Antichristen zu entlarven, ist meine Verantwortung

Juli 21, 2026

Von Li Qian, China

Ende August 2020 wurde ich zur Kirchenleiterin gewählt und arbeitete mit Xin Ran zusammen. Anfang September rief unsere obere Leiterin Xin Ran zu einer auswärtigen Versammlung, während ich mit einigen Diakonen in der Kirche blieb, um die verschiedenen Arbeiten der Kirche abzuwickeln. Damals fiel uns auf, dass die Bewässerungsarbeit ineffektiv war. Das lag vor allem daran, dass der Verantwortliche für die Bewässerung oberflächlich war und die Dinge nicht zeitnah nachverfolgte. Wir wollten mit ihm Gemeinschaft halten, um das Problem zu lösen. Doch als wir Xin Ran in einem Brief davon erzählten, lehnte sie unseren Vorschlag rundweg ab. Wir sollten warten, bis sie zurück sei, um das zu besprechen. Ich dachte bei mir: „Wir halten doch nur Gemeinschaft mit dem Verantwortlichen. Warum müssen wir damit warten, bis sie zurück ist? Aber vielleicht weiß Xin Ran noch von anderen Problemen, die dieser Verantwortliche hat, und will sie alle zusammen lösen.“ Als mir das in den Sinn kam, schwieg ich. Doch ein paar Tage später kam Xin Ran von der Versammlung zurück und lieferte überhaupt keine Erklärung. Das gab mir Grund zur Annahme, dass etwas mit ihr nicht stimmte: Sie glaubte doch nicht etwa, dass wir ohne sie gar nicht arbeiten durften? Als wir später die Kirchenarbeit besprachen, fiel mir auf, dass Xin Ran immer von oben herab mit uns redete und uns nur Befehle erteilte, als sähe sie keine Notwendigkeit, Dinge mit uns zu besprechen. Ich machte einige Vorschläge, die sie kurzerhand verwarf, ohne auch nur darüber nachzudenken. Einige meiner Vorschläge waren durchaus berechtigt, aber sie suchte absichtlich nach Fehlern und verlangte stattdessen, dass wir uns nach ihr richteten. Zum Beispiel hatte ich bei der Überprüfung der Arbeit einiger Teams ein paar Probleme entdeckt. Ich schlug vor, dass ich mit den Verantwortlichen Gemeinschaft halten könnte, um sie zu lösen, aber Xin Ran bestand vehement darauf, dass das nicht nötig sei. Sie meinte, sie würde eine Versammlung mit ihnen abhalten, sobald sie mit ihrer anderen Arbeit fertig wäre. Ich dachte mir, dass das die Dinge nur verzögern würde. Außerdem war ich mit dem Arbeitsstand in diesen Teams besser vertraut als sie. Also äußerte ich meine Gedanken noch einmal, aber sie bestand weiterhin darauf, dass ich tun sollte, was sie sagte. Dabei fühlte ich mich sehr unwohl und dachte: „Wir sind Arbeitspartnerinnen, aber sie will immer das letzte Wort haben und lässt keinen Raum für Diskussionen. Sie lehnt alle meine Vorschläge ab, und am Ende muss ich mich immer nach ihren Vorstellungen richten. Ist denn keiner meiner Vorschläge angemessen? Oder ist sie einfach zu arrogant?“ Aber ich sah, wie aggressiv sie auftrat, und bedachte, dass sie schon länger Leiterin war. Das hieß, dass sie die Probleme und Schwierigkeiten der Brüder und Schwestern wahrscheinlich besser verstand als ich. Also beschloss ich, es auf ihre Art zu machen, und sagte nichts mehr.

Später teilten wir zwei uns auf, um uns mit den jeweiligen Teams zu versammeln. Als ich mich mit den Bewässerern traf, erzählte die Verantwortliche, dass in letzter Zeit immer mehr Neulinge das Evangelium annahmen und sie mit dem Arbeitspensum nicht mehr hinterherkamen. Sie fragte, ob Kirchenleiter und Mitarbeiter etwas Bewässerungsarbeit in Teilzeit übernehmen könnten, um sicherzustellen, dass alle Neulinge zeitnah bewässert würden. Ich fand diesen Vorschlag gut, also nahm ich ihn an. Zu meiner Überraschung schrieb Xin Ran, als sie das erfuhr, einen sehr harschen Brief und schickte ihn noch am selben Tag an alle Bewässerer. Darin warf sie mir vor, ein falsches Verständnis von der Sache zu haben, und behauptete, die Arbeit auf diese Weise zu organisieren, würde alles durcheinanderbringen. Zwischen den Zeilen schimpfte sie auch mit der Verantwortlichen und meinte: „Das ist eine eigensinnige und unbedachte Anordnung. Du handelst völlig rücksichtslos und hast nur deine eigenen Ideen im Kopf. Es unterbricht und stört die Arbeit der Kirche, was von schwerwiegender Natur ist.“ Diesen Brief zu lesen, fühlte sich an wie ein Schlag ins Gesicht. Mein Herz schlug mir bis zum Hals. Ich dachte: „Ich war eigensinnig? Ich habe die Kirchenarbeit gestört?“ Ich war augenblicklich fassungslos und fürchtete, mich wirklich verrannt und Unterbrechung und Störung verursacht zu haben. Als mir klar wurde, dass alle Brüder und Schwestern diesen Brief lesen konnten, sorgte ich mich darum, was sie wohl von mir denken würden. Wie sollte ich ihnen jemals wieder unter die Augen treten? Ich war todunglücklich, und es fühlte sich an, als hätte man mich verurteilt. Ich dachte mir: „Selbst wenn wir wirklich einen Fehler gemacht haben, hätte sie einfach mit uns über die Grundsätze Gemeinschaft halten können. Sie hätte uns unseren Fehler aufzeigen können, damit wir die Abweichung hätten korrigieren können. Warum hat sie direkt allen einen Brief geschrieben, ohne überhaupt Gemeinschaft zu halten?“ Ich konnte nicht anders, als in Tränen auszubrechen, und war deshalb ein paar Tage lang sehr negativ gestimmt. Erst durch das Essen und Trinken von Gottes Worten besserte sich mein Zustand. Damals hatte ich das vage Gefühl, dass Xin Ran ziemlich rabiat war, und dass ich in Zukunft im Umgang mit ihr vorsichtig sein und versuchen musste, sie nicht wütend zu machen. Denn wer wusste, wann sie mich ansonsten wieder quälen und demütigen würde. Seitdem ließ mich der Schatten dieses Vorfalls nicht mehr los. Ich hatte ständig das Gefühl: Wenn ich nicht auf Xin Ran hörte oder ihr widerspräche, würde sie etwas tun, um mir zu schaden. Insgeheim hatte ich eine leise Angst vor ihr.

Später erfuhr ich, dass Xin Ran darauf bestanden hatte, die Versammlungen mit den Teamverantwortlichen selbst abzuhalten. Da sie sich die Zeit aber schlecht eingeteilt hatte, verzögerte sich das Ganze um mehrere Tage. Viele Aufgaben wurden deshalb nicht rechtzeitig koordiniert und umgesetzt. Ich dachte, sie würde uns an ihren Erkenntnissen aus dieser Sache teilhaben lassen oder über ihre Abweichungen und Fehler bei der Arbeitsplanung sprechen. Aber überraschenderweise verlor sie darüber kein Wort. Nur ein paar Tage später schickte unsere obere Leiterin einen Brief, in dem sie über die entsprechenden Grundsätze Gemeinschaft hielt. Darin erklärte sie, dass meine Anordnung, die Leiter und Mitarbeiter für die Teilzeit-Bewässerungsarbeit einzuteilen, völlig angemessen gewesen war. Auf diese Weise, so erklärte sie, könnten die Brüder und Schwestern mehr gute Taten vorbereiten, und die Neulinge würden rechtzeitig bewässert, was der Arbeit der Kirche zugutekäme. Ich dachte, Xin Ran würde nun über sich selbst nachdenken und ihren Fehler einsehen. Doch sie wirkte völlig gleichgültig. Sie warf mir nur einen verächtlichen Blick zu und drehte sich weg. Ich dachte: „Sie macht bei ihrer Pflicht einen Fehler nach dem anderen, aber ihr fehlt jegliche Selbsterkenntnis. Es ist gefährlich für sie, wenn sie so weitermacht.“ Ich überlegte, sie aufzufordern, über sich nachzudenken. Doch dann sah ich ihr hochnäsiges Auftreten und dachte daran, wie sie jeden meiner Vorschläge kategorisch abgelehnt hatte. Wer weiß, wie sie reagieren würde, wenn ich ihre Probleme anspräche? Außerdem hatte sie mich letztes Mal so heftig zurechtgewiesen, dass ich immer noch Angst hatte und mich eingeschränkt fühlte. Also traute ich mich nicht, sie zu ermahnen.

In dieser Zeit wurde unsere gesamte Arbeit allein von Xin Ran geleitet und organisiert. Wir waren zwar Arbeitspartnerinnen, aber sie tauschte sich nie mit mir aus und besprach die Dinge nicht mit mir. Sie hatte bei allem das Sagen und sie ganz allein hatte das letzte Wort. Bei Arbeitsbesprechungen äußerten die Diakone und ich zwar unsere Ansichten, aber sie suchte an ihnen sofort kleinlich nach Fehlern, formulierte unsere Vorschläge um und präsentierte am Ende ihre eigenen, „besseren Ideen“. Mit der Zeit bekamen wir alle das Gefühl, dass wir bei unseren Pflichten nichts taugten und dass Xin Ran mehr Einsicht hätte, über ein besseres Arbeitsvermögen verfügte und die Dinge klarer sähe als wir. Also fügten wir uns meistens ihrem Standpunkt und taten, was sie sagte. Xin Ran trat sehr aggressiv auf, wenn sie Fehler an meinen Vorschlägen bemängelte oder sie rundweg ablehnte. Deswegen fürchtete ich mich immer ein wenig vor ihr. Ich dachte, sie würde mir etwas Schlimmes antun, wenn ich ihr nicht gehorchte. Deshalb versuchte ich ständig, es ihr recht zu machen, und traute mich nicht, ihr zu widersprechen. Da sie meine Vorschläge stets verwarf, verging mir nach und nach die Lust, meine Ideen bei Arbeitsbesprechungen einzubringen – selbst wenn ich sie für ziemlich gut hielt. Ich dachte, es hätte ohnehin keinen Sinn, etwas zu sagen, da Xin Ran sie sowieso nur ablehnen würde. Danach wurde ich bei meiner Pflicht zunehmend passiv und suchte nicht mehr nach Wegen, effektiver zu sein. Ich war nur noch wie eine Marionette. Zu den diversen Angelegenheiten unserer Arbeit hatte ich weder eigene Gedanken noch Ansichten. Ich wartete immer erst auf Xin Rans Anweisungen, bevor ich überhaupt etwas tat, und richtete mich einfach nach ihr. Den Diakonen erging es genauso. In dieser Zeit verfiel ich immer mehr in Negativität und Passivität. Ich wusste nicht, wie ich meinen Zustand umkehren sollte, und fühlte mich schrecklich gequält.

Später erhielten wir einen Brief von unserer oberen Leiterin. Darin hieß es, dass in letzter Zeit einige Brüder und Schwestern verhaftet worden waren. Zu unserer Sicherheit wurden wir angewiesen, uns für die Ausführung unserer Pflichten in zwei Gruppen aufzuteilen und nicht alle zusammenzubleiben. Sollte etwas schiefgehen, würden wir so nicht alle auf einmal verhaftet werden, was die verschiedenen Arbeiten der Kirche verzögern würde. Xin Ran war zu der Zeit nicht da, also besprach ich die Angelegenheit mit den Diakonen. Ich hielt das für einen guten Plan. Sie jedoch meinten, eine Aufteilung in zwei Gruppen würde Arbeitsbesprechungen erschweren. Letztendlich konnten wir uns nicht einigen, und sie wollten mit der Entscheidung warten, bis Xin Ran zurück wäre. Ich dachte mir, dass wir uns doch nur aufteilen sollten und es dabei um keine großen Grundsatzfragen ging. Wenn man die Sicherheitsrisiken sowie die Vor- und Nachteile dieses Plans bedachte, war eine Aufteilung genau das Richtige. Doch niemand wagte es, diese Entscheidung zu treffen. Sie bestanden darauf, erst Xin Rans Zustimmung abzuwarten. Ich sah, wie sehr alle sich auf sie verließen und sie verehrten. Sie alle warteten darauf, dass sie die Dinge arrangierte und entschied, und sie hörten auf ihre Befehle. Da wurde mir klar, dass das Problem mit Xin Ran ziemlich ernst war. Danach erzählte ich einer Diakonin, Schwester Li Ruizhi, von meinem Zustand und den Problemen, die ich bei Xin Ran bemerkt hatte. Zu meiner Überraschung erzählte sie mir, dass auch sie sich von Xin Ran stark eingeschränkt fühlte. Sie verriet mir, dass sie schon immer Angst vor Xin Ran gehabt habe und sich nicht traute, sich ihr zu widersetzen. Außerdem sagte sie, Xin Ran habe ihre Unzulänglichkeiten absichtlich aufgebauscht und sie vor anderen ausgeschimpft, um sie schlecht dastehen zu lassen. Dann fügte Ruizhi hinzu: „Wenn wir Xin Rans Probleme zwar bemerken, diese aber nicht durchschauen oder bloßstellen und uns einfach wie Jasager verhalten, ohne uns überhaupt an die Wahrheitsgrundsätze zu halten, werden wir letztendlich von Gott verabscheut und vom Heiligen Geist verlassen werden.“ Mir ging es ganz genauso. Ich dachte an eine Passage aus Gottes Worten, in der es hieß: „Diejenigen in der Kirche, die die Wahrheit praktizieren, werden abgewiesen und können nicht alles geben, während diejenigen, die die Kirche stören und den Tod verbreiten, in der Kirche wüten – und, was noch schlimmer ist, die meisten Menschen folgen ihnen. Solche Kirchen werden schlicht und einfach von Satan regiert; der Teufel ist ihr König. Wenn die Kirchgänger sich nicht erheben und diese obersten Dämonen zurückweisen, dann werden auch sie früher oder später zugrunde gehen. Von nun an müssen Maßnahmen gegen solche Kirchen ergriffen werden. Wenn diejenigen, die in der Lage sind, ein wenig von der Wahrheit zu praktizieren, nicht danach suchen, dann wird diese Kirche ausgelöscht werden. Wenn es in einer Kirche niemanden gibt, der gewillt ist, die Wahrheit zu praktizieren, und niemanden, der für Gott Zeugnis ablegen kann, dann sollte diese Kirche völlig isoliert werden, und ihre Verbindungen zu anderen Kirchen müssen durchtrennt werden. Das nennt man ‚den Tod begraben‘; das bedeutet es, Satan abzuweisen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Eine Warnung an diejenigen, die die Wahrheit nicht praktizieren). Als ich über diese Passage aus Gottes Worten nachdachte, bekam ich große Angst. Gottes Worte hatten genau den Zustand bloßgestellt, in dem wir uns befanden. Xin Ran hatte das letzte Wort und die Macht in der Kirche, aber niemand wagte es, sie zu entlarven. Stattdessen hörten wir alle auf sie, folgten ihr und ließen sie schalten und walten, wie sie wollte. Wo war Gottes Platz in meinem Herzen? Wie konnte Gott mich bei einem solchen Verhalten nicht hassen und verabscheuen? Wenn ich so weitermachte, würde ich letztendlich von Gott wahrhaft verschmäht werden und das Wirken des Heiligen Geistes völlig verlieren. Ich hatte erkannt, dass Xin Ran gegen die Grundsätze verstieß und eigenmächtig handelte. Sie wollte bei allem das Sagen haben, verhielt sich tyrannisch und hörte überhaupt nicht auf den Rat ihrer Arbetispartner und Mitarbeiter. Wenn andere sie auf ihre Probleme hinwiesen, nahm sie das nicht an und dachte auch nicht über sich selbst nach. Aber ich hatte solche Angst davor, sie zu kränken und von ihr unterdrückt zu werden, dass ich mich nicht traute, ihre Probleme anzusprechen. Ich gehorchte ihr einfach, was zu Verzögerungen führte und die Arbeit der Kirche störte. Diese Erkenntnis ließ mich tiefe Reue und Gewissensbisse empfinden. Ich dachte: „Ich muss die Wahrheit praktizieren und sie bloßstellen. Ich darf mich ihr nicht länger fügen.“

Doch dann passierte etwas Unerwartetes. Eines Tages, als Xin Ran von einer Versammlung zurückkehrte, sagte sie mit finsterer Miene wütend zu mir: „Es gibt zwei Teamverantwortliche, die nicht gut zusammenarbeiten können und sich ständig gegenseitig kritisieren. Ich habe vor, sie beide zu entlassen.“ Das zu hören, schockierte mich. Ich wusste ein wenig über diese Verantwortlichen. Obwohl sie manchmal eine arrogante Disposition an den Tag legten, konnten sie beide die Wahrheit annehmen und echte Arbeit leisten. Sie hatten lediglich eine verdorbene Disposition offenbart und es nicht geschafft, harmonisch zusammenzuarbeiten; mit ihnen über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, würde ausreichen, um diese Probleme zu lösen. Wie konnten sie einfach so entlassen werden? Würde es die Arbeit der Kirche nicht verzögern, wenn man Leute, die echte Arbeit leisten konnten, willkürlich entließ? Ich wusste, dass ich Xin Ran dieses Mal nicht länger blindlings folgen durfte, also sagte ich: „Bei einer so wichtigen Angelegenheit müssen wir nach Wegen suchen, wie wir richtig praktizieren. Wir können nicht einfach willkürlich Leute entlassen.“ Danach ging ich los, um die Situation der beiden Verantwortlichen zu überprüfen. Zu meiner Überraschung stellte ich fest, dass sie bereits entlassen worden waren. Als ich der Sache weiter nachging, fand ich heraus, dass bei ihnen gar kein Grund für eine Entlassung vorlag. Ich war schockiert und wütend und dachte: „Xin Ran hat eine so weitreichende Entscheidung getroffen, ohne sie mit irgendjemandem zu besprechen. Das ist wirklich ungeheuerlich!“ Also schrieb ich Xin Ran einen Brief und wies sie auf ihre Probleme hin, aber sie besaß überhaupt keine Selbsterkenntnis. Später erfuhr ich, dass eine Diakonin, Schwester Liang Xinjing, die bei ihrer Pflicht ursprünglich proaktiv und verantwortungsbewusst gewesen war, sich in letzter Zeit in einem sehr negativen Zustand befand; sie hielt sich nicht mehr für das Amt der Diakonin geeignet, weil Xin Ran sie oft angriff und herabsetzte. Das zu hören, machte mich sehr bestürzt. Ich sah, dass Xin Rans Arroganz, ihr tyrannisches Verhalten und die Art, wie sie andere ständig angriff und einschränkte, die Leute nur in Negativität und Elend verfallen ließ. War sie nicht ein böser Mensch? Ich wusste, dass ich sie entlarven und aufhalten musste – ich durfte sie nicht länger tun lassen, was sie wollte. Als es dann jedoch an der Zeit war, ihr tatsächlich entgegenzutreten, fühlte ich mich immer noch ein wenig zaghaft.

Später las ich eine Passage aus Gottes Worten: „Wenn die Wahrheit nicht zu deinem Leben geworden ist und du immer noch in deinen satanischen Dispositionen lebst, dann wirst du, wenn du böse Menschen und Teufel siehst, die Unterbrechungen und Störungen der Arbeit der Kirche verursachen, dich blind und taub stellen und es ignorieren, ohne irgendwelche Gewissensbisse zu verspüren. Du wirst sogar denken, dass es nichts mit dir zu tun hat, ganz gleich, wer Störungen bei der Arbeit der Kirche verursacht. Ganz gleich, wie sehr der Arbeit der Kirche und den Interessen des Hauses Gottes geschadet wird, wird dich das weder interessieren noch wirst du deswegen nachfragen oder irgendwelche Gewissensbisse verspüren. In diesem Fall bist du jemand ohne Gewissen oder Vernunft, ein Ungläubiger, eine Arbeitskraft. Du isst, was Gott gehört, trinkst, was Gott gehört, und genießt alles, was von Gott kommt, bist aber dennoch der Meinung, dass jeder Schaden, der den Interessen des Hauses Gottes zugefügt wird, nichts mit dir zu tun hat – das macht dich zu einem Verräter, der sich auf Kosten der Seinen auf die Seite von Außenstehenden stellt, die Art von Kreatur, die die Hand beißt, die sie füttert. Wenn du die Interessen von Gottes Haus nicht schützt, bist du dann überhaupt ein Mensch? Du bist ein Dämon, der sich in die Kirche eingeschlichen hat. Du täuschst vor, an Gott zu glauben, gibst vor, zu Gottes auserwähltem Volk zu gehören, und willst im Haus Gottes schmarotzen – du hast keine Ähnlichkeit mit einem menschlichen Wesen, und du bist eindeutig ein Ungläubiger. Diejenigen, die wirklich an Gott glauben, werden sich, selbst wenn sie die Wahrheit und das Leben noch nicht erlangt haben, zumindest in Wort und Tat auf Gottes Seite stellen; sie werden zumindest nicht tatenlos zusehen, wenn sie erkennen, dass den Interessen des Hauses Gottes geschadet wird. Wenn sie versuchen, es zu ignorieren, meldet sich ihr Gewissen zu Wort und sie bekommen Gewissensbisse, und sie werden sich sagen: ‚Ich kann nicht einfach tatenlos zusehen und nichts tun. Ich muss Stellung beziehen und etwas sagen, ich muss meine Verantwortung erfüllen. Ich muss antreten und diese böse Tat enthüllen und aufhalten, um die Interessen des Hauses Gottes vor Schaden zu schützen und sicherzustellen, dass das Kirchenleben nicht gestört wird.‘ Wenn die Wahrheit in deinem Herzen zu deinem Leben geworden ist, dann wirst du nicht nur diesen Mut und diese Entschlossenheit haben, sondern auch fähig sein, diese Angelegenheit zu durchschauen. Darüber hinaus wirst du in der Lage sein, den dir gebührenden Anteil an Verantwortung für Gottes Werk und für die Interessen Seines Hauses zu erfüllen, und auf diese Weise wird deine Pflicht erfüllt sein(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Teil 3). Gottes Worte besagen: Wenn die Menschen gleichgültig sind und ihr Gewissen sie nicht anklagt, wenn sie sehen, dass die Arbeit der Kirche Schaden nimmt, dann führen sie nicht das Leben eines menschlichen Wesens. Das zu lesen, traf mich tief, denn genau so verhielt ich mich. Ich konnte klar erkennen, dass Xin Ran Probleme hatte, aber ich war nie mutig genug, um aufzustehen, sie zu entlarven und aufzuhalten. Weil sie immer Fehler bei mir suchte, meine Ideen verwarf und mich von oben herab belehrte und angriff, fürchtete ich mich vor ihr und traute mich nicht, sie zu kränken. Um mich selbst zu schützen, fügte ich mich ihr und führte ein unwürdiges Dasein. Ich dachte sogar, solange ich ihre gehorsame Untergebene bliebe, würde sie mich nicht unterdrücken oder quälen. Solange ich mich selbst schützen konnte, war ich bereit, ihr das Sagen zu überlassen und mich von ihr befehligen und manipulieren zu lassen. Ich lebte in diesem Zustand, ohne jede Rücksicht auf die Arbeit der Kirche. Ich wusste, dass Xin Ran die Arbeit der Kirche bereits beeinträchtigt hatte, indem sie gegen die Grundsätze verstieß und sich wie eine Tyrannin aufführte, aber ich war immer noch nicht mutig genug, aufzustehen und sie zu entlarven. Selbst als sie die Leute angriff und einschränkte, die ganze Macht an sich riss und schaltete und waltete, wie sie wollte, traute ich mich nicht, hervorzutreten, um mich ihr entgegenzustellen und sie davon abzuhalten, Böses zu tun. Ich war wirklich so unterwürfig! Ich war nichts weiter als ein nutzloser Feigling, der ein unwürdiges Dasein fristete! Wo blieben Integrität und Würde, wenn man so lebte? Ich genoss die Bewässerung und Versorgung durch Gottes Worte und alles, was von Ihm kam, aber ich versuchte stets, mich selbst zu schützen, und versäumte es, die Wahrheit zu praktizieren, um die Arbeit der Kirche zu schützen. Wenn ich daran dachte, fühlte ich mich sehr bestürzt und schuldig. Ich hasste mich dafür, so selbstsüchtig und betrügerisch zu sein. Ich dachte: „So kann ich nicht weitermachen. Auch wenn sie mich quält und sich an mir rächt, muss ich dieses Mal aufstehen, ihre bösen Taten bloßstellen und die Arbeit der Kirche schützen. Das ist meine Verantwortung.“

Danach ging ich zu Xin Ran, um bloßzustellen, wie sie gegen die Grundsätze verstoßen und sich wie eine Tyrannin verhalten hatte, indem sie diese beiden Verantwortlichen willkürlich entließ. Aber ich hatte kaum zu sprechen begonnen, da unterbrach sie mich und drehte den Spieß um: Sie behauptete, ich hätte nicht harmonisch mit ihr zusammengearbeitet. In diesem Moment stellten die Diakone sie ebenfalls dafür bloß, dass sie andere unterdrückte und einschränkte. Konfrontiert mit den Tatsachen, konnte Xin Ran uns nichts entgegensetzen. Sie meinte nur, ihr seien diese Probleme nicht bewusst gewesen und sie werde darüber nachdenken. Schließlich sagte sie sogar mit einem Lächeln im Gesicht: „Bei meinem hohen Kaliber ist es nur logisch, dass ich arrogant bin. Daran lässt sich nichts ändern.“ Als ich das hörte, war ich sprachlos. Es fehlte ihr wirklich an Vernunft! Danach hielten zwei der Diakone noch zweimal Gemeinschaft mit Xin Ran und halfen ihr in der Hoffnung, sie könnte Buße tun. Aber sie nahm es überhaupt nicht an und griff sie sogar an, indem sie behauptete, sie hätten es auf sie abgesehen. Als ich sah, dass Xin Ran die Wahrheit überhaupt nicht annahm und keinerlei Einsicht in ihre eigenen bösen Taten hatte, wurde mir klar, dass ihre Probleme wahrhaft schwerwiegend waren.

Danach dachte ich darüber nach, wie Xin Ran die Diakone und mich so sehr unterdrückt hatte, dass wir in Schwäche und Negativität verfallen waren. Einige von uns hatten sogar die Lust verloren, ihre Pflichten zu tun. Wie konnte das passieren? Später erlangte ich durch das Lesen von Gottes Worten endlich ein gewisses Urteilsvermögen über die Methoden und das Wesen hinter Xin Rans Handlungen. Gottes Worte sagen: „Hinter allen Mitteln, die Antichristen gegen diejenigen einsetzen, die nach der Wahrheit streben, stecken Motive und Ziele. Statt die Arbeit von Gottes Haus schützen zu wollen, ist es ihr Ziel, ihre eigene Macht und ihren Status zu schützen sowie ihre Stellung und ihr Bild in den Herzen von Gottes auserwähltem Volk. Ihre Methoden und Verhaltensweisen stören und unterbrechen die Arbeit von Gottes Haus und haben auch einen zerstörerischen Effekt auf das Kirchenleben. Ist das nicht die geläufigste Art und Weise, wie sich die bösen Taten eines Antichristen manifestieren? Zusätzlich zu diesen bösen Taten tun Antichristen etwas noch Verachtenswerteres, nämlich, dass sie immer versuchen, herauszufinden, wie sie an ein Druckmittel gegen jene gelangen können, die nach der Wahrheit streben. Wenn irgendwelche Menschen zum Beispiel Unzucht getrieben oder eine andere Verfehlung begangen haben, nutzen Antichristen dies als Druckmittel, um sie anzugreifen, suchen nach Gelegenheiten, sie zu beleidigen, bloßzustellen und zu verleumden, sie zu stigmatisieren, um ihre Begeisterung für die Ausführung ihrer Pflichten zu zermürben, damit sie in Negativität versinken. Antichristen bringen auch Gottes auserwähltes Volk dazu, diese Leute zu diskriminieren, zu meiden und zurückzuweisen, sodass diejenigen, die nach der Wahrheit streben, isoliert werden. Am Ende, wenn sich alle, die nach der Wahrheit streben, negativ und schwach fühlen, ihre Pflichten nicht mehr aktiv ausführen und nicht mehr bereit sind, an Versammlungen teilzunehmen, ist das Ziel der Antichristen erreicht. Da diejenigen, die nach der Wahrheit streben, keine Bedrohung mehr für ihren Status und ihre Macht darstellen und niemand mehr wagt, sie zu melden oder bloßzustellen, können sich die Antichristen beruhigt fühlen. … Welche Gedanken der Antichristen, lassen sie zu solch bösem Tun imstande sein? ‚Wenn diejenigen, die nach der Wahrheit streben, sich oft Predigten anhören, dann durchschauen sie eines Tages vielleicht mein Handeln, und dann werden sie mich definitiv entlarven und ersetzen. Während sie ihre Pflichten tun, sind mein Status, Ansehen und Ruf bedroht. Es ist besser, zuerst zuzuschlagen, Gelegenheiten zu finden, mir ein Druckmittel zu verschaffen, um sie zu stören und zu verurteilen und sie negativ zu machen, sodass sie jegliches Verlangen, ihre Pflichten auszuführen, verlieren. Ich werde auch Konflikte zwischen den Leitern und Mitarbeitern und denen, die nach der Wahrheit streben, provozieren, sodass die Leiter und Mitarbeiter sie verabscheuen, sich von ihnen distanzieren und sie nicht länger wertschätzen oder befördern. So werden sie keinerlei Verlangen mehr haben, nach der Wahrheit zu streben oder ihre Pflichten auszuführen. Es ist am besten, wenn diejenigen, die nach der Wahrheit streben, negativ bleiben.‘ Das ist das Ziel, das Antichristen erreichen wollen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 3: Sie grenzen diejenigen, die nach der Wahrheit streben, aus und greifen sie an). Durch das Lesen von Gottes Worten erfuhr ich, dass Antichristen ein starkes Verlangen nach Status haben und Macht als ihr Leben selbst betrachten. Sie befürchten, dass jene, die nach der Wahrheit streben, sie durchschauen, nachdem sie die Wahrheit verstanden haben, und dann die Unterstützung und Anerkennung der Brüder und Schwestern gewinnen. Um also ihre Position und Macht zu festigen, suchen Antichristen absichtlich nach einem Druckmittel, um diejenigen anzugreifen und herabzusetzen, die nach der Wahrheit streben. Sie versuchen, sie in Negativität zu stürzen und ihren Glauben zu zerstören, sodass sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Pflichten normal auszuführen. Auf diese Weise können die Antichristen an der Macht bleiben und immer das letzte Wort haben. Mir wurde klar, dass Xin Ran genau das getan hatte. Sie suchte ständig nach Fehlern bei uns, griff unsere Probleme auf und attackierte uns mit ihrem Spott und Sarkasmus. Außerdem brachte sie uns vor unseren Brüdern und Schwestern absichtlich in Verlegenheit und erniedrigte uns, was uns das Gefühl gab, keine echte Arbeit leisten zu können, und uns so schwach und negativ eingestellt zurückließ, dass wir keinerlei Verlangen mehr hatten, unsere Pflichten zu tun. Der öffentliche Brief, den sie geschrieben hatte, um mich wegen meines verdrehten Verständnisses und meines eigensinnigen Handelns – was von schwerwiegender Natur sei – herabzusetzen und zu verurteilen, traf mich besonders hart. Seitdem hatte ich Angst vor ihr gehabt. Ich hatte panische Angst, dass sie mich wieder öffentlich herabsetzen und zurechtweisen würde, wenn ich nicht ihrer Meinung war, also tat ich mein Bestes, mich nach ihr zu richten. Ich traute mich nicht, sie zu kränken oder mich ihrem Willen erneut zu widersetzen, und ich war erst recht nicht mutig genug, sie öffentlich zu durchschauen und zu entlarven. Dieselben Methoden wandte sie auch bei den Diakonen an; sie griff jeden an, bis alle das Gefühl hatten, bei ihren Pflichten nichts zu taugen. Dadurch stellte Xin Ran sicher, dass niemand in der Lage war, sie zu durchschauen. Es führte auch dazu, dass sich alle eingeschränkt fühlten, auf sie hörten und niemand es wagte, ihren Entscheidungen zu widersprechen. Auf diese Weise erreichte sie ihr Ziel, die alleinige Macht in unserer Kirche innezuhaben. Xin Rans Worte und Taten waren überaus finster, gerissen und böswillig. Sie sprach und verhielt sich genau wie ein Antichrist.

Ich grübelte auch darüber nach, warum wir alle zu Xin Ran aufgeschaut und ihr gehorcht hatten, wo sie uns doch offensichtlich unterdrückte. Wir trauten uns nicht einmal, ohne sie Entscheidungen zu treffen. Wie hatte sie uns nur dermaßen in die Irre geführt und kontrolliert? Später las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten: „Das verbreitetste Phänomen der Kontrolle des Antichristen ist, dass er der Einzige ist, der in seinem Autoritätsbereich das letzte Wort hat. Wenn er nicht da ist, wagt keiner, Beschlüsse zu fassen oder eine endgültige Entscheidung zu treffen. Ohne ihn werden andere wie Kinder, die sich verirrt haben: Sie wissen nicht, wie man betet, sucht oder sich miteinander berät und verhalten sich wie Marionetten oder Tote. Im Hinblick darauf, was Antichristen häufig sagen, um Menschen irrezuführen und zu kontrollieren, werden wir hier nicht ins Detail gehen. Gewiss gibt es viele Aussagen und Taktiken, die sie benutzen; und welche Folgen sich daraus ergeben, kann man an denen sehen, die in die Irre geführt werden. … Wenn du beispielsweise einen vernünftigen Vorschlag machst, sollten sich alle um diesen richtigen Vorschlag scharen und weiter darüber Gemeinschaft halten, und das ist der richtige Weg und demonstriert Treue und Verantwortung gegenüber ihrer Pflicht, aber der Antichrist denkt im Herzen: ‚Warum ist mir dieser Vorschlag nicht zuerst eingefallen?‘ Tief im Inneren gibt er zu, dass der Vorschlag richtig ist, aber kann er ihn akzeptieren? Aufgrund seiner Natur wird er deinen richtigen Vorschlag keinesfalls akzeptieren. Er wird alles Mögliche tun, um deinen Vorschlag abzulehnen, dann mit einem Alternativplan aufwarten, um dich glauben zu machen, dass dein Vorschlag überhaupt nicht umsetzbar und sein Plan besser ist. Er will, dass du glaubst, nicht auf ihn verzichten zu können und jeder nur effektiv sein kann, wenn er bei der Arbeit anwesend ist. Ohne ihn kann keine Arbeit richtig gemacht werden, und jeder wird wertlos und bekommt nichts zustande. Die Strategie des Antichristen ist, immer neuartig und einzigartig zu wirken und grandiose Behauptungen aufzustellen. Wie zutreffend die Aussagen eines anderen auch sein mögen, er wird sie zurückweisen. Selbst wenn die Vorschläge anderer mit seinen eigenen Ideen übereinstimmen, wird er diese nie anerkennen oder übernehmen, wenn er sie nicht zuerst selbst vorgeschlagen hat. Stattdessen wird er alles tun, was er kann, um sie herabzusetzen, sie dann widerlegen und verurteilen, sie beharrlich kritisieren, bis derjenige, der diese Vorschläge vorgebracht hat, denkt, dass seine Ideen falsch gewesen sind und er seinen eigenen Fehler zugibt. Erst dann wird der Antichrist schließlich davon ablassen. Antichristen genießen es, sich selbst zu etablieren, während sie andere herabsetzen, wobei ihr Ziel ist, andere dazu zu bringen, sie anzubeten und sie in den Mittelpunkt zu stellen. Nur sie selbst dürfen glänzen, während andere nur im Hintergrund stehen können. Was immer sie sagen oder tun ist richtig, und was immer andere sagen oder tun, ist falsch. Sie vertreten oft neuartige Ansichten, um die Ansichten und Handlungen anderer zu widerlegen, bemängeln die Vorschläge anderer, unterbrechen sie und lehnen sie ab. Somit müssen andere auf sie hören und ihren Plänen entsprechend vorgehen. Sie wenden diese Methoden und Strategien an, um dich unentwegt zu verleugnen, anzugreifen und dir das Gefühl zu geben, dass du inkompetent bist. Dadurch bewirken sie, dass du dich ihnen immer mehr unterwirfst, sie immer mehr bewunderst und hoch schätzt. Auf diese Weise wirst du völlig von ihnen kontrolliert. Das ist die Vorgehensweise, mit der Antichristen Menschen unterwerfen und kontrollieren(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 5: Sie führen die Menschen in die Irre, ziehen sie auf ihre Seite, bedrohen und kontrollieren sie). Nach dem Lesen von Gottes Worten wurde mein Herz hell. Wenn Xin Ran in der Vergangenheit ständig unsere Ideen verwarf, dachte ich einfach nur, dass sie arrogant sei. Aber ich hatte weder ihre Absichten und Ziele noch die Natur ihrer Handlungen durchschaut. Erst nach dem Lesen von Gottes Worten verstand ich: Wann immer sie unsere Standpunkte ablehnte, suchte sie lediglich nach Fehlern darin, um sie zu widerlegen und uns das Gefühl zu geben, dass unsere Vorschläge womöglich ungeeignet waren. Auf dieser Grundlage fasste sie dann eine Idee zusammen oder lieferte irgendwelche hochtrabenden Phrasen. Mit der Zeit bekamen wir das Gefühl, ihr unterlegen zu sein und dass sie die Dinge tiefer und scharfsinniger betrachtete. Nicht nur, dass wir sie nicht durchschauten, wir sahen auch immer mehr zu ihr auf und bewunderten sie, und am Ende konnten wir nicht anders, als uns selbst zu verleugnen. Wir hatten das Gefühl, dass unsere Ideen und Vorschläge im Grunde nutzlos waren, dass es sinnlos war, sie überhaupt zu erwähnen, und dass wir einfach auf sie hören sollten. Dadurch hatte sie ihr Ziel erreicht, die Gedanken anderer Menschen zu kontrollieren. Nachdem sie uns auf diese Weise lange Zeit manipuliert hatte, hörten wir auf, nach der Wahrheit zu suchen und nachzudenken, wenn uns Dinge widerfuhren, und letztendlich hatten wir keine eigenen Gedanken mehr. Wir waren wie Marionetten und bei unseren Pflichten völlig nutzlos. Endlich verstand ich, dass das eine Methode ist, die Antichristen anwenden, um Menschen zu beherrschen und zu kontrollieren. Xin Ran nutzte das als Mittel, um uns zu kontrollieren, damit wir auf sie hörten und ihr gehorchten. Sie war so heimtückisch, gerissen und böse!

Später las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten: „Wenn jemand gerissen ist, wenn seine Worte und Taten ständig von Machenschaften zeugen, wenn es sich bei ihm um eine einschüchternde Persönlichkeit handelt, und wenn er, wenn du in seiner Gesellschaft bist, dich ständig kontrollieren und herumkommandieren will, hältst du diese Person dann für gutherzig oder bösartig? (Bösartig.) Du fürchtest dich vor ihr und denkst: ‚Diese Person will mich ständig kontrollieren. Ich muss mich so schnell wie möglich von ihr distanzieren. Wenn ich nicht mache, was sie sagt, wird sie sich etwas einfallen lassen, um sich an mir zu rächen, und wer weiß, zu welchen Mitteln sie greifen wird, um mich zu quälen.‘ Du kannst spüren, dass ihre Disposition bösartig ist, nicht wahr? (Ja.) Auf welche Weise kannst du das spüren? (Solche Menschen bringen andere immer dazu, ihren Forderungen und Vorstellungen nachzukommen.) Ist es falsch, dass sie von anderen verlangen, Dinge auf eine bestimmte Art und Weise zu tun? Ist es denn zwangsläufig falsch, wenn andere Menschen Forderungen an dich stellen? Ist diese Logik richtig? Stimmt sie mit der Wahrheit überein? (Das tut sie nicht.) Liegt es an ihren Methoden oder an ihrer Disposition, dass du dich unbehaglich fühlst? (An ihrer Disposition.) Das ist richtig, es liegt an ihrer Disposition, dass du dich unbehaglich fühlst. Es gibt dir das Gefühl, dass diese Disposition von Satan kommt, dass sie nicht mit der Wahrheit übereinstimmt und dass sie dich stört, kontrolliert und bindet. Sie verursacht nicht nur, dass du dich unbehaglich fühlst, sondern verängstigt dich auch, und sie lässt dich denken, dass diese Person dich möglicherweise quälen könnte, wenn du nicht tust, was sie von dir verlangt. Die Disposition derartiger Menschen ist so bösartig! Wenn sie etwas sagen, tun sie das nicht nur beiläufig – sie wollen dich kontrollieren. Sie fordern so vehement von dir, Dinge zu tun, und verlangen, dass du sie auf eine bestimmte Art und Weise erledigst, und das zeugt von einer bestimmten Art von Disposition. Sie verlangen nicht bloß, dass du etwas tust, sie wollen dich kontrollieren. Wenn sie dich kontrollieren, wirst du zu ihrer Marionette werden, zu einer Puppe in ihren Händen. Sie sind nur zufrieden, wenn du bei allem, was du sagst, was du tust und wie du es tust, vollkommen auf sie hörst. Was empfindest du in deinem Herzen, wenn du diese Disposition verspürst? (Ich bin verängstigt.) Und wenn du verängstigt bist, als was würdest du dann ihre Disposition bezeichnen? Ist sie verantwortungsbewusst und gutherzig, oder ist sie bösartig? Du spürst, dass sie bösartig ist. Wenn du wahrnimmst, dass die Disposition eines Menschen bösartig ist, bist du dann erfreut, oder empfindest du Abscheu, Ablehnung und Angst? (Abscheu, Ablehnung und Angst.) In dir kommen diese schlechten Gefühle auf. Wenn du Abscheu, Ablehnung und Angst empfindest, fühlst du dich dann befreit und frei oder fühlst du dich gebunden? (Gebunden.) Woher kommen derartige Empfindungen und Gefühle? Sie kommen von Satan(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die eigene Disposition zu kennen ist die Grundlage, um sie zu ändern). Nach dem Lesen von Gottes Worten verstand ich, warum ich solche Angst vor Xin Ran hatte und mich nicht traute, mich ihr zu widersetzen. Es lag hauptsächlich daran, dass sie so bösartig war, wenn sie mich ausschimpfte und meine Ideen verwarf, wodurch ich mich eingeschränkt und bedrückt fühlte. Ich glaubte, wenn ich nicht auf sie hörte, würde sie mich unterdrücken und quälen. Xin Ran griff uns bösartig an, setzte uns herab und suchte nach Fehlern in unseren Ideen, damit sie sie verwerfen konnte – ihr Ziel dabei war, uns zu Kompromissen zu zwingen und uns letztlich zu ihren Marionetten zu machen. Sie wollte alle dazu bringen, auf sie zu hören, jeden Ungehorsam ausmerzen und so ihr Ziel erreichen, die absolute Macht innezuhaben. Ihr Verlangen nach Kontrolle war so stark!

Später hielten die Diakone und ich gemeinsam über diese Worte Gottes Gemeinschaft. Je mehr wir sie besprachen, desto klarer wurde uns alles. Wir erlangten ein gewisses Urteilsvermögen bezüglich Xin Rans Methoden, uns in die Irre zu führen, zu kontrollieren und zu unterdrücken, und wir erkannten, dass sie eine arrogante und bösartige Natur besaß. Um ihren Status und ihre Macht zu festigen, bediente sie sich dieser Methoden, um andere zu unterdrücken und zu kontrollieren. Sie riss die gesamte Macht an sich und hatte das letzte Wort unter den Brüdern und Schwestern. Sie hatte die Arbeit der Kirche bereits gestört und ihr Verluste zugefügt, indem sie oft gegen die Grundsätze verstieß und eigenmächtig handelte. Und obwohl sie schon mehrmals entlarvt worden war und man mit ihr mehrfach Gemeinschaft gehalten hatte, wollte sie das überhaupt nicht annehmen. Ihr fehlten sowohl die Einsicht in sich selbst als auch eine Haltung der Reue. Auf der Grundlage von Gottes Worten konnten wir mit Gewissheit unterscheiden, dass Xin Ran dieselbe Art von Person wie ein Antichrist war. Das bedeutete, dass sie entlassen und zur Beobachtung isoliert werden musste. Noch am selben Tag berichteten wir also unserer oberen Leiterin über Xin Rans Verhalten und unsere Schlussfolgerungen. Nachdem unsere obere Leiterin die Situation untersucht und überprüft hatte, stellte sie fest, dass Xin Ran zu viele böse Taten begangen hatte, und bestätigte, dass sie eine Antichristin war. Sie beriet sich mit den Brüdern und Schwestern, und nachdem mehr als 80 % ihre Zustimmung gegeben hatten, wurde Xin Ran aus der Kirche ausgeschlossen. Nach ihrem Ausschluss waren die Brüder und Schwestern überglücklich, und wir alle sahen, dass Gott so gerecht ist und die Wahrheit in Gottes Haus regiert. Wir erfuhren, dass Antichristen und böse Menschen in der Kirche zwar vorübergehend ihr Unwesen treiben mögen, am Ende aber stets entlarvt werden und die Kirche von Ihnen bereinigt wird. Nach all dem empfand ich zudem tiefe Reue und hatte Gewissensbisse. Mir wurde klar, dass ich zu sehr darauf bedacht gewesen war, mich selbst zu schützen, während eine Antichristin Böses tat. Mir war es lieber, von ihr unterdrückt zu werden, als die Wahrheit zu suchen, sie zu durchschauen und zu entlarven. Ich hatte ihre bösen Taten und die Störung, die sie in der Arbeit der Kirche verursachte, stillschweigend geduldet, was bedeutete, dass ich eine Mitschuld an ihren bösen Taten trug. Jetzt verstehe ich, dass wir als Leiter und Mitarbeiter die Wahrheitsgrundsätze aufrechterhalten und es wagen müssen, Antichristen und böse Menschen zu entlarven. Nur so können wir die Arbeit der Kirche schützen und unsere Pflicht gut tun.

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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