegnet zu werden. Diese Menschen haben einfach keine Lust, irgendetwas Beachtung zu schenken, das nichts mit diesem Ziel zu tun hat. Für sie ist der legitimste Zweck des Glaubens an Gott das Erlangen von Segnungen – darin liegt für sie der Wert ihres Glaubens. Wenn etwas nicht diesem Zweck dient, lässt es sie kalt, egal, was es auch sein mag. Bei den meisten Menschen, die heute an Gott glauben, ist dies der Fall. Ihr Ziel und ihre Absicht scheinen gerechtfertigt, denn da sie an Gott glauben, wenden sie sich auch für Gott auf, geben sich Gott hin und tun ihre Pflicht. Sie opfern ihre Jugend, entsagen ihrer Familie und ihrer Karriere und verbringen sogar Jahre fern von zu Hause und hetzen sich ab. Für ihr ultimatives Ziel ändern sie ihre eigenen Interessen, ihre Lebensanschauung und wechseln sogar die Richtung, nach der sie streben. Trotzdem können sie das Ziel ihres Glaubens an Gott nicht ändern. Sie eilen der Führung ihrer eigenen Bestrebungen wegen umher; wie weit die Strecke auch ist und wie viele Schwierigkeiten, Gefahren und Hindernisse sich auch entlang des Weges befinden, sie bleiben hartnäckig und furchtlos vor dem Tod. Welche Kraft zwingt sie dazu, sich weiterhin auf diese Weise hinzugeben? Ist es ihr Gewissen? Ist es ihre große und noble Integrität? Ist es ihre Entschlossenheit, gegen die bösen Mächte bis zum letzten Ende zu kämpfen? Ist es ihre Überzeugung, für Gott Zeugnis abzulegen, ohne auf eine Belohnung aus zu sein? Ist es ihre Hingabe, bereit zu sein, alles aufzugeben, um den Willen Gottes zu erfüllen? Oder ist es ihr engagierter Geist, mit dem sie stets auf persönliche, extravagante Ansprüche verzichten? Dass jemand, der die Führungsarbeit Gottes nie verstanden hat, dennoch so viel Herzblut aufwendet, ist schlechthin ein Wunder! Lasst uns vorerst nicht darüber reden, wie viel diese Menschen gegeben haben. Ihr Verhalten jedoch ist unserer detaillierten Analyse äußerst würdig. Könnte es außer den Vorteilen, die so eng mit ihnen verbunden sind, noch andere Gründe dafür geben, warum Menschen, die Gott nie verstehen, einen so großen Preis für Ihn bezahlen? Hier entdecken wir ein Problem, das zuvor vom Menschen nicht identifiziert wurde: Die Beziehung des Menschen zu Gott beruht lediglich auf bloßem Eigeninteresse. Es ist eine Beziehung zwischen dem Empfänger und dem Geber von Segnungen. Deutlicher ausgedrückt, ist es die Beziehung zwischen einem Arbeitnehmer und seinem Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer strengt sich nur an, um den Lohn zu erhalten, den ihm der Arbeitgeber gibt. In dieser Art von Beziehung, die auf Eigeninteresse basiert, gibt es keine familiäre Verbundenheit, sondern nur geschäftlichen Austausch. Es gibt kein Lieben und Geliebtwerden, nur Almosen und Barmherzigkeit. Es gibt kein Verständnis, nur hilflos unterdrückte Empörung und Täuschung. Es gibt keine Vertrautheit, nur eine Kluft, die nicht zu überqueren ist“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes. Anhang 3: Der Mensch kann nur unter Gottes Führung gerettet werden). Gott deckt auf, dass viele Menschen zwar ihre Pflichten tun, Opfer bringen, sich aufwenden und mit der Arbeit beschäftigt sind und es nach außen hin so scheint, als würden sie sich Gott unterwerfen und Ihn zufriedenzustellen, doch im Grunde haben sie ihre eigenen Absichten. Sie versuchen, Gott zu benutzen und mit Ihm zu feilschen, um ihr Ziel zu erreichen, Segen zu erlangen. Ich dachte über mich nach: Seit ich Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatte, war die Krankheit meines Kindes geheilt und auch meine chronischen Kopfschmerzen waren verschwunden. Deshalb tat meine Pflichten voller Eifer. Selbst meine Familie versuchte, mich zu behindern, habe ich nicht klein beigegeben. Ich glaubte, solange ich mich bei meinen Pflichten anstrengte, würde ich in Zukunft Gottes Gnade und Segen empfangen und schließlich gerettet werden. Selbst nachdem ich meinen Bluthochdruck entdeckt hatte, gab ich meine Pflichten nicht auf, und war bereit, bis tief in die Nacht zu arbeiten, egal wie schwer oder anstrengend es war, weil ich glaubte, dass Gott mir vielleicht meine Krankheit nehmen würde, wenn ich bei meinen Pflichten treu wäre. Als sich mein Zustand nicht besserte und immer schlimmer wurde, verstand ich die Dinge falsch und beklagte mich. Ich ignorierte die Probleme in der Evangeliumsarbeit und dachte sogar daran, meine Pflichten als Leiterin aufzugeben. Ich erkannte, dass ich nicht jahrelang Opfer gebracht und mich aufgewendet hatte, um die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen. Vielmehr war das ein Versuch gewesen, Gott zu benutzen, um mir zukünftige Segnungen, ein gutes Ziel und einen guten Bestimmungsort zu erhandeln. Meine Beziehung zu Gott war lediglich die einer Angestellten zu ihrem Arbeitgeber, ein reines Tauschgeschäft.
Später las ich einen weiteren Abschnitt von Gottes Worten: „Ganz gleich, wie sie geprüft werden, die Loyalität jener, die Gott in ihrem Herzen tragen, bleibt unverändert; was jedoch jene anbelangt, die Gott nicht in ihrem Herzen tragen, sobald Gottes Werk für ihr Fleisch nicht von Vorteil ist, ändern sie ihre Ansicht über Gott und sie verlassen Gott sogar. Das sind diejenigen, die am Ende nicht standhaft bleiben werden, die nur nach Gottes Segnungen streben und keinerlei Verlangen haben, sich für Gott aufzuwenden und sich Ihm zu verschreiben. Solche verabscheuungswürdigen Menschen werden alle ‚vertrieben‘ werden, wenn Gottes Werk zu einem Ende kommt, und ihnen wird überhaupt keine Barmherzigkeit zuteilwerden. Jene Leute ohne Menschlichkeit besitzen absolut keine wahre Liebe zu Gott. Wenn die Lage angenehm ist oder es für sie von Nutzen ist, sind sie Gott gegenüber völlig gehorsam, aber sobald etwas ihre Begierden beeinträchtigt oder diese schließlich zunichtegemacht werden, erheben sie sich sofort in Rebellion. Es kann sogar von heute auf morgen passieren, dass sie sich von einem lächelnden, ‚gutherzigen‘ Menschen in einen wild aussehenden Henker verwandeln und ihren Wohltäter von gestern unerwartet und ohne jeden Grund als ihren Todfeind behandeln. Wenn diese bösen Dämonen, die töten, ohne mit der Wimper zu zucken, nicht hinausgeworfen werden, werden sie dann nicht zu einer ernsthaften verborgenen Bedrohung?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gottes Werk und die Praxis des Menschen). Aus Gottes Worten erkannte ich: Ein Mensch, der Gott in seinem Herzen hat, weiß, dass alles von Gott kommt. Ob er Segen empfängt oder Unglück erleidet, er ist fähig, sich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen. Genau wie Hiob während seiner Prüfungen: Als ihm seine Herden weggenommen wurden, seine Kinder starben und er mit Geschwüren bedeckt war, beklagte er sich nicht über Gott, noch verleugnete er Ihn, sondern pries Ihn stattdessen. „Jehova hat’s gegeben, Jehova hat’s genommen; der Name Jehovas sei gelobt“ (Hiob 1,21). Hiob hatte echten Glauben an Gott und ein gottesfürchtiges Herz. Ich verglich dies mit meinem eigenen Verhalten. Nachdem ich Gottes Werk angenommen hatte, wurden sowohl die Krankheit meines Kindes als auch meine chronischen Kopfschmerzen geheilt. Ich empfing Gnade von Gott und wandte mich voller Begeisterung für Ihn auf. Doch als meine Krankheit immer schlimmer wurde und ich nicht die Segnungen empfing, die ich wollte, wandte ich mich sofort gegen Gott und fing an, mich über Ihn zu beklagen. Ich hatte keine Bürde mehr für meine Pflichten und habe die Interessen der Kirche überhaupt nicht geschützt. Ich dachte nur an meine persönlichen Interessen und wollte nur Segen und Gewinn von Gott empfangen, und als ich das nicht bekam, wurde ich negativ und nachlässig und stellte mich gegen Gott. Mir wurde klar, wie selbstsüchtig und verachtenswert ich gewesen war und dass es mir an Menschlichkeit und Vernunft mangelte. Wenn ich weiterhin so unnachgiebig wäre, würde ich am Ende von Gott verschmäht und ausgemustert werden.
Später las ich weitere Worte Gottes: „Da der Gewinn von Segnungen kein legitimes Ziel für das Streben der Menschen ist, was ist dann ein legitimes Ziel? Nach der Wahrheit und einer Veränderung der Disposition zu streben, um fähig zu werden, sich allen Orchestrierungen und Anordnungen Gottes zu unterwerfen – das ist das Ziel, nach dem die Menschen streben sollten. Nehmen wir zum Beispiel an, du wirst zurechtgestutzt, und du entwickelst Auffassungen und Missverständnisse und bist unfähig, dich zu unterwerfen. Warum bist du unfähig, dich zu unterwerfen? Das liegt daran, dass du das Gefühl hast, dass sowohl die Zukunft, auf die du hoffst, als auch dein Traum, Segnungen zu gewinnen, infrage gestellt wurden; infolgedessen wirst du negativ und aufgebracht und willst deine Arbeit hinwerfen und deine Pflicht aufgeben. Was ist der Grund dafür? Der Grund ist, dass es ein Problem mit deinem Streben gibt. Wie sollte das dann gelöst werden? Du solltest deine falschen Ideen sofort aufgeben und sofort die Wahrheit suchen, um das Problem deiner verdorbenen Disposition zu lösen – das hat oberste Priorität. Du solltest sagen: ‚Ich kann nicht aufgeben. Ich muss die Pflicht erfüllen, die ein geschaffenes Wesen erfüllen sollte, und mein Verlangen, Segnungen zu erlangen, loslassen.‘ Wenn du das Verlangen nach Segnungen loslässt und den Weg des Strebens nach der Wahrheit beschreitest, fällt eine Last von deinen Schultern. Könntest du dann noch negativ sein? Auch wenn es immer noch Zeiten geben wird, in denen du negativ bist, wirst du dadurch nicht eingeschränkt werden. In deinem Herzen wirst du weiterhin beten und kämpfen und das Ziel deines Strebens vom Streben danach, Segnungen zu gewinnen und einen bestimmten Bestimmungsort zu haben, auf das Streben nach der Wahrheit verlagern. Du wirst bei dir denken: ‚Nach der Wahrheit zu streben, ist die Pflicht eines geschaffenen Wesens. Ich habe einige Wahrheiten verstanden, und das ist die größte Ernte, die größte aller Segnungen. Selbst wenn Gott mich nicht will, ich keinen guten Bestimmungsort bekomme und meine Hoffnungen, Segnungen zu gewinnen, zerstört werden, werde ich dennoch meine Pflicht gut tun. Das ist eine Verantwortung, der ich mich nicht entziehen kann. Was auch immer der Grund ist, ich kann absolut nicht zulassen, dass es sich auf die Erfüllung meiner Pflicht auswirkt, und ich kann nicht zulassen, dass es meine Ausführung von Gottes Auftrag beeinträchtigt. Das ist der Grundsatz, nach dem ich mich verhalte.‘ Überwindet dies nicht die Einschränkungen des Fleisches? Manche mögen sagen: ‚Aber was ist, wenn ich immer noch negativ bin?‘ Dann suche weiterhin die Wahrheit, um deine Negativität zu lösen. Ganz gleich, wie oft du in Negativität verfällst, alles, was du tun musst, ist, weiterhin die Wahrheit zu suchen, um sie zu lösen, und dich weiterhin um die Wahrheit zu bemühen – langsam wirst du aus deiner Negativität herauskommen. Wenn in deiner Erfahrung der Tag kommt, an dem du nicht mehr das Verlangen spürst, Segnungen zu gewinnen, und du nicht mehr von deinem Bestimmungsort und deinem Ergebnis eingeschränkt wirst, dann wirst du spüren, dass ein solches Leben viel entspannter und freier ist“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Das Praktizieren der Wahrheit ist der einzige Weg, um den Lebenseintritt zu gewinnen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass das Erlangen von Segnungen weder das Ziel ist, das wir in unserem Glauben an Gott verfolgen sollten, noch der Weg, den wir gehen sollten. Der Weg, den wir in unserem Glauben gehen sollten, ist der, nach der Wahrheit zu streben, einen Wandel der Disposition zu erreichen, uns Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen zu können und so einem wahren geschaffenen Wesen zu werden. Ich hatte meine Pflichten getan, um Gottes Gnade und Segen zu empfangen. Aber als meine Krankheit schlimmer wurde und ich das Gefühl hatte, dass meine Hoffnungen auf Segen zerplatzt waren, wurde ich negativ und widerständig. Obwohl ich nach außen hin meine Pflichten nicht aufgab, hatte mein Herz Gott bereits verraten. Ich tat meine Pflichten nur noch nachlässig und kümmerte mich nicht um Probleme, was zu einer ineffektiven Evangeliumsarbeit führte und die Brüder und Schwestern in negativen Zuständen leben ließ. Das schadete der Kirchenarbeit. Ich ging einen Weg, der Gottes Absicht widersprach. Jetzt verstehe ich, dass wir in unserem Glauben nicht nach Segen sondern nach der Wahrheit streben sollten, dass wir unsere verdorbenen Dispositionen ablegen und fähig sein sollten uns Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen, und ein vernünftiger Mensch werden sollten. So wie Hiob, der Gottes Gerechtigkeit pries, egal ob er Segen empfing oder Unglück erlitt. Er zeigte echte Unterwerfung gegenüber Gott und war ein äußerst vernünftiger Mensch. Von da an war ich bereit, meine falschen Ansichten über das Streben zu korrigieren, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen und meine Pflichten als geschaffenes Wesen zu erfüllen. Was meine Krankheit betraf, so würde ich die normale Medikation und Behandlung fortsetzen, auf meine Ernährung achten und mich angemessen bewegen. Als ich mein Verlangen nach Segen losließ, fühlte ich mich innerlich viel wohler und war bei meinen Pflichten motivierter. Später arbeitete ich mit den Evangeliumsmitarbeitern zusammen, um Abweichungen und Probleme aufzuarbeiten. Ich verfolgte und beaufsichtigte ihre Arbeit und nahm bei ungeeignetem Personal Anpassungen vor. Nach einiger Zeit verbesserte sich die Wirksamkeit der Evangeliumsarbeit im Vergleich zu vorher.
Später maß ich ein paar Mal meinen Blutdruck, und zu meiner Überraschung war er normal. Ich war wirklich glücklich, fühlte mich aber auch ziemlich schuldig. Ich dachte darüber nach, wie ich, als ich in meiner Krankheit gefangen war, keine Bürde für meine Pflichten empfand, was zu Verlusten bei der Arbeit führte. Aber Gott hat sich nicht an meine Verfehlungen erinnert und gab mir die Gelegenheit zur Buße. Ich fühlte mich tief in Gottes Schuld. Später las ich einen weiteren Abschnitt von Gottes Worten: „Wonach Menschen in ihrem Gottesglauben streben, ist, Segnungen für die Zukunft zu erhalten; das ist ihr Ziel in ihrem Glauben. Alle Menschen haben diese Absicht und Hoffnung, aber die Verderbtheit in ihrer Natur muss durch Prüfungen und Läuterung aufgelöst werden. In welchen Aspekten auch immer Menschen nicht gereinigt werden und immer noch Verdorbenheit offenbaren: Dies sind die Aspekte, in denen sie geläutert werden müssen – das ist Gottes Anordnung. Gott richtet Umgebungen für dich ein und zwingt dich, dich in ihnen der Läuterung zu unterziehen, damit du deine eigene Verdorbenheit erkennen kannst. Letztlich gelangst du an einen Punkt, an dem du gewillt wärst, deine Pläne und Begierden aufzugeben und dich Gottes Souveränität und Anordnung zu unterwerfen, selbst wenn dies den Tod bedeuten würde. Wenn Menschen also nicht mehrere Jahre der Läuterung durchlaufen und ein gewisses Maß an Leid ertragen, werden sie nicht imstande sein, sich in ihren Gedanken und Herzen von den Einschränkungen der Verderbtheit des Fleisches zu befreien. All die Aspekte, in denen die Menschen noch immer den Einschränkungen ihrer satanischen Natur unterliegen, und all die Aspekte, in denen sie noch immer ihre eigenen Begierden und Forderungen haben, sind die Aspekte, in denen sie leiden sollten. Nur durch Leiden können die Menschen Lektionen lernen, was bedeutet, dass sie die Wahrheit erlangen und Gottes Absichten verstehen können. Tatsächlich werden viele Wahrheiten durch die Erfahrung von Leid und Prüfungen verstanden. Niemand kann Gottes Absichten verstehen, Gottes Allmacht und Weisheit kennenlernen oder Gottes gerechte Disposition würdigen, wenn er sich in einer behaglichen und mühelosen Umgebung befindet oder wenn die Umstände günstig sind. Das wäre unmöglich!“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Aus diesen Worten Gottes erkannte ich, wie weise Gott in Seinem Werk ist. Eine schwere Krankheit scheint aus menschlicher Sicht schmerzhaft, aber Gott nutzt diesen Schmerz, um die Menschen zu läutern und zu reinigen. Genau wie bei meiner Krankheit: Obwohl ich dem Anschein nach etwas Schmerz erlitten habe, hat Gott diese Krankheit genutzt, um die Unreinheiten in meinem Glauben an Ihn zu reinigen. Ohne die Enthüllung durch diese Krankheit hätte ich die Unreinheiten und die Absicht, Segen zu erlangen, in meinem Glauben nicht erkannt. Ich hätte immer noch versucht, bei meinen Pflichten Gott zu täuschen und mit Ihm zu feilschen, und wäre schließlich von Gott entlarvt und ausgemustert worden. Diese Erfahrung hat mir Gottes mühevolle und gewissenhafte Absicht gezeigt, die Menschen zu retten. Als ich anfing, an Gott zu glauben, genoss ich viel von Seiner Gnade. Damals verstand ich nicht viel und dachte, Gott sei nur ein Gott, der Gnade gewährt. Aber die Wahrheit ist, dass die Gnade, die Gott den Menschen gewährt, dazu dient, sie vor Ihn zu bringen, damit sie Seine Errettung annehmen. Gottes Werk in den letzten Tagen besteht darin, die Wahrheit kundzutun und Sein Gericht zu vollziehen. Gleichzeitig arrangiert Er verschiedene Umgebungen, um die Menschen zu läutern und zu reinigen, damit sie sich Ihm unterwerfen, Ihn anbeten und Seine Errettung erlangen können. Im Glauben an Gott kann ich nicht nur Seine Gnade genießen, ich muss auch Gericht, Züchtigung, Prüfungen und Läuterungen erfahren. Zudem muss ich einen Wandel meiner verdorbenen Disposition anstreben und meine Pflicht auf mich nehmen. Obwohl ich durch diese Krankheit etwas Schmerz erlitten habe, habe ich erlebt, dass das, was Gott an mir gewirkt hat, Ausdruck Seiner Liebe und Teil Seiner Errettung ist. Und ich habe erkannt, wie weise Gottes Werk ist. Ich danke Gott aus tiefstem Herzen!
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