9. Gedanken nach meinem Ausschluss

Von Zhengliang, China

Nachdem ich das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage angenommen hatte, verbreitete ich stets das Evangelium in der Gemeinde. Später ging ich an einen anderen Ort, um das Evangelium zu predigen, und war auch für die Evangeliumsarbeit von vier oder fünf Gemeinden verantwortlich. Nach einer gewissen Zeit der Zusammenarbeit zeigte die Evangeliumsarbeit einige Erfolge, und ich war ziemlich stolz auf mich. Vor allem suchten einige Gemeindeleiter, die bei der Evangeliumsarbeit auf Schwierigkeiten stießen, meinen gemeinschaftlichen Austausch, und auch die Brüder und Schwestern schätzten mich sehr. Das machte mich sehr glücklich und ich dachte: „Es scheint, als würde ich doch einiges von der Wahrheit verstehen und ein wenig Wahrheitsrealität besitzen.“

2013 kam ich zurück in die örtliche Gemeinde, um das Evangelium zu predigen. Ich dachte bei mir: „Dadurch, dass ich im letzten Jahr oder so auswärts das Evangelium gepredigt habe, konnte ich viel praktizieren und habe einige Wahrheiten verstanden. Jetzt, wo ich wieder in der örtlichen Gemeinde bin, bin ich sicher ein wichtiger Kandidat für die Förderung, und wenn die Brüder und Schwestern meinem gemeinschaftlichen Austausch zuhören, wird es definitiv anders sein als früher. Vielleicht werde ich bei den Wahlen sogar zum Gemeindeleiter gewählt.“ Ein paar Tage später kam eine Gemeindeleiterin namens Jia Xin zu mir nach Hause. Sie erzählte, dass ihre Pflicht sie wirklich erschöpfe, und dass einige Mitarbeiter meinten, sie könne keine Probleme lösen, sei bei Versammlungen immer schläfrig, und habe nicht das Wirken des Heiligen Geistes, weshalb sie die Verantwortung übernehmen und zurücktreten solle. Sie sagte, die Prediger hätten sie zum selben Schritt gedrängt. Sie betonte auch besonders, dass diese beiden Prediger einst von ihr entlassen worden waren, aber nie über sich selbst nachgedacht und sogar behauptet hätten, sie würde sie unterdrücken. Jia Xin fragte meine Frau und mich, wie sie solche Umstände erleben solle. Als ich das alles hörte, wurde ich sehr wütend und dachte: „Ist das nicht reine Vergeltung? Ich habe früher mit Jia Xin zusammengearbeitet, und sie konnte beim Predigen des Evangeliums wirklich leiden und einen Preis zahlen. Manchmal machten die Neulinge erst spät Feierabend, aber sie lehnte sich trotzdem immer gegen ihr Fleisch auf und hielt Versammlungen mit ihnen ab. Sie ist ziemlich verantwortungsbewusst; wie können die sagen, sie hätte nicht das Wirken des Heiligen Geistes? Unterdrücken sie sie nicht? So etwas tun falsche Leiter und Mitarbeiter. Nein, das kann ich nicht einfach so durchgehen lassen. Jetzt, da ich wieder da bin, muss ich ihr helfen.“ Kurz darauf ging ich mit meiner Frau los, um die Sache zu verstehen und zu untersuchen. Während wir versuchten, die Sache zu erforschen, war ich innerlich ziemlich selbstzufrieden und dachte: „Ich habe wirklich ein gutes Unterscheidungsvermögen; kaum bin ich in die Gemeinde zurückgekehrt, habe ich schon falsche Leiter durchschaut. Wenn diese falschen Leiter und Mitarbeiter gemeldet und entlassen werden können, dann habe ich eine große Tat vollbracht. Und wenn sie erst einmal entlassen sind, bekomme ich vielleicht die Chance, zum Leiter gewählt zu werden. Damit würde ich wirklich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.“ Bei diesem Gedanken wurde mein „Gerechtigkeitssinn“ noch stärker. Nach ein paar Tagen erfuhr ich, dass Jia Xin von mehreren Mitarbeitern von ihrer Position abgesetzt worden war. Die Mitarbeiter analysierten Jia Xins Verhalten in der Gemeinde im Detail und halfen den Brüdern und Schwestern, sie zu durchschauen. Als ich diese Nachricht hörte, erfüllte mich Zorn und ich dachte: „Jia Xin kann mehr entsagen und leiden als jeder von euch. Wie könnte sie eine falsche Leiterin ohne das Wirken des Heiligen Geistes sein? Ihr könnt alle abgesetzt werden, aber sie nicht!“ Ich war überzeugt, dass dies ein Akt der Vergeltung war, und so verbreitete ich an den Versammlungsorten die Anschuldigung, dass es sich um falsche Leiter und Mitarbeiter handele, und dass die Absetzung von Jia Xin nicht den Arbeitsanordnungen entspreche. Das führte dazu, dass die Brüder und Schwestern kein normales Kirchenleben mehr führen konnten und in der Gemeinde ein gewisses Chaos ausbrach.

Einige Zeit später kam eine Schwester, um sich um das Chaos in der Gemeinde zu kümmern. Sie sagte, ihre Untersuchung habe gezeigt, dass Jia Xin nicht wisse, wie man über die Wahrheit Gemeinschaft hält, und die tatsächlichen Probleme der Brüder und Schwestern nicht lösen könne. Sie sagte, Jia Xin sei wirklich eine falsche Leiterin, die keine echte Arbeit leisten könne, und dass sie gemäß den Grundsätzen entlassen werden solle. Doch als ich das hörte, war ich etwas misstrauisch und dachte: „Haben wir uns wirklich geirrt? Das kann nicht sein! Ich habe doch auch eine Grundlage, nach der ich Menschen beurteile; ich lasse mich nicht von euch in die Irre führen. Ihr haltet doch nur zu den Leitern und Mitarbeitern.“ Danach drang nichts mehr von dem, was die Schwester sagte, zu mir durch; ich dachte nur, dass sie die Sache unfair gehandhabt hatte. Dann verfasste ich zusammen mit drei anderen einen Meldebrief, in dem stand, dass die Absetzung von Jia Xin durch diese Leiter und Mitarbeiter nicht den Grundsätzen entspreche und sie Vergeltung an ihr üben wollten. Der Prozess des Schreibens verlief jedoch alles andere als reibungslos. Wir hatten währenddessen ständig Meinungsverschiedenheiten und jeder beharrte auf seinem Standpunkt. Wir schrieben den Brief immer wieder neu, und jedes Mal tauchten neue Fehler auf. Ich bekam Bedenken und dachte: „Ist es vielleicht nicht nach Gottes Absicht, dass wir sie melden? Wenn nicht, sollten wir es lassen.“ Aber dann dachte ich: „Wenn ich mich jetzt zurückziehe und die anderen die falschen Leiter wirklich melden und absetzen, dann wird ihnen die große Tat angerechnet. Wäre dann nicht all meine bisherige Mühe umsonst gewesen? Die Brüder und Schwestern würden dann sicher denken, dass sie diejenigen sind, die die Wahrheit verstehen und Unterscheidungsvermögen und einen Sinn für Gerechtigkeit haben. Niemand würde mich mehr hochschätzen.“ Als der Meldebrief also fertig war, unterschrieb ich ihn, und wir meldeten auch die Schwester, die sich um das Chaos in der Gemeinde gekümmert hatte. Nachdem ich den Brief abgegeben hatte, war ich ziemlich selbstzufrieden. Ich dachte, „Wenn diesmal die falschen Leiter und Mitarbeiter entlassen werden und die oberen Leiter sehen, dass ich die Wahrheit verstehe und Menschen durchschauen kann, werden sie mich vielleicht sogar außer der Reihe befördern. Dann werden alle Brüder und Schwestern mein Kaliber loben; wie herrlich das sein wird!“ Einige Tage später erhielt ich einen Brief von den oberen Leitern, in dem stand, dass die Verhaftungen durch die Kommunistische Partei derzeit sehr ernst seien und sie einige Zeit bräuchten, bevor sie diesen Meldebrief untersuchen und bearbeiten könnten. Eine Schwester sagte: „Die Verhaftungen werden in Zukunft nur noch schlimmer werden. Wenn wir darauf warten, dass die oberen Leiter sich darum kümmern, ist es zu spät. Auch wenn wir keine Leiter oder Mitarbeiter sind, müssen wir den Brüdern und Schwestern trotzdem helfen, mehr Unterscheidungsvermögen zu erlangen.“ Ich hörte zu und dachte: „Stimmt. Ist es nicht auch eine Art, seine Pflicht zu tun, wenn man den Brüdern und Schwestern hilft, mehr Unterscheidungsvermögen zu erlangen? Wenn diese falschen Leiter dann entlassen werden, werden mir ganz sicher alle diesen Erfolg zuschreiben, und vielleicht kann ich dann zum Leiter gewählt werden.“ Also ging ich zu den Versammlungsorten und verkündete, dass die Absetzung von Jia Xin durch die Leiter und Mitarbeiter nicht den Grundsätzen entspreche. Ich sagte auch, Jia Xin sei keine falsche Leiterin, sie tue ihre Pflicht von morgens bis abends und könne auch einige echte Arbeit leisten. Während dieser Zeit hielten die Brüder und Schwestern bei den Versammlungen keine Gemeinschaft mehr über Gottes Worte, sondern redeten nur noch über diese Angelegenheiten. Einige Brüder und Schwestern ließen sich von uns in die Irre führen, stellten sich auf unsere Seite, entwickelten Vorurteile gegenüber den Leitern und Mitarbeitern und bezeichneten sie als falsch. Manche verweigerten ihnen sogar den Zutritt zu ihren Häusern, was dazu führte, dass die Leiter und Mitarbeiter ihre Pflichten nicht mehr normal ausführen konnten. Einige Leute mit Unterscheidungsvermögen stellten sich auf die Seite der Leiter und Mitarbeiter und sagten, wir würden das Kirchenleben stören. Auf diese Weise bildeten sich zwei Lager in der Gemeinde; wir waren wie zwei Armeen, die sich gegenüberstanden. Immer wenn wir uns versammelten, diskutierten wir über diese Dinge, und die Brüder und Schwestern büßten ihr normales Kirchenleben ein. Das Chaos in der Gemeinde hielt in dieser Weise mehrere Monate an.

Eines Tages kamen die oberen Leiter, um den Inhalt unseres Meldebriefs zu untersuchen und zu verstehen. Ich dachte bei mir: „Diese falschen Leiter und Mitarbeiter werden definitiv entlassen.“ Doch gerade als ich mich freute, nutzte eine der Leiterinnen Gottes Worte, um die Natur unseres Verhaltens im Detail zu analysieren. Sie sagte, wir würden Cliquen bilden, die Gemeinde spalten und das Kirchenleben stören, was dazu führe, dass die Leiter und Mitarbeiter nicht normal arbeiten könnten und die Gemeindearbeit zum Stillstand gekommen sei. Sie sagte, wir würden Böses tun. Sie erklärte auch, dass Jia Xin als Leiterin nicht wisse, wie sie die Brüder und Schwestern anleiten solle, Gottes Werk zu erleben. Stattdessen habe sie immer versucht, Menschen für sich zu gewinnen und ihre Unzufriedenheit über Mitarbeiter zu verbreiten. Wie könne sie da das Wirken des Heiligen Geistes haben? Sie sagte, Jia Xin könne keine echte Arbeit leisten oder die Probleme der Brüder und Schwestern lösen, und egal wie sehr sie nach außen hin allem entsagte und sich aufwendete, sie sei eine falsche Leiterin und sollte entlassen werden; das entspreche den Grundsätzen. Als ich die Schwester im gemeinschaftlichen Austausch im Detail analysieren hörte, warum Jia Xin eine falsche Leiterin war, machte mein Herz einen Satz und ich dachte: „Was sie sagen, ist einleuchtend. Jia Xin wurde von diesen Mitarbeitern entlarvt und abgesetzt, sie hätte über sich nachdenken und Selbsterkenntnis erlangen sollen. Stattdessen kam sie immer wieder zu uns, fühlte sich ungerecht behandelt und ließ ihrem Ärger freien Lauf. Sie hat wirklich weder die Wahrheit angenommen noch Gottes Werk erlebt. Ich habe mich für Jia Xin eingesetzt und sogar über andere Leiter und Mitarbeiter gerichtet und das Kirchenleben gestört. Die Natur dieser Sache ist ernst!“ Da ich jedoch kein Verständnis für mein eigenes Verhalten hatte, gab ich damals nur einfach zu, einen Fehler gemacht zu haben. Schließlich sagten die oberen Leiter, dass wir das Kirchenleben schwerwiegend gestört hätten und die Natur dieser Sache ernst sei. Sie ordneten an, dass wir uns zu Hause isolieren und über uns selbst nachdenken sollten.

Eines Tages war ich bei meiner Mutter zu Hause und sie gab mir drei Ausschlussbescheide. Als ich sie mir ansah, bemerkte ich zu meiner Überraschung, dass neben dem von Jia Xin auch Ausschlussbescheide für meine Frau und mich dabei waren. In den Bescheiden stand, dass Jia Xin hinterhältig und listig sei, in der Gemeinde Zwietracht säe und Cliquen bilde und dass sie letztendlich als Antichristin eingestuft und ausgeschlossen werde. Was mich betraf: Ich war dieser Antichristin gefolgt, indem ich Böses tat und das Kirchenleben unterbrach und störte. Ich war der Komplize dieser Antichristin und wurde daher ebenfalls ausgeschlossen. Beim Durchlesen der Ausschlussbescheide traute ich meinen Augen nicht. Es war, als sähe ein zum Tode Verurteilter sein schriftliches Urteil. Ich war so verängstigt, dass meine Beine weich wurden und ich unkontrolliert zitterte. Ich dachte: „Ich wurde ausgeschlossen? Sollten wir nicht einfach nur zu Hause über uns selbst nachdenken? Wie konnten wir ausgeschlossen werden? Ich habe diesmal wirklich eine schwerwiegende Übeltat begangen.“ In diesem Moment herrschte völlige Leere in meinem Kopf. Ich eilte nach Hause, um meiner Frau von unserem Ausschluss zu erzählen. Nachdem ich es ihr gesagt hatte, konnte ich mich nicht länger zurückhalten, setzte mich auf den Boden und weinte. Ich dachte bei mir: „Ich bin erledigt, jetzt bin ich wirklich erledigt. Mein Weg des Glaubens an Gott ist zu Ende, und ich kann nie wieder in die Gemeinde zurückkehren. Diesmal habe ich Gottes Disposition wirklich gekränkt, und vielleicht werde ich eines Tages bestraft werden müssen.“ Bei diesem Gedanken war es, als wäre mir ein Messer ins Herz gestoßen worden; ich war zutiefst verzweifelt und voller Schmerz. Ich hasste mich dafür, zu so etwas in der Lage gewesen zu sein. Wie konnte ich nur blind den Worten von Jia Xin vertrauen? Die schwere Störung, die ich im Kirchenleben verursacht hatte, war nicht wieder gutzumachen, und je mehr ich darüber nachdachte, desto mehr schmerzte mein Herz. Tagein, tagaus fehlte mir der Antrieb für alles. Ich konnte nicht essen, nicht gut schlafen und nach einiger Zeit hatte ich mehr als fünf Kilo abgenommen. Es war jeden Tag, als würde ich auf meinen Tod warten. Ich dachte, ich hätte keine Chance mehr, gerettet zu werden, und sei dazu bestimmt, bestraft zu werden und in die Hölle zu kommen. Ich war wie ein Krebspatient im Endstadium, so mutlos und verzweifelt, wie man nur sein kann. Ich dachte, dass ich früher oder später ohnehin sterben würde, also könnte ich es auch gleich hinter mich bringen. Als mein Schmerz und meine Hilflosigkeit am größten waren, dachte ich an den Text eines Hymnus von Gottes Worten mit dem Titel „Strebe danach, Gott zu lieben, egal wie groß dein Leid ist“: „Heutzutage haben die meisten Menschen diese Erkenntnis nicht. Sie glauben, dass Leiden wertlos ist und dass die Welt sie zurückweist, ihr Leben zu Hause voller Probleme ist, sie Gott nicht gefallen und ihre Zukunftsaussichten schlecht sind. Wenn ihr Leid ein gewisses Ausmaß erreicht, wollen manche Menschen sogar sterben. Dies ist nicht wahre Liebe zu Gott; solche Leute sind Feiglinge. Sie haben keine Ausdauer, kein Rückgrat und sind unfähig!(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur durch die Erfahrung schmerzhafter Prüfungen kannst du die Lieblichkeit Gottes kennen). Ich hörte diesen Hymnus immer und immer wieder. Es schien, als würde Gott mir durch dieses Lied sagen, dass Er nicht wollte, dass ich so schwach und kraftlos sei, und dass ich meinen Glauben an Ihn nicht verlieren solle. Ich hatte so viel Böses getan und war bereits ausgeschlossen worden, und ich war dazu bestimmt, in Zukunft bestraft zu werden. Aber Gott erleuchtete mich dennoch und führte mich dazu, an diesen Hymnus zu denken, und ließ nicht zu, dass ich weiter in Negativität versank. Das berührte mich zutiefst, ein Hoffnungsschimmer erschien in meinem Herzen und gleichzeitig kehrte ein wenig Kraft in mir zurück. Später las ich weitere Worte Gottes, die besagten: „Während wir dem praktischen Gott folgen, müssen wir folgenden festen Vorsatz haben: Ganz gleich, wie gewaltig die Situationen sind, mit denen wir konfrontiert werden, oder welcher Art von Schwierigkeiten wir uns gegenübersehen, und ganz gleich, wie schwach oder negativ wir sind, wir dürfen den Glauben an den Wandel unserer Disposition oder an die Worte, die Gott gesprochen hat, nicht verlieren. Gott hat den Menschen eine Verheißung gegeben, und das erfordert von ihnen, Entschlossenheit, Glauben und Ausdauer zu haben, um sie auf sich zu nehmen. Gott mag keine Feiglinge; Er mag Menschen voller Entschlossenheit. Selbst wenn du viel Verdorbenheit offenbart hast, selbst wenn du viele Umwege gemacht oder viele Verfehlungen begangen hast, dich über Gott beschwert hast oder dich innerhalb der Religion Gott widersetzt hast oder in deinem gegen Ihn gelästert hast und so weiter – auf all das schaut Gott nicht. Gott schaut nur darauf, ob jemand nach der Wahrheit strebt und ob er sich eines Tages verändern kann(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Der Weg der Praxis für den Wandel der eigenen Disposition). Ich erkannte, dass Gott keine Feiglinge mochte; Er mochte Menschen, die entschlossen waren. Obwohl ich wegen meiner schweren Übeltaten ausgeschlossen worden war, legte Gott Wert darauf, ob ich mich ändern konnte oder nicht. Wenn ich mich änderte, dann wäre es das wert, selbst wenn ich am Ende sterben und bestraft werden würde. Während dieser Zeit kamen mir gelegentlich der Liedtext und Gottes Worte in den Sinn. Ich war sehr berührt, und dachte, dass Gott mich nicht verlassen hatte. In meiner mutlosesten und dunkelsten Zeit hatte Er Seine Worte benutzt, um mich zu führen, zu ermutigen und zu trösten. Ich spürte, dass Gott den Menschen so sehr liebt und dass ich nicht in meiner Negativität verharren durfte. Von da an stand ich jeden Tag früh auf und hielt daran fest, Gottes Worte zu essen und zu trinken, und darüber nachzudenken, auf welche Weise ich Gott gekränkt hatte.

Eines Tages las ich diese Worte Gottes: „Viele in der Kirche haben kein Urteilsvermögen. Wenn Menschen in die Irre geführt werden, stellen sie sich im Gegensatz dazu auf die Seite Satans; sie fühlen sich sogar extrem falsch behandelt, wenn sie als Diener Satans bezeichnet werden. Obwohl die Menschen sagen könnten, sie hätten kein Urteilsvermögen, stehen sie immer auf der Seite der Nichtwahrheit, sie stehen im kritischen Moment nie auf der Seite der Wahrheit, sie stehen nie auf und argumentieren für die Wahrheit. Fehlt ihnen wirklich Urteilsvermögen? Warum stellen sie sich im Gegensatz dazu auf die Seite Satans? Warum sagen sie nie ein einziges Wort, das fair und vernünftig ist, um die Wahrheit zu unterstützen? Ist diese Situation wirklich als Ergebnis ihrer momentanen Verwirrung entstanden? Je weniger Urteilsvermögen die Menschen haben, desto weniger sind sie in der Lage, sich auf die Seite der Wahrheit zu stellen. Was zeigt das? Zeigt es nicht, dass Menschen ohne Urteilsvermögen die Sünde lieben? Zeigt es nicht, dass sie die loyale Ausgeburt Satans sind? Wie kommt es, dass sie immer auf der Seite Satans stehen und seine Sprache sprechen können? Jedes ihrer Worte und Taten, jeder Ausdruck auf ihren Gesichtern reicht aus, um zu beweisen, dass sie keineswegs Wahrheitsliebende sind, sondern eher Menschen, die die Wahrheit verabscheuen. Dass sie sich auf die Seite Satans stellen können, reicht aus, um zu beweisen, dass Satan diese unbedeutenden Teufel wirklich liebt, die ihr Leben damit verbringen, um Satans willen zu kämpfen. Sind all diese Fakten nicht völlig klar?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Eine Warnung an diejenigen, die die Wahrheit nicht praktizieren). „Die unbedeutenden Tricks der Menschen ohne Urteilsvermögen werden zu deren Vernichtung durch die Hände der Frevler führen, sie werden von ihnen weggelockt werden, um nie wieder zurückzukehren. Und eine solche Behandlung ist das, was sie verdienen, weil sie die Wahrheit nicht lieben, weil sie unfähig sind, auf der Seite der Wahrheit zu stehen, weil sie bösen Menschen folgen und auf der Seite böser Menschen stehen, weil sie mit bösen Menschen konspirieren und sich Gott widersetzen. Sie wissen sehr wohl, dass das, was diese bösen Menschen ausstrahlen, böse ist, dennoch verhärten sie ihre Herzen und kehren der Wahrheit den Rücken zu, um ihnen zu folgen. Sind diese Menschen, die nicht die Wahrheit praktizieren, sondern destruktive und abscheuliche Dinge tun, nicht alle böse? Obwohl es unter ihnen solche gibt, die sich selbst als Könige bezeichnen, und andere, die ihnen folgen, sind ihre Naturen, die sich Gott widersetzen, nicht alle gleich? Welche Entschuldigung können sie für die Behauptung haben, dass Gott sie nicht rette? Welche Entschuldigung können sie für die Behauptung haben, dass Gott nicht gerecht sei? Ist es nicht ihr eigenes Übel, das sie zerstört? Ist es nicht ihre eigene Rebellion, die sie in die Hölle hinabzieht?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Eine Warnung an diejenigen, die die Wahrheit nicht praktizieren). Als ich Gottes Worte las, fühlte ich mich beschämt und war voller Betrübnis. Dass ich eine solch schwere Übeltat begehen konnte, lag nicht nur daran, dass ich kein Unterscheidungsvermögen hatte; es lag vor allem daran, dass ich Ansehen und Status zu sehr schätzte. Jia Xin hatte uns auf ihre Seite gezogen, um ihren Status als Leiterin zu schützen. Ich durchschaute die Absichten hinter ihren Handlungen nicht, noch prüfte ich, ob ihre Worte den Tatsachen entsprachen. Ich trat einfach blind für sie ein, wollte ein „Kämpfer für Gerechtigkeit“ sein und mich profilieren. Ich wollte auch die Gelegenheit ergreifen, eine Leiterposition zu erlangen. Als wir den Meldebrief schrieben, spürte ich deutlich, dass wir Gottes Führung nicht hatten. Wir konnten uns nicht auf eine Meinung einigen, und ich hatte keinen Frieden in meinem Herzen. Trotzdem war ich halsstarrig und machte mit dem Brief weiter, wobei ich dieser Antichristin bei ihren bösen Taten folgte. Die höhere Schwester, die in die Gemeinde kam, hielt Gemeinschaft, um mir zu helfen und mich zu entlarven, aber ich kehrte nicht um, aus Angst, dass andere auf mich herabschauen würden, wenn ich meine Fehler zugäbe. Ich ging zu den Versammlungsorten, verurteilte hemmungslos die Leiter und Mitarbeiter und verbreitete die Information, dass sie falsche Leiter oder Mitarbeiter seien. Mein Ziel war es, die Brüder und Schwestern dazu zu bringen, die Leiter und Mitarbeiter abzulehnen und mich hochzuschätzen, damit ich möglicherweise bei zukünftigen Wahlen gewählt werden könnte. Durch mein mehrfaches Stören konnten die Brüder und Schwestern nicht normal an Versammlungen teilnehmen und Gottes Worte essen und trinken. Die Hälfte der Brüder und Schwestern in der Gemeinde wurde von uns in die Irre geführt, und gemeinsam stellten wir uns gegen die Leiter und Mitarbeiter. Gott wollte, dass die Brüder und Schwestern in der Lage waren, normal an Versammlungen teilzunehmen, normal über Seine Worte Gemeinschaft zu halten und ihre Pflichten geeint gut zu erfüllen. Während Gott die Gemeinde aufbaute, wollte Satan Sein Werk niederreißen. Ich hingegen spielte die Rolle von Satans Diener und Komplizen, indem ich die Gemeindearbeit unterbrach und störte. Mit diesem Verhalten stellte ich mich nicht nur aus einem kurzzeitigen Mangel an Unterscheidungsvermögen auf die falsche Seite. Meine Natur war dieselbe wie die von Jia Xin; wir beide liebten Ansehen und Status über alles. Um Status zu erlangen, stifteten wir Unruhe in der Gemeinde, und ich wurde ausgeschlossen, weil ich nach Status statt nach der Wahrheit strebte. Als ich daran dachte, empfand ich extreme Reue und machte mir schwere Vorwürfe. Ich kniete auf den Boden und gab mir mehr als hundert feste Ohrfeigen. Ich wollte mich selbst unbarmherzig bestrafen, damit ich diese Lektion im Gedächtnis behalte. Ich betete auch zu Gott, „Gott, ich habe Böses getan. Ich habe nach Status gestrebt und die Gemeindearbeit gestört. Ich bin bereit, Buße zu tun, richtig über mich selbst nachzudenken und zu versuchen, meine bösen Taten zu verstehen.“

Danach dachte ich weiter über mich selbst nach und fragte mich: „Warum liebe ich Status so sehr und will immer danach streben, um ihn zu erlangen? Warum bin ich fähig, diese bösen Dinge zu tun?“ Ich las einen Abschnitt aus Gottes Worten: „Wenn du in deinem Herzen die Wahrheit wirklich verstehst, dann weißt du, wie du die Wahrheit praktizieren und dich Gott unterwerfen kannst, und du wirst ganz natürlich den Weg des Strebens nach der Wahrheit einschlagen. Wenn der Weg, den du gehst, der richtige ist und mit den Absichten Gottes übereinstimmt, dann wird das Wirken des Heiligen Geistes dich nicht verlassen – in diesem Fall wird es immer unwahrscheinlicher, dass du Gott verrätst. Ohne die Wahrheit ist es leicht, Böses zu tun, und du tust es gegen deinen Willen. Wenn du zum Beispiel eine arrogante und eingebildete Disposition hättest, würde es keinen Unterschied machen, wenn man dir sagen würde, dass du dich Gott nicht widersetzen solltest, da du dich nicht beherrschen könntest – dies wäre für dich etwas Unwillkürliches. Du würdest es nicht absichtlich tun; du würdest es unter der Dominanz deiner arroganten und eingebildeten Natur tun. Deine Arroganz und deine Eingebildetheit würden dazu führen, dass du Gott verachtest und missachtest; sie würden bewirken, dass du dazu neigst, dich selbst zu erhöhen, und dazu führen, dass du dich bei jeder Gelegenheit zur Schau stellst; sie würden dazu führen, dass du auf andere herabblickst und in deinem Herzen keinen Platz für andere lässt, außer für dich selbst; sie würden dir Gottes Platz in deinem Herzen rauben und schließlich würden sie dich dazu bringen, dich an Gottes Platz zu setzen und zu verlangen, dass die Menschen sich dir unterwerfen, und dich dazu bringen, deine eigenen Ideen, Gedanken und Auffassungen als die Wahrheit zu verehren. So viel Böses wird von Menschen unter der Vorherrschaft ihrer arroganten und eingebildeten Natur verübt!(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Nur durch Verfolgen der Wahrheit kannst du Änderungen in deiner Disposition erreichen). Durch Gottes Worte verstand ich, dass die Wurzel dafür, dass ich diese bösen Dinge tun konnte, darin lag, dass ich zu arrogant war, zu sehr an mich selbst glaubte und zu viel von mir selbst hielt. Ich glaubte, nur weil ich das Evangelium predigen und einige Probleme lösen konnte, würde das bedeuten, dass ich die Wahrheit verstand und Realität besaß. Deshalb konnte ich blind an mich glauben und rücksichtslos handeln, was dazu führte, dass ich all diese bösen Taten beging. Was die Absetzung von Jia Xin anging, so suchte ich nie richtig nach den Wahrheitsgrundsätzen. Ich sah, dass Jia Xin bei ihrer Pflicht allem entsagen, sich aufwenden, leiden und einen Preis zahlen konnte, und dachte deshalb, sie würde die Wahrheit praktizieren und das Wirken des Heiligen Geistes haben. Ich dachte mir, wer könnte all das in solch einem Ausmaß tun, wenn er nicht nach der Wahrheit strebte? In Wirklichkeit kann man bei der Beurteilung, ob jemand das Wirken des Heiligen Geistes hat, nicht danach entscheiden, ob jemand nach außen hin zu leiden, einen Preis zu zahlen, zu entsagen oder sich aufzuwenden scheint. Das sind Dinge, die jeder eifrige Mensch tun kann. Man muss hauptsächlich darauf achten, ob dieser Mensch fähig ist, zu Gott zu beten, wenn ihm Dinge widerfahren, und ob er, selbst wenn es nicht seinen eigenen Auffassungen entspricht, sich selbst loslassen, die Wahrheit suchen und ein Herz haben kann, das Gott fürchtet und sich Ihm unterwirft. Zusätzlich sollten sie fähig sein, Gottes auserwähltes Volk zu führen, sodass es Gottes Worte erlebt und sich selbst versteht, und sie sollten auch die Probleme der Brüder und Schwestern bei ihren Pflichten lösen. Das ist es, was ein Leiter oder Mitarbeiter tun sollte. Jia Xin war unfähig, Leitungsarbeit zu tun, geschweige denn hatte sie das Wirken des Heiligen Geistes. Als die Leute ihre Probleme aufdeckten, akzeptierte sie es nicht, beklagte sich sogar über vermeintliche Ungerechtigkeiten und führte uns in die Irre. Sie verbreitete absichtlich unter uns die Information, dass die gegen sie eingereichten Meldungen unwahr seien, und zog uns mit hinein, damit wir für sie eintraten. Wir wurden von ihr in die Irre geführt und erzählten den Leuten in der Gemeinde, dass die Leiter und Mitarbeiter sie unterdrückten, was dazu führte, dass die Gemeinde sich in Lager spaltete und im Chaos versank. Jia Xin entsagte zwar ein wenig und wendete sich etwas auf, aber sie suchte überhaupt nicht nach der Wahrheit, wenn ihr Dinge widerfuhren, noch dachte sie über sich nach oder versuchte, sich selbst zu verstehen. Um ihren Status zu sichern, verursachte sie Unterbrechungen und Störungen und untergrub die Arbeit der Gemeinde. Ihr Aufwenden und Leiden diente nur dazu, ihren Status zu sichern und ihr persönliches Verlangen nach Status zu befriedigen. Sobald jemand ihren Status bedrohte, beging sie böse Taten, wie etwa Cliquen zu bilden und Zwietracht zu säen. In ihrer Natur war sie ein Mensch, der die Wahrheit hasste; sie war eine durchtriebene, betrügerische, hinterhältige und bösartige Antichristin. Ich hatte überhaupt kein Unterscheidungsvermögen. Ich folgte Jia Xin bei ihren bösen Taten, verurteilte die Leiter und Mitarbeiter während der Versammlungen, und infolgedessen wurden die Brüder und Schwestern in die Irre geführt, stellten sich auf meine Seite und schlossen die Leiter und Mitarbeiter aus. Dies verursachte schwerwiegende Störungen im Kirchenleben. Ich hatte eine so schwere Übeltat begangen und dachte dennoch, ich hätte einen Sinn für Gerechtigkeit; ich war wirklich so verworren und so arrogant, dass ich jegliche Vernunft verloren hatte. Wenn ich nur ein wenig von der Wahrheit verstanden und ein gottesfürchtiges Herz gehabt hätte, hätte ich keine so schwere Übeltat begangen. Ich sah, wie sehr es mir an vielem mangelte und wie arrogant meine Disposition war. Ich brauchte dringend Gottes Züchtigung und Disziplinierung, um gereinigt und verändert zu werden!

Später las ich weitere Worte Gottes: „Bevor Gott Seinen Zorn aussendet, hat Er bereits das Wesen einer jeden Sache recht klar und umfassend wahrgenommen, und Er hat bereits genaue, klare Definitionen und Schlussfolgerungen formuliert. Somit ist also Gottes Ziel bei allem, was Er tut, glasklar, ebenso wie Seine Haltung. Er ist nicht verwirrt, blind, impulsiv oder sorglos, und gewiss ist Er nicht prinzipienlos. Das ist der praktische Aspekt von Gottes Zorn, und eben wegen dieses praktischen Aspekts von Gottes Zorn hat die Menschheit ihr normales Dasein erlangt. Ohne Gottes Zorn hätte sich die Menschheit zu abnormalen Lebensbedingungen herabgelassen, und alle gerechten, schönen und guten Dinge würden zerstört werden und aufhören zu existieren. Ohne Gottes Zorn würden die Gesetze und Regeln für das Dasein der Geschöpfe gebrochen oder sogar völlig untergraben werden. Seit der Schöpfung des Menschen hat Gott Seine gerechte Disposition ständig eingesetzt, um das normale Dasein der Menschen zu schützen und zu erhalten. Weil Seine gerechte Disposition Zorn und Majestät enthält, werden alle bösen Menschen, Dinge und Objekte und alle Dinge, die das normale Dasein der Menschheit stören und schädigen, infolge Seines Zorns bestraft, kontrolliert und vernichtet(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige II). „Gott Selbst weist diese Art von gerechter Disposition auf, weil Er Bosheit, Finsternis, Aufsässigkeit und Satans böse Taten verachtet – wie er die Menschheit verdirbt und verschlingt – weil Er alle sündhaften Taten verachtet, die sich gegen Ihn richten, und wegen Seiner heiligen und unbefleckten Wesenheit. Eben deshalb wird Er nicht dulden, dass irgendeines der geschaffenen oder nicht geschaffenen Wesen sich offen gegen Ihn stellt oder mit Ihm wetteifert. Selbst ein einzelner Mensch, dem Er einst Barmherzigkeit erwies, oder den Er auserwählt hatte, muss nur Seine Disposition reizen und gegen Seine Grundsätze der Geduld und Toleranz verstoßen, und Gott wird ohne das geringste Erbarmen oder Zögern Seine gerechte Disposition, die kein Vergehen duldet, entfesseln und offenbaren(Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gott Selbst, der Einzigartige II). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Gottes gerechte Disposition keine Kränkung durch den Menschen duldet. Gott hat Grundsätze, wenn Er jemanden verurteilt und ausmustert. Es ist kein impulsiver oder beiläufiger Akt; vielmehr geschieht es, wenn Er das Wesen von jemandem durchschaut. In der Zeit, in der ich Böses tat, rieten mir die Brüder und Schwestern wiederholt und baten mich, über mich selbst nachzudenken und keine Unterbrechungen und Störungen zu verursachen. Ich nahm es jedoch nicht an, und immer wenn der gemeinschaftliche Austausch von jemandem nicht mit meinen Ansichten übereinstimmte, widersetzte ich mich ihm, was dazu führte, dass meine Übeltaten immer ernster wurden. Von meinem anfänglichen Ungehorsam über die spätere Verursachung von Störungen bis hin zur endgültigen Spaltung der Gemeinde – jede dieser bösen Taten war ein Beweis für meine Arroganz und Eingebildetheit, meine Abneigung und meinen Hass gegenüber der Wahrheit. Ich war so arrogant und unnachgiebig, dass ich erst weinte, als ich vor meinem eigenen Grab stand. Gott hatte mir bereits mehrfach die Chance zur Buße gegeben, aber ich hatte sie alle zurückgewiesen. Hätte die Gemeinde mich nicht ausgeschlossen, wären weder Gottes Zorn noch das Chaos in der Gemeinde abgeklungen. Ich dachte daran, wie Gott, bevor Er Sodom zerstörte, die Menschen der Stadt mehrfach ermahnt hatte, Buße zu tun, aber sie widersetzten sich Ihm hartnäckig und zeigten nicht die geringste Reue. Am Ende entfesselte Gott Seinen Zorn über Sodom und zerstörte die Stadt. Jetzt hatte ich Gottes gerechte Disposition persönlich erfahren, und obwohl mein Herz sehr gequält war und schmerzte, hatte es mich davon abgehalten, noch mehr Böses zu tun, und mich erkennen lassen, dass Gottes Disposition keine Kränkung duldet und dass die Wahrheit und die Gerechtigkeit die maßgeblichen Kräfte in der Gemeinde sind. Dass Gott mich weiter atmen ließ und mir nicht mein Leben nahm, war schon ein Zeichen Seiner Barmherzigkeit. Wenn ich weiterhin nicht über mich nachdachte oder versuchte, mich selbst zu verstehen, würde ich am Ende von Gott zerstört werden. Ich trat vor Gott und betete zu Ihm: „Gott, ich habe Böses getan und Deine Disposition gekränkt. Dass ich ausgeschlossen wurde, ist Deine Gerechtigkeit. Meine vergangenen Verfehlungen kann ich nicht wiedergutmachen, daher widme ich mein Leben nun dem Ziel, mich selbst zu verstehen und vor Dir Buße zu tun.“ Ich fasste den Entschluss, dass ich, unabhängig von meinem zukünftigen Ergebnis, nach der Wahrheit streben, meine verdorbene Disposition ablegen und nicht länger nach Ansehen und Status streben würde. Selbst wenn Gott mich eines Tages wirklich zerstören sollte, wäre auch das Seine Gerechtigkeit. Ich hegte keine großen Hoffnungen mehr darauf, ins Königreich einzugehen; ich wollte nur von vorne anfangen, ein wahres geschaffenes Wesen sein. Ich betete in meinem Herzen zu Gott und sagte, wenn Er mir noch eine Chance gäbe, wäre ich bereit, einer der unbedeutendsten Nachfolger in der Gemeinde zu sein. Ich wäre bereit, jede mir zugewiesene Pflicht zu tun; es würde mir genügen, einfach etwas für Gottes Haus zu tun. Später fand mich die Gemeinde und bat mich, den Brüdern und Schwestern beim Kauf von Waren zu helfen. Ich fühlte mich sehr geehrt.

Eines Tages im April 2016 kam ein Leiter zu mir nach Hause und sagte zu mir: „Du wurdest wieder in die Gemeinde aufgenommen, und die Mehrheit der Brüder und Schwestern hat dieser Entscheidung zugestimmt.“ In diesem Moment war ich so ergriffen, dass ich nicht wusste, was ich sagen sollte. Nachdem der Leiter gegangen war, konnte ich die Tränen nicht zurückhalten. In meinem Herzen dankte und pries ich Gott unaufhörlich! Ich betete zu Gott: „Gott! Ich hätte nicht erwartet, dass Du mir eine Chance gibst, in die Gemeinde zurückzukehren. Danke, dass Du mir beigestanden hast, dass Du mich erleuchtet und geführt hast, mich selbst zu verstehen. Gott! Ich bin bereit, diese Gelegenheit zu schätzen, und ich garantiere, dass ich nicht länger Böses tun oder Störungen verursachen werde. Wenn ich in meine alten Dispositionen zurückfalle und die Gemeinde störe, bin ich bereit, Deine Bestrafung zu empfangen.“

Nach meiner Rückkehr in die Gemeinde begann ich bald, meine Pflicht auszuführen. Einmal kam der Gemeindeleiter zu mir und teilte mir eine Gastgeberpflicht zu. Ich dachte bei mir: „Wie können sie mich diese Pflicht tun lassen? Ist das nicht eine Pflicht für ältere Leute? Was werden die Brüder und Schwestern von mir denken, wenn sie davon hören?“ Ich hatte Vorbehalte gegenüber dem Leiter und meinte, man würde meine Talente für eine unbedeutende Aufgabe verschwenden. Später jedoch las ich Gottes Worte, die besagten: „Wenn Gott fordert, dass die Menschen ihre Pflicht erfüllen, verlangt Er nicht von ihnen, eine bestimmte Anzahl an Aufgaben zu bewältigen oder große Unterfangen durchzuführen, noch irgendwelche bahnbrechenden Kraftakte zu leisten. Was Gott will, ist, dass die Menschen alles, wozu sie in der Lage sind, bodenständig tun können und nach Seinen Worten leben. Gott erwartet nicht, dass du bedeutend oder erhaben bist oder dass du irgendwelche Wunder herbeiführst, noch will Er irgendwelche angenehmen Überraschungen in dir sehen. Er braucht solche Dinge nicht. Alles, was Gott braucht, ist, dass du auf bodenständige Weise gemäß Seinen Worten praktizierst. Handle nach Gottes Worten, nachdem du sie verstanden hast, und führe sie aus, oder behalte Gottes Worte gut im Gedächtnis, nachdem du sie gehört hast, und wenn die Zeit zum Praktizieren kommt, tu dies gemäß Gottes Worten. Lass sie zu deinem Leben werden, deinen Wirklichkeiten und zu dem, was du auslebst. Auf diese Weise wird Gott zufrieden sein(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die richtige Pflichterfüllung erfordert eine harmonische Zusammenarbeit). Durch Gottes Worte verstand ich, dass Gott nicht von mir verlangte, eine große, wichtige Arbeit zu leisten. Was Er wollte, war, dass ich meine Pflicht auf bodenständige Weise tue. Selbst wenn es eine gewöhnliche Pflicht war, solange ich auf Gottes Worte hörte und diese Pflicht nach Seinen Anforderungen ausführte, würde das genügen. Ich durfte meine Pflicht nicht nach meinen Vorlieben ausführen; ich musste mich nach den Bedürfnissen der Gemeindearbeit richten. Ich sollte mich den Anordnungen der Gemeinde unterwerfen und still meine Pflicht gut erfüllen. Das ist es, was ein Mensch mit Gewissen und Vernunft tun würde. Im Angesicht dieser Pflicht war ich jetzt offenbart und auf die Probe gestellt worden. Ohne solche Umstände hätte ich gedacht, dass ich Gott gegenüber ziemlich unterwürfig sei und dass meine arrogante Disposition und mein Verlangen nach Ansehen und Status sich bereits geändert hätten. In Wirklichkeit war ich immer noch ziemlich arrogant und eingebildet; ich hatte wilde Ambitionen und Begierden und war nicht bereit, der Unbedeutendste in der Menge zu sein. Das war meine wahre geistliche Größe. Um gereinigt zu werden und mich zu ändern, musste ich das Gericht und die Züchtigung von Gottes Worten sowie Prüfungen und Läuterung erfahren. Als ich das erkannte, nahm ich diese Pflicht an. Obwohl ich nicht kochen konnte, konnte ich es während der Ausführung meiner Pflicht gewissenhaft lernen und für die Brüder und Schwestern gemäß den Grundsätzen als Gastgeber fungieren. Mein Herz fühlte sich dabei sehr friedlich an. Dank sei Gott für meine Rettung!

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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