65. Endlich heiße ich die Wiederkunft des Herrn willkommen

Von Chunqiu, China

Ich war eine Mitarbeiterin in der örtlichen Kirche. Bei einem Mitarbeitertreffen im April 1997 sagte der Leiter, Bruder Zhang: „Kürzlich ist eine Gruppe aufgetaucht, die den ‚Östlichen Blitz‘ predigt, und sie sind wirklich schlagkräftig. Sie verfügen über ein umfassendes Bibelwissen, und wenn wir nicht vorsichtig und umsichtig sind, könnten wir in die Irre geführt werden. Sie sagen, dass der Herr Jesus bereits wiedergekehrt ist und der Allmächtige Gott ist. Bei ihren Versammlungen lesen sie nicht mehr in der Bibel, sondern nur noch die Worte des Allmächtigen Gottes. Die Bibel sagt: ‚Alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Strafe, zur Besserung, zur Züchtigung in der Gerechtigkeit‘ (2 Timotheus 3,16). Diese Bibelstelle sagt uns deutlich, dass alle Worte in der Bibel von Gott eingegeben sind. Wir müssen uns vor Augen halten, dass alles in der Bibel Gottes Wort ist, die Bibel die Grundlage unseres Glaubens an den Herrn ist, und an den Herrn zu glauben bedeutet, an die Bibel zu glauben. Sich von der Bibel abzuwenden, bedeutet nicht, an den Herrn zu glauben – es bedeutet, Ihn zu verraten!“ Alle Anwesenden pflichteten seinen Worten bei. Bruder Zhang fuhr mit einer Handbewegung fort: „Ihr müsst euch Folgendes merken: Ganz gleich, wie tiefgründig oder gut ihre Predigten klingen, wenn es nicht in der Bibel steht, dürfen wir es nicht glauben. Selbst wenn euer eigener Vater oder eure eigene Mutter es euch predigt, glaubt es nicht! Wenn diese Leute zu euch nach Hause kommen, um zu predigen, jagt sie fort! Wenn ihr in die Irre geführt werdet und vom Weg abkommt, wird der Herr Jesus euch nicht anerkennen, und dann wird auch alles Weinen nichts nützen.“ Damals dachte ich an das, was der Herr Jesus einmal gesagt hatte: „Himmel und Erde werden vergehen; aber Meine Worte werden nicht vergehen(Matthäus 24,35). Und ich dachte: „Alles, was in der Bibel steht, sind die Worte des Herrn, wie könnten sie also vergehen? Die Bibel ist unser Eintrittsschein in das Himmelreich, und sie ist auch die Garantie für unser Leben, also bedeutet nicht in der Bibel zu lesen, nicht an den Herrn zu glauben. Ich muss an der Bibel festhalten.“ Dann verbreitete er noch einige aufsehenerregende, haltlose Gerüchte. Ich hielt die Worte von Bruder Zhang für wahr. Um die Herde zu schützen und den Weg des Herrn zu verteidigen, sagte ich nach meiner Rückkehr den Gläubigen, dass sie sich vor dem Östlichen Blitz in Acht nehmen müssten. Doch später nahmen trotzdem immer mehr Brüder und Schwestern den Östlichen Blitz an.

Bei einer Versammlung sagte Bruder Zhang, Schwester Liu sei vom Östlichen Blitz weggezogen worden. Ich konnte es kaum glauben. Schwester Liu kannte die Bibel sehr gut und hielt gute Predigten. Wie konnte jemand von solchem Kaliber weggezogen werden? Später kam auch Bruder Wang, der oft an der Seite von Bruder Zhang predigte, zum Glauben an den Östlichen Blitz. Ich begann mich zu fragen: „Bei jeder Versammlung wird uns gesagt, wir sollen keine Leute vom Östlichen Blitz aufnehmen, ihnen nicht zuhören und ihre Bücher nicht lesen. Aber warum fangen trotzdem immer mehr Brüder und Schwestern an, an den Allmächtigen Gott zu glauben? Was genau ist so anziehend an den Lehren des Östlichen Blitzes? Was steht denn eigentlich wirklich in ihren Büchern? Bruder Wang und Schwester Liu, zusammen mit einigen anderen Mitarbeitern, waren wirklich ernsthaft Suchende und hatten einen starken Glauben, und sie predigten oft und kannten die Bibel sehr gut, wie konnten sie also so leicht weggezogen werden? Unsere Kirche gehört zum Strom der Wiederherstellung, und unsere Lehren sind tiefgründiger als die anderer Gruppierungen. Könnte es sein, dass die Lehren des Östlichen Blitzes noch tiefgründiger sind als die unserer örtlichen Kirche? Warum sonst würden all diese Leute einer nach dem anderen weggezogen werden und sich strikt weigern, zurückzukommen?“ Danach rief Bruder Zhang eigens ein Gebetstreffen ins Leben, hauptsächlich, um im Gebet diejenigen zu verfluchen, die den Östlichen Blitz predigten. Ich spürte, dass das nicht mit den Absichten des Herrn übereinstimmte. Der Herr Jesus lehrte uns, dass Hass genauso schlimm ist wie Mord und dass wir unsere Feinde lieben sollen. Verstieß das, was sie taten, nicht gegen die Worte des Herrn Jesus? Ich war damit nicht einverstanden, also nahm ich nicht teil.

Ende Oktober 2002 kam meine Nichte zu mir nach Hause. Sie sagte, der Herr Jesus sei wiedergekehrt, habe die Wahrheit ausgedrückt und vollbringe das Werk des Gerichts und der Reinigung. Sie sagte auch, dass Gottes Werk zur Rettung der Menschheit in drei Phasen ausgeführt würde. Die erste Phase sei das Werk von Gott Jehova im Zeitalter des Gesetzes, die zweite Phase das Werk des Herrn Jesu im Zeitalter der Gnade, und die dritte Phase das Werk des Allmächtigen Gottes im Zeitalter des Königreichs. Diese drei Phasen der Arbeit schritten Schritt für Schritt voran und ihre Tiefe steigere sich mit der Phase. Mir wurde klar, dass meine Nichte vielleicht den Östlichen Blitz angenommen hatte, also unterbrach ich sie: „Die erste Phase ist das Zeitalter des Gesetzes und die zweite Phase ist das Zeitalter der Gnade – musst du mir das wirklich erzählen? Meinst du, ich wüsste das noch nicht? Ganz gleich, wie viele Phasen der Arbeit es gibt, man kann nicht an Dinge glauben, die nicht in der Bibel stehen! Wie oft habe ich es dir gesagt? Glaube an nichts außer an die Bibel. Warum hörst du nicht? Sie sagen, der Herr sei wiedergekehrt. Wo ist denn der Herr? Wer hat Ihn gesehen?“ Meine Nichte sagte: „Der Herr ist wiedergekehrt und hat viele Wahrheiten ausgedrückt. Wenn wir Gott sehen wollen, müssen wir in Seinen Worten suchen. Wenn du die Worte des Allmächtigen Gottes liest, wirst du Gottes Stimme hören und Seine Erscheinung sehen.“ Das von ihr zu hören, ließ meinen Widerstand noch größer werden. Ich dachte daran, wie Bruder Zhang immer sagte: „Ganz gleich, wie tiefgründig die Predigt klingt, wenn sie von außerhalb der Bibel kommt, dürfen wir nicht darauf hören. Wir dürfen niemanden aufnehmen, der den Östlichen Blitz predigt, selbst wenn es Familie oder Freunde sind.“ Ich wies sie dann zurecht: „Sind nicht alle Worte Gottes in der Bibel? Wir dürfen keiner Predigt außerhalb der Bibel glauben, ganz gleich, wie tiefgründig oder gut sie klingt! Wie viele Jahre liest du schon die Bibel? Was weißt du schon? Du bist in die Irre geführt worden und merkst es nicht einmal, und doch versuchst du, mir zu predigen! Wenn du hier bist, um mich zu besuchen, kannst du noch ein paar Tage bleiben, aber wenn du hier bist, um mir zu predigen, dann verschwinde! Danach will ich nichts mehr mit dir zu tun haben!“ Meine Nichte sagte: „Tante, bitte erforsche es doch einmal! Du glaubst schon so viele Jahre an den Herrn und hast so viel gelitten. Wenn du Gottes Werk der letzten Tage nicht annimmst, werden all deine Bemühungen umsonst sein. Nachdem ich den wahren Weg angenommen hatte, warst du die erste Person, an die ich dachte.“ Ganz gleich, wie sehr meine Nichte versuchte, mich zu überzeugen, ich wollte einfach nicht zuhören, und am Ende ging sie weinend fort. Später war ich sehr betrübt. Meine Nichte war den ganzen weiten Weg gekommen, um mir das Evangelium zu predigen, und doch hatte ich sie verjagt. Das stimmte nicht mit den Lehren des Herrn überein! Aber dann dachte ich: „Sie hat den Herrn verraten, also war es nicht wirklich falsch, sie zu verjagen.“

Eines Tages im Januar 2003 rief meine Nichte an und sagte, ihre Mutter habe eine Gasvergiftung erlitten, und bat mich, vorbeizukommen, um nach ihr zu sehen. Ich dachte, ich würde diese Gelegenheit nutzen, um noch einmal mit ihr zu reden und zu versuchen, sie zu überzeugen, den Weg des Östlichen Blitzes aufzugeben. Am nächsten Tag besuchte ich meine ältere Schwester, und nach dem Abendessen kam ein Bruder und begrüßte mich herzlich, aber ich war ihm gegenüber auf der Hut. Der Bruder sagte: „Schwester, wie siehst du die Ankunft des Herrn?“ Ich sagte: „Wenn du an den Herrn glaubst, können wir über Dinge aus der Bibel sprechen, aber wenn du hier bist, um mich zu überzeugen, an den Östlichen Blitz zu glauben, dann haben wir nichts zu besprechen. Ich glaube nur an die Worte der Bibel und an nichts außer der Bibel!“ Der Bruder sagte: „Ich kann deine Gefühle verstehen; ich habe mich früher genau wie du an die Bibel geklammert. Lass uns also heute über dieses Thema reden.“ In dem Moment erinnerte ich mich daran, was Bruder Zhang gesagt hatte: „Ganz gleich, wie tiefgründig oder gut ihre Predigten klingen, höre niemals darauf, um nicht in die Irre geführt zu werden.“ Also erfand ich eine Ausrede und sagte, ich sei müde und wolle mich ausruhen. Am nächsten Tag kamen zwei Schwestern, und ich fand immer wieder Ausreden, um sie abzuweisen. Ich wollte zu diesem Zeitpunkt einfach nur nach Hause. Draußen lag jedoch mehr als 15 cm Schnee, und die Busse fuhren nicht mehr, also konnte ich nicht weg. Ich war rastlos und unruhig, und die Worte von Bruder Zhang gingen mir ständig durch den Kopf. Die beiden Schwestern drängten mich, aufmerksam zuzuhören, sonst würde ich die Chance verpassen, die Ankunft des Herrn willkommen zu heißen. Eine von ihnen fuhr fort: „Der Herr Jesus sagte: ‚Suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan(Matthäus 7,7). Im Buch der Offenbarung steht: ‚Siehe, Ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand Meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde Ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit Mir(Offenbarung 3,20). ‚Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt(Offenbarung 2,7). Wenn wir unsere Herzen nicht für Gott öffnen, wie kann Er uns erleuchten?“ Ich sah, dass sich jede von ihnen würdevoll, anständig und liebevoll verhielt. Egal, wie schlecht ich sie behandelte, sie wurden nie wütend auf mich und gaben mir einfach weiterhin Führung mit den Worten des Herrn. Sie waren ganz anders, als Bruder Zhang es gesagt hatte, und ich fühlte ihnen gegenüber keinen so starken Widerstand mehr. Am dritten Tag kamen ein paar Brüder und Schwestern. Ich sagte zu ihnen: „‚Alle Schrift ist von Gott eingegeben‘ (2 Timotheus 3,16). Die Worte in der Bibel sind alle Gottes Worte, und der Glaube an den Herrn kann nicht von der Bibel getrennt werden. Wenn ihr nicht in der Bibel lest, weicht ihr dann nicht vom Weg des Herrn ab?“ Ein Bruder sagte: „Lass uns zuerst sehen, wer den Satz ‚Denn alle Schrift, von Gott eingegeben‘ gesagt hat und ob es dafür eine Grundlage in Gottes Worten gibt. Der Herr Jesus hat nie gesagt, dass alle Schrift von Gott eingegeben ist, und der Satz ‚Denn alle Schrift, von Gott eingegeben‘ wurde von Paulus gesagt, nicht vom Herrn Jesus.“ Während er das sagte, nahm er die Bibel heraus und zeigte mir den Vers „Denn alle Schrift, von Gott eingegeben“. Ich schaute hin, und tatsächlich war es Paulus, der es gesagt hatte, nicht der Herr Jesus. Normalerweise konzentrierte ich mich nur auf das Lesen dieses Verses, aber wieso war mir dieses Detail entgangen?

Dann las mir der Bruder eine Passage aus den Worten des Allmächtigen Gottes vor: „Heutzutage glauben die Menschen, dass die Bibel Gott, und Gott die Bibel sei. So glauben sie auch, dass alle Worte der Bibel die einzigen Worte seien, die Gott je gesprochen hat, und dass sie alle von Gott gesagt wurden. Obwohl alle der sechsundsechzig Bücher des Alten und Neuen Testaments von Menschen geschrieben wurden, denken die Gläubigen sogar, dass sie alle durch Gottes Inspiration entstanden und Aufzeichnungen der Kundgebungen des Heiligen Geistes seien. Das ist das falsche Verständnis des Menschen und entspricht nicht ganz den Tatsachen. Mit Ausnahme der Bücher der Prophezeiungen, handelt es sich beim Alten Testament tatsächlich größtenteils um historische Aufzeichnungen. Einige der Episteln des Neuen Testaments sind durch menschliche Erfahrungen entstanden und einige entstanden durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes; zum Beispiel sind die Paulusbriefe menschliches Werk, und alle ergaben sich aus der Erleuchtung des Heiligen Geistes. Sie wurden für die Kirchen geschrieben und waren Worte der Ermahnung und Ermutigung für die Brüder und Schwestern der Kirchen. Es waren keine Worte, die der Heilige Geist gesprochen hatte – Paulus konnte nicht im Namen des Heiligen Geistes sprechen, und er war auch kein Prophet, und noch weniger sah er die Visionen, die Johannes sah. Seine Episteln wurden für die Gemeinden von Ephesus, Korinth, Galatien und weitere Kirchen geschrieben. Somit sind die Paulusbriefe des Neuen Testaments Episteln, die Paulus für die Kirchen schrieb, und es handelt sich bei ihnen weder um Inspirationen des Heiligen Geistes, noch um direkte Kundgebungen des Heiligen Geistes. Sie sind lediglich Worte der Ermahnung, des Trosts und der Ermutigung, die er für die Kirchen im Verlauf seiner Arbeit niederschrieb. So sind sie auch viele Aufzeichnungen der damaligen Arbeit Paulus. Sie wurden für alle Brüder und Schwestern im Herrn geschrieben, damit die Brüder und Schwestern der damaligen Kirchen seinem Rat folgen und sich an den Weg der Buße des Herrn Jesus halten konnten. Paulus sagte keineswegs, dass alle, seien es die Kirchen seinerzeit oder die zukünftigen, die Dinge essen und trinken müssten, die er niederschrieb, noch behauptete er, dass all seine Worte von Gott kämen. Den damaligen Umständen der Kirche entsprechend, kommunizierte er nur mit den Brüdern und Schwestern und ermahnte sie, und er inspirierte den Glauben in ihnen. Er predigte oder erinnerte die Menschen einfach und er ermahnte sie. Seine Worte basierten auf seiner eigenen Last, und er unterstützte die Menschen durch diese Worte. Er tat die Arbeit eines Apostels der derzeitigen Kirchen; er war ein Arbeiter, den der Herr Jesus einsetzte, und so musste er die Verantwortung für die Kirchen übernehmen und er musste die Arbeit der Kirchen ausführen; er musste die Zustände der Brüder und Schwestern in Erfahrung bringen – und deshalb schrieb er die Episteln für alle Brüder und Schwestern im Herrn. Alles, was er sagte und für die Menschen erbauend und positiv war, war richtig, repräsentierte jedoch nicht die Kundgebungen des Heiligen Geistes und es konnte Gott nicht repräsentieren. Es ist ein unerhörtes Verständnis und eine gewaltige Blasphemie, dass Leute die Aufzeichnungen menschlicher Erfahrungen und die Episteln eines Menschen als die von dem Heiligen Geist gesprochenen Worte an die Kirchen betrachten!(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bezüglich der Bibel (3)). Der Bruder fuhr fort: „Gottes Worte sind da sehr klar. Im Alten Testament sind die meisten Teile, abgesehen von den prophetischen Büchern, die Gott Jehova den Propheten offenbarte, Aufzeichnungen von den Erfahrungen der Menschen mit Gottes Werk während des Zeitalters des Gesetzes. Zum Beispiel, wie die Israeliten aus Ägypten auszogen, die Erfahrungen von Jakob, David, Salomo und so weiter. Dies sind alles menschliche Erfahrungen und können nicht als von Gott eingegeben bezeichnet werden. Die von Gott eingegebenen Worte in der Bibel sind alle deutlich gekennzeichnet, mit Ausdrücken wie ‚So spricht Jehova‘ und ‚Jehova spricht dies‘. Das Neue Testament berichtet über das Werk von Jesus, und die Worte des Herrn Jesus darin sind die Worte Gottes. Das Buch der Offenbarung ist die Vision, die Johannes auf der Insel Patmos sah; diese ist von Gott eingegeben und somit Gottes Wort. Der Rest sind Worte von Menschen und erfahrungsbasiertes Verständnis. Selbst wenn die Worte von Menschen die Erleuchtung des Heiligen Geistes haben, können sie nicht als Gottes Worte oder als von Gott eingegeben bezeichnet werden. Die Bibel ist nur eine historische Aufzeichnung von Gottes Werk, ein Zeugnis von Gottes Werk, und nicht alle Worte in der Bibel sind von Gott eingegeben. Wenn wir alle Worte in der Bibel als von Gott eingegeben ansehen und sie als Gottes Worte behandeln, ist das nicht Gotteslästerung?“ Als der Bruder das sagte, fühlte ich, wie mir ein Licht aufging, und ich dachte: „Die Bibel ist also nicht vollständig von Gott eingegeben, es gibt auch Worte von Menschen darin. Wenn wir menschliche Worte als Gottes Worte behandeln, ist das Gotteslästerung. Ich darf Gottes Worte nicht mehr mit den Worten von Menschen vermischen. In der örtlichen Kirche hat niemand jemals so klar zwischen Gottes Worten und den Worten von Menschen unterschieden. Das ist das erste Mal, dass ich einen solchen gemeinschaftlichen Austausch höre.“ Der Bruder fuhr fort: „Auch ich dachte früher, dass es außerhalb der Bibel kein anderes Werk oder andere Worte Gottes gäbe, dass alle Worte Gottes in der Bibel aufgezeichnet seien und dass die Worte Gottes in der Bibel vollständig und abgeschlossen seien. Aber wir haben eine wichtige Frage übersehen.“ Als er das sagte, wurde meine Neugier geweckt, und ich fragte schnell: „Welche wichtige Frage haben wir übersehen?“ Er fragte mich: „Sag mir, was war zuerst da, Gott oder die Bibel? Ist Gott größer oder ist die Bibel größer?“ Ich war überrascht, als er das fragte. Niemand hatte mich das je gefragt, und es traf mich wirklich unvorbereitet. Ich erinnerte mich, dass im ersten Kapitel der Genesis davon die Rede ist, wie Gott alle Dinge erschafft. Als Gott existierte, gab es noch keine Bibel, also war Gott natürlich zuerst da. Ich platzte heraus: „Gott kam zuerst, dann die Bibel. Natürlich ist Gott größer.“ Nachdem ich das gesagt hatte, verspürte ich eine plötzliche Klarheit: „Alle Dinge wurden von Gott erschaffen, also ist Gott gewiss größer, aber in der Vergangenheit habe ich die Bibel über Gott gestellt. War das nicht falsch?“ Der Bruder fuhr fort: „Zuerst kamen Gottes Werk und Worte, dann kam die Aufzeichnung in der Bibel. Wenn wir also Gott auf die Bibel beschränken und denken, es gäbe keine Worte Gottes außerhalb der Bibel, ist diese Ansicht dann richtig? Sehen wir uns an, was der Herr Jesus gesagt hat. In Johannes 16,12-13: ‚Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht tragen. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten.‘ In Offenbarung 2,7: ‚Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem will Ich zu essen geben vom Holz des Lebens, das im Paradies Gottes ist.‘ Der Herr Jesus hat uns deutlich gesagt, dass es viele Dinge gibt, die Er den Menschen noch nicht gesagt hat, weil die Menschen zu jener Zeit sie nicht ertragen konnten. Wenn der Herr also in den letzten Tagen wiederkommt, wird Er mehr Worte ausdrücken und der Menschheit alle Geheimnisse der Wahrheit eröffnen, damit sie sie verstehen und in sie eintreten kann. Das Buch der Offenbarung prophezeit auch, dass in den letzten Tagen der Heilige Geist zu allen Gemeinden sprechen wird, die kleine Schriftrolle geöffnet wird und den Menschen der letzten Tage das verborgene Manna gegeben wird. Wenn es keine Worte von Gott außerhalb der Bibel gibt, wie können diese Prophezeiungen dann erfüllt werden? Deshalb wird Gott, wenn Er in den letzten Tagen kommt, mehr Worte ausdrücken, von denen keines in der Bibel steht.“ Ich erinnerte mich daran, dass der Herr Jesus tatsächlich solche Worte gesagt hatte. Gottes Worte sind unerschöpflich und überreich. Zu sagen, dass es keine Worte Gottes außerhalb der Bibel gibt, entspricht in der Tat nicht den Tatsachen. Was er sagte, stimmte mit der Bibel überein. Aber dann erinnerte ich mich daran, was im Buch der Offenbarung steht: „Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil von Holz des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben ist(Offenbarung 22,18-19). Die Leute vom Östlichen Blitz sagen, dass Gott ein neues Werk getan und neue Worte gesprochen hat, was Worte außerhalb der Bibel bedeutet. War das nicht ein Hinzufügen zur Bibel? Wenn ich annehmen würde, was sie predigten, würde ich Worte außerhalb der Bibel annehmen, was ein Verrat am Herrn wäre. Also erfand ich eine Ausrede und ging hinaus, da ich nicht länger zuhören wollte.

In der Nacht wälzte ich mich hin und her und konnte nicht schlafen. Ich dachte darüber nach, was dieser Bruder gesagt hatte, und wie gut es war und alles auf der Bibel basierte. Wenn das, was Bruder Zhang über „Es wird keine Worte Gottes außerhalb der Bibel geben“ gesagt hatte, wahr wäre, dann könnte die Prophezeiung des Herrn nicht erfüllt werden und die kleine Schriftrolle könnte nicht geöffnet werden. Aber dann dachte ich daran, wie Bruder Zhang in einem Sondertreffen gesagt hatte, dass diese Leute in der Bibel bewandert seien und dass wir ihnen nicht zuhören sollten, ganz gleich, wie tiefgründig oder gut ihre Predigten klängen, also machte ich mir immer noch Sorgen: „Was, wenn ich an das Falsche glaube?“

Am vierten Tag sagte ich zu ihnen: „In Offenbarung 22 heißt es: ‚Ich bezeuge allen, die da hören die Worte der Weissagung in diesem Buch: Wenn jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so wird Gott abtun sein Teil von Holz des Lebens und von der heiligen Stadt, davon in diesem Buch geschrieben ist(Offenbarung 22,18-19). Diese beiden Verse sagen deutlich, dass der Bibel nichts hinzugefügt oder von ihr weggenommen werden darf. Ihr lest ausschließlich die Worte des Allmächtigen Gottes – verwerft ihr damit nicht die Worte des Herrn? Wenn ich an das Falsche glaube, werde ich nicht nur Gottes Anerkennung nicht erhalten, sondern Gott wird auch Katastrophen über mich bringen.“ Nachdem er das gehört hatte, lächelte der Bruder und sagte: „Du machst dir also Sorgen über diese Dinge! Gottes Worte sind alle Wahrheit und werden niemals vergehen, egal wann. Das ist absolut wahr. Wenn die Bibel sagt, dass niemand der Bibel etwas hinzufügen oder davon wegnehmen soll, bedeutet das, dass der Mensch das nicht tun kann. Aber wenn Gott persönlich kommt, um zu wirken und Seine Worte auszudrücken, kann man nicht von einer Hinzufügung sprechen. Genauso wie der Herr Jesus auf der Grundlage des Zeitalters des Gesetzes ein neues Werk tat und neue Worte ausdrückte, können wir da sagen, dass Er dem Alten Testament etwas hinzugefügt hat?“ In dem Moment dachte ich: „Ja, die Bibel besagt, dass niemand den Prophezeiungen etwas hinzufügen oder davon wegnehmen soll, aber dort steht nicht, dass Gott keine neuen Worte sprechen wird.“ In diesem Moment wurde mein Herz hell, und ich begann, mich ein wenig für den gemeinschaftlichen Austausch des Bruders zu interessieren.

Der Bruder las mir dann noch einige von Gottes Worten vor, sodass ich ein besseres Verständnis für die Hintergründe der Bibel bekam und dafür, wie man richtig mit ihr umgehen sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Müssen Vorschriften auf Gottes Werk angewendet werden? Und muss Gottes Werk den Weissagungen der Propheten entsprechen? Was ist am Ende größer: Gott oder die Bibel? Warum muss Gott entsprechend der Bibel wirken? Könnte es sein, dass Gott nicht das Recht hat, sich über die Bibel zu erheben? Kann Sich Gott nicht von der Bibel abwenden und ein anderes Werk tun? Warum hielten Jesus und Seine Jünger den Sabbat nicht ein? Wenn Er im Hinblick auf den Sabbat und entsprechend den Geboten des Alten Testaments praktizieren musste, wieso hielt Jesus den Sabbat nicht ein, nachdem Er gekommen war, sondern wusch stattdessen Füße, bedeckte das Haupt, brach Brot und trank Wein? Ist das alles nicht fern von den Geboten des Alten Testaments? Wenn sich Jesus an das Alte Testament hielt, wieso brach Er dann mit diesen Vorschriften? Du solltest wissen, was zuerst kam, Gott oder die Bibel! Wenn Er der Herr des Sabbats ist, könnte Er dann nicht auch der Herr der Bibel sein?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bezüglich der Bibel (1)). „Das Werk, das Jesus während der Zeit des Neuen Testaments vollbrachte, war der Beginn eines neuen Werks: Er wirkte nicht entsprechend dem Werk des Alten Testaments noch wendete Er die Worte an, die Jehova im Alten Testament sagte. Er führte Sein eigenes Werk aus und Er vollbrachte ein neueres Werk, und ein Werk, das höher war als das Gesetz. Deshalb sagte Er: ‚Ihr sollt nicht wähnen, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.‘ Daher wurde mit vielen Lehren durch das gebrochen, was Er vollbrachte. Am Sabbat, wenn Er die Jünger durch die Kornfelder mitnahm, pflückten sie die Ähren und aßen sie; Er hielt den Sabbat nicht ein und sagte ‚Des Menschen Sohn ist ein Herr auch über den Sabbat‘. Zu der Zeit war es nach den Gesetzen der Israeliten so, dass, wer auch immer den Sabbat nicht einhielt, zu Tode gesteinigt wurde. Jesus aber betrat weder den Tempel noch hielt Er den Sabbat ein und Sein Werk war von Jehova zur Zeit des Alten Testaments nicht ausgeführt worden. Deshalb überstieg das Werk von Jesus das Gesetz des Alten Testaments, es war höher als es und entsprach ihm nicht. Während des Zeitalters der Gnade wirkte Jesus nicht nach dem Gesetz des Alten Testaments und hatte bereits mit diesen Lehren gebrochen. Doch die Israeliten klammerten sich verzweifelt an die Bibel und verurteilten Jesus – haben sie so nicht das Werk Jesu verleugnet? Auch heute klammert sich die religiöse Welt verzweifelt an die Bibel und manche Menschen sagen: ‚Die Bibel ist ein heiliges Buch und man muss sie lesen.‘ Manche Menschen sagen: ‚Gottes Werk muss für immer hochgehalten werden, das Alte Testament ist das Bündnis Gottes mit den Israeliten und man kann nicht darauf verzichten und der Sabbat muss immer eingehalten werden!‘ Sind sie nicht lächerlich? Warum hat Jesus den Sabbat nicht eingehalten? Sündigte Er? Wer kann diese Dinge völlig durchschauen? Wie die Menschen die Bibel auch lesen, es wird unmöglich sein, das Werk Gottes zu kennen, indem sie ihr Auffassungsvermögen benutzen. Sie werden nicht nur keine reine Gotteskenntnis erlangen, sondern ihre Auffassungen werden immer ungeheuerlicher werden, sodass sie anfangen werden, sich Gott zu widersetzen. Wenn es nicht um die heutige Fleischwerdung Gottes ginge, wären die Menschen durch ihre eigenen Auffassungen verdorben und würden inmitten der Züchtigung Gottes sterben(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bezüglich der Bibel (1)). Nachdem er Gottes Worte gelesen hatte, hielt der Bruder Gemeinschaft: „Aus Gottes Worten verstehen wir, dass die Bibel erst entstand, nachdem die Menschen die Tatsachen von Gottes Werk aufzeichneten und zusammenstellten. Die Bibel ist lediglich ein historisches Buch und eine Aufzeichnung der beiden vorangegangenen Phasen von Gottes Werk. Die Bibel ist Gottes Zeugnis, sie dient Gottes Werk und soll Gottes Werk nicht einschränken. Das Alte Testament berichtet über Jehovas Werk im Zeitalter des Gesetzes und zeichnet hauptsächlich auf, wie Gott die Welt erschuf und was Sein Werk im Zeitalter des Gesetzes war. Das Neue Testament berichtet über Gottes Werk im Zeitalter der Gnade, es zeichnet das Werk und die Worte des Herrn Jesus auf, ruft die Menschen zur Buße und zum Bekenntnis auf, ihre Nächsten wie sich selbst zu lieben und siebzigmal siebenmal zu vergeben, und berichtet, wie der Herr Jesus Sünden vergab, die Kranken heilte, Dämonen austrieb, die Toten auferweckte und so weiter. Waren nicht auch das Werk und die Worte des Herrn Jesus außerhalb dessen, was im Alten Testament aufgezeichnet ist? Ging das in den Augen der Menschen nicht auch über die Bibel hinaus? Aber das war keine Hinzufügung außerhalb der Bibel, sondern vielmehr eine höhere Stufe von Gottes Werk. Heute ist der Allmächtige Gott gekommen; Er baut auf dem Werk des Zeitalters der Gnade auf, um das Werk des Zeitalters des Königreichs zu eröffnen, und Er hat neue Worte ausgedrückt. Dies sind die Worte des Heiligen Geistes an die Gemeinden, die in der Offenbarung prophezeit wurden, und die kleine Schriftrolle wurde geöffnet. Wie könnte man sagen, dass der Bibel etwas hinzugefügt wurde? Das ist eine völlig andere Sache. Wenn die Menschen sehen, dass der Allmächtige Gott so viele Wahrheiten ausgedrückt hat, dass die Geheimnisse der kleinen Schriftrolle enthüllt wurden und dass diese Worte genau das sind, was die Menschheit gerade jetzt braucht – Wahrheiten darüber, ob die Menschheit gerettet werden und in das Himmelreich eintreten kann –, werden sie dann immer noch zur Religion zurückkehren und jeden Tag Bibelpredigten hören? Genau wie diejenigen, die dem Herrn im Zeitalter der Gnade folgten; als sie hörten, wie der Herr Jesus neue Worte ausdrückte und ein neues Werk tat, wären sie dann immer noch in den Tempel gegangen, um die Pharisäer das Alte Testament predigen zu hören? Wenn wir Gottes neue Worte ablehnen, weil Gottes neues Werk über die Bibel hinausgeht oder über ihr steht, machen wir dann nicht denselben Fehler wie die Pharisäer, die sich Gott widersetzten?“ Die Worte des Bruders überzeugten mich vollkommen, und ich hatte nichts zu erwidern. Ich hatte die Bibel wahrhaftig vergöttert und sie über Gott gestellt. Ich verstand auch, dass, wenn die Leute vom Östlichen Blitz die Bibel nicht lesen, es nicht bedeutet, dass sie die Bibel leugnen; vielmehr folgen sie den Schritten von Gottes Werk. Genauso wie die Gläubigen an den Herrn sich auf das Neue Testament konzentrierten; das bedeutete nicht, dass sie von Gottes Weg abgewichen waren. Mir wurde klar, dass ich auf diesem falschen Weg nicht weitermachen konnte. Und wenn der Allmächtige Gott wirklich der wiedergekehrte Herr war, und ich es versäumte, sorgfältig zu prüfen und die Gelegenheit verpasste, die Wiederkunft des Herrn willkommen zu heißen, würde ich dann nicht zu einer törichten Jungfrau werden? Ich betete zum Herrn: „Herr, wenn Du wirklich wiedergekehrt bist, bin ich bereit, meine eigenen Auffassungen abzulegen und der Erleuchtung und Führung des Heiligen Geistes zu folgen. Wenn dies Dein Werk ist, erleuchte mich bitte, damit ich Deine Stimme erkennen kann.“ Nachdem ich so gebetet hatte, empfand ich ein großes Gefühl von Frieden und Leichtigkeit in meinem Herzen.

Danach lasen wir weitere Worte des Allmächtigen Gottes: „Gott Selbst ist Leben und die Wahrheit und Sein Leben und Seine Wahrheit existieren nebeneinander. Diejenigen, die nicht in der Lage sind, die Wahrheit zu erlangen, werden nie Leben gewinnen. Ohne die Führung, Unterstützung und Versorgung durch die Wahrheit wirst du nur Worte, Glaubenslehren und erst recht den Tod erhalten. Gottes Leben ist allgegenwärtig, und Seine Wahrheit und Sein Leben existieren nebeneinander. Wenn du die Quelle der Wahrheit nicht finden kannst, dann wirst du die Nahrung des Lebens nicht erhalten; wenn du die Versorgung des Lebens nicht erhalten kannst, dann wirst du gewiss keine Wahrheit besitzen, und so wird, abgesehen von Einbildungen und Auffassungen, die Gesamtheit deines Körpers nichts als Fleisch sein, dein stinkendes Fleisch. Wisse, dass die Worte von Büchern nicht als Leben zählen, dass die Aufzeichnungen der Geschichte nicht als die Wahrheit verehrt werden können und dass die Vorschriften der Vergangenheit nicht als eine Schilderung von Gottes gegenwärtigen Worten dienen können. Nur die Worte, die von Gott kundgetan werden, wenn Er auf die Erde kommt und unter den Menschen lebt, sind die Wahrheit, das Leben, Gottes Absichten und Seine jetzige Wirkungsweise. Wenn du die Aufzeichnungen von Worten, die von Gott während vergangener Zeitalter gesprochen wurden, nimmst und dich heute an sie hältst, dann macht dich das zu einem Archäologen, und in diesem Fall kann man dich am besten als einen Experten für historische Relikte beschreiben. Du glaubst immer an Spuren des Werkes, das Gott in vergangenen Zeiten verrichtete, du glaubst nur an den Schatten Gottes, der aus der Zeit zurückblieb, als Er zuvor unter den Menschen wirkte, und nur an den Weg, den Gott Seinen Anhängern in früheren Zeiten schenkte, doch du glaubst nicht an die Ausrichtung von Gottes heutigem Werk, glaubst nicht an das heutige herrliche Antlitz Gottes und glaubst nicht an den Weg der Wahrheit, der von Gott gegenwärtig kundgetan wird. Dementsprechend bist du unbestreitbar ein Tagträumer, der völlig realitätsfremd ist. Wenn du dich jetzt immer noch an Worte klammerst, die dem Menschen kein Leben bringen können, dann bist du ein hoffnungsloses Stück Totholz, denn du bist zu konservativ, zu störrisch, zu immun gegenüber Vernunft!(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Christus der letzten Tage kann dem Menschen den Weg des ewigen Lebens schenken). „Christus der letzten Tage bringt Leben und bringt den andauernden und ewig währenden Weg der Wahrheit. Diese Wahrheit ist der Weg, durch den der Mensch Leben erlangt, und der einzige Weg, durch den der Mensch Gott erkennen und von Gott gebilligt werden wird. Wenn du nicht den Weg des Lebens suchst, der von Christus der letzten Tage angeboten wird, dann wirst du nie die Anerkennung von Jesus gewinnen, und wirst nie qualifiziert sein, durch das Tor des Himmelreichs zu treten, denn du bist sowohl eine Marionette als auch ein Gefangener der Geschichte. Diejenigen, die von Vorschriften und Worten beherrscht werden und unter dem Joch der Vergangenheit stehen, werden nie Leben gewinnen können und werden nie den immerwährenden Weg des Lebens gewinnen können. Das liegt daran, dass alles, was sie haben, trübes Wasser ist, an dem Tausende von Jahren festgehalten wurde, statt an dem Wasser des Lebens, das von dem Thron fließt. Diejenigen, die nicht mit dem Wasser des Lebens versorgt werden, werden auf ewig Leichname bleiben, Spielbälle Satans und Söhne der Hölle. Wie können sie dann Gott erblicken? Du trachtest nur danach, an der Vergangenheit festzuhalten, stillzustehen und die Dinge so beizubehalten, wie sie sind, und du trachtest nicht danach, den Status quo zu ändern und die Geschichte zu verwerfen. Wirst du also nicht immer Gott gegenüber feindselig sein? Die Schritte von Gottes Wirken sind überwältigend und mächtig, wie wogende Wellen und Donnergrollen – dennoch sitzt du da und wartest passiv auf die Vernichtung, klammerst dich an das Alte und wartest darauf, dass dir die Dinge in den Schoß fallen. Wie kannst du somit als jemand gelten, der den Fußstapfen des Lammes folgt? Wie kann das beweisen, dass der Gott, an dem du festhältst, der Gott ist, der stets neu und niemals alt ist? Und wie können die Worte deiner vergilbten Bücher dich in ein neues Zeitalter hinübertragen? Wie können sie dich dazu bringen, die Schritte von Gottes Wirken zu suchen? Und wie können sie dich hinauf in den Himmel nehmen? Was du in deinen Händen hältst, sind bloße Worte, die nur vorübergehenden Trost spenden können, nicht Wahrheiten, die dir Leben schenken können. Die Worte der Schriften, die du liest, können nur deine Zunge bereichern; sie sind keine Worte der Weisheit, die dir helfen können, das menschliche Leben zu kennen, geschweige denn sind sie der Weg, der dich zur Vervollkommnung führen kann. Stimmt dich diese Diskrepanz nicht nachdenklich? Gibt sie dir nicht Einsicht in die darin enthaltenen Geheimnisse? Bist du imstande, dich selbst alleine in den Himmel zu befördern, um Gott zu begegnen? Kannst du dich ohne das Kommen Gottes selbst in den Himmel bringen, um dich am Familienglück mit Gott zu erfreuen? Träumst du jetzt immer noch? Ich ermahne dich, aufzuhören zu träumen und dir anzusehen, wer jetzt am Wirken ist, wer jetzt das Werk zur Rettung des Menschen während der letzten Tage ausführt. Wenn du das nicht tust, wirst du nie die Wahrheit erlangen und nie Leben gewinnen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Christus der letzten Tage kann dem Menschen den Weg des ewigen Lebens schenken). Gott enthüllte meinen wahren Zustand. Mir war sehr wohl bewusst, dass Gott die Wahrheit, der Weg und das Leben ist und dass Gottes Fülle unerschöpflich ist und niemals versiegt. Aber ich hielt hartnäckig an dem Werk fest, das der Herr Jesus in der Vergangenheit getan hatte. Der Herr ist in den letzten Tagen wiedergekehrt und vollbringt ein neues Werk, doch ich hielt heute noch an den vergangenen Worten und dem Werk des Herrn fest. War ich nicht die Archäologin, von der Gott sprach? Der Herr klammert sich nicht mehr an Sein vergangenes Werk und hat ein neues Werk begonnen, doch ich klammerte mich an Gottes vergangenes Werk und benutzte es sogar, um Sein neues Werk zu beurteilen. Widersetzte ich mich damit nicht Gott? Wenn ich weiterhin an der Bibel festhielt und den Lebensweg, den Christus in den letzten Tagen gewährte, nicht annahm, dann würde mein Glaube an den Herrn bis zum Ende mir weder Leben noch die Anerkennung des Herrn bringen, geschweige denn mir erlauben, in das Himmelreich einzutreten. Gottes Worte trafen mich tief und erfüllten mich mit Scham. Mir stieg die Hitze ins Gesicht, und ich empfand ein tiefes Gefühl der Verurteilung in meinem Herzen. In diesem Moment war ich sowohl glücklich als auch beschämt. Ich war glücklich, weil ich endlich die Wiederkunft des Herrn Jesus erkannt hatte, aber ich war beschämt, weil ich so blind gewesen war, blind Menschen verehrt und haltlosen Gerüchten geglaubt hatte und weil ich Gottes Werk der letzten Tage wiederholt abgelehnt hatte, in dem Glauben, ich sei dem Herrn treu. Ich war so töricht und starrsinnig gewesen! Zuvor hatte ich haltlosen Gerüchten geglaubt und die Kirche abgeschottet, und ich hatte sogar Brüder und Schwestern, die gerade den Allmächtigen Gott angenommen hatten, zurück in die frühere religiöse Kirche gezogen. Ich tat viele böse Dinge. Ich war jeden Tag mit der Arbeit in der örtlichen Kirche beschäftigt – widersetzte ich mich damit nicht Gott und stellte mich gegen Ihn? Das Böse, das ich tat, unterschied sich nicht von dem, was die Pharisäer oder die jüdischen Sadduzäer getan hatten. Ich verschloss meinen Brüdern und Schwestern die Tür zum Himmelreich, trat selbst nicht ein und ließ auch sie nicht eintreten. Ich tat so viele böse Dinge im Widerstand gegen Gott, doch Gott behandelte mich nicht nach meinen bösen Taten, sondern sandte Brüder und Schwestern, um mir das Evangelium zu predigen und mich vor Ihn zu bringen. Ich verdiente solch große Liebe von Gott wirklich nicht! Ich konnte die Selbstvorwürfe und die Schuld in meinem Herzen nicht länger zurückhalten und kniete unter Tränen auf mein Bett, um zu beten und Gott zu bekennen: „Herr, ich habe Deine Stimme gehört, und Du bist wirklich wiedergekehrt. Ich bin so aufgeregt und glücklich, und doch bin ich auch voller Bedauern. Du hast Menschen gesandt, um mir die frohe Botschaft zu bringen, mir das Evangelium zu predigen, doch ich habe nicht nur nicht zugehört, sondern auch weiterhin den haltlosen Gerüchten geglaubt, die von religiösen Führern verbreitet wurden, und an meinen Auffassungen festgehalten, und immer wieder habe ich Dir die Tür verschlossen. Ich habe auch meine Brüder und Schwestern daran gehindert, vor Dich zu treten. Wie die Pharisäer habe ich Dich auf die Heilige Schrift beschränkt. Gott, ich habe mich so sehr geirrt. Ich war so blind! Ich möchte Dir bekennen und Buße tun, ich möchte nicht länger den Weg der Pharisäer gehen, und ich bin bereit, den Schritten Deines Werkes zu folgen.“ Nach dem Gebet fühlte sich mein Herz so hell und leicht an. Es war, als wäre ich ein anderer Mensch geworden.

In den folgenden Tagen lösten sich durch Versammlungen und den gemeinschaftlichen Austausch über Gottes Worte mit den Brüdern und Schwestern aus der Kirche des Allmächtigen Gottes alle Verwirrungen in meinem Herzen auf. Ich war mir im Herzen vollkommen sicher, dass der Allmächtige Gott der wiedergekehrte Herr Jesus ist, auf den ich so lange gewartet hatte. Mein Herz war so tief bewegt, und ich wollte schnell zurückkehren und diese großartige Nachricht mit meinen Brüdern und Schwestern teilen. Ich ging zuerst zum Haus meiner Mutter und bekehrte einige Brüder und Schwestern. Später kehrte ich in meine Heimatgegend zurück und predigte Schwester Li aus meiner Konfession das Evangelium. Schwester Li war sehr glücklich, es zu hören, und war bereit, den wahren Weg zu untersuchen. Aber unerwartet wurde sie von den Mitarbeitern der örtlichen Kirche gestört und zurückgezogen.

Als die Mitarbeiter der örtlichen Kirche später herausfanden, dass ich den Allmächtigen Gott angenommen hatte, schlossen sie mich aus. Ich ließ mich nicht von ihnen einschränken und predigte weiter das Evangelium. Als sie sahen, dass sie mich nicht aufhalten konnten, begannen sie, sanftere Taktiken anzuwenden. Sie schickten Leute in Zweier- oder Dreiergruppen zu meinem Haus, die weinten und mich anflehten, zur örtlichen Kirche zurückzukehren. Sie entschuldigten sich bei mir und sagten, sie hätten mich nicht ausschließen sollen. Ich dachte an all die Jahre, die ich mit ihnen verbracht hatte, in denen wir das Evangelium predigten, unsere Brüder und Schwestern unterstützten und gemeinsam an Mitarbeitertreffen teilnahmen. All diese Erinnerungen liefen in meinem Kopf wie ein Film in Dauerschleife ab. Ich war sehr betrübt und betete zu Gott: „Gott, was soll ich tun? Ich hänge immer noch an ihnen und kann nicht loslassen, aber ich weiß auch, dass Du wiedergekehrt bist, um das Werk des Gerichts und der Reinigung zu vollbringen, und dass ich Dich verraten würde, wenn ich mit ihnen zur Religion zurückkehrte. Ich will es nicht versäumen, Deiner Errettung gerecht zu werden. Ich darf kein Mensch ohne Gewissen sein.“ Nach dem Gebet erinnerte ich mich plötzlich an die Worte Gottes, die mein Bruder mir vorgelesen hatte: „Bei jeder Stufe des Werkes, das Gott an den Menschen vollbringt, scheint es sich von außen betrachtet um Interaktionen zwischen Menschen zu handeln, als ob diese Stufe des Werks von menschlichen Vorkehrungen oder menschlichen Störungen herrühren würde. Aber hinter jeder Stufe des Werkes und allem, was geschieht, ist eine Wette, die Satan vor Gott eingeht; sie erfordern, dass die Menschen in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Nehmen wir zum Beispiel Hiobs Prüfungen: Hinter den Kulissen ging Satan eine Wette mit Gott ein, und die Dinge, die Hiob widerfuhren, waren die Taten und die Störungen der Menschen. Hinter jeder Stufe des Werkes, das Gott an euch vollbringt, steht Satans Wette mit Gott – dahinter steht ein Kampf(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Gottes Worte erhellten mein Herz, und ich verstand endlich, dass hinter dem Bitten der Brüder und Schwestern und ihren schmeichelhaften Worten, die mich erhöhten, die Pläne Satans steckten. Sie versuchten, mich mit dieser sanften Taktik in die Irre zu führen, damit ich den Allmächtigen Gott verraten würde. Ich durfte nicht auf ihre Tricks hereinfallen. Als sie sahen, dass sie mich nicht überzeugen konnten, gingen sie. Aber zu meiner Überraschung kam zehn Tage später Bruder Zhang mit über zehn Mitarbeitern zu mir nach Hause, um mich zu bedrängen. Ich dachte bei mir: „Der Herr ist jetzt wiedergekehrt, und als führende Persönlichkeiten der örtlichen Kirche weigern sie sich nicht nur, dies anzunehmen, sondern verbreiten auch Auffassungen und Widersinnigkeiten, um uns in die Irre zu führen, und sie verurteilen Gottes Werk in den letzten Tagen. Ich predigte meinen Brüdern und Schwestern das Evangelium von Gottes Werk in den letzten Tagen, und alle waren bereit zu suchen und zu prüfen. Aber sobald ich ging, kamen sie und übten großen Druck auf sie aus, damit sie zurückkehrten. Sind sie wirklich Gläubige an den Herrn?“ Ich dachte an die Worte des Herrn Jesus, mit denen Er die Pharisäer verurteilte und verfluchte: „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr das Himmelreich zuschließet vor den Menschen! Ihr kommt nicht hinein, und die hinein wollen, laßt ihr nicht hineingehen(Matthäus 23,13). „Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler, die ihr Land und Wasser umziehet, dass ihr einen Proselyten gewinnt; und wenn er’s geworden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hölle, zwiefältig mehr denn ihr seid!(Matthäus 23,15). Waren die Taten von Bruder Zhang und den anderen nicht genau wie die der heuchlerischen Pharisäer? Damals, als die Pharisäer sahen, wie der Herr Jesus so viele Wahrheiten ausdrückte und so viele Wunder wirkte, suchten sie nicht, sondern widersetzten sich stattdessen und verurteilten den Herrn Jesus. Sie legten sogar falsches Zeugnis ab, um die Menschen in die Irre zu führen und sie daran zu hindern, dem Herrn zu folgen, und ihre Wesensnatur war von Hass auf Gott und die Wahrheit geprägt. Jetzt hat der Allmächtige Gott so viele Wahrheiten ausgedrückt, und so viele Menschen haben Ihn angenommen und folgen Ihm nun. Aber Bruder Zhang und die anderen weigerten sich nicht nur, zu prüfen, sondern widersetzten sich auch und verurteilten den Allmächtigen Gott, schotteten die Kirche ab und verbreiteten haltlose Gerüchte und Widersinnigkeiten, um die Gläubigen einzuschüchtern und sie daran zu hindern, den wahren Weg zu prüfen. Sie traten nicht in das Himmelreich ein und hinderten auch andere daran, einzutreten. Sie brachten andere dazu, sich zusammen mit ihnen Gott zu widersetzen und führten sie in die Hölle. Waren sie nicht Pharisäer und lebende Dämonen, die anderen den Eintritt in das Himmelreich versperrten und sie zu Kindern der Hölle machten? Als ich darüber nachdachte, konnte ich sie erkennen, und ich sah klar ihr sich Gott widersetzendes Wesen. Egal, wie sie versuchten, mich zu bedrängen, ich würde nicht auf ihre Tricks hereinfallen, und ich war entschlossen, den Fußstapfen des Lammes zu folgen.

Es waren Gottes Worte, die mich dazu führten, mich aus der Knechtschaft der haltlosen Gerüchte der religiösen Führer zu befreien und Satans Pläne zu durchschauen. Danach schloss ich mich aktiv den Reihen derer an, die das Evangelium predigten, und in Zusammenarbeit mit meinen Brüdern und Schwestern konnten wir über dreißig Menschen aus der örtlichen Kirche gewinnen. Nachdem ich Gottes Führung gesehen hatte, wurde mein Glaube, Ihm zu folgen, noch stärker. Dank sei dem Allmächtigen Gott!

Zurück: 64. Meine Krankheit war Gottes Segen

Weiter: 68. Wie ich das Lügen überwunden habe

Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:30 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

Verwandte Inhalte

64. Arroganz kommt vor dem Fall

Von Xinjie, ChinaDer Allmächtige Gott sagt: „Arroganz ist die Wurzel der verdorbenen menschlichen Disposition. Je arroganter die Menschen...

Einstellungen

  • Text
  • Themen

Volltöne

Themen

Schriftart

Schriftgröße

Zeilenabstand

Zeilenabstand

Seitenbreite

Inhaltsverzeichnis

Suchen

  • Diesen Text durchsuchen
  • Dieses Buch durchsuchen

Kontaktiere uns über Messenger