16. Jetzt kann ich mich auf meine Pflicht konzentrieren
21. Februar 2024, sonnig
Heute schickte mir die Verantwortliche für die Textarbeit plötzlich eine Nachricht: „Nimm dir in den nächsten Tagen doch mal Zeit, ein Drehbuch zu schreiben. Dann können wir sehen, ob du dich im Drehbuchschreiben üben kannst.“ Als ich diese Nachricht sah, war ich außer mir vor Freude. Schreiben ist mein Hobby. Wenn ich in der Kirche Drehbücher schreiben könnte, würde ich meinen Traum verwirklichen, eine Autorin zu werden. Außerdem sind Drehbuchautoren allesamt Menschen mit Tiefgang und Ideen, die sich die Achtung ihrer Brüder und Schwestern erarbeiten können. Nun, da ich die Gelegenheit habe, die Pflicht des Drehbuchschreibens auszuführen, muss ich sie unbedingt schätzen und nutzen.
24. Februar 2024, bewölkt
Draußen ist es neblig und trüb. Ich stützte meine Wange in eine Hand, bewegte mit der anderen unablässig die Maus und starrte gebannt auf den Computerbildschirm. Meine Gedanken waren jedoch meilenweit entfernt. Ich hatte mein Probedrehbuch vor einem Tag an die Verantwortliche geschickt und wusste nicht, wann die Antwort kommen würde. Plötzlich ertönte ein Benachrichtigungston. Es war eine Sprachnachricht von der Verantwortlichen: „Ich habe dein Probedrehbuch gelesen. Da gibt es noch einige Mängel. Fürs Erste könntest du dich vielleicht darin üben, Artikel zu sichten.“ Das war nicht das Ergebnis, das ich wollte. Meiner Auffassung nach hat die Aufgabe, Artikel zu sichten, keinen besonderen technischen Anspruch, und anders als beim Drehbuchschreiben kann ich dabei meine Talente weniger unter Beweis stellen und werde von anderen weniger geschätzt. Aber was soll’s, es war immer noch eine textbezogene Pflicht. Mit widerstreitenden Gefühlen nahm ich sie an.
6. März 2024, sonnig
Angesichts der vielen angehäuften Artikel geht mir, obwohl ich sie lese, ständig durch den Kopf, was die Verantwortliche gesagt hat. Hat sie überhaupt vor, mich Drehbücher schreiben zu lassen? Dachte sie vielleicht, ich solle, weil ich lange keine textbezogene Pflicht mehr ausgeführt habe, erst Artikel sichten, um diese Gelegenheit zu nutzen, mich mit der Wahrheit auszurüsten? Dann erinnerte ich mich an die schönen Zeiten zurück, als ich noch Drehbücher schrieb. Obwohl diese Pflicht anstrengend war, war jeder Tag sehr erfüllend. Mit der Anleitung der Leiterin machte ich schnelle Fortschritte in meinen fachlichen Fähigkeiten und sprach und diskutierte oft mit der Leiterin und den Regisseuren über Probleme. Alle schätzten mich sehr. Aber jetzt kann ich nur der trockenen, undankbaren Arbeit des Artikelsichtens nachgehen. Wenn Brüder und Schwestern, die ich kenne, mich fragen, welche Pflicht ich ausführe, weiß ich nicht einmal, wie ich mit ihnen darüber reden soll. Ich habe das Gefühl, dass ich zwar textbezogene Pflichten ausführe, aber nur am Rande mitwirke; es fühlt sich nicht so an, als hätte meine Arbeit diesen Namen überhaupt verdient. Ich weiß nicht, wann ich die Gelegenheit haben werde, Drehbücher zu schreiben. Je mehr ich nachdachte, desto negativer wurde ich und konnte die Artikel in meiner Hand nicht mehr weiterlesen. Daher suchte ich nach Gottes Worten und begann darin zu lesen. Gott sagt: „Für alle, die eine Pflicht ausführen, unabhängig davon, wie tiefgründig oder oberflächlich ihr Verständnis von der Wahrheit ist, besteht die einfachste Art der Praxis, um in die Wahrheitsrealität einzutreten, darin, bei jeder Gelegenheit an die Interessen von Gottes Haus zu denken, ihre selbstsüchtigen Wünsche, persönlichen Absichten und Motive sowie ihren Stolz und ihren Status loszulassen und die Interessen von Gottes Haus an erste Stelle zu stellen – das ist das Mindeste, was sie tun sollten. Wenn ein Mensch, der eine Pflicht erfüllt, nicht einmal so viel tun kann, wie kann man dann von ihm behaupten, dass er seine Pflicht erfüllt? Das kann man nicht als Erfüllung der eigenen Pflicht bezeichnen. Du solltest zuerst an die Interessen von Gottes Haus denken, Rücksicht auf Gottes Absichten nehmen und die Arbeit der Kirche mit in Betracht ziehen. Setze diese Dinge an allererste Stelle; erst danach kannst du darüber nachdenken, wie solide dein Status ist oder wie andere dich betrachten. Habt ihr nicht das Gefühl, dass dies ein wenig einfacher wird, wenn ihr es in diese zwei Schritte aufteilt und ein paar Kompromisse eingeht? Wenn du eine Zeit lang so praktizierst, wirst du schließlich merken, dass es gar nicht so schwierig ist, Gott zufriedenzustellen. Darüber hinaus solltest du in der Lage sein, deinen Verantwortlichkeiten nachzukommen, deine Pflicht und deine Aufgaben zu erfüllen und von deinen selbstsüchtigen Wünschen, Absichten und Motiven abzulassen; du solltest Gottes Absichten berücksichtigen und die Interessen von Gottes Haus, die Arbeit der Kirche und die Pflicht, die du erfüllen sollst, an oberste Stelle setzen. Nachdem du das eine Weile erfahren hast, wirst du merken, dass es gut ist, dich so zu verhalten. Das heißt es, geradlinig und ehrlich zu leben und kein gemeiner, niederträchtiger Mensch zu sein; das heißt es, gerecht und ehrbar zu leben, anstatt rückgratlos, verachtenswert und gemein zu sein. Du wirst merken, dass ein Mensch so handeln und dieses Abbild ausleben sollte. Dein Verlangen, deine eigenen Interessen zu befriedigen, wird allmählich schwinden“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Freiheit und Befreiung können nur erlangt werden, indem man seine verdorbenen Dispositionen ablegt). Nachdem ich diese Worte Gottes gelesen hatte, machte ich mir große Selbstvorwürfe. Ich trat unter Tränen vor Gott und betete: „O Gott, ich bin zu gewissenlos, ich bin absolut selbstsüchtig und verachtenswert. Dass die Kirche mir überhaupt die Chance gegeben hat, eine textbezogene Pflicht auszuführen, war schon eine große Erhöhung von Dir, aber ich blieb unersättlich und dachte ständig nur an mein Ansehen und meinen Status. Äußerlich möchte ich meine fachlichen Fähigkeiten verbessern und eine bessere Schulung erhalten, aber die Absichten dahinter drehen sich nur um meinen eigenen Ruf und Status. Ich achte nur darauf, ob meine Pflicht wichtig ist oder nicht, ob sie mir die Chance gibt, im Rampenlicht zu stehen, und ob ich sie nutzen kann, um die Achtung anderer zu gewinnen. Als meine Wünsche nicht erfüllt wurden, war ich widerständig, wurde negativ und wollte diese Pflicht sogar nicht mehr ausführen. Ich erkenne, dass ich zutiefst selbstsüchtig und verachtenswert bin! Ich habe eine Zeit lang keine textbezogenen Pflichten mehr ausgeführt und begreife viele Grundsätze nicht. Auch habe ich kein klares Verständnis von der Wahrheit. Hätte man mich tatsächlich gebeten, Drehbücher zu schreiben, wäre ich dieser Aufgabe nicht gewachsen gewesen. Es war die passende Anordnung, dass ich mich zuerst im Sichten von Artikeln üben sollte, aber ich fühlte mich trotzdem widerständig. Mir fehlte es so sehr an Vernunft! O Gott, ich war zu aufsässig. Ich möchte nicht mehr meine eigenen Interessen berücksichtigen. Ich bin bereit, mich den Anordnungen der Kirche zu unterwerfen und meine jetzige Pflicht gut auszuführen.“ Nach dem Gebet fühlte ich mich viel gelassener, und mein Herz war nicht länger durch diese Angelegenheit gestört oder eingeschränkt. Als ich anschließend die Artikel las, konnte ich mein Herz zur Ruhe bringen.
19. März 2024, bewölkt
Ich führe nun seit fast einem Monat textbezogene Pflichten aus und konnte in den gelesenen Artikeln einige Probleme erkennen. Aus einigen der von mir gesichteten und ausgewählten Artikel wurden bereits Videos gemacht. Ich bin sehr glücklich und bin zuversichtlich, dass ich diese Pflicht gut ausführen kann. Ich erinnere mich, dass die Verantwortliche vor ein paar Tagen sagte: „Im Moment fehlen in der Kirche Drehbuchautoren. Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr euch im Drehbuchschreiben üben.“ Diese Worte haben bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Es scheint, als gäbe es doch noch Hoffnung für mich, Drehbücher zu schreiben. Obwohl mein Kaliber nur durchschnittlich ist, werde ich mich allmählich verbessern, solange ich mich nur ausreichend mit der Wahrheit ausrüste. Deshalb habe ich mich auf jede Lerneinheit im Team gefreut. So kann ich mehr Grundsätze lernen und auch meine fachlichen Fähigkeiten verbessern. Irgendwann werde ich vielleicht sogar befördert und kann Drehbücher schreiben. Heute war ein Tag zum gemeinsamen Lernen im Team. Wie üblich stand ich früh auf, aber bevor die Lerneinheit begann, sagte die Verantwortliche zu mir: „Du kannst teilnehmen, wenn du willst, ganz wie du Zeit hast, aber es ist auch in Ordnung, wenn nicht.“ Plötzlich fühlte sich das ein wenig peinlich an. Warum hatte sie nicht verlangt, dass ich teilnahm? Hatte sie nicht davon gesprochen, dass wir uns im Drehbuchschreiben üben sollten? Es sah so aus, als hätte die Verantwortliche doch nicht vor, mich zu fördern. Nach einer Weile kam bei zwei anderen Schwestern, die Drehbücher schreiben, etwas dazwischen. Die Verantwortliche sagte: „Heute sind wir nicht vollzählig. Lass uns das einfach morgen lernen.“ Ich zwang mich, ruhig zu bleiben, als ich antwortete: „In Ordnung.“ Nachdem ich offline gegangen war, war ich eine ganze Weile wie betäubt. Ich hatte das Gefühl, mein Traum, eine Chance zum Drehbuchschreiben zu bekommen, sei völlig zerplatzt. Dachte die Verantwortliche, dass ich es nicht wert bin, gefördert zu werden, und mein Kaliber nicht zum Drehbuchschreiben ausreicht? Warum war es egal, ob ich an der Lerneinheit des Teams teilnahm oder nicht? Meine Stimmung ist heute sehr gedrückt. Ich kann für nichts Energie aufbringen, und meine Effizienz bei der Ausführung meiner Pflicht ist extrem niedrig. Normalerweise kann ich an einem Tag etwa ein Dutzend Artikel lesen, aber heute habe ich nur eine Handvoll geschafft. Auch meine Gedanken waren ganz verworren, und ich wollte mir nicht die Mühe machen, über Probleme nachzudenken, die ich nicht durchschauen konnte. Ich wollte einfach nur weinen. Ich konnte meine Tränen nicht zurückhalten. In meinem Herzen sagte ich zu Gott: „O Gott, ich möchte mich im Drehbuchschreiben üben und meinen Beitrag leisten. Egal, wie sehr ich leiden muss, es ist alles in Ordnung. Warum werde ich nie befördert? O Gott, ich verstehe Deine Absicht nicht …“
20. März 2024, sonnig
Das morgendliche Zwitschern der Vögel vor meinem Fenster weckte mich aus meinen Träumen. Wie üblich schaltete ich mein Handy ein und las die Worte Gottes. Der Allmächtige Gott sagt: „Was sind eure Prinzipien für euer Verhalten? Ihr solltet euch entsprechend eurer Stellung verhalten, euren richtigen Platz finden und die Pflicht gut erfüllen, die ihr tun solltet; nur so seid ihr eine Person mit Vernunft. Hier ist ein Beispiel: Wenn du bestimmte berufliche Fertigkeiten beherrschst und die Grundsätze begreifst, solltest du deiner Verantwortung gerecht werden und sachgerechte Kontrollen in diesem Bereich durchführen; wenn du Ideen und Einsichten bereitstellen kannst und andere inspirierst, sodass diese ihre Pflichten besser tun können, solltest du Ideen bereitstellen. Wenn du den richtigen Platz für dich findest und harmonisch mit deinen Brüdern und Schwestern zusammenarbeitest, wirst du deine Pflicht erfüllen – das heißt es, dich deiner Stellung entsprechend zu verhalten. Anfangs kannst du vielleicht nur einige Ideen einbringen. Wenn du aber versuchst, etwas anderes anzubieten, und du dich dabei schließlich sehr anstrengst und dennoch nicht dazu in der Lage bist, und du dich unwohl fühlst und nicht zuhören willst, wenn andere diese anderen Dinge einbringen, und dein Herz schmerzt und eingeengt ist, und du dich über Gott beschwerst und sagst, Gott sei nicht gerecht – dann ist das Ehrgeiz. Welche Disposition ist es, die Ehrgeiz in einem Menschen hervorruft? Eine arrogante Disposition erzeugt Ehrgeiz. Diese Zustände können sicherlich jederzeit in euch auftauchen, und wenn ihr die Wahrheit nicht sucht, um sie zu lösen, und keinen Zugang zum Leben habt und euch in dieser Hinsicht nicht ändern könnt, dann wird der Standard, den ihr bei der Ausführung eurer Pflicht erreichen könnt, und die Reinheit, mit der ihr sie ausführt, gering sein, und auch die Resultate werden nicht sehr gut ausfallen. Das stellt keine den Anforderungen entsprechende Ausführung eurer Pflicht dar und bedeutet, dass Gott durch euch keine Herrlichkeit erlangt hat. Gott hat jedem Menschen unterschiedliche Stärken und Gaben geschenkt. Manche Menschen haben Stärken in zwei oder drei Bereichen, manche haben in einem Bereich Stärken, und manche haben überhaupt keine Stärken – wenn ihr diese Dinge richtig angehen könnt, dann seid ihr vernünftig. Ein vernünftiger Mensch wird in der Lage sein, seinen Platz zu finden, sich seiner Stellung entsprechend zu verhalten und seine Pflichten gut auszuführen. Ein Mensch, der nie seinen Platz finden kann, ist jemand, der immer ehrgeizig ist. Solche Menschen streben in ihrem Herzen stets nach Status und Gewinn. Sie sind niemals mit dem zufrieden, was sie haben. Um mehr zu gewinnen, versuchen sie, so viel zu nehmen, wie sie können; sie hoffen immer, ihre extravaganten Verlangen zufriedenstellen zu können. Sie denken, wenn sie Gaben haben und von gutem Kaliber sind, dann sollten sie mehr von Gottes Gnade genießen, und dass es kein Fehler ist, einige extravagante Verlangen zu haben. Besitzt so ein Mensch Vernunft? Ist es nicht schamlos, immer extravagante Verlangen zu haben? Menschen, die Gewissen und Vernunft besitzen, werden spüren, dass es schamlos ist. Menschen, die die Wahrheit verstehen, werden solche törichten Dinge nicht tun. Wenn du hoffst, deine Pflicht hingebungsvoll zu erfüllen, um Gottes Liebe zu vergelten, dann ist das kein extravagantes Verlangen. Das stimmt mit Gewissen und Verstand der normalen Menschlichkeit überein. Das macht Gott glücklich. Wenn du deine Pflicht wirklich gut ausführen möchtest, musst du zuerst den richtigen Platz für dich finden und dann mit ganzem Herzen, ganzem Verstand und mit all deiner Kraft tun, was du kannst und dein Allerbestes geben. Das entspricht dem Maßstab, und eine solche Pflichtausführung weist ein Maß an Reinheit auf. Das ist es, was ein wahres geschaffenes Wesen tun sollte“ (Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Die Prinzipien, nach welchen man sich verhalten sollte). Während ich Gottes Worte las, spürte ich, wie Gott an meiner Seite war und mich tröstete. Mein Herz wurde warm. Gott erklärt uns die Grundsätze für unser Verhalten: unseren Platz zu finden, uns unserer Stellung entsprechend zu verhalten und die Talente, die wir haben, voll zur Geltung zu bringen. Einige, die gute fachliche Fähigkeiten haben und die Grundsätze sicher beherrschen, sollten darauf achten, die Endkontrollen gut durchzuführen; und diejenigen, die die Endkontrollen nicht machen können, können Ideen oder Vorschläge einbringen und mit ihren Brüdern und Schwestern zusammenarbeiten, um ihre Pflichten gemeinsam zu erfüllen. Auf diese Weise wird Gott zufrieden sein. Ich dachte über mich nach. Die Kirche hatte mich beauftragt, Artikel zu sichten. Einerseits geschah dies aufgrund der Erfordernisse der Arbeit, andererseits basierte es auf meinem Kaliber und meiner Größe. Aber ich hatte ständig wilde Ambitionen. Obwohl mein Kaliber offensichtlich nicht ausreichte, um Drehbücher zu schreiben, beklagte ich mich trotzdem bei Gott, dass Er mir diese Gelegenheit nicht gab. Wie arrogant ich doch war! Ich wollte mich ständig zur Schau stellen und eine Frau mit literarischem Talent sein, die von anderen geschätzt wird. Sobald dieser Wunsch nicht in Erfüllung ging und ich keine Plattform hatte, auf der ich meine Talente zeigen konnte, wurde ich negativ und nachlässig. Ich hatte nicht einmal mehr Lust, Artikel zu lesen, und wollte mir nicht die Mühe machen, über Probleme nachzudenken, die ich nicht durchschauen konnte. Das behinderte den Fortschritt beim Sichten der Artikel. Ich erkannte, dass ich meine wilden Ambitionen in die Ausführung meiner Pflicht eingebracht hatte. Ich war mit meinem Platz nicht zufrieden; ich schielte immer nach Höherem und konnte mich nicht einmal mit ganzem Herzen auf meine eigentliche Arbeit konzentrieren. Ständig wollte ich eine Pflicht ausführen, die meine Fähigkeiten überstieg. Wenn ich immer so abgehoben bin, werde ich nicht einmal die Pflicht des Artikelsichtens gut ausführen können, ganz zu schweigen vom Drehbuchschreiben. Mir wurde klar, dass mein Zustand zu gefährlich war. Wenn ich das nicht schnell in den Griff bekomme, kann ich jederzeit enthüllt und ausgemustert werden!
24. März 2024, bewölkt
Ich weiß, dass Ansehen und Status meine fatalen Schwächen sind, aber ich habe nie hart daran gearbeitet, dieses Problem zu lösen. Dieses Mal suchte ich nach Gottes Worten, die aufdecken, wie Antichristen nach Ansehen und Status streben. Ich las diese Worte Gottes. „Die Art, wie Antichristen ihren Ruf und ihren Status schätzen, übertrifft bei weitem die gewöhnlicher Menschen und ist etwas, das in ihrer Dispositionsessenz liegt; es ist kein vorübergehendes Interesse oder eine flüchtige Auswirkung ihrer Umgebung – es ist etwas, das in ihrem Leben und in ihrem Innersten liegt, und daher ist es ihr Wesen. Das bedeutet, dass Antichristen bei allem, was sie tun, zuerst ihren eigenen Ruf und ihren eigenen Status berücksichtigen, und nichts anderes. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben und das Ziel, nach dem sie ihr Leben lang streben. Bei allem, was sie tun, ist ihr erster Gedanke: ‚Was wird mit meinem Status passieren? Und mit meinem Ruf? Wird mir das, wenn ich es tue, einen guten Ruf verschaffen? Wird es meinen Status in den Köpfen der Menschen erhöhen?‘ Das ist das Erste, woran sie denken, und das ist ein hinreichender Beweis dafür, dass sie die Disposition und das Wesen von Antichristen haben – und nur deshalb betrachten sie die Dinge auf diese Weise. Man kann sagen, dass Ruf und Status für Antichristen keine zusätzlichen Anforderungen sind, geschweige denn Dinge, die außerhalb ihrer selbst liegen und auf die sie verzichten könnten. Sie sind Teil der Natur von Antichristen, sie liegen in ihrem Inneren, in ihrem Blut, sie sind ihnen angeboren. Antichristen ist es nicht gleichgültig, ob sie Ruf und Status besitzen; das ist nicht ihre Einstellung. Was ist dann ihre Einstellung? Ruf und Status sind eng mit ihrem täglichen Leben verbunden, mit ihrem täglichen Zustand, mit dem, wonach sie täglich streben. Für Antichristen sind Ruf und Status ihr Leben. Gleichgültig, wie sie leben, gleichgültig, in welchem Umfeld sie leben, gleichgültig, welche Arbeit sie verrichten, gleichgültig, wonach sie streben, was ihre Ziele sind, was die Richtung ihres Lebens ist, es dreht sich alles darum, einen guten Ruf und einen hohen Status zu haben. Und dieses Ziel ändert sich nicht; sie können solche Dinge nie beiseitelegen. Das ist das wahre Gesicht von Antichristen, das ist ihr Wesen. Ihr könntet sie in einen Urwald tief in den Bergen stecken, und sie würden trotzdem ihr Streben nach Ruf und Status nicht beiseitelegen. Man kann sie in jede beliebige Gruppe von Menschen stecken und alles, woran sie denken können, sind immer noch Ruf und Status. Obwohl auch Antichristen an Gott glauben, sehen sie das Streben nach Ruf und Status als gleichwertig mit dem Glauben an Gott an und stellen diese beiden Dinge auf eine Stufe. Das heißt, während sie den Weg des Glaubens an Gott gehen, streben sie auch nach ihrem eigenen Ruf und ihrem eigenen Status. Man kann sagen, dass in den Herzen der Antichristen das Streben nach der Wahrheit in ihrem Glauben an Gott gleichbedeutend mit dem Streben nach Ruf und Status ist und dass das Streben nach Ruf und Status auch das Streben nach der Wahrheit ist; Ruf und Status zu erlangen, bedeutet, die Wahrheit und das Leben zu erlangen. Wenn sie das Gefühl haben, dass sie weder Ruhm noch Gewinn noch Status haben, dass niemand zu ihnen aufblickt, sie verehrt oder ihnen folgt, dann sind sie enorm enttäuscht. Sie glauben, dass es keinen Sinn hat, an Gott zu glauben, dass es keinen Wert hat, und sie sagen sich: ‚Ist dieser Glaube an Gott ein Fehlschlag? Fehlt mir nicht jegliche Hoffnung?‘ Sie stellen in ihrem Herzen oft über solche Dinge Berechnungen an. Sie rechnen sich aus, wie sie sich einen Platz im Haus Gottes verschaffen können, wie sie ein hohes Ansehen in der Kirche genießen können, wie sie die Leute dazu bringen können, ihnen zuzuhören, wenn sie etwas sagen, und sie zu unterstützen, wenn sie handeln, wie sie die Leute dazu bringen können, ihnen überallhin zu folgen, und wie sie in der Kirche eine einflussreiche Stimme haben und Ruhm, Gewinn und Status genießen können – sie konzentrieren sich wirklich auf solche Dinge in ihren Herzen. Das ist es, was solche Menschen anstreben. Warum halten sie solche Dinge immer für wichtig? Nachdem sie Gottes Worte gelesen und die Predigten gehört haben, verstehen sie das alles wirklich nicht, sind sie wirklich nicht in der Lage, das alles zu erkennen? Sind die Worte Gottes und die Wahrheit wirklich nicht in der Lage, ihre Auffassungen, Ideen und Meinungen zu ändern? Das ist ganz und gar nicht der Fall. Das Problem liegt in ihnen, und zwar ganz und gar, weil sie die Wahrheit nicht lieben, weil sie in ihrem Herzen der Wahrheit abgeneigt sind und deshalb für die Wahrheit völlig unempfänglich sind – was durch ihre Wesensnatur bedingt ist“ (Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 3)). Gott sagte, dass für Antichristen die Wertschätzung von Ansehen und Status etwas ist, das ihnen in Fleisch und Blut übergegangen ist. Bei allem, was sie tun, denken sie zuerst an ihr eigenes Ansehen und ihren Status und daran, wie sie handeln müssen, damit die Menschen ihnen folgen und sie schätzen. Sobald sie Ansehen und Status nicht erlangen können, ist es, als ob man ihnen das Leben geraubt hätte, und sie haben das Gefühl, dass das Leben keinen Sinn mehr hat. Mein Streben war dasselbe wie das eines Antichristen. Ich dachte an eine Dichterin zurück, die ich in der Schule verehrt hatte. Ich dachte, dass es in der Antike nicht viele talentierte Dichterinnen gab, und je seltener etwas ist, desto leichter wird es bewundert. Auch ich wollte in der Zukunft etwas erreichen. Ich wollte keine unbedeutende, namenlose Figur sein. Ich betrachtete die Überlebensstrategien, die Satan mir eingepflanzt hatte, wie „Lebe als Held unter den Menschen und stirb als tapferer Geist unter den Geistern“ und „Der Mensch kämpft sich aufwärts; Wasser fließt abwärts“ als weise Leitsätze. In der Schule lernte ich fleißig, um in den Klassenausschuss zu kommen. Nach der Schule, als andere Klassenkameraden nach Hause gegangen waren, blieb ich im Klassenzimmer, um einige meiner Mitschüler bei ihren Hausaufgaben zu beaufsichtigen. Am Ende wurde ich von der Lehrerin geschätzt. Tatsächlich waren meine Noten nicht die besten in der Klasse, aber um mich von meinen Klassenkameraden abzuheben, stellte ich mich ständig vor der Lehrerin zur Schau, anstatt fleißig zu lernen und die verschiedenen Fächer zu beherrschen. Am Ende kam ich zwar in den Klassenausschuss, aber es war nur ein leerer Titel. Dennoch wurde ich nie müde, den Glanz zu genießen, den der Status mir verlieh. Nachdem ich anfing, an Gott zu glauben, erkannte ich zwar, dass das Streben nach Ansehen und Status falsch war und dass Gott nicht darauf schaut, wie hoch oder niedrig der Status einer Person ist, sondern nur darauf, ob sie nach der Wahrheit strebt oder nicht. In meinem Herzen konnte ich jedoch mein Verlangen nach Ansehen und Status immer noch nicht loslassen, und es war mir sehr wichtig, dass meine Pflicht von anderen geschätzt und geachtet wurde. Wenn es eine unauffällige Pflicht war, litt ich große Qualen und konnte für nichts, was ich tat, Interesse aufbringen. So war es auch, als Gott mich bereits dadurch erhöht hatte, dass ich diese textbezogenen Pflichten ausführen durfte, ich aber trotzdem das Gefühl hatte, das Sichten von Artikeln sei nicht so wertvoll wie das Schreiben von Drehbüchern, und so schaute ich in meinem Herzen auf diese Pflicht herab und wollte ständig Drehbücher schreiben. Aus einer beiläufigen Bemerkung der Verantwortlichen spürte ich, dass sie anscheinend nicht die Absicht hatte, mich zu fördern, und ich verfiel in extreme Qual. Ich hatte für nichts mehr Energie. Meine Effizienz beim Sichten der Artikel ließ ebenfalls nach, was den Fortschritt bei der Einreichung der Artikel beeinträchtigte. Ich erkannte, dass ich zu sehr von Satans Gedanken und Ansichten gefesselt war. Tatsächlich muss man einige Wahrheiten verstehen und einige Grundsätze begreifen, um Artikel zu sichten. Andernfalls wäre man nicht in der Lage, abzuwägen, welche Artikel wertvoll und erbaulich sind. Wenn ich mein Herz hätte zur Ruhe bringen und ernsthaft über die Wahrheiten nachdenken können, die jeder Artikel berührt, dann hätte ich nach einer Zeit viel gewonnen. Ich wusste jedoch nicht, was gut für mich ist. Ich suchte nicht nach den Wahrheitsgrundsätzen, in die ich in dieser Pflicht eintreten sollte, um Fortschritte zu erzielen. Stattdessen missverstand ich Gott und beklagte mich, dass Gott mir keine Gelegenheit zum Üben gegeben hatte. Ich war einfach so unvernünftig! Ohne mich auf das Streben nach der Wahrheit zu konzentrieren, hätte ich, selbst wenn man mir tatsächlich erlaubt hätte, Drehbücher zu schreiben und mein Stolz befriedigt worden wäre, keine guten schreiben können, weil ich keine Wahrheitsrealität besaß.
Durch Nachdenken wurde mir klar, dass ich eigentlich nur Drehbücher schreiben wollte, um meine persönlichen Bestrebungen und Ziele zu erreichen. Ich hatte die Ausführung meiner Pflicht als Sprungbrett zur Verwirklichung meiner Bestrebungen behandelt. Ich las die Worte Gottes. „In der Welt wird es als angemessen angesehen, die Verwirklichung der eigenen Bestrebungen zu verfolgen. Es spielt keine Rolle, was für Bestrebungen du verfolgst, solange sie legal sind und keine moralischen Grenzen überschreiten, ist es in Ordnung. Niemand fragt danach, und du wirst nicht in Fragen nach richtig oder falsch verwickelt. Du strebst nach den Dingen, die deinen persönlichen Vorlieben entsprechen, und wenn du es schaffst, wenn du dein Ziel erreichst, dann bist du erfolgreich. Aber wenn du scheiterst, wenn du es nicht schaffst, ist das allein deine Angelegenheit. Wenn du jedoch Gottes Haus, einen besonderen Ort, betrittst, dann musst du all die Bestrebungen und Wünsche, die du in dir trägst, loslassen, was immer sie auch sind. Warum ist das so? Bestrebungen und Wünsche, unabhängig davon, was du konkret verfolgst – sprechen wir erst mal nur über das Streben an sich – auf welche Weise du es tust und welchen Weg du in deinem Streben einschlägst, alles dreht sich dabei um Egoismus, Eigennutz, Status und Ruf und nichts anderes. Mit anderen Worten, wenn ein Mensch die Verwirklichung seiner Bestrebungen verfolgt, ist er der Einzige, der davon profitiert. Ist es gerecht, dass jemand die Verwirklichung seiner Bestrebungen verfolgt, um Status, Ruf, Eitelkeit und Interessen des Fleisches zu erlangen? (Nein, das ist es nicht.) Um persönliche und private Bestrebungen, Gedanken und Wünsche zu verwirklichen, sind die Methoden und Vorgehensweisen, die Leute anwenden, alle egoistisch und auf persönlichen Gewinn ausgerichtet. Wenn wir sie am Standard der Wahrheit messen, sind sie weder gerecht noch legitim. Die Menschen sollten diese Dinge loslassen, das ist doch klar, oder? (Ja.) … Die Kirche, Gottes Haus, ist ein Ort, an dem Gottes Wille ausgeführt, Sein Wort verkündet, Zeugnis für Ihn abgelegt und Gottes auserwähltes Volk gereinigt und gerettet wird. So ein Ort ist sie. Gibt es an einem solchen Ort eine Arbeit oder ein Projekt, egal was es ist, das mit der Erfüllung persönlicher Bestrebungen und Wünsche im Einklang steht? Es gibt weder eine Arbeit noch ein Projekt, die der Verwirklichung persönlicher Bestrebungen und Wünsche dienen, noch besteht irgendein Aspekt davon zum Zweck der Verwirklichung persönlicher Bestrebungen und Wünsche. Sollte es in Gottes Haus also persönliche Bestrebungen und Wünsche geben? (Es sollte sie dort nicht geben.) Es sollte sie nicht geben, denn persönliche Bestrebungen und Wünsche stehen im Widerspruch zu jedem Werk, das Gott in der Kirche verrichten möchte. Persönliche Bestrebungen und Wünsche widersprechen jeder Arbeit, die in der Kirche getan wird. Sie widersprechen der Wahrheit und weichen ab von Gottes Willen, von der Verkündigung Seiner Worte, vom Zeugnis für Ihn und vom Werk der Reinigung und Rettung von Gottes auserwähltem Volk. Unabhängig von den Bestrebungen einer Person, solange es sich um persönliche Bestrebungen und Wünsche handelt, werden sie die Menschen daran hindern, Gottes Willen zu befolgen, und die Verkündigung Seiner Worte und das Zeugnis für Ihn beeinflussen oder behindern. Und solange es sich um persönliche Bestrebungen und Wünsche handelt, können sie es natürlich nicht zulassen, dass Menschen Reinigung und Rettung erhalten. Es handelt sich nicht nur um einen Widerspruch zwischen den beiden Seiten, sondern sie stehen fundamental im Gegensatz zueinander. Wenn du deine eigenen Bestrebungen und Wünsche verfolgst, behinderst du die Ausführung von Gottes Willen, das Werk der Verkündigung Seiner Worte und des Zeugnisses für Ihn sowie die Rettung der Menschen – und natürlich auch deine eigene. Kurz gesagt, es spielt keine Rolle, welche Bestrebungen die Menschen haben, ihr Zweck ist es nicht, Gottes Willen zu befolgen, und sie können das eigentliche Ergebnis der absoluten Unterwerfung unter Gott nicht erreichen. Wenn die Menschen ihre Bestrebungen und Wünsche verfolgen, ist ihr ultimatives Ziel nicht, die Wahrheit zu verstehen oder zu verstehen, wie sie sich verhalten sollen, wie sie Gottes Ansichten zufriedenstellen können und wie sie ihre Pflichten und ihre Rolle als geschaffene Wesen gut erfüllen können. Es geht dabei nicht darum, wahre Ehrfurcht vor Gott zu haben und sich Ihm wahrhaft zu unterwerfen. Im Gegenteil, je mehr die Bestrebungen und Wünsche der Menschen verwirklicht werden, desto weiter entfernen sie sich von Gott und desto näher kommen sie Satan. Und je mehr sie ihre Bestrebungen verfolgen und sie erreichen, desto mehr lehnt sich ihr Herz gegen Gott auf und desto weiter entfernen sie sich von Gott. Letztendlich, wenn sie es schaffen, die eigenen Bestrebungen wie angestrebt zu verwirklichen und ihre Wünsche zu erfüllen und zu befriedigen, werden die Menschen immer abschätziger gegenüber Gott, Seiner Souveränität und allem, was mit Ihm zu tun hat. Vielleicht schlagen sie sogar den Weg ein, Gott zu verleugnen, sich Ihm zu widersetzen und sich gegen Ihn zu stellen. Das ist das endgültige Ergebnis“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). Gottes Worte ließen mich das falsche Streben erkennen, das in meinem Herzen verborgen war. Ich hatte das Haus Gottes und die Kirche als einen Ort angesehen, an dem ich meine persönlichen Bestrebungen verwirklichen konnte, und die verschiedenen Pflichten in der Kirche so betrachtet, als wären sie verschiedene Berufe in der Welt. Ich mochte die Textarbeit und hatte das Gefühl, dass ich bei dieser Arbeit meinen Wert manifestieren könnte. Ich dachte auch, dass Menschen, die literarisch tätig sind, mehr Tiefgang und mehr Ideen haben und von den Leuten geschätzt und beachtet werden. Mein Ausgangspunkt, mein Beweggrund bei der Ausführung meiner Pflicht war falsch: Es ging darum, mich von der Masse abzuheben, und nicht darum, nach der Wahrheit zu streben oder die Wahrheit zu erlangen. Obwohl ich die Pflicht des Artikelsichtens ausführe, habe ich bei meiner Pflicht selten nach Grundsätzen gesucht oder mich mit der Wahrheit ausgerüstet, um meine Effizienz beim Lesen von Artikeln und meine Urteilsfähigkeit zu verbessern. Stattdessen habe ich nur darauf gewartet, befördert zu werden. Als die Verantwortliche sagte, dass das, was wir lernten, nichts mit meiner aktuellen Pflicht zu tun hätte, dachte ich, dass sie überhaupt nicht vorhatte, mich zu fördern, also ließ ich meiner Unzufriedenheit durch Negativität und Nachlässigkeit freien Lauf. War ich nicht völlig unvernünftig? Ich erkannte, dass es selbstsüchtig ist, die eigenen Bestrebungen zu verfolgen: Es kann die Ausführung unserer Pflicht in keiner Weise voranbringen und wird sogar die Arbeit der Kirche behindern. Tatsächlich ist mein Kaliber durchschnittlich, und meine sprachlichen Fähigkeiten sind eher mangelhaft. Am wichtigsten ist, dass ich viele Wahrheiten nicht vollständig verstehe und der Aufgabe des Drehbuchschreibens einfach nicht gewachsen bin. Es war angemessen, mich für das Sichten von Artikeln einzuteilen. Die Kirche ermöglichte es mir, mich in textbezogenen Pflichten zu üben. Ich war jedoch mit meiner Stellung nicht zufrieden und missverstand sogar Gott. Mir fehlte es wirklich an jeglicher Vernunft! Genau wie Gott sagt: „Unabhängig von den Bestrebungen einer Person, solange es sich um persönliche Bestrebungen und Wünsche handelt, werden sie die Menschen daran hindern, Gottes Willen zu befolgen, und die Verkündigung Seiner Worte und das Zeugnis für Ihn beeinflussen oder behindern. Und solange es sich um persönliche Bestrebungen und Wünsche handelt, können sie es natürlich nicht zulassen, dass Menschen Reinigung und Rettung erhalten.“ Jetzt fühlt sich mein Herz viel leichter an, und ich verstehe, warum Gott die Menschen bittet, ihre Bestrebungen loszulassen. Tatsächlich ist die Kirche ein Ort, an dem Gottes Wille ausgeführt wird. Es ist ein Ort, an dem Menschen nach der Wahrheit streben, gereinigt werden und die Errettung erlangen können. Der Weg, den ich ging, lief jedoch Gottes Absicht zuwider. Während dieser Zeit dachte ich jeden Tag darüber nach, wie ich meine Bestrebungen verwirklichen könnte, und wurde sehr empfindlich. Selbst ein beiläufiges Wort von jemand anderem konnte meinen Zustand bei der Ausführung meiner Pflicht beeinflussen, und mein Herz und mein Geist waren den ganzen Tag unruhig. Obwohl ich es nie wagte, irgendwelche Beschwerden über Gott zu äußern, haderte ich in meinem Herzen mit Gott, und meine Beziehung zu Gott war extrem distanziert. Das war tatsächlich eine Art stiller Widerstand. Ich widersetzte mich Gott und lehnte mich gegen Gott auf! Ständig strebte ich nach der Verwirklichung meiner eigenen Bestrebungen. Das ist die Sichtweise eines Nichtgläubigen. Wenn ich diesen Weg weitergegangen wäre, hätten sich nicht nur meine eigenen Dispositionen niemals ändern können, sondern ich hätte auch Unterbrechung und Störung in die Arbeit der Kirche gebracht. Was ich tat, war also keine Vorbereitung guter Taten, sondern die Anhäufung böser Taten. Als mir das klar wurde, war ich aus tiefstem Herzen bereit, meine überzogenen Wünsche loszulassen und mich zu bemühen, meine jetzige Pflicht gut auszuführen und Gott zufriedenzustellen.
2. April 2024, sonnig
Heute fand ich in einem Abschnitt von Gottes Worten einen Weg, Ansehen und Status loszulassen. Ich las die Worte Gottes: „Was also sind die Pflichten eines geschaffenen Wesens? Was sind die Verantwortlichkeiten eines geschaffenen Wesens? Legt Gottes Wort die Pflichten, Verpflichtungen und die Verantwortung geschaffener Wesen nicht klar und deutlich dar? Du hast die Pflicht eines geschaffenen Wesens auf dich genommen. Von diesem Tag an bist du also ein echtes Mitglied von Gottes Haus; das heißt, du erkennst an, dass du eines der geschaffenen Wesen Gottes bist. Von diesem Tag an solltest du deine Lebenspläne neu formulieren – du solltest nicht länger deine vorherigen Bestrebungen, Wünsche und Ziele für dein Leben verfolgen. Stattdessen solltest du deine Identität und deine Perspektive ändern, und die Lebensziele und die Richtung im Leben planen, die du als geschaffenes Wesen haben solltest. In erster Linie sollten deine Ziele und deine Richtung nicht darin bestehen, eine Führungsrolle einzunehmen oder in irgendeiner Branche führend oder hervorragend zu sein oder eine berühmte Persönlichkeit zu werden, die einen bestimmten Beruf ausübt oder eine bestimmte professionelle Fähigkeit beherrscht. Stattdessen solltest du deine Pflicht von Gott annehmen – das heißt, du musst wissen, welche Arbeit du jetzt, in diesem Augenblick, tun solltest und welche Pflicht du jetzt, in diesem Augenblick, ausführen musst, und du musst Gottes Absichten suchen. Was auch immer Gott von dir verlangt und welche Pflicht dir auch immer in Seinem Haus zugewiesen wurde, du musst herausfinden und dir darüber klar werden, welche Wahrheiten du verstehen und welche Grundsätze du befolgen und erfassen solltest, um diese Pflicht gut auszuführen. Wenn du sie dir nicht merken kannst, kannst du sie aufschreiben, und wenn du Zeit hast, kannst du sie öfter durchsehen und mehr über sie nachdenken. Als eines von Gottes geschaffenen Wesen sollte dein Hauptziel im Leben darin bestehen, deine Pflicht als geschaffenes Wesen zu erfüllen und ein maßstabsgerechtes geschaffenes Wesen zu sein. Das ist das grundlegendste Lebensziel, das du haben solltest. Zweitens, und noch konkreter, geht es darum, wie du deine Pflicht als geschaffenes Wesen erfüllen und ein geschaffenes Wesen sein kannst, das dem Maßstab entspricht – das ist am wichtigsten. Diese Richtungen und Ziele, die von der verdorbenen Menschheit verfolgt werden – wie Ansehen, Status, Eitelkeit und persönliche Aussichten – sind alles Dinge, die du aufgeben solltest“ (Das Wort, Bd. 6, Über das Streben nach der Wahrheit: Wie man nach der Wahrheit strebt (7)). Gottes Worte erhellten mein Herz. Ich bin ein geschaffenes Wesen und sollte meine Pflichten meiner Stellung entsprechend erfüllen. Ich sollte meine eigenen Bestrebungen und Wünsche loslassen und mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen unterwerfen. Egal, ob die Pflicht, die die Kirche heute für mich anordnet, eine ist, die ich mag oder nicht, oder ob es eine ist, die ich für wichtig oder trivial halte, solange sie von Gott kommt, sollte ich sie in vollkommenem Gehorsam annehmen. Jetzt bin ich für das Sichten von Artikeln verantwortlich, also sollte ich die guten Artikel gemäß den Grundsätzen auswählen und mich um die Probleme bemühen, die ich nicht durchschauen kann, um bei dieser Aufgabe gute Ergebnisse zu erzielen.
3. April 2024, sonnig
Kürzlich ist eine neue Schwester unserem Team beigetreten. Sie wird im Drehbuchschreiben ausgebildet. Wieder wurde mein Herz unruhig. Hatte die Verantwortliche nicht gesagt, dass es keinen Mangel an Drehbuchautoren gäbe? Warum hat sie eine neue gefunden, anstatt mich zu befördern? Bin ich wirklich so schlecht? Ich erkannte, dass ich wieder von Ansehen und Status beeinflusst wurde, und betete eilig in meinem Herzen. Egal, wer befördert wird, was ich jetzt tun muss, ist, bei meiner Pflicht zu bleiben und mich davon nicht stören zu lassen. Danach investierte ich Zeit und Mühe in die Suche nach Grundsätzen, wie man gute Artikel auswählt und wie man abwägt, ob das Verständnis in einem Artikel praktisch ist. Alles, was ich nicht durchschauen konnte, besprach ich mit meinen Schwestern und führte meine Pflicht mit einer positiven Einstellung aus. Ich strebte nicht mehr nach Status. Allmählich wurde mein Herz viel ruhiger, und ich konnte meine Gedanken mehr auf meine Pflicht richten. Ich konnte auch Gottes Anleitung bei der Ausführung meiner Pflicht spüren. Dank sei Gott!