75. Die Folter, die ich erleiden musste

Von Lin Guang, China

Am 20. März 2014, gegen 10 Uhr morgens, rief mich meine Frau plötzlich an, als ich gerade unterwegs etwas erledigte. Sie sagte eindringlich: „Es sind Polizisten vom Revier da, um dich zu holen. Komm nicht nach Hause!“ Als ich das hörte, wurde ich sofort nervös und dachte: „Wohin soll ich nur gehen? Wenn ich zu einem Bruder oder einer Schwester nach Hause gehe, bringe ich sie ganz bestimmt in Schwierigkeiten. Das Einzige, was mir bleibt, ist, bei Freunden oder Verwandten unterzukommen.“ Schließlich beschloss ich, zu meiner Tochter zu gehen. Am selben Tag gegen 14 Uhr stürmten drei Zivilbeamte in das Haus meiner Tochter. Einer von ihnen schrie: „Sie sind doch Lin Guang, oder? Wir sind von der Polizei und ermitteln schon seit Jahren gegen Sie.“ Ohne irgendwelche Ausweise zu zeigen, zerrten sie mich nach draußen in ihre Limousine. In dem Moment hatte ich große Angst, sie würden mich schlagen und zwingen, Informationen über die Kirche preiszugeben, also betete ich zu Gott: „O Gott! Bitte gib mir Glauben und Kraft. Egal, was die Beamten mit mir machen, ich werde kein Judas sein und Dich nicht verraten.“ Nach dem Gebet wurde ich ruhiger.

Auf dem Polizeirevier zwangen mich zwei Beamte sofort auf ein Folterinstrument, einen Tigerstuhl, fesselten meine Hände daran, zogen mir Schuhe und Socken aus und spannten meine Füße in die Fußeisen ein. Mit finsterer, hasserfüllter Stimme sagte der Leiter des Reviers zu mir: „Der Befehl, Sie heute zu verhaften, kam direkt von der Sicherheitsbehörde der Provinz, und man hat verlangt, dass ich Sie persönlich festnehme. Sie müssen ja eine große Nummer sein! Reden Sie besser schnell und sagen Sie uns alles, was Sie wissen!“ Daraufhin legte er kleine Portraitfotos von über zehn Personen vor mich hin, ging sie eines nach dem anderen durch und fragte mich, ob ich eine der abgebildeten Personen kennen würde. Ich sah eine Schwester, die ich erkannte, und antwortete hastig: „Ich kenne keine dieser Personen.“ Er zeigte dann auf einige Gegenstände, die aus meinem Haus beschlagnahmt worden waren – darunter zwei Bibeln, ein Exemplar von „Das Wort erscheint im Fleisch“, mehrere Belege für die Verwahrung von Büchern mit Gottes Worten und 7.400 Yuan – und sagte: „Das ist der klare Beweis, dass Sie an den Allmächtigen Gott glauben und gegen die KPCh arbeiten!“ Dann nahm er die Belege und fragte mich: „Wo haben Sie diese Bücher hingebracht?“ Als ich ihn mit den Belegen sah, wurde ich sehr nervös und dachte: „Das sind Belege für über tausend Bücher. Wenn ich nichts sage, lässt er mich bestimmt nicht gehen, aber wenn ich es ihm sage, bin ich dann nicht ein Judas?“ Als ich das begriff, betete ich eilig zu Gott: „O Gott! Bitte beschütze mein Herz und lass mich vor Dir ruhig und gefasst sein. Egal, was die Polizei mit mir macht, ich werde kein Judas sein und meine Brüder und Schwestern nicht verraten!“ Nach dem Gebet erinnerte ich mich an diese Passage aus Gottes Worten: „Bei allem im Universum gibt es nichts, wobei Ich nicht das letzte Wort habe. Gibt es irgendetwas, das nicht in Meinen Händen liegt?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Die Worte Gottes an das gesamte Universum, Kapitel 1). Durch Seine Worte spürte ich Gottes Autorität. Alles liegt in Gottes Händen und Er herrscht über alle Dinge! War es nicht ein Zeichen von Gottes Schutz, dass ich die Bücher, die ich verwahrt hatte, erst eine Woche zuvor an einen anderen Ort gebracht hatte? Als mir das klar wurde, antwortete ich zuversichtlich: „Die Bücher wurden bereits weitergegeben.“ Ein Beamter setzte seine Befragung fort: „Wo wohnt die Person, die die Bücher erhalten hat? Wie ist ihr Name? Wer ist ihr Leiter?“ Ich antwortete: „Das weiß ich nicht.“ Er starrte mich an und schrie: „Reden Sie jetzt oder nicht? Glauben Sie bloß nicht, Sie könnten sich alles erlauben, nur weil ich bisher nachsichtig war!“ Dann ging er auf mich zu und schlug mir bösartig links und rechts übers Gesicht. Dann kamen zwei weitere Beamte hinzu und schlugen abwechselnd auf mich ein. Sie schlugen mich mindestens zehnmal. Ich fing an, Sternchen zu sehen, meine Ohren klingelten und mein Gesicht brannte vor Schmerz. Als sie sahen, dass ich immer noch nicht redete, nahm ein Beamter ein 2,5 cm dickes Elektrokabel und peitschte damit über zehnmal auf meinen Rücken ein, sodass mein ganzer Körper vor Schmerz zuckte. Ich betete in meinem Herzen zu Gott und bat Ihn, mir Glauben und den Willen zu geben, das Leid zu ertragen. Einige der Beamten knurrten bösartig: „Zieht ihm die Kleider aus und verprügelt ihn richtig. Mal sehen, ob er dann redet!“ Dann rissen sie mir gewaltsam die Kleider vom Leib und peitschten weiter auf mich ein, während sie schrien: „Redest du jetzt oder nicht?“ Sie peitschten mich mindestens acht- oder neunmal, und jeder Hieb ließ meinen ganzen Körper vor Schmerz brennen. Doch egal, wie sehr sie mich in die Mangel nahmen, ich sagte kein Wort. Dann kamen zwei weitere Beamte und schlugen mir abwechselnd ins Gesicht. Sie schlugen mich, bis ich mich so benommen fühlte, dass ich meine Augen nicht mehr öffnen konnte.

Nach einiger Zeit kam ein Beamter mit einer Schüssel voll Wasser herein. Er warf eine schmutzige Hose hinein, hob sie dann mit einem Stock heraus und spritzte mir damit ununterbrochen das Wasser über den Kopf und Körper, sodass ich nur noch Kälte und Schmerz empfand. Als sie sahen, dass ich immer noch nicht redete, nahmen sie einen Bambusstock, der etwa so dick war wie ein kleiner Finger, und fingen an, ihn zwei bis drei Minuten lang in meine Brustwarzen zu drücken und zu drehen, was einen stechenden Schmerz verursachte. Ich ballte die Fäuste und biss die Zähne zusammen, aber ich spürte, dass ich es nicht mehr lange aushalten konnte, also betete ich zu Gott: „O Gott! Bitte gib mir Glauben und den Willen, Leid zu ertragen. Lass mich dieses Leid überwinden und standhaft für Dich Zeugnis ablegen.“ Während des Gebets dachte ich daran, wie der Herr Jesus von den Soldaten geschlagen wurde, bis Sein ganzer Körper mit Striemen und Blutergüssen übersät war, wie Er gezwungen wurde, sich in Fesseln zur Stätte Seiner Kreuzigung zu schleppen, und schließlich brutal ans Kreuz genagelt wurde. Der Herr Jesus opferte Sein Leben, um die Menschheit zu erlösen. Gottes Liebe ist so groß! Gottes Liebe motivierte mich zutiefst. Als ich daran dachte, dass auch Petrus kopfüber gekreuzigt wurde, kam mir das Leid, das ich durchmachte, im Vergleich dazu sehr gering vor. Ich wusste, ich musste Petrus nacheifern, in meinem Zeugnis standhaft bleiben, und – ganz gleich, wie die Polizei mich folterte – selbst wenn es mein Leben kosten würde, musste ich Gott zufriedenstellen. Als mir all das klar wurde, fasste ich Glauben, spürte, wie der Schmerz in meinem Körper nachließ, und erlebte in mir eine gewisse Ruhe. Danach folterten mich die Polizisten abwechselnd weiter mit dem Bambusstock und dem Elektrokabel, aber als sie sahen, dass ich immer noch nicht redete, schrien sie: „Du bist ja ein sturer Bock! So einen Sturkopf wie dich hatten wir noch nie! Selbst ein Held wäre an diesem Punkt eingeknickt! Was ist es, das dich aufrechterhält?“ Als ich das hörte, war ich so glücklich. Ich wusste, dass Gott mir Glauben und den Willen zum Ertragen von Leid gegeben hatte, wodurch ich die Folter überwinden konnte. Ich spürte, dass Gott an meiner Seite war, und mein Glaube wuchs – ich würde in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben, selbst wenn es meinen Tod bedeutete. Entschlossen erklärte ich: „Es ist Gottes Wort, das mich aufrechterhält!“ Als die Beamten das hörten, verschärften sie sofort ihre Folter, schlugen mich, drückten und drehten an meinen Brustwarzen und schlugen mir mit dem Bambusstock auf die Hände, bis sie grün und blau waren und taub wurden. Ein Beamter sagte dann zu mir: „Wenn du nicht redest, schlagen wir dich heute Nacht tot. Es kümmert niemanden, wenn wir dich umbringen. Ihr Gläubigen solltet alle umgebracht werden!“ Als er das sagte, wurde ich wütend und dachte: „Selbst wenn ihr mich umbringt, werde ich kein Wort sagen. Erwartet bloß nicht, auch nur die geringste Information von mir zu bekommen!“

Später, als sie sahen, dass ich immer noch schwieg, benutzten die Polizisten den Bambusstock, um ihn in die großen Zehen an beiden Füßen zu drücken und zu drehen, und schlugen mir mit einem Elektrokabel auf die Füße. Sie wechselten ständig ab zwischen Peitschenhieben, dem Drücken und Drehen des Bambusstocks in meine Brustwarzen und großen Zehen und den Ohrfeigen. Ich hatte solche Schmerzen, dass meine Kiefermuskeln so angespannt waren, dass meine Zähne klapperten. Ein Polizist sagte dann: „Wenn du nicht redest, führen wir dich morgen zur Schau durch die Straßen. Deine Verwandten, Freunde und Familie werden dich alle hassen und verstoßen. Wenn du es uns sagst, lassen wir niemanden wissen, dass du verhaftet wurdest, und du kannst dein Gesicht wahren.“ Ich erkannte, dass dies Satans finsterer Plan war, und ich dachte daran, was der Herr Jesus gesagt hatte: „Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden(Matthäus 5,10). Verspottet, beleidigt und verleumdet zu werden, weil ich an Gott glaubte, waren alles Formen der Verfolgung um der Gerechtigkeit willen. Das war keine Demütigung, das war etwas Ruhmreiches. Egal, was andere dachten – für mich zählte nur, Gott zufriedenzustellen. Als mir das klar wurde, ignorierte ich den Beamten einfach. Dann drohte mir ein anderer Beamter und sagte: „Redest du jetzt oder nicht? Wenn nicht, schlagen wir dich heute Nacht tot und werfen dich auf die Autobahn. Die Autos werden dich zu Brei fahren, und niemand wird je erfahren, was passiert ist!“ Als ich das hörte, dachte ich: „Diese Beamten sind wirklich böswillig und schrecken vor nichts zurück. Wenn sie mich umbringen, wird es niemand je erfahren.“ Ich dachte an meinen über 80 Jahre alten Vater zu Hause, und an meine Frau, die unter vielen Krankheiten litt. „Wenn sie mich umbringen, wie sollen mein Vater und meine Frau zurechtkommen?“ Als mir dieser Gedanke kam, fühlte ich mich schrecklich und betete zu Gott. Später erinnerte ich mich an diese Passage aus Gottes Worten: „Bei jeder Stufe des Werkes, das Gott an den Menschen vollbringt, scheint es sich von außen betrachtet um Interaktionen zwischen Menschen zu handeln, als ob diese Stufe des Werks von menschlichen Vorkehrungen oder menschlichen Störungen herrühren würde. Aber hinter jeder Stufe des Werkes und allem, was geschieht, steht eine Wette, die Satan vor Gott eingeht; all dies erfordert, dass die Menschen in ihrem Zeugnis für Gott standhaft bleiben(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Nur Gott zu lieben, ist wahrlich an Gott zu glauben). Gottes Worte halfen mir zu erkennen, dass Satan versuchte, die Schwäche meines Fleisches und meine Zuneigung zu meiner Familie auszunutzen, um mich dazu zu bringen, meine Brüder und Schwestern und Gott zu verraten. Ich durfte nicht auf seine List hereinfallen. Dann erinnerte ich mich noch an etwas anderes, das der Herr Jesus gesagt hatte: „Wer sein Leben findet, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird’s finden(Matthäus 10,39). Gottes Worte gaben mir Glauben und Kraft. Selbst wenn sie mich totschlügen, wäre meine Seele in Gottes Händen, und selbst wenn ich mein Leben opfern müsste, musste ich in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben. Der Mensch hat keine Kontrolle über sein Schicksal, sondern Gott herrscht darüber, also lag auch die Zukunft meiner Familie in Gottes Händen. Ich war bereit, mich Gottes Orchestrierungen und Anordnungen zu unterwerfen, also betete ich zu Gott: „O Gott! Alle Dinge und Ereignisse liegen in Deinen Händen, auch mein eigenes Leben. Egal wie die Polizei mich foltert – selbst wenn es meinen Tod bedeutet, werde ich Dich niemals verraten oder meine Brüder und Schwestern verraten.“

Als sie sahen, dass ich immer noch nicht redete, nahmen die Polizisten die zerfetzte Hose aus der Wasserschüssel und bespritzten mehrmals meinen Kopf damit, drehten den Bambusstock in meinen Brustwarzen und großen Zehen und schlugen mir hart auf den Spann meiner Füße. Jeder Schlag tat so weh, dass mein ganzer Körper taub wurde, mein Herz krampfte und ich kurzatmig wurde. Ich biss die Zähne zusammen, betete im Stillen zu Gott und sagte immer noch kein Wort. Ein Beamter nahm dann eine stinkende Socke, warf sie in die Schüssel, damit sie sich mit dem schmutzigen Wasser vollsog, und rieb sie mir dann über den Mund. Ich presste meinen Mund fest zu, also rieb er sie nur auf meine Lippen. Dann, als ich meinen Mund leicht entspannte, steckte er mir die Socke in den Mund und rieb sie an meinen Zähnen, während er sagte: „Na komm, lass mich dir mal den Mund ausspülen!“ Dann holten sie eine Schüssel mit kaltem Wasser aus dem Kühlschrank und übergossen mir damit den Kopf. Als ich mich danach immer noch weigerte zu reden, nahmen sie einen Hammer und hebelten mit dem Holzgriff meinen Mund auf. Dann brachten sie eine halbe Schüssel mit scharfem Chiliöl und versuchten, es mir in den Hals zu schütten. Als sie merkten, dass sie das Öl nicht hineinbekamen, weil ich meinen Mund so fest ich konnte zugepresst hatte, rieben sie es einfach auf meine Lippen und die Wunden an meinen Brustwarzen und hörten nicht auf, bis das ganze Öl verbraucht war. Der brennende Schmerz war fast unerträglich, und ich zitterte und bebte ununterbrochen im Tigerstuhl. Meine Füße scheuerten an den Eisenfesseln, bis an meinen Fersen zwei Wunden aufgerissen waren, die zu bluten begannen. Der Schmerz war so schlimm, dass ich dachte, es wäre besser, tot zu sein, und jede Hoffnung verlor. Ich dachte: „Wenn ihr mich schon schlagen wollt, dann schlagt mich tot und beendet dieses Elend.“ Als ich ich anfing, darüber nachzudenken, dass ich sterben wollte, erkannte ich, dass das falsch war – wenn ich sterben würde, wie könnte ich dann für Gott Zeugnis ablegen? In diesem Moment dachte ich an eine Passage aus Gottes Worten: „Du wirst das Gefühl haben, dass du noch nicht sterben kannst, dass du deine Fäuste ballen und entschlossen weiterleben musst und dass du ein Leben für Gott leben musst. Wenn die Menschen Wahrheit in ihrem Inneren haben, dann haben sie diese Entschlossenheit und wünschen sich nie wieder, zu sterben. Wenn der Tod dich bedroht, dann wirst du sagen: ‚Gott, ich bin nicht bereit zu sterben. Ich kenne Dich noch nicht. Ich habe Deine Liebe noch nicht vergolten. Ich kann nicht sterben, bis ich Dich gut kenne.‘ … Wenn du die Wahrheit nicht verstehst, wirst du Gottes Absichten nicht verstehen können. Du wirst dich immer innerlich eingeschränkt fühlen, wenn es um die Angelegenheit des Leidens geht; je mehr du darüber nachdenkst, desto unwohler wird dir werden und desto negativer wirst du dich fühlen. Du wirst das Gefühl haben, dass du keine Möglichkeit mehr hast, weiterzuleben. Du wirst anfangen, die Qual des Todes zu erleiden, und dein Geist, in ständiger Gefangenschaft, wird ebenfalls in den Tod sinken. Wenn du befreit werden willst, musst du dein Herz und all deine Anstrengungen in die Wahrheit stecken. Wenn du die Wahrheit verstehst, wird dein Herz erhellt werden, und du wirst nicht länger durch Leiden oder Tod eingeschränkt sein. Du wirst im Leben in deinem Herzen Frieden und Freude finden, und wenn dich Krankheit befällt oder dir der Tod droht, wirst du sagen: ‚Ich habe die Wahrheit noch nicht erlangt, also kann ich nicht sterben. Ich muss mich korrekt für Gott aufwenden und ein gutes Zeugnis für Gott ablegen und auch Gottes Liebe vergelten. Wie ich am Ende sterbe, spielt keine Rolle, denn ich werde ein erfülltes Leben geführt haben. Was auch passiert, ich darf noch nicht sterben. Ich muss beharrlich weiterleben.‘(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Wie man die Natur des Menschen erkennt). Gottes Worte berührten mich zutiefst. Gott nutzte diese Drangsal, um meinen Glauben und meine Liebe zu perfektionieren und mich die Wahrheit erlangen zu lassen. Ich wollte nach nur ein wenig Leid sterben und dem Elend entkommen – wo war da mein Zeugnis? Ich dachte daran, dass Petrus – egal wie viel er litt und ertrug – nie mit Gott haderte, sondern im Gebet Gottes Absicht suchte, sich allem, was von Gott kam, unterwarf und letztendlich die höchste Liebe zu Gott erreichte, sich bis in den Tod unterwarf, für Gott kopfüber gekreuzigt wurde und ein wunderbares und kraftvolles Zeugnis ablegte. Ich musste Petrus nacheifern – egal wie sehr ich litt, ich sollte weiterleben und in meinem Zeugnis standhaft bleiben, um Satan mit jedem meiner letzten Atemzüge zu demütigen. Danach brachte ein Beamter einen Ventilator herein, stellte ihn auf die höchste Stufe und ließ ihn über zehn Minuten lang auf mich blasen, sodass mir so kalt wurde, dass ich zu zittern begann. Ich dachte bei mir: „Egal, welche Methode ihr anwendet, ich werde niemals reden.“ Sie folterten mich auf diese Weise von 15 Uhr bis 4:30 Uhr am nächsten Morgen. Trotzdem bekamen sie kein einziges Wort aus mir heraus und gaben schließlich erschöpft auf und gingen.

Am Morgen des zweiten Tages brachten sie mich ins Untersuchungsgefängnis. Meine Füße waren so geschwollen, dass ich meine Schuhe nicht anziehen konnte und nur noch humpeln konnte, da meine Füße nur zur Hälfte in den Schuhen steckten. Jeder Schritt verursachte einen brennenden Schmerz. Als ein Beamter mich aufforderte, meine Kleider für die Untersuchung auszuziehen und sah, dass ich mit Wunden und blauen Flecken übersät war, fragte er: „Wer hat Sie so geschlagen?“ Ich wollte gerade antworten, als der stellvertretende Direktor eilig dazwischenfuhr: „Das sind nur Blutergüsse von einer Gua-Sha-Behandlung, keine Prügelspuren.“ Als ich meine Zelle betrat, sagte ein übergewichtiger Häftling zu mir: „Neuankömmlinge müssen von Kopf bis Fuß mit sechs Schüsseln Wasser gereinigt werden. Das sind die Regeln.“ Als ich das hörte, wurde ich etwas nervös und dachte: „Es ist so kalt draußen, und mit sechs Schüsseln Wasser gewaschen zu werden, wird bestimmt eiskalt und schmerzhaft sein. Wie soll ich das aushalten?“ Aber als ich meine Kleider auszog und er sah, dass ich mit Wunden und blauen Flecken übersät war, sagte er zu meiner Überraschung zu den anderen Häftlingen: „Sein Rücken, seine Füße und sein Gesicht sind ganz grün und blau, er hat tiefe, blutige Wunden an beiden Fersen. Er wurde zu schwer verprügelt, also können wir ihm die sechs Schüsseln Wasser ersparen.“ Ich war zutiefst erleichtert und dankte Gott unaufhörlich in meinem Herzen.

Am dritten Tag meiner Haft, um 14 Uhr, bekam ich plötzlich starke Kopfschmerzen, mein Herz begann zu rasen, und ich wurde neben meinem Betonbett ohnmächtig. In diesem Moment hatte ich ein enges Gefühl in der Brust, als wäre sie mit einem Seil zugeschnürt, und ein schweres Gefühl, als würde eine große Steinplatte darauf lasten. Es war extrem unangenehm, und meine Kopfschmerzen waren so schlimm, dass es sich anfühlte, als würde mein Kopf explodieren. Ein Häftling rief eilig einen Beamten herbei, der meinen Herzschlag und Puls fühlte und sagte: „Sein Herz schlägt zu schnell, ich kann die Schläge gar nicht zählen.“ Dann brachten sie mich ins Krankenhaus, und bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass mein Herz mit 240 Schlägen pro Minute schlug und ich einen Herzinfarkt erlitten hatte. Ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert, bekam eine Sauerstoffmaske und ein herzstärkendes Medikament gespritzt. Mein Krankenhausaufenthalt dauerte vier Tage, und weil die Polizei befürchtete, ich könnte versuchen zu fliehen, fesselten sie mich mit Handschellen ans Bett und postierten zwei bewaffnete Wachen vor meiner Tür. In der Nacht des vierten Tages brachten sie mich zurück ins Untersuchungsgefängnis. Mehrere Beamte erkundigten sich nach meinem Zustand, woraufhin der Beamte, der mich begleitete, nur den Kopf schüttelte und sagte: „Mit dem ist es aus, der ist nutzlos.“ Ich erinnerte mich, gehört zu haben, wie andere Häftlinge sagten, dass Häftlinge mit schweren Verletzungen oder Krankheiten nach etwa zehn Tagen Haft freigelassen werden könnten. Ich dachte: Da ich so krank war, würde ich wahrscheinlich nicht allzu lange festgehalten werden, und Gott eröffnete mir vielleicht einen Ausweg. Ich betete zu Gott und sagte Ihm, dass ich bereit sei, meine Krankheit in Seine Hände zu legen. Egal, ob ich leben oder sterben würde, ob ich weiter inhaftiert bliebe oder freigelassen würde – ich war bereit, mich Seiner Herrschaft und Seinen Anordnungen zu unterwerfen. In den nächsten Tagen lag ich den ganzen Tag mit starken Schmerzen auf meinem Bett, und die Zellengenossen kümmerten sich eine Woche lang abwechselnd um mich. Ich wusste, dass Gott Menschen, Ereignisse und Dinge orchestriert und arrangiert hatte, um mir zu helfen, und ich dankte Ihm unaufhörlich! Da ich eine fortgeschrittene Herzerkrankung hatte und mein Atem jederzeit hätte aussetzen können, befürchteten die Beamten des Untersuchungsgefängnisses, dass sie zur Verantwortung gezogen würden, wenn ich während der Haft sterben würde. Also riefen sie nach neunundzwanzig Tagen Haft meine Frau an, um meine Freilassung gegen Kaution bis zum Prozessbeginn zu arrangieren, und ließen mich nach Hause gehen. Ich erinnere mich, wie der stellvertretende Direktor mich beim Gehen warnte: „Wir haben Sie freigelassen, aber Sie stehen immer noch unter unserer Kontrolle. Ihre Frau ist Ihre Bürgin. Wenn Sie in Zukunft irgendeinen Kontakt zu Gläubigen haben, werden wir Sie und Ihre Frau beim nächsten Mal verhaften. Von nun an melden Sie sich jeden Monat bei der örtlichen Polizeistation.“ Damals antwortete ich nicht und dachte nur: „Ihr könnt mich überwachen und kontrollieren, aber ihr könnt mein Herz, das Gott folgt, nicht kontrollieren. Ich werde auch nach meiner Freilassung weiter an Gott glauben.“

Nach meiner Entlassung aus dem Untersuchungsgefängnis verschlechterte sich meine Krankheit weiter, und die Anfälle wurden immer häufiger. Jedes Mal, wenn ich einen Anfall hatte, strahlte der Schmerz von meinem Herzen in meinen Rücken und von meiner Wirbelsäule bis in meinen Kopf. Meine Kopfschmerzen wurden so schlimm, dass es sich anfühlte, als würde jemand einen Schraubstock an meinem Kopf festziehen, und meine Ohren klingelten lauter als eine Fabrikmaschine. Mein Herz fühlte sich extrem eng an, als wäre es in ein Seil geschnürt, und ich bekam schwer Luft. Nur durch tiefe, langsame Atemzüge fand ich etwas Linderung. Wenn sich die Anfälle nicht von selbst besserten, musste ich ins Krankenhaus, um Spritzen zu bekommen. Ich konnte nicht mehr körperlich schuften, und selbst das Tragen einer Schüssel Wasser war zu viel für mein Herz. Durch die langfristige Einnahme von Medikamenten bekam ich zudem sehr ernste Magenprobleme. Ich war mehr oder weniger ein Krüppel und konnte nicht die geringste Arbeit verrichten. Darüber hinaus belasteten die Arztrechnungen meine Familie enorm und machten das Leben extrem schwierig. Jedes Mal, wenn ich daran dachte, dass ich als Mann nicht arbeiten und für meine Familie sorgen konnte, eine Last für sie war und jeden einzelnen Tag die Schmerzen und Qualen der Krankheit ertragen musste, fühlte ich mich unglaublich gequält und elend. Immer wenn ich so litt, dachte ich an die Erfahrungen von Hiob und Petrus. Ich las diese Passage aus Gottes Worten: „Wenn du dich den Prüfungen Hiobs unterziehst, unterziehst du dich gleichzeitig den Prüfungen Petri. Als Hiob geprüft wurde, blieb er in seinem Zeugnis standhaft, und am Ende erschien ihm Jehova. Erst nachdem er in seinem Zeugnis standhaft geblieben war, war er würdig, das Gesicht Gottes zu sehen. Warum heißt es: ‚Ich verberge Mich vor dem Land des Schmutzes, erscheine jedoch dem heiligen Königreich‘? Das heißt, dass du, nur wenn du geheiligt bist und in deinem Zeugnis standhaft bleibst, würdig sein kannst, das Gesicht Gottes zu sehen. Wenn du in deinem Zeugnis nicht standhaft bleiben kannst, bist du nicht würdig, Sein Gesicht zu sehen. Wenn du dich angesichts von Läuterungen zurückziehst oder dich über Gott beklagst und somit daran scheiterst, in deinem Zeugnis standhaft zu bleiben, und zu Satans Gespött wirst, dann wirst du das Erscheinen Gottes nicht gewinnen. Wenn du wie Hiob bist, der inmitten von Prüfungen sein eigenes Fleisch verfluchte, aber sich nicht über Gott beklagte, und sein eigenes Fleisch hassen konnte, ohne zu klagen oder mit seinen Worten zu sündigen, dann wirst du in deinem Zeugnis standhaft bleiben. Wenn du dich bis zu einem gewissen Grad Läuterungen unterziehst und wie Hiob sein kannst, vollkommen unterwürfig vor Gott und ohne weitere Forderungen an Ihn oder ohne deine eigenen Auffassungen, dann wird Gott dir erscheinen(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Diejenigen, die vervollkommnet werden sollen, müssen Läuterung unterzogen werden). Als ich über Gottes Worte nachdachte, erkannte ich: Obwohl die Folter der KPCh mich mit Krankheit gezeichnet hatte, nutzte Gott dieses Umfeld, um meinen Glauben und meine Liebe zu perfektionieren. Er wollte sehen, ob ich mich dieser Orchestrierung und Anordnung unterwerfen und durch diese Läuterung standhaft in meinem Zeugnis für Ihn bleiben würde. Als Hiob Prüfungen durchmachte, an einem einzigen Tag all seinen Besitz verlor und seine eigenen Kinder sterben sah und später am ganzen Körper mit Geschwüren übersät war, bewahrte er ein gottesfürchtiges Herz. Trotz dieses Leids und dieser Not haderte er nie mit Gott, sondern pries sogar Seinen Namen. Dann war da Petrus, der Hunderte von Prüfungen durchmachte, aber nie seinen Glauben an Gott verlor und schließlich für Gott kopfüber gekreuzigt wurde und sich so Gott bis zu seinem Tod unterwarf. Das Leid, die Prüfungen und die Läuterung, die sie durchmachten, waren um ein Vielfaches größer als das, was ich durchmachte, aber sie rebellierten nie gegen Gott oder widersetzten sich Ihm und konnten sich Ihm bereitwillig unterwerfen, ohne zu klagen, ganz gleich, ob sie Segen empfingen oder Widernisse erlitten. Ich war bereit, ihnen nachzueifern und nicht mit Gott zu hadern, egal wie groß das Leid und die Läuterung waren, denen ich mich gegenübersah. Ich wollte entschlossen in meinem Zeugnis für Gott standhaft bleiben.

Durch diese Verfolgung und Verhaftung konnte ich das dämonische, wahrheitshassende und gotthassende Wesen der KPCh deutlich erkennen. Es ist genau so, wie Gott sagt: „Diese Bande von verbrecherischen Komplizen! Sie kommen herab in das sterbliche Reich, um sich Vergnügungen hinzugeben, und sorgen für Aufruhr. Sie stiften eine solche Unruhe, dass die Welt zu einem launischen und unbeständigen Ort wird und das Herz des Menschen voller Panik und Unbehagen ist. Sie haben so sehr mit dem Menschen gespielt, dass seine Erscheinung zu der eines unmenschlichen Getiers des Feldes geworden ist, überaus hässlich, und dessen letzte Spur des ursprünglichen heiligen Menschen verloren gegangen ist. Darüber hinaus wünschen sie sogar die Hoheitsgewalt auf Erden zu übernehmen. Sie verhindern Gottes Werk so sehr, dass es kaum einen Zentimeter vorankommen kann, und sie schotten den Menschen so eng ab wie durch Wände aus Kupfer und Stahl. Sie haben so viele schwerwiegende Sünden begangen und so viele Katastrophen verursacht, erwarten sie da immer noch etwas anderes als Züchtigung?(Das Wort, Bd. 1, Das Erscheinen und Wirken Gottes: Werk und Eintritt (7)). Gott hat uns geschaffen, daher ist es vollkommen normal und gerechtfertigt, an Ihn zu glauben und Ihn anzubeten, aber die KPCh nutzt jede Methode, die ihr zur Verfügung steht, um Gläubige zu verfolgen und zu verhaften, sie zu zwingen, Gott zu verraten und ihr zu folgen. Sie fantasiert davon, die Kontrolle über die Menschheit, Gottes Schöpfung, zu haben. Wie schamlos sie ist! Diese Dämonen werden letztendlich von Gott verflucht und bestraft werden! Im Laufe meiner Erfahrung wurde ich auch Zeuge von Gottes wundersamen Taten, Seiner Allmacht und Seiner Herrschaft. Jedes Mal, wenn ich das Gefühl hatte, das Leid ihrer Folter und Qualen nicht mehr ertragen zu können, betete ich zu Gott und verließ mich auf Ihn, und das Leiden meines Fleisches ließ nach. Wenn ich mich elend fühlte und in Negativität verfiel, leiteten mich Gottes Worte an, stark zu sein und mich nicht vom Tod einschränken zu lassen. Gott orchestrierte und arrangierte auch Menschen, Ereignisse und Dinge, um mir zu helfen, sodass ich spüren konnte, dass Er an meiner Seite war und Barmherzigkeit mit meiner Schwäche hatte. All dies war Gottes Liebe zu mir, und ich habe jetzt mehr Glauben an Gott als je zuvor.

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Dank sei Gott, dass Er dich hierher geführt hat. Heute Abend um 20:00 Uhr findet unsere kostenlose Online-Predigt statt. Das Thema lautet: Wie man die Wiederkunft des Herrn willkommen heißt und sich von einem Leben voller Schmerz befreit. Möchtest du die Worte Gottes hören und Segen empfangen?

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