34. Gerade ältere Menschen sollten noch mehr nach der Wahrheit streben
Als ich fünfzig war, nahm ich Gottes Werk der letzten Tage an. Ich hätte es mir nie träumen lassen, dass ich in meinem Leben die persönlichen Kundgebungen Gottes hören und die Rückkehr des Herrn Jesus willkommen heißen würde. Die Hoffnung, in das Himmelreich einzugehen, gab meinem Leben einen wirklichen Sinn. Jeden Tag stand ich früh auf und blieb lange wach, um Gottes Worte zu lesen, und ich nahm jede von der Kirche anberaumte Pflicht an und unterwarf mich. Ich dachte: „Solange ich standhaft meine Pflicht tue, werde ich errettet werden und in das Himmelreich eingehen.“ Im Jahr 2023 wurde ich 75 Jahre alt. Ich war alt, mein Gedächtnis war schlecht, ich war schwerhörig und sehschwach, und ich war auch nicht mehr so gut auf den Beinen. Die Kirche übertrug mir meiner Verfassung entsprechend die Gastgeberpflicht. Ich dachte darüber nach, wie ich immer älter wurde und wie sich meine Gesundheit verschlechterte. Wegen meines schlechten Gedächtnisses vergaß ich ständig Dinge, und manchmal waren meine Erinnerungen ganz durcheinander. Wenn ich in ein paar Jahren senil werden und meine Pflicht nicht mehr tun könnte, würde ich dann nicht zu einem nutzlosen Menschen werden? Könnte ich dann noch errettet werden? Einmal war ich gerade umgezogen und hatte mich auf dem Heimweg verlaufen. Als eine Schwester davon erfuhr, sagte sie beiläufig: „Wirst du jetzt langsam verwirrt?“ Ich sagte schnell: „Ich bin nicht verwirrt.“ Ich dachte: „Hoffentlich denken sie nicht, dass ich langsam verwirrt werde, und nehmen mir meine Pflicht weg. Wenn ich keine Pflicht mehr zu tun habe, wäre das dann nicht mein Ende? Wie könnte ich dann errettet werden?“ Aber als ich später noch einmal darüber nachdachte, wurde mir klar, dass ich beim Kochen oft vergaß, Salz oder Frühlingszwiebeln hinzuzufügen, und dass ich mich manchmal auf der Straße verirrte und den Heimweg nicht mehr fand. Ich bekam langsam Angst. Ich dachte: „Werde ich wirklich verwirrt? Kann die Kirche mich noch für eine Pflicht einsetzen? Wenn ich keine Pflicht mehr tun kann, kann ich dann noch errettet werden?“ Ich begann, in Sorge und Angst zu versinken.
Im Juni 2023 war ich Gastgeberin für eine Versammlung von Brüdern und Schwestern. Zu der Zeit wurde die Wohnung über mir renoviert, und es hämmerte jeden Tag ununterbrochen. Danach sah ich eine ganze Weile keine Brüder und Schwestern mehr zu den Versammlungen kommen, und ich war verwundert: „Warum sind sie in letzter Zeit nicht mehr hierher gekommen? Setzen sie mich nicht mehr als Gastgeberin ein? In meinem Alter kann ich nur die Gastgeberpflicht ausführen. Wenn ich nicht einmal die Gastgeberpflicht tun kann, verliere ich dann nicht meine Chance, errettet zu werden?“ Ich war sehr unruhig und hoffte sehnlichst, dass sie wiederkommen würden. Eines Abends klopfte eine Schwester, und meine Schwiegertochter öffnete die Tür. Die Schwester sagte, sie seien schon drei- oder viermal vorbeigekommen, aber niemand habe aufgemacht. Ich fühlte mich wirklich schlecht. Ich dachte: „Habe ich sie nicht gehört, weil ich so alt und schwerhörig bin? Ich habe meine Pflicht nicht gut erfüllt. Jetzt bin ich schwerhörig, sehschwach, reagiere langsam und bin unsicher auf den Beinen. Ich kriege wirklich nichts mehr richtig hin! Nicht einmal die Gastgeberpflicht kann ich gut ausführen! Alt werden macht einen wirklich nutzlos!“ Ich beneidete junge Leute zutiefst dafür, wie schnell sie lernen konnten und wie sie jede Pflicht ausführen konnten. Ich hatte das Gefühl, dass Gott die jungen Leute mochte und dass sie am Ende sicher errettet werden würden. Ich dachte, wenn ich nur zehn Jahre zurückgehen könnte, wäre ich jetzt in meinen Sechzigern und immer noch in der Lage, eine Pflicht zu tun. Nach und nach verschlechterte sich mein Zustand, und jeden Tag versank ich in Kummer und Sorge. Meine Gebete waren nicht so wie sonst, und das Lesen von Gottes Worten brachte mir kein Licht und keine Erleuchtung. Mein Herz entfernte sich immer weiter von Gott. Eines Tages stolperte ich beim Gehen und zerrte mir eine Sehne im Bein. Obwohl es die Versammlungen nicht verzögerte, wurde ich noch besorgter. Mein Sturz hatte diesmal zwar die Versammlungen nicht verzögert, aber ich dachte, wenn ich eines Tages krank würde, könnte ich vielleicht nicht mehr an Versammlungen teilnehmen und keine Pflicht mehr tun. Später wurde ich tatsächlich krank und musste ins Krankenhaus. Zu dieser Zeit war meine Einstellung sehr negativ. Ich dachte: „Diesmal ist es wirklich aus mit mir – ich kann nicht einmal mehr an Versammlungen teilnehmen, geschweige denn irgendeine Pflicht tun. Macht mich das nicht wirklich nutzlos?“ Nach meiner Entlassung blieb mein Zustand weiterhin schlecht. Ich machte mir Sorgen, ob ich errettet werden könnte, wenn ich nicht einmal die Gastgeberpflicht tun könnte. Würde das nicht bedeuten, dass all meine Jahre des Glaubens umsonst gewesen wären? Je mehr ich darüber nachdachte, desto untröstlicher und bekümmerter war ich. Also betete ich zu Gott und bat Ihn, mich zu erleuchten und zu erhellen, damit ich aus meinem negativen Zustand herauskommen konnte.
Eines Tages las ich ein Erfahrungszeugnis einer älteren Schwester, und es spiegelte genau meinen Zustand wider. Eine darin zitierte Passage aus Gottes Worten berührte mich tief. Gott sagt: „Unter den Brüdern und Schwestern befinden sich auch Senioren im Alter von 60 bis 80 oder 90 Jahren, die wegen ihres fortgeschrittenen Alters ebenfalls auf einige Schwierigkeiten stoßen. Trotz ihres Alters sind ihre Gedanken nicht unbedingt besonders korrekt oder vernünftig, und ihre Vorstellungen und Ansichten stimmen nicht unbedingt mit der Wahrheit überein. Diese Senioren haben auch Probleme und machen sich ständig Sorgen: ‚Meine Gesundheit ist nicht mehr so gut, und ich kann nur noch bestimmte Pflichten ausführen. Wird Gott sich an mich erinnern, wenn ich nur diese geringfügige Pflicht ausführe? Manchmal werde ich krank, und es muss sich jemand um mich kümmern. Wenn sich niemand um mich kümmern kann, kann ich meine Pflicht nicht ausführen, was soll ich dann tun? Ich bin alt, ich erinnere mich nicht an Gottes Worte, wenn ich sie lese, und es fällt mir schwer, die Wahrheit zu verstehen. Wenn ich über die Wahrheit Gemeinschaft halte, spreche ich auf eine wirre und unlogische Weise, und ich habe keine Erfahrungen, die es wert wären, mit den anderen zu teilen. Ich bin alt, und ich habe nicht genügend Energie, meine Augen sind nicht mehr so gut, und ich bin nicht mehr kräftig. Alles fällt mir schwer. Es ist nicht nur, dass ich meine Pflicht nicht ausführen kann, ich bin auch vergesslich und verstehe oft Dinge falsch. Manchmal bin ich wirr im Kopf, und ich verursache der Gemeinde und meinen Brüdern und Schwestern Probleme. Es ist sehr schwer für mich, nach der Wahrheit zu streben und Rettung zu erlangen. Was soll ich tun?‘ Der Gedanke an diese Dinge beunruhigt sie, und sie denken: ‚Warum habe ich erst in diesem Alter angefangen, an Gott zu glauben? Warum habe ich nicht wie die anderen in meinen 20ern oder 30ern angefangen zu glauben? Es wäre sogar in Ordnung gewesen, in meinen 40ern oder 50ern angefangen zu haben zu glauben! Warum bin ich erst in meinem hohen Alter auf Gottes Werk gestoßen? Es ist nicht so, dass ich ein schlechtes Schicksal habe; ich bin ja jetzt zumindest mit Gottes Werk in Berührung gekommen. Mein Schicksal ist gut, und Gott ist gütig zu mir gewesen! Es gibt nur eines, worüber ich nicht glücklich bin, und das ist, dass ich zu alt bin. Mein Gedächtnis ist nicht besonders gut, und meine Gesundheit ist nicht gerade großartig, aber mein Herz ist stark und unerschütterlich. Es ist nur so, dass mein Körper mir nicht gehorcht, und wenn ich bei Versammlungen eine Weile jemandem zuhöre, werde ich schläfrig. Manchmal schließe ich beim Beten meine Augen und schlafe ein. Wenn ich Gottes Worte lese, schweifen meine Gedanken ab, und wenn ich ein bisschen gelesen habe, werde ich müde und nicke ein und verinnerliche die Worte nicht. Was soll ich tun? Bin ich trotz solcher praktischer Schwierigkeiten noch in der Lage, nach der Wahrheit zu streben und sie zu verstehen? Wenn nicht, und wenn ich nicht in der Lage bin, gemäß den Wahrheitsgrundsätzen zu praktizieren, wird dann mein ganzer Glaube nicht umsonst gewesen sein? Werde ich nicht außerstande sein, Rettung zu erlangen? Was soll ich tun? Ich mache mir solche Sorgen! In diesem Alter ist nichts mehr wichtig. Jetzt, da ich an Gott glaube, gibt es nichts mehr, das mich beunruhigt oder mir Sorgen bereitet. Meine Kinder sind erwachsen, und ich muss mich nicht mehr um sie kümmern oder sie großziehen. Mein größter Wunsch im Leben ist, in den mir verbleibenden Jahren nach der Wahrheit zu streben, die Pflicht eines geschaffenen Wesens zu erfüllen und letztendlich Rettung zu erlangen. Wenn ich mir allerdings meine derzeitige Situation ansehe – ich habe alte, schlechte Augen und bin wirr im Kopf, bin bei schlechter Gesundheit, unfähig, meine Pflicht gut zu erfüllen, und verursache manchmal Probleme, wenn ich versuche, so viel zu tun, wie ich kann – dann scheint es, als würde es für mich nicht einfach werden, Rettung zu erlangen.‘ Diese Dinge gehen ihnen ständig durch den Kopf und sie werden unruhig, und dann denken sie: ‚Es ist, als würden gute Dinge immer nur jungen Leuten passieren, und alten Menschen nicht. Ganz gleich, wie gut diese Dinge auch sein mögen, ich werde mich scheinbar nicht mehr an ihnen erfreuen können.‘ Je mehr sie über diese Dinge nachdenken, desto besorgter und unruhiger werden sie. Nicht nur sorgen sie sich um sich selbst, sie fühlen sich auch verletzt. Wenn sie weinen, haben sie das Gefühl, dass die Sache es nicht wirklich wert ist, deswegen zu weinen, und wenn sie nicht weinen, ist dieser Kummer, dieses Leid, immer bei ihnen. Was sollen sie also tun? … Könnte es wirklich so sein, dass es für sie keinen Weg nach vorne gibt? Gibt es denn keine Lösung? (Auch Senioren sollten ihre Pflichten nach besten Kräften erfüllen.) Es ist akzeptabel, dass Senioren ihre Pflichten nach besten Kräften erfüllen, richtig? Können Senioren aufgrund ihres Alters nicht mehr nach der Wahrheit streben? Können sie die Wahrheit nicht verstehen? (Doch, das können sie.) Können Senioren die Wahrheit verstehen? Teilweise, aber auch junge Leute verstehen sie nicht völlig. Senioren hegen stets den Irrglauben, dass sie verwirrt sind und ein schlechtes Gedächtnis haben und deshalb die Wahrheit nicht verstehen können. Ist das eine Tatsache? (Nein.) Zwar haben junge Leute mehr Energie als Senioren und sind körperlich stärker, doch ihre Fähigkeit, Dinge zu verstehen, zu begreifen und zu erkennen, ist genau die gleiche wie die der Senioren. Waren Senioren nicht auch einmal jung? Sie wurden nicht alt geboren, und auch junge Leute werden eines Tages alt werden. Senioren dürfen nicht ständig denken, dass sie sich von jungen Menschen unterscheiden, nur weil sie alt, körperlich schwach und nicht bei bester Gesundheit sind und ein schlechtes Gedächtnis haben. In Wirklichkeit gibt es keinen Unterschied. Was meine Ich, wenn Ich sage, dass es keinen Unterschied gibt? Ob die Menschen nun alt oder jung sind, ihre verdorbenen Dispositionen sind die gleichen, ihre Einstellungen und Ansichten zu allen möglichen Dingen sind die gleichen, und ihre Perspektiven und Standpunkte zu allen möglichen Dingen sind die gleichen. … Es ist nicht so, dass Senioren nichts zu tun haben, noch sind sie unfähig, ihre Pflichten auszuführen, geschweige denn unfähig, nach der Wahrheit zu streben – es gibt viele Dinge, die sie tun können. Die verschiedenen Irrlehren und Trugschlüsse, die du während deines Lebens angesammelt hast, sowie die verschiedenen traditionellen Vorstellungen und Auffassungen, die ignoranten, starrköpfigen, konservativen, unvernünftigen und verzerrten Dinge, die du angehäuft hast, haben sich alle in deinem Herzen aufgetürmt, und du solltest sogar noch mehr Zeit als junge Leute damit verbringen, diese Dinge ans Licht zu fördern, zu analysieren und zu erkennen. Es trifft nicht zu, dass du nichts zu tun hast oder dass du dich ständig bekümmert, beunruhigt und besorgt fühlen solltest – das ist weder deine Aufgabe noch deine Verantwortlichkeit. Zunächst einmal sollten Senioren die richtige Geisteshaltung haben. Auch wenn du vielleicht in die Jahre gekommen und körperlich hochbetagt bist, solltest du dennoch eine junge Geisteshaltung haben. Auch wenn du alt wirst, dein Gedächtnis nachlässt und du nicht mehr so geistesgegenwärtig bist, wenn du dich noch selbst kennen kannst, die Worte, die Ich sage, und die Wahrheit noch verstehen kannst, dann beweist das, dass du nicht alt bist und es dir nicht an Kaliber fehlt. Wenn jemand in seinen 70ern ist, aber die Wahrheit nicht verstehen kann, dann zeigt das, dass seine Größe zu gering ist und er der Aufgabe nicht gewachsen ist. Deshalb spielt Alter keine Rolle, wenn es um die Wahrheit geht“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Ich las diese Passage aus Gottes Worten mehrmals, und je mehr ich las, desto heller wurde mein Herz. Gott blickt wirklich in die innersten Herzen der Menschen. Sprachen diese Worte nicht direkt von mir? Ich hatte mir Sorgen gemacht, weil ich alt, bei schlechter Gesundheit, schwerhörig und sehschwach war und mein Gedächtnis schlechter geworden war. Ich fürchtete, dass ich mit zunehmendem Alter meine Pflicht nicht mehr würde ausführen können und meine Chance, errettet zu werden, verlieren würde. Ich verbrachte meine Tage damit, in Kummer und Sorge zu versinken. Nachdem ich diese Passage aus Gottes Worten gelesen hatte, fühlte sich mein Herz plötzlich befreit an. Gott kennt die Schwierigkeiten älterer Menschen, und Er hat diese Worte zum Ausdruck gebracht, damit die älteren Leute Seine Absicht verstehen. Ob jung oder alt, Gott gibt jedem die Chance, nach der Wahrheit zu streben und errettet zu werden, und ich erkannte, dass Gott gerecht ist. Durch Gottes Worte fand ich einen Weg der Praxis. Obwohl ich alt bin, kann ich Gottes Worte immer noch begreifen. Ich sollte in allem, was mir widerfährt, nach der Wahrheit suchen und meine eigene Verdorbenheit und eigenen Mängel erkennen. Ich sollte auch nach der Wahrheit streben und Reue und Verwandlung erlangen, denn ältere Menschen stehen in ihrer verdorbenen Disposition den Jungen in nichts nach. Ich hatte zum Beispiel eine sehr arrogante Disposition, und manchmal wollte ich es nicht annehmen, wenn Brüder und Schwestern mich auf meine Probleme hinwiesen. Im Familienalltag wurde ich wütend und redete von oben herab auf meine Schwiegertochter ein, wenn sie nicht auf mich hörte. All das waren Offenbarungen einer verdorbenen Disposition, und ich musste nach der Wahrheit suchen, um sie zu beseitigen. Es war also nicht so, als könnte ich nichts tun. Jetzt hatte ich jeden Tag reichlich Zeit, zu Hause mehr von Gottes Worten zu lesen, bei den Menschen, Ereignissen und Dingen, die mir begegneten, nach der Wahrheit zu suchen und meine verdorbene Disposition zu beseitigen. Ich konnte auch Videos mit Erfahrungszeugnissen ansehen und aus den Erfahrungen von Brüdern und Schwestern lernen. Ich konnte auch selbst Artikel mit Erfahrungszeugnissen schreiben und meine wahren Erfahrungen niederschreiben, um für Gott Zeugnis abzulegen. All das waren Dinge, die ich tun sollte. Jetzt, da ich Gottes Absicht verstand, missverstand ich Ihn nicht mehr, versank nicht mehr in einem negativen Zustand und machte mir keine Sorgen mehr, ob ich eine Pflicht tun konnte. Ich beschloss, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen, ganz gleich, ob die Kirche mir eine Pflicht auftrug oder nicht. Von da an konnte ich mich jeden Tag ruhig hinsetzen und Gottes Worte essen und trinken, und wenn mir etwas widerfuhr, konnte ich beten und nach Gottes Absichten suchen.
Später las ich eine weitere Passage aus Gottes Worten. Gott sagt: „Ich bestimme den Bestimmungsort eines jeden Menschen nicht auf der Grundlage seiner Jahre, seines Dienstalters oder der Menge seines Leidens, noch weniger danach, wie mitleiderregend er ist, sondern danach, ob er die Wahrheit besitzt. Es gibt keine andere Möglichkeit“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Bereite genügend gute Taten für deinen Bestimmungsort vor). „Gott wünscht sich für alle, dass sie perfektioniert werden, um schließlich von Ihm gewonnen zu werden, um ganz von Ihm gereinigt zu werden und zu Menschen zu werden, die Er liebt. Es spielt keine Rolle, ob Ich sage, dass ihr rückständig seid oder dass ihr ein schwaches Kaliber aufweist – das ist alles Tatsache. Dass Ich das sage, beweist nicht, dass Ich beabsichtige, euch den Rücken zu kehren, dass Ich Meine Hoffnung in euch verloren habe, geschweige denn, dass Ich euch nicht retten will. Heute bin Ich gekommen, um das Werk eurer Errettung zu vollbringen, das heißt, dass das Werk, das Ich verrichte, eine Fortsetzung des Werks der Errettung ist. Jeder Mensch hat die Möglichkeit, perfektioniert zu werden: Unter der Voraussetzung, dass du bereit bist und danach strebst, wirst du am Ende in der Lage sein, dieses Ergebnis zu erreichen, und keinem von euch wird der Rücken gekehrt werden. Wenn du von schwachem Kaliber bist, werden Meine Anforderungen an dich deinem schwachen Kaliber entsprechen. Wenn du von hohem Kaliber bist, dann werden Meine Anforderungen an dich deinem hohen Kaliber entsprechen. Wenn du unwissend und ungebildet bist, werden Meine Anforderungen an dich deiner Ungebildetheit entsprechen. Wenn du gebildet bist, werden Meine Anforderungen an dich der Tatsache entsprechen, dass du gebildet bist. Wenn du älter bist, werden meine Anforderungen an dich deinem Alter entsprechen. Wenn du fähig bist, deine Pflicht als Gastgeber auszuführen, werden Meine Anforderungen an dich entsprechend sein. Wenn du sagst, dass du keine Gastgeberpflicht ausführen kannst und du nur eine bestimmte Funktion ausführen kannst, sei es das Predigen des Evangeliums oder dich um die Kirche zu kümmern oder dich anderen allgemeinen Angelegenheiten anzunehmen, werde Ich dich entsprechend der Funktion, die du ausführst, perfektionieren. Bis zum Schluss treu und unterwürfig zu sein, bestrebt sein, die höchste Liebe zu Gott aufzuweisen – das ist, was du erreichen musst, und es gibt keine besseren Praktiken als diese drei Dinge. Letztendlich wird vom Menschen verlangt, diese drei Dinge zu erreichen, und wenn er sie erreichen kann, dann wird er perfektioniert werden. Doch vor allem musst du wirklich bestrebt sein, du musst aktiv nach vorne und nach oben drängen und darfst in dieser Hinsicht nicht passiv sein“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass Gott das Ergebnis eines Menschen nicht nach seinem Alter, seiner Dienstzeit oder der Menge seines Leidens bestimmt, sondern danach, ob er die Wahrheit besitzt. Ich hatte gedacht, ich sei alt und nicht mehr nützlich, und fürchtete deshalb, von Gott ausgemustert zu werden – das zeigte, dass ich Gottes Absicht bei der Errettung der Menschen und Seinen geforderten Maßstab für die Bestimmung ihres Ergebnisses nicht verstand. Gottes Errettung und Vervollkommnung der Menschen basiert nicht auf ihrem Alter oder Kaliber, sondern darauf, ob sie nach der Wahrheit streben. Wenn jemand die Wahrheit annehmen kann, Gott treu ist und sich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwirft, wird Er ihm nicht den Rücken kehren. Ich hatte das Haus Gottes genauso betrachtet wie die nicht-gläubige Welt. Draußen in der Gesellschaft werden ältere Menschen übersehen und ignoriert, und ich nahm an, im Haus Gottes sei es genauso – dass Gott einen nicht mehr will, wenn man einmal alt ist. Das war ein Missverständnis über Gott und eine Lästerung gegen Ihn. Die Welt wird von Satan beherrscht, und Satan, der Teufel, benutzt die Menschen, damit sie für ihn schuften. Sobald die Menschen alt sind und nicht mehr schuften können, werden sie ausrangiert. Aber im Haus Gottes hat die Wahrheit Macht. Gott gibt den Menschen die Chance, ihre Pflicht zu tun und nach der Wahrheit zu streben; im Laufe der Ausführung ihrer Pflicht lernen die Menschen sich selbst kennen, verändern sich und legen ihre satanischen verdorbenen Dispositionen ab. Ich dachte daran, dass ich zwar alt war, Gott mir aber die Gelegenheit nicht genommen hatte, Seine Worte zu essen und zu trinken oder nach der Wahrheit zu streben. Gott drückt ständig Worte aus, um uns zu bewässern und zu versorgen. Er nutzte Seine Worte auch, um mich zu erleuchten und zu führen, wenn mir etwas widerfuhr; ich war es, die Gottes Absicht nicht verstand. Ich hatte gedacht, Gott würde mich nicht erretten, weil ich alt und durcheinander war. Aber in Wirklichkeit wird das Haus Gottes niemanden entfernen oder ausmustern – selbst wenn er eines Tages keine Pflicht mehr tun kann – solange er aufrichtig an Gott glaubt und bereit ist, nach der Wahrheit zu streben. Viele ältere Brüder und Schwestern um mich herum sind ungefähr im gleichen Alter wie ich. Obwohl sie jetzt nicht mehr viele Pflichten tun können, essen und trinken sie beharrlich Gottes Worte und leben ein Kirchenleben, und die Kirche hat sie nicht entfernt. Doch es gibt einige junge Leute, die ununterbrochen Pflichten getan haben, aber weil sie nicht nach der Wahrheit streben und ihre verdorbenen Dispositionen schlimm und unverändert bleiben, begehen sie schließlich viele böse Taten und werden aus der Kirche entfernt. Daran erkannte ich Gottes gerechte Disposition. Gott errettet die Menschen nicht danach, ob sie jung oder alt sind, sondern indem Er auf ihre Herzen blickt und darauf, ob sie nach der Wahrheit streben. Von da an beschloss ich, ganz gleich, ob ich eine Pflicht hatte oder nicht, ernsthaft Gottes Worte zu essen und zu trinken, Gottes Werk zu erfahren, meine Mängel und Unzulänglichkeiten zu erkennen, meine verdorbene Disposition zu verstehen und Gott nicht länger misszuverstehen oder mich bei Ihm zu beklagen.
Während einer Versammlung erfuhr eine Schwester von meinem Zustand und ließ mich eine Passage aus Gottes Worten lesen: „Es gibt keinen Zusammenhang zwischen der Pflicht des Menschen und der Tatsache, ob er Segnungen empfängt oder Unglück erleidet. Pflicht ist, was der Mensch erfüllen sollte; es ist seine vom Himmel gesandte Berufung und er sollte sie ausführen, ohne Belohnungen zu suchen und ohne Bedingungen oder Ausreden. Nur das kann als die Ausführung der eigenen Pflicht bezeichnet werden. Segnungen zu empfangen bezieht sich auf die Segnungen, die ein Mensch genießt, wenn er nach dem Erlebnis des Gerichts vervollkommnet wird. Unglück erleiden bezieht sich auf die Strafe, die ein Mensch erhält, wenn sich seine Disposition nach dem Durchlaufen der Züchtigung und des Gerichts nicht ändert – das heißt, wenn er nicht vervollkommnet wird. Jedoch unabhängig davon, ob sie Segnungen empfangen oder Unglück erleiden, sollten geschaffene Wesen ihre Pflicht erfüllen, tun, was sie tun sollten, und tun, was sie tun können; dies ist das Mindeste, das eine Person – eine Person, die nach Gott strebt – tun sollte. Du solltest deine Pflicht nicht ausführen, nur um Segnungen zu empfangen, und du solltest dich nicht weigern, deine Pflicht auszuführen, aus Angst, Unglück zu erleiden“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Der Unterschied zwischen dem Amt des fleischgewordenen Gottes und der Pflicht des Menschen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass Gott der Schöpfer ist und der Mensch ein geschaffenes Wesen; es ist vollkommen normal und gerechtfertigt, dass der Mensch seine Pflicht tut. Das ist die Verantwortung und Verpflichtung des Menschen, und es hat nichts damit zu tun, ob man Segen empfängt oder Unglück erleidet. Nur indem man bei der Ausführung seiner Pflicht das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten erfährt und eine Veränderung der Disposition erlangt, kann ein Mensch Gottes Segen empfangen. Aber ich hatte geglaubt, dass ich, solange ich meine Pflicht tat, von Gott gesegnet werden würde, und ich dachte immer, eine Pflicht zu tun bedeute, ich würde gesegnet werden. Das war nichts weiter als meine Auffassungen und Vorstellungen. Wenn ich zurückdenke, hatte ich eine ganze Menge Pflicht getan, aber ich strebte dabei nicht nach der Wahrheit, handelte immer nach meinem eigenen Willen, und betete selten, um nach Gottes Absichten oder der Wahrheit zu suchen. Infolgedessen hatte sich meine Disposition bis heute kaum verändert. Egal, wie viel Pflicht ich auf diese Weise tat, ich würde trotzdem nicht Gottes Anerkennung erlangen. Ich hatte viele Jahre damit verschwendet, nicht nach der Wahrheit zu streben. Von diesem Punkt an musste ich bei den Dingen, die mir widerfuhren, nach Gottes Absichten suchen, das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten annehmen und nach der Wahrheit streben, um eine Veränderung der Disposition zu erlangen. Wenn ich am Ende tatsächlich nicht errettet werden kann, dann deshalb, weil sich meine Disposition nicht geändert hat, und nicht, weil ich alt war und Gott mich nicht wollte. Ich betete zu Gott: „O Gott, ich verstehe jetzt Deine Absicht. Ich bin bereit, mich Deinen Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen und Dich nicht länger misszuverstehen oder mich bei Dir zu beklagen. Egal, welche Pflicht ich tue, ich will sie mit meinem ganzen Herzen und Verstand tun, um Dich zufriedenzustellen.“
Später fand die Schwester eine weitere Passage aus Gottes Worten, die sich auf meinen Zustand bezog. Gott sagt: „Die Menschen glauben an Gott, damit sie gesegnet werden, belohnt werden, gekrönt werden. Steht das nicht in jedermanns Herz? Tatsächlich tut es das. Obwohl die Menschen nicht oft darüber reden und sogar ihr Motiv und ihren Wunsch verschleiern, Segnungen zu erlangen, sind dieser Wunsch und dieses Motiv tief in den Herzen der Menschen immer unerschütterlich gewesen. Ganz gleich, wie viel geistliche Theorie die Menschen verstehen, welche erfahrungsbasierten Erkenntnisse sie besitzen, welche Pflicht sie ausführen können, wie viel Leid sie erdulden oder wie hoch der Preis ist, den sie zahlen, nie lassen sie die Motivation, Segnungen zu erlangen, die tief in ihren Herzen verborgen ist, los, und arbeiten immer still in ihrem Dienst. Ist das nicht die Sache, die am tiefsten in den Herzen der Menschen vergraben ist? Wie würdet ihr euch ohne diese Motivation fühlen, Segnungen zu erhalten? Mit welcher Einstellung würdet ihr eure Pflicht ausführen und Gott folgen? Was würde aus den Menschen werden, wenn diese in ihren Herzen verborgene Motivation, Segen zu empfangen, beseitigt würde? Viele Menschen würden womöglich negativ werden, während einige in ihren Pflichten demotiviert werden würden. Sie würden das Interesse an ihrem Glauben an Gott verlieren, als wäre ihre Seele verschwunden. Sie würden den Anschein erwecken, als wäre ihr Herz fortgerissen worden. Deshalb sage Ich, dass die Motivation, Segnungen zu erlangen, etwas ist, das tief in den Herzen der Menschen verborgen ist. Während sie ihre Pflicht ausführen oder das Leben der Kirche ausleben, sind sie vielleicht der Meinung, in der Lage zu sein, ihrer Familie zu entsagen und sich für Gott bereitwillig aufzuwenden und dass sie nun ihre Motivation, Segen zu empfangen, kennen und diese Motivation abgelegt haben und nicht mehr von ihr beherrscht oder eingeschränkt werden. Dann denken sie, dass sie die Motivation, gesegnet zu werden, nicht mehr aufweisen, doch Gott glaubt etwas anderes. Die Menschen betrachten Angelegenheiten nur oberflächlich. Ohne Prüfungen sind sie mit sich zufrieden. Solange sie die Kirche nicht verlassen oder den Namen Gottes leugnen und sie darauf beharren, sich für Gott aufzuwenden, glauben sie, sie hätten sich geändert. Sie haben das Gefühl, bei der Ausführung ihrer Pflicht nicht länger von persönlichem Enthusiasmus oder momentanen Impulsen angetrieben zu werden. Stattdessen glauben sie, sie können nach der Wahrheit streben und dass sie die Wahrheit fortlaufend suchen und praktizieren können, während sie ihre Pflicht ausführen, sodass ihre verdorbenen Dispositionen gereinigt sind und sie irgendeine echte Veränderung erreichen. Wenn allerdings Dinge passieren, die direkt mit dem Bestimmungsort und Ergebnis der Menschen zusammenhängen, wie verhalten sie sich dann? Die Wahrheit wird in ihrer Gesamtheit offenbart“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Sechs Kriterien für Wachstum im Leben). Gott hat die verborgene Absicht in den Menschen, Segen zu erlangen, aufgedeckt. Die Menschen glauben nicht an Gott, um Ihn zufriedenzustellen, sondern um Segen und Vorteile zu erlangen. Selbst wenn sie scheinbar ihren Familien und Karrieren entsagen, um eine Pflicht zu tun, ist das alles nur ein Versuch, ein Geschäft mit Gott zu machen. Wenn ich daran zurückdenke, als ich zu Gott fand, spürte ich die Hoffnung, in das Himmelreich einzugehen, und wandte mich voller Enthusiasmus auf. Ich unterwarf mich jeder Pflicht, die die Kirche mir anvertraute, und hatte jeden Tag unendlich viel Energie. Aber als ich älter wurde und weniger Pflichten übernehmen konnte, machte ich mir Sorgen, keine Segnungen zu empfangen, und meine Einstellung wurde dadurch negativ. Ich konzentrierte mich auch nicht mehr darauf, Gottes Worte zu essen und zu trinken. Ich suchte nicht mehr nach Gottes Absichten, wenn mir etwas widerfuhr, und verbrachte meine Tage damit, in Kummer und Sorge zu versinken. Mir wurde klar, dass ich all die Jahre meine Pflicht nur getan hatte, um Segen zu erlangen und in das Himmelreich einzugehen – nicht, um Gott zufriedenzustellen. In meiner Art, wie ich an Gott glaubte und wie ich meine Pflicht tat, versuchte ich, mit Gott Geschäfte zu machen und Ihn zu täuschen. Mir fehlte es wirklich an Menschlichkeit! Als ich über diese Jahre nachdachte, verstand ich durch das Lesen von Gottes Worten einige Wahrheiten und erlangte ein gewisses Verständnis meiner satanischen Natur. Ich verstand auch ein wenig von Gottes mühevoller und gewissenhafter Absicht, den Menschen zu erretten. Ich hatte so viel von Gott empfangen, und doch versuchte ich immer noch, mit Ihm Geschäfte zu machen. Sobald ich das Gefühl hatte, keine Segnungen zu erhalten, wurde meine Einstellung negativ und ich wollte nicht mehr vorwärtsstreben. Ich war wirklich ohne Gewissen und Vernunft! Ich war wirklich egoistisch und verachtenswert! Ich dachte an die Leute in meinem Alter, die nicht an Gott glaubten – sie verbringen ihre Tage mit Essen, Trinken und Vergnügungen, und wenn sie nicht tratschen, spielen sie Karten oder Mahjong. Sie haben keine Ahnung, was der Sinn des Lebens ist, und sitzen jeden Tag nur herum und warten auf den Tod. In meinen Jahren des Glaubens an Gott war mir klar geworden, was ein sinnvolles Leben ist. Ich strebte nicht mehr nach weltlichem Vergnügen, sondern wollte nach der Wahrheit streben, meine Pflicht gut tun und Gott zufriedenstellen. Ich hatte das Ziel des Lebens gefunden. Ich fühlte mich erfüllt und im Reinen, und selbst wenn ich jetzt sterben würde, hätte sich mein Leben gelohnt. Ich sollte nicht mehr versuchen, mit Gott Geschäfte zu machen oder nur um des Segens willen zu streben.
Nicht lange danach kam die Schwester und bat mich, meine Gastgeberpflicht wieder aufzunehmen. Ich war sehr glücklich. Gott hatte mir eine weitere Chance gegeben, eine Pflicht zu tun, und ich wollte sie wirklich schätzen. Später las ich diese Worte Gottes. Gott sagt: „Es gibt, abgesehen von ihrer Fähigkeit, ihre Pflicht nach besten Kräften gut auszuführen, viele weitere Dinge, die die Senioren tun können. Solange du nicht dumm und dement bist und nicht außerstande, die Wahrheit zu verstehen, und solange du in der Lage bist, dich selbst zu versorgen, gibt es viele Dinge, die du tun solltest. Du kannst genau wie junge Leute nach der Wahrheit streben und die Wahrheit suchen, und du solltest genau wie sie oft vor Gott treten, um zu beten, nach den Wahrheitsgrundsätzen suchen und dich, mit der Wahrheit als deinem Maßstab, bemühen, dich in deiner Sicht von Menschen und Dingen, in deinem Verhalten und in deinem Handeln völlig nach Gottes Worten zu richten. Das ist der Weg, dem du folgen solltest, und du solltest dich nicht betrübt, beklemmt oder besorgt fühlen, weil du alt bist und dich viele Leiden plagen oder weil dein Körper altert. Betrübnis, Beklemmung und Besorgnis zu empfinden ist nicht das, was du tun solltest – das sind unvernünftige Äußerungsformen. … Da Senioren genau wie junge Leute verdorbene Dispositionen aufweisen und ihre verdorbenen Dispositionen im Leben und bei ihrer Pflichtausführung genau wie junge Leute häufig offenbaren, warum tun Senioren dann nicht, was angemessen ist, und fühlen sich stattdessen aufgrund ihres hohen Alters und dessen, was mit ihnen nach dem Tod passieren wird, ständig betrübt, beklemmt und besorgt? Warum führen sie nicht ihre Pflicht aus, wie junge Leute es tun? Warum streben sie nicht nach der Wahrheit, wie junge Leute es tun? Diese Gelegenheit ist dir gegeben worden; wenn du also nicht an ihr festhältst und wirklich so alt wirst, dass du nicht mehr hören oder sehen oder dich um dich selbst kümmern kannst, dann wirst du es bereuen, und auf diese Weise wird dein Leben vorbeiziehen“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (3)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass ich nicht in Kummer oder Sorge darüber versinken sollte, ob ich errettet werde, und auch nicht weiterhin Gott missverstehen und mich bei Ihm beklagen sollte, wie ich es getan hatte. Was ich tun muss, ist, nach der Wahrheit zu streben, um meine verdorbene Disposition zu beseitigen. Ich darf nicht warten, bis ich wirklich durcheinander und unbeweglich bin, denn dann wird es zu spät sein, zu bereuen, nicht nach der Wahrheit gestrebt zu haben. Ich will diese letzte Zeitspanne nutzen, um nach der Wahrheit zu streben und eine Veränderung der Disposition zu erlangen. Wenn ich zurückdenke, habe ich Gottes Worte immer nur überflogen, ohne sie wirklich aufzunehmen, und ich verstand Seine Absichten nicht. Jetzt, da ich älter bin, habe ich nicht mehr das Gedächtnis eines jungen Menschen, aber ich kann Gottes Worte wiederholt lesen und mehr darüber nachdenken. Wenn etwas geschieht, kann ich nach Gottes Absichten suchen und einen Weg der Praxis in Seinen Worten finden. So wie Gott sagt: „… bemühe dich, mit der Wahrheit als deinem Maßstab, dich in deiner Sicht von Menschen und Dingen, in deinem Verhalten und in deinem Handeln völlig nach Gottes Worten zu richten.“ Ich muss nach Gottes Anforderungen streben und mich auf meinen Lebenseintritt konzentrieren, und ich darf meine eigentliche Aufgabe nicht weiter vernachlässigen. Ich danke Gott, dass Er mich aus dem Kummer geführt hat!
Danach, sei es bei meinen Pflichten oder im Umgang mit der Familie, lernte ich, die Dinge, die mir widerfuhren, von Gott anzunehmen; ich suchte nach Gottes Absichten und praktizierte gemäß Seinen Worten. Meine arrogante Disposition begann sich nach und nach zu ändern, und mein Sohn sagte, ich sei nicht mehr so herrisch wie früher. Ich fühlte in meinem Herzen eine tiefe Dankbarkeit gegenüber Gott. Es war Gott, der mich zu dieser Veränderung geführt hat, und von diesem Zeitpunkt an wurde ich in meinem täglichen Leben bereit, Gottes Worte zu praktizieren und zu erfahren und für Gott Zeugnis abzulegen, um Ihn zu verherrlichen.