69. Wie aus mir eine falsche Leiterin wurde

Von Sonia, Südkorea

Ende 2019 wurde mir die Verantwortung für die Videoarbeit in der Kirche übertragen. Ich fühlte mich enorm unter Druck gesetzt, denn diese Arbeit erforderte Fachwissen, das ich bisher nicht hatte. Die Vorstellung, mich dieser unbekannten Aufgabe stellen zu müssen, lastete wie ein schwerer Stein auf meiner Brust. Wenn ich mich nach dem Stand der Arbeit erkundigte, diskutierten die Gruppenleiter oft über technische Details, wobei ich nur dabeisaß und nur die Hälfte von dem verstand, was sie von sich gaben. Gab es Unstimmigkeiten, fragten sie mich nach meiner Meinung und meinen Vorschlägen. Das machte mich äußerst nervös, da ich nicht sagen konnte, worin das Problem lag. Manchmal machte ich aus dem Bauch heraus Vorschläge, die aber nicht aufgegriffen wurden, was mich jedes Mal zutiefst beschämte. Ich war doch auch Kirchenleiterin – was sollten die Brüder und Schwestern denn von mir denken, wenn ich weder das Problem erkennen noch irgendwelche brauchbaren Vorschläge machen konnte? Nachdem das einige Male so gelaufen war, wollte ich an den Arbeitsbesprechungen nicht mehr teilnehmen. Ich dachte bei mir: „Diese technischen Dinge verstehe ich nicht wirklich, und jetzt ist es auch schon zu spät, mich da noch einzuarbeiten. Sie sind diejenigen, die die Videos machen, also sollen sie sich doch um die fachlichen Diskussionen kümmern. In diesem Bereich kann ich sie zwar nicht anleiten, doch bei ihrem Lebenseintritt kann ich ihnen helfen. Wenn ihr Zustand in Ordnung ist und sie ihre fachliche Arbeit gut machen, habe ich dann nicht auch meine Pflicht erfüllt? So kann ich mich vor ihnen wenigstens nicht blamieren.“ Mit diesen Gedanken im Hinterkopf hielt ich mich fortan aus ihren Arbeitsbesprechungen heraus.

Nach einer Weile stellte ich fest, dass die Videoproduktion nur sehr langsam voranschritt, Probleme bezüglich der Grundsätze auftraten und die Brüder und Schwestern nicht mehr harmonisch zusammenarbeiteten. Eine Schwester nach der anderen kam zu mir und berichtete von Problemen mit der Gruppenleiterin, Schwester Sarah. Sie sei herrisch und zwinge bei Arbeitsbesprechungen die anderen dazu, auf sie zu hören, weshalb die Videos ständig überarbeitet werden müssten. Ich dachte: „Sarah hat ein gutes Kaliber. Ihre Disposition ist zwar ein wenig arrogant, aber sie ist fachlich ziemlich kompetent. Es ist normal, dass talentierte Leute etwas arrogant sind, ich muss nur mit ihr Gemeinschaft halten.“ Also nahm ich Gottes Wort als Grundlage und hielt mit ihr Gemeinschaft darüber, wie sie mit den anderen besser zusammenarbeiten könne und welche Lektionen sie daraus lernen sollte. Sarah erklärte sich bereit, sich meiner Worte anzunehmen und sich zu ändern. Doch kurz darauf kam Schwester Elsie zu mir. Sie erzählte, sie habe viel Zeit und Mühe in ein Video investiert, aber Sarah habe es nach nur einem Blick rundweg abgelehnt und ihr keinerlei Verhandlungsspielraum gelassen. Elsie war sehr aufgebracht und fragte mich, wie sie mit dieser Situation umgehen sollte. Ich überlegte: „Liegt es wirklich am Video von Elsie, oder handelt Sarah einfach aus ihrer arroganten Disposition heraus?“ Ich wollte, dass Elsie mir die Situation im Detail schilderte, damit ich genau wüsste, worin das Problem bestand, doch dann fiel mir wieder ein, dass ich fachlich keine Ahnung hatte. Wenn sie es mir erklären und ich das Problem nicht erkennen würde, was würde sie dann von mir denken? „Lass es gut sein“, dachte ich. „Sollen sie diese fachlichen Fragen doch unter sich klären. Ich halte einfach mit Elsie über ihren Zustand Gemeinschaft und lege ihr nahe, die Sache als eine Form des Zurechtstutzens zu sehen. Wenn sie diese Angelegenheit richtig angeht, dann wird sich auch das Problem in der Zusammenarbeit mit Sarah lösen.“ Also hielt ich mit Elsie Gemeinschaft und riet ihr, Vorschläge der anderen anzunehmen, sich nicht von deren Stolz einschränken zu lassen, zuerst die Wahrheit in die Praxis umzusetzen, um dann mit den anderen aktiv zusammenarbeiten zu können. Doch Elsie blickte nach meinen Worten immer noch sorgenvoll drein und ging sichtlich frustriert. Doch auch ich war ziemlich aufgebracht, denn mir war klar, dass ihr Problem nicht wirklich gelöst war. Ich hatte mir ansehen wollen, woran es bei Elsies Video hakte, aber ich fürchtete, ich würde es nicht herausfinden und als inkompetent dastehen. „Lass es gut sein“, dachte ich, „sollen sie dieses Problem doch unter sich ausmachen.“ Daraufhin ging ich zu Sarah, um mit ihr Gemeinschaft zu halten und ihr bei ihrem Zustand zu helfen. Ich wies sie auf ihre arrogante Disposition hin und sagte ihr, sie solle harmonisch mit ihren Brüdern und Schwestern zusammenarbeiten, damit sie gegenseitig von ihren Stärken lernen könnten. Selbst wenn sie gute Vorschläge habe, müsse sie diese mit den anderen besprechen. Sarah versprach zwar, sich auf eine Veränderung zu konzentrieren, doch danach war sie immer noch extrem arrogant und hielt ihre eigenen Ansichten stets für besser als die der anderen. Sie war so überzeugt davon, erfahren und kompetent zu sein, und dass die anderen ihr das Wasser nicht reichen konnten, weshalb sie in der Zusammenarbeit auch immer das letzte Wort haben musste. Wenn sich unsere Brüder und Schwestern auf einen Produktionsplan einigten, der von ihren Vorstellungen abwich, verwarf sie ihn und verlangte, dass er nach ihren Vorgaben noch einmal überarbeitet werden sollte. Hielten die anderen ihren Plan für ungeeignet und machten Gegenvorschläge, nahm sie diese niemals an, sondern tat sie als wertlos ab. Die Brüder und Schwestern konnten nicht mit ihr kommunizieren und mussten ihre Arbeit ständig überarbeiten. Der Zustand jedes Einzelnen verschlechterte sich immer mehr und sie verfielen in Negativität. Zu sehen, wie Sarah arrogant, selbstgerecht und eigenmächtig war und den Arbeitsfortschritt ernsthaft beeinträchtigte, bereitete mir große Qualen, aber ich bekam bei diesen fachlichen Problemen einfach keinen Fuß auf den Boden. Damals beschlich mich das vage Gefühl, dass Sarah die Wahrheit nicht annahm, keine Buße tat und sich nicht änderte und vielleicht für diese Pflicht nicht mehr geeignet war. Aber dann dachte ich wieder, dass sie fachlich besser war als die anderen. Würde sie entlassen, könnte dann überhaupt jemand anderes die Arbeit übernehmen? Ich war mir nicht ganz sicher und wollte es daher den höher gestellten Leitern melden, fürchtete aber, dass sie mich zurechtstutzen und entlassen würden, wenn sie sähen, welches Chaos ich bei der Arbeit angerichtet hatte. Nach einem inneren Kampf beschloss ich, noch einmal mit Sarah Gemeinschaft zu halten. Ich ging also zu ihr, sprach ihre arrogante Disposition an und entlarvte sie als eine Tyrannin, die immer das letzte Wort haben wollte. Auch sagte ich ihr, dass sie den Weg eines Antichristen beschreite. Nachdem sie das gehört hatte, sagte sie kein einziges Wort mehr. Dennoch war es offensichtlich, dass sie widerständig war. Danach machte sie weiter wie bisher, stellte sich oft zur Schau und setzte andere herab. Die meisten Brüder und Schwestern fühlten sich von ihr eingeschränkt und wollten nicht mehr mit ihr zusammenarbeiten. Wegen ihrer Störungen und Behinderungen geriet die Videoarbeit dermaßen ins Stocken, sodass mir am Ende nichts anderes mehr übrigblieb, als das Problem den höhergestellten Leitern zu melden. Nachdem diese die Sache untersucht hatten, wurde Sarah als Gruppenleiterin entlassen. Und auch ich wurde entlassen, weil ich keine echte Arbeit leistete und tatsächliche Probleme nicht lösen konnte.

Nach meiner Entlassung gab ich nur zu, dass mein Kaliber gering war, ich diesen Arbeitsbereich nicht verstand und keine echte Arbeit leisten konnte. Ein wirkliches Verständnis für meine eigenen Probleme hatte ich da noch nicht. Erst später, als ich Gottes Gemeinschaft über das Erkennen der verschiedenen Erscheinungsformen falscher Leiter las, begann ich, über mein Handeln nachzudenken und es wirklich zu verstehen. Der Allmächtige Gott sagt: „Falsche Leiter sind gut in oberflächlicher Arbeit, aber sie leisten niemals echte Arbeit. Sie gehen nicht hin, um die verschiedenen Facharbeiten zu inspizieren, zu beaufsichtigen oder anzuleiten, oder um rechtzeitig herauszufinden, was in den verschiedenen Teams vor sich geht, um zu überprüfen, wie die Arbeit voranschreitet, welche Probleme es gibt, ob die Teamverantwortlichen ihrer Aufgabe gewachsen sind und was die Brüder und Schwestern über die Verantwortlichen berichten oder wie sie sie bewerten. Sie prüfen nicht, ob jemand von den Teamleitern oder Verantwortlichen eingeschränkt wird, ob richtige Vorschläge, die die Leute machen, angenommen werden, ob jemand, der talentiert ist oder nach der Wahrheit strebt, unterdrückt oder ausgegrenzt wird, ob arglose Menschen schikaniert werden, ob Menschen, die falsche Leiter entlarven und melden, angegriffen werden, an ihnen Vergeltung geübt wird, sie entfernt oder ausgeschlossen werden, ob die Teamleiter oder Verantwortlichen böse Menschen sind und ob jemand gequält wird. Wenn falsche Leiter keine dieser konkreten Arbeiten ausführen, sollten sie entlassen werden. Nehmen wir zum Beispiel an, jemand meldet einem falschen Leiter, dass es einen Verantwortlichen gibt, der die Leute oft einschränkt und unterdrückt. Der Verantwortliche hat einige Dinge falsch gemacht, aber er lässt nicht zu, dass die Brüder und Schwestern Vorschläge machen, und er sucht sogar nach Ausreden, um sich zu rechtfertigen und zu verteidigen, und gibt niemals seine Fehler zu. Sollte ein solcher Verantwortlicher nicht umgehend entlassen werden? Das sind Probleme, die Leiter rechtzeitig beheben sollten. Einige falsche Leiter erlauben nicht, dass die von ihnen ernannten Verantwortlichen entlarvt werden, egal welche Probleme in ihrer Arbeit aufgetreten sind, und sie erlauben schon gar nicht, dass sie den Vorgesetzten gemeldet werden – sie sagen den Leuten sogar, sie sollen lernen, sich zu unterwerfen. Wenn jemand die Probleme mit einem Verantwortlichen aufdeckt, versuchen diese falschen Leiter, ihn zu schützen oder die wahren Tatsachen zu vertuschen, indem sie sagen: ‚Das ist ein Problem mit dem Lebenseintritt des Verantwortlichen. Es ist normal, dass er eine arrogante Disposition hat – jeder, der ein gewisses Kaliber hat, ist arrogant. Das ist keine große Sache, ich muss nur ein wenig mit ihm Gemeinschaft halten.‘ Durch den gemeinschaftlichen Austausch äußert der Verantwortliche seine Haltung und sagt: ‚Ich gebe zu, dass ich arrogant bin. Ich gebe zu, dass es Zeiten gibt, in denen ich mir Sorgen um meine eigene Eitelkeit, meinen Stolz und meinen Status mache und die Vorschläge anderer Leute nicht annehme. Aber andere Leute sind in diesem Beruf nicht gut, sie machen oft wertlose Vorschläge, also gibt es einen Grund, warum ich nicht auf sie höre.‘ Falsche Leiter versuchen nicht, die Situation gründlich zu verstehen, sie schauen nicht auf die Ergebnisse der Arbeit des Verantwortlichen, geschweige denn darauf, wie seine Menschlichkeit, seine Disposition und sein Streben sind. Alles, was sie tun, ist, die Dinge herunterzuspielen und zu sagen: ‚Das wurde mir gemeldet, also behalte ich dich im Auge. Ich gebe dir noch eine Chance.‘ Nach ihrem Gespräch sagt der Verantwortliche, dass er bereit ist, Buße zu tun, aber ob er danach wirklich Buße tut oder nur lügt und betrügt, darum kümmern sich falsche Leiter nicht(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (3)). „Falsche Leiter verrichten ihre Arbeit auf eine unglaublich monotone und oberflächliche Weise: Sie ziehen die Leute zu Gesprächen heran, führen ein paar beratende Gespräche über deren Denkweisen, ermahnen die Leute ein wenig und glauben, dass dies echte Arbeit ist. Das ist oberflächlich, nicht wahr? Und welches Problem verbirgt sich hinter dieser Oberflächlichkeit? Ist es nicht Naivität? Falsche Leiter sind extrem naiv, und sie betrachten auch Menschen und Dinge auf eine unglaublich naive Weise. Nichts ist schwerer zu lösen als die verdorbenen Dispositionen der Menschen – die Katze lässt das Mausen nicht. Falsche Leiter können dieses Problem überhaupt nicht durchschauen. Daher tun falsche Leiter, wenn es um die Art von Verantwortlichen in der Kirche geht, die ständig Störungen verursachen, die immer Menschen einschränken und quälen, nichts anderes, als mit ihnen zu reden und sie mit ein paar Worten zurechtzustutzen, und das war’s. Sie passen ihre Pflichtzuweisungen nicht rechtzeitig an oder entlassen sie. Diese Vorgehensweise falscher Leiter fügt der Arbeit der Kirche enormen Schaden zu und führt oft dazu, dass die Arbeit der Kirche durch die Störungen einiger böser Menschen aufgehalten, verzögert, beschädigt und daran gehindert wird, normal, reibungslos und effizient voranzukommen – was alles eine schwerwiegende Folge davon ist, dass falsche Leiter auf der Grundlage ihrer Gefühle handeln, die Wahrheitsgrundsätze verletzen und die falschen Leute einsetzen. Den äußeren Anschein nach, begehen falsche Leiter nicht absichtlich zahlreiche Übeltaten oder gehen auf ihre eigene Art und Weise vor und errichten ihre eigenen unabhängigen Königreiche, wie Antichristen es tun. Falsche Leiter sind jedoch nicht in der Lage, die verschiedenen Probleme, die bei der Kirchenarbeit auftauchen, prompt zu lösen. Und wenn es bei den Verantwortlichen verschiedener Teams zu Problemen kommt und wenn diese Verantwortlichen ihre Arbeit nicht bewältigen können, sind falsche Leiter nicht in der Lage, deren zugewiesene Pflicht prompt anzupassen oder sie prompt zu entlassen, was der Kirchenarbeit schlimme Verluste verursacht. Und das alles wird durch die Pflichtvernachlässigung der falschen Leiter verursacht(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (3)). Als ich diese Worte Gottes las, war ich untröstlich und mein Herz brach. Ich hatte das Gefühl, dass die falsche Leiterin, die Gott beschrieb, ich selbst war. Gott offenbart, dass falsche Leiter keine echte Arbeit leisten. Weder überprüfen noch beaufsichtigen sie die Arbeit, und sie leiten sie auch nicht an. Außerdem versuchen sie nie, die tatsächlichen Probleme aus erster Hand zu verstehen oder konkrete Aufgaben nachzuverfolgen. Wenn jemand ein Problem mit einem Verantwortlichen meldet, informieren sie sich nie gründlich über die Situation oder durchschauen das Wesen des Verantwortlichen und die Auswirkungen seiner Arbeit. Alles, was sie tun, ist, mit der Person Gemeinschaft zu halten, ein wenig geistliche Unterstützung zu leisten und zu denken, das würde das Problem lösen. Das führt dazu, dass ungeeignete Verantwortliche nicht rechtzeitig versetzt werden, was der Arbeit schweren Schaden zufügt. Mein Verhalten entsprach genau dem, was Gott offenbart hatte. Ich beteiligte mich selten an der Arbeit, erkundigte mich kaum nach dem Fortschritt und gab nur wenig Anleitung. Obwohl ich wusste, dass die Videoproduktion langsam vorankam, und mir berichtet wurde, dass sich Sarah arrogant verhielt, auf ihrem Willen bestand und dadurch die Arbeit beeinträchtigt wurde, hatte ich nichts weiter getan, als über ihren Zustand Gemeinschaft zu halten. Ich war weder den Streitigkeiten bezüglich des Produktionsprozesses auf den Grund gegangen, noch hatte ich die eigentliche Ursache des Problems ergründet. Eigentlich hatte ich nur Gemeinschaft darüber gehalten, dass sie ihre verdorbene Disposition erkennen und daraus lernen sollten. Ich betrachtete das Gemeinschaft-Halten und die geistliche Unterstützung als einen Weg, um Probleme zu lösen und echte Arbeit zu leisten, und kümmerte mich nicht um die tatsächlichen Probleme, die den Arbeitsfortschritt behinderten, geschweige denn löste ich sie. Ich hatte die Gruppenleiterin, die ständig unterbrach und störte, weder versetzt noch zur Rechenschaft gezogen, sondern ließ sie einfach weiter die Videoarbeit behindern. War ich nicht die falsche Leiterin, die in Gottes Wort offenbart wurde? In dieser Zeit hatten mir mehr als eine Person gesagt, dass sie sich von Sarah eingeschränkt fühlten. Alle Videos mussten von ihr genehmigt werden, und wenn andere ohne sie Entscheidungen trafen, verwarf sie diese. Egal, was sie besprachen, die Brüder und Schwestern mussten auf ihre Meinung warten, was die Arbeit stark verzögerte. Tatsächlich hatte sie bereits die Macht in der Gruppe an sich gerissen und besaß das letzte Wort. Die anderen meldeten ständig Probleme mit ihr, aber ich war blind und unwissend und hatte selten ein tiefes Verständnis für die Arbeit. Daher sah ich nur die Oberfläche dieser Probleme und konnte Sarahs sehr ernste Probleme nicht erkennen. Ich dachte immer noch, sie sei fachlich kompetent und ihre Disposition nur ein wenig arrogant, und mit etwas Gemeinschaft könne sie über sich selbst nachdenken und Selbsterkenntnis erlangen. Da ich die Natur ihres Handelns nicht klar durchschauen konnte, habe ich bei der Gemeinschaft, egal wie oft, nur Worte und Glaubenslehren von mir gegeben und das eigentliche Problem überhaupt nicht gelöst. Infolgedessen fühlten sich ein halbes Jahr lang viele Menschen durch sie eingeschränkt, negativ und schwach. Auch verlief die Produktion bereits ineffizient und die Videoarbeit wurde dadurch ernsthaft beeinträchtigt und gestört. Erst da wurde mir klar, dass der Arbeit massiv Schaden zugefügt worden war, weil ich keine echte Arbeit geleistet und die ungeeignete Gruppenleiterin nicht rechtzeitig versetzt hatte. Ich war eine waschechte falsche Leiterin. Zuerst hatte ich gedacht, ich hätte bei meiner Arbeit nur versagt, weil mein Kaliber gering war und ich diesen Arbeitsbereich nicht verstand. Erst als ich mich anhand von Gottes Wort selbst hinterfragte, erkannte ich, dass ich nicht einmal versucht hatte, die Sachverhalte selbst zu verstehen und die eigentlichen Probleme anzugehen. Das war nicht nur eine Frage eines geringen Kalibers. Das Problem bestand ganz einfach darin, dass ich keine echte Arbeit leistete.

Weiter dachte ich über mich nach: „Warum sträubte ich mich so dagegen, mehr über diesen Arbeitsbereich zu erfahren?“ Erst als ich mich an einige meiner damaligen Denk- und Verhaltensweisen erinnerte, erkannte ich, dass ich tief in meinem Inneren schon immer eine falsche und abwegige Ansicht vertreten hatte. Ich dachte, da ich diesen Arbeitsbereich nicht verstand, wollte ich Probleme, die damit zu tun hatten, vermeiden, und ich wollte mich damit weder auseinandersetzen noch es erlernen. Ich fürchtete, ich würde meine ganze Unwissenheit offenbaren, wenn ich diese Probleme mit Leuten diskutieren würde, die sich damit auskannten. Selbst wenn es sich um Arbeit handelte, für die ich die Verantwortung tragen sollte, wollte ich sie trotzdem ignorieren. Später las ich in Gottes Wort: „Das Hauptmerkmal der Arbeit falscher Leiter ist, dass sie, nachdem sie über die Lehren geschwafelt, ihre Parolen gerufen und ihre Befehle erteilt haben, einfach ihre Hände in Unschuld waschen. Sie stellen keine Fragen zur weiteren Entwicklung der Arbeit; sie fragen nicht, ob irgendwelche Probleme, Abweichungen oder Schwierigkeiten aufgetreten sind. Sie betrachten ihre Arbeit als abgeschlossen, sobald sie die Arbeit zugewiesen haben. Tatsächlich musst du als Leiter den Fortschritt eines Projekts weiterverfolgen, nachdem du die Arbeit organisiert hast. Selbst wenn du nicht vertraut mit diesem Arbeitsbereich bist – selbst wenn du keine Ahnung davon hast – kannst du einen Weg finden, deine Arbeit durchzuführen. Du kannst jemanden finden, der sie wirklich begreift, der das betreffende Gewerbe versteht, damit er eine Überprüfung durchführt und Vorschläge macht. Aus seinen Vorschlägen kannst du die geeigneten Prinzipien ermitteln, und so wirst du die Arbeit weiterverfolgen können. Unabhängig davon, ob du mit dem betreffenden Gewerbe vertraut bist oder es verstehst, musst du die Arbeit zumindest leiten, sie nachverfolgen, beständig Informationen einholen und Fragen zu ihrem Fortschritt stellen. Du musst solche Angelegenheiten im Griff haben. Dies ist deine Verantwortung, dein Anteil an der Arbeit. Die Arbeit nicht weiterzuverfolgen, nichts mehr zu tun, sobald sie zugeteilt worden ist, deine Hände in Unschuld zu waschen – das ist die Art, wie falsche Leiter Dinge erledigen. Bei der Arbeit nicht nachzuverfolgen oder in Bezug auf diese keine Führung zu bieten, sich nicht nach Problemen zu erkundigen oder aufkommende Probleme zu lösen und den Fortschritt oder die Effizienz der Arbeit nicht zu erfassen – auch das sind Erscheinungsformen falscher Leiter(Das Wort, Bd. 5, Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern: Die Verantwortlichkeiten von Leitern und Mitarbeitern (4)). Aus Gottes Wort verstand ich: Wenn man mit der Begründung, einen Bereich nicht zu verstehen, konkrete Aufgaben nicht nachverfolgt und die in der Arbeit existierenden tatsächlichen Probleme nicht löst, ist das eine Erscheinungsform eines falschen Leiters, der unverantwortlich ist und sich seinen Verpflichtungen entzieht. Als Leiterin sollte man zumindest die Arbeit leiten und nachverfolgen, sich nach dem Fortschritt erkundigen sowie Probleme innerhalb der Arbeit finden und lösen. Selbst wenn man einen Bereich nicht gut versteht, kann man diejenigen, die sich auskennen, bitten, Prüfungen durchzuführen und Vorschläge zu machen, und mit ihnen zusammenarbeiten, um die eigenen Defizite auszugleichen. Auch auf diese Weise kann man gute Arbeit leisten. Ich aber hatte alles gemieden, was mit fachlicher Arbeit zu tun hatte, und mich deswegen nicht an bestimmten Aufgaben beteiligt, weil ich sie nicht verstand. Ich tat dies, um meine Schwächen und Defizite zu vertuschen und mein Ansehen und meinen Status zu wahren, weil ich befürchtete, dass meine Brüder und Schwestern auf mich herabblicken würden, wenn ich nicht in der Lage wäre, sie anzuleiten. Als es einmal Probleme in der Produktion gab, sich die Brüder und Schwestern über etwas uneins waren, nicht zusammenarbeiten konnten und dadurch der Arbeitsablauf verlangsamt wurde, hielt ich mich eher zurück, anstatt das Problem wirklich zu lösen. War ich nicht genau die falsche Leiterin, die in Gottes Wort offenbart wurde? Tatsächlich beinhaltet jede Arbeit der Kirche Wahrheitsgrundsätze, weshalb es nicht ausreicht, nur über Fachwissen zu verfügen, um eine Aufgabe gut zu erfüllen. Als Leiterin sollte man, auch wenn man sich in einem Arbeitsbereich nicht vollständig auskennt, die jeweiligen Wahrheitsgrundsätze kennen, um die Arbeit angemessen anleiten und überprüfen zu können. Manche Leiter kennen sich in ihrem neuen Arbeitsbereich anfangs auch nicht aus, aber sie lernen fleißig und beherrschen die relevanten Wahrheitsgrundsätze, woraufhin sie die Arbeit tatsächlich anleiten und überprüfen können. Auf diese Weise wird die Arbeit immer besser. Ich fragte mich: „Ich sagte mir immer, dass ich diesen Arbeitsbereich nicht verstehe, aber versuchte ich jemals ernsthaft, dazuzulernen? Habe ich mich angestrengt oder einen Preis gezahlt? Als ich nicht wusste, wie ich die Arbeit überprüfen sollte, suchte ich da nach den Wahrheitsgrundsätzen?“ Nichts von alledem hatte ich getan. Ich war bei meiner Pflicht aalglatt, strebte nicht nach Fortschritt, und wenn ich Dinge nicht verstand, versuchte ich nicht, von anderen zu lernen, geschweige denn, die Wahrheitsgrundsätze zu suchen. Ich nutzte meine Unkenntnis in diesem Arbeitsbereich als Vorwand, um Ruhm, Gewinn und Status zu wahren. Das führte dazu, dass viele tatsächliche Probleme und Schwierigkeiten, die bei der Pflichterfüllung der anderen auftraten, nicht rechtzeitig gelöst werden konnten, was die Ergebnisse der Videoarbeit ernsthaft beeinträchtigte. Das waren die Folgen davon, dass ich nur leere Phrasen drosch, anstatt echte Arbeit zu leisten oder tatsächliche Probleme zu lösen.

Danach las ich auch in Gottes Wort: „Wenn Gott verlangt, dass die Menschen Ruhm, Gewinn und Status zurückstellen, dann nicht deswegen, weil Er den Menschen das Recht auf freie Entscheidung nimmt. Es liegt vielmehr daran, dass die Menschen, während sie Ruhm, Gewinn und Status anstreben, das Werk der Kirche und den Lebenseintritt des auserwählten Volkes Gottes unterbrechen und stören und sogar einen negativen Einfluss darauf haben können, dass mehr Leute Gottes Worte essen und trinken, die Wahrheit verstehen und so Gottes Rettung erlangen. Das ist eine unbestreitbare Tatsache. Wenn Menschen ihren eigenen Ruhm, Gewinn und Status verfolgen, ist es sicher, dass sie nicht nach der Wahrheit streben und ihre Pflicht nicht treu erfüllen werden. Alles, was sie tun und sagen, ist nur um des Ruhmes, Gewinns und Status willen, und alle Arbeit, die sie tun, geschieht ohne die geringste Ausnahme um dieser Dinge willen. Sich so zu verhalten und zu handeln bedeutet ohne Frage, den Weg der Antichristen zu beschreiten; es ist eine Unterbrechung und Störung des Werkes Gottes, und alle Folgen davon behindern die Verbreitung des Evangeliums des Königreichs und die Ausführung des Willens Gottes innerhalb der Kirche. Man kann also mit Gewissheit sagen, dass der Weg, den diejenigen gehen, die nach Ruhm, Gewinn und Status streben, der Weg des Widerstands gegen Gott ist. Es ist ein absichtlicher Widerstand gegen Ihn, ein Neinsagen zu Ihm – es ist eine Zusammenarbeit mit Satan, um Gott zu widerstehen und sich gegen Ihn zu stellen. Dies ist die Natur des Strebens der Menschen nach Ruhm, Gewinn und Status. Der Fehler der Menschen, wenn sie ihre eigenen Interessen verfolgen, liegt darin, dass die Ziele, die sie verfolgen, die Ziele Satans sind – und es handelt sich dabei um niederträchtige und ungerechte Ziele. Wenn Menschen private Interessen wie Ruhm, Gewinn und Status verfolgen, werden sie unwissentlich zu einem Werkzeug Satans, zu einem Kanal für Satan und darüber hinaus werden sie zu einer Verkörperung Satans. In der Kirche spielen sie eine negative Rolle; auf die Arbeit der Kirche und auf das normale kirchliche Leben sowie auf das normale Streben von Gottes auserwähltem Volk wirken sie störend und beeinträchtigend; sie haben eine schädliche und negative Wirkung(Das Wort, Bd. 4, Antichristen entlarven: Punkt 9 (Teil 1)). Während ich über Gottes Worte nachdachte, erkannte ich, dass ich bei meiner Pflicht alles nur getan hatte, um mein Ansehen und meinen Status zu wahren. Ich hatte die Arbeit der Kirche überhaupt nicht geschützt, sondern ihr Schaden zugefügt. Ich hatte mich wie ein Diener Satans verhalten und die Arbeit der Kirche unterbrochen und gestört. Aus Angst, dass andere auf mich herabsehen würden, wenn ich einen Arbeitsbereich nicht verstand, nahm ich weder an Arbeitsbesprechungen teil, noch verfolgte ich konkrete Aufgaben nach. Als ich sah, dass die Gruppenleiterin eigenmächtig handelte und die Arbeit störte und ich das nicht mehr alleine lösen konnte, fürchtete ich, die ranghöheren Leiter würden herausfinden, dass ich nicht in der Lage war, echte Arbeit zu leisten, und mich entlassen. Also meldete ich es nicht nach oben und suchte auch nicht nach einer Lösung, sondern sah einfach dabei zu, wie die Arbeit der Kirche darunter litt. Ich verschwieg unverfroren die Tatsachen, täuschte meine Vorgesetzten wie auch meine Untergebenen und ließ die Leute im Glauben, die von mir beaufsichtigte Arbeit würde problemlos und normal voranschreiten – und das alles nur, um meine Position als Leiterin nicht zu gefährden. Während ich mit aller Kraft versuchte, Ansehen und Status zu wahren, wurden meine Brüder und Schwestern eingeschränkt und kamen bei ihrer Pflichtausführung nicht mehr voran. Sie lebten in Schmerz und Elend, erlitten Verluste bei ihrem Lebenseintritt, und die Arbeit wurde massiv behindert – aber all das war mir egal. War das nicht der Inbegriff einer falschen Leiterschaft? Als ich darüber nachdachte, verspürte ich etwas Angst, aber auch Reue und Bedauern. Ich hasste mich dafür, so selbstsüchtig und hinterlistig zu sein. Mein Gewissen war so abgestumpft und gefühllos geworden! Die Videoarbeit spielt eine Schlüsselrolle bei der Verbreitung des Evangeliums. Ich führte eine so wichtige Pflicht aus, nahm aber keine Rücksicht auf Gottes Absichten, wahrte bei allem nur mein Ansehen und meinen Status und unterbrach und störte die Arbeit der Kirche. Der Gedanke an mein Verhalten während meiner Pflicht und welchen Schaden ich der Arbeit der Kirche zugefügt hatte, bohrte sich wie ein Messer in mein Herz. Ich schämte mich so sehr, dass ich niemandem mehr ins Gesicht sehen konnte. Unter Tränen der Reue betete ich zu Gott: „Gott, ich war bei meiner Pflicht hinterhältig und aalglatt, ich leistete keine echte Arbeit, und es ist bereits zu spät, den Schaden, den ich der Arbeit der Kirche zugefügt habe, wiedergutzumachen. Ich möchte in Zukunft bei meiner Pflicht vor Dir Buße tun und bitte Dich, mich genau zu prüfen.“

Später fand ich in Gottes Wort einige Wege für die Praxis und den Eintritt. Der Allmächtige Gott sagt: „Wie könnt ihr Menschen sein, die gewöhnlich und normal sind? Wie könnt ihr, wie Gott sagt, den richtigen Platz eines geschaffenen Wesens einnehmen – wie könnt ihr nicht versuchen, Übermenschen oder irgendeine große Persönlichkeit zu sein? Wie solltest du praktizieren, ein gewöhnlicher und normaler Mensch zu sein? Wie kann man das tun? … Erstens, verleihe dir selbst keinen Titel und lasse dich nicht durch ihn binden, indem du sagst: ‚Ich bin der Leiter, ich bin der Teamleiter, ich bin der Aufseher, keiner kennt dieses Geschäft besser als ich, keiner versteht die Fertigkeiten besser als ich.‘ Verstricke dich nicht in deinen selbsternannten Titel. Sobald du das tust, werden dir Hände und Füße gebunden sein, und was du sagst und tust, wird davon beeinträchtigt. Auch dein normales Denken und dein Urteil werden beeinträchtigt sein. Du musst dich von den Einschränkungen dieses Status befreien. Begib dich zunächst von diesem offiziellen Titel und dieser Position herab und stell dich an den Platz eines gewöhnlichen Menschen. Wenn du das tust, wird deine Mentalität einigermaßen normal werden. Du musst auch eingestehen und sagen: ‚Ich weiß nicht, wie man das macht und ich verstehe das nicht – ich muss dazu einige Nachforschungen anstellen und mich kundig machen‘ oder: ‚Das habe ich nie erlebt, also weiß ich nicht, was zu tun ist.‘ Wenn du imstande bist, zu sagen, was du wirklich denkst, und ehrlich redest, wirst du eine normale Vernunft besitzen. Andere werden dein wahres Ich kennen und dich somit als normal ansehen, und du wirst keine Show abziehen müssen, und es wird auch kein großer Druck auf dir lasten, und somit wirst du dich mit Menschen normal verständigen können. So zu leben ist frei und ungezwungen; jeder, der das Leben ermüdend findet, hat das selbst verschuldet. Verstelle dich nicht und setze keine Fassade auf. Zuerst solltest du offen über das, was du in deinem Herzen denkst, reden, über deine wahren Gedanken, damit jeder sie kennt und versteht. Infolgedessen werden deine Bedenken und die Barrieren und der Argwohn zwischen dir und anderen alle beseitigt werden. Du wirst durch etwas Anderes behindert. Du hältst dich immer für den Kopf des Teams, einen Leiter, einen Arbeiter oder jemanden mit einem Titel, Status und Ansehen: Wenn du sagst, du verstehst etwas nicht oder kannst etwas nicht tun, machst du dich dann nicht schlecht? Wenn du diese Fesseln in deinem Herzen ablegst, wenn du aufhörst, dich für einen Leiter oder Arbeiter zu halten, und wenn du aufhörst zu denken, du seist besser als andere Menschen, und fühlst, dass du ein gewöhnlicher Mensch bist, genau wie alle anderen, und dass es einige Bereiche gibt, in denen du anderen unterlegen bist – wenn du über die Wahrheit und arbeitsrelevante Belange mit dieser Einstellung Gemeinschaft hältst, ist die Wirkung anders, genauso wie die Stimmung. Wenn du in deinem Herzen immer Bedenken hast, wenn du dich immer gestresst und eingeschränkt fühlst, und wenn du dich dieser Dinge entledigen willst, es aber nicht schaffst, dann solltest du ernsthaft zu Gott beten, über dich nachdenken, deine Defizite sehen und nach der Wahrheit streben. Wenn du die Wahrheit in die Praxis umsetzen kannst, wirst du Resultate erzielen(Das Wort, Bd. 3, Die Diskurse des Christus der letzten Tage: Gottes Worte zu schätzen, ist das Fundament des Gottesglaubens). Nachdem ich Gottes Worte gelesen hatte, wurde es in meinem Herzen viel lichter. Ich hatte mich immer in die Rolle der Leiterin versetzt und wollte stets so tun, als wüsste ich alles, damit andere zu mir aufschauen. Ich wollte nicht, dass sie mein wahres Ich sehen. Noch dazu glaubte ich, eine Leiterin müsse über den anderen stehen und zu allem fähig sein, aber das war ein Irrtum. In Wahrheit war ich nicht besser als die anderen. Meine verdorbene Disposition war dieselbe wie die meiner Brüder und Schwestern, und vieles konnte ich nicht klar durchschauen oder verstehen. Eine Leiterin zu sein, war einfach nur eine Gelegenheit zum Praktizieren. Ich sollte meinen Status beiseitelegen, ein ehrlicher Mensch sein, mich den anderen gegenüber offen zeigen, so wie ich wirklich bin, und mit allen auf Augenhöhe zusammenarbeiten, während wir unsere Pflichten tun. Wenn ich etwas nicht verstehe, sollte ich es zugeben und diejenigen, die es verstehen, mehr Gemeinschaft halten lassen. Auf diese Weise kann ich Probleme bei der Arbeit nicht nur rechtzeitig lösen, sondern ich kann auch meine eigenen Defizite ausgleichen. Wenn es ein Problem gibt, das ich nicht durchschauen oder lösen kann, sollte ich es schnell nach oben melden, um schwerwiegende Folgen durch eine verspätete Behebung zu vermeiden.

Jetzt bin ich wieder zur Kirchenleiterin gewählt worden. Ich bin sehr dankbar und weiß, dass Gott mir diese Gelegenheit zur Buße gegeben hat. Meine vergangenen Verfehlungen kann ich nicht wiedergutmachen, also will ich in Zukunft bei der Ausführung meiner Pflicht mein Allerbestes geben. Ich legte innerlich einen Schwur ab: „Gott, ich bin bereit, alles zu tun, was ich kann und sollte, um diese Pflicht gut auszuführen. Wenn ich mich wieder auf meine verdorbene Disposition verlasse und bei meiner Pflicht unverantwortlich werde, hoffe ich, dass Du mich maßregelst und disziplinierst.“ Bei meiner aktuellen Pflicht gibt es viele Aufgaben, mit denen ich nicht sehr vertraut bin. Manchmal, wenn meine Brüder und Schwestern zu mir kommen, um die Arbeit zu besprechen, verstehe ich einiges davon nicht so gut und habe immer noch den Impuls, mich davor zu drücken und mich nicht daran beteiligen zu wollen. Aber wenn ich an die Lektionen aus meinem früheren Scheitern denke, bekomme ich ein wenig Angst und bete sofort zu Gott. Ich bitte Ihn, mir zu helfen, ruhig zu bleiben, aufmerksam zuzuhören und gemeinsam mit meinen Brüdern und Schwestern nach Lösungen für diese Probleme zu suchen. Wenn ich eine Bürde auf mich nehme und mich tatsächlich in diese Aufgaben einbringe, kann ich nicht nur verstehen, worin das Problem besteht, sondern manchmal auch einige vernünftige Vorschläge machen. Wenn es um Fragen geht, die die Grundsätze betreffen und die ich nicht klar durchschauen oder lösen kann, melde ich sie den oberen Leitern und suche Hilfe. Auf diese Weise wird die Arbeit nicht verzögert und das Problem schnell gelöst.

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