43. Ich lernte, Menschen anhand von Gottes Worten zu unterscheiden
2017 führte ich in der Kirche eine textbasierte Pflicht aus. Während einer Versammlung hörte ich, dass Chen Xia entlassen worden war, und dass sie als Antichrist betrachtet wurde und Materialien für ihren Ausschluss vorbereitet würden. Als ich diese Nachricht hörte, war ich völlig aufgewühlt und konnte mich nicht beruhigen – ich konnte es einfach nicht akzeptieren. Ich lernte Chen Xia kennen, nachdem wir beide zum Herrn gefunden hatten, und wir taten unsere Pflichten gemeinsam, nachdem wir Gottes Werk der letzten Tage angenommen hatten. Chen Xia war damals sehr enthusiastisch. Ihr Mann stellte sich ihrem Glauben in den Weg, und sie vergoss deswegen viele Tränen. Schließlich ließ sie sich von ihrem Mann scheiden. Nach der Scheidung tat sie weiterhin ihre Pflichten mit einem starken Gefühl der Last. Besonders fiel mir auf, wie sehr Chen Xia es liebte, Gottes Worte zu lesen, und als ich mit ihr zusammenarbeitete, stand sie in den frühen Wintermorgenstunden auf, um Gottes Worte zu lesen. Sie schrieb sogar wichtige Abschnitte aus Gottes Worten in ein Notizbuch und holte es heraus, um darin zu lesen, wann immer sie Zeit hatte. Sie sagte oft zu mir: „Wir müssen Gottes Worte mehr lesen und uns Mühe damit geben, sonst werden wir unsere Pflichten nicht gut erfüllen können.“ Ich dachte bei mir: „Sie liebt es so sehr, Gottes Worte zu lesen, also muss sie jemand sein, der nach der Wahrheit strebt.“ Und ich schätzte sie in meinem Herzen sehr hoch ein und dachte, dass sie nicht nur in der Lage war, Opfer zu bringen und ihre Pflichten zu tun, sondern auch viel Mühe darauf verwenden konnte, Gottes Worte zu lesen, und dass ich in dieser Hinsicht einfach nicht mit ihr mithalten konnte und von ihr lernen musste. Danach habe ich immer, wenn ich auf Schwierigkeiten stieß oder etwas nicht verstand, gerne ihre Gemeinschaft gesucht und ihre Ansichten und Ratschläge gehört. Später, als Chen Xia an einen anderen Ort versetzt wurde, um ihre Pflichten zu tun, empfand ich ein echtes Verlustgefühl. Ich dachte daran, wie sie erst letztes Jahr Materialien für die Entfernung von Menschen zusammengestellt hatte. Seitdem war kaum Zeit vergangen, und jetzt wurde sie ausgeschlossen? Konnte ein Fehler unterlaufen sein? Aber dann dachte ich daran, dass die Kirche Grundsätze für die Entfernung von Menschen hat, und dass sie nicht ohne Grund Materialien für ihren Ausschluss vorbereiten würden. Mein Herz überschlug sich ständig, und ich konnte mich nicht auf die Versammlung konzentrieren. Die Leiterin bat mich, eine Beurteilung über Chen Xia zu schreiben, und ich stimmte oberflächlich zu, ohne meine wahren Gedanken zu äußern.
Als ich nach Hause kam und über Chen Xia nachdachte, fühlte ich mich unwohl. Ich dachte: „Chen Xia ist so engagiert, und sie hat ihre Familie und Karriere geopfert, um ihre Pflichten zu tun. Sie hat so viel Mühe in Gottes Worte investiert, aber jetzt wird sie ausgeschlossen. Ich habe nicht so viel gelitten oder mich so sehr aufgewendet wie sie, noch habe ich so viel in meinen Pflichten getan, und ich habe gewiss nicht so viel Mühe in Gottes Worte investiert. Bedeutet das, dass ich am Ende vielleicht auch ausgemustert und sogar ausgeschlossen werde?“ Diese Gedanken dämpften meine Motivation bei meinen Pflichten. Als ich sah, wie die Schwestern über die Arbeit diskutierten, wollte ich nicht teilnehmen. Ich hatte das Gefühl, es sei sinnlos, viel Mühe aufzuwenden oder einen Preis zu zahlen, denn wer weiß schon, welches Ergebnis ich am Ende haben würde? So verlor ich in dieser Zeit mein Gefühl der Last für meine Pflichten.
Später erkannte ich, dass mein Zustand falsch war, also betete ich und suchte Gott deswegen. Ich las Gottes Worte: „Es gibt viele Gedanken, Ideen und Zustände in den Menschen, die oft einige ihrer Meinungen, Perspektiven und Standpunkte beeinflussen. Wenn du diese Gedanken, Ideen und Zustände durch das Suchen nach der Wahrheit der Reihe nach beseitigen kannst, werden sie deine Beziehung zu Gott nicht beeinträchtigen. Deine Größe mag momentan gering sein und du magst nur ein oberflächliches Verständnis der Wahrheit besitzen, und weil du entweder erst seit kurzer Zeit an Gott glaubst oder aufgrund verschiedener anderer Faktoren, verstehst du nicht sehr viele Wahrheiten – aber diesen einen Grundsatz musst du begreifen: ‚Ich sollte mich allem unterwerfen, was Gott tut, unabhängig davon, ob es von außen betrachtet gut oder schlecht, richtig oder falsch erscheint, und ob es mit menschlichen Auffassungen übereinstimmt oder nicht. Ich habe kein Recht zu kritisieren, zu bewerten, zu analysieren oder zu untersuchen, ob es richtig oder falsch ist. Was ich tun sollte, ist, meine Pflicht als geschaffenes Wesen auszuführen und dann die Wahrheiten zu praktizieren, die ich verstehen kann, damit ich Gott zufriedenstelle und nicht vom wahren Weg abweiche‘“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man Gottes Souveränität erkennt). „Im wirklichen Leben musst du zuerst darüber nachdenken, welche Wahrheiten sich auf die Menschen, Ereignisse und Dinge beziehen, die dir begegnet sind; unter diesen Wahrheiten kannst du Gottes Willen finden und damit verbinden, worauf du in Seinem Willen gestoßen bist. Wenn du nicht weißt, welche Gesichtspunkte der Wahrheit sich auf Dinge beziehen, auf die du gestoßen bist, sondern stattdessen Gottes Willen direkt suchst, ist dies ein blindes Vorgehen, das keine Ergebnisse erzielen kann. Wenn du die Wahrheit suchen und Gottes Willen verstehen willst, musst du zuerst schauen, welche Art von Dingen dir zugestoßen sind, mit welchen Gesichtspunkten der Wahrheit sie verbunden sind, und nach der konkreten Wahrheit im Wort Gottes suchen, welches mit deinen Erfahrungen verbunden ist. Dann suchst du nach dem für dich richtigen Weg der Praxis in dieser Wahrheit; auf diesem Weg kannst du ein indirektes Verständnis für den Willen Gottes gewinnen“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Gottes Werk, Gottes Disposition und Gott Selbst III). Durch Gottes Worte habe ich verstanden, dass ich ein gottesfürchtiges Herz bewahren muss, wenn ich Dingen begegne, die nicht mit meinen Auffassungen übereinstimmen, und mich zuerst unterwerfen muss und nicht über Gott klagen darf, und dass ich sehen muss, auf welchen Aspekt der Wahrheitsgrundsätze sich diese Angelegenheit bezieht, und daraus die Wahrheit suchen muss, um Gottes Absichten zu verstehen. Ich begann, über mich selbst nachzudenken. Als ich von Chen Xias Ausschluss hörte, suchte ich überhaupt nicht nach der Wahrheit. Ich dachte, da sie ihre Familie und Karriere geopfert hatte, um ihre Pflichten zu tun, und so viel Mühe in Gottes Worte investiert hatte, und sogar als Leiterin und Mitarbeiterin gedient hatte, sei sie eine Person, die nach der Wahrheit strebt, und so fühlte ich mich in ihrem Namen ungerecht behandelt, und ich hegte Klagen und Missverständnisse gegenüber Gott und verlor das Interesse an meinen Pflichten. Mir wurde klar, dass ich kein gottesfürchtiges Herz hatte, und dass ich, wenn ich mit Angelegenheiten konfrontiert wurde, die nicht mit meinen Auffassungen übereinstimmten, Widerstand empfand, mich beklagte und überhaupt nicht nach der Wahrheit suchte. Mein Zustand war so gefährlich! Später hörte ich, dass sie, während sie die Aufgabe erfüllte, Materialien für die Entfernung von Leuten zusammenzustellen, die Brüder und Schwestern oft mit kleinen Gefälligkeiten bestach, um mit dem Teamleiter um Status zu konkurrieren, und dass sie auch Zwietracht säte, um die Brüder und Schwestern dazu zu bringen, negative Ansichten über den Teamleiter zu entwickeln. Sie sagte oft vor allen, dass dem Teamleiter der Lebenseintritt fehle, er Menschen nicht einschätzen könne und nicht das Wirken des Heiligen Geistes habe, und sagte diese Dinge, um den Teamleiter zu schwächen. Sie übertrieb häufig die Offenbarungen der Verdorbenheit der Brüder und Schwestern, um sie zu kritisieren, was die Begeisterung aller für ihre Pflichten dämpfte. Die Leiter und die Brüder und Schwestern hielten mehrmals mit ihr Gemeinschaft, um ihr zu helfen, aber sie erkannte sich selbst überhaupt nicht und bestand darauf, ihre Handlungen zu verteidigen. Nachdem ich von ihrem Verhalten gehört hatte, erkannte ich, dass Chen Xia Probleme hatte, und ich erinnerte mich an ihr Verhalten, als ich mit ihr zusammenarbeitete. Während der Kirchenwahlen 2012 wurden sowohl Chen Xia als auch Schwester Wang Hui zu Leiterinnen gewählt. Obwohl Wang Hui ein etwas geringeres Kaliber hatte, hatte sie ein Gefühl der Bürde für ihre Pflichten und konnte einige Probleme lösen. Chen Xia wollte jedoch immer, dass eine andere Schwester gewählt wurde, weil diese Schwester mehr auf sie hörte. Um dieses Ziel zu erreichen, nutzte Chen Xia Wang Huis Unzulänglichkeiten aus und bauschte sie auf, indem sie Wang Hui vor den Brüdern und Schwestern herabsetzte und sagte, sie sei wegen ihres geringen Kalibers als Leiterin ungeeignet. Sie sagte Wang Hui sogar ins Gesicht, sie solle wegen ihres mangelnden Kalibers zurücktreten. Als Chen Xia sah, dass Wang Hui nicht zurückgetreten war, begann sie, vor den Brüdern und Schwestern Unruhe zu stiften, indem sie sagte, Wang Hui sei zu sehr an ihrer Position interessiert und zögere, sie trotz ihres mangelnden Kalibers aufzugeben. Einige Brüder und Schwestern ließen sich von Chen Xia irreführen und stellten sich auf ihre Seite, behaupteten, Wang Hui sei für die Leitung ungeeignet und forderten eine Neuwahl. Dies führte zu Chaos in der Kirche, und Wang Hui verfiel in einen negativen Zustand. Auch während Chen Xias Zeit als Leiterin im Jahr 2013 bemerkte ein Bruder, dass die Leitung bei der Ausübung ihrer Pflichten gegen die Grundsätze verstieß und machte einen Vorschlag, aber als Chen Xia davon erfuhr, sagte sie ihrer Partnerin, sie sollten ihn im Auge behalten und alles aufschreiben, was er sagte, da dies später als Beweismittel bei der Zusammenstellung von Materialien für seine Entfernung dienen würde. Chen Xia verurteilte diesen Bruder sogar dafür, dass er über die Leitung richtete und die Arbeit der Kirche störte. Die Brüder und Schwestern fürchteten sich danach, den Leitern Vorschläge zu machen, da sie Angst hatten, verurteilt und ausgeschlossen zu werden. Später wurde Chen Xia entlassen, weil sie um Ruhm und Gewinn wetteiferte und Arbeiten ausführte, ohne ihre Mitarbeiter zu konsultieren, häufig die Vorschläge ihrer Mitarbeiter ablehnte und eigenmächtig handelte, was der Arbeit der Kirche geschadet hatte.
Als ich die vielen Verhaltensweisen von Chen Xia verglich, suchte ich weiter in den Worten Gottes. Ich las Gottes Worte: „Wie grenzen Antichristen diejenigen aus und greifen sie an, die nach der Wahrheit streben? Sie verwenden oft Methoden, die andere als vernünftig und angemessen ansehen, und nutzen sogar Debatten über die Wahrheit, um an ein Druckmittel zu gelangen, um andere Menschen anzugreifen, zu verurteilen und in die Irre zu führen. Beispielsweise denkt ein Antichrist, dass seine Partner, wenn es Menschen sind, die nach der Wahrheit streben, seinen Status bedrohen können, und somit wird der Antichrist hochtrabende Predigten halten und geistige Theorien diskutieren, um Menschen in die Irre zu führen und sie dazu zu bringen, eine hohe Meinung von ihm zu haben. Auf diese Weise kann er seine Partner und Mitarbeiter herabsetzen und unterdrücken und den Menschen das Gefühl geben, dass, obwohl die Arbeitspartner ihres Leiters Menschen sind, die nach der Wahrheit streben, sie ihrem Leiter nicht ebenbürtig sind, was das Kaliber und die Fähigkeiten angeht. Manche Menschen sagen sogar: ‚Die Predigten unseres Leiters sind erhaben, und niemand kann sich mit ihm vergleichen.‘ Für einen Antichristen ist es äußerst befriedigend, diese Art von Kommentar zu hören. Er denkt bei sich: ‚Du bist mein Partner, weist du nicht ein paar Wahrheitsrealitäten auf? Warum kannst du nicht so wortgewandt und erhaben sprechen wie ich? Du bist jetzt zutiefst gedemütigt. Dir fehlt die Fähigkeit, aber du wagst es, mit mir zu streiten!‘ Das ist es, was der Antichrist denkt. Was ist das Ziel des Antichristen? Er versucht alles Mögliche, um andere Menschen zu unterdrücken, zu erniedrigen und sich selbst über sie zu stellen. … Wen ein Antichrist in der Kirche am meisten hasst, das sind Menschen, die nach der Wahrheit streben, insbesondere jene mit einem Sinn für Gerechtigkeit, die sich trauen würden, einen falschen Leiter und Antichristen zu entlarven und zu melden. Solche Menschen sind dem Antichristen ein Dorn im Auge, ein Stachel in seinem Fleisch. Wenn er zufällig jemanden sieht, der nach der Wahrheit strebt und der bereitwillig seine Pflicht ausführt, dann kommen in seinem Herzen Gehässigkeit und Feindseligkeit auf, ohne das kleinste Maß an Liebe. Ein Antichrist wird Menschen, die nach der Wahrheit streben, nicht nur nicht helfen oder sie nicht unterstützen, egal, welche Schwierigkeiten sie haben oder wie schwach und negativ sie sein mögen – er wird nicht einfach nur darüber hinweggehen. Stattdessen wird er sich insgeheim darüber freuen. Und wenn jemand Anschuldigungen gegen ihn vorgebracht oder ihn entlarvt hat, dann wird er die Chance ergreifen und ihn treten, wenn er am Boden liegt, ihm alle möglichen Vergehen vorhalten, um ihm eine Lektion zu erteilen, ihn zu verurteilen, ihm keinen Ausweg zu lassen und ihn schlussendlich so negativ zu machen, dass er seine Pflicht nicht ausführen kann. Dann ist der Antichrist stolz auf sich und fängt an, wegen des Unglücks dieser Person zu frohlocken. Darin sind Antichristen am besten; ihre größte Kompetenz besteht darin, diejenigen auszugrenzen, anzugreifen und zu verurteilen, die nach der Wahrheit streben. … Zusammenfassend können wir anhand dieser Anzeichen bei den Antichristen bestimmen, dass sie ihre Leitungspflicht nicht ausführen, weil sie die Menschen nicht dazu anleiten, Gottes Worte zu essen und zu trinken oder über die Wahrheit Gemeinschaft zu halten, und sie bewässern und versorgen die Menschen nicht, um ihnen zu ermöglichen, die Wahrheit zu erlangen. Stattdessen unterbrechen und stören sie das Kirchenleben, demontieren und zerstören die Arbeit der Kirche und hindern die Menschen daran, nach der Wahrheit zu streben und Errettung zu erlangen. Sie wollen Gottes auserwähltes Volk in die Irre führen und dafür sorgen, dass es die Chance auf Errettung verpasst. Das ist das ultimative Ziel, das die Antichristen erreichen wollen, indem sie die Arbeit der Kirche stören und unterbrechen“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: 3. Wer nach der Wahrheit strebt, wird von ihnen ausgegrenzt und angegriffen). Gott enthüllt, dass Antichristen danach streben, in der Kirche zu herrschen, indem sie Glaubenslehren und Worte benutzen, um diejenigen irrezuführen, denen es an Unterscheidungsvermögen mangelt, und dass sie vor nichts zurückschrecken, um diejenigen anzugreifen und auszuschließen, die nach der Wahrheit streben. Sie hassen sogar diejenigen, die ihnen Vorschläge machen. Sie betrachten diese Menschen als Hindernisse, nutzen ihre Unzulänglichkeiten und Offenbarungen der Verdorbenheit aus und übertreiben diese Dinge, sodass sie sie absichtlich herabsetzen, richten und ihnen ungerechtfertigte Etiketten anhängen. Dies führt dazu, dass diese Brüder und Schwestern an den Rand gedrängt und unterdrückt werden, bis sie schließlich so negativ werden, dass sie ihre Pflichten nicht tun können. Auf diese Weise erreichen die Antichristen ihre Ziele und können nach Belieben Macht in der Kirche ausüben. Chen Xia verhielt sich genau so. Sie strebte danach, in der Kirche zu herrschen, sodass sie gezielt Wang Huis Unzulänglichkeiten ausnutzte, um sie herabzusetzen, zu richten und anzugreifen, in dem Versuch, sie zum schmachvollen Rücktritt zu bewegen, und die Brüder und Schwestern irreführte, sich auf ihre Seite gegen Wang Hui zu stellen, um dies zu erreichen. Als Chen Xia als Gemeindeleiterin diente, fand sie, wenn jemand Vorschläge machte, die ihre Position beeinflussten, Wege, diese zu quälen, und belegte sie bei ihren Versuchen, sie zu entfernen, mit ungerechtfertigten Anschuldigungen. Nachdem sie ihrer neuen Pflicht zugewiesen worden war, nutzte sie oft die Offenbarungen der Verdorbenheit der Teamleiterin, um sie herabzusetzen, zu richten und anzugreifen, um sie zu ersetzen, und verleitete die Menschen dazu, sich auf ihre Seite zu stellen, um die Teamleiterin zu isolieren. Dadurch wurde die Arbeit erheblich gestört. Als ich Chen Xias rücksichtsloses Streben nach Status sah, erkannte ich, wie hinterhältig, listig und bösartig ihre Worte und Taten wirklich waren. Die Leiter sezierten das Wesen ihrer Handlungen und die Konsequenzen, die sie verursacht hatten, doch sie hatte sich geweigert, dies zu akzeptieren, und argumentierte immer wieder dagegen und rechtfertigte sich. Dies war nicht nur ein persönlicher Streit; vielmehr tat sie damit Böses, widersetzte sich Gott und stellte sich Gott bis zum Äußersten entgegen! Ich erkannte, dass Chen Xias Probleme ernst waren und dass sie eine Antichristin war, die die Arbeit der Kirche gestört hatte. Als ich das erkannte, war ich sehr bekümmert. Ich erkannte, wie töricht und blind ich gewesen war, wie wirr im Kopf und ohne Urteilsvermögen. Ich hatte mich tatsächlich für diese Antichristin eingesetzt, und mein Leben in einem Zustand der Negativität und des Missverständnisses hatte meine Pflichten verzögert. Ich betete zu Gott um Buße und berichtete der Kirche von Chen Xias bösen Taten. Auf der Grundlage dieser Grundsätze wurde schließlich festgestellt, dass Chen Xia eine Antichristin war, und sie wurde aus der Kirche ausgeschlossen.
Später dachte ich oft über diese Angelegenheit nach und fragte mich: „Ich hatte so viele Jahre Umgang mit Chen Xia, wie konnte es sein, dass mir ihr gegenüber jegliches Unterscheidungsvermögen fehlte? Ich dachte sogar, sie sei eine Person, die nach der Wahrheit strebt, und schätzte sie sehr hoch ein und verehrte sie.“ Bei meiner Suche las ich zwei Abschnitte aus Gottes Worten, in denen ich den Grund dafür fand. Der Allmächtige Gott sagt: „Einige Menschen sind imstande, Härte zu ertragen, sie können den Preis zahlen, sind nach außen hin sehr sittsam, sind recht gut angesehen und genießen die Bewunderung anderer. Würdet ihr sagen, dass so ein äußerliches Verhalten als das Umsetzen der Wahrheit in die Praxis betrachtet werden kann? Könnte man feststellen, dass solche Menschen die Absichten Gottes zufriedenstellen? Woran liegt es, dass die Menschen immer wieder solche Personen sehen und denken, dass diese Gott zufriedenstellen, den Weg gehen, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen, und dem Weg Gottes folgen? Warum denken manche Leute so? Dafür gibt es nur eine Erklärung. Welche Erklärung ist das? Dass für sehr viele Menschen gewisse Fragen – wie, was es bedeutet, die Wahrheit in die Praxis umzusetzen, was es bedeutet, Gott zufriedenzustellen, was es bedeutet, tatsächlich die Wahrheitsrealität innezuhaben – nicht sehr klar sind. Demnach gibt es einige Menschen, die oft von denen in die Irre geführt werden, die äußerlich geistlich, ehrenwert, erhaben und bedeutend erscheinen. Was jene Menschen betrifft, die wortgewandt von Worten und Glaubenslehren sprechen können und deren Worte und Taten bewundernswert erscheinen, wer von ihnen in die Irre geführt wird, hat niemals das Wesen ihrer Handlungen, die Prinzipien hinter ihren Taten oder ihre Ziele betrachtet. Außerdem haben sie nie darauf geachtet, ob sich diese Menschen Gott wirklich unterwerfen, noch haben sie jemals ausgeforscht, ob diese Menschen wirklich Gott fürchten und das Böse meiden oder nicht. Sie haben die Menschlichkeitsessenz dieser Menschen niemals erkannt. Vielmehr begannen sie, diese Menschen, angefangen mit dem ersten Kennenlernen, nach und nach zu bewundern und zu verehren, und am Ende werden diese Menschen zu ihren Götzen. Hinzu kommt, dass in den Köpfen mancher Menschen die Götzen, die sie verehren – und von denen sie glauben, sie könnten ihre Familien und ihre Arbeitsplätze aufgeben und die oberflächlich gesehen imstande zu sein scheinen, den Preis zu zahlen –, diejenigen sind, die Gott wirklich zufriedenstellen und die wirklich gute Ergebnisse und gute Ziele erlangen können. In ihren Köpfen sind diese Götzen jene, die Gott billigt“ (Das Wort, Bd. 2, Über Gotteskenntnis: Wie man Gottes Disposition und die Ergebnisse erkennt, die Sein Werk erreichen soll). „Worin besteht der Unterschied zwischen der Anstrengung, die Antichristen in Gottes Worte investieren, und der Anstrengung derer, die nach der Wahrheit streben? (Die Absicht und der Zweck sind unterschiedlich. Antichristen strengen sich in Bezug auf Gottes Worte für ihren eigenen Vorteil und Status an, um ihre persönlichen Ambitionen zu befriedigen.) Welche Anstrengungen unternehmen Antichristen in Bezug auf Gottes Worte? Sie lernen Teile von Gottes Worten auswendig, die mit ihren Auffassungen übereinstimmen, lernen, Gottes Worte mit menschlicher Sprache zu erklären, und schreiben einige geistliche Notizen und Einsichten. Sie destillieren und organisieren auch die verschiedenen Aussagen Gottes und fassen diese zusammen, wie zum Beispiel jene, von denen die Menschen glauben, dass sie relativ mit menschlichen Auffassungen übereinstimmen, jene, die leicht als in Gottes Sprechton gesprochen wahrgenommen werden, einige Worte über Mysterien und einige von Gottes Worten, die eine Zeit lang in der Kirche beliebt sind und oft gepredigt werden. Neben dem Auswendiglernen, Ordnen, Zusammenfassen und dem Schreiben von Einsichten gibt es natürlich noch mehr, einschließlich einiger eigenartiger Aktivitäten. Antichristen werden jeden Preis zahlen, um Status zu erlangen, ihren Ehrgeiz zu befriedigen und ihr Ziel zu erreichen, die Kirche zu kontrollieren und Gott zu sein. Sie arbeiten oft bis spät in die Nacht und wachen im Morgengrauen auf, brennen das mitternächtliche Öl und proben ihre Predigten in den frühen Morgenstunden, und sie notieren sich auch die brillanten Dinge, die andere gesagt haben, alles, um sich mit der Glaubenslehre auszustatten, die sie brauchen, um hochtrabende Predigten zu halten. Sie denken jeden Tag darüber nach, wie sie diese hochtrabenden Predigten halten können, erwägen, welche von Gottes Worten am nützlichsten sein werden, und welche Bewunderung und Lob unter Gottes auserwähltem Volk hervorrufen werden, und dann lernen sie diese Worte auswendig. Danach überlegen sie, wie sie diese Worte so interpretieren können, dass es ihre Scharfsinnigkeit und Brillanz beweist. Um Gottes Wort wirklich in ihren Herzen zu verankern, bemühen sie sich, Sein Wort mehrmals anzuhören. Sie tun all dies mit Anstrengungen, die denen von Studenten ähneln, die um einen Platz an der Hochschule wetteifern. Wenn jemand eine gute Predigt hält, oder eine, die etwas Erleuchtung bietet, oder eine, die etwas Theorie liefert, wird ein Antichrist diese sammeln, zusammenstellen und zu seiner eigenen Predigt machen. Für einen Antichristen ist keine Mühe zu groß. Welches Motiv und welche Absicht stecken folglich hinter dieser Mühe? Es geht darum, imstande zu sein, Gottes Worte zu predigen, sie deutlich und mit Leichtigkeit sagen zu können, sie fließend zu beherrschen, damit andere sehen können, dass der Antichrist spiritueller ist als sie, Gottes Worte mehr schätzt, Gott mehr liebt. So kann ein Antichrist die Bewunderung und Verehrung einiger Menschen in seiner Umgebung gewinnen. Ein Antichrist ist der Meinung, dass dies eine lohnenswerte Sache ist und jede Anstrengung, jeden Preis oder jede Mühsal wert ist“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 10 (Teil 7)). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, erkannte ich, dass ich Chen Xia hochgeschätzt und gedacht hatte, sie strebe nach der Wahrheit, weil ich eine fehlerhafte Sichtweise hatte. Ich betrachtete diejenigen, die Opfer brachten, sich aufwendeten und hart arbeiteten, und diejenigen, die viel Mühe in das Lesen von Gottes Worten investierten, als Menschen, die die Wahrheitsrealität besaßen und wahrhaftig nach der Wahrheit strebten. Jetzt verstand ich, dass das bloße Tun der eigenen Pflichten, das Bringen von Opfern, das Sich-Aufwenden, das Leiden und das Zahlen eines Preises nur gute Verhaltensweisen sind und nicht bedeuten, dass eine Person wahrhaftig nach der Wahrheit strebt oder die Wahrheit praktiziert. Ich erkannte auch, dass viel Mühe in das Lesen von Gottes Worten zu investieren nicht notwendigerweise bedeutet, dass eine Person Gottes Worte wertschätzt oder die Wahrheit liebt. Dies sollte anhand der Absichten einer Person bei ihren Handlungen beurteilt werden, ob sie Gottes Worte praktiziert und ob sich ihre Lebensdisposition geändert hat. Nachdem sie Gott gefunden hatte, tat Chen Xia ihre Pflichten in der Kirche und konnte Mühsal ertragen, aber ihre Opfer und Aufwendungen dienten nicht dazu, die Wahrheit zu praktizieren, um Gott zufriedenzustellen; vielmehr strebte sie nach Ansehen und Status, um die Bewunderung und Verehrung anderer zu gewinnen. Im bitterkalten Winter stand Chen Xia vor Tagesanbruch auf, um Gottes Worte zu lesen, manchmal blieb sie sogar lange auf, um Gottes Worte zu lesen, abzuschreiben und auswendig zu lernen. Sie investierte so viel Mühe in Gottes Worte, aber ihre zugrundeliegende Motivation war immer noch um ihrer Position willen. Sie benutzte Gottes Worte als Werkzeug, um Ansehen und Status zu erlangen, und nutzte Gelegenheiten, Gottes Worte zu teilen, um die Bewunderung und Verehrung der Brüder und Schwestern zu gewinnen. Sie las so viele von Gottes Worten, aber sie zeigte keine Anzeichen dafür, sie zu praktizieren oder ihre verderbte Disposition anzugehen. Stattdessen strebte sie immer nach Ansehen und Status, oft mit einer herablassenden Haltung, um andere zu belehren und einzuschränken. Wenn andere ihre Probleme ansprachen, akzeptierte sie nicht, was sie sagten, und versuchte, sie zu unterdrücken und zu quälen. Es war offensichtlich, dass sie Gottes Worte nicht las, um die Wahrheit zu praktizieren – wie hätte sie sonst so viele von Gottes Worten lesen können, ohne dass sich ihre Disposition auch nur im Geringsten änderte? Stattdessen wurde sie zunehmend arrogant, und ihr Streben nach Ansehen und Status wurde immer intensiver. Dies offenbarte vollständig Chen Xias Wesen der Abneigung gegen und des Hasses auf die Wahrheit. Diejenigen, die die Wahrheit wirklich lieben, wertschätzen und praktizieren Gottes Worte. Genau wie bei Petrus. Er sann häufig über Gottes Worte nach und integrierte sie in sein wirkliches Leben, und er war in der Lage, in den Dingen, denen er begegnete, strikt gemäß Gottes Worten zu praktizieren und einzutreten, und schließlich änderte sich seine Lebensdisposition. Daraus sah ich, dass wir, um zu beurteilen, ob jemand ein Mensch ist, der nach der Wahrheit strebt, nicht nur auf seine äußerlichen Opfer und Aufwendungen schauen können, wie viele von Gottes Worten er gelesen hat oder ob er in der Lage ist, mit anderen Gemeinschaft zu halten, sondern wir sollten uns hauptsächlich darauf konzentrieren, ob er Gottes Worte in den Situationen, denen er begegnet, praktizieren kann, uns darauf konzentrieren, ob er die Wahrheit sucht, über sich selbst nachdenkt und sich selbst erkennt, und ob er irgendeinen Lebenseintritt hat. Ich sah nur Chen Xias scheinbare Fähigkeit, Opfer zu bringen, sich aufzuwenden und Mühe in das Lesen von Gottes Worten zu investieren, und so verehrte ich sie, vergötterte sie sogar in meinem Herzen. Als ich von ihrem Ausschluss aus der Kirche hörte, wollte ich für sie eintreten. Ich sah, dass ich die Wahrheit nicht verstand und es versäumt hatte, Menschen gemäß Gottes Worten zu beurteilen. Ich war so töricht gewesen!
Ich fragte mich auch: „Warum fühlte ich mich, als ich hörte, dass Chen Xia ausgeschlossen werden sollte, so negativ und schwach und wollte sogar meine Pflichten nicht mehr tun?“ Später las ich Gottes Worte: „Sobald die Auffassungen und Vorstellungen der Menschen zu den Grundsätzen und Kriterien werden, in deren Licht sie andere Menschen und Dinge betrachten und nach denen sie sich verhalten und handeln, wird alles vergeblich sein, egal wie sehr sie an Gott glauben oder wie sie streben, und egal, wie viele Härten sie erleiden oder welchen Preis sie zahlen. Solange jemand nach seinen eigenen Auffassungen und Vorstellungen lebt, widersetzt er sich Gott und steht Ihm feindlich gegenüber; er unterwirft sich nicht wirklich den von Gott eingerichteten Umgebungen oder Seinen Anforderungen. Letztendlich wird sein Ergebnis also sehr tragisch sein. Wenn du schon seit vielen Jahren an Gott glaubst und dich für Ihn aufgewendet hast, überall herumgerannt bist und einen hohen Preis gezahlt hast, und wenn aber der Ursprung und die Quelle von allem, was du tust, deine eigenen Auffassungen und Vorstellungen sind, dann akzeptierst du Gott nicht wirklich und unterwirfst dich Ihm auch nicht wirklich. … Es ist genau wie bei Paulus: Er verrichtete viel Arbeit und ist viel herumgerannt und predigte das Evangelium im größten Teil Europas, aber egal, wie viele Härten er erlitt und wie hoch der Preis war, den er zahlte oder wie viel er herumrannte, er hatte nie Gedanken und Ansichten, die mit der Wahrheit übereinstimmten, er nahm die Wahrheit nie an, und er hatte nie die Haltung und die wirkliche Erfahrung der Unterwerfung unter Gott – er lebte immer in seinen eigenen Auffassungen und Vorstellungen. Was genau war seine Auffassung und Vorstellung? Er glaubte, dass ihm nach dem vollendeten Lauf und dem guten Kampf die Krone der Gerechtigkeit zuteilwerden würde – das war Paulus’ Auffassung und Vorstellung. Was war die spezifische theoretische Grundlage seiner Auffassung und Vorstellung? Dass Gott das Ergebnis einer Person danach bestimmen würde, wie viel sie herumgerannt ist, welchen Preis sie gezahlt hat und wieviel Härte sie erlitten hat. Genau auf dieser theoretischen Grundlage seiner Auffassung und Vorstellung schlug Paulus unwissentlich den Weg der Antichristen ein. Als er das Ende des Weges erreichte, verstand er folglich weder sein Verhalten und seine Äußerungsformen des Widerstands gegen Gott noch sein Wesen des Widerstands gegen Gott, geschweige denn zeigte er irgendeine Reue. Er hielt immer noch an seiner ursprünglichen Auffassung und Vorstellung fest, während er an Gott glaubte, und hatte nicht nur nicht die geringste wahre Unterwerfung unter Gott, sondern im Gegenteil, er glaubte sogar, dass er im Gegenzug noch mehr berechtigt sei, ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort von Gott zu erhalten. ‚Im Gegenzug‘ klingt zwar schön und zivilisiert, doch in Wirklichkeit handelte es sich weder um einen Austausch noch um einen Handel – er bat Gott direkt um diese Dinge, forderte sie geradezu von Gott. Wie forderte er sie von Gott? Genau wie er sagte: ‚Ich habe meinen Lauf vollendet, ich habe den guten Kampf gekämpft – die Krone der Herrlichkeit gehört jetzt mir. Das ist es, was ich verdiene und was Gott mir rechtmäßig geben sollte.‘ Der Weg, den Paulus einschlug, war ein Weg des Widerstands gegen Gott, der ihn in die Zerstörung führte, und das endgültige Ergebnis, das ihn ereilte, war die Bestrafung. Dies war untrennbar mit seiner Auffassung und Vorstellung von Gott verbunden“ (Das Wort, Bd. 7, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (2)). Ich empfand es als negativ, als ich hörte, dass die Kirche Chen Xia ausgeschlossen hatte, weil ich eine abwegige und absurde Auffassung vertrat. Ich dachte, dass diejenigen, die sich aufwenden, viel opfern und hart arbeiten, von Gott ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort erhalten würden. Als ich also sah, dass Chen Xia, obwohl sie Opfer gebracht und gelitten hatte und sogar nach vielen Jahren ihrer Pflichtausführung letztendlich von der Kirche ausgeschlossen wurde, konnte ich es einfach nicht verstehen. Ich dachte auch daran, wie wenig ich im Vergleich zu ihr geopfert und wie wenige Pflichten ich im Vergleich zu ihr getan hatte, deshalb hatte ich das Gefühl, dass ich früher oder später ebenfalls ausgemustert werden würde, und ich wurde so negativ, dass ich keinen Preis mehr zahlen oder mich aufwenden wollte. Ich erkannte, dass ich nach all diesen Jahren des Glaubens an Gott immer noch in menschlichen Auffassungen und Vorstellungen lebte. Gott bestimmt das Ergebnis eines Menschen nicht danach, wie lange er geglaubt hat, wie viele Glaubenslehren er predigen kann, wie viel Arbeit er geleistet hat, wie viel er gelitten hat oder wie viel von Gottes Wort er auswendig gelernt hat, sondern vielmehr danach, ob er nach der Wahrheit strebt, ob sich seine verderbte Disposition geändert hat und ob seine Absicht bei seinen Pflichten und Leiden darin besteht, Gott zufriedenzustellen. Wenn man Gottes Worte überhaupt nicht praktiziert und seine Pflichten nur tut, um mit Gott zu verhandeln, dann wird man Gottes Disposition verletzen, selbst wenn ein solcher Mensch Opfer bringen, sich aufwenden und hart arbeiten kann, wenn sich seine Lebensdisposition am Ende überhaupt nicht ändert und er sich Gott offen widersetzt. Genau wie Paulus. Er zahlte einen hohen Preis und wandte sich so sehr auf, aber er tat es nicht, um die Wahrheit zu gewinnen oder eine Veränderung seiner Disposition zu erreichen, sondern um Segen und eine Krone zu erlangen. Daher änderte sich auch nach vielen Jahren der Arbeit seine arrogante, eingebildete und nach Profit strebende Natur überhaupt nicht, und am Ende benutzte er sogar seine harte Arbeit als Kapital, um von Gott eine gerechte Krone zu fordern, und schimpfte offen gegen Ihn. Dies verletzte Gottes Disposition und führte zu Paulus’ Bestrafung. Auch ich wollte mein Leiden und meine Aufwendungen gegen einen guten Bestimmungsort eintauschen, und als ich sah, dass ich keine Hoffnung auf Segen hatte, wollte ich nicht einmal mehr meine Pflichten tun. Waren meine Ansichten über das Streben nicht dieselben wie die von Paulus? Es ist vollkommen normal und gerechtfertigt, dass geschaffene Wesen ihre Pflichten tun. Ich stand nicht in meiner Position als geschaffenes Wesen, um meine Pflichten ernsthaft zu tun. Stattdessen wollte ich mein Leiden und meine Aufwendungen in meinen Pflichten nutzen, um ein gutes Ergebnis und einen guten Bestimmungsort zu erlangen, und als ich das Gefühl hatte, dass ich diese Dinge nicht bekommen konnte, dachte ich, Gott sei ungerecht. Darin widersetzte ich mich Gott und verletzte Seine Disposition. Dieses Problem war von seiner Natur her zu schwerwiegend. Wenn ich meine Sichtweise nicht änderte, würde ich auch von Gott ausgemustert werden! Diese Erkenntnis erfüllte mich mit tiefer Reue und Schuld, und ich wollte vor Gott Buße tun.
Später las ich Gottes Worte: „Als ein geschaffenes Wesen sollte der Mensch anstreben, seine Pflicht als ein geschaffenes Wesen zu erfüllen und Gott zu lieben, ohne andere Entscheidungen zu treffen, denn Gott ist des Menschen Liebe würdig. Jene, die danach streben, Gott zu lieben, sollten nicht nach persönlichen Vorteilen streben oder danach streben, wonach sie sich persönlich sehnen; das ist das richtigste Mittel des Strebens. Wenn das, wonach du strebst, die Wahrheit ist, wenn das, was du in die Praxis umsetzt, die Wahrheit ist und das, was du erreichst, eine Änderung deiner Disposition ist, dann ist der Weg, den du beschreitest, der richtige. Wenn das, wonach du strebst, der Segen des Fleisches ist, und das, was du in die Praxis umsetzt, die Wahrheit deiner eigenen Auffassungen ist, und wenn es keine Änderung in deiner Disposition gibt und du dich dem fleischgewordenen Gott überhaupt nicht unterwirfst und du noch immer in der Unbestimmtheit lebst, wird das, wonach du strebst, dich sicherlich in die Hölle befördern, denn der Weg, dem du folgst, ist der Weg des Versagens. Ob du vervollkommnet oder ausgemustert wirst, hängt von deinem eigenen Bestreben ab, was auch bedeutet, dass der Erfolg oder das Scheitern von dem Weg abhängt, den der Mensch geht“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Erfolg oder Scheitern hängt von dem Weg ab, den der Mensch geht). Ich dachte daran zurück, als ich an Gott glaubte, nur um Segen zu suchen. Einfach ausgedrückt, ich strebte nach persönlichem Gewinn und einem guten Bestimmungsort, und am Ende würde ich keine Wahrheit gewinnen, und meine Disposition würde sich nicht ändern, sodass ich immer noch von Gott ausgemustert würde. Jetzt sehe ich, dass der Weg, den ich zuvor verfolgte, falsch war, und dass der richtige Weg im Glauben an Gott darin besteht, danach zu streben, Gott zu lieben, die Pflichten eines geschaffenen Wesens zu tun, in meinen Pflichten nach der Wahrheit zu streben und meine verderbte Disposition abzulegen. Das ist wertvoll und bedeutsam. Dies ist genau wie der Weg, den Petrus ging. Er konzentrierte sich darauf, Gottes Worte in allen Dingen in die Praxis umzusetzen, und er akzeptierte Gottes Gericht und Züchtigung, erlangte ein Verständnis seiner verderbten Disposition, und am Ende lebte er die Realität der Gottesliebe aus. Als ich darüber nachdachte, verstand ich, dass es nicht das Ziel des Glaubens an Gott sein sollte, ob man letztendlich Segen empfängt oder nicht, und dass das Verstehen der Wahrheit und das Ablegen der eigenen Verdorbenheit in seinen Pflichten das Bedeutsamste und der richtige Weg sind. Diese Erfahrung hat mich erkennen lassen, dass es äußerst wichtig ist, Menschen und Angelegenheiten auf der Grundlage der Wahrheitsgrundsätze zu betrachten!