40. Abschied von den bitteren Jahren der Jagd nach Geld, Ruhm und Gewinn
Ich wurde in eine gewöhnliche Bauernfamilie hineingeboren und wir lebten in recht einfachen Verhältnissen. Mein Nachbar war Lehrer. Seine Familie war seit Generationen wohlhabend und genoss hohes Ansehen. Darauf war ich wirklich neidisch. Als Kind aßen die Nachbarn Nudeln, während wir uns nur Maisbrot leisten konnten. Wenn die Nachbarn die Straße entlanggingen, wurden sie von den Dorfbewohnern herzlich gegrüßt, wir aber bekamen nur ein paar oberflächliche Höflichkeiten zu hören. Wenn ich sah, wie sauber und ordentlich die Nachbarskinder gekleidet waren, und dann auf meine eigene abgetragene, wattierte Jacke blickte, schämte ich mich, mich zu ihnen zu stellen, und fühlte mich zutiefst minderwertig. Ich dachte bei mir: „Wenn ich groß bin, werde ich Geld verdienen, um die Lebensbedingungen meiner Familie zu verbessern. Dann können wir ein gutes Leben führen und die anderen werden uns respektieren.“ Als ich fünfzehn war, wurde mein Vater aus politischen Gründen zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Weil wir weder Geld noch Macht hatten, schikanierte uns sogar mein Onkel. Er brachte sogar meine Tante dazu, meine Mutter wegen Kleinigkeiten zu schlagen. Dieser Anblick erfüllte mein Herz mit Hass und befeuerte meinen Wunsch, Geld zu verdienen. Ich hatte das Gefühl, dass die anderen nur aufhören würden, uns zu schikanieren, wenn wir reich wären. Oft hörte ich die Leute sagen: „Die Armen legen sich nicht mit den Reichen an und die Reichen messen sich nicht mit den Beamten. Die Reichen können die Armen mit Geld zermalmen und ein Beamter kann einen Armen mit einem einzigen Wort ins Grab bringen.“ Ich dachte mir: „Nur mit Geld hat man Macht und Status und wird nicht mehr verachtet oder schikaniert. Ich muss Geld verdienen!“ Später hörte ich, dass man als Taxifahrerin Geld verdienen kann, also machte ich den Führerschein. Nachdem ich eine Weile Taxi gefahren war, hatte ich das Gefühl, nicht genug zu verdienen. Also fing ich im Vertrieb einer Firma an, wo ich mit einem Vertragsabschluss Tausende von Yuan Provision verdienen konnte. Um mehr Provision zu bekommen, verbrachte ich die meiste Zeit am Telefon. Selbst wenn ich erschöpft war und mir schwindelig war, machte ich keine Pause. Selbst als meine Stimme heiser wurde, hielt ich nicht inne, um etwas zu trinken. War ein Kunde bereit, war ich jederzeit zur Stelle, egal zu welcher Uhrzeit. Manchmal kam ich mitten in der Nacht völlig erschöpft nach Hause. Doch wenn ich an die Tausende Yuan Provision dachte, die ich nach einem Abschluss verdienen würde, war die Müdigkeit nicht mehr so schlimm.
Nach meiner Hochzeit 2002 eröffneten mein Mann und ich ein Restaurant, um unseren Lebensstandard zu verbessern. 2003 brach SARS aus. Wir betrieben das Restaurant über ein Jahr lang, doch es warf keinen Gewinn ab, also gaben wir es ab. Ich wollte mich mit diesem Scheitern nicht abfinden, also eröffneten wir ein weiteres Restaurant. Aber aus verschiedenen Gründen konnten wir es am Ende nicht weiterführen. Ich war voller Schmerz und war verzweifelt, war aber nicht bereit, aufzugeben. Also sagte ich mir: „Für das Wohl meiner Familie und damit die Leute nicht mehr auf uns herabschauen, darf ich nicht so einfach aufgeben. Ich muss weiter hart arbeiten. Ich akzeptiere es nicht, kein Geld verdienen zu können!“ Später eröffneten mein Mann und ich noch ein Restaurant. Wir waren jeden Tag so beschäftigt, dass ich nie vor Mitternacht ins Bett kam. Um das Geld für einen weiteren Angestellten zu sparen, spülte ich Geschirr, wischte Böden und putzte, selbst als ich mit meinem zweiten Kind schwanger war. Und als mein Kind einen Monat alt war, ging ich zurück zur Arbeit ins Restaurant. Mit der Zeit wurde es im Restaurant immer voller. Jeden Tag waren Dutzende Tische besetzt, und ich war ständig auf den Beinen, um die Gäste zu bedienen. Im Sommer hatte ich oft Kopfschmerzen von der Hitze, und wir hatten so viel zu tun, dass ich nicht einmal Zeit hatte, etwas zu trinken. Ich war körperlich und geistig am Ende. Aber wenn ich sah, dass wir mehr als 10.000 Yuan am Tag verdienten, war ich überglücklich. Ich dachte, egal wie hart oder anstrengend es wurde, es war die Mühe wert. Durch unsere harte Arbeit konnten wir uns nicht nur ein Auto und ein Haus leisten, sondern auch etwas Geld sparen. Ich dachte mir: „Nach all den Jahren voller Mühsal kann ich endlich erhobenen Hauptes und mit Würde leben.“ Später eröffnete mein Mann eine Investmentfirma und baute sogar eine Fabrik in unserer Heimatstadt. Wir machten so viel Gewinn, dass wir gar nicht mehr mitzählen konnten. Mein Kind sagte zu mir: „Mama, Papas Kofferraum ist voller Geld!“ Viele Leute fingen an, sich bei uns einzuschmeicheln, und es war immer jemand da, um bei der Arbeit zu Hause zu helfen. Sogar Regierungsbeamte kamen vorbei, um mit uns zu plaudern. Wenn ich die Straße entlangging, grüßten mich die Leute schon von weitem. Wenn sie über mich sprachen, hoben sie anerkennend den Daumen, und sie sagten zu meinen Eltern: „Eure Tochter ist wirklich beeindruckend. In nur einem Jahr hat sie drei Häuser gebaut, und das zusätzlich zu den zwei Fabriken und dem Restaurant, das sie schon in der Stadt gebaut hatte! Unglaublich!“ Das zu hören, erfüllte mich mit großer Zufriedenheit, und ich dachte bei mir: „Es ist toll, Geld zu haben. Endlich mache ich meinen Eltern Ehre! Man sollte immer nach Höherem streben, denn wenn man Geld hat, sehen einen die Leute mit ganz anderen Augen. Wie heißt es so schön: ‚Bist du in der Stadt arm, fragt kein Mensch nach dir, doch bist du in den Bergen reich, tauchen plötzlich Verwandte auf, von denen du gar nicht wusstest, dass du sie hast.‘ Nach all den Jahren harter Arbeit kann ich endlich meinen Kopf hoch tragen.“
Zwei oder drei Jahre lang genoss ich dieses Leben. Aber obwohl wir Geld, Besitz und alles hatten, was wir brauchten, und das Restaurant, die Firma und die Fabriken reibungslos liefen, spürte ich immer eine Leere in meinem Herzen. Mein Mann ging oft mit Kunden aus, um zu essen, zu trinken und sich zu vergnügen, und blieb häufig die ganze Nacht weg. Er war immer seltener zu Hause und kümmerte sich nicht um die Kinder. Es gab kaum noch Gelegenheit, gemeinsam als Familie zu essen. Wir hatten zwar Geld erwirtschaftet, aber unser Familiengefühl war dabei verloren gegangen. In meinem Herzen herrschte ein Gefühlschaos und eine tiefe Unruhe. Wenn ich Freizeit hatte, langweilte ich mich. Ich wusste nichts mit mir anzufangen und lief nur ziellos umher, um die Zeit totzuschlagen. Es dauerte nicht lange, da schlugen die Investitionen meines Mannes fehl, und er wurde wegen seiner Verwicklung in einen Finanzfall inhaftiert. Die Fabrik kam zum Erliegen, und es stellte sich heraus, dass das Management der Firma zig Millionen an Geldern veruntreut hatte. Wir hatten keine andere Wahl, als unsere Autos und unseren Besitz zu verkaufen, um Schulden zu begleichen. Sogar das Restaurant, das ich führte, musste verkauft werden. Nach diesem Vorfall in unserer Familie gingen Freunde und Verwandte auf Abstand, schauten uns mit kalten Blicken an und verspotteten uns. Inmitten meines Leids fand ich heraus, dass mein Mann eine Affäre hatte. Das traf mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel. All diese Rückschläge waren schwer für mich zu verkraften, und in meinem Innersten schrie ich auf: „O Gott, ist das mein Schicksal?“ Ich litt so entsetzliche Qualen und war so verzweifelt, dass ich nächtelang nicht schlafen konnte, und ich hatte niemanden, mit dem ich den Schmerz in meinem Herzen teilen konnte.
Ich konnte mich nicht damit abfinden, dass all die harte Arbeit der letzten Jahre umsonst gewesen war, also schaute ich mich nach jemandem um, mit dem ich einen neuen Produktionsbetrieb hätte eröffnen können. Aber ich fand niemanden Passenden, also lieh ich mir Geld, um ein Auto zu kaufen, und eröffnete ein Taxiunternehmen, um Geld zu verdienen. Durch meine Sparsamkeit, die ständige mentale Anspannung, die schlechte Ernährung und den Schlafmangel verhärteten sich meine Arterien, und ich bekam hohe Blutfettwerte und Bluthochdruck. Außerdem entwickelten sich bei mir Schilddrüsenknoten. Später verschlechterte sich meine Gesundheit weiter. Meine Augen tränten im Wind, meine Sicht verschwamm, und ich hatte oft einen starken Druck im Kopf und ein Engegefühl in der Brust. Wenn die Kopfschmerzen schlimm wurden, musste ich beim Fahren mit einer Hand gegen meinen Hinterkopf drücken und mit der anderen lenken. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass zwei Jahre später mein Neffe all das Geld stehlen würde, das ich mit dem Fahren verdient hatte. Und einfach so waren die Ersparnisse dahin, für die ich Jahre meines Lebens geopfert hatte. Es brach mir das Herz und ich fühlte mich völlig hilflos. Schließlich machte mein Körper nicht mehr mit; ich musste aufhören und mich ausruhen, um mich zu erholen. In meiner stillen Einsamkeit dachte ich bei mir: „Ich habe all die Jahre so hart gearbeitet, um Geld zu verdienen, aber am Ende habe ich nichts erreicht und bin nur mit einem Körper voller Krankheiten zurückgeblieben. Ist es mein Schicksal, mein Leben lang kein Geld verdienen zu können?“ In meinem Schmerz, als ich am Rande der Verzweiflung kämpfte, erreichte mich das Evangelium der letzten Tage des Allmächtigen Gottes.
Im März 2021 bezeugte mir eine Freundin das Evangelium der letzten Tage des Allmächtigen Gottes. Sie sagte, dass Gott wieder Mensch geworden sei und eine neue Phase des Werkes ausführe. Er spreche Worte, um die Menschen zu richten und zu reinigen, um sie letztlich wieder in das Abbild zurückzuversetzen, in dem Gott sie ursprünglich geschaffen hatte, und das menschliche Leben so wiederherzustellen, wie es einst im Garten Eden war. Ich war überglücklich, als ich das hörte, und nach einer Zeit der Prüfung nahm ich Gottes neues Werk an. Später las ich Gottes Worte: „Gott nutzt Sein Leben, um alle Dinge, sowohl lebendige als auch leblose, zu versorgen, und bringt aufgrund Seiner Macht und Autorität alles in eine gute Ordnung – das ist eine Tatsache, die sich niemand vorstellen oder begreifen kann. Diese unbegreiflichen Tatsachen sind genau die Äußerungsform und das Zeugnis der Lebenskraft Gottes. Lass Mich dir jetzt ein Geheimnis verraten: Die Größe des Lebens Gottes und die Kraft Seines Lebens sind für jedes geschaffene Wesen unermesslich. So ist es jetzt, genau so war es in der Vergangenheit und so wird es in Zukunft sein. Das zweite Geheimnis, das Ich vermitteln werde, ist folgendes: Die Quelle des Lebens aller Geschöpfe kommt von Gott; wie unterschiedlich sie in ihrer Lebensform oder Struktur auch sein mögen, und egal, was für eine Art Lebewesen sie sind, kein Geschöpf kann sich gegen die Lebensbahn wenden, die Gott festgelegt hat. Jedenfalls ist alles, was Ich Mir wünsche, dass der Mensch Folgendes versteht: Ohne die Fürsorge, den Schutz und die Versorgung durch Gott, kann der Mensch nicht all das erhalten, was er erhalten sollte, ganz gleich, wie sehr er sich bemüht und wie sehr er kämpft. Ohne die Versorgung mit Leben durch Gott, verliert der Mensch den Wert seines Daseins und den Sinn des Lebens. Wie könnte Gott dem Menschen, der den Wert Seines Lebens leichtfertig vergeudet, erlauben, so unbeschwert zu sein? Wie Ich es zuvor gesagt habe: Vergiss nicht, dass Gott die Quelle deines Lebens ist“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war ich tief bewegt und verstand, dass Gott über alle Dinge herrscht und das Schicksal der Menschheit lenkt. Egal wie sehr sie sich auch anstrengen, Menschen können nicht erlangen, was Gott nicht für sie vorherbestimmt hat. Ich hatte gedacht, meine Hände wären genauso fähig wie die von anderen, und was andere schaffen, das schaffe ich auch. Aber nach all den Jahren harter Arbeit – obwohl ich Geld verdient hatte und es geschafft hatte, Autos, Eigentum, eine Firma und Vermögen zu erwerben – löste sich alles in einem Augenblick in Luft auf, gerade als ich ein wenig Erfolg hatte. Und später wurde mir das Geld, das ich in zwei Jahren Taxifahren verdient hatte, von meinem Neffen gestohlen. Ich verstand endlich, dass Menschen ihr Schicksal nicht ändern können und dass ich in diesem Leben nicht bekommen kann, was nicht für mich bestimmt ist, egal wie sehr ich mich auch anstrenge. Als mir das klar wurde, fand mein Herz endlich Frieden, und ich verspürte eine tiefe Leichtigkeit. Mein Leben war so voller Leid gewesen, weil ich Gottes Herrschaft nicht anerkannte und ständig gegen mein Schicksal ankämpfte. Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, verstand ich, dass alles von Gott vorherbestimmt ist, dass ich nur ein unbedeutendes geschaffenes Wesen bin und mich Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen unterwerfen sollte.
Dann las ich Gottes Worte: „In der unermesslichen Weite der Welt verschlammen Ozeane zu Feldern und Felder überfluten, bis sie zu Ozeanen werden, und das unzählige Male. Außer Ihm, der unter allen Dingen über alles herrscht, gibt es niemanden, der imstande ist, diese Menschheit zu führen und anzuleiten. Es gibt keinen ‚Mächtigen‘, der sich für diese Menschheit abmüht oder Vorbereitungen für sie trifft, geschweige denn jemanden, der diese Menschheit führen kann, sich zum Bestimmungsort des Lichts zu bewegen und sich von den Ungerechtigkeiten der menschlichen Welt zu befreien. Gott beklagt die Zukunft der Menschheit, Er trauert um den Fall der Menschheit und es erfüllt Ihn mit Schmerz, dass die Menschheit Schritt für Schritt auf ihren Verfall und den Weg, von dem es kein Zurück mehr gibt, zumarschiert“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). „Da die Menschheit von der Lebensversorgung des Allmächtigen abgekommen ist, kennt sie den Zweck der Existenz nicht, fürchtet aber dennoch den Tod. Sie hat weder Halt noch Hilfe, schließt aber trotzdem nur widerwillig ihre Augen und stählt sich, um ihr Fleisch aufrechtzuerhalten, mit einem Geist, dem jegliches Gefühl fehlt, und sie zieht ein unehrenhaftes Dasein in dieser Welt in die Länge. So lebst du ohne Hoffnung, wie andere ohne Ziel leben. Nur der Eine Heilige der Legende wird die Menschen retten, die inmitten ihres Leids aufstöhnen und verzweifelt Seine Ankunft herbeisehnen. Solch ein Glaube ist bei denen, denen das Bewusstsein fehlt, lange Zeit unverwirklicht geblieben. Dennoch sehnen sie sich weiterhin so sehr danach. Der Allmächtige hat Erbarmen mit diesen Menschen, die zutiefst gelitten haben; gleichzeitig ist Er diesen Menschen, die überhaupt kein Bewusstsein haben, abgeneigt, da Er zu lange warten muss, bevor Er eine Antwort der Menschen erhält. Er will suchen, dein Herz und deinen Geist suchen und dir Wasser und Nahrung bringen, damit du erwachst und nicht mehr durstig oder hungrig bist. Wenn du dich erschöpft fühlst und etwas von der Trostlosigkeit dieser Welt spürst, dann fühle dich nicht verloren, weine nicht. Der Allmächtige Gott, der Wächter, wird deine Ankunft jederzeit mit offenen Armen begrüßen. Er wacht an deiner Seite. Er wartet darauf, dass du dich wieder umdrehst, Er wartet auf den Tag, an dem du deine Erinnerung plötzlich wiedererlangst: an dem du feststellst, dass du von Gott kamst und dass du irgendwann die Orientierung verloren hast, irgendwann auf dem Weg bewusstlos wurdest und irgendwann einen ‚Vater‘ hattest; an dem du außerdem feststellst, dass der Allmächtige stets über dich gewacht hat, und eine sehr, sehr lange Zeit auf deine Rückkehr gewartet hat. Er hat verzweifelte Sehnsucht verspürt und auf eine Antwort gewartet, die ausblieb. Sein Wachehalten ist unbezahlbar und gilt dem menschlichen Herzen und dem menschlichen Geist. Vielleicht ist Sein Wachen unendlich oder vielleicht hat es ein Ende gefunden. Aber du solltest genau wissen, wo dein Herz und Geist im Augenblick sind“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Das Seufzen des Allmächtigen). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, war ich tief bewegt und von einem Gefühl der Wärme erfüllt. Ich erkannte, dass Gott die ganze Zeit auf meine Rückkehr gewartet hatte. Anfangs hatte ich mich voll und ganz auf mein Streben nach Geld konzentriert, und alles, woran ich dachte, war Geld, Geld und nochmals Geld! Zwischen der Eröffnung unseres Restaurants und dem Scheitern unserer Investmentfirma, zusammen mit den kalten Blicken von Freunden und Verwandten und der Untreue meines Mannes – all diese Dinge verursachten mir so viel Schmerz und Verzweiflung, dass ich an den Punkt kam, an dem ich sogar den Tod herbeisehnte. Aber wenn ich an die Älteren und die Kinder zu Hause dachte, gab ich den Gedanken auf, mir das Leben zu nehmen. Später hatte ich beim Taxifahren oft Kopfschmerzen, und selbst als mein Blutdruck auf bedenkliche 170 mmHg anstieg, konnte ich mich nicht dazu durchringen, anzuhalten und mich auszuruhen. Um Ruhm und Gewinn zu erlangen und damit andere eine hohe Meinung von mir hätten, zwang ich mich trotz meiner Krankheit, weiter Geld zu verdienen. Ich dachte an eine Kollegin, die an einem Tag noch gefahren war, dann aber am nächsten einen Schlaganfall erlitt und starb. Doch mir ist nie ein Unfall passiert. Das war alles Gottes Fürsorge und Schutz. Ich war am Tiefpunkt meines Lebens. Die Familienunternehmen waren bankrott, mein Mann hatte mich betrogen, meine Freunde und Verwandten zeigten mir die kalte Schulter und sogar meine Mutter kümmerte sich nur um die Hochzeit ihres Enkels und ignorierte mich. All diese Dinge ließen mich erkennen, dass es den Menschen, wenn es hart auf hart kommt, nur um Geld und Vorteile geht und dass es so etwas wie familiäre Zuneigung in Wahrheit gar nicht gibt. In meinem Schmerz und meiner Hilflosigkeit erreichte mich Gottes Werk der letzten Tage, ich hörte Gottes Stimme und kehrte vor Ihn zurück. Nachdem ich das durchgemacht hatte, sah ich, dass Gott still über mich gewacht und mich beschützt hatte, und ich spürte Seine echte Liebe.
In der ersten Jahreshälfte 2022 tat ich meine Pflichten in der Kirche, predigte meinen Freunden und Verwandten aktiv das Evangelium und brachte sie vor Gott. Ich spürte eine tiefe Erfüllung in meinem Herzen. Später las ich Gottes Worte: „‚Geld regiert die Welt‘ ist eine Philosophie Satans. Sie ist unter den Menschen weit verbreitet, in jeder Gesellschaftsform; man könnte sagen, dass sie ein Trend ist. Der Grund dafür ist, dass sie dem Herzen jeder einzelnen Person eingeflößt wurde, die diesen Spruch zunächst nicht akzeptierte, ihm dann aber ihre stille Zustimmung gab, als sie in Kontakt mit dem wirklichen Leben kam und das Gefühl bekam, dass diese Worte tatsächlich wahr sind. Ist dies nicht ein Verlauf, bei dem Satan den Menschen verdirbt? Vielleicht verfügen nicht alle Menschen über das gleiche Maß an Erfahrungswissen zu diesem Sprichwort, aber jeder weist ein unterschiedliches Maß an Interpretation und Anerkennung dieses Sprichworts auf, beruhend auf Dingen, die in seiner Umgebung geschehen sind, und auf seiner eigenen persönlichen Erfahrung. Trifft das nicht zu? Ganz gleich, wie tief die Erfahrung ist, die eine Person mit diesem Spruch gemacht hat – welche negative Auswirkung hatte er auf ihr Herz? Die Tatsache, dass die Menschen auf dieser Welt – und man kann sagen, dass das jeden Einzelnen von euch miteinschließt – etwas aus ihrer Disposition offenbaren. Und was? Die Anbetung von Geld. Ist es ein Leichtes, das aus den Herzen der Menschen zu entfernen? Nein, das ist es nicht! Das zeigt, dass Satan den Menschen wahrhaftig zutiefst verdorben hat! Satan nutzt Geld, um die Menschen zu verlocken, und verdirbt sie alle, sodass sie Geld und materielle Dinge anbeten. Und wie äußert sich diese Anbetung von Geld in den Menschen? Denkt ihr denn nicht, dass ihr auf dieser Welt ohne Geld nicht überleben könntet und dass ihr nicht in der Lage wäret, auch nur einen Tag ohne Geld auszukommen? Wie viel Geld die Menschen haben, bestimmt, wie hoch ihr Status ist und wie angesehen sie sind. Die Armen denken nicht, dass sie mit erhobenem Haupt und stolz dastehen können, während die Reichen einen hohen Status haben, mit erhobenem Haupt und stolz dastehen, laut sprechen und auf eine arrogante und ungezügelte Weise leben können. Was bringen dieser Spruch und dieser Trend den Menschen? Stimmt es denn nicht, dass viele Menschen bereit sind, für Geld jedes Opfer zu bringen? Verlieren denn nicht viele Menschen ihre Würde und Integrität auf der Jagd nach mehr Geld? Verspielen denn nicht viele Menschen um des Geldes willen die Gelegenheit, ihre Pflicht zu tun und Gott zu folgen? Ist der Verlust der Chance, die Wahrheit zu erlangen und gerettet zu werden, für die Menschen nicht der größte aller Verluste? Allein mit dieser Methode und diesem Spruch wird der Mensch von Satan in einem solchen Ausmaß verdorben. Verfolgt Satan damit nicht eine böse Absicht? Ist das nicht ein böswilliger Trick?“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige V). „Satan benutzt Ruhm und Gewinn, um die Gedanken der Menschen zu kontrollieren, er lässt sie an nichts anderes als an diese beiden Dinge denken und bringt sie dazu, um Ruhm und Gewinn zu ringen, für Ruhm und Gewinn Härten zu erleiden, für Ruhm und Gewinn Erniedrigung zu erdulden und schwere Lasten zu tragen, für Ruhm und Gewinn alles zu opfern, was sie haben, und jegliches Urteil oder jegliche Entscheidung um des Ruhms und Gewinns willen zu treffen. Auf diese Weise legt Satan den Menschen unsichtbare Fesseln an, und unter diesen Fesseln haben sie weder die Fähigkeit noch den Mut, sich zu befreien. Unwissentlich tragen sie diese Fesseln, während sie mit großen Schwierigkeiten Schritt für Schritt immer weiter voranstapfen. Um des Ruhmes und des Gewinns willen entfernt sich die Menschheit von Gott und verrät Ihn und wird immer niederträchtiger. Auf diese Weise wird eine Generation nach der anderen inmitten von Satans Ruhm und Gewinn vernichtet. Wenn wir nun die Handlungen Satans betrachten, sind seine heimtückischen Beweggründe nicht absolut hassenswert? Vielleicht könnt ihr heute noch immer nicht die heimtückischen Motive Satans durchschauen, weil ihr denkt, dass das Leben ohne Ruhm und Gewinn keinen Sinn hätte, dass die Menschen dann nicht mehr in der Lage wären, den Weg vor sich und ihre Ziele zu erkennen, und dass ihre Zukunft finster, düster und trüb werden würde. Aber eines Tages werdet ihr alle langsam erkennen, dass Ruhm und Gewinn schwere Fesseln sind, die Satan den Menschen auferlegt. Wenn der Tag kommt, wirst du dich der Kontrolle Satans vollständig widersetzen und dich vollständig den Fesseln widersetzen, die Satan dir auferlegt hat. Wenn du dich von all diesen Dingen befreien möchtest, die Satan dir eingeflößt hat, wirst du einen klaren Bruch mit Satan vollziehen, und du wirst alles, was Satan dir gebracht hat, wirklich hassen. Nur dann wirst du wahre Liebe zu Gott und wahre Sehnsucht nach Ihm haben“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige VI). Gottes Worte erklären deutlich die Wurzel menschlichen Leidens. Die Menschen verbringen ihr Leben damit, Geld, Ruhm und Gewinn nachzujagen. Das sind unsichtbare Fesseln, die Satan den Menschen anlegt. Sie bringen sie dazu, blindlings Geld, Ruhm und Gewinn zu verfolgen, sogar bis zu dem Punkt, an dem sie alles opfern und sich letztlich von Gott entfernen und Ihn verraten. Ich war von Satans Giften beeinflusst worden und lebte nach Ansichten wie „Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts“, „Geld regiert die Welt“ und „Menschen müssen das nötige Rückgrat haben, um für ihre Würde zu kämpfen“. So machte ich Geld, Ruhm und Gewinn zum Ziel meines Strebens. Seit meiner Kindheit hatte ich geglaubt, wenn ich nur Geld hätte, könnte ich alles haben, erhobenen Hauptes dastehen und bewundert werden. Um das große Geld zu machen und herauszustechen, verkaufte ich Waren auf der Straße, fuhr Taxi und arbeitete im Vertrieb. Nach meiner Heirat eröffnete ich ein Restaurant. Nach jedem einzelnen Scheitern weigerte ich mich, mich geschlagen zu geben. Um das Geld für einen weiteren Angestellten zu sparen, arbeitete ich sogar am Tag vor der Entbindung noch im Restaurant. Als ich zur Untersuchung ging, sagte der Arzt, mein Kind habe Sauerstoffmangel und riet mir, zur Sauerstofftherapie ins Krankenhaus zu gehen. Aber um Geld zu sparen, ging ich nicht, was dazu führte, dass mein Kind mit einer zerebralen Hypoxie geboren und in einen Brutkasten gelegt werden musste. Um Geld zu verdienen, schuftete ich mir von früh bis spät den Rücken krumm. Ich schaffte es, etwas Geld zu verdienen, aber mein Mann betrog mich. Schließlich zerbrach unsere Familie, und am Ende war ich von Krankheiten gezeichnet. Ich erlebte persönlich, wie Satan die unsichtbaren Fesseln von Ruhm und Gewinn benutzte, um mich zu kontrollieren, was es mir unmöglich machte, mich zu befreien, und mich in großes Leid stürzte. Es überkam mich die pure Angst, wenn ich an diese Zeit zurückdachte, weil ich bei meinem Streben nach Geld, Ruhm und Gewinn fast mein Leben verloren hätte. Wären da nicht Gottes Fürsorge und Schutz gewesen – ich weiß nicht, wo ich am Ende gestorben wäre. Wenn ich so zurückdenke, erlangte ich durch das Streben nach Geld, Ruhm und Gewinn zwar vorübergehend Bewunderung und Respekt von anderen, aber am Ende war alles umsonst. Wenn ich diesen Weg weiterginge, würde ich mir nur endloses Leid zufügen und am Ende von Satan verschlungen werden. Diese Erkenntnis machte mir irgendwie Angst, und ich wurde bereit, Geld, Ruhm und Gewinn loszulassen und Gott richtig zu folgen.
Später las ich noch mehr von Gottes Worten: „Als geschaffene Wesen sollten die Menschen ihre Pflicht ausführen, und nur dann können sie die Anerkennung des Schöpfers erhalten. Geschaffene Wesen leben unter der Herrschaft des Schöpfers, und sie akzeptieren alles, was von Gott bereitgestellt wird, und alles, was von Gott kommt, also sollten sie ihren Verantwortungen und Verpflichtungen nachkommen. Das ist vollkommen normal und gerechtfertigt und wurde von Gott bestimmt. Daraus ist ersichtlich, dass für Menschen die Ausführung der Pflicht geschaffener Wesen gerechter, schöner und nobler ist, als alles andere, das sie während ihres Lebens in dieser menschlichen Welt tun; nichts inmitten der Menschheit ist bedeutungsvoller oder wertvoller, und nichts verleiht dem Leben einer geschaffenen Person einen größeren Sinn und Wert als die Ausführung der Pflicht eines geschaffenen Wesens. Auf Erden ist nur die Gruppe von Menschen, die die Pflicht eines geschaffenen Wesens wahrhaft und aufrichtig erfüllt, diejenige, die sich dem Schöpfer unterwirft. Diese Gruppe folgt nicht den weltlichen Trends; sie unterwirft sich der Führung und Leitung Gottes, hört nur auf die Worte des Schöpfers, nimmt die Wahrheiten an, die vom Schöpfer zum Ausdruck gebracht werden, und lebt nach den Worten des Schöpfers. Dies ist das wahrhaftigste, überwältigendste Zeugnis, und es ist das beste Zeugnis des Glaubens an Gott. Für ein geschaffenes Wesen ist, die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführen und den Schöpfer zufriedenstellen zu können, die schönste Sache inmitten der Menschheit, und es ist etwas, das unter ihnen als eine zu preisende Erzählung verbreitet werden sollte. Alles, womit der Schöpfer geschaffene Wesen betraut, sollte bedingungslos von ihnen akzeptiert werden; für die Menschheit bedeutet das sowohl Glückseligkeit als auch eine besondere Ehre, und für alle, die die Pflicht eines geschaffenen Wesens ausführen, gibt es nichts, das schöner ist oder es mehr verdient hat, dass man sich daran erinnert – es ist etwas Positives“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 7)). Ich hatte bei der Jagd nach Geld, Ruhm und Gewinn so sehr gelitten, hatte in tiefer Leere und Schmerz gelebt und war sogar ernsthaft krank geworden. Aber es waren Gottes Worte, die mich die Wahrheit verstehen und Satans böswillige Absichten, den Menschen zu schaden, durchschauen ließen. Ich sah Gottes Liebe und Seine Errettung für die Menschen. Gottes Worte gaben mir eine Richtung und hielten mich davon ab, weiter den falschen Weg zu gehen. Ich sah, dass die Menschen um mich herum ebenfalls inmitten des Leids durch Streben nach Geld, Ruhm und Gewinn lebten, und ich wollte für Gottes Liebe und Seine Errettung an mir Zeugnis ablegen, damit diejenigen, die dasselbe durchmachten wie ich, ihrem Leid ebenfalls entkommen und die Möglichkeit haben könnten, Gottes Worte anzunehmen und von Gott gerettet zu werden.
Kurze Zeit später kontaktierte mich plötzlich ein Freund, der einmal mit mir an einem Projekt gearbeitet hatte, und sagte: „Trommle deine Mitarbeiter wieder zusammen und lass sie arbeiten! Ich mache jetzt 200.000 bis 300.000 Yuan im Jahr. Du brauchst dich nicht um die Firma zu kümmern, manage einfach deinen Bereich. Du bist geschäftstüchtiger als ich, also wirst du ganz sicher eine Menge Geld verdienen.“ Als ich das hörte, war ich ein wenig neidisch und fühlte mich versucht. Bei früheren Projekten musste ich Firmen kontaktieren und mich selbst um das Geschäft kümmern, aber jetzt müsste ich nur mein Team leiten und könnte ziemlich viel Geld verdienen. Unterbewusst dachte ich: „Die verdienen jeden Monat ziemlich viel Geld, also sollte ich, wenn ich mit ihnen arbeite, auch eine Menge verdienen können. Ich komme gerade so über die Runden und stecke bis über beide Ohren in Schulden. Jeder kennt meine Situation. Wenn ich das nicht durchziehe, werden sie dann nicht alle hinter meinem Rücken über mich lästern und spotten?“ Aber dann dachte ich: „Wenn ich mit ihnen an Projekten arbeite, werde ich nicht mehr gut an Gott glauben und meine Pflichten tun können, und ich würde Gefahr laufen, mich von Gott zu entfernen.“ Wenn ich an jene schmerzvollen Tage zurückdachte, wollte ich nicht dieselben Fehler wiederholen. Voller Schmerz und innerlich zerrissen betete ich zu Gott: „Gott, ich will mich nicht von Dir entfernen. Bitte führe mich.“ Nach dem Gebet dachte ich über all die Höhen und Tiefen nach, die ich zuvor durchgemacht hatte. Als ich am meisten litt und völlig hilflos war, erwies Gott mir Seine Gnade, führte mich vor Ihn und leitete mich mit Seinen Worten. Er ließ mich erkennen, dass das Leben eines Menschen, ob arm oder reich, ganz unter Gottes Bestimmung steht, unabhängig davon, wie viel Reichtum er besitzt. Das ermöglichte es mir, ein gewisses Verständnis von Gottes Herrschaft zu erlangen und meinen Schmerz zu überwinden. Ich hatte das Glück, meine Pflicht als geschaffenes Wesen zu tun, und das war Gottes Erhöhung und Gnade für mich. Wenn ich weiter nach Geld, Ruhm und Gewinn streben würde, würde ich Gottes Liebe und Seinen mühevollen und gewissenhaften Absichten für mich nicht gerecht werden. Nach reiflicher Überlegung lehnte ich das Angebot meines Freundes ab. Später, egal wie sehr sie versuchten, mich zu überreden, blieb mein Herz fest. Ich war entschlossen, Gott nie wieder zu verlassen, um nach Geld, Ruhm und Gewinn zu streben. Ich wollte richtig an Gott glauben, meine Pflichten gut tun und Gottes Liebe vergelten. Seitdem tue ich meine Pflichten in der Kirche. Dank sei Gott!