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72. Der gerechte, allmächtige und praktische Gott

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72. Der gerechte, allmächtige und praktische Gott

I

Der eine wahre Gott, der ewig ist,

sprach Seine Worte,

rief die Schöpfung ins Leben.

Er sprach und es war, Er befahl und es stand.

Staub wurde zu Mensch.

Er hegte und pflegte Seine Geschöpfe,

und Leben erfüllte Himmel und Erde.

Er erließ Gesetze, vollbrachte Wunder.

Er führte den Menschen

und kümmerte Sich um ihn.

Doch der Mensch gab sich für das Böse auf,

ist schmutzig und verdorben,

nicht würdig, betrachtet zu werden.

Bescheiden im Fleisch hat Gott ihm vergeben,

auf Würde verzichtet,

Ungerechtigkeit auf sich genommen.

Nach dreißig schweren Lebensjahren

litt Er am Kreuz und ging im Stillen.

Sein wertvolles Blut vergoss Er als Opfer,

Er rettete den Menschen

und hinterließ wahre Liebe.

II

Blitze sind in dem Osten erschienen,

eine weiße Wolke ging in Sinim hernieder.

Voll Gerechtigkeit ist Gott

auf die Erde zurückgekehrt,

Er ist der Fleisch gewordene Allmächtige Gott.

Er beginnt ein neues Zeitalter,

bringt neue Arbeit,

Er spricht, um den Menschen zu retten,

fällt auf dem ganzen Weg Urteile.

Die Rebellion des Menschen verbleibt

in Seinen Gedanken,

Traurigkeit und Groll sind in Seinem Herzen.

Er weint blutige Tränen,

übt äußerste Geduld aus.

Wer kann Sein trauerndes Herz trösten?

Wütend und gnädig zugleich reicht Er dar.

Er arbeitet und wartet

und gibt Sein wahres Herz.

III

Wie oft sind Blumen erblüht und wieder verblüht?

Noch einmal fliegen die Gänse in den Süden

und kehren wieder zurück.

Sein unschuldiges Fleisch wird gedemütigt,

Sein Herz schmerzt so sehr,

es ist fast nicht mehr zu reparieren.

Er leidet alleine,

ohne einen Ort, um sich auszuruh’n,

arbeitet Tag und Nacht,

auf Essen und Schlaf achtet Er nicht.

Mit dem Herzen Seiner gütigen Mutter

weint Er Tränen und Blut,

doch Seine wahren Worte erleiden Hohn.

In Demut verborgen führt Er Seine Arbeit fort.

Endlich gewinnt Er eine Gruppe von Leuten,

die mit Ihm ein Herz und eine Seele sind.

In Demut verborgen führt Er Seine Arbeit fort.

Endlich gewinnt Er eine Gruppe von Leuten,

die mit Ihm ein Herz und eine Seele sind.

Gerechtigkeit, Allmächtigkeit,

die sich im Fleisch zeigt,

Er ist der Allmächtige Gott!

aus „Folgt dem Lamm und singt neue Lieder“

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