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862 Gottes Zorn ist eine Demonstration Seiner gerechten Disposition

1 Obwohl das Herausströmen von Gottes Zorn ein Aspekt des Ausdrucks Seiner gerechten Disposition ist, so ist der Zorn Gottes keineswegs willkürlich in Hinsicht auf Sein Ziel oder prinzipienlos. Im Gegenteil: Gott ist keineswegs jähzornig, noch offenbart Er Seinen Zorn und Seine Majestät unbedacht. Darüber hinaus ist der Zorn Gottes deutlich beherrscht und bemessen; es ist überhaupt nicht vergleichbar damit, wie der Mensch in Wut aufflammt oder seinem Ärger Luft verschafft. Daher ist die Freisetzung von Gottes Zorn keineswegs ein Ausdruck oder ein Ablassen Seiner Laune. Gottes Zorn ist kein ausgemachter Wutausbruch, wie der Mensch es versteht. Gott setzt Seinen Zorn nicht frei, weil Er unfähig ist, Seine eigene Laune zu beherrschen, oder weil Sein Zorn Seinen Siedepunkt erreicht hat und freigesetzt werden muss. Im Gegenteil: Sein Zorn ist eine Demonstration Seiner gerechten Disposition und ein echter Ausdruck Seiner gerechten Disposition; es ist eine symbolische Offenbarung Seiner heiligen Substanz.

2 Gott ist Zorn und keinem Vergehen gegenüber nachsichtig – das bedeutet nicht, dass der Zorn Gottes nicht unter den Ursachen unterscheiden kann oder prinzipienlos ist; es ist die verderbte Menschheit, die ein exklusives Recht auf charakterlose, willkürliche Wutausbrüche hat, die nicht zwischen den Ursachen unterscheidet. Der Mensch wird in Zorn aufflammen und seine Gefühle äußern, um die Existenz der Sünde zu verteidigen, und diese Handlungen sind die Methoden, mit denen der Mensch seine Unzufriedenheit zum Ausdruck bringt. Diese Handlungen sind voller Verunreinigung; sie sind voller Pläne und Intrigen; sie sind randvoll mit der Verderbtheit des Menschen und dem Bösen; mehr als das, sie sind voll von den wilden Ambitionen und Begierden der Menschen. Wenn die Gerechtigkeit mit dem Frevel wetteifert, wird der Mensch nicht in Wut aufflammen, um die Existenz der Gerechtigkeit zu verteidigen; ganz im Gegenteil, wenn die Mächte der Gerechtigkeit bedroht, verfolgt und angegriffen werden, ist des Menschen Haltung den Blick abzuwenden, auszuweichen oder zurückzuschrecken. Wenn er jedoch den Mächten des Bösen gegenübersteht, ist des Menschen Haltung zuvorkommend, unterwürfig und schmeichelnd. Wenn der Mensch seinem Zorn Luft verschafft, ist dies deshalb ein Durchlass für die bösen Mächte, ein Ausdruck des blindwütigen und unaufhaltsamen bösen Verhaltens des fleischlichen Menschen.

Basierend auf „Gott Selbst, der Einzigartige II“

aus„Das Wort erscheint im Fleisch“

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