56. Ich beklage mich nicht mehr über mein schlechtes Kaliber

Von Chen Ling, China

In der Grundschule waren meine Noten schlecht, aber weil ich noch jung war, war mir das nicht peinlich. Als ich dann aber in der Mittelstufe war, bemerkte ich, wie Lehrer und Mitschüler die leistungsstarken Schüler bewunderten und lobten, und wurde neidisch. Auch ich wollte in der Schule besser werden, um von allen gelobt zu werden, doch egal, wie sehr ich mich auch anstrengte, meine Noten wurden einfach nicht besser. Ich machte mir Vorwürfe: „Wie kann ich nur so dumm sein? Wie peinlich!“ Also brach ich schließlich die Schule ab. Als ich anfing, mir eine Arbeit zu suchen, konnte ich wegen meiner fehlenden Ausbildung und Fähigkeiten nur körperliche Hilfsarbeiten annehmen. Als ich sah, wie kluge, gebildete Leute ohne große körperliche Anstrengung mehr Geld verdienten, warf ich mir wieder vor, nicht intelligent zu sein, und fühlte mich sehr niedergeschlagen. Nachdem ich das Werk der letzten Tage des Allmächtigen Gottes angenommen hatte, sah ich, wie die Gemeindeleiter Dingen entsagen, sich aufwenden, leiden und einen Preis zahlen und die Schwierigkeiten der Brüder und Schwestern durch gemeinschaftlichen Austausch über Gottes Worte lösen konnten. Alle bewunderten und respektierten sie, woraufhin ich sehr neidisch wurde. Ich freute mich auf den Tag, an dem auch ich Gemeindeleiterin werden könnte. Ich hätte nie gedacht, dass ich nur zwei Jahre später tatsächlich zur Gemeindeleiterin gewählt werden würde. Mit Begeisterung entsagte ich den Dingen, wendete mich auf und arbeitete bei allen Aufgaben, die organisiert und umgesetzt werden mussten, aktiv mit. Ich beklagte mich nie, egal wie schwierig oder anstrengend die Arbeit war. Ich tat mein Bestes, um jedem zu helfen, der Probleme hatte, und die Brüder und Schwestern lobten mich alle für meine Fähigkeit, Härten zu ertragen, und für meine liebevolle Art. Doch die Kirchenarbeit zeigte einfach keine Anzeichen einer Verbesserung, weil ich nur einige Worte und Glaubenslehren nachplapperte, mich an Vorschriften hielt und die Wahrheit nicht zur Lösung tatsächlicher Probleme anwenden konnte. Letztendlich war ich der Arbeit einfach nicht gewachsen und wurde entlassen, was mich zutiefst frustrierte und mich in Negativität verfallen ließ. Ich dachte, wenn meine Brüder und Schwestern wüssten, dass ich ein schlechtes Kaliber hatte, würden sie auf mich herabschauen, und dann hätte ich erst recht keine Chance mehr, beachtet zu werden. Ich konnte nicht anders, als mich bei Gott zu beklagen: Warum war mein Kaliber so schlecht, während andere so ein gutes hatten? Später wies mir die Gemeindeleiterin eine Pflicht im Bereich allgemeine Angelegenheiten zu. Wann immer ich daran dachte, dass ich wegen meines schlechten Kalibers nur körperliche Hilfsarbeiten tun und mir den Respekt anderer nicht verdienen konnte, stimmte mich das jedesmal etwas negativ und nahm mir die Motivation bei meiner Pflicht. Danach beauftragte mich die Leiterin mit der Verwahrung des Kircheneigentums. Aus Sicherheitsgründen durfte ich nur mit einem einzigen Bruder Kontakt haben. Ich dachte bei mir: „Wegen meines schlechten Kalibers kann ich nur diese Aufgaben hinter den Kulissen erledigen.“ Bei diesem Gedanken verlor ich die Motivation für meine Pflicht. Ich dachte nicht über die aufgetretenen Abweichungen oder Probleme nach, geschweige denn suchte ich die Wahrheit, um sie zu lösen.

Später las ich eine Passage aus Gottes Worten, die mich ein wenig aufrüttelte. Der Allmächtige Gott sagt: „Die meisten der Menschen, die Gott rettet, bekleiden keine hohen Positionen in der Welt oder unter den Menschen der Gesellschaft. Weil ihr Kaliber und ihre Fähigkeiten durchschnittlich oder sogar schlecht sind, sie sich schwertun, in der Welt beliebt oder erfolgreich zu sein, und sie immer das Gefühl haben, dass die Welt trostlos und ungerecht ist, haben sie ein Bedürfnis nach Glauben, und schließlich kommen sie vor Gott und treten in Gottes Haus ein. Das ist eine Grundvoraussetzung, die Gott den Menschen gibt, wenn Er sie auswählt. Nur mit diesem Bedürfnis kannst du den Wunsch haben, Gottes Errettung anzunehmen. Wenn du in allen Aspekten sehr gute Voraussetzungen hast, die geeignet sind, um in der Welt etwas anzustreben, und du dir immer einen Namen machen willst, dann hättest du nicht den Wunsch, Gottes Errettung anzunehmen, noch hättest du überhaupt die Gelegenheit, Gottes Errettung zu empfangen. Auch wenn du vielleicht ein durchschnittliches oder schlechtes Kaliber hast, bist du dennoch viel gesegneter als Nichtgläubige, da du die Gelegenheit hast, von Gott gerettet zu werden. Daher ist ein schlechtes Kaliber kein Makel an dir, noch hindert es dich daran, verdorbene Dispositionen abzulegen und Errettung zu erlangen. Letztendlich ist es Gott, der dir dieses Kaliber gegeben hat. Du hast so viel, wie Gott dir gibt. Wenn Gott dir gutes Kaliber gibt, dann hast du gutes Kaliber. Wenn Gott dir durchschnittliches Kaliber gibt, dann ist dein Kaliber durchschnittlich. Wenn Gott dir schlechtes Kaliber gibt, dann ist dein Kaliber schlecht. Hast du das einmal verstanden, musst du es von Gott annehmen und dich Gottes Herrschaft und Anordnungen unterwerfen können. Welche Wahrheit bildet die Grundlage für die Unterwerfung? Dass solche Anordnungen Gottes Seine guten Absichten enthalten; Gott ist überaus gewissenhaft in Seiner Bedachtsamkeit, und die Menschen dürfen sich nicht beschweren oder Gottes Herz missverstehen. Gott wird wegen deines guten Kalibers weder eine hohe Meinung von dir haben noch wird Er dich wegen deines schlechten Kalibers verachten oder verabscheuen. Was verabscheut Gott? Was Gott verabscheut, ist, wenn Menschen die Wahrheit nicht lieben oder annehmen; wenn Menschen die Wahrheit verstehen, sie aber nicht praktizieren; wenn Menschen nicht tun, wozu sie fähig sind; wenn Menschen nicht in der Lage sind, bei ihren Pflichten ihr Äußerstes zu geben, sie aber immer extravagante Begierden haben, immer Status haben wollen, immer um Stellung wetteifern und immer Forderungen an Ihn stellen. Das ist es, was Gott widerlich und verabscheuungswürdig findet(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). Als ich über Gottes Worte nachdachte, war ich zutiefst berührt. Mir wurde klar, dass Gott vorherbestimmt hatte, dass ich ein schlechtes Kaliber haben würde, und dass dahinter Seine gute Absicht steckte. Ich hatte ein starkes Verlangen nach Ansehen und Status und strebte schon von klein auf danach, mich hervorzutun. Hätte ich ein gutes Kaliber und gute Qualifikationen gehabt, in der Welt einen hohen Status erreicht und wäre ich von den Menschen respektiert und bewundert worden, dann wäre ich niemals vor Gott gekommen, sondern hätte unter Satans Verheerungen gelebt und die Freuden der Sünde genossen. Ich erkannte, dass mein schlechtes Kaliber mir geholfen hatte, Gottes Schutz zu erlangen, und dass es mich vor Ihn gebracht hatte. Das war Gottes Errettung. Weil ich ein schlechtes Kaliber hatte, wies mir die Gemeinde eine Arbeit im Bereich allgemeine Angelegenheiten zu, und diese Pflicht war für mich recht passend. Hätte ich mich etwas bemüht, hätte ich sie gut tun können, aber stattdessen beklagte ich mich, weil die Pflicht es mir nicht ermöglichte, mich hervorzutun und beachtet zu werden. Ich arbeitete sogar oberflächlich und erledigte meine Pflicht nur mechanisch. Als ich sah, wie ich meiner Rolle nicht gerecht wurde, erkannte ich, wie arrogant und unvernünftig ich war!

Dann stieß ich auf eine andere Passage aus Gottes Worten. Der Allmächtige Gott sagt: „Die spezifischen Äußerungsformen von Menschen mit schlechtem Kaliber in Bezug auf ihre Innovationsfähigkeit sind, dass sie nicht wissen, wie sie Grundlagen und Grundsätze auf spezifische, reale Arbeit anwenden sollen; sie können nur Worte nachplappern, Glaubenslehren lernen und Vorschriften auswendig lernen. Nur Glaubenslehren und Vorschriften auswendig zu lernen ist nutzlos und deutet nicht darauf hin, dass du Innovationsfähigkeit hast. Ob du über Innovationsfähigkeit verfügst oder nicht, zeigt sich daran, ob du diese Grundlagen, Grundsätze und Regeln im realen Leben umsetzen kannst und die mit diesen Grundlagen und Grundsätzen verbundenen Aufgaben gut erledigst, damit diese Grundlagen und Grundsätze nicht nur Worte und Glaubenslehren, Vorschriften und Formeln bleiben, sondern im Leben der Menschen umgesetzt und auf die Menschen angewendet werden, sodass die Menschen sie nutzen können und sie ihnen Nutzen und Hilfe bringen. Sie werden so zu einem Weg der Praxis im Leben oder zu einem Leitfaden, einer Richtung und einem Ziel für das Leben. Wenn einem Menschen diese Innovationsfähigkeit fehlt und er nur weiß, wie man Worte und Glaubenslehren von sich gibt und Parolen ruft, aber nicht in der Lage ist, diese Grundsätze und Grundlagen anzuwenden, wenn es an der Zeit ist, seine Pflicht zu tun, werden diejenigen, die einem solchen Leiter oder Verantwortlichen folgen, in diesem Aspekt der Wahrheit keine Grundsätze der Praxis erlangen. Solche Leiter oder Verantwortliche sind Menschen von schlechtem Kaliber, die der Arbeit nicht gewachsen sind und gemeldet und abgesetzt werden sollten, sobald sie identifiziert wurden. … Daher ist Innovationsfähigkeit eine entscheidende Fähigkeit für einen Leiter, Mitarbeiter oder Verantwortlichen. Wenn dir das grundlegende Kaliber und die grundlegende Fähigkeit fehlen, die Arbeit zu erledigen, musst du absolut vorsichtig sein und darfst nicht einfach aus Begeisterung vorpreschen, und du darfst nicht immer danach streben, herauszustechen und immer ein Leiter oder Verantwortlicher sein zu wollen. Ein solches Verhalten hindert nicht nur dich selbst, sondern auch andere daran, Errettung zu erlangen. Wenn du nur dich selbst behinderst, hast du nur deinen eigenen Tod verursacht, aber wenn du die Brüder und Schwestern behinderst, schadest du dann nicht vielen Menschen? Dein eigenes Leben mag dir egal sein, aber anderen ist ihres wichtig. Darüber hinaus ist es keine große Sache, dein eigenes tägliches Leben oder deinen eigenen finanziellen Erfolg zu behindern, aber die Arbeit der Kirche zu behindern, ist keine Kleinigkeit. Kannst du eine solche Verantwortung tragen? Wenn du wirklich jemand mit Gewissen bist und spürst, dass diese Angelegenheit eine erhebliche Verantwortung mit sich bringt, dass die Behinderung der Arbeit der Kirche etwas ist, wofür du keine Verantwortung tragen kannst, dann darfst du auf keinen Fall zu allen erdenklichen Mitteln greifen, um dich zur Schau zu stellen und um die Führung zu wetteifern. Strebe nicht immer danach, herauszustechen, wenn dir das Kaliber und die Größe fehlen. Behindere nicht die Arbeit der Kirche und hindere Gottes auserwähltes Volk nicht daran, in die Wahrheit einzutreten und einen guten Bestimmungsort zu erreichen, nur um dein Machtstreben zu befriedigen – das ist eine Missetat! Du solltest etwas Selbsterkenntnis haben. Tu, wozu du fähig bist, und strebe nicht immer danach, ein Leiter zu sein. Neben der Tätigkeit als Leiter gibt es viele andere Pflichten, die du tun kannst. Eine Position als Leiter zu übernehmen ist weder dein ausschließliches Recht, noch sollte es dein Streben sein. Wenn du das Kaliber und die Größe hast, ein Leiter zu sein, und du auch eine Bürde verspürst, dann ist es besser, dich von anderen wählen zu lassen. Diese Vorgehensweise nützt der Arbeit der Kirche und allen Beteiligten. Wenn dir das Kaliber fehlt, ein Leiter zu sein, solltest du etwas Güte zeigen und etwas Verantwortung für die Zukunft anderer übernehmen. Wetteifere nicht immer darum, ein Leiter zu sein, und behindere andere nicht. Der Wunsch, trotz schlechten Kalibers Leiter sein und die Verantwortung für die Arbeit der Kirche übernehmen zu wollen, zeugt von mangelnder Vernunft. Wenn dir das Kaliber und die Größe fehlen, tu einfach deine eigenen Pflichten gut. Deine Pflichten wirklich zu erfüllen, zeigt, dass du etwas Vernunft hast. Verrichte die Arbeit, die du entsprechend deiner Fähigkeit leisten kannst; hege keine Ambitionen und Begierden. Versuche nicht nur, deine persönlichen Begierden zu befriedigen, während du die Arbeit der Kirche vernachlässigst – das schadet sowohl dir selbst als auch der Kirche. Dies ist die Äußerungsform von Menschen mit schlechtem Kaliber in Bezug auf die Innovationsfähigkeit(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). Was Gott enthüllte, war genau mein eigenes Verhalten. Ich hatte ein schlechtes Kaliber und es fehlte mir an Kreativität. Ich konnte nur einige Kenntnisse aus der Glaubenslehre verstehen und mich bei meiner Pflicht an bestimmte Vorschriften halten, war aber unfähig, tatsächliche Probleme zu lösen, also war ich nicht als Leiterin geeignet. Nachdem ich zur Leiterin gewählt worden war, diente ich zwar mit Begeisterung, wendete mich auf, war motiviert und konnte einige allgemeine Angelegenheiten erledigen, aber wegen meines schlechten Kalibers konnte ich nur Vorschriften befolgen und alles nach Lehrbuch machen. Ich konnte die tatsächlichen Probleme bei der Arbeit nicht erfassen und war nicht in der Lage, sie zu lösen, und wurde schließlich entlassen, weil ich keine praktische Arbeit leisten konnte. Es gibt bestimmte Grundsätze, nach denen man beurteilen kann, ob jemand als Leiter geeignet ist. Zumindest sollte er eine gute Menschlichkeit und ein durchschnittliches Kaliber haben und in der Lage sein, echte Probleme zu lösen. Was mich betrifft, so hatte ich nicht das Kaliber einer Leiterin, und wenn ich in dieser Rolle weiter gedient hätte, hätte ich nur die Kirchenarbeit behindert und den Lebenseintritt meiner Brüder und Schwestern verzögert. Das wäre eine gewaltige Verfehlung! Es war richtig von der Leiterin, mich neu einzuteilen, da ich ein schlechtes Kaliber hatte und unfähig war, die Kirchenarbeit zu tun. Das diente nicht nur meinem Schutz, sondern war auch für die Kirchenarbeit verantwortungsvoll. Aber mir fehlte jegliche Selbsterkenntnis. Ich hatte ein schlechtes Kaliber, aber ein starkes Verlangen nach Status und Ansehen und wollte mich immer durch meine Arbeit als Leiterin oder Mitarbeiterin hervorheben. Wie irrational ich doch war! Ich betete zu Gott und sagte: „O Gott, ich danke Dir sehr. Durch meine Entlassung hast Du mich gerade noch rechtzeitig davon abgehalten, einen bösen Weg zu gehen. Mit der Enthüllung durch Deine Worte hast Du mir auch geholfen, meinen Zustand zu verstehen. Jetzt akzeptiere ich vollkommen, dass ich wegen meines schlechten Kalibers neu eingeteilt wurde. O Gott, ich bin bereit, Buße zu tun und mich nicht mehr über mein schlechtes Kaliber zu beklagen. Ich möchte die Wahrheit suchen, um meine verdorbene Disposition zu beseitigen und die richtige Einstellung zu meinem Kaliber zu haben.“

Ich dachte weiter nach und suchte nach dem Grund, warum ich mich immer über mein schlechtes Kaliber beklagte. Später, nachdem ich eine Passage aus Gottes Worten gelesen hatte, wurde mir klar, dass es ein Problem mit meinem Zustand gab. Der Allmächtige Gott sagt: „Die Art, wie Antichristen ihren Ruf und ihren Status schätzen, übertrifft bei weitem die gewöhnlicher Menschen und ist etwas, das in ihrer Dispositionsessenz liegt; es ist kein vorübergehendes Interesse oder eine flüchtige Auswirkung ihrer Umgebung – es ist etwas, das in ihrem Leben und in ihrem Innersten liegt, und daher ist es ihr Wesen. Das bedeutet, dass Antichristen bei allem, was sie tun, zuerst ihren eigenen Ruf und ihren eigenen Status berücksichtigen, und nichts anderes. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben und das Ziel, nach dem sie ihr Leben lang streben. Bei allem, was sie tun, ist ihr erster Gedanke: ‚Was wird mit meinem Status passieren? Und mit meinem Ruf? Wird mir das, wenn ich es tue, einen guten Ruf verschaffen? Wird es meinen Status in den Köpfen der Menschen erhöhen?‘ Das ist das Erste, woran sie denken, und das ist ein hinreichender Beweis dafür, dass sie die Disposition und das Wesen von Antichristen haben – und nur deshalb betrachten sie die Dinge auf diese Weise. Man kann sagen, dass Ruf und Status für Antichristen keine zusätzlichen Anforderungen sind, geschweige denn Dinge, die außerhalb ihrer selbst liegen und auf die sie verzichten könnten. Sie sind Teil der Natur von Antichristen, sie liegen in ihrem Inneren, in ihrem Blut, sie sind ihnen angeboren. Antichristen ist es nicht gleichgültig, ob sie Ruf und Status besitzen; das ist nicht ihre Einstellung. Was ist dann ihre Einstellung? Ruf und Status sind eng mit ihrem täglichen Leben verbunden, mit ihrem täglichen Zustand, mit dem, wonach sie täglich streben. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben. Gleichgültig, wie sie leben, gleichgültig, in welchem Umfeld sie leben, gleichgültig, welche Arbeit sie verrichten, gleichgültig, wonach sie streben, was ihre Ziele sind, was die Richtung ihres Lebens ist, es dreht sich alles darum, einen guten Ruf und einen hohen Status zu haben. Und dieses Ziel ändert sich nicht; sie können solche Dinge nie beiseitelegen(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 3)). Gott legt offen, wie Antichristen, egal was sie tun, immer zuerst an ihr Ansehen und ihren Status denken. In allem streben sie danach, ihren Ehrgeiz und ihr Verlangen zu befriedigen. Ich hatte zwar ein schlechtes Kaliber, aber die Disposition, die ich an den Tag legte, war sogar genau wie die eines Antichristen. Bei meiner Pflicht strebte ich nach dem Respekt der Menschen und wollte immer beachtet werden. Als ich neu eingeteilt wurde, dachte ich nicht über meine Unzulänglichkeiten nach; stattdessen verhielt ich mich unvernünftig, beklagte mich bei Gott, dass Er mir ein schlechtes Kaliber gegeben hatte, bekam eine negative Einstellung und ließ in meiner Pflicht nach. Ich erkannte, dass sich meine Lebensdisposition überhaupt nicht verändert hatte, obwohl ich schon jahrelang gläubig war und so viel von der Bewässerung und Versorgung durch Gottes Worte genossen hatte, und dass ich Ansehen und Status so sehr schätzte wie mein eigenes Leben. Das war wirklich gefährlich! Ich dachte an meine frühere Arbeitspartnerin, Yang Jing. Sie hatte ein gewisses Kaliber und Arbeitsvermögen, aber sie war arrogant, willkürlich und von Status besessen. Sie stellte sich bei ihrer Pflicht zur Schau, wann immer es möglich war, um sich den Respekt der Leute zu verdienen, und tat Dinge, die die Kirchenarbeit unterbrachen und störten. Unsere Leiterin entlarvte und stutzte sie mehrfach zurecht, aber sie wollte einfach keine Buße tun. Schließlich wurde sie als Antichristin entlarvt und ausgeschlossen. Da ich immer nach Status, Ruhm und Gewinn strebte, hätte ich mit Sicherheit denselben Weg wie Yang Jing eingeschlagen, wenn ich ein gutes Kaliber gehabt hätte und sobald ich Status und den Respekt der Leute erlangt hätte. Ich betete im Stillen zu Gott und sagte: „O Gott, ich bin von Satan zu tief verdorben worden und so besessen von Status, Ruhm und Gewinn. Ohne das Gericht und die Enthüllung durch Deine Worte wäre ich mir der antichristlichen Disposition, die ich offenbart habe, völlig unbewusst geblieben. Ich war so abgestumpft und begriffsstutzig! O Gott, ich danke Dir für Deine Erleuchtung und Führung durch Deine Worte. Ich bin bereit, Buße zu tun und so gut nach der Wahrheit zu streben und meine Pflicht so gut zu erfüllen, wie ich es mit meinem Kaliber kann.“

Während meiner geistlichen Andachten stieß ich auf einige weitere Passagen, die mir halfen zu verstehen, wie ich über mein Kaliber denken sollte. Der Allmächtige Gott sagt: „Deinem Kaliber entsprechend kannst du nur einige Arbeiten verrichten, die körperliche Anstrengung erfordern, Arbeiten, die im Verborgenen bleiben, auf die herabgesehen wird und an die sich niemand erinnert – wenn das deine Situation ist, solltest du sie von Gott annehmen und keine Beschwerden hegen, und erst recht solltest du deine Pflichten nicht nach deinen eigenen Wünschen auswählen. Tu, was auch immer das Haus Gottes für dich anordnet, und solange es in den Rahmen deines Kalibers fällt, solltest du es gut tun. … Auch wenn du keine andere Arbeit tun kannst, auch wenn du keine entscheidende und ausschlaggebende Rolle in der Arbeit der Kirche spielen kannst und keine bedeutenden Beiträge leistest, so genügt es doch, wenn du bei einer unscheinbaren Arbeit deine volle Kraft und Treue einsetzen kannst und nur danach strebst, Gott zufriedenzustellen. Damit wirst du deiner Erhöhung durch Gott gerecht. Sei nicht wählerisch bei Aufgaben, je nachdem, ob sie schmutzig oder anstrengend sind, ob andere dich dabei sehen, ob die Leute dich loben oder ob sie auf dich herabsehen, weil du sie tust. Denk nicht über diese Dinge nach; strebe einfach danach, sie von Gott anzunehmen, dich zu unterwerfen und die Pflichten zu erfüllen, die du ausführen solltest(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). „Die verschiedenen Äußerungsformen von Menschen mit unterschiedlichen Kalibern zu erkennen und diese spezifischen Beispiele anzuführen, soll dir helfen, dich selbst darin wiederzufinden. So kannst du deine eigene Position genau bestimmen, dein eigenes Kaliber und deine verschiedenen Voraussetzungen rational angehen und deine Bloßstellung durch Gott, Sein Gericht im Hinblick auf dich und deine Zurechtstutzung durch Ihn oder die dir zugewiesene Arbeit rational angehen, und aus tiefstem Herzen fähig sein, dich zu unterwerfen und dankbar zu sein, anstatt Widerstand und Abneigung zu zeigen. Wenn Menschen in der Lage sind, rational mit ihrem eigenen Kaliber umzugehen und dann korrekt ihren Platz zu bestimmen, und sie als geschaffene Wesen, wie Gott sie sich wünscht, auf bodenständige Weise handeln, auf der Grundlage ihres angeborenen Kalibers das, was sie tun sollten, gut erledigen und ihre Treue und all ihre Mühe hingeben, dann schaffen sie es, Gott zufriedenzustellen(Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). Gottes Worte gaben mir einen Weg der Praxis. Trotz meines schlechten Kalibers hatte Gott mich nicht schlecht behandelt. Die Verwahrung des Kircheneigentums erforderte Verantwortung und Liebe zum Detail. Ich musste das Eigentum regelmäßig überprüfen und instand halten. Wenn ich gewissenhaft arbeitete, war ich zu diesen Dingen fähig, und die Pflicht war für mich passend. Ich sollte meinen Platz kennen und meine Pflicht nach besten Kräften treu ausführen. Ich dachte an diese Worte Gottes: „Die Funktionen sind nicht dieselben. Es gibt einen Leib. Jeder von euch sollte seine Pflicht tun, jeder von euch sollte an seinem Platz sein und sein Allerbestes geben – für jeden Funken sollte es einen Lichtblitz geben – und ihr solltet nach Reife im Leben streben. So werde Ich zufrieden sein(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Kundgebungen Christi am Anfang, Kapitel 21). Diese Worte ermutigten mich sehr, und tief in mir wollte ich diese Pflicht wertschätzen. Während ich später meine Pflicht tat und mich um die Verwahrung des Eigentums kümmerte, reflektierte ich fortwährend über meine Fehler und Schwächen, erkannte, wo ich gegen Grundsätze verstoßen hatte, und korrigierte meine Probleme schnell, nachdem ich sie erkannt hatte. Wenn ich Probleme nicht selbst erkennen konnte, betete ich zu Gott und bat Ihn, sie mir zu offenbaren. Ich versuchte mein Bestes, alles zu tun, was meiner Arbeit nützte. Dass ich dieses Verständnis und diese Veränderung erreichte, war allein die Frucht der Führung durch Gottes Worte. Dank sei Gott!

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