34. Hinter dem Zerbruch einer Familie
Mein Mann und ich nahmen im Mai 2012 das Werk des Allmächtigen Gottes der letzten Tage an. Damals lasen wir ständig gemeinsam Gottes Worte und sangen Loblieder zur Ehre Gottes, und ich fühlte mich so glücklich und erfüllt. Kurz darauf übernahm ich eine Pflicht in der Kirche, ging oft zu Versammlungen und predigte das Evangelium. Mein Mann unterstützte mich dabei sehr. Doch später, aufgrund der Unterdrückung durch die Kommunistische Partei, versuchte meine Familie, mich an der Ausübung meines Glaubens zu hindern. Von da an zerbrach unser einst so harmonisches und friedliches Leben völlig.
Eines Tages rief uns mein älterer Bruder an und erzählte, er habe in den Nachrichten gesehen, dass die Regierung hart gegen die Gläubigen des Allmächtigen Gottes vorgehe, sie verhafte und zu Gefängnisstrafen verurteile. Er sagte: „Wenn ein Mensch gläubig ist, beeinträchtigt dies auch die zukünftigen Generationen. Die Kinder dürfen nicht studieren, und dann sind ihre Aussichten auf Arbeit oder eine gute Zukunft dahin. Ihr dürft diesen Glauben nicht weiter praktizieren.“ Mein Mann arbeitete in einer Schule, und als er hörte, was mein Bruder gesagt hatte, sagte er besorgt zu mir: „Der Glaube ist eine gute Sache, aber die Kommunistische Partei verhaftet Gläubige wie verrückt. Sogar die Zukunft unserer Kinder wird davon betroffen sein. Ich will diesen Glauben nicht mehr praktizieren, und du solltest auch aufhören, zu Versammlungen zu gehen. Wenn du Gott folgen willst, dann tu es doch heimlich zu Hause.“ Ich erwiderte: „Bin ich dann überhaupt noch eine Gläubige, wenn ich nicht zu Versammlungen gehe? Kann ich so die Wahrheit lernen? An Gott zu glauben und nach der Wahrheit zu streben – das ist der richtige Lebensweg. Ich muss zu den Versammlungen gehen.“ Als er sah, dass ich nicht nachgeben würde, nahm er einen Hocker und eine Taschenlampe und zerstörte sie aus Wut. Am nächsten Tag kam er von seiner Schule nach Hause und sagte zu mir: „Wir hatten heute ein Meeting in der Schule. Das Zentralkomitee hat ein offizielles Dokument herausgegeben, in dem steht, dass Gläubige des Allmächtigen Gottes als politische Gefangene gelten und dass landesweit hart gegen sie vorgegangen wird. Lehrern und ihren Familien ist es nicht gestattet, einen Glauben zu haben, und jeder, der dabei erwischt wird, wird entlassen und bekommt nie wieder eine Anstellung. Ihre Kinder werden nicht studieren dürfen – keine Schule wird sie annehmen. Du darfst deinen Glauben nicht weiter praktizieren. Wenn das jemand herausfindet und dich meldet, verliere ich meinen Job und die Zukunft unserer Kinder ist ruiniert. Das wird unsere Familie zerstören.“ Als ich ihn das sagen hörte, dachte ich, dass wir auf das Gehalt meines Mannes angewiesen waren, um unsere Ausgaben zu decken. Wenn er wegen meines Glaubens wirklich entlassen würde, wie kämen wir dann über die Runden? Und würden unsere Kinder mich nicht hassen, wenn sie weder studieren noch einen Job bekommen könnten? Diese Gedanken machten mich wirklich fertig, also rief ich in meinem Herzen zu Gott und bat Ihn, mich zu führen, damit ich Seine Absicht verstand. Nach meinem Gebet dachte ich an etwas aus Gottes Worten: „Das Schicksal des Menschen wird von Gottes Händen gelenkt. Du bist nicht in der Lage, dich selbst zu lenken: Selbst wenn sich der Mensch ständig für sich selbst abhetzt und geschäftig ist, bleibt er unfähig, sich selbst zu lenken. Wenn du deine eigenen Perspektiven wissen könntest, wenn du dein eigenes Schicksal lenken könntest, würde man dich dann noch als ein geschaffenes Wesen bezeichnen?“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Wiederherstellung des normalen Lebens der Menschen und ihre Hinführung zu einem wundervollen Bestimmungsort). Als ich darüber nachdachte, erkannte ich, dass das Schicksal der Menschen ganz in Gottes Händen liegt. Was für eine Arbeit mein Mann hat und welche Zukunft unsere Kinder haben werden, hängt von Gottes Herrschaft und Seinen Anordnungen ab – darüber entscheidet kein Mensch. Ich konnte meinen Glauben nicht aufgeben, um ihre Arbeit oder ihre Zukunft zu schützen. Ich war bereit, unsere Zukunft in Gottes Hände zu legen und mich Seinen Orchestrierungen zu unterwerfen. Bei diesem Gedanken war ich nicht mehr so besorgt und ging wie gewohnt weiter zu den Versammlungen und tat meine Pflicht.
Dann, an einem Tag im Juli 2013, wurde ich zusammen mit ein paar anderen Schwestern während einer Versammlung verhaftet. An diesem Abend verhörte mich Kommissar Zhao von der Polizeiwache und verlangte zu wissen: „Wer hat dich bekehrt? Wer ist euer Kirchenleiter?“ Ich antwortete nicht. Dann fuhr er fort: „Da dein Mann mein Lehrer war, musst du mir alles über die Kirche erzählen, und ich kann dich nach Hause gehen lassen, da er schließlich mein Lehrer war.“ Mir wurde klar, dass dies einer von Satans Tricks war, um mich dazu zu bringen, die Brüder und Schwestern zu verraten und Gott zu verraten – darauf durfte ich nicht hereinfallen. Im Stillen betete ich immer wieder zu Gott und bat Ihn, über mich zu wachen und mir zu helfen, in meinem Zeugnis standhaft zu bleiben. Danach ignorierte ich Kommissar Zhao einfach, egal, was er mich fragte. Schließlich brachte er mich zurück in eine Zelle. Am nächsten Morgen kam ein Beamter vom städtischen Amt für öffentliche Sicherheit, um mich zu verhören. Ich war schockiert, als ich sah, dass es mein Cousin war. Als er sah, dass ich es war, weiteten sich seine Augen vor Wut, und er zeigte auf mich und sagte: „Was für ein Schock! Du bist gläubig? Seit wann glaubst du? Wer hat dich bekehrt?“ Ich ignorierte ihn. Er sagte noch einige andere Dinge, die Gott lästerten, und fuhr dann fort: „Die Regierung hat schon vor langer Zeit offizielle Dokumente erlassen, in denen steht, dass, wenn jemand beim Glauben an den Allmächtigen Gott erwischt wird, drei Generationen seiner Nachkommen davon betroffen sein werden. Dein älterer Sohn hat gerade sein Studium beendet und sucht Arbeit, und dein jüngerer Sohn wird bald aufs College gehen. Du musst an die Zukunft deiner Kinder denken. Die Kommunistische Partei ist so mächtig – angesichts dessen auf dem Glauben zu bestehen ist so, als würde ein Ei versuchen, einen Felsen zu zerschlagen. Du musst das aufgeben!“ Als ich das alles hörte, dachte ich, dass die weitere Ausübung meines Glaubens mit Sicherheit die Zukunft meiner Söhne beeinträchtigen würde. Ich hatte einen hohen Preis für ihre Bildung gezahlt – wären all die Jahre meines Herzbluts, meines Schweißes und meiner Tränen nicht umsonst, wenn sie am Ende wirklich keine Arbeit finden könnten? Dieser Gedanke war für mich wirklich unerträglich. Ich betete zu Gott und bat Ihn, über mein Herz zu wachen und mich zu führen, damit ich Seine Absicht verstehe und wisse, was ich tun sollte. Dann kam mir dieser Abschnitt aus Gottes Worten in den Sinn: „Von dem Augenblick an, in dem du schreiend auf diese Welt kommst, beginnst du, deine Verantwortlichkeiten zu erfüllen. Um Gottes Plan und Seiner Vorherbestimmung willen spielst du deine Rolle und beginnst deine Lebensreise. Was auch immer dein Hintergrund sein mag und welche Reise auch immer vor dir liegt – es kann so oder so niemand den Orchestrierungen und Anordnungen des Himmels entgehen oder sein eigenes Schicksal kontrollieren, denn nur Er, der über alle Dinge herrscht, ist eines solchen Werkes fähig. … Das Herz und der Geist des Menschen befinden sich in Gottes Reichweite, und alles in seinem Leben wird von Gottes Augen erblickt. Unabhängig davon, ob du all das glaubst oder nicht, werden sich sämtliche Dinge, ob lebendig oder tot, im Einklang mit Gottes Gedanken verlagern, verändern und erneuern und sie werden verschwinden. Das ist die Art und Weise, auf die Gott über alle Dinge herrscht“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott ist die Quelle menschlichen Lebens). Gottes Wort ließ mich erkennen, dass absolut alle Dinge in Seinen Händen liegen – gehörten dazu nicht auch die Zukunft und das Schicksal meiner Söhne? Wie viel jemand im Leben leidet und welche Art von Arbeit er verrichtet, all das ist von Gott vorherbestimmt. Über diese Dinge musste ich mir keine Sorgen machen. Und egal, wie gut die Ausbildung oder die Arbeit eines Menschen in der Welt auch sein mag, das bedeutet nicht, dass er eine gute Zukunft und ein gutes Schicksal haben wird. Wer nicht an Gott glaubt und Seine Errettung nicht annimmt, wird in den großen Katastrophen, wenn sie kommen, einfach sterben und hat dann im Grunde gar keine Zukunft mehr. Vor Gott zu treten, die Wahrheit zu akzeptieren und Seine Rettung zu empfangen, ist der einzig wahre Weg zu einer wirklichen Zukunft. Also sagte ich zu meinem Cousin: „Was auch immer die Zukunft meiner Söhne sein mag, es ist ihr Schicksal – das entscheidet kein Mensch. Mein Glaube an Gott und mein Streben nach der Wahrheit sind der richtige Weg, und ich bin fest entschlossen, ihn zu gehen. Deine Ratschläge brauche ich nicht!“ Als er sah, wie entschlossen ich in meinem Glauben war, sagte er nichts mehr dazu. Sie hielten mich einen Tag und eine Nacht fest und schickten mich dann nach Hause.
Kaum war ich zu Hause, griff mein Mann nach einem Hocker und wollte auf mich einschlagen, doch unser älterer Sohn hielt ihn zurück. Er beschimpfte mich und sagte: „Wegen deines Glaubens bin ich völlig blamiert worden, und früher oder später wirst du die Zukunft unserer Söhne zerstören. Wenn du an diesem Glauben festhältst, schlage ich dich tot!“ Als ich ihn in diesem Zustand sah, dachte ich bei mir, dass unsere eheliche Bindung anscheinend zu schwach war, um echten Schwierigkeiten standzuhalten. Als ich wegen meines Glaubens verhaftet wurde und das seine eigenen Interessen und seinen Ruf beeinträchtigte, drohte er damit, mich zu schlagen. Wo war da die Liebe zwischen Mann und Frau? Damals war meine jüngere Schwester gerade bei uns zu Hause und mischte sich ein: „Kannst du deinen Glauben nicht einfach aufgeben? Wenn du so weitermachst, wirst du die Zukunft deiner Söhne zerstören!“ Ich sagte zu ihnen: „Ich tue nichts anderes, als an Versammlungen teilzunehmen und Gottes Worte zu lesen. Das ist der richtige Weg im Leben – ich habe nichts Falsches getan. Wie könnte das die Zukunft meiner Kinder gefährden? Es ist die Kommunistische Partei, die die Gläubigen unterdrückt und nicht einmal ihre Familien verschont. Wenn unsere Kinder in Zukunft keine Arbeit finden, dann liegt das an der Kommunistischen Partei. Warum könnt ihr nicht zwischen Richtig und Falsch unterscheiden?“ Dann rief mein jüngerer Bruder meinen Mann an und sagte: „Wenn meine Schwester diesem Glauben weiter folgt, brich ihr einfach die Beine. Mal sehen, wie sie dann zu diesen Versammlungen kommt.“ Und seine Frau sagte boshaft: „Schlag sie tot, wenn sie so weitermacht. Von unserer Seite der Familie wird dir keiner Schwierigkeiten machen.“ Mein Herz wurde eiskalt. Ich hatte geglaubt, meine Familie würde mich verstehen. Nie hätte ich mir vorgestellt, dass sie auf die Kommunistische Partei hören würden, dass sie nur zum Schutz ihrer eigenen Interessen so herzlos werden würden und es ihnen egal wäre, ob ich lebe oder sterbe, nur um mich von der Ausübung meines Glaubens abzuhalten. Wo war da ihre Menschlichkeit? Am nächsten Tag rief mein älterer Bruder meinen Mann an und sagte: „Wenn meine Schwester bei ihrem Glauben bleibt, werden wir den Kontakt zu ihr abbrechen. Ich unterstütze dich, wenn du die Scheidung willst. Lass ihr nichts und wirf sie raus. Mal sehen, wie sie dann zurechtkommt.“ Gegen Mittag kam mein Cousin in einem Polizeiauto vorbei und sagte meinem Mann, er solle auf mich aufpassen und mich davon abhalten, weiter zu glauben, sonst würde die ganze Familie da mit reingezogen. Mein Mann sagte zu mir: „Um unserer Kinder und dieser Familie willen musst du heute deinem Cousin in die Augen sehen und erklären, dass du deinen Glauben aufgibst.“ Ich sagte ihm: „Gott zu folgen ist richtig und recht. Ich werde meinen Glauben nicht aufgeben.“ Als er sah, dass er mich nicht umstimmen konnte, sagte er wütend: „Wenn du darauf bestehst, an Gott zu glauben, und die Zukunft unserer Kinder missachtest, muss ich mich von dir scheiden lassen.“ Er holte eine Scheidungsvereinbarung und forderte mich auf, zu unterschreiben. In der Vereinbarung stand, dass ich ohne jeglichen Besitz gehen müsse. Wir hatten beide so hart gearbeitet, um unser Zuhause aufzubauen – wie sollte ich leben, wenn ich mit leeren Händen ging? Aber dann dachte ich wieder daran, dass Gott bereits bestimmt hat, wie viel Leid ein Mensch in seinem Leben ertragen wird, und dass ich, egal was geschah, nicht aufhören konnte, an Gott zu glauben, und meinen Glauben bewahren und weiter nach der Wahrheit streben musste. Ich war gerade dabei zu unterschreiben, als mein Mann bemerkte, dass ich nicht vorhatte nachzugeben. Also sagte er: „Dann lassen wir uns eben nicht scheiden. Wenn du gläubig sein willst, kann ich dich nicht aufhalten. Mach einfach weiter.“ Er sagte das zwar, aber in Wirklichkeit kontrollierte er mich immer mehr. Zu Hause erlaubte er mir nicht, das Wort „Gott“ auszusprechen, und jedes Mal, wenn ich etwas sagte, das ihm nicht gefiel, schlug er mich. Er fuhr in seinem Urlaub nirgendwo mehr hin, sondern blieb zu Hause, um mich zu beaufsichtigen. Wenn er mich Gottes Worte lesen sah, riss er mir das Buch aus der Hand und sagte: „Wenn ich das noch einmal sehe, verbrenne ich dieses Buch!“ Eine Zeit lang konnte ich nicht zu Versammlungen gehen, keinen Kontakt zu den Brüdern und Schwestern haben oder zu Hause Gottes Worte lesen. Ich hatte absolut keine Freiheit.
Eines Abends schlich ich mich in unser Schlafzimmer, um Gottes Worte zu lesen, als mein Mann plötzlich hereinplatzte und sehr aggressiv sagte: „Du wagst es immer noch, das zu lesen! Wenn du wieder verhaftet wirst, sind mein Job und die Zukunft unserer Kinder erledigt! Die Kommunistische Partei ist zu absolut allem fähig.“ Ich sagte ihm: „Ich lese doch nur Gottes Worte. Wie könnte das deine und die Zukunft unserer Söhne beeinträchtigen?“ Zu meiner Bestürzung rannte er auf mich zu, legte beide Hände um meinen Hals, drückte zu und sagte: „Ich erwürge dich einfach, dann ist es vorbei.“ Ich war nicht stark genug, um mich zu befreien, und brachte kein Wort heraus. Er ließ erst los, als ich aufhörte zu atmen und mich nicht mehr bewegte. Ich rang nach Luft und war innerlich zutiefst verletzt. Ich spürte, wie unglaublich schwer es war, in China gläubig zu sein und den richtigen Weg zu gehen. Ich wurde von der Kommunistischen Partei verhaftet, meine Familie stellte sich mir in den Weg, ich konnte keine Pflicht mehr tun, und jetzt hatte man mir sogar das Recht genommen, Gottes Worte zu lesen. Welchen Sinn hatte mein Leben noch? Ich dachte, es wäre besser, einfach zu sterben. Ich griff nach dem Rasiermesser meines Mannes und wollte mir die Pulsadern aufschneiden, um Selbstmord zu begehen. Dann kam mir plötzlich dieser Abschnitt aus Gottes Worten in den Sinn: „Heutzutage haben die meisten Menschen diese Erkenntnis nicht. Sie glauben, dass Leiden wertlos ist und dass die Welt sie zurückweist, ihr Leben zu Hause voller Probleme ist, sie Gott nicht gefallen und ihre Zukunftsaussichten schlecht sind. Manche Menschen wollen sogar sterben, wenn sie ein gewisses Maß an Leid ertragen. Dies ist nicht wahre Liebe für Gott; solche Leute sind Feiglinge. Sie haben keine Ausdauer, kein Rückgrat und sind unfähig! Gott ist begierig darauf, dass der Mensch Ihn liebt, aber je mehr der Mensch Ihn liebt, umso größer ist das Leid des Menschen; und je mehr der Mensch Ihn liebt, umso größer sind die Prüfungen des Menschen. … Somit müsst ihr während dieser letzten Tage für Gott Zeugnis ablegen. Ungeachtet dessen, wie groß euer Leid ist, solltet ihr bis zum Ende gehen, und sogar mit eurem letzten Atemzug müsst ihr Gott noch treu sein und euch Gottes Orchestrierung ausliefern; nur dies ist wahre Liebe zu Gott, und nur dies ist das starke und überwältigende Zeugnis“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur durch die Erfahrung schmerzhafter Prüfungen kannst du die Lieblichkeit Gottes kennen). Gottes Wort hat mich im richtigen Augenblick wachgerüttelt, sodass ich diese Dummheit nicht beging. Da ich die Schikanen nicht mehr ertragen konnte und innerlich so unglücklich und gequält war, wollte ich mir das Leben nehmen. Wie feige ich doch war. Mir fehlte so sehr der Glaube, und ich hatte überhaupt kein Zeugnis. Gott möchte, dass die Menschen in Schmerz und Drangsal nicht ihren Glauben an Ihn verlieren, sondern für Ihn Zeugnis ablegen. Wenn ich sterben würde, wie könnte ich da noch Zeugnis ablegen? Würde ich dann nicht zum Gespött Satans werden? Als mir das klar wurde, fasste ich den Entschluss: Egal wie mein Mann und meine Verwandten mich in Zukunft verfolgen und von meinem Glauben abhalten wollten, egal wie viel Leid ich noch ertragen musste, solange ich auch nur einen Atemzug habe, werde ich weiterleben und Gott bis ans Ende folgen. Doch weil ich nach meiner Verhaftung von der Polizei überwacht und von meiner Familie eingeschränkt wurde, konnte ich drei Jahre lang kein richtiges Kirchenleben führen. Ich konnte mich nur heimlich zum Haus meines Vaters schleichen, um dort Gottes Worte zu lesen. Dann, im Sommer 2016, konnte ich endlich wieder Kontakt zu den Brüdern und Schwestern aufnehmen. Ich konnte wieder am Kirchenleben teilnehmen und eine Pflicht übernehmen.
Später verfolgte mich mein Mann weiterhin. Ich erinnere mich, wie er mich einmal nach einer Versammlung zum Haus meines älteren Bruders brachte. Dort sah ich, dass er mit meinen beiden anderen Brüdern und deren Frauen da war – sie starrten mich alle finster an. Mir war klar, dass sie mich wieder dazu zwingen wollten, meinen Glauben aufzugeben, also betete ich im Stillen zu Gott und bat Ihn, mich zu führen, damit ich mich, egal was sie mir antun würden, nicht von ihnen zurückhalten ließe. Mein älterer Bruder sah mich zornig an und sagte: „Die Kommunistische Partei ist atheistisch. Sie unterdrückt seit all den Jahren den religiösen Glauben, und niemand kann das ändern. Unter der Herrschaft der Partei an Gott zu glauben, führt zwangsläufig zur Verhaftung, und der Rest der Familie wird mit hineingezogen. Suchst du nicht geradezu nach Ärger?“ Mein Schwager fuhr fort: „Mein Sohn musste bei seiner Hochschulaufnahmeprüfung (Gaokao) eine politische Überprüfung ausfüllen, und sie fragten nach gläubigen Familienmitgliedern. Die Polizei fand heraus, dass du an den Allmächtigen Gott glaubst, und verwehrte ihm die Aufnahme. Ich musste meine Beziehungen spielen lassen und Geschenke machen – das hat einen Haufen Aufwand gekostet, und selbst dann hat er es nur mit Ach und Krach geschafft. In China wird die ganze Familie mit hineingezogen, wenn jemand an Gott glaubt. Du musst deinen Glauben aufgeben!“ Dann fragte mich mein jüngerer Bruder: „Kannst du nicht an unsere Familie denken, an die Zukunft deiner Söhne? Hör auf, an Gott zu glauben! Was passiert denn schon, wenn du deinen Glauben aufgibst? Stirbst du davon etwa?“ Also sagte ich zu ihnen: „Wisst ihr, was eine gute Zukunft ist? Ihr glaubt, eine gute Arbeit zu haben und tolles Essen und tolle Kleidung seien eine gute Zukunft? Die Katastrophen werden immer größer, und jeder, der nicht gläubig ist, wird ihnen zum Opfer fallen. Nur wer an Gott glaubt und von Ihm errettet wird, wird überleben, und nur die werden eine gute Zukunft und ein gutes Schicksal haben.“ Mein Mann erwiderte: „Ich weiß nicht, was später sein wird – ich sehe nur, was direkt vor mir liegt. Das ist die aktuelle Politik der Kommunistischen Partei – wenn du gläubig bist, werden sie dich verhaften, dir deinen Job wegnehmen, und diese Familie wird ebenfalls mit hineingezogen. All die Jahre konnte niemand diese Politik ändern, und sie sind so viel stärker als wir! Gib einfach deinen Glauben auf! Sag es jetzt, hier vor allen!“ Kaum hatte er das gesagt, fingen alle anderen an, auf mich einzureden und mich zu drängen, nicht mehr an Gott zu glauben. Einst waren wir eine große, glückliche Familie, doch die Unterdrückung durch die Kommunistische Partei hat alles zerstört. Mein Mann schlug und beschimpfte mich ständig, und wir hatten keinen einzigen Tag des Friedens. Wann würde das nur enden? Ich wurde immer aufgewühlter, also betete ich zu Gott, und dann kam mir dieser Abschnitt aus Seinen Worten in den Sinn: „Du musst für die Wahrheit Mühsal erleiden, du musst dich für die Wahrheit opfern, du musst für die Wahrheit Erniedrigungen ertragen, und um mehr von der Wahrheit zu erlangen, musst du dich noch mehr Leiden unterziehen. Das ist es, was du tun solltest. Du darfst die Wahrheit nicht um des Genusses der familiären Harmonie willen wegwerfen, und du darfst nicht um des vorübergehenden Genusses willen ein ganzes Leben voller Würde und Integrität verlieren. Du solltest all das anstreben, was schön und gütig ist, und du solltest einen Lebensweg verfolgen, der bedeutungsvoller ist. Wenn du so ein banales und weltliches Leben führst und kein Ziel hast, nach dem du streben kannst, verschwendest du dann nicht dein Leben? Was kannst du von einem solchen Leben erlangen? Du solltest allen Freuden des Fleisches einer einzigen Wahrheit wegen entsagen und du solltest nicht alle Wahrheiten für ein wenig Vergnügen wegwerfen. Solche Menschen haben keine Integrität oder Würde. Es gibt keinen Sinn in ihrem Dasein!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Erfahrungen von Petrus: Sein Wissen um Züchtigung und Gericht). Gottes Worte halfen mir, Seine Absicht zu verstehen. Ich folgte Gott standhaft und führte meine Pflicht aus – ich war auf dem Weg, nach der Wahrheit zu streben. Meine Familienmitglieder strebten nach Geld, Ruhm und Gewinn. Wir waren auf unterschiedlichen Wegen, und es war unvermeidlich, dass unsere Familie zerbrechen würde. Ich musste dieses Leid annehmen, um die Wahrheit zu erlangen. Es hatte Bedeutung. Ich konnte meinen Glauben nicht um meiner Familie willen aufgeben. Also sagte ich zu ihnen: „Ich bin überzeugt, dass der Allmächtige Gott der wahre Gott ist, der Erlöser, der gekommen ist, um die Menschheit zu retten. Es gibt absolut keine Option, dass ich meinen Glauben aufgebe!“ Sie gingen alle, als sie sahen, dass sie mich nicht umstimmen konnten.
Als ich eines Abends von einer Versammlung nach Hause kam, lag mein Mann betrunken und weinend über den Tisch gesunken. Er sagte: „Du bist jeden Tag auf Versammlungen. Wenn du wieder verhaftet wirst, ist nicht abzusehen, wann unser Zuhause wegen dir zerstört wird.“ Dann stieß er wütend den Tisch um, packte mich mit einer Hand an der Kleidung und schlug mit der anderen auf mich ein. Bevor ich überhaupt zu Atem kommen konnte, schleuderte er mich gewaltsam auf den Badezimmerboden, schlug mir hart auf den Kopf und sagte in einem scharfen Ton: „Gib deinen Glauben auf! Ich bin heute Nacht bereit, alles zu riskieren – ich schlage dich tot. Deiner eigenen Familie ist es sowieso egal, ob du lebst oder stirbst!“ Mir war schwindelig und ich sah verschwommen von den Schlägen. Er zerrte mich zum oberen Ende der Treppe und stieß mich hinunter mit den Worten: „Wenn du zu Tode stürzt, lasse ich deine Leiche einfach verbrennen und werfe deine Asche in den Fluss!“ Als ich ihn das sagen hörte, hatte ich große Angst – ich betete immer wieder zu Gott. Dank Gottes Schutz konnte ich mich im letzten Moment an einem Stoffband am Geländer festhalten, was mich davor bewahrte, die Treppe hinunterzufallen. Dann kam unser jüngerer Sohn dazu und sagte zu meinem Mann: „Hast du vom Trinken den Verstand verloren? Mama hat in ihrem Glauben nichts Falsches getan. Warum schlägst du sie?“ Seine Antwort war: „Ich will sie nicht schlagen, aber wenn sie wieder verhaftet wird, sind du und dein Bruder erledigt. Ich habe keine andere Wahl.“ Da mein Sohn an meiner Seite war, wagte er nicht weiter auf mich einzuschlagen. Stattdessen hob er einen Glastisch auf und zerschmetterte ihn an der Wand, sodass der ganze Raum voller Glasscherben war.
Später las ich dies in Gottes Worten: „Gläubige und Nichtgläubige sind von Natur aus nicht vereinbar; vielmehr stehen sie im Widerspruch zueinander“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Gott und Mensch werden gemeinsam in die Ruhe eingehen). Ich dachte darüber nach und wusste in meinem Herzen, dass mein Mann, obwohl er anfangs auch an Gott glaubte, dies nur tat, weil er Segnungen empfangen wollte. Er war kein wahrer Gläubiger. Als er hörte, dass der Glaube seine und die Zukunftsaussichten unserer Söhne beeinträchtigen könnte, machte er eine komplette Kehrtwende. Er gab nicht nur seinen Glauben auf, sondern versuchte auch, mich davon abzuhalten, an Gott zu glauben. Als er mich nicht aufhalten konnte, wurde er mir gegenüber gewalttätig und begann, mich wie eine Feindin zu behandeln, weil mein Glaube seine persönlichen Interessen beeinträchtigte. Ich erkannte, dass mein Mann im Grunde die Wahrheit und Gott hasste. Er folgte der Kommunistischen Partei, um seinen Lebensunterhalt zu sichern; er strebte nach einer weltlichen Zukunft, nach Ruhm und Gewinn. Ich glaubte an Gott und strebte nach der Wahrheit, ich ging den richtigen Weg im Leben – wir waren auf zwei verschiedenen Wegen. Dass mein Mann und der Rest der Familie mich wegen meines Glaubens auf diese Weise verfolgten, zeigte mir deutlich, dass sie eine böse Wesensnatur hatten, dass sie gegen Gott waren. Mein Mann war zu Versammlungen gegangen und wusste, dass der Allmächtige Gott der wahre Gott ist. Ich hatte meinen Verwandten das Evangelium gepredigt und ihnen eine ganze Menge von Gottes Worten vorgelesen. Keiner von ihnen wurde gläubig, und in dem Moment, als mein Glaube ihre Interessen gefährdete, machten sie sofort mit der Kommunistischen Partei gemeinsame Sache, verfolgten mich und sprachen davon, den Kontakt zu mir abzubrechen. Was für Angehörige waren das? Sie waren nichts anderes als Satans Komplizen, die sich auf die Seite der Kommunistischen Partei stellten und sich Gott widersetzten. Gott ist nun Fleisch geworden und bringt Wahrheiten zum Ausdruck; Er offenbart die Wesensnatur jedes Menschentyps und zeigte mir auch, dass ich einen anderen Weg als meine Familie ging – dass Gläubige und Nichtgläubige eben zwei verschiedene Arten von Menschen sind. Als ich all das erkannte, fühlte ich mich nicht mehr so von ihnen eingeschränkt und verspürte eine Art Befreiung.
Später las ich diesen Abschnitt in Gottes Worten: „Seit Tausenden von Jahren ist dies das Land des Unrats. Es ist unerträglich dreckig, es wimmelt von Elend, Geister greifen überall um sich, täuschen und betrügen. Sie erheben grundlose Anschuldigungen, sind skrupellos und bösartig, trampeln diese Geisterstadt nieder und hinterlassen sie mit Leichen übersät. Der Gestank der Verwesung bedeckt das Land und durchdringt die Luft und es wird streng bewacht. Wer kann die Welt jenseits der Himmel sehen? Der Teufel schnürt den ganzen Leib des Menschen eng zusammen, verschleiert ihm beide Augen und versiegelt fest seine Lippen. Der König der Teufel hat seit mehreren tausend Jahren gewütet, bis zum heutigen Tag, an dem er noch immer streng über die Geisterstadt wacht, als wäre sie ein uneinnehmbarer Dämonenpalast. Währenddessen starrt dieses Rudel von Wachhunden mit stechendem Blick. Sie fürchten zutiefst, dass Gott sie überrumpeln wird, sie alle ausmerzt und sie ohne einen Ort des Friedens und der Glückseligkeit zurücklässt. Wie könnten die Menschen einer Geisterstadt wie dieser Gott jemals gesehen haben? Hätten sie je die Liebenswürdigkeit und Lieblichkeit Gottes genießen können? Könnten sie je die Angelegenheiten der menschlichen Welt verstehen? Wer von ihnen kann die eifrigen Absichten Gottes verstehen? Es ist somit nicht verwunderlich, dass der menschgewordene Gott vollkommen verborgen bleibt: Wie könnte in einer dunklen Gesellschaft wie dieser, in der die Dämonen gnadenlos und unmenschlich sind, der König der Teufel, der Menschen ohne mit der Wimper zu zucken tötet, die Existenz eines Gottes tolerieren, der liebenswert, gütig und auch heilig ist? Wie könnte er der Ankunft Gottes Beifall und Jubel zukommen lassen? Diese Lakaien! Sie vergelten Liebenswürdigkeit mit Hass, sie fingen vor langer Zeit an, Gott wie einen Feind zu behandeln, sie misshandeln Gott, sie sind hochgradige Barbaren, sie haben nicht den geringsten Respekt vor Gott, sie plündern und überfallen, sie haben jegliches Gewissen verloren, sie widersetzen sich jeglichem Gewissen und sie verführen die Unschuldigen bis ins Koma. Urväter des Altertums? Geliebte Leiter? Sie alle widersetzen sich Gott! Ihre Einmischung hat alles unter dem Himmel in einen Zustand der Dunkelheit und des Chaos versetzt! Religionsfreiheit? Die legitimen Rechte und Interessen der Bürger? Das sind alles Tricks, um das Böse zu vertuschen!“ (Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (8)). Gottes Worte sind so praktisch. Die Herrschaft der Kommunistischen Partei ist die Herrschaft Satans, die Herrschaft des Teufels. Sie verabscheut Gott und kann es nicht ertragen, dass Menschen glauben und Gott folgen. Sie will das Einzige sein, dem die Menschen folgen und das sie anbeten. Die Kommunistische Partei gibt vor, die Fahne der Religionsfreiheit zu schwenken, aber im Geheimen unterdrückt und verhaftet sie Gläubige wie wild und zieht ihre Familien mit hinein. Sie erfindet sogar Gerüchte und Lügen, um Menschen, die die Wahrheit nicht kennen, in die Irre zu führen, um das chinesische Volk dazu zu bringen, sich gegen gläubige Menschen zu erheben. So viele Menschen sind von der Kommunistischen Partei manipuliert und ausgenutzt worden, und sie machen mit der Partei gemeinsame Sache, indem sie Gott leugnen, sich Ihm widersetzen und Gläubige unterdrücken. Sie alle werden zusammen mit der Kommunistischen Partei ihrem Untergang entgegengehen – sie werden von Gott bestraft und vernichtet werden. Früher waren wir eine glückliche Familie, aber wegen der Unterdrückung und der Verhaftungen durch die Kommunistische Partei bekamen sie Angst, selbst hineingezogen zu werden, und begannen, auch mich zu unterdrücken, und wurden so zu Werkzeugen Satans. Ich erkannte deutlich das böse Wesen der Kommunistischen Partei, das die Wahrheit und Gott hasst, und ich erkannte auch, dass nur Gott den Menschen echte Liebe entgegenbringt. Es waren Gottes Worte, die mich immer wieder führten, mir Glauben gaben und es mir ermöglichten, die Wahrheit zu verstehen und Satans Tricks zu durchschauen. Mein Mann versucht immer noch, sich meinem Glauben in den Weg zu stellen, aber ich lasse mich nicht mehr von ihm zurückhalten. Ich gehe weiterhin zu Versammlungen und tue meine Pflicht, und meine Entschlossenheit, Gott zu folgen, ist noch fester geworden. Ich danke Gott von Herzen!